Bücher mit dem Tag "bergdorf"
43 Bücher
- Mareike Fallwickl
Dunkelgrün fast schwarz
(351)Aktuelle Rezension von: zwischenkapitelnundkaffeeDunkelgrün fast schwarz ist ein spannender Roman, der Freundschaft, Familie und Verrat thematisiert. Im Mittelpunkt stehen Moritz und Raffael, zwei Jugendfreunde, deren Beziehung mit der Zeit brüchig wird. Als Raffael nach Jahren unerwartet in Moritz Leben zurückkehrt, wird es heftig.
Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch, man fühlt mit ihnen. Die Handlung ist packend, ohne überladen zu wirken.
Das Buch ist in verschiedenen Zeitebenen verfasst, wodurch man sich langsam immer mehr Teile der Geschichte zusammensetzen kann. Dadurch kann man die Dynamik der Freundschaft quasi miterleben und nachvollziehen, wie es zu was gekommen ist.
Das Buch fesselt mit einer packenden Mischung aus Spannung und emotionaler Tiefe.
- Paolo Cognetti
Acht Berge
(216)Aktuelle Rezension von: engineerwifePaolo Cognettis Roman „Acht Berge“ erzählt die Geschichte von Pietro und Bruno, zwei Jungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch durch eine tiefe Freundschaft verbunden sind. Pietro wächst in Mailand auf und verbringt seine Sommer mit seinen Eltern in einem kleinen Bergdorf in den italienischen Alpen. Dort lernt er den gleichaltrigen Bruno kennen, der in den Bergen zu Hause ist und ein völlig anderes Leben führt. Während Pietro die Welt erkunden möchte, bleibt Bruno eng mit seiner Heimat und der Natur verbunden. Pietros Vater hat einen Narren gefressen an dem Bergjungen und so wird Bruno bald Teil von Pietros Familie, so dass sich die Wege der beiden Freunde über viele Jahre hinweg immer wieder kreuzen. Die Berge werden dabei nicht nur zum Schauplatz ihrer gemeinsamen Erlebnisse, sondern auch zu einem Symbol für ihre Suche nach Identität, Freiheit und dem richtigen Platz im Leben. Besonders die Beziehung zwischen Pietro und seinem Vater, der eine starke Verbindung zu den Bergen hatte, spielt eine wichtige Rolle und prägt Pietros Entwicklung.
Ich gestehe, ich brauchte ein wenig Anlauf, um mich in der Geschichte zurecht zu finden, doch einmal eingetaucht entwickelt sie direkt eine Art Sogwirkung. „Acht Berge“ ist ein leiser, tiefgründiger Roman, der nicht nur aber doch sehr viel von den wunderschönen Beschreibungen der Bergwelt lebt. Man möchte direkt aufbrechen auf eine Reise in die italienischen Alpen und selbst die hohen Gipfel erstürmen. Besonders berührt hat mich aber auch die Beziehung zwischen den beiden Männern, die trotz vieler Jahre, Entfernungen und Veränderungen bestehen bleibt.
Für mich ist „Acht Berge“ ein nachdenkliches und berührendes Buch über Freundschaft, Familie und die Wege, die wir im Leben einschlagen. Dafür gibt es eine mit vier Sterne verbundene Leseempfehlung!
- Robert Seethaler
Ein ganzes Leben
(483)Aktuelle Rezension von: CountofcountIch hatte das Buch schon lange hier im Regal, bin aber nie dazu gekommen, es mal zu lesen. Da ich den Film sehen wollte, fand ich die Reihenfolge "Buch -> Film" sinnvoll und hab's mir mal geschnappt.
Und wie's dann so ist...
Ich war so fasziniert und gefesselt, dass ich's in eins durchgelesen habe - es ist einfach großartig. Seethaler findet Worte und Bilder, die einfach so plastisch und treffend sind, dass es gar keine langen Sätze und verschachtelten Mühen braucht - die Beschreibungen "sitzen", die Bilder sind bunt und anschaulich, und die Charaktere und Szenen entstehen unmittelbar vor dem geistigen Auge.
Ein großartiges und super bewegendes Buch.
Seufz. 🥹
- Elena Fischer
Wirf einen Schatten
(110)Aktuelle Rezension von: Mojo19Elena Fischers „Wirf einen Schatten” beginnt an einem Heiligabend, der so gar nicht nach Fest aussieht: Joseph sitzt allein auf seinem Hof, seine Frau Lis ist mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen, und die Kälte, die einem aus den ersten Seiten entgegenschlägt, ist nicht nur die des Dezembers 1963. Man merkt sofort: Hier hat jemand aufgegeben, sich selbst gegenüber zumindest.
Und trotzdem: Das ist keine Lektüre, die einen in ein Loch zieht. Genau darin liegt für mich die große Kunst dieses Romans. Fischer lässt Joseph nicht allein im eigenen Elend versinken. Ada, die Schwester seiner Frau, schickt ihm Bücher und bleibt so mit ihm verbunden. Und dann taucht Birdie auf, zwanzig Jahre alt, auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie, und bringt unverhofft Leben auf den Hof. Zwischen den beiden entsteht etwas, das der Geschichte eine ganz eigene Wärme gibt, ohne kitschig zu werden.
Was mich am meisten berührt hat, ist die Sprache. Fischer schreibt ruhig, bildhaft, mit einem Gespür für die kleinen Zwischentöne, die ein Leben ausmachen: Rückblenden erklären nach und nach, warum Joseph so geworden ist, wie er ist, ohne dass es je erklärend oder betulich wirkt. Man liest nicht auf große Wendungen hin, sondern auf diese leisen Momente, in denen sich etwas verschiebt.
Es ist ein Buch über Einsamkeit, Schuld und die Frage, ob man dem eigenen Leben noch eine andere Richtung geben kann, und es beantwortet diese Frage mit einer stillen, aber spürbaren Hoffnung. Genau dieses Wechselspiel zwischen Schwere und Licht hat mich durch die ganze Geschichte getragen. - Monika Helfer
Die Bagage
(214)Aktuelle Rezension von: mtraunDie Bagage ist ein sehr besonderer Familienroman von Monika Helfer, in dem sie meisterhaft die Geschichte ihrer Großmutter erzählt.
Umgeben von Bergen und unter harschen Lebenskonditionen, sowohl klimabedingt als auch wirtschaftlich, und im zeitlichen Rahmen des Ersten Weltkrieges entwickelt sich der Alltag von Maria und ihrer Kinder. Die Tatsache, dass sie von den Dorfbewohnern als nicht dazugehörig betrachtet werden, und die Komplexität der menschlichen Beziehungen in diesem Kontext spiegelt Helfer in einem wundervollen Schreibstil wider, der sehr nah, spontan und leicht wirkt. Der Leser fühlt sich sekundenschnell in die Ereignisse hineintransportiert und involviert.
Die Autorin verwendet an manchen Stellen Zeitsprünge, wobei das Geschehen keinesfalls unterbrochen erscheint. Die Übergänge der verschiedenen Passagen ist dezent und harmonievoll.
Zu den Beschreibungen im Roman würde ich hervorheben, dass sie den exakten Umfang und Detail aufweisen: Der Leser wird nicht in ausführlichen, endlosen Darstellungen der Umgebung verfangen, bekommt jedoch genug Informationen, um sich selber ein realitätsnahes Bild der Situation zu machen.
Auch die Dialoge finde ich sehr gelungen. An ihnen kann man gut erkennen, wie die jeweilige Persönlichkeit der unterschiedlichen Charaktere zum Ausdruck gebracht werden.
Inhaltlich ist die Lektüre interessant und meiner Meinung nach ziemlich frei von Vorurteilen, obwohl es sich um die eigene Familie der Autorin handelt. In gewisser Weise lässt sich aber der Draht der Schriftstellerin zu ihrer Großmutter erkennen, und wie sie in ihrem Leben eine starke Verbindung zu ihr spürt.
Nichtsdestotrotz hat mir die Form viel besser als der Inhalt gefallen, nämlich wie die Erzählung fließt und wie die Autorin es jedes Mal schafft, mich in ihre Welt zu katapultieren.
Alles in allem ein empfehlenswertes Buch für diejenige, die eine ganz besondere Art von Erzählen erleben möchten.
- Vera Buck
Wolfskinder
(222)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannDas Buch hinterlässt mich begeistert! Eine Geschichte die ich in der Art, mit der Themen Palette zuvor noch nicht gelesen habe. Ich fand leider den Anfang etwas zäh und langatmig, verstehe aber auch das aufgrund der vielen Charaktere und deren Sichtweisen (die Kapitel sind ich die Charaktere unterteilt), mehr Seiten benötigt werden um jeden Protagonisten kennenzulernen. Im verlauf hat die Geschichte aber immer mehr an fahr aufgenommen und ich hab das letzte Stück ohne Pause durchgesuchtet. Ein paar Stellen waren mir ein bisschen zu übertrieben unrealistisch muss aber sagen das sie trotzdem in die Geschichte gepasst haben und sie mich daher nicht so gestört haben. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
- Robert Schneider
Schlafes Bruder
(698)Aktuelle Rezension von: ava_95Ich hatte gehofft, dass Schlafes Bruder mich berührt oder zumindest fesselt, aber leider war das nicht der Fall. Der Schreibstil ist zwar schön und besonders, aber die Geschichte war mir zu traurig, zu dunkel und einfach zu bedrückend. Ich konnte mit den Figuren nicht so richtig mitfühlen und musste mich eher durchkämpfen, als dass ich gerne weitergelesen habe. Vielleicht liegt’s auch daran, dass das Buch einfach nicht mein Geschmack ist. Für andere kann es sicher tiefgründig und bewegend sein, aber mich hat es eher runtergezogen.
- Agustín Martínez
Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen
(128)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin Krimi mit einer düsteren und beklemmenden Atmosphäre. Ein Thema, das betroffen macht.
Die düstere Grundstimmung zieht sich durch das gesamte Buch.
Zwei elfjährige Mädchen sind spurlos verschwunden, nach fünf Jahren taucht eines der Mädchen wieder auf...
Der Fall wird neu aufgerollt. Was wurde damals übersehen?
Spannend, dunkel, überraschend. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mich an den Erzählstil zunächst etwas gewöhnen musste. - Luca D'Andrea
Der Tod so kalt
(86)Aktuelle Rezension von: seelenseitenIch habe das Buch kurz vor meinem Urlaub beendet und bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, wie ich es fand.
Auf der einen Seite herrscht über die gesamte Handlung hinweg eine unglaublich düstere Atmosphäre – etwas, das ich in Thrillern gern habe, weil es brenzlige Situationen und Plottwists noch ernster wirken lässt und ab und an auch für eine Gänsehaut gut ist.
Darin versteht sich der Autor meisterlich.
Auch die Grundidee des Thrillers finde ich wirklich ansprechend.
Leider bringt dies dem Thriller gar nichts, wenn die eigentlichen Geschehnisse nicht mindestens genauso eine Wirkung haben. Und die hatten sie leider auf mich nicht.
Manchmal habe ich mich beim Lesen erwischt, wie ich gedanklich abgedriftet bin, weil es stellenweise wirklich langweilig wurde.
In solchen Momenten hatte ich den Eindruck, dass der Informationsfokus mehr auf den nebensächlichen Themen lag.
Die Haupthandlung kam mir dann immer komplett unwichtig und oberflächlich vor. Rückblickend ist dies etwas zu häufig passiert.
Mich konnte dieser Thriller einfach nicht packen und zum Dranbleiben motivieren, weshalb ich auch länger als vier Wochen daran gelesen habe. - Bastian Zach
Morbus Dei: Inferno
(40)Aktuelle Rezension von: LichtEngelAuch diesen Teil habe ich regelrecht verschlungen. Er ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, dabei mystisch und geheimnisvoll und spart aber auch nicht mit erschreckenden Grausamkeiten.
Wer sich an solchen Schilderungen nicht stört, hat hier einen extrem spannenden Roman vor sich, dessen kurze und in einem anschaulichen Sprachstil geschriebene Kapitel zum zügigen Weiterlesen verleiten und Vorfreude auf den abschließenden Band wecken.
Das Autorenpaar Zach und Bauer hat auch hier wieder alte Schreibweisen und Wörter eingebaut, was mir sehr gut gefällt.
Auch in diesem Band spielte sich beim Lesen oft das Kopfkino ab, denn die Beschreibungen sind so detailliert, so bildlich beschrieben, dass ich förmlich glaubte, die einzelnen Szenen vor mir zu sehen.
Der Blick in die tiefe Vergangenheit jedoch sorgt dafür, dass die immer wieder vorkommenden Grausamkeiten eine nicht so unmittelbare Wirkung erzeugen, wie z.B. in einem modernen Thriller.
Es gibt auch hier, wie schon für den ersten Band, den man aus Gründen der besseren Nachvollziehbarkeit der Handlung idealerweise zuvor gelesen haben sollte, wieder eine absolute Leseempfehlung von mir.
Band 3 "Im Zeichen des Aries" liegt schon bereit!
- Stefan Ulrich
Arrivederci, Roma!
(64)Aktuelle Rezension von: MorianMehr Reiseführer, als Familienroman. Sehr maskulin geprägt.
Liest sich, wenn man "Quattro Stagioni" von Ulrich gelesen hat, sehr bemüht. - Maria Borrély
Das letzte Feuer
(13)Aktuelle Rezension von: ancla_books4life**** Worum geht es? ****
Ein französischer Klassiker, ins Deutsche übertragen: Während das Leben auf dem Berg sicher, aber von Hunger geprägt war, verspricht das Leben unten am Fluss pures Glück. Doch ist das wirklich so?
**** Mein Eindruck ****
Borrély ist eine der literarischen Wiederentdeckungen der letzten Jahre! Auch ihr zweiter übersetzter Band zeigt vor allem eines: sprachliche Kunstfertigkeit und ein feines Gespür für die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen. Dabei verleiht sie der Natur eine zugleich wundersame wie reale Kraft und zeigt, welche Bedeutung Beständigkeit im Gegensatz zur Habgier haben kann. Dieses Thema ist heute mindestens genauso relevant – und so trägt dieser Klassiker eine moderne Botschaft in sich, die in ihren Zwischentönen durchaus den Atem rauben kann. Bilder entstehen, Figuren kommen und gehen, und die Endlichkeit bekommt Raum in einer Welt, in der die Natur eine Konstante ist, die wir Menschen niemals berechnen können. Zwischenmenschlichkeit, Liebe, Pflicht und Verantwortung gehören hier ebenso zum Alltag wie das eigentliche Überleben. Auf kleinstem Raum hatte ich das Gefühl, eine ganze Welt aufblühen und zugleich ihrem selbst geschaffenen Schicksal erliegen zu sehen. Sprachlich leise und doch stets fokussiert – so einnehmend wie das Spiel der Natur selbst.
**** Empfehlung? ****
Für Fans von Sprache, Feingefühl und dem Bewusstsein, dass nicht alles Alte schlecht war.
- Stephan Orth
Couchsurfing in Russland
(58)Aktuelle Rezension von: HoldenNach der Besetzung der ukrainischen Krim durch Rußland, aber bevor dem aktuellen großen Angriffskrieg gegen die Ukraine reiste Stephan Orth via Couchsurfing durch Rußland, von West bis Ost. Schwierig, unter diesen Bedingungen neutral über Russen und Rußland zu schreiben, auf jeden Fall sind wird auf die porträtierten jungen Russen angewiesen, wenn wieder eine Annäherung an Rußland erfolgen soll. Interessant, wie unterschiedlich die Russen über Deutschland, Europa und Putin urteilten, für mich als Brillenträger wichtig, daß einem im russischen Winter bei -40 Grad Celsius die Brille im Gesicht festfrieren kann. Leider fehlt ein Foto der bildhübschen Nestea-Trinkerin. Gowno!
- Jennifer Clement
Gebete für die Vermissten
(84)Aktuelle Rezension von: SalanderLisbethJetzt machen wir dich hässlich, sagte meine Mutter. Sie pfiff durch die Zähne ... Sie roch nach Bier. Im Spiegel sah ich, wie sie mir mit dem Stück Kohle übers Gesicht fuhr. Das Leben ist böse, flüsterte sie … Vielleicht muss ich dir die Zähne ausschlagen, sagte meine Mutter. Auszug Seite 9
Guerrero ist eine von Gewalt gebeutelte Provinz im Südwesten von Mexico. Bekannt ist die Urlaubsmetropole Acapulco an der Pazifikküste liegend. In den dünn besiedelten Bergen, wo vor allem Indigene leben, lassen die Kartelle Mohn anbauen und durch diese Gebiete wird das Kokain dann aus Südamerika transportiert.
In den kleinen Bergdörfern besitzen Drogenhändler die Macht und terrorisieren diesen Landstrich. Ein Menschenleben ist hier nichts wert, besonders nicht das der Mädchen. Für die junge Ladydi Garcia Martinez ist das der bittere Alltag. Sie erzählt uns von ihrem Leben in dieser trostlosen Gegend, in dem mittlerweile fast nur noch Frauen leben. Die Männer, die nicht auf die Seite der Drogendealer wechseln, verlassen ihre Familien um in Acapulco Arbeit zu finden. Oder sie fliehen über die Grenze in die USA. Die es schaffen, schicken einen Teil ihres Lohnes zu ihren Frauen aber die meisten Männer kehren nicht zurück. So ist es die Aufgabe der Frauen, ihre Kinder zu beschützen. Und das Gefährlichste sind nicht die giftigen Skorpione, Klapperschlangen, Leguane oder Erdbeben, auch nicht die Militärs, die wahllos Gift aus Hubschraubern über das Gelände versprühen. Eigentlich um die Mohnfelder der Narcos zu zerstören, oft wurden die Piloten aber auch bestochen und sprühen ihre Pestizide über die Hütten der Bauern. Das Schlimmste sind die Entführungen durch die Menschenhändler. Die kleinen Mädchen werden von ihren Müttern in Jungensachen gekleidet und als Teenager absichtlich hässlich gemacht, die Haare kurz geschnitten, die Zähne mit Filzstift geschwärzt. Sobald am Horizont die schweren Escalades mit schwarz getönten Scheiben auftauchen, verstecken sich die Mädchen in selbstgegrabenen Erdlöchern. Doch meistens sind die Frauen der Willkür der Drogenmafia machtlos ausgeliefert, von den bisher verschleppten Mädchen fehlt jede Spur, nur eine taucht nach einem Jahr psychisch und physisch angeschlagen wieder auf.
Eine vermisste Frau ist nur ein Blatt, das der Regen in die Gosse treibt. (Auszug Seite 68)
Für Ladydi scheint sich ein Ausweg aus dem Elend zu eröffnen, als sie einen Job als Kindermädchen in Acapulco antritt. Ihr Cousin Mike hat ihr die Stelle vermittelt und bringt sie auf das luxuriöse Anwesen einer reichen Familie. Die Besitzer tauchen aber monatelang nicht auf. Ladydi hat eine gute Zeit und verliebt sich in den Gärtner. Bis zu dem Tag, als die Polizei die Villa stürmt und ein gewaltiges Waffenlager vorfindet. Für Ladydi beginnt ein Alptraum, denn aufgrund der Machenschaften ihres Cousins, der für die Zetas arbeitet, wird sie verhaftet und findet sich in Drogenschmuggel und einen üblen Doppelmord verwickelt. Obwohl noch minderjährig kommt sie ins Frauengefängnis in Mexiko-City. Auch hier gerät sie wieder in eine reine Frauenwelt, in der jede Inhaftierte grauenhafte Geschichten zum Besten geben kann.
Die Autorin, die in Mexiko-City aufwuchs hat für diesen Roman mehr als 10 Jahre lang in Guerrero recherchiert, Hunderte Interviews mit vom Drogenkrieg betroffenen Mädchen und Frauen geführt, um dann alles mit viel Herzblut in eine fiktive Story zu verpacken. Herausgekommen ist ein intimer Blick auf den trostlosen Alltag der armen Bevölkerung inmitten der Mohnfelder. Ohne zu bewerten berichtet sie in neutraler Sprache hautnah aus der Perspektive einer betroffenen Heranwachsenden. Ladydi lässt uns teilhaben an ihrer trostlosen Jugend und erzählt von ihrer Halbschwester Maria mit der Hasenscharte, von Paula, dem schönsten Mädchen von Mexiko, von Estefani, deren Mutter an Aids stirbt, von Ruth, dem Müllbaby, die einen Schönheitssalon betreibt und ihrer alkoholsüchtigen Mutter Rita.
Jennifer Clement findet eine feine Balance zwischen Sachlichkeit und Emotion, erzählt in einem unterkühlten, fast unpersönlichen Ton, völlig ungeschminkt mit vielen poetischen und bildreichen Metaphern und das komplette Fehlen der wörtlichen Rede. Trotz der Not und widriger Umstände gibt es auch immer wieder Zeichen der Wärme und der Freundschaft, auch blitzt immer wieder das grotesk-komische in dieser Welt der Armut und Gewalt auf und sorgt für hellere Momente. So heißt die Protagonistin tatsächlich nach Lady Di, aber nicht aufgrund deren Schönheit, sondern weil sie für ihre Mutter die Heilige der Betrogenen ist.
Der Stoff wird sehr knapp auf 200 Seiten gefasst, ist mehr Novelle als Roman. Das war auch so ein bisschen mein Problem. Es gibt so viele komplexe Nebenfiguren, aber keine der Charaktere ist tief oder mehrdimensional angelegt. Auch wenn jede ihre eigene Geschichte hat, die bestimmt oft ergreifend und berührend scheint, ist gar kein Platz für tiefgehende Charakterzeichnungen. Sie wirken mehr wie standardisierte Stellvertreter und als wolle die Autorin alles unterbringen, was sie während ihrer Recherchen herausgefunden hat. Auch wenn dahinter viel Realität steckt und alles der traurigen Wahrheit entspricht, drohen bei der Vielzahl der alltäglichen Grausamkeiten diese zur Routine zu werden und die unerträglichen Ereignisse konnten mich gar nicht mehr erschüttern. Trotzdem zerbricht Ladydi nicht an ihrem Schicksal, sie kennt auch keine andere Welt und sie erfährt auch immer wieder die große Solidarität der Frauen.
- Valentine Goby
Über allen Bergen
(93)Aktuelle Rezension von: LeseHexe87Vadim ist auf der Flucht. Er wird es zunächst nicht so nennen und auch ist nicht ganz klar, vor wem er eigentlich flüchtet - seinem Asthma, Menschen, die anderen Menschen schlimme Dinge antun, am Ende gar sich selbst - und so beginnt eine poetische Reise in atemberaubende Kulisse.
"Über allen Bergen" hat mich überrascht, da ich aufgrund des Klappentextes eine gewisse Vorstellung zu Vadim, der Hauptfigur dieses Romans hatte, und diese bereits auf den ersten Seiten widerlegt bekam. Vadim ist nämlich kein Erwachsener, sondern noch ein Kind, das auf eine schier unvorstellbare Reise in ein verstecktes Tal irgendwo in Frankreich, nahe der Schweizer Grenze geschickt wird. Dabei ist die Fantasie dieses Jungen schier grenzenlos und auch, mit welcher Intensität er die kraftvolle Welt der Berge, seine neue Identität, neue Gebräuche und Wörter in sich aufnimmt.
Valentine Goby nimmt die Leser:innen mit auf eine durch und durch intensive und anspruchsvolle Reise. Der Roman ist wunderschön, tiefgründig, poetisch und nur bedingt tauglich als entspannte Abendlektüre. Der Anspruch und Tiefgang braucht Zeit und Raum, um zu wirken. Eine klassische Spannungskurve gibt es zudem nicht. Das Buch ist eher eine Erzählung, in deren Zuge die Leserin / der Leser Vadim bzw. Vincent durch seine Zeit in Vallorcine, dem Tal der Bären, begleitet.
Warum nun vier Sterne und nicht fünf? - Am ehesten deshalb, weil ich mir etwas anderes vorgestellt hatte. Nämlich einen Erwachsenen, der auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung durch abgelegene Bergdörfer zieht. Und weil ich eine leichtere Lektüre erwartet hatte, kein Werk von so literarischer Dichte. Wer also möchte und mit den richtigen Erwartungen an dieses Buch herangeht, darf gerne auch fünf Sterne daraus machen und jede Seite, jede Zeile und jedes Wort genießen.
- Yanis Kostas
Tod am Aphroditefelsen
(60)Aktuelle Rezension von: clematisSofia Perikles hat ihr Studium in London abgeschlossen, nach vielen Reisen mit ihrem Vater, der als Botschafter schon die halbe Welt gesehen hat, wird ihr eine Stelle im Innenministerium in ihrer Heimat Zypern angeboten. Doch bei ihrer Ankunft am Flughafen in Larnaka gibt es erst einmal eine Überraschung: da die Kommunisten seit Kurzem an der Macht sind, wird politisch umstrukturiert und Sofia landet als Hilfspolizistin in einem heruntergekommenen Bergdorf nahe der türkischen Grenze. Ein verrauchtes Amtszimmer mit einem vor sich hin dösenden Inspektor lassen wenig Freude aufkommen bei der jungen Dame, die in Pariser Luxusmode angereist ist.
Hervorragende Wortspiele und auf den Punkt gebrachte Beschreibungen sorgen gleich zu Beginn dieses Krimis für beste Unterhaltung. Das Flair der Insel Zypern setzt Yanis Kostas in ein ganz spezielles Licht, denn als „schön“ kann man das verstaubte Dörfchen Kato Koutrafas mit seinen trockenen Brachen hinter den gänzlich verfallenen Häusern am Ortseingang wirklich nicht bezeichnen. Eine erbärmliche Armut breitet sich hier aus, die Anzahl der Schafe übersteigt jene der Einwohner beträchtlich. Doch wer länger verweilt, wird – wie auch Sofia – die Vorzüge dieses Landstriches erkennen können: ein wundervoller Blick aufs klare Meer, köstliche Speisen, die einen schon beim Lesen in Urlaubsstimmung versetzen und eine Gastfreundschaft, die ihresgleichen sucht. Schnell sitzt Sofia mit allen Nachbarn gemeinsam am Tisch, nur ihr Chef, Kostas Karamanlis, bleibt abweisend.
Ein Autounfall mit tödlichem Ausgang für die beiden Insassen ist dann Ausgangspunkt für Sofias Ermittlungen, welche sie in verschiedenste Teile der Insel führen, unter anderem auch in den türkischen Norden und so dem Leser die ganze Pracht Zyperns nahebringen. Politische Hintergründe, geografische Details und allerlei anderes Wissenswerte verpackt der Autor geschickt in diesen Krimi, der so viel mehr bietet als lineare Polizeiarbeit. Nein, es ist das Flair Zyperns, es sind die ausgezeichnet entworfenen Figuren, die hier durch die Handlung führen und Neugierde darauf wecken, wie es weitergeht, nachdem der Fall über interessante Spuren logisch abgeschlossen worden ist.
Ein überaus unterhaltsamer Krimi eröffnet diese neue Reihe rund um Sofia Perikles. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter und bin schon gespannt auf Band 2.
Titel Tod am Aphroditefelsen
Autor Yanis Kostas (Alexander Oetker)
ASIN B07D2ZJBVZ
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (336 Seiten) und Hörbuch
Reihe Die zypriotischen Krimis
Erscheinungsdatum 7. Jänner 2019
Verlag Atlantik
- Agustín Martínez
Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen
(9)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMeinung:
Es fällt leicht in die Geschichte hinein zu kommen und man findet sich direkt in einer interessanten Welt wieder.
Die Geschichte wird sachlich und distanziert erzählt und doch hat man das Gefühl alles genauso hautnah mit zu erleben.
Auch die Charaktere wachsen einem nach und nach auf irgendeine Weise ans Herz.
Das Cover:
Es ist sicherlich nicht das Auffälligste, doch es könnte nicht passender zu dieser Geschichte sein. Trotz des vielen Weiß wirkt es durch die Silhouetten der zwei Mädchen düster, & dieses Gefühl wird durch das 'Double Exposure' des Waldes bestärkt.
Die Sprecherin:
Sie hat eine angenehme Stimme & man folgt gerne ihrer Erzählung,
Ihre Stimme setze zu den richtigen Momenten die passenden Akzente, dennoch hat mich etwas an ihr gestört, dass ich bis heute nicht benennen kann.
Fazit:
Die Geschichte ist erschreckend, fesselnd & man tappt bis zum Ende im Dunkeln.
Wer sie noch nicht gelesen oder gehört hat, sollte dies unbedingt nachholen.
Ein absolute Empfehlung für alle Krimifans.
- Petra Hucke
Vom Gehen und Bleiben
(37)Aktuelle Rezension von: Agnes_Autorin... das ist wohl das Gefühl, das man beim Lesen hat. Genau wie Ria Casparin, Fabio Blom und Johanna Blom, aus deren Perspektive Autorin Petra Hucke erzählt, weiß man nicht: Soll ich jetzt das Dorf und das Landleben genießen? Soll und darf ich es mögen? Oder lieber gar nicht erst anfreunden, weil für alle der Rückzug bevorsteht? Ein Rückzug für die, deren Familie über Generationen hier zu Hause war, wie Ria, genauso wie für die, die gerade erst hergezogen sind und einen Neuanfang wagen, wie Fabio und seine 14jährige Tochter Johanna Blom.
Die Dorfgemeinschaft in "Vom Gehen und Bleiben" wirkt anfangs leicht und unbeschwert. Doch je unsicherer die Umstände, desto verbissener und egoistischer werden die einzelnen Charaktere. Es ist, als ob etwas ins Wanken gerät, Stück für Stück. Kaum merklich beinahe, genau wie der Berg Piz Brunclia, der die meiste Zeit unbeweglich da steht. Aber eben nicht immer.
Ein bisschen hat mich das Buch an Juli Zehs "Unter Leuten" erinnert, das auch in einem fiktiven Dorf spielt und in dem sich die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zusammenträgt.
Als ich "Vom Gehen und Bleiben" gelesen habe, bin ich selbst mit dem Zug durch die Schweiz gereist. Ich hab staunend die umliegenden Berge betrachtet sowie die Rheinschlucht, die vor 10.000 Jahren entstanden ist, als über 100.000 Millionen Kubikmeter Fels in die Tiefe gestürzt sind. Wie klein und unbedeutend der Mensch für die natürlichen Prozesse der Erde ist, und wie viel Verantwortung er doch für seinen Umgang mit der Natur trägt, davon erzählt "Vom Gehen und Bleiben" auf ganz eindrückliche Weise.
Spannend bis zur letzten Seite.
Am Schluss zu Tränen gerührt. - Donato Carrisi
Der Nebelmann
(77)Aktuelle Rezension von: very_bad_booksMEINUNG:
Leider muss ich sagen, dass das Buch nicht mein Fall war.😔 Die Story war wirklich großartig und das Ende schockierend… jedoch hat sich bei mir erst zum Ende Spannung aufgebaut. Ich habe mit den Protagonisten einfach nicht wirklich mitfiebern können. Der Schreibstil von Donato Carrisi war wirklich großartig, aber diese Spannung, auf die ich gehofft habe, kam bei mir nie wirklich auf. Allerdings fand ich gut, wie er das Thema Medien in die Geschichte einbezogen hat.😊 Die Medien wurden als schlecht dargestellt, da sie Menschen zu Bestien machen, die alles tun würden, um in das Rampenlicht zu kommen.. Sie interessieren sich nicht für die vermisste Person oder die Wahrheit… sie wollen einen Täter.. einen Schuldenbock, um dem Bösen einen Namen geben zu können. Nachdem es einen Täter gibt, interessieren sich die Medien weniger für diese Fälle und somit auch nicht darum, ob es wirklich dieser Täter war oder wieso er es getan haben könnte. Sie sind genauso Schaulustige wie viele andere in der Gesellschaft.
- Lenz Koppelstätter
Die Stille der Lärchen
(91)Aktuelle Rezension von: babsi-1997Die Stille der Lärchen ist mein erstes Buch von Lenz Koppelstätter.
In einem kleinen Dorf im Südtiroler Ultental wird ein ermordetes Mädchen aufgefunden. Der Fall scheint geklärt - es gibt einen geständigen Täter. Doch die Dorfbewohner verdächtigen den Sohn des Geständigen. Er soll vom Teufel besessen sein.
Commissario Grauner zweifelt an der Schuld von Vater oder Sohn und ermittelt in alle Richtungen weiter. Könnte der Mord mit dem Mord an einem anderen Mädchen vor vielen Jahren zusammenhängen?
Die Sprache des Autors hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend erzählt und man kann die Gefühle der Figuren nachvollziehen.
Sehr schöner Wohlfühlkrimi für ein paar spannende Lesestunden!
- Gerhard Jäger
Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod
(65)Aktuelle Rezension von: bokmalm Herbst 1950 kommt der junge Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um ein altes Geheimnis zu erforschen. Inmitten der Bergwelt und einer misstrauischen Dorfgemeinschaft fühlt er sich zunehmend isoliert und verliert sich in der Liebe zu einer Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen stirbt und der Winter mit tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet. Fünfzig Jahre später begibt sich ein alter Mann auf Spurensuche in die Vergangenheit.
Das Buch hat mich von Anfang an gepackt, nicht nur die Hauptcharaktere sondern auch und vor Allem der besondere Schreibstil und der ungewöhliche Aufbau! Auch wenn das Buch durchweg eine sehr melancholische und bedrückende Stimmung hat, konnte ich es keine Sekunde aus der Hand legen!
- Martin Krüger
Waldeskälte
(122)Aktuelle Rezension von: kristinaliest„Waldeskälte“ lässt sich flüssig und angenehm weglesen, doch mir fehlten die erhoffte Spannung und die wirklich unheilvolle Stimmung, die beim Lesen so gar nicht bei mir aufkam. Auch die Auflösung wirkt schwach und wenig überzeugend, sodass das Buch spürbar hinter seinem Potenzial zurückbleibt. Sehr schade.
- Petra Piuk
Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman
(29)Aktuelle Rezension von: Literatur_FamulusHerzhaft lachen ist befreiend, wenn das Lachen steckenbleibt bringt es dich weiter.
Und wie ich gelacht habe (am Anfang), und wie das Steckenbleiben immer mehr zum Würgen wurde!
Vor Jahren wurde mir während einer Kur von Therapeutinnen das Lesen von Karl Valentin verboten, mein Lachen hatte die Kojen zu stark geschüttet. Ich glaube, „Toni und Moni – Oder: Eine Anleitung zum Heimatroman“ hätten sie mir auch verboten.
Im zweiten Teil die Schluckbeschwerden: Tief in der Kehle und zu spüren über die Ohren, bis hinab in die Zehen habe ich sie wahrgenommen und sie regen mich immer noch an.
Wie die Schriftstellerin, wie Petra Piuk, wie Toni und Moni und auch ein wenig wie die Lektorin, bemühe ich auch einen alten Hadern: „Ich sprenge alle Ketten“ grölten sie alle und ließen nicht ein Kettenglied eingehängt in diesem Mysterien- ups, Literaturspiel. Vielleicht habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem die Fußnoten, das Personenverzeichnis (beinahe alle Alphabet Buchstaben), die Perspektivenwechsel, ein Dorf und meine Erinnerungen als Leser so treffend eingesetzt, beziehungsweise angestoßen wurden.
Herzliche Gratulation Petra, Frau Schriftstellerin und Tanja
- Bettina Seidl
Die Dorflehrerin: Zwischen Liebe und Berufung
(51)Aktuelle Rezension von: jbarthelWorum geht's? 1911 im Berchtesgadener Land, Tannau. Antonie Weber ist Waisenkind. Liebe und elterliche Nestwärme hat sie nie erfahren. Sie hat in München bei den Englischen Fräulein, also Nonnen, eine Ausbildung zur Lehrerin absolviert. Schwester Coelestina ist ihr Bezugspunkt, sie allein schenkt ihr Zuneigung.
Sie soll in Tannau als Dorflehrerin den kranken Dorflehrer ersetzen. Seine Schwester ist die Frau vom Bürgermeister, der in München einen Lehrer, also Mann, bestellt hat. Antonie trifft auf viele Anfeindungen, der Bürgermeister will sie, weil Frau, nur als Hilfslehrerin bezahlen usw. Sie muss kämpfen.
Die knapp 400 Seiten lesen sich außergewöhnlich angenehm. Antonies Weg ist mit sehr viel Wärme und Intelligenz beschrieben. Das Buch ist weder seicht noch primitiv. Ein Wohlfühlbuch von der allerfeinsten Sorte. Eine ganz ausdrückliche Empfehlung an alle, die ein herzenswarmes Buch suchen.























