Bücher mit dem Tag "bibliothekarin"

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80 Bücher

  1. Cover des Buches House of Night - Betrogen (ISBN: 9783404160327)
    P.C. Cast

    House of Night - Betrogen

     (2.604)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Teil 1 von "House of night" habe ich als Hörbuch gehört, da ich den zweiten Teil kürzlich in einem Bücherschrank gefunden hatte. 

    Pc Cast und Kristen Cast: "House of Night: Gezeichnet" und "Betrogen".

    Die Reihe hat un 2006 begonnen, genau zum richtigen Zeitpunkt des Vampir Hypes. 

    Vampire sind kein Geheimnis. Im Gegenteil, jeder weiß um sie und wo sie zu finden sind. 

    Allerdings wird man eher Random mäßig ausgesucht und Gezeichnet. Wie Zoe. Und um sie geht es schließlich auch. 

    Im ersten Teil muss sie noch lernen, mit ihrem neuen Schicksal zurecht zu kommen. Im zweiten Teil ist sie gefühlt fast nur rollig.  

    Aber die Buchserie hat mir bis hierher schon gut gefallen. Es liest sich schnell und eignet sich ganz gut, um nicht so viel nachdenken zu müssen.  

    3.5/5

  2. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453437166)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (670)
    Aktuelle Rezension von: Zeke

    "Der Anschlag" war leider eine absolute Enttäuschung gewesen. Bevor ich anfing die Bücher von Stephen King chronologisch nach Veröffentlichungsdatum zu lesen, hatte ich mir ein paar seiner bekannteren Werke auf Empfehlung der Allgemeinheit bedient. Leider war "Der Anschlag" von 2009 eine absolute Enttäuschung für mich gewesen. Mag vielleicht sein, dass meine Erwartungen viel zu hoch waren, aber dennoch. 

    Die knapp 850 Seiten hätte man gut und gern auf 400 Seiten kürzen können. Es waren etliche Seiten enthalten, die absolut überflüssig waren und die "Spannung" der Handlung bremsten. Da wären die todlangweilige Nebenhandlung in der Kleinstadt, in der sich Jake kurz zur Ruhe gesetzt hatte oder die ellenlange Erzählung über die Familiengeschichte der Oswalds. Die Krönung der schlechtesten Nebenhandlungen in "Der Anschlag" ist aber immer noch die Vorbereitung für die Highschool-Tanzveranstaltung, welche absolut irrelevant war. Statt einer spannenden Zeitreisegeschichte, las ich die ach so schönen 60er Jahre aus Sicht eines alten Mannes aus dem 21. Jahrhunderts. Vielleicht können ältere Leser etwas damit anfangen aber für mich ist das nichts. Die Hälfte des Buches handelt davon, wie schön die 60er Jahre doch sind aber man kennt ja von King, dass er nicht wirklich der grösste Fan der Technologie ist. 

    Der einzige Trostpflaster war wohl die kleine "Nebenstory" in Derry, aber der Rest? Absolut nichts für mich. Keine fesselnde Story, keine spannenden Charakter und eher eine Biografie über Lee Harwey Oswald, als eine Zeitreisegeschichte. 


  3. Cover des Buches London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (ISBN: 9783548285986)
    Samantha Young

    London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe)

     (796)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Johanna hat eine Alkoholkranke Mutter und sorgt für Sie und ihren kleinen Bruder, dabei datet Sie immer wieder ältere reiche Männer und hofft auf einen Heiratsantrag und somit finanzielle Sicherheit. Sie arbeitet an der Bar und dort lernt sie Cameron kennen, zwischen den beiden knistert es, doch Johanna darf wahre Gefühle nicht vor Sicherheit stellen…

    Naja…ich hatte extreme Mühe mit der Protagonistin, sie datet Malcom einen etwas älteren und wohlhabenden aber gutaussehenden Mann, wenn sie bei ihm ist, ist sie die «perfekte Freundin» und verstellt sich…Ihre Gedanken waren mühsam, es dreht sich alles um hoffentlich klappt es diesmal (damit ist der Heiratsantrag gemeint) also ehrlich…Die Protagonistin hat sich zusätzlich sehr kontrovers verhalten, auf der einen Seite ist es ihr egal was die anderen von ihr halten, dann trifft es sie aber wieder wenn jemand eine Äusserung macht… Zusätzlich hat sie mir ein wenig zu viel von dem Protagonisten aus Band 1 geschwärmt…dies war irgendwie komisch…Die Gedanken der Protagonistin zu verfolgen war für mich einfach nur mühsam, hätte diese vor mir gestanden hätte ich sie womöglich geschüttelt…

    Dazu kam das «ich mache das aber nur wegen meinem Bruder Konzept», also eigentlich ist es moralisch verwerflich aber da ein guter Gedanke dahinter steckt ist es in Ordnung… uff…das ist jetzt schon das zweite Buch von dieser Autorin, bis jetzt hat sie mich noch nicht geflasht… dabei habe ich noch so einiges von ihr auf dem SUB…

    Ich kann es für niemanden empfehlen, da leider bis auf den fliessenden Schreibstiel (deswegen auch 2 Sterne) ich nichts Positives an diesem Buch finden konnte…es gibt mit weitem besseres in diesem Genre…

     

  4. Cover des Buches Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe (ISBN: 9783453529090)
    Kami Garcia

    Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

     (1.027)
    Aktuelle Rezension von: Rosalynn

    Wenn man den Film zuerst gesehen hat und ndanach wissen will wie es weitergeht, dann ist es weniger "langweilig" als es teilweise aufgefasst wird. Man muss an manchen Stellen sehr genau aufpassen, jedoch vergehen auch Seiten ohne wichtigen Inhalt. Es werden viele Dinge erklärt die in den späteren Büchern wichtig werden, was, wenn man diese nicht ließt, als unnötig erscheint. Es wird sich an manchen Stellen sehr auf Dinge konzentriert die für den Leser als unwichtiger scheinen als ein anderer Handlungsstrang. Manche Dinge werden nicht zu Ende erklärt, andere dafür zu ausführlich. Das Gleichgewicht ist nicht gut gefunden, jedoch, wenn die Geschichte einen einmal richtig packt, dann will man auch weiterlesen, so anstrengend es auch sein kann. Die weiteren Bände ziehen sich weniger und sind es wert gelesen zu werden.

  5. Cover des Buches Die unsichtbare Bibliothek (ISBN: 9783404208708)
    Genevieve Cogman

    Die unsichtbare Bibliothek

     (389)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    »So viele Autoren speisen ihre Leser faul mit einfallsloser Massenware ab, dass eine fantastische Welt, die sich nicht auf den ersten Blick bei ihren Vorgängern bedient und die etwas Neues ins Genre bringt, wie ein frischer Windhauch ist - Mit seiner sympathischen Heldin und seiner wohltuend vielschichtigen Handlung ist 'Die unsichtbare Bibliothek' ein Buch, in dem man schwelgen kann.« The Guardian

    Dies oben kann ich so leider nicht unterschreiben. Irene als Hauptperson ist mir total unsympathisch. Sie buttert ihren Lehrling Kai erstmal kräftig unter und zeigt ihm wer das sagen hat. Dabei hat er ihr keinen Grund gegeben sofort die Gerte auszupacken. Darüber hinaus ist sie der Meinung, sie dürfe keine Gefühle zeigen, muss kalt und unberechenbar sein. Leider führt dies dazu, dass sie mir sowas von unsympathisch war und ich mit ihr nicht einmal warm werden konnte.

    Von Kai erfährt man mit der Zeit ein bisschen mehr, bleibt aber ansonsten blass und unscheinbar.

    Weitere Charaktere sind wie die Dinge auf den Flohmarkt, wo man drüber hinwegschaut und kein Interesse für entwickeln kann.

    So hat die Story ganz zu Anfang einen tollen Auftakt gehabt und Irene wirkte spannend und actionreich. Dann kam die sehr langweilige Passage in der Bibliothek und dann der gemeinsame Auftrag. Der, wo ich mich ehrlich fragte: Was ist eigentlich euer Sinn in dieser Arbeit.

    Es wird zwar erklärt was die Bibliothek ist, die Bibliothekare und die Sprache. Und dennoch wird gefühlt gar nichts erklärt. Es ist einfach nur ein langer, erschöpfender Prozess dieses Buch zu lesen, welches mit dicken Worten wie Bibliothek, Bibliothekare und Sprache um sich wirft, um diese gezielt in den Mittelpunkt zu stellen und ihre Wichtigkeit zu betonen und zugleich den Leser damit vollkommen aus dem Lesefluss reißt.

    So auch die Art wie Irene spricht. Statt einen Satz klar und gezielt auf den Punkt zu bringen, füllt sie diesen aus, in eine Länge und einer Unverständlichkeit, gespickt mit Ausführungen, welche nicht zum Ende zu führen scheinen. – Ja ich habe mich um es verstehen zu können, soeben auch getan. Dies machte es zu einer zähflüssigen und klebrigen Angelegenheit gespickt von den Schlaglöchern der dick geschriebenen Wörter.

    Die Story selbst nimmt dabei nicht an Fahrt auf und wirkt überladen und ohne einen roten Faden. Alles in allem finde ich es aber sehr schade, denn die Grundidee finde ich super und leider sind mit diesem Buch auch die Folgeteile aus meinem SUB geflogen.

    Alles in allem war für mich dies der Grund, bei 60 % abzubrechen. Die letzten drei Stunden, welche mein E-Reader mir zeigte, war ich nicht mehr bereit in dieses Buch zu stecken.

  6. Cover des Buches Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist (ISBN: 9783492316347)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    --- Diese Rezension kann Spuren von Spoilern enthalten ---

    Durch Einsparung verliert Nina ihren Job als Bibliothekarin und so beschließt sie einen Bücherbus zu führen. Allerdings muss sie dafür nach Schottland ziehen. Je länger sie allerdings in Schottland lebt, desto mehr fühlt sie sich zu Hause.

    Mir hat die Geschichte durchweg gut gefallen. Beim Lesen konnte ich mir richtig gut die kleinen Dörfchen vorstellen und ich fand Nina und ihren Bücherbus sehr charmant.

    Das einzige was mich tatsächlich gestört hat, war die Liebesgeschichte. Denn anfangs bandelt Nina mit jemand ganz anderem an und ich muss sagen, die beiden haben richtig gut zu einander gepasst (bis auf den Trennungsgrund) und dann plötzlich ist da die Beziehung zu ihrem Vermieter und die hat sich leider für mich sehr unecht angefühlt. Obwohl ich als Leserin durch den Klappentext wusste, das die beiden zusammen kommen, kamen diese Gefühle für mich wie aus dem Nichts.

    Ansonsten wurde ich aber bestens unterhalten und freue mich schon auf die weiteren Teile der Reihe.

  7. Cover des Buches Rock Kiss - Eine Nacht ist nicht genug (ISBN: 9783802599255)
    Nalini Singh

    Rock Kiss - Eine Nacht ist nicht genug

     (227)
    Aktuelle Rezension von: railantahelena

    jede liebes Geschichte ist einzig artig und diese ist ganz besonders 

    als fox molly trifft ist er ganz begeistert von ihr und als er mit ihr mal alleine im Aufzug waren bittet er sie ihn mit zu ihr nach hause zu nehmen und eine wunder volle Nacht zu verbringen.


    molly ist schon seit einer weile in den Sänger Fox verliebt und als er sie bitten sie mit zu ihr nach Hause zu nehmen und eine schöne Nacht zu verbringen was sie aber nicht weis ist das er mehr als eine Nacht will  

  8. Cover des Buches Die maskierte Stadt (ISBN: 9783404208883)
    Genevieve Cogman

    Die maskierte Stadt

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Im zweiten Band geht es nicht mehr um ein bestimmtes Buch, das beschafft werden muss. Vielmehr muss Irene Winter einen Freund retten und einen Krieg verhindern, der alle Welten betreffen würde.

    Im zweiten Teil treffen wir auf einige neue Figuren, doch auch so manch vertrauter Charakter ist mit von der Partie.

    Erneut an Irenes Seite ist Vale. Durch seine sehr pragmatische Art und seinen Ansichten bringt der Detektiv immer frischen Wind in die Geschehnisse und ist für so manche Überraschung gut. Da er nicht zwischen den Welten reisen kann und auch keine Ahnung von den Elfen und Drachen hat, sieht er vieles aus einem anderen Blickwinkel als Irene.

    Von Kai erfahren wir nur durch zwei kurze Intermezzi wie es ihm geht. Mir hätte es besser gefallen, wenn es zwei Handlungssträngen gehabt hätte, die am Ende zusammengeführt worden wären. Dies macht eine Geschichte für mich immer noch spannender und interessanter. Aber auch so ist der Autorin eine unterhaltsame Erzählung gelungen.

    Die Nebendarsteller sind diesmal größtenteils Elfen. Die Autorin gab diesen vor allem den Drang zur Dramatik. Ein Aspekt, der nicht überzeugt. Das interessante am ersten Band war, dass die Autorin einen guten Weg zwischen Realität, Literatur, Geschichte und Fiktion gefunden hatte. Die Literatur fiel diesmal komplett weg, das Thema Bibliothek kam nicht wirklich vor. Fiktion und magische Fähigkeiten überwogen. Schade.

    Irene Winter startet komplett unvorbereitet in ihr Abenteuer. Was für eine Neuigkeit! Irene überrumpelt und emotional handelnd. Für sich, für Kai, nicht für die unsichtbare Bibliothek. Natürlich kommt ihr Sarkasmus zur Geltung und auch so mancher Zweifel, aber das macht die Junior-Bibliothekarin menschlicher denn je. Natürlich überwindet Irene mit der Sprache einige Gefahren. Das wollte ich auch lesen. Naja, nur nicht so oft. Manchmal hoffte ich, dass sie es auch einmal „ohne“ schafft. Also mit Körper und Geist allein. Ich könnte schwören, dass hätte unsere Hauptprotagonistin draufgehabt. Aber hier fehlte es der Autorin wohl an Ideen.

    Der Heldin gegenüber standen sadistisch und sich kompliziert gebende Antagonisten. Natürlich sollen wir die Bösen nicht mögen, aber sie sollen faszinieren! Hier waren es einfach Stereotypen, mehr nicht.

    Zum Ende hin, geht es dann rasanter zu! Die Dinge überschlagen sich nicht gleich, aber es zieht sich nicht mehr. Es folgen einige Überraschungsmomente! Vielleicht liegt es auch daran, dass Elfen keine große Rolle mehr spielen, wer weiß. Ein weiterer Pluspunkt - es gibt keinen großen Cliffhanger! Die Geschichte wird abgeschlossen. Dennoch wurde nicht vergessen, einen kleinen Anreiz zu geben. Schließlich gibt es noch einen aktuellen dritten Band.

     „Die maskierte Stadt“ lebt mehr von ihrer Hauptprotagonistin und den liebevoll umschriebenen Details als von der Geschichte selbst. Das Buch könnte auch ohne Vorkenntnisse zum ersten Band gelesen werden und bildet eine in sich geschlossene Geschichte. Könnte. Doch ohne die Vorgeschichte würde ich dem Buch einen Stern weniger geben.

  9. Cover des Buches Die flammende Welt (ISBN: 9783404208449)
    Genevieve Cogman

    Die flammende Welt

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Der Roman ,,Die Flammende Welt" von Genevieve Cogman ist der dritte Teil der Bibliothekaren- Reihe. Der Leser begleitet Irene, ihres Zeichens Agentin der unsichtbaren Bibliothek. Die BIBLIOTHEK ist der einzige Ort, der das Gleichgewicht zwischen den Welten von Chaos und Ordnung aufrechterhält.

    Nach dem offenen Ende des zweiten Bandes musste ich wissen, wie es mit Irene weitergeht. Gibt ihr die Bibliothek noch eine Chance? Und was ist mit Kai passiert? Dieses wurde jedoch leider nur kurz angesprochen. Die Geschichte geht einfach weiter. 

    Die Autorin schafft es zwar, eine in sich stimmige Fantasy-Welt zu erschaffen, in der es ganz unterschiedliche Parallelwelten unterschiedlichster Entwicklungsstufen gibt.  Diese weisen unterschiedliche Stufen von Chaos beziehungsweise Ordnung auf, in denen sich unterschiedliche Wesen (Elfen, Drachen, Werwölfe, Vampire und Menschen) wohlfühlen. Wobei Vampire bisher kaum eine Rolle gespielt haben. Bei der Umsetzung ist jedoch noch Luft nach oben.

    Gerade haben Irene und Kai einen weiteren Auftrag erledigt und wollen das erbeutete Buch in die Bibliothek bringen, als ihr Portal statt sich zu öffnen in Flammen aufgeht. Mit Hilfe von Kais Drachenfähigkeiten gelangen sie in ihre Heimatwelt, die sich im London des 19. Jahrhunderts findet. Doch das flammende Portal war kein Einzelfall, in vielen Parallelwelten geschieht Ähnliches. Bibliothekare geraten in Gefahr und die unsichtbare Bibliothek wird bedroht.
     Irene und Kai entkommen knapp einem Mordanschlag. Hilfe bei der Aufklärung suchen sie bei dem befreundeten genialen Detektiv Vale, der zu viele Parallelen zu dem weltbekannten Sherlock Holmes aufweist.

    Auch alte Feinde tauchen auf, immer wieder geraten Kai und Irene in Bedrängnis, ihr Leben ist ständig in Gefahr und auch die Bedrohung der Bibliothek nimmt immer mehr zu. Bald überschlagen sich die Ereignisse.

    Der Schreibstil der Autorin war okay, stellenweise recht holprig zu lesen, was mich jedoch nicht gross gestört hat. Die Geschichte erschien mir manchmal etwas wirr, Für mich hatte das Buch am Ende einige Längen und war aufgrund der schnellen Folge von Schlagabtäuschen im letzten Teil etwas übertrieben

    Mit der Bibliothekarin Irene "Ray" Winters hat die Autorin eine sehr charmante und liebenswerte Protagonistin erschaffen. Es ist deutlich, dass Irene alles andere als allwissend ist und demzufolge häufig in die Bredouille gerät. Diese nahbare und realistische Unperfektheit sind Auslöser für viele alternative und unglaublich unterhaltsame "Problemlösungen" und Herangehensweisen, die dem ganzen Konzept eine erfrischende und humorvolle Note verabreichen.

    Die Geschichte selbst ist, abgesehen von ein paar spannenden Szenen, doch recht simpel gehalten. Als Spannungsbremse empfand ich auch die immer wiederkehrenden Gedankengänge Irenes. Paranoia scheint das bevorzugte Wort der Autorin im Zusammenhang mit dieser Figur zu sein.

    Die Hauptcharaktere kamen auch diesmal zu kurz. Da hat mir eine gewisse Tiefe gefehlt und ihre Emotionen waren für mich nicht deutlich genug gewesen. Vor allem das Zwischenmenschliche hat gefehlt. Die Gefühle und Emotionen der Figuren. Die Geschichte ist einzig auf Abenteuer und Erledigung der Aufgabe ausgelegt da bleibt kein Platz für Gefühle.

    Die Autorin versucht zwar eine Dreiecksbeziehung zwischen Irene, Vale und Kai in die Handlung einzubringen. So nach dem Motto: Kai ist mein Lehrling, für den bin ich verantwortlich und daraus darf nicht mehr werden. Da halte ich mich doch lieber an den Scherlock Holmes Verschnitt. Doch überzeugt weder das eine noch das andere.

    Unlogisch erscheint mir, dass die Rettung der BIBLIOTHEK allein einer Person überlassen wird. Die übrigen Bibliothekare sollten meines Erachtens vermehr mit eingebunden werden. Doch noch sind sie reine Statisten, die kaum eine Rolle spielen.

    Die Handlung ist zu einseitig auf Irene abgestimmt. Dabei gibt es so viele andere Beteiligte: beispielsweise den Superdetektiv Vale, Sighn von Scotland Yard, Li Ming der Diener des Drachenkönigs; Silver und noch einige mehr. Diese wurden immer nur namentlich erwähnt oder wir bekamen sie nur zu Gesicht, wenn auch Irene in der Szene war. Ausnahme war nur ein kurzes Kapitel, in dem Silver und Vale aufeinandertreffen. Leider war diese Abweichung aber nur von kurzer Dauer und wiederholte sich dann auch nicht. Natürlich kann dies auch so funktionieren, doch dazu muss von der Hauptfigur mehr kommen.

     Von der Idee her ist die Serie "Die Bibliothekare" wirklich gut. Der Leser findet sich in Welten wieder, die sich in vergangenen Epochen unserer Welt befinden. Magische Wesen, Bösewichte, bekannte politische Ereignisse, historisch bekannte Namen, Namen aus bekannten Büchern, es findet sich alles in dieser Erzählung. Doch an der Umsetzung haperte es. Die ganze Geschichte baut nur auf Irene auf. Sie ist die unangefochtene Heldin. Was ist mit den anderen Bibliothekaren?

    Auch Kai kommt in diesem Buch viel zu kurz. Besonders in seiner Rolle als Drache. Lediglich zu Beginn des Buches hat er eine Szene bekommen und zum Ende des Buches. Hier hat die Autorin ihn zumindest nochmal in den Vordergrund gerückt, nachdem er eine doch eher zurückhaltende Rolle übernommen hat und Irene scheinbar hörig ist.

  10. Cover des Buches Aller Anfang ist Hölle (ISBN: 9783596188598)
    Jana Oliver

    Aller Anfang ist Hölle

     (729)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren - nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.


    Konnte mich leider nicht packen. Ich werde diese Reihe nicht fortsetzen.

  11. Cover des Buches Die Nähe des Himmels (ISBN: 9783453721739)
    Nicholas Sparks

    Die Nähe des Himmels

     (387)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nicholas Sparks nutzt für dieses Werk einen Aufhänger, mit dem wir alle wohl schon einmal in irgendeiner Form konfrontiert waren. Nicht täglich oder wöchentlich, aber zumindest monatlich taucht irgendwo und irgendwann ein Typ Nachricht auf – ob im Fernsehen, in der Zeitung oder auf anderem Wege – bei dem wir in bestimmter Regelmäßigkeit entweder eine Augenbraue nach oben ziehen, irritiert den Blick schärfen oder ungläubig den Kopf schütteln. Der Glaube an Unlogisches, an Dinge, die rational schlicht nicht zu erklären sind: je mehr von ihnen einem zu Ohren kommen, desto mehr ist man dazu gezwungen, sich mit dem, was man nicht sehen kann, auseinanderzusetzen, eine Meinung dazu zu entwickeln.
    Im Falle des New Yorker Wissenschafts-Journalisten Jeremy Marsh fällt diese Meinung klarer denn je aus: er glaubt nicht an Übernatürliches. Als Kolumnist für eine große Zeitschrift deckt er allerlei Phänomene und Erscheinungen auf, die sich seiner Meinung nach immer auf Betrug, Schwindel oder Zufall zurückführen lassen. Nach erfolgreicher Widerlegung der scheinbaren Gabe eines Hellsehers im Fernsehen wird er ins kleine Örtchen Boone Creek in North Carolina eingeladen, um dort die Spur mysteriöser Geisterlichter auf einem Friedhof aufzunehmen. Nicht nur seine Suche nach der Ursache der Lichter hält Überraschungen für ihn bereit…


    Einmal mehr hat mich Nicholas Sparks' beeindruckende Art, Umgebungen und insbesondere Personen zu erschaffen, fasziniert. Er schafft es, mit wenigen Worten und ohne dabei künstlich oder geschwollen zu wirken, authentisch Landschaften, mehrdimensionale Charaktere und Gegebenheiten zu beschreiben. Vielfach kommt es mir in Büchern unter, dass ich mich nicht vollständig auf eine Geschichte einlassen kann, weil irgendetwas mich zu einer rational-logischen Distanz zwingt – begründet durch anzweifelbare, unlogische Handlungsstränge oder unglaubwürdige Dialoge. Hier ist aber das genaue Gegenteil der Fall gewesen. Die Handlung, der Charme der Charaktere und Sparks' leichtfüßiger Schreibstil nehmen schlicht gefangen.


    Besonders, neben dem absolut nachvollziehbaren Handlungsverlauf, wird 'Die Nähe des Himmels' meiner Meinung nach von Kapiteln gekennzeichnet, die in sich zwar relativ abgeschlossen und logisch gegliedert sind, aber auf warmherzige, leichte Art und Weise am Ende den Leser dazu auffordern, den 'Kreis gedanklich zu schließen', eine kleine verknüpfende, nicht im Buch ausgeschriebene Überlegung anzustellen, um sich damit selbst ein warmes Detail der Geschichte zu erschließen, das oftmals im folgenden Kapitel als gegeben betrachtet wird. Überhaupt schreibt Nicholas Sparks so, dass man oftmals einfach lächeln muss. Warm, aufrichtig, aber trotzdem ungeschliffen. 'Die Nähe des Himmels' hält ungeahnte Wendungen bereit, wie es meiner Meinung nach ein zweites Merkmal Nicholas Sparks' verlangt. Und trotzdem verliert man als Leser nicht den berühmten roten Faden, kann man sämtliches Handeln der Charaktere nachvollziehen. Wenn nicht sofort, dann nach einigen Seiten, in denen Nicholas Sparks die Zurückhaltung des Lesers aufzugreifen scheint. Manchmal schien es mir so, als habe er versucht, sein eigenes Buch als Außenstehender zu verstehen und aus dieser Sicht mögliche aufkommende Überlegungen eines mitdenkenden Lesers in sein Buch zu integrieren. Diese kleinen Details und der Umstand, dass auch dieser Roman von ihm nicht gewöhnlich, nahezu vorauszuahnend ist, geben dem Buch etwas, das zur Abgrenzung von anderen Büchern dieses Genres dient.


    Ich finde, Nicholas Sparks ist mit diesem Roman einmal mehr eine Geschichte gelungen, die zweifelsohne genau so passiert sein könnte, die jeglicher unglaubwürdig-machenden Komponente entbehrt. Ich habe absichtlich nicht zu viel des Inhalts preisgegeben, weil ich der unerschütterlichen Meinung bin, dass dieses Buch ein sehr lesenswertes ist. Einzutauchen in die Schönheit North Carolinas, um selbst der Frage nachzugehen, inwiefern der Himmel nah ist – das ist nicht nur eine Möglichkeit, die durch das Buch eröffnet wird, sondern ein Versprechen.

  12. Cover des Buches Im Land der Nachtschattenvögel (ISBN: 9783646600582)
    Katjana May

    Im Land der Nachtschattenvögel

     (53)
    Aktuelle Rezension von: janina_schulz

    Meine Meinung

     

    Katjana May entführt den Leser mit ihrem Jugendroman „Im Land der Nachtschattenvögel“ in eine magische Welt, fernab unserer Realität. 

    Sie begeistert mit fantasievoll gestalteten „Kreaturen“, beängstigend wie liebenswert und doch ist es ein scheinbar gewöhnliches Mädchen, das die Hauptrolle spielt. 

     Julie Winter ist erst 16 Jahre alt und hat keine Ahnung wo sie im Leben steht. Sie weiß nicht wo sie her kommt, wer sie eigentlich ist und hat viel zu schnell erwachsen werden müssen. 

    Mit einem Buch über Magie und alten Sagen fangen die seltsamen Träume an und sie hört diese Stimme, die immer wieder um Hilfe schreit. 

    Ungewollt findet sie sich plötzlich im Land der Nachtschattenvögel wieder und es gibt keinen Weg zurück. Es sei denn sie erfüllt ihre Aufgabe, umsonst hat es sie nicht in diese andere Welt verschlagen. 

    Eine spannende Reise wartet auf Julie und den Leser, die geprägt ist vom Suchen und Finden, Zweifeln und Hoffen, Leiden und Lieben. 

     Julie ist zu Beginn eine eher zurückgezogene Persönlichkeit, schüchtern, unbeholfen, ängstlich. 

    Das sie im Land der Nachtschattenvögel landet, überfordert sie zunächst. Sie will nur nach Hause, fühlt sich hilflos und verschließt sich. Erst als sie auf Nanna, eine zeitlose Dame, die ihr Unterschlupf gewährt, trifft, begreift Julie, dass sie einen bestimmten Weg einschlagen muss. 

    Mit jedem Schritt in die richtige Richtung gewinnt das Mädchen an Selbstbewusstsein und Stärke. 

     Ihr kleiner Wegbegleiter Tigg, ein so genannter Zweigling, leistet ihr nicht nur Gesellschaft. Er hilft Julie dabei ihre neu gewonnene Willenskraft nicht zu verlieren. 

    Das Ziel noch unbekannt, gestaltet sich die Reise holprig und beschwerlich. Wohin geht man wenn man gar nicht weiß wonach man eigentlich sucht? 

    Der Leser darf die Figuren auf dieser spannenden Reise begleiten. Mit ihnen verzweifeln, sich mit ihnen fürchten und erleichtert aufatmen. 

    Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend „anders“. Katjana May hebt sich mit ihrer ganzen Art und Weise von der derzeitigen „Mainstream-Welle“ ab. 

    Trotz märchenhafter Elemente fügt sich die Geschichte wunderbar in unsere Gegenwart ein und erzeugt eine einzigartige melancholische und düstere Stimmung. 

    Und was ich besonders schön fand: Es bedarf keiner heißen und schmalzigen Szenen um Gefühle zu zeigen.

     

    Fazit & Bewertung

     

    Da diese Geschichte so ganz anders ist als man es bislang kennt oder vielleicht erwarten würde, hat sie ihren völlig eigenen Charme. 

    Für jeden der sich auf Neues einlassen will und unbekannte Welten entdecken möchte nur zu empfehlen. 

     

    5*****

     

  13. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    John Irving erzählt in eindringlichen aber auch lustigen Worten, von einem Bi-Sexuellen  Jungen im Vermont der 50er Jahre, welcher sich selbst noch nicht versteht und somit auch die Welt, die ihn umgibt nicht versteht. Er fühlt sich immer wieder zu der wesentlich älteren Bibliothekarin Mrs. Frost hingezogen. Er sagt immer wieder er liebt Sie.

    Er erzählt auch, wie er sich als Teenager in einen Mitschüler „verliebt“ hat, der ihn aber irgendwie immer nieder macht. Immer wieder stellt er fest, dass er sich zu Jungen oder Männern hingezogen fühlt, aber auch zu Frauen - am besten mit breiten Schultern und wenig Brüsten.

    Sein Berufswunsch ist Schriftsteller zu werden, und diesen wird er  sich auch erfüllen. Sehr oft beschreibt er, wie man als Schwuler in den USA immer wieder diskriminiert wurde und wie es war, wenn man damals eine andere sexuelle Neigung hatte.

     

    Was mich auch sehr bewegt hatte, war die Art wie John Irving beschreibt, wie es in den 80er Jahren war, als die AIDS Welle ihren Höhepunkt hatte und immer mehr seiner Freunde und Weggefährten, auch die aus der Schule oder dem späteren Umfeld von William unseren Roman „Helden“

     

    Je länger man dieses Buch liest, desto mehr wachsen einem die Figuren in dem Buch ans Herz und man fühlt mit. Es beschäftigt einen und man ist froh, in einer toleranteren Zeit zu leben. Wobei man immer auch das Gefühl hat, dass noch nicht alles perfekt ist.

     

    Was das Buch so lesenswert macht ist, dass NIE mit einem erhobenen Zeigefinger gesagt wird so war es und das war schlecht.

    Nein, es wird ein Plädoyer für die Offenheit zwischen den Menschen und ihren verschiedenen Neigungen gehalten.

    Es werden Probleme aufgezeigt, die man immer irgendwie hat. Wo man denkt, ist man nun wirklich noch normal? Jeder Mensch hat etwas wo er sagt, ich glaube das ist doch nicht normal.

    Aber anstatt das wir es offen aussprechen, was uns bedrückt, fressen wir es immer wieder in uns rein. Wir sind nicht offen uns gegenüber, geschweige denn unserem Umfeld. Ich denke, dass vieles was in dem Buch beschrieben wird nur deswegen passiert ist, weil wir nicht offen miteinander umgehen.

  14. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783837111071)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Panobbi

    (Hörbuch-)Empfehlung: Kings - Der Anschlag. Ich mag Kings -non Horror- ja für die Welten, die er baut. Bei King ist es ja eher immer die Reise, als das Ende. Hierbei finde ich das reine Ende toll. Die Auflösung eines der Grundthemen lahm. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass mich das letzte Viertel langsam verliert. War dieses Mal nicht der Fall. Und die ohne Auflösung angenehm knapp gehalten.

  15. Cover des Buches Treuetat (ISBN: 9783548286112)
    Elke Pistor

    Treuetat

     (59)
    Aktuelle Rezension von: coffee2go

    Kurze Inhaltszusammenfassung:

    In ihrem neuen Fall ermittelt Verena Irlenbusch an Mordfällen, die auf Anhieb nichts gemein haben, aber trotzdem zusammenhängen. Zudem muss sie eine Balance zwischen ihren beiden Kollegen aufrecht erhalten, damit eine gute Zusammenarbeit als Team möglich ist und auch in ihrem Privatleben ist sie mit der Pflege ihrer an Alzheimer erkrankten Großmutter überfordert. Als dann auch noch Dokumente aus der Nazivergangenheit ihres Großvaters ans Tageslicht kommen, stößt Verena Irlenbusch an ihre Grenzen.

     

    Meine Meinung zum Buch:

    Der Kriminalroman von Elke Pistor setzt nahtlos am Vorgänger-Krimi an und auch die bereits bekannten Hauptakteure sind wieder mit dabei. Dies macht das Buch vor allem für diejenigen, die bereits den vorigen Teil gelesen haben noch spannender. Im aktuellen Kriminalroman geht es in sehr großem Ausmaß um die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen dem neu zusammengesetzten Kolleginnenteam von Verena und auch darum wie sie ihren Alltag zu managen versucht. In einem weiteren Handlungsstrang geht es um die Aufklärung der Mordfälle, die zudem auch mit Verenas Ahnengeschichte verwoben sind. Mir hat die Balance zwischen Aufklärung der Mordfälle und zwischenmenschlichen Geschichten sehr gut gefallen. Auch die Tatsache, dass Verena diesmal an ihre Grenzen des Möglichen stößt und sich selbst gegenüber Eingeständnisse machen muss, habe ich als sehr ehrlich und sympathisch empfunden. Der offene Schluss legt natürlich nahe, dass es einen Nachfolgekrimi geben wird, auf den ich mich schon jetzt sehr freue.

     

    Titel und Cover:

    Der kurze und prägnante Titel sowie das dezent gestaltete Cover gefallen mir persönlich sehr gut und passen auch gut zum Inhalt des Kriminalromans sowie zum vorigen Krimi der Autorin.

     

    Mein Fazit:

    Nachdem der Schluss recht polarisierend und offen im Ausgang gehalten wurde, warte ich schon voller Vorfreude auf den Folge-Krimi, da ich natürlich wissen möchte, wie es in Verenas Leben weiter geht und welche Konsequenzen auf ihr Handeln auf sie zukommen werden.

     

  16. Cover des Buches The Invisible Library (ISBN: 9781447256236)
    Genevieve Cogman

    The Invisible Library

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    Irene ist eine Spionin. Doch nicht irgendeine Spionin, nein, sie arbeitet für eine Bibliothek, die zwischen verschiedenen Alternativwelten existiert und Bücher aus allen Welten versammelt. Kaum hat sie ein Manuskript aus einem Zaubererinternat gestohlen, wird sie mit einem Frischling auf eine gefährliche Mission geschickt: in ein alternatives London, in dem Werwölfe, Vampire, Fae existieren und Zeppeline als Transportmittel genutzt werden. Dort muss sie eine spezielle Ausgabe von Grimms Märchen finden, doch die wurde bereits gestohlen...



    Als wäre das wunderschöne Cover nicht genug (das Bild ist leider sehr schlecht, in echt ist es dunkelgrün mit goldener Prägung), ist das Buch auch noch megaspannend. Man kommt kaum zu Atem, ständig passiert was. Sobald man sich zwei Seiten entspannt hat, finden sie etwas heraus oder es stürmt jemand herein oder Krokodile sprengen eine Party! Huiuiui.

    Dass mit diversen Personen etwas nicht stimmt, wird einem als aufmerksamer Leser recht schnell klar und es ist interessant zu verfolgen, wie Irene langsam jedem von ihnen auf die Schliche kommt (auch wenn ich ihr bei Aubrey eine Theorie voraus war).

    Die magischen Wesen in dieser Welt werden einem nicht aufgedrängt, also die Vampire hängen nicht ständig im Dunkeln rum und trinken Blut, sondern sie sind Aristokraten und haben halt nur zufällig eine spezielle Diät.



    Insgesamt ein irrer Auftakt - es soll wohl eine Trilogie werden -, der einen fast atemlos zurücklässt. Ich glaube, am Ende stand mir beim Lesen im Zug eine Weile der Mund ein wenig offen...



    "The atmosphere of the library soothed her automatically; the rich lantern lights, the sheer scent of paper and leather and the fact that everywhere she looked, there were books, books, beautiful books."

  17. Cover des Buches Still into you (ISBN: 9783548064550)
    Jenny Holiday

    Still into you

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Breathtakingbookworld

    Inhalt

    Eve ist mit ihrem Leben vollkommen zufrieden. Sie hat einen Job in einer Bibliothek und macht somit das, was sie immer machen wollte. Als ihre Großtante stirbt und sie deren Hotel das Mermaid Inn erbt ist es für Eve keine Frage, dass sie das Hotel schnell auf Vordermann bringt und sie ihr ungeliebtes Erbe schnell wieder los ist. Zwar hat sie dort die schönsten Sommer ihres Lebens verbracht, aber der Verlust ihrer großen Liebe Sawyer überschattet das alles. Sie will endlich mit dem großen Verrat abschließen und hat keine besondere Lust ihm nach 10 Jahren wieder zu begegnen. Aber das Leben läuft anders und schon an ihrem ersten Tag wird sie ungewollt von einem Dach gerettet. Ausgerechnet von Sawyer, der jetzt der Police Chief der Stadt ist und noch nicht glauben kann, dass seine große Jugendliebe wieder da ist. Eve versucht alles, um ihm die kalte Schulter zu zeigen und ihm den Schmerz nicht zu zeigen, den sie immer noch fühlt. Aber Sawyer schleicht sich wieder in ihr Herz und er ist sich sicher: noch einmal wird er dieses Mädchen nicht gehen lassen. Eve jedoch will an ihren Plänen festhalten und ihr Herz nicht nochmal brechen lassen. Auch wenn das schwieriger ist, als sie dachte. Vor allem, da sich ihr Aufenthalt ungewollt verlängert.

     

    Meine Meinung

    Der Schreibstil von Jenny Holiday ist wahnsinnig toll. Er ist lustig und unterhaltend und sorgt dafür, dass man das Buch auch gut an einem Stück lesen kann. Ich hab während des Lesens wirklich jede Emotion gespürt und gelacht und auch ein bisschen geweint. 

    Das Cover passt irgendwie gut zum Inhalt. Es ist ein bisschen so gestaltet wie man es von einem Kleinstadtroman erwartete und gibt den Inhalt und die Gefühle, die beim Lesen aufkommen sehr gut aus.  

    Eve und Sawyer sind Charaktere bei denen man einfach nur mitfiebern muss. Ihre Geschichte ist süß, und ihre Eigenschafen machen sie zu realen Persönlichkeiten. 

    Von Anfang an mochte ich Eve. Sie war lustig, sehr störrisch und in manchen Dingen ziemlich verbissen. Ihre Geschichte und ihr Unmut, das Hotel ihrer Großtante ein ganzes Jahr zu übernehmen, ist mit jeder Faser für den Leser spürbar. Allerdings mischt sich irgendwann auch die Liebe und die Freude zum Inn mithinein. Eve kämpft für ihre Träume und Überzeugungen. Und die Menschen, die wichtig für sie sind bekommen eine ganz eigene Eve zu sehen. Vertrauensvoll und liebevoll ist sie ihre Freunde und später vor allem für Clara, Sawyers Schwester. Der Umgang mit Sawyer war eine ziemliche Mischung aus unterhaltend, da sie versucht hat ihn zu ignorieren und dabei die ein oder andere interessante oder unangenehme Szene rauskam und, vor allem später im Verlauf, etwas nervigem Hin und Her. Was das Eingestehen von Gefühlen angeht hat mich Eve eher genervt, denn es war ein wahnsinniges hin und her mit viel unnötigem Drama. 

     

    Warum Sawyer Eve ihr Herz gebrochen hat, hat mich sehr interessiert. Denn Sawyer ist ein herzensguter und wahnsinnig sympathischer Mensch, den man nur ins Herz schließen kann. Seine Reaktionen auf Eve waren fast schon goldig, so süß waren sie. Mir ist eigentlich ständig das Herz aufgegangen, wenn ich von ihm gelesen habe. Sawyer hat auch ein Helfersyndrom, das er gleichzeitig dafür einsetzt Eve bei ihrem Umbau zu helfen und mehr Zeit in ihrer Nähe zu verbringen. Dass er immer noch Gefühle für sie hat, ist sofort deutlich und man wartet nur darauf, dass sich etwas tut. Allerdings hat mich auch an ihm gestört, dass er kein richtiges Gespräch führen kann und seine Gefühle verbirgt. Nur weil er sie kein zweites Mal gehen lassen kann, verleugnet er seine Gefühle. Irgendwann konnte man nur noch die Augen verdrehen, denn gleichzeitig wurde ständig über Eve geschwärmt. 

    Die Bewohner der Stadt waren mit Liebe und Zuneigung beschrieben und das hat man gemerkt. Sie waren vielfältig und waren ständig mit Rat und Tat zur Stelle. Mein persönlicher Favorit neben der Schwester von Sawyer, Clara, die einen sehr taffen und netten Eindruck gemacht hat und die eine Vertraute in Eve fand war Sawyers Freund Jake, der zum Glück seine eigene Geschichte bekommt. 

    Still into you ist ein gemütlicher Kleinstadt Roman mit genau diesem Flair. Man fühlt sich sofort wohl in Moonflower Bay mit all seinen Bewohnern, der Freundlichkeit und dem Charme den das Buch ausstrahlt. Ich habe mich von Anfang an gefühlt als würde ich nachhause kommen. 

    Auch die Storyline mit dem geerbten Hotel und dessen Renovierung hat mich verzaubert. Ich liebe das total. Heimwerken und sich dabei Verlieben. Die Mischung aus der Renovierung und anderen Handlungselementen hat die Handlung aber nicht langweilig gestaltet, sondern einen tollen Kontrast und Abwechslung gegeben. 

    Die Romantik war sehr spürbar und auch wirklich schön, aber vor allem in den letzten Zügen eher anstrengend und zum Augen verdrehen. Es gab zu viel Hin und Her und Gefühle und Ängste, die durch ein einfaches klärendes Gespräch geregelt werden konnten. Eve und Sawyer haben mich eher genervt bis kurz vor Schluss. Das Ende war aber sehr schön genauso wie die Hinarbeit auf das ganze Drama. Sawyers Rechtfertigung für das damalige Schlussmachen war für mich zwar verständlich und ich mochte es auch gerne, wie und wann es ans Licht kam, aber der Kerl lernt einfach nicht aus Fehlern. 

     

     

    Fazit

     

    Still into you ist ein toller Kleinstadt-Roman, den man mögen muss. Ein tolles Flair und tolle Charaktere mit ein paar kleinen Mängeln. Auch die Story war erfrischend, lustig und sehr romantisch, zum Ende her aber eher mit unnötigem Drama versehen. Auf Band 2 freue ich mich wahnsinnig. 

  18. Cover des Buches Hab und Gier (ISBN: 9783257243116)
    Ingrid Noll

    Hab und Gier

     (89)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Ich hab echt schon viel Gutes über die zynischen und humorvollen Bücher von Ingrid Noll gehört - kann das aber leider nur teilweise bestätigen. 

    Zynisch mit dem gewissen Etwas - Ja. Humorvoll? Eher nicht so… 

    Es geht um Karla, die von einem sterbenskranken Arbeitskollegen gebeten wird, ihn bis zum Tod zu pflegen. Macht sie das, erhält sie sein halbes Erbe. Tötet sie ihn jedoch nach seinen Wünschen, erhält sie das gesamte Erbe. Inklusive Traumhaus. Und so machen Karla und ihre Kumpanin Judith sich ans Werk.. 

    Das Buch ist kurz und knackig, ohne viel Geschwafel, aber leider auch ohne Spannung. ABER trotzdem habe ich mit großer Freude weitergelesen, einfach weil ich so unendlich neugierig war, in welche Richtung das geht und wie das nur alles enden soll! Und weil die Charaktere alle so eine unglaubliche Wandlung durchlaufen.. Oder eher: Weil man erst auf den zweiten Blick erkennt, was sie alle ausmacht. 

    Karla wirkt recht durchschnittlich. Eine Pensionistin, die sich lieber mal mit dem zufrieden gibt, was sie hat, als mehr anzustreben. Außer jemand anderes macht sich die Hände schmutzig.. Sie war mir anfangs wenig sympathisch, im Laufe der Geschichte kommt sie aber aus sich heraus, lässt sich auf Unbekanntes ein und geht dabei auf. Fand ich toll. 

    Bei Judith hingegen ist es umgekehrt, sie war für mich anfangs ein energiegeladener Sonnenschein. Das hat sich aber bald gedreht, um so näher man der Sonne kommt, umso mehr verbrennt man sich halt auch. Und ihr Schoßhündchen Cord - der ebenso zwei Gesichter hat - passt anfangs perfekt zu ihrem berechnenden Wesen.. aber auch nur anfangs. 

    Mir scheint, jeder in diesem Buch hat zwei Gesichter. Und das ist es, was das Buch dann doch wieder spannend macht: Die Handlungen sind nicht vorherzusehen, alles kann so oder so ausgehen. Eine recht banale Geschichte, die durch diese Undurchschaubarkeit der Figuren zu etwas Großartigem wird! 


  19. Cover des Buches Vertraute Gefahr (ISBN: 9783802583711)
    Michelle Raven

    Vertraute Gefahr

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Lilly_S__Corwin

    Autumn will endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Dafür zieht sie in einen anderen Bundesstaat und nimmt einen Job in einem Nationalpark an. Tatsächlich scheint ihr Plan zu funktionieren. Die Arbeit macht ihr Spaß und sie wird von (fast) allen freundlich aufgenommen. An ihrem ersten Tag lernt sie Shane Hunter kennen. Aber kann sie ihm trauen?

    Shane spürt sofort, dass seiner neuen Kollegin Autumn etwas schreckliches passiert sein muss. Sie ist misstrauisch und ständig auf der Hut. Dennoch ist er fasziniert von der jungen Frau, die niemandem zu trauen scheint. Niemandem bis auf den jungen Detective aus der Stadt. Zu spät bemerken sie, das Autumn in größter Gefahr schwebt.

    Hier lernen wir den ersten Sohn der Hunter-Familie kennen und auch der Rest gibt sich hier schon mal ein Stelldichein. Shane ist unglaublich sensibel und so gelingt es ihm schließlich, Autumns Vertrauen zu gewinnen. Ihr Schicksal hat mich sehr bewegt aber auch wie verständnisvoll und vorsichtig Shane sie beahndelt. Unglaublich berührend und spannend. Ich freue mich auf den Rest der Familie.

  20. Cover des Buches Stille Küsse sind tief (ISBN: 9783862788736)
    Susan Mallery

    Stille Küsse sind tief

     (51)
    Aktuelle Rezension von: sriegler
    Als Pferdenärrin ist mir das Buch natürlich in die Hände gefallen und ich fand den Klappentext einfach sehr ansprechend. Ich wurde keineswegs enttäuscht. Mit diesem Buch habe ich eine Vorlieb für den Schreibstil der Autorin entdeckt und bin seitdem immer auf der Suche eines weiteren Romans der Fool's Gold Reihe.
  21. Cover des Buches Zeit der Träume (ISBN: 9783442379330)
    Nora Roberts

    Zeit der Träume

     (193)
    Aktuelle Rezension von: MeiLingArt
    Seit einigen Jahren schon liebe ich die Nora Roberts - Trilogien und  ich gestehe, ich inhaliere sie statt sie zu lesen. Es ist bei mir kein Thema, eine Trilogie (also alle 3 Bücher) in drei Tagen gelesen zu haben. Doch mehr dazu gleich...

    Zuerst stelle ich Euch anhand des Klappentextes den Inhalt vor:
    " Der schönen Galeristin Malory Price wird ein ungewöhnliches Angebot unterbreitet: Sie soll ein Rätsel um drei keltische Prinzessinnen lösen. Schafft sie das, so erhält sie eine Million Dollar. Auch wenn dies Malory sehr mysteriös vorkommt, so viel Geld kann sie einfach nicht widerstehen. Zusammen mit dem Journalisten Flynn macht sie sich an ihre Aufgabe – und steckt bald bis über beide Ohren in Problemen. Denn plötzlich muss Malory sich entscheiden: zwischen der Erfüllung all ihrer Träume – und Flynn, ihrer großen Liebe …"

    Das Buch und ich:
    Das Buch und ich waren sofort verknallt ineinander. Nora Roberts schreibt nicht lang drum herum, es geht gleich los. Man kennt sich nicht und ist verbunden, ja man hängt förmlich mit drin: Tief und in etwas unbequemen und gefährlichem! Doch wir haben stets das Vergnügen ganz wunderschöne, clevere und humorvolle Protagonisten an die Seite gestellt zu bekommen und so kann uns nichts passieren. 

    In diesem Fall geht es um Malory und deren zwei nicht bekannte neue Freundinnen, die über unzufällige Zufälle an drei sehr fesche Kumpanen gelangen, und sofort knistert die Luft, den Pärchenabenden steht nichts mehr im Weg.
    Es gibt noch mehr Zufälle, alle sind irgendwie miteinander verbunden und schon geht es mitten in eine knifflige Aufgabe, bei der schon einiges auf dem Spiel steht. 

    Nora Roberts schreibt einfühlsam, spannend, romantisch und erotisch, doch kann schon auch die Phantasie die Erde beben lassen. Humor ist stets ihr Partner, wenn sie ihre Protagonisten skizziert und man kann oft schmunzeln oder lachen. Ihre Romane sind für mich immer sehr beliebte Bücher, wenn ich mal abtauchen will, einfach stundenlang lesen und die Welt da draußen ausblenden. Ich fühle mich in ihren Büchern geborgen, mitgenommen und genieße die Spannung, das erste Buch wegzulegen und sofort zum nächsten greifen zu können. 

    Vielleicht gibt es hier und da einige Momente, in denen mich die Logik oder Klarheit der Darstellung ein wenig im Stich ließ. Sei es Nora oder mir geschuldet, ich weiß es nicht, doch in der Phantasie bleibt manches Mal bisschen was auf der Strecke, was ich nicht sofort händeln konnte. Ansonsten ein toller Roman und ein schöner Auftakt, mit den sechs klasse Helden dieser Trilogie die Reise weiterzugehen. :-)
  22. Cover des Buches Im leuchtenden Sturm (ISBN: 9783745701203)
    Jennifer L. Armentrout

    Im leuchtenden Sturm

     (352)
    Aktuelle Rezension von: lxy_and_more

    Im zweiten Teil der Götterleuchten - Reihe geht es weiterhin um Josie und Seth, die einerseits um ihre Liebe kämpfen und sich andererseits gegen eine näher rückende Gefahr wappnen müssen.

    Josie ist durch das Opfer ihres Vater zu einer Halbgöttin geworden und muss nun lernen, ihre neuen Kräfte anzunehmen und richtig anzuwenden. Immer an ihrer Seite ist dabei Seth zu dem die emotionale Bindung immer enger wird. Seth hingegen hat mit seinen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen, da die starke Nähe zu Josie seine Sucht nach Äther immer weiter befeuert. Einmalig erliegt er dieser und kann sich danach kaum selbst ertragen. Er versucht daraufhin eine große Distanz zu Josie zu schaffen, die sein Verhalten nicht nachvollziehen kann: "Für einen Moment, der ewig zu währen schien, kam alles zum Stillstand [...]" (Josie, S.115)

    Dazu kommt, dass Josie von Albträumen heimgesucht und Seth immer wieder von einem Nymphen besucht wird, die ihnen die Zukunft prophezeien. Im weiten Verlauf stoßen Aiden und Alex (sind aus der vorherigen Reihe bereits bekannt) aus Hades Unterwelt dazu, um die anderen bei der Suche nach den Halbgöttern zu unterstützen. Josie ist einerseits eifersüchtig auf Alex, da sie glaubt Seth hätte nur für sie Gefühle. Seth dagegen glaubt (bedingt durch seine Vergangenheit) kein eigenes Glück (und schon gar nicht Josies Liebe) verdient zu haben. 

    Somit wandeln beide immer emotional an ihren Grenzen. Dazu rückt die Bedrohung durch die Titanen immer näher und nach wie vor müssen sie immer noch die anderen noch lebenden Halbgötter ausfindig machen. Zum Ende hin gibt es nochmal einen spannungsgeladenen Knall, der den Leser neugierig auf Bd. 3 macht.

    Ich bin immer wieder begeistert, wie die Autorin so eine Vielschichtigkeit gepaart  mit Leidenschaft und Emotionalität schafft. Man fühlt richtig mit den Protagonisten und kann ihren Wandel miterleben. Von mir gibt's wieder 5 Sterne. 

  23. Cover des Buches Fucking Berlin (ISBN: 9783548374963)
    Sonia Rossi

    Fucking Berlin

     (579)
    Aktuelle Rezension von: LeseVerrueckt

    Bei diesem Werk hatte ich zuerst den Film gesehen und dann die Erwartung gehabt, dass das Buch im Grunde genauso ist wie der Film. Pustekuchen! Im Buch geschehen so viele Dinge, die im Film gar nicht vorkommen und die eigentlich hätten inkludiert werden müssen, damit man die Protagonistin noch besser versteht.

    Die Szenen, die sich in der Geschichte abspielen, sind keine leichte Kost und doch sind sie so geschrieben, dass sie weniger erotische Schwingungen senden als ein New Adult Buch das macht. Das mag zwar schwer vorstellbar sein, da die Protagonistin eine Teilzeit-Hure ist, aber es ist eben dies: ein Job, um sich und ihren Mann (später auch ihr Kind) über die Runden zu bekommen und sich gleichzeitig ihrem Mathematik-Studium widmen zu können. Mehrere Schicksale kommen vor. Nicht immer basieren die auf einer eigenständigen Entscheidung wie es bei der Protagonistin der Fall war.

    Das Cover finde ich auch sehr gelungen. Es ist die billige Leuchtschrift, die man in so vielen Schaufenstern zu sehen bekommt, die dem Titel etwas Plakatives geben, ohne dass man Personen oder Schauplätze zeigen muss.

    Insgesamt ist "Fucking Berlin" ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch, das sich sehr flüssig liest und zu Diskussionen anregt. 

  24. Cover des Buches Das dunkle Archiv (ISBN: 9783404209415)
    Genevieve Cogman

    Das dunkle Archiv

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Bisher das Beste Buch der Serie. Endlich ging es um das, für was die Bibliothek steht. Es ging darum, ein Buch zu ergattern, bevor es die anderen Parteien in die Hände bekam.

    Die Geschichte steigt sofort in die Handlung ein. Die Protagonistin kann sowohl den treuen Leser als auch den Neueinsteiger schnell für sich einnehmen. Die Spannungskurve ist durchdacht und sauber über den Verlauf der Geschichte aufgebaut. Insgesamt ist das Tempo der Story durchweg hoch, kann sich jedoch bis zum Finale noch steigern. Dabei gelingt es der Autorin über den gesamten Roman eine durchgängig vielschichtige Geschichte zu erzählen und dabei dem Leser genau die Informationen zukommen zu lassen, die er benötigt, um die Welt und den Fortgang der Geschehnisse zu erfassen.

    Die Protagonistin Irene Winters wirkt glaubhaft; ihre Motive sind nachvollziehbar und können überzeugen, sind jedoch nicht vorhersehbar. Auch Nebencharaktere werden lebendig gezeichnet und verkommen nicht zu zweidimensionalen Statisten. Die Charaktere wirken insgesamt stimmig. Leider hat Kai immer noch seine Statistenrolle inne. Von dieser Figur würde ich einiges mehr erwarten. Stammt er doch von den mächtigsten Wesen dieser Welten ab. Und dennoch benimmt er sich wie ein treues Hündchen. Kai sollte endlich aus Irenes Schatten treten und über sich hinauswachsen.

    Endlich lernen wir einen anderen aktiven Bibliothekar kennen, der Irene aktiv unterstützt. Davon sollte mehr kommen.

    Überzeugend ist die Welt, in der die Geschichte spielt. Diese spielt mit vertraut erscheinenden Elementen, setzt diese jedoch gekonnt zu einem reizvollen Ganzen zusammen und lässt somit ein ganz eigenes, neues Setting entstehen. Die zugrundeliegende Konzeption der Welt ermöglicht eine Vielzahl von Möglichkeiten, so dass es immer wieder zwischen vertraut erscheinenden Dingen Neues zu entdecken gibt.

    Diesmal ist das von der Autorin gewählte Setting das Chicago der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, die Zeit der Tommy Guns, der Prohibition und der Gangsterbosse. Eine interessante und actiongeladene Atmosphäre. Wie immer gut recherchiert und auch auf Einzelheiten bedacht. Die Szenen waren voll von Gangster, Verbrechern, Verfolgungen, Drama und viel Action. Loyalität, Korruption und Intrigen bestimmen die Handlung. Es geht rasant zu und den Beiden bleiben nicht wirklich viele Verschnaufpausen. Überall lauern Gefahren.

    In diesem Band spielen, anders als in den eher von Elfen dominierten Vorgängern, die Drachen eine tragende Rolle. Besonders für eifrige Verfolger der Reihe eine interessante Entwicklung und eine Gelegenheit, mehr über die beeindruckende und teilweise furchteinflößenden Wesen zu erfahren.

    Der Leser erlebt die Geschichte aus der Sicht eines personalen Erzählers. Die Story wird in der aktiven Vergangenheit und weitestgehend aus der Sicht der Protagonistin Irene Winters erzählt. An einigen Stellen wechselt die Erzählperspektive zu ihrem Lehrling, wenn dieser in eigenen Handlungssträngen in Aktion tritt. Abgesehen vom neuen Thema bewegt sich die Autorin in gewohnten Fahrwassern. Spannende Passagen wechseln sich mit politischeren ab und Gewalt ist genauso ein probates Mittel wie Diplomatie.

    Cogmans Schreibstil mag ich, allerdings nutzt sie manchmal sehr komplizierte oder lange Sätze, die schwieriger nachzuvollziehen sind. Das erschwert das Verständnis der Geschichte und wirkt sich negativ auf den Lesefluss aus.

    Ich frage mich, ob die Autorin für die häufigen Hervorhebungen in Fett und Kursiv verantwortlich ist, oder ob dies nur in der deutschen Übersetzung der Fall zu sein scheint. So habe ich mir einmal die englische Ausgabe betrachtet. Es scheint tatsächlich an der Autorin zu liegen, dass wir mit solch einem Flickenteppich unterschiedlicher Schrifttypen gequält werden.

    Ich weiss nicht, wie jemand auf die Idee kommt, mit Hilfe unterschiedlicher Schrifttypen gute Literatur zu verfassen! Jeder Autor, der zu diesen Mitteln greift, muss seine Leser für Dumm erachten. Unfähig, den Unterschied zwischen Gedanke und Rede auf andere Art zu erkennen. Dabei liegt es vielmehr an der Unfähigkeit des Autors, die Gedankenwelt der Figuren in normaler Schriftsprache übermitteln zu können. Die grossen Schriftsteller, an denen wir uns so gerne messen, hatten dies jedenfalls nicht nötig. Nicht schriftbildliche Spielereien waren ihr Mittel, sondern eine klar verständliche Erzählung. Diese neuartigen Spielereien haben wir dem Computerzeitalter zu verdanken, was dies erst möglich gemacht hat. Als Leser müssen wir nun bedauerlicherweise damit leben, weil es ja angeblich viel verständlicher zu lesen ist – oder eben der Leser zu dumm, der Handlung ohne Hervorhebungen richtig folgen zu können.

    Trotz einiger Kritikpunkte ist Das dunkle Archiv eine nette Geschichte, die sich insgesamt gut lesen ließ. Die Reihe wird bestimmt seine treuen Leser finden.

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