Bücher mit dem Tag "betrachtungen"

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58 Bücher

  1. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  2. Cover des Buches Winterjournal (ISBN: 9783499259500)
    Paul Auster

    Winterjournal

     (71)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29

    Hier geht es um den (fiktiven???) Autor Paul Auster. Der Autor zieht eine sogenannte Bianz von seinem Leben. Er schrieb es im Alter von 64 Jahren und er schaut zurück auf sein Leben. Seine Höhen und Tiefen. Seine Reisen durch die Welt. Die Umzüge, seine große Liebe Siri und die Scheidung von seiner ersten Frau. Was er in groben Zügen in Paris erlebt hat, aber auch was sein Körper an Schmerzen/ Narben / Naturkatastrophen erlebt hat. Seine ersten sexuellen Erlebnisse mit Frauen. Seine Krankheiten besonders auf Scheidewege, bei dem sein Körper rebelliert, aber nicht sein Kopf. Auch die Beziehungen zu seinen Eltern und deren Tod wird beschrieben.

    Es ist also und Rundumschlag von seinem Leben, was ihn zu dem gemacht hat, was er jetzt ist.

    Mir hat es unglaublich gut gefallen. Mich hat nicht so sehr die Person Paul Auster gereizt (ich hatte keine voyeuristischen Ambitionen), aber der Autor bringt sein Leben sehr authentisch und intensiv den Leser nahe. Das Buch hat mich sehr berührt und auch ich habe mich gefragt, was mich in meinem Leben mich sehr geprägt hat. 

    Alles in allem ein wunderbares Buch. Es ist mein zweites Buch von dem Autor und ganz bestimmt nicht das letzte!

  3. Cover des Buches Wem die Stunde schlägt (ISBN: 9783596903221)
    Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

     (149)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Ich will und kann hier nichts gegen Hemingway sagen, den alten Mann auf dem Meer fand ich großartig. Dieses Kriegs- bzw. Anti-Kriegsbuch ist sicher auch ein guter Roman, mich hat er nur einfach nicht erreicht und so hab ich, nachdem ich merkte, dass es mir nicht gelingt eine Beziehung zu den Figuren, die Rebellen im spanischen Befreiungskampf, aufzubauen, den Roman abgebrochen. Es gibt zu viele andere Bücher, die auf mich warten.

  4. Cover des Buches Kaffee und Zigaretten (ISBN: 9783844532982)
    Ferdinand von Schirach

    Kaffee und Zigaretten

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Ferdinand von Schirachs persönlichstes Werk

    Ferdinand von Schirachs neues Buch verwebt autobiographische Erzählungen, paradoxe Aperçus, Betrachtungen und Reflexionen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines auf faszinierende Weise berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit, um die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die Würde des Menschen. Diese Vielschichtigkeit macht „Kaffee und Zigaretten“ zum persönlichsten Werk Ferdinand von Schirachs.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Ich hatte von Ferdinand Schirach, ehrlich gesagt, vor diesem Hörbuch weder bewusst etwas gehört, noch gelesen. Auch als Person war er mir im Grunde, bis auf ein wages Wiedererkennen seines Bildes, unbekannt. Das Hörbuch hat durch ein Gewinnspiel seinen Weg zu mir gefunden. Selbst hätte ich es mir nicht gekauft – es war also für mich ganz klar ein Experiment.

     

    Ich war jedoch durch die Erwähnung von „großen Lebensthemen“, „Rechtsfällen“, der „Idee des Rechts“ und der „Würde des Menschen“ durchaus gespannt! Erst durch das Hörbuch habe ich erfahren, dass Ferdinand von Schirach als Anwalt und Strafverteidiger arbeitet. Auf 3 CDs mit ca. 3 Stunden, 35 Minuten, findet sich eine Sammlung aus 48 verschiedenen Texten. Leider sind diese nicht mit Überschriften versehen und gehen so, nur durch die Angabe der Kapitelnummer, ineinander über. Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten an sich, aber hier konnte mich die Länge der einzelnen Kapitel durchaus erreichen. Dabei ist dies, wie die Art der Geschichten, äußerst variabel.

     

    Auch den Hörbuchsprecher Lars Eidinger bringe ich mit keinem anderen, von mir gehörten, Werk in Verbindung. Ich fand den Satz „Lars Eidinger liest, wie ich schreibe“ des Autors äußerst spannend. Bereits der kurze Abstecher in eine Hörprobe zeigt dabei was gemeint ist. Der Sprachstil ist schon ein ganz eigener: Ruhig, klar, sachlich, dabei nicht emotionslos, aber sehr reduziert und knapp. Einerseits finden sich Details und viele persönliche Ansichten, andererseits fühlte es sich für mich doch eher distanziert und lakonisch an. Manche Texte sind sehr berührend, andere poetisch, wieder andere fast banal.

     

    Es fällt mir schwer die einzelnen Texte einzuordnen. Es handelt sich um Geschichten, Betrachtungen, Erzählungen, Augenblicke… Darunter finden sich Begegnungen von Schirach, Szenen aus seiner Kindheit und Jugend, Rechtsfälle, prägende Momente, Reflexionen über Filme, das Thema Tod uvm. An einigen Stellen war es für mich, vielleicht auch wegen meiner Unkenntnis über den Autor, dann allerdings schwer zu verstehen, was autobiographisch und was literarisch war. Bei einigen Themen hat er mein Interesse so geweckt, dass ich im Internet nach weiteren Informationen dazu gesucht habe (z. B. über „Die Anwälte“). Andere fand ich seltsam, abgehakt, losgelöst und teilweise auch sehr melancholisch.

     

    Die Aufmachung des Hörbuches ist schlicht, aber nicht unauffällig. Es wird vor allem mit Schwarz, Rot und Weiß gearbeitet. Der aufsteigende Rauch auf dem Cover wirkt dynamisch, das rote Innere eindringlich.

     

    Bei mir hinterlässt das Hörbuch insgesamt sehr gemischte Gefühle. Außerdem die Frage, ob ich vielleicht nicht die ganz passende Zielgruppe – in Sachen Literatur vielleicht auch nicht gebildet genug – bin. Ich hatte teilweise das Gefühl ich müsste mehr über den Autor, Poesie, Rhetorik, Literatur etc. wissen um es wirklich zu verstehen/wertschätzen zu können. Das wiederum schreckt mich vor weiteren Büchern dieser Art eher ab, weil ich Literatur sehr schätze, die jedem zugänglich sein kann. Auf jeden Fall macht es aber nachdenklich – und das kann wohl nicht schlecht sein.

     

    FAZIT:

    Für mich ein Experiment, dass mich nicht völlig von den Socken gerissen, aber schon auch bewegt hat.

  5. Cover des Buches Irisches Tagebuch (ISBN: 9783423146043)
    Heinrich Böll

    Irisches Tagebuch

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Heinrich Böll liebt Irland und in diesem, einem Reisebericht ähnlichen „Irischen Tagebuch“ wird es ganz deutlich. Er fährt durch die Landschaft, die unendlich grün, aber auch sehr verregnet ist, mehr Schafe als Einwohner hat und voll herzlicher Gastfreundschaft ist. Er lernt viele Menschen kennen,  alle Kinder sehen hübsch aus und sind höflich und nett.

    Böll ist zeitweise mit seiner Familie unterwegs im Zug und sein größtes Problem ist: Er kann sein Geld nicht tauschen. Doch die Iren sind Menschenfreunde und lassen ihn anschreiben – Heinrich Böll fährt auf Kredit durch dieses Land. Man erfährt Näheres zu den Problematiken durch die weit voneinander existierenden Ortschaften, oder auch nur Häuser, die Trinkgewohnheiten und die Geselligkeit. Ein Bericht, der Lust auf Irland macht, um dieses Land auf eigene Faust zu erkunden.

    In dieser Sonderausgabe von 2017 (es wurde eine Art Hardcover produziert) ist eine umfangreiche Biografie inkl. aller veröffentlichter Titel, Neuauflagen, Wiederauflagen, Adaptionen und Auszeichnungen enthalten. Der Autor war sehr produktiv beim Schreiben und hat sich immer wieder gesellschaftlich und politisch engagiert.

    Ein Buch, das auf keiner Irland-Reise fehlen sollte.

  6. Cover des Buches Walden (ISBN: 9783752886306)
    Henry David Thoreau

    Walden

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Henry David Thoreau lebt im 18./19 Jhdt. in Massachusetts. Als junger Mann wuchs er unter gutbürgerlichen Verhältnissen auf und besuchte auch einige Jahre die Harvarduniversität und lebte dort schon zurückgezogen und war sehr oft in der Bibliothek um sich mit Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften zu beschäftigen. Er probierte danach vieles aus -  Selbstständigkeit als Lehrer oder in der Fabrik seines Vaters. Dann zog es ihn jedoch für 2 Jahre in den Wald. Er baute nicht nur seine Hütte selbst sondern auch seine Lebensmittel selbst an. Die Zeit dort und auch danach nutzte er um seine Erkenntnisse bzw. Gedanken niederzuschreiben. Das Buch ist eine Sammlung seiner philosophischen Erkenntnisse und Gedanken zu allen Bereichen des Lebens. Manchmal etwas umständlich geschrieben. Auch lässt er im Buch immer Vergleiche oder Wissen aus anderen Büchern oder griechischen und römischen Sagen einfließen, die man zum Teil kennen sollte um den Gedanken zu verstehen. 

    Alles in allem keine leichte Kost und auch sehr philosophisch. Sei es zu Politik, Religion oder die Lebens- bzw. Denkweise der Menschen - zu allem hat Thoreau eine eigene Meinung.

    DEin. / Mllsn.

  7. Cover des Buches Das Fest der Bedeutungslosigkeit (ISBN: 9783596521333)
    Milan Kundera

    Das Fest der Bedeutungslosigkeit

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Sommerkindt

    Der Autor schildert mit einer nahezu märchenhaften Erzählstimme die Beziehung seiner 4 Hauptprotagonisten. Und das auf einer sehr philosophischen Ebene. Er nutz dazu verschiedene Stilelemente, wie bereits die erwähnte märchenhafte Erzählstimme, aber auch das Mittel der Ironie.

     

    Ich persönlich bin mit keinen der Figuren so richtig warm geworden. Am allerwenigsten mit demjenigen der nichts besseren zu tun hat als in einer Tour über Stalin zu philosophieren. Er war einer der übelsten Diktatoren und hat Russland mit eiserner Hand regiert. Im hier eine menschliche Seite geben zu wollen ist alles andere als gelungen. Und dann der arbeitslose Schauspieler, ohne Arbeit, der sich in die Rolle eines Pakistani flüchtet. Dabei ist es doch eigentlich nur eine Flucht vor seinen Mitmenschen. Und dann diese erfundene Sprache, in die er verfällt. Insgesamt sind mir die Figuren doch recht oberflächlich. Wobei ich mich öfters gefragt habe was will der Autor eigentlich. Gesellschaftskritisch sein und die Oberflächlichkeit anprangern und das keiner wirklich er selbst ist und immer nur eine Rolle spielt, um sich besser zu stellen als diese tatsächlich sind. Oder will er über Stalin und seine menschenverachtende Rolle in Russland reden.

     

    Die Handlung ist in verschiedene Handlungsstränge zersplittert und 7 große Teile. Im Prinzip begleiten wir die Personen nur wenige Tage und haben Teil an ihrem Leben. Gut die eine Figur hat nur Erotik in Kopf worüber man im ersten Moment schmunzelt, aber im zweiten Gedankengang doch recht Frauenfeindlich ist. Als Gegensatz dazu dann die Stalinepisoden, die anfangs vielleicht einen gewissen Witz haben mögen, aber im zweiten Gedankengang nur die menschenverachtende Einstellung Stalins. Und das dann der Bogen von Stalin in einen Pariser Park geschlagen wird nun ja. Ganz ehrlich da habe ich nur gesagt bitte nicht.

     

    Einzig und allein das Erzählvermögen des Autors haben es geschafft das ich das Buch obwohl es ja nun wirklich recht dünn ist auch durchzulesen. Er hat so den gängigen französischen Erzählstil genutzt, den man auch häufig in TV-Filmen hat. Und denn fand ich hier wirklich gelungen. Nur leider hat ihn der Autor nicht durchgängig durchgehalten. Er hat insgesamt einen gesteigerten Wert auf die philosophische Ebene gelegt, was ich an verschiedenen Stellen schon wesentlich besser gesehen habe.

     

    Fazit: So richtig überzeugt hat mich das Buch leider nicht. Zeitweise musste ich mir ein gähnen verkneifen. Wobei mich der plaudernde Erzählstil dann wieder milde gestimmt hat. Also so richtig lustig ist es nun wirklich nicht. Eher wirklich sehr ernst, was einen mitunter erst auf den zweiten Blick aufgeht. Ein Buch für zwischendurch was sich relativ schnell wegließt.

  8. Cover des Buches Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares (ISBN: 9783596903092)
    Fernando Pessoa

    Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, ein Verwandlungskünstler. Drei gleich er! Doch seine Sprache ist immer atemberaubend - fünf Sterne unbedingt auch für dieses Buch!
  9. Cover des Buches Achtung! VORURTEILE (ISBN: 9783455094107)
    Sir Peter Ustinov

    Achtung! VORURTEILE

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Flickercat

    Ich bin bisher noch nie bewusst mit Ustinov in Berührung gekommen und so war mir eigentlich nur sein Name selbst bekannt, als ich mir spontan dieses Buch als Teil meiner Urlaubslektüre ausgeliehen habe.

    Wem Ustinov relativ wenig sagt, der weiß am Ende des Buches auf alle Fälle mehr, denn in den vielen kleinen Anekdoten (teilweise sind die einzelnen Kapitel kaum länger als eine halbe Seite) gibt er einiges über sich, seine Erlebnisse und seinen multikulturellen Hintergrund preis.
    Gerade Letzteres bietet natürlich auch gute Gelegenheiten, sich dem Thema „Vorurteile“ zu nähern.

    Ustinov greift sich ganz verschiedene Szenen aus seinem eigenen Leben und auch aus historischen Ereignissen heraus, um unterschiedliche Ausprägungen und Folgen von Vorurteilen zu präsentieren. Wirklich neu sind die Grundgedanken dahinter nicht, aber das Buch bietet einen guten Anlass, seine eigenen Vorurteile zu reflektieren und zu hinterfragen – ohne, dass es aufdringlich mit dem moralischen Zeigefinger wedeln würde.
    Es gab jedoch auch einige Kapitel, in denen ich den Bezug zum Thema nicht gefunden habe. An diesen Stellen hat es auf mich etwas beliebig gewirkt, zumal teilweise auch ziemlich zusammenhangslos von einer Geschichte zur nächsten gesprungen wird.

    Das Buch ist kurzweilig und teilweise auch recht humorvoll geschrieben. Durch die größtenteils kurzen Kapitelchen fand ich es auch für Bus- und Bahnfahrten gut geeignet.
    Ich fand es ganz unterhaltsam und schätze die Absicht dahinter, würde es persönlich aber nicht als Must-Read einordnen.

    3 Sterne statt 2(,5), weil ich vermute, dass einem das Buch als „Kenner“ oder Fan von Ustinov wahrscheinlich noch ein bisschen besser gefällt. :)

  10. Cover des Buches Succubus Shadows - Die dunkle Seite der Versuchung (ISBN: 9783866081505)
    Richelle Mead

    Succubus Shadows - Die dunkle Seite der Versuchung

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Ich habe ein weiteres Buch von der Reihe nun durch und bisher gefallen mir alle ziemlich gut. Ich bin in dieser Hinsicht also auch schon gespannt auf den letzten Band und was dieser mit sich bringen wird und werde mit diesem wohl auch heute noch beginnen.


    Die Bücher höre ich, zugegebener Massen oftmals auch nur mit einem Ohr mit, dennoch spricht es natürlich dafür, dass ich der Story immerzu gut folgen kann, egal ob ich nun voll dabei war oder gerade die Hälfte verpasst habe, weil ich gerade am Kochen war und gefühlt alles zusammenkam. Es spricht für einen flüssigen Schreibstil, der hier vorgelesen wurde und das ist natürlich ein Plus.


    Die Reihe ist unter den Paranormalbüchern sowieso auf der eher lockeren Seite, zumindest für mich und deshalb natürlich auch eine Empfehlung für eher Zwischendurch.

    Auch dieses hier, hat mal wieder eine tolle Grundidee für die Storyline und ist für mich auch eines der besseren Bücher in der Reihe (obwohl keines wirklich schlecht ist). Ich mochte einfach das Konzept des scheinbar fremden Körpers. Das wurde meiner Meinung nach sehr gut dargestellt.


    Zusammengefasst ist dies wieder einmal ein besseres Buch der "Georgina Kincaid" Reihe. Ich mag die Reihe aber durchgehend und kann sie eigentlich nur empfehlen. Von mir gibt es für dieses Buch aber fünf Sterne.


  11. Cover des Buches Das Amerika der Seele (ISBN: 9783630874555)
    Karl Ove Knausgård

    Das Amerika der Seele

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Auf „Das Amerika der Seele“ von Karl Ove Knausgård bin ich aufmerksam geworden, nachdem ich so viel Interessantes (sowohl Positives als auch Negatives) über sein autobiographisches Projekt „Sterben“, „Lieben“, „Spielen“, „Leben“, „Träumen“, „Kämpfen“ gelesen und gehört habe. Da ich nicht sofort mit der Reihe beginnen, sondern mich erst einmal in den Schreibstil Knausgårds einlesen wollte, sah ich in „Das Amerika der Seele“ einen guten Start.
    Hierin enthalten sind achtzehn Essays, die sich mehr oder weniger um das Leben mit und um Kunst und Künstler drehen. Vor allem geht es aber um die Verknüpfung von Leben und Kunst. Hängt das nicht alles irgendwie zusammen? Betrachten wir die Dinge um uns nicht alle irgendwie als kunstvoll? Und ist der Mensch selbst nicht ein Kunstwerk, indem er sich selbst darstellt, präsentiert und in Form von Texten, Gemälden, Fotografien etc. Selbstverwirklichung findet?
    Knausgårds Schreibstil ist bestechend. Er schreibt, als ob man in seinen Gedanken sitzen würde und schafft es alltägliche Vorgänge so detailliert zu beschreiben, als ob man in Echtzeit dabei wäre. Das könnte prinzipiell recht langweilig sein, wenn er es nicht gleichzeitig schaffen würde, „so schön“ zu schreiben und immer wieder neue Denkanstöße zu geben. Es ist einfach eine Freude, Knausgårds Texte zu lesen, weil es immer wieder erstaunlich ist, wie er aus einfachen, alltäglichen Beschreibungen plötzlich zu ganz tiefen Sinneseindrücken gelangt. Und ja, manchmal stellt er auch ziemlich irrsinnige Vergleiche an, die dann aber dennoch enorm schlüssig sind, sodass man ihn nur dafür bewundern kann. Auch für seinen Mut. Denn welcher Literat traut sich schon den „Akt des Scheißens“ mit dem Tod zu vergleichen? Und damit erreicht er nämlich genau das, was er will: Man regt sich darüber auf – oder auch nicht. Ganz egal, aber  man spricht darüber, denn Knausgård provoziert gerne. Er greift radikale und soziale Themen auf, schreibt von der Moderne und dem was-wäre-wenn und gibt immer wieder neue Impulse. Alles begreifen und alles mitnehmen kann man beim ersten Mal durchlesen von „Das Amerika der Seele“ sicher nicht und, ich muss es leider zugeben, nicht alle Essays empfinde ich als inhaltlich gänzlich gelungen. Dafür sind Knausgårds Texte sprachlich großartig und deshalb freue ich mich darauf bald mit seinem autobiographischen Projekt fortzufahren. Da ich mir gut vorstellen kann, dass Knausgårds Gedanken und seine Art diese wiederzugeben nicht jedermanns Sache ist, ist daher „Das Amerika der Seele“ als Einstieg ziemlich gut. Mich hat es in jedem Fall überzeugt, dass Knausgård zurecht zu den wichtigsten norwegischen Gegenwartsautoren zählt.
  12. Cover des Buches Wie wollen wir leben? (ISBN: 9783701715633)
    Peter Bieri

    Wie wollen wir leben?

     (10)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    In der regelmäßig im Residenz Verlag publizierten Reihe „Unruhe bewahren“ hat der emeritierte Philosophieprofessor Peter Bieri, der unter dem Namen Pascal Mercier bemerkenswerte Romane („Nachtzug nach Lissabon“ und „Lea“ etwa) veröffentlichte, vom 21. - 23. März 2011 im Kulturzentrum bei den Minoriten in Graz drei philosophische Vorlesungen gehalten. die nun unter dem Titel „Wie wollen wir leben?“ einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Drei aufeinander aufbauende Fragestellungen haben ihn dabei beschäftigt: 1. Was wäre ein selbstbestimmtes Leben? 2. Warum ist Selbsterkenntnis wichtig? 3. Wie entsteht kulturelle Identität? Ein selbstbestimmtes Leben, wie er es beschreibt, ist ohne eine gewisse Anstrengung nicht zu erreichen. Denn es geht darum, sich selbst zum Thema zu werden, zu lernen, sich in sich selbst auszukennen, sich sozusagen auf die eigene Spur zu bringen, und dann – und das ist extrem wichtig- sich selbst zur Sprache zu bringen. „Selbsterkenntnis ist dasjenige, was dazu führt, dass wir eine transparente seelische Identität ausbilden und dadurch in einem empathischen Sinne zu Autor und Subjekt unseres Lebens werden können. Sie ist also kein frei schwebender Luxus und kein abstraktes philosophisches Ideal, sondern eine sehr konkrete Bedingung für ein selbstbestimmtes Leben und damit für Würde und Glück.“ Selbsterkenntnis ist die Quelle von Freiheit und damit von Glück, und das hat Folgen für das Verhältnis zu den Anderen. Um Andere als Andere zu achten und in ihren eigenen Bedürfnissen respektieren zu können, muss ich sie als Andere erkennen. Das aber geht nur, wenn ich weiß, wie ich selbst bin. „Menschen, die sich mit sich selbst auskennen, begegnen sich anders als solche, die keine Übersicht über sich besitzen. Die Begegnungen sind wacher, sorgfältiger und interessanter. Auch deshalb ist Selbsterkenntnis ein hohes Gut.“ Über die Aneignung einer gemeinsamen Sprache bildet sich die kulturelle Identität einer Gemeinschaft, über die Bieri in seiner dritten Vorlesung nachdenkt. Für sie sei entscheidend, was ihre Mitglieder unter Denken und Vernunft, unter Wissen und Wahrheit verstehen. Unsere eigene kulturelle Identität ist aus der Aufklärung hervorgegangen. Das bedeutet nicht, dass man andere Kulturen, in denen etwa magisches Denken und mythische Elemente eine Rolle spielen, nicht achtet. Doch „Bildung besteht auch hier darin, das Fremde als solches zu kennen und anzuerkennen, um sich dann ausdrücklich mit denjenigen Mustern des Denkens und Handeln zu identifizieren, die das eigene Verständnis von Vernunft definieren.“ Kulturelle Identität ist, so verstanden, immer auch eine moralische Identität. Da sie, von der Aufklärung kommend, der Würde und der Vernunft verpflichtet ist, hat sie eine Verbindlichkeit, wie sie bei anderen kulturellen Identitäten nicht anzutreffen ist. Und das kann zu Konflikten führen. Denn moralische Einstellungen darüber etwa, was grausam ist, sind für denjenigen, der sie hat. absolut. Und deshalb ist es unmöglich, mich auf die historische Zufälligkeit meiner kulturellen Identität zurückzuziehen ( etwa so: man muss akzeptieren, dass es anderswo andere Maßstäbe gibt), auch wenn ich mir ihrer Kontingenz immer bewusst bin. „Denn moralisches Handeln ist genau das: sich einmischen, wenn man von Grausamkeit erfährt. Und so ist jede gebildete moralische Identität mit einem inneren Widerspruch, eine Antinomie behaftet. Ich weiß von der historischen Bedingtheit meiner Anschauungen und also von ihrer Relativität, und doch kann ich nicht anders, als sie absolut zu setzen, denn sonst ginge die Ernsthaftigkeit meiner Überzeugungen verloren. Es ist dieser Zwiespalt, aus dem heraus man sich entschließen kann, einzugreifen, wenn nötig mit Gewalt.“ Das alles ist eine Frage der Bildung und Bieri vergleicht sich bilden mit aufwachen, jeden Tag neu in einem nie abgeschlossenen Prozess der Frage danach, wer man sein möchte. „Die kulturelle Identität ist nichts Festes, Endgültiges. Das besondere an Kulturwesen ist, dass sie sich stets erneut zum Problem werden und die Frage aufwerfen können, wer sie sind und was ihnen wichtig ist. Und Bildung, richtig verstanden, ist der komplizierte Prozess, in dem es um die Beantwortung dieser Fragen geht.“
  13. Cover des Buches Der innere Stammtisch (ISBN: 9783498001193)
    Ijoma Mangold

    Der innere Stammtisch

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Sternkinder (ISBN: 9783791501062)
    Clara Asscher-Pinkhof

    Sternkinder

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter
    Meine Meinung zum Klassiker:

    Sternkinder



    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog.



    Inhalt in meinen Worten:

    Dieses Buch ist nicht neu auf den Markt, doch dennoch verliert sein Inhalt seinen Wert nicht, im Gegenteil, gerade im Hier und Jetzt ist es umso nötiger gerade dieses Buch neu zu entdecken und sich bewusst zu machen, was es heißt, ein Sternkind zu sein.

    Denn Kinder ab einem gewissen Alter müssen Sterne tragen, zumindest vor 80 Jahren. Entweder hatte dieses Kind Glück und es durfte den Krieg heil überstehen, oder das Kind hatte Pech und wurde alleine in ein KZ gebracht, oder mit den Eltern, doch was sie da erlebten, war alles andere als einfach.

    Der Tod klopfte jeden Tag an die Tür und die Frage ist, kann man es schaffen diese Tür zu zu lassen oder muss man öffnen und sich dem Tod ungewollt in die Fänge geben?

    Das und viele weitere Fragen könnt ihr euch selbst stellen, wenn ihr in das Buch hineinblickt.



    Wie ich das Gelesene empfand:

    Ich konnte nicht in einem Stück dieses Buch lesen. Das lag einerseits daran, dass das Buch mit vielen Kurzgeschichten ausgestattet ist, die doch alle in einer Form zusammengehören, zum anderen, weil das Schicksal mich persönlich ziemlich mitgenommen hat und ich merkte, zu viel auf einmal bringt mich zum rückwärts essen. Das liegt aber weniger an dem was und wie das Buch geschrieben ist, sondern an dem, wie grausam Menschen sein können.



    Stil des Buches:

    Die Geschichten beruhen auf Tatsachen. Clara Asscher-Pinkhof schriebt die Schicksale der Namenlosen Sternkinder auf, denn sie war als Freiwillige eine Helferin und begleitete viele Kinder und viele Sternkinder auf ihrem letzten Weg. Das schreibt sie in der Sie oder Er Form nicht in der Ich Form. Ehrlich und Schonungslos, realistisch und Hautnah wird so die Geschichte eines einzelnen an mein Herz getragen.

    Wie und was sich zutrug, warum es manchmal doch noch Wunder gab und was Wärme bedeutet und vieles mehr findet man in diesem Buch geschrieben.

    Aber leider wurde auch die Autorin selbst im Mai 1943 zur Departation gebracht und auch davon berichtet dieses Buch.



    Meine Gedanken:

    Ihr wisst ja, in einem Stück konnte ich dieses Buch nicht lesen, es hat mich viel zu sehr mitgerissen und hin und wieder flossen die Tränen, wenn ich mir aber überlege, die Geschichten sind teilweise über 80 Jahre alt und sie haben immer noch nichts von ihrer Bedeutung verloren, man muss ja nur das Weltgeschehen beobachten, bewegt das mein Herz in einem ganz bestimmten Rhythmus und in einem Entsetzen, das ich vor diesem Buch nicht gekannt habe.

    Obwohl es nicht blutig geschrieben ist, sondern wirklich eher in Poesie und Lyrik so hat das Buch doch einen ziemlichen Treffer in mein Herz und in meinen Kopf gesetzt. Es lässt mich nachdenklich, erschüttert und auch ein bisschen ängstlich zurück. Was ist, wenn die Geschichte wirklich komplett eine Wiederholung hinlegt? Was ist wenn das was schon einst passierte wieder passiert? Schau ich weg? Versuche ich etwas zu ändern? Schaffe ich es, meine Augen aufzuheben und zu sagen, NEIN! Fragen, die mich das Buch stellen lässt und zu keiner befriedigenden Antwort kommen lässt.

    Das schlimme am Buch ist nicht, das ich lese, wie Kinder ihre letzten Stunden verbringen, oder eine frisch Vermählte von ihrem Mann getrennt wird, auch nicht das Blut fließt, denn das tut es nicht. Sondern die schonungslose Ehrlichkeit, das Schicksal eines jeden Kindes und jeden Menschen in diesem Buch lässt mich nicht los, das Buch schreit mich förmlich an und das auf stille Art und Weise, doch so, das ich nicht mehr weghören kann und will.

    Im Nachwort darf ich übrigens erkennen, das die Autorin des Buches überlebte und in Israel letztlich landete.


    Empfehlung:

    Dieses Buch eignet sich wunderbar als Klassenlektüre, vielleicht viel mehr, als es manch Geschichtsunterricht, wo man einfach nur einschläft, könnte. Das Buch rüttelte auf und schaffte eine Atmosphäre in mir zu erzeugen, das ich das Gefühl hatte mittendrin anstatt nur nebenbei zu sein.

    Das Buch eignet sich auch als Jugendbuch in einem Buchclub, zusammen entdecken, was einst passierte.

    Für Jugendliche würde ich aber sehr empfehlen, das Buch nicht alleine zu lesen, sondern mit Fragen und Anregungen zu jemanden zu gehen, und darüber zu sprechen, vielleicht einfach selbst sein Herz anzusehen und sich selbst zu fragen, was wäre wenn.

    Ich kann euch das Buch empfehlen, aber Achtung, es lässt euch nicht unbewegt zurück.



    Bewertung:

    Für mich ist dieses Buch ein Buch, wo die Bewertung mit Sternen mehr als schwer ist. Literarisch ist es eine kostbare Perle, emotional lässt es mich nicht mehr los (weswegen ich auch nicht alle Seiten lesen konnte, weil es mich zu intensiv mitgerissen hat) und es wird ein Buch sein, in das ich immer wieder hinein blättern und lesen werde, weil ich einfach nicht alles erfassen konnte und wollte in der kurzen Zeit. Es ist ein Buch, das schreit, und das doch auf leise Samtpfoten. Es ist ein Buch das rüttelt und schüttelt, das die Fundamente in mir zum einreisen brachte, und doch ist es ein Jugendbuchklassiker, der in meinen Augen viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält, denn ich hab es bis ich es in meiner Hand gehalten habe, nicht gekannt.

    Ich gebe fünf Sterne. Aber mit dem Wissen, dem Buch und den Geschichten kann man mit Sternen absolut nicht gerecht werden.

  15. Cover des Buches Das Glück in glücksfernen Zeiten (ISBN: 9783423139502)
    Wilhelm Genazino

    Das Glück in glücksfernen Zeiten

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe
    Gerhard Warlich, promovierter Philosoph, gelangte über einen Aushilfsjob in einer Wäscherei auf die Stelle des Geschäftsführers, die er nun schon seit 15 Jahren zur Zufriedenheit des Eigentümers ausfüllt. Doch er selbst ist alles andere als zufrieden. Er fühlt sein Leben an sich vorbeiplätschern, ereignislos, ein Tag wie der andere und meint, dieses Problem auch bei den meisten anderen Menschen zu erkennen. In seinem Innern erhofft er sich noch immer eine Stellung, die seines Studiums angemessen ist und damit die Eintönigkeit seines Daseins beendet. Dennoch ist ihm bewusst, dass es ihm im Grunde genommen gut geht und er keinen Anlass zum Klagen hat: Seine Beziehung zu Traudel ist noch immer glücklich, ihre Existenz durch gute Gehälter gesichert. Aber Warlich fühlt sich eingezwängt in ein Leben, das ihm außer dem täglichen Einerlei nur wenig zu bieten hat. Und als Traudel einen Kinderwunsch äußert, wird die Beengtheit unerträglich... Es ist nun wirklich keine leichte Kost, diese Lesung. Insbesondere da die Gedankengänge des Protagonisten teilweise recht sprunghaft verlaufen und man als Zuhörende/r konzentriert dabei bleiben muss, um sie nachvollziehen zu können. Auch dann fällt es nicht immer leicht, so dass manches einfach nur mit leichtem Kopfschütteln hingenommen wurde. Für mich ist Warlichs Geschichte etwas typisches nicht nur unserer Zeit, doch ist man sich dessen heutzutage viel bewusster (und als Philosoph wohl erst recht :-)). Viele leben ihr Leben nicht, sie 'werden gelebt'. Es gibt kein aktives Handeln, sondern nur ein Reagieren und irgendwo im Unbewussten regt sich darüber nach und nach ein Unwohlsein. Man 'rutscht' in bestimmte Verhältnisse, den Job, die Beziehung, zieht zusammen, ist plötzlich Vater, Mutter.... und weiß am Ende nicht, wann man sich eigentlich dafür bewusst entschieden hat. Vielleicht nie... Auch wenn sich das Alles nun eher trist anhören mag, es gibt auch humorvolle Momente in dieser Geschichte. Sylvester Groth liest das Ganze so, dass man die Trostlosigkeit des Protagonisten gut nachvollziehen kann: etwas kraftlos, mit Energie nur wenn er seine Tagträume zumindest in Worte umsetzt - man sieht Gerhard Warlich wirklich vor sich.
  16. Cover des Buches Mein deutsches Dschungelbuch (ISBN: 9783442459452)
    Wladimir Kaminer

    Mein deutsches Dschungelbuch

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Wladi schildert seine erste Lesereise im Anschluß an "Russendisko" und berichtet humorvoll und pointiert über das,. was er in der provinz erlebt hat. Das Ganze ist subjektiv von seinem Standpunkt aus geschrieben, und ihninteressiern eher die persönlichen Eindrücke als die Stadtgeschichte o.ä. Der Leser staunt, grinst und wünscht sich, daß W.K. auch seine eigene Stadt besucht hätte.
  17. Cover des Buches Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben (ISBN: 9783499625992)
  18. Cover des Buches Der Akazienkavalier (ISBN: 9783499623523)
    Ulla Lachauer

    Der Akazienkavalier

     (5)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Ich schlenderte durch meine Stamm-Buchhandlung, nahm mal hier ein Buch aus dem Regal, las mal dort einen Klappentext und stand irgendwann vor dem Tisch mit den Neuerscheinungen. Mein Blick schweifte über die dort präsentierten Bücher und blieb plötzlich bei einem Titel hängen: Der Akazienkavalier.

    Für mich klang der Titel nach einer kitschigen Liebes-Schmonzette. Vor meinem geistigen Auge sah ich ein adliges Fräulein (natürlich mit mind. 2 "Tie-äitsch" im Namen) beim morgendlichen Ausritt vom Ross stürzen, sich von dem wie zufällig in der Nähe befindlichen Gärtner, der selbstverständlich der einzige aber uneheliche Sohn des Grafen von "Was-auch-immer" ist, aus dem Matsch helfen, der sie natürlich auf seinen starken Armen tragend ins Schloss geleitet.

    Das Foto der Autorin, das ich auf dem Umschlag entdeckte, entsprach allerdings nicht meiner Vorstellung von einer Verfasserin von Groschenromanen: kein "Barbara-Cartland-look-alike" war auf dem Foto zu sehen, sondern eine Frau mit einem intelligenten Gesicht, lächelnd mit Fältchen um die Augen.

    Von Menschen und Gärten" lautete der Untertitel. Ich lächelte! Hatte ich doch selbst vor wenigen Stunden noch auf Knien in den Rabatten gehockt, über das störrische Unkraut geschimpft aber dabei dem frischen Grün und den ersten Knospen kaum Beachtung geschenkt.

    Ulla Lachauer hat 18 Kurzgeschichten in ihrem Buch vereint. Lange und weniger lange Geschichten über Menschen und ihre Liebe zu Gärten, ihre Abhängigkeit zu Gärten, Gärten als Spiegelbild der Seele, ihre Gärten im Wandel der Zeit und ihre Erinnerung an längst vergangene Gärten. Wobei der Begriff "Garten" großzügig verwendet wird: der alles überwuchernde "Ficus benjamini" in der Küche der Familie Lachauer findet hier ebenso seinen Platz wie die Kakteen-Wüste auf der Fensterbank eines bekannten Schauspielers.

    Vielmehr geht es Frau Lachauer um die Symbiose des Menschen zur Natur: wir nehmen sie als selbstverständlich hin, sie ist einfach da und beschenkt uns Tag für Tag mit Farben und Düfte. Erst, wenn sie verloren scheint, sehnen wir uns nach ihrem Schutz und Trost. Und dieses Sehnen hat Frau Lachauer in ihren Geschichten sensibel, manchmal melancholisch aufgezeichnet.

    Beim Lesen schweiften meine Gedanken hin und wieder ab, und ich dachte an den Garten meiner Kindheit: kaum 4-jährig saß ich auf der kleinen Mauer des Frühbeetes und beobachtete meinen Opa beim Kartoffelpflanzen. In mehreren Reihen warteten kleine Mulden in der dunklen Erde, die vorgekeimten Knollen aufzunehmen. Und während mein Opa Mulde für Mulde füllte und schloss, schlich ich mich mit einer Kartoffel in der Hand zur letzten Mulde in der Reihe, legte sie dort heimlich ab und freute mich königlich, wenn Opa scheinbar überrascht über dieses "Wunder" staunte.

    Zukünftig werde ich meinem Unkraut mit Gelassenheit begegnen und lieber häufiger meine Nase in die Lavendelblüten tauchen, zwischen meinen Fingern die Blätter der Minze zerreiben und mich über die Farben der Clematisblüte freuen.

  19. Cover des Buches Schönhauser Allee (ISBN: 9783442541683)
    Wladimir Kaminer

    Schönhauser Allee

     (111)
    Aktuelle Rezension von: thepowerofpages
    Es gibt einen Ort auf dieser Welt an dem es alles gibt: Vietnamesische 99ct Läden, türkische Gemüseläden, russische Kneipen und einen Burgerking mit einem Cheesburgerüberschuss - die Schönhauser Allee im wunderschönen Berlin. 
    Wladimir Kaminer lebt dort mit seiner Familie seit vielen Jahren und erlebt tagtäglich die wildesten Abenteuer. Dabei ist er schon Albert Einstein und sogar Elvis Presley begegnet.

    Ich bin ja ein großer Fan von Kaminer.
    Sein Humor ist einfach super und bringt mich beim Lesen eigentlich immer zum Lachen!
    Würde ich mein alltägliches Leben aufschreiben, würde das niemanden interessieren, weil selten groß Action angesagt ist.
    Ich bin mir sicher, dass auch auf der Schönhauser Allee nicht irgendwas spannendes passiert, aber Herr Kaminer hat es einfach drauf alles mit Worten so auszuschmücken, dass man am liebsten dierekt zum Ort des Geschehens fahren möchte und alles nachleben will.
    Auch wenn in dem Buch nichts groß Spannendes passiert oder irgendwelche Autos explodieren, schafft es Kaminer mich doch mit seinem Humor zu fesseln.
    Einen Minuspunkt muss ich aber anführen:
    Die Monotone, gelangweilte Schreibweise finde ich passt nicht so ganz zu dem Humor und den komischen Situationen.
    Sonst, aber, wie immer, großer Lesespaß!
  20. Cover des Buches Der Krapfen auf dem Sims (ISBN: 9783499248801)
    Max Goldt

    Der Krapfen auf dem Sims

     (71)
    Aktuelle Rezension von: mayfaye
    Ich habe selten so einen intelligenten Blödsinn gelesen. Am Ende einer Geschichte weiß man selten, was das sollte; das schmälert aber nicht das Lesevergnügen. Ein Hoch auf Max Goldt!
  21. Cover des Buches Pessoa - Werkausgabe Neu / Poesia - Poesie (ISBN: 9783250104537)
  22. Cover des Buches Peter Camenzind (ISBN: 9783518735725)
    Hermann Hesse

    Peter Camenzind

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    3.5 / 5 ⭐

    Zwar nicht mein Lieblingsbuch von Hesse, aber unglaublich schöne, nahezu magische Naturbeschreibungen wie in fast keinem anderen bisher von mir gelesenen Roman von ihm (und ein paar sind es mittlerweile doch schon). 

    Man möge meinen er sei selbst am Schweizer Land aufgewachsen. 

    Das Buch bzw die Geschichte ist eine eher ruhige, unaufregende im Vergleich zu Narziss und Goldmund, dem Steppenwolf oder Unterm Rad... 



  23. Cover des Buches Helden des Alltags (ISBN: 9783442542147)
    Wladimir Kaminer

    Helden des Alltags

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Speckelfe
    Nette kleine Geschichten zu den unterschiedlichsten Sorten Menschen ... durchaus lustig zu lesen, und passend ergänzt mit alten Fotos.
  24. Cover des Buches Gauner muss man Gauner nennen (ISBN: 9783492252089)
    Ulrich Wickert

    Gauner muss man Gauner nennen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Arun
    Eine Betrachtung von dem Journalisten Ulrich Wickert über Deutschland.
    Er vergleicht uns mit unseren Nachbarn in Europa, wirft Fragen zu unserer Identität auf und geht auf Spurensuche was unsere Gesellschaft bewegt.
    Mit vielen Beispielen wird uns aufgezeigt das man am Besten alles in eine klare Sprache fasst und die Dinge beim Namen nennt.
    Kritisiert werden auch typisch deutsche Tabus und Befremdlichkeiten z. B. In Bezug auf das 3. Reich.
    Kleiner Auszug aus dem Buch: So erklärte der Dramatiker Rolf Hochhuth dem Literaturkritiker Hellmuth Karasek, er habe nie den „Führerschein“ gemacht, weil darin das Wort „Führer“ vorkomme.
    Hellmuth Karasek machte sich darüber lustig: „Ich habe ja, obwohl man in meiner Kindheit mit erhobenem Arm „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“ grüßte, was damals alles andere als komisch war, trotzdem im Nachkrieg, so es ihn gab, Heilbutt gegessen und Heilkräutertee getrunken.

    Interessant mal die alltäglichen Dinge aus der Sicht eines erfolgreichen Journalisten zu betrachten.

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