Bücher mit dem Tag "bibliotheken"

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80 Bücher

  1. Cover des Buches Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783442377190)
    Deborah Harkness

    Die Seelen der Nacht

     (1.188)
    Aktuelle Rezension von: boerdeschmetterling_liest

    Zum Inhalt: „Die Seelen der Nacht“ ist der erste Teil einer dreibändigen Reihe um die Hexe Diana Bishop und den Vampir Matthew Clairmont. Die Hexe und Geschichtsprofessorin Diana Bishop findet in der Bodleian Library in Oxford zufällig das verschollene und unter einem magischen Bann stehende Manuskript „Ashmole 725“. Als Folge davon wird sie von allen möglichen Kreaturen belagert und lernt den mysteriösen Vampir Matthew Clairmont kennen. Bei dem Versuch mehr über das Manuskript herauszufinden, kommen sich Matthew und Diana näher – eine verbotene Liebe, die die beiden mehr als einmal in Gefahr bringt.

     

    Klingt die Beschreibung des Buches zunächst einmal, wie der Inhalt vieler ähnlicher Romantasy-Bücher, so finde ich „Die Seelen der Nacht“ doch außergewöhnlich. Die beteiligten Charaktere sind gut ausgestaltet und es fiel mir sehr leicht, mich in Diana und Matthew hineinzuversetzen. Die Dialoge zwischen den beiden sind mitreißend und haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht. Auch die Charakterentwicklung beider Hauptcharaktere ist gut dargestellt. Dianas Akzeptieren ihrer magischen Fähigkeiten, Matthews Übergang vom „einsamen Wolf“ hin zum Rudelführer wirken natürlich und nicht an den Haaren herbeigezogen.
    Besonders gefällt mir, wie gut historische und naturwissenschaftliche Details dargestellt und recherchiert sind. Das gibt dem Roman eine Tiefe, die in vielen anderen Romanen fehlt. Relativ schnell nimmt die Geschichte an Fahrt auf, es treten viele Charaktere auf, deren Bedeutung und Motivation sich erst nach und nach erklären. 

     

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch. Wichtig zu wissen: es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe mit drei Bänden. 

  2. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (1.497)
    Aktuelle Rezension von: RikePenders

    Inhalt

    Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.

    Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.


    Meinung:

    Kai Meyer ist einer meiner Lieblingsautoren, und auch mit diesem Buch enttäuscht er nicht. Die magische Welt der Bücher lädt zum Träumen und Verweilen ein, und Furias magische Reise war unglaublich spannend und mitreißend. Wie immer überzeugt Kai Meyer mit einer tollen Sprache, lebendigen Figuren und einem kreativen Weltenbau. Die Idee der Bücherwelt mit all ihren Figuren und Gefahren hat mir unglaublich gut gefallen, und ich konnte mich ohne Probleme hineinversetzen.

    Ein ganz besonders Highlight war für mich das Schnabelbuch, das mit seinem Witz auch ernste Szenen auflockern konnte, und das einfach ein perfekter Begleiter für Furia ist. Insgesamt waren auch in diesem Buch die Charaktere wieder wunderbar lebensecht und nahbar, sodass ich keinerlei Probleme hatte, mich in sie hineinzuversetzen und mitzufühlen.

  3. Cover des Buches Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt (ISBN: 9783404208838)
    Akram El-Bahay

    Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Dies war mein erstes Buch von Akram El-Bahay und sogleich auch der Auftakt der Bibliothekstrilogie und WOW!! Ich habe mein nächstes Jaheshighlight für 2022. 🤩


    In diesem Buch habe ich mich sehr schnell zu Hause gefühlt. Die facettenreichen Protagonisten lernt man nach und nach (besser) kennen - genau wie die unterschiedlichen Schauplätze. Zudem gibt es Überraschungen und Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe!


    Es ist eine sehr interessante und fesselnde Fantasygeschichte, die Magie, Kreativität und geniale, sowie bildhaft beschriebene Schauplätze bietet. Durch den lockeren und flüssigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin.

  4. Cover des Buches Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra (ISBN: 9783453418455)
    Robin Sloan

    Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

     (527)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Engel

    Auch ich habe schon einmal beim Lesen eines Buches überlegt, ob nicht irgendwelche Geheimcodes darin zu finden sind. Das Buch überzeugt mich mit der Magie der Story. Ein alter Buchladen, Geheimcodes, eine Geheimgesellschaft, ein mysteriöser Buchhändler. Das ist es, was jeden Buchliebhaber beim Lesen verzaubert und eine spannende Geschichte entstehen lässt. Die Verbindung zwischen alten (Bücher) und neuen (Internet) ist gut gelungen. Es reichte für mich nicht ganz für 5 Sterne aber ich bin trotzdem glücklich, es gelesen zu haben. 

  5. Cover des Buches Papyrus (ISBN: 9783257071986)
    Irene Vallejo

    Papyrus

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Bücher_Tini

    Die Geschichte des Buches auf ganz wunderbare Weise dargelegt.

    Die Melodie die in den Worten von Irene Vallejo mitschwingt ist genau so schön,sagenhaft und stark wie die Geschichte des Buches selbst.

    Anfangs Roman ähnlich ,nimmt das Buch den Leser dann doch sehr in seinen Bann und benötigt den Willen in Geschichte und wissen einzutauchen.

    Auf den Weg von über 5000 Jahren erleben wir wie Bücher entstehen, Bibliotheken gegründet,bestückt und auf welche unheimlich schwierige weise sie bearbeitet wurden.

    Mit immer wiederkehrenden Ausflügen zu Beispielen auch im hier und jetzt wird erklärt wie das geliebte etwas was wir nur all zu gern in der Hand halten entstand und sich im laufe der Geschichte veränderte.

    Die Historie welche in dem Buch beschrieben wird ist zwar zumeist auf Griechenland und das römische Reich ausgelegt ,und genau da fehlt mir etwas das weitere Umfeld ,aber das geballte wissen ist schon jetzt manchmal schwer zu erfassen.

    Ich danke für dies Worte ,das wissen und all die Informationen wie das Buch von heute durch die Zeit entstand.


  6. Cover des Buches Aller Anfang ist Hölle (ISBN: 9783596188598)
    Jana Oliver

    Aller Anfang ist Hölle

     (736)
    Aktuelle Rezension von: Klara_Hinterseer

    Die gesamte Reihe der Dämonenfängerin hat mich von Anfang an begeistert. Die Story ist extravagant, schnelllebig und auch sehr spannend.

    Es gelingt der Autorin, den Leser komplett in die Welt von Riley Blackthorne zu ziehen. Man verliert sich wirklich leicht und kann das Buch nur schwer weglegen.

    Die Handlungsstränge und Entscheidungen der Hauptprotagonistin sind nachvollziehbar, aber nie zu offensichtlich - man wird immer wieder überrascht.

    Riley selbst ist eine sehr gut gelungene Hauptprotagonistin, sie ist tiefgründig, hat viele Facetten und ist zudem sehr liebenswürdig, obwohl sie etwas "Cooles" ausstrahlt. Es ist toll, wie man im Laufe der Reihe ihre Entwicklung miterlebt und beginnt auf ihr wohlverdientes Happy End hinzufiebern. 

    Der Schreibstil ist flüssig und sehr passend für die Art der Geschichte, hebt sich jetzt aber nicht bewusst hervor.


  7. Cover des Buches Unsre verschwundenen Herzen (ISBN: 9783423290357)
    Celeste Ng

    Unsre verschwundenen Herzen

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    Im Amerika der nahen Zukunft hat das Land eine schwere Krise durchgemacht. Als Verursacher werden Asiaten gesehen und so werden die PACT-Gesetze erlassen, um Asiatischstämmige zu überwachen und zu kontrollieren und die amerikanische Kultur zu schützen. 

    Der 12jährige Bird lebt mit seinem Vater in einem Wohnheim einer Universität, wo sein Vater in der Bibliothek arbeitet. Birds Mutter eine PAO (person of asian origin) hat die Familie vor Jahren verlassen. Bird hat sich nie getraut nachzufragen weswegen sie verschwand, doch nun erhält er einen Brief von ihr und beginnt nachzuforschen.

    Der Anfang des Romans ist eindringlich und verstörend zugleich. Man spürt förmlich die Angst von Bird und seinem Vater, nicht aufzufallen und nichts falsch zu machen. Ein Lichtblick ist die Figur von Sadie. Die Figur von Birds Vater ist etwas farblos dargestellt. Er ist ängstlich und duckmäuserisch, was ihn leicht unsympatisch wirken lässt. Wahrscheinlich war es die Intention der Autorin, ihn so dazustellen. Vielleicht auch als Kontrast zu Sadie und Birds Mutter.

    Für mich gehört der zweite Teil mit der Lebensgeschichte von Birds Mutter zum spannendsten Teil des Romans. In dieser bekommen wir einen detaillierten Überblick über die Krise, ihre Begleiterscheinungen und die neue Ordnung, die daraus entstanden ist.

    Celeste Ng hat keine ferne Dystopie geschaffen, sondern streut nur hier und da Neuerungen ein. Es bewegt sich aber alles sehr nah an jetzt schon existierenden Umständen und es werden Entwicklungen nur weitergesponnen und auf die Spitze getrieben. Dies macht das Buch umso erschreckender. Schön umgesetzt ist die Idee, wie man die Überwachung digitaler Kommunikationsformen analog umgehen kann. Es ist kein durchgehend spannendes Buch, das man in einem Rutsch durchliest, sondern es gibt eher einen Eindruck des Alltages in vielleicht nicht zu ferner Zukunft, wenn es schlecht läuft.

    Alles in allem ein Roman, der nachdenklich macht bezüglich Rassismus, Misstrauen und Überwachung in der Gesellschaft.

  8. Cover des Buches BookLess 3. Ewiglich unvergessen (ISBN: 9783841503954)
    Marah Woolf

    BookLess 3. Ewiglich unvergessen

     (530)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Genre: Fantasy

    Erwartung: Ein spannendes Finale

    Meinung:

    Der Schreibstil ist gut und flüssig geschrieben.

    Leider kann dieses Buch nicht mit Band 1 mithalten. 

    Die Protagonisten waren von ihrer Entwicklung her gleichbleibend. Aber auch hier war ich ein oder zwei mal überrascht, wie naiv gehandelt wurde. Was mir gut gefallen hat war die Freundschaft und der Zusammenhalt.

    Ich habe ein spannendes Finale erwartet. Leider war das letzte Buch für mich über einige Strecken langatmig. Ich musste mich dann doch mal etwas aufraffen weiterzulesen und nicht zu überblättern.

    Das Ende hat mir gut gefallen.

    Fazit: nur 3 Sterne von mir

  9. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.399)
    Aktuelle Rezension von: lese-monster

    Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, beheimatet in der Lindwurmfeste in Zamonien, stößt auf ein geniales Manuskript, das seine gesamte Welt auf den Kopf stellt. So etwas hatte er nie zuvor gelesen! Er macht sich auf den Weg nach Buchhaim, die Stadt der Bücher, Verleger und Antiquare, um den Autor dieses Manuskripts ausfindig zu machen.

    Celine hat mir das Buch mit den Worten "ich habe noch nie so ein außergewöhnliches Buch gelesen. Das ist mal was komplett anderes" empfohlen. Direkt bei den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass sie recht hat. Schon allein der Schreibstil ist etwas ganz Besonderes. Man liest die Geschichte des Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz, die dieser nach seinen Abenteuern niedergeschrieben und veröffentlicht hat, in der von Walter Moers verfassten und annotierten Übersetzung aus dem Zamonischen. Allein diese Erzählgrundlage hat mich sehr begeistert. Ich habe auch selten ein Buch gelesen, das so einen gewaltigen Wortschatz verwendet. Auch spielt der Autor mir Schriftgröße und Schriftauszeichnung, was ich so selten in Büchern gesehen habe. Hinzu kommen liebevoll gestaltete Illustrationen die einfach nur wundervoll sind.

    Die Geschichte dreht sich pausenlos um das geschriebene Wort und Hildegunst von Mythenmetz verliert sich teilweise auch in vielen Aufzählungen und Zusammenfassungen von Büchern, die ihm begegnen oder durch den Kopf gehen. Lange war mir auch gar nicht wirklich klar, wohin die Geschichte führen wird und was die eigentliche Handlug des Buches ist. Das ist an dieser Stelle gar nicht negativ gemeint. Als Leser taucht man trotz der geringen Spannung am Anfang vollkommen in das Buch ein und ich habe den Handlungsverlauf in keinster Weise vorhergesehen.

    "Die Stadt der Träumenden Bücher" konnte mich einfach nur verzaubern und vor allem die kleinen Buchlinge, denen Hildegunst von Mythenmetz mehrmals begegnet, habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich kann das Buch nur jedem Bücherwurm weiterempfehlen, da es dieses Buch auf eine zauberhafte Weise schafft, den Leser vollkommen zu vereinnahmen und in die Welt der Bücher zu entführen.

  10. Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
    Carlos María Domínguez

    Das Papierhaus

     (237)
    Aktuelle Rezension von: gst
    „Ich verschenke Jahr für Jahr mindestens fünfzig Bücher an meine Studenten und schaffe es trotzdem nicht, ein neues Bücherregal oder die nächste Doppelreihe zu vermeiden; schweigsam und unschuldig breiten sich die Bücher im ganzen Haus aus, und es gelingt mir nicht, sie aufzuhalten.“ (Seite 14)

    Kurze Zeit, nachdem Bluma Lennon, in einem Gedichtband lesend, von einem Auto tödlich überfahren worden war, landete auf ihrem Schreibtisch ein Päckchen.. Ihr Vertreter öffnete es stellvertretend und holte ein mit Zement verschmutztes Buch hervor. Neugierig geworden machte er sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei tauchte er tief in die Buchsammlerszene ein und erfuhr, wie gefährlich Bücher sein können.

    Dieses Büchlein ist ein wahrer Schatz! Es macht mit so manchem Hinweis auf diverse Titel neugierig auf weitere Lektüre. Es erzählt sehr anschaulich und mit Humor von Büchersammlern und ihren Bibliotheken und davon, was man mit Büchern alles machen kann.

    Als Büchernarr fühlte ich mich während der Lektüre so manches Mal ertappt, war aber auch entsetzt über die Büchervernichtung, von der der Autor ebenfalls berichtet. "Bücher verändern das Schicksal der Menschen", gibt er dem Leser mit auf den Weg. Ganzseitige Zeichnung von Jörg Hülsmann lockern den von Elisabeth Müller aus dem Spanischen übersetzten Text auf.

    Der argentinische Schriftsteller Carlos María Domínguez kam 1955 in Buenos Aires zur Welt. Seit 1989 wohnt er in Montevideo. Seine Erzählung „Das Papierhaus“ kam 2004, drei Jahre nach seiner Ersterscheinung, in Deutschland auf den Markt. Dieses Büchlein ist eines, das in meinem Lieblingsregal bleiben wird, um mich auch im Alter noch zu erfreuen.

  11. Cover des Buches Die unheimliche Bibliothek (ISBN: 9783832162931)
    Haruki Murakami

    Die unheimliche Bibliothek

     (180)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    "Die unheimliche Bibliothek" ist die gelungene Hommage Murakamis an Franz Kafka. Die kurze, surreale Geschichte lässt sich guten Gewissens als kafkaesk bezeichnen, gleichzeitig kommt der ganz eigene Stil Murakamis hervorragend zur Geltung. Die Stimmung ist düster, die Handlung stimmig und voller Andeutungen. Ergänzt wird das Werk durch wunderschöne Zeichnungen, die den Leser vollends in die Welt des Buches entführen.

     Mit Illustrationen.

  12. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (132)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  13. Cover des Buches Die Bibliothek der Schatten (ISBN: 9783442469284)
    Mikkel Birkegaard

    Die Bibliothek der Schatten

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Elli64

    Die Bibliothek der Schatten von Mikkel Birkegaard,

    John Campelli hat das Zeug zu einem sehr erfolgreichen Anwalt aufzusteigen. Wenn er im Gericht das Wort ergreift, gibt es niemanden, der nicht völlig gebannt zuhört. Man könnte glauben, dass er eine besondere Kraft in seiner Stimme hat, oder er ist ein begnadeter Rhetoriker. John steht kurz vor seinem Durchbruch, denn er bekommt einen der wichtigsten, aber auch schwierigsten, Fälle zugeteilt. Dadurch hofft er endlich Teilhaber werden zu können. Doch plötzlich kommt ihm ein familiäres Ereignis da wischen, denn sein Vater, Luca, verstirbt und John muss sich um den Nachlass, ein kleines Antiquariat, kümmern. Er fährt hin und möchte es so schnell wie möglich verkaufen, denn sein Vater hatte ihn vor vielen Jahren fortgeschickt und jeglichen Kontakt abgebrochen.

    Das Antiquariat birgt mehr Geheimnisse, als John je geahnt hat.

    Bei seinem Eintritt ins Antiquariat fühlt John sich wieder wie ein Kind. Es steht immer noch der beste Freund seines Vaters, Iversen, hinter der Kasse und auch sonst sieht es fast wie früher aus. Während John in seinen schönen Erinnerungen seiner Kindheit schwelgt, denn diese war schön, bis seine Mutter plötzlich starb, versucht Iversen ihn zu überreden nicht zu verkaufen, denn erst sollte er alles über die Libri di Luca erfahren. John ist aber schon längst von der Atmosphäre gefangen und erklärt sich bereit, Iversen und einer weiteren Angestellten zuzuhören. Er erfährt, dass es Menschen mit einer besonderen Begabung des Lesens gibt, und das sowohl sein Vater und auch er selbst diese Begabung besitzen. Diese Menschen haben sich immer im Libri de Luca getroffen um gemeinsam zu Lesen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Eine kleine Lesung der Drei als Beweis lässt einen zu tiefst erschütterten John zurück. Und das ist erst der Anfang, wenn John geahnt hätte, was noch auf ihn zukommt, wäre er wohl nie zurück zu seinen Wurzeln gekehrt, denn da wo Gutes getan wird, ist oft das Böse nicht fern.

    Fazit

    Ich finde schon das Cover und den Titel sehr ansprechend. Nur deshalb habe ich es überhaupt gelesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich fand ihn angenehm zu lesen. Das Buch ist spannend ohne reißerisch zu sein. Ich fand die Charaktere überzeugend und auch die Story gut durchdacht. Es fängt sehr seicht an, aber wird im Laufe immer magischer. Ich finde ja auch, dass Lesen etwas Magisches hat und hier hat der Autor diese Magie auf einen anderen Level gehoben. Ein sehr schönes Buch, mit Spannung ohne Blut und Gewalt, das für gute Unterhaltung sorgt.

  14. Cover des Buches Kafka am Strand (ISBN: 9783832178666)
    Haruki Murakami

    Kafka am Strand

     (1.083)
    Aktuelle Rezension von: Claudi_liest

    Murakami versteht es, mit seiner schnörkellosen Sprache eine traurige, tiefgründige, romantische und teilweise auch dramatische Atmosphäre zu schaffen. Die durchgehend außergewöhnlichen Charaktere sind so liebevoll und stimmig gezeichnet, dass man sie einfach gern haben muss. 

    Ich finde die Balance zwischen Traum, Wirklichkeit, übersinnlichen Kräften, Prophezeiungen und philosophischen Gedanken sehr gelungen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. 

    Ein literarisches Meisterwerk, klare Leseempfehlung!

  15. Cover des Buches Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek (ISBN: 9783453418844)
    David Whitehouse

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

     (149)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    ..."Es gibt nicht nur den Teil den du liest. Sie fangen schon vorher an. Und sie gehen danach weiter [...]Du nimmst nur für ein paar Seiten daran Teil, für die Dauer eines winzigen, aus der Zeit geschnittenen Fensters "

    (aus dem Buch S.138)

    Ein herzerwärmendes Buch aber ganz anders als ich es mir dachte. Als ich das Cover sah und den Klappentext gelesen habe dachte ich, dies ist ein nettes Buch mit viel britischem Humor, das man eben im Urlaub weg lesen kann. Dieses Buch ist aber viel tiefgründiger.
    Es geht um Bobby dessen Freund eines Tages umzieht und er keine anderen Freunde hat. Da begegnet ihm das Mächen Rosa und ihre Mutter Val. Gemeinsam machen Sie sich auf die Reise mit einem Bücherbus.

    Was sich so locker anhört ist aber eigentlich bedrückend. Bobbys Vater misshandelt Bobby und kümmert sich sonst nicht, Rosa ist geistig eingeschränkt (es wird nie erzählt was genau aber vermutlich Trisomie 21) und alle haben im Buch ihre ganz eigenen Probleme. Später kommt noch der Outlaw Joe hinzu der selbst einiges aus der Vergangenheit mit sich herum trägt.
    Sehr liebenswerte Charaktere die zeigen wie viel die Kraft und Liebe einer Familie und Freunden vermag.
    Einiges ist etwas überspitzt erzählt aber nie vorbei an der Realität.
    Ein tolles Buch dem ich 4.5 Sterne gebe, da der mittelteil kurzfristig etwas zäh war.

  16. Cover des Buches Büchergrüfte (ISBN: 9783650400215)
    Eric Steinhauer

    Büchergrüfte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Kaito

    Mumien, Seuchen und der Tod zwischen den Seiten.

    Ich erwähne selten die Gestaltung eines Buches in meinem Rezensionen. Aber diesmal erscheint mir das angebracht, denn in diesem Fall macht die Gestaltung einen großen Teil des Reizes dieses Buches aus. Der Einband ist sehr hochwertig gestaltet und die zweifarbige Schrift sowie kleine Illustrationen im Innenteil unterstreichen den teilweise sehr morbiden Inhalt.

    Man kennt ja Bücher die in Leder gebunden wurden, Leim der aus Knochen gewonnen wurde oder auch so unheimliche Dinge, wie vergiftete Seiten á la “Der Name der Rose”.

    Aber wusstet ihr auch, dass es Bücher gibt, die man in die Haut von Menschen gebunden hat? Oder dass es beliebte Praxis war Mumien oder Skelette in Bibliotheken auszustellen? Diese und weitere unheimliche Tatsachen stellt diese Buch vor. Da nisten todbringende Erreger zwischen alten Folianten und die Lektüre bestimmter Texte soll finstere Wesen anlocken. Die Kombination aus ziemlich gruseligen Texten und der Gestaltung mit blutroten Überschriften und Illustrationen von Ratten, Schädeln und Fledermäusen erzeugen eine fesselnde Stimmung. Man wird sich bewusst, dass der Verfall und scheinbar dunkle Mächte auch an einem gemütlichen Ort, wie einer Bibliothek lauern. Für Bücher-Begeisterte sind die Texte wirklich interessant. Man lernt eine ganz andere Seite von Bibliotheken und Büchersammlungen kennen. Wobei der Inhalt zum Teil nichts für schwache Nerven ist.

    Der Sprachstil wirkt hin und wieder etwas gestelzt und aufgesetzt. Manch einer fühlt sich vielleicht an ein Literatur- oder Germanistikstudium erinnert. Trotzdem lassen dich die Texte flüssig lesen und konnten mich fesseln. 

    Fazit:

    Wir haben hier keine durchgängige Gruselgeschichte. Und wahrscheinlich lässt sich das Buch auch mehr schlecht als recht in die Abteilung Sachbuch einordnen. Wenn man Interesse an ungewöhnlichen und morbiden Hintergründen zum Thema Bücher hat, dann wird man hier gut unterhalten. Auf den Sprachstil muss man sich einlassen können. Mir erschien er sehr passend und ich fand das Buch sehr kurzweilig und informativ.

  17. Cover des Buches Die Spur der Bücher (ISBN: 9783596296484)
    Kai Meyer

    Die Spur der Bücher

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Domaschke

    „Die Spur der Bücher“ ist mal wieder ein echter Kai Meyer, und das meine ich im positivsten Sinne. Es hat alles, was ein gutes Buch braucht: einen Hauptcharakter, mit dem man mitfiebern kann, ein cooles Setting, Spannung, Gefühl, einen undurchschaubaren Plot und noch so vieles mehr. Kai hat mal wieder getan, was er so gut kann: Er hat sich ein Setting und verschiedene historische Fakten genommen, um sie dann zum bersten mit Fantasy zu füllen. Mir ist schleierhaft, wie er das immer wieder schafft, ohne sich zu wiederholen. 


    Mercy war mit auf Anhieb sympathisch und auch wenn sie nicht immer die klügsten Entscheidungen trifft, waren diese immer auf ihre Weise nachvollziehbar. Auch die Nebencharaktere hatten es mir angetan und ein Teil von mir hofft ja ... nein, lassen wir das. Man will ja nicht spoilern. 


    Besonders gelungen fand ich die Beschreibung des viktorianischen Londons, in das einen die Geschichte mitnimmt. Weite unterirdische Tunnel, die ein Netzwerk unter der Stadt bilden, der Bau der Londoner U-Bahn, Gaslaternen, der Dampf der Manufakturen, der wie dichter Nebel über der Stadt hängt: Man kann die Industrialisierung und die Hoffnungslosigkeit der ärmeren Menschen von damals förmlich schmecken. Das Buch hat fast etwas Steampunkiges, nur eben ohne den Punk, wenn ihr versteht, was ich meine. 


    Von mir gibt’s auf jeden Fall volle Punktzahl und eine ganz klare Leseempfehlung. Es ist jedoch ratsam die Trilogie „Die Seiten der Welt“ vorab zu lesen. Zwar handelt es sich um unabhängige Geschichten, aber die Welt ist doch dieselbe. Bei mir war das Lesen leider eine Weile her, so dass ich nicht alle Querverweise verstehen konnte. Das war etwas schade. Aber so muss ich die 5 Bücher einfach irgendwann nochmal ganz von vorne lesen. 

  18. Cover des Buches Wie ein Leuchten in tiefer Nacht (ISBN: 9783499005213)
    Jojo Moyes

    Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

     (231)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Herz-Schmerz-Romane sind nicht mein Ding, aber dieses Buch war das Lesen wert! Die Pack Horse Libraries werden relativ realistisch beschrieben, die Geschichte ist zwar melodramatisch, aber nachvollziehbar und gut geschrieben - nur das Ende war mir etwas zu zuckersüss. Trotzdem, eine überzeugte Empfehlung!

  19. Cover des Buches Die Bibliothek bei Nacht (ISBN: 9783596159444)
    Alberto Manguel

    Die Bibliothek bei Nacht

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Es gibt diese Bücher, die bei der Lektüre ein warmes Licht ausstrahlen, den Rest der Welt in schläfrige Dunkelheit versinken lassen und um sich und ihren Leser herum eine behagliche Atmosphäre intimer Lektüre verbreiten. Das sind Bücher, die in sich die Geborgenheit der Bibliothek tragen – nicht jeder Bücherei, versteht sich, sondern der Bücherstube der Gelehrten, die ihre Bücherregale geschmackvoll mit Bildern und Erinnerungsstücken abwechseln und einen Raum als Rückzugsort kreieren, der die Sicherheit des Mutterleibs verströmt.

    Alberto Manguels „Bibliothek bei Nacht“ ist ein solches Buch, das den Leser schon im Titel auf die Stimmung einstellt, die es vermitteln wird. Manguel erzählt eine ganz persönliche, bisweilen intime Kulturgeschichte der Bibliothek und verbindet seine herumschweifenden Gedanken und Anekdoten mit seinen eigenen Erfahrungen im Umgang mit seinen Büchern. Manguel geht es nicht um das Buch oder das Lesen – denen widmet er sich in anderen Texten. Hier geht es um den Raum, in dem die Bücher versammelt werden. Um das Wie, Warum, Womit, Wie lange und Für Wen.

    Beeindruckend ist der breite Blickwinkel, mit dem Manguel durch die Landschaft seines Sujets schreitet, sich hier von einer Idee ablenken und dort von einer Anekdote locken lässt. Seine Bibliothek ist eine polyglotte Völkerverbinderin, die zu allen Zeiten, seit es Bücher gibt, und an allen Orten alle Menschen verbindet, die man als Leser bezeichnen kann. Alle Zeloten, Eiferer und Fanatiker, die womöglich aus dem Buch ihre zerstörerische Weltanschauung schöpfen, schließt Manguel aus, denn gelehrte Leser, die um des Lesens willen lesen, werden nicht fanatisch. Ihr Wahnsinn liegt allein in der Sucht, Bücher auf Bücher häufen zu wollen.

    Der Text ist nicht in Bibliotheken der Religionen, Epochen, Nationen oder Sprachen gegliedert, sondern in Gedankenbahnen: Bibliothek als Mythos, als Ordnung, als Form, als Insel, als Identität und einige mehr. Manche der Bahnen beschreitet Manguel mit großer Sicherheit und lässt die Strecke wie ein weiches Sofa wirken – die Blibiothek als Ordnung, als Raum oder als Zuhause sind absolut zauberhafte Texte voller intimer Wärme, bibliophiler Begeisterung und wissenswerter Geschichten. Andere lassen bisweilen Details vermissen, die ich gern gelesen hätte: In der Bibliothek als Zufall hätte ich gern auch über die Einzigartigkeit jeder Bibliothek gelesen, weil sie nicht nur durch das Sammlerinteresse, sondern auch durch Zufall und Gelegenheit zu einem Gebilde gewachsen sind, das es so nur ein einziges Mal auf der Welt (und in der Zeit!) gibt. Manguel beschreibt mehr, wie das Schicksal der Welt viele Bibliotheken und Werke hat abhanden kommen lassen, so dass der Zufall bestimmt, was noch übrig ist – oder wie der Altgermanist Burkhart Wachinger ausgerufen hat: „Alle Überlieferung ist zufällig!“ Nicht ganz stimmig ist etwa die Bibliothek als Macht, in der Andrew Carnegie seinen paternalistischen Auftritt hat, weil die hier präzisierten Überlegungen nicht in das Grundkonzept des Buches zu passen scheinen.

    Völlig im Fluss und regelrecht mitreißend sind Manguels Gedanken über die Bibliothek als Werkstatt oder als Zuhause, in denen der völkerverbindende, die Zeiten überdauernde Gemeinschaftssinn der Buchmenschen erklingt, ob es verständige Mullahs in der Wüste der Pilger, Betreiber von Eselsbibliotheken in den Anden oder reumütige Inquisitoren sind. Sie alle lädt Manguel wispernd in seine eigene Bibliothek und als Nachbarn in die Heimat der Lesenden, in die Mitte der angenehmen Lektüreerfahrung seines gelehrten Werkes.

    Was andere kritisieren – die vereinbarte Wohligkeit der Schilderungen in diesem Buch – halte ich für seine Stärke: eine ganz wunderbare Schatzsuche vom heimatlichen Leseort aus.

  20. Cover des Buches Geheimnisvolle Bibliotheken (ISBN: 9783940036155)
    Carolin Gmyrek

    Geheimnisvolle Bibliotheken

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Bibliotheken sind Orte voller Geheimnisse. Sie enthalten Wissen, Schätze, Reichtümer … und manchmal ist das alles ein und dasselbe.

    Bibliotheken beherbergen wandelnde Träume, verschlossene Märchen, geheimnisvolle Kreaturen, die sich zwischen den Regalen verstecken und verborgene Welten hinter jedem Bücherdeckel. Der Geruch von altem Papier und Staub weht wie ein ruheloser Geist durch die dunklen Räume und in der Luft liegt das leise Wispern von tausenden Gedanken und Ideen. Wie ein Labyrinth breiten sich kilometerlange Gänge vor einem aus und in jeder Ecke wartet ein Geheimnis, dass einem den Atem rauben kann.

    Begleitet uralte Bibliothekare hinein in dieses Labyrinth …


    Rezension:

    Enthaltene Geschichten:
    Ohne Worte – Stefanie Hammes *
    Im Anfang war das Wort – Christian Damerow
    Wissen ist Macht – Gregor Eder
    Der Bibliothekar – Karsten Klein-Ihrler
    Das besondere Buch – Thomas Lohwasser, Vanessa Kaiser
    Ein Schatz von unermesslichem Wert – Susamme Haberland
    Schöne Aussicht – Ju Hornisch
    Das Herz des Theaters – Fabienne Siegmund
    Der 31. September – Bettina Ferbus
    Staub der Ewigkeit – Rainer Baumgärtel
    Maledictus – Isa Theobald
    Bücher des Lebens – Karin Jacob
    Von Staubquasten und Engerlingsschnüfflern – Serena Hirano
    Schreiend – Irene Bressel *
    Allein zwischen Regalen – Andrea Spille
    Elly – Jan-Christoph Prüfer
    Die Bibliothek der Drachen – Christian Endres
    Der Bibliothekar – Charlotte Erpenbeck
    Die älteste Schrift – Daniel Schenkel
    Zwei Kisten Weisheit – Christian von Aster
    Das letzte Pergament – Paul Sanker
    Frater Anselm – Benjamin Nemeth
    Die Bibliothek von Bärbel – Olaf Lahayne
    Die siebte Bibliothek – Cornelia Röser
    Bestandserhaltung – Carolin Gmyrek
    Schweigend – Gabriel deVue *

    Wer gerne liest, kennt natürlich die Magie, die in Bibliotheken herrscht. Während das aber natürlich Magie im übertragenen Sinne ist, geht es in den Kurzgeschichten dieser Anthologie um echte. Mit 26 Beiträgen und 400 Seiten fällt diese Zusammenstellung relativ umfangreich aus. Eine Besonderheit hebt diese allerdings aus der Vielzahl anderer Anthologien heraus: Bei 3 der 26 Geschichten handelt es sich um Bildgeschichten, praktisch Comics ohne Text. (Diese sind in der Liste mit einem * gekennzeichnet.) Jede der 23 Textgeschichten wird von einem Titelbild eingeleitet, dass jeweils ein Buch auf einem Lesepult darstellt, wobei die Umgebung an die jeweilige Story angepasst ist. Bei den einzelnen Geschichten handelt es sich um Fantasy, teils Urban Fantasy, wobei auch leichte Anklänge an Horror und Mystery und sogar Steampunk zu erkennen sind.

    Der Bogen der Protagonisten reicht von einer antiken Gelehrten über einen mittelalterlichen Mönch bis zu Studenten aktueller Zeiten, vom Zauberlehrling über eine unsterbliche Bibliothekarin bis zum alternden Gelehrten, der sein Wissen in Sicherheit bringen möchte. Da fliegt eine Bibliothek in einem Zeppelin um die Welt, um neue Bücher zu suchen, in einer fast vergessenen Bibliothek muss nach der Lösung für sich ins Nichts auflösende Landschaften gesucht werden, oder Bücherwürmer brauchen Futter. Fast alle Geschichten finden neue Aspekte, um das Thema aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Da fällt es schwer, einzelne herauszugreifen, um sich ihnen separat zu widmen, zumal es eigentlich keine gibt, die in besonderem Maße aus den anderen herausstechen – weder in negativer noch in positiver Hinsicht. Das Gesamtniveau liegt allerdings hoch. Zumindest was die Textgeschichten betrifft. Bei den textlosen Bildgeschichten fällt es mir dagegen teilweise schwer, die Aussage zu erkennen.

    Die Vielzahl der Blickwinkel macht den Reiz dieser Kurzgeschichtensammlung über magische Bibliotheken aus.


    Fazit:

    In dieser Anthologie dürfte sich für jeden bibliophilen Fantasy-Fan das Passende finden.


    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

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  21. Cover des Buches Eine Geschichte des Lesens (ISBN: 9783596175154)
    Alberto Manguel

    Eine Geschichte des Lesens

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Wer denkt, er werde in diesem Buch "Lesetips" erhalten, der ist völlig falsch. Manguel gibt einen breit angelegten Überblick über die Geschichte des Lesens als Beschäftigung. Neben der kulturellen Bedeutung des Lesens beleuchtet der Autor auch naturwissenschaftliche bzw. medizinisch/neuronale Erkenntnisse, wie Lesen im Kopf funktioniert und warum es so wichtig ist, um bspw. mit Sprache gut umgehen zu lernen. Hinzu kommen unzählig viele Facetten der Geschichte des Buches/Lesens: wann und wo wurde die erste Biographie verfasst, mit welcher Intention. Wo hat man Bücher gerne bevorzugt gelesen, wer der vielen bekannten historischen Persönlichkeiten war hier am schrulligsten? Und wer hat zu unlegalen Mitteln gegriffen, um sich seltene Ausgaben zu beschaffen? Amüsant und intelligent geschrieben, zu keinem Zeitpunkt langweilig. Sehr empfehlenswert!
  22. Cover des Buches Dhampir 02 (ISBN: 9783802584893)
    Barb Hendee

    Dhampir 02

     (69)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *In Miiska hatten sie Jagd auf drei Untote gemacht. Doch Bela war mindestens zwanzig mal so groß, wie die kleine Hafenstadt. Innerhalb der drei Wehrwälle mussten sie einen Untoten finden und der einzige Hinweis bestand aus der Leiche eines jungen Mädchens.*


    Dhampir 2


    Magiere und Leesil sind gerade wieder dazu bereit, ihre Taverne in Miiska zu öffnen, als sie nicht nur mit anfallenden Steuern, sondern auch der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Hafenstadt konfrontiert werden. Da sie nicht ganz unschuldig an der Situation sind, nimmt Magiere widerwillig das Angebot eines Ratsherren aus der Hauptstadt Bela an. Sie soll den Untoten zur Strecke bringen, der seine Tochter auf dem Gewissen hat. Doch ganz so einfach wie in Miiska wird ihr die Jagd hier nicht gemacht.



    Der Einsieg ins Buch ist mir dieses Mal leichter gefallen, als im ersten Band. Das lag wohl auch daran, dass von Beginn an Leesil einen großen Anteil an der Geschichte nahm und ich den Halbelfen mittlerweile interessant finde. Dass es zwischen ihm und Magiere immer wieder zu Spannungen kommt, die auf laufende Missverständnisse beruhen, war zwar nicht immer ganz so meins, eine schnelle Annäherung der Beiden hätte aber auch nicht in die Geschichte und schon gar nicht zu Magieres Distanziertheit gepasst.


    Wie im ersten Band auch, kamen hier auch wieder die Vampire zu Wort. Dass wir Rattenjunge wieder begegnen war nicht verwunderlich, umso mehr aber seine Wandlung in einen besonnenen Meister, der sich seine eigenen Vampirsklaven schafft. Dazu gehört auch der junge Adelige Chane, der zwar unter dem Einfluss seines Meisters steht, der mir aber immer als die größte Gefahr für Magiere und Leesil vorkam. Sein Können in den arkanen Beschwörungen, aber auch seine Intelligenz fand ich interessant. Leider wurde dadurch seine Faszination dem grausameren Blutrausch gegenüber nicht verdrängt, sodass er trotz allem der „Bösewicht“ blieb.


    Der zweite Band hat mir bei weitem besser gefallen, als der erste. Das mag daran liegen, dass Magiere und Leesil nun wissen, mit welchen Gegnern sie es zu tun haben, an den durchaus interessanten Vampircharakteren oder einfach nur daran, dass sich Magiere nicht mehr so zurückweisend und unsympathisch verhielt. Auch fand ich die Suche nach den Vampiren, die hier nicht mehr dem Zufall zuzuschreiben war, sondern eine wirkliche Jagd darstellte, spannender, als die Ereignisse des ersten Bandes.

  23. Cover des Buches Der Dorfgescheite (ISBN: 9783406726279)
    Marjana Gaponenko

    Der Dorfgescheite

     (6)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick

    Wer Bücher, besonders alte Bücher liebt, wer mit Freude und Begeisterung Umberto Ecos „Der Name der Rose“ gelesen oder seine Verfilmung gesehen hat, der wird auch an diesem neuen Roman von Marjana Gaponenko seine ungetrübte Freude haben. „Einen Bibliothekarsroman“ nennt sie ihre Geschichte des einäugigen Ernest Herz, der ziemlich erschöpft und seines exzessiven Liebeslebens überdrüssig ins Kloster geht. Im Stift W. hat er nach dem rätselhaften Selbstmord seines Vorgängers die Stelle des Bibliotheksleiters angenommen. Für Ernest Herz, der Bücher, besonders aber alte Bücher liebt, die Aufgabe seines Lebens.

     

    Sein Vorgänger, Pater Mrozek, hat auf eine sehr kuriose Art seinem Leben ein Ende gesetzt, und weil Herz dessen Wohnung bezieht, verfolgt ihn des Paters Geschichte auf Schritt und Tritt.

     

    Schon bald stößt der aufgeklärte Herz mit seinen Vorstellungen von einer zeitgemäßen Bibliothek auf den Widerstand der konservativen klerikalen Bewohnerschaft und auch der Leitung des Klosters. Immer mehr Zweifel ergeben sich Herz an dem Selbstmord des Vorgängers und als sein Radiogerät, das er ins Kloster mitgebracht hat, nur noch „Radio Gabriel“ empfängt, beginnt sich Herz auf eine spannende und unterhaltsam zu lesende Suche zu machen. Er will wissen, was im Kloster los ist, zumal der Fund eines mittelalterlichen Bestsellers mit dem Titel “Dialogus Miraculorum“, dessen Einband fehlt, seine detektivische Neugier geweckt hat.  Warum hat sich Pater Mrozek umgebracht? Wer oder was hat ihn dazu getrieben?

     

    Als Herz im Dorf den schönen Kellner der Gastwirtschaft „Zum Lamm“ trifft, hat er sofort das Gefühl, dieser junge Mann könnte ihm weiterhelfen. Aber was hat dieser für ein Geheimnis?

     

    Mit ihrem neuen Roman hat Marjana Gaponenko die Welt der Bibliothek und die Kultur eines alten Klosters zum Thema eines spannenden Romans gemacht, der mit Gespür für Komik liebevoll erzählt ist, und einen selten so erlebten literarischen Blick für die schrägen und skurrilen Details offenbart.

     

    Ich habe dieses Buch mit Freude gelesen. Gute Unterhaltung ist das auf hohem sprachlichem Niveau. Die Autorin geht virtuos mit der Sprache um und man spürt ihre regelrecht sinnliche Freude an Wörtern, die ansteckend ist.

     

     

     

     

  24. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783446270749)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.592)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Schade, ich hatte mir mehr erhofft. William ist wie Sherlock Holmes und löst Rätsel sehr ähnlich. Das war spannend.

    Aber ansonsten war der Schreibstil einfach nur furchtbar... Ich kam mir so unheimlich dumm vor, das Buch zu lesen.

    Dnf.

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