Bücher mit dem Tag "besserwisser"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "besserwisser" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.424)
    Aktuelle Rezension von: MarionS

    Staunend und neugierig habe ich mit Sofie die verschiedenen Ansichten der große Philosophen kennengelernt. Ein wunderbares Buch über das Sein und Werden. Es war eine große Freude, das Buch zu lesen. 

  2. Cover des Buches Elanus (ISBN: 9783743200111)
    Ursula Poznanski

    Elanus

     (553)
    Aktuelle Rezension von: L_Ryan

    Cover: Das Cover ist sehr ansprechend, es war das erste Argument für mich, dieses Buch zu lesen. (Nun ja, und weil ich die Bücher der Autorin gerne mag)

    Meine Meinung: 

    Leider fand ich Elanus nicht ganz so gut wie ihre anderen Bücher. Die Geschichte war zwar interessant, dennoch fand ich sie nicht wirklich spannend und das Ende hat mich persönlich nicht gerade umgehauen. Leider... 

  3. Cover des Buches Klugscheißer Royale (ISBN: 9783492501651)
    Thorsten Steffens

    Klugscheißer Royale

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Anfangs war ich skeptisch, denn das Buch wird mit den Romanen von Tommy Jaud verglichen, und damit kann ich so gar nichts anfangen, ebenso wenig wie mit „Fack ju Göthe“, was auch gerne als Vergleich herangezogen wird. Aber schon die kurze Leseprobe zeigte mir, dass dieser Roman anders ist. Timo Seidel, der 28-jährige Ich-Erzähler (und chronischer Klugscheißer), verliert seinen Job bei einem Call-Center. Er sieht das anfangs noch recht gelassen, denn er ist der Meinung, da könne ihm seine Freundin Cleo ja sicher verstärkt unterstützen. Leider erfüllt sich diese Hoffnung nicht, denn als Timo nach Hause kommt, ist Cleo gerade dabei, ihn und die gemeinsame Wohnung zu verlassen. Von jetzt auf gleich ist Timo auf sich gestellt und merkt jetzt erst, wie einfach das Leben an der Seite der sehr gut verdienenden Cleo war.

    Im ersten Moment hält man Timo für einen hoffnungslosen und arroganten Egoisten, aber der Schein trügt, und sehr schnell kommt der „wahre Timo“ zum Vorschein, und der hat durchaus seinen Stolz. Mit ungeahnter Energie macht er sich daran, sein Leben umzukrempeln und allein auf die Reihe zu kriegen. Das unverhoffte Angebot, als Aushilfslehrer an einer Abendschule zu arbeiten, kommt wie gerufen. Nach und nach gewinnt Timo neue Sympathien und Erkenntnisse. Mit viel gutem Willen, Empathie, Toleranz und Ehrlichkeit bringt er sein Leben auf die Reihe, und was ich anfangs nicht für möglich gehalten habe: Timo wurde mir mehr und mehr sympathisch, und ich habe ihn gerne bei seinen Unternehmungen begleitet. Es kreuzen auch Menschen seinen Weg, deren Bemerkungen und Verhaltensweisen ihm gegenüber demotivierend und ungerecht sind, aber das steckt Timo relativ gelassen weg. Natürlich kann er das Klugscheißen nicht lassen, aber in einigen Situationen kann ich das durchaus nachvollziehen, denn er hat nicht selten Recht.

    Das alles ist locker, kurzweilig und humorvoll erzählt. Und gerade in Sachen Humor konnte die Geschichte bei mir punkten, denn er ist nicht aufgesetzt, plump oder übertrieben, sondern realistisch und manchmal auch ganz schön hintergründig. Daneben gibt es auch einige ernste Situationen, in denen sich Timo durchschlagen muss, und größtenteils hatte er hier mein volles Verständnis.

    Sehr amüsant fand ich die Wortkreationen oder -auslegungen, deren Erklärung der Autor in Wörterbuch-Manier immer mal wieder in die Handlung einstreut, die aber ihren Witz eher im textlichen Zusammenhang offenbaren. Da gibt es Begriffe wie der oder die „Gesichtsälteste“, was für eine Person steht, deren Gesicht am ältesten aussieht, ungeachtet des biologischen Alters oder „Fußbodenpeeling“ = das Abschürfen der oberen Hautschicht durch Stürzen oder Fallen und Entlanggleiten auf dem Boden.

    Das Buch ist in sich abgeschlossen und hat ein für mich zufriedenstellendes Ende, jedoch mit Aussicht auf einen Folgeband, der inzwischen erschienen ist. Man hat also die gute Möglichkeit, sich auf weitere literarische „Begegnungen“ und „Erlebnisse“ mit Timo einzulassen und zu erfahren, wie sich sein Leben weiterhin entwickelt.

  4. Cover des Buches Die Bibel nach Biff (ISBN: 9783442312948)
    Christopher Moore

    Die Bibel nach Biff

     (784)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Die Bibel nach Biff beinhaltet, so wie der Untertitel schon verrät, eine mooresche Biografie des Gottessohnes. Gespickt mit allerlei religiöse Satire und einem Erzähler, der herrlich sarkastisch ist, wird die ganze Geschichte wundervoll infam. Biff, der eigentlich Levi bar Alphaeus heißt, ist dieser besondere Erzähler. Er soll endlich und gut 2000 Jahre nach seinem Tod, sein Evangelium schreiben.

    Witze auf Kosten Jesus zu machen wird wahrscheinlich dem einen oder anderen christlich-religiösen Menschen sauer aufstoßen. Humor und Religion vertragen sich nicht immer mit einander. Vor allem dort wo Fundamentalismus und Religion aufeinanderstoßen. Hier schon und genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Aber es geht nicht nur um eine humorvolle Erzählung des turbulenten Lebens von Josh aka Jesus. Christopher Moore schafft es, ein lebendiges und authentisches Bild der Zeit vor 2000 Jahren zu zeichnen und den Leser tief in den Alltag eines einfachen jüdischen Jungens zu erzählen. Näher geht er darauf im Nachwort ein. Der geneigte Leser sollte daher auch jenes lesen. Wem nun diese göttliche Satire auf Jesus Leben gefallen hat, dem kann ich auch wärmstens John Nivens „Gott bewahre“ oder „Jesus liebt mich“ von David Safier empfehlen.

  5. Cover des Buches Am kürzeren Ende der Sonnenallee (ISBN: 9783126757195)
    Thomas Brussig

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

     (311)
    Aktuelle Rezension von: kekskruemeline

    ,,Klein aber fein", ein Zitat, welches das Buch Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig ziemlich genau beschreibt, wenn nicht sogar auf den Punkt bringt. 

    In knappen 157 Seiten schreibt der damals 35-jährige Author über die DDR und alles, was dazu gehört. Sie werden sich jetzt denken: ,,Klasse, ich bin aber nicht zu einer Geschichtsstunde hierher gekommen". Hand aufs Herz, so ging es mir am Anfang auch, die typische Schullektüre eben, doch Am kürzeren Ende der Sonnenallee ist einfach was ganz Anderes und eigen für sich.

     

    Zusammen als ,,Das Potential", welches aus Micha (Protagonist), Wuschel, Mario, Brille und dem Dicken besteht, haben die Jugendlichen nicht nur ordentlich Spaß, sie bauen auch das eine oder andere mal ziemlichen Mist. So bringen sie den ABV mit verbotener Musik auf die falsche Spur und blamieren sich in den Tanzstunden beim Tanzen. 

    Doch was wäre ein Jugendroman ohne die typische Lovestory?

    In Am kürzeren Ende der Sonnenallee liegt die Liebe praktisch in der Luft und wird durch Miriam, welche laut Micha das schönste Mädchen der Welt sei, zum typischen Handlungsteil, der sich durch das ganze Buch hindurch zieht.

    Was jedoch beim Lesen besonders auffällt, ist Brussigs Schreibstil. An Komik, Späßen und lustigen Geschehnissen wird hier nicht gespart. Durch ihn klingt der ,,Todesstreifen" doch gleich viel harmloser. 

    Tatsächlich ist dies jedoch bei den meisten Lesern der größte Kritikpunkt. Die DDR sei gar nicht so harmlos gewesen und würde in Brussigs Buch nicht ernst genommen werden. Doch so soll es auch gar nicht sein. Gerade dadurch will Brussig eine andere Seite der DDR zeigen und versucht, das Positivste aus der Sache zu ziehen.

    Meine Freude über dieses Buch hält sich in Grenzen. Ständige aus dem Kontext heraus gerissene Szenenwechsel erschweren das Lesen und auf einmal befindet man sich nicht mehr in Michas Zimmer, sondern in der Vergangenheit bei irgendwelchen Verwandten von ihm. Dennoch kann man nicht anders als zu schmunzeln und lachen, wenn man das Buch liest. Hat man einen guten Sinn für Humor und eventuell auch ein Interesse an der deutschen Geschichte, so ist Am kürzeren Ende der Sonnenallee mehr als empfehlenswert.

  6. Cover des Buches Der Pakt der Bücher (ISBN: 9783596296491)
    Kai Meyer

    Der Pakt der Bücher

     (96)
    Aktuelle Rezension von: vielesfeines

    Kai Meyer entführt mit seinen Büchern in eine Welt, die Phantasie erfordert und damit ein Nachvollziehen der Handlung. Zugegeben ist es keine einfache, dahinplätschernde Lektüre, aber soll ja auch Menschen geben, die gerne etwas anspruchsvolleres lesen. Diese sind dann bei Kai Meyer goldrichtig. Ein toller Kontrast zu Vampir- und Dämonengeschichten.

  7. Cover des Buches Todespakt (ISBN: 9781494349080)
    Michael Hübner

    Todespakt

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Thelittlepapercloud
    Spannender Mystery-Thriller! Ich habe dank Michael Hübners tollem Schreibstil und der packenden Story das Buch regelrecht "weggesuchtet".
  8. Cover des Buches Klugscheißer Deluxe (ISBN: 9783492502801)
    Thorsten Steffens

    Klugscheißer Deluxe

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Julia_liest

    Nach dem abgebrochenen Studium und dem schlecht bezahlten Job im Callcenter konnte Timo Seidel durch einen Zufall und dank seiner zweiten Muttersprache Englisch eine Stelle als Aushilfslehrer an der Abendschule ergattern. Hier befindet sich der Klugscheißer aus Leidenschaft voll in seinem Element und beschließt, sich mit 29 Jahren doch noch einmal an der Uni einzuschreiben um „richtiger“ Lehrer zu werden.

    An der Uni muss sich Timo mit zum Teil viel jüngeren Kommilitonen und sehr speziellen Professoren herumschlagen, aber er hat ein Ziel und das verfolgt er sehr geradlinig. Dafür behält er auch viel Klugscheißerei für sich. Nur manchmal, da geht es einfach mit ihm durch…. und stößt nicht immer auf Gegenliebe. In der schönen Sophie scheint aber sogar Timo seine Meisterin gefunden zu haben.

     

    „Klugscheißer Deluxe“ ist die Fortsetzung von „Klugscheißer Royale“ von Thorsten Steffens, kann aber auch sehr gut gelesen werden, ohne dass man den Vorgänger kennt. Um Timos Entwicklung nachzuvollziehen, ist es jedoch ratsam mit dem ersten Teil zu beginnen.

    Ich habe mich sehr über ein Wiedersehen mit Timo Seidel gefreut, der nun zu wissen scheint, wohin ihn sein Lebensweg führen soll. Das war mir gleich noch sympathischer als im ersten Teil, in dem es erstmal begab mit dem guten Timo geht (woran er – nicht zuletzt durch seine besserwisserische Art -nicht ganz unschuldig ist).

    Der Einstieg in die Geschichte mit Timos Fahrt in der Straßenbahn und der Einmischung in ein für sprachaffine Klugscheißer unerträgliches Gespräch zwischen zwei fremden Personen (Stichwort Fickalsprache) ist typisch Timo und verleitet den Leser gleich zu einem breiten Grinsen.

    Timos Reifeprozess hat mir sehr gut gefallen. Er nimmt sowohl seinen Aushilfsjob in der Abendschule als auch sein Studium sehr ernst. Ich kann ihn mir auch sehr gut vor meinem inneren Auge vorstellen, was aus dem Gelesenen schon eher einen Film macht. Auch die anderen Protagonisten werden sehr gut beschrieben und werden richtig real.

    Der Schreibstil von Thorsten Steffens ist locker, leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen. „Klugscheißer Deluxe“ ist ein richtig witziger Roman, Timos Gedankengänge sind einmalig (z. B. als er erfährt, dass Lennart eigentlich Thymian heißt).

    Ergänzt wird die Erzählung durch Einschübe – wie im Duden – die so manchen Wortwitz, bzw. manche Wortneuschöpfung, die Timo der jeweiligen Situation angepasst erklärt und noch einmal zum Schmunzeln einläd.

    Das Ende geht dann etwas schnell aber lässt Raum für einen dritten Teil, in dem wir Timo hoffentlich weiter mit viel Witz durchs Leben begleiten dürfen.

  9. Cover des Buches Emil und die Detektive (ISBN: 9783855356034)
    Erich Kästner

    Emil und die Detektive

     (598)
    Aktuelle Rezension von: Buechereule

    Da ich nicht genug Platz in der Kurzmeinung hatte, schreibe ich diese Rezension. Dauert auch nicht lang:

    Das Buch ist sehr gut, wie man es erwartet bei Erich Kästner (à propos: Warum schreiben nicht alle Autoren so lustige Vorworte?).

    Jedoch muss ich mich in aller Form beschwerden, dass nur ein Mädchen (Pony Hütchen, deren echten Namen ich nicht kenne), aber hundert (gleichbedeutend mit (sehr) viele) Jungs vorkommen! Und die typischen Rollenklisches (für Mädchen). Aber das kann man verzeihen, wo das Buch doch so alt ist, damals war das wohl noch normal. 

    Soviel ich auch murre: Das Buch ist zu empfehlen, und zwar für alle, nicht nur für (kleine) Kinder. 

  10. Cover des Buches Die Spur der Bücher (ISBN: 9783596296484)
    Kai Meyer

    Die Spur der Bücher

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Schugga

    „Bibliomantik, die: Das Vermögen, mittels eines Buches Magie auszuüben. Dies geschieht, indem der Bibliomant (Buchmagier) ein Seitenherz seines Seelenbuches spaltet.“

    Mercy Amberdale ist eine geborene Bibliomantin. Ihr Job ist es, für reiche Auftraggeber wertvolle Bücher zu beschaffen wie Erstausgaben oder Bände, denen eine besondere Magie innewohnt. Nachdem einer dieser Aufträge dramatisch endet, verteufelt sie ihr bibliomantisches Talent und schwört sich, fortan ohne Magie zu leben. Doch der mysteriöse Tod eines Buchhändlers, der inmitten seiner Bücher verbrannte, ohne, dass das Papier rings um ihn herum auch nur angekokelt wurde, weckt nicht nur Mercys persönliches Interesse, sondern bringt sie schnell in tödliche Gefahr. Zeit, mit dem Schwur zu brechen?

    Kai Meyers Welt der Bibliomantik war mir bisher neu, daher dachte ich, ich fange mit dem Prequel seiner Trilogie „Seiten der Welt“ an. Der Klappentext ließ auf eine Art Krimi mit bibliophilem Charakter schließen, was mich ziemlich reizte. Zunächst erlebt man Mercy und ihre Freunde jedoch rund 2 Jahre früher bei besagtem missglückten Einsatz, welcher auch die Freundschaft der jungen Clique zerbrechen ließ und Mercy dazu brachte, sich von ihrem bibliomantischen Talent abzuwenden. Und das ist so ein Punkt, der mich unter anderem an Mercy störte: Statt den Fehler bei sich zu suchen, gibt sie dem Talent die Schuld, welches sie lieber unterdrückt, statt sich der Wahrheit zu stellen. Auch ansonsten knobelt sie lieber alles mit sich aus und verrennt sich dadurch schnell mal in der ein oder anderen Sackgasse. Zwar ist Mercy intelligent und nicht auf den Mund gefallen, wenn sie etwas will, dennoch handelt sie manchmal ziemlich unüberlegt. Und dass sie so an ihrem Schwur festhält, selbst wenn sie oder jemand anders in Lebensgefahr schwebt, wollte mir nicht einleuchten.

    Der erhoffte Kriminalfall entpuppte sich dann auch vielmehr als ein Aufhänger in die Welt und Historie der Bibliomanten, die Macht der „Adamitischen Akademie“ sowie erste Hintergründe über Mercys unklare Herkunft.

    Sehr gefallen hat mir die bibliophile Atmosphäre des Romans, welche stets durch kleine Details durchklingt. Auch kamen erste bibliomantische Objekte vor, welche recht interessante Eigenschaften aufwiesen, allen voran der „Besserwisser“, der ein kleines Highlight des Romans für mich war. Aber auch die Origamis als papierne Haustiere gefielen mir. Als anstrengend empfand ich, dass die Handlung oftmals durch zähe Dialoge unnötig in die Länge gezogen wurde, was die Spannung wiederholt arg strapazierte. Zudem war mir Hauptprotagonistin Mercy mit ihrer Art an sich unsympathisch, was auf Dauer ebenfalls den Spaß an der Lektüre mindert. Deswegen gebe ich dem Roman 3,5 von 5 Punkten und hoffe auf eine spannendere Fortsetzung mit Mercy Amberdale.

  11. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783596704798)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

     (766)
    Aktuelle Rezension von: MsGeany

    Achtung, dieser Text kann Spoiler enthalten


    Ove ist ein alter, schlecht gelaunter Mann.
    Er ist immer mies drauf, pedantisch, besteht auf Regeln und schnauzt seine Nachbarn an, wenn sie gegen genau diese Verstoßen. Sei es nun, dass in der Wohnsiedlung nicht gefahren werden darf oder, dass ein Fahrrad am Schuppen lehnt. Immerhin gehört es rein und es steht doch ganz klar auf dem Schild, dass es nicht angelehnt werden darf.

    Aber Ove kann auch anders.
    Denn auch wenn man es auf den ersten Blick nicht so vermuten mag, so liebt er. Er liebt seine Frau Sonja tief und innig mit jeder Faser seines Seins. Und das so sehr, dass man sagen kann, dass er erst mit ihrem Auftauchen in seinem Leben wirklich angefangen hat zu Leben. Es war Liebe auf den ersten Blick die ihn dazu verleitet hat, jeden Tag mehrere Stunden Bahn zu fahren, nur um im Zug neben ihr sitzen zu dürfen. Für sie hat er sich schick gemacht, ein Haus gekauft, eine Busreise gemacht und noch so viele Dinge mehr. Denn er hat sie geliebt und das mit solch einer Inbrunst, dass er sein Leben nach ihr ebenfalls beenden möchte. Denn er möchte, nein muss, wieder bei ihr sein.
    Denn der Gedanke von ihr getrennt zu sein hat er noch nie akzeptieren wollen, hat sie gepflegt und sich mit all seinem Sein dagegen gewehrt, dass man sie ihm wegnimmt, auch wenn es wohl einfacher gewesen wäre. Denn es ging um Sonja, und niemand hatte gegen ihren Willen etwas zu unternehmen.

    Dieser Gedanke an sie, wie es ihr wohl gehen würde, was sie denken würde und ob sie ihn für das was er jetzt tut Schelten würde oder nicht, zieht sich durch das ganze Buch. Darum öffnet er sich nach und nach seinen Nachbarn. Seinen vertrottelten Nachbarn, die nichts auf die Reihe bekommen. Öffnet sich seinem alten Freund, den nächsten Nachbarn, öffnet sein Herz und findet eine neue Familie. Wenn auch widerwillig, aber er findet sich und damit auch einen neuen Sinn in seinem Leben. Denn da sind wieder Menschen, für die er da sein darf.

    Ein alles in allem wirklich schönes Buch, welches seine Höhen und Tiefen hat. Manchmal ein wenig Langatmig aber mit einem ganz bezaubernden, traurigen und zugleich unheimlich schönen Ende. Einem Ende, welches perfekter kaum sein könnte für dieses Buch. Eine Geschichte darüber, was in unserer Gesellschaft immer noch schief geht, wie die Regierung mit all ihren Vorschriften und Beamten in ihren weißen Hemden uns das Leben schwer machen. Wie sie manchmal dafür sorgen, dass Dinge, die gut sind, nicht mehr gut sein dürfen.
    Eine Geschichte darüber, dass wir unsere Nachbarn endlich wieder mehr mit einbeziehen sollten, zusammenrücken sollten, da wir uns Gegenseitig so schön helfen und füreinander einstehen könnten. Ohne dafür etwas zu verlangen.
    Leider hatte es trotz allem die ein oder andere unschöne, zu lange, Stelle bzw Passage, bei der ich unaufmerksam wurde. Daher der eine Stern Abzug. Dennoch hatte ich am Ende ein wenig Pipi in den Augen und werde den Autoren für das ein oder andere weitere Buch auf dem Zettel behalten.

  12. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4 (ISBN: 9783462041644)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Deutsche Sprache, schwere Sprache!

     

    Zum Inhalt:

    Neues aus dem Tiergarten der deutschen Sprache
    Uhu - Tier und Kleber in einem! Aber wie sieht das Ganze im Plural aus? Uhus oder vielleicht doch eher Uhue? Und was ist dann mit dem Kuckuck, sprechen wir da von Kuckucks oder Kuckucken? Sprachpflege oder Tierpflege - auch für Bastian Sick häufig genug eine Herausforderung.´
     Abermals taucht Bastian Sick in die tiefen Wasser - oder Wässer? - der abenteuerlichen deutschen Sprache ein und begibt sich auf die Jagd nach Zwiebelfischen. Er nimmt den Leser mit auf eine unterhaltsame Reise in die Welt der Stilblüten und Paradoxe, der grandiosen etymologischen Verballhornungen und regionalen Besonderheiten. Warum heißt der Maulwurf eigentlich Maulwurf? Wachsen Schattenmorellen im Schatten? Ist der Hirsch das männliche Pendant zum Reh und was hat das alles mit Bambi zu tun? Spätestens wenn man von ›eingefleischten Vegetariern‹ spricht, dann sind Flora und Fauna ein undurchdringlicher Dschungel. Auf humorvolle Weise beweist Bastian Sick zum nunmehr vierten Male, dass man eben nie auslernt!

     

    Cover:

    Das Cover ist nicht sonderlich spektakulär. Es zeigt lediglich ein Klemmbrett, auf dem der Titel prangert. Eyecatcher sehen anders aus, wer aber die Reihe rund um die Rechtschreibferkeleien und deren Aufklärung durch Sick mag, der wird hier auch beherzt zugreifen.

     

    Eigener Eindruck:

    Der deutsche Rechtschreibdschungel ist groß und tückisch. Immer wieder ertappt man sich selbst dabei, wie man Fehler macht. Sei es bei Satzzeichen, Redewendungen, Zeitformen. Irgendwelche Fehler haben sich bei dem Einen oder Anderen durchaus eingeschlichen und die wird man auch nicht mehr so schnell los. Abhilfe schafft das nun schon vierte Buch der Reihe „Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“ aus der Feder von Bastian Sick. Wer die Bücher bereits kennt, der weiß, dass die Art und Weise des Autors für seine Kolumne in der Zeitung durchaus passend ist, jedoch auf die Masse eines ganzen Buches doch erdrückend wirkt und dem Leser die Nachricht übermittelt, dass man einfach doof ist, nur eben der Autor selbst nicht, der sich mit seiner lustigmachenden Art irgendwie rein menschlich ins Aus katapultiert. Vielleicht ist das nicht so gemeint, kommt aber voll und ganz so rüber und zieht sich leider wie ein roter Faden durch seine vier Bücher. Trotzdem ist das was Bastian Sick aber präsentiert gut recherchiert und durchaus einleuchtend und die eine oder andere Graupe, die man vielleicht selbst innehat, kann hier behoben werden, wenn man sich tapfer durch das Büchlein arbeitet. Ich empfehle das Buch häppchenweise zu genießen, denn man bekommt hier so viel Input, dass man kaum alles auf einmal begreifen kann. Das Buch ist vom Thema her aber auch recht trocken, sodass es durchaus nicht für Jedermann ist.

     

    Fazit:

    Das Buch erklärt anschaulich die Tücken der deutschen Rechtschreibung, jedoch sollte man damit klarkommen, dass die Art des Autors arg von oben herab ist. Nobody is perfect… nur Herr Sick, der ist es scheinbar.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783462041644

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 224 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch

    Erscheinungsdatum: 24.09.2009

     

  13. Cover des Buches Keine weiteren Fragen (ISBN: 9783036959016)
    David Nicholls

    Keine weiteren Fragen

     (131)
    Aktuelle Rezension von: joas
    ...
  14. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 2 (ISBN: 9783462301113)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 2

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Deutsche Sprache, schwere Sprache!

     

    Zum Inhalt:

    Wenn alle Fälle davonschwimmen … Die zweite Folge des Sensationserfolges

    Noch nie sorgte ein Buch über den richtigen Umgang mit der deutschen Sprache für ein solches Aufsehen und begeisterte Hunderttausende von Lesern. Bastian Sick ist heute Deutschlands bekanntester Sprachpfleger, und sein zweites Buch wird schon sehnlichst erwartet.

     Mit seinem ersten Buch gelang Bastian Sick ein kleines Wunder. Plötzlich lasen viele Menschen über Interpunktion, den korrekten Plural oder guten Stil im Deutschen. Gleichzeitig gewannen sie neues Vertrauen in das eigene Sprachgefühl. Doch längst sind nicht alle Fragen beantwortet und alle Probleme gelöst. Und schaut man genau hin, ist nicht nur der Dativ dem Genitiv sein Tod, sondern es verschwinden noch mehr Fälle – »an den Ufern des Rhein und auch beim US-Präsident«. Natürlich möchte man die Dinge auch nicht schwarzmalen. Halt, heißt es nicht schwarzmalen? Manches lässt einen verzweifeln und manchmal bleibt es ein Zweifelsfall der deutschen Sprache. Bastian Sick geht vielen dieser kleinen und großen Sprachvergehen nach und macht sich so seine Gedanken über das gefühlte Komma, den traurigen Konjunktiv und den geschundenen Imperativ. Und vor allem beantwortet er in diesem Band viele Fragen seiner Leser. Mit großem Deutsch-Test!

     

    Cover:

    Das Cover ist nicht sonderlich spektakulär. Es zeigt ein Türschild, wie man es aus Hotels kennt, welches man hinaushängen kann, um nicht gestört zu werden. Auf jenem Schild ist der Titel des Buches zu lesen und das war es dann auch schon. Irgendwie ist das meiner Meinung nach nicht ansprechend.

     

    Eigener Eindruck:

    Auch im zweiten Buch rund um die Rechtschreibferkeleien des deutschen Alltags, bekommen wir von der „Zwiebelfisch-Kolumne“ des Spiegel Magazins in Zusammenarbeit mit dem Autor Bastian Sick wieder jede Menge Tücken des Alltags präsentiert. Das ist durchaus informativ und belehrend und man kann die eine oder andere Verbesserung für sich mitnehmen, aber leider ist auch dieses Buch wieder so von oben herab geschrieben, dass der Humor den Bastian Sick hier vermitteln will nach hinten losgeht und alles eher so wirkt, als würde sich der Autor lustig machen. Das kommt in der Masse natürlich weniger gut und dadurch ließ sich das Buch für mich auch recht schleppend lesen – davon abgesehen empfehle ich, dieses Buch sowieso häppchenweise zu genießen, denn irgendwann hat man einfach genug Input. So weit so gut. Bis auf die neuen Themen die hier behandelt werden und einen Test gibt es kaum Unterschiede oder Neuerungen. Wer also das erste Buch mochte, wird auch dieses hier mögen. Wer es nicht mochte, der wird auch dieses hier nicht mögen. So einfach ist das.

     

    Fazit:

    Auch der zweite Band ist sehr informativ, jedoch sehr trocken von der Thematik her und sicherlich nicht Jedermanns Geschmack. Außerdem ist die Art des Autors noch immer sehr von oben herab.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783462301113

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: E-Buch Text

    Umfang: 270 Seiten

    Verlag: E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch

    Erscheinungsdatum: 21.09.2009

  15. Cover des Buches Schmidt (ISBN: 9783518395004)
    Louis Begley

    Schmidt

     (20)
    Aktuelle Rezension von: springtoiffel

    Dies ist der in Deutschland eher weniger bekannte Roman, der die Grundlage zum Film "About Schmidt" mit Jack Nicholson bildet.

    Wer den Film kennt, wird sich höchstwahrscheinlich darüber wundern, wie wenig die beiden Geschichten nach dem Tod von Schmidts Ehefrau gemeinsam haben - im Film geht es eher um einen Roadtrip quer durch die USA, während im Buch Schmidts Beziehung zu einer Kellnerin im Mittelpunkt steht.
    Doch diese Unterschiede betreffen "nur" die wesentliche Handlung und sind somit oberflächlich. Im Kern handeln beide Versionen derselben Geschichte vom Umgang mit Alter, Verlust, Selbstfindung, Trauer, der Familie und dem Beginn eines neuen, unverhofften und unvermittelt eingetretenen Lebensabschnitts.

    Im Prinzip lässt sich sagen, dass dieser Roman gerade auch für Fans des Filmes empfehlenswert ist - nicht trotz, sondern gerade wegen den Unterschieden in der Handlung.
    Denn wie oft wünscht man sich, dass man etwas, was man als besonders großartig ansieht, ein zweites Mal wie zum ersten Mal erleben darf? Hier hat man die Chance dazu.

  16. Cover des Buches Geliebte des Schattens (ISBN: 9783442376063)
    Sherrilyn Kenyon

    Geliebte des Schattens

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Titel: Geliebte des Schattens
    Autor: Sherrilyn Kenyon
    Reihe: Dark Hunter #7
    Verlag: blanvalet
    Genre: Romantasy/Griechische Mythologie
    Seitenanzahl: 412

    Zitat entfällt.

    Cover:
    Ist natürlich wieder Standard, aber ich finde, dass Kenyons Bücher doch immer schöne Cover haben.

    Klappentext:

    Sie sind gefährlich, sie sind gefährlich attraktiv: die »Dark Hunter« – unschlagbar spannend, atmosphärisch, sexy ... Auch wenn er als Dark Hunter Dämonen vernichtet, seit zweitausend Jahren schätzt der römische General Valerius Magnus gepflegte Ruhe. Und jetzt das: Tabitha Devereaux, unkonventionell, wild, sehr sexy und eine der besten Vampirjägerinnen der Welt. Valerius ist hingerissen, aber leider ist seine Angebetete nicht nur mit Valerius’ Todfeind verwandt, sie ist außerdem in höchster Gefahr. Und sie ist nicht bereit, sich sittsam von Valerius beschützen zu lassen. Jetzt lodert das Feuer zwischen den beiden Hitzköpfen erst richtig …

    Meine Meinung:
    Ohhh...Valerius...so sehr gehasst und doch so sehr missverstanden !!
    Der römische General hat echt einiges durchgemacht und ich fand es so toll, dass man in diesem Band endlich erfährt, was ihm widerfahren ist und wie er die Zeit mit Kyrian erlebte.

    Es ist schon eine echt große Zeit her, dass ich dieses Buch (zum 2. Mal) gelesen habe, sodass ich jetzt keine supergenaue Rezi schreiben kann...und leider sind auch meine Notizen zum dem Buch abhanden gekommen, sodass ich rein per Gedächtnis schreiben kann.

    Die Story ist spannend und zackig geschrieben, unterhält mit sehr viel Witz und ganz viel Romantik...
    Die Wortgefechte zwischen Tabitha & Valerius fand ich zum Schreien und auch soo süß.
    Mir gefiel aber am Besten immer noch Valerius Squire, der mit dieser Penis-Sache mich echt nur noch zum Lachen brachte....einfach zu geil :D

    Die Charaktere sind wieder sehr symphatisch und gefielen mir echt gut.

    Der Schreibstil ließ sich wieder locker lesen.

    Bewertung:
    Ich fand diesen Band auch wieder so schön und dieses Paar ist eines meiner Lieblinge !
    Von mir gibt es:

    4 von 5 Sterne


  17. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1 (ISBN: 9783462301106)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1

     (1.860)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

     Zum Inhalt:


    Die erfolgreiche Spiegel-Online-Kolumne Zwiebelfisch - als Buch über eine Million verkaufte Exemplare! Die oder das Nutella – diese Frage hat schon viele Gemüter am Frühstückstisch bewegt. Der, die, das – wieso, weshalb, warum? Ob Nutella nun weiblich oder sächlich ist, ist sicherlich keine Frage auf Leben und Tod, aber eine Antwort hätten wir schon gern. Wir? Ja, wir hilflos Verlorenen im Labyrinth der deutschen Sprache. Wir, die wir unsere liebe Not mit der deutschen Sprache haben. Und leichter, verständlicher oder zumindest nachvollziehbarer ist es nach der Rechtschreibreform auch nicht geworden. In seinen hinreißend komischen und immer klugen Kolumnen bringt Bastian Sick Licht ins Dunkel der deutschen Sprachregelungen und sortiert den Sprachmüll. Ist der inflationären Verwendung von Bindestrichen noch Einhalt zu gebieten, angesichts von Spar-Plänen und Quoten-Druck?Versinken wir sprachlich gesehen nicht längst im Hagel der Apostrophe, wenn Känguru’s plötzlich in den Weiten Australien’s leben? Derlei Unsinn scheint nicht mehr aufhaltbar, wenn es nicht dieses Buch gäbe. Darauf zwei Espressis!

     

    Cover:

    Das Cover ist nicht sehr spektakulär und würde mich jetzt so auch nicht unbedingt ansprechen. Wir sehen hier eine Art Ortsschild, auf dem der Titel des Buches prangert und noch ein bisschen Landschaftsgrün und das war es dann auch schon. Ehrlich gesagt, so gar nicht mein Fall. Aber gut, bei dem Inhalt ist es auch recht schwer ein passendes Cover zu finden.

     

    Eigener Eindruck:

    Deutsche Sprache, schwere Sprache. Nicht nur „Nichtdeutsche“, welche die deutsche Sprache lernen wollen, haben mit der Grammatik zu kämpfen, auch der Deutsche selbst neigt immer wieder dazu in den tiefen des Grammatikdschungel den einen oder anderen Fehler zu machen. Da gibt es banale Themen wie die Mehrzahl vom Kaktus – nein, das ist nicht die „Kacktusse“ – aber es gibt auch schwere Themen wie richtiges Ausschreiben von Worten, das Einfügen von diversen Satzzeichen und, und, und. Damit hat sich der Autor dieses Büchleins in regelmäßigen Kolumnen im „Spiegel-Online-Magazin“ ausgelebt und somit dem Leser auch vor Augen geführt, wie doof man eigentlich ist. Denn sind wir mal ehrlich, es gibt wohl kaum jemanden, der die deutsche Sprache zu hundert Prozent fehlerfrei beherrscht. Somit hat das Buch also einen sehr lehrhaften Charakter und sollte eigentlich stark in den Himmel gehoben werden. Aber das kann ich nicht. Als kurze Kolumne in einer Zeitschrift mag das alles noch recht verdaulich und witzig gewesen sein, aber wenn man das alles auf einem Haufen in einem Buch präsentiert bekommt, dann fällt vor allem eins auf. Sehr viel trockene Theorie – zwar sehr gut recherchiert – aber so bösartig verpackt, dass man eigentlich im Strahl kotzen möchte. Die hochnäsige und herabblickende Art des Autors ist irgendwann einfach nicht mehr lustig. Sie nervt einfach nur und vermittelt mir als Leser das Bild, dass eben alle Menschen doof sind, nur eben der gottgleiche Autor nicht. Schade eigentlich. Durch den ganzen trockenen Stoff und die heranlassende Art, war ich öfter gewillt, das Buch einfach in die Ecke zu pfeffern. Wirklich schade drum, weil es ein so wichtiges Thema ist.

     

    Fazit:

    Kann man mal gelesen haben, aber man sollte von vornherein wissen, dass diese Thematik hier sehr trocken und langweilig ist und auch der Humor des Autors teilweise sehr fragwürdig ist.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    • Herausgeber : KiWi-Taschenbuch; 29. Edition (19. August 2004) 
    • Sprache : Deutsch 
    • Taschenbuch : 240 Seiten 
    • ISBN-10 : 3462034480 
    • ISBN-13 : 978-3462034486 
    • Abmessungen : 12.5 x 1.38 x 19 cm 

     

  18. Cover des Buches Ferne Verwandte (ISBN: 9783442743025)
    Gaetano Cappelli

    Ferne Verwandte

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Cappellis wunderbarer Roman über einen Schlawiner, der durchs Leben findet, Kiffer Säufer Frauenschwarm, und doch ist das einzige, was ihn wirklich umtreibt, die Sehnsucht nach den USA. Unter der tyrannischen Großmutter Nonnilde aufgewachsen, vom Tagedieb Pit in die Freuden des Müßiggangs und des Kiffens eingeweiht, sind ihm bald alle Frauen willig (eine Verfilmung bekäme nur eine "Ab 18"-Freigabe!), triebgesteurt taumelt er durchs leben und machte so alle Phasen neuerer italienischer Geschichte mit (als Beatnik, Hippie usw.). Herlich komisch, mir wie viel Selbstironie hier die Italiener durch das gelato gezogen werden, ein großartiges Buch!
  19. Cover des Buches Der Klient (ISBN: 9783800092765)
    John Grisham

    Der Klient

     (308)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Als Mark und sein kleiner Bruder Ricky im Wald heimlich rauchen, beobachten sie einen Selbstmordversuch. Doch statt wegzulaufen, möchte Mark etwas tun, wir aber erwischt. Er wird in den Wagen gezogen und soll mit dem dicken, betrunkenen Mann sterben. Dabei erfährt er ein Geheimnis - und überlebt. Lange bleibt nicht verborgen, dass Mark etwas weiß, das mit einem wichtigen Fall zusammenhängt und gerät so ins Schussfeld von Mafia, FBI und Bundesrichtern. Er wendet sich an eine Anwältin und die setzt sich völlig für ihn ein, als Mark niemanden mehr hat, der ihn sonst schützen kann.


    Früher habe ich Grisham geliebt. Ich weiß nicht mehr was ich von ihm gelesen habe, aber ich habe ihn geliebt. Lang lang ist es her. Inzwischen habe ich eine leichte Abneigung gegen alles gebildet, was mit Krimi und Thriller zu tun hat. Aber ich habe ihn nie so ganz vergessen. Deswegen war es mal wieder an der Zeit, ihm eine Chance zu geben und so hab ich mich von meinem Freund beraten lassen, welches Buch ich lesen soll und mich für Der Klient entschieden.

    Zum einen ist die Thematik an sich ja schon brisant. Der Kronzeuge in einem Fall zu werden, weil man zufällig an eine Information gerät, die man nicht wissen sollte und damit zur hundertprozentigen Verurteilung einer Hauptfigur aus Mafiakreisen führt, ist schon hart genug. Als elfjähriger Junge ist das alles nochmal eine Spur härter. Vor allem, weil es nicht geheim bleibt, sondern durch einen ganz speziellen Reporter mit Mitteln und Wegen veröffentlicht wird. Damit ist nicht nur Mark letztlich in Gefahr, sondern auch seine Familie, die gerade weitaus mehr Probleme hat, weil sein kleiner Bruder seit der Situation im Wald unter einem posttraumatischem Schock leidet und seine Mutter Tag um Tag an seinem Krankenbett zubringen muss. Damit steht er praktisch allein auf weiter Flur. Und das ist das wahrscheinlich härteste an der Geschichte: dass ein elfjähriger Junge von allen Seiten unter Beschuss steht und dabei niemanden hat, an den er sich wenden kann. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass er sich einen Verbündeten wünscht und ihn in einem Anwalt sucht. Nur, dass er eine Anwältin findet. Glücklicherweise eine Anwältin, die sich besonders für Kinder einsetzt. Ja, vielleicht ein dummer Zufall, den ich in Büchern im Normalfall etwas gestellt finde, aber irgendwie passend. Letztlich machts eben die Inszenierung. 

    Was ich bei Grisham immer toll finde, ist die Akkuratesse mit der er seine Bücher aufarbeitet. Natürlich ist es praktisch, dass er als Jurist Bücher verfasst, die einen juristischen Hintergrund haben, wenn sie nicht sogar im Vordergrund stehen. Auch hier ist alles perfekt recherchiert und ausgearbeitet. Ich habs ja nicht so mit Jura, aber mich verließ nie der Eindruck, dass alles stimmig ist. Vielleicht, weil es stimmig war. 

    Zusätzlich zur juristischen Genauigkeit des Romans, war auch die Darstellung der Persönlichkeiten höchst genau und detailliert. Grisham hat sich einen genauen Plan ausgedacht und ihn super umgesetzt. Die Spannung blieb immer bestehen. Ich konnte nie so genau sagen, wie welche Person jetzt aus welchem Grund reagieren wird. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass sich Reggie dazu überreden lassen würde, mit Mark nach New Orleans zu fahren. Insgesamt ist Mark eine sehr überzeugende Person dafür, dass er elf Jahre alt ist. Auf der anderen Seite kann ich es auch gut verstehen, dass jemand, der schon in jungen Jahren solche Erlebnisse zu verarbeiten hat, eine bestimmte Reife mit sich bringt, auch wenn ihm scheinbar keiner beigebracht hat, dass Lügen nicht ganz optimal ist. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass Mark irgendwie trotzig wäre, sondern dass er vielmehr rational abzuwägen versucht, welche Situation ihn weiterbringt und welche nicht. Das Gesetz der Straße: Fressen oder gefressen werden. Er möchte sich nach allen Richtungen hin absichern und tut dafür alles mögliche. Auch wenn es heißt, dass er lügen muss. Also ist er eigentlich ein cleveres Kerlchen und irgendwie habe ich ihn für seinen Mut (oder seine Dummheit - das liegt immer so nah beisammen) bewundert. 

    Die Geschichte ist äußerst rasant und meiner Meinung nach wirklich IMMER spannend. Vielleicht konnte ich auch deswegen nicht aufhören zu lesen bis das Buch vorbei war. Eindeutig eine dumme Angewohnheit. Aber zurück zum Buch.

    Ich erkenne im Buch unter anderem eine Kritik am amerikanischen Rechtssystem, aber auch am Egoismus von politisch ambitionierten Persönlichkeiten, die sich mehr um ihren eigenen Ruf und um ihre Möglichkeiten scheren, als die Sicherheit ihrer "Schutzbefohlenen" zu wahren. So mochte ich den Bundesanwalt Roy Foltrigg überhaupt nicht. Solche Personen gehören meiner Meinung nach nicht in solche Berufe - und trotzdem gibt es gerade dort zu viele von ihnen, weil sie das gewisse Etwas haben. Leider. Ich war beinahe erleichtert als ihm am Ende ein Verfahren droht, weil er unter allen Umständen und mit jedem möglichen Mittel, ob gerechtfertigt oder nicht, den Jungen in die Zange nehmen wollte. Vielleicht zeigt sich das Buch doch ein bisschen von der Seite der Gerechtigkeit. Wo ich so darüber nachdenke macht es fast den Eindruck als wandle sich das Buch vom Anfang zum Ende immer weiter zum Guten. Während noch am Anfang alle um ihn herumkreisen, ihn bedrohen und zu einer Aussage zwingen wollen, werden sie nach und nach zugänglicher und am Ende so freundlich, dass Mark Vertrauen zu ihnen aufbauen kann.

    Eine Kleinigkeit hat mich allerdings ein kleines bisschen gestört, aber das kann auch an meiner "Ausgabe" liegen: ich hab mich manchmal ein bisschen schwer getan zu unterscheiden, wann eine andere Perspektive eingenommen wurde. Ich hab das Buch als E-Book gelesen und in meiner "Ausgabe" wurden hier keinerlei kleine Symbole oder Striche gemacht, um anzuzeigen, dass beispielsweise von Mark zu seiner Anwältin zum Richter zum Mafiaboss gewechselt wurde. Das machte das Lesen manchmal ein bisschen schwierig, weil ich immer wieder eine Seite zurückgeblättert habe, um zu schauen, ob es irgendeine Anmerkung gibt oder nicht. Aber letztlich ist das vermutlich nicht die Schuld des Autors oder gar des Buches, sondern der Ausgabe und ist deswegen nicht weiter von Belang.

    Ein bisschen schlimmer finde ich da die Tatsache, dass ich gerne noch mehr gewusst hätte. Mich hätte interessiert wie es weitergeht. Ja, in gewisser Weise hat das Buch einen passenden Schluss und kann damit so enden - keine Frage. Trotzdem hätte ich gerne erfahren, wie es mit Foltrigg weitergeht und welche Strafe ihm blüht. Ich hätte zu gerne sein Aufeinandertreffen mit dem Jugendrichter erlebt. Gehört, welche Flüche die Mafia über die Familie ausspeit. Mit welchen Konsequenzen Reggie letztlich zu rechnen haben musste. Es gibt so viele Dinge, die ich am Ende gerne noch mitgenommen hätte. So muss ich respektieren, dass mit Marks Verschwinden von der Bildfläche auch die Geschichte ihr Ende findet. Immerhin ist es seine.


    Insgesamt ist Der Klient ein wunderbarer Roman voller Spannung, der mich sehr gefesselt und mitgerissen hat. Und auch wenn es diese Schwachstelle mit dem Ende gibt, ist es doch ein abgeschlossener Roman, der durchaus gelesen werden sollte, ja, gelesen werden muss! Grisham ist ein talentierter Schriftsteller, der es schafft, in das Wesen der Justiz einzuführen, Kritik daran zu üben, ohne dass es abgedroschen wirkt oder ähnliches. Ich bin immer wieder fasziniert und freue mich schon fast darauf, wenn ich den nächsten Roman von ihm lesen kann, das ein brisantes Thema, mit detailreichen Personen und einer toll durchdachten Geschichte verbindet.
  20. Cover des Buches Fremdwörter für Angeber (ISBN: 9783893504817)
    Gerald Drews

    Fremdwörter für Angeber

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Schwäbisch für Besserwisser (ISBN: 9783806217735)
  22. Cover des Buches Vertrauen Sie mir, ich tu's ja auch! (ISBN: 9783596034055)
    Antoine Monot Jr.

    Vertrauen Sie mir, ich tu's ja auch!

     (4)
    Aktuelle Rezension von: LaMensch
    Antoine Monot Jr. ist Schauspieler. Schon als Kind wollte er Schauspieler werden. Sein Weg dahin wo er jetzt ist war nicht gerade der konventionelle. In diesem Buch erzählt er wie es dazu kam, dass er jetzt in der Werbung eines sehr großen Technikunternehmens den Tech-Nick spielt. Aber eigentlich ist diese Rolle nicht das Hauptaugenmerk in diesem Buch. Er betrachtet mit viel Humor sein bisheriges Leben.

    Der Schreibstil in diesem Buch ist angenehm zu lesen. Doch sind die Ereignisse nicht unbedingt chronologisch geordnet, sodass man immer wieder zwischen Kindheit, Teenager Zeit und Erwachsenen Leben springt. Zeitweise kann das doch sehr verwirrend sein. Die Charaktere zu analysieren ist bei diesem Buch nicht unbedingt notwendig, denn die Charaktere sind Personen des realen Lebens. Sie sind nicht erfunden oder umgesetzt, er ist, wer er ist.

    Ich wurde während des Lesens gut unterhalten, mir fehlt trotzdem eine gewisse Struktur in diesem Buch. Der Humor hat mir sehr gut gefallen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.
  23. Cover des Buches Avenue Montaigne (ISBN: 9783462401264)
    Harald Schmidt.

    Avenue Montaigne

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Deutsche? So uncool! Die Doppelausgabe zur Schmidtschen Kolumne im "Focus", 2007 in Bielefeld begonnen und jetzt beendet. Im Rückblick ein toller Überblick über die Politik der Nullerjahre, Riester und Struck, vor AFD und Trump die "gute alte Zeit". Im Kern sind die Deutschen einfach verbissener verglichen etwa mit Franzosen und Italienern, auch wenn diese natürlich übertrieben-klischeehaft dargestellt werde. "Savoir-vivre" und "dolce vita" sind einfach nicht zu übersetzen. "Verbissenheit" eventuell als Alternativtitel? Würd mich freuen, ihn wieder mehr in der Glotze zu sehen.
  24. Cover des Buches Latein für Angeber (ISBN: 9783809416258)
    Gerald Drews

    Latein für Angeber

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden

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