Bücher mit dem Tag "betty"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "betty" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Erster Teil einer Romantrilogie (2. "Eine treue Frau"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Ein untadeliger Mann" setzt den Fokus auf den inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  2. Cover des Buches Eine treue Frau (ISBN: 9783446250741)
    Jane Gardam

    Eine treue Frau

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Zweiter Teil einer Romantrilogie (1. "Ein untadeliger Mann"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Eine treue Frau" setzt den Fokus auf Betty, die Ehefrau des inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers, die ihre Jugend (und Liebe) in Hongkong nicht vergessen kann. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  3. Cover des Buches Harter Schnitt (ISBN: 9783442378173)
    Karin Slaughter

    Harter Schnitt

     (270)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Sehr schönes Buch, angenehmer Schreibstil, spannend

  4. Cover des Buches RIVERDALE - Der Tag davor (ISBN: 9783570312957)
    Micol Ostow

    RIVERDALE - Der Tag davor

     (128)
    Aktuelle Rezension von: diamantenherz

    Rezension ⭐⭐⭐

    Ich bin ein großer Riverdale Fan, deshalb habe ich mir direkt die 4 Bücher gekauft, als ich von ihrer Existenz erfahren habe.

    Allerdings hatte ich es mir viel besser vorgestellt. Der erste Teil war ein wenig langweilig, es ist nicht sehr viel passiert. Ich finde, man hätte es spannender schreiben können, denn inhaltlich gab es eigentlich Potenzial. Ich habe mich dann mehr oder weniger gezwungen, es fertig zu lesen, aber um die weiteren Teile zu lesen, fehlt mir erstmal die Motivation. Vielleicht sind sie ja besser, ich weiß es nicht, irgendwann werde ich sie bestimmt doch noch lesen.

    ✨Fazit✨ Ich würde es nur Leuten empfehlen, die die Serie so sehr mögen, dass es ihnen reicht, wenn sie insgesamt ein paar zusätzliche Informationen durch das Buch erhalten. Aber Leuten, die Spannung und viel Handlung brauchen, würde ich es definitiv nicht empfehlen. Wie gesagt, ich hatte es mir besser vorgestellt und war ein bisschen enttäuscht. 

  5. Cover des Buches Sweet Little Lies (ISBN: 9783736314399)
    Kylie Scott

    Sweet Little Lies

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    Handlung: Die Liebe ist das gefährlichste Spiel Betty Dawsey hat die Nase voll. Zwar liebt sie ihren Verlobten Thom, doch hält er sie stets ein wenig auf Abstand und lässt sie nie wirklich Teil seines Lebens werden. Daher hat sie sich entschlossen, ihn zu verlassen – und das mit einem Knall. Buchstäblich! Denn eine Explosion zerstört urplötzlich die gemeinsame Wohnung. Betty kommt mit knapper Not davon und findet dabei heraus, dass Thom, der nerdige Versicherungsvertreter, in Wahrheit Thom, der Geheimagent ist. Betty fällt aus allen Wolken – aber sie hat keine Zeit, sich an diesen Gedanken zu gewöhnen. Denn jemand spielt ein falsches Spiel! Betty und Thom müssen nun nicht nur ihre Beziehung, sondern auch ihr Leben retten …

    Meinung: Erster Satz: „Du wirst ihm das Herz brechen.“

    Das Cover ist chic, hat aber recht wenig mit der Geschichte zu tun. Ich mag es trotzdem, da in echt die Farben noch besser aussehen und man durchs dunkle Design vielleicht erahnen kann, dass es keine happy Romance ist.

    Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin war wirklich flüßig und leicht zu lesen. Das Buch wird aus Sicht von Betty erzählt und durch den witzigen Stil und Bettys Gedanken kommt man wirklich schnell voran.

    Zu Beginn lernt man Betty kennen, die gerade ihren Verlobten Thom verlassen will. Als aber ihre Wohnung in die Luft fliegt und Betty entführt wird merkt sie, dass Thom vielleicht doch nicht so uninteressant ist.

    Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich leicht gefallen. Ich habe vorher schon Bücher der Autorin gelesen und durch ihren Schreibstil findet man ganz leicht in die Geschichten hinein. Hier kam noch dazu, dass Betty einmal nicht superschön, klug und der Traum aller Männer ist, was sie mir sogleich sympathisch gemacht hat. Betty wird als ein bisschen stärker bezeichnet und hin und wieder wirkt sie auch wie ein naives Kind, aber insgesamt war sie mir doch sympathisch.

    Ich habe sehr wenige Bücher gelesen, in denen es um Geheimagenten, Spione oder sonstige ähnliche Berufbilder geht, so war ich natürlich gespannt, wie die Autorin das mit Liebe verbinden will. Betty will Thom ja verlassen, weil er ihr zu wenig Aufmerksamkeit schenkt und sie sich langweilt. Da wusste sie auch noch nicht, dass er eigentlich gar nicht so langweilig ist. Dass Thom Betty vorne und hinten belogen hat, fand ich doch etwas krass. Er hat ihr bei fast nichts die Wahrheit gesagt und die Beziehung so normal wie möglich erscheinen lassen. Da war es für mich etwas unverständlich, dass Betty Thom so schnell verzeiht. Klar, sie sieht jetzt wie er wirklich ist, aber ein bisschen mehr hätte er sich schon anstrengen können.

    Allgemein konnte ich von seiner Seite keinerlei Zuneigung sehen, erst gegen Ende wurde es mehr und auch da traf Thom noch Entscheidungen, die niemand, der ja ach so verliebt ist, einfach so getroffen hätte. Für mich fühlte es sich mehr nach Bequemheit an. So als wäre Thom nun schon so an Betty gewöhnt, dass er sie einfach nicht gehen lassen will und lieber bei ihr bleibt.

    Hin und wieder gab es dann doch Szenen, in denen es schöne Gespräche gab und ich Thom und Betty zusammen sehr mochte. Von mir aus hätte es noch mehr in die Richtung gehen können, aber insgesamt passt die Mischung und Spannung und Liebe für mich.

    Nach und nach erfährt man als Leser mehr von Thom und was seine eigentliche Arbeit ist. Genau wird sein Arbeitgeber nie genannt, was ich schade finde, da man hier noch mehr rausholen könnte. Dennoch fand ich es gut geschrieben und war immer neugierig, was hinter seiner Fassade steckt und wie die anderen Leute in dem Buch dabei ins Spiel kommen. Bei so einer Thematik dürfen auch Intrigen nicht fehlen, und die habe ich wirklich gut gefunden. Ich wusste bis zur Auflösung nicht, wer Betty am Anfang in die Luft jagen wollte und auch nicht warum.

    Die Actionszenen waren ganz gut geschrieben, allerdings merkt man, dass das nicht das eigentliche Genre der Autorin ist, denn auch während einer Schießerei kann Betty sich mit Thom streiten und da wird dann eben darauf mehr Augenmerk gelegt.

    Das Ende war vorhersehbar. Spätestens als es passiert ist und noch einige Seiten im Buch übrig waren, war mir klar, worauf die Autorin hinaus will. Die Beweggründe für die Tat fand ich etwas fadenscheinig, und ich konnte es auch nicht nachvollziehen. Wie Betty aber am Ende reagiert hat, hat mir gefallen. Vielleicht wirkt es ein bisschen wie eine Möchtegerspionin aus einem schlechten Film, aber für mich wars gut.

    Fazit: Ich hatte Spaß beim Lesen. Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten und ich mochte auch die Figuren (auch wenn ich die Nebencharaktere manchmal interessanter fand las Thom). Zwar sind mir ein paar Dinge aufgefallen, aber das hat mich beim Lesen nicht wirklich gestört. Wichtig ist, dass mir die Geschichte insgesamt gefallen hat und das hat sie. Ich vergebe 4 Sterne.

  6. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.684)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Manchmal echt verwirrend wie Bernhard Schlink geschrieben hat. Ich musste erst einmal damit klar kommen, dass er aus verschiedenen Zeitformen innerhalb eines Kapitels schreibt.
    Er schreibt aus der Sicht des Jungen.
    Einmal schreibt er von seiner Erinnerung mit Hanna, was in der Vergangenheit liegt und zum anderen wechselt er in die Gegenwart. Das war anfangs verwirrend, aber damit kam ich schnell zurecht und hatte begriffen, dass er seine Geschichte, die er erlebt hat erzählte.

    Die Geschichte ist in drei Teile geteilt und innerhalb der Geschichte geht ein roter Faden durch. Es ist zwar etwas anders geschrieben, aber dennoch sehr interessant. Die Protagonisten sind faszinierend geschildert.
    Das Ende hat mich echt überrascht und damit habe ich gar nicht gerechnet.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Buch gut finden würde. Die Story ist wirklich interessant und spannend. Der Sprachstil natürlich ein anderer als in der heutigen Zeit. Aber dennoch ein guter Klassiker.

    Von mir gibt es 4 Sterne.

  7. Cover des Buches Call of Crows - Entfesselt (ISBN: 9783492280822)
    G. A. Aiken

    Call of Crows - Entfesselt

     (96)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Kera wäre eigentlich tot. Hätte Vig Rundstorm sie nicht gefunden und Gott angerufen um sie zu retten. Jetzt gehört Ex-Marine Kera zu den Krähen der Norne Skuld und gilt als Todesbote.

    Schon nach der ersten Seite liebte ich diese Geschichte und konnte nicht aufhören zu lesen. Frauenpower, war mein erster Gedanke beim Lesen. Ein Haufen starke Frauen, die nächst Aufträge für eine Göttin erledigen. :) Diese Frauen sind einfach der Hammer, jede einzelne. Willkommen in einer neuen Welt von G.A. Aiken, die genauso wie immer ist - voller Humor, guten Wortgefechten, spannend und Actionreich. Natürlich darf die Leidenschaft und tolle Charaktere nicht fehlen. Wie immer alles dabei und deshalb genieße ich dieses Buch ungemein. Kera ist eine tolle Frau und doch irgendwie merkwürdig. Immer mit diesem Klappbrett.  Vig ist einfach hinreißend und seine Art ist einfach köstlich. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und man ist gefesselt und man kann sich nicht entscheiden, was man an dieser Geschichte lieber mag. Auf jeden Fall werde ich die nächsten zwei Bändern auch noch holen und freue mich darauf wieder in dieser Welt eintauchen zu dürfen.

  8. Cover des Buches 36 Fragen an dich (ISBN: 9783453271654)
    Vicki Grant

    36 Fragen an dich

     (106)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Ich hatte letztens von einem solchen Experiment gelesen und als ich dann dieses Buch in die Hände bekam, war ich wahnsinnig neugierig und musste es einfach lesen.

    Doch leider muss ich sagen, dass das Buch nicht wirklich meins war. Es ist überwiegend, zumindest im Mittelteil, in Chatform geschrieben, was für mich anstrengend zu lesen war. Am Anfang wusste ich auch gar nicht, ob sie jetzt schreiben oder sich sehen, da dies aus dem Text nicht wirklich ersichtlich war. Auch hatte ich teilweise ganz andere Vorstellungen, wie dieses Experiment denn ablaufen soll und war dadurch oft verwirrt. Hildy empfand ich oft als sehr unreif und extrem überdreht. Sympathisch konnte ich sie leider nicht finden. Mit Paul ist es leider ähnlich: Er wirkt arrogant, abweisend, kalt. Sicher steckt bei ihm etwas dahinter, aber positiv finde ich so ein Verhalten nicht. Die ganze Geschichte wirkte für mich auch etwas zu gestellt und gewollt, die Charakterveränderungen waren zwar da, aber für mich auch irgendwie nicht so schlüssig und natürlich wie bei anderen Büchern.

    Fazit: Das Thema ist faszinierend, die Umsetzung hat mir aber leider nicht gefallen.

  9. Cover des Buches Flüsterndes Gold (ISBN: 9783570308196)
    Carrie Jones

    Flüsterndes Gold

     (478)
    Aktuelle Rezension von: ilkagk

    Das Buch "Flüsterndes Gold" von Carrie Jones ist aus dem cbt Verlag, hat 351 Seiten und hat von mir 5 von 5 Sterne bekommen. 

    Worum geht es in dem Buch?

    In diesem Buch geht es um Zara, die zu ihrer Großmutter in das einsame und verschneite Maine zieht. Gleich am ersten Schultag lernt sie dem attraktiven Nick kennen. Natürlich verliebt sie sich direkt in ihn. Nick beschützt sie vor einem seltsamen Fremden, der ihr immer wieder auflauert. Außerdem zeigt er ihr nicht nur die dunkle Seite ihrer idyllischen neuen Heimat offenbart, sondern selbst auch ein übernatürliches Geheimnis hat.

    Wie fand ich das Buch?

    Das Buch war so schön. Ich habe die Beschreibung von Maine so geliebt. Ich konnte es mir richtig gut vorstellen. Außerdem waren die Charaktere so gut beschrieben, dass ich sie mir ebenfalls bestens vorstellen konnte. Dazu kommt noch, dass die Geschichte so gut umgesetzt wurde, dass ich einfach nur durch das Buch durchgeflogen bin. Der Schreibstil war so angenehm und so flüssig und schnell. Ich kann von diesem Buch nur schwärmen und hoffe, dass ich es bald schaffe die anderen drei Teile zu lesen. Denn die liegen leider noch unangetastet auf meinem SUB.    

  10. Cover des Buches Little Women (ISBN: 9781519209917)
    Louisa May Alcott

    Little Women

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Viki57

    In diesem Buch wird die Geschichte von vier Schwestern Meg, Jo, Amy und Beth erzählt. Es handelt sich um eine sehr schöne, aber auch traurige Geschichte. Das Buch zieht einen von Anfang an in den Bann und ist sehr schön geschrieben.

  11. Cover des Buches Töchter (ISBN: 9783499290152)
    Lucy Fricke

    Töchter

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Minijane


    Bewertet mit 4 Sternen

    Martha und Betty verbindet eine lange Freundschaft, deshalb lehnt Betty auch nicht ab, als Martha sie um einen besonderen Gefallen bittet. Martha's Vater Kurt ist todkrank und möchte zum Sterben in die Schweiz gebracht werden. Da Martha nach einem traumatischen Unfall nicht mehr Auto fährt, soll ihre beste Freundin Betty als Fahrerin diese Reise begleiten. Im Grunde empfindet Martha die Bitte ihres Vaters als Zumutung, denn in ihrem Leben war er eigentlich immer nur abwesend. Jetzt zum Sterben meldet er sich wieder und appelliert an ihr Mitgefühl und ihre Liebe.

    Ich muss gestehen, ich habe eine ganz andere Geschichte bekommen, als die, die ich erwartet hatte. Der Roadtrip mit dem röchelnden Vater auf der Rückbank seines klapprigen Golfs endet doch nicht so schnell im Sterbehilfeinstitut wie die beiden Frauen und auch ich gedacht haben. Stattdessen wird es eine Reise in die Vergangenheit, auch in die von Betty und eine intensive Aufarbeitung der eigenen Kindheit, mit Vätern, die ihre Töchter so oder so verlassen haben.

    Während Martha ihr Kindheitstrauma kompensiert hat, indem sie permanent aber bisher erfolglos versucht hat noch schwanger zu werden ( mit 40 wird es langsam immer schwieriger), weil sie es unbedingt besser machen will, hat Betty einer eigenen Familie völlig abgeschworen. Als ruhelose Schriftstellerin jettet sie durch die Welt , vermietet ihre teure Berliner Wohnung derweil über Airbnb und kann nicht verwinden, dass ihr Ziehvater Ernesto sie und ihre Mutter von heute auf morgen verlassen hat. Die Ich-Erzählerin Betty ist so zynisch, dass es schon weh tut. Je hoffnungsloser die Situation ist desto öfter blitzt der schwarze Humor zwischen den Zeilen auf.

    "Ich wollte hier nicht zur asozialen Alkoholikerin verkommen und wusste sehr genau, dass es von der sozialen zur asozialen Trinkerin nur ein Schritt war, und dieser Schritt war die Uhrzeit. Nicht grundlos war ich ein Nachtmensch, so hatte ich mehr Zeit für den Alkohol."

    Leider hat das Buch zur Mitte hin ein paar Längen und der letzte Reiseabschnitt, der auf eine griechische Insel führt, war nach meinem Geschmack etwas zu abgedreht.  Der Schreibstil, wie es im Klappentext, wie ich finde treffend beschrieben ist als Humor aus Notwehr, macht das Buch schon zu einem Lesegenuss, auch wenn mich der Plot nicht 100% überzeugen konnte.

  12. Cover des Buches Finsteres Gold (ISBN: 9783570308622)
    Carrie Jones

    Finsteres Gold

     (252)
    Aktuelle Rezension von: Jadesternchen

    Inhalt:

    Zara und ihre Freunde haben den Kampf gegen ihren Vater gewonnen und halten ihn, und dessen Volk, in dessen Elfenanwesen, im Wald, fest. Alles scheint wieder einen Hauch von Normalität zu haben, aber eines Tages findet Zara im Wald einen gefangenen Elf. Schwer verletzt ist er am Baum gebunden. Zara befreit ihn und erfährt, dass er ein Elfenkönig ist um das Gebiet von Maine zu beanspruchen. Er verspricht, dass Elfen, Werwölfe und Menschen friedlich miteinander leben können. Das klingt mehr als verlockend, doch noch eh sie sich alle darüber Gedanken machen können, ereilt sie ein weiteres Unglück. Das Elfenanwesen von Zaras Vater wurde zerstört und zahllose Elfen wurde getötet oder sind geflohen. Beim Kampf, gegen einen weiteren Elfenkönig, wird Nick lebensbedrohlich verletzt und von einer Walküre nach Walhalla entführt. Zara steht nun vor einen Scherbenhaufen und weis nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Astley, den Elfenkönig, den sie befreit hat, verspricht ihr zu helfen. Doch der andere Elfenkönig, der an der Befreiung und den Morden der anderen Elfen schuld hat, ist dabei Maine in ein Chaos zu stürzen, wie es vorher noch nie gab. Um ihren geliebten Nick zu retten, würde Zara alles auf sich nehmen. Würde sie sich selbst in eine Elfe verwandeln lassen, und sich an Astleys Seite stellen, um Nick aus Walhalla zurück zu holen?


    Meine Meinung:

    Ich habe bereits den ersten Teil dieser Reihe gelesen. Obwohl schon bei dem Teil meine Meinung eher gemischt waren, konnte ich nicht anders, als mir auch den zweiten teil zu Gemüte zu führen. Ich wollte unbedingt wissen, in welche Richtung sich die Geschichte um Zara und ihre Freunde entwickelt. Der Schreibstil in diesem Buch hatte ebenfalls einen eher oberflächlichen Schreibstil. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin einen schnell durch die Geschichte zu lotsen. Dennoch fand ich, dass sie die kühle Atmosphäre von Maine, gut beschrieben hatte. mehr als einmal nahm ich mir eine Decke, weil es mich plötzlich fröstelte.

    Zu den bisherigen Charakteren, gesellen sich nun drei weitere hinzu. Besonders Astley konnte ich ins Herz schließen. Er war mir sehr sympatisch und ich mochte es, wenn er immer mal wieder, im Laufe der Geschichte, auftauchte. Die anderen Charaktere hatten sich sonst nicht wirklich zum vorherigen Buch weiter entwickelt. Tatsächlich mochte ich Nick nun noch weniger. Mir gefiel die Sprache nicht, wie er mit Zara sprach. Sie wurde oft mit dem Kosenamen "Baby" angesprochen und irgendwann nervte es mich doch ziemlich. Der neue Bösewicht wahr auch eher lästig, als Angst einflößend. Ich hätte mir in diesem Buch eine stärkere Charakterentwicklung gewünscht.

    Von der Handlung her, mochte ich die neue Wendung schon. Mit Astleys Erscheinen änderte sich im Geschehen des Buches einiges. Die Entführung von Nick, ach Walhalla, war für mich okay. Ich hatte nicht gedacht, dass plötzlich die Götter in dieses Buch ihren Weg finden. Aber trotz dieser Wendungen, fehlte mich doch die Spannung. Immer mal wieder passierten natürlich Dinge, aber es baute sich nicht wirklich zu einem Höhepunkt auf. Tatsächlich verlief das Ende eher geradelinig aus. Also ein großer spannender Höhepunkt fehlte in diesem Buch. Dennoch endete dieses Buch so, dass man schon wissen möchte, wie es weiter geht. Aus diesem Grund werde ich mir auch das nächste Buch holen und lesen.

    Insgesamt gebe ich dem Buch  drei Sterne.

    In diesem Buch störten mich noch immer die blassen Charaktere und den oberflächlichen Schreibstil. Auch hätte des Buch potenzial gehabt, mehr Spannung einbauen zu können. Dennoch kann ich es empfehlen. Besonders an Menschen, die mal ein Buch über Werwesen und Elfen, der anderen Art lesen wollen

     

  13. Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
    Betty Mahmoody

    Nicht ohne meine Tochter

     (487)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Die Geschichte geht sehr tief, wenn man sie von ihrem Standpunkt aus betrachtet. Denn sie ist hier das Opfer. Sie, Betty, die eigentlich nur Urlaub mit ihrem Mann machen wollte. Doch ihre innere Stimme hatte sie schon gewarnt gehabt. Es nagte schon am Flughafen an ihr und als ihr Mann die Reisepässe einsammelte, ahnte sie schlimmes.

    Die ersten Wochen hat sie auch einigermaßen überstanden, bis auf die Kakerlaken und die allgemeine Hygiene bei ihrer Schwägerin. Aber Betty ist mutig und sie versucht es durchzuziehen, bis ihr Mann immer mehr Ausreden hervorbringt und die Heimreise somit verhindert.

    Diese gesamte Tortour geht sehr sehr lange und mittlerweile haben sie auch eine Tochter, Mahtob.

    Man bekommt allerdings nur die Sicht von Betty mit. Wie die Situation im Iran selbst aussah, zu jener Zeit, ist nicht übermittelt. Zumindest habe ich es nicht im Hörbuch erfahren. Ich habe auch die Fortsetzung „Endlich Frei“, die Geschichte der Tochter.

    Was mich beim Hörbuch gestört hat, war das permanente Seufen in der Stimme. Der Film war spannend aufgebaut und Sally Field spielte hervorrand die Betty. Doch im Buch oder Hörbuch war mir der Unterton einfach unfassbar langweilig und doch sehr anstrengend.

    Ab und zu habe ich auch ein Kapitel so gelesen, aber auch das ist schwierig gewesen.

    Was mich aber immer wieder hat aufstoßen lassen, war die Grundhaltung. Betty hat sich bewusst für ihren Mann entschieden, als sie ihn in Amerika kennengelernt hat. Er war Arzt und gebildet. Gutaussehend und liebenswert. Nichts deutete darauf hin, dass er anders ist.

    Als sie im Land ist, gibt es nichts positives mehr an dem Ort. Alles scheint eklig zu sein. Voller Kakerlaken, sogar im Essen und in der Küche. Kinder scheinen keinerlei Erziehung zu genießen und alles ist dreckig und schlecht. Nichts scheint ihr gut genug zu sein.

    War es wirklich so oder hat sie hinterher alles darauf porjiziert? Das kann ich nicht raushören oder rauslesen. Es ist schwierig die Zeiten zu rekonstruieren. 1984/1985?

  14. Cover des Buches Die Teeprinzessin (ISBN: 9783570306406)
    Hilke Rosenboom

    Die Teeprinzessin

     (227)
    Aktuelle Rezension von: valls

    Die Ruhe vor dem Sturm

    Der Anfang des Buches beginnt noch ein wenig unscheinbar und etwas klischeehaft, was größtenteils mit dem Alter der Protagonistin zu diesem Zeitpunkt zusammenhängt. Das Buch ist eben ein Jugendbuch, doch ich habe es jetzt mit einundzwanzig Jahren gelesen und es hat mir sehr gefallen, da ich Reiseromane, die in der Vergangenheit spielen, liebe.

    Die vierzehnjährige Betty ist die Tochter eines Silberschmieds und genießt eine unbeschwerte Kindheit mit ihrem Nachbarsfreund Anton. Nur der anzügliche Geselle Elkhuber, der bei ihrem Vater in der Schmiede arbeitet und die Gerüchteküche der engstirnigen kleinen Seehafenstadt Emden, in der die Geschichte beginnt, scheinen dieses friedliche Szenario gelegentlich zu trüben.

    Bettys Kindheitsfreund Anton ist der Sohn des großen Teehändlers Asmussen, doch anders als die geruchsempfindliche Betty würde er lieber Fotograf werden als in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

    Achtung Spoiler! Wer nur meine Wertung lesen will, der scrolle bitte zum Ende!

    Der mysteriöse, fremde Kaufmann

    Betty und Anton beobachten von einem Lagerboden im Teehandelshaus aus ein Gespräch zwischen Antons Vater und einem fremdländischen Teehändler, der Asmussen einen neuen Tee anbietet, den er selbst im indischen Ort Darjeeling anbauen lassen hat. Asmussen hält nicht viel davon, denn Darjeeling ist eine Bergregion und nicht als Teeanbau- sondern als Kurgebiet der Engländer bekannt. Er hält den Tee des fremden Kaufmanns für ein kurioses Experiment und verweigert sich zudem, seinen einzigen Sohn Anton nach Indien zu schicken, wie der Fremde es vorschlägt, um sich den Anbau selbst anzusehen und abzuwägen, ob sich Handel damit lohnen würde. Durch einen Unfall fällt Betty vom Zwischenboden und dem fremden Kaufmann direkt in die Arme. Der Moment scheint bei beiden Spuren zu hinterlassen.

    Der Wendepunkt: Es wird ernst

    Ab da glaubte ich, zu wissen, wie es weitergehen würde. Ja klar, dachte ich, sie fällt diesem Teehändler natürlich in die Arme, sie verlieben sich und dann nimmt er sie statt Anton mit auf die Reise nach Darjeeling. Aber denkste! Es kam alles anders. Hier wurde gut mit den Erwartungen des Lesers gespielt. Denn nun verändert ein tragisches Ereignis Bettys Leben für immer: Eine Kerze, die Anton versehentlich auf dem Zwischenboden gelassen hat, führt zu einem Brand im Teehandelshaus der Asmussens. Nachdem Betty und ihr Vater bei den Löscharbeiten helfen, bekommt Betty Hausarrest, denn man hält sie für  mitverantwortlich an dem Brand. Anton wird stillschweigend nach Hamburg zu einem anderen Teehandelshaus geschickt, um dort eine Lehre zu machen. Bettys Lage unterdessen wird immer aussichtsloser: Ihr ohnehin lungenkranker Vater hat sich bei den Löscharbeiten vergiftet und wird nicht mehr lange leben. Er legt Betty klar ihre Optionen vor: Entweder sie heiratet den widerlichen Gesellen Elkhuber oder sie geht als Hausmädchen zu einer Familie in Hamburg. Dies ist der Tag, an dem Bettys unbeschwerte Kindheit abrupt endet und das Buch beginnt, richtig spannend zu werden.

    Aschenputtel renewed

    Was folgend passiert, hat mir sehr gefallen und mich ein wenig an den typischen Aufbau eines Märchens erinnert: Betty, die als Tochter eines Silberschmieds zuvor angesehen war, muss nun als Hausmädchen der Familie Tollhoff hart schuften und wird von dem Sohn des Hauses, der schon andere Hausmädchen geschwängert und so in den Tod getrieben haben soll, sexuell belästigt. Die Küchenchefin sucht die Schuld allerdings bei der selbstbewussten Betty und schickt sie als Hausmädchen zu den Remburgs. 

    Bettys ehemaliger Freund Anton macht derweilen unter dem Einfluss der reichen Handelsfamilie Remburg, bei der er arbeitet, einen von mir völlig unvorhergesehenen Wandel durch und behandelt Betty zunehmend von oben herab. Betty schuftet und schuftet und die blasse Erinnerung an den fremdländischen Kaufmann und die Verheißung fremder Länder ist das Einzige, was Betty innerlich Antrieb gibt. Sie funktioniert mehr, als dass sie lebt. Die Bruchstücke, die sie als Servierkraft bei Geschäftsessen über den Teehandel und einen gewissen John Francis Jocelyn (ja, genau, der sexy fremdländische Teehändler!) aufschnappt, sind alles, was sie hat. Diese Durststrecke und die Zeit der harten Arbeit fand ich sehr wichtig für das Buch und sehr gut beschrieben. Man hat mit Betty gelitten und sich gewünscht, dass sich eine Tür für sie öffnet, die ihr Leben zum Besseren verändert.

    Der geheimnisvolle junge Kaufmann ist wieder da

    Als John Francis Jocelyn tatsächlich zu einem der Geschäftsessen der Remburgs geladen worden sein soll, kann Betty es kaum glauben. Sie besitzt noch immer die Haarspange, die er ihr bei ihrer ersten Begegnung geschenkt hat. Doch wieder kommt es zu einer Katastrophe. 

    Ein ewiges Leben in Schande?

    Der Sohn der Tollhoffs fängt sie in einer dunklen Ecke ab und will sie missbrauchen, doch sie wehrt sich mit der Nadel der Haarspange. Sein Schrei ruft die Gäste auf den Plan und tatsächlich auch den Mann, den Betty glaubte, nie wieder zu sehen: John Francis Jocelyn. Doch die Mehrheit der Anwesenden hält die Szene nicht für einen Übergriff Tollhoffs sondern denkt, Betty habe es so gewollt. Dann bezichtigt sie ein anderes Hausmädchen auch noch des Diebstahls und die Schande ist komplett. 

    Betty wird aus dem Haus verbannt und ist am Ende. Sie sucht Zuflucht bei der einzigen Person, die ihr einfällt: Antons exzentrischer Fotografenfreund Aberdira, der ihr anbietet, für ihn zu arbeiten und sie von dort an schlecht und herablassend behandelt. Auch Anton behandelt sie lange nicht mehr wie seine alte Freundin, sondern wie eine normale Bedienstete.

    Die Frauen im 19. Jahrhundert

    Hier kommen wir auch gleich zu den Aspekten, die mir in dieser Hälfte des Buches besonders gefallen haben: Die Lage der Frauen im neunzehnten Jahrhundert fand ich sehr gut und wenig beschönigt beschrieben, daher finde ich auch, dass "Die Teeprinzessin" nicht nur für junge Leser geeignet ist. Die Unterlegenheit und das Ausgeliefertsein von Hausmädchen gegenüber den Herren des Hauses und die Not der Frauen, wenn sie ungewollt schwanger wurden, hat mich sehr aufgeregt. Ebenso Antons herablassendes Verhalten seiner ehemaligen Kindheitsfreundin gegenüber, weil sie eine Frau ist ("Was weißt du schon. Du bist eine Frau.") 

    Ich weiß nicht, ob es ein geschichtlicher Fakt war, aber im Buch wurde erwähnt, dass sich zu dieser Zeit viele Mädchen in den Flüssen Hamburgs ertränkten, im Roman unter anderem deswegen, weil das Abtreibungskraut einer betrügerischen Marktverkäuferin nicht anschlug. Allgemein hat die Autorin ein Talent dafür, die historische Umgebung und auch den damaligen Flair (in Hamburg aber auch in den Ländern, die Betty nachfolgend noch bereist) authentisch rüberzubringen. Auch fand ich es gut, dass die Autorin mich mit den Charakterwandlungen von Anton und Aberdira vollkommen schockiert hat.

    Der Ausweg, der ein neues Leben verheißt

    Als Anton schließlich Bettys Hilfe benötigt, ist er plötzlich wieder nett zu ihr: Herr Remburg ist erkrankt und kann nicht mehr selber auf eine Handelsfahrt nach China aufbrechen, weswegen Anton, der doch eigentlich Fotograf werden will, an seiner Stelle fahren soll. Er bittet Betty, sich als Junge zu verkleiden und an seiner Stelle die Reise anzutreten. Obwohl Betty dem egoistischen Anton keinen Gefallen tun will, ist es die lang ersehnte Ausflucht aus ihrem elendigen Leben als Bedienstete bei Aberdira. Und der Beginn eines großen Abenteuers.

    Was sie nicht weiß: Teehändler Jocelyn hält sie nach dem Vorfall bei dem Geschäftsessen weder für eine Diebin noch für ein Flittchen und sucht nach ihr. Genau wie sie kann er ihre erste Begegnung nicht vergessen und will sie heiraten. 

    Der Umweg zur eigentlichen Bestimmung

    Betty wird derweilen vor der Ankunft in China als Junge enttarnt und muss bereits in Kalkutta, Indien von Bord. Von dort schlägt sie sich nach Darjeeling durch, wo sie bereits von Jocelyn erwartet wird, der zuvor Leute geschickt hat, um ihre Reise zu erleichtern. Er zeigt ihr die Teegärten und lässt für sie eine neue Teevariante, die sie erfunden hat, herstellen, die für die Remburgs bestimmt ist. Betty ist im siebten Himmel und fühlt sich bei Jocelyn und in Darjeeling am rechten Platz.

    Das folgenschwere Missverständnis

    Doch natürlich kann dies noch nicht das Ende sein: Betty sieht Jocelyn mit seiner opiumabhängigen kleinen Schwester und denkt, sie sei seine Geliebte. Dieses Missverständnis verleitet sie dazu, mit dem Tee zurück nach Hamburg reisen zu wollen. Allerdings legt kein Schiff in Richtung Westen ab und sie muss die Route über China wählen. Mit ihrer von Jocelyn gestellten Dienerin Sikki geht es für Betty über Kanton und Shanghai.

    Sie macht Begegnungen mit den christlichen Taiping-Kriegern und mit Jocelyns Mutter Sahing, der Anführerin der chinesischen Teemafia, auch genannt "die weißen Tiger". Ich fand es sehr faszinierend, dass zu jedem Land historische Facts eingestreut wurden und dass es so viele Verflechtungen zwischen verschiedenen Nationen gab. Die Mutter Jocelyns war ehemalige Hofdame der zweiten Kaiserkonkubine in der Verbotenen Stadt und hatte einen britischen Geliebten, daher Jocelyns ungewöhnliches Aussehen. Auch die Infos zum Opiumkrieg haben mich interessiert. 

    Vorhersehbare Begebenheiten, die Betty nicht sieht

    Allerdings war Jocelyns Verwandtschaft mit der opiumsüchtigen Ava, die Betty für seine Geliebte hält und deswegen überstürzt abreist, sehr vorhersehbar, bzw. für mich, den Leser bereits klar. Genauso seine Verwandtschaft mit Sahing, der Anführerin der Teemafia. Das hat ein wenig Spannung genommen. Dementsprechend vorhersehbar war es auch, dass – wie Jocelyn zuvor Betty unauffällig bei ihrer Reise half – Dame Sahing und andere Verwandte im Hintergrund die Fäden ziehen, um Betty zu helfen, die an der einen oder anderen Stelle Schwierigkeiten hat z.B. ihre Teelieferung nicht einführen oder nicht auf ein Schiff verladen darf. Das fand ich einerseits cool, andererseits war es auch ein wenig unrealistisch. Zudem fand ich, dass Betty hier auch manchmal etwas naiv und viel zu überstürzt gehandelt hat und nur durch viel Glück und Hilfe weiterkam.

    Wiedertreffen alter Freunde in der Neuen Welt

    Schließlich geht es auch noch durch die Neue Welt. Mit der Postkutsche von San Francisco über St. Louis nach New York. Was mir gefallen hat, war, dass Betty auf ihrer Reise viele neue Leute trifft, Kapitäne etc. aber auch Menschen aus ihrem alten Leben wiedertrifft wie einen kleinen Jungen aus Hamburg, dem sie einen Gefallen tat und der inzwischen mit seiner Familie in Amerika lebt und ein besseres Leben führt. Oft geben Menschen Betty auf ihrer Reise mehr zurück, als sie ihnen einst selbstlos gegeben hat.

    Zu schön um wahr zu sein...

    Unrealistisch fand ich dann einige Aspekte gegen Ende. Dass sie zwischen Großbritannien und Hamburg zufällig auf Theodor Tollhoffs Schiff kommt und er wieder versucht, ihr an die Wäsche zu gehen. Irgendwann ist auch mal gut. Am Anfang fand ich alles sehr realistisch dargestellt und glückliche und unglückliche Zufälle gehören zu einer Reise und erstrecht zu einem fiktiven Roman, aber am Ende war alles etwas zu viel. Auch dass er bekommt, was er verdient und in einem Schiffsunglück stirbt, geschah ihm zwar wirklich recht, kam aber auch irgendwie zu gelegen.

    Vom Aschenputtel zur Teeprinzessin

    Auch dass Francis Jocelyn Betty bedingungslos die ganze Zeit nachreist und Leute bezahlt, um ihr zu helfen oder sie zu suchen, obwohl er ein berühmter Kaufmann ist, dessen Leben sich nicht nur um Betty drehen sollte und der eigentlich viel zu tun haben sollte, fand ich dann ein bisschen zu märchenhaft. Nicht schlecht nach all den Entbehrungen von Bettys Reise – aber ein wenig zu schön, um wahr zu sein. Das hätte man etwas mäßigen können. Vor allem wenn man sich den für Märchen typischen aussichtslosen und trostlosen Anfang vor Augen führt, für den dieses Übermaß an Kitsch und Glamour am Ende vermutlich ein Ausgleich sein soll. 

    John Francis Jocelyn 😍

    John Francis Jocelyn als Mann fand ich sehr interessant. Er ist Sohn einer ehemaligen Hofdame des chinesischen Kaiserpalasts und eines britischen Abgeordneten, ein reicher Kaufmann, aber im Gegensatz zu vielen anderen männlichen Figuren im Buch edelmütig und anständig. Er steht für alles, wonach Betty sich sehnt: Ihr geliebter Tee, Abenteuer, fremde Länder, Tugend. Zudem tut er alles für die Frau, die er liebt und ist alles andere als ein Feigling. Es war schön zu wissen, dass bei allem Ungerechten und Unschönen, das Betty vor und während ihrer Reise widerfährt, jemand Gutes existiert, der sie liebt und alles für sie tun würde, auch wenn ihr das nicht immer klar ist.

    Daher fand ich es schade, dass man nicht noch mehr über seinen Charakter erfahren hat. Die Gründe, aus denen er Betty liebt, waren ebenfalls nicht ausreichend erklärt. Ihre erste Begegnung hätte irgendwie aufschlussreicher und nachvollziehbarer zeigen müssen, warum sie sich ineinander verlieben, einander nicht vergessen können und warum er so viel für Betty auf sich nimmt. Die Romanze, die so viel Potenzial hat, hätte für mich also noch um einiges tiefgründiger sein können.

    Meine abschließende Wertung:

    Ein Roman genau nach meinem Geschmack. Ich liebe historische Reiseromane, die historische Facts in die fiktive Geschichte miteinweben. Nach einem sehr ergreifenden und realistischen Anfang als hart arbeitendes Hausmädchen, das nach dem Tod ihres Vaters, eines angesehenen Silberschmieds, keine andere Wahl hat, bietet sich Betty ein Ausweg aus ihrem eintönigen und trostlosen Leben und sie begibt sich auf eine Reise, die ihr Leben verändert. Dabei geht es nicht nur um die dreiundzwanzig Kisten Tee aus dem indischen Ort Darjeeling (nach dem der heutige Darjeeling benannt ist), die Betty mit sich um die halbe Welt schleppt, sondern um Liebe, das Erwachsenwerden, unvergessliche Begegnungen und die Magie und Zufälle des Reisens und Lebens. 

    Trotz einiger Schwächen ...

    – manchmal fehlende Realitätsnähe durch zu viel glückliche Zufälle und Hilfe bei der Reise

    – fehlende Tiefgründigkeit bei der vielversprechenden Romanze

    – einige sehr vorhersehbare Begebenheiten, die dem Leser schnell klarwurden, Betty aber nicht

    – Bettys teilweise sehr naives Verhalten

    ... hat mich das Buch sehr überzeugt und gut unterhalten. Die Mischung aus Reiseroman und historischem Roman war genau richtig für mich, da mich historische und geografische Verflechtungen und Zusammenhänge sehr interessieren. In fiktiven Romanen sind sie zudem immer viel greifbarer und spannender eingearbeitet.

    Die Situation der Frauen

    Besonders gut dargestellt fand ich auch die ungerechte Situation der Frauen im 19. Jahrhundert, die bekanntermaßen oft unter den Launen der Männer leiden mussten, ihr Leben nicht selbst in die Hand nehmen konnten oder deren Leben durch die Willkür von Männern sogar zerstört wurde. Gerade deswegen ist Betty eine so spannende Protagonistin und am Ende auch eine Art Heldin und Vorbild für die Frauenwelt, da keine Frau je als Junge verkleidet so eine Reise als angebliche "Teehändlerin" auf sich genommen hat.

    Kuriose und authentische Charaktere

    Die Charaktere, auf die Betty während ihrer Reise trifft, fand ich einfallsreich und die Hauptcharaktere fand ich die meiste Zeit überzeugend. Einige Charakterwandlungen haben mich schockiert und waren für mich nicht vorherzusehen, trotzdem waren sie realistisch. Betty, die zu Beginn und auch öfters während des Buches noch sehr naiv wirkt, macht auch durch die Reise einen authentischen Reifeprozess durch.

    Einzigartige Reiseatmosphäre und Aufbruchsstimmung

    Die Autorin hat eine Gabe dafür, damalige Umgebungen (auch in fernen Ländern) und auch die Atmosphäre anschaulich zu beschreiben. Durch ihre Kunst, die Magie des Reisens mit Worten einzufangen, bringt sie reiselustige Leser dazu, schon ihre nächste Reise zu planen oder sich auf ein Segelschiff mitten in einem der sieben Weltmeere und ins Abenteuer zu wünschen.

    Eine klare Empfehlung und das nicht nur für jugendliche Leser!

  15. Cover des Buches Sommernachtswende (ISBN: 9783959910392)
    Christelle Zaurrini

    Sommernachtswende

     (70)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Nach dem Tod ihrer Mutter und der daran anschließenden Auswanderung ihres Vaters nach Bali kehrt Emma an ihren Heimatort zurück, um ihre beste Freundin aus Schulzeiten zu besuchen. Diese hatte sie dazu überredet, an einem Klassentreffen teilzunehmen. An dem Abend begegnet sie unerwartet Dylan, dem Nachbarsjungen und Schwarm aus ihrer Kindheit, nach fünf Jahren wieder. Er, seine Schwester Betty und seine Eltern waren für Emma wie eine zweite Familie gewesen, bevor sie im Alter von fünfzehn Jahren mit ihrem Vater abrupt umziehen musste. 

    Emma fühlt sofort wieder die Vertrautheit zu Dylan und die Sehnsucht nach Halt und Geborgenheit einer Familie. Doch wie sie musste auch Dylan traumatische Erfahrungen sammeln und ist nicht bereit, sich ohne Weiteres auf eine Beziehung einzulassen. 

    "Sommernachtswende" ist eine zarte Liebesgeschichte, die abwechselnd aus der Perspektive von Emma und Dylan geschrieben ist. Beide Charaktere sind grundsätzlich sympathisch und man kann sich durch die empathische Schilderung der Autorin gut in beide Twens hineinversetzen. Während Emma einfach nur lieb und aufopferungsvoll ist und freiwillig ein eher zurückgezogenes Leben vorzieht, hat Dylan zumindest Ecken und Kanten und ist unfreiwillig in eine Situation geraten, die ihm für sein Alter viel Verantwortung aufbürdet und seine Freiheit einschränkt. 

    Die Hintergründe zu den Personen, das was sie in der Vergangenheit erlebt haben und verarbeiten mussten, fand ich interessant und hat Potential für einen eigenen Roman. Ihre Wiederbegegnung und die schnelle Entwicklung der Liebe, die zwar nicht ganz ohne Hürden und Missverständnisse auskommt, verläuft dagegen etwas simpel, wenig überraschend und ohne großes Drama und Emotionen. Die Ausgangssituation biete viele Ideen für Komplikationen und Hindernisse, das Vater-Mutter-Kind-Spiel von Emma und Dylan verläuft jedoch einfach und problemlos; Emma krempelt innerhalb weniger Tage ihr komplettes Leben um, obwohl sie vorher so viele Vorbehalte hatte, überhaupt nur zu besuch in ihre Heimat zurückzukehren.

    Neben der jungen Liebe stehen vor allem die Überwindung des Verlusts einer Familie, das Erwachsenwerden und der Neuanfang in einer veränderten familiären Konstellation im Vordergrund. 

    "Sommernachtswende" ist ein süßer Young Adult-Roman, eine Geschichte zum Wohlfühlen, aber unspektakulär, ohne Tiefgang und wesentliche Spannungsmomente - ein Roman für gemütliche Lesestunden, der nicht weiter im Gedächtnis bleibt. 

  16. Cover des Buches Verhängnisvolles Gold (ISBN: 9783570308592)
    Carrie Jones

    Verhängnisvolles Gold

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Jadesternchen

    Inhalt:

    Zara hat sich von Astley zu einer Elfe verwandeln lassen um nach Walhalla zu gelangen. Nur muss sie jetzt noch den Weg dorthin finden, was sich als sehr schwierig erweist. Der erste Hinweis erweist sich als Falle und kostet das erste Opfer. Zara lässt sich dennoch nicht davon abringen, ihren Nick wieder aus Walhalla zurück zu holen. Ein weiterer Hinweis bringen Zara und Astley  zu dessen Mutter und diese scheint ihrem Sohn nicht wohlwollend gesinnt zu sein. Der zweite Versuch nach Walhalla erweist sich als Reinfall und endet in einer Katastrophe. Dies führt dazu, dass die Gruppe von ihren Gefühlen zerrissen wird. Gelingt es dennoch Zara einen Weg nach Walhalla zu finden? Wird es weitere Opfer geben?


    Meine Meinung:

    Da ich bereits den ersten und den zweiten Teil dieser Buchreihe gelesen hatte, war ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte im dritten teil weiter entwickelt. Leider war dies mehr als ernüchternd. Der Schreibstil wirkt lebendiger als in den Vorgängern. Dennoch bleiben die Charaktere sehr blass. Am meisten nervte mich in dieser Geschichte die Protagonistin. Sie hinterlässt eine Schneise der Verwüstung und Opfer. Dennoch beharrt sie darauf ihren Liebsten aus Walhalla zu holen. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass es ihr anscheinend egal ist, was den anderen passiert. Auch Astley gegenüber mochte ich ihr Verhalten nicht. Es ist klar zu sehen, dass er etwas für sie empfindet und sie scheint ihn erst wirklich zu "beachten", wenn er sie wieder ein Stück näher an Walhalla heran bringt. Ich finde sie sehr selbstsüchtig und sie wurde mir in diesem Buch richtig unsympathisch. Auch wie die Geschichte sich in Walhalla abspielt, hatte mir nicht gefallen. Es wirkte irgendwie "schnell abgehandelt". 

    Durch die blinde Protagonistin, der es vor allen Dingen nur um ihre eigenen Interessen geht, das "schnell abgewiegelte" Ende und die Blässe des Buches, kann ich leider nur zwei Sterne geben. Wäre mir die Protagonistin nicht so unsympathisch geworden, hätte ich drei Sterne geben können. 

  17. Cover des Buches Call of Crows - Entfacht (ISBN: 9783492280914)
    G. A. Aiken

    Call of Crows - Entfacht

     (42)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Jace Berisha hatte kein leichtes Leben und dann hat ihr Mann sie auch nun ja ermordet. Sie kämpft jetzt für die mächtigen Götter der Wikinger, Seite an Seite mit den gefährlichen Crows. Jace liebt Sprachen und Bücher, deshalb soll sie den Protektor helfen. Obwohl die beiden Clans nicht gerade gut aufeinander zu sprechen sind. Ski Eriksen ist ein friedliebender Kerl und fühlt sich von Jace angezogen. 

    Nach dem letzten Band glauben die Crows, dass sie die Göttin aufgehalten haben. Doch als Leser wissen wir das es nicht der Fall war. Doch auch die Crows und die anderen Clans kommen in diesem Band dahinter. Ein auffallender Beginn der Geschichte von Jace. Die etwas gruselig ist. ;) Wie auch schon bei Band 1 ist hier viel dunkler Humor vorhanden und das liebe ich. Die Geschichte ist nicht nur witzig, sondern auch voller Spannung und Action. Jace und Ski Gespräche sind einfach einzigartig und ich liebe es. Diese Reihe überrascht mich von den Charakteren immer wieder. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und man fragt sich ob die Crows die Welt wirklich retten können. Denn eine Party feiern können sie auf jeden Fall. Natürlich taucht auch ein Haufen alte Bekannte auf. 


  18. Cover des Buches Gomorrha (ISBN: 9783423345293)
    Roberto Saviano

    Gomorrha

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gomorrha ist ein Sachbuch, so wird es beschrieben und das sollte man auch im Hinterkopf behalten. Es wird an keiner Stelle echte Spannung aufgebaut, dessen sollte man sich bewusst sein, somit kann es sich an manchen Stellen etwas ziehen. Auch die vielen verschiedenen Personen sind durchaus etwas verwirrend. Allerdings war das Buch für mich auch ein sehr interessantes und auch schockierendes Buch, vor allem das Ende hat es noch einmal wirklich in sich, ohne jetzt zuviel verraten zu wollen

  19. Cover des Buches Klonk! (ISBN: 9783442466665)
    Terry Pratchett

    Klonk!

     (284)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Klonk!" So klang es, als dieses Wunderwerk eines Buches auf mein unwissendes Gehirn traf, dass mich nicht schon längst dazu gebracht hatte, dieses Buch zu lesen. Aber vorher mussten natürlich noch alle vorigen Scheibenweltromane gelesen werden...
    Ach ja, Terry Pratchett schafft es immer wieder, mich mit seinen Büchern zu begeistern. In "KLONK!" geht er dem schon seit Ewigkeiten währenden Konflikt zwischen Zwergen und Trollen nach, der zwischen einem Volk aus Bergarbeitern und einem aus "wandelnden Steinen"
    nur entstehen kann. Er beleuchtet die Geschichte und Kultur der Zwerge sowie der Trolle weiter und bringt viele neue Elemente ein.
    Der vorliegende Band ist ein Stadtwachenroman um Sam Mumm und die anderen Mitglieder der Stadtwache Ankh-Morporks, steht jedoch auch sehr mit den Welten von Trollen und Zwergen in Verbindung.
    Terry Pratchett schafft es mit den Stadtwachenromanen, eine eigene kleine Dedektiv- und Krimiserie in die Scheibenwelt einzubauen, die schon so vor Phantasie strotzt. Dadurch ist "Klonk!" wie die anderen Stadtwachenromane ein wenig spannender, da es wieder einen mysteriösen Fall gibt, den es zu lösen gilt. Wenn das dann mit dem Wortwitz von Pratchett und der Scheibenwelt zusammenkommt, ergibt das eine perfekte Mischung. Es ist auch schön zu lesen, wie am Ende alle Stränge zusammenführen und man bemerkt, wie alles zusammenpasst, worum sich vorher noch Mythen rankten. Terry Pratchett erzeugt unter anderem Spannung durch Elemente wie die "Rufende Dunkelheit" und andere Zwergenmythen, die dem Roman einen dunkleren Unterton verleihen.

    Alles in allem ist "KLONK!" wieder ein gelungener Stadtwachenroman von Terry Pratchett, den jeder gelesen haben sollte, der entweder Terry Pratchett-Fan ist oder oder auch gerne einmal den Kriminalroman der etwas anderen Sorte gelesen haben möchte. Wem das Buch gefällt, der ist sicher auch mit den anderen Stadtwachenromanen (ja, ich habe dieses Wort nun schon ziemlich oft genutzt) von Terry Pratchett gut beraten.
  20. Cover des Buches Little Women. Betty und ihre Schwestern (ISBN: 9783730602171)
    Louisa May Alcott

    Little Women. Betty und ihre Schwestern

     (206)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Vier Schwestern sind mit ihrer Mutter während des amerikanischen Bürgerkrieges alleine geblieben. Meg und Jo sind die ältesten Schwestern und arbeiten viel um den Lebensunterhalt zu sichern. Währenddessen versuchen die Schwestern ihre Mutter durch die harte Zeit zu bringen. Jo lernt eines Abends Laurie kennen und schließt mit ihm Freundschaft. Doch dann verliebt sich Lauries Hauslehrer in Meg und macht ihr einen Heiratsantrag. Jedoch bringt dies das harmonische Leben durcheinander, denn Jo möchte nicht, dass eine von ihnen das Haus verlässt.

    Ich habe mir viele Kinderbuchklassiker aus dem Anaconda Verlag gekauft, da viele dieser Geschichten ein Muss sind. Und genauso ist es bei ,,Betty und ihre Schwestern‘‘ auch ,,Little Woman‘‘ genannt. Diese Geschichte hat mich tief berührt, mitgerissen und ich habe mich absolut Wohlgefühlt. Das Buch hat mich total gefesselt und ich habe es geliebt ein Teil dieser Welt sein zu dürfen.

    Jede Schwester ist auf ihre Art und Weise besonders. Sie sind alle unterschiedlich und doch gleich, jeder hat seine kleinen Macken. Als Leser findet man hier definitiv eine Schwester mit der man sich identifizieren kann. Mein Liebling ist die süße Jo. Sie ist wild, liebt Bücher, spielt Streiche, hat das Herz am richtigen Platz und sorgt sie um ihre Familienmitglieder. Jo ist so eine liebenswerte Person, die muss man einfach lieb haben. Sie ist so klug, wofür ich sie sehr bewundere. Mit Jo konnte ich mich am besten identifizieren. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen immer gut nachvollziehen und mich hineinversetzen. Jo ist 15 Jahre alt und somit die zweitjüngste der vier Schwestern. 

    Neben Jo haben wir auch Meg, die sehr bewusst, erwachsen und mit 16 Jahren auch die älteste der Töchter ist. Außerdem gibt es auch noch Beth, die ich ebenfalls total gerne mochte und ins Herz geschlossen habe. Beth ist schüchtern, teilweise sehr ängstlich und tritt auch selten mit Menschen in Kontakt. Sie ist 13 Jahre alt und wahrscheinlich auch zu Recht der Liebling der Familie. Und zu guter Letzt gibt es noch Amy. Amy ist  mit ihren 12 Jahren die jüngste von allen, denkt viel an sich, möchte oft im Mittelpunkt stehen und ist teilweise sehr hochnäsig. Die Mischung aus diesen vier Schwestern ist der Autorin total gut gelungen.

    Den Schreibstil von Louisa May Alcott habe ich in diesem Buch zum ersten Mal gelesen. Manchmal gibt es Wörter, die schon etwas ,,älter‘‘ sind, die stören aber überhaupt nicht den Lesefluss, da man aus dem Kontext herausnehmen kann, was damit gemeint ist. Manchmal hat mir aber die wörtliche Rede in diesem Buch gefehlt, was den Lesefluss dann teilweise doch gestört hat. 

    ,,Betty und ihre Schwestern‘‘ ist eine Geschichte, die mich total fasziniert hat. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass ich mich so in diese Geschichte verlieben könnte. Das jedes Mädchen ihre eigenen Eigenschaften haben, macht sie nur noch sympathisch. Was ich ebenfalls wunderschön finde, ist der Zusammenhalt der Familie. Der wird in diesem Buch ganz deutlich und es ist einfach wundervoll die Frauen dabei begleiten zu dürfen. Dieses Buch hat mir viele schöne Lesestunden beschert und wird irgendwann definitiv noch einmal gelesen werden.

  21. Cover des Buches Dornentöchter (ISBN: 9783548285900)
    Josephine Pennicott

    Dornentöchter

     (123)
    Aktuelle Rezension von: MissNorge

    ✿ Kurz zur Geschichte ✿

    Als Sadie in das alte Cottage ihrer Familie in Tasmanien zieht, hofft sie auf einen Neubeginn. Doch das schöne Haus hat ein Geheimnis. Vor Jahrzehnten starb dort Sadies Großmutter auf mysteriöse Weise. Ist die Zeit reif, das Rätsel zu lösen? Über Generationen hinweg hat die Familie geschwiegen, nun will Sadie endlich die Wahrheit ans Licht bringen. Sie dringt tief in die Vergangenheit ein und kommt dabei auch ihrem Traum von einem Leben voller Liebe und Vertrauen näher.

    (Quelle: Amazon.de)

    ✿ Meine Meinung ✿

    Och menno, das war aber leider nichts. Ich hatte mich so sehr auf ein spannendes und faszinierendes Familiengeheimnis gefreut, welches so nach und nach ans Tageslicht kommt. Doch die Autorin kommt mir da mit Teufeln und Geistern um die Ecke. Hätte ich das gewusst, dann ... Der Plot teilt sich in zwei Erzählungen auf, die mir aber beide zu träge und öde waren. Die Charaktere, egal ob damals oder heute, konnten mich nicht überzeugen. Sie waren mir alle zu eintönig und zu nervig. 

    ✿ Mein Fazit ✿

    Schade, sehr enttäuschend.

  22. Cover des Buches Die fünfte Kirche (ISBN: 9783499249075)
    Phil Rickman

    Die fünfte Kirche

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Betty und Robin Thorogood sind zwei junge Leute, die in das kleine, beschauliche Dorf "Old Hindwell" ziehen. Dass die Uhren dort noch völlig anders "ticken", wenn es um Religionsausübung geht, müssen sie bald am eigenen Leib erfahren, als bekannt wird, dass Betty und Robin keine Christen sind. Sie gehören einer anderen Glaubensgemeinschaft an und sind beide "weiße" Hexen/Hexer.

    Der neue Prediger im Dorf, Nicholas Ellis, der ein Geheimnis verbirgt, lässt nichts unversucht, das Ehepaar sofort zu verdammen und als "Wurzel des Bösen" zu verunglimpfen.
    Die Dörfler, die von Ellis charismatischer Erscheinung beeindruckt sind, lassen sich von ihrem radikal eingestellten Pfarrer blenden und so kommt es bald zu einem gefährlichen "Showdown" in Old Hindwell, als bekannt wird, dass Betty und Robin zusammen mit einigen Gleichgesinnten ein "heidnisches Fest" auf ihrem Grundstück, zu dem auch eine alte verfallene, aufgegebene Kirche zählt, planen.
    Doch glücklicherweise wird Merrily Watkins von ihren Vorgesetzten beauftragt, Ellis einmal vor Ort über die Schulter zu sehen, da selbst die Kirche beunruhigt ist. In dem Dorf gehen einige seltsame Dinge vor sich und schließlich verschwindet eine Frau, die Merrily kurze Zeit zuvor kennen gelernt hatte und deren jüngst verstorbene Schwester mit einem angesehenen Bürger von Old Hindwell verheiratet war.
    Laufen in Old Hindwell alle Fäden zusammen? Wie gut, dass Merrily nicht allein ermitteln muss und sich auf den knorrigen alten Gomer und ihre gewitzte Tochter stützen kann...

    Nachdem man in Band 1 und Band 2 der Reihe viel über die Hauptfigur der Serie, Merrily Watkins und ihr familiäres Umfeld erfahren durfte, geht es in "Die fünfte Kirche" nun etwas rasanter zur Sache, als man es bislang gewohnt war. Beängstigend eindringlich und realistisch schildert Phil Rickman diesmal, wie schnell es redegewandten Menschen gelingen kann, etwa eine ganze Dorfgemeinschaft negativ beeinflussen zu können bzw. eine Hetzjagd auf anders Gesinnte zu veranstalten.

    Es kommt zum religiösen Kampf "Gut gegen "Böse" in Old Hindwell- doch besonders positiv anzumerken ist, dass Phil Rickman nicht in die Falle tappt, eindeutig Stellung zu beziehen, sondern beide Seiten durchleuchtet ohne zu Verurteilen, was den Roman sehr lesenswert macht.

    Die Fans der Serie müssen sich zwar gleich am Anfang von einer liebeswerten Nebenfigur verabschieden, was für ein paar traurige Momente sorgt, dennoch ist dieser Teil der Reihe wie gewohnt, gespickt mit amüsant- zynischen Gedankengängen der Romanheldin Merrily und auch die zahlreichen Dialoge des knorrigen Gomers Parry und seine unverklärte Sicht auf die Dinge, sorgen für viele Schmunzelmomente im Laufe der Story.

    Die Aufklärung des Mordfalls ist ebenfalls sehr spannend geraten, wobei der Ort, an dem die Überführung des Mörders stattfindet, für Gänsehautstimmung sorgt.

  23. Cover des Buches Dolly sucht eine Freundin (ISBN: 9783505036477)
    Enid Blyton

    Dolly sucht eine Freundin

     (98)
    Aktuelle Rezension von: nina11

    Die Dolly-Buchreihe von Enid Blyton ist nun schon sehr in die Jahre gekommen. Ehrlich gesagt merkt man das auch beim Lesen, denn einige Einstellungen und Aussagen würde man heute vermutlich nicht mehr so stehen lassen - zumindest hoffe ich das! Trotzdem sind die Dolly-Bücher nach wie vor bei Jung und Alt beliebt. Auch ich habe die Bücher schon in der Grundschule gelesen und sehr gemocht, weshalb ich vermutlich nicht ganz unvoreingenommen bewerte. Als erwachsener Leser sehe ich bei den Büchern kein Problem, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die Werte, die teilweise im Buch vermittelt werden, wirklich für alle Kinder geeignet sind. Besonders was die Hänseleien und Mobbing der Mädchen angeht, auch gegenüber der unsympathischen Evelyn. Man begreift zwar, dass es auch die Entwicklung der Mädchen, insbesondere Dolly, darstellen soll... Aber ich weiß nicht, ob das Kinder im Grundschulalter nicht eher nacheifernd aufgreifen. Das Buch ist spannend und leicht geschrieben. Die Geschichten sind größtenteils sehr süß und interessant. Gegen Ende des Buches geht alles recht schnell und schon sind die Ferien da. Das ist mir zu abrupt und abgehackt vorgekommen. Auch die "Operation", die Dolly´s Vater im Krankenflügel des Internats durchgeführt hat kam mir sehr komisch und unrealistisch vor. War das früher wirklich so? Auch hat man ein wenig den Eindruck als wären alle Internatskinder von ihren Eltern "abgeschoben" worden. Zum Glück überwiegt der schöne Erzählstil und die lustigen Geschichten. Deswegen bleibt Dolly für mich ein Highlight.

  24. Cover des Buches Jay - Explosive Wahrheit (ISBN: 9783802588600)
    Stefanie Ross

    Jay - Explosive Wahrheit

     (95)
    Aktuelle Rezension von: SanNit

    Ich bin super in die Story hineingekommen. Jay kannte ich ja schon ein wenig und Elisabeth war mir auch von Anfang an sympathisch. Mit Beths scharfen Verstand und Jays Erfahrung sind sie so ein tolles Team, beruflich, wie privat. Das letztere müssen sie natürlich erst selbst herausfinden.
    Ich bin total verliebt in die beiden. Ihre kleinen Spitzen gegeneinander. Das ausloten, wie weit sie gehen können. Die Ungeschicklichkeit, wie sich Elisabeth manchmal ausdrückt. Sie denkt eher rational, weil sie meist für sich alleine arbeitet. Aber jetzt in Jays Team beginnt sie meiner Meinung nach aufzublühen.
    Jay geht mit einer gewissen Vorsicht ihr gegenüber an den Tag, als wenn er ganz genau weiß, dass sie den Umgang mit Menschen eher nicht gewohnt ist.
    Es ist von Anfang an sehr spannend und aufregend und die Leidenschaft kommt auch nicht zu kurz.
    Dieser Teil ist ein Zusammenspiel mit allen aus Teil 1. Darum empfehle ich diese Serie der Reihe nach zulesen. Die Geschichte an sich ist in sich abgeschlossen. Ich habe den Zusammenhang der ganzen Abteilungen hier durch den ersten Band wesentlich besser verstanden.
    Ich war von der Geschichte total begeistert und die Leseprobe von Rob verspricht auch sehr interessant zu werden.

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