Bücher mit dem Tag "biografien & erinnerungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "biografien & erinnerungen" gekennzeichnet haben.

71 Bücher

  1. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (437)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    ,,Einmal in diesem Leben möchte ich morgens aufwachen und verstehen, warum ein Mann eine Frau vergewaltigt. Ich möchte begreifen, warum Männer kleine Kinder ficken.‘‘ - Seite 242, Splitterfasernackt; Lilly Lindner

    In diesem Buch geht es um Lilly Lindner selbst, die mit sechs Jahren regelmäßig von ihrem Nachbarn missbraucht wird. Als sie dann dreizehn Jahre alt wird, rutscht sie in die Magersucht und fängt an zu hungern. Außerdem entwickelt sie Depressionen und fängt an sich selbst zu verletzen. Doch all das, scheint nicht zu helfen. Also beschließt sie ihrem Körper zu verkaufen, der lange nicht mehr ihr gehört…

    Ich finde es unfassbar schwierig, eine Rezension zu einer Autobiografie zu verfassen. Letztendlich ist es ja immer noch die Geschichte der Autor*innen und ich glaube nicht, dass man darüber urteilen kann. Ich möchte dennoch versuchen, meine Worte zu diesem Buch zusammen zufassen, denn dies war ein Buch, das mich unglaublich oft zum Weinen gebracht hat. Und nicht nur das, in vielen Punkten (ohne darauf näher einzugehen), die sie beschreibt, kann ich mich wieder finden.

    Lilly Lindner hat mit so einer grandiosen Sprache ihre grausame Geschichte zu Wort gebracht, was oft dafür gesorgt hat, dass ich an vielen Menschen und auch an das Vertrauen in die Menschen gezweifelt habe. Ich werde niemals verstehen können, dass Menschen so etwas kleinen Kindern antun können und ihnen somit ihre Kindheit, nein, ihr ganzes Leben rauben. Diese Dinge passieren heutzutage leider viel zu oft hinter verschlossener Tür & meistens bekommen wir all das gar nicht mit.

    Das ist ein Grund dafür, warum ich Lilly Lindner so bewundere. Ich finde, dass es eine Menge Mut, Stärke und Vertrauen braucht, um diese Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen. Erst einmal muss es furchtbar sein, all die Dinge aufzuschreiben, die ihr passiert sind, da man ja immer wieder beim Schreiben an all die Grausame Dinge denken muss. Außerdem finde ich es sehr mutig von Lilly Lindner, dass sie auch die Folgen dieser schrecklichen Tat beschreibt. Denn ich hoffe sehr, dass es manche Menschen vielleicht die Augen öffnen kann.

    Ich finde es so faszinierend, mit welchen Worten Lilly Lindner ihre Geschichte niederschreibt. Ihre Worte haben dafür gesorgt, dass ich weinen musste und oftmals das Buch aus der Hand legen musste, um einmal kurz durchzuatmen, bevor ich mich weiter diesen grausamen Dingen widme. Lilly Lindner benutzt so viele emotionale und gefühlvolle Worte, die einen so sehr in ihre Geschichte reinziehen. Lilly Lindner benutzt in diesem Buch Worte, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Und doch weiß man ganz genau, was die Autorin uns damit sagen möchte.

    ,,Splitterfasernackt‘‘ war für mich ein Buch, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Ich möchte anmerken, dass dieses Buch keine leichte Kost ist und man es nicht mal ,,zwischendurch‘‘ lesen kann. Dieses Buch ist tiefgründig und zeigt uns eine Welt, die viele Menschen gar nicht sehen wollen. Dafür bin ich Lilly Lindner ebenfalls dankbar, dass sie über diese dunkle Seite der Welt spricht. Ich möchte gerne auch noch ,,Winterwassertief‘‘ lesen und hoffe darauf, dass Lilly Linder in diesem Band endlich die Möglichkeit findet, mit all den Dingen etwas besser zu Recht zu kommen.

  2. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (361)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Sehr interessant und aufschlussreich, ich fand es aber auch ein bisschen "einschüchternd", weil meiner Meinung nach klar wird, wie schwer es ist wirklich gut zu schreiben bzw. was man dabei alles falsch machen kann bzw. wie viel "natürliches" Talent man dafür braucht.

  3. Cover des Buches Der Klang der Hoffnung (ISBN: 9783570159903)
    Suzy Zail

    Der Klang der Hoffnung

     (69)
    Aktuelle Rezension von: MoWilliams
    „Der Klang der Hoffnung – Die Geschichte einer unmöglichen Liebe“ warf mich zuerst aus dem Konzept. Eine Liebesgeschichte in Auschwitz ist nichts, was ich mir als besonders romantisch oder liebevoll vorstelle, erst recht nicht, wenn es sich dabei um eine fünfzehnjährige Jüdin und den Sohn eines Kommandanten handelt. Doch es ist nicht nur eine Geschichte über eine junge Liebe, wie man anfänglich vielleicht glauben mag, sondern ein kleiner Ausschnitt über Menschlichkeit, dessen Verlust und der Frage, ob es eine Rechtfertigung dafür braucht, überleben zu wollen. 

    Der Roman von der australischen Autorin Suzy Zail, deren Vater selbst Auschwitz überlebte und nach Australien auswanderte, erzählt die Geschichte von Hanna Mendel. Bereit, um das ungarische Konservatorium zu besuchen, sobald der Krieg vorbei ist, lebt sie seit geraumer Zeit im Ghetto von Debrecen. Schließlich werden sie in die Serly-Ziegelei umgesiedelt, um wenige Tage später mit dem Zug nach Auschwitz-Birkenau transportiert zu werden. Hanna wird sehr schnell von ihrem Vater getrennt, sie bleibt mit einer verstörten Mutter und ihrer älteren Schwester Erika zurück. Als sie im Mädchenorchester Auschwitz ihre alte Klavierlehrerin Piri trifft, ergibt sich bald eine lebenswichtige Chance – der Kommandant sucht nach einer neuen Klavierspielerin und Hanna wird dazu ausgewählt, vorzuspielen.
    Zail bezieht gleich zu Anfang sehr viele historische Fakten mit ein – darunter das Ghetto, als auch die Serly-Ziegelei, deren Entstehung und Räumung historisch nahezu korrekt datiert ist. Auch das Mädchenorchester in Auschwitz, wie der gleich zu Beginn auftauchende Dr. Mengele hat es wirklich gegeben. Die meisten anderen Personen hat sie frei erfunden – zugleich in dem am Anfang auftauchenden Vorwort betont sie, dass es sich bei diesem Buch um einen fiktiven Roman handelt. Sie scheint sich auch ein wenig selbst aus der Situation „Auschwitz zu erleben“ zu „retten“. Denn ihr letzter Absatz beinhaltet, dass sie nicht so tun möchte, als wüsste sie über das Leben der Häftlinge in Birkenau Bescheid. „Ich denke nicht,“, schreibt sie, „dass jemand, der es nicht am eigenen Leib erfahren hat, das jemals verstehen kann. Aber es ist wichtig, es dennoch zu versuchen.“ 

    Und das tut sie. Suzy Zail überzeugt durch einen sehr bildlichen, eigensinnigen Schreibstil, der sehr viel Platz für Beschreibungen lässt und trotzdem nicht die Spannung aufgibt. Sie hat mit einer erstaunlichen subtilen, aber dennoch nicht zu sanften Art Auschwitz-Birkenau und deren Vorkommnisse beschrieben. Was mir allerdings gefehlt hat, waren die Gefühle zu den Beziehungen zu ihrer eigenen Familie und zu den restlichen weiblichen Häftlingen in ihrer Baracke. Da ihre Mutter von Anfang an die Situation in Auschwitz ignoriert und so tut, als wären sie auf Ferienurlaub, begibt sie sich durch ihr Verhalten nicht nur in Gefahr, sofort erschossen zu werden, sondern auch, sich nicht auf das Überleben zu konzentrieren. Hanna beweist hier nicht sonderlich viele Gefühle und klammert sich an ihre Schwester – auch die Trennung von ihrem Vater und das Auftauchen am Ende (ich werde hier ausnahmsweise nicht spoilern ;D) einer geliebten Person verblasste in wenigen Absätzen und war mir zu wenig. Entweder Hanna dreht ihre Gefühle selbst langsam ab, was allerdings der Begegnung am Ende widersprechen würde, oder Zail hat sich tatsächlich auf andere Faktoren konzentriert. Als Erstes wäre die Darstellung der SS, der vorkommenden Nazis und der Blockführerin zu nennen. Obwohl Hanna von Anfang an betont, wie sehr sie diese Leute dafür hasst, was sie tun, lässt Zail immer wieder Momente der Menschlichkeit einfließen. Der Kommandant ist gegenüber Juden eiskalt und brutal – er behandelt sie, als wären sie wertlos – umso stärker wirkt somit seine liebevolle Behandlung gegenüber seinem Schäferhund. Durch diesen Kontrast hat die Autorin in meinen Augen eine sehr realistische Darstellung von dem geschaffen, was es hieß, als Jude „nichts“ wert zu sein, sogar weniger als ein Tier. Die SS und die Blockführerinnen führen diese Gegensätze fort, untereinander sind die Lagerkommandanten sehr menschlich zueinander und auch die Blockführerinnen zeigen ein anderes Benehmen, sobald man ihnen „Wertschätzung“ entgegenbringt und ihnen Zigaretten, Essen oder Dinge zusteckt, die sie in „Kanada“ umtauschen können. 
    Zweitens, dass Zail Beziehungen durchaus mit sehr viel Feingefühl und vielen Emotionen beschreiben und erzählen kann, beweist die langsame Annäherung zwischen Hanna und Karl, dem Sohn des Kommandanten. Davor habe ich mich definitiv am meisten gefürchtet – was soll ich auch erwarten, wenn ich von „unmöglicher Liebe“ lese und ich automatisch an Twilight denken muss? An Twilight in Auschwitz? Dementsprechend ist diese Vorstellung nach wie vor wahnsinnig grotesk für mich – jedoch hat Zail sich sehr, sehr viel Zeit mit der Beziehung gelassen, die für mich persönlich nicht im Vordergrund der Geschichte stand, da sie im Vergleich viel zu wenig Seiten füllt. Karl rettet ihr vermutlich einmal das Leben und schließlich bemerkt sie, dass er in den Wäschekorb, den sie täglich in die Wäscherei von Auschwitz schicken lassen, Essen schmuggelt. Karl hasst, was sein Vater den Häftlingen antut und verschanzt sich daher im Haus und die meiste Zeit hinter einem Buch, doch er lässt Hanna und die anderen Häftlinge, die bei ihnen im Haus arbeiten, nicht im Stich. So gut er kann, rettet er sie vor seinem Vater und sagt nichts – wenn er außer Haus ist – wenn sie sich an den Essensresten bedienen.

    Je länger ich über diesen Roman nachdenke, umso mehr frage ich mich, ob für Zail selbst die Liebe tatsächlich im Mittelpunkt stand. Denn für mich ist die Freundschaft – die viel länger im Fokus steht und die sich zwischen Hanna und Karl entwickelt – viel wichtiger. Sie allein hätte schon gereicht, um zu zeigen, dass es egal ist, welche Religion Menschen haben oder welcher Minderheit sie angehören. Die Liebe entsteht wahnsinnig zart und lässt Hanna so oft hinterfragen, da Karl immerhin der „anderen“ Seite angehört, dass ich ihr sie glaube. Aber sie hätte diesen Faktor nicht benötigt – Zail hat auch so eine sehr subtile, gefühlsbetonte Geschichte von Auschwitz erzählt. 

    Trotzdem komme ich nicht darüber hinweg, dass diese „unmögliche Liebe“ so stark aufgezogen werden muss. (Ich bin hier sehr genau, weil ich dieses Buch vermutlich noch für eine Uniarbeit benötige) Auf S.90 begegnen sich die beiden das erste Mal, auf S.130 richtet Karl das erste Mal (gezwungenermaßen) das Wort an sie und auf S.160 sprechen sie das erste Mal wirklich miteinander, weil Karls Vater nicht zuhause ist. Auf S.230 müssen sie sich trennen, da die Russen immer näher kommen (das Buch umfasst 280 Seiten). Die „Liebesgeschichte“ spielt für mich keine sonderlich große Rolle. Und wie sollte sie auch? Hanna geht nicht Klavier spielen, hätte es nie getan, wenn es nicht darum gegangen wäre, extra Essensrationen für sie, ihre Schwester und ihre Mutter zu bekommen. Meine persönliche Vermutung ist, mit der ich hoffentlich falsch liege, weil sie mich rasend macht – dass mit dieser verbotenen Jugendliebe (natürlich) die Verkaufszahlen angekurbelt werden sollten. Was auch sonst? Verbotene Liebe zieht doch immer. Aber es geht hier nicht um Twilight, sondern um das Überleben in Auschwitz. Ich hoffe, dass hier ein Marketingteam sich dessen bewusst war.

    Andererseits, falls Suzy Zail ihren Roman tatsächlich als Liebesgeschichte bezeichnet, es sich so gewünscht und dies beabsichtigt hat, möchte ich natürlich fest an ihre vermutliche Intention glauben, dass auch Liebe keine Grenzen kennt, dass auch an einem so grauenvollen Ort wie Auschwitz Liebe entstehen kann. Denn wie hat mein Professor gesagt? Warum muss Auschwitz immer für den Tod stehen, warum kann es nicht auch ein Hoffnungszeichen dafür sein, dass es Menschen gab, die tatsächlich überlebt haben?
  4. Cover des Buches Als ich unsichtbar war (ISBN: 9783404603565)
    Martin Pistorius

    Als ich unsichtbar war

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gefangen in seinem eigenem Körper. Der Geist und die Seele wacher und klarer als je zuvor. Du bist eingesperrt, niemand hört dich, doch du hörst und verstehst jedes Wort. Verzweiflung pur. 

    Martin Pistorius erzählt uns seine unfassbare Lebensgeschichte und gibt Einblicke seiner Verzweiflung, seiner Hoffnung und der Herausforderungen denen er sich stellen musste. Ein echter Held, wie er sich zurück ins Leben kämpft. Totale Gänsehaut Momente. 

    Dieses Buch hat mich emotional sehr mitgenommen und mir wieder einmal bewusst gemacht wie glücklich ich und die anderen "gesunden" Menschen sich schätzen können. 

    Was ich auch total bemerkenswert und unfassbar zugleich finde, ist die Tatsache das unser Gesundheitssystem, so gut es auch anscheinend sein mag, Lücken vorweist und oftmals vor Ratlosigkeit steht. 

    Nichts ist unmöglich, wo Hoffnung und ein fester Willen besteht. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Man und bedanke mich für dieses Leseerlebnis. 

  5. Cover des Buches Die Gewitterschwimmerin (ISBN: 9783847906445)
    Franziska Hauser

    Die Gewitterschwimmerin

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin

    Das Leben in ihrer exzentrischen Familie hat Tamara hart gemacht, sie geht bei Gewitter in ihrem geliebten See schwimmen und hätte nichts dagegen, vom Blitz getroffen zu werden. Manchmal kann sie sich selbst nicht leiden, wenn sie um ihre geliebte Schwester trauert, die sich zu Tode gesoffen hat.

    Nach außen hin ist bei den Hirschs alles schillernd und aufregend, eine jüdische Familie, angesehen und renommiert, Großvater Friedrich, Mathematikprofessor, flüchtete vor den Nazis nach England, sein Sohn Alfred war aktiv im Widerstand in Frankreich, entschied sich anschließend für ein wildes, ausschweifendes Künsterleben. Dominante Herren, denen sich die Frauen unterordneten, die depressive Ilse an Heinrichs Seite, die unberechenbare, scheinbar sexuell hörige Adele an Alfreds Seite.

    Adele kann mit ihren Töchtern nichts anfangen und macht keinen Hehl daraus, Haushälterin Irmgard ist eine Art Mutterersatz für die beiden Mädchen, die erst den sexuellen Übergriffen des Vater ausgesetzt sind, und später auch denen der Mutter, die alles mitmacht was Alfred vorlebt. Und den Freunden der Familie bei den tabulosen Künstlerparties im Haus. Entsetzlich!

    Franziska Hauser kann schreiben! Man hat förmlich vor Augen, wie alle im Hause Hirsch nackig durch die Gegend laufen. Wie die Stimmung immer schnell und unerwartet kippt. Eine Familie, die zusammen hält, durch die tiefe Risse gehen, die von niemanden benannt werden dürfen. Traumen, die von Generation an Generation weitergegeben werden. Schrecklich.

    Als Leser*innen allerdings erfahren wir alles. Es ist einfach, Adele zu hassen, die ungebildete ehemalige Krankenschwester, die nur für und mit Alfred sein kann, die nichts eigenes besitzt und immer bösartiger wird. Und Tamara, ihrer Tochter, blüht das gleiche Schicksal, und sie sieht und weiß es, und kommt nicht wirklich dagegen an. Ihr Leben hat sie hart gemacht, und das hat sie überleben lassen. Warum hat niemand den Lebemann Alfred gestoppt? Weil es damals nicht üblich war. Das Thema Missbrauch hat heute einen ganz anderen Stellenwert, das macht das Buch auch sehr deutlich. Früher waren die Kinder damit allein, kaum jemand hat es gewagt sich einzumischen. Oder sah es überhaupt als Problem an.

    Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, die Personen einander zuzuordnen. Vor allem Ilse, Irmgard und Irene hab ich gern durcheinander geworfen. Es hat etwas gedauert, bis ich wusste wer zu wem gehört. 

    Es ist ein dickes Buch, was mich sofort in seinen Bann zog und schneller als erwartet ausgelesen war. Meine Leseempfehlung!

  6. Cover des Buches Meine Flucht aus Nordkorea (ISBN: 9783442159130)
    Yeonmi Park

    Meine Flucht aus Nordkorea

     (77)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest


    TW: Flucht, Diktatur, Vergewaltigung, Gewalt

    "Meine Flucht aus Nordkorea" ist die Autobiographie von Yeonmi Park. Im Alter von 13 Jahren flüchtet sie mit ihrer Mutter aus Nordkorea.
    Freiheit war für die Beiden ein Fremdwort. Hunger, Krankheit und sogar Exekution drohten im Land.
    Yeonmi erzählt vom Kampf ums Überleben in einem der dunkelsten Regime unserer Zeit.
    Sie erzählt von ihrer Flucht, von Schmugglern und Menschenhändlern in China und von einer wahren Odyssee nach Südkorea, wo sie endlich Freiheit findet.

    Ein wirklich toll übersetzes Buch. Besonders gut daran hat mir gefallen, dass man auch nach dem Ankommen in Südkorea noch viel von ihrem Leben erfährt.
    Aber auch wie ihr Leben in Nordkorea von Angst geprägt war, hat mich richtig gefesselt.
    Die Geschichte ist bewegend und spannend zugleich. Ich hab das Buch auch relativ schnell gelesen gehabt, da es so gut übersetzt ist.

    Hier noch ein Zitat das mir sehr gut gefallen hat:

    "Zu Hause habe ich nur gelesen. Ich inhalierte Bücher we andere Leute Sauerstoff. ich las nicht nur, um etwas zu lernen oder zum Vergnügen. Ich las, um zu leben.
    Ich hatte nur dreißig Dollar im Monat zur Verfügung und gab alles, was mir nach Abzug der Lebenshaltungskosten blieb, für Bücher auf.“

  7. Cover des Buches Frau Einstein (ISBN: 9783462053432)
    Marie Benedict

    Frau Einstein

     (147)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Das Buch "Frau Einstein" hat mir einen interessanten Einblick in das Leben der Mileva Maric und auch von Albert Einstein gegeben. Bisher kannte ich von Albert Einstein nicht viel mehr als sein Bild mit der heraus gestreckten Zunge. 

    Im Nachwort betont die Autorin, dass es sich bei diesem Buch um einen Roman handelt und auch einige Teile der Geschichte frei erfunden sind. Trotzdem regt mich ein guter historische Roman zu weiteren Recherchen an. Und dieser Roman erfüllt das vollkommen.

    Ich vergebe 5 volle Sterne!

  8. Cover des Buches Befreit (ISBN: 9783462054002)
    Tara Westover

    Befreit

     (99)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Eine autobiografisches Buch über den anstrengenden Weg weg von dem paranoiden Vater bis hin zu einem selbstbestimmten Leben. Kaum zu glauben, dass es sowas heute noch in Amerika gibt..

    Fesselnde Geschichte einer starken Frau.

    🐭🐭🐭🐭🐭/ 5

  9. Cover des Buches Ein ungezähmtes Leben (ISBN: 9783453355620)
    Jeannette Walls

    Ein ungezähmtes Leben

     (136)
    Aktuelle Rezension von: maledictusm

    Die Autorin hat über ihre Großmutter geschrieben. Das Buch wurde auf "ich" Form geschrieben. Lily, die Großmutter der Autorin, ist eine sehr starke Frau Sie besuchte Kloster Schule bis ihr Vater das Geld für Hunde kaufen gegeben hat. So beginnt die Geschichte.  Das Buch ist geteilt in 9 Kapitel. In jeder Kapitel erfahren wir mehr über die Erfahrungen der Großmutter von Autorin. Man kann beim Lesen viel über die USA Anfang 20.Jahrhunderts lernen. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

  10. Cover des Buches Alles Geld der Welt (ISBN: 9783959672191)
    John Pearson

    Alles Geld der Welt

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Anishe
    Als Cover-Buchmensch, dachte ich natürlich naiverweise, dass es im Buch hauptsächlich um die Entführung des 16-jährigen Millionen-Erben Paul Getty geht, der zwar einen steinreichen Großvater hat – aber auch einen geizigen dazu, der nicht bereit ist das Lösegeld von 17 Millionen Dollar für seinen Enkel zu bezahlen. Tja, dann liest man ein paar Seiten vom Buch und stellt erst einmal erschrocken fest, dass die Geschichte viel früher beginnt. Zeitlich also ganz weit weg von der Entführung.

    Nämlich, ja genau, beim Geizhals – Jean Paul Getty – der Erste! Ich muss ehrlich gestehen, dass ich anfangs nicht sehr warm geworden bin mit dem Kauz. Nicht mal als Kind fand ich ihn symphatisch! Aber gut, was will man denn erwarten, von irgendwo kommt die Prägung und der Charakter her und den größten Einfluss hatten immer noch seine Eltern.

    Von der Story her, finde ich viele Erzählstränge sehr langatmig und wiederkehrend. Der Autor scheint mir auch nicht sehr neutral  zu schreiben und es wirkt mir auf den Leser so, als ob der Autor da gerade eine emotionale Phase durchmacht. Vielleicht wird man ja gefühlsduselig bei so viel Recherchearbeit? Keine Ahnung, ich muss gestehen, ich lese keine Biografien. Diese hier ist allerdings schon sehr gut durchdacht und recherchiert, das muss ich zugeben. Ein paar Quellenangaben oder Verweise wären trotzdem nicht schlecht gewesen. Die Karte vom Familienstammbaum am Anfang des Buches ist übrigens sehr hilfreich – ohne den wäre ich wohl schon zu Beginn verloren gewesen. Kann sich doch kein Mensch merken, wer wer ist, so oft wie der Jean Paul I. geheiratet hat!

    Es ist unterm Strich kein Buch, welches schnell mal durchgelesen ist. Zumindest finde ich die Handlung einfach zu abstrakt, um da flugs mal drüber zu fliegen. Ich habe wirklich oft den Stammbaum anschauen müssen, um nicht durcheinander zu kommen. Die Entführung ist wirklich nur nebensächlich – was ich tatsächlich schade finde, denn irgendwie fühlt man sich ein bisschen betrogen. Ein bisschen mehr Drama um die Entführung  – auf mehr Seiten verteilt - hätte ich mir gewünscht.

    Für Biografie-Leser ist dieses Buch sicherlich ein Muss. Auch diejenigen, die gerne mal hinter die Kulissen der Familie Getty und im Allgemeinen von Superreichen blicken möchten, kann dieses Buch gute Unterhaltung liefern. Für Biografien-Neulinge vielleicht erst Mal zu viel Kost. Dann doch lieber den Film gucken = mehr Entertainmentpotenzial!


    Merci fürs Vorbeischauen & hoffentlich bis bald,

    Anishe
  11. Cover des Buches Schwarze Magnolie (ISBN: 9783453604339)
    Hyeonseo Lee

    Schwarze Magnolie

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Die Geschichte von Hyenseo Lee ist bewegend sowie erschütternd. Sie erzählt von ihrem Leben, ihrer Flucht aus Nordkorea und von den vielen schrecklichen Dingen, die sie auf diesem Weg erleben musste. Das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen und bin immer noch geschockt über die tragischen Erlebnisse. Dass dies im heutigen Zeitalter noch gegeben ist, kann man sich kaum vorstellen. Oft musste ich mir in Erinnerung rufen, dass sie es wirklich erlebt hat und es heute noch so ist. Es ist einfach schrecklich, aber gleichzeitig auch sehr interessant! Mit diesem Buch habe ich nun einen tieferen Einblick bekommen

  12. Cover des Buches Die Tänzerin von Auschwitz (ISBN: 9783746632483)
    Paul Glaser

    Die Tänzerin von Auschwitz

     (30)
    Aktuelle Rezension von: knuddelbacke

    Schon beim Lesen des Inhalts bekam ich Gänsehaut. Paul Glaser, Autor des Buches entdeckte bei einem Besuch in Auschwitz einen Koffer mit seinem Familiennamen.Er fängt an zu recherchieren und entdeckt das bisher gut gehütete Familiengeheimnis, um seine jüdische Herkunft und seine Tante Rosie, die Auschwitz überlebte und um die es in diesem Buch geht.


    Paul Glaser hat hier ein sehr emotionales und authentisches Buch geschrieben, ein Buch über das Leben seiner Tante Rosie. Ein Buch über den Holocaust, über den Nationalsozialismus, ein wichtiges Dokument gegen das Vergessen. Mit Hilfe von Briefen,Fotos, Tagebuchaufzeichnungen, Gesprächen und Recherchen in Archiven hat er hier ein wenn auch erschütterndes, so dennoch mitreissendes Buch geschrieben. Besonders tragisch wird dem Leser vor Augen geführt wie schwer erinnern ist, wenn die Menschen doch lieber vergessen wollen. Und wer könnte es den Verwandten von Rosie verdenken?


    Es ist unglaublich zu lesen mit welchem Überlebenswillen sich die junge Frau im wahrsten Sinne des Wortes in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten durchs Leben tanzte oder besser gesagt zum Leben tanzt. Die einzige Möglichkeit zum Überleben ergriff sie beim Schopfe, so surreal das ganze auch klingen mag.


    Dieses Buch und die Geschichte um Rosie hat mich nicht nur zutiefst erschüttert sondern auch sehr stark berührt. Man beginnt als Leser darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist im Leben.

  13. Cover des Buches Jeder stirbt für sich allein (ISBN: 9783746767086)
    Hans Fallada

    Jeder stirbt für sich allein

     (312)
    Aktuelle Rezension von: Sonja_Schmitz1

    Durch Zufall bin ich auf Fallada und dieses Buch gestoßen.

    Es ist eine sehr gut erzählte, tragische Geschichte über den Krieg, Hitler, den Widerstand und die Menschen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich werde mit Sicherheit weitere Fallada Bücher lesen. 

  14. Cover des Buches Was nie geschehen ist (ISBN: 9783746636214)
    Nadja Spiegelman

    Was nie geschehen ist

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mütter und Töchter: Auf den ersten Blick so gleich und beim näheren Betrachten dann doch, wie Orangen und Mandarinen, mit feinen, aber entscheidenden Unterschieden. 🍊🍊 Mit ihrem ersten Roman "Was nie geschehen ist" geht Nadja Spiegelman (Tochter von Art Spiegelman 🐁) auf Identitätssuche und taucht tief in ihre Familiengeschichte ein. 👧👩👵 Durch das Befragen ihrer aus Frankreich stammenden Mutter und ihrer dort gebliebenen Großmutter treten einige Geheimnisse und Widersprüche zu Tage und Nadja hinterfragt, was denn nun wirklich geschehen ist. 💭 "Jetzt, also jetzt, da ich ihre Vergangenheit kannte, sah ich beides. Ich sah, was meine Mutter alles getan hatte, um sich von ihrer eigenen Mutter zu unterscheiden. Und ich sah auch, wie die so lang verschwiegene Vergangenheit uns lenkte. Sie glich einer unsichtbaren Strömung im Ozean, sie definierte unseren Abstand, unsere Nähe zueinander, und sie verlief in einer solchen Tiefe, wir merkten kaum, dass nicht wir selbst den Kurs bestimmten." 💭 "Meine Mutter war nicht perfekt. Meine Mutter war heftig. Dinge geschahen nicht, weil sie möglich waren, sie geschahen, weil sie entschieden hatte, dass sie geschehen würden."

  15. Cover des Buches Übermorgen Sonnenschein (ISBN: 9783404607495)
    Jeannine Klos

    Übermorgen Sonnenschein

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Das Thema geht unter die Haut: Das neugeborene Baby wird vertauscht - und das, obwohl die Mutter schon im Krankenhaus gesagt hatte, daß das nicht ihr Baby ist. Wenigstens hören hätten die Verantwortlichen müssen! Und dann die Sachlage überprüfen. Aber nichts geschieht!
    Als dann nach Monaten die Tatsachen durch eine Untersuchung untermauert werden, ist die emotionale Bindung natürlich schon da - mit Schmerzen für alle Seiten.
    Ich habe mit der Mutter gelitten und mir vorzustellen versucht, wie ich wohl mit der Situation umgegangen wäre - aber das ist unmöglich. Das Buch ist sehr eindrücklich geschrieben und hat mir viel gegeben. Meine allerbesten Wünsche für die Familie!
    Wer das Thema noch vertiefen möchte, es gibt ein ähnliches Buch: Birgit Gassmann, Vertauschte Leben. Da hat die Vertauschung noch viel länger gedauert und war sehr dramatisch. Schlimm, daß so etwas auch heute noch passieren kann!

  16. Cover des Buches Nonna (ISBN: 9783446258570)
    Thomas de Padova

    Nonna

     (11)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Dieses Buch ist ein etwas verwirrend aufgebauter Blick auf die Familie in Süditalien, dieses Buch ist ein Blick auf eine vollkommen andere Welt. Man fühlt sich fast etwas in der Zeit rückversetzt. Von diesem Blickwinkel her ist das Buch richtig interessant. Dennoch hätte dieser Blick chronologischer und auch ausführlicher sein müssen, denn dieses kurze episodenhafte Berichten ist mir nicht detailliert genug und dieses recht wirre Hin- und Herspringen in der Geschichte der Familie macht es der Leserschaft schwer. Chronologisch geordnet wäre diese Familiengeschichte vielleicht besser begreifbar und auch eindrücklicher gewesen. Auch hatte ich das Gefühl, dass es viel Ungesagtes und Lücken in der Familiengeschichte gibt. Lücken, die vom Autor ausgefüllt werden sollten. Jeden Sommer seiner Kindheit verbrachte der Autor Thomas de Padova in einem malerischen Dorf am adriatischen Meer in Apulien. Dieses Dorf war der Geburtsort seines Vaters, Großvaters und Urgroßvaters. Doch alle drei Männer brachen irgendwann in die Welt auf. Diese episodenhafte und chronologisch nicht geordneten Blicke auf die verschiedenen Männer verwirren auch etwas. Denn diese recht interessante Familiengeschichte wäre chronologisch geordnet und etwas verdichtet sicher ein absolut interessantes Buch geworden. Auch später kommt Thomas de Padova immer wieder in dieses Dorf und ihn erwartet seine Großmutter, schwarzgekleidet, kurz angebunden und streng ist sie eine Instanz. Und sie wirkt. Aber der Autor erinnert sich an keine Nähe zwischen seinem Großvater und dessen Frau. Das Buch gibt kurze, aber einprägende Antworten darauf. Ausführlicher wäre dieses Buch sicher ein Knaller gewesen. In dieser kurzen Version hier ist es mir aber dennoch 3 Sterne wert! 

  17. Cover des Buches Diana (ISBN: 9783426301586)
    Tina Brown

    Diana

     (32)
    Aktuelle Rezension von: berybooks

    Das ist wirklich eine tolle Biografie! Tina Brown hat gefühlt mit jedem gesprochen, der Prinzessin Diana jemals gekannt hat und verflechtet gekonnt historische Fakten mit Anekdoten. Das Buch ist ein Wälzer, ja, aber ich abe es trotzdem schon mehrmals gelesen, weil es so unterhaltsam und zum Teil spitzzüngig geschrieben ist, ohne jemals (meiner Ansicht nach) den Respekt vor den Personen darin wirklich zu verlieren.

  18. Cover des Buches Nachts träum ich vom Frieden (ISBN: 9783351037062)
    Carry Ulreich

    Nachts träum ich vom Frieden

     (10)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    »Meine Geschichte ist wie die von Anne Frank mit Happy End.«

     

    So spricht Autorin Carry Ulreich über ihre Geschichte und ich finde, besser, kann man sie nicht zusammenfassen.

     

    Nachdem mich das Tagebuch von Anne Frank sehr berührt hat, ich generell viel über den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus lese, ist dieses Buch auch sehr schnell in mein Blickfeld gerückt.

    Wenn ein Buch mit einem anderen, sehr bekannten Werk verglichen wird, ist es manchmal schwierig und auch ungerecht dem neueren Titel gegenüber, weil es meistens schlechter abschneidet, weshalb ich etwas besorgt war, doch das war umsonst, denn das Tagebuch hat mich definitiv nicht enttäuscht.

    Es ergibt auch Sinn die beiden Werke zu vergleichen, denn beide sind im Teenager-Alter, wohnen in den Niederlanden, haben ähnliche Familienkonstellationen und beide mussten untertauchen. Trotzdem machen sie leider unterschiedliche Erfahrungen, weshalb auch nur eine der beiden überlebt hat …

     

    Mir hat das Buch, wie man anhand der Bewertung ja bereits erahnen kann, gut gefallen. Ich mochte den Erzählstil der jugendlichen Carry und fand es sehr interessant ihren Weg zu begleiten. Auch wenn es „nur“ die Beschreibungen eines jungen Mädchen waren, hatte ich sehr klare Bilder vor Augen, auch wenn ich mich wahrscheinlich niemals richtig in die Lage versetzen werden kann.

    Ich fand es sehr interessant zu erfahren, dass in dieser Zeit sehr viele Menschen Tagebuch geschrieben haben, gerne dürft ihr mir an dieser Stelle noch weitere Titel empfehlen :D. Zeitzeugen werden ja leider auch immer weniger …

    Den Aufbau halte ich für sehr gelungen. Bei Werken, die nicht der Unterhaltung, sondern in erster Linie der Weiterbildung dienen, finde ich es immer schön, dass ein Vorwort geschrieben wird, durch das man dann schon ein wenig an die Thematik herangetragen wird. Genauso schön finde ich es bei teils biografischen Titeln, wenn auch noch etwas über die (Familie der) Person erzählt und das mit Fotos angereichert wird. Ich fand es ebenso sinnvoll, dass mit Fußnoten und Verweisen gearbeitet wurde, allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn diese unten auf derselben Seite erklärt würden und nicht in einem extra Register, da das Blättern den Lesefluss doch stört.

     

    Alles in allem ein interessantes und wichtiges Buch, das ich jeder:m empfehle, der:die mehr über das Leben der Rotterdamer Juden speziell oder generell noch eine andere Perspektive auf das Leben zur Zeit des Nationalsozialismus erhalten möchte!

     

  19. Cover des Buches Coco Chanel (ISBN: 9783451383137)
    Nadine Sieger

    Coco Chanel

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Das Modelabel „Chanel“ ist wohl jedem ein Begriff, doch wer steckt dahinter? Gabrielle, wie Coco Chanel mit bürgerlichem Namen hieß, konnte auf einen erstaunlichen Werdegang zurück blicken. Im Waisenhaus aufgewachsen hatte sie schon frühzeitig außergewöhnliche Ideen. Sie passte sich nicht an, sondern entwickelte ihren ganz eigenen, unkonventionellen Stil, der viele Jahre später weltberühmt wurde. Sie ließ sich nicht in gesellschaftliche Formen der 20er Jahre zwängen, und auch in der Mode sagte sie dem Korsett den Kampf an. Sie revolutionierte die Damenmode und schuf legere Kreationen, die ihren Trägerinnen Bewegungsfreiheit ließen und doch chic waren.

    Gabrielle, die Unternehmerin erlangte Weltberühmtheit weit über ihren Tod hinaus. Viele Klassiker gehen auf ihre Entwürfe zurück.

    Gabrielle, der Mensch, wird in dieser Romanbiographie sehr lebendig vorgestellt. Sie war eine schillernde Persönlichkeit mit vielen Facetten. Der Autorin ist es gelungen, sie farbig zu charakterisieren und viele ihrer Wesenszüge ausdrucksvoll darzustellen.

    Chanels Leben war sowohl von schweren Verlusten als auch von großen Erfolgen geprägt. Zum Thema „Männer“ könnte man sagen, Coco konnte langfristig nicht mit ihnen leben, aber auch nicht ohne sie.



    Die Autorin entführt ihre Leser gekonnt in die Zwanziger Jahre, und man lernt nicht nur eine vielschichtige Frau kennen, sondern auch ihr Umfeld, die Menschen, die ihr nahe standen, ihre Freunde und Bekannten, das alles wird authentisch ausgeleuchtet und mit Leben gefüllt.

    Sicher hat sich nicht alles genau so ereignet, wie es im Buch beschrieben wird, denn die Lücken der Romanbiographie hat die Autorin mit Fiktion gefüllt, aber insgesamt ist Nadine Sieger ein glaubhaftes und umfangreiches Charakterbild dieser besonderen, charismatischen Frau gelungen, deren Entwürfe und Ideen die Modewelt nachhaltig beeinflusst haben.

    Das gebundene Buch ist wunderschön aufgemacht und enthält zahlreiche Fotografien aus Cocos Leben.

  20. Cover des Buches Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (ISBN: 9783462001518)
    Joachim Meyerhoff

    Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

     (337)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    Das Buch war toll geschrieben. Die Geschichten an sich waren schon etwas skurril, haben mich aber trotzdem gut unterhalten.

    Im Roman wird über die Kindheit eines Jungen erzählt, der als Sohn eines Direktors einer Kinder- und Jugendpsychatrie auf dem Gelände eben dieser Psychatrie aufwächst.

    Der Schreibstil hat mich in einen Sog gezogen. Ich hab es echt gerne gelesen und mir direkt die anderen Teile der Reihe geholt.

    Das war jetzt der 2. Teil der Reihe, aber das fand ich jetzt nicht schlimm.

    Ein typischer Roman ist das Buch nicht, eher ein Geschichtenband.

    Was sich aber trotzdem richtig gut lesen lässt.

  21. Cover des Buches Ein deutsches Mädchen (ISBN: 9783608504200)
    Heidi Benneckenstein

    Ein deutsches Mädchen

     (69)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Genre: Erfahrungen

    Erwartungen: Einblicke in das Aufwachsen bei Nazis

    Meinung:

    Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

    Heidi tut mir schon leid. So aufgewachsen hat sie keine andere Chancen als in diesem Umfeld aufzuwachsen. Trotzdem hinterfragt sie immer mehr. Tatsächlich finde ich sie nicht unsympathisch.

    Hier ist gut zu erkennen wie schwierig es ist sich zu behaupten. Es wird bildhaft beschrieben wie sich ein Kind in seiner Kindheit entwickelt. Auch das es immer gefährlicher wird war zu erwarten. Gut, dass sie den Absprung geschafft hat und auch ihre schlimmen Taten nicht verschweigt. Ich finde dieses Buch sehr mutig!

    Fazit: 4 Sterne von mir

  22. Cover des Buches Das Glück hat lange Ohren (ISBN: 9783957344595)
    Rachel Anne Ridge

    Das Glück hat lange Ohren

     (12)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Im Gerth Medien Verlag erscheint das biografische Buch "Das Glück hat lange Ohren" von Rachel Anne Ridge.   

    "Tragen sie ihr Herz auf der Zunge. Ein aufrichtig gelebtes Leben ist ein erfülltes. " Zitat Seite 154

    Rachel Anne Ridge und ihre Familie hatten finanzielle Not, die Aufträge für die Künstlerin brachen weg. Die Zukunftsängste wuchsen und die Schuldzuweisung bei sich selbst war groß. Würde ihnen Gott irgendwie helfen? Er schickte ihnen Flash, einen verletzten und heimatlosen Esel, den Rachel trotz eigener Sorgen liebevoll bei sich aufnahm und aufpäppelte. Denn durch ihn lernte sie, wieder an ihr Leben zu glauben und Gott zu vertrauen.
     

    In diesem Buch lässt uns die Autorin an ihrem Leben, ihren Sorgen und Selbstzweifeln und den Erlebnissen mit Esel Flash teilhaben. Denn als dieses knuffige Tier mit seinem ganz besonderen Sturkopf in Rachels Leben tritt, verändert sich ihr Blickwinkel auf ihr Leben und lässt es wieder hoffnungsvoll und schön erscheinen. Durch dieses neue Familienmitglied wächst ihr Glaube in Gottes Fürsorge und Liebe. 

    Am Ende jeden Kapitels gibt es einen mutmachenden Spruch, der die bestimmende Botschaft des  Kapitel zusammenfasst. Diese Sprüche bleiben im Gedächtnis haften und sind die Quintessenz der alltäglichen Handlung und dieses Lebens.

    Einige Fotos stellen die Familie mit ihren Tieren vor und sorgen so für einen persönlichen Bezug. Allerdings bekommt der Esel teilweise menschliche Züge verpasst, was bei Haustierbesitzern durchaus der Fall ist.  Auch finde ich die Schilderung der persönlichen Gedanken und Geldsorgen etwas zu ausführlich geraten. Die heiteren und positiv stimmenden Szenen und persönliche Veränderung hätten mehr sein können.

    Mich haben einige Gedankengänge und Szenen betroffen und berührt, die Autorin spricht mit ihrer biografisch angelegten Geschichte die Themen Glauben und Hoffnung an und verbreitet damit zunächst Zweifel und negative Gedanken, doch diese werden positiver und am Ende siegt die Zuversicht.


    Für gläubige Menschen eine optimistisch stimmende Geschichte, die neuen Lebensmut vermittelt.


  23. Cover des Buches Gerron (ISBN: B005ER48WU)
    Charles Lewinsky

    Gerron

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Linnhe72
    Inhalt
    «Wenn ich diesen Film mache, werde ich mich für den Rest meines Lebens dafür schämen.» «Und wie lange wird der Rest deines Lebens dauern, wenn du dich weigerst?» Charles Lewinsky erzählt in seinem Buch die (zum grössten Teil fiktive) Lebensgeschichte des deutsch-jüdischen Schauspielers und Regisseurs Kurt Gerron. Die Grundhandlung spielt in Theresienstadt, wo Gerron nach der Besetzung Hollands gelandet ist. Der Lagerkommandant verlangt von ihm, dass er einen Propagandafilm darüber dreht, wie wunderschön und idyllisch das Leben in Theresienstadt doch ist. Er erhählt drei Tage Zeit um sich zu entscheiden. Daraufhin beginnt Gerron zu grübeln. Ist es für ihn moralisch vertretbar so einen Film zu machen? Was ist die Alternative dazu? Hat er überhaupt eine Wahl?

    Meine Meinung
    «
    Gerron» ist kein leichtes Buch. Auch die Erzählweise ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nachdem ich mich erst einmal eingelesen hatte, konnte ich das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Ich fand die Geschichte sehr spannend, auch wenn ich mich mit keiner Figur richtig identifizieren konnte. Bei manchen Szenen ist mir das Lachen regelrecht im Hals stecken geblieben und das Ende… Naja, ist halt die Realität.

  24. Cover des Buches Das Genie (ISBN: 9783257244731)
    Klaus Cäsar Zehrer

    Das Genie

     (80)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Gegen Ende des 19ten Jahrhunderts kommt Boris Sidis in den USA an. Von seiner Heimat in der heutigen Ukraine will er nichts mehr wissen. Das russische Kaiserreich ist ihm verhasst. Boris ist ein brillianter Lehrer, Wissen ist ihm weitaus mehr wert als Geld. Dass er vor lauter Idealismus nicht in seiner Studienkammer verhungert ist Sarah zu verdanken, die einen ordentlichen Geschäftssinn hat und mit der Boris 1898 einen Sohn zeugt. Und dieser Sohn soll nicht irgendwer werden! Boris hat sich eine Erziehungsmethode ausgedacht, mit der aus dem Jungen ein Genie werden soll. Und erstaunlicherweise funktioniert es!

    Ich habe nach einer kleinen Leseflaute zu diesem Roman gegriffen und es war genau das richtige um wieder in Fahrt zu kommen! Die erste Hälfte dieses über 600 Seiten schweren Werks las sich weg wie nichts. Boris war eine Figur, der ich unheimlich gerne gefolgt bin: Ein wunderbar idealistischer Querulant, der zum Jähzorn neigt. Ein polyglotter Besserwisser ohne Sinn fürs Zwischenmenschliche. Das führt zu herrlich absurden Situationen, die mich mehrmals zum schmunzeln brachten. Sein Sohn William James schlägt in die gleicht Kerbe. Man schwankt zwischen Unverständnis, Bewunderung und Mitleid für dieses Kind ohne Benimm und ohne Freunde.

    Zehrer beschreibt wunderbar bildhaft die dreckigen, vollen, lebendigen Arbeiterviertel New Yorks und die heruntergekommenen Kammern, die William bewohnt. Auch seine Figuren sind durchweg gelungen. Und ich hatte zwar im Hinterkopf, dass dieser Roman auf Tatsachen beruht, aber die Story ist so absurd, die Höhenflüge von William so enorm, dass ich am Ende doch wieder komplett überrascht war, dass wirklich jede wissenschaftliche Arbeit, jeder Karriereschritt, der versuchte Hochschuleintritt mit 9 Jahren, die Erfindung einer eigenen Sprache, einfach alles wirklich so passiert ist. Man möchte dem Autor fast vorwerfen, dass er es übertreibt, mit der Genialität seiner Figuren, aber das tut er kein bisschen. Diese Genies gab es wirklich.

    Meine einzige Kritik ist, dass der Roman in der zweiten Hälfte etwas an Tempo und Spannung verliert. Auch die Beziehung zwischen den Eltern und dem Wunderkind hätte ich gerne mehr in der Tiefe betrachtet, aber vielleicht wollte Zehrer hier nicht zu viel hineininterpretieren, was nicht auf Tatsachen beruht.

    Ein Sonderling, ein Wunderkind, das mit dem Leben nicht klarkommt, eine dubiose aber erfolgreiche Erziehungsmethode. Das ist Romanstoff vom Feinsten! Und am Ende bleibt die Frage ob all das nun wirklich ein Geniestreich war, oder doch eher ein Fall fürs Jugendamt.

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