Bücher mit dem Tag "bergdorf"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bergdorf" gekennzeichnet haben.

75 Bücher

  1. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783442482917)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

     (388)
    Aktuelle Rezension von: Iris_Muhl

    Die Sprache von Robert Seethaler ist ein grossartiges Geflecht aus leisen Empfindungen und schroffen Bildern. Unglaublich vielschichtig und überraschend erzählt der Autor das Leben eines einfachen Seilbahnarbeiters namens Andreas Egger. Er erzählt von den wichtigsten Themen des Lebens, vom Kämpfen und Überleben, von Liebe und Verlust, Versöhnung und Tod. Der Autor berichtet so unaufgeregt und klar, dass der gebannte Leser immer noch mehr davon haben muss, nicht genug kriegt. Ich liebe diese Sprache, ich liebe diesen Autor. Er lockt die schönsten Gefühle in einem hervor. Man lacht und weint, man wächst gar an Empfindung und Respekt für einen kleinen einsamen Arbeiter, der sich vom Schicksal nicht einschüchtern lässt. Was will man von einem Buch mehr?

  2. Cover des Buches Tintenwelt 2. Tintenblut (ISBN: 9783791504674)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 2. Tintenblut

     (3.373)
    Aktuelle Rezension von: KerstinR

    Wow, der zweite Teil hat mich voll gepackt. Selbst in die Geschichte einzutauchen. In der Welt zwischen den Blättern zu sein, wer hat sich das beim Lesen nicht schon gewünscht. Doch ob Mo, Maggie und die anderen es sich wirklich so vergestellt haben? 

    Mehr verrate ich nicht, nur soviel. Ich liebe diese Geschichte und habe Angst vor dem dritten Teil. 

  3. Cover des Buches Die Bagage (ISBN: 9783446265622)
    Monika Helfer

    Die Bagage

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Lieber Hunger als kalt. Das war die Devise von der Bagage und ist die Devise bis heute herauf zu mir." - Monika Helfer, "Die Bagage"


    Österreich, zur Zeit des ersten Weltkriegs: Maria und Josef Brugger wohnen mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfs. Von allen werden sie nur die "Bagage" genannt, sie sind arm und leben abseits der Gesellschaft. Über Maria lästert man gern, denn sie ist mit Abstand die schönste Frau im Dorf - den Josef beneidet man um sie, außerdem heißt es, er betreibe krumme Geschäfte. Als Josef eingezogen wird, bleibt Maria mit den Kindern zurück. Zuvor wird noch eine Absprache zwischen Josef und dem Bürgermeister getroffen: Er solle sich um Maria kümmern und ein Auge auf sie haben. Doch bringt diese Abhängigkeit Kummer über die Familie - und ein gutaussehender Deutscher lässt Gerüchte über das Kind in Marias Bauch - Monika Helfers Mutter - aufkommen...


    In "Die Bagage" teilt Monika Helfer einen Teil ihrer Verganhenheit mit den Lesenden. Unter anderem aus Gesprächen mit ihrer Tante Kate rekonstruiert sie, was vor über 100 Jahren war - und bringt eigene Geschichten und die Erzählungen ihrer anderen Tanten und Onkel in Zusammenhang. Entstanden ist eine wirklich schöne und interessant zu lesende Mischung aus Fantasie und Wirklichkeit.


    Die Autorin springt in ihrem Buch immer wieder zwischen den verschiedenen Zeiten hin und her, mal spielt die Geschichte in der Vergangenheit, dann wieder kurz vor der Gegenwart. Diese Sprünge waren mir an einigen Stellen zu viel, ich habe so den Geschichtsfaden immer wieder von neuem aufnehmen müssen. In Kombination mit der außergewöhnlichen Erzählstimme der Autorin haben die Hüpfer in der Zeit aber dann doch eine sehr individuelle Darstellungsweise einer Familienchronik ergeben.


    Insgesamt hätte ich mir hier und da mehr Informationen und mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem habe ich das Lesen von "Die Bagage" sehr genossen. Der autofiktionale Roman porträtiert eine faszinierende Familie und erinnert vor allem an Monika Helfers Großmutter, die bereits mit 32 Jahren verstorben ist. Empfehlen kann ich den Roman besonders allen, die gerne Familiengeschichten lesen, die auf wahren Begebenheiten beruhen - außerdem Liebhaber*innen von Romanen, die im ländlichen Raum spielen.

  4. Cover des Buches Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam (ISBN: 9783462046038)
    Vea Kaiser

    Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Johannes Gerlitzen wohnt mit seiner schwangeren Frau Elisabeth in St. Peter am Anger. Der Ort, ein knapp 500 Einwohner zählendes Alpendorf und unterhalb der Sporzer Alpen, mit den 4000 m hohen Gipfeln, gelegen, weißt eine lange Geschichte als rebellische uneinnehmbare Hochburg auf. Weder Kaiser noch Papst konnten dem Dorf Herr werden, eine Tatsache, auf die die St. Petrianer besonders stolz sind. Und so ist es auch, dass kein St. Petrianer sein Dorf verlässt und kaum ein Nicht-St. Petrianer ins Dorf einheiratet. Das ändert sich als Elisabeth eine Tochter zur Welt bringt, in der Johannes seinen Erzfeind und Nachbar Götsch zu erkennen glaubt. Johannes packt seine Sachen und zieht aus dem gemeinsamen Haus aus und ins Kirchenhaus ein. Dort unterzieht er sich einer Entwurmungskur, mit welcher er sich seines 14,8 m langen Bandwurms entledigt und damit seine Berufung für die Naturwissenschaft begründet. Er verlässt sein Dorf, seine Frau und das Mädchen, das sie ihm geboren hat.

    Nach vielen Jahren, Ilse ist nun fast 11 Jahre alt, erkrankt Elisabeth unheilbar an Parkinson. Johannes kehrt ins Dorf zurück, versöhnt sich mit seiner Frau und den St. Petrianern und wird Dorfarzt. Einzig allein das Zusammenleben mit seiner Tochter bleibt extrem schwierig. Auch der Tod der Mutter kann beide nicht zueinander finden lassen. Nachdem Ilse, gegen den Willen des Vaters, Alois heiratet und nach vielen Ehejahren einen Sohn zur Welt bringt, dem sie den Namen ihres Vaters geben und mit A. den Namen des Vaters dazufügen, kommt das Verhältnis der beiden einigermaßen in Ordnung. 

    Johannes A. und der Doktor Opa sind ein Herz und eine Seele. Es ist der Doktor Opa, der den kleinen Johannes A. in die Naturwissenschaft einführt, mit ihm griechische Mythologie liest und den Jungen in seiner Eigenart und ablehnenden Haltung gegenüber den Bergbarbaren, wie Doktor Opa die Dorfbewohner betitelt, fördert. Als er stirbt, ist Johannes A. im Grundschulalter und eine Welt bricht für den Jungen zusammen. 

    Es braucht den Zufall, dass Johannes A. Irrwein, der sich seit dem Tod seines Doktor Opa von der Familie und dem Dorf vollkommen zurückgezogen hat, ein Stipendium bekommt und somit auf das Gymnasium des Benediktinerklosters in Lenk gehen kann. Hier, unter dem Schutz von Pater Tobias erlebt Johannes seine erste glückliche Zeit. Johannes A. wird Mitglied des Digamma-Klubs, dessen Hauptziel der Erhalt der klassisch-europäischen Bildung ist. Die Liebe zu Klassik und die Überzeugung, dass seine Erfüllung in der Fortführung Herodots Geschichtsschreibung liegt, wird für Johannes und die St. Petrianer zu einer großen Herausforderung.

    Meine persönlichen Leseeindrücke

    Der Debütroman von Vea Kaiser ist ein heiteres Werk über ein skurriles Bergdorf und seinen Bewohnern. Darin plaudert sie mit Nonchalance über die St. Petrianer, die in den Dorfchroniken als Bergbarbaren geführt sind, und hat über jeden etwas zu berichten. Auch die Gepflogenheiten, Eigenheiten und Sonderheiten beschreibt sie recht ausführlich. All das macht das Buch stellenweise etwas langatmig. Die vielen direkten Reden im strengen Dialekt sind für mich als Südtirolerin sehr beschwingt zu lesen, ob ein jeder damit zurechtkommt, wage ich zu bezweifeln. Das letzte Drittel des Romans, beginnend mit Johannes‘ verpatzter Maturaprüfung, ist mit Sicherheit am besten gelungen. 

    Fazit

    Nachdem ich ihren letzten Roman „Rückwärtswalzer“ gelesen hatte, wolle ich auch ihre anderen Romane kennenlernen. Mit „Blasmusikpop“ ist ihr ein heiterer Debütroman über das entlegene Dorf St. Peter am Anger und seiner sich der Moderne widerstrebenden Dorfgemeinschaft gelungen. Leider ist das Buch etwas anstrengend und obwohl ab dem letzten Drittel sehr amüsant und lustig geschrieben, ist der Weg dahin doch mühsam.

    4,5 Sterne

  5. Cover des Buches Dunkelgrün fast schwarz (ISBN: 9783328104841)
    Mareike Fallwickl

    Dunkelgrün fast schwarz

     (245)
    Aktuelle Rezension von: katis_readings

    Wie ein Pflaster, dass man abziehen muss, ob langsam oder schnell, es tut beides weh.

    - so erging es mir zumindest teilweise in dem Buch.

    Hier geht es um eine klassische Dreiecksfreundschaft.

    Moritz, ruhig, freundlich, harmoniebedürftig. 

    Raffael, der typische Draufgänger, der „Coole", der immer alle mitzieht, zu allem eine kecke Antwort parat hat und sowieso über allem steht.

    Johanna, die unantastbare, kühle und emotionslose,die keine Gefühle zeigt. 

    Wir begleiten die drei von Kindheitheit an bis ins Erwachsenenalter und werden Zeuge davon, wie der Keim der Freundschaft heranwächst, verwächst und Früchte trägt oder verrottet.

    Die ersten 100 Seiten waren für mich ein „Durchhalten“. Vom gesamten Aufbau und Schreibstil befand sich #dunkelgrünfastschwarz etwas außerhalb meiner „Komfortzone“, da ich sonst eher leichte Romane mit einer zügigen Handlung undweniger Tiefgang, weniger atmosphärischen Beschreibung lesen.

    Dieses Buch allerdings lebt größtenteils genau davon. Nach diesen 100 Seiten bin ich dann auch tief in die Story, in die einzelnen Rollen eingetaucht. Die Tiefe der Geschichte, so viele Ebenen, die man durchdringt, Freundschaft, Liebe, Ehrlichkeit, Mut, Courage, (richtige) Erziehung ...

    In diesem Buch ist man der stille Beobachter, der nicht einschreiten kann, auch wenn es noch so weh tut- und grade das machte bei mir diesen Sog so aus - hoffentlich bekommt er noch die Kurve, das kann doch nicht wahr sein.

    Interessant finde ich aber auch die doch recht obligatorische Rollenverteilung im Buch, vor allem die der Kinder. So, dass sich jeder meist in einer gewissen Art und Weise wiederfindet und angesprochen fühlt.

    Das Buch bekommt aufgrund der Message, der Art und Weise, wie es mich berührt hat, als Mahnmal einen festen Platz in meinem Bücherregal.

    Klare Empfehlung!

  6. Cover des Buches Der Tod so kalt (ISBN: 9783421047595)
    Luca D'Andrea

    Der Tod so kalt

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Nach einem tragischen Unfall in den Bergen befindet sich Jeremiah Salinger auf dem Wege der Genesung. Der Unfall ist bei seiner Arbeit als Dokumentarfilmer geschehen, worauf er seiner Familie versprochen hat für mindestens ein Jahr kein neues Projekt anzufangen. Als er nun vom Bletterbach-Massaker aus dem Jahre 1985 erfährt, bei dem drei jungen Menschen ermordet wurden, kann er nicht mehr davonlassen und fängt trotz Versprechungen wieder an zu recherchieren.
    Schon das aufwendige Cover macht einen guten Eindruck, ebenso wie die Zeichnungen der Berge in der Innenhülle. Das immer wiederkehrende Kreuz in der Gebirgswelt wirkt sehr eindringlich und gibt die Richtung des Romans an. Die Handlung kommt nur ein wenig schwerfällig in Gang hat mich alsdann jedoch gefesselt und unterhalten. Das Buch ist eher ein Krimi und zum Thriller fehlt nach meiner Meinung doch einiges, dennoch bietet er einiges an Spannung an. Vor allem der Schreibstil hat mir gefallen, denn dieser ist flüssig und führt den Leser durch das Buch ohne Langeweile oder anderen Schwächen. Selbst etwas blutigere Szenen werden stilvoll umschrieben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, zeigen aber ihre Wirkung. Der Protagonist Jeremiah Salinger wird anschaulich dargestellt, was vor allem durch die Ich-Erzählung des Buches gelingt. So ist es möglich sich mit dem Protagonisten anzufreunden und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Fazit: Lesenswerter Roman der sich mit der Bergwelt ebenso wie mit den Morden befasst.

  7. Cover des Buches Die Stille der Lärchen (ISBN: 9783462047349)
    Lenz Koppelstätter

    Die Stille der Lärchen

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Ein weiterer Südtirol-Krimi aus der Feder von Lenz Koppelstätter liegt hier mit „Die Stille der Lärchen“ vor.

    Das Cover zeigt eine traumhafte Kulisse, die den Hintergrund für den gewaltsamen Tod der 17-jährigen Marie bildet. Nahe bei den Urlärchen, einem bekannten Naturdenkmal im Ultental, liegt die erschossene Schülerin.

    Das Dorf meint den Täter rasch zu kennen, ein anderer legt jedoch ein Geständnis ab.

    Commissario Grauner und Saltapepe suchen lange nach einem Motiv und stoßen auf Schweigen im Dorf, ein verfallenes Heilbad sowie literarische Rätsel.

     

    Mir hat auch dieser Krimi gut gefallen. Wieder versteht es der ortskundige Autor, die Atmosphäre Südtirols einzufangen und die Leser in das hintere Ultental mitzunehmen. Beigefügtes Kartenmaterial bildet eine gelungene Ergänzung zum Text. Die beiden unterschiedlichen Ermittler stellen ein gutes Team dar. Die persönlichen Nebenschauplätze von Grauner und Saltapepe halten sich in einem angemessenem Umfang. Das im ersten Band der Reihe erwähnte Geheimnis aus der Vergangenheit von Grauner wird etwas erhellt, ist aber noch nicht zu Ende erzählt.

     

    Der Krimi bleibt bis zum Schluss rätselhaft, eine echte Chance, mitzuraten hat der Leser nicht, da unerwartete Wendungen immer wieder eingearbeitet sind.

     

    Nach gut 300 Seiten ist die Lösung gefunden, es bleibt der Eindruck eines soliden und sehr stimmungsvollen Krimis. Gerne mehr aus der Reihe!

  8. Cover des Buches Föhnlage (ISBN: 9783596512898)
    Jörg Maurer

    Föhnlage

     (385)
    Aktuelle Rezension von: Buch_und_Wasser

    Beim Lesen von Föhnlage musste ich viel schmunzeln. Der Titel ist ein Krimi, kommt aber ohne blutige und grausame Verbrechen aus. Stattdesen gibt es einen kuriosen Todesfall und die Handlung bleibt bis zum Ende spannend.

    Im Mittelpunkt der Handlung steht nicht nur Kommisar Jennerwein, sondern sein ganzes Team. Alles liebenswerte Orginale. Zudem spielen auch die Dorfbewohner eine Rolle.

    Leicht zu lesen, unterhaltsam und spannend

  9. Cover des Buches Waldeskälte (ISBN: 9783749901524)
    Martin Krüger

    Waldeskälte

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Annabell95

    In den Schweizer Alpen, genauer gesagt in Eigerstal verschwindet spurlos ein junges Mädchen. Alles deutet darauf hin, dass es eine Verbindung zu dem Vermisstenfall vor 21 Jahren gibt. Damals verschwanden drei Mädchen. Zwei wurden ermordet, die Dritte tauchte nach ein paar zitternt und vor Kälte im Wald wieder auf. Doch sie konnte sich an nichts erinnern. Ihr Name war Valeria Ravelli. Heute ist sie Leutnant und kehrt in ihr Heimatdorf zurück um den Täter zu stellen. Sie ist überzeugt davon, dass er zur Dorfgemeinschaft gehört.

    "Waldeskälte" soll der Auftakt in eine neue Reihe mit Leutnant Valeria Ravelli sein.

    Mit der Protagonistin Valeria bin ich noch nicht so ganz warm geworden. Man weiß zwar von Anfang an, dass sie in ihrer Vergangenheit etwas traumatisches erlebt hat, aber man weiß noch nicht was das ist. Das kristallisiert sich erst im Laufe der Story heraus, was ja auch mit der Kern der Story ist was damals passiert ist. Aber weil man eben noch nicht weiß, was damals passiert ist, kam Valeria ein wenig kühl rüber und ich konnte ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen.

    Als Leser liest man auch immer wieder ihre Gedanken. Das kann man zweiseitig bewerten. Zum Einen nervt es ein wenig, denn als Leser ist man ja auch hautnah mit dabei und weiß welche Gedanken sie sich wohl grade macht, aber zum Anderen lässt es Valeria durch diese Gedankeneinschübe authentischer wirken.

    Die Spannung war von Beginn an da. Die Story wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt, das Heute und das Damals aus Valerias Sicht. Einige Wendungen haben mich echt überrascht, dennoch fand ich es etwas vorhersehbar. Ich hatte schon früh jemanden in Verdacht und auch was der Grund für dessen Handeln sein könnte, womit ich dann auch recht behalten habe.

    Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Der Autor beschreibt die Handlungsorte, die Protagonisten und die Handlung selbst sehr detailliert. Ich hatte das Gefühl, als wenn ich mitten im Geschehen war. Vor meinem inneren Auge lief quasi ein Film ab. Die Story würde auch einen guten Film abgegeben. Doch trotzdem ist die Spannung bis zum Ende gegeben, man fiebert und rätselt bis zum Schluss mit.

    Durch die Beschreibungen und dem Setting an sich hat der Autor eine düstere Atmosphäre geschaffen. Man spürt die Dunkelheit und die Kälte dort oben in den Bergen. Beim Lesen habe ich sogar richtig Gänsehaut bekommen.

    Mein Fazit:
    Eine düstere Story und eine passende düstere Atmosphäre sorgen hier für Gänsehautfeeling. Ich vergebe hier sehr gerne eine Leseempfehlung.

  10. Cover des Buches Milchsblut (ISBN: 9783442483600)
    Clara Weiss

    Milchsblut

     (38)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Ein kleines Dorf irgendwo in den Bergen. Seit Generationen lebt Elviras Familie hier auf ihrem Hof. Eines Tages findet Elvira auf dem Nachbarhof eine Leiche. Ihr Nachbar wurde getötet und auf ein Wagenrad gebunden. Er wird nicht das letzte Opfer bleiben. Elvira findet heraus, dass die Morde in Verbindung zu einer Heiligenlegende stehen. Ein Unwetter sorgt dafür, dass ihr Hof von der Außenwelt abgeschnitten wird. Sie ahnt, dass auch ihr Leben in Gefahr ist.

    Zu Beginn des Romans rechnete ich mit einem gemütlichen Landkrimi. Diese Erwartung wurde auch erfüllt, denn die Geschichte beginnt leicht, und die Spannung bleibt auf einem guten Niveau. Doch dann geschehen Dinge, die eher zu einem Thriller gehören könnten. Unerwartete Wendungen lassen große Spannung aufkommen.

    Die Seiten fliegen beim Lesen plötzlich nur so dahin. Dazu beigetragen hat auch, dass ich mich ganz auf die Geschichte konzentrieren konnte. Alle Charaktere haben Hochdeutsch gesprochen, und so viel das „Übersetzen“ des Dialektes weg. Natürlich dürfte es unwahrscheinlich sein, dass die Bewohner in den Bergen ohne Dialekt miteinander sprechen. Dies könnte auch den einen oder anderen Leser stören, mich störte es nicht.

    Die einzelnen Figuren sind gut ausgearbeitet und haben mich emotional erreicht. Die Bergwelt mit ihren Bewohnern wird vielleicht etwas naiv dargestellt, aber für einen Landkrimi geht das in Ordnung. Autorin Clara Weiss ist ein wunderbarer Krimi gelungen, der nach ruhigem Einstieg bei mir ein großartiges Kopfkino ausgelöst hat.

  11. Cover des Buches Das finstere Tal (ISBN: 9783548285535)
    Thomas Willmann

    Das finstere Tal

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    "Das finstere Tal" vereint die Genres historischer Roman, Thriller und Western. Ziemlich stimmungsvoll düster das ganze. Ich fand es spannend (auch wenn die Auflösung bald absehbar war) und intelligent.
    Besonders und passend auch die etwas altertümliche, aber doch gut lesbare Sprache, die der Autor gewählt hat.



  12. Cover des Buches Schwarzer Schmetterling (ISBN: 9783426511664)
    Bernard Minier

    Schwarzer Schmetterling

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Jules113


    Ein riesiger, bedrohlich schwarzer Schmetterling scheint sich von den schnee- und blutbedeckten Felsen abzuheben. Ein Tierkadaver, grauenvoll inszeniert. Am Tatort wird die DNA von von einem Serienmörder gefunden, der seit Jahren in einem Hochsicherheitstrack sitzt.
    Kurz darauf werden beginnt in einem kleinen Ort eine Mordserie. Commandant Servaz nimmt die Ermittlungen auf. Innerhalb der Anstalt beginnt die junge Psychologin Diane Berg mehr über die Fälle herauszufinden.
    Direkt nach den ersten Seiten kommt die Beschreibung des Kadavers. Bernhard Minier versteht sich darauf seinen Lesern die Situation bildlich vor Augen zu führen.
    Zuerst haben mich die fast 700 Seiten etwas abgeschreckt, da es immer wieder Bücher gibt, die dann einfach nur zu lang sind. Aber hier war das nicht der Fall. Klar ist hin und wieder mal eine etwas ruhigere Phase, aber der Fall hat so viele Wendungen, dass es etwas dauert, bis man alle Zusammenhänge versteht.
    Servaz ist ein Ermittler, der sich auf sein Bauchgefühl verlässt und damit auch oft richtig liegt.
    Der Fall ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und ich war sehr schnell durch.
    Wer es gerne anspruchsvoll mag, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

  13. Cover des Buches Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (ISBN: 9783492272315)
    Dai Sijie

    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

     (406)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    China zur Zeit von Maos Kulturrevolution: Ein namenloser Ich-Erzähler und sein bester Freund Luo werden zur Umerziehung in ein Bergdorf geschickt. Dorthin ist kein Fortschritt gedrungen und die beiden sehnen sich nach etwas Abwechslung von ihrer tumben Plackerei. Sie vermuten, dass ein anderer Umerzogener einen Koffer voller verbotener westlicher Literatur versteckt und wollen diesen nun unbedingt in ihren Besitz bringen. Durch die Werke von Balzac, Dumas und anderen verschaffen sie sich nicht nur selbst etwas Fantasie und Freiheit, sondern auch der Kleinen Schneiderin, in die Luo verliebt ist, mit ungeahnten Folgen.


    Über die sogenannte „Kulturrevolution“ in China und die „Umerziehung“ von Intellektuellen und ihren Familien, die durch harte, bäuerliche Arbeit über einige Jahre erreicht werden sollte, hatte ich bisher nur ein paar vage Informationen aufgeschnappt. Von den Erfahrungen der beiden jungen Männer zu lesen, war daher höchst interessant.


    Durch die Klassiker aus dem Koffer können sie wieder Hoffnung schöpfen, träumen und ihre Fantasie walten lassen. Die Geschichten schenken ihnen Freiheit, zumindest im Geiste. Doch nicht nur ihnen, auch den anderen Bergbewohnern, denen sie diese Geschichten erzählen und die dafür offen sind, das heißt nicht zu stark verankert in der kommunistischen Ideologie Maos. So emanzipiert sich auch die junge Frau, die als Tochter eines Schneiders sonst wohl nicht aus den Bergen weggekommen wäre. Neugier und Verstand werden niemals unterdrückt werden können. Diese Botschaft und der Bezug zur Literatur gefiel mir außerordentlich gut!


    Nur das Ende war mir zu abrupt und ließ für meinen Geschmack zu viele Fragen offen. Ohne zu spoilern kann ich hier kaum eine nennen, doch hätte es mich zum Beispiel interessiert, wie es für die beiden in der Umerziehung weiterging und wie lange sie noch in dem Bergdorf bleiben mussten. Fünfzig Seiten mehr hätten es ruhig noch sein dürfen.


    So vergebe ich für „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ 4 Sterne.

  14. Cover des Buches Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod (ISBN: 9783453421882)
    Gerhard Jäger

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    Lange hat es gebraucht bis ich mich endlich ans Lesen dieses Buches gemacht habe. Im Grunde genommen bin ich keine Krimileserin – von einigen Ausreißern abgesehen – und das war hier meine größte Sorge. Völlig unbegründet, wie sich herausstellte. Was ich gelesen habe war ein astreiner, gut geschriebener Roman mit viel Poesie, Einsicht und halt auch einigen Toten und sehr viel Schnee.

    Max Schreiber ist Historiker in Wien mit Schwerpunkt Hexenverfolgung und entschließt sich mehr aus der Not heraus in ein kleines Bergdorf in Tirol zu reisen. Sein Interesse gilt dem Fall einer Frau die vor Jahrzehnten hier in den Flammen umgekommen war, von der es hieß, sie sei eine Hexe, von der die abweisenden Heimischen gar nicht gern erzählen. Hier an diesem Ort, der vom harten Überleben und dem Auf-einander-Angewiesensein der Bewohner geprägt ist, hat sogar der Pfarrer den Glauben an Höheres verloren:

    „Es gab eine Zeit, da glaubte ich, dass alles auf dieser Welt gottgewollt ist und einen Sinn hat. Alles, verstehen Sie? Alles! Heute reicht schon der Gefrierpunkt, und ich fang an, riesige Fragezeichen hinter die ganze Schöpfung zu machen.“

    Aus dem exotischen Beobachter wird zunächst der Beobachtete, zu groß ist das Misstrauen, das ihm die Bevölkerung entgegenbringt. Warum soll ein Wiener auch in alten Dorfgeschichten herumschnüffeln? Doch Max ging nicht ganz freiwillig. Eigentlich war er auf der Flucht vor der einsamen Wohnung, die zurückblieb, als seine Freundin ihn verlassen hat. Mehr als das Schreiben des Buches steht also zunächst der Abschluss der Beziehung und die Trauerarbeit darüber im Vordergrund des Aufenthaltes, das Verweilen und Nachdenken über die schönen Tage und Abende „als sie beide noch nicht vom Alltag eingeholt waren, vom täglichen Aufstehen, Arbeiten, von dieser immer mehr und mehr sich einschleichenden Schwere, diesen Bahnen, die sich wie Schienenstränge durch das Leben zu ziehen begannen, einhergingen mit Ernüchterung, mit Gewohnheit, mit Fantasielosigkeit und geschlossenen Fenstern bei Regenwetter“.

    Nach und nach wird es ihm aber zum Bedürfnis nicht nur durch die Bergwelt zu spazieren, sondern auch Teil der Gemeinschaft zu werden. Man bittet ihn im Gasthaus, das ihm Unterkunft bietet, zum Kartenspiel, zum Stammtisch. Er arbeitet mit im Holz. Und mehr als alles andere genießt er die freundschaftlichen Schulterhiebe, die ihm als anerkannten Teil der Gemeinschaft ausweisen.

    Doch all dies tritt in den Hintergrund als er Maria sieht, die der Dorfgemeinschaft angehört, mehr noch, von einem der ihren geliebt und umworben wird. Schreiber fühlt sich zur stummen Frau hingezogen, geschuldet auch dem nicht verarbeiteten Verlust der alten Liebe. „..vielleicht“, denkt er „beginnt der Niedergang jeder Beziehung erst, wenn man beim Frühstück anfangen muss zu reden, weil einem die bloße Anwesenheit des anderen nicht mehr genügt, weil die Zeit der Worte angefangen hat, mit der man die Welt nun ausschmückt am Frühstückstisch, und weil die Zeit der Worte angefangen hat, hat auch die Zeit der Phrasen angefangen, die Zeit der Wiederholungen, die Zeit der Lügen, die Zeit, in der die Lippen gelernt haben, Worte zu formen und dem anderen hinzureichen, während die Gedanken gleichzeitig auf Reisen gehen“. Doch sein Konkurrent um das Herz Marias gibt sich nicht einfach geschlagen und im zunehmenden Schneefall und der Bedrohung durch die Schneelasten schlägt auch die Stimmung im von der Außenwelt abgeschnittenen Dorf um …

    In die Kulisse der Bergwelt Tirols webt Jäger parallel die Geschichte von Max Schreiber und die Geschichte der Heimkehr eines alten Mannes ins Innsbruck der Gegenwart zusammen. Er tut dies geschickt und sprachlich sehr gekonnt – das Buch war ein wahrer Lesegenuss – während die Verschlossenheit der Dorfbewohner, der Aberglaube, das Mysterium der brennenden Frauen und ein Mord den Leser bei der Stange halten. Leider ist der Autor schon tot, aber schreiben konnte er gewiss! Der Roman ist durchdacht und wunderschön komponiert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  15. Cover des Buches Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman (ISBN: 9783218010795)
    Petra Piuk

    Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Literatur_Famulus

    Herzhaft lachen ist befreiend, wenn das Lachen steckenbleibt bringt es dich weiter.

    Und wie ich gelacht habe (am Anfang), und wie das Steckenbleiben immer mehr zum Würgen wurde!

    Vor Jahren wurde mir während einer Kur von Therapeutinnen das Lesen von Karl Valentin verboten, mein Lachen hatte die Kojen zu stark geschüttet. Ich glaube, „Toni und Moni – Oder: Eine Anleitung zum Heimatroman“ hätten sie mir auch verboten.

    Im zweiten Teil die Schluckbeschwerden: Tief in der Kehle und zu spüren über die Ohren, bis hinab in die Zehen habe ich sie wahrgenommen und sie regen mich immer noch an.

    Wie die Schriftstellerin, wie Petra Piuk, wie Toni und Moni und auch ein wenig wie die Lektorin, bemühe ich auch einen alten Hadern: „Ich sprenge alle Ketten“ grölten sie alle und ließen nicht ein Kettenglied eingehängt in diesem Mysterien- ups, Literaturspiel. Vielleicht habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem die Fußnoten, das Personenverzeichnis (beinahe alle Alphabet Buchstaben), die Perspektivenwechsel, ein Dorf und meine Erinnerungen als Leser so treffend eingesetzt, beziehungsweise angestoßen wurden.

    Herzliche Gratulation Petra, Frau Schriftstellerin und Tanja

  16. Cover des Buches Der Nebelmann (ISBN: 9783038821052)
    Donato Carrisi

    Der Nebelmann

     (67)
    Aktuelle Rezension von: buechertraumzeiten

    Leider konnte mir „Der Nebelmann“ nicht wie erhofft zusagen. Ich habe mir durch den Klappentext eine andere Geschichte erhofft und das Buch lässt sich auch eher dem Genre „Kriminalroman“ anstatt „Thriller“ zuordnen. Spannung kam erst im letzten Drittel auf und der Rest davor hat sich ziemlich gezogen. Fast gegen Ende wird dann buchstäblich eine Figur aus dem Nichts eingeführt und so schnell wie diese Figur gekommen ist, so schnell verschwindet sie auch wieder. Von mir gibt es diesmal leider keine Leseempfehlung.

  17. Cover des Buches Wintermärchen in Virgin River (ISBN: 9783745701036)
    Robyn Carr

    Wintermärchen in Virgin River

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Roros_buecherwelt

    "Ich war dabei zu sterben. Das hast du gewusst. Du hast das geändert. Es ist das, was du immer wolltest... Etwas bewirken."


    Worum geht's?

    Marcie sucht nach dem Tod ihres Mannes den Mann, der ihm am nächsten stand und der sich seit geraumer Zeit nicht mehr gemeldet hatte - Ian. 

    Denn Ian ist dafür verantwortlich, dass Marcie sich überhaupt von ihrem Mann verabschieden konnte. Bobby und Ian waren zusammen bei den Marines. Bei einem Angriff wurde Bobby lebensgefährlich verletzt und Ian hat ihn gerettet. 

    Marcie versteht nicht, wieso Ian sich so lange nicht mehr gemeldet hat und sucht ihn nun, um mit sihh im Reinen zu kommen und um heraus zu finden, was passiert ist. 


    Achtung: Bei diesem Buch handelt es sich um den 4. Teil einer 18-teiligen Reihe. Ich kenne weder die anderen Bücher noch die Serie, konnte mich aber gut im Buch zurecht finden. 


    Schreibstil/Gestaltung:

    Das Buch ist aus der Sicht des allgemeinen Erzählers geschrieben, wobei er auch in der 3. Person des jeweiligen Protagonisten schreibt. 

    Ich habe das Buch als eBook gelesen und muss sagen, dass mich die Länge der einzelnen Kapitel doch sehr erschlagen hat. Dennoch fand ich, dass man diese auch nicht wirklich hätte kürzer halten können. 

    Trotz der Erzählperspektive, die mir leider nicht so liegt, fand ich den Schreibstil leicht und kam gut durch das Buch. 

    Die sprachliche Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Während des Lesens habe ich mich in diese wunderbare Welt von Virgin River geträumt. Konnte mir z.B. den großen Weihnachtsbaum im Ort vorstellen, wie schön er geschmückt ist und wie alle drum herum stehen. Auch die Bar von Jack konnte ich mir sehr gut vorstellen. 

    Rundum, mir hat das Setting sehr gut gefallen und auch die verschiedenen Charaktere waren so harmonisch beschrieben, dass man am liebsten selbst Teil der Gemeinschaft sein möchte. 


    Meine Meinung:

    Das Vorwort zu Beginn fand ich toll. Es wurde darauf hingewiesen, dass man das Buch unabhängig vom Rest der Reihe lesen kann. Für die Leute, die die Reihe aber kennen, gab es den Hinweis, zu welcher Zeit das Buch ca spielt bzw dass es eine Geschichte ist, die zur gleichen Zeit wie ein anderes Buch spielt.

    Wie schon oben erwähnt, hat mir das. Besondere Setting von Virgin River sehr gut gefallen. Man möchte am liebsten selbst in diesem Örtchen leben und mit den Menschen in Kontakt treten. Zumindest erging es mir so beim lesen. 

    Ich mag die Perspektive, aus der das Buch geschrieben ist, leider nicht so gern, weswegen ich mich wohl auch am Anfang sehr schwer getan habe. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen. 

    Manche Abschnitte fand ich sehr sprunghaft, was mich nicht gestört hätte, wenn es immer Absätze im Text gegeben hätte (manchmal gab es sie dann doch). Als Beispiel: In dem einen Moment wurde noch gebadet und im nächsten Moment saß man beim Essen. 


    Mein Fazit:

    Eine niedliche Liebesgeschichte, die vielleicht noch etwas tiefgründiger hätte sein können. Dennoch hat man in die Sichtweise von Kriegsveteranen hineinblicken können. 

    4/5 ⭐

  18. Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
    Paolo Cognetti

    Acht Berge

     (156)
    Aktuelle Rezension von: Leseknopf

    Eine tolle Geschichte über eine Freundschaft die über 30 Jahre überdauert und dabei viele Höhen und Tiefen erlebt. Und eine Geschichte übers Bergsteigen und die Leidenschaft für Berge. Ich mochte die beiden Hauptcharaktere und ihre Freunschaft die sie hatten obwohl beide so verschieden waren. Der eine, den es hinaus in die Welt zieht und der andere der in seiner kleinen Welt bleiben möchte. Beide verbiendet die Leidenschaft fürs Bergsteigen und ihre Heimat. Leider war das Ebde nicht so wie ich es erhofft habe.  Für mich war es dann nochmal interessanter weil ich die meisten der Berge kenne die im Buch vorkommen. Ich kann die Leidenschaft für die Berge vollkommen verstehen:-)

  19. Cover des Buches Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen (ISBN: 9783596701704)
    Agustín Martínez

    Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

     (119)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Dieses Buch wollte ich schon lange lesen, und mit dem Hörbuch bot sich mir eine gute Gelegenheit, den Plan endlich in die Tat umzusetzen. Das Buch hat mich vom ersten Moment an gefesselt und ich war fasziniert und schockiert zugleich, welche Abgründe hinter den Fassaden des unscheinbaren Dorfes Monteperdido lauern.

    Meisterhaft und auf subtile Art spinnt der Autor ein Netz aus Intrigen und Gewalt, und eines ist schnell klar: man kann niemandem wirklich trauen. Das Schicksal der verschwundenen Mädchen ist extrem schockierend, weil es so real dargestellt wird und in einer scheinbar harmlosen Umgebung stattfindet - genau so könnte es jederzeit und überall passieren.

    Ich hatte vorher schon den Roman "Das Dorf der toten Herzen" des Autors gelesen, das ähnlich gelagert ist. Monteperdido hat allerdings eine wesentlich eindringlichere und deutlich verstörendere Wirkung auf mich gehabt. Ein Psychothriller der Extraklasse!

  20. Cover des Buches Erkenne das Böse (ISBN: 9783952522301)
    Conny Lüscher

    Erkenne das Böse

     (14)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Ich habe dieses Buch von einer lieben Instagramerin geschenkt bekomme, da ich bei der Leserunde leider kein Glück hatte, obwohl ich es UNBEDINGT lesen wollte. 

    Heute war es endlich soweit, in einem Rutsch weggelesen und es war so spannend. Ich weiß gar nicht genau wie ich das Buch rezensieren soll um nichts zu verraten, weil alles zusammenhängt ... ich fange mal so an:

    Es beginnt mit einem spannenden Epilog, der bereits grausames erahnen lässt. Es gibt eine Hand voll Personen, einmal wären da die "Hauptprotagonisten" die mutige und offene Cat und die traumatisierte und depressive Emely - "Freundinnen" fürs Leben die zusammen in ein Ferienhaus fahren um zu entspannen und Walpurgisnacht zu feiern.. Dann gibt es da noch Albert und Rita, die je ein Kind mit in die Ehe brachten - Lisa und Mirko. Mirko ist eine gefühlskalte sadistische Persönlichkeit, der keine Skrupel kennt und frech wie Rotz am Weg ist - er ist das unfassbar Böse in Gestalt. Lisa ist sehr sensibel, schüchtern und hat seit dem Tot des Vaters kein Wort mehr gesprochen - stumm wie ein Fisch. Sie leidet unter den Schikanen von Mirko und auch seine Mutter Rita bekommt die volle Breitseite ab. Rita ist alles egal, schließlich ist es ja ihr Sohn - Lisa konnte sie nie wirklich als Tochter lieben, sie wahr schließlich nicht ihr leibliches Kind (gehasst hat sie sie aber auch nicht, sie hatte Mitleid mit ihr). 

    Zur Person Cat/Emely ^^ möchte ich mich nicht äußern, denn dann würde ich diesen besonderen Thrill herausnehmen. Die Morde und Gewalttaten werden detailliert und teilweise grausig beschrieben, es herrscht immer wieder eine drückende und düstere Stimmung.

    Für mich ist das Buch tatsächlich ein Highlight, kurzweilig, rasant und spannend, bei dem man die Zusammenhänge erst nach und nach versteht, warum alles so kommt wie es kommt. Wie dieses Geflecht sich am Ende entwirrt, darauf wäre ich nie gekommen und wer behauptet, er hätte es ahnen können, DER LÜGT. So etwas ist nicht zu erahnen ;P ... werdet Ihr das Böse auch erkennen ?

    Vielen Dank an die Autorin für die tolle Unterhaltung und vielen Dank an Beate das du mir das Buch geschenkt hast :*

  21. Cover des Buches Die Toten im Schnee (ISBN: 9783492302869)
    Giuliano Pasini

    Die Toten im Schnee

     (23)
    Aktuelle Rezension von: lievke14
    Auf einem Hügel in dem kleinen Bergdorf Case Rosse werden drei Leichen entdeckt. Hier in dem kleinsten Kommissariat Italiens waltet Roberto Serra seines Amtes und stößt bei seinen polizeilichen Ermittlungen auf unerbittliches Schweigen der Dorfbewohner, denn mit seinen Nachforschungen gräbt er tief in der Vergangenheit des Dorfes und weckt Erinnerungen, die für immer vergessen sein sollten.... Roberto Serra, stv. Kommissar hat sich extra in den hintersten Winkel des Appenins versetzen lassen, um seine eigene Vergangenheit zu vergessen und um endlich Ruhe zu finden. Die drei Toten im Schnee lassen dies jedoch nicht zu. Als Zugezogener hat es Roberto eh nicht leicht in dem verschlafenen Nest akzeptiert zu werden. Jetzt richtet sich jedoch das geballte Misstrauen der Einwohnerschaft Case Rosses gegen den Polizeibeamten. Unerwartete Hilfe bekommt er allerdings von einer jungen Ärztin, von der er dachte, dass er sie vor vielen Jahren aus seinem Leben verbannt hatte. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut.... Dieser Kriminalroman spielt in zwei Zeitebenen...zum einen in der Gegenwart...zum anderen während des 2. Weltkrieges mitten in den Wirren der deutschen Besatzung in Italien. Die Story an sich ist sehr interessant gestaltet; auch passt das Setting hervorragend zu der Geschichte. Leider empfand ich den Schreibstil reichlich gewöhnungsbedürftig...liess dieser zu keiner Zeit Spannung aufblitzen. Auch konnte ich mit dem sehr eigentümlichen Gesundheitsproblem, oder der Gabe des Protagonisten (je nach dem man diesen Bewusstseinszustand nennen will) wenig anfangen, kam mir dieser doch ziemlich unglaubwürdig vor. Im großen und Ganzen bot "Die Toten im Schnee" eine gute, wenn auch inhaltlich schwer verdauliche Unterhaltung. Dem Leser werden viele Hintergrundinformationen über das besetzte Italien um 1945 geliefert. Das Grauen des Kriegsgemetzels wird schonungslos dargestellt. Jedoch bleibt die Umsetzung der Geschichte stilistisch weit hinter dem Inhalt zurück. Schade, hier wäre sicher mehr möglich gewesen, um den Leser zu fesseln.
  22. Cover des Buches Ein verzehrendes Geheimnis (ISBN: 9783957346605)
    Francine Rivers

    Ein verzehrendes Geheimnis

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Nik75

    Heute stelle ich euch den Roman „Ein verzehrendes Geheimnis“ von Francine Rivers vor.

     

    Original Klappentext:

     

    Mitte des 19. Jahrhunderts lassen sich schottische Einwanderer in den Appalachen im Osten Nordamerikas nieder. Der Tradition entsprechend gibt es dort einen "Sühnemann", der immer dann ins Tal gerufen wird, wenn jemand gestorben ist, damit er in einer rituellen Handlung die Sünden des Verstorbenen auf sich nimmt. Bei der Beerdigung ihrer Großmutter erhascht die zehnjährige Cadi einen Blick auf diesen mysteriösen Mann, was streng verboten ist. Fortan hat das Mädchen den verzweifelten Wunsch, den Sühnemann zu finden und ihn zu bitten, auch ihre Schuld auf sich zu nehmen. Als sie auf das düstere Geheimnis hinter der Tradition stößt, riskiert sie ihr Leben, um die Wahrheit ans Licht zu bringen ... Ein packender historischer Roman um Schuld und die heilende Kraft der Vergebung.

     

    Meine Meinung:

     

    Dieser Roman ist irgendwie faszinierend. Ehrlich gesagt tu ich mir sehr schwer hier eine Rezension zu schreiben, denn ich weiß nicht was für Gefühle ich für die Geschichte habe. Ich war fasziniert davon und auch gefesselt, aber auch entsetzt wie grausam die Menschen sind. Dieser Roman zeigt, wie wichtig Gott für die Menschen war, in einer Zeit wo viele noch nicht lesen konnten und abgelegen wohnten. Entsetzt war ich, dass die Menschen in diesem Tal einen Sühnenmann ernannt haben, der den Toten angeblich ihre Sünden abnimmt. Das hat dort auch über 20 Jahre gut funktioniert, bis ein Gläubiger ins Tal kam um Gottes Wort zu predigen. Spannend fand ich, dass ausgerechnet zwei Kinder das Wort Gottes hören wollten, die glaubten ganz viele Sünden auf sich geladen zu haben. Cadi und Fagan, die Hauptprotagonisten mochte ich wirklich gerne und ich konnte die Zwei nur bewundern, wie stark sie sind. Von dem Prediger erfahren sie wie Gott wirklich ist und lassen sich taufen. Von nun an kämpfen sie dafür, dass alle Menschen im Tal an Gottes Wort glauben. Sie stoßen auf viele Hindernisse. Die Autorin Francine Rivers hat diese Geschichte so gefühlvoll und fesselnd erzählt, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

    Für mich war der Roman spannend, fesselnd, gefühlvoll, aufwühlend und einzigartig.

    Ich hatte aufwühlende und fesselnde Lesestunden.

     

    Von mir gibt es für diesen christlichen Roman 5 Sterne.

  23. Cover des Buches Wie ein Stein im Geröll (ISBN: 9783453352469)
    Maria Barbal

    Wie ein Stein im Geröll

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Waldmeier

    Dieses Buch erzählt die Geschichte von Conxa, welche früh ihr Elternhaus verlassen musste um bei Onkel und Tante zu leben, welche keine eigenen Kinder haben. Das Buch bleibt sich von Anfang bis Ende treu , es gibt wenige höhen und tiefen was den Schreibstil angeht und lässt sich flüssig lesen. Es erzählt die Geschichte eines langen Lebens , der Abnabelung von zu Hause, eigenen Kindern und Enkeln so wie dem unausweichlichen Tod welcher Conxa in ihrem Leben nicht fern bleibt.  Wie ein einzelner Stein im Geröll ist jeder in irgendeiner Weise , so auch Conxa. Fazit: Eine Lebensgeschichte die erzählt wurde weil sie erzählt werden musste und die den Leser an ein oder anderer Stelle durchaus zum Nachdenken anregt . 

  24. Cover des Buches Walter muss weg (ISBN: 9783462054255)
    Thomas Raab

    Walter muss weg

     (97)
    Aktuelle Rezension von: HiBa

    Ich habe mich am Anfang amüsiert, habe gelacht, geschmunzelt. Aber irgendwann war der Zeitpunkt da, dass ich dachte: Ich würde gerne die Figuren auseinanderhalten. Aber das ging nicht, weil sie kein Eigenleben hatten; dieser spezielle Humor von Thomas Raab hat die Figuren überlagert. Ich habe ab der Mitte nicht mehr weitergelesen, habe nur noch den Schluss überflogen, den ich sehr schön, sehr rührend finde. Ingesamt jedoch ist das ein Buch, das ich nicht empfehlen kann. 

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