Bücher mit dem Tag "besiedlung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "besiedlung" gekennzeichnet haben.

47 Bücher

  1. Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
    Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen

     (326)
    Aktuelle Rezension von: Neeeele

    Wir befinden uns in diesem Buch in Alaska im Jahre 1920. Mabel und Jack sind vom Leben enttäuscht. Obwohl sie es sich so innig gewünscht haben, war es ihnen nicht beschieden Kinder zu bekommen. Nun haben sie beschlossen diesen Wunsch aufzugeben und sich in Alaska am Rand zur Zivilisation als Farmer niederzulassen und dort ein bescheidenes karges Leben zu führen. Doch obwohl sich Mabel und Jack innig lieben, drohen sie in ihrer Ehe zu scheitern. Der übermächtige Wunsch nach einem Kind und auch die harte karge Landschaft Alaskas schafft eine schier unüberbrückbare Distanz zwischen ihnen.
    Als allerdings der erste Schnee zu fallen beginnt, bauen sich die Beiden, in einem Anflug von Übermut, ihr kleines eigenes Schneemädchen. Am nächsten Tag scheint dieses kleine Mädchen zum Leben erwacht zu sein und allein und verlassen durch die Wälder Alaskas zu streifen.

    Diese Geschichte ist eine ganz leise und zart erzählte, fast magische Geschichte von Verlust, Hoffnung und Gewinn. Eowyn Ivey hat eine wunderschöne Sprache um die emotionale Trauer, gerade von Mabel, auszudrücken und die schöne aber wilde Natur von Alaska zu beschreiben. So sachte wie der Schneefall fallen ihre Worte ins Buch und beschreiben so sehr schön was sie uns zeigen will.
    Eowyn Ivey kennt die rauhe Schönheit Alaskas, sie ist dort geboren und aufgewachsen und lebt auch heute mit ihrer Familie dort. Dies ist ihr Debütroman. Ihr zweites Buch "Das Leuchten am Rand der Welt" führt uns ebenfalls wieder nach Alaska und ich denke, wer "Das Schneemädchen" gut findet, der sollte sich auch das zweite Buch von Eowyn Ivey mal ansehen..... ich werde es tun.

    Von mir wieder mal eine Leseempfehlung und

    5*/5*

  2. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404270019)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

     (459)
    Aktuelle Rezension von: LenaSilbernagl
    Darum geht's:
    London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben - als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen "Schafbarons" versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat. Werden sie das Glück und die Liebe am anderen Ende der Welt finden? Ein fesselnder Schmöker über Liebe und Hass, Vertrauen und Feindschaft und zwei Familien, deren Schicksal untrennbar miteinander verknüpft ist.

    Das Buch:
    Eigentlich war ich nie der Mensch, der ein Buch von Sarah Lark lesen wollte. Obwohl ich historische Romane liebe und auch Liebesgeschichten mich begeistern können. Und obwohl die Bezeichnung Familien-Epos mich oft ködern kann, so waren die Bücher dieser Autorin für mich eher etwas, dass ich für mich abgeschrieben hatte.
    Doch nun habe ich den ersten Teil der Weißen-Wolke-Saga gelesen und das Buch konnte mich eindeutig überzeugen. 
    Beginnen wir mit dem Setting. London 1852 klingt schon mal ganz spannend. Die Kulisse wird eindrucksvoll geschildert auch die beiden weiblichen Protagonistinnen werden zum ersten Mal eingeführt. Beide sind mir von Anfang an sympathisch gewesen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn Heiratsumstände heute ganz anders sind konnte ich doch nachvollziehen, warum Helen die Heiratsannonce anziehend fand.
    Ich kann nicht bestätigen oder widerlegen, ob die historische Wirklichkeit im damaligen London wirklich so war, wie es in diesem Buch beschrieben wurde, aber ich konnte es mir gut vorstellen. 
    Die kleinen Details haben mir das gut möglich gemacht. Und selbst wenn die Tatsachen nicht so stimmen würden, täte dies dem Buch dennoch keinen Schaden. Denn es ist so spannend geschrieben, dass man schon nach nur wenigen Seiten mehr erfahren möchte.
    Die beiden weiblichen Protas waren für mich eindeutig in diese Zeit geschrieben und so konnte es auch passieren, dass die beiden erst nach Neuseeland reisen mussten. Würde das Buch in der heutigen Zeit spielen, wären die Beweggründe nicht vorhanden oder vollkommen anders. 
    So sind es jedoch die Umstände, die die beiden Protas in eine neue Welt schicken. Und gemeinsam mit den beiden erkundet auch der Lese das unbekannte Land.
    Die Überfahrt wird genauso spannend gestaltet wie alles andere davor auch, doch der interessanteste Teil folgt eindeutig danach. 
    Denn nicht nur für Helen und Gwyneira war dieses Land neu, sondern auch für mich. 
    Dabei wird auch diese Kulisse so eindrucksvoll beschrieben, dass ich mir genau vorstellen konnte, wo die beiden gelandet sind. Ich konnte mir sowohl das Land, als auch die Berge und Seen gut vorstellen.
    Bis hierher weiß der Leser noch nicht, wie sich die beiden Männer gestalten werden, die Helen und Gwyneira heiraten sollen. Das bleibt zunächst ein Geheimnis, welches es noch spannender macht weiterzulesen. 
    Im Laufe des Romans wird diese Geheimnis jedoch geklärt und es stellt sich heraus, dass die beiden Frauen und ihre Schicksale miteinander verknüpft sind. Im weiteren Verlauf müssen die Beiden viele Hürden überstehen, erleben jedoch auch schöne Situationen. Obwohl das Buch mehr als 800 Seiten hat, wurde mir beim Lesen nie langweilig und ich wartet gespannt darauf, was als nächstes kommen möge. Und obwohl irgendwann der Alltag ins Leben der beiden Protas einzieht, so wird das Lesevergnügen doch nie gemindert. Denn immer wieder werden interessante Passagen über das Land, das Leben dort oder die Fauna und Flora eingebunden, die eindeutig darauf schließen lassen, dass die Autorin dieses Land wirklich gut kennt.
    Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde ich in die Welt hineingezogen. Dabei gab es für mich viele liebenswerte, aber auch einige hassenswerte Figuren. Und obwohl das Buch mit einem kleineren Cliffhanger endet kann man das verzeihen, denn der nächste Band wartet schon auf einen ;)
  3. Cover des Buches Der weiße Stern (ISBN: 9783426511701)
    Iny Lorentz

    Der weiße Stern

     (68)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Nach ihrer Flucht aus dem von Repressionen geplagten Deutschland und der gefährlichen Atlantiküberquerung haben es Gisela und Walther endlich nach Amerika geschafft. Zwar war der Plan des Paares, sich in den USA niederlassen, doch letztendlich stranden sie in der mexikanischen Provinz Tejas. Die dortige Verwaltung sucht händeringend nach Siedlern und so bekommen Gisela und Walther ein Stück Land, dass sie bewirtschaften können und beginnen sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Das Leben schreitet voran und so steht Gisela bereits kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes, währen Walther Bekanntschaft mit den Komantschen macht, die in der Nähe des Siedlungsraums leben. Nach anfänglichen Sorgen bemerken die beiden aber recht schnell, dass es sich neben den Indigenen recht gut leben lässt, und diese ein willkommener Handelspartner sind, und so entspinnt sich ein reger Handel zwischen Walther und dem Oberhaupt der Komantschengruppe. Diese guten Beziehungen machen sich auch dann bezahlt, als Giesela nach der Geburt des Kindes nicht dazu in der Lage ist, ihr Kind zu säugen, und Walther die junge Navajo Nizhoni, dir kurz zuvor ihr eigenes Kind verloren hat, den Komantschen abkaufen kann. Nach anfänglicher gegenseitiger Abneigung zwischen den drein entsteht schon nach kurzem zwischen ihnen ein starkes freundschaftliches Band, das scheinbar unzerstörbar ist. 

    Sprachlich unterscheidet sich das Buch nicht von seinem Vorgänger. Ein einfacher lockerer Schreibstil, der mich als Leser sofort in die Geschichte eintauchen lies. Auch mangelt es dem Buch durchaus nicht an Spannung. Soweit alles top und genau so gut wie der Vorgängerband. Die Charakterzeichnung wirkte allerdings in diesem Buch blasser, als noch in "Das Goldene Ufer". Walther, vor allem aber Giesela konnten mich nicht so überzeugen, wie im Buch davor. Sie wirkten auf mich deutlich blasser und auch langweiliger. Ich konnte keine Sympathien in solchem Maße aufbauen, wie ich es im ersten Teil tat. Mir entglitten also die Hauptcharaktere, dafür aber konnten die Nebencharaktere mich größtenteils für sich einnehmen. Vielleicht wirkten sie auf mich auch ein wenig interessanter als Giesela und Walther, da die beiden meiner Meinung nach nicht sonderlich viel Potenzial haben, und dieses bereits zu einem großen Teil ausgeschöpft wurde. Ein wenig daran gestoßen habe ich mich auch, dass ich stellenweise ein wahrlich unangenehmes Gefühl beim Lesen mancher Situationen hatte. Gewisse Stellen wirkten auf mich zu übertrieben freundlich und manche Dialoge fand ich einfach nur extrem cringe. Das ist aber Geschmackssache. Ich bin einfach kein Fan von übertrieben kitschigen Situationen und auch übertrieben glückliche Happy-Ends kann ich gar nicht leiden. Überzeugen konnten mich Iny Lorentz aber wieder mit den Beschreibungen des drum herum und den historischen Fakten, die in die Geschichte eingebunden wurden. an bekommt einen recht guten Eindruck davon, was es bedeutete, sich im 18. Jahrhundert eine Farm aufzubauen, und welchen Gefahren an dabei ausgesetzt ist. Auch erfährt an einige recht interessante Details über den den texanischen Unabhängigkeitskrieg, da dieser genau in die Handlungszeit des Buches fällt und teilweise sogar eine recht große Rolle spielt, ohne dass dabei allerdings die Leser:innen von zu vielen Informationen erschlagen werden. Da haben Iny Lorentz wieder bewiesen, was sie so können. 

    Kurz gesagt ist das Buch eine durchaus würdige Fortsetzung von "Das goldene Ufer", auch wenn dabei ein Teil des alten Charmes der Protagonisten verloren geht. 

  4. Cover des Buches Die Saga von Vinland (ISBN: 9783426653883)
    Iny Lorentz

    Die Saga von Vinland

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „Zum Verräter erklärt, raubt Jarl Eyvind die schöne Sigrid, die ihm von ihrem Vater Ulfar verweigert wurde, und flieht mit der unwilligen Braut. Bei seinem Überfall geraten auch die beiden Freunde Andreas und Ailmar in seine Hand. Nachdem der Griff nach dem norwegischen Thron ein übles Ende nahm, will Eyvind seine Getreuen eine neue Heimat führen. So ziehen sie weit über das Meer und über Islands Gletscher in ein Land, in dem es alles gibt, was sie sich erträumen. Dort leben jedoch bereits Menschen und die sind nicht bereit, sich Eyvind zu unterwerfen. Doch auch Sigrid und die junger Grönländerin Ingridur streben gemeinsam mit Andreas und Ailmar danach, ihre Freiheit wieder zu erringen.“


    Ein neuer Roman von Iny Lorentz! 

    Es ist mein zweiter Roman und Lorentz und ich gehöre auch nicht zu ihrer Fangemeinde der Wanderhure, denn die habe ich nie gelesen... Dennoch schätze ich historische Romane sehr und bin von Ebert, Schiewe, Peter aber auch auf internationalem Territorium begeistert unterwegs. 

    Nun aber hier: Lorentz startet recht ruhig in diesen Roman. Die Figuren wirken recht blass, die Intrigen nicht zu intrigenreich, die Liebe nicht voller Gefühl, das Meer nicht so blau wie beschrieben - kurzum, ich bin ein wenig enttäuscht. Lorentz‘ Wortwahl und Schreibweise passen recht gut zur damaligen Zeit, die Landschaftsbeschreibungen waren nicht schlecht, aber das geht auch besser. Störend war in meinen Augen die Zeitform in der Lorentz schreibt. Als Leser hatte ich da wahrlich Schwierigkeiten Zugang zu bekommen. Ein Wechsel zwischen Zeiten und Personen gleichermaßen stiftet doch viel Verwirrung und lässt den eigentlichen roten Faden irgendwann abreißen...

    Der Roman wird seine Liebhaber finden, ich bin es aber nicht. Mir war er zu langweilig, zu unterkühlt und zu flach. Es gibt 2 von 5 Sterne von mir.

  5. Cover des Buches Sternenfeuer - Gefährliche Lügen (ISBN: 9783426283615)
    Amy Kathleen Ryan

    Sternenfeuer - Gefährliche Lügen

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Ally1999
    Friedlich leben Waverly und Kieran in einem der zwei Raumschiffe, die als Experiment ins All geflogen wurden. Nun sind seitdem viele Jahre vergangen und alles scheint perfekt, als sie plötzlich von dem anderen Raumschiff angegriffen werden und alle Mädchen entführt werden, mit ihnen Waverly. Was haben sie mit ihnen vor? Wem kann sie trauen? Und noch wichtiger, was hat ihr eigener Kapitän damit zu tun?


    Wow. Das dachte ich, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Ich bin immer noch total begeistert von der Geschichte. 

    Sowohl Waverly als auch Kieran gefielen mir von Anfang an. Beide auf ihre eigene Weise mutig und gerecht und immer das Wohl der Gemeinschaft im Fokus. Die wechselnde Perspektive in dem Buch machte es möglich, die beiden Charaktere miteinander zu vergleichen. Sie waren wie füreinander geschaffen.

    In dem Buch werden viele gesellschaftliche sowie politische Aspekte benannt, die einen sehr zum Nachdenken anregt, denn so etwas passiert auch in der wirklichen Welt. 

    Generell war ich sehr fasziniert von der ganzen Weltall Atmosphäre. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, sie wird genauso gut wie der erste Teil.

    Insgesamt bekommt das Buch 5 von 5 Sternen.
  6. Cover des Buches Die Siedler von Catan (ISBN: 9783404153961)
    Rebecca Gablé

    Die Siedler von Catan

     (435)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Die beiden Ziehbrüder Candamir und Osmund leben in einem Dorf an der Küste Norwegens. Es ist ein karges und entbehrliches Leben und die Bewohner des Dorfes leben von ihren mageren Schafherden und dem, was sie im Meer fangen. Doch eines Tages fällt das Dorf einem blutigen Überfall benachbarter Wikingerstämme zum Opfer, der dann schließlich dass Fass zum Überlaufen bringt. Die Dorfgemeinschaft beschließt ihre bisherige Heimat zu verlassen, und sich mit ihren Drachenbooten auf die Suche nach einem neuen Land zu machen, wo sie in Ruhe und ohne Entbehrungen siedeln können. Auf dem gefährlichen Weg in die neue Heimat geraten die Boote der Siedler jedoch in einen schweren Sturm und die Fluten der Meere drohen diese zu verschlingen. Doch schließlich, nachdem sie den Sturm überstanden haben, werden sie schließlich an den Ufern der sagenumwobenen Insel Catan angespült. 

    "Die Siedler von Catan" war mein erstes Buch von Rebecca Gablé und der Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Er ist angenehm und einfach, ohne platt zu werden, aber auch unglaublich bunt und fruchtig und untermalt die Geschehnisse wunderbar. Auch mangelte es die ganze Geschichte über nicht an Spannung. Der Spannungsbogen baute sich immer wieder auf, bis er dann in einzelnen Geschehnissen entladen wurde. So kommt man flott durch das Buch. Die Protagonisten sind meiner Meinung nach sehr schön ausgearbeitet. Sie sind sehr abwechslungs- und facettenreich und wirken nicht unauthentisch. Besonders Candamir und Osmund waren mir sehr sympathisch. Auch wenn das Buch jetzt nicht sehr viele historische Hintergründe hat, war die Geschichte sehr abwechslungsreich und umfangreich. Auch fand der frühe Konflikt zwischen dem frühen Christentum und den damaligen heidnischen Naturreligionen Eingang in die Handlung, was mich sehr interessierte. Ein wenig überraschen konnte mich schließlich das Ende. Zwar erwartete ich kein klassisches Friede-Freunde-Kokosnuss-Ende, doch das Ende, wie es nun wirklich ist, kam für mich persönlich unerwartete, was aber nicht minder positiv ist. 

    Letztendlich ist das Buch einer der besten historischen Romane die ich je gelesen habe und konnte mich für Rebecca Gablé begeistern. Das Buch ist eine wirklich große Empfehlung an alle Leserinnen und Leser von historischen Romanen, auch wenn die Geschichte etwas unkonventionell ist. Ich bin heute noch überrascht, wie gut es die Autorin schaffte, nach der Idee des Brettspiels einen so wunderbaren Roman zu schreiben. 

  7. Cover des Buches Future (ISBN: 9783453317581)
    Dmitry Glukhovsky

    Future

     (37)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn
    Das Leben in Europa, so wie wir es kennen, existiert in der Zukunft nicht mehr. Der Kontinent ist zu einer einzigen großen Stadt  zusammengewachsen, die maßlos überbevölkert ist. Der Mensch hat es nämlich geschafft, den Tod zu übergehen. Wohnraum ist in der gigantischen Metropole so gut wie gar nicht mehr vorhanden - einzige Möglichkeit: Wohntürme, die in den Himmel ragen. In den oberen Stockwerken leben die Reichen und Mächtigen, während die Mehrheit in den unternen Ebenen ihr Dasein fristet. Auch wenn die Menschen ewig jung und gesund bleiben, haben einige den Wunsch Nachwuchs zu bekommen. Doch dieser ist streng reglementiert und der Preis dafür ist hoch - das Leben eines Elternteils gegen das des Kindes. 
    In dieser Zukunft lebt Jan Nachtigall, Mitglied einer Sondereinheit des Sicherheitsministeriums, die über die Einhaltung der Fortpflanzungsgesetze wacht. Seine Aufgabe besteht darin illegale Kinder und nicht gemeldete Schwangerschaften aufzuspüren. Eines Tages bekommt er einen Sonderauftrag, der als Sprungbrett für seine Karriere dient. Doch leider läuft die Mission nicht nach Plan und Jan ist kurz darauf selbst auf der Flucht...

    Der Klappentext klingt interessant und hat mehr versprochen als gehalten. Der Protagonist Jan Nachtigall ist gewalttätig, vulgär und äußerst unsympathisch. Viele seine Entscheidungen sind fragwürdig, da er sich selbst oft widerspricht. Die Szene, in der die Kirche als Bordell missbraucht wird, ist für mich ein absolutes No-Go.
    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und man kommt schnell voran, wenn man sich motivieren kann weiterzulesen. Viele Textpassagen werden öfters wiederholt und streckenweise ist der Roman langatmig. Die Geschichte hätte man ohne Bedenken um paar hundert Seiten kürzen können.

    Die Erwartungen an das Buch waren hoch, allerdings wurde ich bitter enttäuscht.
  8. Cover des Buches Irrgarten des Todes (ISBN: 9783596905645)
    Philip K. Dick

    Irrgarten des Todes

     (39)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Die Geschehnisse bei Dick sind wie immer beängstigend und ich mochte sein sinnieren über die Existenz von Gott in einer Welt, die ich selbst noch nicht gänzlich durchschaut habe. Der Gedanke, dass man Menschen zum Tode verurteilt, die alle eine Art Besessenheit aufweisen, passt auch heute noch zur gesellschaftlichen Entwicklung. Dennoch kam ich vom Stil her nicht in das Buch hinein, bis zum Schluss hat mich etwas von den Charakteren fern gehalten, was manche von Dicks Geschichten für mich so an sich haben.
  9. Cover des Buches Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras (ISBN: 9783862824700)
    Detlef M. Plaisier

    Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Harpo

    Die Originalgeschichte, welche aus den sogenannten Memoiren des Vaters des "Autors", bezogen wurde, hätte eigentlich das Potential zu einer wahrhaft erzählenswerten sein können. Leider macht es der Autor - wir mögen ihn so nennen - einem unmöglich die Geschichte zu genießen. Der Grund: Langweilig und überaus langatmig erzählt. Dazu auch noch schriftstellerisch wenig ausgereifte Stil, der es fast schon zum Kraftakt macht, sich durch das Ganze durchzuarbeiten.

  10. Cover des Buches Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses (ISBN: 9783426628041)
    Dee Brown

    Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Wiosna
    Dieses Buch zeigt auf, wie die Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die "Weißen" aus Sicht der Ureinwohner ablief. Schonungslos stellt Dee Brown dar, wie rücksichtslos und brutal der "Weiße Mann" bei der Okkupation des Kontinents vorging.

    Dieses detailliert recherchierte Buch sollte Pflichtlektüre für alle werden, die den "Amerikanischen Traum" bejubeln - er wurzelt in einem blutgetränkten Boden.
    Es wird aufgeräumt mit dem durch seichte "Wild-West-Filme" verbreiteten Bild des "bösen Roten", der die "armen Weißen" abschlachtet.

    Millionenfaches Leid auf Seiten der Ureinwohner - und nur wenige interessiert es. Schaut auf die aktuelle Situation der "Indianer". Es macht fassungslos. Die Verbitterung ist nachvollziehbar.

    Ein wichtiges Buch.
  11. Cover des Buches Der unmögliche Planet (ISBN: 9783453217317)
    Philip K. Dick

    Der unmögliche Planet

     (52)
    Aktuelle Rezension von: andreasmk
    "Der unmögliche Planet" enthält 30 Kurzgeschichten von Philip K. Dick aus der Zeit von 1952 bis 1981, die bekanntesten dabei "Erinnerungen en gros" und "Der Minderheiten-Bericht", Vorlagen für die Hollywood-Filme "Total Recall" und "Minority Report". Während die meisten Geschichten typische Themen der klassische Science Fiction wie Raumfahrt, Androiden, Außerirdische oder Zeitreisen aufweisen, geht es Dick dabei in erster Linie um die beteiligten Charaktere. Die Geschichten mit einer jeweiligen Länge zwischen 3 und 60 Seiten sind grob geordnet nach dem Datum ihrer Erstveröffentlichung, was einem einen sehr guten Einblick liefert, wie sich Dicks Themen im Laufe der Zeit entwickelt haben. Aber auch vom Autor ganz ungewohntes findet hier Platz. Alles in allem eine der besten Kurzgeschichten-Sammlungen, die ich kenne und nicht nur für Science Fiction Fans. Für eine komplette Sammlung der Kurzgeschichten von Dick sollte man sich übrigens die Sammelbox "Sämtliche 118 SF-Geschichten" des Zweitausendeins Verlags besorgen.
  12. Cover des Buches Die Mars-Chroniken (ISBN: 9783257607505)
    Ray Bradbury

    Die Mars-Chroniken

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Jules_Verne

    Der Mars und die futuristische Technologie passen in die Zukunft und beziehen die Raumfahrt ein, aber Bradbury ist Literat und verwendet einen schönen harmonischen Schreibstil.

    Der Mars könnte auch eine andere Dimension oder das Feenland sein, es spielt keine Rolle, Bradbury hat eine alternative Realität erfunden, um das psychologische Ethos zu erforschen. Wenn Heinlein der Science-Fiction-Ideologe / Soziologe und Clarke der Science-Fiction-Anthropologe und Asimov der Science-Fiction-Theologe ist, dann ist Bradbury der Science-Fiction-Psychologe.

    Aber es besteht kein Zweifel, dass dies mehr Fantasie ist als SF; Bradbury kitzelt und schmeichelt und schreitet spielerisch durch alle Technologien und geht direkt zu einer spirituelleren, psychologischeren Erzählung über - einer traumhaften, absurden Stimme, einer flüsternden Beschwörung.

    Martian Chronicles ist ein chronologischer Satz von Kurzgeschichten, die um das Thema der Kolonisation des Mars herum zusammengebunden sind, aber es geht eigentlich um die menschliche Psyche und eine Studie darüber, was das Beste und Schlimmste an uns ist.

  13. Cover des Buches Die Edda des Snorri Sturluson (ISBN: 9783150007822)
    Arnulf Krause

    Die Edda des Snorri Sturluson

     (16)
    Aktuelle Rezension von: charlotte
    Schön, dass es diese Edda auch auf Deutsch gibt. Das altisländische Orginal war etwas schwieriger zu lesen ;-)
  14. Cover des Buches London - Die Biographie (ISBN: 9783813502909)
    Peter Ackroyd

    London - Die Biographie

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Eine herrliche Liebeserklärung, gewürzt mit typisch britischem Humor. Wie kann man in London gewesen sein, ohne vorher dieses Buch gelesen zu haben?
  15. Cover des Buches Das Tal des Himmels (ISBN: 9783423129510)
    John Steinbeck

    Das Tal des Himmels

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Vor Urzeiten gelesen, bestimmt fast dreißig Jahre her, aber ich mochte es sehr gern und habe es in guter Erinnerung! ImTal des Himmels in Kalifornien leben Menschen verschiedenster Charaktere. Die meisten kennen sich, alles scheint sehr idyllisch. In einzelnen Episoden werden einige der Talbewohner vorgestellt, Wichtiges, zum Teil Tiefgründiges aus Ihrem Leben erzählt und Zusammenhänge verdeutlicht. Lesenswert!
  16. Cover des Buches Die Siedler von Catan (ISBN: 9783785731802)
    Rebecca Gablé

    Die Siedler von Catan

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhalt:

    Ein blutiger Überfall auf ihr Dorf im hohen Norden lässt die Ziehbrüder Candamir und Osmund erkennen, dass ihre Tage in der Heimat gezählt sind. Nach einem Hungerwinter bricht die Gemeinschaft mit neun Schiffen auf, um ein neues Land zu suchen. Ein Sturm verschlägt sie auf jene Insel, die sie nur aus der Sage kennen: Catan ...

    eigene Meinung:

    Bei den Siedlern war ich zuerst skeptisch, eine schriftliche Auseinandersetzung zw. ein Hörbuch von einem Spiel?? Das konnte doch nichts sein. Da ich bisher von Rebecca Gable noch nichts gelesen oder gehört hatte, dachte ich: ok es ist einen Versuch wert. ich wurde nicht enttäuscht, die Geschichte der Siedler, mit der Sklaverei, dem Christentum, etc. hat mic überzeugt und mir sehr gut gefallen.
  17. Cover des Buches Verlorene Welten: Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas 1700-1910 (ISBN: 9783608949148)
    Aram Mattioli

    Verlorene Welten: Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas 1700-1910

     (10)
    Aktuelle Rezension von: SiCollier
    Die Zerstörung des indianischen Nordamerika darf als Schlüsselereignis nicht mehr länger aus der Geschichte der USA wegretuschiert werden, gerade weil viele Amerikaner diese Katastrophe jahrzehntelang ausblendeten oder sie in ihrer Bedeutung bis heute kleinreden. (Seite 348)

    Meine Meinung

    „Es ist nicht möglich, alle an California Indians verübten Massenmorde zu thematisieren, weil es schlicht zu viele an der Zahl sind.“ (S. 210) Der Satz stand bei der Überlegung, welches Zitat ich über meine Rezension stelle, mit zur Auswahl. Immerhin hat er es an den Beginn der Rezension geschafft und deutet so auf zweierlei hin: daß es weder im Buch noch in der Rezension möglich ist, alles Relevante zu erwähnen (weil es schlicht zu viel ist) und wes Geistes Kind die heutigen USA sind, was zu deren Verständnis hilfreich ist.

    Selten hat mich ein Buch dermaßen wütend zurückgelassen wie dieses. Und das, obwohl (oder gerade deswegen?) der Autor in durchweg sachlicher, aber gut lesbarer, Sprache die historischen Ereignisse schildert. Daß er sich diese nicht aus den Fingern saugt, mag die übergroße Anzahl von Quellenhinweisen am Ende des Buches bezeugen.

    Zu Beginn führt er aus, daß es heute drei Positionen zum Untergang der Indianer gibt: die erste besagt, daß der Untergang nicht gewollt passierte, sondern eine „unbeabsichtigte Nebenfolge“ (S. 22) der Westexpansion war. Der zweite ist der Meinung, daß die nordamerikanischen Indianer seit Beginn der europäischen Expansion „Opfer eines gezielten und systematisch betriebenen Völkermordes“ wurden. (S. 22f) Der dritte schließlich besagt, daß die erstgenannten beide nicht zutreffend sind, sondern daß die Indianer an verschiedenen einzelnen Formen der Massengewalt, wie zum Beispiel Todesmärsche bei Umsiedelungsaktionen, Unterversorgung in Reservaten, Kindeswegnahmen, Massakern (vgl. S. 24f) unter gingen, diese insgesamt jedoch nicht die Bedingungen der Genozidkonvention vom 9. Dezember 1948 erfüllen würden.

    Das Buch selbst ist in einzelne Kapitel, die sich mit jeweils einer Großthematik, wiederum unterteilt in bestimmte Regionen bzw. Nationen, befassen aufgeteilt. So entsteht für die Zeit ab etwa 1700 bis in die Neuzeit ein sehr umfangreiches und detailliertes Bild dessen, was durch die Besiedelung des Westens durch die Amerikaner den dort seit Jahrhunderten lebenden indigenen Völkern widerfahren ist. Sicherlich würde eine Gesamtdarstellung aller Nationen samt deren Schicksal den Rahmen dieses (und auch jedes anderen Buches) sprengen, aber dadurch, daß wesentliche Schwerpunktthemen behandelt werden, erhält der Leser doch ein recht vollständiges Bild jener Ereignisse, die oft als „Eroberung des Wilden Westens“ verklärt dargestellt werden.

    Neu waren für mich die Ausführungen dazu, weshalb sich viele Nationen mit den Briten und/oder Franzosen gegen die Amerikaner verbündeten. Vor allem die Franzosen gestanden den Indianern - im Gegensatz zu den Amerikanern - viele Rechte zu, so daß sie relativ frei und unbehelligt in von diesen kontrollierten Gebieten leben konnten. Die Parteinahme für Briten und Franzosen war also wohlüberlegt im Sinne des eigenen Überlebens. Die verheerende Wirkung der von den Europäern eingeschleppten Seuchen war mir allerdings schon früher in anderen Veröffentlichungen begegnet.

    Immer wieder wird deutlich, daß es den Amerikanern völlig egal war, wie sie ihr Ziel, den Kontinent vollständig zu unterwerfen und zu besiedeln, erreichen. Dabei trat ein erschreckender Rassismus zutage, der bis heute wirkmächtig ist. Denn die First People wurden nicht als (gleichberechtigte) Menschen, sondern als „Wilde“, als „auf Steinzeitstufe stehengebliebene“, als „unterlegene Rasse“ angesehen, deren natürliches Schicksal es sei auszusterben. Niemand störte sich daran, daß dazu beispielsweise auch der 1. Zusatzartikel zur Verfassung gebrochen wurde (vgl. S. 297).

    Nach der Lektüre des Buches bin ich persönlich zu der Überzeugung gekommen, daß vielleicht kein expliziter schriftlicher Regierungsbeschluß zur vollständigen Ausrottung der Indianer existiert haben mag, die Handlungsweise sowohl von Regierung, US Army als auch den Siedlern lief jedoch auf genau diese hinaus. Weshalb vielleicht nicht im strengen juristischen Sinne nach einer Definition, die Jahrzehnte später erst erstellt wurde, in sachlicher und „gesunder menschenverstandsmäßigen“ Hinsicht jedoch sehr wohl ein gewollter Genozid vorliegt.

    Schriftlich nachweisen läßt sich allerdings der Ethnozid (vgl. das Kapitel S. 294ff: „Versuchter Ethnozid: ‘Töte den Indianer, rette den Menschen’“), in dem versucht wurde, die indianische Religion und Kultur vollständig auszulöschen. Es grenzt schon an ein Wunder, daß dies trotz der massiven Maßnahmen letztlich nicht gelang, wenngleich viel verloren gegangen ist.

    Vieles ließe sich noch anführen, aber wie eingangs erwähnt, reicht dafür der Platz nicht aus. Nur zwei aktuelle Bezüge sind mir im Verlauf des Lesens bewußt bzw. klar geworden. Zum Einen, daß der derzeitige US Präsident Donald Trump in „bester“ amerikanischer Tradition handelt und zum Anderen Europa (bzw. die EU Staaten) aufpassen müssen, daß es ihnen nicht ähnlich ergeht wie den Native Americans. Denn rücksichtslose und rüpelhafte Politik hat in Amerika offensichtlich eine jahrhundertelange Tradition. Dagegen hilft nur große Geschlossenheit, Entschiedenheit und Stärke. Wer weiß, wie die Geschichte in Nordamerika verlaufen wäre, hätten die indigenen Völker über diese Eigenschaften verfügt.

    So bleibt am Ende nur der Hinweis von Simon Pokagon, einem Potawatomi, von 1893 in seinem Büchlein „The Red Man’s Rebuke“:
    „Und während ihr, die ihr Fremde seid und hier lebt, die Angebote der Handarbeit eurer eigenen Länder hierher bringt und eure Herzen voller Bewunderung frohlocken über die Pracht und Größe dieser jungen Republik (...) vergesst nicht, dass diesem Erfolg unsere Heimstätten und eine einst glückliche Rasse geopfert wurden.“ (S. 337)


    Mein Fazit

    Eine umfassende, mit großer Sachkenntnis gut lesbar geschriebene Darstellung der Geschichte der Indianer der USA und ihres Unterganges. Ein unbedingtes Muß für jeden, der sich für die Thematik interessiert.
  18. Cover des Buches Sternenfeuer: Vertraue Niemandem (ISBN: 9783426653272)
    Amy Kathleen Ryan

    Sternenfeuer: Vertraue Niemandem

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Sonique
    Zu Beginn des Buchs, muss ich ehrlich zugeben, dachte ich, dass ich nach 50 Seiten aufgeben würde...
    Doch diese Geschichte ist wunderbar durchdacht und entpuppt sich irgendwann im Laufe der Handlung als ein wahres Vergnügen!
    Ein Buch, dass man nur lieben kann!
  19. Cover des Buches Der verborgene Fluss (ISBN: 9783442737253)
    Kate Grenville

    Der verborgene Fluss

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Ein äusserst eindringlicher Roman über William Thornhill, der als Sräfling nach Sidney auswandert und über den Zusammenprall der Kulturen. Ein sehr lesenswertes, gutes Stück australische Literatur, eindringlich, ergreifend, brutal. Die Autorin schreibt kraftvoll und klar, das Geschilderte geht zu Herzen ohne je ins Kitschige abzudriften!

    „Es kam ihm vor, als hätte sich ganz langsam eine Maschine in Bewegung gesetzt: Die Räder drehten sich, und die geschmierten Zahnräder griffen ineinander. Neusüdwales hatte ein Eigenleben jenseits des Einflussbereichs von Gouverneur oder gar Königs bekommen. Es war eine Maschine, von der manche zermahlen und ausgespuckt wurden, während andere in Höhen aufsteigen, von denen sie nie zu träumen gewagt hätten.“

    Ehrlich und schonungslos werden dabei sowohl Hunger und Elend in der alten Welt und schliesslich auch die Gräueltaten der Kolonisten an den Aborignes in Australien geschildert. Grenville vermeidet es gekonnt, Partei zu ergreifen. Und das halte ich für einen besonderen Pluspunkt dieses Buches. Die Aborigines werden aus der Sicht der damaligen Siedler dargestellt – und so gehört es sich auch für einen historischen Roman! Wer anderes sucht, soll sich ein ethnografisches Sachbuch besorgen. Ohne eine der beiden Parteien zu verklären, ermöglicht es die Autorin, beiden Seiten ein gewisses Mass an Verständnis entgegen zu bringen.

    „Thornhill sass aufrecht im Heck und liess den Blick über das Bootsdeck schweifen, wo seine Passagiere ausgestreckt nebeneinander lagen und dösten. Er kannte all dieses Männer, hatte bei einem Glas Rum mit ihnen gelacht, mit ihnen den Preis für ihren Weizen und ihre Kürbisse ausgehandelt. Im Grossen und Ganzen hatte er sie nie für schlechte Männer gehalten. Und dennoch hatte das Leben sie und ihn an diesen Punkt gebracht, wo sie alle auf das Einsetzten der Flut warteten, um zu tun, was nur die grössten Schurken taten.“

  20. Cover des Buches Das Land der weißen Wolke (ISBN: 9783838749921)
    Sarah Lark

    Das Land der weißen Wolke

     (9)
    Aktuelle Rezension von: BibisMindPalace

    Zwei Frauen im 19.Jahrhundert, die es von England aus in die weite Ferne nach Neuseeland verschlägt. Beide nehmen die lange Reise auf sich, um zu Heiraten. Die eine, weil sie vom Leben als Frau eines Gentleman-Farmers träumt, die andere, weil sie das Abenteuer liebt. Während der langen Überfahrt lernen die beiden Frauen sich kennen und eine lebenslange Freundschaft entsteht. Doch finden sie in Neuseeland auch wirklich das Glück in der Liebe?

    Sarah Lark schreibt großartige Romane, die einem Fernweh bescheren. Die Wolken-Trilogie ist dabei meine liebste Reihe. Vom Setting Ende des 18. Jahrhunderts, über die Beschreibung Neuseelands bis hin zu den vielen Charakteren ist einfach alles stimmig. Natürlich geht Sarah Lark auch auf die Zeitgeschehen ein, so zieht einer ihrer Charaktere später in den ersten Weltkrieg, ein anderer ist an der Wal- und Robbenjagd beteiligt. Außerdem taucht der berühmte Viehdieb Mackenzie auf, nachdem sogar ein ganzer Landstrich in Neuseeland benannt wurde. Auch die unterschiedlichen Lebensweisen von Maoris und Kiwis bringt sie zur Sprache. Wer also einen historischen Roman sucht, der einem Fernweh beschert und über mehrere Generationen hinweg läuft, der hat mit der Wolken-Trilogie genau die richtigen Bücher zur Hand.

  21. Cover des Buches Todesregen (ISBN: 9783453433366)
    Dean Koontz

    Todesregen

     (124)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann

    Das Buch hatte nicht die besten Rezensionen, aber das Thema fand ich sehr spannend. Außerdem habe ich vor Jahren mal ein Buch von Dean Koontz gelesen, das mir gut gefallen hat. Alles nahm ich "Todesregen" als Urlaubslektüre mit. Der Start ist gut und unheimlich. Leider lässt die Spannung im Mittelteil schnell nach, als die Story sehr abgefahren wird. Und das Ende ist totaler Quatsch. Schade, die Grundidee ist gut, der Autor kann schreiben - aber die Geschichte verliert sich leider in Moral predigendem Unsinn.

  22. Cover des Buches Todeswelten (ISBN: 9783453066298)
    Harry Harrison

    Todeswelten

     (6)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Eine schöne Geschichte von Jason dem Spieler der sich durch 3 Planeten kämpfen muss, dabei seine große Liebe findet und mit Witz, Verstand und Sachwissen alle Aufgaben lösen kann. Ein menschlicher Vertreter der später auftretenen Stahlratte, Bücher die man auch heute noch lesen kann und überhaupt nicht verstaubt sind. Hier sind alle 3 Todesweltromane in einer schönen Aufmachung zusammen wiederaufgelegt.
  23. Cover des Buches Mission Genesis (ISBN: B07BP83KZ9)
    Carolin Heidtmann

    Mission Genesis

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Denii_rambo013
    Ein Forscherteam, dem der Protagonist Jack angehört, muss eine sehr übertriebene Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, um zu dem erdähnlichen Planeten Tellus 2 zu fliegen. Die meisten des Teams glauben, sie forschen nach Lebewesen, der hinterhältige Kommandant sowie der Genforscher Vincent verfolgen eigene Absichten.

    Ohne noch mehr zu spoilern, erkannte ich oft Ähnlichkeiten mit dem Film  Avatar.

    Da das Buch aus vier Sichtweisen geschrieben wurde, war es leicht die Hintergründe zu verstehen und auch den Gedankengänge zu folgen. 

    Durch die romantischen Aspekte in dem Sci-Fi Buch wurde die Stimmung etwas gelockert, der Sprachgebrauch wurde einfach gehalten und für Spannung sorgen die diversen Wendungen innerhalb der Handlung. Großer Wert wurde auch auf die Entwicklung der einzelnen Figuren gelegt, was die Geschichte umso lebendiger macht.

    Die Mischung aus Action und Romantik ist gut gelungen und lässt den Leser auch nicht mehr los, man will unbedingt wissen, wie die außergewöhnliche Liebesgeschichte sich entwickelt und ob es Hoffnung für eine glückliche Zukunft der beiden gibt oder ob nicht doch die finsteren Pläne der Antagonisten allem einen Strich durch die Rechnung machen.
  24. Cover des Buches Durch stürmische Zeiten (ISBN: 9783838712369)
    Lesley Pearse

    Durch stürmische Zeiten

     (21)
    Aktuelle Rezension von: jxwx

    Pearse schafft ein wunderschönes mitreißendes Buch, die Umgebung und gesamte Handlung ist sehr authentisch und bildhaft beschrieben. Das Buch ist an manchen Stellen unbeschreiblich düster, hier wird nichts beschönigt. Mary ist eine so stolze, mutige Frau, als ich erfahren habe, dass es sie wirklich gab und den Wikipedia Eintrag gelesen habe, würde ich nur noch trauriger um all die Dinge, die sie ertragen musste. Als Frau kann man nicht anders und manche Szenen haben mich in der schlichtheit ihrer Beschreibungen einfach zu Tränen gerührt. Es ist sehr interessant Mary und ihren Genossen während der grässlichen Zeit in der Kolonie zu folgen, später die spannende Flucht mit zu bekommen, Hoffnung auf einen Neuanfang zu schöpfen und dann bitter enttäuscht zu werden. Dass Menschen wegen so nebensächlichen Verbrechenschon deportiert wurden und gehängt werden sollte, man lernt sich dies vorzustellen erst hier. Was eine grässliche Zeit, aber umso mehr überzeugen die Gedanken und menschlichen Taten einiger Figuren. Gerne hätte das romantische Herz in mir mehr über dir verschiedenen Schicksale erfahren, aber da wir uns hier an die wahren Tatsachen halten, verstehe ich die Entscheidung der Autorin so in der Geschichte zu bleiben und nur hinzuzufügen, was nötig und nützlich ist. Mary, lebt in meinem Herzen, hat sie mich doch von Beginn an gerührt, die gräuel, dir sie erfahren hat, kaum vorstellbar, aber am Ende hoffe ich auf ihr bestes, es scheint, als würde sie dies finden können. Und auch neben ihr sind alle andern Figuren spannende Gestalten, die die Zeit förmlich auferstehen lassen. 

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