Bücher mit dem Tag "berg"
108 Bücher
- Thomas Mann
Der Zauberberg
(579)Aktuelle Rezension von: Buchfreundin55Der Zauberberg, erstmals 1924 veröffentlicht, gilt als eines der zentralen Werke der deutschen und europäischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Thomas Mann, der den Roman in einer Zeit zunehmender politischer und kultureller Umbrüche schrieb, entfaltet auf über siebenhundert Seiten ein dichten Netz aus Philosophie, Psychologie, Politik und Geschichte. Zentrales Moment des Romans ist der Aufenthalt des jungen Ingenieurs Hans Castorp in einem Sanatorium in Davos, der sich zunächst als Besuch zu einer kurzen Zeit erweist, doch durch eine Reihe von Begegnungen, Gesprächen und inneren Bewegungen sich zu einer langen Existenz innerhalb der kurativen Welt der Bergwelt verdichtet.
Die Nacherzählung der Ereignisse erfolgt mit einer Mischung aus nüchterner Detailtreue und dichterischer Verdichtung. Der Roman verwebt multiple Ebenen: die konkrete Handlung im Sanatorium, die intellektuelle Auseinandersetzung der Figuren untereinander, und eine meta-narrative Reflexion über Zeit, Krankheit und Sterblichkeit. Die Chronik des Berg- und Sanatoriumslebens wird durch eine Vielzahl von Dialogen getragen, in denen sich philosophische, politische und medizinische Diskurse begegnen.
Hans Castorp entwickelt sich im Spannungsfeld von Begehren, Zweifel und intellektueller Neugier. Sein Wandel ist eher graduell als dramatisch: Von einem oberflächlich neugierigen, nahezu unentschlossenen Jüngling wird er zu einem Individuum, das die existenzielle Frage nach Zeitlichkeit, Krankheit und Lebensstil ernsthaft sondiert. Die übrigen Figuren fungieren als Doppelgänger und Katalysatoren für Castorps Selbstdeutung. Ihre Stimmen und Ideen stehen in Gegensatz zueinander: Humanismus versus Rationalismus, Aufklärung gegen existentielle Erkenntnis, Lebenskunst gegen asketische Askese. Der Dialog wird so zum Motor des Romans: Er dient nicht nur der Charakterisierung, sondern dient als Feld, in dem sich Ideen gegenseitig testen, widerlegen oder bestätigen.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Krankheit als Metapher. Krankheit wird nicht bloß als medizinischer Zustand beschrieben, sondern als Zustand des Denkens und des Lebensstils. Als solcher fordert sie die Zeitgenossen heraus, die Grenzen von Gesundheit, Normalität und Freiheit neu zu definieren. Der Roman verhandelt die Frage, ob Krankheit eine Art Lehrmeister für das Bewusstsein sein kann oder vielmehr eine Bedrohung, die den Blick verengt. Manns Darstellung der Krankheiten – einschließlich der Tuberkulose, der als politische Metapher fungieren kann – bietet eine vielschichtige Perspektive auf Gesellschaft und individuelle Verantwortung. Der Zauberberg ist unauflöslich mit den politischen und philosophischen Umbrüchen seiner Epoche verbunden.
- Kerstin Gier
Wolkenschloss
(1.600)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinWolkenschloss hat mich von Anfang an richtig gut unterhalten. Kerstin Gier schreibt mit so viel Witz, dass ich beim Lesen immer wieder schmunzeln musste. Gerade diese Mischung aus Humor, Spannung und den vielen eigenwilligen Charakteren hat für mich wunderbar funktioniert.
Besonders gut gefallen hat mir das Wolkenschloss selbst. Das alte Grandhotel mitten in den Schweizer Bergen wird so malerisch beschrieben, dass ich mir die verschachtelten Flure, die vielen Treppen und die ganze besondere Atmosphäre richtig gut vorstellen konnte. Gleichzeitig wirkt das Hotel herrlich verschroben und passt damit perfekt zu den Menschen, die dort unterwegs sind.
Und von denen gibt es einige. Die Charaktere sind für mich eine der größten Stärken des Buches. Besonders der fiese neunjährige Junge ist mir im Gedächtnis geblieben ausgerechnet so eine kleine Figur kann für ordentlich Chaos sorgen. Auch die beiden Love Interests fand ich interessant, vor allem die Interaktionen zwischen den Figuren haben mir richtig viel Spaß gemacht.
Fanny war für mich ebenfalls ein Highlight. Gerade die Szenen mit ihm haben noch einmal eine ganz eigene Dynamik in die Geschichte gebracht.
Die Handlung selbst nimmt spätestens ab dem ersten Drittel richtig Fahrt auf. Anfangs lernt man vor allem das Hotel, Fanny und die ganzen merkwürdigen Gäste kennen, aber nach und nach wird klar, dass hier längst nicht alle mit offenen Karten spielen. Geheimnisse, verdächtige Gäste und seltsame Ereignisse sorgen schließlich für immer mehr Spannung.
Besonders mochte ich, dass neben dem humorvollen und romantischen Teil auch eine kleine Thriller-Atmosphäre entsteht. Dadurch wurde die Geschichte für mich nie langweilig und ich wollte immer wissen, was hinter den ganzen Geheimnissen steckt.
Insgesamt war Wolkenschloss für mich einfach ein unglaublich tolles Buch. Die malerische Kulisse, der typische Kerstin-Gier-Humor, die ungewöhnlichen Charaktere und die spannende Handlung haben mich komplett abgeholt.
Von mir gibt es deshalb 5 von 5 Sternen. Eine wunderbar unterhaltsame Geschichte mit ganz viel Charme, Humor, Romantik und einer ordentlichen Prise Thriller.
- Khaled Hosseini
Tausend strahlende Sonnen
(1.281)Aktuelle Rezension von: KarinJMich hat das Buch schnell in Bann geschlagen durch die Erzählweise und das Thema. Es ist keine Geschichte, die einem häufig begegnet wäre, und auch der Schauplatz Afghanistan ist eher ungewöhnlich. Sie ist zudem überaus glaubwürdig erzählt und die Erzählung der Handlung wurde geschickt verflochten mit Beobachtungen, Erinnerungen und Gedanken. Das Leiden der beiden Frauen Mariam und Laila war sehr gut nachvollziehbar, ohne dass es übermässig geschildert worden wäre. Eine Szene reicht, um dem Leser zu vermitteln, wie die nächsten 20 Jahre, die übersprungen werden, für Mariam gestaltet werden. Mir hat nicht gefallen das Verständnis der Mutterrolle. Unklar blieb mir, ob der Autor nur Mariams und Leilas Geschichte erzählte oder auch zum Leser gesprochen hat und ihre Haltung als Ideal darstellt. Als Ideal sehe ich nämlich die Idee des Aushaltenmüssens als problematisch. Ein wenig gestört haben mich die vielen fremdsprachigen Vokabeln. Man kann sich zwar deren ungefähre Bedeutung leicht erschliessen, sie haben aber etwas den Lesefluss gehemmt. Zusammengefasst bewerte ich diesen Roman mit 5 Sternen.
- Arno Strobel
Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
(1.149)Aktuelle Rezension von: Lynn11IT Freaks und deren Manager treffen sich für eine Handy freie Woche in den Bergen. Ihr Hotel ist in der Renovation und sie werden komplett eingeschneit. Abgeschnitten von der Welt, geschehen innerhalb der Gruppe, unheimliche Morde. Es könnte jeder sein!
Fazit: die Idee für diesen Thriller ist gut. Beim Lesen verdächtigt man praktisch jeden Protagonisten. Allerdings läuft Arno Strobel immer wieder in die Gefahr, in eine gewisse langatmige Repetition zu verfallen. Ich fand, dass sich die Gruppe zu oft versammelte um über den potentiellen Mörder nachzudenken. Der-/die Täter sind etwas unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Ein echter Psychopath könnte sich nicht so lange in einer Gruppe unauffällig tarnen.
- Paolo Cognetti
Acht Berge
(218)Aktuelle Rezension von: Phil_GIm Buch erzählt ein alter nepalesischer Sherpa die Legende:
• In der Mitte der Welt steht ein hoher Berg.
• Um diesen herum liegen acht Berge, die man umrunden und besteigen kann.
• Manche Menschen verbringen ihr Leben damit, alle acht Berge zu erkunden.
• Andere aber steigen den einen zentralen Berg hinauf und lernen nur diesen einen wirklich kennen.
Die Metapher stellt einen Gegensatz zwischen zwei Lebenswegen dar:
1. Der Weg der acht Berge
• immer weiterziehen
• möglichst viel erleben
• die Welt in ihrer Breite erfahren
• Vielfalt, Abenteuer, Veränderung
Dieser Weg steht für Menschen, die neugierig sind und ständig neue Perspektiven suchen.
2. Der Weg des einen Berges
• an einem Ort bleiben
• in die Tiefe gehen
• Geduld, Verwurzelung, Hingabe
• das Wesentliche im Bekannten entdecken
Dieser Weg steht für Menschen, die ihr Leben auf eine Sache oder einen Ort konzentrieren und darin zu großer innerer Kenntnis gelangen.
Zentrale Frage des Romans: Welcher Weg führt zu einem erfüllteren Leben: die Welt in ihrer Breite zu erkunden oder in die Tiefe zu gehen?
Der Roman zeigt, dass keine der beiden Weisen „richtiger“ ist – sie sind Ausdruck unterschiedlicher Temperamente und Lebensentscheidungen.
Zwei Freunde leben je einen Weg. Freunde bleiben sie bis zum Tod.
Cognettis bildhafte Sprache erleichtert das Eintauchen in die Welten der beiden Freunde. Manchmal zieht sich das Buch in die Länge und das Ende ist etwas abrupt.
Bis der Sherpa die Metapher erklärt, ist nicht so klar, worauf Cognetti hinaus will. Dann bekommt die Geschichte Tiefgang, oder besser gesagt: dann erkennt man, dass das Buch von Anfang an Tiefgang hat. - Devney Perry
Rites of the Starling
(20)Aktuelle Rezension von: JemasijaBevor ich mit Rites of the Starling gestartet habe, habe ich mir extra noch einmal das Hörbuch zu Shield of Sparrows gekauft. Band 1 hatte ich damals direkt nach Erscheinen gelesen und wollte meine Erinnerung vorher noch einmal auffrischen. Rückblickend wäre das gar nicht nötig gewesen. Die Geschichte setzt genau dort an, wo Band 1 aufgehört hat, und ist so geschrieben, dass ich schnell wieder drin war. Wer sich also unsicher ist, ob vorher ein Reread nötig ist, muss hier keine Angst haben.
„Das war kein Befehl. Das war keine Drohung. Es war seine Zukunft.“ - S. 277
Auch Band 2 hat von mir 5 Sterne bekommen. Während im ersten Teil noch viel Zeit für das Worldbuilding und das Kennenlernen der Welt gebraucht wurde, passiert hier deutlich mehr. Die Geschichte entwickelt sich weiter, es kommen neue Informationen dazu und ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass einzelne Puzzleteile langsam ihren Platz finden.
„Je öfter ich die Version von seinem Tod hatte, desto mehr fürchtete ich den Schlaf“ - S. 263
Sehr gerne mochte ich die verschiedenen Perspektiven. Neben Odessa begleitet man auch Caspia und dadurch bekommt die Geschichte noch einmal eine ganz andere Ebene. Anfangs wusste ich nicht genau, wie beide Handlungsstränge zusammengehören sollen, aber genau das hat mich neugierig gemacht. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich zusammengefügt.
Auch die Charaktere mochte ich (natürlich) wieder sehr. Odessa hat sich seit Band 1 weiterentwickelt und gleichzeitig bekommt man durch die neuen Figuren noch mehr Einblicke in diese Welt. Dazu kommen einige emotionale Momente, Wendungen und neue Fragen, die mich nur noch neugieriger auf den nächsten Band gemacht haben.
„Wir alle haben eine Rolle zu spielen.“ - S. 85
Was ich auch wieder richtig schön fand, war die Gestaltung. Im Buch ist erneut eine wunderschöne Karte enthalten und solche Details liebe ich bei Fantasybüchern. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen an einem Wochenende verschlungen. Falls ihr also mal ein Wochenende keine Pläne habt, mit diesem Buch seid ihr sehr gut unterhalten und werdet es nicht bereuen.
Und dann dieses Ende. Uff. Was war das bitte? Nach den letzten Seiten wollte ich eigentlich nur noch weiterlesen und natürlich endet das Buch genau an der Stelle, an der man am liebsten sofort Band 3 aufschlagen würde.
„Ich liebte es, wenn er meinen Namen sagte. Fast genug, um zu bleiben. Fast.“ - S. 210
Hach, ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt. Rites of the Starling hat mir genauso gut gefallen wie Shield of Sparrows und bekommt deshalb ebenfalls 5 Sterne. Jetzt freue ich mich noch mehr auf Band 3 und hoffe, dass die Wartezeit schnell vorbeigeht. Wer diese Reihe nicht liest, der verpasst etwas.
Und eine Sache beschäftigt mich noch. Im Buch wird mehrfach erwähnt, dass Caspia die Zahl 6 hasst. Meine Ausgabe endet ausgerechnet auf Seite 666. Zufall?
- Robert Seethaler
Ein ganzes Leben
(485)Aktuelle Rezension von: CountofcountIch hatte das Buch schon lange hier im Regal, bin aber nie dazu gekommen, es mal zu lesen. Da ich den Film sehen wollte, fand ich die Reihenfolge "Buch -> Film" sinnvoll und hab's mir mal geschnappt.
Und wie's dann so ist...
Ich war so fasziniert und gefesselt, dass ich's in eins durchgelesen habe - es ist einfach großartig. Seethaler findet Worte und Bilder, die einfach so plastisch und treffend sind, dass es gar keine langen Sätze und verschachtelten Mühen braucht - die Beschreibungen "sitzen", die Bilder sind bunt und anschaulich, und die Charaktere und Szenen entstehen unmittelbar vor dem geistigen Auge.
Ein großartiges und super bewegendes Buch.
Seufz. 🥹
- Katharina Seck
Die silberne Königin
(306)Aktuelle Rezension von: my_bookworld23Emma wohnt in einer Stadt die im ewigem Winter gefangen ist. Das Leben dort ist sehr beschwerlich, da der König sich nicht um die Bewohner kümmert. Als Madame Weltfremd Emma eine Geschichte erzählt wird ihr bewusst, dass sie mehr mit der dieser zu tun hat als sie anfangs gedacht hat. Nachdem sie dann merkwürdige Begegnungen mit einem Schatten hat, realisiert sie das sie handeln muss.
Ich persönlich finde das Cover wunderbar. Es passt super zum Buch und spiegelt die Stimmung der Geschichte perfekt wieder.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch wundervoll.Es handelt von Vergebung und Liebe, was ich persönlich toll finde. Am Anfang wirkt die Geschichte für mich teilweise etwas gezogen. Im Laufe des Buches wird es jedoch um so besser. Ab ungefähr der Hälfte hat mich das Buch total in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Auch die Atmosphäre gefällt mir sehr gut. Die Dinge und Momente sind so beschrieben, dass es nicht zu langweilig wird, sondern man sie sich bildlich vorstellen kann und es so möglich ist in die Welt der Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil gefällt mir, er war gut und flüssig zu lesen. Das Buch ist nicht in der Ich-Perspekive geschrieben, wobei ich diese etwas lieber mag, da man sich so mehr wie ein Teil der Handlung fühlt. Dies macht das gesamte Buch jedoch nicht wirklich schlechter. Auch dass es neben der Hauptgeschichte auch noch die von der silbernen Königin gibt gefällt mir sehr, da sie beide unterschiedlich sind, jedoch sehr viele Verbindung haben.
Insgesamt finde ich dieses Buch wirklich sehr gut und kann es klar empfehlen. Es enthält wichtige Botschaften die ein Teil einer wunderbaren Fantasy-Geschichte sind.
- Darren Shan
Mitternachtszirkus 2: Die dunklen Geheimnisse der Vampire
(133)Aktuelle Rezension von: MiiiAcht Jahre ist es her, seit Darren in einen Halbvampir verwandelt und sein altes Leben hinter sich gelassen hat. Nun wird er erneut in einen neuen Bereich des Vampirseins eingeführt, es wird Zeit, dem Konzil der Vampire und somit den Vampirfürsten entgegenzutreten und zu beweisen, ob er es überhaupt würdig ist, ein Vampir zu sein. Und als wenn das nicht schon genug wäre, scheinen sich auch noch andere Gefahren anzubahnen...
Mitternachtszirkus 2 enthält die Teile vier bis sechs der Darren-Shan Saga. Genau wie auch im ersten Sammelband liegt der Fokus auf dem jungen Halbvampir Darren, auch wenn er eigentlich gar nicht mehr so jung ist. Doch aufgrund des langsamen Alterungsprozesses scheint er kaum gealtert zu sein und irgendwie hat man das meiner Meinung nach auf seinen Charakter übertragen. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie alt er gewesen ist, als man ihn verwandelt hat, aber dass er sich acht Jahre später immer noch oft wie ein freches Kind aufführt, hat mich gestört. Auch wenn er äußerlich betrachtet noch wie ein Kind aussieht, so könnte er ja trotzdem eine gewisse Reife an den Tag lesen, die seinem tatsächlichen Alter entspricht. Aber weit gefehlt.
Außerhalb dessen hat mir das Buch aber sehr gefallen. Man erfährt mehr über die Gemeinschaft der Vampire, ihren Lebenstil und ihren (teilweise sehr festgefahrenen) Regeln, dem System dem sie folgen und den Schwierigkeiten mit denen sie zu kämpfen haben. Auch über die Kleinen Leute, die man sonst nur im Zirkus gesehen hat, wird neues bekannt gegeben und ich glaube, dass sie auch im weiteren Verlauf eine große Rolle spielen werden.
Wie der Teil geendet hat, hat mich ehrlich gesagt ein wenig gestört. Es war weniger das Ende sondern viel mehr, wie man da drangegangen ist. Ein bisschen, als hätte man gesagt "Wir haben immer A gemacht. A ist jetzt eigentlich ein Problem und wir sollten B machen, was wir alle wissen, aber wir bleiben lieber bei A weil das immer so war." Schade. Aber ich bin gespannt, in welche Richtung das führen wird.
Insgesamt aber ein durchaus spannender Teil und ich freue mich auf den nächsten.
- Robert Jackson Bennett
Der Schlüssel der Magie - Die Diebin
(91)Aktuelle Rezension von: ChronikskindDank einer Empfehlung durfte ich bereits die andere Reihe des Autors verschlingen - natürlich war ich dann ebenso neugierig auf seine neuste Geschichte. Erwartet habe ich viel und der Autor hat mich auch dieses Mal absolut nicht enttäuscht.
Der Stil ist flüssig und ließ sich trotz der Dicke der Seiten recht flott weglesen. Erzählt wurde die Geschichte aus mehreren Sichten, wobei Sancia den Hauptpart übernommen hat. Man konnte aber so einiges mehr erfahren, ohne sich wirklich in die Handlung zu spoilern. Ich bin sehr gespannt, welche Sichten dann im zweiten Band dabei sein werden.
Am Anfang hat es ein bisschen gedauert, sich in der Welt zurecht zu finden. Der Autor erschafft hier doch ein sehr komplexes Weltenkonzept und man muss manche Dinge auch einfach erlebt haben, bevor man sich wirklich gänzlich greifen kann. Es hat aber definitiv viel Freude gemacht, die Welt zu entdecken und auch hinter die Kulissen zu schauen.
Die Handlung konnte mich vom ersten Moment an begeistern, auch wenn man da noch gar nicht einschätzen konnte, wohin sie eigentlich führen wird. Ist aber auch gar nicht wichtig, man konnte sich einfach gut mitreißen lassen. Es gab viele überraschende Wendungen und zum Ende hin konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Neben der Handlung fand ich die verschiedenen Häuser sehr interessant aufgebaut - und die Intrigen dahinter gut gemacht. Mal schauen, was sich noch alles aufdecken lassen wird.
Sancia, aber auch die anderen Protagonisten haben mir wirklich gut gefallen. Keiner perfekt, aber jeder mit dem Herz am richtigen Fleck. Und ja, manchmal bewegen sie sich auch in der Grauzone, aber das hat gut zu ihnen gepasst. Ich freue mich auf die weitere Entwicklung.
Die Entwicklungen zum Ende haben mir echt gut gefallen - und machen jetzt schon sehr neugierig auf das, was im nächsten Band passieren wird.
Mein Fazit
Wieder konnte mich Robert Jackson Bennett mit einem spannenden und fesselnden Reihenauftakt begeistern! Ich mochte das Weltenkonzept und die Charaktere wirklich gerne und bin gespannt, wie sich beides weiterentwickeln wird. Es gab viele überraschende Wendungen und ich bin sehr neugierig darauf, wie die Geschichte weitergehen wird. - Daniel Kehlmann
Ich und Kaminski
(259)Aktuelle Rezension von: Renate1964Daniel Kehlmann lässt einen erfolglosen,aber selbstverliebten Reporter Kontakt mit dem alten, blinden Maler Kaminski suchen, um dessen Biographie zu veröffentlichen Er bemerkt nicht, wie sehr er von diesem manipuliert wird.
Der Reporter ist marxistischen,versucht Erfolg um jeden Preis zu erlangen, lebt auf Kosten anderer. Die flüchtiger der Kunstszene nimmt Kehlmann sehr gut ins Visier. Im Maler findet er seinen Meister, merkt auch,was wirklich zählt. Im Vergleich mit «Die Vermessung der Welt " aber deutlich schlechter
- Jennifer Benkau
Das Reich der Schatten: Her Wish So Dark
(247)Aktuelle Rezension von: Kerstin_VogelhuberJennifer Benkau hat mit dieser Reihe wieder eine tolle Welt erschaffen. Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten, das Buch hat mich nicht sofort gepackt. Weshalb, kann ich selbst nich beurteilen. Der Spannungsbogen ist Anfangs sehr gering, aber doch hoch genug das die Geschichte einen packt. Der Schreibstil ist aus der Sicht der 3 Protagonisten geschrieben, Laire aus Nemija, Desmond ihr bester Freund und Verlobter und Alric, aus Lyaskay. 80% der Geschichte ist aber aus der Sicht von Laire geschrieben.
Sie ist die Prinzessin von Nemija, lebt aber mit ihrer Mutter in einem kleinen Dorf in der Verbannung. Ihr bester Freund und Verlobter wurde verflucht und ist in das Land der Damea gewandert. Laire macht sich auf den Weg ihn zu befreien. Auf ihrem Weg treffen sie auf Alric, den Laire von früher kennt und dem sie schon mal ihr Vertrauen geschenkt hat. Alle zusammen, mit ihrer Freundin Vica und deren Paladin Jero, machen sie sich gemeinsam auf den Weg. Unterwegs müssen sie sich verschiedenen Gefahren stellen und überleben mehr als 1x nur ganz knapp. Laire hat auch noch ein Geheimnis, das im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle spielt.
Fazit: Die Geschichte hat mich dann doch gepackt und ich will wissen wie es weiter geht.
- Jon Krakauer
In eisige Höhen
(223)Aktuelle Rezension von: mollsiJon nimmt als Reporter an einer geführten Expedition auf den Everest teil. Er nimmt uns mit auf seiner Reise, stellt uns Reisebegleitungen und Ausrüstung vor, beschreibt seine Herausforderungen und Rückschläge. Das allein ist schon unglaublich spannend zu lesen - auch für eingefleischte Flachlandbewohner wie mich. Aber dann kommt es zu einer dramatischen Verkettung von Ereignissen die zu einem der schwersten Unglücke und vielen Todesopfern führt.
Obwohl ich die Ereignisse am Berg schon aus Podcasts und Dokus kannte, hat mich der Bericht von Jon Krakauer noch einmal auf eine ganz eigene Weise berührt.
- Stephen King
Desperation
(342)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingNach der Lektüre einiger neuerer Bücher des von mir geliebten Autors nun endlich mal wieder ein älteres. Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt. Während die neueren (ab ca. Mr. Mercedes) zwar erzählerisch einwandfrei, spannend und mitreißend sind, wirken sie doch irgendwie geplottet, vom allwissenden Erzähler (King selbst) dirigiert und moderiert. Die älteren sind zwar manchmal (beispielsweise: The dark Tower) ganz schön abgefahren und verwirrend, dafür aber organischer und dichter. So auch "Desperation", dessen Wendungen in der zweiten Hälfte mich immer wieder überrascht und der Geschichte nicht nur eine neue Wendung, sondern auch eine neue Bedeutung gegeben haben. Zum Thema der Verwirrung, die ja auch andere Lesende angemerkt haben: Eine simple geographische Karte Desperations und der Miene würde hier schon Wunder wirken!
- Asuka Lionera
Divinitas
(218)Aktuelle Rezension von: Lilli_AInhalt:
Von den Elfen verachtet und den Menschen gefürchtet hat sich die Halbelfe Fye in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Doch sie wird enttarnt und gefangen genommen und an der Schwelle von Leben und Tod gerät sie in eine uralte Fehde. Wer meint es ehrlich mit ihr – der verfluchte Prinz oder der strahlende Ritter?
Miene Meinung:
Ich hatte das Buch jetzt schon eine ganze Weile bei mir im Regal stehen und habe es dann jetzt doch endlich gelesen. Ich schreibe diese Rezension jetzt so mit gemischten Gefühlen, weil mir das Buch an sich wirklich gut gefallen hat, mich aber trotzdem eine ganze Reihe an Dingen gestört hat. Ich versuche meine Kritikpunkte mal zusammenzufassen:
Insgesamt ist für mich zu viel Handlung auf zu wenige Seiten gedrückt. Das hat zwar den Vorteil, dass keine Längen entstehen, das Gegenteil ist der Fall. Mir kommt es beinah so vor, als würde die Geschichte sehr Rasen. Außerdem ist alles ein wenig durchschaubar.
Was mich ebenfalls ziemlich stört ist der Klappentext, auch wenn man den jetzt nicht unbedingt mit in die Bewertung ziehen sollte. Ich erläutere trotzdem kurz, warum er mich so stört: Natürlich soll durch den Klappentext Spannung erzeugt werden, aber es kommt mir nach lesen des Buches so vor, als passt der Text nicht so richtig zum Buch, und als würde zwei Sätze zutreffen, man sich dann aber beim letzten Satz (bzw. rhethorische Frage) gedacht hat: Okay das ist jetzt ein wenig zu kurz, hängen wir noch was dran. Denn beim Lesen des Buches wird genau drei Seiten nachdem man die zweite der genannten Personen kennengelernt hat klar, mit welchem Namen die Frage beantwortet werden kann. Aber wahrscheinlich rege ich mich gerade zu Unrecht darüber auf und alle anderen fanden den Klappentext super. Ich wollte dennoch kurz meine Meinung darüber kundtun, auch wenn ich das nicht mit in meine Bewertung einfließen lasse.
Auch die Charaktere finde ich in den Grundzügen toll, allerdings sind ihre Handlungen meiner Meinung nach sprunghaft und unüberlegt, was mich hin und wieder ziemlich irritiert hat.
Zum Cover noch kurz ein Wort: Das hat mir tatsächlich auch nicht so sehr gefallen. Mir gefällt die Farbzusammenstellung ganz gut, aber die (in Ermangelung eines besseren Wortes nenne ich es jetzt mal) Collage, bestehend aus dem Wolf und Mensch (bzw. Halbelfe) verziert mit etwas Blumenrankenartigem in der Ecke finde ich jetzt nicht überragend, aber naja jedem gefällt ja etwas anderes.
Außerdem bin ich mir, auch nachdem ich dieses Buch und „Falkenmädchen“, was quasi die Vorgeschichte von „Divinitas“ bildet, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher lesen sollte. Ich habe mit Divinitas angefangen, und halte es auch so herum für richtig, zum einen, weil die Bücher auch in dieser Reihenfolge erschienen sind aber auch, weil man in „Falkenmädchen“ meiner Meinung nach bereits zu viel über den Fluch des Prinzen erfährt.
Was ich allerdings ziemlich gut fand ist die Idee hinter dem Buch.
An sich hat mir die Handlung ziemlich gut gefallen, wenn man von dem oben genannten mal absieht. Die Idee des Fluchs und die Unterdrückung der Halbelfen und was eigentlich dahintersteckt fand ich wirklich super, aber ich denke, dass man da mehr hätte draus machen können.
Der Schreibstil war auch sehr gut zu lesen, und die beiden eben genannten Punkte waren so überwiegend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weshalb ich „Divinitas“ auch 4 Sterne gebe, trotz aller Kritikpunkte.
- Marie Force
Mein Herz gehört dir
(243)Aktuelle Rezension von: Twilightstar01In Mein Herz gehört dir geht die Green Mountain-Serie in die dritte Runde – und diesmal lernen wir Colton kennen, der sein Herz an seinen heiß geliebten Berg und an City Girl Lucy verliert.
Colton arbeitet im Familienunternehmen und leitet die Ahornproduktion. Er lebt zurückgezogen auf einem wunderschönen Berg, mitten in den Wäldern – ohne Internet, ohne Telefon und sogar ohne fließend Wasser – begleitet nur von seinen zwei Hunden. Und ausgerechnet er verliebt sich in Lucy, die aus dem pulsierenden New York stammt und eigentlich auf keinen ihrer gewohnten Annehmlichkeiten verzichten möchte.
Besonders brisant wird die Situation, weil Lucy mit Cameron, der Freundin von Coltons älterem Bruder Will, eng befreundet ist. Damit sind sie alle auf eine Weise miteinander verbunden, die die Dinge noch komplizierter macht.
Lucy und Colton versuchen zunächst, ihre Verbindung als harmlose Affäre geheim zu halten, doch natürlich geht dieser Plan gründlich schief. Sie wissen nicht, ob sie eine gemeinsame Zukunft haben können – aber wie heißt es so schön: Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt. Ob die Liebe am Ende wirklich alles überwindet, erfahrt ihr in Band 3 der Green Mountain-Serie.
Für mich persönlich war der dritte Teil im Vergleich zu Band 1 und 2 leider recht langatmig. Der Anfang war noch vielversprechend und spannend, doch ab der Mitte zog sich die Handlung, und es wurde zu einem ständigen Hin und Her, das mich ehrlich gesagt etwas genervt hat. Lucy war lange Zeit sehr unsicher in Bezug auf die Beziehung, während Colton bereit war, den nächsten Schritt zu wagen – und dieses ewige Hin und Her hat mir einiges an Lesefreude genommen.
Ich bin froh, dass die beiden am Ende ihr Happy End bekommen haben. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das Buch vollkommen begeistert hat. Tatsächlich habe ich mehr als einmal darüber nachgedacht, es abzubrechen.
Trotzdem bin ich froh, dass ich es zu Ende gelesen habe, auch wenn Mein Herz gehört dir für mich kein Highlight der Reihe war. Ich werde die Green Mountain-Serie auf jeden Fall weiterverfolgen – aber diese Liebesgeschichte war leider nicht ganz mein Fall.
- Laurie Harmening
Montcrest University 1: Lessons in Evil
(88)Aktuelle Rezension von: Helena1312Expedition in die Hölle.
Sehr gut geschrieben, spannend, unterhaltsam.
Starke Frauen, Universität, Böse Charaktere.„Montcrest University 1: Lessons in Evil“ ist eine düstere Romantasy, die in einer geheimen Eliteakademie in den Schweizer Alpen spielt, an der die Erben der Unterwelt – Dämonen und Schattenengel – studieren.
- Andreas Föhr
Schafkopf
(200)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDirekt vor den Augen eines Polizisten wird ein Mann erschossen, dennoch ist der Täter völlig unbekannt. Die Ermittlungsarbeit beginnt, und die stellt sich als recht kompliziert heraus. Der Fall ist verzwickter als zunächst angenommen. Der Tote hat nach seiner Frau gesucht, die vor zwei Jahren spurlos verschwand. Gibt es da einen Zusammenhang?
- Ein sehr komplizierter Fall mit vielen Charakteren, möglichen Motiven und viel Lokalkolorit. Hier kann man es sich nicht leisten, mal unkonzentriert zu lesen, sonst könnte man etwas Wichtiges verpassen. So empfand ich es jedenfalls. Sehr durchdacht und spannend!
Ich freue mich auf den nächsten Band!
10.01.2025 - Dani Francis
Broken Dove
(92)Aktuelle Rezension von: booksbyjuneBroken Dove war eines meiner most anticipated Bücher 2026 und sorry not sorry, aber ich habe es geliebt! Ich war sowieso schon komplett obsessed mit Silver Elite und dieses Buch hat mich wieder komplett abgeholt. (Es macht mich ehrlich fertig, dass wir noch keine Infos für Band drei haben).
In Broken Dove geht es viel mehr um die politischen Details und Auswirkungen des Krieges, außerdem lernt man mehr über die Mods und deren Geheimnisse, das hat sich für mich alles total stimmig angefühlt. Gerade die Entwicklungen, die ich nicht unbedingt erwartet habe, haben für mich Sinn ergeben.
Dieses Buch hat emotional einiges mit mir gemacht. Ich habe geheult, mitgefiebert, mitgefühlt und war zwischendurch so hin und her gerissen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen!
Auch Wrens Entwicklung hat mir richtig gut gefallen. Sie ist weiterhin stur, impulsiv und emotional. Das macht sie für mich sehr greifbar. Gleichzeitig merkt man, wie viel sie dazulernt und wie sehr sie sich entwickelt. Sie ist nicht plötzlich ein neuer Mensch, sondern entwickelt sich natürlich und realistisch. Manche Entscheidungen hätte ich vielleicht anders getroffen, aber ich konnte ihre Reaktionen trotzdem immer nachvollziehen.
Auch einige der neuen Charaktere haben sich direkt in mein Herz geschlichen. Eine meiner liebsten details war die Freundschaft zwischen Wren und Xavier. Ich fand die beiden zusammen unglaublich sweet und habe es geliebt, wie sehr Xavier hinter ihr steht.⋆˚࿔
fazit: Broken Dove hat für mich genau das geschafft, was ich mir von der Fortsetzung erhofft habe. Die Handlung war realistisch, die Charakterentwicklung hat mich berührt und emotional hat mich das Buch komplett auseinandergenommen. Bin total gespannt auf das nächste Buch!♡ - Ellen Berg
Der ist für die Tonne
(84)Aktuelle Rezension von: Tanja_PraterEin witziges Buch rund um das Thema ausmisten u Ordnung in sein Leben bringen.Die Geschichte bietet ungewöhnliche Charakteren,Romantik,Humor u ein wenig kriminalistische Spannung.In manchen Situationen habe ich mich wiedererkannt was mich zum schmunzeln gebracht hat.Wer hat nicht irgendetwas zuviel in seinem Leben was in die Tonne kann?Super geschrieben u eine Empfehlung wert .
- Juli Zeh
Neujahr
(405)Aktuelle Rezension von: jeanninexIn „Neujahr“ begleitet man Henning, einen scheinbar durchschnittlichen Familienvater, auf einer Radtour auf Lanzarote – eine Flucht vor dem Alltagsdruck, eine Reise ins Innere. Juli Zeh gelingt es dabei mit ihrer gewohnt präzisen und atmosphärischen Sprache, die psychischen Zustände ihres Protagonisten spürbar zu machen. Ihre Stärke liegt klar in den detaillierten Beschreibungen, mit denen sie emotionale Tiefe erzeugt und eine subtile Spannung aufbaut.
Diese sprachliche Feinfühligkeit ist gleichzeitig Stärke und Schwäche des Romans: Manchmal verliert sich die Erzählung in der Dichte der Gedanken, wirkt langatmig, fast schwerfällig. Es ist jedoch eine Geschichte, die Wirkung hinterlässt und Fragen nach Verdrängung, Elternschaft und psychischer Belastung stellt.
- John Boyne
Der Junge auf dem Berg
(307)Aktuelle Rezension von: AtschiBDer Autor schafft es in leichter Weise die Botschaft zu vermitteln, wie leicht Menschen, insbesondere junge Menschen, beeinflusst werden können und welche Gefahr darin liegt. Mit seiner angenehmen Schreibweise regt er zum Nachdenken an und die Seiten flogen nur so dahin. Die Dialoge wirken so unglaublich authentisch und mein Kopfkino war in vollem Gange. Die Figur Pierrot/Peter wirft bei mir Fragen auf. Ich konnte sein Verhalten nicht immer nachvollziehen. Klar, im Alter 6-7 Jahren stellt er viele Fragen und überraschender Weise hinterfragt er den „Herrn“ nicht. Vielleicht lässt es damit erklären, dass die anderen Personen, die auch im Hause leben oder arbeiten voller Respekt dem „Herrn“ gegenüber handeln und nicht widersprechen. Die Vergangenheit von Pierrot ist erschreckend, jedoch für die damalige Zeit sicherlich nicht ungewöhnlich. Es ergreift mich, wie sich das Leben von Pierrot verändert, als in das Haus auf dem Berg zieht. Ab sofort heißt er Peter. Er muss seine Herkunft, seine Freundschaft zu Anshem verleugnen und seine Lebenseinstellung verändert sich drastisch – schockierend! Die Begeisterungsfähigkeit und auch der Stolz den Pierrot zeigt als er seine erste Uniform erhält, hat mich bewegt. Ich verstehe den kleinen, liebenswerten Jungen, dennoch hätte ich ihn gern gewarnt und aufgeklärt. Das war schon aufwühlend für mich. Schockierend ist seine weitere persönliche Entwicklung und welche Wege er geht -mir fehlen die Worte.
Das Buch lässt mich nachdenklich zurück und ich freue mich auf weitere Bücher von John Boyne.
- Rebecca Yarros
Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
(236)Aktuelle Rezension von: JulieFlamingoDas Rebecca Yarros auch Romane kann, hat sie mir schon lange bewiesen. Also griff ich zu "Weil ich an dich glaube".
Auch bei diesem Buch macht man absolut nichts falsch. Ganz im Gegenteil, es liest sich ganz wunderbar runter. Wir haben ein Kleinstadt-Setting, erwachsene Charaktere, die auch erwachsen handeln und ein wunderbarer Storyaufbau. Das Thema Alzheimer ist hier sehr präsent und wird sowohl nachvollziehbar, als auch feinfühlig mit eingebunden.
Yarros schafft es ein cozy Buch zu schreiben ohne großes Drama, Missverständnisse und Tropes und hat mich damit sehr angesprochen. Ein bisschen hat mir aber doch das fesselnde Gefühl gefehlt, was ich in ihren anderen Romanen immer hatte. Dennoch hatte ich eine sehr gute Lesezeit.
- Jennifer Alice Jager
Windborn - Erbin von Asche und Sturm
(126)Aktuelle Rezension von: enya_ileanaIch war echt positiv überrascht von dem Roman. Ich hab die Charaktere gemocht und die Idee ist unglaublich kreativ. Alles in allem fand ich das Buch echt gut und spannend, habe es gleich in 2 Tagen gelesen und werd es trotz folgenden Kritikpunkten weiterempfehlen. Die Beziehung zwischen Ashara und Tuan hab ich generell nie ganz verstanden, sondern nur teils. Sie weiß, dass sie ihn ausnutzt, sieht da keinen Nutzen, aber macht es trotzdem? Was ich aber viel schwieriger fand und mir die Erklärung eigentlich vollkommen gefehlt hat war das mit der Maschine. Wie wird aus Wasser Sand? Und auch aus Menschen?! Da hätte ich mir schon eine Erklärung gewünscht oder eine sinnvollere Herleitung. Das Ende bleibt ja ein bisschen offen - bin da nie so der Fan von - aber nur weil ein Stützpunkt klarkommt, heißt das dich nicht alle anderen kommen klar und das Wasser wird trotzdem weniger, klar sehr langsam, aber stetig. Da es meines Wissens keine Fortsetzung gibt find ich das Ende dahingehend schon seeehr offen :)























