Bücher mit dem Tag "beziehungen"
488 Bücher
- Stefanie Stahl
Das Kind in dir muss Heimat finden
(267)Aktuelle Rezension von: buecherpinguin_Es gibt kein Ratgeber der mehr im Gespräch ist als dieser. Ein Grund mehr für mich, ihn endlich zu lesen. Ich hatte große Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen, musste es mehrfach weglegen und pausieren. Als es letztendlich zur Trennung von meinem Partner kam packe mich die Motivation und ich hatte das Buch in zwei Tagen fertig gelesen.
Stefanie Stahl hat immer wieder in das Thema locker eingegliedert, ich kam dann gut mit und auch die Übungen und Fallbeispielen waren verständlich erklärt. Die Arbeit mit meinem inneren Kind hat mir sehr gut getan, ich kann mich mittlerweile besser verstehen und auch klarer kommunizieren.
- Anna Todd
After passion
(4.896)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Die Begegnung von Tessa und Hardin entfaltet sich als intensive Liebesgeschichte voller Konflikte, Sehnsüchte und mitreißender Wendungen, die süchtig macht. Die Ich-Perspektive führt mitten hinein in Tessas Gefühlswelt und sorgt für eine große Nähe zu den Figuren, während der Sog der Handlung und die direkte Sprache den Roman kaum aus der Hand legen lassen. Die gesellschaftlichen Unterschiede, die Identitätsfindung Tessas und die elektrisierende Dynamik zwischen Nähe und Rückzug machen „After Passion“ zu einem fesselnden Auftakt einer unwiderstehlichen Reihe.
- Thomas Mann
Der Zauberberg
(571)Aktuelle Rezension von: SeitenwindZu den geistig-vertieften ausführlichen Gesprächsrunden kann ich nicht viel sagen. Die sind mir zu verkopft, wenn auch wirklich gut verfasst.
Den Alltag in der Klinik sowie die Ausflüge und Beweggründe von Hans Castorp fand ich aber hervorragend beschrieben. Besonders der Skiausflug bleibt mir aufgrund der Schilderung bestens in Erinnerung. Aber auch der sachliche Monolog über den menschlichen Körper kommt mir wieder in den Sinn.
Leicht hat man es aber insgesamt als Leser nicht und ich würde empfehlen, manche Passagen aufgrund der sehr verkomplizierten, redundanten Cicero-gleichen Nebensatz-Verschachtelungen, die es, wenn man einmal - so empfinde ich es, darüber nachdenkt, garnicht unbedingt - mit Verlaub- braucht, zu überfliegen.
- Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
(1.319)Aktuelle Rezension von: reading_squirrelIch kenne die 7 Schwestern Reihe schon, wollte aber anlässlich meiner Südamerika-Reise unbedingt Maia‘s Geschichte - die teilweise in Brasilien spielt - ein weiteres Mal lesen.
Riley verknüpft geschickt zwei verschiedene Zeitebenen miteinander, es ist jedes Mal ein Genuss. Und ihre Figuren haben eine unglaubliche Authenzität! Sie schafft es immer wieder, dass ich mich komplett in ihren Büchern verliere.
Der Autorin gelingt es wunderbar, tiefe Gefühle auf berührende Art & Weise und mit wenigen Details zu schildern, ohne dabei obszön zu werden - ich liebe das.
Ein weiteres Highlight dieser Reihe ist für mich Pa Salt und all die Geheimnisse, die sich um seine Person ranken.
Ich habe das Buch bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen und jeder, der es noch nicht kennt, verpasst eindeutig etwas.
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.729)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Der Start ins Buch hätte spannender sein können, ca die ersten 100 Seiten hat mir die Sogwirkung etwas gefehlt. Es war aber auch nicht langweilig, sondern immer gut lesbar, wenn man mit dem Lesen angefangen hatte.
Der Mittelteil und das Finale waren grandios, da konnte ich dann nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
Das Ende fand ich wiederum ernüchternd. Einer von beiden hätte zum Schluss sterben oder ins Gefängnis wandern müssen. Dass Amy mit ihren Intrigen einfach so davon kommt, nur weil sie am Ende schwanger ist und Nick unbedingt ein Baby wollte, genügt mir nicht und lässt mich als Leser etwas unbefriedigt zurück.
Trotzdem im Großen und Ganzen ein solider, spannender Psychothriller, mit gut ausgearbeiteten Charaktern und einem flüssigen, angenehm zu lesenden, Schreibstil.
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.262)Aktuelle Rezension von: JonasSchreiberIch habe die Buchreihe geliebt. Inzwischen haben die ersten Teile schon massig meiner Schüler gelesen. Ich empfehle es jedes Jahr aufs Neue. Ein paar bleiben immer hängen und sind begeistert. Ich kann es nur jedem empfehlen. Liest sich leicht und schnell. Immer wieder toll es nochmals zu lesen oder nur einzelne Kapitel
- Mona Kasten
Trust Again
(2.360)Aktuelle Rezension von: Anna_Magdalena„Trust Again“ zeigt, warum ich Mona Kastens Stil liebe: warm, klar, leicht zu lesen. Dawn und Spencer wachsen behutsam zusammen; Grenzen werden respektiert, nicht wegromantisiert. Der Handlungsfluss bleibt flüssig, die Spannungsführung entsteht glaubwürdig aus Vergangenheit und Ängsten. Vertraute Gesichter stärken das Seriengefühl. Pointierte Dialoge, stimmiges Erzähltempo – klare Empfehlung.
- Cassandra Clare
Lord of Shadows
(497)Aktuelle Rezension von: miartEmma,
manchmal frage ich mich, wie viel Gewicht ein Herz tragen kann, bevor es endgültig zerbricht. Das Parabatai-Band zieht uns jetzt in die Tiefe. Du glaubst, Marks Nähe könnte mich retten? Doch alles, was ich sehe, ist das Feuer, in dem wir beide brennen - selbst wenn wir versuchen, uns voneinander zu lösen.
Die Welt um uns herum zerfällt in Scherben. Das Institut ist voller Schatten und nicht nur jener, die wir bekämpfen. Kit - der verlorene Herondale - trägt die Last seiner Herkunft, auch wenn er seinen Platz langsam findet. Ty und Livvy sind wie Licht und Dunkelheit untrennbar verbunden. Und dann Mark, Kieran und Cristina - ihre Liebe ist wie ein Lied in drei Stimmen - Polyamorie - so wild und chaotisch wie die Feenwelt, aus der sie stammen. Wir kämpfen, lieben, verlieren. Jeder Schlag hinterlässt neue Risse in unserem Schicksal.
Cassandra hat uns eine Welt geschenkt, die so lebendig ist, dass ich den Sand von Idris auf meiner Haut spüre. Ihre Magie liegt in den Details und ausführliche Charakterzeichnungen, die uns gefangen nehmen.
Emma, du bist Kriegerin, Heldin - und meine unerreichbare Sehnsucht. Verloren in einer Geschichte, die uns zerbricht. Doch trotz aller Länge, trotz aller Tragik bleibe ich hier, gefangen zwischen Pflicht und Verlangen.
Immer dein,
Julian - Graeme Simsion
Das Rosie Projekt
(1.474)Aktuelle Rezension von: Brina_10Don Tillmann weiß, das soziale Interaktion nicht sein Fachgebiet ist. Als Professor und Forscher, der Umgang mit Analysen und rationalen Gedanken hingegen schon. Was liegt also näher als einen Fragebogen zu erstellen? Einen Fragebogen, um die perfekte Ehefrau zu finden? Don ist begeistert von seiner Idee und weiß, das sie erfolgreich sein kann. Doch dann trifft er Rosie. Rosie, die alle Fragen sprengt und sich einfach nicht um den Fragebogen schert, weil sie ein ganz anderes Ziel hat: Ihren leiblichen Vater zu finden.
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es war erfrischend und einfach mal etwas total anderes. Und auch, wenn Don stellenweise echt anstrengend war, war es genau diese überzogene Darstellung, die das Buch für mich so einzigartig gemacht hat.
Don und Rosie verfolgen ein gemeinsames geheimes Projekt. Und auch hier ist die Darstellung total überzogen und wahrscheinlich wenig realistisch. Aber genau das, macht es so einfach, sich auf das Buch einzulassen. Es besticht durch seinen trockenen Humor und einzigartige Charaktere.
Das Buch vereint sämtliche Klischees und regt genau deshalb dazu an, nachzudenken. Seine eigene Einstellung zu hinterfragen, andere Perspektiven einzunehmen und die Geschichte einfach auf sich wirken zu lassen. Irgendwie kann sich sicher jeder in diesem Buch ein stückweit wiederfinden und das macht es so einfach, das Buch zu mögen.
Ich habe den Schreibstil, den Humor, die Protagonisten und alles andere an dem Buch einfach sehr gemocht und freue mich schon total auf die anderen Bände.
- Josephine Angelini
Fates & Furies 2. Torn
(3.117)Aktuelle Rezension von: Daria_EckertFrüher habe ich die Reihe wirklich gerne gelesen, doch heute merke ich, dass sie für mich nicht gut gealtert ist. Die Handlung zieht sich über viele Seiten, die Kapitel sind zu lang, und Helens Alltag wirkt eintönig. Die Charaktere sind oft überdreht und sprunghaft, was mich zunehmend genervt hat.
Positiv hervorheben möchte ich die gelungene Einbindung der griechischen Mythologie und das spannende, unerwartet blutige Ende – das war für mich das Highlight. Trotzdem bleibt der Gesamteindruck eher zäh. Schade, denn ich wollte die Geschichte mögen, aber mittlerweile bin ich wohl aus dieser Reihe herausgewachsen.
- Colleen Hoover
Zurück ins Leben geliebt
(1.460)Aktuelle Rezension von: Its_angie"Die Liebe ist nicht immer schön Tate. Manchmal hofft man die ganze Zeit, während man liebt, dass sich etwas ändert. Dass es besser wird. Und irgendwann stellt man fest, dass man in einer Sackgasse gelandet ist und unterwegs sein Herz verloren hat."
"Wenn der Junge nicht in der Lage ist zu erkennen, wie schön er es mit Ihnen haben könnte, ist er es nicht wert, dass Sie ihn Ihre Zeit schenken."
Ein Must Read!!!
Ich habe immer gedacht warum lieben alle Colleen Hoover und sagen, dass man Taschentücher braucht, aber jetzt weiß ich es! Der Schreibstil ist wieder super und fesselnd, dass man nicht aufhören kann.
Das ist bisher das Beste was ich von Colleen Hoover gelesen habe, ich weiß auch noch nicht wie ich mich jetzt nachdem Lesen fühlen soll. Die Gefühle in diesem Buch haben eine große Bedeutung für mich. Ich fand es immer schön zwischen Tate (die im Jetzt berichtet) und Miles (sechs Jahre davor), wodurch man erfährt wieso er so handelt, zu lesen und zu wechseln. Immer war ein Kapitel von Tate und eins von Miles, welche bei Miles in Gedichtsform geschrieben, was teilweise sehr gefühlsvoll und emotional war. Und das man nochmal kurz Rachel kennengelernt hat und gezeigt worden ist, dass es hilft erstmal was abzuschließen um was neues anzufangen.
- Colleen Hoover
Weil ich Will liebe
(2.318)Aktuelle Rezension von: JaniAuch der zweite Teil der Trilogie ist ein super emotionales Buch. Ich habe gelacht gebangt und Tränen gelassen. Diese Story ist so rührend und hat weiterhin Schicksalsschläge. Ob die beiden jemals Ruhe bekommen in ihrem nicht chronologisch laufenden Leben? Ihr werdet es erfahren wenn ihr die Trilogie lest.
- Mona Kasten
Hope Again
(1.084)Aktuelle Rezension von: Its_angie"Es tut mir leid, dass ich ununterbrochen an den Tag denke, an dem du mich geküsst hast. Es tut mir leid, dass es mir das Herz zerbricht, dich traurig zu sehen. Und es tut mir leid, dass ich zu dir gekommen bin, obwohl ich es eigentlich besser weiß."
Hope Again ist eine schöne und fesselnde Dozent-Studentin Geschichte. Zudem erhält es Selbstfindung und tiefgründige Emotionen, womit es unter die Haut geht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Ich fand die Kommunikation zwischen Everly und Nolan sehr toll und hatte das noch nicht in meinen bisherigen gelesenen Büchern. Beide Charaktere wirken sympathisch und liebenswert. Allerdings wurde ich mit den Charakteren nicht so richtig warm, für mich hat manchmal Everly ein bisschen genervt, mit ihren Gefühlsausbrüchen, die fand ich manchmal zu viel.
- Marc-Uwe Kling
QualityLand (QualityLand 1)
(878)Aktuelle Rezension von: Christoph_Schade„QualityLand“ fühlt sich an wie ein Spiegel, den man uns viel zu lange nicht vorhalten wollte, und plötzlich steht er da, poliert bis zur Perfektion und gnadenlos ehrlich. Marc-Uwe Kling beschreibt eine Zukunft, die so überzogen wirkt, dass man lachen muss, und gleichzeitig so nah an unserem Alltag klebt, dass das Lachen im Hals stecken bleibt. Die digital optimierte Welt, in der Algorithmen alles besser wissen sollen als wir selbst, zieht einen sofort hinein, weil sie eben nicht nur Zukunft ist, sondern ein logisch weitergedachter Kommentar auf unsere Gegenwart.
Kling schreibt pointiert, komisch, hellwach, und zwischen den satirischen Spitzen leuchtet eine fast tragische Wahrheit auf: dass wir längst in einer Vorversion von QualityLand leben und uns kaum fragen, welche Entscheidungen wir abgegeben haben – freiwillig, bequem, fast beiläufig. Sein Humor funktioniert wie ein Tranquilizer, der uns erlaubt, Dinge auszuhalten, die eigentlich weh tun müssten.
Ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch entlarvt; der zeigt, wie dünn die Grenze ist zwischen digitalem Komfort und dem Verlust von Selbstbestimmung. Und genau deshalb wirkt er noch lange nach, auch wenn das Buch längst zugeklappt ist.
- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Der Idiot
(286)Aktuelle Rezension von: HenrikeSchwennIn den 1860ern kehrt der junge Fürst Myschkin nach Sankt Petersburg zurück, nachdem er aufgrund seiner Epilepsie lange in einer Schweizer Klinik gelebt hat. Er bemüht sich, Kontakte zu knüpfen und sich eine Existenz aufzubauen, doch sein Mitgefühl für die umschwärmte und verachtete Nastssja Filipowna wird ihm schließlich zum Verhängnis.
Dieses Buch war in mehrerer Hinsicht schwere Kost. Ich fand es größtenteils sehr schwer und langatmig zu lesen, da für die fast 900 Seiten kaum etwas passiert. Myschkin ist ein eher passiver Protagonist, der die Dinge meist einfach geschehen lässt. Genau diese Tatenlosigkeit vermittelt aber sehr gut das allgegenwärtige Gefühl von Ohnmacht. Myschkin glaubt an das Gute im Menschen und will ihnen helfen, doch weder hat er die Fähigkeit dazu, noch wollen die Betroffenen überhaupt Hilfe annehmen. So fängt das Buch perfekt das Gefühl ein, hilflos der Selbstzerstörung eines Menschen zusehen zu müssen, der einem am Herzen liegt. Dabei ist nur schade, dass fast alle wichtigen Momente zwischen Myschkin, Nastassja, und ihrem Verehrer Rogoschin im Hintergrund stattfinden und ich keine richtige Beziehungen zu ihnen aufbauen konnte.
Was mich bei der Stange gehalten hat und mir am stärksten im Gedächtnis geblieben ist, ist die dichte, beunruhigende Stimmung. Die russische Oberschicht verbirgt unter ihrem trägen Luxusleben eine hässliche Fratze: Alles läuft über Beziehungen und jeder will sich mit den richtigen Leuten gutstellen, um seine Position zu sichern. Wer Pech hat oder in Ungnade fällt, kann jederzeit abstürzen, was buchstäblich zum Tod führen kann. Menschen, die nicht hineinpassen, werden wie die Pest gemieden, weil der Umgang mit ihnen wie ein Makel abfärbt. Das bekommt auch Myschkin aufgrund seiner geistigen Behinderung zu spüren, wenn es ihm auch nicht bewusst wird. Am schlimmsten wird aber Nastassja Filipowna mitgespielt. Ihr reicher Ziehvater hat ihre Notlage als Waise ausgenutzt, um sie zu manipulieren und zu missbrauchen, was sie schwer traumatisiert hat. Während er ungestraft bleibt, wird die von der Gesellschaft verachtet, weil sie keine Jungfrau mehr ist.
Die besondere Verbindung zwischen Myschkin und ihr entsteht dadurch, dass er sie als einziger als das Opfer in dieser Geschichte erkennt, das Hilfe braucht. Anstatt andere zu verurteilen, hat er Mitgefühl mit allen. Sein Vertrauen in das Gute macht ihn unvorsichtig. In der Oberschicht hat er keine Chance.
Vor diesem Hintergrund hat mich beeindruckt, wie mitfühlend Dostojewski über seine Hauptfiguren schreibt, die unter der Unwissenheit und Verachtung ihrer Umgebung leiden. Myschkin erkennt zwar, dass Nastassja unter einer psychischen Krankheit leidet, kann aber natürlich nicht wissen, welche das ist und was man dagegen tun könnte.
Insgesamt eine traurige Geschichte von Figuren, die von Anfang an keine Chance hatten. Sie hätte mir wahrscheinlich besser gefallen, wenn sie die wichtigen Handlungspunkte in den Vordergrund gerückt hätte. Außerdem vermisse ich die pure Bosheit und Düsternis, die ich an Dostojewskis anderen Büchern so geliebt habe. Seine charakteristische Stimmung, die jede Szene jederzeit eskalieren lassen könnte, gibt es aber auch hier.
- Charlotte Roche
Feuchtgebiete
(2.338)Aktuelle Rezension von: susileseratteIch hatte über einige Jahre hinweg immer wieder gezögert diesen Roman endlich zu lesen... Es tut mir leid so negativ zu sein aber mein inneres Gefühl hat mich wenig überraschend nach dem Lesen dieser Lektüre total bestätigt. Dieser Roman ist wie andere Mega-Bestseller, die ich bereits gelesen habe. Einfach nur tief enttäuschend und ernüchternd! Ich denke, ich muss mich endlich einmal von der Vorstellung lösen, dass Bestseller nicht automatisch gut geschriebene Bücher sind. Ich kann mir allerdings auch nicht erklären, woher diese große Leserschaft bei solchen "Schundromanen" kommt. Das scheint für mich mittlerweile fast schon ein nerviges "Phänomen" zu sein. Das beste moderne deutschsprachige Beispiel ist für mich da eindeutig Caroline Wahl! Völlig unverständlich für mich, wie sich so etwas Schlechtes so gut verkaufen kann. Liegt es womöglich einfach daran, dass die renommierten Verlage einfach sehr gut darin sind ihre Autoren zu vermarkten? Anders kann ich es mir persönlich nämlich nicht erklären. Ich meine mit Schundroman in Bezug auf Feuchtgebiete übrigens die künstlerische Qualität und nicht den offenen Umgang mit Sexualität und/oder den beschriebenen Sexualpraktiken. Ich liebe es nämlich über Erotik in der Literatur zu lesen, aber auch nur, wenn ich dabei ein gewisses Niveau ermessen kann. Und dies kann ich bei Feuchtgebiete leider ebenso wenig wie beispielsweise bei Fifty Shades of Grey... und bei Fifty Shades of Grey habe ich bzw. konnte ich nebenbei bemerkt schlicht weg nicht über den ersten Teil hinaus weiterlesen weil ich es einfach so dermaßen schlecht fand. Ich lese viel lieber einen Hardcore-Porno als etwas so genanntes Erotisches, von dem man als Leser den Eindruck hat, als hätte es eine pubertierende Dreizehnjährige geschrieben. Charlotte Roche ist zwar auf alle Fälle um einige Längen besser als E. L. James (Shades of Grey) aber darauf darf man sich doch ehrlich gesagt auch nichts einbilden, oder? Im Endeffekt muss man auch Charlotte Roche schriftstellerisches Talent absprechen, so bitter und hart dies auch klingt.
Falls diese Rezension als despektierlich oder abwertend verstanden werden sollte, dann tut es mir leid. Ich versuche bei meinen Kritiken stets sachlich und objektiv zu bleiben und bin bemüht mich klar und ohne Vorurteile oder Emotionen auszudrücken. Letztlich handelt es sich dabei auch nur um meine persönliche Meinung und Literatur ist wie vieles andere am Ende des Tages doch einfach nur völlige Geschmackssache :-)
Ich würde dieses Buch also leider niemandem weiterempfehlen, weil mir weder die schlichte seichte Handlung noch der schwache wenig anspruchsvolle Schreibstil zusagen.
- Benedict Wells
Vom Ende der Einsamkeit
(1.095)Aktuelle Rezension von: leas_bookdiaryJules, Liz und Marty. Drei Geschwister, die eines Tages ihre Eltern verlieren. Und mit ihnen: ihre Kindheit, ihre Sicherheit, ihre Sprache füreinander. Was bleibt, ist ein Internat, Schweigen und das langsame Auseinanderdriften. "Vom Ende der Einsamkeit" erzählt, wie diese drei Menschen mit diesem Bruch weiterleben. Wie sie sich verlieren, wiederfinden, neue Wege suchen, falsch abbiegen. Und wie unser Erzähler Jules immer wieder an den Punkt kommt, an dem er sich fragt: Was bleibt von uns, wenn wir alles verlieren? Und wie viel davon können wir noch selbst beeinflussen? Im Zentrum steht auch seine Verbindung zu Alva, einer stillen, klugen, verletzlichen Frau, die ihm in seiner dunkelsten Zeit begegnet. Und nie wieder ganz verschwindet. 👨👩👧👦📖
Benedict Wells schreibt leise, aber mit Wucht. So unprätentiös, so klar und gerade so hat er mich direkt ins Herz getroffen. Es ist diese Art von Sprache, die keine großen Gesten braucht, diese unkomplizierten Sätze. Stattdessen kriegen wir ehrliche Beobachtungen, die sich wie Splitter im Bauch festsetzen. Seine Sprache wirkt auf den ersten Blick schlicht, aber darunter liegt ein ganzer Ozean. 📝
Der Plot ist kein reißerisches Spektakel, sondern das, was das Leben halt ist: Bruchstücke. Begegnungen. Verluste. Wir begleiten Jules über Jahrzehnte: als Kind, Teenager, Erwachsener. Wir sehen, wie aus der Trauer ein Schweigen wird, wie sich Wege kreuzen und wieder trennen, wie man Menschen liebt und trotzdem verliert. Besonders stark fand ich, wie der Roman zwischen Familiengeschichte, Coming-of-Age und Liebesdrama changiert, ohne je unauthentisch zu wirken. Und auch wenn es düster wird, gibt es immer wieder Licht. ❤️🩹
Ich bin ehrlich mit euch: Ich war skeptisch, weil ich dachte, dass dieses Buch absolut overhyped wäre. Aber nein. Es hat mich komplett umgehauen. Dieses Buch hat mich an meine eigenen Verluste erinnert. An verpasste Chancen. An das, was bleibt, wenn Menschen weg sind. An das, was man sich nie getraut hat zu sagen. Jules ist kein Held oder Übermensch. Er ist einfach nur jemand, der versucht, durchzukommen. Und genau das macht ihn so greifbar. Die Geschichte von ihm und Alva hat mich besonders erwischt. Diese stille, tief verwurzelte Liebe, die nie kitschig oder zu viel, sondern immer da war. Beständig, trotz allem oder vielleicht gerade deswegen. ⏳💔
Fazit: "Vom Ende der Einsamkeit" ist erzählt über Verlust, über Familie, über das Erwachsenwerden mit einem Loch im Herzen. Und über die Hoffnung, dass selbst die tiefste Einsamkeit irgendwann ein Ende finden kann. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ - Mhairi McFarlane
Vielleicht mag ich dich morgen
(731)Aktuelle Rezension von: luckytimmiAnna wurde früher wegen ihres Aussehens und v.a. wegen ihrer Figur gemobbt, v.a. von James, den sie eigentlich anhimmelte. Als Jahre später ein Klassentreffen ansteht, will die mittlerweile hübsche Anna eigentlich gar nicht hingehen. Doch sie überwindet sich und wird von keinem wiedererkannt, auch nicht von James, der natürlich auch da ist. Sie gibt sich aber auch nicht zu erkennen. Als es Anna beruflich plötzlich mit James zu tun bekommt, erkennt er sie immer noch nicht. Widerwillig arbeitet sie mit ihm und nach und nach werden sie sowas wie Freunde, bis Anna James erzählt, wer sie ist…
Ein schön geschriebenes Buch mit Gefühl und Humor; manch einer findet die Geschichte vielleicht etwas kitschig, aber ich mag Geschichten fürs Herz. Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, dass oft Vergleiche mit irgendwelchen (berühmten?) Personen gemacht wurden, die ich überhaupt nicht kenne…🤔
- Dörte Hansen
Altes Land
(753)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedIn „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?
Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.
- Brittainy C. Cherry
Wie die Luft zum Atmen
(1.116)Aktuelle Rezension von: meine.lesemomenteSchreibstil wahnsinnig mitreißend und gefühlvoll. Wechselnde Ich-Perspektiven. Ich musste so oft weinen.
Nur ein Moment und dein Leben änders sich schlagartig und auf schmerzhafte Weise. Wie viel Verlust kann ein Mensch verkraften? Wie viel Zeit muss er trauern, eh er wieder lieben darf?
Liz und Tristan teilen ein ähnliches Schicksal und trauern um ihr verloren Liebsten. Sie verstehen sie dadurch auf einer Ebene, due andere Leute nicht nachvollziehen können und fühlen sich zu einander hingezogen.
Eine herzzerreißende Geschichte, die mir wirklich nah ging.
- Jessica Koch
Dem Horizont so nah
(776)Aktuelle Rezension von: AukjeDurch Zufall lernt Jessica auf einem Jahrmarkt den deutsch-amerikaner Danny kennen. Sie ist ziemlich schnell von ihm fasziniert aber er hält sie zunächst auf Abstand. Doch nach und nach werden die beiden ein Paar. Allerdings gibt es während ihrer Beziehung immer mal wieder Momente an denen Jessica an ihm zweifelt, da er ihr körperlich einfach nicht näher kommen möchte. Jessica gelingt es aber nach und nach zu ihm durch zu dringen und erfährt sein Geheimnis. Mit etwa elf Jahren begann sein Vater ihn sexuell zu missbrauchen und hat ihn auch während dessen mit dem HIV-Virus angesteckt. Doch zunächst verheimlicht er ihr das, bis es dann irgendwann auffliegt und er sich seiner Diagnose ihr gegenüber stellen muss. Nach einem anfänglichen Schock bleibt sie aber bei ihm, und möchte sich auch auf eine körperliche Beziehung mit ihm einlassen, die er zubeginn strikt ablehnt. Doch die beiden bleiben dennoch ein starkes Team und lassen sich immer mehr aufeinander ein, auch wenn es Danny körperlich zunächst schwer fällt auf Grund des Missbrauches. Jessica lernt auch Danny's Mitbewohnerin Tina kennen, für die Danny eine sehr wichtige Bezugsperson ist, da sie auch von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde und sich für Drogen prostituiert hat. Auch wenn ihre Beziehung sehr innig und intensiv ist, ist sie rein platonisch und die drei werden so etwas wie eine Familie. Eines Tages erhält Tina die Nachricht das ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und sie bekommt einen Rückfall und verstirbt an einer Überdosis. Ihr Tod versetzt beide erst einmal in einen Schockzustand, doch bei Danny beginnen, vermutlich hervorgerufen durch Tina's Tod, sich die ersten körperlichen Zeichen des HIV-Virus zu zeigen. Er beginnt nach und nach immer mehr abzubauen und nimmt Jessica das Versprechen ab, zu akzeptieren das er selber entscheiden möchte wann er stirbt. Als die Symptome immer schlimmer werden verschwindet Danny plötzlich und hinterlässt Jessica einen Abschiedsbrief und sie erfährt etwas später das er sich in den USA selber umgebracht hat.
Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, war ich mir zunächst nicht im klaren das das Buch autobiografisch ist, was die die Story noch dramatischer macht. Zum Ende hin des Buches wurde die Story so traurig und tragisch, das mir die Tränen kamen.
- T. C. Boyle
Die Terranauten
(343)Aktuelle Rezension von: wortknaeuelEine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.
T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.
Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.
- Lori Nelson Spielman
Nur einen Horizont entfernt
(836)Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerinHannah erhält Versöhnungssteine von einer ehemaligen Schulkollegin, die sie damit auffordert, sich bei jemandem zu entschuldigen und wieder Kontakt zu suchen. Hannah sieht sich plötzlich gezwungen, mit ihrer Mutter in Kontakt zu treten, mit der es vor fast zwanzig Jahren ein Zerwürfnis gab, welches sich nach so vielen Jahren als Missverständnis zeigt. Und dabei gerät ihr ganzes Leben ins Wanken.
Eine gute, gelungene Geschichte. Teilweise erinnert sie etwas an einen Kaugummi ... die Botschaft hätte man definitiv etwas gestrafft erzählen können. Der Sprachstil ist ansprechend und SEHR gut zu lesen. Passt sehr gut zum Genre.
- Max Frisch
Homo faber
(3.287)Aktuelle Rezension von: Jiko_TunaEin Klassiker, der Eindruck hinterlässt - vielleicht auch keinen guten :-). Das Buch hat den Mut einen unsympathischen Hauptprotagonisten zu haben, dessen Verhalten man (nach Nachdenken) nachvollziehen kann aber nicht nachahmen möchte. Wenn man leichte Unterhaltung möchte sicher nicht geeignet. Es thematisiert schwierige Tabu-Themen ohne moralisch sein zu wollen. Ein Buch seiner Zeit, könnte aber auch in der heutigen Zeit Relevanz haben kann (man redet halt nicht darüber).
Ich wollte es unbedingt fertig lesen, um zu wissen wohin die Handlung geht und endet. Es ist ein kurzes Buch und daher nicht sehr zeitaufwändig. Mich hat es erst später zum Nachdenken angeregt als ich indirekt mit dem offensichtlichen Hauptthema betroffen war.
Empfehlen kann ich das Buch, wenn man gerne Bücher liest, die den Zeitgeist bestimmter Epochen widerspiegeln. Ich mag etwas skurrile und morbide Bücher, daher hat es mir gefallen.























