Bücher mit dem Tag "bergdorf"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bergdorf" gekennzeichnet haben.

79 Bücher

  1. Cover des Buches Dunkelgrün fast schwarz (ISBN: 9783328104841)
    Mareike Fallwickl

    Dunkelgrün fast schwarz

     (266)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill

    „Irgendwann wirst du erkennen, dass manche Menschen nur leuchten, wenn andere sie ins Dunkle schubsen“ – Moritz ist Mitte 30, führt ein zufriedenes Leben und wird bald Vater. Da klingelt es eines späten Abends an der Haustür und vor ihm steht Raffael, sein bester Freund aus Kinder- und Jugendjahren, den er seit 16 Jahren nicht gesehen hat. Und plötzlich ist alles wieder da: Die Kindheit in den 90ern in dem kleinen Bergdorf im Salzburger Land, die intensive Freundschaft zwischen den beiden Jungen, ihre Abhängigkeit zueinander und auch das Gefälle zwischen den beiden – Raffael, der Draufgänger mit der anziehende Wirkung, der immer die Richtung vorgab und zeitweise seinen Spaß daran hatte, Moritz zu quälen und herauszufordern. Der unsichere, schüchterne Moritz, der ohne Raffael nicht konnte und ihm stets folgte, weil er dachte, dass er nur neben Raffaels Strahlkraft bestehen kann.

    In „Dunkelgrün fast schwarz“ erzählt Mareike Fallwickl von einer vergifteten, zerstörerischen Freundschaft, von Abhängigkeiten, Macht, Liebe und Hass – mit großen Emotionen, viel düsterer Atmosphäre und einer Erzählkonstruktion, die den Roman sehr spannend macht.
     Kern des Romans ist im Endeffekt die Beziehung der beiden Männer zueinander, die Frage, warum ihre Freundschaft so verlief wie sie verlief und was vor 16 Jahren zum Bruch zwischen den Männern geführt hat. Mareike Fallwickel gelingt es die Geschichte extrem spannend zu erzählen, indem sie sich verschiedener Erzählkonstruktionen bedient: So erzählt sie die Geschichte nicht chronologisch, sondern arbeitet mit vielen Rückblenden sowie mit Multiperspektivik. Der Roman wird aus drei Perspektiven erzählt: Moritz berichtet hauptsächlich aus der Gegenwart. Seine Mutter Marie aus der Kindheit. Johanna, die als 16-jährige neu in das österreichische Dorf kommt und schnell das Interesse beider Jungen erregt, fungiert als eine Art Bindeglied und füllt die Lücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dass die Autorin Raffaels Perspektive keinen Raum gibt, ist meiner Meinung nach ein guter Schachzug, weil sein Charakter so die düstere Leerstelle, die er von Anfang an ist, bleibt und der Leser ihm erst ganz zum Schluss ein bisschen näher kommt.

    Sehr angetan war ich von Mareike Fallwickels Sprache – sie schafft große Gefühle und bringt einem die Charaktere sehr nah. Sehr stark fand ich die Passagen, in denen Moritz Mutter Marie über ihre Einsamkeit als Zugezogene im Dorf erzählt.

    Ein sehr gelungener Roman: spannend, temporeich, abgründig und emotional.

  2. Cover des Buches Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam (ISBN: 9783462046038)
    Vea Kaiser

    Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

     (149)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der satirische Roman über die Einwohner, deren Bräuche, Sitten, Organisation, Hierachie  und Verhalten eines Bergdorfes, irgendwo in den österreichischen Alpen, ist über weite Strecken wirklich lustig und gut gelungen. Das ist schon mal sehr viel. ich kenne nämlich kaum lustige Romane, die man auch zur Literatur zählen kann. Vea Kaiser erweist sich als gute Beobachterin, Personen und Handlungen werden  überspitzt und verzerrt dargestellt, sie schafft es aber, diese Dorfmenschen, um nicht zu sagen Dorftrotteln, nicht von oben herab zu beschreiben oder ins Lächerliche zu ziehen. 

    Besonders gut gelungen ist die erste Hälfte des Romans, insbesondere der Lebenswerg des Großvaters, der es vom Figurenschnitzer  zum Dorfdoktor geschafft hat.. Und Auslöser für diesen bemerkenswerten Weg ist ausgerechnet ein meterlanger Bandwurm. Ungemein erheiternd!

    Erwähnenswert ist auch die dorfchronik, die versucht, das merkwürdige Verhalten der Dörfler wissenschaftlich zu erläutern und darzustellen.

    Definitiv ein Gute-Laune-Buch.  

  3. Cover des Buches Die Stille der Lärchen (ISBN: 9783462047349)
    Lenz Koppelstätter

    Die Stille der Lärchen

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Ein weiterer Südtirol-Krimi aus der Feder von Lenz Koppelstätter liegt hier mit „Die Stille der Lärchen“ vor.

    Das Cover zeigt eine traumhafte Kulisse, die den Hintergrund für den gewaltsamen Tod der 17-jährigen Marie bildet. Nahe bei den Urlärchen, einem bekannten Naturdenkmal im Ultental, liegt die erschossene Schülerin.

    Das Dorf meint den Täter rasch zu kennen, ein anderer legt jedoch ein Geständnis ab.

    Commissario Grauner und Saltapepe suchen lange nach einem Motiv und stoßen auf Schweigen im Dorf, ein verfallenes Heilbad sowie literarische Rätsel.

     

    Mir hat auch dieser Krimi gut gefallen. Wieder versteht es der ortskundige Autor, die Atmosphäre Südtirols einzufangen und die Leser in das hintere Ultental mitzunehmen. Beigefügtes Kartenmaterial bildet eine gelungene Ergänzung zum Text. Die beiden unterschiedlichen Ermittler stellen ein gutes Team dar. Die persönlichen Nebenschauplätze von Grauner und Saltapepe halten sich in einem angemessenem Umfang. Das im ersten Band der Reihe erwähnte Geheimnis aus der Vergangenheit von Grauner wird etwas erhellt, ist aber noch nicht zu Ende erzählt.

     

    Der Krimi bleibt bis zum Schluss rätselhaft, eine echte Chance, mitzuraten hat der Leser nicht, da unerwartete Wendungen immer wieder eingearbeitet sind.

     

    Nach gut 300 Seiten ist die Lösung gefunden, es bleibt der Eindruck eines soliden und sehr stimmungsvollen Krimis. Gerne mehr aus der Reihe!

  4. Cover des Buches Waldeskälte (ISBN: 9783749901524)
    Martin Krüger

    Waldeskälte

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Leutnant Valeria Ravelli wird von einem alten Freund in ihr Heimatdorf Eigerstal in die Schweizer Alpen gerufen. Dort ist ein Mädchen verschwunden und es wurde eine Art Teufelszeichen gefunden. So ähnlich hat Valeria das in jungen Jahren erlebt, ihre beiden Freundinnen Stephanie und Sophie wurden in dieser Nacht ermordet. Valeria fehlen die Erinnerungen an diese schicksalhafte Nacht. Einerseits, um zu helfen, aber andererseits auch, um ihre eigenen Dämonen zu besiegen, macht sie sich auf den Weg. Nicht alle begegnen der Interpol-Agentin wohlgesonnen…

    Meine Meinung: Gleich zu Anfang ist mir der schon fast poetische, schöne Schreibstil dieses Buches aufgefallen! Dazu kommt noch die wunderschöne Gegend, die so toll beschrieben wird, dass man das Gefühl hat, vor Ort zu sein. Man spürt förmlich die Kälte, die sich über das Land legt, weil der Winter im Anmarsch ist. Das macht auch etwas mit den Menschen. 

    Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt und die Spannung ist gleich gegeben. Denn man fragt sich, ob man selber an diesen Ort zurückkehren wollen würde, der so viel Leid hinterlassen hat. Der Leser lernt Valeria und ihren Charakter ziemlich gut kennen. Sie ist eine toughe Ermittlerin, die aber in diesem Fall auch an ihre Grenzen stößt. Sie wirkt manchmal etwas rau, aber sie ist definitiv einer der Guten! An ihrer Seite kämpfen noch ihr alter Jugendfreund Elias, dem sie aber nach wie vor nicht ganz über den Weg traut und Chloe Muston, die schon damals ermittelt hat. Auch ihr lässt der alte Fall keine Ruhe.

    Durch die Zeichen, die im Wald mit Blut hinterlassen wurden, wird die Geschichte ein wenig mystisch, was mir aber zusammen mit der winterlichen, kalten Atmosphäre gut gefallen hat! Ich habe mich sehr gerne überraschen lassen, wie die Auflösung letzten Endes wird! 

    Mein Fazit: Dieser Band ist der erste Teil der Reihe um die Interpol-Polizistin Valeria Ravelli, der mir sehr gut gefallen hat! Der Schreibstil rundet die kalte, etwas unheimliche Atmosphäre ab und die Geschichte hat ein überraschendes Ende! Gut, dass der zweite Teil hier schon bei mir auf mich wartet! Ich vergebe gerne die volle Punktzahl für diesen spannenden Thriller!

  5. Cover des Buches Milchsblut (ISBN: 9783442483600)
    Clara Weiss

    Milchsblut

     (38)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Ein kleines Dorf irgendwo in den Bergen. Seit Generationen lebt Elviras Familie hier auf ihrem Hof. Eines Tages findet Elvira auf dem Nachbarhof eine Leiche. Ihr Nachbar wurde getötet und auf ein Wagenrad gebunden. Er wird nicht das letzte Opfer bleiben. Elvira findet heraus, dass die Morde in Verbindung zu einer Heiligenlegende stehen. Ein Unwetter sorgt dafür, dass ihr Hof von der Außenwelt abgeschnitten wird. Sie ahnt, dass auch ihr Leben in Gefahr ist.

    Zu Beginn des Romans rechnete ich mit einem gemütlichen Landkrimi. Diese Erwartung wurde auch erfüllt, denn die Geschichte beginnt leicht, und die Spannung bleibt auf einem guten Niveau. Doch dann geschehen Dinge, die eher zu einem Thriller gehören könnten. Unerwartete Wendungen lassen große Spannung aufkommen.

    Die Seiten fliegen beim Lesen plötzlich nur so dahin. Dazu beigetragen hat auch, dass ich mich ganz auf die Geschichte konzentrieren konnte. Alle Charaktere haben Hochdeutsch gesprochen, und so viel das „Übersetzen“ des Dialektes weg. Natürlich dürfte es unwahrscheinlich sein, dass die Bewohner in den Bergen ohne Dialekt miteinander sprechen. Dies könnte auch den einen oder anderen Leser stören, mich störte es nicht.

    Die einzelnen Figuren sind gut ausgearbeitet und haben mich emotional erreicht. Die Bergwelt mit ihren Bewohnern wird vielleicht etwas naiv dargestellt, aber für einen Landkrimi geht das in Ordnung. Autorin Clara Weiss ist ein wunderbarer Krimi gelungen, der nach ruhigem Einstieg bei mir ein großartiges Kopfkino ausgelöst hat.

  6. Cover des Buches Vom Gehen und Bleiben (ISBN: 9783810530806)
    Petra Hucke

    Vom Gehen und Bleiben

     (36)
    Aktuelle Rezension von: carathis

    "Der große Mocken hat dich ganz schön erschöpft, hm, tgigl? Stell dir nur vor, wie anstrengend so ein Bergsturz sein muss, du tust dir doch nur selbst weh. Bleib, wo du bist."

    Denkt sich Ria, eine Bäuerin und junge Mutter aus dem schweizerischen Dorf Vischnanca, das von der zerstörerischen Kraft des benachbarten Piz Brunclia bedroht wird. Schon etliche Generationen ihrer Familie lebten im Dorf, der Berg kann sie nicht vertreiben. 

    Doch auch die neu zugezogene Familie aus Deutschland möchte ungern direkt wieder weg ziehen. Die Ingenieure kümmern sich schon darum.

    In diesem Buch prallen Welten aufeinander. Tradition und Moderne, Bauern und Technik. Kann das gut gehen? Die LeserInnen werden mitgenommen in die Gedankenwelt der Dorfbewohner, alte und neue. Wie fühlen sie? Sind sie wirklich so verschroben und stur, was treibt sie an? Die eindrückliche Sprache der Autorin lässt die Menschen wirklich werden. Jeder neue erste Satz eines Kapitels bringt Bilder zum Leben, die manchmal fröhlich sind, oft bedrückend, meistens atmosphärisch. Die detaillierten Beschreibungen der Zustände lassen einen tief in die Materie eintauchen. Sind manchmal aber auch ein bisschen viel. Sie lassen die Handlung etwas stocken.

    Petra Hucke geht das Thema Naturgewalt und Einfluss des Menschen recht pragmatisch an. Es wird nicht groß belehrt, aber aufmerksam gemacht. Sie lässt die junge Johanna in Social Media über den Berg berichten. Mit allen Höhen und Tiefen eines jugendlichen Lebens belastet ist dies keine leichte Aufgabe, wenn man kritische Menschen auf der Gegenseite hat. Dass man trotzdem etwas bewegen kann, bleibt am Ende stehen.

    Auch die kleinen zwischenmenschlichen Tragödien der Dorfbewohner werden aufgegriffen und sind leitende Motive in der Geschichte. Lug und Betrug, Enttäuschung auf der einen Seite, aber auch Leidenschaft. Diese Episoden tauchen allerdings eher blitzlichtartig auf, sind also nicht tragendes Element. Ganz essentiell wird das Thema Zusammenhalt und Dorfgemeinschaft beleuchtet.

    Eine Besonderheit des Buches ist die eingestreute Verwendung von Surmiran, einer Untergruppe des Rätoromanischen, der vierten offiziellen Sprache in der Schweiz. Wie bereits im Eingangszitat zu sehen. Dies belebt die Dialoge, macht sie sehr authentisch. Am Ende des Buches gibt es einen kurzen Abstecher mit Erklärungen, wie die Worte ausgesprochen werden und was einzelne Wörter bedeuten. Im Text ergeben sich die Bedeutungen meist. 

    Der Roman führt einem sehr deutlich vor Augen, was Heimat und Zugehörigkeit bedeuten kann. Heutzutage werden andere Kriterien angewandt als noch eine Generation vorher. Angenehm erschien mir, dass die Autorin keine Unterschiede im Bildungsstand vorgegeben hat, sondern vielmehr die Verbindung der Figuren zur Natur und Technik dargestellt hat und die daraus resultierenden Haltungen nachvollziehbar waren. 

    Fazit: Eine eindrucksvolle Geschichte, die gerade Stadtmenschen die Sicht auf das Dorfleben öffnet. Mit allen Vor- und Nachteilen. Wer die Berge liebt, wird das Buch in einem Rutsch lesen wollen. Wer allerdings große Spannung und tiefgreifende Beziehungsdramen erleben will, ist hier eher weniger gut bedient.  

  7. Cover des Buches Schwarzer Schmetterling (ISBN: 9783426511664)
    Bernard Minier

    Schwarzer Schmetterling

     (150)
    Aktuelle Rezension von: FerrAbbs

    Ist lesenswert nicht nur wegen einigen "Absurditätens", die Spannung und die Zusammenstellung der Wendungen.

  8. Cover des Buches Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod (ISBN: 9783453421882)
    Gerhard Jäger

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

     (63)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Eine verlorene Liebe treibt den jungen Historiker Max Schreiber aus Wien im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf. Als er das Gasthaus betritt, in dem er ein Zimmer beziehen wird, verstummen die Gespräche in der Stube. Es bleibt lange bei der feindseligen Stimmung für den Fremden aus der Stadt. Erst allmählich nähert sich Max den Einheimischen, lauscht den alten Geschichten, in denen Hexen bei Bränden und deren Kinder den Lawinen zum Opfer fielen. Nachts schreibt Max alles in sein Notizbuch. Auch die Begegnungen auf einsamen Spaziergängen mit einer jungen Frau mit rotem Kopftuch, die nie ein Wort zu ihm sagt, beschäftigen seine Gedanken.
    Mehr als fünfzig Jahre später reist ein alter Mann aus Amerika zurück in seine Heimat Österreich. Er will in Innsbruck Nachforschungen zum Verschwinden seines Cousins Max Schreiber anstellen. Was geschah in jenem Winter, als der Schnee ein Dorf von der Außenwelt trennte und viele Menschen unter Lawinen begrub?
    Der Roman zog mich schnell in den Bann, nachdem ich mich anfangs etwas an den dialogarmen Schreibstil gewöhnen musste. "...schon gießt er die Bilder, die in seinem Inneren aufsteigen, in die Buchstabenform, lässt sie zu Worten erstarren, ordnet sie zu Sätzen, zu Skizzen, zu den Gedanken und Gefühlen..." Doch dann entstand eine bewegende dunkle Geschichte über Schuld und Sühne. Leider wird es keine weiteren Bücher des Schriftstellers geben, denn er verstarb im Erscheinungsjahr des Buches.

  9. Cover des Buches Die Jäger des Lichts (ISBN: 9783473401062)
    Andrew Fukuda

    Die Jäger des Lichts

     (51)
    Aktuelle Rezension von: buecherwelt_d

    Meine Meinung

    Gene und seine Freunde befinden sich auf dem kleinen Boot in mitten des Flusses. Jede Nacht kehren die Jäger zurück, angetrieben von Gier. Von Tag zu Tag werden es weniger, aber sie werden auch immer einfallsreicher. Jede Nacht birgt neue Gefahren. Der Fluss macht es den Kindern und  Jugendlichen auch nicht gerade leichter, droht doch ein Wasserfall sie mit in die Tiefe zu reißen. 

    Wie im ersten Band zeigt sich Gene als ein cleverer junger Mann. Wieder zieht er einen in seinen Band. Im zweiten Band lernt man auch die anderen Charaktere Sissy, Ben, Jacob, Epap und David noch besser kennen. Man bangt Seite für Seite mit den Figuren mit. 

    Die Geschichte ist äußerst schlüssig und von Beginn bis zum Ende absolut nachvollziehbar. Die Spannung steigt von Seite zu Seite. Erst als sie in der Mission ankommen wird es ein wenig ruhiger. Fragen über die Jäger werden endlich aufgeklärt. 

    Fazit

    Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung. Es war mindestens genauso spannend wie der erste Band. Ein spannendes Buch über Vertrauen und Gemeisnchaft. Leider gibt es den dritten Teil noch nicht übersetzt. Ich hoffe aber, dass er irgendwann nochmal übersetzt wird. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen.

  10. Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
    Paolo Cognetti

    Acht Berge

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Pietro ist ein fröhlicher, aufgeweckter Junge und seine Mama ist eben so Lebensfroh wie er. Sein Vater dagegen ist rational und findet immer, man sollte die Vergangenheit ruhen lasse und das Leben jetzt leben und Überschwang gehört nicht zu seinen Tugenden. Eines Tages bricht die Familie auf und fährt in die Berge. Hier hat der Vater einst gelebt und Pietro lernt den etwas älteren Bruno kennen. Sie werden dicke Freunde und erkunden das Land, die Berge, die Natur und nehmen alles in sich auf. Die Buben nehmen aber auch die Schwingungen der Menschen wahr und Pietro betrachtet seinen Vater anders. Dann gehen sehr viele Jahre ins Land und jeder geht seinen Weg, bist Pietro und Bruno als Männer wieder aufeinander treffen und sich nicht nur ihrem Leben und Vergangenheit stellen, sondern auch der ihrer Familien. Paolo Cognettis Buch ist eine Wucht, obwohl es mit leisen Tönen, bewusst und sensiblen Betrachtungen daher kommt. Es entfaltet aber solch einen Geschichtenteppich, dass man nicht mehr los kommt und Pietros Stimme lauscht, die uns diese große Geschichte erzählt. LESEN!!!

  11. Cover des Buches Wintermärchen in Virgin River (ISBN: 9783745701036)
    Robyn Carr

    Wintermärchen in Virgin River

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Cat0890

    Meine Meinung

    Ich habe das Buch 2020 zu Weihnachten angefangen, doch leider nie beendet. Ich wurde nämlich schwanger und konnte, dank extremer Kreislaufprobleme lange nicht lesen. Dieses Jahr habe ich aber beschlossen alte Bücher fertig zu lesen und so fiel mir auch wieder "Wintermärchen in Virgin River" von Robyn Carr in die Hände. Das war 2020 das letzte Buch, dass ich versucht hatte zu lesen. Umso erstaunter war ich, dass ich nahtlos wieder rein gekommen bin. Ich musste nicht von vorne beginnen sondern, die Geschichte sog mich direkt wieder in seinen Bann. Man muss dazu sagen, dass es eine große Reihe mit etlichen Büchern ist. Mittlerweile gibt es eine tolle Serie zu den Büchern, die ich ebenfalls liebe. Aber man kann auch ohne Vorkenntnisse die Bücher lesen. 

    Der Schreibstil ist locker und leicht, es schwingt eine Wohlfühlstimmung mit. Die Charaktere sind von Anfang an sympathisch, auch wenn der ein oder andere eher nicht so rüber kommen möchte. Sie sind gut ausgearbeitet und man kann sich schnell in sie hineinversetzen und ihr handeln verstehen. Die Geschichte plätschert schön und ruhig daher und es gibt den einen oder anderen spannenden Moment. Auch sind gute Wendungen enthalten. Am schönsten ist das Kopfkino, in das mach hineingeworfen wird. Wer die Serie kennt, kann sich schnell und richtig gut im Buch zurecht finden, aber auch für alle anderen ist es nicht schwer, dem Geschehen zu folgen. An einigen Stellen wurde es mir aber zu langatmig, was vielleicht an der Kulisse gelegen hat, denn so eine Berghütte, fast abgeschnitten vom Rest der Welt bietet leider nicht so spannende Momente. Doch trotzdem ist "Wintermärchen on Virgin River" für mich ein Wohlfühlroman, den man super eingemummelt auf der Couch mit einer Tasse Tee im Winter genießen kann. 

    Das Ende ist zuckersüße und mir hat das Wiedersehen mit den anderen Charakteren super gefallen. Robyn Carr hat hier einen super Job gemacht. 

     

    Mein Fazit

    Auch wenn mich einige Stellen nicht catchen konnten und ich sie etwas langatmig fand, ist der Großteil des Buches einfach nur Zucker. Die Charaktere sind trotz ihrer Fehler super und sehr schön ausgearbeitet, die Story ist fast schon niedlich und das Ende ebenso tolle wie das meiste vom Buch. Daher eine uneingeschränkte Empfehlung für alle Liebesromanliebhaber die mal abschalten wollen.

  12. Cover des Buches Der Nebelmann (ISBN: 9783038821052)
    Donato Carrisi

    Der Nebelmann

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    ...ist ein spannender, verwirrender, bravouröser Krimi. Die Krimihandlung ist toll konstruiert. Man erhält in Rückblenden und aus verschiedenen Perspektiven häppchenweise die Geschichte erzählt. Somit ist eine permanente Spannung garantiert. Doch worum geht es eigentlich: kurz zusammengefasst: Ein abgelegenes Dorf. Sieben verschwundene Kinder. Und ein Ermittler, dem nicht zu trauen ist. Als der Sonderermittler Vogel mit fremdem Blut an der Kleidung aufgegriffen wird, beauftragt man einen Psychologen, von Vogel zu erfahren, wie es dazu kommen konnte. Der erzählt nun eine Geschichte, die nicht erschütternder sein könnte.  Die Beschreibung des kleinen italienischen Bergdorfs trägt zur beklemmenden Stimmung bei.  Als Leser tappt man im Dunkeln und weiß nicht mehr wer gut und wer böse ist. Durch die verschiedenen Rückblenden wird die Spannung gekonnt gehalten. Und immer wieder die atmosphärisch dichten Beschreibungen der lokalen Begebenheiten. Sie passen super zur Haupthandlung und geben dem Thriller noch das gewisse Etwas. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

  13. Cover des Buches Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman (ISBN: 9783218010795)
    Petra Piuk

    Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Literatur_Famulus

    Herzhaft lachen ist befreiend, wenn das Lachen steckenbleibt bringt es dich weiter.

    Und wie ich gelacht habe (am Anfang), und wie das Steckenbleiben immer mehr zum Würgen wurde!

    Vor Jahren wurde mir während einer Kur von Therapeutinnen das Lesen von Karl Valentin verboten, mein Lachen hatte die Kojen zu stark geschüttet. Ich glaube, „Toni und Moni – Oder: Eine Anleitung zum Heimatroman“ hätten sie mir auch verboten.

    Im zweiten Teil die Schluckbeschwerden: Tief in der Kehle und zu spüren über die Ohren, bis hinab in die Zehen habe ich sie wahrgenommen und sie regen mich immer noch an.

    Wie die Schriftstellerin, wie Petra Piuk, wie Toni und Moni und auch ein wenig wie die Lektorin, bemühe ich auch einen alten Hadern: „Ich sprenge alle Ketten“ grölten sie alle und ließen nicht ein Kettenglied eingehängt in diesem Mysterien- ups, Literaturspiel. Vielleicht habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem die Fußnoten, das Personenverzeichnis (beinahe alle Alphabet Buchstaben), die Perspektivenwechsel, ein Dorf und meine Erinnerungen als Leser so treffend eingesetzt, beziehungsweise angestoßen wurden.

    Herzliche Gratulation Petra, Frau Schriftstellerin und Tanja

  14. Cover des Buches Die Dorflehrerin (ISBN: 9783423219846)
    Bettina Seidl

    Die Dorflehrerin

     (41)
    Aktuelle Rezension von: clematis

    „Sie hatte keine Heimat. Das Unterrichten der Kinder war ihr zur Heimat geworden.“ Kindle, Pos. 121

    Ihre Ausbildung zur Lehrerin ist zu Ende. Während die beste Freundin Elvira in München bleibt, schickt die Behörde Antonie in das kleine Bergdorf Tannau nahe Berchtesgaden. Aber dort schlägt der jungen Frau von einigen Bewohnern tiefste Ablehnung entgegen, fast tritt sie schon wieder den Rückweg an, als Pfarrer Bichler noch schnell diplomatisch das Wort für sie ergreift und zumindest eine vorübergehende Anstellung erwirken kann. Im Jahre 1911 hat es eine Frau nicht leicht, etliche Steine säumen ihren Weg, darunter auch das Zölibat für Lehrerinnen.

    Eine wunderbare Kulisse im Berchtesgadener Land, ein armes Bergbauerndorf, ein raues Klima, das sich bisweilen auch im Charakter der Einwohner widerspiegelt und eine liebenswerte, mutige junge Frau, die als Waise im Heim untergebracht war – schon hat Bettina Seidl alles, was sie für diesen schönen Roman braucht. Schnell reist der Leser gemeinsam mit Antonie ins Jahr 1911 zurück, wo ein karges, kaltes Zimmer als Unterkunft dient, wo schwere Körbe den Berg hinauf- und hinuntergeschleppt werden, wo man einen gestrengen Herrn Lehrer mit Rohrstock erwartet und nicht ein zartes Fräulein, das fröhliche Lieder auf den Lippen trägt. Als Kind ohne Heimat, allein im großen Schlafsaal oder gar nach einem kleinen Vergehen in den finsteren Karzer gesperrt, wünscht sich Antonie nichts sehnlicher, als endlich einen Platz zu finden, der ihr das Gefühl von Geborgenheit gibt, wo sie ihrer Berufung nachkommen kann, Kindern etwas fürs Leben mitzugeben, aber so einfach scheint das nicht zu funktionieren. Sie hat es wohl nicht verdient …

    Bildreich und mit gut vorstellbaren Worten beschreibt die Autorin Szenen für Szene, mit  fesselnden Details geht es hinauf ins Dorf. Die Personen, welche Antonie dort begegnen, sind rasch, aber detailliert dargestellt. Durch den flüssigen Schreibstil möchte man gar nicht mehr innehalten, sondern stets an Antonies Seite verbleiben und ihr Schicksal mitverfolgen, das so viel hier in den Bergen für sie bereithält.

    Schneller als einem lieb ist, hat man die letzte Seite umgeblättert, mit Antonie mitgefiebert, den Atem angehalten, mit ihr gemeinsam gelacht und vielleicht sogar eine Träne geweint. Da hilft nur das Wissen, dass es eine Fortsetzung geben wird und man schon bald wieder Neues von der mutigen Lehrerin erfahren darf.

    Sehr gerne gebe ich eine Leseempfehlung für alle, die gerne in der Nostalgie schwelgen, Heimatgeschichten lesen und eintauchen wollen in ein hartes und karges Leben, das dennoch viele schöne Momente bereithält, wenn man nur genau hinsieht.

     


    Titel                                  Die Dorflehrerin – Zwischen Liebe und Berufung

    Autor                                Bettina Seidl

    ASIN                                B092JH7TMQ

    Sprache                           Deutsch

    Ausgabe                          ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (384 Seiten)

    Erscheinungsdatum        22. Dezember 2021

    Verlag                              dtv

    Reihe                               Die Dorflehrerin, Band 1

  15. Cover des Buches Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen (ISBN: 9783596701704)
    Agustín Martínez

    Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein Krimi mit einer düsteren und beklemmenden Atmosphäre. Ein Thema, das betroffen macht.
    Die düstere Grundstimmung zieht sich durch das gesamte Buch.
    Zwei elfjährige Mädchen sind spurlos verschwunden, nach fünf Jahren taucht eines der Mädchen wieder auf...
    Der Fall wird neu aufgerollt. Was wurde damals übersehen?
    Spannend, dunkel, überraschend. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mich an den Erzählstil zunächst etwas gewöhnen musste.

  16. Cover des Buches Die Toten im Schnee (ISBN: 9783492302869)
    Giuliano Pasini

    Die Toten im Schnee

     (23)
    Aktuelle Rezension von: lievke14
    Auf einem Hügel in dem kleinen Bergdorf Case Rosse werden drei Leichen entdeckt. Hier in dem kleinsten Kommissariat Italiens waltet Roberto Serra seines Amtes und stößt bei seinen polizeilichen Ermittlungen auf unerbittliches Schweigen der Dorfbewohner, denn mit seinen Nachforschungen gräbt er tief in der Vergangenheit des Dorfes und weckt Erinnerungen, die für immer vergessen sein sollten.... Roberto Serra, stv. Kommissar hat sich extra in den hintersten Winkel des Appenins versetzen lassen, um seine eigene Vergangenheit zu vergessen und um endlich Ruhe zu finden. Die drei Toten im Schnee lassen dies jedoch nicht zu. Als Zugezogener hat es Roberto eh nicht leicht in dem verschlafenen Nest akzeptiert zu werden. Jetzt richtet sich jedoch das geballte Misstrauen der Einwohnerschaft Case Rosses gegen den Polizeibeamten. Unerwartete Hilfe bekommt er allerdings von einer jungen Ärztin, von der er dachte, dass er sie vor vielen Jahren aus seinem Leben verbannt hatte. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut.... Dieser Kriminalroman spielt in zwei Zeitebenen...zum einen in der Gegenwart...zum anderen während des 2. Weltkrieges mitten in den Wirren der deutschen Besatzung in Italien. Die Story an sich ist sehr interessant gestaltet; auch passt das Setting hervorragend zu der Geschichte. Leider empfand ich den Schreibstil reichlich gewöhnungsbedürftig...liess dieser zu keiner Zeit Spannung aufblitzen. Auch konnte ich mit dem sehr eigentümlichen Gesundheitsproblem, oder der Gabe des Protagonisten (je nach dem man diesen Bewusstseinszustand nennen will) wenig anfangen, kam mir dieser doch ziemlich unglaubwürdig vor. Im großen und Ganzen bot "Die Toten im Schnee" eine gute, wenn auch inhaltlich schwer verdauliche Unterhaltung. Dem Leser werden viele Hintergrundinformationen über das besetzte Italien um 1945 geliefert. Das Grauen des Kriegsgemetzels wird schonungslos dargestellt. Jedoch bleibt die Umsetzung der Geschichte stilistisch weit hinter dem Inhalt zurück. Schade, hier wäre sicher mehr möglich gewesen, um den Leser zu fesseln.
  17. Cover des Buches Ein verzehrendes Geheimnis (ISBN: 9783957346605)
    Francine Rivers

    Ein verzehrendes Geheimnis

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Nik75

    Heute stelle ich euch den Roman „Ein verzehrendes Geheimnis“ von Francine Rivers vor.

     

    Original Klappentext:

     

    Mitte des 19. Jahrhunderts lassen sich schottische Einwanderer in den Appalachen im Osten Nordamerikas nieder. Der Tradition entsprechend gibt es dort einen "Sühnemann", der immer dann ins Tal gerufen wird, wenn jemand gestorben ist, damit er in einer rituellen Handlung die Sünden des Verstorbenen auf sich nimmt. Bei der Beerdigung ihrer Großmutter erhascht die zehnjährige Cadi einen Blick auf diesen mysteriösen Mann, was streng verboten ist. Fortan hat das Mädchen den verzweifelten Wunsch, den Sühnemann zu finden und ihn zu bitten, auch ihre Schuld auf sich zu nehmen. Als sie auf das düstere Geheimnis hinter der Tradition stößt, riskiert sie ihr Leben, um die Wahrheit ans Licht zu bringen ... Ein packender historischer Roman um Schuld und die heilende Kraft der Vergebung.

     

    Meine Meinung:

     

    Dieser Roman ist irgendwie faszinierend. Ehrlich gesagt tu ich mir sehr schwer hier eine Rezension zu schreiben, denn ich weiß nicht was für Gefühle ich für die Geschichte habe. Ich war fasziniert davon und auch gefesselt, aber auch entsetzt wie grausam die Menschen sind. Dieser Roman zeigt, wie wichtig Gott für die Menschen war, in einer Zeit wo viele noch nicht lesen konnten und abgelegen wohnten. Entsetzt war ich, dass die Menschen in diesem Tal einen Sühnenmann ernannt haben, der den Toten angeblich ihre Sünden abnimmt. Das hat dort auch über 20 Jahre gut funktioniert, bis ein Gläubiger ins Tal kam um Gottes Wort zu predigen. Spannend fand ich, dass ausgerechnet zwei Kinder das Wort Gottes hören wollten, die glaubten ganz viele Sünden auf sich geladen zu haben. Cadi und Fagan, die Hauptprotagonisten mochte ich wirklich gerne und ich konnte die Zwei nur bewundern, wie stark sie sind. Von dem Prediger erfahren sie wie Gott wirklich ist und lassen sich taufen. Von nun an kämpfen sie dafür, dass alle Menschen im Tal an Gottes Wort glauben. Sie stoßen auf viele Hindernisse. Die Autorin Francine Rivers hat diese Geschichte so gefühlvoll und fesselnd erzählt, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

    Für mich war der Roman spannend, fesselnd, gefühlvoll, aufwühlend und einzigartig.

    Ich hatte aufwühlende und fesselnde Lesestunden.

     

    Von mir gibt es für diesen christlichen Roman 5 Sterne.

  18. Cover des Buches Erkenne das Böse (ISBN: 9783952522301)
    Conny Lüscher

    Erkenne das Böse

     (14)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Ich habe dieses Buch von einer lieben Instagramerin geschenkt bekomme, da ich bei der Leserunde leider kein Glück hatte, obwohl ich es UNBEDINGT lesen wollte. 

    Heute war es endlich soweit, in einem Rutsch weggelesen und es war so spannend. Ich weiß gar nicht genau wie ich das Buch rezensieren soll um nichts zu verraten, weil alles zusammenhängt ... ich fange mal so an:

    Es beginnt mit einem spannenden Epilog, der bereits grausames erahnen lässt. Es gibt eine Hand voll Personen, einmal wären da die "Hauptprotagonisten" die mutige und offene Cat und die traumatisierte und depressive Emely - "Freundinnen" fürs Leben die zusammen in ein Ferienhaus fahren um zu entspannen und Walpurgisnacht zu feiern.. Dann gibt es da noch Albert und Rita, die je ein Kind mit in die Ehe brachten - Lisa und Mirko. Mirko ist eine gefühlskalte sadistische Persönlichkeit, der keine Skrupel kennt und frech wie Rotz am Weg ist - er ist das unfassbar Böse in Gestalt. Lisa ist sehr sensibel, schüchtern und hat seit dem Tot des Vaters kein Wort mehr gesprochen - stumm wie ein Fisch. Sie leidet unter den Schikanen von Mirko und auch seine Mutter Rita bekommt die volle Breitseite ab. Rita ist alles egal, schließlich ist es ja ihr Sohn - Lisa konnte sie nie wirklich als Tochter lieben, sie wahr schließlich nicht ihr leibliches Kind (gehasst hat sie sie aber auch nicht, sie hatte Mitleid mit ihr). 

    Zur Person Cat/Emely ^^ möchte ich mich nicht äußern, denn dann würde ich diesen besonderen Thrill herausnehmen. Die Morde und Gewalttaten werden detailliert und teilweise grausig beschrieben, es herrscht immer wieder eine drückende und düstere Stimmung.

    Für mich ist das Buch tatsächlich ein Highlight, kurzweilig, rasant und spannend, bei dem man die Zusammenhänge erst nach und nach versteht, warum alles so kommt wie es kommt. Wie dieses Geflecht sich am Ende entwirrt, darauf wäre ich nie gekommen und wer behauptet, er hätte es ahnen können, DER LÜGT. So etwas ist nicht zu erahnen ;P ... werdet Ihr das Böse auch erkennen ?

    Vielen Dank an die Autorin für die tolle Unterhaltung und vielen Dank an Beate das du mir das Buch geschenkt hast :*

  19. Cover des Buches Walter muss weg (ISBN: 9783462054255)
    Thomas Raab

    Walter muss weg

     (102)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    Zu Thomas Raabs „Walter muss weg“ bin ich eher zufällig gekommen. Eigentlich habe ich es mir nur deshalb ausgesucht, weil mein Mann Walter heißt. Nicht, dass dieser wegmüsste, aber, naja. Bei dem Buch war ich mir auf jeden Fall lange nicht sicher, ob es nicht auch wegmuss. Selten bin ich so schlecht in ein Buch hineingekommen, wie in dieses. Dabei fand ich die Idee hinter der Geschichte wirklich gut.

    Aber von vorn.              

    Die 70jährige Hannelore Huber wohnt im (fiktiven) Ort Glaubenthal und hat nach 53 Ehejahren ihren Mann Walter verloren. Jetzt möchte sie ihn beerdigen, so wirklich traurig ist sie nicht über sein Dahinscheiden. Und dann die Überraschung: im Sarg liegt bei der Beisetzung nicht ihr Mann, sondern der Bestatter selbst. Und der Rest des Buchs handelt von der Suche nach der „richtigen“ Leiche und den Hintergründen.

    Es war mein erstes Buch von Thomas Raab, vermutlich aber auch mein letztes. Ich konnte mich weder mit seiner Sprache noch mit dem Aufbau des Textes so wirklich anfreunden. So tat ich mich mit Aufzählungen (durchnummeriert oder mit „Bullet-Points“) oder gar einer Tabelle zur Bildung des grammatikalischen Passivs in einem Roman/Krimi wirklich schwer. Und sowohl sein Satzbau als auch die Länge seiner Sätze machten mir die Lektüre nicht einfacher. Es gibt hauptsächlich entweder sehr lange verschachtelte Sätze oder hingeworfene Fragmente. Dieses Buch erfordert sehr viel Konzentration beim Lesen und ich war ein paar Mal kurz davor, die Lektüre abzubrechen.

    Die Charaktere waren zahlreich und schrullig, mir aber alles in allem zu blass und eindimensional.  Einige der beschriebenen Charaktere sind sehr gut gelungen, vor allem natürlich die Hauptfigur, aber auch der zehnjährige Kurti und die fünfjährige Amelie, letztere war mit ihrer altklugen Art ein Lichtblick für mich. Andere Figuren bleiben aber leider recht blass, da legt der Autor sehr viel Augenmerk auf Schrullen und insgesamt fiel es mir schwer, die vielen Personen auseinander zu halten. Vor allem der Dorfpolizist und der Bürgerdoktor waren für mich einfach nur nervig. Und wo Frau Huber wirklich „ermittelt“ kann ich auch nicht sagen, hauptsächlich unterhält sie sich mit unzähligen Leuten.

    Für einen Krimi fand ich das Buch auch sehr schwach auf der Brust. Wirkliche Spannung kam für mich nicht auf, eher Langeweile und Verwirrung, oft verlor ich den Faden, musste zurückblättern und nachlesen. Als Persiflage auf einen Krimi taugt das Buch für mich allerdings auch nicht, dafür ist es zu durcheinander, die Personen zu blass und die Handlung zu träge. Ich bin ein großer Freund schwarzen Humors, manchmal brachte mich das Buch auch zum Lachen, aber eher selten. Denn der Grat zwischen schwarzem Humor und Verbitterung ist sehr schmal und für mich hat der Autor den Ton allzu oft nicht getroffen und rutscht in einen eher schalen Witz ab.

    Alles in allem habe ich das Gefühl, der Autor hat einfach zu viel gewollt und das Buch hoffnungslos überladen. Schade. Denn die Idee ist wirklich toll und das Buch hätte das Potential zum echten Highlight gehabt. Einzig der Schluss konnte mich wirklich begeistern, was aber nach 58 Kapiteln meine Laune auch nicht mehr heben konnte. Von mir daher zwei Sterne und für den Rest der Serie kann die Huberin gerne ohne mich ermitteln.

     

  20. Cover des Buches Die Bagage (ISBN: 9783423254472)
    Monika Helfer

    Die Bagage

     (184)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    An 2 Tagen habe ich dieses kurze, aber wichtige Büchlein über eine Familie, 

    In einem Bergdorf Anfang des 20. Jahrhunderts gelesen, die großes Leid ertragen musste.


    Monika Helfer schreibt über ihre Großmutter Maria, die mit ihrem Mann Josef in einem Bergdorf, vermutlich im Vorarlberg, ein bescheidenes zu Hause ihr eigen nannte. Maria ist wunderhübsch, so schön, dass sie allen Männern den Kopf verdreht. Diese können gar nicht anders, als sie anzuschauen. Der erste Weltkrieg bricht aus, und ihr Josef muss in den Krieg ziehen. Er beauftragt den Bürgermeister des Ortes, darauf Acht zu geben, dass Maria treu bleibt, er soll die Männer fernhalten. Maria wird schwanger, ob von Josef, der zweimal auf Front Urlaub nach Hause kam oder von jemand anderem erfahren wir nicht. Die ganze Dorfgemeinschaft rechnet sich aber auf Basis von Gerüchten und Mutmaßungen aus, dass Josef nicht der Vater ist. Von da an geht es der Familie mit vier, bald fünf Kindern, immer schlechter. Und auch Josef glaubt nach seiner Heimkehr, dass das „Balg“ nicht seins ist.


    Dieses Buch hat mich traurig und auch wütend zurückgelassen. Es ist schwer auszuhalten, wenn man merkt, wie abhängig man vom Urteil anderer ist. Zumindest hing in der Vergangenheit häufig das Überleben davon ab. Und wie schäbig Menschen dies ausnutzen können ist für mich unfassbar. 

    Maria, eine eigentlich sehr lebensfroher Person, wird sehr lethargisch beschrieben , fast wehrlos oder so, als hätte sie eh keine Chance, irgendetwas klarzustellen. Lorenz scheint seinem Alter weit voraus. Eine ziemlich große Last, der Verantwortung lädt der Neunjährige sich auf seine Schultern. Die erwachsenen Männer kommen in diesem Buch nicht besonders gut weg. Sie sind dominant und agieren über die Köpfe von Frauen und Kinder hinweg. So war es damals wohl. 


    Dies ist kein Buch für zwischendurch. Obwohl es nur knapp 160 Seiten hat, muss man sich beim Lesen gut konzentrieren. Es gibt kaum wörtliche Rede, die gekennzeichnet ist. Die Sprache wechselt oft schnell zwischen indirekter  und direkter Rede, sowie Dialogen oder Mutmaßungen der Autorin, so dass ich einige Male von Protagonisten der Geschichte ausging, die es aber dann in dem Moment doch nicht waren. Die Sprache wirkt oft etwas altmodisch. Besonders wenn die Menschen sich miteinander unterhalten und sich gegenseitig in der dritten Person Singular befragen. Oft gibt es Wiederholungen, einzelner Wörter im gleichen Satz. Auch die Zeitsprünge, die manchmal sehr abrupt passieren, verlangen höchste Aufmerksamkeit, denn wir erfahren nicht nur die Ereignisse rund um Maria und Josef, sondern erhalten auch Einblick in das spätere Leben der Kinder und Enkelkinder, zu denen die Autorin gehört. Ich konnte dem Buch aber trotzdem gut folgen.


    Insgesamt hat mich die Geschichte über zwei Tage sehr gefesselt und mich emotional berührt. Ich werde sicherlich auch die beiden Folgebände der Autorin lesen.

  21. Cover des Buches Die Eistoten (ISBN: 9783746629957)
    Christian Buder

    Die Eistoten

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Anni84

    Klappentext:

    Alice ist elf Jahre alt, sehr intelligent und das, was man in ihrer Allgäuer Heimat als besserwisserisch bezeichnet. Und sie hat eine besondere Gabe: Sie spricht mit dem Philosophen Wittgenstein, der 1951 gestorben ist. Er taucht auf, wo sie es am wenigsten erwartet, und verschwindet auch ebenso geheimnisvoll. Als Alice in ihrem Dorf die erfrorene Leiche eines Mädchens findet, ist sie überzeugt, dem Mörder auf der Spur zu sein, der vor Jahren auch ihre Mutter getötet hat. Gemeinsam mit Ludwig Wittgenstein beginnt sie zu ermitteln. Doch niemand schenkt den Vermutungen einer Elfjährigen Gehör, bis auf einen und der will sie zum Schweigen bringen.

    Meinung:

    Das Buch war schön zu lesen, es ist spannend gehalten und leicht  geschrieben. Auf jedenfall zu empfehlen. 

  22. Cover des Buches Bauernschädel (ISBN: 9781731005229)
    Stefan K. Heider

    Bauernschädel

     (13)
    Aktuelle Rezension von: katikatharinenhof

    Ferl hat sich das alles ganz anders vorgestellt - ruhiger, beschaulicher, angenehmer. Denn so ein Besuch bei den Fast-Schwiegereltern läuft normalerweise gesittet und in geordneten Bahnen ab. Aber bei Ferl findet Murphys Gesetz wohl dauerhaft Anwendung und so findet er sich erst vor der Tür der gewesenen Schwiegereltern wieder und dann macht er tags darauf auch noch eine Entdeckung, die sein Leben vollkommen durcheinander wirbelt. Naja, wenn's läuft, dann läuft's....


    Bitte, bitte mehr davon - ich hab selten so einen schrulligen und urkomischen Antihelden wie Ferl erlebt, der sich von Beginn an in mein Leserherz geschlichen hat. Himmel ist dieser Typ schräg und sein Leben erst, alle Achtung. Wer Wortwitz, eine gesunde Portion Zynismus und unorthodoxe Einfälle nicht ab kann, der sollte nicht zu diesem Buch greifen, denn Stefan K. Heider geizt nicht mit diesen Dingen. Für alle anderen gilt - einsteigen, anschnallen und einen außergewöhnlichen Regio-Krimi in rasanter Fahrt genießen.

    Die Handlung ist ebenso spannend wie komisch, sorgt für ordentlich Schenkelklopfer, aber auch für Rätselraten und Suchen von Puzzleteilchen, die zur Lösung des Falles beitragen. Die abwechslungsreiche Erzählung bietet skurrilen Charakteren eine tolle Bühne, um sich in Widersprüche zu verstricken, Geheimnisse auszuplaudern und urplötzlich dramatischer Mittelunkt eines verbrecherischen Geschehens zu sein, was man ja ungern möchte - Déjà-vu inbegriffen. Der Dialekt verleiht dem Ganzen noch einen Tick mehr an Authentizität und lässt so die Figuren glaubhafter und lebendiger erscheinen.

    Manchmal schleichen sich kleine Fehler in der Interpunktion oder in der Rechtschreibung ein - da stolpert man kurz drüber, so wie Ferl, aber irgendwie tut das dem stimmigen Gesamtbild keinen Abbruch.

    Ein echt gelungener Regio-Krimi, von dem man nicht genug bekommen kann.




  23. Cover des Buches Schlafes Bruder (ISBN: 9783150205679)
    Herbert Willi

    Schlafes Bruder

     (686)
    Aktuelle Rezension von: DerufinDenthorHeller

    Robert Schneider zeigt in seinem Debütroman, dass eine bildgewaltige Sprache ein fantastisches stilistisches Mittel sein kann.

    Dieser Roman lebt von seiner Sprachgewalt und Erzählkraft und es zeigt, dass das Drama als literarische Gattung eine ganz eigene Wirkung erzielen kann.



  24. Cover des Buches Arrivederci, Roma! (ISBN: 9783548281438)
    Stefan Ulrich

    Arrivederci, Roma!

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Zum Ende seines vierjährigen Aufenthalts als Journalist in Rom möchte Stefan Ulrich nochmals alle 20 Regionen Italiens in einem Jahr bereisen. Manches wird nur ein kleiner Abstecher, anderes ein mehrtägiger Urlaubsaufenthalt. Natürlich sind es immer nur kleine Schnipsel der Regionen, über die der berichtet, doch zumeist so ausgewählt, dass es nicht zwingend die Hauptsehenswürdigkeiten der Gebiete sein müssen. So erfährt sicherlich auch ein Italienkenner noch manch Neues.

    Gespickt mit kleinen Anekdoten ist es mehr oder weniger ein Reisebericht, bei dem auch immer wieder die Menschen, denen er begegnet ins Zentrum rücken. Es ist eine leichte und lockere Lektüre, bis auf den Bericht über die Folgen des Erdbebens in den Abruzzen im Jahre 2009, über das erst am nächsten Tag einen Artikel für seine Zeitung verfassen musste. Doch der geneigte Zuhörer erfährt auch etwas über sein Leben im Palazzo in Rom, wie schon im Vorgängerroman Ulrichs, doch eher am Rande.

    Fazit: Ganz nett nebenbei zu lesen. 3-4 Sterne

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