Bücher mit dem Tag "beten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "beten" gekennzeichnet haben.

145 Bücher

  1. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.553)
    Aktuelle Rezension von: Kurzgefasst

    Der Name der Rose ist ein sprachliches Meisterwerk, dass sich schon allein aus Freude an der Fabulierkunst Ecos zu lesen lohnt. 

    Eco schreibt kapitelweise (eindrucksvoll) über die monastische Geschichte und Theologie.
    Wen das interessiert, der kommt historisch meist korrekt auf seine Kosten.
    Wer allerdings hauptsächlich die Spannung eines guten Krimis/Thrillers erwartet, ist hier ganz klar falsch. Die Handlung wird ständig unterbrochen durch (religions-)philosophische Überlegungen und die (angenommene) Sicht Ockhams (=Williams) auf die Ereignisse der Zeit, was mit den Mordfällen auf der Abtei freilich nur bedingt zu tun hat.
    Das ist der einzige Grund, aus dem ich 4 Sterne gegeben habe, da der Klappentext und auch die Beschreibung Ecos inhaltlich doch etwas leicht anderes versprechen.

    Daher nochmal kurzgefasst:
    Für historisch, gar kirchengeschichtlich Interessierte ein Leckerbissen sondersgleichen!
    Für Krimi- und Thrillerfans ohne religionsphilosophische Ambitionen eher nichts.

  2. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783442306312)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (478)
    Aktuelle Rezension von: leonielinder

    Das war ja mal eine richtige Enttäuschung...

    Der Klappentext verspricht, eine wahre Geschichte zu erzählen. Eine Frau die mit den Aborigines wandert und viel über ihre Rituale und Lebensweise erfährt. Ich war sehr gespannt, mehr über dieses Volk zu lernen und die inspirierende Geschichte einer mutigen Frau zu lesen. 

    Die Geschichte ist ziemlich trocken, Jedes Kapitel ist eine kleine Geschichte für sich und so ist es schwer, in einen Lesefluss zu kommen. Was mich dabei behalten hat war die Tatsache, dass mich das Buch viel über die Aborigines lehrte. Als ich mich bis zur Mitte durchgekämpft hatte, habe ich die Autorin gegoogelt. Dabei habe ich erfahren, dass die ganze Geschichte erfunden ist und sie mit dem Buch lediglich versucht hat, ihr Teebaumöl zu verkaufen. Wie bitte???

    Ich habe versucht das Buch zu beenden, aber ich war so enttäuscht, dass ich dann doch abgebrochen habe. Eine erfundene Geschichte, die als wahr verkauft und total schlecht erzählt wird. Deshalb kann ich dieses Buch leider auch gar nicht weiter empfehlen....

  3. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (878)
    Aktuelle Rezension von: Kurzgefasst

    Nach all den sich in ihrer positiven Bewertung überschlagenden Rezensionen, möchte ich kurz und knapp einen gänzlich anderen Leseeindruck veröffentlichen.

    Die Reise der E.G. beginnt mit etlichen Seiten, auf denen sie unter dem Deckmantel des Geschichtenerzählens gegen ihre Ehe anschreibt und gekonnt ihren Exmann als unmöglichen Menschen darstellt. Schon das ist unfein.

    Auf den folgenden Reisen – egal ob nach Italien, Indien oder Indonesien – kreist die Protagonistin in ihren Ausführungen ausschließlich um sich selbst, ohne nur einen Gedanken an die Menschen zu verschwenden, die sie umgeben. Kein Wort über deren Probleme, deren Gedanken, deren Gefühle – die sind schlicht uninteressant, schlimmer: nicht existent.

    Ein gigantischer und (aufgrund ständiger Wiederholungen) langatmiger Egotrip, während dessen Dauer mit religiös aufgeladenen und voraussetzungsreichen Begriffen hantiert wird, denen die Autorin dann aber nicht weiter nachgeht.

    Fazit des Buches: Denke immer zuerst an dich!
    Braucht es heute wirklich eine solche Botschaft der „Selbstfindung“? Von Gott und Liebe zu schreiben, während man in sich selbst verkrümmt seine Mitmenschen ausklammert, ist nicht nur inhaltlich fragwürdig, sondern grenzt an Zynismus.

    Keine Kaufempfehlung!

  4. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.161)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Mein erster Eindruck zu diesem Titel war etwas warmes angenehmes, da ich aber von den Autor schon mal etwas gelesen habe, wusste ich das hinter diesem Buchtitel sich sehr viel mehr verbirgt. Ich habe mich für die Fischer Taschenbibliothek entschieden, da es klein und handlich ist, ein Lesebändchen hat und für unterwegs einfach gut mitgenommen werden kann. Es hat in diesem Format 592 Seiten für 12€.

    Kann man es als Liebesgeschichte beschreiben oder hat es doch eher etwas biografisches an sich?! Ich würde sagen es ist von beidem etwas. Wie der Autor selbst sagt, hat er durch den Krieg in seiner Heimat Geschichten aufgeschrieben, die möglicherweise wirklich so geschehen sind. Auf jeden Fall  hat die Story Tiefgang. Es werden mehrere Jahrzehnte umfasst von der Kindheit der einen Protagonistin bis in die Mitte ihres Lebens. Bei der anderen Protagonistin wird auch viel auf ihre Kindheit eingegangen doch auch in ihren Zwanzigern/dreißigern hört die Geschichte auf.


    Wir haben zwei starke Frauen um die sich Geschichte dreht. Einmal Mariam sie kommt aus einer Provinz in der Nähe von Kabul (Afghanistan). Dort lebt sie mit ihrer Mutter als Außenseiter. Die eigene Mutter verstösst ihre Tochter teilweise immer wieder und dann versucht sie doch ihre Nah zu sein. Das prägt die Kleine sehr, ihr ganzes Leben lang. Diese und auch die immer wieder kehrenden epileptischen Anfälle der Mutter, die letzten Endes ihren tot verschulden.

    Miriam muss dann zu ihrem Vater und seiner Familie und da sie unehelich ist wird sie zwangsverheiratet mit einem wesentlich älteren Schuhmacher Raschid. Sie zieht mit ihm nach Kabul. Die Jahre vergehen sie wird verliert ihr Kind und wird nicht wieder schwanger, alles „Gründe“ für Raschid die zu schlagen, zu verachten und sich später eine Zweitfrau zu nehmen, die junge Laila. Miriam lässt, dass alles über sich ergehen und setzt sich kaum zur wehr, ganz im Gegensatz zu Laila. Sie ist von Eltern erzogen worden die das „freie“ Denken fördern und sie unter normalen Umständen nie mit Raschid verheiratet hätten. Doch sie sind bei einem Bombenangriff gestorben, den Leila auch nur knapp überlebt hat. Ein wenig aus „Dankbarkeit“ und auch noch aus anderen Gründen willigt sie ein. Nach anfänglichen Zwistigkeiten zwischen den beiden Frauen entsteht so etwas wie Freundschaft und sie sehen sich gemeinsam gegen die Brutalität ihrer Mannes auf und wollen fliehen.

    Durch die Perspektive der Erzählung, ist es gut möglich die Emotionen der beiden Protagonistinnen zu verstehen und sich voll und ganz in das Setting hinein zu versetze. Auch als ich, dass Buch ausgelesen habe musste ich schon öfter mal daran zurück denken. Vor allem, wenn es darum ging, dass die Menschen so grausam und desinteressiert seien können, nur auf sich fixiert und ihr Vergnügen. Dennoch ist es nicht ein rein trauriges Buch, ehr realistisch und ernst mit einem Funken Hoffnung und Liebe drin.

    Somit würde ich es niemandem mit schwachen Nerven empfehlen, da es doch in einigen Situation recht beklemmend wirken kann, da es sehr Realität Nah ist und ja auch  das behandeln von Frauen und Kindern in Kriegssituationen thematisiert. Doch jeder der Realität in Büchern schätzt ist hier gut aufgehoben.  


  5. Cover des Buches Das Buch des Teufels (ISBN: 9783596186716)
    Christopher J. Sansom

    Das Buch des Teufels

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    London 1543. Es sind unruhige Zeiten in England und Matthew Shardlake ist froh, dass er seit einiger Zeit nicht mehr als Anwalt für die Krone tätig ist, sondern nur ganz gewöhnliche Mandanten hat. Am Ostersonntag findet er allerdings einen guten Freund und Kollegen brutal ermordet in einem Brunnen am Lincoln's Inn. Und es bleibt nicht bei dem einen Toten. Erste Hinweise deuten auf einen religiösen Eiferer hin. Der königliche Coroner Harsnet nimmt die Ermittlungen auf und Erzbischof Cranmer bittet Shardlake um Mithilfe. Es ist allerdings höchste Diskretion geboten, König Henry VIII. darf nichts davon erfahren, da er gerade um die Hand der Witwe Catherine Parr angehalten hat. Cranmer hofft durch diese Heirat die Reformation im Lande weiter voran zu bringen. Shardlake sagt seine Hilfe zu, da er der Witwe seines Freundes versprochen hat, dessen Mörder zu finden. Zusammen mit seinem Gehilfen Barak begibt er sich auf die gefährliche Spurensuche. Dabei stoßen sie auf Prophezeiungen aus dem Buch der Offenbarung und während Harsnet glaubt, der Mörder sei vom Teufel besessen, ist Shardlake mehr und mehr davon überzeugt, es mit einem geisteskranken Fanatiker zu tun zu haben...

    "Das Buch des Teufels" ist der vierte Teil der historischen Krimireihe um Anwalt Matthew Shardlake und für mich war es der bisher spannendste.
    Wie immer erzählt Sansom sehr anschaulich und athmosphärisch, beim Lesen sieht man die damaligen Straßen von London vor sich und kann sich sehr gut in die jeweilige Situation hinein versetzen. Auch die Zustände im "Irrenhaus" Bedlam sind sehr gut beschrieben und man kann sich gut vorstellen, wie es damals dort für die Patienten gewesen sein muss.

    Schon seit einiger Zeit schwankt Shardlake in seinem Glauben und zweifelt an der Existenz Gottes, eine gefährliche Einstellung in der damaligen Zeit, während der Machtkampf zwischen Reformern und Katholiken immer schlimmere Formen annimmt. Aber gerade das macht den Anwalt so menschlich, ebenso wie seine körperliche Unzulänglichkeit durch seinen Buckel. Er ist kein Superheld und die brutalen Morde in diesem Fall machen ihm und auch Barak seelisch und körperlich zu schaffen.

    Wie immer werden hier historische Fakten und Fiktion wunderbar miteinander verwoben und die Spannung bleibt von Anfang an bestehen. Die Auflösung war für mich dann auch überraschend, als hat Sansom alles richtig gemacht. ;-)

    Das Buch ist zwar Teil einer Reihe, aber man kann es auch gut alleine lesen.

  6. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (482)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Die Geschichte geht sehr tief, wenn man sie von ihrem Standpunkt aus betrachtet. Denn sie ist hier das Opfer. Sie, Betty, die eigentlich nur Urlaub mit ihrem Mann machen wollte. Doch ihre innere Stimme hatte sie schon gewarnt gehabt. Es nagte schon am Flughafen an ihr und als ihr Mann die Reisepässe einsammelte, ahnte sie schlimmes.

    Die ersten Wochen hat sie auch einigermaßen überstanden, bis auf die Kakerlaken und die allgemeine Hygiene bei ihrer Schwägerin. Aber Betty ist mutig und sie versucht es durchzuziehen, bis ihr Mann immer mehr Ausreden hervorbringt und die Heimreise somit verhindert.

    Diese gesamte Tortour geht sehr sehr lange und mittlerweile haben sie auch eine Tochter, Mahtob.

    Man bekommt allerdings nur die Sicht von Betty mit. Wie die Situation im Iran selbst aussah, zu jener Zeit, ist nicht übermittelt. Zumindest habe ich es nicht im Hörbuch erfahren. Ich habe auch die Fortsetzung „Endlich Frei“, die Geschichte der Tochter.

    Was mich beim Hörbuch gestört hat, war das permanente Seufen in der Stimme. Der Film war spannend aufgebaut und Sally Field spielte hervorrand die Betty. Doch im Buch oder Hörbuch war mir der Unterton einfach unfassbar langweilig und doch sehr anstrengend.

    Ab und zu habe ich auch ein Kapitel so gelesen, aber auch das ist schwierig gewesen.

    Was mich aber immer wieder hat aufstoßen lassen, war die Grundhaltung. Betty hat sich bewusst für ihren Mann entschieden, als sie ihn in Amerika kennengelernt hat. Er war Arzt und gebildet. Gutaussehend und liebenswert. Nichts deutete darauf hin, dass er anders ist.

    Als sie im Land ist, gibt es nichts positives mehr an dem Ort. Alles scheint eklig zu sein. Voller Kakerlaken, sogar im Essen und in der Küche. Kinder scheinen keinerlei Erziehung zu genießen und alles ist dreckig und schlecht. Nichts scheint ihr gut genug zu sein.

    War es wirklich so oder hat sie hinterher alles darauf porjiziert? Das kann ich nicht raushören oder rauslesen. Es ist schwierig die Zeiten zu rekonstruieren. 1984/1985?

  7. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9780747585664)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Kera_Rachel_Cook
    Dieses Buch kann man gar nicht oft genug lesen. Jede Mal entdecke ich Neues. Ich kann nur jedem empfehlen das Buch auf Englisch zu lesen, weil die deutsche Übersetzung sich wohl sehr schwer tut, all die wunderbaren Gedanken und Einsichten der Autorin ins Deutsche zu übertragen.
  8. Cover des Buches Carrie (ISBN: 9783404180066)
    Stephen King

    Carrie

     (1.420)
    Aktuelle Rezension von: Xenia-Lynn

    Telekinese mal anders verpackt! 𝕮𝖆𝖗𝖗𝖎𝖊 ist ein Thriller der den Abgrund eines Mädchens mit den Urkräften in ihrem Besitz.

    Ein rotes 𝕮𝖔𝖛𝖊𝖗, vermutlich das erste in meinem Regal. Die Farbe wurde passend Gewählt, sowohl für die Ereignisse in der Handlung, als auch, dass der Leser, der dieses Buch in die Hand nimmt gewarnt wird. Gewarnt vor Carietta White. Da ich ziemlich detailverliebt bin, ist mir der Undeutliche Ort, vermutlich das Haus der Protagonistin, ein kleiner Dorn im Auge. Dennoch stellt das Bild eine Szene in der Geschichte da ganz ohne viel vorwegzunehmen.

    Die 𝕳𝖆𝖓𝖉𝖑𝖚𝖓𝖌, wie ich oben schon etwas gelobt habe, ist ein für mich neues Konzept, King weiß einfach, wie man alte Dinge neu verpackt und sie in einen Albtraum verwandelt! Man hat in dieser Geschichte zwei Ausgangsfiguren: Carrie und ihre Mutter. Carrietta will eigentlich nur ein normales Leben führen, woran ihre Mutter sie aber mit religiösem Fanatismus hindert. Das Böse hier. Die Sünde da. Doch mit dem Beginn von Carries Pubertät, wird man in einen reißenden Strudel wirrer Ereignisse gerissen, aus dem man nicht mehr herauskommt King hat es mal wieder geschafft mich bis zur letzten Seite und darüber hinaus an ein Buch zu binden und genau darüber nachzudenken, was eben noch passiert ist. Zumal im Text von Außenstehenden berichtet wurde, was in jenen Wochen passiert ist sowie auch Aufzeichnungen aus den Polizeiakten. Ich wünschte, es gäbe mehr solcher Bücher.

    𝕮𝖆𝖗𝖗𝖎𝖊, ein sechzehn Jahre altes Mädchen, wird von ihren Mitschülern immer wieder gehänselt, obwohl sie nur so sein möchte wie jeder andere auch. Freunde haben und normales Zeug machen. Nicht nur beten und eigene Sünden aufzählen. Ihre Fähigkeit der Telekinese finde ich faszinierend und wie viel sie damit machen kann! Die meiste Zeit über tat sie mir einfach nur leid und ich hätte ihr gerne irgendwie geholfen. Bis sie sich dann um hundertachtzig Grad drehte.

    Mein 𝕱𝖆𝖟𝖎𝖙 zu einem weiterem Stephen King Buch: von Mir bekommt 𝕮𝖆𝖗𝖗𝖎𝖊 eine Wertung von 4,6 Kirschblüten, da es mich an sich fesseln konnte, wie nur wenige es konnten. Der Abzug kommt, durch minimale Stellen und der Handlung und am Cover die mir nicht gefallen haben, aber das ist kein Beinbruch!

    Carrie kann ich an jeden Thriller-Fan empfehlen, der gerne die Abgründe der Menschen erforscht!

  9. Cover des Buches Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend (ISBN: 9783492053983)
    Andreas Altmann

    Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Gustavo

    Diese erschütternde Schilderung einer qualvollen Jugend kommt natürlich nicht von irgendwoher, sondern hat als Grundlage ganz konkrete Umstände: Nachkriegszeit, Nachwirkungen der Nazi-Ideologie, Katholizismus der bayerischen Art.  Nachdem diese Umstände heute allesamt wegfallen (der Katholizismus in Bayern ist ja auch längst nicht mehr derselbe wie damals), bleibt die Frage offen: Könnte sich heutzutage dennoch Ähnliches wieder ereignen?

    Ich nehme nicht für mich in Anspruch, diese Frage beantworten zu können, sondern stelle sie hier einfach zur Diskussion.

  10. Cover des Buches Die Regenkönigin (ISBN: 9783426511923)
    Katherine Scholes

    Die Regenkönigin

     (117)
    Aktuelle Rezension von: kointa
    Wer Geschichten rund um starke Frauen in Afrika mögen, dem kann ich dieses Buch ans Herz legen. Es erzählt die Geschichte von Annah, die als Krankenschwester im Missionarsdienst nach Afrika kam und sich zu einer starken Frau mit eigenem Willen entwickelt. Der Leser begleitet sie von Ankunft in Afrika bis zu ihrem Tod. Die Geschichte ist voller Emotionen und man kann sich in die Welt Afrikas hineinversetzen. Die Schreibweise ist gut verständlich und auch die fast 600 Seiten fliegen nur so dahin. Man bekommt Liebe, die Bräuche und Leben Afrikas und eine Portion Abenteuer.
  11. Cover des Buches Der Feuerstein (ISBN: 9783453317987)
    Rae Carson

    Der Feuerstein

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Um in dem drohenden Krieg einen Verbündeten zu haben, wurde Elisa, Prinzessin von Orovalle, an ihrem 16. Geburtstag mit dem König des Nachbarlandes, Alejandro de Vega, verheiratet. Sie ist eine Auserwählte, Trägerin des legendären Feuersteins, und dazu bestimmt, mit seiner Magie ihr Land zu verteidigen. Aber Elisa ist alles andere als mutig und weiß die Kraft des Steines auch nicht zu nutzen. Doch dann wird sie eines Tages entführt und verbündet sich, nach einer beschwerlichen und gefahrvollen Durchquerung der Wüste, mit ihren Entführern. Sie erfährt, dass sich die Armee des Feindes bereits auf dem Marsch befindet und ihre neue Heimat bedroht. Elisa gerät zwischen die Lager und befindet sich plötzlich in der Hand des Feindes. Jetzt kann nur noch die Magie ihres Steines helfen … 

    Die US-amerikanische Autorin Rae Carson wurde 1973 in Kalifornien geboren. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie ein Studium der Sozialwissenschaften und war danach in verschiedenen Branchen tätig, bevor sie den Beruf als Schriftstellerin ergriff. Ihr Debütroman „The Girl of Fire and Thorns“ erschien 2011 im Original und 2012 erstmals unter dem Titel „Der Feuerstein“ in deutscher Sprache. Für ihren Ehemann C.C. Finlay verließ sie Kalifornien und lebt heute mit ihm und zwei Stiefsöhnen in Columbus/Ohio. 

    Die Geschichte beginnt recht verhalten, ein bisschen umständlich und langatmig, nimmt dann aber Fahrt auf und wird zunehmend spannender. Die Gefahren, die bei der Wüstendurchquerung und bei feindlichen Angriffen drohen, sind nachvollziehbar und glaubhaft. Allerdings fehlt mir ein Motiv, weshalb es Krieg geben soll, und Aufschluss darüber, wer letztendlich mit wem verbündet ist. Verwirrend finde ich auch die Sache mit dem Feuerstein, der ja einmalig sein sollte, und von dem plötzlich mehrere auftauchen. Gut integriert und passend gelöst ist hingegen die Liebesgeschichte, die in einem Buch dieses Genres natürlich nicht fehlen darf. 

    Das Geschehen wird aus der Sicht von Elisa in Ich-Form erzählt, was sich zunächst etwas befremdlich liest. Der Leser sollte sich wohl dadurch besser in ihre Emotionen einfühlen, was meiner Meinung nach jedoch nicht wirklich gelungen ist. Ihre überwiegend negativen Gedanken sind nervig und langweilen, und ihre spätere Sinnesänderung geschieht zu plötzlich um sie wirklich zu verstehen. Die anderen Figuren sind eher klischeehaft dargestellt und verschwinden teilweise wieder ohne ersichtlichen Grund. 

    Wie man leider erst beim Lesen feststellen kann, handelt es sich hier um ein Jugendbuch (im Buch selbst ist kein Vermerk zu finden), für das ich nicht die richtige Zielgruppe bin.  

    Fazit: Wenn man von einigen Schwächen absieht, ist es ein nettes Buch für junge Leute.

  12. Cover des Buches Den Himmel gibt's echt (ISBN: 9783775152785)
    Todd Burpo

    Den Himmel gibt's echt

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Eine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“

     

    Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.

     

    Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.

  13. Cover des Buches Chocolat (ISBN: 9783548252445)
    Joanne Harris

    Chocolat

     (212)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Die Protagonistin Vianne kommt mit ihrer kleinen Tochter in einen Provinzort, eröffnet dort eine Chocolaterie und stellt die Welt der Dorfbewohner auf den Kopf. Sie wird zum Treffpunkt einiger Einzelgänger, die dort ihre Gedanken austauschen und neue Freundschaften schließen. Als neben Vianne werden noch Zigeuner am Flussufer festmachen, sind die Dorfbewohner endgültig bedient. Insbesondere der Dorfgeistliche sieht die Moral seiner Gemeinde gestört und integriert auf unterschiedlichen Wegen. Die fehlende Toleranz von seiner Seite aus steht in krassem Gegensatz zu der Einstellung von Vianne, für die Glücklichsein das wichtigste im Leben ist. Dies vermittelt sie auch in den Gesprächen mit ihrem Kunden.

    Leider ist der Roman stellenweise recht langatmig geraten, so dass ich mich zwischenzeitlich nicht gut unterhalten fühlte. Insbesondere die Passagen des Paters haben sich mir aufgrund ihrer Länge und Zusammenlosigkeit nicht ganz erschlossen. Schade, die Inhaltsangabe hat mich anderes vermuten lassen und daher bin ich etwas enttäuscht von diesem Buch.

  14. Cover des Buches The Bear and The Nightingale (ISBN: 9781785031052)
    Katherine Arden

    The Bear and The Nightingale

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis
    Ein echter Genuss - atmosphärisch, schön geschrieben, und eine tolle Geschichte, die einen mitreißt. Im besten Sinn ein russisches Märchenbuch für Erwachsene (auch wenn die Autorin Amerikanerin ist). Absolut empfehlenswert.
  15. Cover des Buches Das Haus an der Moschee (ISBN: 9783548289397)
    Kader Abdolah

    Das Haus an der Moschee

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Es war ein sehr beeindruckendes Buch voller geschichtlicher, religiöser und menschlicher Fakten und Geschehnissen. Der Leser begleitet über viele Jahre die Großfamilie von Agha Djan, die an der Moschee lebt und die Moschee beschützt und pflegt und den Imam unterstützt. Es ist lange eine friedliche und aufgeklärte Zeit, die jedoch immer mehr Risse bekommt. Es folgt die islamische Revolution, die das Land in Aufruhr bringt und die Familie auseinander reißt.

    Der Autor Kader Abdolah beschreibt die Orte des Geschehens so realistisch und in allen Farben (fast schon blumig), dass man sich ohne Probleme Bilder im Kopf aufbauen kann. Dies gilt sowohl für die schönen Momente auf dem Basar, in der Moschee oder im Hause Djan, aber auch für die dunklen Momente auf der Flucht, der Verfolgung und der Verschleppung und dem Krieg. Beides beschreibt er sehr detailliert und authentisch. Man erlebt den politischen Wandel in diesem Land und dem damit verbundenen Wandel in der Kultur, der Politik und sogar innerhalb der Familien.

    Es ist eine berührende Familiengeschichte, die einen tiefen Einblick in das Land Iran, deren Politik und die Religion sowie das Leben der Menschen gibt.


  16. Cover des Buches Lebendig!: Vom Geheimnis mündigen Christseins (ISBN: 9783775158503)
    Michael Herbst

    Lebendig!: Vom Geheimnis mündigen Christseins

     (7)
    Aktuelle Rezension von: strickleserl
    Der Theologe, Michael Herbst, zeigt in diesem Buch wie der christliche Glaube lebendig und mündig werden kann. Er richtet sich gegen einen Glauben, der nur Formsache oder Gewohnheit ist, denn Nachfolge bedeutet so viel mehr. So geht er auf verschiedene Lebensbereiche ein, und zeigt wie Christsein im Alltag konkret aussieht.

    Sein Glaubensweg begann im CVJM. Auf seinem weiteren Weg prägten ihn Gedanken von Dietrich Bonhoeffer. Inzwischen ist er Professor der Theologie an der Universität Greifswald und engagiert sich bei „GreifBar“, einem neuen Gottesdienst, ganz nach den Wünschen der Bewohner ihrer Heimatstadt.

    Das Buch hat sechs Teile. Im ersten Teil geht es um die Grundlage des Glaubens, Gnade. Zuerst geht Gott auf den Menschen zu. So beginnt das Christsein. Der zweite Teil beschreibt die Veränderung, wenn Gott ins Leben einzieht. Im dritten Teil werden verschiedene Bereiche beschrieben, in denen lebendiges, mündiges Christsein im Alltag praktiziert werden kann. Dazu gehört das Gebet, das Hören auf Gott und die Gemeinschaft mit anderen Christen. Im nächsten Teil wird es noch konkreter. Michael Herbst geht der Frage nach, wie Glaube im Alltag gelebt wird. Wichtige Bereiche des Lebens werden angesprochen, wie Sexualität, Beruf, Zeit und Geld. Danach wendet er sich Problemfeldern zu, z.B. unerhörte Gebete, Enttäuschungen oder unsere Schwächen. Im sechsten Teil geht es schließlich um Sendung. Wie und warum gebe ich das weiter, was mir wichtig geworden ist?

    Die Überlegungen des Autors sind von einigen bekannten Predigern und Theologen geprägt. Immer wieder wird verwiesen auf Predigten und Büchern von beispielsweise Timothy Keller, Bill Hybels oder John Ortberg. Der Schreibstil ist lebendig, teilweise auch humorvoll. Viele Beispiele sind der Welt des Fußballs entnommen, einer besonderen Leidenschaft des Autors.

    Neben Erklärungen, die sich eher an Neulinge im Glauben richten, wird auch der langjährige Christ herausgefordert. So überlegt der Autor mit welcher Motivation wir in den Gottesdienst gehen – um gut unterhalten zu werden, oder um Jesus zu ehren? Immer wieder wird deutlich, Glaube muss wachsen, sonst stimmt etwas nicht.

    „Man kann manchmal ‚bei Kirchens‘ den Eindruck haben, dass alle zufrieden sind, solange die Leute da sind und nicht weglaufen. Kirche hat dann etwas unermüdlich Bestätigendes an sich: ‚Es ist okay, wie du bist. Und es ist auch okay, wenn du so bleibst, wie du bist.“ Ich sehe das nicht so. Ich glaube: Es ist völlig normal zu wachsen. Gesundes Leben wächst.“

    Fazit: Eine gute Erklärung über die Grundlagen eines Glaubens, der im Alltag Spuren hinterlässt. Der Autor zeigt an konkreten Beispielen wie lebendiges und mündiges Christsein aussieht. Zu empfehlen für alle, die mehr über gelebte Nachfolge wissen wollen.

  17. Cover des Buches Für die Liebe und das Leben (ISBN: 9781521805985)
    Jana von Bergner

    Für die Liebe und das Leben

     (45)
    Aktuelle Rezension von: LisaJelina
    Darum geht es:
    Wenn das Schicksal dir alles nimmt und dann eine zweite Chance gibt … Adam wurde bei einem Autounfall schwer verletzt. Nun braucht er eine neue Niere. Viviens Freund saß am Steuer des anderen Wagens. Seitdem liegt er im Koma. Vivien möchte Adam ihre Niere spenden. Doch dafür müsste sie ihn heiraten.

    Meine Meinung:
    Das Buch fängt gleich mit dem ersten Schicksalschlag an: Vivien wird ins Krankenhaus gerufen, weil ihr Freund Björn einen schweren Autounfall hatte. Sie kämpft mit Entsetzen, Trauer, Wut und Ungläubigkeit, aber auch Schuldgefühle werden dem Leser vermittelt, sodass man sich gleich fragt, warum sie diese hat.
    Auf der anderen Seite lernen wir Adam, den Unfallgegner kennen, dessen Familienangehörige bei dem Unfall ums Leben kamen. Er trägt schwere Verletzungen davon, die ihn und das Leben mit seinem Sohn stark beeinträchtigen. Einerseits weiß er, dass er nun auf sich aufpassen muss, gleichzeitig kann er nicht akzeptieren, dass sein Leben, wie er es kannte, nun vorbei ist.
    Nachdem Vivien sich ihren Schuldgefühlen stellt und sich bei Adam für alles entschuldigt, verknüpft sich ihr Leben miteinander. Sie ist ein Mensch, der viel gibt, immer darauf bedacht, was andere denken und wünscht sich nichts sehnlicher, als den Unfall wiedergutmachen zu können. Aus diesem Grund entscheidet sie sich dafür, Adam ihre Niere zu spenden. Wie bereits im Klappentext angedeutet, werden Lebendspenden nur unter Angehörigen zugelassen, weshalb die einzige Möglichkeit, die Transplantation durchzuziehen, darin besteht, dass die beiden heiraten.
    Vivien geht meiner Meinung nach etwas naiv an die Sache heran. Sie informiert sich zwar über das Thema Organtransplantation und die möglichen gesundheitlichen Folgen die daraus für ihr Leben resultieren, gleichzeitig nimmt sie die Sache auf die leichte Schulter. Sie geht davon aus, dass beide eine Heiratsurkunde unterschreiben und fertig. Adam holt sie dabei zurück auf den Boden der Tatsachen, auch wenn es für ihn bedeutet, dass sie eventuell einen Rückzieher macht und er seine neue Niere nicht bekommt.
    Jeder, der gerne und viel liest, weiß, worauf das alles hinausläuft: Zwei Menschen sollen ein Liebespaar mimen und lernen sich dabei näher kennen, um festzustellen, dass sie den anderen wirklich mögen, bis sich sogar tiefere Gefühle entwickeln. Dieser Punkt der Geschichte ist demnach sehr vorhersehbar, was mich aber überhaupt nicht gestört hat.
    Absolut verständlich ist auch, dass beide noch immer ihre verlorenen Partner lieben und demnach auch das Gefühl haben, sie würden sie betrügen. An gewissen Stellen entstehen hier deshalb auch innere Konflikte. Viel schlimmer finde ich aber, dass Adam sich nach der Transplantation querstellt. Ich verstehe natürlich seine Sichtweise und find es auch edel und süß, dass er so denkt, gleichzeitig musste ich den Kopf schütteln: Wollte er denn nie wieder in seinem Leben glücklich sein, nur weil ein Leben mit ihm Risiko bedeutete? (Vivien spricht hier auch kurz von ihrer Erfahrung mit Björn und sie genauso schnell alleine dasteht, wenn einem gesunden Mann plötzlich etwas passiert.)
    Glücklicherweise hatten die beiden gute Freunde, die ihnen hin und wieder ins Gewissen redeten.
    In dem Buch gibt es eine Stelle, in der jemand Vivien auf sie und ihre Art, mit Fehlern umzugehen anspricht und ich finde, es passt wie die Faust auf’s Auge: Vivien möchte immer alles richtig machen und hat große Angst davor, Fehler zu begehen. Und wenn jemand Fehler gemacht hat, fällt es ihr schwer, zu akzeptieren, dass das eben passieren kann. Es nervte mich irgendwann, dass es bei ihr immer um die Frage der Schuld ging, gleichzeitig konnte ich sie so gut verstehen. Ich wäre wahrscheinlich nicht anders gewesen. Auch der Streit am Ende erinnerte mich sehr an den, den sie mit Björn geführt hat. Denn beide Male dreht es sich darum, dass sie einen Fehler gemacht haben und leider entscheidet sie auch dieses Mal impulsiv. Ansonsten war sie mir sehr sympathisch.
    Auch Adam, der zwar anfangs seine Schwierigkeiten hat, mit dem Schicksalschlag umzugehen, ist so ein toller, verständnisvoller junger Mann. Ein richtiger Traumtyp *schmacht*.
    Obwohl das Buch emotionale Themen behandelt, musste ich nicht die Taschentücher zücken, was für mich eher unüblich ist. Man könnte deshalb meinen, dass mich das Buch nicht berührt hat, aber das ist keinesfalls der Fall! Das Buch hat mich sogar nochmals daran erinnert, wie schnell das Leben vorbei sein oder umschwenken kann. Es reicht nur ein kleiner Moment, eine kleine Entscheidung und es verläuft in eine ganz andere Richtung. Gleichzeitig bleibt uns nichts anderes übrig, als das Beste daraus zu machen und uns davon nicht unterkriegen zu lassen.

    Mein Fazit:
    Eine traurig schöne Geschichte, über Schicksalsschläge und zweite Chancen. Der Hauptstrang der Handlung ist zwar vorhersehbar, aber dennoch mochte ich die Geschichte sehr, weil sie viele kleine wichtige Botschaften transportiert. Auch den Schreibstil empfand ich als angenehm und leicht lesbar. Ich werde von der Autorin auf jeden Fall noch mehr lesen!
  18. Cover des Buches Das Böse in uns/Ausgelöscht (ISBN: 9783404173334)
    Cody McFadyen

    Das Böse in uns/Ausgelöscht

     (1.960)
    Aktuelle Rezension von: ingo101

    Die Rezension bezieht sich nur auf „Das Böse in uns“.

    Die ersten Bände muss man nicht unbedingt gelesen haben, es kann aber bestimmt nicht schaden.

    Das Buch liefert weitere Einblicke in Charakter der Smoky. Kennt man die Vorgänger, kommt immer mehr das Gefühl auf, sie zu kennen. Die Erzählweise - hauptsächlich aus der Smoky-Ich-Perspektive – hilft dabei, immer tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen. Das gelingt gut.

    Die Geschichte ist nicht wirklich spannend. Für mich kommt sie wie in Wellen: In den besten Moment lädt sie zum Nachdenken über das Gelesene ein. In den schlechtesten Moment kommen Sätze wie „Dann kann man wie ein unzerstörbarer Marshmallow über dem ewigen Lagerfeuer rösten.“ Die Übersetzung  solcher Redewendungen ist manchmal komisch bis peinlich. Ob es wirklich die Übersetzung ist oder der Autor im Englischen ebenso „blumig“ schreibt, kann ich allerdings nicht sagen.

    Grundsätzlich habe ich beim Lesen sehr oft das Gefühl gehabt, das die Geschichte beliebig, austauschbar und „rausgeschludert“ wurde. Ich kann es nicht erklären. Sicher, man erfährt mehr über Smoky. Sie steht eindeutig im Mittelpunkt; ihr Team bzw. ihre Freunde stehen an der Seitenlinie. Das alleine wäre okay. Aber die gesamte Geschichte um den Prediger scheint konstruiert. Wir brauchen eine (Tod)Sünde? Smoky hat eine. Wir brauchen ein Klischee? Zusammensein nur, wenn man das L-Wort sagt. Irgendwie wurde ich als Leser das Gefühl nicht los, dass die Story „schnell“ geschrieben werden mußte.

    Die oft knappen Dialoge – meist nur eine handvoll Wörter - unterstützen dieses Gefühl. Ebenso die Tatsache, dass es kaum Ermittlungsarbeit gibt. Hätte der Prediger nicht absichtlich eine Spur hinterlassen, wären sie vermutlich nie vom Team verhaftet worden. Das ist ein wenig schade.

    Fazit:

    Ich mag die Geschichten um Smoky Barrett. Ich mag die Art und Weise, wie der Autor die Story erzählt. Ich möchte das Buch mögen. Und ich glaube ich habe es gerne gelesen. Im Nachgang wurde mir bewusst, dass das Buch weniger ein Thriller oder ein Krimi ist, sondern (fast nur) auf das Vertiefen der Figur „Smoky“ ausgerichtet ist. Weiterentwickeln will ich das nicht nennen, ich denke „mehr Kennenlernen“ ist der richtigere Ausdruck. Fanservice.

    Verändert man die Leseerwartung, ist das Buch gut und interessant. Für einen Krimi/Thriller ist es nicht ganz mein Fall.

  19. Cover des Buches 40 Tage im Kloster des Dalai Lama (ISBN: 9783596175581)
    Stephan Kulle

    40 Tage im Kloster des Dalai Lama

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Aicher
    Ein christlicher Theologe und bekannter Kirchenjournalist macht sich, nachdem er die Welt des Papstes aus nächster Nähe kennt, auf, um jene des Dalai Lama zu entdecken. Er gewinnt interessante Einsichten in die Situation Tibets im Exil und das spirituelle Leben im Umkreis des Dalai Lama, die er auf eine ansprechende Weise mit dem Leser teilt. Auch wenn man nicht immer mit den Schlüssen des Verfassers einig geht, hält man mit diesem persönlichen geistigen Reisebericht ein lesenswertes Buch in Händen.
  20. Cover des Buches Sehnsucht nach Eden (ISBN: 9783868271799)
    Linda Nichols

    Sehnsucht nach Eden

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    Linda Nichols ist für mich eine der Autorinnen, von der ich alles lesen würde, ohne mich vorher über das Buch informiert zu haben, denn bisher hat sie mich immer überzeugen können. Daher war ich mir sicher, dass Sehnsucht nach Eden auch so ein Buch sein würde.
    Und das war es auch.
    Wo mich die erste Buchhälfte noch nicht besonders mitreißen konnte, hat mich der Rest total umgehauen. Aber im Folgenden mehr dazu.

    Als Weltenbummlerin Miranda DeSpain unverhofft auf einen Hinweis über den Verbleib des Kindes stößt, das sie mit 16 zur Adoption freigeben musste, gibt es für sie kein Halten mehr. Ihre Spur führt sie direkt ins kleine Städtchen Abingdon. Die schrulligen Einwohner und die quirlige kleine Eden machen es ihr leicht, sich dort heimisch zu fühlen. Doch mit ihrer Suche kommt sie nur mühsam voran. Zumal es der örtliche Polizeichef scheinbar auf sie abgesehen hat. Er verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Trotzdem gibt Miranda nicht auf. Sie weiß: Dies ist ihre letzte Chance. Dies ist ihre Gelegenheit, die Puzzleteile ihres Lebens zu einem vollständigen Bild zusammenzufügen und endlich nach Hause zu kommen.

    Das Thema, um welches es in diesem Buch im Grunde geht – Adoption – ist ein schwieriges, denn hier liegt der Fall von „erzwungener“ Adoption vor. Miranda, die Protagonistin, war 15, als sie ihr Baby zur Welt brachte und ihre Mutter organisierte eine private Adoption ohne die Zustimmung ihrer Tochter. Dies lässt Miranda keine Ruhe, weshalb sie seitdem ein unruhiges Leben ohne größeren Sinn führt.

    Es tat mir beim Lesen sehr weh, wie Miranda ihr Baby schmerzlich in ihrem Leben vermisst hat. Dazu war ihre Beziehung zu ihrer Mutter sehr kompliziert, was ihr nicht dazu verhalf, sich besser zu fühlen. Erst nach dem Tod der Mutter konnte sie „aufatmen“ und ihr eigenes Leben führen. Die Veränderung konnte man deutlich in ihrer Persönlichkeit sehen. Plötzlich durfte sie ihr Leben so gestalten, wie sie wollte und hatte nicht immer ihre Mutter im Rücken.
    Auf der Suche nach ihrem mittlerweile elf Jahre alten Kind hat sie auch eine Menge über die schreckliche Vergangenheit ihrer Mutter erfahren. Erst jetzt verstand sie, was ihre Mutter dazu bewegt hatte, sich so zu verhalten, wie sie es getan hatte – und Miranda lernte, dakbar dafür zu sein und ihre Mutter mehr zu lieben.

    Die Suche nach ihrem Kind führte sie zu einem kleinen Örtchen Abingdon, doch es war eine sehr erschwerliche Suche, denn Miranda hatte keinerlei Informationen über ihr Baby. War es ein Mädchen oder Junge? Wie viel wog es bei der Geburt und wir groß war es? Irgendwann kam sie zu dem Entschluss, die Suche zu beenden, denn es schien, dass sie in einer Sackgasse gelandet war. Umso schöner war es, zu sehen, wie Gott sie am Ende aus dieser scheinbar auswegslosen Situation herausgeführt hat.

    Miranda blieb in Abingdon und lernte die Menschen dort, aber auch Gott lieben. Das Städtchen war ein ganz charmantes und ich habe mir nicht nur einmal vorgestellt, wie es wäre dort zu leben. Besonders die kleine Eden hat es mir angetan. Sie war so liebenswert und oft musste man einfach mit ihr mitfühlen, denn ihre Familie hatte Einiges durchzustehen. Dennoch hat sie ihren Lebensmut nicht verloren.

    Ich fand es sehr schön, über Menschen zu lesen, die einen fest verankerten Glauben an Gott haben, man nehme Grandma Ruth als Beispiel. Man hat zuweilen gespürt, dass Gottes Liebe in ihr wirkt, denn sie ist den Menschen mit Freundlichkeit und Vertrauen entgegengekommen und hat allein durch ihr Handeln von Gott gezeugt. Das ist eine Eigenschaft, die ich auch an mir gern mehr ausgeprägt sähe.

    Ich habe mich mit der ersten Hälfte des Buches, ehrlich gesagt, etwas schwer getan, denn es hat gedauert, bis die Handlung an Form zugenommen hat. Doch je mehr ich las, umso mehr vertiefte ich mich in die Geschichte, bis es mir zunehmend schwerer fiel, das Buch aus der Hand zu legen – also: das Lesen lohnt sich!
    Während ich den ersten Teil des Buches noch mit 2-3 Sternen bewertet hätte, würde ich den letzten Teil aber mit 5 Sternen bewerten, womit ich zu dem Gesamtergebnis von 4 von 5 Sternen komme. Ich möchte euch auf jeden Fall dieses Buch ans Herz legen!

  21. Cover des Buches Ziemlich bester Schurke (ISBN: 9783765515958)
    Josef Müller

    Ziemlich bester Schurke

     (25)
    Aktuelle Rezension von: leseratte69

    Gastrezension von Karl

    Klappentext
    Man kannte ihn nur als den 'Konsul von Panama', den genialen Steuerberater mit den extravaganten Luxuskarossen. Ursprünglich kam Josef Müller, *1955, aus bürgerlichen Verhältnissen. Er war der einzige Sohn eines Kriminalbeamten und einer Operationsschwester. Bereits mit 16 Jahren durfte er Auto fahren. Zwei Jahre später verunglückte er bei einem schweren Verkehrsunfall. Seit dieser Zeit ist er querschnittgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Nach diesem Einschnitt drehte Müller aber erst richtig auf: 'Ich wollte nicht nur reich werden – ich wollte unendlich reich werden.' In seinem Buch beschreibt er packend, in welche James-Bond-reifen Abenteuer und Betrügereien er verwickelt wurde und wie er es wirklich schaffte, unendlich reich zu werden. Leserstimmen: Seit fast zwanzig Jahren kenne ich Josef Müller und war gespannt, wie der neue den alten Josef beschreibt. Respekt – er hat nichts beschönigt oder weggelassen. Das Buch ist packend geschrieben. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Kalle Schwensen, Hamburger Kiez-Legende Ich kenne Josef seit über dreißig langen Jahren; ich erlebte, wie er aus allen Nähten platzte – in jeder Beziehung! – und kam oft aus dem Staunen nicht heraus. Jetzt ist er um 37 Kilo ärmer, aber im Herzen umso reicher. Es ist eine Saulus-Paulus-Geschichte, erschreckend, bewundernswert, lesenswert! Charles Brauer, Schauspieler und 'Tatort'-Kommissar Interview mit dem Autor auf ERF.de Weitere Informationen zu Buch und Autor auf www.ziemlich-bester-schurke.de

    Der Autor
    Josef Müller wurde 1955 in Fürstenfeldbruck bei München als erster und einziger Sohn eines Kriminalbeamten und einer Operationsschwester geboren. Er wuchs in normalen bürgerlichen Verhältnissen auf. Im Alter von 16 Jahren konnte er mit einer Sondergenehmigung den PKW-Führerschein erwerben und hatte kurz vor seinem 18. Geburtstag einen schweren Verkehrsunfall. Seit dieser Zeit ist er querschnittgelähmt und auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Später wurde Josef Müller zum genialen Anlage- und Steuerberater der Münchner Schickeria. In seinem Buch beschreibt er amüsant und zugleich spannend, welche unglaublichen Abenteuer zu seinem vollkommen verrückten Leben gehörten. Einem Leben, das von außergewöhnlichen Ereignissen gezeichnet war und zu einem veritablen «Schurkenstück» auszuarten drohte. Die Leser erfahren auch, warum er sein Leben 2006 mit einem Schlag ändern wollte und… Lesen Sie mehr...im Buch

    Meine Meinung

    Story
    Dem Sohn eines Polizisten wird schon in jungen Jahren klar, dass er ein Händchen fürs die Kunst der schnellen Geldvermehrung hat. Nach seiner Lehre als Steuerberater kommt Josef Müller in kürzester Zeit zu Geld und Ansehen . Er steigt in die Obersten Riege der Gesellschaft auf, selbst der Englische Thronfolger zählt ihn zu seinem Gästen. Autos, Schiffe Häuser, Frauen, und alles vom Feinsten , Josef Müller hat alles ,ist beleibt und gefragt. Und das obwohl er im Rollstuhl sitzt .Bei seinen Anlage Projekten geht er immer hohes Risiko . Bei seinen Klienten ist er nicht wählerisch. So wird er unabsichtlich(!!) zum Geldwäscher. Als die Justiz im auf die Schliche kommt flieht er ,stellt sich später und findet im Gefängnis sitzend seinen Glauben zu Gott.

    Scheinstil
    Das Buch ist flüssig geschrieben, Chronologisch, macht aber Zeitsprünge hin und zurück. Die Tricks der Geldvermehrung erklärt Müller genau. Über seine Ehe hingegen schweigt er. Stellenweise kommt sogar der Humor zum Vorschein.

    Charaktere
    Es fällt schwer, in Josef Müller einen Schurken zu sehen, wenn Anleger ihm Geld ohne jegliche Sicherheiten anvertraut haben. Zumal nicht er das Geld der Anleger durchgebracht hat . Josef Müller klärt in dem Buch auf wie es wirklich war.

    Mein Fazit

    Für Menschen die an Gott glauben ist das Buch natürlich Wasser auf die Mühlen. Betrachtet man es etwas kritischer, stellt sich die Frage ob Josef Müller nur den Job gewechselt hat. Dass ihm auf einmal all das was er früher hatte, nicht mehr wichtig ist nehme ich ihm nicht ab. .In dem Buch gibt er keine Auskunft was er heute macht .Recherche im Internet ergeben, dass er sehr aktiv im Göttlichen Auftrag unterwegs ist, natürlich im Mercedes. Er hat einen Christlichen Verein gegründet, hält Vorträge und ist im Verkauf tätig. Er ist ein Mensch der zumindest Anerkennung braucht und die hat er heute, nur eben in anderen Kreisen und das Buch ist wie eine (zugegeben Interessante ) Werbung für sein neues Leben und Wirken als geläuterter Mensch . Wer es glaubt !!
    Ich vergebe drei von fünf Sternen.
  22. Cover des Buches Die 33. Hochzeit der Donia Nour (ISBN: 9783351050276)
    Hazem Ilmi

    Die 33. Hochzeit der Donia Nour

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Ägypten ist im Jahr 2048 ein theokratischer Staat, der seine Bevölkerung mit einer Mischung aus Konsumzwang und islamistischer Unterwerfung unter Kontrolle hält. Für die Einhaltung der Gebete gibt es Punkte, die auf einem Gute-Taten-Konto festgeschrieben werden. Je mehr Gebete, desto mehr Punkte, desto angenehmer das Jenseits. Alles wird digital gesteuert und überwacht, selbst in die Träume werden Erlösungs- und Werbebotschaften infiltriert. Shariatainment und Sleepvertising nennt man das dann.

    Das Land ist vollständig von der übrigen Welt abgeschottet, jede Einmischung von außen strengstens untersagt. Es gibt drei Zonen: Nordägypten (ein schmaler Streifen entlang der Mittelmeerküste), wo hohe Würdenträger in Pomp und Gloria leben; Mittelägypten (die Metropolregion Kairo und den nahezu wasserlosen Nil entlang), wo die arbeitende Bevölkerung wohnt, betet und einkauft; und Südägypten (ab Assuan bis zur Grenze zum Sudan), wo diejenigen, die die Gesetze des Landes missachtet haben, ein Dasein in harter Arbeit fristen.

    In Kairo lebt die junge und schöne Donia Nour, die seit Jahren einen gefährlichen Gedanken hegt: Sie will Ägypten verlassen. Das Gerücht kursiert, dass es Schiffe gibt, die Flüchtlinge übers Mittelmeer aus dem Land bringen. Der Preis für eine Überfahrt: Ein Kilogramm Gold. Seit Jahren verdient sie sich neben ihrer offiziellen Beschäftigung kleine Goldstücke, indem sie sich den gierigen Machthabern aus der Oberschicht als Braut anbietet, mit ihm eine Nacht verbringt und sich wieder scheiden lässt. Sehr wichtig ist den Freiern die Jungfräulichkeit Donias, die sich aber mittels illegaler Technik immer wieder herstellen lässt. Nach 32 Hochzeiten dieser Art hat sie das Kilo fast zusammen, ein Freier fehlt noch, die letzten Gramm sind in greifbarer Nähe … doch sie gerät an den Falschen, ein hohes Tier der Regierung, ein Sadist und Egomane, der sie auffliegen lässt, ihr alles nimmt und in den Süden verbannt.

    Zur selben Zeit erscheint wie aus dem Nichts ein nackter Mann im Zentrum von Kairo, der behauptet, vor hundert Jahren von Außerirdischen entführt und jetzt als Zeitreisender auf die Erde zurückgeschickt worden zu sein. Sein Auftrag: Suche Donia Nour und führe sie ins Licht, damit sie ihr Volk in eine bessere Zukunft lenkt. Und tatschlich: Er findet sie, klärt sie auf und bringt damit eine Revolution ins Rollen…

    FORM: Hazem Ilmis Roman ist ein klassischer Dreiteiler mit Exposition, Entwicklung und Lösung; da werden trotz des heiklen Themas keine Experimente gewagt. Stilistisch sind die Kapitel um Donia Nour eher nüchtern, die um Ostaz Mukhtar (den Zeitreisenden) eher flapsig-sarkastisch geschrieben. Der für eine Dystopie typische ruhige und kalte Erzählton weicht im dritten Teil einem mit mehr Spannung; das Ganze kippt dann (leider) auch eher in eine Art Thriller.

    Dass es Ilmi bei seinem Debütroman nicht darum ging, ein literarisches Meisterwerk abzuliefern, ist zu vermuten und auch verständlich. Hauptziel war es wohl, die eigene Vorstellung von Religiösität zu vermitteln und Gedanken zu Begriffen wie Selbstbestimmung, Menschenrechte, Macht und Gleichberechtigung zu veröffentlichen – Kein ungefährliches Vorhaben dieser Tage. Der Roman ist mitten im Arabischen Frühling entstanden, als die ganze Welt auf den Tahrir-Platz blickte, und wurde im Selbstverlag mit großem Echo veröffentlicht. Hazem Ilmi ist ein Pseudonym, der Autor dahinter lebt nicht mehr in Ägypten, seine wahre Identität hält er aus Angst vor Fanatikern weiterhin geheim.

    FAZIT: Als Vergleiche mit Ilmi liest man überall George Orwell und Michel Houellebecq … das ist zwar schmeichelhaft aber doch stark übertrieben. Die ersten beiden Teile waren gut, der dritte schwach. Dennoch ist DIE 33. HOCHZEIT DER DONIA NOUR ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung und auch den Mut des Autors möchte ich nicht unterbewerten – vier Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  23. Cover des Buches Die Maske des Ra (ISBN: 9783453157491)
    Paul C. Doherty

    Die Maske des Ra

     (4)
    Aktuelle Rezension von: CAPA

    „Die Maske des Ra“ bietet gleichermaßen spannende Krimi-Elemente wie historische Details. Dieser 1479 v. Chr. im altägyptischen Reich spielende Roman erzählt die Geschichte des obersten Richters von Theben, Amerotke, welcher das Rätsel um den Tod von Pharao Thutmosis II aufklären soll. Dabei enthüllt er Intrigen, kämpft in Schlachten und sucht vor allem nach einer Sache: der Wahrheit. Beginnen tut das Buch mit einem mich neugierig machenden Prolog, durch welchen man direkt in die Handlung hinein katapultiert wird. Im gesamten Buch sind einige Abschnitte aus einer anderen Sicht als der Amerotkes beschrieben, wodurch man als Leser einige Extra-Informationen erhält was den Fall betrifft.

    Der Historiker und Autor Paul Doherty liefert ein anschauliches und realitätsgetreues Bild der altägyptischen Kultur, ohne lange Absätze voller Beschreibung zwischenzuschieben. So wird die Spannung, die durch Verwicklungen und geheimnisvolle Begebenheiten erzeugt wird, durchgehend aufrecht erhalten. Man erfährt viel Interessantes über das Leben, die Religion und die Mentalität der Ägypter, vorrangig der Reichen und Adligen.

    Protagonist Amerotke ist ein sympathischer „Diener der Wahrheitsgöttin Maat“ und ich habe mich sofort mit ihm angefreundet. Auch die anderen Charaktere weisen individuelle Züge auf und ihre Taten bzw. Motive sind stets nachvollziehbar.

    Auch der Schreibstil gefiel mir im Allgemeinen gut, jedoch versteckte sich ab und zu ein langer Schachtelsatz zwischen den Zeilen, was aber hauptsächlich der hohen Anzahl an Titeln, z.B. des Pharaos, zuzuschreiben ist.

    Zugesagt hat mir zudem die klare Struktur des Buches mit der bis aufs etwas abrupte Ende gezielt aufgebaute Handlung und den clever verstreuten Andeutungen. Dazu gehört die Einleitung eines jeden Kapitels mit der sehr kurzen Vorstellung einer ägyptischen Gottheit, die auf die eine oder andere Weise mit dem Kapitel zusammenhängt. Das Finale, welches ein wenig abrupt war, rundet die Geschichte aufs Vortrefflichste ab und schließt die Handlung in sich, lässt aber auch Raum für folgende Abenteuer des Amerotkes.

  24. Cover des Buches Geerbtes Glück (ISBN: 9783868276008)
    Tamera Alexander

    Geerbtes Glück

     (22)
    Aktuelle Rezension von: peanjo

    McKenna und ihr vierzehnjähriger Bruder Richard kommen 1877 nach Cooper Creek, Colorado, um dort bei ihrer Cousine Janie und deren Familie einen Neuanfang zu wagen, nachdem sie als Waisen alles verloren haben und Richard mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Aber leider ist das Wiedersehen nicht wie erhofft. Janies Mann ist vor kurzem verstorben und auch Janie liegt nach der Geburt ihres zweiten Kindes, das die Geburt nicht überlebt hat, im Sterben. Zurück bleibt die kleine Emma, die Janie McKenna anvertraut. Und so muss sich McKenna um eine verschuldete Farm und zwei Kinder kümmern und ist einfach nur überfordert. Dass auch noch ständig der US-Marshall Wyatt Caradon bei ihnen auftaucht, trägt nicht zu ihrer Beruhigung bei, denn sie hat Angst, dass er hinter die Vergangenheit ihres Bruders kommt. Aber allein wird McKenna das alles nicht schaffen und auf Gott vertrauen hat ihr bisher auch nicht geholfen. Aber manchmal ist der Lebensweg nicht sanft und gerade, sondern führt durch viele Täler mit spitzen Steinen und Dornen.

    Das Buch ist gut lesbar beschrieben; als Leser kann man die Gefühle und Handlungen der Protagonisten gut nachvollziehen, auch wenn McKenna manchmal etwas naiv ist und so manches an der Handlung sehr vorhersehbar ist. Aber trotzdem etwas für lange Abende.

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