Bücher mit dem Tag "besserwisser"
16 Bücher
- Marc-Uwe Kling
Die Känguru-Chroniken
(1.262)Aktuelle Rezension von: bibliofuechschenEines Tages steht vor Marc-Uwes Tür ein Känguru und statt allein die Zutaten für Pfannkuchen mitzunehmen zieht er direkt bei ihm ein. Wie sich bald herausstellt ist das Känguru kein sonderlich guter Mitbewohner, den es pöbelt, kauft nie ein, ist meist unzuverlässig, beratungsresistent und ist süchtig nach Schnapspralienen. Allerdings hat es zu so gut wie allem eine Meinung und tut diese auch bereitwillig und ungefragt kund. So ergeben sich immer wieder skurrile Situationen, die auch mal in einer Flucht enden.
Jedem der Alltagskomik und Gesallschaftskritik in Satireform mag, wärmstens empfohlen!
- Ursula Poznanski
Elanus
(631)Aktuelle Rezension von: MinijaneMit Jona hat sich die Autorin nicht gerade den sympathischsten Protagonisten einfallen lassen, aber das war ganz sicher ihre Absicht. Der 17jährige ist hochbegabt und kommt zumindest am Anfang reichlich überheblich rüber, als er gleich am ersten Tag meint dem Professor im Vorlesungssaal demonstrieren zu müssen, wie schlau er ist. Nicht ohne Grund haben seine Eltern darauf bestanden, dass er bei einer Familie unterkommt und erst mit 18 in ein Studentenwohnheim umziehen darf. Seine Sozialkompetenz ist deutlich ausbaufähig.
Auf Zurückweisung reagiert Jona dann auch erwartungsgemäß beleidigt und lässt sich zu einem kindischen Streich hinreißen, der ordentlich nach hinten losgeht. Als genau der Professor bei dessen Vorlesung er gestört hat am nächsten Tag tot ist, hat er ein schlechtes Gewissen und will herausfinden, was passiert ist, denn irgendetwas stimmt mit dieser Uni nicht und mit seiner Gastfamilie auch nicht.
Seine selbstgebaute Drohne Elanus ist ihm bei seiner Recherche eine große Hilfe. Man kann allerdings auch Mädchen damit hinterher spionieren und hat dann plötzlich ein zusätzliches Problem.
Gerade die Verbindung von technischen Neuheiten und spannender Geschichte finde ich immer wieder klasse bei der Autorin.
Auch dieses Jugendbuch war wieder sehr nett und unterhaltsam, so wie ich es von Ursula Poznanski gewohnt bin. Ich hatte eine gut Zeit mit dem Buch, und es war für zwischendurch genau das Richtige.
- Fredrik Backman
Ein Mann namens Ove
(851)Aktuelle Rezension von: Sanne54Ich denke, der Inhalt ist hinlänglich bekannt. Für mich war Parvaneh, die Nachbarin Oves und Vertreterin einer neuen (Ove suspekten) Generation, der eigentliche Star des Buches, der es auf sehr empathische, aber auch bestimmte Art und Weise immer wieder (unausgesprochen) gelingt, das Leben des Witwers zu retten, der mit allerlei Möglichkeiten versucht sich das Leben zu nehmen, nachdem er kurz nach dem Tod seiner geliebten Frau in den Vorruhestand geschickt wird. Ove selbst ist kein Sympathieträger und will es auch nicht sein, aber sie sieht seine gute Seele.
Darüberhinaus haben mir leider weder der Schreibstil noch der Humor zugesagt, wobei ich die Rückblenden, die nach und nach Einblick in die Biografie Oves geben, gut gefallen haben. Geschickt gelingt es dem Autor mehr und mehr Verständnis für seinen Protagonisten aufzubauen.
Das Ende war mir dann aber doch too much und Oves Entwicklung auf den letzten ca 50 Seiten irgendwie auch nicht glaubwürdig.
Trotz allem natürlich gute Unterhaltung mit guter Botschaft. Auch die Überzeichnung ist natürlich ein probates Stilmittel, aber in dem Fall leider nicht meins.
- Kai Meyer
Die Spur der Bücher
(253)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeMercy Amberdale ist eine geborene Bibliomantin, heißt sie kann mit Hilfe der Bücher Magie nutzen. Sie beschafft für reiche Auftraggeber wertvolle Bücher, wie Erstausgaben oder Bände, denen eine besondere Magie innewohnt. Der mysteriöse Tod eines Buchhändlers, der inmitten seiner Bücher verbrannte, ohne, dass das Papier rings um ihn herum auch nur versengt wurde, führt Mercy auf die Suche nach Antworten. Antworten, die ihr gesamtes Leben verändern könnten....
Kai Meyers Welt der Bibliomantik ist gleichzeitig ein Fantasykrimi und eine Hommage an Bücher und Geschichten. Der Schreibstil ist äußerst flüssig, detailreich und bildhaft. Die Protagonistin durchgezeichnet und mit zunehmender Tiefe im Verlauf des Buches. Hingegen die Nebencharaktere bleiben sehr blass und bekommen nur die nötigsten Details. Der Autor nutzt das Buch um eine Reihe geschichtlicher Hintergründe und Informationen zur bibliomantischen Welt zu geben. Diese sind zwar durchaus interessant, aber im Kontext des Geschehens teils einfach etwas viel und erzeugen dadurch kleine Längen. Ausgesprochen fantasiereich sind die magischen Details, die für einige Schmunzler sorgen und dem Buch seine besondere Note verleihen.
Mein Fazit: Ein nettes fantasiereiches Buch, dass mich thematisch voll abholen konnte, dem aber gefühlt etwas Feinschliff fehlte. Ich vermute, dass sich junge Leser mit den vielen historischen Informationen eher schwer tun und die für mich verschmerzbaren Längen sehr viel stärker wahrnehmen. Ansonsten macht es einfach Spaß in eine Welt einzutauchen, in der Bücher einen so besonderen Stellenwert haben und ich freue mich auf die Fortsetzung.
- Petra Hülsmann
Morgen mach ich bessere Fehler
(187)Aktuelle Rezension von: Anna_seinsVorab - ich lese sonst Psychothriller - dieses Buch hat es somit nur Dank Oma auf meinen Nachttisch geschafft. Meine Liebe zu meiner Oma hat es mich beginnen lassen und mein Respekt hat mich dazu gebracht, es nicht abzubrechen. So erging es nämlich einem anderen Werk der Autorin einige Jahre zuvor. (Hummeln im Herzen)
Aber nun zum Buch. Zu Beginn lernt man die relevanten Hauptcharaktere kennen. Diese sind so stereotyp, dass man sie nicht verwechseln kann. Allesamt waren mir direkt unsympathisch, vermutlich ist es so beabsichtigt. Wir haben also die Ökomutti, den grummeligen Rentner und einen Schnöselanwalt die aufgrund abstruser Umstände zusammen in einer Schrottkarre von Hamburg nach München fahren.
Die Seichtheit der Unterhaltung machte es mir trotz des angenehm flüssigen Schreibstils schwer, beim Lesen enthusiastisch zu bleiben und quasi bis zum halben Weg (etwa Höhe Göttingen) war ich dem Abbruch näher als dem Abschluss. In Franken angekommen sollte sich dies jedoch ändern, nicht nur waren auf dem Weg alle Protagonisten in mein Herz gewandert, auch die Story machte Spaß.
Auf den letzten Kapiteln wurde es sogar noch ganz leicht spannend und ich schunkelte vergnügt ins Ziel. Mit einem leisen „Hach wie schön“ klappte ich das Buch zu und hatte geschafft.
Für alle Fans der Autorin oder des Genres definitiv eine Leseempfehlung. Ich werde vermutlich kein Wiederholungstäter, behalte das Werk aber in liebevoller Erinnerung.
- Kai Meyer
Der Pakt der Bücher
(114)Aktuelle Rezension von: zwergendruidinIn der Fortsetzung von 'Die Spur der Bücher' steckt so viel mehr Phantastik. Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht und das Auftauchen verschiedener Figuren, die man aus Teil eins und aus den Seiten der Welt bereits kennt, bereitete mir Freude.
In diesem Band müssen alte Versprechungen und neue Bedrohungen eingehalten und bekämpft werden. Es gibt einige Momente der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, aber nie geben die Charaktere auf, auch wenn sie erschöpft und müde vom Widerstand sind. Manche Ereignisse ziehen einen Kreis zu Charakteren die in Verbindung zu den Seiten der Welt stehen und ich merkte, dass ich diese vielleicht vor dieser Lektüre nochmals hätte lesen sollen, um alle Verbindungen zu bemerken und in Gänze zu verstehen. Mir hat gefallen, dass die Beziehungen zwischen den Charakteren ausgebaut wurden und auch wenn ich mir gewünscht habe, dass manche tiefer gehen oder einen anderen Verlauf nehmen würden, finde ich das Zusammenspiel und die aufgezeigte Entwicklung passend. Je mehr Seiten ich im Buch gelesen habe, desto spannender und zugespitzer wurde die Geschichte. Das Ende läuft nicht nur auf einen Punkt zu, sondern umfasst unterschiedliche Stränge, die gemeinsam ein schönes und abgerundetes Finale bieten.
Seit ich dieses Buch beendet habe, bin ich am hin und her überlegen, die Seiten der Welt nochmals zu lesen. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die mir entfallen sind und die ich gerne wieder entdecken möchte.
- Thorsten Steffens
Klugscheißer Royale
(53)Aktuelle Rezension von: luckytimmiDies ist der 1. Band von 3 „Klugscheißern“😉. Ich hatte zwar zuerst Band 3 gelesen und jetzt Band 1, aber das tut dem Verständnis keinen Abbruch.
Timo arbeitet bei einem Kundenservice und muss lästige Kundenfragen und -beschwerden telefonisch entgegennehmen. Nachdem er mal wieder etwas unfreundlich einen Kunden abserviert hat, wird ihm gekündigt. Genau am gleichen Tag macht auch noch seine Freundin Schluss mit ihm. Nun mussTimo sich alleine durchs Leben boxen, noch dazu muss er alleine für die Miete aufkommen. Ganz spontan bekommt er die Chance einer befristeten Lehrerstelle in einer Abendschule.…
Sehr lustig und unterhaltsam schreibt der Autor Thorsten Steffens Timos Leben ohne Freundin und mit neuem Job. Das Buch kann ich empfehlen, da es sich locker und leicht liest. (Das Ende fand ich nur etwas abgehackt.)
- Marc-Uwe Kling
Das Klugscheißerchen
(108)Aktuelle Rezension von: maisontaniaTina und Theo entdecken auf ihrem Dachboden ein kleines, ziemlich vorlautes Wesen: ein echtes Klugscheißerchen. Und plötzlich steht die große Frage im Raum, wer hier eigentlich wirklich alles besser weiß – die Kinder oder doch die Erwachsenen?
Ich habe das Hörbuch gehört und hatte wirklich richtig Spaß dabei. Marc-Uwe Kling ist einfach eine Klasse für sich. Seine Art zu lesen, zu betonen, mit Sprache zu spielen – das trägt diese Geschichte nochmal auf ein ganz anderes Level. Man merkt einfach, wie viel Freude da drin steckt.
Inhaltlich ist das Buch herrlich ehrlich und gleichzeitig unglaublich witzig. Denn seien wir mal ehrlich: Sind wir nicht alle kleine Klugscheißerchen? Kinder sowieso – aber Erwachsene mindestens genauso. Vielleicht nur ein bisschen besser darin, es nicht zuzugeben 😉
Genau da setzt das Buch an: Es hält uns allen auf charmante Weise den Spiegel vor, ohne belehrend zu sein.
Besonders gelungen finde ich, wie leicht und verspielt hier mit Sprache umgegangen wird. Wortwitz, kleine Seitenhiebe, absurde Situationen – das macht einfach Spaß beim Zuhören und Lesen. Gleichzeitig steckt aber auch eine schöne Botschaft dahinter: Wissen ist toll. Rechthaben auch manchmal. Aber noch wichtiger ist es, miteinander umzugehen, zuzuhören und auch mal über sich selbst lachen zu können.
Auch für den Grundschulunterricht ist das Buch ein echter Gewinn:
Sprache & Ausdruck: Wie formuliere ich etwas? Wie wirkt es auf andere, wenn ich „es besser weiß“?
Hör- und Sprecherziehung: Perfekt als Hörbuch einsetzbar – Betonung, Sprachmelodie, Humor verstehen und selbst ausprobieren
Soziales Lernen: Umgang mit Rechthaberei, Streitkultur, Perspektivwechsel
Selbstreflexion: Wann bin ich selbst ein Klugscheißerchen? Und ist das immer schlecht?
Kreatives Arbeiten: eigene „Klugscheißerchen“-Dialoge schreiben oder spielen
Fächerübergreifend lässt sich das wunderbar mit Deutsch, Sachunterricht und sogar Theater verbinden. Gerade das Nachspielen von Dialogen oder das bewusste Übertreiben von „Besserwisserei“ kann richtig Spaß machen – und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.
Und genau das ist die Stärke dieses Buches: Es ist leicht, lustig und gleichzeitig klug – ohne jemals schwer zu wirken.
Fazit: Witzig, treffend und überraschend reflektiert – ein Buch (und Hörbuch!), das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen abholt. Und am Ende bleibt vor allem eins: ein breites Grinsen – und vielleicht ein kleines bisschen Selbsterkenntnis.
- NEON
Unnützes Wissen 6
(6)Aktuelle Rezension von: Holden"Fakten Fakten Fakten und dabei an die Leser denken" (Helmut Markwort), der Nachschlag für Bildungsbeflissene, angeblich bereiten sich auch die Kandidaten bei "Wer wird Millionär" und die Jäger in "Gefragt gejagt" mit dem (angeblich) "Unnützen Wissen" vor. - Harmen van Straaten
Joris puzzelt einen Dino
(1)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteEine abenteuerliche, witzige Geschichte
in Reimen
für Kinder ab 4 Jahren
Joris ist so ein richtiger Angeber, ein Gernegroß, der alles kann, alles weiß und überall und immer gewinnt. Er löst die schwierigsten Puzzle, kann alle Wörter auch rückwärts sprechen und in der Schule, das ist ganz klar weiß er natürlich auch immer alles sofort und viel besser. Eine Nervensäge, ein Unsympath würden wir sagen. Doch wie kann eine Geschichte mit so einem Protagonisten witzig sein? Wir werden es erleben. Harmen van Straaten nimmt uns auf überaus witzige Weise mit in die Welt des kleinen überheblichen Besserwissers mit dem übertriebenen Selbstbewusstseins uns lässt uns erleben wie auch er an seine Grenzen kommt.In der Schule haben sie das Thema Dinosaurier. Klar das Joris alles über Dinosaurier weiß. Nur wie man aus so viel Knochen ein fertiges Skelett baut, das hat sich ihm bis jetzt noch nicht erschlossen und so ist es für ihn geradezu ideal, das der Unterricht ins Museum verlegt wird. Am Tag vor dem Ausflug versteckt er sich dort, lässt sich einschließen um in der Nacht, noch bevor seine Klasse kommt, dies zu erforschen. Mit Stift, Papier, Zollstock und einigen anderen Sachen macht er sich ans Werk. Er zeichnet und rechnet und plant und..... ist so intensiv bei der Sache, dass er gar nicht mitbekommt was um ihn herum geschieht. Herrlich wie lebendig die Bilder uns von dieser Nacht erzählen und all das erleben lassen was Joris nicht bemerkt. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Eine Katze ist mitten im Museum auf Mäusejagd und, ihr ahnt es wohl schon, dann ist's passiert die Dino Skelette geraten ins Wanken und dann ist es passiert. Was bleibt ist ein Haufen ungeordneter Knochen. Eine Katastrophe doch Joris denkt nicht lang nach, macht sich gleich daran die Skelette wieder aufzubauen schließlich wird seine Klasse ja bald eintreffen.Die Nacht vergeht wie im Flug. Ob es ihm gelingen wird die Dinos wieder zusammen zu puzzeln? Schließlich weiß und kann Joris doch alles, oder vielleicht doch nicht?Ich verrate es hier noch nicht nur so viel, es bleibt weiter richtig lustig.Die Botschaft der Geschichte zum Schluß:"Ein wahrer Meister ist man dann, gibt man zu, was man nicht kann!"Eine wundervolle Geschichte, die in erster Linie von den sehr ausdrucksstarken, detailreichen, witzigen und sehr lebendigen Illustrationen lebt, die mit der erzählenden Geschichte eine wunderbare Einheit bilden. Sehr bewusst erzählt Harmen van Straaten seine Geschichte mit beiden Elementen, lässt die Bilder nicht nur das Erzählte visualisieren sondern selber erzählen.Das schöne dabei ist, das er den Protagonisten, der eigentlich alle Eigenschaften eines Unsympathen vereint ebenfalls sehr witzig zeichnet und so erleben wir ehr einen Schelm, eine männliche Pippi Langstrumpf, vorwitzig, frech witzig mit sehr viel Lebensfreude. Quirlig, lebendig, selbstbewusst mit einer kindlichen Entdeckerfreude, die ansteckt und neugierig macht.Unsere Lesekinder lebten in der Geschichte regelrecht auf. Besonders die turbulente Nacht im Museum ließ sie immer wieder zu lauten Ausrufen hinreißen in denen sie mit dem Protagonisten in Kontakt treten, ihn warnen, ihm auf etwas aufmerksam machen wollten.Die Geschichte lebt aber auch durch die Reimform in der der Autor erzählt. Wobei diese nicht immer als solche direkt zu bemerken sind. Ein Endreim macht eben noch nicht einen Vers.So fehlt zuweilen die Dynamik, die Verse bzw. Reime sonst in Kindergeschichten der Erzählung noch zusätzlichen Schwung gibt, aber das ist hier auch gar nicht nötig, da die Bilder diesen Part übernehmen.Ein tolles Bilderbuch, das Kinder nicht nur wegen der Dinos lieben.
- Gaetano Cappelli
Ferne Verwandte
(6)Aktuelle Rezension von: HoldenCappellis wunderbarer Roman über einen Schlawiner, der durchs Leben findet, Kiffer Säufer Frauenschwarm, und doch ist das einzige, was ihn wirklich umtreibt, die Sehnsucht nach den USA. Unter der tyrannischen Großmutter Nonnilde aufgewachsen, vom Tagedieb Pit in die Freuden des Müßiggangs und des Kiffens eingeweiht, sind ihm bald alle Frauen willig (eine Verfilmung bekäme nur eine "Ab 18"-Freigabe!), triebgesteurt taumelt er durchs leben und machte so alle Phasen neuerer italienischer Geschichte mit (als Beatnik, Hippie usw.). Herlich komisch, mir wie viel Selbstironie hier die Italiener durch das gelato gezogen werden, ein großartiges Buch! - Thorsten Steffens
Klugscheißer Deluxe
(37)Aktuelle Rezension von: luckytimmiEs fängt schon so lustig an: Der Klugscheißer alias Timo Seidel sitzt in der Straßenbahn 2 Jungen gegenüber und verbessert sie bzw hilft ihnen bei den Englisch-Hausaufgaben. Ansonsten startet er mit 29 Jahren noch einmal ein Studium. Und nebenher unterrichtet er als Aushilfslehrer an einer Abendschule, um sein Leben zu finanzieren. Leider ist er seiner Kollegin Barbara ein Dorn im Auge.
Und in der Uni lernt er Freunde kennen, wird enttäuscht und klugscheißert weiter…Besonders lustig fand ich seine Wortkreationen, z.B. „Smombie“ („Kofferwort aus Smartphone und Zombie“) oder seine philosophischen Fragen wie „Warum müssen mir solche Nahtrottelerfahrungen passieren?“
Eine amüsante Unterhaltung, nicht nur für Lehrer und Studierende , und genauso lustig wie die anderen beiden Bände…
- Antoine Monot Jr.
Vertrauen Sie mir, ich tu's ja auch!
(4)Aktuelle Rezension von: LaMenschAntoine Monot Jr. ist Schauspieler. Schon als Kind wollte er Schauspieler werden. Sein Weg dahin wo er jetzt ist war nicht gerade der konventionelle. In diesem Buch erzählt er wie es dazu kam, dass er jetzt in der Werbung eines sehr großen Technikunternehmens den Tech-Nick spielt. Aber eigentlich ist diese Rolle nicht das Hauptaugenmerk in diesem Buch. Er betrachtet mit viel Humor sein bisheriges Leben.
Der Schreibstil in diesem Buch ist angenehm zu lesen. Doch sind die Ereignisse nicht unbedingt chronologisch geordnet, sodass man immer wieder zwischen Kindheit, Teenager Zeit und Erwachsenen Leben springt. Zeitweise kann das doch sehr verwirrend sein. Die Charaktere zu analysieren ist bei diesem Buch nicht unbedingt notwendig, denn die Charaktere sind Personen des realen Lebens. Sie sind nicht erfunden oder umgesetzt, er ist, wer er ist.
Ich wurde während des Lesens gut unterhalten, mir fehlt trotzdem eine gewisse Struktur in diesem Buch. Der Humor hat mir sehr gut gefallen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen. - Harald Schmidt.
Avenue Montaigne
(15)Aktuelle Rezension von: HoldenDeutsche? So uncool! Die Doppelausgabe zur Schmidtschen Kolumne im "Focus", 2007 in Bielefeld begonnen und jetzt beendet. Im Rückblick ein toller Überblick über die Politik der Nullerjahre, Riester und Struck, vor AFD und Trump die "gute alte Zeit". Im Kern sind die Deutschen einfach verbissener verglichen etwa mit Franzosen und Italienern, auch wenn diese natürlich übertrieben-klischeehaft dargestellt werde. "Savoir-vivre" und "dolce vita" sind einfach nicht zu übersetzen. "Verbissenheit" eventuell als Alternativtitel? Würd mich freuen, ihn wieder mehr in der Glotze zu sehen. - J. Monika Walther
Bloody Mary (Kurzgeschichte, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)
(14)Aktuelle Rezension von: pardenWORCESTERSOSSE...
Maria und Robert waren kein Traumpaar, aber sie lebten gut, hatten ihre Freiheiten. Maria liebte es an den Wochenenden, ihrem Mann Mixgetränke zu servieren. Sie wusste genau wie ein Blue Boy, ein Gimlet, wie Whisky Sour und eine Bloody Mary zu mischen waren. Sie liebte ihre Bar, die sie in der kleinen Eingangshalle ihres Hauses eingerichtet hatte. Leider hatte Robert eine störende Eigenschaft: Er gab gerne den Besserwisser.
Nicht nur das Cover erinnert an die 60er Jahre, auch die Charaktere dieser Kurzgeschichte wirken doch recht altertümlich. Maria ohne großen eigenen Willen, die froh ist, wenn ihr jemand sagt, was sie tun soll, und Robert, der Mann, den ihr Vater ihr seinerzeit als Ehemann angedient hat. Von großer Liebe konnte von Anfang an nicht die Rede sein, und in solch einer Zweckehe kann man durchaus Arrangements treffen, die beiden Parteien ihre Freiheit sichern.
Alles funktioniert, solange jeder das Terrain des anderen nicht betritt. Marias große Leidenschaft ist die Hausbar, und sie liebt es, Cocktails zuzubereiten. Um das Wochenende einzuläuten, mixt sie ihrem Mann an jedem Freitagabend ein Getränk, das dieser mit wohlwollender Miene runterstürzt. Zufällig entdeckt er dann aber, dass in jede gute Bloody Mary drei Spritzer Worcestersoße gehören. Wie mag Maria diese Nachricht wohl auffassen?
Die schablonenhaften, blassen und klischeebesetzten Charaktere sind sicherlich durch die Kürze der Erzählung zu erklären und wären durchaus verzeihbar, wenn die Geschichte an sich überzeugen würde. Doch leider war alles derart vorhersehbar und weder witzig noch originell, dass ich die 13 Seiten zunehmend achselzuckend und augenrollend las.
Kann man sich bei einer Kurzgeschichte langweilen? Man kann...
© Parden
- Marc-Uwe Kling
Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen
(30)Aktuelle Rezension von: Stephanie14Mit Lachgarantie für groß und klein. Absolute Leseempfehlung.
Das Klugscheißerchen trifft auf das Vehlerdeufelchen und hat somit alle Hände voll zu tun es zu verbessern.
Aber da sind auch andere Gefühle die das Klugscheißerchen entwickelt.
Jede Menge Lachgarantie und ich kann es nur empfehlen für groß und klein.
- 8
- 12
- 24















