Bücher mit dem Tag "biografie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "biografie" gekennzeichnet haben.

3.701 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.838)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen und ich erinnere mich noch heute explizit an so manch eine Szene direkt ohne noch einmal das Buch dafür lesen zu müssen. Solch einen großen Eindruck hat das Werk auf mich gemacht.

    Zudem habe ich wirklich mehrfach laut Auflachen müssen - etwas peinlich, wenn man in der Bahn hockt...aber mir war es egal. Unterhaltung für mich, komische Unterhaltung für die Passagiere. 

    Fazit: Für jeden, der gern lacht sehr, zu empfehlen, falls man es bisher nicht geschafft hat das Buch zu lesen. 

  2. Cover des Buches True North - Wo auch immer du bist (ISBN: 9783736305601)
    Sarina Bowen

    True North - Wo auch immer du bist

     (471)
    Aktuelle Rezension von: Marheiaa21

    Audrey hat den großen Traum ihr eigenes Restaurant zueröffnen. Doch der Weg ist steinig, dewegen schafft sie gerade in einer restaurantkette um hier den absprung zu schaffen. Griffen ist nach der Highschool wieder nach hause. Auf der Farm seiner familie gibt es viel zu tun. Als Audrey für einen Job nach Vermont fährt denkt sie nicht dran ihrer Hoghschool-Affäre wieder zusehen. Doch jetzt muss sie griffen auch noch überzeugen seinen preisgekrönten Cider zum halben preis für die Kette zu verkaufen. Doch das seine Nähe wie früher immer noch so elektrizierend und heiß ist, damit hat sie nicht gerechnet.

    -True North, wo auch immer du bist- ist der erste Teil der Vermont-Reihe. Leider muss ich gestehen das ich Band 6 auch schon gelesen habe (Bevor ich mit meinem "Bookstgramacc" angefangen habe) Doch eins ist klar der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend. Diesen Teil hatte ich an einem Wochenende weggelesen.

    Audrey wirkt taff und gut für die Welt. Das sie für diese Kette arbeitet finde ich ziemlich ärgerlich. dennoch war es gut das sie so bei Griffin gelandet ist.
    Griffin ist so heiß, ich muss es so sagen. Seine Art und Weise wir er sich für seine Familie, die Menschen außenherum und die Farm aufobpfert hat mich berührt. Auch seine Art und Weise wie er mit ihr spricht macht ihn so ungelublich attraktiv.

    Grummel Griff und Prinzessin Audrey hatten von Anfang an eine Spannung und man dachte die Geschichte entwickelt sich gerade etwas zu schnell, doch die Vorgeschichte hat alles erklärt. Griffins Familie, besonders die Mum hat in meinem herzen ein Platz eingenommen. Sie hat alles zusammengehalten, war der kühle Kopf und dennoch die Weisheit. Dieses großfamilien feeling und die Verantwortung für ein Unternhmen konnte ich zu 100% nach empfinden. Das hat die geschichte für mich zu etwas besonderen gemacht !

  3. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.457)
    Aktuelle Rezension von: LovelyPinkCloud

    Habe mich manchmal dabei erwischt, wie mir Tränen geflossen sind beim lesen!

    Wie man es nicht anders von John Green kennt ist auch dieses hier ein Buch, dass sehr tiefgründig ist und einem zum nachdenken anregt. Habe wirklich mit den Figuren geweint und geschmunzelt. So ein hartes Thema wie Suizid in einem Jugendbuch altersgerecht zu behandeln ist wenn man mich fragt eine Kunst für sich, aber es ist hier super gelungen.


    Mir gefiel es wie alle Charaktere ihre eigene Persönlichkeit haben und Gedichte von Lyrikern gezeigt werden.

    Was mir nicht gefiel war dass es manchmal unnötig dramatisch war.

    Insgesamt ist es ein klasse Buch dass ich immer wieder lesen werde!




  4. Cover des Buches Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben (ISBN: 9783423280716)
    Matt Haig

    Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Nora_Fieling

    Panikattacken und Depression trieben den 24-jährigen Matt Haig buchstäblich an den Abgrund – er wollte sich von einer Klippe stürzen. Der Gedanke, was wäre, wenn er überlebt und so stark verletzt ist, dass er für immer eine Behinderung hätte, hielt ihn davon ab. Er zieht mit seiner Freundin zu seinen Eltern und beschreibt sein dortiges Leben mit depressiven Krisen und Panikattacken.

    Es ist ein leichter Schreibstil zu einem schweren Thema und ein Mix aus Erinnerungen, allg. Infos, was es eben für Symptome bei Depressionen gibt, was ihm gut tut und was ihm schadet und er gibt Tipps, wie man als Angehörige*r mit Betroffenen umgehen kann

    Fachlich erfährt man nichts Neues, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt hat, aber das steht auch nicht im Vordergrund – es ist eine Lebensgeschichte von einem Mann. Ich persönlich finde es auch super, dass immer mehr Männer sich dazu bekennen und offen darüber schreiben.

    Es ist ein Buch, was eher einen Einblick in die Lebensgeschichte von Matt gibt und die Vielschichtigkeit einer Depression zeigt und anderen Betroffenen einmal mehr zeigt „Du bist nicht allein“.

  5. Cover des Buches Meine wundervolle Buchhandlung (ISBN: 9783832197438)
    Petra Hartlieb

    Meine wundervolle Buchhandlung

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Die Autorin hat hier niedergeschrieben wie es dazu kam dass sie und ihr Mann damals diese kleine Buchhandlng in Wien gekauft haben und wie schön und auch wie anstrengend es in unserer Zeit ist eine Buchhandlung zu betreiben. 

    Nicht nur eine Geschichte die gegen den Kampf des Internetangebots erzählt und das das Weihnachtsgeschäft toll und gleichzeitig erschreckend sein kann und das man dabei nicht reich werden kann. Eine Geschichte indem die Menschen für Bücher "brennen" und auch eine Geschichte um anderen Mut zu machen durchaus mal über seinen Schatten zu springen und einfach etwas zu wagen wofür das eigene Herz brennt.

  6. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783630874739)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

     (191)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    Saša ist 14, als er mit seiner Mutter, einer Marxismus-Professorin, vor dem Balkankrieg flüchtet. Von Jugoslawien nach Deutschland. Von Višegrad nach Heidelberg.

    In "Herkunft" erzählt Saša Stanišić eine Geschichte vom Erinnern und dem Vergessen. Eine Geschichte von Migration, Erwartungen, Hoffnungen. Vom Leben - seinem Leben.

    Ganz ohne Bitterkeit erzählt er über seine Heimaten. Über ein Land, in dem er geboren ist, das aber heute nicht mehr existiert. Über seine zersplitterte Familie, die über die Welt zerstreut ist. Es sind Momentaufnahmen, eine Ansammlung von Gedanken. Über die Kindheit des Autors, seine Jugendzeit, die Treffen an der Aral mit anderen Migranten - Freunden und über die innige Beziehung zu seiner Großmutter. Während Saša versucht die Erinnerungen zu sammeln, verliert sich seine Großmutter in der Demenz und mit ihr gehen Erinnerungen verloren.

    Saša Stanišić hat seine Geschichte in einem sehr ungewöhnlichen Erzählstil niedergeschrieben. Manchmal muten die Sätzen sehr poetisch an, dann wieder reiht sich ein Satz stakkatoartig an den nächsten an. Auch springt der Autor von einem Gedanken zum nächsten, was einen rasanten Themenwechsel mit sich bringt. Dabei wandelt er stetig zwischen Wahrheit und Fiktion. Während ich zu Beginn der Lektüre noch etwas Schwierigkeiten mit diesem Stil hatte, kam ich mit der Zeit doch ganz gut rein.   

    Zum Ende des Buches gibt es das Kapitel "Drachenhort". Hier bestimmt der Leser selbst, mit seinen Antworten, wie die Geschichte ausgehen wird.

    Über allem steht die Frage nach der Herkunft. Saša Stanišić sagt dazu: "Herkunft ist Zugehörigkeit, zu der man nichts beigesteuert hat." Mein Lieblingszitat aus diesem Buch ist jedoch: "Nicht einmal Paprikagemüse kommt ohne Erinnerungsfußnote in dieser Stadt." 

  7. Cover des Buches Die Furcht des Weisen Band 2 (ISBN: 9783608939262)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen Band 2

     (752)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Was soll ich dazu noch sagen. Rezession bereits zum ersten Teil verfasst. Schade, dass die Geschichte in zwei Teile gepackt werden musste. So kostet es ein wenig mehr. Wer die ganze Geschichte will, muss es dennoch lesen.

    Im Original ist es nur ein Buch. Doch auch dies wurde wohl zu umfangreich, so dass der Autor am Ende wohl ein wenig Gass geben musste.


  8. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783442482917)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

     (376)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Liesel

    "Am Berg bin ich der einzige, der gerade geht."

    Diese eindrückliche und fein modellierte Geschichte hat mich begeistert, aber auch sehr traurig gemacht. Still, schlicht und doch so kraftvoll erzählt Robert Seethaler das "ganze Leben" eines einfachen Mannes aus den Bergen. Eines Mannes, der viel erlitten und doch nie aufgegeben hat. Der allen Widrigkeiten zum Trotz innerlich aufrecht blieb bis zu seinem Tod.

    Andreas Egger war ein Dulder. Er wurde als Kind misshandelt, hat schwerste Schicksalsschläge und mancherlei Ungerechtigkeit stoisch ertragen und ist trotzdem immer weiter seinen Weg gegangen. Als Handlanger und später als Mitarbeiter bei Bittermann und Söhne, wo er beim Bau der ersten Seilbahn in seinem Tal mitgearbeitet hat. Als Soldat im zweiten Weltkrieg. Als Kriegsgefangenen auf der Krim. Und zuletzt als Bergführer in einer Welt, die ihm zusehends fremd geworden ist.

    In Eggers Leben gab es nur wenig Schönes. Er war ein stiller Einzelgänger, der Verlust, Gefahr und härtester Arbeit klaglos durchstand. Am Ende seines Lebens kann er fast auf das gesamte zwanzigste Jahrhundert zurückblicken, auf den Aufschwung des Alpentourismus, die Elektrifizierung seines Tals und den Einzug des Fernsehers in die guten Stuben der einfachen Leute, die Invasion von teils leichtsinnigen, überschwänglichen Touristen in seine Bergwelt.

    "Er war schon so lange auf der Welt. Er hatte gesehen, wie sie sich veränderte und sich mit jedem Jahr schneller zu drehen schien, und es kam ihm vor, als wäre er ein Überbleibsel aus eine längst verschütteten Zeit, ein dorniges Kraut, das sich so lange es irgendwie ging, der Sonne entgegenstreckte."

    Wie Seethaler mit wenigen Worten in schlichter Sprache eindrückliche Szenen beschreibt, hat mir sehr gefallen. Ebenso mochte ich Andreas Egger, einen einfachen Mann, der diese so ereignisreiche Jahrhundert mit seinem aberwitzigen "Fortschritt" miterlebt hat. Oft dachte ich dabei an meine Grosseltern, die auch um die Jahrhundertwende geboren wurden wie Andreas Egger, und sich am Ende ihres Lebens fremd fühlten in einer Welt, die nicht mehr die ihre war. Die schwermütige Grundstimmung und das harte, einsame Leben dieses Menschen haben mir aber auch aufs Gemüt geschlagen, so dass ich dieses Hörbuch mit einem tiefen Seufzer beendet habe. 

    "Er hatte länger durchgehalten, als er selber je für möglich gehalten hatte und konnte im Grossen und Ganzen zufrieden sein".

  9. Cover des Buches Stoner (ISBN: 9783423143950)
    John Williams

    Stoner

     (415)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Liesel

    "Armer Willie", sagt Edith gegen Ende des Buches zu ihrem alten, kranken Ehemann. Armer Willie, habe auch ich immer wieder gedacht beim Hören dieses Buches. William Stoners Leben ist hart, wie er seiner Tochter gesteht, selten glücklich und meist ausgefüllt mit Pflichten und Arbeit. Armer Willie, ich hätte mir gewünscht, dass Du mehr Anerkennung bekommen hättest, mehr Liebe, mehr Erfolg und mehr Zeiten wie jene Woche in einem Blockhaus im winterlichen Lake Ozark.

    Der Roman Stoner von John Williams ist mir auf eine subtile Art und Weise unter die Haut gegangen. Stoners Geschichte handelt von den einfachen, kleinen Dingen und Schwierigkeiten des Lebens, und ging mir vielleicht gerade deshalb so nah. Es ist eine Geschichte über das Leben in all seinen Schattierungen. Schlicht und schnörkellos berichtet Williams von Stoners Jugend auf der ärmlichen Farm der Eltern, der Entdeckung der Literatur an der Universität von Columbia, von Stoners Studium und Professorendassein, von seiner unglücklichen Ehe bis zu Stoners Tod. Zwar durfte sich Stoner seiner Liebe zur Literatur widmen, die Frau heiraten, die er liebte, wahre Liebe und Leidenschaft erleben. Trotzdem war er meist unglücklich, gelang ihm alles nur halb, hatte er viel Schmerzvolles zu erleiden. Ganz so, wie Williams es von Stoners Eltern berichtet:

    "Mit dreissig wirkte sein Vater wie fünfzig und blickte von der Arbeit gebeugt ohne Hoffnung über den kargen Flecken Land der seine Familie von einem aufs andere Jahr ernährte. Die Mutter nahm ihr Leben so geduldig hin, als währte es nur eine kurze Spanne, die sie durchzustehen hatte."

    Ich habe mitgelitten mit William Stoner und mich immer weider gefragt: wieso wehrt er sich denn nicht? Weshalb erträgt er dies alles klaglos? Nur ein mal in seinem Leben hat Stoner Widerstand geleistet und gekämpft: als er verhindern wollte, dass ein Student ungerechtfertigt eine Prüfung bestehen sollte. War ihm nur die Literatur wichtig, seine Arbeit an der Universität? Die Lebensgeschichte von William Stoner wirkte mehrheitlich trostlos auf mich, und wirft viele Fragen auf. Es schien mir oft, als wollte Williams die Sinnlosigkeit des Lebens zeigen,

    "Sie würde ihr Leben ruhig zu Ende leben, würde ein wenig mehr trinken, und sich gegen das Nichts betäuben, zu dem ihr Leben geworden war. Er war froh, dass sie wenigstens das hatte, dankbar dafür, dass sie trinken konnte."

    Stoner ist ein melancholisches, stilles Buch über das selten glückliche Leben William Stoners. Mir hat die Geschichte nicht zuletzt wegen des schönen Schreibstils sehr gefallen. Grosse Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Stepbrother Dearest (ISBN: 9783442484393)
    Penelope Ward

    Stepbrother Dearest

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Sweetreader

    Eine Geschichte die ans Herz geht. 

    Ein wenig verstörend ist wenn ein "härter" Kerl das Wort "Mami" benutzt. Aber die Geschichte an sich ist mir ans Herz gegangen und ich musste auch einmal kurz ein paar Tränchen verdrücken. 

  11. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.176)
    Aktuelle Rezension von: juliakerscher

    Ein Freund hat mir die Millennium-Reihe empfohlen. Ich wusste vorher nicht viel darüber, obwohl die Reihe schon sehr bekannt ist. Am Anfang ist die Geschichte relativ langsam. Die Geschichte beginnt zunächst mit irgendwelchen Wirtschaftsintrigen, was mich persönlich jetzt nicht so wirklich interessiert. Aber dann hat die Geschichte richtig angezogen und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Sowohl Lisbeth Salander als auch Mikael Blomkvist sind interessante Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss. :) 


  12. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.906)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  13. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (433)
    Aktuelle Rezension von: Soraja_liest
    Inhalt:
    Lilly Lindner erzählt von ihrem Leben. Sie erzählt von ihrem Nachbarn, der sie vergewaltigte als sie erst 6 Jahre alt war und wie sie damit versuchte umzugehen. Oder eben davon zukommen.

    Meine Meinung:
    Da es sich hier um die persönliche Geschichte von Lilly Lindner handelt, kann ich diese nicht "bewerten".
    Jedoch beeindruckte mich ihre "Sprachgewalt" auch in diesem Buch wieder. Diese allein ist ausschlaggebend für die 5 Sterne-Bewertung.

    Es handelt sich hier nicht um leichte Kost und sicherlich nicht um einen Unterhaltungsroman. Vielmehr erzählt uns die Autorin mit ihrem außergewöhnlichen und sehr berührenden Schreibstil aus ihrem Leben.
    Ich möchte nicht sagen, dass ich mit ihr mitfühlen kann oder sie und ihre Entscheidungen verstehe. Das kommt ihrer Erzählung in keinster Weise gerecht. Vielmehr möchte ich zu dem Buch sagen, dass es mich unfassbar gerührt und vor allem mitgenommen und bewegt hat. Dass Lilly Lindner die Kraft und den Mut aufgebracht hat, so viel von ihrem Innersten preiszugeben, ist beeindruckend. Davor kann man nur den Hut ziehen. Und Kraft daraus schöpfen. Und sich inspirieren lassen.

    Ich halte die Autorin für eine außergewöhnliche Frau mit einer wundervollen Begabung zum Schreiben. Und auch wenn es "schwere Kost" ist oder sein könnte, möchte ich gerne noch weitere ihrer Werke lesen.


  14. Cover des Buches Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe (ISBN: 9783746633497)
    Michelle Marly

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

     (149)
    Aktuelle Rezension von: JackieBrown

    Ich habe bereits zwei Bände der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" vorgestellt, hier folgt nun ein weiteres Leseerlebnis. Und damit habe ich es schon vorweggenommen, die wunderbare Michelle Marly
    Kann mit "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" wieder einmal absolut überzeugen!!! 🥰❤❤❤ Es gelingt Michelle Marly einen kleinen Ausschnitt aus Coco Chanels Leben so echt und unzweifelhaft darzustellen, das ich gern viel mehr gelesen hätte.

    Coco hat ihre große (und möglicherweise einzige) Liebe verloren und mit dem letzten gemeinsamen Projekt, das sie mit Boy gestartet hat, beginnt sie, diesen Verlust zu verarbeiten. Sie lernt, ihr Herz wieder zu öffnen und kreiert mit unerschöpflichem Tatendrang und gewohntem Perfektionismus (wer ihre Biografien kennt, weiß was ich meine🤩) einen der bekanntesten Düfte der Welt.

    Bei diesem Buch handelt es sich um einen biografischen Roman. D.h. wahre Begebenheiten werden mit fiktiven Elementen verbunden. Allerdings überzeugt mich die Recherche, die Michelle Marly für das Buch unternommen hat. Ich hätte keinen Zweifel, dass alles genauso geschehen ist. 😆 Ich habe auch wirklich lange darüber nachgedacht, ob Picasso eine Liebelei mit Coco hatte und weshalb so wenig darüber bekannt ist...

  15. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

     (260)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Wir begeben uns mit diesem Roman, der auf eine wahre Begebenheit beruht, ins Jahr 1828 zurück. Es ist die Geschichte über Agnes Magnúsdóttir, einer Magd, die als letzte zum Tode verurteilte Frau Islands gilt. Die Enthauptung wurde auf den 12.01.1930 festgesetzt. 

    Die Strafsache richtete sich u.a. gegen Agnes Magnúsdóttir und Friðrik Sigurðsson, da sie die Bauern Natan Ketilsson von Illugastaðir und Pétur Jónsson von Geitaskarð ermordet haben sollen. Bis zur Urteilsvollstreckung lebte und arbeitete sie auf einem Hof, auf dem sie ihre Kindheit verbrachte. Die Besonderheit ist, dass es sich um den Haushalt einer isländischen Familie handelte. 

    Die Autorin hat sich auf Spurensuche begeben und einen Roman erschaffen, der sich zweier Erzählperspektiven bedient, was sich als gewinnbringend herausstellt, denn so kann der Leser in Agnes Gedankenwelt eintauchen. Nach und nach erfahren wir etwas über die Charaktere, den Tathergang, das Motiv und die recht einseitige Verhandlung. Alles wurde geschickt miteinander verwoben. Dennoch empfand ich den Schreibstil manchmal etwas zu hart und leicht sprunghaft, weniger flüssig. 

    Sowohl die landschaftlichen Beschreibungen als auch die des bäuerlichen Alltags im rauen Island haben mir gut gefallen. Es ist aufgrund seiner wahren Begebenheit ein Roman erschaffen worden, der, gepaart mit dem eisigen Klima Islands, nicht viel Zutun benötigte, um ihn düster wirken zu lassen. 

    Das Cover ist ganz gut geworden, den Titel finde ich weniger passend. Es wird zwar im Laufe der Geschichte erwähnt, was es mit dem „Seelenhaus“ auf sich hat, aber irgendwie auch nur „nebenbei“. Die Bedeutung des Titels bzw. die Verbindung zu diesem war mir nicht stark und bedeutend genug. 

  16. Cover des Buches Tagebuch eines Buchhändlers (ISBN: 9783442718658)
    Shaun Bythell

    Tagebuch eines Buchhändlers

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Wie ist es auf der anderen Seite der Kasse des Buchladens? Mit welcher Konkurrenz man zu kämpfen hat und was man für kuriose Begegungen als Buchhändler hat, sind in diesem Buch herrlich amüsant beschrieben. 

    Auch wenn das Buch nicht vor Spannung sprudelt oder von einer Anekdote zur nächsten springt, ist es dennoch sehr angenehm zu lesen. Es zeigt, wie wichtig die einzelnen Buchhändler und Antiquariate sind und wie unhöfflich und dreist sich einige Kunden verhalten. 

    Wer sich ein Bild von dem Bookshop machen möchte, kann dies auf den Social Media Seiten des Autors machen.

  17. Cover des Buches Bob und wie er die Welt sieht (ISBN: 9783404608027)
    James Bowen

    Bob und wie er die Welt sieht

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Lindia

    Inhalt


    Nachdem es im ersten Band darum ging, wie James Bowen und Bob zueinander fanden und wie er sich auf die neue Situation einstellte, geht es nun mehr um die Veränderungen, die es in seinem Leben gab, seitdem bei ihm lebt. 
    James berichtet ausführlich von den Ereignissen in seinem Leben und gibt einen Einblick in das Leben eines Menschen, der sein Geld auf der Straße verdient.


    Meinung


    James berichtet aus der Ich-Perspektive von seinem Leben mit Bob. Dabei wird sehr ausführlich erzählt, sodass man dem Text gut folgen und sich alles sehr gut vorstellen kann. 

    Die einzelnen Kapitel sind jeweils einem Erlebnis gewidmet. Sie beleuchten das Leben des "Big Issue" Verkäufers wie ein Spotlight, da es immer nur um einen kurzen Abschnitt geht. Durch das Einbringen vieler Gedanken, Gefühle und Erinnerungen wird das Ganze aber gut ausgefüllt mit Informationen. Man kann sich gut in die Situationen hineinversetzen und erfährt nach und nach, wie es dazu kam, dass James auf der Straße landete. Gleichzeitig berichtet das Buch aber auch von seinem Weg aus der Drogenabhängigkeit und in ein geregelteres Leben, wobei Bob eine sehr große Rolle spielt.

    Anders als im ersten Teil wird hier genauer beschrieben, wie es dazu kam, dass James sein erstes Buch veröffentlichte. Und obwohl natürlich schon bekannt ist, dass dies der Fall ist, fand ich es sehr interessant zu erfahren, wie man z.B. auf ihn aufmerksam wurde und wie sich sein Leben dadurch veränderte. Zum Ende hin wurde der Fokus vermehrt auf die Veröffentlichung des Buches gelegt, was der Geschichte eine gewisse Abwechslung verlieh.


    Fazit


    Für alle Bob-Fans ist das Buch auf jeden Fall ein Muss. Aber auch allen anderen würde ich es persönlich empfehlen, es sich durchzulesen. Denn die Geschichte der beiden gibt Mut und Hoffnung und vielleicht befindet man sich irgendwann selbst einmal in der Lage, seinen Lebensunterhalt auf der Straße verdienen zu müssen. Es kann jeden treffen, umd James ist ein Beispiel dafür, dass man auch dieser Situation noch etwas Gutes abgewinnen kann.
  18. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ja, meine ersten spannenden Titel stammen aus der Feder von Stephen King. Sie haben mich gefesselt, geängstigt und haben lange in meinem Regal gestanden- irgendwann habe ich sie verschenkt, ausgelesen, überholt- fertig. Nochmal mit Joyland einen Versuch gestartet- mäßig begeistert und nun hat mich diese autobiographische Schreibanleitung von Stephen King wirklich absolut erfreut. Ich werde mich mit einem anderen Blick an mein Debüt setzen und die Türen solange zu lassen, bis es nach draußen kann. Ich kann dieses Buch nur jedem Autor und/ oder Fan von Stephen King ans Herz legen.

    Hätte ich die Zeit gehabt, wäre es in einem Rutsch durchgelesen worden.Super

  19. Cover des Buches Der Tätowierer von Auschwitz (ISBN: 9783492061377)
    Heather Morris

    Der Tätowierer von Auschwitz

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Schober

    Ich denke nicht, dass man hier groß eine Bewertung schreiben muss. Die Geschichte ist genau so passiert. Ich möchte mir nicht anmaßen, hier irgendwas, irgendwie zu beurteilen.

    Nur: Es hat mir die Haare zu Berge stehen lassen ...

    Der Klappentext:

    Eine Geschichte von Menschlichkeit, Mut, Liebe und Hoffnung

    1942 wurde Lale Sokolov nach Auschwitz deportiert. Seine Aufgabe war es, Häftlingsnummern auf die Unterarme seiner Mitgefangenen zu tätowieren, jene Nummern, die später zu den eindringlichsten Mahnungen gegen das Vergessen gehören würden. Er nutzte seine besondere Rolle und kämpfte gegen die Unmenschlichkeit des Lagers, vielen rettete er das Leben.
    Dann, eines Tages, tätowierte er den Arm eines jungen Mädchens – und verliebte sich auf den ersten Blick in Gita. Eine Liebesgeschichte begann, an deren Ende das Unglaubliche wahr werden sollte: Sie überlebten beide.

    Eindringlich erzählt Heather Morris die bewegende, wahre Geschichte von Lale und Gita, die den Glauben an Mut, Liebe und Menschlichkeit nie verloren.

  20. Cover des Buches Lady Trents Memoiren 1 (ISBN: 9783959815031)
    Marie Brennan

    Lady Trents Memoiren 1

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Wortbibliothekar

    Meinung:

    Die Anlehnung an das England des frühen 19. Jahrhunderts gefällt mir sehr gut und wurde mit dem Fantasy-Genre super verknüpft. Isabellas Konflikt, den sie mit ihrer Zeit und der damaligen Stellung als Frau hat, empfand ich als sehr schön umgesetzt. Man merkt, wie sie sich versucht, in das Bild zu fügen, es aber einfach nicht schafft. Generell ist Isabella für mich eine gelungene Figur, der ich jede Handlung, und sei sie noch so irrsinnig, abkaufe und mit welcher ich trotz der recht trockenen Art mitfühle.

    Allerdings ist das auch eines der Hauptprobleme, die ich mit dem Buch hatte. Durch Lady Trents recht analytische und stumpfe Art ist das Buch sehr trocken geschrieben. Bis zur Hälfte hatte ich wirklich meine Probleme und kam auch nur langsam mit dem Lesen voran. Im letzten Drittel nimmt dann die Handlung aber ordentlich an Fahrt auf und an den Stil hatte ich mich auch einigermaßen gewöhnt. Der Stil passt aber zu Memoiren und die seichte Komik, die dem Text mitschwingt, hat durchaus ihren Reiz.

    Was die Handlung betrifft, wird im ersten Drittel viel Zeit auf Lady Trents Kindheit und frühe Jugend gelegt, was bis auf wenige Ausnahmen recht stichpunktartig abgearbeitet wird. Die anderen beiden Drittel widmen sich ihrer Expedition, welche nicht gerade mit großer Spannung punktet. Es sind die Geheimnisse und Rätsel rund um das Land Vystrana und die Felswyrme, die den Leser mit sich ziehen.

    Die Selbstverständlichkeit, mit welcher der Leser über Drachen und die Lebensweise der Menschen aufgeklärt wird, hat mich positiv überrascht. So wurde bei mir wunderbar der Eindruck erweckt, Drachen wären ein lebender Teil der Welt, ein Mysterium.


    Fazit

    Ich muss zugeben, dass ich große anfängliche Probleme hatte, mich an den Schreibstil zu gewöhnen, der zwar rasant aber auch sehr trocken ist. Auch die fehlende Spannungskurze hat Sorge getragen, dass ich nur sehr langsam mit dem Lesen vorankam.

    Einmal an den Stil gewöhnt, war der Weg von Lady Trent aber durchaus interessant. Die Drachen dieser Welt wirken sehr lebendig und geheimnisvoll. Und auch Isabella als Figur hat mir nach und nach immer besser gefallen.

    An sich hat mich das Buch nicht umgehauen, aber mein Interesse ist durchaus geweckt und ich freue mich auf Band 2. Ich erhoffe mir von diesem nur mehr mitgezogen zu werden.


    3,5 von 5 Sternen 

  21. Cover des Buches Dem Abgrund so nah (ISBN: 9783499290879)
    Jessica Koch

    Dem Abgrund so nah

     (194)
    Aktuelle Rezension von: Kat_Von_I

    Wer "Dem Horizont so nah" gelesen hat und wem die Geschichte nicht mehr aus dem Kopf geht bzw. wen sie nicht kalt gelassen hat, der muss auch dieses Buch lesen! 

    Ja es ist wahnsinnig hart, traurig & ergreifend diese Seiten zu lesen 🥺 Aber für Danny ist es eine enorme Wertschätzung das Jessica seine Geschichte aufgeschrieben und erzählt hat! 

    Auch wenn es größtenteils nur um extrem heftige Gewalt & Missbrauch ging, ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen, so sehr hat es mich gefesselt. 

    Jessica Koch's Schreibstil ist sehr einfühlsam, mitreißend, detailliert und bildhaft. Sie wählt immer die passenden Worte, um als Leser, in jeder Situation alles ganz klar vor Augen zu haben und sämtliche Emotionen mitfühlen zu können 🥺

    Es ist beeindruckend zu was für einem positiven, starken, sympathischen, charismatischen, herzlichen, wunderbaren & tollen Menschen Danny sich entwickelt hat, obwohl er unter solchen furchtbaren Umständen groß geworden ist. Wow! Einfach toll das er nie aufgegeben hat!

    Aber dennoch so herzzereissend & unfassbar schade, dass es trotzdem so ein trauriges Ende nahm 🥺

    Natürlich spreche ich eine ganz klare Leseempfehlung aus, selbstverständlich aber nur für die, die solche Bücher überhaupt lesen und auch verkraften können!!!

    Ich vergebe aufgrund der Thematik & dadurch das es auf wahren Begebenheiten basiert keine Bewertung in 🌕 oder sonstigen Punkten.....

  22. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.229)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  23. Cover des Buches Rote Kreuze (ISBN: 9783257071245)
    Sasha Filipenko

    Rote Kreuze

     (167)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Kreuze ziehen sich in abgewandelten Formen durch das ganze Buch. Es sind nicht nur die kleinen roten Kreuze, welche die 91jährige Tatjana Alexejewna zur Orientierung an Türen malt, weil sie an beginnendem Alzheimer leidet. Das Rote Kreuz als Organisation wird für sie zum Auslöser einer großen Last, die ihr Gewissen jahrzehntelang plagt. Als Übersetzerin  des NKID, des "Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten", landen während des 2. Weltkriegs zahlreiche Briefe des Internationalen Roten Kreuzes auf ihrem Schreibtisch, die den Austausch von Kriegsgefangenen vorschlagen. Auf einer der Listen mit den Namen sowjetischer gefangener Soldaten entdeckt Tatjana auch den ihres Mannes und löscht ihn, um ihn und ihre kleine Familie zu schützen; denn als mögliche Vaterlandsverräter sind sie alle gefährdet.

    Genau wie es Tatjana leicht gelingt, ihren jungen Nachbarn Alexander mit der Erzählung   ihres Schicksals während und nach der Stalinära zu faszinieren, versteht es Filipenko ganz wunderbar, seine Leser in das Leben seiner Protagonistin hineinzuziehen. So werden wir Zeugen eines langen wechselhaften Lebenslaufs, der von Unglück und Verlust geprägt ist.

    Das Kreuz als Symbol für Schmerz und Leid  -  Tatjanas Stärke zeigt sich in dem Willen, die  Schicksalsschläge zu überleben. Mit bitterem Humor und viel Sarkasmus trägt sie ihr Kreuz und findet einen neuen Sinn darin, andere Frauen, die von der Willkür des Stalinsystems betroffen sind, zu unterstützen  -  eine beeindruckende Zeitzeugin, die sich darum bemüht, die vielen Opfer jener Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

     

  24. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462041491)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

     (876)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Das Vergessen war ein Ozean, der sich um Gedächtnisinseln schloss. Es gab darin Strömungen, Strudel und Untiefen. Manchmal tauchten Sandbänke auf und schoben sich an die Inseln, manchmal verschwand etwas. Das Hirn hatte Gezeiten." - Katharina Hagena, "Der Geschmack von Apfelkernen"


    Iris Oma Bertha ist gestorben. Nach vielen Jahren des Vergessens hat ihr Körper schließlich vergessen, wie man lebt. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie in ein kleines Dorf auf dem Land, um mit ihren zwei Tanten die Beerdigung zu besuchen. Als danach das Testament verlesen wird, fällt Iris aus allen Wolken: sie hat das alte, große Haus ihrer Großmutter geerbt. Dieses Haus, an dem so viele ihrer Erinnerungen aus der Jugend hängen, in dem sie früher mit ihrer Cousine gespielt hat, in dem sich so viele Tragödien abgespielt haben. Iris nimmt sich also ein paar Tage frei, macht sich mit dem Haus (wieder) vertraut - und beginnt, die Vergangenheit aufzuarbeiten...


    "Der Geschmack von Apfelkernen" ist ein sehr langsamer und schöner Familienroman, der seinen Charme mit jeder gelesenen Seite mehr entfaltet. Ich habe mich von Anfang an in den Schreibstil von Katharina Hagena verliebt. Ich mochte ihre abgehackten Sätze, dieses Aneinanderreihen ähnlicher Worte und die Ausgestaltung der wörtlichen Rede. Der Roman hat dadurch eine enorme Tiefe und Atmosphäre gewonnen. Man fühlt die Wärme der Sonne auf der Haut und den Geschmack der Johannisbeeren und Äpfel auf der Zunge. Und man fühlt sehr mit der Protagonistin, die sich häufig so zerrissen fühlt und in dieser neuen Umgebung doch aufzublühen scheint.


    Trotz der doch sehr ernsten Themen, die in das Buch eingearbeitet wurden - Todesfälle, Demenz, Verrat, Alkoholsucht - bringt die Autorin trotzdem Witz und Leichtigkeit in die Geschichte. Die Figuren haben alle etwas Komisches und Schrulliges an sich und ich musste häufig schmunzeln. 


    Für mich trifft der Titel dieses Romans "Der Geschmack von Apfelkernen" dessen Grundstimmung eigentlich sehr genau: bitter-süß mandelig. Dazu kommen eine große Portion Sommer und ein wunderschöner Schauplatz - ein perfekter Roman für warme Tage ☀️📖

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