Bücher mit dem Tag "beziehungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "beziehungen" gekennzeichnet haben.

1.634 Bücher

  1. Cover des Buches After love (ISBN: 9783453491182)
    Anna Todd

    After love

     (2.526)
    Aktuelle Rezension von: SarahWants2Read

    Worum geht es?: Gerade hat Tessa eine wichtige berufliche Entscheidung getroffen, da taucht eine längst verschollene Person wieder in ihr Leben. Die Geheimnisse in ihrer Familie und der Streit darüber, wie ihre Zukunft mit Hardin aussehen soll, bringen alles ins Wanken. Hardin ist immer noch wütend und kämpft mit den Narben seiner Vergangenheit.

    Der Schreibstil: Die Geschichte ist deutlich besser als der Vorgängerband. Es kommt frischer Wind in die Geschichte und mit der ein oder anderen Wendung habe ich nicht gerechnet. Für meinen Geschmack ist das Buch jedoch mit 942 eindeutig zu lang. Ein paar hundert Seiten weniger hätten dem Buch nicht geschadet.

    Gefühl: Natürlich streiten sich Tessa und Hardin weiterhin noch, aber langsam nimmt die Sache Fahrt auf. Gerade Tessas Familiengeschichte ist sehr bewegend.

    Die Hauptfiguren: Tessa und Hardin machen eine kleine Entwicklung durch. Es ist nicht immer das ständige Auf und Ab, auch wenn sie noch lange nicht am Ziel sind. Sie lernen dem Anderen auch zu vertrauen.


    Endfazit: Das Buch ist eine gute Fortsetzung. Es sind spannende Plots eingebaut, sodass es nicht immer nur dieses Auf und Ab gibt. Leider ist das Buch aber, wenn man den Inhalt kurz zusammenfassen würde, mit insgesamt 942 Seiten einfach zu lang. Das hätte man deutlich kürzer fassen können, ohne das Qualität verloren geht.

  2. Cover des Buches Trust Again (ISBN: 9783736302495)
    Mona Kasten

    Trust Again

     (1.967)
    Aktuelle Rezension von: Jarastic

    In ,,trust again" erfahren wir mehr über Dawn und Spencer, die wir im ersten Teil der "again"- Reihe kennengelernt haben. Dawn wurde von ihrem langjährigen Freund betrogen, den sie direkt verlassen hat. Durch diesen Vertrauensbruch will sie nichts mehr vom anderen Geschlecht wissen und schwört sich, dass sie mit keinem anderen Mann mehr etwas anfangen wird. Doch Spencer, der ihr in jeder erdenklichen Situation zeigt, wie sehr er sie begehrt, macht es ihr schwer, ihm zu widerstehen. Denn er legt sich sehr ins Zeug, um sie umzustimmen. Durch den gemeinsamen Freundeskreis ist ein häufiges Aufeinandertreffen unvermeidbar, weshalb sie sich immer näher kommen. Doch bleibt Dawn standhaft und wird sie sich an ihrem Vorsatz halten?

    Erstmal muss ich den Schreibstil von Mona Kasten loben! Sie versteht es, in einem gängigen, flüssigen Fluss zu schreiben, sodass ich in einem Rutsch das Buch beendet habe. Die Sätze sind nicht durch ewig lange und komplizierte Nebensätze miteinander verbunden, was das Lesen angenehmer macht. Es macht mir Spaß, ihre Bücher zu lesen, weil ich durch ihre gut, strukturierten Sätze unterhalten wurde. Ebenso haben mich die Charaktere unterhalten. Dawn hat mich positiv überrascht, weil ich in dem ersten Teil der Reihe ein komplett anderes Bild von ihr im Kopf hatte. Anfangs war sie in meinen Vorstellungen eine kindliche, aufgedrehte Person, die oberflächlich ist. Aber ich habe sie besser kennengelernt. Sie ist eine reife und starke junge Frau, die erst einmal tief fallen musste, um da zustehen, wo sie jetzt ist. Das bewundere ich an ihr sehr. Leider muss ich sagen, dass sie mich an einigen Stellen genervt hat, weil ich einige ihrer Gedankengänge im Bezug auf ihre Vergangenheit nicht nachvollziehen kann. Durch diese Gedanken ist sie auf Taten gekommen, die einige ihrer Beziehungen zu anderen "geschadet" hat. Und Spencer? Er ist ein absolutes Goldstück :) Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich von ihm gelesen habe, weil er lustig, charmant, humorvoll und sehr hilfsbereit ist. Seine Sprüche haben mich öfters zum Lachen gebracht und ich habe das Geplänkel zwischen Dawn und ihm sehr geliebt. 

    Auch über die Gastauftritte der anderen habe ich mich sehr gefreut, weil ich es schön finde, wenn beispielsweise Hauptprotagonisten vergangener Bände in den nächsten Teilen mehrfach vorkommen. Wer die Geschichte von Kaden& Allie mochte, wird auch die von Spencer& Dawn mögen! 

  3. Cover des Buches After forever (ISBN: 9783453418837)
    Anna Todd

    After forever

     (2.222)
    Aktuelle Rezension von: SarahWants2Read

    Worum geht es?: Die Verbindung zwischen Tessa und Hardin ist so stark wie nie zuvor. Tessa ist längst nicht mehr das süße Good Girl, das sie einmal war. Und Hardin nicht mehr der unberechenbare Bad Guy, in den sie sich leidenschaftlich verliebt hat. Tessa versteht seine gequälte Seele und weiß, dass nur sie ihn beruhigen kann, wenn er ausrastet. Er braucht sie. Doch als die Vergangenheit sie wieder einholt, wird Tessa klar, dass sie ihn nicht retten kann. Zumindest nicht, ohne sich selbst zu opfern 

    Der Schreibstil: Endlich nimmt die Geschichte Fahrt auf. Es wird nicht lange um den heißen Brei geredet, sondern endlich mal gehandelt. Ich glaube jeder Leser einfach nur froh, dass es in der Beziehung der beiden endlich mal in die richtige Richtung geht. Mit 576 Seiten ist dies der kürzeste Band in der Reihe und das wirkt sich auch positiv auf die Erzählweise aus.

    Gefühl: Ich habe richtig mit den Zwei mit gefiebert. Es ist schön zu sehen, welche Entwicklung beide durchgemacht haben und bereit sind für ihre Beziehung zu kämpfen. Gerade der Epilog am Schluss war einfach nur herzzerreißend. 

    Die Hauptfiguren: Tessa und Hardin wissen genau in welche Richtung sie sich entwickeln müssen, damit sie künftig eine gesunde Beziehung führen können. 


    Endfazit: Ein wunderbarer Abschluss der Reihe. Die ganzen Streitereien und Auf und Abs haben endlich ein Ende und beide wissen endlich was zu tun ist. Ein besseres Ende für Tessa und Hardin hätte ich mir nicht wünschen können. Das Durchziehen bis zum letzten Band hat sich wirklich gelohnt.

  4. Cover des Buches Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten (ISBN: 9783401063485)
    Kerstin Gier

    Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten

     (6.434)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Gwendoly und Gideon müssen den Grafen aufhalten, der Blutkreislauf darf nicht geschlossen werden. Ein Wettlauf mit verschiedenen Zeitsträngen bis hin in die Gegenwart nimmt seinen Lauf und gipfelt in einem überraschenden Höhepunkt.

    Ich habe diese Trilogie mehrmals gelesen, denn ich liebe einfach die Geschichte dahinter und auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Gwen und Gid. Aber jedes Mal bin ich am Ende immer etwas enttäuscht, weil es so abrupt endet. Das letzte Showdown verläuft überraschend kurz, wenn man bedenkt, dass der Spannungsbogen mehre hundert Seiten hatte. Der Epilog ist ebenfalls überraschend, aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Ein runderes Ende, das zur Unsterblichkeit passt und nicht abrupt in der Vergangenheit endet.

  5. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (13.908)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Gwendolin beneidet ihre Cousine Charlotte eigentlich nicht: sie muss ständig zum Fechten, zu Tanzen oder zum Mysterienunterricht. Ihr ganzes Leben scheint durchgeplant. Dazu sieht sie super aus und hat tolle Noten. Ok, vielleicht ist Gwendolin doch ein wenig neidisch, aber unter dem Zeitreisegen kann sie sich eigentlich nichts vorstellen. Doch dann kommt plötzlich alles anders für Gwendolyn. 

    Ein super Auftakt zur Edelsteintrilogie, ich habe keine Ahnung, wie oft ich sie bereits gelesen habe, jedesmal wieder ist es spannend. Die Bücher sind eine Fortsetzungsreihe, nicht ineinander abgeschlossen, sondern knüpfen nahtlos aneinander an. Wenn man anfängt zu lesen, sollte man die anderen beiden Bücher in Reichweite legen.

  6. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783499267369)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

     (1.832)
    Aktuelle Rezension von: CarinaLue

    Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt keine Ahnung um was es in “Weit weg und ganz nah” geht. Ich habe das Buch in einem Bücherschrank gefunden und es direkt mitgenommen, da ich alle Bücher von Jojo Moyes, die ich bislang gelesen habe, sehr gerne mochte und einfach nicht an diesem Buch vorbeigehen konnte.


    Jojo Moyes Schreibstil hat mir wie immer sehr gut gefallen. Sie schafft es auf eine erstaunliche Art und Weise emotionale und humorvolle Szenen zu verbinden und ein einzigartiges Leseerlebnis zu bieten. “Weit weg und ganz nah” ist eine Geschichte mit einer sehr realistischen Handlung und sehr echten Charakteren. Durch den wundervoll emotionalen Schreibstil, konnte ich mich wahnsinnig gut in die Charaktere hineinversetzen und mit ihnen mitleiden. Es ist oft sehr schwer, dass sich die Leser mit den Protagonisten identifizieren können, aber Jojo Moyes schafft es immer wieder aufs neue. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, ich habe es durchgesuchtet. 


    Die Figuren sind wie immer in Jojo Moyes Büchern so individuell und ausgeprägt gestaltet, sodass ich mit jeder Person eine ganz andere Sichtweise auf die Handlung bekommen konnte. Jess ist eine wunderbare Frau und Mutter. Sie hat schon sehr früh geheiratet und ihr erstes Kind bekommen. Durch ihre Rolle als alleinerziehende Mutter konnte sie das Studium nicht mehr stemmen und geht nun tagsüber putzen und abends kellnern. Trotz der beiden Jobs reicht das Geld vorne und hinten nicht, um ihren Kindern die noch so kleinsten Wünsche erfüllen zu können. Ich finde es großartig, wie wichtige Problematiken so realistisch beschrieben werden und trotzdem nicht an Drama überquillt. Jojo Moyes schafft es immer, die richtige Portion Stress und Emotionen mit in ihre Bücher zu bringen. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen, wie sich Jess entwickelt hat. Ich musste oft echt schlucken und ich habe mehr darüber nachgedacht, wie glücklich ich mich schätzen kann, mir einfach mal eine Pizza oder ähnliches kaufen zu können, ohne darüber nachdenken zu müssen, worauf ich dafür in dem Monat verzichten muss. 

    Ed lebt in einer ganz anderen Welt als Jess. Er besitzt mehr Geld als er ausgeben kann, aber eins haben sie gemeinsam. Ihr Leben geht gerade drunter und drüber. Ed ist für mich wirklich einer der besten Charaktere in diesem Buch gewesen. Die Wandlung die er durchgemacht hat, konnte ich so gut mitverfolgen und ich habe mich so sehr gefreut, zu welcher Person er am Ende geworden ist. Bei der ganzen Sachen sind Jess und ihre Kinder Tenzie und Nicki nicht ganz unschuldig, auch wenn sie es selber gar nicht wahrnehmen. 

    Die Geschichte der Reise ging unter die Haut. Ich habe jede einzelne Sekunde geliebt und Jess, Ed, Tenzie, Nicki und den Hund der Familie so liebgewonnen, dass ich sie am Ende garnicht mehr loslassen wollte. 


    Einzig und allein das Ende kam mir etwas zu plötzlich. Dort hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht. “Weit weg und ganz nah” bekommt von mir wohlverdiente ⭐️⭐️⭐⭐️,5 Sterne.

  7. Cover des Buches Morgen kommt ein neuer Himmel (ISBN: 9783810513304)
    Lori Nelson Spielman

    Morgen kommt ein neuer Himmel

     (2.491)
    Aktuelle Rezension von: xbooksaremypassion

    Inhalt:
    Nach dem Tod ihrer Mutter, erwarten Brett und ihre beiden Brüder die Verkündigung des Testaments. Anders als erwartet, erbt Brett nicht den Geschäftsführerposten ihrer Mutter, sondern muss erst eine Liste mit 10 Wünschen/Aufgaben abarbeiten, bis sie ihr Erbe erhält. Diese Liste jedoch stellt ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf und sie ist oft nicht sicher, was sich ihre Mutter dabei gedacht hat ... doch mit der Zeit stellt sie fest, dass ihre Mutter sie scheinbar besser kennt als sie sich selbst ...

    👩👦:
    Brett muss nach dem Tod ihrer Mutter feststellen, dass nichts so kommt, wie sie es erwartet. Ihre Mutter stellt ihr eine Reihe von Aufgaben, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellen. Trotzdem bleibt sie ihrer Mutter treu und versucht, alle Punkte der Liste abzuhaken. Leider waren Bretts Handlungen dennoch oft nicht nachvollziehbar für mich, da sie häufig einfach den Weg des geringsten Widerstandes geht. Ab einem gewissen Zeitpunkt vertritt sie scheinbar die Ansicht, dass sie unbedingt einen Mann braucht und steht demnach kurzzeitig auf jeden Mann, der ihr begegnet, so nach dem Motto "egal welcher, hauptsache ein Mann". Diese Eigenschaft hat mich eher an eine heranwachsende Teenagerin erinnert als an eine erwachsene Frau und hat es mir erschwert, mich mit ihr zu identifizieren.


    Meine Meinung:
    Das Buch enthält eine der Geschichten, die das Leben genau so schreibt. Daher hat mich das Thema des Romans sehr interessiert und durchaus überzeugt. Da mir Brett mit ihrer oft kindlichen Art aber zeitweise einfach zu naiv und zu anstrengend war, vergebe ich hier nur 3,5/5 🌟

  8. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736303188)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

     (932)
    Aktuelle Rezension von: Lena_Thierbach

    Klappentext:

    Als Elizabeth nach einem schweren Schicksalsschlag in ihr kleines Häuschen in ihrem Heimatort zurückkehrt, zieht ihr neuer Nachbar Tristan ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich. Er ist geheimnisvoll, sonderbar und scheint mit niemandem etwas zu tun haben zu wollen. Alle halten sich von ihm fern, und wilde Gerüchte kursieren im Ort, doch auf Elizabeth übt der Fremde eine ungekannte Anziehungskraft aus. Und so sehr Tristan versucht, Elizabeth aus dem Weg zu gehen, kann auch er die tiefe Verbundenheit zu ihr nicht leugnen - schließlich sieht er in ihren Augen einen Schmerz, den er selbst nur zu gut kennt!

    Der Anfang des Buches hat mich schön abgeholt und es hat mir Spaß gemacht zu lesen, wie sich das Verhältnis zwischen Liz &‘ Tristan verändert &‘ wächst. Es fiel mir leicht mich in beide hineinzuversetzen. Die Geschichte der beiden war lustig aber auch sehr bewegend, doch trotz allem hat es mir an Emotionen etwas gefehlt. Dieses gewisse Etwas, dass mich bei anderen tragischen Liebesgeschichten zu Tränen rührt, hat mir in dem Buch leider gefehlt. 

    Dennoch fand ich es eine schöne Geschichte &‘ auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, denn ich konnte das Buch innerhalb von zwei Tagen lesen. Ein gutes Buch für zwischendurch! 

  9. Cover des Buches Zurück ins Leben geliebt (ISBN: 9783423740210)
    Colleen Hoover

    Zurück ins Leben geliebt

     (1.098)
    Aktuelle Rezension von: Pukkelpop

    ...Stille ist das was manchmal über bleibt, wenn man den Schmerz nicht erfassen kann, oder Stille ist das was den Schmerz unerträglich macht? Ich weiß es nicht. Dieses Buch hat mich erst nach dem ersten drittel gepackt. Aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Die letzten 100 Seiten habe ich nur so verschlungen.

    Ich mag Miles sehr, auch wenn er sich teilweise wie ein A**** verhält, ist er voller Liebe und Gefühl, dass es einem beim lesen fast schon weh tut.

    Dass Tate sich so von ihm behandeln lässt macht sie für mich etwas unglaubwürdig (vor allem Seite 307, war für mein Empfinden eine krasse Grenzüberschreitung und nicht so richtig passend zu den Personen) und unsympathisch. Aber wer weiß was man aus Liebe alles bereit ist zu ertragen? Wer weiß das schon und wer darf darüber urteilen?

    Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen? Was kann man aushalten ohne sich danach selbst aufzugeben, ohne sich selbst zu verlieren?

    Ich mag die Geschichte, Ich mag besonders Miles und Cap. Ich finde Caps Rolle total wichtig für dieses Buch und er scheint ein unheimlich angenehmer Mensch zu sein. Loyal, weise und ehrlich.

    Ich wünschte jeder (jedes Paar) hätte so einen Cap vor dem Aufzug zur eigenen Wohnung sitzen und somit als Teil seines Lebens.



    Lieblingszitate von Cap:

    „Die Liebe ist nicht immer schön, Tate. Manchmal hofft man die ganze Zeit, während man liebt, dass sich etwas ändert. Dass es besser wird. Und irgendwann stellt man fest, dass man in einer Sackgasse gelandet ist und unterwegs sein Herz verloren hat.“



    „Wenn der Junge nicht in der Lage ist zu erkennen, wie schön er es mit Ihnen haben könnte, ist er es nicht wert, dass Sie ihm Ihre Zeit schenken.“



    Weitere Lieblingszitate:

    „Sieht ein bisschen so aus, als wäre dieser gelbe Vogel aus der Sesamstraße explodiert“, brummte er. Rachel lacht. Sie steht im Bad vor dem Spiegel und schminkt sich. Ich liege auf ihrem Bett und sehe ihr zu. „ Wir wollen uns überraschen lassen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, deswegen haben wir alles in Gelb gekauft und nicht in Blau oder Rosa.“



    „Wenn man die hässliche Seite der Liebe kennenlernen musste“, sagt er schließlich, „ist das vielleicht so schmerzhaft, dass man sich dem Risiko, so etwas womöglich noch einmal zu erleben, nicht mehr aussetzen will.“

  10. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

     (1.047)
    Aktuelle Rezension von: Mona90

    Die Geschichte:

    Heute gibt es mal eine Rezension aus einem Genre, welches ich nur selten zur Hand nehme, obwohl ich solche Geschichten ganz gerne mag. Es handelt sich um einen Familienroman, der auf zwei Zeitebenen spielt und einige Geheimnisse verbirgt. Es geht in dem Buch - wie der Titel schon verrät - um sieben bzw. sechs Schwestern (die siebte Schwester fehlt, was sich wahrscheinlich in den weiteren Bänden auflösen wird) und alle wurden von einem reichen Mann aus der Schweiz adoptiert. Dieser Mann verstirbt nun plötzlich und hinterlässt jeder seiner Töchter einen Hinweis auf ihre Vergangenheit. Sie alle wurden nach den Plejaden benannt und stammen von verschiedenen Kontinenten. Welches Geheimnis genau hinter der Adoption und den sieben Schwestern steckt, gilt es in den weiteren Bänden herauszufinden. Erst einmal gehen wir in jedem Band mit einer der Frauen auf Reisen und erforschen ihre Abstammung. Im 1. Band beginnen wir also mit Maia, die es nach Brasilien verschlägt, wo sie nicht nur etwas über ihre Herkunft, sondern auch über sich selbst lernt. Mir hat dieser Auftakt wirklich gut gefallen, denn das Rätsel um die Schwestern ist wirklich interessant gestaltet und auch die Vergangenheit von Maia und ihrer Familie war sehr interessant. An einigen Stellen gab es ein paar Längen, weshalb ich einen Punkt abgezogen habe, aber im Großen und Ganzen war es ein tolles Buch. Nun bin ich gespannt auf die anderen Schwestern, denn alle sind vom Charakter her sehr unterschiedlich.

    Fazit:

    Für gemütliche Lesestunden sind die Bücher von Lucinda Riley definitiv gut geeignet. Es sind teilweise richtige Wälzer, die ich - aufgrund der Längen - zwar nicht immer lesen kann, aber hin und wieder durchaus gerne zur Hand nehme. "Die sieben Schwestern-Reihe" werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen, denn ich bin schon gespannt auf die anderen Charaktere und deren Hintergrundgeschichten.

  11. Cover des Buches Der Nachtwandler (ISBN: 9783426503744)
    Sebastian Fitzek

    Der Nachtwandler

     (2.190)
    Aktuelle Rezension von: Natalie_Lohner

    Sebastian Fitzek hat mit dem Buch "Der Nachtwandler" mal wieder einen spannungsgeladenen Psychothriller geschrieben der mich nicht nur einmal hinters Licht geführt hat.

    Der Protagonist Leon weiß nie, ob er gerade wach ist oder doch schläft und was genau die richtige Realität ist. In diesem Buch begleiten wir die Geschichte nur aus Sicht von Leon was angenehmer zu lesen war jedoch nicht weniger verwirrend. 

  12. Cover des Buches Das Rosie-Projekt (ISBN: 9783596197002)
    Graeme Simsion

    Das Rosie-Projekt

     (1.390)
    Aktuelle Rezension von: FamiGirl_06

    Don ist ein Mann mit einigen Eigenheiten. Er hat einen geregelten Tagesablauf. Alles ist minutiös geplant. Zeit zu verschwenden ist für ihn eine Horrorvorstellung. Selbst das Essen die Woche über ist steht fest. Das Einzige, was ihm fehlt ist eine Frau. Er kommt auf die Idee, einen Fragebogen zu erstellen, um damit die perfekte Partnerin für sich zu finden. Doch dann stolpert Rosie unverhofft in sein Leben...

    Mir wurde dieses Buch von einer Kollegin empfohlen. Scheinbar gibt es hierzu nur 2 Gruppen von Menschen. Entweder man liebt es, oder man hasst es. :-)

    Mir hat dieses Buch echt gut gefallen. Am Anfang war es zwar etwas gewöhnungsbedürftig zu lesen, aber wenn man sich einmal darauf eingestellt hat, geht es. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Don geschrieben. Daher hat es einen sehr eigenwilligen Erzählstil.

    Das Buch hat teilweise so eine irrsinnige Komik, dass ich manchmal unterbrechen musste, weil ich so sehr gelacht habe. Die Geschichte zwischen Rosie und Don ist sehr ungewöhnlich. Sie ist einfühlsam geschrieben.

    Alles in allem ein sehr gelungenes Buch. Ich werde zwar mit dem nächsten Teil noch etwas warten, ehe ich den lese, aber es steht auf dem Plan. ;-)

  13. Cover des Buches The Girl on the Train (ISBN: 9780857522313)
    Paula Hawkins

    The Girl on the Train

     (700)
    Aktuelle Rezension von: danielle_merlo

    Jeden Tag pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt. Dabei macht dieser immer am gleichen Ort, bei einem Rotlicht, mitten auf der Strecke Halt. Rachel hat freien Blick auf die Vorgärten der anliegenden Häuser, sieht ihre Bewohner, lernt sie durch ihre Beobachtungen kennen und hat mit der Zeit beinahe das Gefühl, ihnen nahe zu sein.
     Doch eines Tages beobachtet Rachel etwas Schockierendes, das ihr Leben für immer verändern wird…

    Ich habe schon so viel von diesem Buch gehört und gelesen; so viel Gutes. Deshalb hatte ich gewisse Erwartungen. Leider war es für mich aber eine absolute Enttäuschung. Ich muss dazu noch sagen, dass ich generell kein grosser Fan von Krimis bin; die Protagonisten sind mir oft zu unsympathisch, die Handlungen zu vorhersehbar und die Stimmung generell gedrückt. Trotzdem versuche ich es hin und wieder erneut, in der Hoffnung, ein Buch dieses Genres zu finden, das mich tatsächlich überzeugen kann. Dieses Buch jedoch hat jeden einzelnen Grund, warum ich kein Krimi-Freund bin beinhaltet.
    Die Protagonistin Rachel hatte mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Wie es in diesem Falle öfters vorkommt, sucht sie sich allerdings nicht wirklich Hilfe. Doch das ist gar nicht der Grund, warum sie mir unsympathisch war. Mir ist nämlich bewusst, dass Alkohol mit Menschen schlimme Dinge anstellen kann. Doch ihre ganze Art hat mich genervt. Sie war weinerlich, anhänglich und ich konnte ihre Handlungen nur selten nachvollziehen.
    Das Buch war allerdings nicht nur aus Rachels, sondern auch aus Megans und Annas Sicht geschrieben. Anna konnte ich zwar ebenfalls nicht leiden, doch immerhin waren Megans Kapitel für mich eine einigermassen angenehme Abwechslung. Ihre Sicht der Dinge fand ich am interessantesten.
    Was den Plot an sich angeht, konnte mich die Geschichte leider ebenso wenig begeistern. Nach etwa einem Viertel des Buches stand mein Verdacht auf den Täter fest, der sich bis am Ende nicht mehr geändert und auch noch bestätigt hat. Zwar hat die Autorin versucht, unsere Aufmerksamkeit auf andere zu lenken, doch meiner Meinung nach tat sie das zu offensichtlich und es wirkte oft gezwungen.
     Eines der wenigen Dinge, die ich wirklich gut fand, war der Schreibstil. Ich habe die Geschichte in Englisch gelesen und es war sowohl gut verständlich als auch packend und flüssig. Dieser Tatsache ist es zuzuschreiben, dass ich dem Buch nicht nur einen Stern verpasse.

    Fazit: Konnte mich leider keineswegs überzeugen. Zwar gefiel mir der Schreibstil, doch meine Antipathie gegen die Protagonistin(-nen) und den, meiner Meinung nach, eher vorhersehbaren Plot haben mir das Leseerlebnis leider zunichte gemacht.

  14. Cover des Buches Love to share – Liebe ist die halbe Miete (ISBN: 9783453360358)
    Beth O'Leary

    Love to share – Liebe ist die halbe Miete

     (595)
    Aktuelle Rezension von: SarahWants2Read

    Worum geht es?: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln...

    Der Schreibstil: Ich bin vom Schreibstil einfach nur begeistert. Das Buch wird ruhig erzählt und es gibt kein überzogenes Drama. Zugleich ist das Buch mit so viel Humor gepackt, dass ich die ein oder andere Lachträne verdrückt habe.

    "... Hol deine Muschi raus. Ich bin zu bestürzt, um ihm zu erklären, dass seine Forderung anatomisch nicht umzusetzen ist." - Seite 41

    Gefühl: Von der Liebesgeschichte zwischen Tiffy und Leon bin ich einfach nur begeistert. Es ist süß wie die beiden sich durch kleine Briefchen näher kennenlernen, ohne sich zu sehen.

    Die Hauptfiguren: Tiffy ist eine Chaotin und Leon eher ruhig. Deshalb passen die zwei so perfekt zueinander.


    Endfazit: Das Buch ist wirklich lesenswert und ein absolutes Highlight. Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen.

  15. Cover des Buches Hope Again (ISBN: 9783736308343)
    Mona Kasten

    Hope Again

     (785)
    Aktuelle Rezension von: ourbookstories_

    𝒵𝓊𝓈𝒶𝓂𝓂𝑒𝓃𝒻𝒶𝓈𝓈𝓊𝓃𝑔:

    Auf Grund ihrer Vergangenheit hat Everly Penn ganz klar für sich festgelegt, sich nie zu verlieben oder eine Beziehung zuzulassen. Doch ihr Dozent Nolan macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Mit seiner lebensfrohen, hilfsbereiten und charmanten Art verzaubert er sie sofort. Je besser sich die Beiden kennenlernen, umso intensiver werden die Gefühle, die sie eigentlich nicht haben möchte. Doch er ist die einzige Person, bei der sie ihre negativen Gedanken abschalten kann. Und auch er findet in ihr eine Zuflucht. Doch er birgt ein Geheimnis, was die Verbindung zwischen den Beiden zu zerstören droht. Werden sie sich von ihren schlimmen Erlebnissen erholen können und wieder Hoffnung haben? Können sie sich aufeinander einlassen?

    𝐹𝒶𝓏𝒾𝓉 :

    Der vierte Band der Again-Reihe ist wieder einmal ein wundervolles Leseerlebnis. Es ist gefühlvoll geschrieben und emotional ergreifend.💕 Man fühlt sofort mit den Charakteren mit. Nolan und Everly sind natürlich aus den anderen Bänden bereits bekannt. Everly ist eine Freundin und irgendwie auch Stiefschwester von Dawn. Nolan kennt man bereits als Dozenten der Schreibwerkstatt, die sowohl Dawn als auch Everly besuchen.
    Die Beziehung zwischen den Beiden ist nochmal was anderes im Vergleich zu den anderen Bänden. Eine verbotene Beziehung mit einem Dozenten, die vor den anderen in der Woodshill- Familie geheim bleiben muss. 🙈
    Fand ich persönlich sehr ansprechend und erfrischend, um Abwechslung in die Again- Reihe zu bringen.
    Die beiden sind ein interessantes und ungewöhnliches Pärchen. Auch beim Mitfiebern in der Entwicklung der Beziehung blieben die Tränen nicht aus.🥰
    Auch hier spielen die anderen Charaktere wieder eine Rolle und sind gute Freunde und Ratgeber an ihrer Seite. Isaac und Sawyer bleiben aber weiterhin unser absolutes Lieblingspärchen.😍
    Alles in allem auch wieder ein wundervolles Buch, was man auf jeden Fall gelesen haben sollte.📚🌷

  16. Cover des Buches Göttlich verloren (ISBN: 9783841501387)
    Josephine Angelini

    Göttlich verloren

     (3.021)
    Aktuelle Rezension von: MsGeany

    Achtung, dieser Text kann Spoiler enthalten

     

    Ich bin quasi nahtlos von einem Buch ins andere beim Lesen übergegangen. Genauso wie die Geschichte ohne weitere Einleitung fortgesetzt wurde. Noch intensiver hätte dieses Gefühl wohl nur noch stattfinden können, wenn der Wechsel mitten im Gespräch gewesen wäre.
    Etwas, was mir aber wirklich sehr gut gefallen hat. Persönlich mag ich es immer nicht so gerne, wenn am Anfang des Buches erst einmal etliche Seiten darum gehen, was im Letzten passiert ist. Dann lieber, wie hier passiert, den ein oder anderen kleinen Einschieber der das wichtigste noch einmal in Erinnerung ruft, wenn es darauf zu sprechen kommt.

    Mit Orion, welcher plötzlich auftaucht, entsteht auch eine mehr oder weniger typische Dreiecks-Geschichte, wie man sie aus solchen Büchern kennt. Zwei Jungen die um ein Mädchen herumtanzen. Zumindest sieht es im ersten Moment ganz genau danach aus. Immerhin ist zwischen Lucas und Hellen erst mal Schluss und Orion und sie treffen sich eigentlich jede Nacht in der Unterwelt. Natürlich schafft diese gemeinsame Folter eine Verbindung zwischen den beiden.

    Dafür zieht sich die Trennung und Entfremdung zwischen Helen und Lucas durch das ganze Buch. Etwas, was mich doch sehr genervt hat und dafür sorgte, dass ich das ein oder andere Mal stark die Augen verdrehen musste. Natürlich war klar, was die Autorin damit bezwecken wollte. Doch mir war es einfach zu viel und hat tatsächlich ein wenig den Spaß weggenommen. Die Entwicklung der Figuren, der Szenen und der ganzen Geschichte hätte man auch ohne Probleme mit anderen Mitteln und dem gleichen Effekt austragen können.

    Außerdem wurde hier wieder das „Geschwister“ Ding aufgegriffen, ausgelöst durch eines der Elternteile. Etwas, was mich stark an City of Bones und die Story mit Clary und Jace erinnerte. Ich weiß jetzt nicht, welches Buch von beidem zuerst erschienen ist. Clary und Jace waren mir auf jeden Fall vorher bekannt und daher hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, da die Konstellation so ähnlich war, dass hier jemand abgeschaut hat. Natürlich ist mir bewusst, dass es immer wieder vorkommt, dass es passiert und dieses Ding mit den Geschwistern einfach gerne genommen wird. Aber hier gab es einfach so viele Ähnlichkeiten, dass ich nicht anders konnte, als ständig den Vergleich zu ziehen. Den es tatsächlich in sehr, sehr vielen Momenten auch gab. Situationen schienen genauso gut im anderen Buch passieren zu können oder dort, statt zu finden.

    Sehr interessant war für mich die Tatsache, dass Helen ohne Träume gesundheitlich stark zu kämpfen hatte und die Autorin damit nicht nur aufgegriffen hat, wie wichtig Schlaf für uns ist. Auch unsere Träume sind ein wichtiger Bestandteil unserer nächtlichen Ruhe und wir brauchen sie, um erlebtes zu verarbeiten und gesund zu bleiben. Hier geht es beinahe so weit, dass Helen nicht nur ihre Kräfte verliert, sondern tatsächlich droht zu sterben und auch mehrfach fast and er Grenze zum Tod steht. Im doppelten Sinne.

    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch aber auch wieder ziemlich gut gefallen. Es lies sich wirklich gut und einfach lesen, es passierte jede Menge und die Autorin hat auch für den ein oder anderen Überraschungsmoment gesorgt.

     Ich bin jetzt gespannt, wie sich das ganze auflösen wird und hoffe, auf ein wenig Mut der Autorin. Im Sinne dafür, dass nicht nur das richtig schöne außergewöhnliche ist sondern auch, dass in die andere Richtung das ein oder andere dramatische passieren darf.

  17. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.741)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenwanderung

    Der Schatten des Windes ist eines dieser Bücher, bei denen ich mir eine Verfilmung wünsche. Die Beschreibungen der Schauplätze im Barcelona der 40er bis 60er Jahre würde ich nur zu gerne auf der Leinwand zum Leben erwachen sehen. Andererseits wäre ich dann vielleicht auch enttäuscht, wenn die Darstellung nicht an die stimmungsvollen Bilder herankommt, die beim Lesen entstehen. Am liebsten würde ich mir selbst auf dem Friedhof der Vergessen Bücher ein Buch aussuchen, das zu mir gehört. Ich würde gern in Barcelos Wohnung Klavier spielen und die verlassene Villa der Aldayas erkunden.

    Natürlich haben mich nicht nur die Orte überzeugt. Die Geschichte von Daniel, der versucht das Rätsel um den mysteriösen Autor Julian Carax zu lösen hat mich ebenso bis zum Schluss gefesselt. Die Akteure sind alle spannend, nachvollziehbar und nicht eindimensional. Keiner von ihnen wirkt wie ein Mittel zum Zweck, sondern hat offenbar seine eigene komplexe Geschichte, was ich wirklich schön finde.
    An dieser Stelle kann ich aber auch zu meinen einzigen zwei Kritikpunkten kommen:
    1. Erschien mir ausgerechnet der Protagonist, Daniel, am unzugänglichsten. Er ist die einzige Figur, deren Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte, obwohl ich in seine Gedanken die meisten Einblicke hatte.
    2. Wird gegen Ende ein großer Teil des Rätsels auf einmal gelöst, auf eine Art, bei der ich das Gefühl hatte, dass der Autor es sich an dieser Stelle etwas zu einfach macht.

    Allerdings ist das wirklich Gemecker auf hohem Niveau! Alles in allem hat mich die Geschichte absolut überzeugt und hungrig gemacht auf die weiteren Geschichten von Carlos Ruiz Zafón!

  18. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499266720)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

     (11.652)
    Aktuelle Rezension von: Magdalena_Schnittker

    In dem Buch geht es um einen erfolgsverwöhnten jungen Mann, der alles hat, bis zu dem Tag, an dem er (unverschuldet) in einen Verkehrsunfall verwickelt wird. Plötzlich ist er vom Hals abwärts gelähmt und sein Leben schlagartig ein anderes. Obwohl seine Mutter alles tut, um ihn zu unterstützen, hat er mit dem Leben abgeschlossen. Ob die unkonventionelle junge Krankenpflegerin ihn aus diesem Tief herausholen kann, soll jeder selbst lesen. Ich fand die Geschichte gut erzählt, bis zum Schluß lässt sie hoffen. Das Ende hat mir aber nicht gefallen, daher nur 3 von 5 Sternen.

  19. Cover des Buches Der Circle (ISBN: 9783462048544)
    Dave Eggers

    Der Circle

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Lia_7

    Inhalt/ Klappentext:
    Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles ...

    Eindruck:
    Warnung Spoiler!
    Buch 1:
    Die Ideale die der Circle verfolgt und umsetzten möchten, mögen vielleicht auf den ersten Blick toll und gerechtfertigt erscheinen, allerdings wird den Menschen dadurch auch die Menschlichkeit genommen, es ist menschlich Fehler zu machen, Mist zu bauen, ein paar Geheimnisse zu haben oder einfach mal Dinge zu tun, die nur einem selbst etwas bringen. Wenn diese komplette Überwachung umgesetzt werden würde, würde man die Menschen nicht mehr menschlich sein lassen. Man würde sie zu einer Perfektion zwingen, weil sie in dem Wissen, dass alles was sie tun erfasst wird, völlig anders handeln würden, vielleicht wäre es manchmal der bessere Weg zu handeln aber wenn man keine Fehler macht, gibt es auch nichts mehr aus dem man lernen könnte. Man wäre in seiner Freiheit eingeschränkt und es würde auch die Vielfalt an Persönlichkeiten zerstören, da die Menschen sich grundlegend ändern würden. Das Leben ist zum Leben da, nicht dazu perfekt zu sein, Fehler sind okay, Faulheit ist okay, Dinge die nur einen selbst glücklich machen sind okay, es macht die Menschen aus, all das zu tun und würden sie darin auf irgendeine Art und Weise gehindert werden, selbst wenn es nur die Gewissheit ist dabei gesehen zu werden, wären sie immer Roboter ähnlicher. Diese angebliche Utopie, die von dem Circle geschaffen werden soll ist meiner Meinung nach keine, aus einer gewissen Sichtweise wäre das Leben dann perfekt, aber ich finde es nicht gut wenn es eine rund um Überwachung geben würde, es würde das Leben und die Menschen langweilig machen und unmenschlich. Es würde ihnen die Einzigartigkeit nehmen und klar sollten sich manche Dinge ändern, aber das muss doch auch möglich sein ohne jede Art von Privatsphäre zu Nichte zu machen. Ebenfalls finde ich die Art und Weise wie diese Community zur Gemeinschaft gezwungen wird nicht richtig, man muss kein schlechtes Gewissen haben, weil man sich nicht an Freizeitaktivitäten betätigt, man sollte sich nicht dazu gezwungen fühlen Soziale Medien zu nutzen, es sollte auch in Ordnung sein, einfach alleine nach dem Arbeiten zuhause auf dem Sofa herum zu liegen und Netflix oder so zu schauen. Niemand sollte sich dazu gezwungen fühlen, die ganze Zeit in Menschenmengen zu sein, es sollte ebenfalls akzeptiert werden, wenn jemand nicht so gerne unter Menschen ist.
    Der Schreibstil ist ziemlich anstrengend zu lesen, vor allem da die Handlung ebenfalls zu wünschen übrig lässt, es werden massenweise gut wirkende aber teilweise auch einfach nur beängstigende Erfindungen geschildert und dieses ganze Gerede über Social Media und richtiges Verhalten ging mir echt auf die Nerven.
    Auch diese Aussagen wie „die Gemeinschaft kommt zuerst“ , „Geheimnisse sind lügen“ , „Teilen ist Heilen“ und „ alles Private ist Diebstahl“, konnte ich nicht verstehen, da ich Ihnen einfach nicht zustimmen kann, klar in gewisser Hinsicht haben sie vielleicht Recht aber ich bin einfach anderen Ansichten. Und dieses Transparent werden finde ich auch echt komisch, wie kann sich jemand darauf einlassen, seine komplette Privatsphäre aufzugeben und dass wofür? Um sich Vertrauen zu erkaufen von Menschen, die es eindeutig nicht wert sind, wenn sie einem sonst nicht vertraut hätten. Oder wieso macht man das?
     

    Buch 2:
     Also dieses transparent leben, finde ich ziemlich erschreckend du hast nie Zeit für dich und die ganze Welt kann sehen was du machst. Wer will das? Und wen interessiert das? Ich bin echt gespannt darauf was es mit Kalden auf sich hat, aber ich finde damit dass das meiste was dort passiert ein Ende haben muss hat er eindeutig recht. Er erscheint irgendwie als einziger so als hätte er noch eine eigene Meinung und wäre keine Marionette des Circles zu der Mae schon längst geworden ist. Ich finde es echt merkwürdig, dass Mae sich gut dabei fühlt, auf Dinge zu verzichten, weil alle ihr zusehen können obwohl sie eigentlich gerne Schokolade ist. Diese Änderung ihrer Persönlichkeit, die sie so überhaupt nicht zu stören scheint finde ich echt ziemlich merkwürdig. Auch das sie der Meinung ist die Meinungen irgendwelcher Leute aus dem Internet könnten irgendwem helfen, finde ich ziemlich erschreckend. Wie sich ihr Verhalten immer weiter ändert und sie der Circle und die Transparenz zu einem völlig anderen Mensch machen ist erschrecken und traurig zugleich, sie schottet sich dadurch immer mehr und mehr von Annie und ihrer Familie ab und steht letztendlich alleine da. Diese PastPerfect Geschichte wo Annie Dinge über ihre Familie rausfindet, die sie so nicht wissen möchte und die sie völlig zerstören und letztendlich ins Koma befördert zeigt doch auf das der Mensch nicht alles wissen sollte, oftmals ist Unwissen deutlich besser einfach weil es die Menschen schützt und die Dinge gar nicht relevant sind. Was ich auch sehr schockierend fand, war der Tod von Mercer der definitiv die Schuld des Circles und von Mae war, im Laufe der Handlung wurde deutlich, dass er im Gegensatz zu Mae doch sehr sympathisch ist oder zumindest noch vernünftig denken kann. Das Ende des zweiten Teil fand ich gut, da hier zum ersten Mal nach 400 Seiten wirklich etwas passiert ist. Der Hai aus dem Mariannengraben der alle anderen Tiere verspeist und einfach nur gruselig ist ist das perfekte Symbol für den Circle vor allem da er auch noch transparent ist, er zeigt symbolisch wie auch der Circle alles außer sich selbst verspeist und zerstört und sich dabei auch noch gut fühlt. Was die Handlung echt deutlich besser gemacht hat, ist das sich herausstellte das Kalden Ty ist, ich finde es erschreckend, dass er jung wie er ist durch diesen Circle schon graue Haare bekommen hat. Er versucht ja Mea davon zu überzeugen, dass der Circle sich nicht schließen darf und ist die einzig sympathische Person im ganzen Buch, er hat völlig Recht mit seiner Argumentation und ich fand es echt bescheuert von Mae, dass sie nicht auf ihn gehört hat, sondern ihn bei den anderen beiden weisen verpfiffen hat und damit für die Schließung des circles gesorgt hat.

    Buch 3:

    In den wenigen letzten Seiten, wird deutlich aufgezeigt, das Ty die ganze Zeit über Recht hatte, Mae hat außer dem Circle alles verloren, keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie Annie liegt im Koma und die Welt ist zu einem absolut grauen haften Ort geworden.  


     Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es schon halbwegs eine interessante Geschichte ist oder zumindest der Gedanke der dahinter versteckt ist, aber mir diese Form einer möglichen Zukunft echt nicht gefallen würde, das Buch ist zu lang, oft ziemlich langweilig und anstrengend zu lesen, aber es sollte doch gelesen werden, da die Folgen einer zu starken Digitalisierung hier sehr gut aufgezeigt werden und das Buch so hoffentlich als Warnung für die Menschen funktioniert und es im realen Leben niemals so weit kommen wird. Die Charaktere sind abgesehen von Kalden/Ty, Mercer und teilweise auch Annie einfach nur unsympathisch erschreckend manipulativ und teils auch einfach schlecht ausgearbeitet. Das Buch symbolisiert nur zu gut, dass wir für unsere Freiheit und Privatsphäre kämpfen sollten und, dass wir dafür sorgen sollten, dass diese Dinge uns erhalten bleiben.

  20. Cover des Buches Das Café am Rande der Welt (ISBN: 9783423209694)
    John Strelecky

    Das Café am Rande der Welt

     (832)
    Aktuelle Rezension von: Nicola89

    Inhalt: 

    Humorvoll und anrührend

    Ein kleines Café mitten im Nirgendwo wird zum Wendepunkt im Leben von John, einem Werbemanager, der stets in Eile ist. Eigentlich will er nur kurz Rast machen, doch dann entdeckt er auf der Speisekarte neben dem Menü des Tages drei Fragen:
    »Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?« Wie seltsam – doch einmal neugierig geworden, will John mithilfe des Kochs, der Bedienung und eines Gastes dieses Geheimnis ergründen.

    Die Fragen nach dem Sinn des Lebens führen ihn gedanklich weit weg von seiner Vorstandsetage an die Meeresküste von Hawaii. Dabei verändert sich seine Einstellung zum Leben und zu seinen Beziehungen, und er erfährt, wie viel man von einer weisen grünen Meeresschildkröte lernen kann. So gerät diese Reise letztlich zu einer Reise zum eigenen Selbst. Ein ebenso lebendig geschriebenes, humorvolles wie anrührendes Buch.


    Fazit:

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die drei zentralen Fragen der Geschichte regen zum Nachdenken an und geben interessante Denkanstöße.

  21. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.455)
    Aktuelle Rezension von: LovelyPinkCloud

    Habe mich manchmal dabei erwischt, wie mir Tränen geflossen sind beim lesen!

    Wie man es nicht anders von John Green kennt ist auch dieses hier ein Buch, dass sehr tiefgründig ist und einem zum nachdenken anregt. Habe wirklich mit den Figuren geweint und geschmunzelt. So ein hartes Thema wie Suizid in einem Jugendbuch altersgerecht zu behandeln ist wenn man mich fragt eine Kunst für sich, aber es ist hier super gelungen.


    Mir gefiel es wie alle Charaktere ihre eigene Persönlichkeit haben und Gedichte von Lyrikern gezeigt werden.

    Was mir nicht gefiel war dass es manchmal unnötig dramatisch war.

    Insgesamt ist es ein klasse Buch dass ich immer wieder lesen werde!




  22. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499290862)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

     (721)
    Aktuelle Rezension von: Maura99

    "Die meisten Menschen haben endlos viel Zeit in ihrem Leben. Sie werden achtzig Jahre und älter. Aber sie nutzen ihre Zeit nicht. Sie verschwenden sie auf der Couch, vor dem Fernseher oder am Computer. Für das, was das Leben wirklich lebenswert macht, haben sie keine Zeit. Für andere Menschen, für ihre Freunde und ihre Familie, die Freundschaft eines Hundes oder die Schönheit der Natur. Ihre Achtsamkeit ist verlorengegangen. " - S. 88 Danny

    Jeder von uns hat Lieblings Autoren Bücher und Reihen und dann gibt es immer dieses eine Buch. Dieses eine das man immer herauszieht um es nochmal zu lesen. Genau dieses Buch ist für mich "Dem Horizont so nah" bei euch?

    "Ducky, ich muss deine Zukunft planen. Ich habe selbst keine." - S. 389 Danny

    Ein Buch das mich mitten in mein Herz und meine Seele getroffen hat. Ein Buch an das ich denke, gleichzeitig glücklich und fasziniert bin, genauso wie ich anfange zu weinen, wehmütig bin und Danny, Jessica und Tina dafür bewundere. Bewundere Wie sie sich durch das Leben schlagen. Wie Danny kämpft und sich durch schlägt wie er sein Leben lebt. Jessica wie sie nicht locker lässt, sich entwickelt und zu den Menschen steht die sie liebt bis zum Schluss. Tina wie sie kämpft und kämpft und alles versucht.

    "So viel Leid und Kummer könnte verhindert werden, wenn die Menschen in diesen armseligen Land ihre Augen öffnen und begreifen würden, was um sie herum passiert. Aber sie sind nur auf ihre eigenen nichtigen Probleme und ihre jämmerliches Dasein fokussiert. Die Lebewesen um sie herum sind ihnen völlig egal." - S. 88 Danny

    Eine Geschichte über Akzeptanz, Liebe, Freundschaft und auch ein kurzer Realität Check, denn wir alle Vorurteilen ohne vorher zu wissen, ziehen Schlüsse ohne die Fakten zu kennen und sind unfair Menschen gegenüber ohne sie zu kennen.

    Noch nie hat mich eine Geschichte so sehr getroffen wie diese hier und ich kann sie jedem empfehlen. Denn das Leben ist nicht immer fair, oft ist es grausam. Doch so grausam wie es ist, so hält es auch schöne dinge für uns bereit. Es lässt uns unser Schicksal leichter nehmen, es hält uns aufrecht und wir lernen zu genießen was wir haben

    Ich hoffe ihr versteht mich.

  23. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783446253865)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

     (304)
    Aktuelle Rezension von: Dajobama

    Die Terranauten – T.C.Boyle 

    „Nichts rein, nichts raus. Vier Männer, vier Frauen. Neue Welten, neues Leben.“ Das sind die Mantras der Crew von Ecosphere 2.

    Acht Menschen, die in einer überdimensionalen Glaskuppel eine neue Welt aufbauen sollen. Es soll versucht werden, in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. Dieser Roman basiert auf realen Begebenheiten. Ein entsprechendes Experiment gab es tatsächlich. Aufgezogen wie eine Reality-Show, sind die Kandidaten ständig unter Beobachtung, dennoch auf sich selbst gestellt. Der Medien-Rummel ist riesig. Big Brother is watching you. 

    Wie ich finde, eine total spannende Ausgangssituation, die der Autor auf eine recht spezielle Weise weiterentwickelt. 

    Nun ja, die Protagonisten, drinnen wie draußen sind allesamt keine Sympathieträger. Alle arbeiten auf das gleiche Ziel hin: der Einschluss, der zwei Jahre dauern soll, darf auf keinen Fall unterbrochen werden. Darüber hinaus sind sie alle keine Teamplayer. Da wird von Anfang an sehr viel geschauspielert, nach außen hin, versteht sich. Im Inneren der Kuppel werden sehr bald erste Risse in der Gemeinschaft sichtbar. 

    Erzählt wird das Ganze aus drei Perspektiven: Ramsay und Dawn, beide in der Glaskuppel, und Linda, neidisch und missgünstig von außen. Sie verkörpert das voyeuristische Element, das teilweise recht stark ausgeprägt ist. 

    4 Männer, 4 Frauen. Eigentlich ist klar, wohin das führen wird. Insbesondere der Schönling Ramsay überlegt bereits im Vorfeld, welche der zur Verfügung stehenden Frauen er gerne beglücken würde. Und nun ist es tatsächlich so, dass im Verlauf des Romans, die technischen, biologischen etc. Details dieser besonderen Mission etwas in den Hintergrund geraten. Boyle zieht es vor, sich auf die zwischenmenschliche Schiene des Unternehmens zu konzentrieren. Und das bedeutet: sehr viele Oberflächlichkeiten und noch mehr Sex. Nun steht es bereits im Klappentext und ist somit kein Geheimnis, dass Ramsay es fertig bringt, seine Auserwählte Dawn zu schwängern. Ich erwähne das deshalb, weil es tatsächlich über weite Teile das beherrschende Thema dieses Buches ist. Die Frage stellt sich: kann die Mission fortgesetzt werden? 

    Stellenweise war ich bei der Lektüre dieses Romans etwas irritiert, weil ich etwas anderes erwartet hatte. Mehr Fokussierung auf die naturwissenschaftlichen Fakten, das eigentliche Ziel. Das hier erinnert oftmals an eine schlechte Daily Soap. Boyle versteht, es seine Leser zu fesseln. Wenn auch zumindest oberflächlich betrachtet auf billige, voyeuristische Weise. Aber bei näherer Betrachtung: ist es nicht das Wesen des Menschen, all die Streitereien und Missgünste, Machtkämpfe, Rivalitäten, die letztendlich über unser Überleben auf welchem Planeten auch immer entscheiden? Sind diese zwischenmenschlichen Differenzen nicht ebenso wichtig wie Ackerbau etc.? 

    Dieser Roman wirkte provokativ auf mich, konnte mich aber trotzdem absolut fesseln. Ich flog nur so durch die Seiten, fühlte mich aber immer wieder an Trash-TV erinnert. Die eigentliche tiefsinnige Aussage hat Boyle sehr gut hinter Eitelkeiten und Sex versteckt: Wenn der Mensch sich auf der Erde schon zerfleischt, wird er das überall sonst früher oder später ebenso machen. 

    Im Nachgang sehr beeindruckend: 4 Sterne

  24. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.477)
    Aktuelle Rezension von: manie

    Der Tod erzählt über ein junges Mädchen, das in der NS-Zeit Bücher stiehlt und sich mit einem versteckten Juden anfreundet.

     

    Eins vorweg: Ich liebe dieses Buch.

     

    - Aaaber, Gott, hat mich der Autor die ersten 150 Seiten genervt. Ich hasse Vorahnungen und Zusak hat es hier auf die Spitze getrieben. Ungefähr alle zehn Seiten versprach der Erzähler, dass bald, ganz, ganz bald, diesmal auch ganz sicher bald, die Bücherdiebin zum zweiten Mal zuschlagen wird. Argh! Hat sie. 150 Seiten später. Irgendwann dachte ich: Wenn er es noch mal sagt, schmettere ich das Buch gegen die Wand.

     

    - Und wenn wir schon bei Gott sind. Immer wieder erwähnte der Tod seinen Auftraggeber, ohne ihn zu benennen (fand ich super). Bis er dann gen Himmel nach Gott rief und ein „Warum“ hinterher. Da war ich für einen Augenblick raus.

     

    - Das Ende war mir zu abrupt. Passend und wunderschön traurig, aber abrupt.

     

    Abgesehen von diesen Punkten habe ich nichts auszusetzen.

     

    - Noch eine Anmerkung zum Schreibstil:

    Auf dem ersten Blick: Extrem gewöhnungsbedürftig.

    Auf dem zweiten: Verdammt noch mal, ich will auch so poetisch schreiben können! Manche Passagen waren stilistisch gesehen so schön, dass ich mir dachte, allein deswegen lohnt es sich, dieses Buch zu lesen.

     

    Mein Fazit: Wunderschön. Lest es.

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