Bücher mit dem Tag "biografisch"

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81 Bücher

  1. Cover des Buches Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (ISBN: 9783462001518)
    Joachim Meyerhoff

    Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

    (373)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Joachim Meyerhoff beschreibt in seiner umfangreichen Biografie die bewegende Geschichte eines hyperaktiven Kindes ,dass sich mit seinen Eltern innerhalb einer großen  Psychiatrischen Klinik zurecht finden muß. Der Vater ist ärztlicher Direktor und Leiter einer Kinder und Jugendsychiatrie im hohem Norden. Er wird oft gehänselt von seinen älteren Brüdern und löst das , indem er Schreikrämpfe hervorbringt. Als Beruhigung setzt ihn sein Vater auf eine Waschmaschine und im Schleudergang darf er zusätzlich "Fuchs du hast die Gans gestohlen "singen, was sehr komisch wirkt, aber erstmal dem Schulkind hilft. Verständnis für seine wilden Ausbrüche und Schreiattaken, erhält er nur von den älteren Patienten.Seine Mutter ist mit anderen Hobbys  stets beschäftigt ,sodass er oft mit seinen Problemen alleingelassen wird.So wünscht er sich  in späteren Jahren ein Austauschjahr , weit weg nach Amerika. Die Bildsprache  des Romans ist ausdrucksstark , von viel Witz aber auch von tragischen Momenten geprägt und bringt einem oft zum Schmunzeln. Auch mir ist aufgefallen, da ich jahrelang beruflich in Psychiatrischen Kliniken eingesetzt wurde ,das einige Charaktere  überzeichnet waren ,um so mehr Komik in das Geschehen der Handlung zu bringen.  Ich glaube nicht,dass der Autor sich damit über die Patienten lustig machen will. Wenn man mitten unter ihnen lebt , stellt sich einfach eine Situationskomik ein und man muss gezwungener Maße einfach lachen. Es ist das zweite Buch der 6 teiligen Serie von Joachim Meyerhoffs Erfolgsromans. Da dieses Buch große Begeisterung bei Lesern erweckt hat, wurde es vor zwei Jahren verfilmt.

  2. Cover des Buches Kaffee und Zigaretten (ISBN: 9783442719747)
    Ferdinand von Schirach

    Kaffee und Zigaretten

    (180)
    Aktuelle Rezension von: leas_bookdiary

    „Kaffee und Zigaretten“ ist eine Sammlung von Kurztexten, die autobiographische Erlebnisse, historische Reflektionen, philosophische Gedanken und fiktive Geschichten vereinen. Auf 190 Seiten gewährt uns Ferdinand von Schirach Einblicke in sein Leben, seine Gedankenwelt und seine Arbeit als Strafverteidiger. Dabei wechseln die Themen häufig: Von persönlichen Erinnerungen bis hin zu gesellschaftlichen und moralischen Fragestellungen. ⚖️

    Einige der Geschichten haben mich zum Nachdenken angeregt, während andere wie flüchtige Momentaufnahmen wirkten, die in ihrer Kürze kaum tiefere Bedeutung transportieren konnten. Besonders die Kapitel über moralische Dilemmata und die Würde des Menschen haben mir gefallen, trotzdem hinterließ das Buch insgesamt das Gefühl, dass vieles nur oberflächlich angerissen wurde, was ich sehr schade finde, da ich eigentlich ein großer Schirach-Fan bin. Mir fehlte diesmal irgendwie der größere Zusammenhang. Einige Geschichten wirkten beliebig, und gerade die Kapitel, die sich um Alltägliches wie Zigaretten oder Autos drehen, empfand ich als eher belanglos. 😕

    Das Buch regte mich zwar zum Nachdenken an, hinterließ aber auch eine gewisse Leere, weil viele Geschichten zu flüchtig waren, um nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Besonders im Vergleich zu seinen anderen Büchern, fehlte es mir hier an Tiefgang. 📖

    Wie gewohnt ist Ferdinand von Schirachs Stil prägnant und klar. Sein kühler, distanzierter Ton hat einen besonderen Reiz, weil er sehr sachlich bleibt, selbst bei emotionalen oder komplexen Themen. Das verleiht seinen Geschichten wie immer eine bestimmte Schwere, aber auch eine gewisse Kälte. Innerhalb weniger Stunden auf meiner Busfahrt hatte ich das Buch beendet. ✍️

    Fazit: Leichte Lektüre, die zum Nachdenken anregt, aber leider nicht allzu lange im Gedächtnis bleibt. ⭐⭐⭐

  3. Cover des Buches Ungezähmt (ISBN: 9783499006210)
    Glennon Doyle

    Ungezähmt

    (142)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    Ich habe dieses Buch in der Erwartung gekauft, einen Roman zu lesen. Was ich bekam, war der etwas zweifelhafte Lebensratgeber einer sich selbst als christlich definierenden, privilegierten US-Amerikanerin, die ihre psychische Instabilität hinter Lebensweisheiten versteckt, mit denen sie andere Frauen auf den richtigen Weg führen will - wobei sie mit großer Selbstverständlichkeit davon ausgeht., dass alle Frauen das selbe Mindset und die selben finanziellen Optionen haben wie sie selbst. Dass sie in einer Seifenblase lebt und echte Luxusprobleme pflegt, ist ihr selbst am wenigsten bewusst.

    Aber mal zur Geschichte: Glennon ist ein Mädchen/ eine Frau, dass gesellschaftlich dazu gehören will - einst zu der goldenen Clique ihrer Schule, später zu allem, was die "Normalität" in ihren Kreisen so ausmacht - ein gut verdienender Mann, drei Kinderchen, sie engagiert sich in einer Art Elternbeirat und der Kirche. Glennon kann gut schreiben und hat viel Zeit. Glennon schreibt ein Buch über sich selbst: wie sie vom Alkohol los kam, wie sie ihre Süchte und Bulimie bewältigte, wie toll die Ehe mit ihrem Mann ist, wie man Liebe wach hält, welche Herausforderungen frau als Mutter und Gattin erlebt.. Es wird ein Bestseller, was durchaus beweist: da draußen gibt es sehr viele Frauen, die sich perfekt in sie hinein versetzen können und vielleicht auch mit einigen Punkten ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter  hadern. Ein paar Jahre vergehen. Dann erscheint Glennons nächster Bestseller, Titel: "Ungezähmt". Hier sagt Glennon, dass die Ehe doch nicht so toll war und erzählt, wie sie sich in eine Frau verliebte. Sie positioniert sich als "woke" und schwimmt so perfekt in der aktuell angesagten Strömung mit. Aber nicht nur das. Wieder geht`s darum, wie sie Alkohol und Bulimie Lebewohl sagte und wie sehr sie gesellschaftliche Erwartungen erfüllen wollte. Fazit: jetzt aber hat sie sich gefunden, lebt ihr wahres Leben und alles ist gut. Jede Frau sollte ihr wahres ICH finden und es ausleben. 

    Nun, da bin ich jetzt mal gespannt, was das nächste Buch bringt: wie man eine Trennung bewältigt? Wie man als Eremitin lebt? Wie man sein wahres Selbst in einem Kloster findet? - Ich persönlich rechne mit allem und habe das Gefühl, die Autorin wird ihr Umfeld ein Leben lang durch immer neue Selbstfindungsverrenkungen auf Trab halten. Weil sie eines halt nie verliert: ihre Instabilität.

    Wie klar herauskommt, fand ich mich in diesem Buch nicht wirklich wieder. Es war nicht alles schlecht; manches regt zum Nachdenken an. Glennon Doyle ist durchaus intelligent und hat oft interessante Zugänge zu Themen, die zum Reflektieren anregen. Aber dann gab es halt auch diese Widersprüche und seltsamen Auswüchse ihrer Persönlichkeit, wo man sich als Leserin fragt, inwiefern Frauen in ihr ein Vorbild sehen. Beispiele:

    Glennon empfindet Anrufe und SMS als Zumutung, weil jemand in ihren privaten Raum eindringt.

    Glennon verfällt in Schockstarre, wenn es an der Haustüre klingelt, weil da jemand UNANGEKÜNDIGT etwas von ihr will.

    Glennon hat laut eigener Aussage keine Freundinnen, obwohl sie ständig von ihren Freundinnen erzählt. "Meine FReundin x", "Meine Freundin y" usw.

    Glennon ist SO introvertiert, diskutiert aber aus eigener Motivation mit diversen Leuten öffentlich, unterhält einen Saal voller Menschen, sitzt in TALK Shows usw. . Ich kenne einige Introvertierte. Sie meiden Konfrontation mit anderen Menschen. Meiner Meinung nach kokettiert die Autorin mit dem Begriff, um sich interessant zu machen.

    Glennon muss zum ersten Mal selbstständig einen Flug buchen (mit über 40!) und schlussfolgert "Ich kann schwierige Dinge tun".

    (Zugegeben, es ging in diesem Kapitel auch um die Umstände, wegen derer sie ihre Reise antreten musste - dennoch hatte es die Aussage in sich!)

    Glennon verlässt ihren Mann für eine Frau und ist dann bissig zur späteren neuen Frau ihres Mannes - und will sie bei einem harmlosen Charity Lauf nicht gewinnen lassen. (Sehr reif!)

    Glennon wohnt (noch) in Florida, dem US-Bundesstaat, in dem so viele ältere Leute leben, und sagt einer Frau, wie toll es ist: Botox und Fitness-Studio ist nicht nötig, weil man unter den Alten immer jung aussieht. Wer Glennon mal googelt (es gibt viele Fotos), soll sich selbst vom Wahrheitsgehalt dieser selbstbewussten Aussage überzeugen..

    Grundsätzlich wirkt sehr vieles in diesem Buch (und an der Autorin) absolut inszeniert und wie Selbstbeweihräucherung vom Feinsten. Es geht überwiegend darum, wie toll die Autorin alle Lebenskrisen und - herausforderungen (z.B. die Buchung eines Flugs) meistert, wie sie sich angeblich von gesellschaftlichen Zwängen losgesagt und wie sehr sie sich selbst gefunden hat.  Ich persönlich habe mich in  diesem Buch nicht wiedergefunden und kann mich weder mit Glennons Problemen identifizieren noch  mit der bigotten US-Frömmelei, die immer wieder zum Vorschein kommt, irgendwas anfangen. Vermutlich war/ bin ich nicht die richtige Zielgruppe.

    Wen das Buch (die Autorin) dennoch auch nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt, dem sei eine Internet-Recherche empfohlen. Ein interessanter Zeitungsartikel mit einem Foto, dass diese gesamte Rezi illustrieren könnte, findet sich in "Architectural Digest": Glennon, die nach eigener Aussage ihre Bulimie besiegt hat, steht in einem weißen Kleid in schätzungsweise Größe 32 in ihrer perfekten Küche vor einem Esstisch mit verschiedensten Speisen und beißt herzhaft in ein fettes Stück Pizza. Urteil: perfekt inszeniert.


  4. Cover des Buches Was ich sonst noch verpasst habe (ISBN: 9783423145862)
    Lucia Berlin

    Was ich sonst noch verpasst habe

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Wolf-Macbeth

    Lucia Berlin war mir vorher kein Begriff, und Kurzgeschichten sind eigentlich auch nicht so mein Genre. Aber dieses Buch hat mich überrascht. Was ich sonst noch verpasst habe ist keine leichte Sammlung von Storys, die man schnell wegliest – es ist ein literarisches Werk, das tief geht. Berlin schreibt autofiktional, das heißt, vieles in den Geschichten ist aus ihrem eigenen Leben inspiriert. Und obwohl es sich um über 30 einzelne Erzählungen handelt, tauchen oft dieselben Figuren auf, was das Ganze wie einen Roman mit vielen Episoden wirken lässt.

    Im Zentrum stehen meist Frauen, die durchs Leben taumeln: Alleinerziehende, Alkoholkranke, Putzfrauen, Sekretärinnen. Menschen, die arbeiten, trinken, irgendwie funktionieren – und doch nicht ganz hineinpassen in diese Welt. Es sind keine Heldinnen, sondern Antiheldinnen. Und gerade das macht sie so menschlich.

    Lucia Berlin schreibt ohne Pathos. Manchmal mit trockenem Humor, manchmal mit tiefer Melancholie – aber nie gefühlsduselig. Sie sieht die dunklen Ecken, aber auch das Licht darin. Natürlich, bei so vielen Geschichten sind nicht alle gleich stark. Manche haben mich weniger berührt. Aber Mijito war für mich ein Höhepunkt – eine Geschichte, die ich nicht vergessen werde.

    Wer literarische Qualität sucht und keine Angst vor Schmerz, Ehrlichkeit und rauem Alltag hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Ich empfehle es uneingeschränkt weiter.


  5. Cover des Buches Marley & ich (ISBN: 9783641168575)
    John Grogan

    Marley & ich

    (268)
    Aktuelle Rezension von: jackiherzi
    Kurzbeschreibung: Die für Kinder überarbeitete Geschichte über den Hund Marley - Der süße Labrador Marley ist witzig, frech und vorallem chaotisch und wild. Er stellt das Leben der Grogans total auf den Kopf.

    Cover: Mir gefällt das Cover ganz gut. Schlicht gehalten, aber trotzdem aussagekräftig mit Bezug auf den Inhalt des Buches. Der Hund ist ja außerdem auch super süß :-)

    Meine Meinung: Ich fand das Buch super. Ich habe unglaublich viel gelacht und mit dem lockeren Schreibstil fliegt quasi in sekundenschnelle über die Geschichte hinweg. Gestört haben mich nur die sehr abgehackten, zeitlichen Sprünge. Wahrscheinlich sind diese aber durch die Kinderverion verursacht worden.
    Man lacht aber nicht nur im Buch, sondern man verdrückt auch das eine oder andere Tränchen.

    Empfehlung: Für alle die mal wieder eine wunderschöne lustige Geschichte lesen wollen.
  6. Cover des Buches Die Jugend ist ein fremdes Land (ISBN: 9783869711508)
    Alain Claude Sulzer

    Die Jugend ist ein fremdes Land

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    In - Die Jugend ist ein fremdes Land - erzählt in gewöhnter Manier, also ruhig und unaufgeregt, Alain Claude Sulzer aus seiner Jugend in der Schweiz. Es ist es keine richtige Biografie, er bleibt seltsamerweise sehr distanziert, und fast möchte man meinen, dass dieses fragmentarisches Erinnern, diese lückenhafte Erzählung, nicht nur dazu dient seine Privatsphäre und die seiner Familie zu schützen, sondern eben eine ganz eigener Stil ist. Zwischen den Zeilen liest der geneigte Leser mehr heraus und das vermeintlich ordinäre, durchschnittliche Leben der Kindheit bietet, mehr als es im ersten Moment scheint. Manche Dinge bleiben dennoch absichtlich unerzählt, in etwa wird sehr spärlich von seinen Brüdern erzählt und auch Sulzers Homosexualität steht nicht im Vordergrund sondern wird nur gestreift. Wer bisher noch nichts von Alain Claude Sulzer gelesen hat, dem kann ich - Ein perfekter Kellner - und - Aus den Fugen - sehr empfehlen.

  7. Cover des Buches Sie nannten mich "Es" (ISBN: 9783641108632)
    Dave Pelzer

    Sie nannten mich "Es"

    (601)
    Aktuelle Rezension von: LostHope2

    Dave wird als kleiner Junge von seiner Mutter gequält und misshandelt. Seine Brüder verschont sie jedoch. Dave wird geschlagen und bekommt nichts zu Essen, dadurch fällt er in der Schule auf, da er seinen Mitschülern das Pausenbrot klaut und von blauen Flecken übersät ist. Bis seine Lehrer was gegen seine Mutter unternehmen, vergehen jedoch Jahre. Doch letztendlich kann er sich durch seinen Überlebenswillen aus dieser Hölle befreien.

    Zuerst zum Cover: Das Cover ist in Brauntönen gehalten und zeigt einen Jungen, der sich mit beiden Armen und mit ganzer Kraft gegen einen großen runden Stein drückt. Das soll wohl die Last darstellen, die jahrelang auf seinen Schultern ruhte. Am unteren Rand, in der Mitte steht der Verlagsname: „Goldmann“ in Großbuchstaben. Oben in der Mitte steht der Name des Autors und darunter in gelber Schrift der Titel des Buches. Darunter steht wiederum der Untertitel des Buches: „Der Mut eines Kindes zu überleben“

    Jetzt zum Buch: Ich finde das, was Dave geschehen ist erschütternd. Verstehen kann ich nicht, wie man seinem Kind so etwas antuen kann. Ich glaube zwar eigentlich nicht daran, aber es scheint, als sei die Mutter vom Teufel besessen gewesen. Nur durch seinen Überlebenswillen konnte der junge Dave überleben. Wofür ich ihn sehr bewundere. Sonst wäre er wohl dort zu Grunde gegangen. Ich fand das Buch sehr interessant und auch sehr gut geschrieben und werde auch noch die beiden Fortsetzungen davon lesen. Die „Der verlorene Sohn“ und „Ein Mann namens Dave“ heißen, wovon ein Buch von seinen Jugendjahren und das andere von seinem Erwachsenenleben handelt. Insgesamt gebe ich dem Buch 5 von 5 Sterne.


  8. Cover des Buches M Train (ISBN: 9783596701193)
    Patti Smith

    M Train

    (15)
    Aktuelle Rezension von: LarissaMaria

    Patti Smith schreibt Bücher, die in meinen Augen genau ihrem Naturell entsprechen. 

    Etwas sprunghaft im Stil, und auf eine sympathische Art sehr ichbezogen, beschreibt sie prägende Episoden und Begegnungen aus ihrem erlebnisreichen Leben.

    Viele Passagen habe ich mehrfach gelesen, um zu verstehen ob es sich um eine Traumsequenz oder „real Erlebtes“ handelte. Wenig überraschend, weiß ich es noch immer nicht sicher. ;-)

    Ich würde behaupten, wenn man P. Smith als Musikerin schätzt, hat man einen viel besseren Zugang zu ihren Büchern, als wenn man die Bücher ohne diesen Kontext betrachtet. 

    Aus diesem Grund lese ich ihre Werke immer wieder sehr gerne und freue mich auf "Bread of Angels"

  9. Cover des Buches Das Evangelium der Aale (ISBN: 9783446265844)
    Patrik Svensson

    Das Evangelium der Aale

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dies ist eins der wirklich sehr wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe.

    Wer gefühlt alles über Aale wissen möchte, für den ist das Buch bestimmt super und der Autor hat garantiert wirklich viel Arbeit in dieses Buch gesteckt, aber ich konnte damit leider gar nichts anfangen. 

    Leider hatte ich eher das Gefühl ein trockenes Fachbuch zu lesen.

  10. Cover des Buches Hamster im hinteren Stromgebiet (ISBN: 9783462003697)
    Joachim Meyerhoff

    Hamster im hinteren Stromgebiet

    (94)
    Aktuelle Rezension von: PunktundKomma

    Es passiert am Küchentisch, während der Autor seiner Tochter bei einer Hausarbeit über Bipolarität hilft: Ihm wird übel, Sehstörungen stellen sich ein, das Bein fängt an zu kribbeln. Die eilends gerufene Rettung bringt ihn ins Krankenhaus, wo die Diagnose schnell feststeht: Schlaganfall. Mit Anfang 50 findet er sich auf der Intensivstation wieder. Dort verfällt er ins Grübeln, wie es mit der Schauspielerei weitergehen kann und was dieser Schlaganfall ganz grundsätzlich für einen Einschnitt in seinem Leben darstellt.
    Was passiert, wenn man durch einen gesundheitlichen Einbruch auf einen Schlag aus dem prallen Leben gerissen wird? Kann das Erzählen von Geschichten zur Rettung beitragen?

    Meinung:
    Zuerst war ich überrascht, denn erwartet hatte ich eine andere Story. Ganz sicher habe ich keinen autobiografisch eingefärbten Lebensratgeber erwartet, der Menschen mit Schlaganfällen wieder Kraft und Zuversicht vermittelt.
    Doch insgesamt kommt die Thematik der Erkrankung für meine Begriffe zu kurz. Ja, der Autor befasst sich intensiv mit den ersten Symptomen, den Ausfallerscheinungen seines Körpers, den Untersuchungen und den Maßnahmen, die zu seiner Genesung beitragen sollen. Die mentale Auseinandersetzung mit dem gesundheitlichen Extremereignis erscheint mir zwischen all den Anekdoten jedoch zu kurzgefasst. Das Buch ist mehr als Meyerhoffs Biografie zu verstehen. Zwar konnte mich die lesenswerte Story gut unterhalten, vor allem der sehr eigene Humor, und auch der Schreibstil weiß zu überzeugen und ist sprachlich auf hohem Niveau.

    Trotzdem gestaltete sich das Lesen des Buchs für mich zu einer wahren Kraftanstrengung. Warum?  

    Das kann man hier lesen: https://www.buchleserin.de/2025/06/13/hamster-im-hinteren-stromgebiet/

  11. Cover des Buches Die Bagage (ISBN: 9783423254472)
    Monika Helfer

    Die Bagage

    (213)
    Aktuelle Rezension von: mtraun

    Die Bagage ist ein sehr besonderer Familienroman von Monika Helfer, in dem sie meisterhaft die Geschichte ihrer Großmutter erzählt.

    Umgeben von Bergen und unter harschen Lebenskonditionen, sowohl klimabedingt als auch wirtschaftlich, und im zeitlichen Rahmen des Ersten Weltkrieges entwickelt sich der Alltag von Maria und ihrer Kinder. Die Tatsache, dass sie von den Dorfbewohnern als nicht dazugehörig betrachtet werden, und die Komplexität der menschlichen Beziehungen in diesem Kontext spiegelt Helfer in einem wundervollen Schreibstil wider, der sehr nah, spontan und leicht wirkt. Der Leser fühlt sich sekundenschnell in die Ereignisse hineintransportiert und involviert.

    Die Autorin verwendet an manchen Stellen Zeitsprünge, wobei das Geschehen keinesfalls unterbrochen erscheint. Die Übergänge der verschiedenen Passagen ist dezent und harmonievoll.

    Zu den Beschreibungen im Roman würde ich hervorheben, dass sie den exakten Umfang und Detail aufweisen: Der Leser wird nicht in ausführlichen, endlosen Darstellungen der Umgebung verfangen, bekommt jedoch genug Informationen, um sich selber ein realitätsnahes Bild der Situation zu machen.

    Auch die Dialoge finde ich sehr gelungen. An ihnen kann man gut erkennen, wie die jeweilige Persönlichkeit der unterschiedlichen Charaktere zum Ausdruck gebracht werden.

    Inhaltlich ist die Lektüre interessant und meiner Meinung nach ziemlich frei von Vorurteilen, obwohl es sich um die eigene Familie der Autorin handelt. In gewisser Weise lässt sich aber der Draht der Schriftstellerin zu ihrer Großmutter erkennen, und wie sie in ihrem Leben eine starke Verbindung zu ihr spürt.

    Nichtsdestotrotz hat mir die Form viel besser als der Inhalt gefallen, nämlich wie die Erzählung fließt und wie die Autorin es jedes Mal schafft, mich in ihre Welt zu katapultieren.

    Alles in allem ein empfehlenswertes Buch für diejenige, die eine ganz besondere Art von Erzählen erleben möchten.

  12. Cover des Buches Trauriger Tiger (ISBN: 9783423149631)
    Neige Sinno

    Trauriger Tiger

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Mariel

    Gewaltiges Buch und Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte von vielfachen Vergewaltigungen in der Kindheit durch den Stiefvater. Mich berührt das Buch. Ich finde es mutig und intelligent zugleich. Mich fasziniert die Sprache und Ausdrucksweise der Autorin, die zugleich klug, direkt, aber auch reflektierend daherkommt. Ein starkes Buch, welches nicht nur Opfer von Vergewaltigungen lesen sollten. Eine solche Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich bisher noch nicht gelesen. 

  13. Cover des Buches Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1) (ISBN: 9783548063867)
    Susanna Leonard

    Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1)

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass man schnell ins Buch findet und die Geschichte mitverfolgen kann. Außerdem werden die Gefühle und Gedanken der Personen gut beschrieben und ich konnte gut mitfühlen und mich in die Situationen hineinversetzten. Allerdings war die Handlung etwas viel auf zu wenig Seiten, was dazu führt, dass vieles schnell und oberflächig abgehandelt und erzählt wurde. Dabei legt das Buch einen Schwerpunkt auf die Kindheit und die Liebesbeziehung, was ich schade finde. So wird das eigentlich spannende, nämlich die Forschung und der Kampf als Frau in der Männerwelt, eher kürzer erzählt und geht leicht unter. Besonders am Ende wird daher einfach ihr restliches Leben runtergerattert. Dennoch fand ich das Buch sehr unterhaltsam und fand es auch toll mehr über das Leben dieser bemerkenswerten Frau zu erfahren.

  14. Cover des Buches Die Formel der Hoffnung (ISBN: 9783596708833)
    Lynn Cullen

    Die Formel der Hoffnung

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Das Dr. D.M. Horstmann eine Frau ist, hat der Chefarzt des Vanderbilt-Hospitals übersehen. Zum Glück für Dorothy Horstmann. In den 1940er Jahren ist es in den USA schwierig, eine Ärztin zu sein. Auch wenn man sehr groß ist. Aber Dorothy geht ihren Weg, denn sie hat das Ziel, das Polio-Virus zu besiegen und keine Kinder mehr deshalb sterben zu sehen.

    Das Cover zeigt hauptsächlich den Oberkörper einer Frau sowie den unteren Teil eines Frauengesichtes, das Bild ist durch Puzzleteile etwas interessanter gestaltet und von der schwarzen Schrift des Titels "Die Formel der Hoffnung" bedeckt. Eine große, blonde Frau im Arztkittel, die kleinere Männer überragt, hätte ich zum Buch passend gefunden.

    Lynn Cullen hat eine Romanbiografie über Dorothy Horstmann geschrieben, der Frau, die in der Entwicklung und Verbreitung des Polio-Impfstoffes involviert war. An sich bereits ein spannendes Thema, ich habe so viel Neues über Polio gelernt! Lynn Cullen schreibt spannend und unterhaltsam, das Buch hat mich von Anfang bis Ende durchweg unterhalten und, im positiven Sinne, belehrt. Ich mag Bücher, die Wissen unterhaltsam vermitteln und sich gleichzeitig kritisch mit der entsprechenden Zeit beschäftigen, wie hier mit Problemen, die Frauen in dieser Zeit ausgesetzt waren und die von den meisten als ganz normal empfunden wurden. Eine klare Leseempfehlung von mir für alle, die auf unterhaltsame Weise etwas lernen wollen.

  15. Cover des Buches Die geheime Liebe der Charlotte Brontë (ISBN: 9783784433875)
    Jolien Janzing

    Die geheime Liebe der Charlotte Brontë

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973

    Das Leben als Pfarrerstochter ist Charlotte Brontë zu wenig. Sie möchte ihr Französisch in Brüssel verbessern. Im Pensionat von Claire Heger hofft sie alles zu erlernen, um eine Schule gründen zu können. Zusammen mit ihrer Schwester Emily wird sie 6 Monat auf dem Festland verbringen. Während Charlotte die Stadt erkundet, schottet sich Emily ab. Charlotte begleitet Constantin Heger auf seinen Touren in die Armutsviertel. Ihre Bewunderung weicht bald Liebe. Obwohl Constantin auch Gefühle für sie hegt, bleiben nichts als ihre Liebesbriefe. Charlotte reist schweren Herzens mit ihrer Schwester nach Hause.

     

    Am Anfang der Geschichte gibt es eine Erzählerin, die den Leser quasi in die Geschichte einführt. Anfangs ist sie ziemlich präsent und kommt ab Mitte des Buches  schliesslich nicht mehr Wort. Mich hat sie ziemlich genervt. Sie hat so einen naiven und überschäumenden Unterton eines kleinen Mädchens.

    Eines vorweg, wer eine Biografie von Charlotte Brontë erwartet, wird enttäuscht sein. Denn das Buch handelt nur von diesem Aufenthalt in Brüssel. Nicht einmal dies hat sie meiner Meinung nach befriedigend hinbekommen. Zweifelsfrei hat Jolien Janzing die damalige Zeit und dessen Geschehnisse treffend beschrieben. So gibt es zum Beispiel einen unnötigen Handelsstrang eines jungen Mädchens, das die Mutter zur Mätresse des Königs machen will. Klar, es begegnet Charlotte immer wieder. Ich vermute, dass die Autorin damit das damalige Weltbild skizzieren wollte. Doch dieser Handelsstrang nimmt viel zu viel Platz ein.

    Die Beschreibung der Gefühle der Liebenden Charlotte Brontë und Constantin Heger waren für mich der Lichtblick. Aber leider sind sie nur wenig vorhanden. Denn die Autorin will so vieles erzählen. Somit kommt der eigentliche Kernpunkt des Buches zu kurz.

    Wer aber wissen will, auf wessen Tatsachen das Buch „Jane Eyre“ beruht, ist mit diesem Buch sicher gut bedient.

  16. Cover des Buches Bird Therapy (ISBN: 9783485030212)
    Joe Harkness

    Bird Therapy

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

     "Bird Therapy" von Joe Harkness ist ein autobiographisches Werk, bei dem Joe Harkness nicht nur über seine Depressionen und Zwangsstörungen schreibt, sondern auch über seinen Zusammenbruch, der zur jahrelangen Therapie geführt hat.


    Auf interessante Art und Weise beschreibt er dabei auch teilweise auch mit Humor seine härteste Zeit im Leben, die ihn gleichzeitig nicht nur zu einem Hobby, nämlich dem Birding, sondern auch zu einem neuen Lebensstil geführt hat, denn Harkness erlebt heute die Natur deutlich anders und intensiver als jemals zuvor.


    Dabei geht Joe Harkness auch sehr detailliert auf das Thema Birding ein, wsa doch von vielen belächelt wird, aber dennoch sehr interessant ist. Es wird aufgezeigt, wie beruhigend es sein kann, sich einmal nur auf sich und die Suche nach Vogelarten zu konzentrieren, wie man mit der Natur im Einklang ist und sich von anderen Ereignissen nicht ablenken lässt.


    Sicherlich muss man für das Thema offen sein, um sich wirklich auf das Buch einlassen zu können. Hat man allerdings diese Offenheit, findet man hier ein interessantes und inspirierendes Werk vor, bei dem man sicherlich etwas lernen kann. 

  17. Cover des Buches Dem Ozean so nah (ISBN: 9783499290886)
    Jessica Koch

    Dem Ozean so nah

    (154)
    Aktuelle Rezension von: Michi_93

    In diesem letzten Band geht es um die Geschichte von Tina. In den beiden anderen Bänden der Danny-Reihe haben wir bereits vieles von Tina erfahren können. Leider nicht nur gutes, daher wissen wir schon was uns in diesem Teil der Reihe erwarten wird. Es ist keine leichte Geschichte. Und dass alles davon echt und wahrhaftig passiert ist, ist nochmal was ganz anderes. Gänsehautmomente. Tina hat ein schreckliches Schicksal erlitten, mit denen wohl die wenigsten klarkommen würden, so auch Tina. In diesem Roman wiederholt sich vieles aus den anderen beiden Bänden, dennoch finde ich schön, dass auch Tina ihre Geschichte bekommen durfte. Wir erfahren weniger neues, nur kleine Häppchen. Aber ehrlich gesagt, war ich gar nicht enttäuscht darüber. Es ist keine leichte Kost, keines der Bücher dieser Reihe. Jeder sollte für sich abwägen, ob er es durchhält zu lesen oder nicht. Wer die Reihe gelesen hat, wird wissen wieso. Eine Reihe mit ganz viel Verzweiflung, Freundschaft und die wahre Liebe. Schreckliche Schicksale zweier ganz toller Menschen. Eine harte aber berührende Geschichte. 

    Jessica Koch`s Schreibstil ist sehr angenehm und man hat das Gefühl, dass sie mit diesen Büchern ihre Geschichte erst so richtig verarbeiten konnte. Ein Teil davon wird immer bleiben. Beim Lesen merkt man, wie viel Jessica Danny und Tina noch immer bedeuten.  

     

     

     

    Fazit: Eine ganz tolle Reihe, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Danke Jessica Koch, dass du uns deine Geschichte erzählt hast.

  18. Cover des Buches Alles, was passiert ist (ISBN: 9783351050672)
    Yrsa Daley-Ward

    Alles, was passiert ist

    (31)
    Aktuelle Rezension von: gst

    „Du kannst nicht weglaufen, vor dem, was du bist. Ob du willst. Oder nicht. Was du bist steckt tief in dir, ist tief in dich eingedrungen“, schreibt Yrsa Daley-Ward in ihrer Autobiografie auf Seite 220. Diese Erkenntnis kam ihr allerdings erst nach vielen Ausbrüchen aus ihrem Leben.


    Schon mit acht Jahren lernte sie, „welche Gefühle man besser nicht fühlt“. Ebenso wie die Mutter sehnte sie sich danach, geliebt zu werden. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Der große Bruder war schon bald aus dem Haus, die Mutter arbeitete und deren Lebensgefährte ängstigte sie.


    Mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder lebte sie einige Jahre bei den strenggläubigen Großeltern. Dort herrschte Ordnung und „jedes Mal, wenn wir uns in der Kirche zum Gebet hinknieten, weinte ich, weil ich nicht sicher sein konnte, ob ich es in den Himmel schaffen würde.“


    In diesem Buch, das in vier große Abschnitte unterteilt ist, berichtet die 1989 in Nordengland geborene Autorin von ihrer Kindheit, der Pubertät, der Zeit der Drogenräusche und wie es ihr nach dem Tod der Mutter ergangen ist.


    Nicht nur das bisherige Leben der jungen Frau hat mich mitgenommen in eine mir fremde Welt. Auch der Stil des Buches ist etwas ganz außergewöhnliches! Da gibt es Seiten mit unterschiedlich großer Schrift und Seiten, die nur wenige Sätze enthalten. Gedichte lösen durchgehend bedruckte Seiten ab, vereinzelt steht die Schrift auch mal auf dem Kopf. Abgesehen vom Schriftbild und dem ungewöhnlichen Leben hat mich auch die Sprache an sich so beeindruckt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.


    Da ich nicht ihr bisheriges Leben, das mich teilweise abgestoßen hat, sondern das entstanden Buch bewerte, gibt es fünf Sterne.

  19. Cover des Buches Russendisko (ISBN: 9783442477838)
    Wladimir Kaminer

    Russendisko

    (534)
    Aktuelle Rezension von: Stolli

    Russendisko von Wladimir Kaminer, die Musik kann ich nicht ertragen, da bin ich mal gespannt auf das Buch, nun es ist sehr unterhaltsam, selten ein Buch so schnell “verputzt“.

    Der übliche lockere Schreibstil von H. Kamine, viele Episoden allerdings sicher sehr übertrieben dargestellt aber im Grunde wundert man sich über nichts.

  20. Cover des Buches Alles, was wir sind (ISBN: 9783746638072)
    Lara Prescott

    Alles, was wir sind

    (111)
    Aktuelle Rezension von: Simone1985

    Ich habe das Buch geschenkt bekommen und war anfangs etwas unwillig ein Buch über ein mir unbekanntes (berühmtes) Buch zu lesen. Dr. Schiwago war mir ein Begriff, aber ich kannte die Geschichte nicht. Das tut jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

    Das Buchcover ist wunderschön gestaltet und sehr ansprechend.
    Der Schreibstil ist packend und informativ, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Man lernt viel über die Zeit des Kalten Krieges. Ich mag es, wenn man beim Lesen nebenbei noch etwas über Geschichte lernen kann.

    Es geht um Liebe, Spionage und Gegenspionage, Frauen, Politik und Macht.

  21. Cover des Buches Die Malerin (ISBN: 9783746636344)
    Mary Basson

    Die Malerin

    (89)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Die Sprache der Autorin ist sehr schön und bildhaft. Dies hat mich dazu bewegt, weiterzulesen und den Roman erst in der Mitte abzubrechen. Denn die Story zieht sich leider extrem in die Länge und auch mit der Hauptfigur, sie sich auf ihren verheirateten Lehrer einlässt und von diesem jahrelang an der Nase herumführen lässt, wurde ich absolut nicht warm. Das Frauenbild hat mich ehrlich gesagt so genervt, dass ich letztendlich nach über 300 Seiten abgebrochen habe. Das ist allerdings Geschmackssache,  deswegen bon mir trotzdem 3 Sterne, auch wegen dem schönen Schreibstil.

  22. Cover des Buches Die Zeit des Lichts (ISBN: 9783608984170)
    Whitney Scharer

    Die Zeit des Lichts

    (134)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension „Die Zeit des Lichts“ *

    Ende der zwanziger Jahre kommt Lee Miller, nachdem sie mit zweiundzwanzig Jahren beschlossen hat, dass sie kein Model mehr sein möchte, sondern lieber selber hinter der Kamera stehen will, nach Paris. Sie will sich selbst neu entdecken. Doch zunächst bleibt für sie die Pariser Künstlerwelt  verborgen und Lee versinkt in Einsamkeit. Das ändert sich jedoch, als Lee den berühmten Fotografen und Künstler Man Ray kennenlernt und mit ihm zusammen die aufregende und schillernde Künstlerszene für sich erschließt. Bevor die zwei ein Liebespaar werden, arbeitet Lee als Mans Assistentin und lernt dabei viel über die Fotografie. Doch je besser Lee darin wird, desto zwangsvoller versucht Man sie zu seinem Eigentum zu machen und überschreitet damit Grenzen.

    Whitney Scharer erzählt in diesem Liebes- und Künstlerroman über das bewegende und bewegte Leben von Lee Miller, die Ihre Karriere als Model in New York begann und dann in Europa zur Künstlerin, Fotografin und Kriegsberichterstatterin im Zweiten Weltkrieg wurde. Gekonnt vereint Scharer biografische Elemente mit literarischer Freiheit und erschafft eine Geschichte, die einem diese begabte und aufregende Persönlichkeit näher bringt, ohne dabei an einen Lebenslauf oder einen Eintrag bei Wiki zu erinnern. 

    Scharer beschreibt anschaulich die prägenden Einflüsse auf Lee Millers Entwicklung. Sie zeigt, welchen Einfluss ihre Kindheit und die Beziehung zu ihren Eltern, die Beziehung zu Männern im Allgemeinen und zu Man im Besonderen hatten. Dabei fokussiert sie sich auf Lees Emanzipation. Lee Miller will nicht im Schatten von jemandem stehen, sondern eine ernsthafte und eigenständige Künstlerin sein. Sie kämpft um Anerkennung in einer von Männern dominierten Kunstwelt und schwankt dabei immer wieder zwischen Dunkelheit und Licht. Das Ganze verpackt die Autorin in die glänzende Stadt und schmückt oder vielmehr unterstreicht das mit klugen Dialogen über Kunst, Freiheit und natürlich die Liebe. 

    Das Thema Licht und Schatten zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und wird von Scharer noch weiter betont, indem sie zwischen den Abschnitten der glücklichen und leichten Zeit in Paris, und der Jahre als Kriegsfotografin wechselt. In dieser Zeit erlebt Lee die grausamen Folgen des Kriegs. Sie war bei der Befreiung des Konzentrationslagers in Dachau dabei, erlebt die Gräueltaten in der Normandie und kommt nach München in Hitlers Wohnung, in der das berühmte Bild „Frau in Hitlers Badewanne“ entsteht. 

    Auch der Genuss des Alkohols zieht sich durch den Roman und wird mit fortschreitender Geschichte immer mehr. Zu Beginn des Pariser Lebens sind es einige Drinks und Wein zum Essen. Doch Whitney Scharer zeigt schleichend, dass Lee Miller den Wein immer häufiger zum Vergessen brauchte und das ganze nach dem Krieg seinen Höhepunkt in einer Depression findet. 

    Es ist ein sehr gelungener Debütroman von Whitney Scharer. Sie beschreibt exakt und realistisch das Geschehen, ohne den Leser mit historischen Details zu langweilen. Dabei erweckt sie die extravagante Welt mit Prominenten wie z.B. Kiki de Montparnasse, Jean Cocteau, Dalì, Picasso, usw. um Lee herum für den Leser zum Leben. Plastisch und anschaulich werden die Opiumhöhlen und die surrealen Personen dargestellt. Die Erzählweise ist flüssig, ansprechend und garantiert ein fesselndes Unterhaltungserlebnis.

    https://www.readingwitch.com/post/die-zeit-des-lichts



    "Die Zeit des Lichts" Whitney Scharer 

  23. Cover des Buches Ich war mein größter Feind (ISBN: 9783710600906)
    Adele Neuhauser

    Ich war mein größter Feind

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Annarena

    Ich war mein größter Feind von Adele Neuhauser habe ich mir gekauft, weil mich der Buchtitel sofort angesprochen hat. Die Autobiografie ist sehr angenehm geschrieben, ein Schreibstil, bei dem man immer weiter lesen möchte.Ich habe dieses Buch als sehr mutmachende Erzählung empfunden. Adele Neuhauser erzählt wie doch alles immer wieder weitergeht, egal wie düster manche Situation gerade aussieht. Absolute Empfehlung! Sehr authentische und ehrliche Einblicke in ihre Gedanken & das Leben.  

  24. Cover des Buches Die Spionin (ISBN: 9783257244106)
    Paulo Coelho

    Die Spionin

    (207)
    Aktuelle Rezension von: hannahaliena

    Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an das Buch, leider wurden sie nicht erfüllt. Man hätte super viel aus der Geschichte rausholen können, denn Mata Hari hatte ein faszinierendes Leben. Aus dem holländischen Dorf auf die Pariser Bühnen. Das muss aufregend sein. 

    Paolo Coelho hat die Erlebnisse von Mata Hari sehr oberflächlich gehalten und ist von einem Punkt zum nächsten gesprungen ohne die Erlebnisse genauer zu schildern. Und obwohl es aus ihrer Perspektive geschrieben wird, konnte ich mich nicht in sie hineinfühlen. 

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