Bücher mit dem Tag "biografie"

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1.523 Bücher

  1. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596710775)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

    (2.726)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Anne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.

    Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.

  2. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

    (2.558)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt: 

    Als der 16-jährige Miles auf das Internat Culver Creek wechselt ahnt er nicht, welch unvergesslichen, aufregenden, glücklichen, dramatischen und traurigen Momente ihm bevorstehen. Er findet neue Freunde, die immer für ein Abenteuer zu haben sind und mit denen er das Leben in vollen Zügen genießt. Besonders die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Alaska hat es Miles angetan...

    Aber mir fehlte der Mut, und sie hatte einen Freund, und ich war linkisch, und sie war wunderschön, und ich war hoffnungslos langweilig, und sie war unendlich faszinierend. (S. 122)

    Meine Meinung:

    Mit Miles hat man einen sehr sympathischen und nahbaren Protagonisten in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man sich sehr gut hineinversetzen kann. Weder Miles noch seine Freunde wirken austauschbar. Sie alle werden in einer Weise beschrieben, die dafür sorgt, dass sie einem beim Lesen als Menschen mit Persönlichkeit und Charakter erscheinen. Man erfährt von ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten, wodurch sie beim Lesen lebendig werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Interessensgebiet, das es Miles angetan hat: Er ist fasziniert von den allerletzten Worten, die berühmte Persönlichkeiten unmittelbar vor ihrem Tod gesagt haben. Dieses interessante und ungewöhnliche Thema ist mir zuvor noch in keinem anderen Buch begegnet.

    Eine große Stärke des Buches ist das Lebensgefühl, das die Geschichte versprüht. Wie die Jugendlichen neue Freundschaften schließen, sich verlieben, Streiche planen, gegen Internatsregel aufbegehren und welche Träume, Hoffnungen, Sorgen und Ängste sie haben wird sehr lebendig beschrieben.

    Bereits zu Beginn des Buches steht fest, dass ein einschneidendes und bedeutsames Ereignis bevorsteht: Jedes der kurzen Kapitel beginnt nämlich mit den Worten „X Tage davor“. Der besagte Tag rückt unaufhaltsam näher und man ist gespannt welches Ereignis am Tag 0 eintreten wird. Dieser Countdown ist eine interessante Idee und trägt zusammen mit dem angenehmen Schreibstil dazu bei, dass man das Buch in kürzester Zeit gelesen hat.

    Die erste Hälfte des Buches ist von lustigen Momenten und Leichtigkeit geprägt. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte dann eine dramatische und nachdenklich stimmende Wendung und gewinnt an Tiefe: Das geheimnisumwobene und dramatische Ereignis, das am Tag 0 eintritt stellt das Leben von Miles und seinen Freunden auf den Kopf. Es lässt sie Manches aus einem neuen Blickwinkel betrachten und konfrontiert sie mit dem Ernst des Lebens.

    Das Ende des Buches ist dann aber dennoch vorwiegend hoffnungsvoll. Es gibt noch ein sehr lustiges Ereignis und die Geschehnisse werden in einer Weise abgerundet, die dafür sorgt, dass man nicht betrübt zurückgelassen wird und trotz allem insgesamt mit einem guten Gefühl aus der Geschichte geht.

    Warum vergebe ich dennoch nur 3 Bewertungssterne? 

    Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte über weite Strecken eher „dahinplätschert“ und die Spannung eigentlich ziemlich künstlich aufrechterhalten wird (Stichwort Countdown). Das am Tag 0 eintretende Ereignis gibt den Geschehnissen dann zwar eine unerwartete und dramatische Wendung, aber man kann nicht sagen, dass dies einen richtigen Höhepunkt der Geschichte markiert. Außerdem flacht die Handlung anschließend auch relativ schnell wieder ab. Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat ist eine überflüssig wirkende erotische Szene, die etwas zu plump und vulgär beschrieben wird.

    Fazit:

    Trotz kleinerer Schwächen handelt es sich insgesamt um eine schöne und bewegende Geschichte über das Leben, Freundschaft, Liebe und Verlust, die neben lustigen Momenten auch einige nachdenklich stimmende Momente zu bieten hat.

    Es ist mein erstes Buch von John Green gewesen und ich möchte auf jeden Fall auch noch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ lesen.

    Zum Schluss noch einige besonders schöne und nachdenklich stimmende Zitate aus dem Buch:

    „Von der Zukunft zu träumen, ist auch eine Art Nostalgie. […] Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“ (S. 76)
    Der Mensch, glaubte ich, braucht Sicherheit. Er erträgt die Vorstellung nicht, dass der Tod nichts sein soll als ein großes schwarzes Nichts, er erträgt den Gedanken nicht, dass seine Liebsten aufhören zu existieren, er kann sich nicht vorstellen, selbst einmal nicht mehr zu existieren. Am Ende, schloss ich, glauben die Menschen an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil nicht ertragen können. (S. 138)
    Es kommt die Zeit, da wir begreifen, dass unsere Eltern weder uns retten können noch sich selbst, dass jeder Einzelne von uns, die wir durch den Fluss der Zeit waten, irgendwann von der Strömung weggerissen wird – kurz, dass wir alle gehen. (S. 166) 
    Thomas Edisons letzte Worte waren: „Es ist wunderschön hier drüben.“ Ich weiß nicht, wo sie ist, aber ich glaube, sie ist irgendwo, und ich hoffe, dass es wunderschön dort ist. (S. 295)
  3. Cover des Buches BECOMING (ISBN: 9783442316472)
    Michelle Obama

    BECOMING

    (382)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    … für die USA und für die Welt. 

    Becoming gibt ganz aufrichtige Einblicke in die Geschichte der zielstrebigen ehemaligen First Lady Michelle Obama. Sie gibt Einblicke in den Weg, wie sie sich als junge Anwältin entwickelt, ihre eigenen Werte und Missionen entdeckt. Wie so den jungen Barack kennen und später auch lieben lernt. Mit welchen Auswirkungen ein politisches Amt und mehrere  Wahlkampagnen eine junge Familie umzugehen hat. 

    Die Welt braucht mehr dieser idealistischen Realisten, die über ihren eigenen Nutzen hinweg a das Wohl vieler Menschen denken und Schotte unternehmen, um dieses zu verbessern. Unglaublich sympathisch geschrieben, lässt mich dieses Buch in der aktuellen Zeit leider melancholisch zurück. 

  4. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783890296005)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

    (4.118)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Das Buch lag schon sehr lange auf meiner WuLi. Nicht nur, weil ich Hape Kerkeling als Mensch wirklich gerne mag, sondern wegen seiner Geschichte auf dem Jakobsweg.
    Ja, er ist 2001 gewandert / gepilgert (heutzutage ein Unterscheid!), aber trotzdem. Endlich hatte ich die Chance das Buch zu lesen und ich habe es gefeiert. Ich liebe das Wandern und dieser Jakobsweg ist schon lange auf meiner Wander-WuLi. Alleine nach Santiago reingehen...

    Das Buch hat mir wirklich richtig gut gefallen, genauso habe ich es erwartet. Er erzählt locker und flockig. Immer mit seinem typischen Witz.

    Zwei kleine "Kritikpunkte" habe ich. Und zwar dass er gerne mal ordentlich ausholt in Anekdoten und Erinnerungen. Was eigentlich gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Und dann das stellenweise heftige Lästern über Mitwanderer. Das macht man einfach nicht. Auch nicht, wenn es witzig gemeint ist.

  5. Cover des Buches Meine geniale Freundin − Kindheit und frühe Jugend. Geschenkausgabe (Neapolitanische Saga 1) (ISBN: 9783518473863)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin − Kindheit und frühe Jugend. Geschenkausgabe (Neapolitanische Saga 1)

    (692)
    Aktuelle Rezension von: Egata

    Eines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben. 

  6. Cover des Buches Die sieben Männer der Evelyn Hugo (ISBN: 9783548069562)
    Taylor Jenkins Reid

    Die sieben Männer der Evelyn Hugo

    (827)
    Aktuelle Rezension von: Jara_tsomenko

    Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Taylor Jenkins Reid erzählt die Geschichte der legendären Hollywood-Ikone Evelyn Hugo so lebendig und emotional, dass man das Gefühl hat, eine echte Biografie zu lesen.

    Besonders beeindruckt haben mich die vielschichtigen Charaktere und die unerwarteten Wendungen. Evelyn ist eine starke, faszinierende und zugleich verletzliche Frau, deren Entscheidungen und Lebensweg zum Nachdenken anregen. Die Themen Liebe, Ehrgeiz, Identität und Selbstbestimmung werden auf bewegende Weise behandelt.

    Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Ende hat mich tief berührt und lange beschäftigt.

    Für mich ist dieses Buch ein echtes Highlight und ich kann es jedem empfehlen, der emotionale, klug erzählte Geschichten mit starken Figuren liebt. Es hat mir sehr gefallen und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.


  7. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453442979)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

    (407)
    Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich

    ✍🏻
    𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 𝘪𝘴𝘵 𝘷𝘦𝘳𝘦𝘥𝘦𝘭𝘵𝘦𝘴 𝘋𝘦𝘯𝘬𝘦𝘯.

    ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ˢᴱᴸᴮˢᵀᴷᴬᵁᶠ⁾
    💭
    Mit 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 habe ich nun mein 44. Buch von Stephen King gelesen und dieses Mal keinen Roman, sondern einen Schreibratgeber. Gleichzeitig ist es bereits mein dritter Schreibratgeber insgesamt, was den Vergleich umso spannender gemacht hat.

    Was dieses Buch für mich besonders macht, ist der sehr persönliche Zugang. King erzählt offen von seinem Leben, seinen Anfängen als Schriftsteller, Rückschlägen, Erfolgen und auch von dunkleren Phasen. Diese autobiografischen Passagen lesen sich fast wie ein Roman und geben einen ehrlichen, oft schonungslosen Einblick in seinen Werdegang. Gerade dieser Teil hat mich besonders gefesselt.

    Aber auch Kings Tipps zum Schreiben sind spannend und praxisnah. Sie wirken nie belehrend, sondern motivierend und realistisch. Statt großer Theorien geht es um Handwerk, Disziplin, Sprache und den eigenen Umgang mit dem Schreiben. Das ganze immer wieder durchzogen von Kings trockenem Humor und seiner klaren Haltung zum Erzählen.

    Die Mischung aus autobiografischen Anekdoten und konkreten Schreibtipps ist hervorragend gelungen und macht das Buch sowohl für Autoren als auch für Leser interessant, die einfach mehr über Stephen King als Mensch erfahren möchten. Für King-Fans ist dieses Buch meiner Meinung nach ohnehin ein Muss.

    Ein Buch, das motiviert, ohne Druck aufzubauen.
    Für mich war 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 eine sehr willkommene Abwechslung.

    ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅
    (9/10)

  8. Cover des Buches Steve Jobs (ISBN: 9783328111405)
    Walter Isaacson

    Steve Jobs

    (238)
    Aktuelle Rezension von: Oguzhan

    Das war meine erste Biographie das ich über einen gelesen habe, und ich habe mit Walter Isaacson sofort einen Meister gefunden der gnadenlos ehrlich über alle Bereich von Steve Jobs schriebt. Man taucht in das Leben von Steve Jobs ein, höhen und Tiefen. Es war eine wundervolle Reise es zu lesen das mich teilweise emotional tief mitgenommen hat. 

  9. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783328100454)
    Arthur Golden

    Die Geisha

    (2.949)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Geschichte steht das Fischermädchen Chiyo/Sayuri, das in den 1930er‑Jahren von ihrem Vater nach Kyoto verkauft wird und daraufhin die Gelegenheit erhält sich zur Geisha ausbilden zu lassen. Die Handlung erzählt von Sayuris Weg zur Geisha voller Intrigen, Rivalitäten, politischer Umbrüche und emotionaler Abhängigkeiten. Hierbei wird auch ein Fokus auf ihre Ausbildung gelegt und die Ausführungen spannen sich über Jahrzehnte, beginnend beim Vorkriegsjapan, über den Zweiten Weltkrieg bis in die Nachkriegszeit.
    Sayuri und ihre persönliche Entwicklung, einhergehend mit dem gesellschaftlichen Wandel, stehen klar im Fokus und sind realitätsnah mit viel emotionaler Tiefe dargestellt, was durch die Ich-Perspektive optimal unterstützt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie z.B. Hatsumoto, Nobu, Mameha oder der Direktor bereichern die Handlung und unterstützten die Entwicklung der Hauptprotagonistin sehr gut.
    Wer historische Romane mit hoher emotionaler Tiefe vor einem interessanten kulturellen Hintergrund mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist detailreich, bildreich und unterstützt sowohl den Lesefluss als auch die dichte Atmosphäre des Buches sehr gut.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

  10. Cover des Buches Ein verheißenes Land (ISBN: 9783328110569)
    Barack Obama

    Ein verheißenes Land

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Sandmann

    „Ein verheißenes Land“ von Barack Obama ist eine tiefgründige Autobiografie, die seine ersten Amtsjahre als US-Präsident beleuchtet. Mit Offenheit teilt Obama seine Erfolge und Herausforderungen, gibt Einblicke hinter die Kulissen des Weißen Hauses und bietet politische Analysen. Besonders inspirierend sind seine Visionen von Hoffnung und Veränderung, die Leser*innen dazu ermutigen, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.  

    Das Buch ist sowohl persönlich als auch lehrreich und zeigt, wie wichtig es ist, trotz aller Widrigkeiten an seinen Idealen festzuhalten. Obamas authentische Erzählweise macht es zu einem bedeutenden Werk, das nicht nur politische Interessierte, sondern auch diejenigen anspricht, die nach tiefer gehenden Einblicken in die moderne Geschichte der USA suchen. Es ist ein inspirierendes Zeugnis eines außergewöhnlichen Staatsmannes.

  11. Cover des Buches Bob, der Streuner (ISBN: 9783404609345)
    James Bowen

    Bob, der Streuner

    (983)
    Aktuelle Rezension von: Alissila

    Eine, für mich, wirklich spannende und herzerwärmende Geschichte. Es hat sich toll gelesen und für mich las es sich, als hätte James es mir bei einem Kaffee persönlich erzählt. Es wirkt nicht aufgesetzt sondern ehrlich. Manche stellen waren sicherlich nicht übermäßig ausführlich, weil es die Stimmung runter gezogen hätte.

    Ich fand es sehr schön Bob und James begleitet zu haben.

  12. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783442719709)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

    (294)
    Aktuelle Rezension von: Manona

    Bei Herkunft von Saša Stanišić, dem Autor mit Schmuck im Namen, hatte ich zunächst etwas anderes erwartet. Enttäuscht wurde ich aber nicht.

    Das Buch besteht aus mal kürzeren, mal längeren Kapiteln, in denen der Autor Geschichten aus seiner Familie in Jugoslawien erzählt. Gleichzeitig geht es auch um seine Jugend in Heidelberg, wo er nach seinen Flut vor dem Krieg lebt, und seinen weiteren Weg bis hin zum Studium. Dadurch entsteht kein ganz klassischer, geradliniger Roman, sondern eher ein vielschichtiges Erzählen über Familie, Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit.

    Für mich ist die eigentliche Hauptperson des Buches seine Oma. Sie bleibt trotz des Krieges in Jugoslawien dort und bildet für mich eine Art Mittelpunkt der Erzählung. Ihre Geschichte und ihre Präsenz haben mich besonders berührt.

    Zur Mitte hin wurde mir das Buch stellenweise ein bisschen zu langatmig. Trotzdem vergebe ich fünf Sterne, weil die Geschichten insgesamt sehr eindrücklich sind, teilweise wirklich lustig erzählt werden und viele sympathische Menschen beschrieben werden. Gerade diese Mischung aus Humor, Erinnerung und Familiengeschichte hat mir sehr gut gefallen.

  13. Cover des Buches Freiheit (ISBN: 9783462005134)
    Angela Merkel

    Freiheit

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Danny0812

    Die Biografie unserer ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Ich habe mich sehr auf die Lektüre gefreut, Angela Merkel beschreibt in Ihrem Buch Ihre Erinnerungen an die Jahre zwischen 1954 und 2021.

    Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen, hier schreibt Sie über ihre Kindheit und Jugend in der DDR, Ihren beruflichen Werdegang bis hin zu den ersten Schritten auf der politischen Bühne.

    Man erfährt hier viel Neues und was Sie  zu erzählen hat ist durchaus spannend und klug geschrieben.

    Wer jedoch erwartet sehr viel Privates zu erfahren dürfte spätestens ab der zweiten Hälfte enttäuscht sein.

    Ab hier hab ich mich doch zeitweise sehr quälen müssen beim Lesen, eine schier unendliche Abfolge von überwiegend internationalen Konferenzen verlangt dem Leser einiges an Geduld und Durchhaltevermögen ab.
    Spoiler : es ist selten wirklich spannend und oft zäh nachzuvollziehen, viele Fachbegriffe und lange Schachtelsätze tun ihr übriges.

    Trotzdem bin ich froh das Buch dieser beeindruckenden Frau gelesen zu haben und kann es jedem empfehlen, der an einem Blick hinter die Kulissen von Kanzleramt und co interessiert ist.

  14. Cover des Buches Panikherz (ISBN: 9783462050660)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Panikherz

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider


     



    Benjamin von Stuckrad Barre wächst etwas abgeschirmt auf, denn seine Eltern sind typische Ökos und sein Vater Pastor. Als er von seinem Bruder abgelegte Klamotten bekommt und im örtlichen Musikladen Schallplatten entdeckt, ist er plötzlich in einer anderen Welt. Udo Lindenberg wird sein Held, sein Idol und als er heran wächst und anfängt zu arbeiten, schreibt er über Udo und er vernichtet ihn in seinen Kritiken. Sein Held fällt und Benjamin irgendwie auch. Sein Leben ist unstet und wie eine Achterbahnfahrt und er nimmt Drogen, experimentiert mit vielen Stoffen und entwickelt eine Essstörung. Aber er hat auch Höhepunkte und darf Udo treffen und lernt ihn kennen, findet in ihm einen Freund. In den USA trifft er auf einen Held der Buchbranche, Bret Easton Ellis und verbringt berauschte Nächte mit ihm und kommt doch auch wieder runter. Ein Buch mit Udo Lindeberg, über Udo Lindenberg und ein Buch von und über Benjamin von Stuckrad Barre. Er nimmt uns mit auf seinem wilden Ritt durch seine Kindheit und Jugend und sein aufregendes Erwachsenenleben und wir dürfen Backstage sein und viele Prominente treffen. Raschzustände, Sex, Angst, Neuanfang, Absturz, alles ist dabei und am Ende immer ein Udo Song.  


  15. Cover des Buches Beklaute Frauen (ISBN: 9783328112945)
    Leonie Schöler

    Beklaute Frauen

    (142)
    Aktuelle Rezension von: Lissi_Filibuster

    Genau wegen Buchempfehlungen zu Büchern wie "Beklaute Frauen" von Leonie Schöler liebe ich meine Buchcommunities. Ohne den Beitrag einer lieben anderen Leserin wäre ich wohl noch einige Male an dem Buch vorbeigegangen.

    Aber es jetzt zu lesen, war für mich genau richtig, denn nachdem mich eines meiner letzten Bücher ein wenig schockiert über die Rolle der Protagonistin zurückgelassen hat, brauchte ich ein Buch, das auf eine andere Art aufwühlt.

    Leonie Schöler hat es geschafft, dass ich mich einen ganzen Tag lang mit den Leben verschiedener Frauen befasst habe, die für ihre Leistungen nie die verdiente Anerkennung erhalten haben. Die hinter ihren Ehemännern verschwanden, von Kollegen hintergangen wurden oder von den männlichen Geschichtsschreibern bewusst ausgelassen wurden.

    "Beklaute Frauen" prangert dabei nicht nur einzelne Männer an, die Frauen ausgenutzt haben, sondern das Patriarchat als solches, das dazu führt, dass Frauen noch immer nicht für ihre Leistungen gewürdigt werden und dass ihnen zusätzlich noch Steine in den Weg gelegt werden.

    Die historischen Begebenheiten und Hintergründe werden dabei sehr verständlich erklärt. Auch wenn man bisher keine große Ahnung von Physik, Chemie, Kunstgeschichte, Literatur oder Geschichte hat, kann man Leonie Schölers Ausführungen wunderbar folgen.

    Jede hier ausgewählte Geschichte hat mich dabei auf eine andere Weise bewegt, schockiert und zum Nachdenken gebracht, denn die Bezüge zu unserer heutigen Gesellschaft sind offensichtlich und werden von der Autorin im letzten Kapitel noch einmal ganz klar vor Augen geführt.

    Für mich war es gerade genau die richtige Lektüre, denn sie zeigt, dass es so viele starke Frauen in unserer Welt gibt.

  16. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

    (2.338)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Christiane zieht mit ihren Eltern nach Berlin und sucht dort Kontakt in einer Clique. Sie ist in ihrem Leben nicht wirklich zufrieden und ist daher froh Anschluss an eine Gruppe zu finden. Dort macht sie allerdings auch erstmals Kontakt zu Haschisch. Doch in der Clique wird nicht nur Haschisch genutzt. Da Christiane auf der Suche nach etwas ist, nutzt sie die Gelegenheit hier neue Erfahrungen zu sammeln. Doch bald ist es nicht mehr nur Haschisch …

    Meinung:

    Ein Jugendbuch.

    Das Buch erschüttert in mehrfacher Hinsicht. Jeder Jugendliche, bei dem es Stress in der Familie gibt, oder der Probleme in der Schule oder seiner Entwicklung hat, der sucht gerne mal einen „Ausweg“. Also Entspannung bei etwas, das berechenbar Entspannung bietet. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, doch Christiane wählt zielsicher den besten Weg, um ihr Leben nachhaltig zu zerstören und sie weiß es.

    Das ausgerechnet eine junge Frau so hohe Erwartungen an ihre Umwelt stellt und gleichzeitig alle selbstgewählten Abstiege in ihrem Leben so widerspruchslos hinnimmt ist schockierend.

    Warum Christiane trotz ihrer Angst gegen harte Drogen dann tatsächlich H (also Heroin) „ausprobiert“ hat sich mir nicht erschlossen. Jeder hat solche Angebote mal erhalten, doch es ist auch allen vorher klar, was das für Gefahren birgt und welchen Preis es kostet. Trotzdem „stolpert“ Christiane da durch ihre Neugier getrieben hinein.

    Die Geschichte hat bei mir nicht wirklich gezündet. In der ersten Hälfte der Geschichte war bereits am Anfang klar, dass sie den direkten Abstieg wählt. Das Ergebnis war absehbar. In der zweiten Hälfte werden dann halbherzige Versuche unternommen den Ausstieg zu finden.

    Was in der Geschichte gut geschildert wurde, ist die Ratlosigkeit der Eltern, Geschwister und Freunde und was das mit diesen Menschen macht. Dass Christiane dafür den Rest ihres Lebens einen Preis bezahlen muss, war immer klar. Zu guter Letzt sogar ihr selbst. Eigentlich sollte nach so einer Lektüre jeder Jugendliche hinreichend gewarnt sein.

    Fazit:

    Wer nach diesem Buch noch mit Drogen „rumspielt“, dem ist nicht zu helfen. Die Schilderung der lächerlichen Entzüge, gefühlt zehn halbherzige, hätte es in der Geschichte nicht wirklich gebraucht: drei Sterne.

  17. Cover des Buches Der Salzpfad (ISBN: 9783442143269)
    Raynor Winn

    Der Salzpfad

    (211)
    Aktuelle Rezension von: Natalie_Güsgen

    Hoffnungslos ist die Lage von Raynor und Moth Winn . Obdachlos , Aussichtslos und vielleicht auch Todkrank.

    So beginnt die Reise der beiden über den South West Coast Path.
    Mein Wanderherz hüpfte , als ich die Seiten verschlang , über dieses aus der Not entstandenen Abenteuer. Ein Reisebericht der anderen Art , mit viel Herzwärme und Überlebenswillen

  18. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783641118655)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

    (897)
    Aktuelle Rezension von: Finkenzonk

    Siech-Literatur: so nennt ein Bekannter von mir Bücher, die ausschließlich vom Elend handeln, vom "Dahinsiechen". Für Frank McCourts "Die Asche meiner Mutter" gilt das aber nicht, obwohl wirklich alles an dieser Kindheit im Irland der 30er und 40er Jahre schrecklich ist. Armut, Hunger, Alkoholismus, Gewalt, sexueller Missbrauch, kurz: unvorstellbares Leid, das durch die sorglosen Augen eines Kindes erzählt wird mit einem schnoddrigen - und von Harry Rowohlt genial übersetzten - irischen Akzent.

    "Die Asche meiner Mutter" hat 1997 den Pulitzerpreis in der Kategorie "Autobiographie" gewonnen; meinetwegen hätten sie auch den Nobelpreis draufpacken können. Selten hat mich ein Buch so bewegt. 

  19. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

    (440)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Das Cover ist sehr schlicht und zerbrechlich gestaltet, was perfekt zu der sehr persönlichen und tiefgehenden Geschichte passt. Es wirkt direkt sehr verletzlich. Lilly Lindner hat einen ganz eigenen, fast schon poetischen Schreibstil. Sie findet Worte für Gefühle, die man sonst kaum beschreiben kann. Das Buch ist unglaublich ehrlich und traurig, aber auch wunderschön geschrieben. Es geht um Themen, die weh tun, aber man kann das Buch kaum weglegen, weil es einen so tief berührt. Wer Geschichten mag, die wirklich unter die Haut gehen und ehrlich sind, sollte das hier unbedingt lesen.

  20. Cover des Buches Sterben (ISBN: 9783442749577)
    Karl Ove Knausgård

    Sterben

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Chrischi_W

    Die Themen, die in diesem Buch zur Sprache kommen, wie sie erzählt werden, haben mich intensiv berührt. Knausgards Erzählstil und die teilweise ausschweifenden Beschreibungen sorgten für außergewöhnliche Lesestunden und lassen das Buch noch lange nachwirken. Eine Entdeckung von besonderer Qualität. 

  21. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

    (1.587)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    In "Wüstenblume" erzählt das somalische Model Waris ihre Geschichte. Von einer Kindheit in Somalia als Nomadin, die in der Natur Afrikas groß wird bis zur Ausreise nach London und ihren ersten Schritten als Model. 

    Mich hat die Geschichte sehr bewegt, besonders das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung war sehr hart zu lesen.

    Die Geschichte hat mich allerdings ab dem Punkt wo es für Waris nach London ging etwas verloren, was vielleicht auch daran lag, dass ich sie stellenweise sehr unsympathisch fand.

  22. Cover des Buches Der Junge muss an die frische Luft (ISBN: 9783492312394)
    Hape Kerkeling

    Der Junge muss an die frische Luft

    (391)
    Aktuelle Rezension von: SeverusNyssen

    Der Junge muss an die frische Luft“ ist nicht einfach nur eine Autobiografie, sondern eine liebevoll erzählte Erinnerung an die prägenden Jahre des jungen Hape Kerkeling. Von der ersten Seite an nimmt er seine Leser*innen mit in die Welt des Ruhrgebiets der 1970er-Jahre – eine Welt voller Currywurstbuden, Nachbarschaftsleben, rauer, aber herzlicher Menschen und einer Familie, die ebenso Halt wie Bruchstellen bereithält.


    Besonders beeindruckend ist, wie Kerkeling es schafft, kindliche Perspektive und erwachsene Reflexion miteinander zu verweben. Man liest von seiner frühen Begabung für Humor und Imitation, von ersten kleinen Auftritten vor der Familie, und spürt zugleich die Schattenseiten seiner Kindheit: die Depression und den viel zu frühen Tod seiner Mutter, die Leere, die dieses Ereignis hinterlässt, und die Suche nach einem Platz im Leben. Trotz dieser Schwere verliert das Buch nie seinen leichten Ton – es gibt immer wieder Szenen, die zum Schmunzeln bringen, weil sie mit feinem Humor und Selbstironie geschildert sind.


    Das Faszinierende ist, dass Kerkeling weder verklärend noch bitter schreibt. Er blickt ehrlich zurück, ohne zu urteilen. Gerade dadurch entsteht eine Nähe, die berührt: Man fühlt mit dem kleinen Hans-Peter, wenn er in der Enge der Wohnung nach Luft schnappt, aber auch, wenn er durch seine Fantasie ganze Wohnzimmer in Bühnen verwandelt.


    „Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein Buch, das zeigt, wie aus Schmerz Kreativität wachsen kann, wie Humor zum Überlebensmittel wird und wie Erinnerungen – so traurig sie auch sein mögen – getragen sind von Liebe und Dankbarkeit. Es ist ein sehr persönliches Werk, das nicht nur Fans von Hape Kerkeling anspricht, sondern alle, die Geschichten über Kindheit, Verlust und die Kraft des Humors schätzen.


  23. Cover des Buches Schloss aus Glas (ISBN: 9783455012446)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas

    (443)
    Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt

    📌 "Das Leben ist ein Drama voller Tragik und Komik." - S. 176

    Die Geschichte, vernachlässigter Kinder und vom Leben überforderter Eltern, schildert das Leben der Autorin selbst.

    Jeannette Walls schafft es so anschaulich und mit Witz und Wärme von den bedauernswerten Umständen in ihrer Kindheit zu erzählen, dass man fast glaubt man sei dabei gewesen und das ganze Überleben sei ein großes Abenteuer- auch wenn die Tragik der Handlung nicht verkennbar ist.

    Großartig. 


  24. Cover des Buches Die Welt von gestern (ISBN: 9783328115632)
    Stefan Zweig

    Die Welt von gestern

    (116)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Das Leben des Autors und Künstlers von den späten 1880-ern bis 1939: Es ist kaum verwunderlich, dass sich Stefan Zweig nach diesem ereignisreichen und niederschmetternden Erfahrungen das Leben nahm, weil er es nicht mehr ertragen konnte, was in seiner Heimat verbrochen wurde. Ein ehrlicher und intimer Blick auf die Kunstszene der ersten 4 Jahrzehnte des 20.Jahrhunderts liefert dieses Buche ebenso wie für mich neue Einblicke in die Psychologie der vom Krieg gebeutelten Menschen zwischen den Weltkriegen.

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