Bücher mit dem Tag "berichte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "berichte" gekennzeichnet haben.

93 Bücher

  1. Cover des Buches Verbrechen (ISBN: 9783492272438)
    Ferdinand von Schirach

    Verbrechen

     (719)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Der Autor besticht durch einen sehr geradlinigen und puristischen Schreibstil, was vermutlich auch seiner juristischen Ausbildung geschuldet ist. 

    Ferdinand von Schirach wirft zu Anfang die Frage nach der Schuld auf und impliziert, dass es nicht immer ein Einfaches ist, diese zu beantworten,- die Welt ist mehr als schwarz und weiß. Die Schuldfrage zieht sich durch die genauere Betrachtung der Motivlage und des Täterprofils wie ein roter Faden durch die Kurzgeschichten. Der Leser erlebt selbst den Zwiespalt, der auch das Rechtssystem bei seiner Durchsetzung vor Herausforderungen stellt. 

    Die Kurzgeschichten lassen in psychologische Abgründe blicken und mir persönlich viel es schwer, das Buch zur Seite zu legen. Schade, dass es so kurzweilig war. 



  2. Cover des Buches Im Feuer der Nacht (ISBN: 9783802582264)
    Nalini Singh

    Im Feuer der Nacht

     (429)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Clay kann es nicht glauben, als plötzlich seine totgeglaubte Kindheitsfreundin Tallin vor ihm steht. Doch sie ist nicht einfach nur so aufgetaucht, sondern braucht seine Hilfe.

    Ich mochte die Geschichte sehr. Die Hintergrundgeschichte war wie immer sehr spannend, aber besonders hat es mir die Geschichte von Clay und Tally angetan. Was die beiden alles erlebt haben, war schon hart und umso mehr habe ich mich beim Lesen gefreut, als die beiden sich langsam angenähert haben.

    Mit jedem weiteren Teil der Reihe werde ich ein immer größerer Fan. Ich bin mal gespannt was mich in den Folgebänden noch alles erwartet.

  3. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (746)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  4. Cover des Buches Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte (ISBN: 9783499187803)
    Oliver Sacks

    Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Ein Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselt oder Gesichter sieht, wo keine sind. Dieser und weitere der kuriosesten Fälle vom Neurologen Oliver Sacks schildert er in seinem Buch. In vier Teilen nimmt uns der Autor mit in seine Arbeit und erzählt uns von faszinierenden Menschen und ihren Geschichten aufgrund einer Erkrankung. Vor allem wird einem beim Lesen bewusst, dass man bei der Erforschung des Menschen mit seinem Körper wie auch seiner Psyche noch vieles unentdeckt ist.

    Oliver Sacks erläutert die Fälle sehr einfach und interessant, so dass man dieses Buch auch ohne medizinisches Vorwissen gut verstehen kann.

  5. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596905911)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

     (2.387)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Der historischen Zusammenhänge und der immensen Bedeutung dieses Zeitdokumentes bewusst, trafen mich die Lebensfreude und die teils sehr unterhaltsamen Anekdoten der jungen Autorin doch unvorbereitet. So überrascht, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Tagebuch der Anne Frank gewährt ein fesselndes Eintauchen in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und lässt einem ganz beiläufig erfahren, wie es ist, von einem deutschen Unrechtsstaats das eigene Daseinsrecht abgesprochen zu bekommen. Es ist unfassbar, dass die Deutschen damals ihre ethnischen Säuberungen sogar im Radio angekündigt haben. Und alle haben gewusst, was mit jenen passiert, die weggeholt und abtransportiert wurden. Alle haben es gewusst!

  6. Cover des Buches Tschernobyl (ISBN: 9783492306256)
    Swetlana Alexijewitsch

    Tschernobyl

     (42)
    Aktuelle Rezension von: TheCoon

    Swetlana Alexijewitsch hat Überlebende interviewt, die die Tragödie in und um Tschernobyl hautnah miterlebt haben. Dabei handelt es sich um Rückkehrer, Geflohene und Helfer im Katastrophengebiet. Ihre Schicksale sind so unterschiedlich wie die Menschen dahinter aber allesamt gleich berührend und verstörend. Die Hintergründe, etwa wie es zu dem Reaktorunglück kam, werden hier nicht beleuchtet, sondern ausschließlich das Schicksal der Menschen.

    Es handelt sich hier definitiv um keine leichte Kost, weder was das Erzählte noch was den Schreibstil betrifft. Es ist unglaublich, was die Menschen dort ertragen musste und wie lange ihr Leid durch die Verstrahlung noch anhält.
    Die Texte stammen aus Interviews mit den betreffenden Personen und werden „Monolog über...“ genannt. Genauso lesen sie sich auch, als Monologe. Einige der Passagen waren dadurch sehr mühsam zu lesen, da die Sätze teilweise lose enden oder unzusammenhängend sind. Ich habe deswegen auch manchmal Abschnitte übersprungen, da ich nicht wusste worum es überhaupt geht.

    Trotzdem ist es ein sehr wichtiges Werk, das Menschen meiner und späterer Generationen (die also erst nach dem Unglück geboren wurden) näherbringt, was für ein Ausmaß die Katastrophe wirklich hatte und wie Menschen immer noch unter den Folgen leiden müssen.

  7. Cover des Buches Paradies für alle (ISBN: 9783426512708)
    Antonia Michaelis

    Paradies für alle

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Anna625

    "Das Leben ist ja alles, was man hat. Man muss nur... die Sachen... umverteilen!"

    Der 9-jährige hochbegabte David ist der Meinung: Eigentlich ist alles viel zu ungerecht verteilt. Geld, Liebe, Fahrräder. Einfach alles. Jeder hat von irgendetwas zu viel und von etwas anderem zu wenig, und das Resultat ist, dass alle irgendwie unglücklich sind. Das kann so nicht weitergehen, und so gründet er mit seiner Freundin Lotta die "Werkstatt zur Verbesserung der allgemeinen Gerechtigkeit". Denn wenn man nur genug Leuten hilft und die Murmel über einen bestimmten Punkt der schiefen Ebene hinausschubst, wird diese Ebene irgendwann kippen und alles wird sich verselbstständigen - das Paradies auf Erden schafft sich sozusagen ganz von alleine. Also beginnt David, seinen Plan in die Tat umzusetzen - einen Plan, von dem seine Mutter Lovis jedoch erst erfährt, als David nachts ins Krankenhaus eingeliefert wird und von nun an im Koma liegt. Niemand kann sich erklären, was David spät abends auf der Autobahn vorhatte. Also begibt sich Lovis im Werkstattbericht ihres Sohnes auf die Suche - und erhält am Ende die Antwort auf viel mehr Fragen, als sie am Anfang gestellt hat...


    Die Geschichte setzt nach dem Unfall Davids ein. Geschrieben ist sie aus der Sicht von Davids Mutter Lovis. Immer dann, wenn sie im Werkstattbericht ließt, der wie eine Art Tagebuch verfasst ist, kommt jedoch auch David selbst zu Wort und berichtet davon, wie er versucht, den Menschen (und auch einigen Tieren) zu helfen. Das Besondere ist dabei, dass David sich aus der naiven und unschuldigen Sicht eines Kindes heraus durchaus wichtige Gedanken macht und viele wichtige Fragen stellt, vor denen die meisten Erwachsenen die Augen verschließen. Denn er versucht nicht nur, den misshandelten Hund eines Nachbarn "umzuverteilen" oder zu verhindern, dass eine ältere Dame ihren geliebten Garten verlassen und ins Altersheim ziehen muss, sondern er beschäftigt sich auch mit der Lektüre einiger Philosophen und versucht beispielsweise die Denkweise des Sokrates zu verstehen, um so der Erschaffung des Paradieses näherzukommen. Dabei kommt natürlich auch die Frage auf - gibt es einen Gott, und falls ja, was - und wo - ist er?

    "Paradies für alle" war nicht mein erstes Buch von Antonia Michaelis, und so hatte ich schon eine gewisse Erwartungshaltung, die auch defintitiv nicht enttäuscht wurde. Der Schreibstil ist wunderschön, gerade in diesem Buch hier kommt da eben auch noch diese ganz besondere kindliche Sicht hinzu, die überhaupt nicht anstrengend und nervig ist, eher im Gegenteil. Die Figuren, allen voran natürlich die Protagonisten David und Lovis, sind sehr schön ausgearbeitet und auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Die Idee hinter der Geschichte selbst ist wirklich gut und auch wunderbar umgesetzt, wie ich finde. Es ist eine wirklich gute Mischung: Traurig, aber nicht zu sehr. Spannend, ohne dass das das Hauptcharakteristikum des Buches wäre, nachdenklich, ohne langweilig zu werden, berührend, stimmungsvoll.

    Insgesamt kann ich also sagen, dass mir dieses Buch wirklich sehr gut gefallen hat. Eine klare Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Ach, wär ich nur zu Hause geblieben (ISBN: 9783404169733)
    Kerstin Gier

    Ach, wär ich nur zu Hause geblieben

     (277)
    Aktuelle Rezension von: xAika

    Das Buch fand ich sehr toll! Es hat mich in meinen traurigen Zeiten glücklich gemacht. 

  9. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (781)
    Aktuelle Rezension von: NattensDrottning

    Der Aufbau des Buches ist etwas ungewöhnlich. Hier wechseln sich kurze Sequenzen, was auf dem Hof passiert ist, mit Zeugenaussagen und Gebeten ab. 

    Anfangs erscheint das erst Mal etwas merkwürdig, nur erhält man so eine eigene Sicht auf die Dinge aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. In dem Verlauf des Buches kann man sich dann selber die Ereignisse rekonstruieren und die kurzen Aussagen der eigenen Bewohner miteinander verknüpfen. Nach jeder Aussage hat man wieder eine Antwort, aber auch ein weiteres Fragezeichen erhalten. Es wurde hierdurch richtig gut eine dauerhafte Spannung aufgebaut.  

    Die Sprache ist kurz, prägnant und bei den "Zeugenaussagen" schön auf die damalige Zeit angepasst. 

    Mich hat es sehr gefesselt, sodass ich das Buch an einem Stück verschlungen habe. 

  10. Cover des Buches Handbuch für Detektive (ISBN: 9783442743759)
    Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind
    Leider kann man keine null Sterne vergeben. Und ich bin mir ganz sicher, daß es nicht an mir liegt, weil ich das Buch nicht verstanden hätte. Es ist kein Inhalt drin.

    Zwar ist der Text semantisch (fast) einwandfrei, allerdings fehlt es völlig an irgendwelcher Aussage. Es liest sich wie ein von einem einfachen Sprachprogramm entwickelter Text, der dann auf Semantik korrigiert wurde. Weil "einem Sätzen wie dieser" keine Rechtschreibprüfung auf den Pelz rückt.

    Am Anfang meint man, eine schlüssige Geschichte zu lesen: Ein Schreiber, der einem bestimmten Detektiv zugeteilt ist, soll diesen suchen, weil er verschwunden ist. Er ist dann tot, wenig später lebt er aber wieder - und das passiert einige Male mit verschiedenen Personen.

    Das Ganze spielt sich in einem "Traumland" ab: Alle Personen schlafen, schlafwandeln und träumen. Dabei ist praktisch alles reversibel, nichts ist Wirklichkeit. Ein Buch, aus dem man nun wirklich gar nichts lernen kann - verschwendete Lesezeit!
  11. Cover des Buches Mit Haut und Haar (ISBN: 9783453436589)
    Kathy Reichs

    Mit Haut und Haar

     (319)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Zwischen einem ganzen Haufen Bärenknochen findet Tempe Brennan auch menschliche Fragmente. In dieser Geschichte erfährt der Leser viel über Schwarzmarkthandel mit geschützten Tieren aller Art. Ein Riesengeschäft. Und die Schmuggler sind nicht zimperlich, wenn man ihnen zu nahe kommt...

  12. Cover des Buches Böse Absichten (ISBN: 9783492308755)
    Keigo Higashino

    Böse Absichten

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Zauberhafte_Buchseiten_x3

    》Er will dich verunsichern und entmutigen. Er führt dich an der Nase herum. Er hatte nie vor, dich einem Verlag zu empfehlen.《

     ▪︎Meinung: Dieser Krimi war anders als ich erwartet hatte. Die Geschichte lies sich wie ein Bericht lesen und war sehr clean.

     Schon relativ weit am Anfang wusste man wer der Mörder war. Die ganze Geschichte drehte sich um das Motiv des Mörders. Der Täter war Schriftsteller und hat seine Geständnisse selbst verfasst. Er hat versucht die Polizei in die Irre zu führen, und dass hat er auch geschafft. Wirklich erst am Ende erfährt man die ganze Wahrheit. 

    Der Schreibstil war sehr clean und spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Auch wenn mich das alles positiv überrascht hat, so haben mir doch ein paar Emotionen gefehlt. 

    Trotzdem ist es ein gelungenes Buch für zwischendurch.

  13. Cover des Buches Hotshots - Firefighters: Gefährliche Begegnung (ISBN: 9783802583650)
    Bella Andre

    Hotshots - Firefighters: Gefährliche Begegnung

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly
    Maya Jackson war fest entschlossen, den Mörder ihres kleinen Bruders zu finden und sich an diesem Bastard zu rächen.
    Doch zunächst gab es noch einige Details zu regeln. Immer diese verfluchten, bescheuerten Details!
    Sie drehte den Hausschlüssel im Schloss von Tonys Ferienhaus am Rand des Tahoe National Forest, und dabei schnürte es ihr die Kehle zu. Wie war es möglich, dass er tot war?
    Fort.

    Eckdaten
    ISBN: 978-3-8025-8365-0
    9,95 €
    LXY Verlag
    Roman
    Übersetzung: Dorothea Kallfass
    2010
    330 Seiten + 2 Seiten Danksagung

    Cover
    Es ist nichts Besonderes. Für mich wäre ein heißer Feuerwehrmann besser gewesen. XD

    Inhalt
    Maya Jackson stammt aus einer Familie von Feuerwehrleuten und ist selbst Brandermittlerin. Ihr Vater war ein „Hotshot“ – Mitglied einer Elitegruppe zur Waldbrandbekämpfung -, auch ihr Bruder, der kürzlich bei einem Einsatz ums Leben kam, war ein Feuerwehrmann. Maya reist an den Lake Tahoe, um seine Wohnung aufzulösen. Doch dann übermannt sie angesichts der traurigen Aufgabe die Verzweiflung, und sie flüchtet in eine Bar. Der vermeintliche Barkeeper ist freundlich, sexy und die perfekte Ablenkung. Maya tauscht einen heißen Kuss mit ihm.
    Sechs Monate später kehrt sie an den Lake Tahoe zurück, um gegen einen Hotshot zu ermitteln, der aufgrund von Zeugenaussagen und eines anonymen Hinweises der Hauptverdächtige in einer Serie von Brandstiftungen ist. Nebenbei will sie die Gelegenheit nutzen, die Untersuchung des Feuers, bei dem ihr Bruder umkam, voranzutreiben. Maya hegt den Verdacht, dass auch hier Brandstiftung im Spiel gewesen sein könnte. Bei ihrem Eintreffen wütet ein besonders heimtückisches Feuer in den Bergen, und die junge Frau wird Augenzeugin, wie drei Hotshots dem Inferno nur knapp entkommen. Einer davon ist Logan Cain – und er ist nicht nur der unter Verdacht geratene Chef der Tahoe Pines Hotshot Crew, sondern auch, wie Maya zu ihrem Entsetzen feststellt, der attraktive Fremde, dem sie sich damals in der Bar an den Hals geworfen hat. Jetzt muss sie den Mann, den sie nicht vergessen konnte, suspendieren und der Brandstiftung überführen…

    Autorin
    Nachdem sich Bella Andre zunächst als Songwriterin und Sachbuchautorin erste Sporen verdiente, fand sie 2003 mit dem Schreiben von Liebesromanen ihre wahre Berufung. Bella lebt mit ihrem Ehemann und Kindern in Nordkalifornien.

    Meinung
    Maya will den Mörder ihres kleinen Bruders finden und Rache üben. Sie glaubt einfach nicht, dass ihr Bruder bei einem Unfall ums Leben gekommen sei. Aber die Beweise sprechen eindeutig dafür. Sie hat ihren Vater und ihren Bruder, beide Feuerwehrmänner, innerhalb kurzer Zeit verloren und hat erstmal die Nase voll von diesem Beruf. Sie ist Brandsachverständigerin und soll in einem Fall von Brandstiftung eines Feuerwehrmannes ermitteln und das zufällig in dem Ort, wo ihr Bruder starb. Sie fackelt nicht lange und verbindet beide Untersuchungen miteinander. Dabei stößt sie nicht überall auf willkommene Gesichter.
    Logan ist Waldbrandbekämpfer und das mit Leib und Seele. Er widmet sein ganzes Leben dem Beruf. Es ist hart, ohne Frage, aber er würde nichts anderes tun wollen. Seit zehn Jahren leitet er die Hotshots am Lake Tahoe und ist sehr stolz darauf.
    Beim ersten Treffen der beiden sprühen nur so die Funken und es vergeht eine lange Zeit, in der sie sich nicht vergessen können. Aber beim zweiten Treffen ermittelt sie gegen ihn und das ist beiden unangenehm, vor allem, weil gerade viele Männer zur Waldbrandbekämpfung fehlen, er aber suspendiert wird. Doch sie kann nicht anders, denn alle Fakten und Beweise sprechen für ihn als Täter.
    Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem wahren Täter. Dabei gerät sie in das Visier von jemanden, der sie aus dem Weg räumen möchte. Doch weshalb?
    Für beide ist es keine leichte Zeit und die Anziehungskraft zwischen ihnen ist schwer zu leugnen, auch wenn sie es versucht, denn ihre Angst um einen weiteren Verlust ist groß und verständlich.
    Es bleibt wirklich bis zum Ende hin spannend, denn mi diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet. Wirklich toll!

    ❤❤❤❤ von ❤❤❤❤❤
  14. Cover des Buches Vampire! Vampire! (ISBN: 9783492280501)
    Markus Heitz

    Vampire! Vampire!

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Traubenbaer
    In dem Buch "Vampire! Vampire!" verarbeitet Markus Heitz offenbar seine Rechercheergebnisse, die er für seine Bücher zusammengetragen hat. Er berichtet anschaulich über die ersten Sichtungen und Beschreibungen von Vampiren. So bekommt man schnell einen Überblick darüber, in welchen Gegenden an Vampirismus geglaubt wurde bzw. wie sich die Geschichten und Sagen ausbreiteten. Später geht Heitz dann darauf ein, wie Vampire früher beschrieben wurden und welche Verhaltensweise ihnen zugeschrieben wurden.
     
    Kurzum ist das Buch interessant, wenn man etwas mehr über die Geschichte von Vampiren erfahren möchte. Der Text vereint wissenschaftliche Aspekte mit einer unterhaltsamen Schreibweise.
    Wer jedoch einen Roman erwartet wird dieses Buch nicht unbedingt mögen. Alle anderen, die hinter den Mythos "Vampire" sehen möchten und wissen wollen, wie Vampire früher beschrieben wurden werden dieses Buch mögen. Aufgrund der sorgsamen Recherche und der geschichtlich belegten Details kann dieses Buch auch zur Grundlage für eine wissenschaftliche Arbeit genutzt werden.
  15. Cover des Buches Der kleine Drache Kokosnuss bei den wilden Tieren (ISBN: 9783570174227)
    Ingo Siegner

    Der kleine Drache Kokosnuss bei den wilden Tieren

     (14)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Mit seiner Reihe um die Abenteuer des kleinen Drachen Kokosnuss und seiner Freunde Oskar, dem, weil Vegetarier, aus der Art geschlagenen Fressdrachenjungen und dem altklugen Stachelschwein Matilda hat Ingo Siegner einen Volltreffer gelandet! Tausende von Kindern im Vor- und Grundschulalter nebst ihren Eltern und Großeltern und sonstigen Vorlesern lieben den kleinen Drachen, dessen 25. Abenteuer, das von witzigen Einfällen geradezu übersprudelt, ihn zu den wilden Tieren Afrikas führt.
    Matilda befindet sich gerade dort, auf Schüleraustausch, um die Tiere zu interviewen. Der kleine Affe Jojo seinerseits ist ihr Austauschpartner, ein schnellsprechender, fröhlicher Knirps, den Oskars Vater, dem riesigen Fressdrachen Herbert Ohnesorge, genüsslich das Fürchten lehrt.
    Als dann ein Brief Matildas auf der Dracheninsel ankommt, beschließen Kokosnuss und Oskar, samt Jojo, nach Afrika zu reisen. Vor allem wollen sie das unerschrockene und oft zu wagemutige Stachelschwein davor warnen, sich auch den gefürchteten Leoparden, der keine Gnade kennt mit denen, die sich in sein Revier verirren, als Interviewpartner auszusuchen.
    Und da der Gründrache Eugen gerade vor dem Abflug ins Land der wilden Tiere steht, schließen sich ihm unsre Freunde flugs an - und ein neues Abenteuer kann beginnen!
    Nachdem sie mit dem Löwen und seinen drei Frauen Gudrun, Renate und Gisela näher Bekanntschaft schließen, als ihnen lieb ist und ihnen nur dank der von Jojo eilig herbeigerufenen Elefanten mit heiler Haut entkommen, treffen sie auf Burkhard Büffel und Nudel Nashorn, die ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schlammbaden, nachgehen und die ihnen erzählen, dass Freundin Matilda tatsächlich unterwegs ist zu dem Leoparden! Da ist Eile geboten, und Kokosnuss, Oskar und Jojo eilen zu dem als "Übelgurke", "Stinkstiefel" und "Finsterling" verschrienen Raubtier, um Matilda zu retten. Das tut Not, denn der Leopard hat das Stachelschwein bereits in seinen Fängen - und die Drachen nebst Jojo im Handumdrehen auch!
    Jetzt ist guter Rat teuer - doch Kokosnuss, nie um eine zündende Idee verlegen, hat einen Plan: er hat nämlich bemerkt, dass der Leopard Probleme mit den Augen hat, nur aus nächster Nähe kann er erkennen, wen er vor sich hat. So verschafft der kleine Feuerdrache dem Leoparden eine Brille, die eigentlich dem Affenjungen gehört und gewinnt für sich und seine Freunde nicht nur die Freiheit zurück sondern verhilft dem Leoparden zu einer buchstäblich ganz neuen Sicht auf die Welt, was aus dem gefürchteten Räuber schließlich eine zufrieden schnurrende Katze macht...

    Und wenn obendrein die launige Geschichte noch mit den stets so treffenden und originellen Zeichnungen des Autors versehen ist, die man nicht müde wird anzuschauen, sind sie doch so detailliert, dass man immer wieder etwas Neues entdeckt, dann ist das Lesevergnügen perfekt und man freut sich schon auf das nächste Abenteuer der Kokosnussbande mitsamt den übrigen, längst liebgewonnenen Bewohnern der Dracheninsel, die so vielgestaltig, verschroben, verwunderlich und dennoch uneingeschränkt zum Liebhaben sind, dass man sich immer wieder aufs Neue über ein Wiedersehen freut.
    Auf dass Ingo Siegner die spaßig-skurrilen Einfälle nie ausgehen mögen!
  16. Cover des Buches Die Hexe von Portobello (ISBN: 9783257057379)
    Paulo Coelho

    Die Hexe von Portobello

     (299)
    Aktuelle Rezension von: alinakuhlmann

    Bevor wir uns den tatsächlichen Bewertungskriterien widmen, möchte ich einmal anmerken, wie schön ich die Diogenes Bücher und besonders dieses hier finde. Obwohl sich die Diogenes Bücher in ihrem Aussehen offensichtlich stark ähneln, haben alle ihre eigenen Charme. Die Bücher sehen aus als würde in ihnen die Welt erklärt und das von sehr weisen Menschen. Steckt hinter der Hülle denn auch was?


    "Wer weiß, vielleicht hat sie den Tod 

    gesucht wie ein Schiffbrüchiger eine Insel."


    In "Die Hexe von Portobello" steht die junge Frau Athena im Vordergrund. Sie wurde von sehr christlichen Eltern adoptiert und ist nun auf der Suche nach sich selbst. Athena ist eine begeisterte Tänzerin und durch ihre Tanzschritte scheint sich eine höhere Macht in ihr zu zeigen. 


    Das Buch ist im Dezember auf meine Weihnachtswunschliste gewandert aus verschiedenen Gründen. 1. Ich schleiche schon lange um die Diogenes Bücher herum und würde gerne wenigstens eins davon mal gelesen haben. 2. Verschiedene Leute in meinem Umkreis haben "Der Alchimist" gelesen und waren davon absolut begeistert. 3. Ich mag Hexen. Ja, das ist ein Grund. Ich mag Geschichten über interessante, starke Frauen und so ist "Die Hexe von Portobello" auf meine Wunschliste gewandert. 


    Mein erster Eindruck war nicht unbedingt positiv. Ich war von der Strukturierung des Buches sehr überrascht, weil mich das mehr an einen Sachtext und nicht an eine fiktive Geschichte erinnert hat und war seltsamerweise davon überzeugt, dass mir das Buch nicht gefallen wird. Aber ich wollte dem Ganzen eine Chance geben. 


    "Unsere Zeit auf dieser Erde ist heilig, und wir müssen sie in jedem Augenblick feiern."


    Schnell hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und an die seltsame Strukturierung habe ich mich gewöhnt. Und wie ich von der Geschichte mitgezogen wurde! Ich habe alles um mich herum vergessen und konnte mir die verschiedenen Kulissen so gut vorstellen, als wäre ich tatsächlich da. Selten werde ich von einem Buch so eingenommen und ich liebe es mehr als alles andere. 


    Der Schreibstil war sehr esoterisch und Coelho wirft mit sinnlichen Sätzen um sich. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für viele to much ist. Mir hat das sehr gut gefallen, weil durch diese übertriebene Einstellung meine negativen Gedanken übertrumpft wurden und ich viel für mein persönliches Leben mitnehmen konnte. 


    Für Coelhos Bücher musst du definitiv offen für Wunder sein. Jeder, der in seiner eigenen negativen Welt gefangen und die Gesellschaft für das wahre Leben hält, wird nichts mit seinen Büchern anfangen können. Wenn du dich aber für andere Ansichten interessierst, auch wenn sie erstmal merkwürdig sind, und du dich sowie andere Welten besser kennen lernen möchtest, kann ich dir "Die Hexe von Portobello" sehr ans Herz legen. 


    Coelho thematisiert in seinem Buch vor allem wie schwer es sein kann seinen eigenen Weg zu gehen. Er verdeutlicht, dass du immer deiner eigenen Stimme folgen musst, denn auch wenn es erstmal nur regnet und alles furchtbar ist, am Ende wird es sich auszahlen. Falls du also vor schwierigen Entscheidungen in deinem Leben stehst, wird dir das Buch eventuell dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. 


    Tschüssele,

    Alina


  17. Cover des Buches Riesenkraken und Tigerwölfe (ISBN: 9783871343902)
    Lothar Frenz

    Riesenkraken und Tigerwölfe

     (9)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Die Welt scheint heute enträtselt. Die verbliebenen Geheimnisse sind „irgendwo da draußen“, im Weltall. Die Zeit großer Überraschungen im Reich der Tiere scheint lange schon vorbei. Wo soll noch zoologisches Neuland betreten werden?*


    Die Kryptozoologie geht den Geheimnissen der Tierwelt nach: sind all die Tiere, die als ausgestorben gelten wirklich nicht mehr da? Wer oder was verbirgt sich hinter mysteriösen Sichtungen? Was steckt hinter den Berichten von indigenen Völkern? Und gibt es wirklich keine großen Entdeckungen mehr zu machen im Bereich der größeren Säuger, Meeresbewohner und Reptilien? Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die beharrliche Forschung jener Wissenschaftler, die noch an Neuentdeckungen glauben und den wahren Kern von Legenden und Mythen suchen.



    Hier wird eine Sammlung an zoologischen Entdeckungen geboten, die sich mit solchen Geheimnissen mischt, die noch nicht aufgedeckt werden konnten. Je nach Vorkommen der zu entdeckenden Art mischt der Autor Zufallsfunde und langwierige Forschung mit den entsprechenden historischen Berichten, Geschichten aus der Literatur und dem Volksmund aber auch Erwähnungen indigener Völker.


    So wird aus der Legende von Meeresmonstern, die große Schiffe angreifen die Entdeckung des Riesenkraken; das Wissen der Ureinwohner dafür genutzt, neue Känguruarten zu sichten aber auch die noch unbewiesene Existenz einer Primatenart, die eine Mischung aus Primat und Mensch sein soll. Jahrhunderte alte Berichte zum Zoo des Aztekenherrschers werden mit neuen Funden verglichen und die Rätsel um Bigfoot erläutert.


    Der Autor passt seinen Stil den Entdeckungen an. Bleibt er bei den noch nicht bewiesenen hypothetisch, wenn auch hoffnungsvoll dass mehr hinter den angeblichen Sichtungen stecken könnte, driftet er bei anderen schnell in zoologische Beweisführungen ab. Der Schreibstil ist dabei angenehm unterhaltend trotz der Fakten, die er bietet.


    Ich muss gestehen, dass ich beim Kauf des Buches noch wenig Vorstellung zur Kryptozoologie hatte. Ich war genau der Meinung, die vom Autor in der Einleitung angesprochen wird (siehe Zitat oben), dass die Welt enträtselt sei. So hatte ich am ehesten noch eine nach Aufmerksamkeit und Glauben heischende Dokumentation einer Bigfoot-Jagd im Kopf. Dabei ist dieses Buch alles andere als das. Wissenschaftlich fundiert und sehr gut nachvollziehbar spannt es einen Bogen zwischen dem was wir glauben zu wissen und überraschenden Neuheiten. Bis zuletzt habe ich mich – die vorher noch dachte, es gäbe nichts mehr zu entdecken – gefragt was sich seit dem Erscheinen des Buches (2000) wohl noch so getan hat in der Welt der tierischen Geheimnisse.

  18. Cover des Buches Als die erste Atombombe fiel (ISBN: 9783473580620)
    Hermann Vinke

    Als die erste Atombombe fiel

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Gilfaen
    Ein japanischer Erziehungswissenschaftler Arata Osada sammelte während des Anfangs der 50er Jahre zunächst für persönliche Forschungen 3000 Berichte japanischer Kinder, die die erste der beiden Atombomben, abgeworfen am 6.August 1945 durch die Enola Gay unter der Leitung von Oberst Paul Tibbets und auf Befehl des damaligen Präsidenten Truman, überlebt hatten. Als er jedoch erkannte, was gerade "die Bombe mit den Kindern von Hiroshima angerichtet hatte", konnte er die Berichte nicht einfach für die Schublade belassen. Er wählte aus den 3000 Berichten 105 Berichte aus, die er weder nach Rechtschreibung noch nach Satzkonstruktionsfehlern berichtigte und brachte diese Sammlung 1951 unter dem Titel "Genbaku no Ko" (Kinder der Atombombe) heraus, trotz einer von den amerikanischen Besatzern verhängten Nachrichtensperre bzw. einer starken Zensur. Insgesamt 20 Berichte hat Hermann Vinke für sein Jugendbuch "Als die erste Atombombe fiel" (erstmals 1980 erschienen) ausgewählt, trotz der Gedanken, ob man diese "grauenhaften Einzelheiten und der tiefen Verzweiflung" überhaupt Jugendlichen zeigen möchte oder auch darf. Unterlegt sind die Berichte der Kinder von Hiroshima mit Bildern und Sachtexten, die die Thematik für einen jungen, nicht geschichtsversierten Jugendlichen erklärbar machen sollen; u.a. z.B. wird ein Interview mit Major Paul Tibbets abgedruckt, welches er im August 1981 der Zeitschrift 'metall' gab oder aber es wird die Situation der koreanischen Minderheitsbevölkerung während und auch nach des 2. Weltkrieges geschildert und deren schlechte Versorgung nach dem Atombombenangriff. Meiner Ansicht nach wurde mit diesem Buch ein Auftrag im Sinne der Friedenserziehung erfüllt. Das Buch hat nicht nur erzählende, sondern auch eine dokumentarische Komponente, die es dem Leser einfacher machen sich in bestimmte Dinge mehr zu vertiefen bzw. Hintergründe zu verstehen oder auch die japanische Lebensweise zu verstehen. Dabei wird man geschüttelt, entweder vor Ekel oder aber, vor allem als Leser des Interviews von Paul Tibbets, vor Unverständnis. Dieses Buch soll verstehen lernen und eine Grundlage zur Friedenserziehung bieten. Und dafür muss ich dem Herausgeber ein Lob aussprechen, es ist ihm gelungen die Waage zu halten zwischen starker "Dramatisierung" und sachdienlicher Argumentation. Die Berichte der Kinder sind starke, emotionale Berichte; Berichte natürlich, die ohne eine gewisse "Schrecklichkeit" nicht auskommen. Damit ist nicht nur die Bilder gemeint, die sich den Kindern einprägen (Menschen, von denen man nur noch Schatten sieht z.B.), sondern auch die Ängste, die sehr authentisch und realistisch beschrieben werden - die Suche nach den Eltern, die Angst vor dem Sterben in den Flammen, der Umgang mit den Verlust von Bekannten und Freunden... Mit diesem Buch ist ein Schritt in die richtige Richtung gegangen, um nicht nur Aufklärung, sondern auch Dialog und Verständigung zu betreiben im Sinne davon, dass es "nie wieder Hiroshimas gibt".
  19. Cover des Buches Der Fall Jesus (ISBN: 9783894902742)
    Lee Strobel

    Der Fall Jesus

     (13)
    Aktuelle Rezension von: MiniBonsai
    Ein (vorerst) abschließendes Fazit nachdem ich ca 2/3tel gelesen habe:

    Ich habe nun nach und nach einzelne Kapitel, nicht unbedingt in der Reihenfolge, sondern vor allem nach Interesse gelesen, mich an einigen Kapiteln aufgehalten, andere überblättert, wieder andere überflogen oder nur quer gelesen.
    Meine eigenen Gedanken fordern mich sehr heraus beim lesen und danach.

    Insgesamt ein Buch, das ich immer wieder zur Hand nehmen werde!

    Es fasziniert mich die Art der Recherche. Die Sprache/Übersetzung aus dem Amerikanischen ist gut nachvollziehbar.
    Es ist ein Buch ,das einem Christen die Bibel, die Verfasser,d ie Quellen und Jesus näher bringen kann.
    Und es ist ein Buch, das Nicht-Christen an die Bibel und Jesu Leben heran führen kann.
    Auch Andersgläubige können durch das Buch viel über die Evangelien, die Entstehung der Bibel und das Leben Jesu erfahren, wenn sie offen sind für solches Wissen.

    Für mich ein Manko ist allerdings, dass nur amerikanische Wissenschaftler befragt werden, nicht aber europäische oder andere. Damit gerät der Inhalt für mich in eine Schieflage.

    Insgesamt ein Buch,d as ich in meinem christlichen Bekanntenkreis (Diakone und Diakoninnen) gern weiter empfehlen werde, denn dort werden solche Bücher und deren Inhalte auch immer wieder gern diskutiert und zum Thema gemacht.


  20. Cover des Buches Operation Zombie (ISBN: 9783442474240)
    Max Brooks

    Operation Zombie

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhaltsangabe findet ihr beim Buch, daher wiederhole ich sie hier nicht.

    Die Rezension findet ihr auch ausführlich auf meinem Blog, mit Cover Vergleich: http://miss-page-turner.blogspot.de/2016/05/seiner-erschutternden-berichterstattung.html

    Meine Meinung zum Buch
    Zombies sind im Trend und das nicht erst seit The Walking Dead. Es ist wohl die Kombination aus realem Schrecke einer Seuche/Pandemie und dem „Übernatürlichen“ des Untoten, die uns so an diesem Thema faszinieren. Max Brooks hebt diese Kombination auf eine völlig neue Ebene.
    Das Buch auf dem lose der (im englischen) gleichnamige Film World War Z basiert, hat sehr wenig, bis überhaupt nichts mit diesem zu tun. Das fängt schon da an, dass das Buch ein „Tatsachenbericht“ aus gesammelten Berichten und Interviews über den Zombie Weltkrieg ist und keine Handlung im dem Sinne hat, dass ein Brad Pitt durch die Gegend fliegt und den Ursprungd er Seuche sucht. Im Buch wird der übrigens schon im allerersten Interview erwähnt. Eigendlich ist die einzige Gemeinsamkeit von Buch und Film, dass es um Zombies geht, die durch eine Seuche hervorgerufen wurden und das Israel die Gefahr zuerst ernst genommen hat. Alles andere, was im Film vorkommt, angefangen von der Zeit die es braucht, bis sich ein Infizierter reanimiert, bis zum „Impfstoff“ kommen im Buch so nicht vor. Fans des Films sollten sich also auf etwas anderes einstellen.
    Der Bericht in Buchform ist chronologisch aufgebaut von den ersten Ausbrüchen, über Massenflucht bis zum totalen Krieg. Die meisten Augenzeugenberichte sind dabei sehr eindringlich und schildern das Grauen, gerade in der Anfangszeit der Seuche, auf erschaudernde Art und Weise. Das seltsame an dem Buch ist, auf der einen Seite ist die Auswahl der Interviewpartner unglaublich vielseitig, auf der anderen Seite, ist das worüber sie reden oft etwas einseitig. Zu den zahlreichen befragten Personen gehören Militärs und Ärzte ebenso wie normale Zivilisten, ein Bodygard der VIPs, ein geistig behindertes Mädchen oder ein Computernerd aus Japan.
    Leider merkt man aber doch dass der Fokus auf den USA liegt, auch wenn auch von der Lage aus anderen Länder berichtet wird. Ein weiterer wichtiger, und leider manchmal ermüdender Fokus, lag auf dem Militär. Ein Lexikon über die Ausrüstung des US Militärs, könnte kaum mehr Abkürzungen und Waffenbezeichnungen enthalten als dieses Buch (Wenigstens werden sie in den Fußnoten erläutert)

    Trotz des ein oder anderen Berichts, der dadurch etwas langweilig und langatmig ist, ist Operation Zombie ein durchaus zu empfehlendes Buch, nicht nur für Zombiefans. Denn es erzählt auf erschreckende Art von den Abgründen der Menschen, während einer weltweiten Katastrophe, aber es erzählt auch von Mut und Hoffnung. Dabei wirkt alles so realistisch, dass man sich unweigerlich selbst bei den Überlegungen erwischt: Was würde ich in der Situation tun? Ich musste mich mehrmals ermahnen, dass es keine Zombies gibt

    Fazit
    Ein empfehlenswerter Roman, nicht nur für Zombiefans, der vor allem durch Realismus, so seltsam das bei Zombies auch klingen mag, zu Punkten weiß.
  21. Cover des Buches Lennon (ISBN: 9783328104575)
    David Foenkinos

    Lennon

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Lennon von David Foenkinos ist mir zufällig in einem Buchladen begegnet, und da ich rein gar nichts über John Lennon wusste, habe ich es mitgenommen. Die Geschichte klang einfach gut, und im Nachhinein bin ich total froh über diese geniale Zufallsbegegnung.

    Zur Story:

    Mit 35 Jahren hatte John Lennon bereits eine sensationelle Karriere hinter sich. 1975 lebte er zurückgezogen mit Frau und Kind in New York und brachte fünf Jahre lang kein neues Album heraus. Der bekennende Lennon-Fan Foenkinos setzt die Beatles-Legende kurzerhand auf die Couch und lässt sie in mehreren fiktiven Therapiesitzungen von 1975-80 über ihr Leben erzählen. So erschafft er entlang wahrer Wegstationen das intensive Bild eines Menschen, der Zeit seines Lebens auf der Suche war.

    Auf Foenkinos fiktiver Couch erzählt Lennon über seine von Verlust geprägte Kindheit, die Anfangsjahre der Band und eine Vielzahl von Katastrophen, die der „ständig wiederkehrende Refrain“ seines Lebens zu sein scheinen. Die Mutter, deren „Träume von Ruhm und Bohemeleben an der Wirklichkeit zerschellt“ waren, lässt den Jungen weitestgehend alleine, bis die Tante eingreift und ihn zu sich nimmt. Erst in der Band erfährt Lennon, was es heißt, die Dinge gemeinsam anzugehen. Irgendwann allerdings gibt es nur noch die Band und die Ikone John Lennon, der sich als Mensch zunehmend verliert.

    Meine Meinung:

    Klar fand ich es irre interessant, mehr über den Aufstieg und auch den Zerfall der Beatles zu erfahren. Oder über die Zeit danach oder Yoko Ono. Aber viel intensiver hat mich das Gefühl bewegt, John Lennon säße einem wirklich gegenüber. Dazu kam die Erkenntnis, dass ich bislang vielmehr über seinen Tod wusste als über sein Leben – und dass es mir schwerfallen wird, den Erzähler am Ende gehen zu lassen.

    Was Lennon zusammenfassend absolut besonders macht ist, dass der Roman alle Ereignisse, Personen, Gedanken, Krisen und Orte zu dieser einen, intensiven Geschichte zusammensetzt, die nur einer so gelebt haben kann. Vielleicht die wahre Lebensgeschichte von John Lennon. Oder einfach nur die hochsensible, poetische Einschätzung eines bekennenden Fans: unglaublich nahe dran.   

  22. Cover des Buches Historische Reisen. Berichte und Tagebücher berühmter Entdecker (ISBN: 9783899645002)
    Diverse

    Historische Reisen. Berichte und Tagebücher berühmter Entdecker

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Diese Sammlung historischer Reiseberichte hat wohl für jeden etwas dabei. Sei es nun eine Wettlauf zum Südpol, eine Fahrt auf dem Orinoko, oder die Suche nach Troja. Es sind zwölf verschiedene Reisen, zwölf verschiedener großer Abenteurer, die von verschiedenen Sprechern erzählt werden.
    Manche Berichte, die z.B. den Wettlauf zum Südpol, die Pilerfahrt nach Medina und Mekka oder auch die Reise den Gelben Fluss entlang haben mir besser gefallen als andere. Bei diesen gab es viel vom Land zu berichten, die russischen Impressionen hingegen mit Lou Salomé und Rilke waren ein wenig langweilig. Natürlich haben mir bestimmte Sprecher auch besser gefallen, aber das ist ja reine Geschmackssache. Der Bericht um Fridtjof Nansen war leider ein wenig leise, die anderen Aufnahmen waren wohl besser.
    Dennoch, wer einmal um den Erdball reisen möchte und gerne fremden Berichten lauscht, kommt hier voll auf seine Kosten!
  23. Cover des Buches Kriegsreporter (ISBN: 9783404616695)
    Julian Reichelt

    Kriegsreporter

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Julian Reichelt ist Kriegsreporter für die BILD. Er berichtet aus Kriegsgebieten, wie zB Thailand oder Afghanistan und erzählt nicht nur über die Toten und Verletzten, sondern vielmehr um die Geschichten und Familien dahinter. Er ist regelrecht "süchtig" nach neuen Geschichten und hat Probleme damit zu Hause zur Ruhe zu kommen, da er befürchtet er würde etwas verpassen. Er lebt mit Flüchtlingen im Krisengebiet, nur um ihre Geschichten zu hören und mittendrin zu sein. Er riskiert sein Leben um uns wahre und traurige Geschichten aus seinem Blickwinkel zu präsentieren. Anfangs dachte ich es würde sich nur um Geschichten von Toten und Soldaten handelt, doch das ist nicht so. Der Autor beschreibt viel mehr die Geschichten hinter den Menschen und vorallem der Familien und Angehörigen. Das Buch ist wirklich sehr empfehlenswert und lässt einem den Krieg mit anderen Augen sehen. (Nicht so, dass Krieg gut wäre, aber seit ich dieses Buch gelesen habe und jetzt was im Fernsehen über Anschläge im Irak usw. höre, frage ich mich, wie viel Angehörige, die oder der Tote hatte und was hinter seinem Leben steckte.)
  24. Cover des Buches Die Stadt, in der ich lebe (ISBN: 9783218009270)
    Walter Erdelitsch

    Die Stadt, in der ich lebe

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wer träumt nicht ab und zu davon, dem Alltag zu entfliehen und eine völlig neue Welt in einer fremden Stadt zu erkunden? Die Ferne klingt verlockend, wenn sich der Schreibtisch mit Akten füllt und man sich vor lauter Arbeit nicht zu retten weiß. Die wenigsten von uns bringen jedoch den Mut auf, ihr jetziges Leben hinter sich zu lassen, um an einem anderen Ort von vorne zu beginnen, allenfalls eine kurze Auszeit vermag uns Erholung zu verschaffen. Doch wie ist es, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen? Sieht man eine Stadt mit anderen Augen, wenn man nicht mehr bloß Tourist ist?

    Davon und von vielem mehr soll „Die Stadt in der ich lebe“ berichten, eine Sammlung von 14 Beiträgen bekannter ORF- Korrespondenten, die ihre beruflich bedingte Wahlheimat vorstellen. Die Idee hat was: Anders als bei einem Standardreiseführer, der die gängigen Besucherziele abklappert, stellen hier „eingebürgerte“ Korrespondenten die Metropolen der Welt vor, erzählen gleichsam von Touristenmagneten wie von ihren Geheimtipps, aber auch von der politischen, sozialen und kulturellen Lage der Stadt und des Landes. Sie, die einst selbst nur zu Besuch waren, sind nun angekommen und können beide Seiten ausleuchten: Die desjenigen, der einen ersten Blick auf Paris, Peking oder Belgrad wirft, aber auch die des Einwohners, der sich sorgt um Wohnraummiete oder Taschendiebe. Der Leser soll an die Hand genommen und auf seiner Rundreise quer über den Globus begleitet werden.

    Jedes Kapitel ist in mehrere Untertitel gegliedert, die Texte lesen sich dennoch im Zusammenhang flüssig. Im Anschluss an den Beitrag gibt der jeweilige Korrespondent noch einige Tipps ab für reisende Besucher: Zum originellsten Museum, dem schönsten Park, einem empfehlenswerten Restaurant und zu spannenden Märkten. Als „Schmankerl“ führen sie überdies, wenn gegeben, etwas „Österreichisches“ auf für heimwehgeplagte Touristen (eine Bäckerei, einen Eisladen oder gar eine Synagoge)- an dieser Stelle darf nicht vergessen werden, dass es sich um eine originär österreichische Veröffentlichung handelt! – und scheuen sich nicht davor, einen „Geheimtipp“ zu nennen, der aus ihrer Sicht nicht jedem Touristen geläufig ist, dennoch aber erwähnenswert erscheint.

    Formal gibt es für mich lediglich einen kleinen Minuspunkt: Die Qualität der verwendeten Fotos. Ebenso wie die Qualität der einzelnen Beiträge variiert auch die der abgedruckten Bilder und reicht von gestochen scharf bis weniger hoch aufgelöst. Da es sich mitunter aber um Privataufnahmen handeln könnte und der Unterschied minimal ist, tut es dem Buch absolut keinen Abbruch.

    Wie es bei beinahe jeder Sammlung von Beiträgen mit verschiedenen Autoren so ist, gibt es aus meiner Sicht auch hier sowohl stärkere als auch schwächere Stationen. Hatte ich das Buch vor allem deshalb zur Hand genommen, um bereits lieb gewonnene Städte wie Paris oder Berlin wieder zu entdecken, so fühlte ich mich zuletzt am besten von denjenigen Beiträgen unterhalten, für die ich anfangs mehr Bedenken als Begeisterung aufbringen konnte. Ob es an meiner Erwartungshaltung lag, mit der ich zu lesen begonnen hatte?

    Wenn man selbst mehr als einmal zu Gast in einer bestimmten Stadt war, beginnt man die rosarote Touristenbrille abzulegen und Missstände zu bemerken, die der durchschnittliche Tourist nicht wahrnimmt, sei es, weil er sie nicht sehen möchte, sei es, weil sie vor ihm verborgen werden. Hat man nur begrenzte Zeit für einen Besuch, so klappert man stoisch die wichtigsten Punkte seiner „unbedingt zu sehen“ - Liste ab und setzt sich anschließend mehr oder minder zufrieden in das Flugzeug zurück Richtung Heimat. Nimmt man sich aber die Zeit, eine Stadt abseits der ausgetretenen Pfade zu erkunden, so sieht man das, was für die Einwohner ihr Alltag ist. Vielleicht habe ich diese Schwelle bei der einen oder anderen Stadt bereits überschritten und war deshalb besonders enttäuscht von dem Beitrag zur französischen Hauptstadt, der sicher auch auf die regionalen Missstände eingegangen ist, der im übrigen aber so gar nicht zu meinem Gesamteindruck von Paris passen wollte. Möglicherweise deshalb, weil die Korrespondentin sich sehr stark auf ein bestimmtes Viertel der Stadt begrenzte? Es lag sicher mit daran, dass mir einige der angesprochenen Themen selbst bereits aufgefallen waren und ich die nötige Distanz zu dem Text nicht mehr wahren konnte, dennoch sah ich mehr Potenzial in dem, was Paris zu bieten hat (insbesondere die kulturelle Vielfalt betreffend).

    Beiträge wie der zu Brüssel oder Rom blieben mir leider zu sehr touristisch orientiert, doch insgesamt überwogen die gleichsam informativen wie originellen Erzählungen erfreulicherweise deutlich. Manch wahrer Schatz ist gar unter ihnen, wie beispielsweise der sehr persönlich gehaltene Text von Christian Wehrschütz über Belgrad, der einige allgemein gehaltene Informationen zur Stadt darbietet (wusstet ihr, dass die Internetseite der Belgrader Fremdenverkehrs- Organisation mit folgendem Zitat wirbt: „Belgrad ist die hässlichste Stadt der Welt am schönsten Ort der Welt“?), gleichwohl aber auch von Nena erzählt, der Putzfrau der „[ORF] Mannschaft“, die so gar nicht dem österreichischen Bild einer serbischen Reinigungskraft entspräche, liest sie doch Dostojewski-  kleine Anekdoten wie diese sind es, die einen Beitrag wie diesen wunderbar lebendig und authentisch wirken lassen.

    Nachhaltig beeindruckt haben mich der Wunsch und das Bemühen des einen oder anderen Korrespondenten, auf aktuelle politische Geschehen aufmerksam zu machen. „Mein Istanbul“ von Christian Schüller greift den ausufernden Bauboom ebenso auf wie die Vorkommnisse im Gezi- Park und die „Gedankenfreiheit unter dem Kopftuch“, „Mein Tel Aviv“ von Ben Segenreich benötigte gar einen Nachtrag aufgrund des erneut akut aufkochenden militärischen Konflikts im Gazastreifen.

    Alles in allem ein sehr gut zu lesendes, informatives und rundum schönes Buch mit minimalen Schwächen, das ich gerne zur Hand genommen und sicherlich nicht zum letzten Mal durchgeblättert habe. Ich bedanke mich herzlich bei dem Verlag Kremayr & Scheriau für die Bereitstellung eines Leseexemplars.

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