Bücher mit dem Tag "bettler"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bettler" gekennzeichnet haben.

80 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.759)
    Aktuelle Rezension von: Chris_Lieh

    Ein unglaublich gutes Buch mit einer ergreifend schönen Geschichte.  

  2. Cover des Buches Die Gilde der Schwarzen Magier 1 (ISBN: 9783442243945)
    Trudi Canavan

    Die Gilde der Schwarzen Magier 1

     (2.811)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Inhalt:

    Sonea lebt in armen Verhältnissen von der Stadt Imardin. Das Armenviertel wird auch das Hüttenviertel genannt. Mit einer Bande von weiteren Kindern und Jugendlichen, die sich gegen die Herrschaft des Königs und der Gilde der Magier wehren, nimmt sie teil an einem Protest bei der "Säuberung", bei der die Armen von den Magiern aus der Stadt gejagt werden. Die Magier sind mächtig und nichts kann ihnen etwas anhaben, denn sie haben ein magisches Schild, das sie beschützt. Doch Sonea gelingt es mit ihrer reinen Willenskraft und der gestauten Wut, diese magische Barriere zu umgehen. Sie selbst ahnte bis dahin noch nicht, dass sie über magische Fähigkeiten verfügt und staunt nicht schlecht. Ab jetzt wird sie jedoch von der Gilde der Magier gejagt, da die unkontrollierte Magie gefährlich für Sonea und die ganze Stadt ist. Wird sie die Kontrolle über ihre wilde Magie erlernen? 

    Fazit:

    Die Idee des Buchs hat mich sehr angesprochen. Die Gilde der Magier wird wunderbar anschaulich beschrieben. Der Schreibstil von Canavan ist grandios. Die Charaktere sind liebevoll und tiefgründig verfasst worden. Man möchte unbedingt erfahren was aus ihnen wird. Mich haben vor allem der ruhige Dannyl, der weise Rothen und natürlich die freche aber überaus schlaue Sonea in den Bann gezogen. Deshalb möchte ich auch die nächsten Bücher lesen. 

    Vom Inhalt her ist nicht sonderlich viel passiert, außer, dass Sonea ihre magischen Kräfte entdeckt und seitdem ständig von einem Gebäude im Armenviertel ins nächste geflüchtet ist. Die Mitte des Buchs war eine reinste Spannungsflaute, so können die Leser aber mehr über die Charaktere erfahren. Natürlich wurde sie relativ spät im Buch geschnappt und in die Gilde der Magier gebracht. Ab da beginnt auch die Spannung des Buchs wieder ihren Aufstieg. Der kleine "Cliffhanger" am Ende ist gelungen und macht Lust auf mehr. Normalerweise lese ich schon eher seltener Young-Adult-Romane und würde auch eher sagen, dass sich dieses Buch auch für jüngere Fantasy-Fans lohnt.

  3. Cover des Buches Der Flüstermann: Thriller (ISBN: 9783944676203)
    Catherine Shepherd

    Der Flüstermann: Thriller

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Alison

    Spezialermittlerin Laura Kern ist entsetzt als im Internet ein schreckliches Video auftaucht. Eine Frau wird ermordet und das Video der Tat wird online gestellt. Noch während Laura die Ermittlungen antreibt, erscheint ein neues Video im Internet. Laura versucht dem Täter auf die Spur zu kommen. Doch die Ermittlungen verlaufen zäh, ist der Täter ihr doch immer einen Schritt voraus. Zusammen mit ihrem Partner Max und ihrem Freund und Kollegen Taylor kommt sie dem Täter langsam näher. Aber ist sie schnell genug, um das nächste Opfer zu verhindern?
    Catherine Shepherd versteht es den Betrachter mit in das Geschehen einzubeziehen. Keine Lösung wird einem vorgesetzt, man nimmt Teil an den Ermittlungen und kann die nächsten Schritte der Ermittlerin gut nachvollziehen. Gut für die Geschichte finde ich auch, dass der Thriller im Vordergrund steht, aber trotzdem das Private zwischen Laura, Max und Tylor nicht zu kurz kommt. Der Schreibstil ist packend. Für mich war das Buch ein muss.

  4. Cover des Buches Erwartung, DER MARCO-EFFEKT (ISBN: 9783423216203)
    Jussi Adler-Olsen

    Erwartung, DER MARCO-EFFEKT

     (587)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63
    Inhalt:
    Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan, dessen Mitglieder von ihrem teuflischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als Marco es eines Tages nicht mehr aushält, fasst er einen folgenschweren Entschluss: Auf der Flucht vor Zolas Männern stößt er in einem Erdloch im Wald auf eine stark verweste Männerleiche – und setzt damit eine Spirale von Ereignissen in Gang, die ihn immer wieder in Lebensgefahr bringen…. Die Suche nach den Mördern des Mannes im Wald führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt – und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.
    Meinung:
    Mit dem 5.Band zum Sonderdezernat Q in Kopenhagen mit dem Vizepolizeikommissar Carl Mørck und seinen Assistenten Assad und Rose sowie neuerdings Gordon ist Jussi Adler Olsen wieder einmal ein toller Thriller gelungen.
    Diesmal macht er einen Ausflug in die Bankenkriminalität sowie die Unterwelt in Kopenhagen und verwendet als Bindeglied die Person Marco. Bereits zu Beginn des Buches wird der Leser Zeuge eines drei Jahre vor den eigentlichen Ermittlungen stattfindenden Mordes an einem Kameruner in Afrika. Dieser war Helfer eines staatlichen dänischen Entwicklungshilfeprojektes. Dass einer der Hauptpersonen ebenfalls dort ist, kann man zu Beginn nur erahnen. Warum dieser ermordet wird, erfährt der Leser dann auch kurze Zeit später. Denn hier geht es um Betrug und Manipulation im großen Stil und sehr viel Geld. Geld treibt die Menschen zu äußersten Taten, man geht dabei buchstäblich über Leichen. Die Fäden im Hintergrund ziehen dabei ein hoher Beamter im Außenministerium sowie ein Vorstand und ein Aufsichtsratsvorsitzender einer Bank, die sich teilweise seit den Schultagen kennen.
    Marco muss wie andere Kinder in einem ausländischen, verbrecherischen Großfamilienclan seinen Lebensunterhalt in der Kopenhagener Innenstadt mit Bettelei und Taschendiebstählen verdienen. Zola, das Clanoberhaupt, regiert mit eiserner Hand und Gewalt.
    Nachdem Marco aus dem Clan geflohen ist, versucht er sich ohne Kriminalität durchzusetzen. Sehr viele Stationen muss er durchlaufen, er findet und verliert Freunde und ist ständig auf der Hut vor Zolas Männern. Durch einen Zufall entdeckt Marco eine Suchanzeige des Mannes, den er tot in einem Erdloch gefunden hat und versucht verzweifelt, aber geschickt und mit Köpfchen, heimlich Kontakt zu Carl Mørck aufzunehmen, so dass dieser Informationen und Hinweise für die Aufklärung des Mordes erhalten kann. Die Geschichte nimmt zunächst nur langsam Fahrt auf. Aber sie ist spannend und klug durchdacht. Immer wieder kommt es zu Verfolgungen und stets kann Marco entkommen. Des weiteren wird intensiv und nachvollziehbar geschildert, wie auch die Drahtzieher im Ministerium und in der Bank Marco auf die Schliche kommen und hinter ihm her sind, sogar ehemalige Kindersoldaten werden ins Spiel gebracht. Das halte ich zwar ein wenig weit her geholt, erhöht aber zusätzlich die Spannung im Buch. Man fiebert mit Marco mit, wie er versucht, sich trickreich den Häschern zu entziehen.
    Die Personen im Buch sind wie immer sehr detailliert und sympatisch dargestellt. Insbesondere dass private Leben von Carl Mork wird intensiver als zuvor dargestellt. Seine Gedanken sind stets bei Hardy, der seit einem Polizeieinsatz vollständig gelähmt ist. Er fühlt sich immer noch dafür verantwortlich. Seine Beziehungen zu Mona und zu einer anderen Frau spielen seine innere Zerrissenheit wider. Jussi Adler Olsen bringt reichlich Humor in das Buch, in dem er uns an Mørck ’s Gedanken teilhaben lässt, wenn Assad oder Rose Ermittlungsergebnisse und Theorien präsentieren. Ich habe mich immer köstlich amüsiert, wenn es wieder knuffige Reibereien mit Rose gab. Ganz toll und weiterhin mysteriös stellt Jussi Adler Olsen Assad dar. Ich habe immer gelacht, wenn Assad seine Anekdoten über Kamele bringt, wie beispielsweise, dass manchmal das Kamel den Kameltreiber jagt oder wenn er Sprichwörter verwendet, die nicht ganz passen. Neu im Team und demgemäß noch etwas blass in der Darstellung ist Gordon, ein Grünschnabel, der Mørck vor die Nase gesetzt wird und auch noch mit Rose versucht anzubandeln. Ich bin gespannt, wie es mit diesen Personen in den nächsten Büchern weitergeht.
    Ein Wort noch zum Untertitel: der Marco-Effekt. Ich hatte zu Beginn des Buches darüber gegrübelt, was das wohl bedeuten könnte. Im Buch kommt irgendwann der wohl weltweit bekannte Satz (sinngemäß), dass das Flattern eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Erdkugel einen Sturm entfachen kann. Das kann ich so unterschreiben.
    Das Buch hat viele spannende Elemente, ruhige Seiten und viel Humor und Witz. Die Balance zwischen allen ist gut gelungen. Ich konnte das Buch eigentlich fast durchgängig lesen, man wird nicht müde, die über 40 Kapitel in dem Buch zu lesen. Der ständige Perspektivwechsel von Marco zu Zola, den Hintermännern und dem Ermittlerteam lässt nie Langeweile aufkommen.
    Wie immer ist das Buch auch äußerlich ein Hingucker. In schwarz gehalten, wird der Name Jussi Adler Olsen blau hervorgehoben und der Titel des Buches in weißer Farbe gehalten. Um das Buch herum – so erscheint es mir jedenfalls – erscheint eine rötliche Feder, die auf der Rückseite – auch aus meiner Einbildung heraus – sich zu einem teuflischen Gesicht stilisiert. Wie immer sehr genial.
    Fazit:
    Ein rundum gelungenes und spannendes Buch mit einem besonderen Thema und einem Jungen namens Marco, dem man die Daumen drückt, heil aus den Verfolgungsjagden heraus zu kommen. Ob dies gelingt, erfahren die Leser, wenn sie das Buch lesen. Ich gebe dem Buch auf jeden Fall 4 von5 Sternen und freue mich auf weitere Thriller von Jussi Adler Olsen.
  5. Cover des Buches Das Geisterhaus (ISBN: 9783518463857)
    Isabel Allende

    Das Geisterhaus

     (798)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Diese 1982 erschienene Erzählung, die zu einem Welterfolg wurde, mit Starbesetzung verfilmt wurde und in mehreren Sprachen als Übersetzung aus dem Spanischen vorliegt, ist der Debütroman von Isabel Allende. Die stark autobiografisch eingefärbte Geschichte erzählt von einer grossbürgerlichen Familie im Chile der 20er Jahre. Chile ist zu dieser Zeit stark gespalten, es wechseln sich Militärdiktatur und Sozialismus ab und die Wirtschaft des Landes wird systematisch destabilisiert.

    Isabel Allende widmet das Buch allen aussergewöhnlichen Frauen dieser Geschichte. Sie tragen Namen wie Nivea, Clara, Blanca, Alba, was hell, klar, weiss bedeutet. Es geht vor allem um die persönlichen Schicksale, die über vier Generationen hinweg miteinander verwoben werden. Der machtbesessene und jähzornige Patriarch und Senator Esteban Trueba kann weder zu seiner Familie liebevolle Beziehungen aufbauen, noch kann er sich in seinem politischen Amt längerfristig behaupten.

    Die Stunde der Wahrheit, und mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, zeigt sich am Ende des Buches und des Lebens von Esteban Trueba.

    Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Er fesselt, ist geistvoll geschrieben und macht ihn verdientermassen zu einem Bestseller.

  6. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf (ISBN: 9783548288376)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

     (79)
    Aktuelle Rezension von: liselotte20

    Als Jakob Kuisl zu einem Henkerstreffen in München gerufen wird ist seine Freude groß. Dort angekommen erfährt er von mehreren Morden die die Handschrift eines Schafrichters tragen. Selbst zum Verdächtigen geworden fängt er wieder an zu ermitteln. Auch Barbara seine Tochter ist mitgekommen für die der Henker einen Ehemann suchen will. Ein aufregendes neues Abenteuer beginnt und es erwarten den Leser viele unerwartete Handlungssträngen. Wie gewohnt ermittelt der schrullige Schafrichter mit Witz, Herz und Verstand. Dem Autor gelingt es wie immer die Geschichte Historisch Korrekt und mit viel Liebe zum Detail wiederzugeben. Als absoluter Fan dieser Reihe war dieses Buch ein Muss. Keineswegs lassen die Bucher mit der Zeit nach,im Gegenteil jeder Neue Band ist anderes aufregend und es gibt immer viele Geschichten rund um den Henker und seine Familie zu erzählen.

  7. Cover des Buches Die Salbenmacherin (ISBN: 9783839217313)
    Silvia Stolzenburg

    Die Salbenmacherin

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Schmusekatze69

    Olivera (16) lebt mit ihrer Familie in Konstantinopel und wünscht sich, dass ihr Vater endlich einen Heiratskandidaten für sie aussucht. Sie selbst hat schon eine jungen Mann ins Auge gefasst. Laurentius ist ein Handelspartner ihres Vaters und kommt aus Tübingen. Mit Hilfe einer List und Ihrer Großmutter, bekommt sie die Zustimmung und reist kurze Zeit später mit Lauenz nach Tübingen ab. Was aber als Liebesheirat begann, entpuppt sich bald als großer Fehler. Gewalt und  Jähzorn werden genau so wie Unaufmerksamkeit zur Tagesordnung. Was dann Oliver entdeckt, bringt ihr Leben in Gefahr. 

    Silvia Stolzenburg läßt unterschiedliche Kulturen des 15. Jahrhunderts aufeinander prallen. Sie bringt Missverständnisse und Aberglauben gegenüber anderen Kulturen sehr bildlich herüber. Auch über die Handelsware zwischen dem Orient und Europa werden glaubwürdig und sehr informativ dargestellt. Die Ablehnung dunkelhäutiger Frauen gegenüber, machen das Leben zur damaligen Zeit nicht einfach. Die Autorin großen Wert auf eine genaue Darstellung der damaligen Zeit mit   Gesellschaftsform oder den Lebensumständen. Alles verknüpft sie auch noch einen spannenden Krimi. Dem Leser wird schnell klar, dass Laurenz etwas verbirgt. Seine eigenes Gewissen lastet auf ihm und lässt ihn unberechenbar werden. Interessant sind auch die Informationen über einer Salbenmacherin, ihrer Arbeit und ihrer Zusammenarbeit mit einem Apotheker. Ein großartiges Buch und für jeden der historische Bücher liebt sollte es ein Muss werden. ⭐⭐⭐⭐⭐

  8. Cover des Buches Die Salbenmacherin und der Bettelknabe (ISBN: 9783839219102)
    Silvia Stolzenburg

    Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Aufgrund der Ereignisse in Tübingen haben Olivera, Götz und die Kinder sich nach Nürnberg aufgemacht um dort ein neues Leben zu beginnen. So endete der erste Band „Die Salbenmacherin“.

    Dieser 2. Band beginnt einige Monate später. Olivera und die Familie haben sich eingelebt und sie können sich schon über die ersten Stammkunden freuen. Die Salben und Tränke aus Oliveras Salbenküche sind sehr beliebt und Götz hat Aussichten auf die Stelle des Stadtapothekers.

    Eines Abends liegt ein halbtot geprügelter Junge in ihrem Hinterhof. Dieser Junge, das Waisenkind Jona, konnte sich aus einer misslichen Lage befreien und bringt die Familie unwissentlich in Gefahr. Olivera wird entführt und sie muss nicht nur um ihr eigenes Leben bangen.

    Mir hat der erste Band schon recht gut gefallen. Mit diesem 2. Band hat sich die Autorin aber noch deutlich gesteigert. Die Geschichte ist kompakt, gut durchdacht, spannend und an machen Stellen auch geschichtlich interessant.

    Olivera ist reifer geworden und hat ihre kindliche Naivität abgelegt. Das hat mir gut gefallen, sie wird mir als Protagonistin immer sympathischer und ich freue mich schon auf den 3. Band „ Die Salbenmacherin und die Hure“.

  9. Cover des Buches Nijura - Das Erbe der Elfenkrone (ISBN: 9783570312230)
    Jenny-Mai Nuyen

    Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

     (616)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Das ist das zweite Buch, welches ich von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe, und tatsächlich hatte ich nicht wirklich vorgehabt, noch eines von ihr zu lesen, allerdings wurde mir dieses hier wärmstens empfohlen.

    Leider hat es meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

    Am Anfang war ich noch begeistert von den vielen lebhaften Beschreibungen gewesen, doch irgendwann hat es sich ziemlich verlaufen und den Fokus von der eigentlichen Geschichte genommen. Der Schreibstil hat mich, auch wenn das jetzt komisch klingen mag, an viele Fantasy-Bücher aus der Zeit 2000-2010 erinnert. "Damals" (und auch in der Zeit davor) hat man viel langatmiger geschrieben, während man heute eher auf die Storyline achtet und nur das Nötigste preisgibt oder aber mehrere Bände schreibt, um nicht alles auf einmal erzählen zu müssen - so meine Empfindung.

    Durch die vielen Beschreibungen gingen die Emotionen deutlich unter. Deswegen fand ich die Annäherung und angebliche Liebesgeschichte zwischen dem "Elfenbastard" Nill und dem Herrn der Diebe Scapa ziemlich unauthentisch bzw. nicht greifbar. Auch dass sich diese bis zum Ende teilweise durchgezogen hat, obwohl der Elfenprinz Kaveh weitaus mehr Interesse und Hilfsbereitschaft Nill gegenüber gezeigt hat, war für mich unverständlich.

    Manche Dinge waren sehr vorhersehbar, die ich aufgrund von Spoilern nun nicht aufführen werde.

    Das Buch ist in vier "Unter-Bücher" eingeteilt. Das erste war noch spannend, doch danach hat es sich deutlich in die Länge gezogen. Die vielen kleinen Zwischenabschnitte, in denen nur erklärt wurde, dass die Gefährten essen und schlafen, fand ich etwas unnötig, da sie der Geschichte die Spannung genommen haben.

    Auch hatte ich zwischendurch öfter das Gefühl, dass vieles an Tolkiens "Der Herr der Ringe" angelehnt war - vielleicht war es aber auch nur Zufall.

    An sich war die Grundthematik interessant, doch hätte man die Geschichte weitaus besser und spannender konzipieren können. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch nur 3 Sterne.

  10. Cover des Buches Jesus liebt mich (ISBN: 9783499268281)
    David Safier

    Jesus liebt mich

     (1.341)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Im Leben von Marie überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Sie lässt ihren Verlobten stehen, ihr Vater durchlebt einen zweiten Frühling mit einer 25jährigen, dessen Tochter irgendwie nicht ganz so süß ist, das Dach geht kaputt und ein wahnsinnig sexy Zimmermann wird ihn reparieren und verkündet ihr beiläufig: Die Welt wird untergehen! Schnell versucht Marie, alles Düstere aus ihrem Leben zu verbannen, sie versucht ein besserer Mensch zu we den und das Jüngste Gericht abzuwenden. Doch irgendwie sind George Clooney/ Alicia Keys und die apokalyptischen Reiter bereits eingetroffen, dabei ist noch gar nicht Dienstag!

    Ein amüsant geschriebenes Buch, das dadurch teilweise von seinem Tiefgang ablenkt, dadurch aber so wunderbar leicht zu lesen ist. 

  11. Cover des Buches Zirkuskind (ISBN: 9783257229660)
    John Irving

    Zirkuskind

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Samaire

    Farrokh Daruwalla ist ein Mann auf der Suche nach seiner Identität. In Kanada ist er zu sehr Inder, in Indien zu sehr Kanadier. Dennoch kann er nicht von Indien lassen, auch wenn er es eigentlich hasst. Grund dafür ist auch sein Ziehsohn John D., der in Indien ein großer Bollywood-Star ist. Eine Tatache, an der Dr. Daruwalla nicht ganz unschuldig ist. Als in dem elitären Duckworth Club ein Mitglied ermordet wird, gerät der Doktor mitten in eine Mordserie, die mehr mit ihm zu tun hat, als ihm lieb ist.

    John Irving goes Indien und ich muss gleich vorweg sagen: Ich habe jede einzelne Seite genossen. Natürlich gibt es viel, was man von Irving kennt, die gewohnt starke Frauenrolle ist natürlich auch dabei, dennoch war es, dank des exotischen Settings, etwas neues. Die Geschichte, die gegen Ende zu einem wahren Kriminalfall wird, ist in keiner Minute langweilig und ich kann das Buch nur besten Gewissens jedem empfehlen, der Irving kennt und natürlich auch jedem, der ihn noch nicht kennt. Ein gewisser Hang zur Absurdität muss, wie eigentlich bei jedem Irving, aber gegeben sein.

  12. Cover des Buches Blutring (ISBN: 9783522504898)
    Gerd Ruebenstrunk

    Blutring

     (33)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Ich habe ja viel erwartet, bei dem Titel. Was ich dann aber bekommen habe, war einfach nur klasse!

    Inhalt:
    Aus einem Urlaub in Barcelona wird plötzlich die Tatsache, dass die Eltern da hin umziehen wollen. Danny muss mit, ob er will oder nicht.
    In Barcelona fast er zunächst nicht wirklich Fuß. In der Schule landet er neben dem Klassennerd und auch sonst sucht er nicht gerade den Anschluss.
    Eines Tages stirbt vor einem Supermarkt ein alter Mann. Danny bringt mit Hilfe seines Hundes die paar Habseligkeiten des Mannes zu seiner Familie.
    Zunächst stößt ihm Ablehnung entgegen. Doch schon einen Tag später bekommt Danny Besuch von einem angeblichen Polizisten. Und damit rutscht er in ein Abenteuer um einen unscheinbaren goldenen Ring hinein.

    Der erste Satz:
    „An der Ecke der Rambla de Catalunya und des Carrer de la Diputació in Barcelona liegt ein kleines Café, in dem sich vorwiegend Taxifahrer aufhalten, deren Stand sich gleich gegenüber befindet.“

    Der letzte Satz:
    „Gibt es einen besseren Moment, meine Geschichte zu beenden?“

    Fazit:
    Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf dieses Buch gekommen bin. Aber es wird wohl das Cover gewesen sein. Dazu der recht markante Titel... Beides hat mich jedenfalls erst einmal auf die falsche Fährte gelockt. Ich dachte, ich hätte es hier mit einer Sekte zu tun, die Menschenopfer feiert. - Aber dann bekam ich ein Jugendbuch.
    Am Anfang ging es seicht in die Geschichte rein. Danny erzählt die Story quasi aus seiner Sicht. Und dabei entwickelt sich eine sehr spannende Handlung. - Mal ehrlich, wenn da nicht das wirkliche Leben gewesen wäre, hätte ich die paar Seiten auch am Stück runter gelesen. Aber so war ich leider zu Pausen gezwungen. Nach diesen Pausen bin ich aber immer wieder super in die Handlung hinein gekommen.
    Ja, bei dieser Lektüre handelt es sich um ein Jugendbuch. Aber die Handlung ist in keiner Weise kindisch oder so. Die handelnden Personen sind Jugendliche. Aber die geraten in ein Abenteuer, was auch einem Erwachsenen hätte passieren können. Und ganz nebenbei lernt die Leser noch etwas über Barcelona und seine Geschichte und Umgebung.
    Die Orte und Handlungen sind gut beschrieben. Mir bleib auf jeden Fall noch genügend Raum für meine eigene Fantasie. Und damit auch für den Film in meinem Kopfkino. Der war farbenprächtig und spannend.
    Auf jeden Fall war das Buch auch als Feierabendlektüre sehr gut geeignet. Man bricht sich keine Gehirnwindungen beim Lesen und auch abgespannt, versteht man, was man liest.
    Von Gerd Ruebenstrunk habe ich bisher nichts gehört. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich mir von ihm noch einmal ein Buch zu Gemüte führen werde. Er macht seine Sache echt nicht schlecht.

    Ich kann für das Buch eine Leseempfehlung aussprechen. Es war alles da, was ein gutes Buch so braucht. Von Spannung und Verfolgung, bis hin zur ersten Liebe, die sich dann auch als nicht einfach heraus stellt. Das Lesen war kurzweilig und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
    Ok, es handelt sich um ein Jugendbuch. Das ist in dem Fall aber egal. Dafür ist es durch die einfache Sprache und nicht verschachtelten Sätze sehr einfach zu lesen und als Feierabendlektüre bestens geeignet.

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
  13. Cover des Buches Von Huren, Bettlern und Glunterschratzen: Historischer Kriminalroman (ISBN: 9798647901002)
    Albrecht Sommerfeldt

    Von Huren, Bettlern und Glunterschratzen: Historischer Kriminalroman

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Petroel

    Da ich kein Kindl hab, musste ich mir das Buch zulegen um eine Rezension zu schreiben.

    Hamburg 1617, Kirchspiel um St. Jakobi.Dunkle, enge Twieten, die vor Unrat starrten. Ortsfremde Bettler, die aus Angst vor Staupenschlag und Vertreibung nur verstohlen ihre Schüssel aus den Schatten zur Straße hielten. Strichkatzen, die mit gehobenen Röcken versuchten Freier für ein schnelles Geschäft in eine Gasse zu locken. Ärmliche Kammern voll von Hungerleidern und Habenichtsen. ›Glunterschratzen‹, also Hurenkinder, wurden sie im Rotwelsch, der Geheimsprache der Vagabunden und Diebe, abfällig genannt. Abseits der großen Handelshäuser bot das Stadtviertel der ärmlichen Handwerker, Gauner und Landarbeiter nur wenig vom sonstigen Glanz der aufblühenden Hansestadt.Doch dieser Pfuhl aus Dreck und krummen Geschäften war das vertraute Zuhause des knorrigen Veteranen und Tagelöhners Johann Gabelschlag.Eigentlich gingen seine Geschäfte gerade gut genug, dass er sich kaum Sorgen um den anstehenden Winter machte. Wäre da nicht diese beunruhigende Geschichte gewesen, die von Tag zu Tag längere und düstere Schatten warf. Denn wahrlich nicht jeder, den die schmutzigen Gassen verschluckten, wurde vermisst oder gar betrauert. 

    Es lies sich unheimlich gut lesen. Diese Zeit war auch sehr speziel.

  14. Cover des Buches Die Henkerstochter und der König der Bettler (ISBN: 9783548612324)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Es geht weiter mit dem dritten Teil der Geschichte des Henkers Jakob Kuisl und seiner Tochter Magdalena.

    Den Scharfrichter Jakob Kuisl hat es ja tatsächlich gegeben, und er stammt aus einer der wohl bekanntesten bayerischen Henkersdynastien. 

    Kurz zur Geschichte:

    Dieses Mal entführt uns der Autor Oliver Pötzsch nach Regensburg Anno 1662; der Schongauer Henker bekommt Post von seiner jüngeren Schwester, die in Regensburg mit einem Bader verheiratet ist. Aus dem Brief geht hervor, dass es seiner Schwester gesundheitlich sehr schlecht geht und so macht sich Jakob Kuisl, wohlwissentlich dass er seine Scharfrichterstelle in Schongau ohne Genehmigung nicht verlassen darf und sich sicherlich Ärger einhandeln wird, auf den Weg nach Regensburg. Schon auf dem Weg dorthin, welcher ihn per Floß auf der Donau nach Regensburg bringt, wird Kuisl das Gefühl nicht los, das etwas nicht stimmt. Kaum in Regensburg angelangt beginnt der Ärger für Jakob Kuisl und er merkt, dass er in eine Falle getappt ist. Aber wer hat ihm diese Falle gestellt und warum?

    Es beginnt für mich als Leser wieder eine turbulente und spannende Geschichte, in der ich dem Jakob Kuisl gerne helfen möchte. Jetzt sitzt er eingesperrt im Regensburger Gefängnis und ihn erwartet der Regensburger Henker.  Was ihm droht ist ihm als Henker wohlbekannt. Er darf nur einfach nicht gestehen für etwas, das er nicht getan hat. Aber wer soll ihm denn zu Hilfe kommen. 

    Der Roman spielt wieder, und das schätze ich sehr an dieser Reihe, an wirklich gut recherchierten, geschichtlich belegbaren Orten, Plätzen und Stellen. 

    Dieses mal kann Jakob Kuisl nicht viel selbst ausrichten, und ist somit auf Hilfe von anderen angewiesen. Ein wildes, undurchsichtiges Katz-und-Maus-Spiel beginnt und selbst für mich als Leser bleibt lange verborgen, wer ist Freund und wer ist Feind, wer meint es gut mit unserem Henker, seiner Tochter Magdalena und ihrem Simon Frohnwieser? Turbulent geht es allemal zu in Regensburg.

    Das Cover ist wieder gelungen in bewährter Art und Weise und der Roman liest sich ob des guten Schreibstils wieder flüssig. Ich muss es so sagen: Ich bin ein  Fan von Oliver Pötzsch und seiner Henkerstochter. 

    Auch in diesem dritten Teil gelingt es dem Autor die Spannung schnell aufzubauen und bis zum Schluss beizubehalten, viele unerwartete Wendungen, viele verschiedene Personen aus ebenso vielen Schichten der damaligen Zeit begegnen mir in Regensburg und wieder gelingt es Oliver Pötzsch ein sehr gutes und spannendes Finale am Ende zu präsentieren.

    Ich finde die vielen kleinen Nebenschauplätze, die vielen Gestalten in Regensburg sehr abwechslungsreich und sie passen sehr gut ins große Ganze und ergeben so ein gutes Gesamtkonzept. Aber dieser Teil hat ein paar Längen, die es tapfer zu bestehen gilt, und auch hier ist Kuisls Tochter Magdalena in ihrem Handeln wieder naiv und äußerst töricht, („störrisches Weibsbild“) was mich teilweise gestresst hat, was dem Roman aber irgendwie auch gut tut.

    Mit gefallen die  Originalschauplätze, auch wenn Heute vielleicht nicht mehr alles vor Ort zu finden ist. Aber wieder findet sich im Epilog  eine ausführliche und sehr schöne Beschreibung über die Örtlichkeiten vor Ort und wer Regensburg noch nicht kennt, sollte sich diesen Band unbedingt holen und Regensburg zu Fuß erkunden. Man wird sicherlich nicht enttäuscht werden.

    Also auch Heute wieder eine klare Leseempfehlung für den dritten Teil.

  15. Cover des Buches Der Chronist der Winde (ISBN: 9783423216463)
    Henning Mankell

    Der Chronist der Winde

     (315)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Nelios Leben ist interessant. Das bleibt unbestreitbar. Auch der Bäcker hat seinen Reiz. Doch ich kann mich einfach nicht mit der Tatsache anfreunden, dass er den Jungen sterbenlässt, damit der Bäcker seine Lebensgeschichte hört. Das funktioniert in meinen Augen nicht und macht eher den Eindruck, als würde der Autor ein Kind für einen schlechten Effekt missbrauchen. Das ist so, als würde ein Reporter einen sterbenden Mann interviewen und eine nach Nahaufnahme der Wunden machen, um es dann für viel Geld zu verkaufen. Das ist billig, das ist schlecht, das ist unmoralisch.

    Allein deshalb verliert das Buch in meinen Augen viel von seiner Stärke. Es wäre doch anders gewesen, vor allem besser, wenn Nelios Geschichte aus seiner Sicht erzählt wurde, chronologisch geordnet, von der Flucht bis zu dem Schuss und ohne den Bäcker, der am Ende völlig überflüssig wird.

    Der Bäcker handelt meiner Meinung nach unmenschlich. Ich hätte den Knirps in ein Krankenhaus gebracht, gegen seinen Willen verarzten lassen und gewartet. Nur weil Nelio erwachsen klingt, ist es kein Grund, ihn einfach auf dem Dach dem Tod zu überlassen.

    Das Ende fühlt sich sinnlos an. Der Bäcker gibt seine Stelle auf, um nutzlos sein Leben als Bettler zu führen, in dem er verzweifelt versucht, Nelios Geschichte zu erzählen. Der Leser bleibt der einzige Zuhörer und ich verstehe immer noch nicht ganz seine Motivation, ein Bettler zu werden, nur weil es Nelio auch war. Das kam mir übertrieben falsch vor. Als würde der Autor die Figur sein Schicksal auf erzwingen, um mehr Effekte zu erzielen.

    Nelios Geschichte ist stark! Das gönne ich dem Autor. Was er erlebt, ist schlimm, seine Entwicklung interessant, das Rudel mit seinen Mitglieder wird so toll beschrieben, dass ich jeden einzelnen vor Augen hatte. Ich habe mich über die Geburtstagsfeier gefreut, ich habe wegen dem einen kranken Jungen geweint, ich war schockiert über Nelios Ende, ich war dabei. Aber den Bäcker habe ich richtig gehasst. Vom Anfang bis zum Ende.

    Trotz der starken Geschichte schaffe ich es nicht, mich mit dem Bäcker und seinen Handlungen anzufreunden. Es funktioniert für mich nicht, sondern ist bloß Effekthascherei, die völlig billig und falsch ist. Allein dadurch schaffe ich es nicht, der Geschichte vier Sterne zu geben.

  16. Cover des Buches Immer montags beste Freunde (ISBN: 9783453359222)
    Laura Schroff

    Immer montags beste Freunde

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Eines Morgens wird die erfolgreiche Mittdreißigerin Laura Schroff von einem kleinen Jungen angesprochen, ob sie ihm nicht ein wenig Geld geben könne, er habe solchen Hunger. Blind von der vielen Armut in New York geht Laura weiter. Doch irgendwas hat der Junge in ihr bewegt, sie kehrt um, lädt ihn in ein Fast-Food-Restaurant ein, und fortan verabreden sich Maurice und Laura jeden Montag, um etwas zu unternehmen.
    Im Laufe der Jahre, die die Freundschaft andauert, werden Lauras Freunde sagen, dass der Junge wirklich Glück gehabt hat, weil sie ihm so viel gegeben hat, doch Laura beteuert immer wieder, dass Maurice ihr menschlich viel mehr gegeben habe als sie ihm.

    “Immer montags beste Freunde” handelt von einer ungewöhnlichen Freundschaft. Jede Seite ist von Wärme durchtränkt und berührt das Herz. Nicht nur die Freundschaft zwischen Laura und Maurice wird geschildert, sondern auch Lauras eigene Vergangenheit findet ihren Weg in die Geschichte und macht das Buch zu einem absoluten Herzenswärmer, in dem auch ein kleines bisschen Schmerz nicht fehlen darf. 

  17. Cover des Buches Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen (ISBN: 9783404608720)
    Johann König

    Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Johann König und seine Familie – Geschichten aus dem Alltag. Oder: Hoffentlich ist das nicht wahr!

    Meine Meinung:
    Ich finde Johann König witzig. Ich mag die Art wie er seine Geschichten vorträgt und was er auf der Bühne von sich gibt. Sein erstes Buch „Der Königsweg“ hat mir sehr gut gefallen, daher wollte ich „Kinder sind was Wunderbares“ unbedingt haben und lesen. Und ich bin bzw. war schockiert. Ein Buch über zwei überforderte Elternteile, die das Mittagsprogramm im TV nicht besser hätte darstellen können. Ein Alkohol- und Kaffesüchtiger Papa und eine Mutter, welche lieber ihre Freizeit beim Yoga oder mit Freunden verbringt und wenn sie mal was mit den Kindern macht, dann nur um sie zu stillen. Alle drei Kinder (ganz klein, Kindergarten und Schule) sind quengelig und unerzogen. Kennen keine Regeln / Grenzen und kommen viel zu spät ins Bett! In sich sind die Geschichten rund, aber nicht witzig, sondern schon fast ein Fall für das Jugendamt.

    Cover:
    Das Cover spiegelt den Inhalt wunderbar wieder. Ein hilfloser Mann und die Kinder machen alles kaputt.

    Fazit:
    Dieses Buch ist was wunderbares: Das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen! Dann gäbe ich wohl auch mehr Sterne. So habe ich dieses Werk frühzeitig aufgegeben und daher gibt es nur einen Stern und keine Leseempfehlung.

  18. Cover des Buches Tod und Teufel (ISBN: 9783841900043)
    Frank Schätzing

    Tod und Teufel

     (718)
    Aktuelle Rezension von: Igonthas

    Im Köln des Eruopäischen Mittelalters wird der Leser hineingezogen in eine atemberubend plastische Atmosphäre.

    Jakob, den alle den Fuchs nennen und der zur unterten Gesellschaftsschicht gehört wird zeuge eines Mordes und muss sich um am Leben zu bleiben neu erfinden und auf neue Verbündete vertrauen.


    Ich habe Schätzings Debüt  Roman gerade zum zweiten mal gelesen das erste mal vor ca 10 jahren als teenager.
    Ich weiß noch wie ich damals von der ersten Seite an das Gefühl hatte, in die Geschichte hineingezogen zu werden und das Buch in einem durch gelesen habe.
    Damals empfand ich die ewig langen Dispute über historische spitzfindigkeiten als einzigen störfaktor in einem ansonsten super roman.

    Heute mit etwas mehr Distanz und hunderte von Büchern, um die ich in der Zwischenzeit meinen bibliophilen Horizont erweitert habe, hat sich auch meine Meinugn zu diesem Roman etwas verschoben.

    Grundsätzlich ht mich die Geschichte sogr noch mehr gefesselt und mit etwas historischem hintergrundwissen (jedneflals deutlich mehr als mit 15  :)) wirken die ehedem ermüdenden dispute eher wie Stilmittel die dem leser die idiologischen standesunterschiede  näherbringen. 

    Protagonisten und Antagonisten sind hier auf alle Stände verteilt und man bekommt ein gutes Gefühl für die Spannungen innerhalb der Gesellschaft.

    Für meinen geschmach wird das erzähltempo zum ende hin etwas schnell am 14. an dem eigentlich das große Fiale stattfindet  ist alles extrem verkürzt die Fiurenentwicklung auf die über 200 seiten hingearbeitet wird findet in einem satz in einem schuppen statt.

    Ausserdm finde ich schade, wie wenig Grezgänger in diesem Roman auftreten, abgesehen von Kuno, dessen Schicksaal schon vom ertsten kapitel feststeht bewegen sich alle Figuen innerhalb ihrer eigenen Blasen.

    Ansosnten erstklasse Roman und für jeden der gerne historische Romane verschlingt sicher ein Genuss!


  19. Cover des Buches Nachts unter der steinernen Brücke (ISBN: 9783423140751)
    Leo Perutz

    Nachts unter der steinernen Brücke

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Langsam wird vom Autor ein Netz von Geschichten gesponnen, die allesamt irgendwie miteinander verknüpft sind. Jede Story kann auch für sich selbst stehen, aber zusammen ergeben sie ein Gemälde des alten Prags, insbesondere der alten Judenstadt um 1600. Im Zentrum der Geschichten stehen der Jude Mordechai Meisl, welcher zu unglaublichem Reichtum kommt, und der Kaiser. Meisls schöne Frau Esther und der Kaiser sind auf magische Weise ein unglückliches Liebespaar, dass es so nicht geben darf. 

    Perutz hat über 25 Jahre an diesem Romanprojekt mit jahrelangen Unterbrechungen gearbeitet und es 1951 abgeschlossen. Sprachlich und inhaltlich bilden die Texte eine Einheit, wie man sie selten antrifft. Feiner Humor, groteske Situationen und eine mit viel Feingefühl geschilderte Kultur, die für immer verloren ging, bilden zusammen ein mystisches Ganzes, das man am ehesten als einen historischen Roman bezeichnen kann. Aber das Büchlein ist viel mehr, ein schriftstellerisches Kunstwerk, wie man es selten antrifft.

    Fazit: Wer etwas Muse hat, sollte es sich nicht nehmen lassen, dieses fantastisch gut gemachte Buch zu lesen.


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  20. Cover des Buches Notizen eines Gewinners (ISBN: 9783958834507)
    Gerrit C. Paulson

    Notizen eines Gewinners

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Melanoe

    Im Roman "Notizen eines Gewinners" von Geritt Paulson, geht es um den Iren Paulo McComen, der unverhofft einen Lottogewinn von 12.000.000€ abstaubt.

    Kann er zunächst sein Glück nicht fassen, wendet sich das Blatt sehr schnell. Paulo merkt, dass eine große Villa, ein teures Auto und die Kündigung des undankbaren Jobs als Dachdecker ihn weniger lang erfüllt, als ursprünglich gehofft. 

    Langsam schleicht sich die Einsamkeit in sein Leben und das Misstrauen gegenüber allen "Freunden". Sind sie womöglich nur hinter seinem Geld her? Oder machen sie sich wirklich etwas aus ihm?

    Mit 190 Seiten ein eher kurzer Roman, welcher aber durch seine sprachliche Gestaltung die Seiten mit viel Tiefe füllt. Besonders gut gefällt mir die Idee des Protgaonisten ein Notizbuch zu füllen, mit Zitaten bzw Weisheiten, welche er erkennt bzw schmerzhaft erlebt, nachdem er Unsummen an Geld gewonnen hat. 

    Eine Lektüre die herrlich leicht geschrieben ist,aber so viel wertvolles dem Leser mitgibt. Man beginnt über sich und sein eigenes Leben zu sinnieren und die Notizen für sich selbst zu gebrauchen!
    Eine Empfehlung für jeden, der wissen will, was passiert wenn einen Geld nicht glücklich macht!

  21. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (217)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Rohinton Mistry erzählt eine Geschichte, die in den 70er Jahren in Indien während des Ausnahmezustands spielt. Ohne Erbarmen, grausam, humorvoll und rührend erzählt und immer wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer, setzt setzt der Autor noch einen nach.
    Am Ende steht eines fest: Die Welt ist nicht im Gleichgewicht!

    🐭🐭🐭🐭🐭/5

  22. Cover des Buches Hunger (ISBN: 9783548291093)
    Knut Hamsun

    Hunger

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    Der namenlose Protagonist streift im Herbst in Christiania (heute Oslo) umher. Arm, mittellos und ohne Besitztümer versucht er sich mit dem Schreiben von Zeitungsartikeln über Wasser zu halten. Die zahlreichen Absagen nagen an ihm, so wie der Hunger, den er nicht stillen kann. Er erlebt mehrere Tiefpunkte und verliert seine Sinne, an denen die psychischen und physischen Auswirkungen seines Elends deutlich werden.

    Der Roman von Knut Hamsun ist der erste norwegische Großstadtroman und er leitet die Epoche der Moderne ein. Von Zeitgenossen wird sein Werk abgelehnt, und es erlang erst später einen herausragenden Ruf. Die Geschichte ist im modernistischen Stil (Bewusstseinsstrom) geschrieben, lässt sich jedoch flüssig lesen und der Fokus liegt auf dem Seelenleben des Protagonisten und nicht auf der Handlung. Die Stimmung ist eher berückend und deprimierend, auch wenn es immer wieder glückliche Momente gibt.

    Ein Klassiker der Skandinavischen Literatur.

  23. Cover des Buches Neid (ISBN: 9783492306812)
    Arne Dahl

    Neid

     (36)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Der Thriller „Neid“ wurde von Arne Dahl geschrieben und es handelt sich dabei um den dritten Teil der Opcop-Europol Reihe. Ich finde es wichtig, alle Bücher der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um dieses jedoch ganz verstehen zu können, sollte man auf jeden Fall mit dem ersten Buch der Reihe, welches den Titel „Gier“ trägt, anfangen. „Neid“ ist am 17.02.2014 erschienen und umfasst 508 Seiten. Das Buch ist in der dritten Person Singular aus der Sicht der Opcop Mitglieder geschrieben. 


    Endlich hat sich Europa es sich zur Aufgabe gemacht etwas gegen die Bettlermafia zu machen, schnell merkt man jedoch, dass dies nur ein Teil des Menschenhandels ist und es nicht verschiedene Organisationen sind. Auf einem Festival trifft Paul Hjelm, der Chef der Opcop Gruppe, die EU-Kommissarin Marianne Barrière, welche einen revolutionären Gesetzvorschlag entworfen hat. Sie wird jedoch erpresst und zugleich wird ein Professor in Schweden, welcher für sie arbeitet auf offener Straße ermordet. Gehören diese Fälle zusammen und wird es Paul gelingen Marianne zu helfen? 


    Ich begleite die Mitglieder der Opcop Reihe nun schon durch einige Bücher und habe dadurch zu allen Charakteren Beziehungen aufgebaut und kann deren Handlungen nachvollziehen. Zu meiner Freude kommen zwei neue Mitglieder und eine davon ist Donatella Bruno, die ehemalige Chefin der Opcop-Einheit in Rom, zu der Gruppe dazu. Diese Frau mochte ich schon davor und habe mich deswegen sehr über sie gefreut. Das Böse hat verschiedene Formen wie auch deren Opfer und wir bekommen auf einige Fragen Antworten, welche aus dem ersten Buch stammen, was ich sehr genial fand. Erschreckend finde ich jedoch die Söldner, welche ich bisher noch nicht als das Böse angesehen habe, aber nach diesem Buch hat sich dies jedoch grundlegend geändert, obwohl es dort draußen bestimmt auch gute Menschen gibt, welche diesen Beruf ausüben. Gegen Ende des Buches kam eine neue Frage auf und so bin ich gespannt wer die wirklichen Bösen sind und ob wir darauf eine Antwort im letzten Band erhalten werden. 


    Alle Bücher der Reihe sind in einem angenehmen Schreibstil geschrieben und ich konnte dank der guten Beschreibungen der Orte gleich tief in die Geschichte eindringen. Ich fand es vom ersten Moment an spannend, auch wenn es einige ruhige Szenen gab, aber diese fand ich passend und somit haben sie mich nicht gestört. Diesmal kam ich zwar schnell auf die Söldner, aber dann habe ich den roten Faden verloren und das Ende hat mich überrascht, jedoch muss ich sagen, dass es absolut passend war. Im letzten Kapitel warteten dann nochmal sehr große Überraschungen auf mich, so dass ich sehr gespannt auf den vierten und letzten Band der Reihe bin. Diesmal lernte ich mehr über die Bettlermafia und bin regelrecht schockiert darüber, auch wenn ich davor schon einiges wusste und ahnte. Doch es gibt in dem Buch auch noch ein anderes Thema und dieses passt perfekt in die heutige Zeit, mehr kann ich nicht sagen, weil ich sonst zu viel verraten würde. 


    Auch wenn mir das Buch sehr gefallen hat und ich alle Bücher der Reihe empfehlen kann, war es kein Highlight für mich wie das zweite Buch der Reihe. 

  24. Cover des Buches Das Paradies der Armen (ISBN: 9783806232974)
    Suzanna Jansen

    Das Paradies der Armen

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Antonella

    Das Totenbildchen ihrer Urgroßmutter Helena hat die Journalistin Suzanna Jansen bewegt, weit in die Vergangenheit ihrer Familie einzutauchen und schließlich ein Stück Niederländische Sozialgeschichte im  Buch festzuhalten. Sie sichtet Dokumente, folgt den belegten Spuren ihrer Ahnen, und verknüpft dabei die Geschichte der Umerziehungsanstalt Veenhuizen mit  ihrer eigenen Familiengeschichte. Dabei treten Fakten zutage, die für die noch lebenden Familienmitglieder überraschend und auch schmerzhaft sind.

    Es beginnt mit ihrem Urahn Tobias, einem Soldaten, der über viele Stationen  1828 schließlich als Wächter mit seiner Familie in der neugegründeten und für die damaligen Verhältnisse geradezu revolutionären Umerziehungsanstalt Veenhuizen landet. Deren Gründer Johannes van den Bosch wollte tatsächlich die Lebensbedingungen der Armen verbessern und glaubte, das geeignete Mittel gefunden zu haben. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte belegt die Autorin sehr eindrücklich, wie Reformen und Veränderungen durchaus im Sinne der dort zwangsweise untergebrachten Menschen gedacht waren. Allerdings gab es eine deutliche Diskrepanz zwischen den Ideen der meist weit entfernt Planenden und Einweisenden und den Wächtern vor Ort, die den Inhaftierten meist mit wenig Mitgefühl und Menschlichkeit begegneten. Vereinzelte Zeugnisse von Opfern dieser katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen belegen dies.

    Interessant ist es auch, über die Rolle der Kirchen in der Geschichte der Armenfürsorge und der Familie der Autorin zu lesen. Denn die Zugehörigkeit zur falschen Kirche bedeutete soziale Ächtung und Verweigerung von Unterstützung. Einen Anspruch auf staatliche Armenfürsorge gab es erst spät. Die Entwicklung des Hilfesystems und die demütigenden Hürden, die es zu nehmen galt, werden sehr eindrücklich anhand Rozas Geschichte vermittelt. Abgeschlossen wird die Familiengeschichte dann mit der Mutter der Autorin.

    Besonders beeindruckt hat mich die Gegenüberstellung der Lebensläufe von Tobias und Johannes van den Bosch. Es wird sehr deutlich, dass die unterschiedliche Herkunft der beiden Männer ihr komplettes weiteres Leben bestimmen und ihr Handeln wenig Einfluss auf ihre Stellung hat. Ebenso beindruckt haben mich die Frauen in der Geschichte, die trotz aller Widrigkeiten, Benachteiligungen und Unzulänglichkeiten ihrer Ehemänner für ihre Familien gekämpft haben und schließlich mit Roza den Armutskreislauf für ihre Kinder durchbrechen konnten.

    Sehr gelungen finde ich die hochwertige und ansprechende Aufmachung des Buches. Das Coverfoto mit dem Sepiabild von zwei ernst dreinblickenden Kindern passt perfekt  zum Inhalt. Zum besseren Verständnis der Familiengeschichte ist ein Stammbaum vorangestellt. Der Text wird durch viele Fotos von Familienmitgliedern, der Anstalt und von Dokumenten ergänzt.

    Nach leichten Startschwierigkeiten hat mich dieses Buch dann doch sehr beeindruckt. Suzanna Jansen ist eine gelungene Verknüfung ihrer Familiengeschichte mit der Geschichte von Veenhuizen gelungen.

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