Bücher mit dem Tag "berliner schnauze"
6 Bücher
- Sarah Kuttner
180 Grad Meer
(157)Aktuelle Rezension von: subbiInhaltangabe des S. Fischer Verlags:
"Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."Sarah Kuttner schafft es (wieder), wie nur wenige Autor*innen, das Gefühlsleben ihrer Protagonistin Jule ehrlich und schonunglos darzustellen. Ich konnte mich dadurch super in Jule hineinversetzen. Gleichzeitig hat das Buch viele humorvolle oder eher tragikomische Momente, sodass sich beim Lesen keine "Schwere" entwickelt. Diese Balance fand ich sehr gut.
- Sarah Kuttner
Kurt
(284)Aktuelle Rezension von: nad_krueger"Die Welt bleibt nicht für eine beschissene Sekunde stehen. Sie zögert noch nicht einmal."(S. 105)
Das schlimmste, was Eltern passieren kann, ist, wenn sie ihr Kind überleben. So ergeht es dem großen Kurt und seiner Ex Jana, deren 6-jähriger Sohn Kurt vom Klettergerüst fällt und nicht wieder aufsteht. Aber auch Lena die "Stiefmutter" ist betroffen. Von jetzt auf gleich ist es für alle drei ein anderes Leben. Wie soll man mit einem derartigen Verlust umgehen?
Ein ruhiger und berührender Roman über Verlust, Trauer und Verzweiflung. Über den langen und quälenden Weg, das Trauma zu überwinden und sich langsam wieder ins Leben zu ruckeln. Ein Roman, der aufzeigt, wie unterschiedlich Menschen trauern, was sie zusammen- aber auch auseinandertreibt.
- Bernd Mannhardt
Giftzwerg
(15)Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies
Horst Kessler wird ermordet in seiner Berliner Laube vorgefunden.Daneben findet eine Sommerparty mit ausgelassener Stimmung statt.Als Hajo Freisal und Yasmine Gutzeit eintreffen, stoßen sie auf die Feiernden, die kein gutes Haar an Kessler lassen.Suchte in allem und jedem was zum Meckern.Giftzwerg war Kesslers Spitzname, der ihm alle Ehre machte.Wer aber hat ihn auf dem Gewissen? Verdächtige gibt es genug.
Bernd Mannhardt ist hier ein Krimi ohne Blutvergießen gelungen. Das tut der Spannung keinen Abbruch. Der Täter bleibt bis zuletzt unerkannt.Der Schreibstil ist flüssig mit einer außergewöhnlichen Sprache und mit Humor gewürzt. Diese Beschreibung des Haarnestes oder die Befragung mit Kesslers Sohn, einfach köstlich.Die Charaktere authentisch. Der kleine und dickliche Kommisar und seine großgewachsene Kollegin in seinem Roadster, es passt einfach alles.Ich war begeistert. Es war mir ein großes Lesevergnügen. 💥💥💥💥💥 - Christiane Petri
POLYGLOTT on tour Reiseführer Berlin
(13)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderJedes Jahr fahren wir mindestens einmal nach Berlin und die Stadt hat immer wieder tolles und auch Neues zu bieten. Mit Polyglott hat man immer einen tollen Begleiter an der Seite und hier findet man Geheimtipps, aber eben auch die großen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten. Gut und kompakt erklärt und mit schönen Bildern begleitet. So kann man sich schon daheim oder im Hotel für den Tag vorbereiten und dann kann man super starten. Sehr gute Touren durch die Stadt.
- Susanne Friedrich
Monstertörtchen
(22)Aktuelle Rezension von: HopeandliveUnschwer zu erkennen spielt dieser locker und flüssig geschriebene Roman von Susanne Friedrich in Berlin.
Wir begegnen Viktoria, einer sehr gut aussehenden und vom Erfolg verwöhnten Marketingchefin. Sie hat augenscheinlich alles erreicht im Leben, inklusive ihrem Ehemann Sven, einem schleimigen Deppen aber lest selbst!
Sie wird auf äußerst brutale Weise auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen, wenn man das als Bruchlandung verstehen darf.
In der Nacht ihres größten Erfolges hat sie auf der Heimfahrt einen folgenschweren Unfall. Sie überlebt, hat jedoch ein entstelltes Gesicht und zieht sich aus Beruf und Ehe zurück, letzteres wäre sowieso schon längst fällig gewesen, und flüchtet in eine Dachwohnung in Berlin Kreuzberg. So und jetzt...
Dann gibt es noch Jojo, er lebt auch in Kreuzberg, ist Sohn und immer beschäftigt, sich von seiner Familie abzugrenzen, was ihm mehr oder eher weniger gelingt. Er ist Besitzer eines Cafes, das er mehr oder weniger konzeptlos und unerfolgreich betreibt. Händeringend sucht er nach einer Lösung. So, und jetzt...
Endlich kommt die Seele des Buches ins Spiel , Tommy !!
Tommy ist Super-Service-Man, Herz, Herz und Herz, gelebte Emotion mit kindlichem Gemüt. Man muss ihn gern haben.
Er bringt diese beiden unterschiedlichen Charaktäre zusammen und gemeinsam erschaffen sie Monstertörtchen.
Wie das gelingt? Das müsst ihr schon selbst lesen;):)
Ach ja , einen originellen Charakter gibt es noch...Erna, von ihr stammt das Zitat und die Überschrift.
Susanne Friedrich ist ein locker und leicht zu lesender Roman gelungen, der einem durchaus zum Nachdenken bringt.





