Bücher mit dem Tag "beten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "beten" gekennzeichnet haben.

136 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt (ISBN: 9783736310681)
    Brittainy C. Cherry

    Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt

     (412)
    Aktuelle Rezension von: Jenny2405

    Grace und Finn sind sich 15 Jahre beiseite gestanden. Grace dachte ihre Ehe sei für immer, doch Finn lässt sich lieber auf seine Affäre ein. Nun muss Grace wieder von vorne beginnen, und das in einer Kleinstadt in der sich Gerüchte schneller verbreiten als man denkt. 

    Grace ist stark, wenn sie sich auch zu sehr von den anderen Leuten einwickeln lässt, und doch steht sie nicht wirklich für sich selbst ein.
    Jackson ist der Bad Boy und seine Familie die schwarzen Schafe der Kleinstadt. Die erste Begegnung der beiden verläuft alles andere als freundlich, aber Grace merkt schnell das sich hinter dem Bad Boy eine charmante Seele versteckt, der eine harte Vergangenheit mit sich rumträgt.

    „Bei mir war immer alles okay, auch dann, wenn gar nichts okay war.“

    Die Story, die Hintergründe und die Protagonisten gehen Hand in Hand und reißen einen mit. So ist BC Cherry nun mal, die Gefühle kommen schlichtweg beim Leser an und sind dann auch für die ein oder andere Träne verantwortlich. Die Länge ist nicht zu kurz und nicht zu lang und die Geschichte fühlt sich absolut abgerundet an, besonders mit diesem Ende. Die Autorin verbindet eine Liebesgeschichte mit wichtigen Themen und Grundsätzen, und genau dafür liebe ich ihre Bücher auch. Die Charaktere sind vielschichtig, haben ihre Eigenheiten und man kann mitverfolgen wie sich die Charaktere entwickeln.

    „Um dich selbst zu finden, wirst du andere Menschen zwangsläufig enttäuschen müssen.“

    Emotionsgeladener Slow Burn Liebesroman einer Prinzessin und dem Bad Boy der Kleinstadt.

  2. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (896)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Den Film habe ich vor acht Jahren gesehen, ein paar Jahre hatte ich das Buch auf englisch zuhause, bis ich entschieden habe, dass ich es auf englisch nicht lesen werde, und nun hab ich es endlich auf deutsch gelesen (SPOILER).

    Das fand ich gut:

    Elizabeth Gilbert praktiziert Yoga und meditiert, was ich beides auch sehr gerne tue. In diesem Buch spiegelt es sich dadurch wieder, dass es insgesamt 108 Geschichten gibt, so viel, wie es Perlen an der indischen Gebetskette Mala gibt. Da sie drei Länder bereist hat, sind diese schön aufgeteilt in je 36 Geschichten pro Land. Das lässt beides mein Herz höher schlagen und das Buch hatte mich schon ein bisschen, bevor ich überhaupt angefangen hatte zu lesen. Ich hatte allerdings etwas Sorge, da sie es als Geschichten betitelte, dass es eigenständige Kurzgeschichten sind. Dies hat sich nicht bewahrheitet, es ist trotzdem ein fließend zu lesender Roman. 

    Die einzelnen Teile waren unterschiedlich stark. Im Vergleich hat mir Italien am besten gefallen. Sehr schön wird die Vorgeschichte eingebunden, denn ihre Reise begann schon vorher hie und da im Alltag. Dabei geht es nicht nur ums Reisen selbst, sondern wir lernen viel über sie selbst kennen. Das spiegelt sie reflektiert und ehrlich. Im Teil von Indien und auch von Indonesien gibt es sehr viel Yogawissen und Spiritualität, was mir sehr gefiel. Egal in welchen Teil, man lernt einfach sehr viel über das jeweilige Land. 


    Das fand ich nicht so gut: 

    Vor allem Indien ist zweitweise sehr anstrengend. Sie geht durch viele Tiefen, das macht es aber wiederum authentisch, denn für sie war das sicherlich auch anstrengend. Was ich insgesamt auch anstrengend fand, war, dass jedes Mal, wenn sie neue Leute kennenlernt, ihre gesamte Lebensgeschichte über mehrere Seiten erzählt wird. Das machte das Lesen zeitweise zäh und passte nicht so richtig in die Geschichte. 


    Fazit: Dieser Roman hat manche zähen Stellen, dennoch find ich das Wissen, was in ihm steckt, sehr wertvoll und die Geschichte insgesamt gut. 


    Behalten oder weg? Auf jeden Fall bleibt das Buch. Ich werde es bestimmt immer mal wieder rausnehmen zum nachschlagen/nachschauen. 

  3. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.201)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Nachdem in "Drachenläufer" männliche Figuren im Vordergrund standen, erzählt Khaled Hosseini hier nun von zwei Frauen: Mariam und Laila. Zunächst widmet er jeder der beiden Frauen einen separaten Teil. 

    Mariam wächst als uneheliches Kind eines wohlhabenden Mannes zusammen mit ihrer Mutter am Rande der Gesellschaft auf, wird jedoch immer wieder von ihrem Vater unterstützt, der sie einmal pro Woche besuchen kommt. Doch als die Mutter Selbstmord begeht, wird Mariam, damals 15 Jahre alt, an einen deutlich älteren Mann, Raschid, verheiratet und zu ihm nach Kabul geschickt, weit weg von ihrem Vater.

    Laila wächst hingegen behütet in Kabul auf und plant ihre Hochzeit mit ihrer Sandkastenliebe. Doch als ihr Geliebter nach Pakistan flieht und ihre Eltern bei einem Bombenangriff ums Leben kommen, ist es mit Lailas unbeschwertem Leben vorbei. 

    Das ist der Moment, als sich die Lebensläufe von Mariam und Laila kreuzen, denn Raschid nimmt die nunmehr obdach- und elternlose Laila bei sich auf. Sie wird seine Zweitfrau. Mariam reagiert zunächst eifersüchtig bis feindselig.

    Wenn man die Geschichte von Mariam und Laila liest, dann tut man dies unweigerlich vor dem Hintergrund afghanischer Geschichte. Mit jeder neuen Führung kommt das Land vom Regen in die Traufe. Der Umgang mit Frauen, v.a. unter der Herrschaft der Taliban, ist skandalös. Als der Roman 2007 erschien, schien es mit Afghanistan durch die Präsenz der Amerikaner langsam aufwärts zu gehen; Frauen erhielten schrittweise ihre Rechte zurück. Liest man das Buch heute, nachdem die Amerikaner sich zurückgezogen haben und die Taliban wieder auf dem Vormarsch sind, weiß man auf einmal nur zu gut, was das für die Bevölkerung, v.a. aber für deren weiblichen Teil, bedeutet. Unvorstellbar, dass es so etwas heute noch gibt! 

    Der Roman hat mich berührt und er war packend zu lesen, konnte mich aber nicht so restlos begeistern wie Hosseinis Erstling. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Durch die klare Fokussierung auf die beiden Frauen gab es keinerlei Nebenhandlungen, was für einen fast 400 Seiten starken Roman doch eher selten ist. 


  4. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783442306312)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (488)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Ich habe dieses Buch vor über zwanzig Jahren und jetzt noch einmal mit Begeisterung verschlungen. Obwohl es mir an vielen Stellen doch sehr märchenhaft vorkam, versuchte ich dem Vorwort der Autorin zu glauben, alles selbst erlebt zu haben. Erst als ich im Anschluss nach näheren Angaben zur Autorin suchte, musste ich entdecken, dass sie bereits 1996 zugab, diese Erzählung erfunden zu haben.


    Auch als Roman ist das Buch lesenswert. Denn es behandelt eine Einstellung der australischen Ureinwohner zur Natur, die uns allen gut täte! Da wird voller Überzeugung der Glaube verbreitet, dass man den anderen nur durch den eigenen Lebenswandel, die eigene Handlung und Verhaltensweise beeinflussen kann. Gleichzeitig wird den Aborigines nachgesagt, dass sie in fünfzigtausend Jahren keine Wälder vernichtet, kein Wasser vergiftet und keine Pflanzen oder Tiere ausgerotteten. Trotzdem hätten sie immer über ausreichend Nahrung und Obdach verfügt, viel gelacht und nur selten geweint. „Ihre Leben sind lang, ausgefüllt und gesund, und wenn sie diese Welt verlassen, tun sie dies mit Zuversicht in ihren Seelen.“ (Seite 153) Es gefiel mir, dass Aborigines keinen Geburtstag feiern, sondern die Wissenserweiterung eines Menschen, die Entwicklung neuer Talente. Die Verwendung natürlicher Medikamente wird hervorgehoben, ebenso wie übernatürliche Fähigkeiten.


    Die US-amerikanische Ärztin und Autorin Marlo Morgan wurde 1937 in Fort Madison, Iowa geboren. Die erste Auflage dieses Buches erstellte sie laut Wikipedia zusammen mit ihren Kindern und verlegte sie selbst. Darin machte sie noch Reklame für ein bestimmtes Teebaumöl, das ihr geholfen hatte, die im Outback erworbenen Wunden zu heilen. 1994 erschien dann die amerikanische Originalausgabe unter dem Titel Mutant Messages Down Under“ bei Harper CollinsPublishers und wurde schnell zu Bestseller.


    Fazit: diese Abrechnung mit unserer Art zu leben und dabei die Natur zu zerstören sowie das Herausheben der Lebensweise der Ureinwohner liest sich angesichts der deutlich spürbaren Welterwärmung sehr gut und macht nachdenklich.

  5. Cover des Buches Carrie (ISBN: 9783404180066)
    Stephen King

    Carrie

     (1.484)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    Mir hat mein erstes Stephen King Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr gut und nachvollziehbar geschrieben worden und man lernt alle Personen sehr gut kennen. In den Artikeln, die immer wieder im Buch auftauchen, sind sehr interessante Dinge über Telekinese und über Carrie geschrieben. Ich fand die Idee echt klasse. Obwohl ich die Verfilmung von 1976 kenne, hat es mir sehr viel Spaß gemacht und es gab jede Menge Spannung. Eine absolute Empfehlung von mir und für jeden Thriller-Fan die perfekte Lektüre. 

  6. Cover des Buches Für die Liebe und das Leben (ISBN: 9781521805985)
    Jana von Bergner

    Für die Liebe und das Leben

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Jessica-buchmoment

    Durch einen tragischen Unfall kreuzen sich die Wege von Vivien und Adam. Bei diesem Unfall verliert Adam seine Frau sowie seine Eltern. Vivien’s Freund, Björn, verursacht diesen Unfall, der aufgrund von Blitzeis zustande gekommen ist, und wird ebenfalls schwer verletzt. Er verbringt die folgenden Monate im Koma. Auch für Adam selbst bleibt der Unfall nicht ohne gesundheitliche Folgen – er ist auf eine Spenderniere angewiesen.

    Vivien erfährt im Krankenhaus, welche weitreichenden Folgen dieser Unfall mit sich brachte und gibt sich selbst die Schuld daran, da sie und Björn kurz zuvor einen furchtbaren Streit hatten und sie ihn aus der gemeinsamen Wohnung warf, weshalb er überhaupt erst mit dem Auto unterwegs war. Als sie dann auch noch erfährt, dass Adam mit einem kleinen Sohn zurückbleibt und die bereits erwähnte Niere benötigt, steht für sie schnell der Entschluss fest, dass sie ihm ihre Niere spenden möchte.

    Grundsätzlich kommt Vivien auch als Spenderin in Frage, jedoch ist das leider ein Vorgang, der nicht so einfach wie gedacht durchzuführen ist. Tatsächlich spenden dürfen nämlich eigentlich nur Familienmitglieder. Um die Spende also durchziehen zu können, bleibt den beiden nur die Möglichkeit einer Scheinehe, die nicht ohne Folgen bleiben wird…

    Die Kapitel sind aus der Sicht von Vivien und Adam verfasst, was eine angenehme Abwechslung in die Geschichte bringt. Man kann sich dadurch sehr gut in beide Protagonisten hineinversetzen und mit ihnen beiden mitfühlen.

    Die Geschichte an sich ist etwas ganz Besonderes. Dieses Buch ist keine 0815-Liebesgeschichte, wie es bereits unzählige gibt. Sie ist so traurig und berührend, hält aber dennoch einige wunderschöne Stellen bereit. Es geht nicht nur um das oft oberflächliche hin und her mit dem üblichen Liebesgeschichten-Verlauf; sie lernen sich kennen, verlieben sich, es gibt eine Kriese und dann wird doch alles gut. Diese Geschichte hier ist sehr tiefgründig.

    Gerade Adam’s kleiner Sohn gibt diesem Buch noch das gewisse Etwas. Adam ist ein liebevoller Vater, der natürlich nur das Beste für sein Kind möchte. Und diese besondere Verbundenheit zwischen Vater und Sohn wird sehr oft deutlich und ist einfach unglaublich rührend. Und auch die Beziehung, die Vivien zu dem kleinen Matteo aufbaut geht einfach sehr ans Herz.

    Auch die Nebenfiguren sind toll ausgearbeitet und fast alle sofort sympathisch. Einzig Vivien’s fast Schwiegereltern (die Eltern, insbesondere die Mutter, von Björn) wirken unsympathisch – kalt und distanziert. Björn’s Mutter hält nicht viel von Vivien, was auch schon direkt bei der ersten Begegnung sehr deutlich wird. Das ist aber etwas, was durch Adam’s umso liebevolleren Schwiegereltern ganz schnell wieder gut gemacht wird.

  7. Cover des Buches Ada - Im Anfang war die Finsternis (ISBN: 9783401601120)
    Angela Mohr

    Ada - Im Anfang war die Finsternis

     (35)
    Aktuelle Rezension von: melanie_reichert

    „Ada“ ist ein realistisches Jugendbuch, das nicht nur durch sehr authentische Charaktere überzeugen kann, sondern auch noch eine ernste Hintergrundstory bietet, die mich vollkommen überzeugen konnte.

    Das Buch ist in zwei Teile gegliedert und wechselt immer wieder zwischen den Perspektiven in der direkten Ich-Form, was durch Nennung der Namen in der Überschrift erfolgt. Dieser Wechsel zwischen den Charakteren war sehr gut gelungen, weil man so immer das Eindruck hatte, direkt in die Gefühlswelt der einzelnen Personen eintauchen zu können. Gerade bei Ada hat das Sinn gemacht, da sie eine für sich vollkommen neue Welt entdecken muss und wir dies so ungefiltert miterleben. Der Schreibstil ist absolut fesselnd, denn ich habe das Buch praktisch nicht aus der Hand legen können.

    Ada hat mir als Protagonisten sehr gut gefallen, weil ich sie direkt ab der ersten Szene in mein Herz schließen konnte. Sie ist einfach echt und authentisch. Man nimmt ihr jedes Wort und jede Handlung ab, ohne weiter darüber nachzudenken. Ada macht wohl auch die größte Wandlung im Verlauf der Story mit. Dabei geschieht dies zunächst einmal schleichend und wird dann klarer. Ich konnte vollkommen in ihre Geschichte ziehen lassen und habe mich mit Ada zusammen auf eine Reise begeben können. Diese Fähigkeit habe ich bisher nur bei wenigen Charakteren feststellen können, aber hier muss ich ein dickes Lob an die Autorin aussprechen. Luca hat einen guten Gegenpol zu Ada gebildet, wobei sich dass ab einem gewissen Punkt geändert hat, da sich rausstellt, dass die beiden doch nicht so verschieden sind. Beide haben ihr Päckchen zu tragen und sind ganz bestimmt nicht perfekt.

    Auch bei den Nebencharakteren hat ein wirklich gutes Charakterbuilding stattgefunden, was vor allem auf die Personen im Dorf zutrifft. Ich konnte mir diese Gemeinschaft tatsächlich vorstellen und habe den Leuten ihre jeweilige Rolle abkaufen können. Dabei wurde der Fokus noch nicht mal großartig auf irgendwelche Fakten aus der Vergangenheit gelegt, sondern wir habens die Leute ganz echt im Hier und Jetzt kennenlernen dürfen.

    Die Spannung war durchgängig vorhanden, was – wie schon erwähnt – dazu geführt hat, dass ich das Buch praktisch nicht aus der Hand legen durfte. Wir bekommen mehr als eine Überraschung und Wendung geboten und selbst wenn das nicht gewesen wäre, hätte mich die Autorin allein durch Adas Geschichte fesseln können, weil man einfach wissen möchte, wohin sie ihr Weg führt.

    Da das Buch teilweise auf den Erfahrungen der Autorin beruht, ist das Hintergrundthema gleich doppelt emotional. Zum einen hat mich Adas Einzelschicksal unglaublich berührt und zum anderen ist das Thema an sich sehr ernst. Man denkt immer, dass solche christlichen Sekten nur in Amerika oder ganz weit weg bestand haben, aber nein, Frau Mohr führt uns vor Augen, dass es solche Gruppierungen durchaus auch direkt vor unserer Haustür in Deutschland gibt und das Thema, weil es unbequem ist, viel zu oft totgeschwiegen wird.

    Ich konnte mich vollkommen auf diesen emotionalen, dramatischen, offenlegenden und fesselnden Roman einlassen, weil ich bereit dazu war, mit auf Adas Reise zu gehen. Für mich eine klare Leseempfehlung und eine Geschichte, die ich auch in Zukunft noch gerne weiterempfehlen werde.

  8. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (495)
    Aktuelle Rezension von: Melfi

    Ich habe dieses Buch geliebt - nicht nur, weil ich mich islamische Geschichten interessieren, sondern auch weil Betty Mahmoody so ehrlich und lebendig erzählt. Sie erzählt offen über die ´persische´ Kultur und deren islamischen Glauben. Schildert so bezaubernd ihre Gefühle und die Tragödien die sich durchgestanden hat. Absolute Leseempfehlung für jeden, der sich für Biografien und den islamischen Glauben interessiert.

  9. Cover des Buches Den Himmel gibt's echt (ISBN: 9783775152785)
    Todd Burpo

    Den Himmel gibt's echt

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Eine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“

     

    Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.

     

    Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.

  10. Cover des Buches Crucifix (ISBN: 9783404270446)
    Richard Montanari

    Crucifix

     (210)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich war lange unschlüssig, wie viele Sterne ich dem Buch geben soll, jetzt habe ich mich für lieb gemeinte drei Sterne entschieden.

    Positiv finde ich definitiv die Charaktere: Auch wenn man beim männlichen Hauptcharakter anfangs erst ein wenig das Gefühl vom Klischee-Bullen hat, wird man dann doch positiv überrascht. Die weibliche Charakterin bildet einen angenehmen Pendant zu ihm, sie passen gut zusammen  und sind ein dynamisches Team. Sie haben beide genügend Facetten um für mich als Charaktere glaubwürdig rüberzukommen.

    Der Schreibstil an sich ist sehr flüssig und süffig zu lesen, man stolpert nirgendwo drüber und kann sich das Geschehen gut vorstellen.

    Die Storyline. Ja, hm. An sich finde ich die Grundidee sehr interessant, aber irgendwie nimmt die Geschichte zu keinem Zeitpunkt so richtig Schwung auf, für meinen Geschmack fehlt es leider ganz gewaltig an Nervenkitzel.
    Ein wenig abstrus empfinde ich auch das Finale, wo ich finde, dass es sich der Autor mit den "Visionen" des einen Charakters ein bisschen sehr leicht gemacht hat. Damit bin ich nicht zufrieden.

    Gut finde ich allerdings wirklich, dass ich zu keinem Zeit bei meiner Einschätzung, wer der Täter war, wirklich richtig lag, dass es am Schluss wirklich eine Überraschung war, es also doch spannend blieb.

    Gesamtfazit: Nicht die erste Wahl, wenn mich jemand nach einem guten Krimi fragen würde, aber ein netter Krimi für zwischendurch, den man sich ruhig mal antun kann.

  11. Cover des Buches 'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna' (ISBN: 9783596812752)
    Fynn

    'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna'

     (542)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Interessante, zum Nachdenken anregende, ganz besondere Geschichte!

    Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, genau wie Anna eine ganz besondere Person ist bzw. war. Mit ihrer kindlichen Art erklärt sie Fynn und auch dem Leser ihre Sichtweise auf die Welt und regt so immer wieder zum Nachdenken an.
    Manche Episoden wirkten leider etwas fehl am Platze und ohne Zusammenhang.

  12. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9780747585664)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (133)
    Aktuelle Rezension von: summerwildfey

    In the beginning, it was interesting enough, but around 30-40% it became very boring. DNFed at around 60%.

  13. Cover des Buches Totenbraut (ISBN: 9783473543915)
    Nina Blazon

    Totenbraut

     (796)
    Aktuelle Rezension von: Yuria

    "Totenbraut" ist ein Einzelroman von der deutschen Autorin Nina Blazon. Das Buch ist bereits etwas älter und 2009 erschienen. Ich habe schon etliche Bücher der Autorin gelesen, aber mit diesem Mystery-Thrill-Roman konnte sie mich ganz besonders begeistern.

    Klappentext: Es gibt Augenblicke im Leben, die lassen das Herz stillstehen und das Blut kalt werden. Heute weiß ich, es ist der Kuss des Todes, der uns in jenen Sekunden streift und uns alle Wärme nimmt. Das fremde Gesicht, in das ich damals blickte, war von der eisigen Schönheit des Todes und von der Hässlichkeit eines Leidens, tiefer und schmerzhafter, als ein Lebender es ertragen könnte. Ich sah erloschene Augen und totenfahle Haut. Ich sah schwarze Zähne. Und Lippen, die kaum mehr vorhanden waren. Ich roch Taubenfedern und Regen und sah, wie die Gestalt nach meiner ausgestreckten Hand griff.

    Wir befinden uns im Jahre 1731. Unsere junge Protagonistin Jasna wird von ihrem Vater an einen vorbeiziehenden, reichen Fremden verkauft und muss in die unbekannte Ferne reisen, an den Rand Serbiens, nahe der Osmanischen Grenze. Nichts ungewöhnliches für die damalige Zeit. Mädchen wurden oft verkauft, auf das Alter des Bräutigams wurde dabei nur selten geachtet. Arme Familien waren froh, wenn sie die jungen Mädchen unter die Haube bringen, vor allem wenn man viele Töchter hat. Mit 17 galt man schon als alte Jungfer.
    Jasna lebt in einer Zeit und in einem Land, das von Unwissenheit und Aberglauben geprägt ist. Die bäuerlichen Gemeinden am Land bekommen von den großen Änderungen im Kaiserreich in Bezug auf Bildung und Weltanschauung nicht viel mit. Wissenschaft wird als Humbug abgetan. Krankheiten und Hungersnöte werden mit Übernatürlichem erklärt. Wenn plötzlich viele Menschen im Dorf krank werden, treibt sich ein Untoter in der Nähe rum, dass weiß sogar der Pfarrer. Ich habe schon viele Dokumentation über die Herkunft des Vampir-Mythos gesehen, welcher im südöstlichen Europa seine Ursprünge findet. Die Autorin hat wirklich jede Menge Recherchearbeit geleistet, bevor sie sich an dieses Thema wagte. Und das hat sich voll ausgezahlt, ich habe bisher noch keinen Vampir-Roman gelesen, der einen so historisch korrekten Inhalt aufweist. Da kommt die Fragen auf ob es sich hier nicht eher um einen historischen Roman handelt, als um ein Fantasy-Buch. Ist "Übernatürliches" nicht einfach nur ein Mangel an Wissen? Die Angst und der Aberglaube waren damals die größten Feinde der Menschheit.

    Der Inhalt des Buches und dessen Handlungsstrang konnte mich auf jeden Fall voll überzeugen. Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und zwischendurch auch gruselig. Außerdem geschehen ständig unvorhergesehene Plottwists. Du denkst du weißt wie sich die Geschichte entwickeln wird - du liegst völlig falsch! Die Autorin hat mich immer wieder überrascht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Auch die Protagonistin konnte mich voll überzeugen. Jasna ist fromm, abergläubisch und ungebildet, so wie die ländliche Bevölkerung es damals eben war. Trotzdem hat sie einen willensstarken Charakter, ist wissbegierig und kann ihr Köpfchen einsetzen. Als Leser/Leserin bleibt man bis zum Schluss genauso unwissend wie Jasna. Ich musste voll mit ihr mitfiebern und habe mich beim Lesen genauso gegruselt, gefürchtet und ungerecht behandelt gefühlt wie sie.

    Der einzige Schwachpunkt war die eingebaute Liebesgeschichte. Die Gefühle kamen bei mir nicht richtig an, weil der Hauptaugenmerk ja am Mystery-Thrill liegt. Wenn aber eine Liebesgeschichte eingebaut wird, dann soll sie auch echt sein. Eine eingebaute Wischi-Waschi-Liebe kann ich nicht nachvollziehen. Die Geschichte hätte diese gar nicht gebraucht.

    Auf jeden Fall ist "Totenbraut" mal etwas völlig anderes und ich finde es sehr schade, dass diese spannende Geschichte so lange auf meinem SUB versauert ist. Wer mal Lust auf den Ursprung der heutigen Vampir-Romane hat, ist hier goldrichtig.
    Mystery-Thrill, gepaart mit historischen Wahrheiten - fesselnd, gruselig und kaum aus der Hand zu legen. - 4,5 Sterne

  14. Cover des Buches Das Böse in uns/Ausgelöscht (ISBN: 9783404173334)
    Cody McFadyen

    Das Böse in uns/Ausgelöscht

     (1.984)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Zwei Bücher in einem - das heißt, ich werde die Rezension auch nach den zwei Büchern aufteilen.

    Teil 1: Das Böse in uns.

    In diesem Band wird Smoky an einen Tatort gerufen, der eigentlich nicht in ihrem Bereich liegt. Der Befehl kommt von ganz oben und führt mitten aufs Schlachtfeld der Politik. Natürlich fügt sie sich und ihr Team nimmt sich dem Fall an, über den sie absolutes Stillschweigen behalten müssen. Schnell kommt jedoch die Befürchtung auf, dass diese Leiche längst nicht die erste ist, denn in ihrem Körper wird ein silbernes Kreuz mit der Nummer 143 gefunden. Als innerhalb von einem Tag zwei weitere Tote gefunden werden, muss die Polizei mit eingeschaltet werden und alles droht, ihnen über den Kopf zu wachsen. Das schlimmste ist jedoch, dass sie keinen einzigen Hinweis auf den Täter finden. Der jedoch spielt sein eigenes Spiel und veröffentlich im Internet Videos. „Der Prediger“ stellt sich vor und droht, als nächstes ein Kind zu töten, wenn sie ihn nicht aufhalten. Der Wettlauf beginnt… Die Geschichte um Smoky und ihr Team hat mich erstaunlich fest gepackt und der Griff wird definitiv nicht lockerer. Auch dieser Teil ist unglaublich spannend geschrieben und gefällt mir sogar noch besser, weil an den Tatorten nicht jeder Tropfen Blut beschrieben wird (was auch daher kommt, dass der Mörder nicht blutig tötet). Allerdings stößt mir etwas anderes sauer auf. Der Mord, wegen dem Smoky gerufen wird, wurde an einer Trans Frau verübt, also das „klassische Schema“. Positiv dagegen war, dass dadurch eine neue Ebene im Team aufgedeckt wird. Ich konnte einen ganz neuen Blick auf die Charaktere werfen und das hat mir gefallen. Nichtsdestotrotz hat dieser Mord für mich einen Schatten auf die Geschichte geworfen, den ich nicht so leicht abschütteln konnte.


    Teil 2: Ausgelöscht.

    Es beginnt mit einer Hochzeit, eigentlich ein wundervoller Tag. Wäre da nicht der Wagen, der vor auf den Parkplatz brettert, und eine bewusstlose Frau auf dem Parkplatz ablädt. Schnell wird offensichtlich, dass die Frau viele Jahre in Dunkelheit eingesperrt verbracht hat und die Jagd nach dem Täter führt direkt zum Ehemann der Frau. Ein Mann, der seine Frau loswerden wollte, doch wer steckt hinter alldem? Denn sie finden heraus, dass dies längst nicht die erste Frau ist, der das angetan wurde. Dieser Band ist wieder einmal unglaublich spannend. Weniger blutig, dafür grausam auf eine ganz andere Art. Dieser Teil spielt mit Ängsten, was vor allem wirklich deutlich wird, als Smoky selbst in die Fänge des Täters gerät. Mir fiel auf, dass die Diskrepanz zwischen ihren Fällen und dem Privatleben immer größer wird und es ist offensichtlich, dass die Reihe bald vorbei ist. So viel länger kann das nicht weitergehen. Sowohl Privat, als auch im Job, sind auch so viele Veränderungen in Bewegung geraten, da wird noch einiges passieren. Schade fand ich, dass ihr Team dieses Mal sehr blass wirkte. Es gab kaum Momente, bei denen sie sich hervortun konnten und das Wiedersehen mit einem alten bekannten endet schrecklich. Dafür wurden immer wieder Teile der Vergangenheit des Täters eingestreut. Alles in allem finde ich, es ist nicht der stärkste Band der Reihe, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut.

  15. Cover des Buches Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend (ISBN: 9783492053983)
    Andreas Altmann

    Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Gustavo

    Diese erschütternde Schilderung einer qualvollen Jugend kommt natürlich nicht von irgendwoher, sondern hat als Grundlage ganz konkrete Umstände: Nachkriegszeit, Nachwirkungen der Nazi-Ideologie, Katholizismus der bayerischen Art.  Nachdem diese Umstände heute allesamt wegfallen (der Katholizismus in Bayern ist ja auch längst nicht mehr derselbe wie damals), bleibt die Frage offen: Könnte sich heutzutage dennoch Ähnliches wieder ereignen?

    Ich nehme nicht für mich in Anspruch, diese Frage beantworten zu können, sondern stelle sie hier einfach zur Diskussion.

  16. Cover des Buches Das Lied des Hirten (ISBN: 9783957340498)
    Betsy Duffey

    Das Lied des Hirten

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Leseschnecke93

    Kate McConell schreibt den Psalm 23 auf einen Zettel und steckt ihn in die Manteltasche ihres Sohnes Matt. Aber anstatt Matt damit zu erreichen wird er wütend darüber. Der Zettel bleibt in der Manteltasche und so beginnt seine Reise um die Welt, wo er das Leben von 12 Menschen verändern wird.

    Das Lied des Hirten ist ein wunderschönes Buch über den Psalm 23. Zu jedem Vers wird uns eine Geschichte erzählt. Die einzelnen Geschichten sind kunstvoll ineinander verwoben. Ich habe gestaunt wie es den Autorinnen gelungen ist, diese Kurzgeschichten zu einer Ganzen zu verbinden. Man ist immer gespannt, wie der Zettel wohl seinen Weg zur nächsten Person finden wird. 

    Oft hatte ich etwas Mühe mich wieder an eine neue Person/Geschichte zu gewöhen. Kaum hatte ich in die Geschichte reingefunden, war sie auch schon wieder fertig. Dort hätte ich dann gerne noch weitergelesen. Dafür gab es für mich am Schluss eine schöne Überraschung!

    Grundsätzlich mag ich gar keine Kurzgeschichten. Hier werde ich aber eine kleine Ausnahme machen. Das Lied des Hirten ist einfach absolut lesenswert!

    Ein Buch das ich jedem empfehlen kann. Ich vergebe dem Kunstwerk gerne 4.5 von 5 Sternen.

  17. Cover des Buches Rache auf Türkisch (ISBN: 9783863270254)
    Askim Utkuseven

    Rache auf Türkisch

     (25)
    Aktuelle Rezension von: ClaryBlack
    Auf leichte und amüsante Weise ist in diesem empfehlenswerten Debüt von Askim Utkuseven viel Interessantes über die türkische Lebensweise in Deutschland verpackt. Fünfzehn spaßige, vor Witz sprühende Kurzgeschichten, in denen Vorurteile erst scheinbar bestätigt und dann doch irgendwie wieder widerlegt werden.

    Von „Führerschein auf Türkisch“ über „Schwiegertochter auf Türkisch“ zu „Erben auf Türkisch“ (und vielem mehr) ist so einiges geboten: Die sympathischen Charaktere durchbrechen in ihrer jeweiligen Geschichte mit viel Witz die klischeehaften Erwartungen, die man vielleicht zuerst an sie stellen würde.

    Natürlich hat mir mal eine Geschichte mehr und eine andere weniger gut gefallen, doch letztendlich waren sie alle derart munter und lebendig geschrieben, dass es insgesamt sehr viel Freude bereitet hat in die so humorvoll porträtierte türkische Kultur einzutauchen. Und dabei muss man auch feststellen, dass einiges des Dargestellten gar nicht so unbedingt spezifisch türkisch ist, wie man meinen könnte. Süße Rache schmeckt ja nun doch eigentlich jedem, ob nun deutsch- oder türkischstämmig.

    „Rache auf Türkisch“ ist schnell gelesen und regt doch auch oft zum Nachdenken an. Nett fand ich auch, dass am Ende jeder Geschichte das jeweils zentrale Thema sozusagen als Vokabel noch auf Türkisch angegeben wurde.
    Mein Fazit: Eine gehörige Portion Humor, toller Schreibstil und einfallsreiche Begebenheiten verhelfen zu einem kurzweiligen Lesegenuss. Sehr zu empfehlen!

  18. Cover des Buches Das Buch des Teufels (ISBN: 9783596186716)
    C.J. Sansom

    Das Buch des Teufels

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Britta_Heinemeyer

    Auch im vierten Band tauchen die Leser:innen in das London von Matthew Shardlake ein. Dieser will am liebsten ein ruhiges Leben ohne politische oder religiöse Verstrickungen führen. Als dann einer seiner Freunde ermordet wird, entschließt sich Shardlake dazu, den Mörder dingfest zu machen - keiner ahnt jedoch zu diesem Zeitpunkt, dass der Mörder noch lange nicht fertig ist. Eine spannende Jagd quer durch London beginnt. Sansom schafft es auch hier wieder, keine der über 600 Seiten langweilig werden zu lassen und bietet rausreichend Raum zum Rätseln, wie das Buch wohl ausgehen mag. 

  19. Cover des Buches Chocolat (ISBN: 9783548252445)
    Joanne Harris

    Chocolat

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Nici_92

    Zauber und Erregung ergreifen die Bewohner Lansquenets, als Vienne Rocher gleichsam aus dem Nichts in dem verträumten Dorf im Süden Frankreichs auftaucht. Die geheimnisvolle Fremde eröffnet Die Himmlische Praline, eine Chocolaterie der ganz besonderen Art - ausgerechnet zum Auftakt der Fastenzeit und direkt gegenüber der Kirche. Pfarrer Raynaud, der sich als moralischer Hüter der Gemeinde versteht, sieht in der unkonventionellen Frau eine ernsthafte Bedrohung für seine Herde - und beginnt zu handeln.


    Also ich konnte im Nachhinein, gar nichts mit der Geschichte anfangen, da mich die Handlung nicht wirklich angesprochen hat. Die komplette Story war für mich ziemlich langweilig. Mir fehlte teilweise auch der Reiz, überhaupt weiter zu lesen, was teilweise auch am Schreibstil lag. Meinen Geschmack hat es jedenfalls nicht getroffen. 

  20. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (895)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eine Geschichte vom Suchen, von verschiedenen Wegen, von menschlichen Verirrungen, vom Leiden und von dem scheinbar weit entfernten Ziel, welches man mit Glück, viel Entbehrungen und Anstrengungen am Ende des Tages erreichen kann - oder aber einfach neben sich, um sich und in sich finden kann, findet.

  21. Cover des Buches The Bear and The Nightingale (ISBN: 9781785031052)
    Katherine Arden

    The Bear and The Nightingale

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Die Geschichte verbindet das historische Russland mit seiner Folklore, den Traditionen, Legenden und Mythen und eine epische Familiengeschichte mit der Emanzipation eines jungen Mädchens. Ich war erst skeptisch, ob eine Amerikanerin eine gute Geschichte schreiben kann, die in Russland spielt, aber sie hat mich angenehm überrascht. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass Katherine Arden nach der Schule ein Jahr in Moskau verbracht und anschließend unter anderem Russisch studiert hat.

    Vorgelesen wird die Geschichte von Kathleen Gati, einer Kanadierin, deren Eltern aus Ungarn stammten. Ob sie selbst so einen starken osteuropäischen Akzent hat oder ihn sich antrainiert hat, weiß ich nicht, aber er gibt der Geschichte auf jeden Fall eine passende Note. Die Handlung war mir persönlich zu langatmig, aber da sie sehr märchenhaft und auch spannend, die ewige winterliche Atmosphäre sehr eindringlich beschrieben ist, war es ganz nett, das Hörbuch zu hören.

    Es ist zwar der erste Teil einer Trilogie, aber da die Story in sich abgeschlossen ist, kann man sie auch einzeln lesen bzw. hören. Ich werde diese Trilogie aber nicht weiter verfolgen.

  22. Cover des Buches Das Lächeln des Drachen (ISBN: 9783957346216)
    Elisabeth Büchle

    Das Lächeln des Drachen

     (82)
    Aktuelle Rezension von: evelin-petrov

    Das Buch ist unterteilt in zwei Geschichten. Ich fand sowohl die erste als auch die zweite sehr interessant und gefühlvoll, die Figuren sind gut ausgearbeitet. Im zweiten Teil fand ich besonders den Bezug zum Glauben gut.

    Wovon ich ein wenig enttäuscht war, war der Bezug zwischen beiden Teilen... Da hat meiner Meinung nach die Verbindung etwas gefehlt, bzw. hätte mehr sein können. Trotzdem spannend zu lesen ohne "Füllszenen". Der Schreibstil ist wie immer super!

  23. Cover des Buches Der Feuerstein (ISBN: 9783453317987)
    Rae Carson

    Der Feuerstein

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Um in dem drohenden Krieg einen Verbündeten zu haben, wurde Elisa, Prinzessin von Orovalle, an ihrem 16. Geburtstag mit dem König des Nachbarlandes, Alejandro de Vega, verheiratet. Sie ist eine Auserwählte, Trägerin des legendären Feuersteins, und dazu bestimmt, mit seiner Magie ihr Land zu verteidigen. Aber Elisa ist alles andere als mutig und weiß die Kraft des Steines auch nicht zu nutzen. Doch dann wird sie eines Tages entführt und verbündet sich, nach einer beschwerlichen und gefahrvollen Durchquerung der Wüste, mit ihren Entführern. Sie erfährt, dass sich die Armee des Feindes bereits auf dem Marsch befindet und ihre neue Heimat bedroht. Elisa gerät zwischen die Lager und befindet sich plötzlich in der Hand des Feindes. Jetzt kann nur noch die Magie ihres Steines helfen … 

    Die US-amerikanische Autorin Rae Carson wurde 1973 in Kalifornien geboren. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie ein Studium der Sozialwissenschaften und war danach in verschiedenen Branchen tätig, bevor sie den Beruf als Schriftstellerin ergriff. Ihr Debütroman „The Girl of Fire and Thorns“ erschien 2011 im Original und 2012 erstmals unter dem Titel „Der Feuerstein“ in deutscher Sprache. Für ihren Ehemann C.C. Finlay verließ sie Kalifornien und lebt heute mit ihm und zwei Stiefsöhnen in Columbus/Ohio. 

    Die Geschichte beginnt recht verhalten, ein bisschen umständlich und langatmig, nimmt dann aber Fahrt auf und wird zunehmend spannender. Die Gefahren, die bei der Wüstendurchquerung und bei feindlichen Angriffen drohen, sind nachvollziehbar und glaubhaft. Allerdings fehlt mir ein Motiv, weshalb es Krieg geben soll, und Aufschluss darüber, wer letztendlich mit wem verbündet ist. Verwirrend finde ich auch die Sache mit dem Feuerstein, der ja einmalig sein sollte, und von dem plötzlich mehrere auftauchen. Gut integriert und passend gelöst ist hingegen die Liebesgeschichte, die in einem Buch dieses Genres natürlich nicht fehlen darf. 

    Das Geschehen wird aus der Sicht von Elisa in Ich-Form erzählt, was sich zunächst etwas befremdlich liest. Der Leser sollte sich wohl dadurch besser in ihre Emotionen einfühlen, was meiner Meinung nach jedoch nicht wirklich gelungen ist. Ihre überwiegend negativen Gedanken sind nervig und langweilen, und ihre spätere Sinnesänderung geschieht zu plötzlich um sie wirklich zu verstehen. Die anderen Figuren sind eher klischeehaft dargestellt und verschwinden teilweise wieder ohne ersichtlichen Grund. 

    Wie man leider erst beim Lesen feststellen kann, handelt es sich hier um ein Jugendbuch (im Buch selbst ist kein Vermerk zu finden), für das ich nicht die richtige Zielgruppe bin.  

    Fazit: Wenn man von einigen Schwächen absieht, ist es ein nettes Buch für junge Leute.

  24. Cover des Buches Mein Herz ruft deinen Namen (ISBN: 9783492304993)
    Susanna Tamaro

    Mein Herz ruft deinen Namen

     (55)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Bei einem Unfall verliert Matteo seine Frau und seinen kleinen Sohn und damit jeglichen Halt in seinem Leben. Erst als er nach vielen Jahren in eine einsame Berghütte zieht, beginnt er wieder über sein Leben nachzudenken und die Vergangenheit aufzuarbeiten.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch habe ich gelesen, weil es das Lieblingsbuch einer geschätzten Bloggerkollegin ist. Sie hat mich immer wieder neugierig auf die Geschichte gemacht, auch wenn ich zugegeben skeptisch war, weil auf der Rückseite von Spiritualität die Rede ist.

    Ich war zunächst positiv überrascht davon, wie gut sich das Buch lesen lässt. Nicht das ich eine schwierige Lektüre erwartet hatte, aber ich habe nicht damit gerechnet so flüssig der Handlung folgen zu können. Aufgrund der Thematik und der beworbenen „Weisheit, Spiritualität und Liebe“ bin ich davon ausgegangen, dass man das Buch gar nicht weglesen kann, sondern es abschnittsweise lesen muss. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall, da der leichte Schreibstil einen im Nu durch das Buch führt.

    Inhaltlich hatte ich hier und da Schwierigkeiten. Matteo ist relativ unsympathisch, vor allem weil er – wenn überhaupt – sehr spät über seine Handlungen reflektiert. Nachdem er eine bestimmte Sache in der Vergangenheit macht, geht es mehrere Kapitel lang um völlig andere Dinge, ohne dass man überhaupt auf die Sache zurückkommt. Und als das passiert, wird das überhaupt nicht kritisch hinterfragt. Dafür braucht es dann wieder mehrere Kapitel. Bis er versucht seine Fehler wieder gut zu machen, war er mir dann aber schon richtig unsympathisch, weil er so lang nichts tut und sein Handeln für völlig normal hält.

    Auch was den Unfall angeht, bin ich nicht so zufrieden. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Unfallursache ist nicht so richtig geklärt. Matteo kam mir vor wie Wickie (die Zeichentrickfigur), weil er urplötzlich mit dem Finger schnipst (im übertragenen Sinn) und die Ursache kennt. Das finde ich weit hergeholt und ich hätte da lieber die Ursache nicht gekannt.

    Ich glaube, ich habe letztlich inhaltlich einfach was anderes erwartet. Matteo lebt zwar in den Bergen, trifft dort auch auf Menschen, aber von diesen Begegnungen wird oft nur in wenigen Sätzen berichtet. Ich hatte erwartet, dass der Fokus darauf liegt. Stattdessen ist ein Großteil der Handlung Rückblenden auf Matteos vorheriges Leben: Seine Kindheit, seine Eltern, seine Frau (die ich übrigens auch sehr herrisch fand) und die Zeit nach dem Unfall.

    Fazit:
    Ich tue mich schwer, das Buch (jemandem) zu empfehlen, möchte aber auch nicht davon abraten. Wer gern tiefgründige Bücher liest, Bücher mit vielen Gedanken und eher sekundärer Handlung, der kann sicher Freude mit diesem Buch haben.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks