Bücher mit dem Tag "berli"
56 Bücher
- Carina Bartsch
Kirschroter Sommer
(2.795)Aktuelle Rezension von: Anne_G_Ich liebe die Art und Weise mit der Carina Bartsch einen in ihre Geschichten einsaugt und die Gefühle wirklich spürbar macht. Ich habe das Buch schon viele viele Jahre, schon öfter gelesen und werde es auch wieder lesen. Die Stroy bringt mich zum Nachdenken, zum weinen und zum lachen. Ja, Emely kann manchmal anstrengend sein und man denkt sich nur, jetzt stell dich nicht so an, aber wenn man die eigenen Unsicherheiten in manch eigenen Situationen im Leben versetzt, kann man sie viel besser verstehen. Ich liebe die Geschichte um Emely und Elias und werde sie immer in meinem Herzen tragen!
- Hans Fallada
Jeder stirbt für sich allein
(317)Aktuelle Rezension von: Sonja_Schmitz1Durch Zufall bin ich auf Fallada und dieses Buch gestoßen.
Es ist eine sehr gut erzählte, tragische Geschichte über den Krieg, Hitler, den Widerstand und die Menschen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich werde mit Sicherheit weitere Fallada Bücher lesen. - Siegfried Langer
Berlin Ripper
(20)Aktuelle Rezension von: Podcast_buecherreich
"Berlin Ripper" ist bereits der dritte Teil der Reihe rund um Privatdetektivin Sabrina Lampe und Kommissar Niklas Steg. Ich mag die Reihe sehr, sehr gerne, weil ein toller trockener Humor immer mit von der Partie ist. Besonders in Sabrinas Umfeld tummeln sich skurrile Charaktere und Situationen, die mich immer wieder zum Schmunzeln bringen.
Ich wurde auch beim 3. Fall nicht enttäuscht, was den Humor anging! Leider hatte ich das Gefühl, dass der eigentliche Fall (Mörder schlitzt Frauen bäuchlings auf) dieses Mal hinter der Charakter-Entwicklung zurückstand, was das Buch etwas einseitig machte. Mit hoffentlich mehr Balance lese ich dann gerne auch Band vier, sobald verfügbar! :D
Hört mal in meine Januar-Episode vom Podcast bücherreich rein, dort erfahrt ihr mehr und mündlich. ;)
- Eva Siegmund
Pandora - Wovon träumst du?
(259)Aktuelle Rezension von: CreamyDieses Buch hat ewig auf meinem Sub gelegen doch ich bin so froh das ich es gelesen habe.
Das Buch ist eine Dystopie und spielt in Deutschland genauer gesagt in Berlin. Man kommt sofort in die Geschichte rein und kann alles nach vollziehen. Ich konnte mich auch größtenteils mit den beiden Hauptfiguren, Liz und Sophie, identifizieren. Allerdings ging mir ihr Kennenlernen etwas zu schnell, für mich war es etwas unrealistisch das sie ihre Vergangenheit so schnell akzeptiert haben.Doch die ganze Grundidee des Buches hat mir super gefallen, dem Buch hat es nie an Spannung gefehlt und auch die technischen Aspekte wurden ausreichend so dass man alles nachvollziehen konnte.
Den "großen Showdown" hätte ich mir persönlich etwas anders vorgestellt doch allem in allem ein überaus gelungenes und empfehlenswertes Buch. - Pari Roehi
Mein bunter Schatten
(11)Aktuelle Rezension von: Mila_1981Mein Bunter SchattenHallo meine lieben Flauschies,
An dieser Stelle möchte ich euch ein wirklich herausragendes Buch vorstellen. Pari Roehis Lebensgeschichte - die mich zuweilen wirklich Tränen wegblinzeln ließ.
Generell bin ich eigentlich keine große Biografienleserin. Nicht, dass ich nicht am Leben anderer Menschen Anteil nehmen wollte - das ist es nicht. Ich bin zu sensibel. Biografien sind das echte Leben. Sie spiegeln wieder, was tatsächlich um uns herum vor geht. Auch wenn bestimmte Ereignisse literarisch sicherlich ausgeschmückt werden, so ist die Geschichte dahinter immer real. Davor kann man die Augen nicht verschließen. Nicht, wenn man sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen will.
Trivialliteratur ist da bedeutend einfacher. Man taucht in eine fiktive Welt ein. Was dort passiert hat keinen Einfluss auf unser Leben. Wir können mit den Akteuren mitfiebern und wissen doch zugleich, das alles gut ausgehen wird. Romane sind meistens Feel-Good Stoff...auch die Psychothriller und Horror-Romane. Das Gute siegt meistens. Fiktive Welten sind gute Welten.
Biographien sind anders. Der beschriebene Schmerz ist echt. Verluste sind real. Verstorbene Menschen fehlen wirklich Jemandem, der sie geliebt hat. Menschen haben Schmerzen erlitten - seelisch und körperlich. Im echten Leben. Das ist keine Feel-Good-Lektüre. Das ist eine Auseinandersetzung mit dem Leben; mit dem was um uns herum passiert. Jeden Tag...Dieses Buch erzählt die Geschichte von Pari Roehi, einer jungen Frau die im Körper eines Jungen im Iran das Licht der Welt erblickte. Pari Roehi ist vielen bereits ein Begriff, die Heidis Supermodels verfolgt haben, denn dort hat sie 2015 in den ersten 3 Folgen mitgemacht. Zu meinem Bedauern, ist es damals völlig meiner Aufmerksamkeit entgangen, dass ein Transmädel bei der Show dabei war (aber ich hatte, so glaube ich, auch erst bei den späteren Folgen eingeschaltet). Wie meine Recherchen seit dem ergeben haben, hat sie einen eigenen YouTube-Kanal, sowie einen Instagram-Account.
Das Buch:
Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte sie mit dem Namen Parham Robabe - und machte schreckliches durch. Pari wurde während des Regimewechsels im Iran geboren. Ihre Mutter litt fürchterlich unter ihrem Ehemann, der sich keinen Deut um sie scherte. Als sich im Laufe der Jahre die Situation immer weiter verschärfte und die Mutter sogar um Leib und Leben bangen musste, fasste diese den mutigen Entschluss sich dem Ehemann gänzlich zu entziehen und mit Pari und dem älteren Bruder aus dem Iran zu fliehen. Eine Thematik die leider immer aktuell war und sicherlich noch lange aktuell bleiben wird...
Dank gefälschter Pässe war es der kleinen Familie möglich, sich als Touristen auszugeben und so über den türkischen Flughafen in Antalya nach Europa zu reisen. Nach einem ersten Stopp in Deutschland sollte es in die Niederlande weitergehen, um dort ein neues Leben zu beginnen...nur um dort in einem Auffanglager nach dem anderen dahinzuvegetieren...
Für die junge Pari, damals noch ein schmächtiger kleiner Junge der gerne mit Puppen und Barbies spielte, war das eine furchtbare Zeit. Anschluss zu finden war nicht leicht und der Kontakt zu Mädchen schon immer leichter. Die Mutter ist unter der Last fast zusammengebrochen, um die Familie zu ernähren.
Später hat die kleine Familie endlich eine eigene Wohnung beziehen können, aber die Situation wurde nicht leichter. Die Schule war ein notwendiges Übel und mit den Lehrern kam Pari gar nicht klar. Die Jahre zogen in Land und irgendwann stellte Pari fest, dass ihre Zukunft im modeln liegen sollte und setzte alles daran von Agenturen gebucht zu werden - damals noch als androgynes Wesen, das nicht weiß, wo es wirklich hingehört. Erste Erfolge gaben dem Kind Mut und auch die Situation in der Schule besserte sich etwas...im Gegensatz zur heimischen Situation. Pari war ein aufmüpfiges Kind und versuchte irgendwann in Amsterdam auf eigenen Beinen zu stehen und verfiel dabei in einen Strudel aus Alkohol und Drogen...
Das alles sollte sich erst ändern, als die große OP in greifbare nähe rückte...
Mein Fazit:
Ich lese, wie gesagt, selten Biografien, aber durch dieses Buch bin ich in zwei Nächten durchgerauscht. Als selbst Betroffene, ist es für mich spannend, nachzuerleben wie das Leben anderer Transgender verlaufen ist. Paris Start in ihr neues Leben begann unter den widrigsten Umständen, aber sie hatte eine Familie als es darauf ankam die Weichen zu stellen. Es ist längst nicht alles glatt und perfekt gelaufen, aber ich bewundere die Frau für ihre Zielstrebigkeit. Sie konnte Leben was sie war und wurde in kein konformes Muster gepresst. Sie konnte sich entdecken. Das rührt mich zu Tränen. Ich musste erst 30 Jahre als Mann verbringen, um meine Bestimmung schlussendlich zu erkennen.
Ist das Buch gut geschrieben? Darüber lässt sich streiten - ihre Geschichte hat mich sehr mitgerissen, auch wenn der Schreibstil teils etwas holprig war und auch nicht jedes Detail so 100% passte. Ist die Frau wirklich nach 5 Tagen nach der GA nach Hause entlassen worden? Aber daran will ich mich nicht aufhängen...ich habe das selbst erlebt und kann die kleinen Fehlerchen ganz gut ausblenden, so denn es den wirklich Fehler sind (die vermutlich auf die Co-Autorin zurückzuführen sind). Beeindruckt bin ich von der gesamten Erzählweise, die nichts mit dem Voyeurismus typischer Bild-Artikel oder RTL zu tun hat!
Für wen ist das Buch interessant? Paris Weg ist sicherlich nicht stellvertretend für alle Transfrauen, gibt aber einen schönen Einblick in das Chaos, welches uns während unserer Selbstfindung begleitet. Bei manchen schon in der Kindheit, bei anderen erst im fortgeschrittenem Alter. Es ist erhellend zu lesen, wie sie mit ihrer Situation umgegangen ist - ja, bis wo sie sich hingearbeitet hat. Jeder der sich für die Entwicklung eines Menschen interessiert, also eines echten lebenden Menschen, der kann das Buch ruhig lesen. Er wird uns Transfrauen besser verstehen. Es muss keine medizinische Abhandlung sein - dieses Beispiel aus dem Leben zeigt, dass auch wir nur Menschen mit Gefühlen sind.
Mich persönlich hat das Buch wirklich sehr angesprochen und ich kann es bedingungslos weiterempfehlen!
- Juli Zeh
Leere Herzen
(338)Aktuelle Rezension von: Petra54Das optisch wunderschöne Buch mit festem Einband fand ich in einer Bücherkiste. Leider konnte ich unterwegs ohne Brille nicht erkennen, dass es sich um einen preisgekrönten Politthriller handelt, sonst hätte ich sicher die Finger davon gelassen. Beim Lesen daheim war ich gleich vom Anfang entsetzt über die Kriesspiele zweier siebenjähriger Mädchen auf ihren Handys und die Art, wie sich deren Eltern „unterhalten“. Nichts von all den seltsamen Bemerkungen passt zusammen, nichts ist logisch. Der gesamte Text bemüht modern, rotzig, Wortfetzen, Satzteile – unerträglich für jemanden wie mich, der die deutsche Sprache und angenehme Umgangsformen mag.
Auf Seite 39 gab ich endgültig das Lesen auf und entsorgte das Buch.
- Linda Behringer
Die Kanzlerin
(14)Aktuelle Rezension von: kaelleKanzlerin Angelika Mörkel wird vorgeworfen, in der Schweiz ein Konto eröffnet und Steuern hinterzogen zu haben. Damit sie nicht wieder ausrastet (die berühmt, berüchtigte Kanzlerinnenohrfeige!), bringt sie ihr Pressesprecher in der WG seines Sohnes unter, sodass sich die Wogen glätten und die Vorwürfe aus der Welt geräumt werden können. Überraschenderweise beginnt Mörkel das WG-Leben zu genießen. Blöd nur, dass ihr Mann eine Affäre mit einer Nageldesignerin hat, die eigentlich Paul heißt.
Die Handlung dieses Romans ist völlig an den Haaren herbeigezogen, aber superlustig. Es gibt viele urkomische Szenen.
Literarisch hat das Buch jedoch nicht viel zu bieten. Da hätte noch mal ein Lektorat drüberschauen müssen.
Dennoch kann man sich beim Lesen der 150 Seiten köstlich unterhalten.
- Mara Lang
Girl in Black
(71)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAUTORIN
Das Mara Lang meine absolute Lieblingsautorin ist, muss ich wohl nicht mehr erwähnen, jeder der mit folgt wird das schon bemerkt haben. Das liegt nicht nur an ihrem fesselnden und unvergleichbaren Schreibstil, sondern auch daran das sie ein herzlicher Mensch ist der die kleinen Dinge im Leben schätzt. Ich habe nun schon ein paar Autoren in meiner Bloggerzeit kennengelernt und neben ihr fällt mir nur eine ein, die sich so herzlich über Rezensionen freut und die Freude mit den Bloggern teilt. Ich habe immernoch jedes Mal ein mega Fan-Girl Moment wenn wir uns unterhalten und wir kennen uns (zumindest online) nun schon ein Jahr. Ihre Leidenschaft spürt man einfach in ihren Worten und Geschichten, und das macht die Bücher für mich so besonders.
EIN BUCH ...
... das mich wieder total begeistert hat
... das unheimlich toll geschrieben wurde
... dass das Wohlfühlbuch unter den Mara Lang Büchern ist
... mit tollen Charakteren und spannendem Plot
GESTALTUNG
Das Cover spiegelt das Thema wieder - Tattoos und Mode, und dennoch hätte ich es mir wahrscheinlich im Laden nicht in die Hand genommen um den Klappentext zu lesen, zum Glück kaufe ich ich Mara's Bücher ja wegen des Autors und nicht wegen der Cover. Mein Glück als Coverkäufer.
LIEBLINGSCHARAKTER
Ich kann mich nicht entscheiden, mag ich die mutige Lia, den etwas naiven Nevio, den coolen Designer Gabriel, oder die treue Mavie am liebsten mag. Die Charaktere sind alle wieder enorm authentisch und sympatisch und haben mein Herz erobert.
Mein heimlicher Favorit ist ist aber tatsächlich der Modedesigner Gabriel, es gibt einer Fremden eine Chance, nimmt nie ein Blatt vor den Mund und haut raus was er denkt, aber er ist sich nie zu fein seine Meinung zu revidieren, wenn er mal falsch gelegen hat.
MEIN(E) HIGHLIGHT(S)
Es gibt viele Highlights in diesem Buch, vielleicht Lias Model-Auftritt bei dem sie ihr wahres ich rauslässt, oder ihre Flucht aus der Heimat und vor ihrem Leben. Eigentlich könnte man jede Szene etwas entnehmen, dass sie zum Highlight macht, einfach weil sie auch alle so gut zusammenpassen. Spannend bzw. aufregend sind sowieso alle und einige halten einige Überraschungen parat.
GEDANKEN & FAZIT
Ich wusste nicht genau was mich erwartet, im ersten Moment passen Mode und Mafia in meinem Kopf nicht wirklich zusammen und im zweiten Moment war mir klar, wie perfekt das in wirklichkeit passt. Der Verlauf der Geschichte war spannend und hielt einige Überraschungen parat wodurch nur wenig vorhersehen konnte.
DIe Charaktere waren alle wieder mega, dennoch hatte ich stellenweise mit Lia ein paar Probleme, für eine Frau die ewig unterdrückt wurde und keine Meinung haben durfte ist sie mir oft zu egoistisch gewesen. Aber auch da: wenn man drüber nachdenkt wo sie herkommt macht das auch absolut Sinn. Und So ist für mich das ganze Buch: erstmal etwas was man nicht erwartet, dass keinen Sinn macht und im Verlauf des Plots und der Entwicklung ist doch alles so logisch. Ich liebe auch wie alles immer aufeinadner abgestimmt ist, und auch vergangene Szenen später nochmal aufgenommen werden, die Strukturen sind so echt, das viele Geschichten auch echt sein könnten.
Alles in allem wieder ein geniales Buch, für mich aber im Vergleich zu allen anderen Büchern von Mara Lang, die ich bisher gelesen habe, waren noch spannender, noch emotionaler und noch aufwühlender gewesen sind bekommt dieses Buch nur 4,5 von 5 Elfen 🧝🏼♀️🧝🏻♂️🧝🏻 hätte ich das Buch aber früher oder unabhängig gelesen, hätte es die volle Punktzahl bekommen! Ich nenne es gerne "das Wohlfühlbuch" unter den Mara Lang Büchern. - Charlotte Link
Sturmzeit - Die Stunde der Erben
(280)Aktuelle Rezension von: _jamii_Deutschland 1977. Alexandra Marty hat viel von ihrer Großmutter Felicia geerbt – nicht nur deren Familiensinn, sondern vor allem auch ihren Ehrgeiz und Freiheitsdrang. Aufgewachsen in den Jahren politischer Unruhen und Veränderungen, ist Alexandra eine junge Frau ihrer Zeit, kühl und zärtlich, eigenwillig und anschmiegsam, träumerisch und mit einem ausgeprägten Blick für die Wirklichkeit. Doch als sie das große Erbe Felicias antritt und das Familienunternehmen übernimmt, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung, durch die auf einmal alles auf dem Spiel steht. Ein Zurück in die behütete Idylle auf dem Gut der Familie kann es nicht geben, und Alexandra muss sich erneut entscheiden, ob sie ihren ganz eigenen unabhängigen Weg gehen und sich endlich aus dem Schatten ihrer Familie lösen möchte ...
Ich hatte echt meine Zweifel, ob ich dieses Buch überhaupt lesen sollte, weil ich solche Mühe mit dem zweiten Teil bzw. vor allem mit Felicia und Belle gehabt habe.
Ich bin froh, habe ich es dann doch gelesen, denn Teil 3 ist um Längen besser als der Vorgänger! Zum einen hilft, dass Felicia und Belle nicht mehr die Hauptfiguren sind, sondern eben ihre Erben, mit welchen ich deutlich besser klargekommen bin. Belle nimmt nur noch eine Rolle am Rande ein, Felicia ist immer noch präsent. Während diese am Anfang immer noch schwierig zu ertragen war, ging das im Verlaufe des Buches besser.
Es gibt hier mehr unabhängige Einzelgeschichten als vorher. Man kann an mehreren Schicksalen teilhaben, welche eigentlich nichts miteinander zu tun haben, ausser dass die einzelnen Personen auf welche Art auch immer miteinander verwandt sind. Entsprechend weniger sind sie auch miteinander verknüpft.
Ebenfalls wird die Zeit der deutschen Spaltung sehr interessant und bildlich dargestellt.
Manchmal, vor allem gegen Ende, ziehen sich die Ausführungen etwas in die Länge, aber ansonsten sehr gelungener Roman mit starken Charakteren!
- Matthias Jösch
PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen
(46)Aktuelle Rezension von: Uwes-LeseloungeDie Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen.
Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?
Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...
Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.
Ich kann das Buch nur empfehlen!
- Andreas Pflüger
Endgültig
(211)Aktuelle Rezension von: San_KellerInsgesamt fand ich die Geschichte um die blinde Polizistin Aaron sehr spannend.
Allerdings musste ich mich erst in die Story einfinden und dranbleiben. Anfangs hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil des Autors. Die kurzen Sätze, die Flut an Infos und Verweise auf Zitate usw. sowie die häufigen Wechsel der Ereignisse, Perspektiven und Zeitpunkte (Vergangenheit oder Gegenwart) haben oft dazu geführt, dass ich nochmal zurückblättern musste um nachzulesen, wie das gemeint war oder ob ich etwas überlesen habe. Was definitiv im Paperback einfacher ist als beim Lesen von einem E-book.
Da ich im Urlaub war bin ich an der Geschichte drangeblieben und konnte es in einem Rutsch durchlesen. Daheim hätte ich es vielleicht abgebrochen, weil viele versteckte Informationen verloren gehen wenn man nicht dranbleibt und es dann schwierig wird die Hintergründe/Zusammenhänge zu verstehen.
Klar ist so ein Buch auch immer ein wenig weg von der Realität - aber hin und wieder hab ich mich schon gefragt, was unter der Hand so alles passiert, von dem der normale Bürger keine Ahnung hat.
Also für den ersten Band gebe ich 3,5 Sterne aufgerundet auf 4 Sterne.
- Helene Sommerfeld
Die Ärztin - Das Licht der Welt
(148)Aktuelle Rezension von: Laura-SonnenblumeRicardas Geschichte beginnt 1876 als sie, mit nur 13 Jahren, der Grafentochter das Leben rettet. Als Dank nimmt sie die Komtess, die Ärztin ist, mit nach Berlin und ermöglicht ihr so eine bessere Schulbildung. Ricarda erkennt schnell die Missstände vor allem in den ärmeren Vierteln in Berlin und wünscht sich schon bald selbst als Ärztin zu arbeiten und diesen Menschen helfen zu können. Doch sie ist eine Frau...
Ricarda ist eine sehr starke Protagonistin, die für das kämpft, was sie sich erträumt. An einigen Stellen kam mir dieses "Kämpferische" und "Eigenständige" aber leicht unrealistisch vor. Ich konnte auch teilweise einige Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte mag ich Ricarda als Charakter und fand es schön sie auf ihrer "Reise" zu begleiten.
Dieses Buch beschäftigt sich auf sehr schöner Art und Weise mit Frauenrechten, Zuständen in der Medizin und Zuständen in den ärmeren Vierteln Berlins. Diese Mischung in Kombination mit einem flüssigen Schreibstil, machen dieses Buch absolut lesenswert.
- Stefan Üblacker
Das Buch ä
(12)Aktuelle Rezension von: SoerenSeit meiner Kindheit war die Musik der Die Ärzte ein treuer Begleiter. Im Ferienlager hatten mich „Radio Brennt“ und „Zu spät“ tief beeindruckt. In meiner Jugend dann besaßen die drei Jungs immer das gewisse Händchen für die Gratwanderung zwischen Ernst und Unsinn. Mit vielen Liedern drückten sie das aus, was mir ebenfalls auf der Seele brannte. Bis zum Album „Jazz ist anders“ habe ich den Werdegang „der besten Band der Welt“ begleitet, danach schien irgendwie auf beiden Seiten die Luft raus zu sein. Auch die späteren Solo-Arbeiten hatten mich nicht mehr so überzeugt wie die Solo-Debüts von Farin und Bela. Dennoch habe ich die Arbeit der Jungs nie völlig aus den Augen (und Ohren) verloren und mich sehr gefreut, dass es 2020 wieder neue und sehr gut klingende Lebenszeichen gab.
Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, weshalb ich neugierig auf das „Buch Ä“ war. Ich wollte noch einmal in den DÄ-Kosmos abtauchen und mehr über den Werdegang der Band erfahren. Dafür taugt die offizielle Bandbiographie von Stefan Üblacker definitiv. Die ersten Treffen zwischen Dirk und Jan werden geschildert, wie es zu den ersten gemeinsamen Aufnahmen und wie sich die beeindruckende Karriere der Die Ärzte entwickelt. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Anekdoten von Konzerten und zwischendurch, zu denen neben der Band auch zahlreiche Wegbegleiter zu Wort kommen. Gut die Hälfte der Infos im „Buch Ä“ kannte ich als langjähriger DÄ-Hörer bereits, dennoch wurden manche Sachen durch die hier dazugekommenen Fakten in ein ganz anderes Licht getaucht. Neben all den Erfolgsgeschichten dürften die weniger schöne Dinge ebenso nicht fehlen: Streits hinter den Kulissen werden genauso thematisiert wie der lang angehaltene Zwist mit den Toten Hosen. Das Einzige, was in der über siebenhundert Seiten starken Bandbiografie fast komplett fehlt, sind private Details. An einer Stelle wird kurz darauf eingegangen, dass Bela auf einem Soloalbum ein Schlaflied für seinen damals ein Jahr alten Sohn gesungen hat, weitere Details dazu gibt es nicht. Über etwaige Ehefrauen wird gar nichts erwähnt, selbst die vereinzelt am Rand erwähnten Freundinnen bleiben namenlos. Zumindest ein paar grobe Randinformationen wären nett gewesen.
Stefan Üblackers Schreibstil ist solide, aber nicht herausragend. An manchen Stellen wiederholt er sich, aber das sei ihm bei diesem Mammutwerk gerne verziehen. Man spürt deutlich, dass er viel recherchiert hat und mit Herzblut bei der Sache war. Für jeden, der sich für „die beste Band der Welt“ interessiert oder an der Musik der 1980er bis 2010er Jahre interessiert ist, ist das „Buch Ä“ ein höchst informatives Nachschlagewerk, ein Quell zahlloser Infos, bei dem der Humor ebenfalls nicht zu kurz kommt. - Sven Regener
Wiener Straße
(63)Aktuelle Rezension von: HerbstroseBerlin-Kreuzberg, im November 1980: In die freie Wohnung über dem Café Einfall zieht eine 4er-WG ein, die bisherigen Untermieter von Erwin Kächele, Frank Lehmann, Kächeles Nichte Chrissie und die beiden Möchtegernkünstler Karl Schmidt und H.R.Ledigt. Ein Nachbar renoviert die Wohnung, Frank übernimmt das Putzen im Café, Chrissie bekommt einen Job hinter der Theke und die beiden Künstler arbeiten an ihren Werken für die große Kunstausstellung „Haut der Stadt“, dessen Kurator Wiemer sich in Chrissies Mutter Kerstin verguckt hat. Das Fernsehen kommt auch in die Wiener Straße. Sie wollen in dem von P.Immel, seinem Kumpel Kacki und der österreichischen Arsch-Art-Gruppe besetzten Haus filmen. Als dann noch ein Kontaktbereichsbeamter, der einen abgesägten Alleebaum sucht, erscheint, kommt Unruhe in der Straße auf …
Sven Regener, geb. 1961 in Bremen, ist ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Musiker, der hauptsächlich durch seine Romane der „Lehmann-Serie“ bekannt wurde. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin-Prenzlauer Berg.
Durch begeisterte Presseberichte wurde ich auf den Autor und das Buch aufmerksam, doch leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Humor und Witz suchte ich in der Geschichte vergeblich, allenfalls etwas Situationskomik blitzte dann und wann durch. Warum ein Autor seinen Protagonisten Namen wie P.Immel oder Kacki gibt und eine Gruppe Arsch-Art und eine Band Dr. Votz nennt, ist mir unerklärlich. Ist das der viel gepriesene Humor? Lobenswert ist allenfalls der Einfallsreichtum Regeners, dem es gelungen ist, die absurdesten Szenen in Slapstick-Manier in die Geschichte einzubauen. Aber ein abgewirtschaftetes Café, ein ehemaliger Intimfriseurladen, ein besetztes Haus, eine Kettensäge, ein abgesägter Baum und ein paar schräge Typen machen noch lange keinen guten Roman.
Fazit: Etwas Situationskomik, ansonsten Klamauk und Albernheiten - für mich enttäuschend.
- Carola Wolff
Ausgerechnet Muse
(39)Aktuelle Rezension von: Aer1thDie vollständige Rezension findet ihr auf tthinkttwice.de 😃 .
{Lesegrund}
Mir hat der Klappentext von Anfang an zugesagt und da ich bereits ein anderes Buch der Autorin gelesen und rezensiert hatte, wusste ich, dass mir der Schreibstil gefallen wird.
{Charaktere}
Apollonia Parker – die Protagonistin
Was für ein cooler und zu Beginn doch sturer Charakter. Ich mag Apollonia als Protagonistin wirklich sehr. Sie ist integer, authentisch, witzig und einfach nur tough. Und auch wenn es zu Beginn erst nicht danach aussah, lernt sie aus ihren Fehler und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack!
Nick – ihr Sidekick
Nick ist auch ziemlich cool. Ich mag ihn echt gern. Er ist Musiker mit Leib und Seele, hat seine Prinzipien und ist ihnen treu. Er konzentriert sich auf seine Musik und kann mit den Girlie-Girls, die ihn anschmachten nichts anfangen – dafür gefällt ihm die ungewöhnliche Apollonia umso mehr. Und noch ein Pluspunkt: Er trinkt keinen Alkohol!
Die Nebencharaktere
Auch diese Charaktere haben alle ihren ganz eigenen Charm und auch jetzt, mehrere Tage nach Beendigung des Buches, sind meine Vorstellungen und Gefühle den einzelnen Nebencharakteren gegenüber sehr präsent – heißt, sie haben Eindruck hinterlassen.
{Schreibstil}
Wie bereits weiter oben erwähnt, kannte ich den Schreibstil der Autorin schon aus einem anderen Buch und auch hier in diesem Buch hat er mir wieder sehr gut gefallen.
Carola Wolff lässt durch ihre Worte ein Bilderkino in meinem Kopf entstehen. Einzelne Szenen sind mir jetzt noch im Gedächtnis geblieben. Sie schreibt mit viel Witz und einer trockenen Art Humor, die ich einfach nur liebe.
{Fazit}
“Ausgerechnet Muse” hat mich wirklich sehr gut unterhalten. Es ist mal eine andere Art von Fantasy-Buch, mit einer echt toughen Protagonistin, die ganz meinem Geschmack entspricht. Ein paar winzige Kleinigkeiten haben mich beim Lesen gestört, daher sind es “nur” sehr gute 4 von 5 Sternen geworden. - Max Bentow
Das Dornenkind
(243)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteCover
Das Cover von Das Dornenkind fügt sich nahtlos in den unverwechselbaren Stil der gesamten Nils-Trojan-Reihe ein. Düster, atmosphärisch und mit einem Hauch von Bedrohung – genau das, was man von einem Psychothriller dieser Klasse erwartet. Es ist schlicht, aber wirkungsvoll und transportiert perfekt die beklemmende Stimmung, die den Leser im Buch erwartet.
Inhalt
In Berlin geht ein Serienmörder um, der seine Opfer nicht nur brutal tötet, sondern ihnen grausame Botschaften in die Haut ritzt – und diese sind eindeutig an Nils Trojan gerichtet. Alles deutet auf die Rückkehr des Federmanns hin, jenes monströsen Killers, den Trojan eigentlich für tot hielt.
Doch schon bald stellt sich heraus: Die entscheidende Figur in diesem perfiden Spiel ist Wendy, die sich als Tochter des Federmanns ausgibt. Sie kontaktiert Trojan und behauptet, ihren Vater finden zu wollen. Aber was sind ihre wahren Motive? Ist der Federmann wirklich zurück – oder spielt jemand ein gefährliches, mörderisches Spiel?
Mit jedem Kapitel wächst das Rätsel, die Bedrohung, das Grauen. Die Ermittlungen werden zu Trojans persönlichstem und nervenaufreibendstem Fall – und zu einem Albtraum, der sich immer weiter zuspitzt.
Persönliche Meinung
Max Bentow liefert mit dem fünften Teil der Reihe einen Psychothriller, der die Nerven bis zum Zerreißen spannt. Die Atmosphäre ist düster, bedrohlich und beklemmend – genau so, wie man es von ihm kennt und liebt. Die detaillierten Tatortbeschreibungen, die alptraumhaften Szenen und die hervorragend gesetzten Spannungspeaks jagen einem Gänsehaut um Gänsehaut über den Rücken.
Besonders eindrucksvoll ist die Figur Wendy. Sie bringt einen völlig neuen Drive in die Handlung. Und gerade weil man bis zum Schluss nicht weiß, wer sie wirklich ist und welchem Spiel sie folgt, wird sie zur faszinierenden, unberechenbaren Schlüsselfigur.
Wenngleich Trojans Team diesmal etwas in den Hintergrund tritt, funktioniert die Geschichte hervorragend als persönlicher, intensiver Solo-Fall. Bentow versteht es meisterhaft, falsche Fährten zu legen, den Leser immer wieder an der Nase herumzuführen und gleichzeitig den Spannungsbogen konstant weiter anzuziehen.
Der Showdown ist atemberaubend, schnell, brutal und brilliant konstruiert – ein Finale, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe das Buch regelrecht inhaliert.
Fazit
Das Dornenkind ist ein Psychothriller der Extraklasse und ein absolutes Highlight der Nils-Trojan-Reihe. Max Bentow knüpft nahtlos an die Stärke der früheren Bände an und übertrifft sich in Sachen Spannung, Atmosphäre und psychologischer Tiefe sogar selbst.
Für Fans der Reihe ein Muss – für Thriller-Leser ein packender Albtraum, den man nicht verpassen sollte.
Ich will mehr davon! Und genau deshalb werde ich nun unbedingt auch die Vorgänger lesen.⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ – Klare 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
- Alexa Hennig von Lange
Die Welt ist kein Ozean
(143)Aktuelle Rezension von: _JustMee☞ Die Welt ist kein Ozean - Alexa Henning von Lange ☜
Ein Einzelband
Genre: Jugendroman (Belletristik)
Seitenanzahl: 349
Sternebewertung: 4,6✰ / 5,0✰
TW: 'PSYCHISCHE KRANKHEITEN'/ PSYCHIATRIE
Eine leichte Liebesgeschichte für zwischendurch, die durch ihre Thematik aber durchaus zum Nachdenken anregt. Das Themengebiet rund um 'psychische Krankheiten' ist hier zwar Gegenstand der Handlung, jedoch rückt die zarte Liebe stark in den Vordergrund. Für mich war das eindeutig die richtige Mischung.
Eine wunderschöne, berührende Geschichte über die erste Liebe. Wir begleiten Franziska, die in einer behüteten Familie aufwächst und daher in ihrem Schülerpraktikum das 'wahre Leben' kennenlernen möchte. So entscheidet sie sich, für vierzehn Tage in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche zu arbeiten. Dort trifft sie auf Tucker, der nach einem schockierenden Erlebnis nicht mehr spricht. Dieser sonderbare Junge fasziniert Franziska sehr. Doch wie lernt man jemanden kennen, der sich gegenüber der Welt vollkommen verschlossen hat?
Das Umfeld, in dem Franziska aufwächst, bestehend aus Familie und Freunden, gefällt mir ausgesprochen gut. Ihre Gefühlswelt erinnert mich stark an meine Gefühle und Wünsche in diesem Alter. Ich konnte mich während des Lesens gut in die Protagonistin hineinversetzen und habe jeden Kummer und jede ihrer Freuden geteilt. Es entwickelt sich etwas ganz Zerbrechliches und wunderbar Schönes zwischen Franziska und Tucker. 'Die Welt ist kein Ozean' zählt definitiv zu einem der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Schade, dass es so gänzlich unbekannt ist.
Habt ihr auch schon Schätze abseits vom Hype entdeckt? Welche sind eure Geheimtipps? - Vincent Kliesch
Bis in den Tod hinein
(161)Aktuelle Rezension von: Buchtagebuch„Bis in den Tod hinein“ ist der erste Band der „Bösherz“-Reihe von Vincent Kliesch und ein beeindruckender Auftakt. In Berlin treibt ein selbsternannter Racheengel sein Unwesen, der seine Opfer auf grausame Weise für ihre vermeintlichen Vergehen bestraft. Jedes Opfer wird mit einer Zahl versehen, die eine Eigenschaft symbolisiert, die dem Täter an seinem Opfer missfällt .Kommissar Severin Bösherz, ein komplexer Charakter mit einer Leidenschaft für Wein und Oper, übernimmt die Ermittlungen. Seine unorthodoxe Herangehensweise und sein feinsinniger Charakter machen ihn zu einem faszinierenden Ermittler. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was die Spannung erhöht und dem Leser Einblicke in die Gedankenwelt des Täters gewährt .Vincent Kliesch gelingt es meisterhaft, psychologische Spannung mit temporeichen Ermittlungen zu verbinden. Die kurzen Kapitel und häufigen Perspektivwechsel halten das Tempo hoch und sorgen dafür, dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist. Die Auflösung des Falls ist überraschend und gibt dem Titel „Bis in den Tod hinein“ eine tiefere Bedeutung .Für Thriller-Fans, die komplexe Charaktere und psychologisch anspruchsvolle Geschichten schätzen, ist dieses Buch ein absolutes Muss.„Bis in den Tod hinein“ ist ein fesselnder Thriller voller psychologischer Spannung und überraschender Wendungen. Kommissar Bösherz ist ein faszinierender Ermittler, und der Täter sorgt für nervenaufreibende Momente. Ein packender Auftakt, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.
- B. C. Schiller
Immer wenn du tötest (Ein Fall für Targa Hendricks 2)
(88)Aktuelle Rezension von: Ellysetta_RainInhalt (dem Klappentext entnommen):
»Immer wenn du tötest, bin ich bei dir…«
In einem stillgelegten Schlachthaus findet die Berliner Polizei die Leichen von drei jungen Menschen, allesamt blond und blauäugig. Ihre Körper sind bizarr in Szene gesetzt und fast vollständig ausgeblutet. Der Verdacht fällt auf Freya von Rittberg, eine exzentrische Künstlerin, die mit dem Blut ihrer Fans Gemälde malt. Doch jemand aus Regierungskreisen scheint eine schützende Hand über Freya und ihre einflussreiche Familie zu halten.
Das BKA sieht sich gezwungen, seine beste Undercover-Ermittlerin einzusetzen: Targa Hendricks. Die furchtlose Einzelgängerin heuert bei Freya als Bodyguard an. Sie hat nichts zu verlieren, bis Freya ihre einzige Schwäche entdeckt…
Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Reihe, mit dem man theoretisch auch starten könnte, da die wichtigsten Infos genannt werden, aber die Einhaltung der Reihenfolge bietet sich doch eher an, vor allem auch im Hinblick auf Targas Familiengeschichte, die stückweise enthüllt wird.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben. Dadurch erhält man zwar Einblicke bei den verschiedenen Charakteren, aber so ist die Distanz zu Targa, die sowieso schon distanziert ist und autistische Züge aufzuweisen scheint, noch größer. Die Nebencharaktere blieben für mich größtenteils blass, bis auf Targas Adoptivmutter und ihren Vorgesetzten.
Spannung erhält das Buch nicht nur durch Targas Fall, sondern auch durch die Suche nach ihrem unbekannten Vater. Targas Familiengeschichte wird Stück für Stück enthüllt, aber es bleiben noch viele Fragen offen. Sehr schön fand ich die Beziehung von Targa zu ihrem Hund namens Hund (da sich Targa Namen nicht merken kann). Zudem sorgt Targa für einige Lacher, wenn sie Anweisungen oder Sprüche zu wörtlich nimmt.
Einiges ist zwar sehr vorhersehbar, aber es gibt auch so noch ein paar Überraschungen, vor allem das Ende mit dem sehr unerwarteten Cliffhanger, so dass ich sehr neugierig auf die Fortsetzung bin.
Insgesamt hat mir dieser Teil besser gefallen als sein Vorgänger, somit gibt es aufgrund der oben genannten Kritikpunkte 4 von 5 Sternen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung(en), vor allem im Hinblick auf Targas Familiengeschichte.
Fazit:
Insgesamt ein sehr guter Krimi/Thriller mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin, deren Familiengeschichte Stück für Stück enthüllt wird.
- Philip Le Roy
Die goldene Pforte
(7)Aktuelle Rezension von: Wurm200Philip Le Roy
Die goldene Pforte
BeneventoAutor: Philip Le Roy, geboren 1962 in Toulouse, studierte Betriebswirtschaftslehre, schlug aber bald nach dem Studium den Weg zum kreativen Schreiben ein. Erst als Werbetexter, später als Krimiautor. In seinem Heimatland wird er gefeiert, seine Bücher wurden zu Bestsellern und unter anderem mit dem Großen Preis der Kriminalliteratur ausgezeichnet. Neben dem Schreiben ist Le Roy begeisterter Filmliebhaber, Kampfkünstler und Rockmusiker. Er lebt in Vence an der Côte d‘Azur. (Quelle: Benevento)
Simon und Markus sind nach einer Sauftour in Jerusalem sturzbetrunken. Am anderen Morgen erwacht Simon in einer Zelle, da er von der Polizei, verbotenerweise auf dem Tempelberg aufgegriffen wurde. Nach seiner Entlassung macht Simon sich direkt auf den Weg zu seinem neuen Freund Markus. An Markus Wohnung angekommen muss Simon jedoch feststellen, dass dieser wohl seine Sachen gepackt hat und im Flugzeug nach Berlin sitzt. Als dann auch noch die Polizei bei Markus Wohnung auftaucht, beginnt für Simon ein Katz und Mausspiel, bei dem es um Leben und tod geht. Außerdem sollen all die Ereignisse Simons Leben von Grund auf ändern.
Das Buch besteht aus 97 Kapitel (plus Prolog und Epilog). Diese Kapitel sind in insgesamt 11 Bücher unterteilt (die Angabe erfolgt durch römische Ziffern), wobei jedes Buch auf einer neuen Seite beginnt. Außerdem findet sich zu Beginn eines jeden neuen Buches, einige Sätze (die scheinbar Anmerkungen vom Hauptcharakter sind), die kursiv gedruckt sind. Zu Beginn des Buches findet der Leser eine Erklärung bezüglich der goldenen Pforte. Dies gibt den Leser eine kleine Erklärung, um was es in dem Buch geht (und worauf der Titel sich bezieht), somit schafft der Autor eine kleine Grundkenntnis, die sicherlich positiv zum Verständnis des Buches beiträgt. Zusätzlich zu dieser Erklärung am Anfang, gibt es auch eine Stelle, an der es Fußnoten gibt, die dem Leser ebenfalls Erklärungen liefern. Leider aber nur an einer einzigen Stelle, hier hätte ich mir, besonders bei einer solchen Thematik, mehr solcher Fußnoten gewünscht. Neben dieser Erklärung gibt es zusätzlich noch eine Anmerkung des Autors sowie ein Vorwort. Diese beiden Texte geben dem Leser ebenfalls einen kleinen Einblick in den Hintergrund des Buches. Außerdem schafft es der Autor schon allein durch diese beiden Dinge, Spannung aufzubauen und dem Leser zum Weiterlesen zu motivieren (leider bekommt man hier keinerlei Anmerkung dazu, ob die geschilderte Handlung der Wahrheit entspricht) . Diese Spannung setzt sich am Anfang des Buches auch noch fort und wird zusätzlich durch actiongeladene Szenen erweitert, die dem Leser kaum ein Durchatmen ermöglichen. Diese Actionszenen setzen sich im ganzen Buch fort und tauchen immer mal wieder auf. Leider sind diese Szenen genau so schnell vorbei, wie sie überhaupt angefangen haben. Besonders positiv, gerade bei den eben genannten Szenen, ist die Tatsachen, dass der Autor alles sehr detailliert beschreibt, was dem Leser zu einer genaueren Vorstellung verhilft. Leider fiel mir beim Lesen jedoch auf, dass einige Szenen sehr abrupt enden bzw. manchmal sehr schnell zum Ende gebracht werden. Im gesamten Verlauf des Buches kann der Leser der Entwicklung der Hauptcharaktere gut folgen, auch wenn relativ schnell klar wird, wohin die Entwicklung führen wird. Am Ende schafft es der Autor aber auch hier noch mit einigen Überraschungen aufzutrumpfen, die der Leser so nicht erwartet hätte. Leider entwickelt sich die Story an manchen Stellen hin zu Science-Fiction, diese werden aber ebenfalls am Ende sehr gut und schlüssig aufgeklärt. Dies ist auch gut so, denn ohne die Auflösung am Ende, würden eben diese Szenen recht fehl am Platz wirken. Im Verlaufe des Buches begegnen dem Leser (sicherlich aufgrund der Thematik) viele interessante Fakten, die teilweise sogar bis zu aktuellen Geschehnissen reichen. Um ein selbstständiges Nachschlagen zu ermöglichen, findet der Leser am Ende des Buches ein recht überschaubares und gut gegliedertes Quellenverzeichnis. Das Ende des Buches liest sich so, als würde einer der Hauptcharaktere eben genau über das gelesene Buch sprechen (kurz zur Erklärung: Ein Charakter sagt am Ende, er würde das Geschehene in einem Thriller verarbeiten). So bekommt der Leser den Eindruck, dass dieses Buch von dem Hauptcharakter geschrieben wurde.
Cover: Das Cover enthält hauptsächlich die Farbe blau (dies setzt sich auch innerhalb des Covers fort). Auf der Vorderseite schauen wir auf eine Art Fenster und sehen einen Schatten, der mit etwas Fantasie die Hilal darstellen könnte (hiermit hätte es auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn in diesem geht es um den Islam) . Der Titel des Buches ist in beige gedruckt und hebt sich nicht nur durch die Farbe ab, sondern auch deshalb, weil die Schrift mit den Fingern zu ertasten ist (dies ist ebenfalls bei dem Titel auf der Rückseite so) . Der Titel spiegelt dabei ein wichtiges Element wieder, um das es in dem Buch geht. Als kleine Randnotiz möchte ich anmerken, dass mir die Gestaltung des Verlagsicons sehr gefällt. Auf der Rückseite sehen wir denselben Hintergrund, wie auf der Vorderseite, nur das das Fenster diesmal auf dem Kopf steht. Ingesamt gefällt mir das Cover recht gut und passt zur Story des Buches.
Fazit: In diesem Buch wird sicherlich ein sehr kontroverses Thema behandelt, dass bis in unsere Zeit reicht und aktuelle Geschehnisse aufgreift. Ganz im Stil von Dan Brown erzählt der Autor diese Geschichte, die sich keinesfalls hinter den Büchern Dan Browns verstecken muss. 350 Seiten voller Spannung, Action, Geschichte aber auch Liebe, erwarten dem Leser, welcher auf keinen der Seiten so wirklich enttäuscht wird. Enttäuschend ist dabei allein, wenn man das Ende des Buches erreicht hat. Kleinere Punkte sind sicherlich verbesserungswürdig, diese sind aber im Gesamtbild kaum der Rede wert. Von mir gibt es 5/5 Sterne.
Klappentext: in Prophet, den es niemals gab Ein Unfall? Oder doch ein Attentat? Simon Lange rettet sich mit einem spektakulären Sprung aus einem Auto. Der Auftakt einer rasanten Verfolgungsjagd, die von Paris über Berlin in den Nahen Osten führt, nach Jerusalem, Beirut und in ein kleines Dorf in Syrien. Lange ist im Besitz von Schriften, die das Weltbild aller Religionen ins Wanken bringen könnten, insbesondere das des Islam: Eine christliche Sekte soll den Koran verfasst haben, nicht der heilige Prophet. Doch Langes Nachforschungen rufen finstere Mächte auf den Plan, die alles dransetzen, damit die Wahrheit niemals ans Licht kommt. (Quelle: Benevento)
Autor: Philip Le Roy
Titel: Die goldene Pforte
Verlag: Benevento
Genre: Thriller
Seiten: 350
Preis:16,00
Veröffentlichung: 2018
ISBN: 978-3710900341
https://filme-buecher-mehr.de/
- Matthias Jösch
Mammon - Für deine Sünden sollst du büßen & Phoenix - Unsere Rache wird euch treffen
(93)Aktuelle Rezension von: tigger0705Adrian von Zollern ist beratender Ermittler beim deutschen Geheimdienst, oder so etwas ähnliches. Seine Mitarbeit wird aber bestritten, falls er in Gefahr kommt. Ein bisschen so wie bei “Mission Impossible”.
Ein ermordeter Banker mitten bei einer Opernaufführung weckt Adrian von Zollerns Interesse. Die Mordwaffe? Ein mittelalterlicher Dolch. Was ist das Geheimnis hinter dem Dolch und warum sterben viele Menschen mit solchen Waffen? Findet es heraus.Ich muss zugeben, das Buch war jetzt nicht so leicht zu lesen. Ich benötigte jetzt einen zweiten Anlauf. Die ersten 50 % lass ich vor Monaten innerhalb von Wochen, da mir schlicht und einfach die Zeit fehlte. Jetzt hatte ich einige Stunden am Stück Zeit und schwups waren die restlichen 50 % innerhalb von etwas mehr als 3 Stunden erledigt. Der Einstieg in das Buch, durch die verschiedenen Handlungsstränge, ist recht kompliziert, aber nach ca. 80 Seiten kann man den Thriller (vorausgesetzt man hat Zeit zwinker) nicht mehr aus der Hand legen. Es eignet sich nicht sehr gut für zwischendurch, da die Verzweigungen sehr umfangreich sind. Irgendwann hat es bei mir Klick gemacht, und ich verstand plötzlich was wo hingehört. Hinzukommt, dass das Buch sehr spannend ist und der Autor auch nicht davor zurückschreckt, lieb gewonnen Personen einfach umzubringen. Dadurch wird die Geschichte sehr unvorhersehbar, was einen guten Thriller auch ausmacht, finde ich. Das Buch kann ich jedem weiterempfehlen, nur sollte Zeit eingeplant werden.
- Elisabeth Herrmann
Totengebet
(70)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeEin Anwalt wacht im Krankenhaus auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern, außer an eine schöne junge Frau, die Jüdin ist. Er recherchiert zunächst in Berlin und dann in Israel.
Von dieser Autorin kannte ich zwar dem Namen nach, aber ich glaube, ich hab noch kein Buch von ihr gelesen. Eigentlich ist es auch nicht mein Thema, aber auf der anderen Seite finde ich Amnesie oder Teilamnesie immer sehr spannend. So habe ich mich auf das Buch, das ich irgendwo ertauscht oder im Second Hand Shop gekauft hatte eingelassen. Es hielt mich von Anfang an gefangen. Auch die Charaktere fand ich sehr interessant und echt, ich hätte nie herausgefunden, wer jetzt der Mörder war. Dabei haben – wenn ich so nachdenke – doch einige Leute den Mörder nicht gemocht. Nun ja, wie dem auch sei. Der Anfang war für mich sehr spannend, die Mitte sehr interessant, weniger spannend und der Schluss wieder spannend mit Highlights. Es ist wohl der 5. Fall einer Serie, wie ich im Internet lesen konnte.
Also das Buch war wirklich gut, aber am Ende hätte ich dann noch einige Fragen gehabt und ein Buch mit 438 Seiten (ohne Danksagung und Glossar) sollte – meiner Meinung nach – keine Fragen offen lassen. Die Bücher, die ich lese haben normalerweise um die 300 Seiten. Außerdem war das ganze dann doch etwas verwirrend. Zudem kannte ich ja noch keinen Charakter des Buches. Und ich denke, dass das irgendwie mehr so was wie eine Familientragödie war und eher weniger ein Krimi. Ein Thema mit dem ich sonst nichts anfangen kann und trotzdem hab ich das Buch, in etwas weniger als einer Woche, ausgelesen und fand es spannend. Nur, dass da Fragen offen blieben, fand ich sehr schade.
Ich hab mir bei LB die Rezis angesehen, damit ich mich ein wenig über die Serie informieren konnte. Und da las ich, mit größtem Erstaunen - dass das das wohl der schlechteste Teil der Serie war (bis 2016, denn ich vermute, es gibt weitere Teile). Nun ja, dann brauch ich unbedingt weitere Bücher, denn wenn mich etwas fesselt, was mich sonst niemals interessieren würde, dann muss die Autorin wirklich gut sein.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen. Es gab bei mir zwar kleinere Kritikpunkte, trotzdem werde ich das Buch mit 4 Sternen empfehlen. - Horst Eckert
Der Preis des Todes
(52)Aktuelle Rezension von: MogulSara Wolf ist erfolgreicher Host eines Polittalks im ARD. Sie spielt damit in der ersten Liga der Medienwelt in Deutschland und ist ein Vollprofi, der mit allen Wassern gewaschen ist. Erfolgreich, selbstsicher, gut aussehend bewegt sie sich gekonnt in den obersten Machtzirkeln von Politik, Wirtschaft und Medien. Das geht solange gut bis ihr neuer Freund, daselbst Staatssekretär bei der SPD, in seiner Wohnung tot aufgefunden wird. War es wirklich ein Suizid oder vielmehr Mord? Und nun beginnt die Glitzerfassade der ach so erfolgreich scheinenden Showmasterin Risse zu bekommen. War der von ihr heiss geliebte Staatssekretär etwa in dreckige Geschäfte verwickelt gewesen? Wir lernen nun eine ganz andere Sara Wolf kennen, eine, die in einer von älteren Männern dominierte Medienwelt um ihren Job kämpfen muss, da die Einschaltquoten ihrer Sendung nicht mehr gut genug sind. Eine Frau, die keinen Kontakt mehr hat zu ihrem todkranken Vater hat, die sich in dieser Situation daran erinnert, warum sie einmal Journalistin geworden war, und die der Ursache für den Tod ihres Freundes auf den Grund gehen will.
Der Autor siedelt die Story in der schnelllebige Welt der Medien an, in der es um Quoten, Beziehungen und Macht geht. Eine Welt, die gleichzeitig faszinierend und abstossend ist. Mir gefällt, wie Herr Eckert den Blick hinter die Kulissen einer Politshow gestaltet, wie er einerseits die Professionalität der Produktion und andererseits die Verfilzung von Medien, Politik und Wirtschaft beschreibt. Nur schon deswegen lohnt es sich, das Buch zu lesen. Und auch der Plot des Krimis hat es in sich, wenn man sich das am Ende der Lektüre noch einmal vor Augen führt. Etwas schade ist nur, dass es irgendwann - für meinen Geschmack etwas zu früh- absehbar wird, auf was die Geschichte nun hinausläuft. Ansonsten hat mich der Krimi mitgerissen, da die Story sehr spannend daherkommt und alle (!) Figuren ein glaubwürdiges Eigenleben und eigene, vielschichtige Persönlichkeiten haben.
Fazit: Eine klare Leseempfehlung von meiner Seite.
- Joan Weng
Feine Leute
(44)Aktuelle Rezension von: DorGerDas Buch verfolgt Kriminalfall und persönliche Lebens- und Liebessituation des Ermittlers parallel. Beides erweist sich als vertrackt und verwinkelt. Die Spielchen, die zwischen ihm und seinem on/off Liebhaber laufen, lassen pubertäre Mädchen blass aussehen, sind aber amüsant. Der Kriminalfall produziert im Laufe der Ermittlungen mehr Fragen als Antworten, weil er immer umfangreicher wird. Am Ende werden alle Antworten gefunden und bilden ein ganzheitliches Bild. Chapeau dafür.
Der schriftliche Stil ist nicht einfach zu lesen, anfangs erfrischend anders, mit der Zeit nutzt er sich a bissl ab. Die Zahl der vorkommenden Charaktere hat mich schier erschlagen, hab mir die Namen auch nicht über die Kapitel gemerkt, bin allerdings echt schlecht mit Namen-merken.
Bis auf einen Fall- und dass-Fehler perfekt lektoriert. Nur was eine Fellpfütze ist - ehrlich, null Ahnung. Es hat mich sehr gefreut, Telephon etc. dem Wortursprung entsprechend korrekt mit ph zu lesen.























