Bücher mit dem Tag "biografische romane"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "biografische romane" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Der Winterpalast (ISBN: 9783458359708)
    Eva Stachniak

    Der Winterpalast

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Phini

    Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich historische Romane liebe und ich über die russische Zarin "Katharina die Große" noch nicht viel gelesen hatte. Tatsächlich war es auch sehr interessant zu lesen wie es am russischen Hof unter der Herrschaft von Elisabeth zuging. Leider rissen mich Erzähl- und Schreibstil überhaupt nicht mit, auch die Protagonistin glitt mir irgendwie durch die Finger - was zwar zu ihrem Job passte, aber es mir als Leser wirklich schwer machte. An manchen Stellen konnte ich nicht mehr folgen: In welchem Palast sind wir jetzt gerade, in welchem Jahr!? Hat mich leider nicht ganz überzeugt.

  2. Cover des Buches Madame Picasso (ISBN: 9783746631387)
    Anne Girard

    Madame Picasso

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Trivialliteratur: Kitschig, wie es schlimmer kaum sein könnte. Dass Girard für die Recherche des Romans durch Frankreich und Spanien reiste, kann ich bei diesem Resultat kaum glauben.

    Ich habe vor etlichen Jahren einige Biografien über Picasso gelesen und dachte mir bei dieser Reihe, dass eine Romanbiografie aus weiblicher Sicht ganz spannend sein könnte. Weit gefehlt. Es ist kitschig, theatralisch, pathetisch und es wiederholen sich ständig Aussagen und Fakten, was nun wirklich nicht sein müsste. Der Autorin ist die Vermischung von Realität und Fiktion überhaupt nicht gelungen. Diese von Girard dargestellte Eva ist farblos, flach gezeichnet und absolut keine Protagonistin, die ich ernst nehmen kann. Es wurde schlichtweg ein Groschenroman. 

    Ein äußerst enttäuschender Auftakt, welcher wenig Lust darauf macht, die Reihe weiterzulesen (auch obwohl es andere Autorinnen sind). 

    - Die Malerin

    - Die Malerin des Nordlichts und 

    - Die Tochter des Malers

    stehen auch noch im Regal… Man erkennt ein Muster :) Ob ich wirklich alle lesen werde, weiß ich noch nicht. Habe gerade keine Lust, weitere Romanbiografien zu lesen.

  3. Cover des Buches Die Schwester des Tänzers (ISBN: 9783458361787)
    Eva Stachniak

    Die Schwester des Tänzers

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlenblog

    Inhalt

    Ballett ist Eleganz, Leben, Kunst. In der Familie Nijinsky wird Ballett von den Eltern an die Kinder weitergereicht, eine Lebensaufgabe, der gerecht zu werden mit sehr viel Arbeit einhergeht. Stassik, Waslaw und Bronia, Brüder und Schwester, werden hineingeboren in dieses künsterische Millieu, tanzen bereits mit vier Jahren vor Zuschauern und hegen nur einen Wunsch: Der Welt zu beweisen, dass sie die besten sind.

    Während Waslaw die Kunstwelt sehr schnell zu Füßen liegt, hat Bronia mit allerhand Hürden zu kämpfen. In diesem Buch folgen wir ihren Spuren, sehen sie aufwachsen, sehen sie tanzen. Fühlen ihren Schmerz und ihre Freude.

    Rezension

    Ballett als Lebensaufgabe

    Bronia Nijiska wird Ende des 19. Jahrhunderts in Polen geboren, doch die Wege ihrer Familie führen sie schon bald nach Russland. Hier nun ist ihr erklärtes Ziel die Aufnahme in die kaiserliche Ballettschule, die vom Zaren gefördert wird und höchsten Ruhm verspricht. Während ihrem Bruder alles scheinbar mühelos in den Schoss zu fallen scheint, ihn jeder liebt und bewundert, steht sie lange Zeit im Schatten, ist immer nur „die Schwester von“. Doch auch in Bronia steckt der Wille, sich aus der Masse der Balletttänzerinnen hervorzutun. In rückblickenden Tagebucheinträgen verfolgen wir ihren Weg von der Tanzschule zu den ersten Schritten in neue Richtungen, denn ihr Bruder will das Ballett revolutionieren. Er will aus dem steifen Rahmen ausbrechen, will neues schaffen, für die Kunst und mit der Kunst leben. Dabei ist er sehr streng zu sich, und noch strenger zu Bronia. Er wendet sich gleichermaßen von ihr ab und zu ihr hin, so dass sie nie ganz genau weiß, wie seine Gefühle wirklich sind.

    Während der Lektüre schlug ich oftmals genannte Namen nach, suchte die Gesichter zu den Menschen, die wirklich lebten. Auch das Ballettstück „Der Faun“ von Waslaw Nijinsky kann gefunden und bestaunt werden. Und genau das machte für mich auch einen Teil des Reizes dieses Buches aus, diese erlebbare Geschichte, die noch immer gefunden werden kann. Bronia führt ein unstetes Leben. Reist von Ort zu Ort, immer auf der Suche nach Engagements und Auftritten. Festen Boden spürt sie nur selten. Immer an ihrer Seite ist ihre Mutter, Mamusia, die selbst Ballett tanzte und die Entbehrungen und Opfer kennt, die ein Leben als Tänzer unweigerlich mit sich bringen.

    Bronia lebt in einer aufregenden Zeit, einer Zeit voller Umbrüche und Kriege. Sie erlebt sowohl den ersten als auch den zweiten Weltkrieg mit, und spürt die Auswirkungen des Zarensturzes. Trauert sie dieser prunkvollen Zeit nach? Nein. Sie will neues kreieren, die Welt mit ihrem Tanz verändern, Augen öffnen, ähnlich ihrem Bruder. Persönliche Schicksalsschläge geben sich bei ihr die Klinke in die Hand, und dass Genie und Wahnsinn nur einen Fingerzeig voneinander entfernt existieren, muss sie an ihren beiden Brüdern hautnah miterleben.

    Fazit

    Auch wenn gegen Ende hin ein wenig Flaute einkehrte, sich die Abschnitte etwas zogen, so habe ich den Lebensweg Nijinskas sehr gern verfolgt und war völlig gefangen in einer Welt aus Übungsstunden, Choreografien und wechselnden Arrangements. Man liest dieses Buch jedoch nicht der historischen Momente wegen, sondern aus Liebe zum Ballett.

  4. Cover des Buches Glück und Glas (ISBN: 9783764505431)
    Lilli Beck

    Glück und Glas

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    „Glück und Glas“ war mein drittes Buch von Lilli Beck. Im Gegensatz zu den beiden anderen Romanen, die ich von ihr gelesen hatte, stand hier keine große, romantische Liebesgeschichte im Mittelpunkt, sondern die Freundschaft zweier Frauen, die über 70 Jahre lang sämtliche Höhen und Tiefen durchleben. 

    Marion und Lore werden am letzten Tag des zweiten Weltkrieges geboren. Die besonderen Umstände der Geburt soll die beiden für immer verbinden. 

    Die Handlung legt den Fokus hauptsächlich auf Marion. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend und mit ihren feuerroten Haaren ist sie vielen Hänseleien ausgesetzt. Doch Marion hat den Kopf voller Träume. Durch ihre Zielstrebigkeit ist sie tatsächlich für Größeres bestimmt. Sie wird Model und der Leser begleitet ihre aufregende Karriere. Lilli Beck hat früher selbst als Model gearbeitet und wie ich dem Klappentext entnommen habe, wohl ihre eigenen Erfahrungen in diesen Roman einfließen lassen. Marion ist eine Protagonistin, die durch viel Willensstärke und Mut überzeugt. Immer wieder erlebt sie herbe Rückschläge und wird insbesondere von Männern verletzt und hintergangen. Trotzdem steckt sie nie den Kopf in den Sand sondern versucht jede Situation zum Besten zu wenden.  

    Was mir an diesem Roman besonders gefallen hat war, dass er eine Zeitspanne von 70 Jahren umfasst. Wichtige politische Ereignisse werden in die Geschichte eingeflochten und für mich kam der Zeitgeist der jeweiligen Epoche sehr realistisch rüber. An die 90er und 2000er Jahre kann ich mich auch noch sehr gut erinnern und es machte Spass, an verschieden Dinge wie zum Beispiel erste Handys etc. erinnert zu werden. 

    Auch die Jahrzehnte, die ich nicht miterlebt habe, wirkten auf mich sehr mitreißend. Besonders Marions Modeljahre, ihre Zeit in der Hippie Kommune und ihr besonderer Lebensstil machten „Glück und Glas“ zu einer Lektüre, die man einfach gerne liest. 

    Marion und Lore sind keine typischen Best-friends, die ihr ganzes Leben aneinander kleben. Ihre Freundschaft wird immer wieder von Eifersucht, Neid und falschen Entscheidungen überschattet. Und doch zeigen diese beiden Frauen, dass man trotz vieler Differenzen immer wieder zueinander finden kann. 

    Dies war für mich ein sehr lesenswerter und unterhaltsamer Roman. 


  5. Cover des Buches Unorthodox (ISBN: 9783442770205)
    Deborah Feldman

    Unorthodox

     (234)
    Aktuelle Rezension von: NoraAmelie

    Ein sehr berührendes Buch. Eindringlich und gleichsam anschaulich geschrieben, so dass man sofort mitten drin ist in dieser Geschichte.

    Wenn man allein bedenkt, welches Ziel die ultraorthodoxen Juden in der Gemeinde Williamsburg verfolgen, kann man schnell nachvollziehen, dass eine Frau wie Deborah, die schon als Kind Gesetze und Regeln infrage stellt, denen sie unterworfen ist, dem Dasein an diesem Ort entkommen will. Welche Kraft sie dafür aufbringen muss, ist für jemanden wie mich unvorstellbar. 

    Von solchen Büchern wünschte ich mir mehr. Damit das Verständnis für andere Kulturen wachsen kann. Aber auch, um das absurd erscheinende mancher Lebensweisen stärker zu beleuchten. 

    Was mich momentan besonders an diesem Buch beeindruckt, sind Parallelen zum Leben der afghanischen Frauen, das in einer männerdominierten Welt keinen Wert zu haben scheint und ständig in Gefahr ist ...
     

  6. Cover des Buches Die Tänzerin von Paris (ISBN: 9783746633169)
    Annabel Abbs

    Die Tänzerin von Paris

     (68)
    Aktuelle Rezension von: BookloveArya

    Inhalt: Lucia Joyce ist eine junge aufstrebende Tänzerin im Paris von 1928. Ihr Vater, der begnadete Schriftsteller James Joyce, bemüht sie als seine Muse und nimmt sie vollkommen in Beschlag. Ihrer Mutter, sehr konservativ, ist ihr Tanz ein Dorn im Auge. Lucia sieht sich immer wieder gezwungen, zu versuchen, gegen ihre Eltern aufzubegehren, was ihr nicht immer gelingt. 

    Cover: Das Cover ist dem Inhalt entsprechend, eher historisch angehaucht und zurückhaltend gestaltet. Aber trotzdem ansprechend, wenn einem biografische Romane gefallen. 

    Protagonisten: Lucia ist der Dreh und Angelpunkt des Buches, da es auch um ihr Leben geht. Zu Beginn ist es etwas verwirrend in ihre Gedanken einzutauchen, da nicht alles klar wird, wie sie es meint. Im Laufe des Buches versucht sie immer wieder, sich zu entwickeln, wird aber immer wieder von ihrer Mutter oder ihrem Bruder Giorgio zurück in alte Muster geworfen. Sie kann sich nie so richtig aus den Fängen ihrer Familie herauskämpfen, was schwierig zu bewerten ist, da es zu der Zeit meistens wirklich so gewesen ist. Daher liegt es mir in dieser Rezension tatsächlich fern, Lucia an sich zu bewerten, sondern nur ihre Eigenarten hervorzuheben. 

    Als zweiten Hauptprotagonisten könnte man wohl ihren Vater nehmen, da auch er eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielt, auf ihn will ich aber nicht weiter eingehen, da seine Welt noch schwieriger zu verstehen war, zu Anfang jedenfalls bis man sich in das Buch eingelesen hat.

    Handlung: Lucias Tanzausbildung und ihr Freiheitsdrang wird sehr gut dargestellt. Die Handlung folgt einem logischen roten Faden. Auch wenn die Zeitsprünge hin und wieder etwas irritierend waren auf den ersten Seiten. Glücklicherweise steht über jedem Abschnitt wann und wo der Leser sich befindet. Die Handlung ist ebenfalls sehr gut recherchiert, es ist zwar ein fiktionaler Roman, aber die Autorin hat auch biografische Aspekte eingebaut und zuvor eindeutig ihre Hausaufgaben gemacht, was das Buch zu einem angenehmen Leseerlebnis gemacht hat.

    Schreibstil: Die Autorin schreibt durchaus etwas anspruchsvoller zwischendurch, hat aber einen angenehmen Schreibfluss, was das Lesen sehr leicht macht. Ich kam sehr flüssig durch das Buch und finde den Stil der Autorin sehr gekonnt.

    Fazit: Einen biografischen Roman zu bewerten, ist schwieriger als eine ganz erfundene Geschichte, aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kam sehr schnell durch die Seiten, nachdem ich ersteinmal drin war. Ich empfehle es auf jeden Fall jedem, der in Richtung Tanz und Geschichte interessiert ist oder auch einfach nur eine wunderbare Geschichte für zwischendurch sucht.

  7. Cover des Buches Unter blutrotem Himmel (ISBN: 9781503950085)
    Mark T. Sullivan

    Unter blutrotem Himmel

     (60)
    Aktuelle Rezension von: DieBerta
    Unter blutrotem Himmel von Mark Sullivan
    Klappentext:
    Pino Lella will eigentlich nichts mit dem Krieg oder den Nazis zu tun haben – er ist ein normaler italienischer Jugendlicher, der sich für Musik, Essen und Mädchen interessiert. Dann schafft ein Bombenangriff in seiner Heimatstadt Mailand eine Wirklichkeit, die den jungen Mann über Nacht erwachsen werden lässt. Pino schließt sich einer Untergrundorganisation an, die Juden bei der Flucht über die Alpen hilft, und beginnt für die Alliierten zu spionieren. Dabei verliebt er sich unsterblich in die sechs Jahre ältere Anna. Doch kann ihre Liebe Bestand haben in einer Welt, in der nichts so sicher ist wie die Veränderung?

    Taschenbuch: 596 Seiten
    Verlag: Tinte & Feder (22. Mai 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 1503950085
    ISBN-13: 978-1503950085
    Originaltitel: Beneath a Scarlet Sky
    Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,5 x 18,6 cm

    Wie schon im Klappentext beschrieben geht es hier um die Geschichte eines italienischen Jugendlichen, der auch nicht anders als andere Menschen unverhofft vom Krieg überrascht wird und sich erst einmal gar nicht betroffen fühlt. Fast durch Zufall gerät er in eine Untergrundorganisation, sowie er auch seine weiteren Abenteuer eher durch Zufall, als durch Heldentum oder Berechnung überlebt. Die Geschichte der Judenverfolgung wird hier aus der italienischen Sicht, aus der Sicht eines ganz normalen Jugendlichen beschrieben. Der Leser kann sich fragen, wie hätte ich wohl in dieser oder jener Situation gehandelt. Das alles auf wahren Begebenheiten beruht mag man hier nicht ganz glauben, aber der Leser wünscht sich ja auch einen spannenden Roman und es handelt sich hier um einen Roman und keine Biographie oder ein Lehrbuch. Somit ist der Roman recht spannend und lässt sich einfach lesen, wer mehr wissen möchte muss sich dann schon weiter mit dem Thema beschäftigen.
    Ich kann dieses Buch Lesern empfehlen, die sich mit der Geschichte des zweiten Weltkrieges mal aus einer anderen Sicht, aber auch unterhaltsam beschäftigen möchten. Hier finden sie einen historischen Roman, eine Liebesgeschichte, ein bisschen „James Bond“-Abenteuer in einfacher Schreibweise. Wer Informationen, Tatsachenberichte oder ähnliches wünscht, muss sich schon weiter mit dem Thema beschäftigen.
  8. Cover des Buches Die Zarin der Nacht (ISBN: 9783458360582)
    Eva Stachniak

    Die Zarin der Nacht

     (104)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf
    2 Teil von 2 Teilen

    Inhalt:

    In diesem Buch begleiten wir Katharina die Große. Wir sind in zwei Zeitstränge. 
    Am Anfang begleiten wir Katharina die Große, in einem etwas höheren Alter. Sie denkt an ihre Jugend zurück und wie sie sich immer wieder beweisen musste in der Anfangszeit.

    Die schüchterne Sophie von Sachsen-Anhalt kommt am Hofe um den nächsten Zaren zu heiraten und ihr wird schnell klar, dass sie Spione braucht, denn sonst ist man am russischen Hofe aufgeschmissen. Sie spinnt Intrigen und gewinnt so alle für sich, auch die Zarin selbst, indem Sophie zur Katharina wird. Doch nach und nach bricht die Fassade und  Katharina muss mit ansehen, wie ihr Mann sie verachtet, ihr kein Kind schenken will, die Zarin Liebhaber für Katharina aussucht um die nächsten Thronfolger zu sichern und ihr später ihr Kind weggenommen wird. 
    Katharina zettelt einen Aufstand an und wird später Zarin Katharina die Große.

    Protagonistin:

    Ich konnte mich in Katharina nicht hineinversetzten. Ich fand sie nicht sehr sympatisch und ihre Männergeschichten gefiel mir auch nicht. Sie fand scheinbar nie wirklich die wahre Liebe, denn sie hatte nur junge Männer und sie war später nie mehr verheiratet. 
    Alle ihre Entscheidungen traf sie für ihr Volk und für Russland, aber an ihre eigene Familie dachte sie wenig. Was ihr später zum Verhängnis wurde.

    Schreibstil:

    Die ersten 120 Seiten war eine Zusammenfassung vom 1 Teil, diesmal jedoch aus der Sicht von Katharina. In dem Buch ging es nur um die Liebschaften der größten Königin des Russischen Reiches, aber viel erfährt man nicht wie es in dieser Zeit war, zu leben.
    Das Ende gefiel mir gut, aber ich möchte nicht Spoiler deshalb schreibe ich nicht mehr.

    Über die betagte Katharina zu lesen fand ich am schönsten, denn da kamen immer wieder Gefühle rüber, was bei der anderen Zeit nicht wirklich bei mir ankam.

    Cover:

    Das Buch ist ein reiner Cover kauf gewesen. Das schöne blaue  Schloss im Hintergrund und die junge Frau im Vordergrund hat mich einfach angesprochen. Deshalb landete der erste Teil bei mir und dann auch der zweite

    Fazit:

    Die Geschichte war mau, ich konnte die Protagonistin nicht leiden und ein wirkliches Bild von Katharina die Große konnte ich mir auch nicht machen. 
    Ich gebe wegen den Cover und dem Ende 2 Sterne.  
  9. Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)
    Axel Petermann

    Die Elemente des Todes

     (78)
    Aktuelle Rezension von: mrsmeerlancholie

    Larsen Kiefer ahnt wer die Täter sein könnten, Daniel und Moritz, doch nachweisen kann er ihnen nichts. Daniel ist sehr selbstsicher, auch intelligent und er plant alles genau, wonach Moritz eher der Handlanger von Daniel zu sein scheint, anstatt sein langjähriger Freund. Die Verzweiflung von Larsen ist eindeutig in dem Buch zu spüren und man fiebert regelrecht mit. Er muss dennoch den Fall endlich klären, schließlich führen alle Zeichen zu einem weiteren Mord. Der dann auch geschieht und der Abschluss des Buches ist einfach genial und alles in allem sehr spannend aufgebaut. Zwischendurch reist man in dem Buch in die Vergangenheit, was einem hilft, Zusammenhänge zu verstehen.

    Der Schreibstil war sehr flüssig, das Buch konnte ich gar nicht aus der Hand lassen. Erschreckend ist aber auch, dass das ganze ein wahrer Fall ist. Alles in allem ein sehr gutes Buch!

  10. Cover des Buches Die Erfindung des Lebens (ISBN: 9783442739783)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Erfindung des Lebens

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Nach dieser Lektüre habe ich mich gefragt, warum ich nicht schon viel früher mehr von Hanns-Josef Ortheil gelesen habe. Was für ein Leben!

    Einige Jahre stumm neben der Mutter gelebt, einen großartigen Vater gehabt, der alles versucht hat seine Familie zu schützen und zu unterstützen, ein geniales Klaviertalent und dann auch noch das Talent zu schreiben. Ortheil erzählt seine eigene Geschichte. Den schwierigen Anfangszeiten, dem Glück beim Piano-Spielen und die große Liebe Rom, die ihn nie wieder losgelassen hat.

    Offen und ehrlich erzählt der Autor von seinen Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnissen, lässt den Leser teilhaben an diesem unglaublichen Werdegang, der in der Schriftstellerei mündet. Sprachlich gekonnt, was bei der Kindheit nahezu an ein Wunder grenzt, und entwaffnend erfährt der Leser Schritt für Schritt, wie er zu dem Menschen wurde, der er heute ist. „Die Erfindung des Lebens“ ist nicht nur die Erfindung von Ortheils Leben, sondern auch der erste Band einer bisher dreireihigen autobiografischen Serie. „Die Moselreise“ und „Das Kind, das nicht fragte“ gehören ebenso in diese Trilogie. Nachdem mir Ortheils Kindheit und Jugend so gut gefallen hat und ich auch von der Sprache gefangengenommen wurde, freue ich mich auch die anderen beiden Bücher zu lesen.

    Ich musste auch an Karl Ove Knausgård und Joachim Meyerhoff denken, die ja ebenfalls in mehreren Büchern ihr Leben mit uns teilen. Ich mag diese Art von Büchern, sodass es sicher nicht das letzte bleibt. Vor ein paar Jahren habe ich vor Vorbereitung auf meinen Venedig-Urlaub das Buch „Venedig. Eine Verführung“ gelesen, was mir damals schon gut gefallen hat. Kein Wunder, stellt doch Italien und Rom im Besonderen einen wichtige Etappe in seinem Leben da.

    Ein faszinierendes Leben, das ich nur jedem empfehlen kann.

  11. Cover des Buches Die Gewitterschwimmerin (ISBN: 9783847906445)
    Franziska Hauser

    Die Gewitterschwimmerin

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin

    Das Leben in ihrer exzentrischen Familie hat Tamara hart gemacht, sie geht bei Gewitter in ihrem geliebten See schwimmen und hätte nichts dagegen, vom Blitz getroffen zu werden. Manchmal kann sie sich selbst nicht leiden, wenn sie um ihre geliebte Schwester trauert, die sich zu Tode gesoffen hat.

    Nach außen hin ist bei den Hirschs alles schillernd und aufregend, eine jüdische Familie, angesehen und renommiert, Großvater Friedrich, Mathematikprofessor, flüchtete vor den Nazis nach England, sein Sohn Alfred war aktiv im Widerstand in Frankreich, entschied sich anschließend für ein wildes, ausschweifendes Künsterleben. Dominante Herren, denen sich die Frauen unterordneten, die depressive Ilse an Heinrichs Seite, die unberechenbare, scheinbar sexuell hörige Adele an Alfreds Seite.

    Adele kann mit ihren Töchtern nichts anfangen und macht keinen Hehl daraus, Haushälterin Irmgard ist eine Art Mutterersatz für die beiden Mädchen, die erst den sexuellen Übergriffen des Vater ausgesetzt sind, und später auch denen der Mutter, die alles mitmacht was Alfred vorlebt. Und den Freunden der Familie bei den tabulosen Künstlerparties im Haus. Entsetzlich!

    Franziska Hauser kann schreiben! Man hat förmlich vor Augen, wie alle im Hause Hirsch nackig durch die Gegend laufen. Wie die Stimmung immer schnell und unerwartet kippt. Eine Familie, die zusammen hält, durch die tiefe Risse gehen, die von niemanden benannt werden dürfen. Traumen, die von Generation an Generation weitergegeben werden. Schrecklich.

    Als Leser*innen allerdings erfahren wir alles. Es ist einfach, Adele zu hassen, die ungebildete ehemalige Krankenschwester, die nur für und mit Alfred sein kann, die nichts eigenes besitzt und immer bösartiger wird. Und Tamara, ihrer Tochter, blüht das gleiche Schicksal, und sie sieht und weiß es, und kommt nicht wirklich dagegen an. Ihr Leben hat sie hart gemacht, und das hat sie überleben lassen. Warum hat niemand den Lebemann Alfred gestoppt? Weil es damals nicht üblich war. Das Thema Missbrauch hat heute einen ganz anderen Stellenwert, das macht das Buch auch sehr deutlich. Früher waren die Kinder damit allein, kaum jemand hat es gewagt sich einzumischen. Oder sah es überhaupt als Problem an.

    Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, die Personen einander zuzuordnen. Vor allem Ilse, Irmgard und Irene hab ich gern durcheinander geworfen. Es hat etwas gedauert, bis ich wusste wer zu wem gehört. 

    Es ist ein dickes Buch, was mich sofort in seinen Bann zog und schneller als erwartet ausgelesen war. Meine Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Frau Einstein (ISBN: 9783462053432)
    Marie Benedict

    Frau Einstein

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Ich mag Romane, die ein Mix aus Realität und Fiktion sind. Dies animiert mich stets, selbst zu recherchieren. Dieser Roman ist der Autorin Marie Benedict gelungen. Ich fühlte mich gut unterhalten und aufklärend in die Zeit zurückversetzt.  

    Mileva war die erste Frau Albert Einsteins. Die Geschichte beginnt mit ihrer Ankunft in der Schweiz, wo sie ihr naturwissenschaftliches Studium aufnahm und Einstein kennenlernte. 

    Das Buch gewährt interessante Einblicke auf den europäischen Lebensabschnitt Einsteins. Es lässt ihn in einem anderen, neuen Licht dastehen, aber lest selbst! 

    Hie und da gab es ein paar Längen, daher habe ich mich für 4 Sterne entschieden. 

    Insgesamt ist es eindrucksvoll und dennoch ruhig erzählt. Mir gefiel Benedicts lockere und unaufgeregte Erzählweise sehr gut und ihr nächster Band liegt schon bereit. 


  13. Cover des Buches Schwarze Magnolie (ISBN: 9783453604339)
    Hyeonseo Lee

    Schwarze Magnolie

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Hyeonseo Lee schafft es, ihr außergewöhnliches Leben sachlich und ohne künstliche Dramatik zu erzählen.

    Das finde ich sehr beeindruckend, insbesondere auch, weil es viele Aktivisten (sei es Menschenrechtsaktivisten oder Andere) gibt, die auf Dramatik setzen, um ihre Botschaft zu vermitteln und ihre Wichtigkeit derartig darzustellen, als gäbe es keinen Morgen. In diesem Buch überwiegt eine angenehme, fast zurückhaltende Sachlichkeit. Denn eins erkennt man trotzdem sofort: Ihre Lebensgeschichte ist dramatisch!


    Die Autorin ist eine starke Frau und vermittelt mit Leichtigkeit und Ehrlichkeit, soweit es ihr möglich ist, Wissen sowie Vor- und Nacheile über das Leben innerhalb und außerhalb Nordkoreas. Sie vermittelt vielschichtig, was es bedeutet, Nordkoreaner zu sein. Wir erfahren, wie es war, in Nordkorea aufzuwachsen, wie es ist, eine Identitätskrise zu haben, aber auch, wie es sich anfühlt, die Welt kennenzulernen und sich in neuen Gesellschaften und Kulturen einzuleben. Ihre Familie hat sie ebenfalls aus Nordkorea geschleust. 

    Ihr seht, wie umfangreich dieses Buch ist.

    Allerdings finde ich den englischen Titel “THE GIRL WITH SEVEN NAMES“ viel passender und besser. 

  14. Cover des Buches Zwei Herren am Strand (ISBN: 9783423144681)
    Michael Köhlmeier

    Zwei Herren am Strand

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Zwei große Persönlichkeiten, wie sie verschiedener wohl nicht sein könnten, treffen in diesem Roman von Michael Köhlmeier aufeinander: Ein weltberühmter, vielleicht DER bekannteste Schauspieler der Welt Charlie Chaplin und eine Ikone der Politik, die sich höchst persönlich in den Krieg mit Hitler stürzte: Winston Churchill.
    Beide litten zeit ihres Lebens unter Depressionen der schweren Art. Sie lernen sich durch einen ungewöhnlichen Zufall kennen. Keiner zeigt dem anderen, dass er weiß, wer sein Gegenüber ist und doch gehen sie gemeinsam spazieren und finden das erste Mal wirkliche Hilfe in ihren dunkelsten Stunden. Sie versprechen sich gegenseitig immer für den anderen da zu sein, obwohl der eine in Großbritannien, der andere in den Staaten lebt. Beide sind außergewöhnliche Männer und vor allem lernt man sie in diesem Buch kennen, auch unabhängig voneinander.
    Das war dann leider auch der Punkt, der mich ein wenig enttäuscht hat. Ich hätte mir mehr zu der Freundschaft und den Gesprächen gewünscht, mehr miteinander. Stattdessen geht es seitenweise über die anderen im Umfeld von Churchill und Chaplin. Deren Freundschaft selbst kam mir leider ein bisschen kurz. Die Passagen ihrer Gespräche waren toll, aber zu selten.
    Dennoch erfährt man einiges über den Staatsmann Churchill, seine Familie, vor allem seine innig geliebte Tochter.
    Chaplins größte Stütze in den Staaten ist einer seiner Hausangestellten. Interessant bei Churchill sind die Informationen über seine Filme. Was er sich dabei denkt bzw. gedacht hat, was er innovativ erreichen wollte.
    Alles interessant, aber doch etwas anders als erwartet.
    Dennoch eine interessante, vielleicht etwas düstere Freundschaft, wie sie in dieser Form sicherlich besonders und sehr selten ist.
  15. Cover des Buches Astrid Lindgren. Helle Nächte, dunkler Wald … (ISBN: 9783878001362)
    Maria Regina Kaiser

    Astrid Lindgren. Helle Nächte, dunkler Wald …

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    Wie so viele Kinder bin auch ich mit Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Madita und Co. aufgewachsen – allesamt Geschichten, aus der Feder von Astrid Lindgren.
    Doch wer steckt eigentlich hinter der Person, die überwiegend heitere Bücher und starke Kinder-Charaktere schuf?

    Manche Romanbiografien erzählen nur von ein paar Lebensjahren einer Person, was ich häufig schade finde.
    Als ich den Film „Astrid“ (2018) gesehen habe, war ich enttäuscht, dass die Handlung hauptsächlich von 1925 bis 1930 spielt und damit sehr viel aus Lindgrens Leben auslässt!
    Umso erfreuter war ich, dass diese Romanbiografie 1912 beginnt (Astrid ist zu diesem Zeitpunkt 5 Jahre alt) und erst 2002 mit ihrem Tod endet. Damit hat man hier natürlich eine viel größere Zeitspanne zur Verfügung. Zwar gibt es dadurch auch ein paar zeitliche Aussparungen (die Autorin erklärt später, dass sie nicht so viel hinzuerfunden wollte – was ich ehrlich gesagt gut finde!), was mich aber nicht gestört hat. So erfährt man auch ein wenig über die Kindheit von Astrid, aber auch über die Zeit, als sie ihre ersten Bücher veröffentlicht, im Verlag arbeitet, ihre Bücher verfilmt werden und als diese den Weg nach Deutschland finden. Genau das hatte ich mir erhofft!

    Besonders eindrücklich fand ich, dass Astrids Familie zunächst keine Bücher besitzt. Bücher sind für sie große „Kostbarkeiten“.
    Doch Astrids Interesse an Geschichten wächst, sie liest und schreibt gerne. Und ihr Lehrer prophezeit ihr eine Laufbahn als erfolgreiche Schriftstellerin.
    Als später Astrids Tochter sehr krank wird, wünscht diese sich eine Geschichte über „Pippi Langstrumpf“ und Astrid beginnt zu schreiben und zu erzählen…
    In manchen Zeiten scheint das Schreiben für sie auch eine Art Flucht aus der Realität zu sein: „Wenn sie schrieb und sich Personen ausdachte und sie reden ließ, vergaß sie den Kummer(...). Solange Astrid an der Schreibmaschine saß und tippte, war der Schmerz wie ausgeschaltet.“

    Dass Astrids Leben nicht nur aus Friede, Freude, Eierkuchen besteht, wird in diesem Buch deutlich. Sie hat einige Schicksalsschläge zu verkraften und in manchen Zeiten hadert sie mit dem Leben.
    Besonders schmerzt es zu lesen, wie ihre strenggläubige Mutter sich für ihre Tochter schämt und sie mit 18 Jahren aufgrund ihrer ungewollten Schwangerschaft („Sünde“), vor die Tür setzt. Keine einfache Zeit für Astrid, die nun auf sich allein gestellt ist.
    Später hätte ich sie gerne geschüttelt, um sich von ihrem Ehemann nicht alles gefallen zu lassen.
    Man kann gar nicht anders, als mit Astrid mitzufühlen, sich mit ihr zu freuen, aber auch mit ihr zu trauern und sich zu fragen, was die Zukunft noch bringen mag.

    Immer wieder wurden Sequenzen eingestreut, die Rückschlüsse darauf zuließen, wo sich Astrid Inspiration für ihre Bücher geholt haben könnte, was ich mit großem Interesse verfolgt habe.

    Auch der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Da waren zahlreiche wundervolle Textstellen dabei, die ich mir unbedingt herausschreiben musste.

    Weitere Informationen zum Buch und zu Lindgrens Leben bekommt man außerdem im Nachwort der Autorin sowie innerhalb des ausführlichen Anhangs (enthält u. a. eine übersichtliche Zeittafel vom Leben der Autorin, Listen von Personen und Orten, mit denen Astrid Lindgren zu tun hatte, sowie Fotos und ein Glossar).

    FAZIT: Für mich war dies eine ausgesprochen lesenswerte Romanbiografie, die mich absolut begeistern konnte! Trotz der Romanform erfährt man viel über das Leben von Astrid Lindgren, was sie für eine Person war und wie sie zum Schreiben kam, ohne dass man das Gefühl bekommt, dass zu viel hinzuerfunden wurde. Ein Buch, das ich euch von Herzen empfehlen kann, wenn ihr euch für Astrid Lindgren interessiert oder mit ihren Büchern aufgewachsen seid! 5/5 Sterne!

  16. Cover des Buches Der Duft von bitteren Orangen (ISBN: 9783734100468)
    Claire Hajaj

    Der Duft von bitteren Orangen

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Ein wunderschöner Einband mit malerischem Titelbild, ein guter Titel und ein interessanter Klappentext, der auf eine spannende Geschichte neugierig macht, garantiert keinen guten Roman. Leider. Der Text ist derart schlecht und konfus erzählt oder übersetzt, dass ich ihn als unlesbar empfand und auf Seite 51 genervt abbrach. Ich bevorzuge klare Aussagen und habe überdies keine Freude an poetischen Umschreibungen.

    Da ich in meinem Bücherregal keine optischen Schönheiten, sondern für meinen Geschmack gut geschriebene Texte sammle, werde ich „Ismaels Orangen“ entsorgen.

  17. Cover des Buches Das Ja-Wort (ISBN: 9783833307850)
    Elizabeth Gilbert

    Das Ja-Wort

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Geschichte von Elizabeth und Felipe, bekannt aus EAT, PRAY, LOVE, geht weiter. Da Felipe nicht mehr in die USA einreisen darf, sind die beiden nun gezwungen zu heiraten. Was sich zunächst romantisch anhört ist für die beiden, nach erster Ehe und schmerzhafter Scheidung, eine Entscheidung die wohl überdacht werden muss.

    Nachdem ich EAT, PRAY, LOVE gelesen hatte bin ich zugegebener Massen ein bisschen auf dieses Buch herein gefallen. Ich dachte Gilbert hat hier wieder eine lustige, inspirierende Autobiografie geschrieben, darüber wie es mit ihr und Felipe weiter geht. Doch dieses Buch ist ein Sachbuch über die Ehe. Wer sich dafür interessiert findet hier viele Infos zur Geschichte der Ehe und deren Bedeutung für die westliche und andere Kulturen. Ich persönlich habe nicht vor in nächster Zeit zu heiraten und so langweilte mich das Buch eher ein bisschen, besonders im Kontrast zu EAT, PRAY, LOVE.

    Ich mag Elizabeth und Felipe, das war schon in EAT, PRAY, LOVE so. Allzu präsent sind die beiden in diesem Band allerdings nicht, denn es wird viel über Sachinhalte geredet und weniger über persönliche Erlebnisse. Wenn Elizabeth dann doch mal wieder aus dem Nähkästchen, bzw. Reiseköfferchen, plaudert wird der Leser daran erinnert, was für ein großzügiger und höflicher Mann Felipe ist, wie viel Humor und Abenteuerlust Elizabeth hat und das gibt einem das Gefühl doch das richtige Buch zur Hand genommen zu haben. Zu allem Überfluss macht man an der Seite der beiden auch noch Bekanntschaft mit allerlei faszinierenden Menschen aus den verschiedensten Kulturen.

    Warum man, wenn man nicht in die USA einreisen darf, seine Zeit nun ausgerechnet in Laos verbringen muss – darüber lässt sich streiten. Elizabeth und Felipe hat es Asien zumindest angetan und so gibt es in diesem Buch von ihr auch wieder die exotischsten Schauplätze. Bei mir lösten diese zwar oft den Gedanken “da will ich nicht hinreisen” aus, aber die gute Absicht zählt.

    Elizabeth Gilberts lockerer Stil hat Charme, so viel ist klar. Sie schreibt mit Witz und Ehrlichkeit über sich selbst und schafft es die Sachinhalte nahtlos mit den autobiografischen Anteilen zu verbinden.

    Wer in diesem Buch eine Fortsetzung von EAT, PRAY, LOVE erwartet liegt leider daneben. Dafür bietet COMMITED ein gut recherchiertes und nicht zu trockenes Sachbuch für jeden, der schon immer mal mehr über die Ehe erfahren wollte.

  18. Cover des Buches 89/90 (ISBN: 9783442714650)
    Peter Richter

    89/90

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Wonni1986
    Titel: "89/90"
    Autor: Peter Richter
    Verlag: btb
    Seitenzahl: 411

    Cover:
    Unscheinbar in sommerlichen Farben gehalten und es ist ein Softcover. 

    Schreibstil:
    Es liest sich sehr flüssig und alles was unverständlich geschrieben wurde, wurde mit Fußnoten erklärt. Man merkt richtig, dass es dem Auto wichtig ist, dass zu erzählen was ihm wichtig ist. Es ist ihm gelungen. Handlungen, Personen und Gegenständen wurden so beschrieben und erzählt das man es sich sehr gut vorstellen kann. Er schreit aus der ich und allgemeinen Perspektive.

    Inhalt:
    Das Lebensgefühl einer rebellischen Generation am Ende der DDR Sie sind der letzte Jahrgang, der noch alles mitmachen darf – damals in Dresden vom Sommer vor der Wende bis zur Wiedervereinigung: die lauen Freibadnächte und die Ausweiskontrollen durch die »Flics« auf der »Rue«, die Konzerte im FDJ-Jugendklub »X. Weltfestspiele« oder in der Kirche vom Plattenbaugebiet, wo ein Hippie, den sie »Kiste« nennen, weil er so dick ist, mit wachsamem Blick Suppe kocht für die Punks und ihre Pfarrerstöchter. Sie sind die Letzten, die noch »vormilitärischen Unterricht« haben. Und sie sind die Ersten, die das dort Erlernte dann im Herbst 89 erst gegen die Staatsmacht anwenden. Und schließlich gegeneinander. Denn was bleibt dir denn, wenn du zum Fall der Mauer beiträgst, aber am nächsten Tag trotzdem eine Mathe-Arbeit schreiben musst, wenn deine Freundin eine gläubige Kommunistin ist und die Kumpels aus dem Freibad zu Neonazis werden? Von der Unschuld des letzten Sommers im »Tal der Ahnungslosen« bis zu den Straßenschlachten rund um die deutsche Einheit: Peter Richter beschreibt in seinem autobiografischen Roman das chaotische Ende der DDR aus der Sicht eines damals Sechzehnjährigen – pointiert, authentisch und sprachlich brillant. Coming of Age im Schatten von Weltgeschichte.

    Meinung
    Ich bin ein kleiner DDR Fan, ja richtig gelesen. Ich mag diese Zeitepoche, warum? Alles hatte seinen Platz, es gab alles was man benötigte und keine wirklich keiner wurde zurückgelassen. Sicherlich musste man Abstriche machen, aber das müssen wir heute auch, oder? Ich mag dieses wir Gefühl. Und dieses Buch beschreibt es einfach auf den Punkt! Wenn man es liest, und diese Zeit auch noch erlebt hatte, wird man sich definitiv wieder finden…und auch AHA-Momente haben…oder auch die Flashbacks. Ich hatte es so schnell durchgelesen, dass ich total überrascht war. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschwärmen und euch erzählen, dass zu dieser Lektüre Hallorenkugeln oder Knusperflocken hervorragend passen und auch noch viele andere (auch inhaltliche Dinge), aber lest es selber und ihr landest mit 100% Wahrscheinlichkeit zurück im Sommer 89/90….
    Nur möchte ich gerne wissen wer dieser S. ist…hm…
  19. Cover des Buches Frida (ISBN: 9783442315598)
    Maren Gottschalk

    Frida

     (8)
    Aktuelle Rezension von: buchmagie88
    Es ist das Jahr 1938, als in New York eine Künstlerin ankommt, deren Name weltberühmt werden sollte. 
    In Frida Kahlo tobt ein Gewittersturm, ihre Ehe mit dem berühmten Künstler Diego Rivera scheint am Tiefpunkt angekommen zu sein, doch in New York soll ihre erste Einzelausstellung eröffnet werden und schon kurz nach ihrer Ankunft umringen sie Freunde und Bewunderer ihrer Kunst. In New York trifft Frida auch den Fotografen Nick Muray wieder, für den sie, unabhängig ihrer Ehe mit Diego, schon länger tiefe Gefühle hegte. Die beiden beginnen eine stürmische Affäre, die Frida auch auf ihrem weiteren Weg über Paris bis in ihre Heimat, Mexiko, begleitet. 
    Über alles, was sich ihr dabei in den Weg stellt, scheint sie hinwegzusteigen und beweist sich immer wieder als schillernde, beeindruckende und charismatische Persönlichkeit und vor allem als unglaublich talentierte und leidenschaftliche Künstlerin. 

    Frida Kahlo war eine beeindruckende und leidenschaftliche Künstlerin, um die sich viele Mythen rankten. Das lag vor allem an ihrer intensiven und unwiderstehlichen Ausstrahlung, ihrer Art sich zu kleiden und auch sich gesellschaftlich zu präsentieren, da sie sich nicht nur im Äußerlichen sehr oft von den Frauen in ihrem unmittelbaren Umfeld abhob und unterschied. Maren Gottschalk widmet sich in ihrem Roman "Frida" einer wichtigen Zeitspanne im Leben der begnadeten Künstlerin Ende der Dreißigerjahre, in denen Fridas Reise von New York nach Paris, dann wieder zurück nach New York und schließlich Richtung Heimat führte. Dabei vermischt die Autorin Realität und Fiktion, und schenkt vor allem dem Schauplatz New York besondere Aufmerksamkeit. In der Stadt, die niemals schläft, legt sich der Grundstein für Frida Kahlos weltweitem Erfolg als Malerin in ihrer ersten Einzelausstellung, in New York beginnt Gottschalks Roman und die Stadt ist zudem Schauplatz der großen Liebe zwischen Frida und dem Fotografen Nick Muray. Grandios erzählt sind in "Frida" zudem die Rückblicke in die meist schmerzhafte Vergangenheit der Hauptfigur, die immer wieder zwischen der Haupterzählung eingestreut werden. Frida Kahlos tragischer Unfall im jugendlichen Alter wird thematisiert, der sie zu einem Leben voller Schmerzen verdammte, die Diagnose der Kinderlähmung, die sie als Kind bekam und der schmerzhafte Verrat der eigenen Schwester und ihres Ehemannes Diego, als sich herausstellt, dass die beiden eine Affäre hatten. Aber auch in die Anfänge ihrer unverwechselbaren Malerei erhalten die Leserinnen und Leser einen Einblick. So entsteht eine fast schon intime Beziehung zur Hauptfigur, die nicht nur durch ihren phänomenalen Charakter imponiert, sondern eine so große Stärke demonstriert, die sich durch die von Maren Gottschalk immer wieder beschriebene Einblicke in Fridas Gefühlswelt noch einmal verdeutlicht. Es mag sein, dass gerade diese Passagen der Fiktion des Romans angehören, doch, wenn man Fridas Wesen als Ganzes kennen lernt, dürften diese nicht sehr weit von der Realität entfernt sein. 
    Natürlich wird in "Frida" auch der Kunst der Malerin ausreichend gewürdigt. Was ich in dem Zusammenhang besonders schön fand, wie immer wieder die persönliche Beziehung von Frida Kahlo zu ihren Bildern herausgestellt wurde. Daran erkennt man auch zuletzt ihre wunderbarste Eigenschaft: ihre einzigartige, intensive und leidenschaftliche Art zu lieben. Vor allem ihre Kunst, aber auch die Männer in ihrem Leben, was man besonders schön in den immer wieder abgedruckten Liebesbriefen Frida Kahlos an ihren Ehemann, an Nick und an ihrer Schwester erkennt. Nach der Lektüre von "Frida" recherchierte ich aus diesem Grund, ob es vielleicht sogar eine eigene Sammlung der Liebesbriefe Frida Kahlos gibt und glücklicherweise wurde ich fündig. 
    Maren Gottschalk ist ein wunderbar erzähltes Porträt einer einzigartigen Künstlerin gelungen. Besonders schön fand ich abschließend die Erklärung der Autorin bezüglich ihrer Vorgehensweise der Vermischung von Realität und Fiktion: genau das hat Frida Kahlo in ihren Bildern auch gemacht. 
    Unbedingt lesen! 



  20. Cover des Buches Transit (ISBN: 9783746637877)
    Anna Seghers

    Transit

     (81)
    Aktuelle Rezension von: juergen_schmidt
    Zeitlos gut und ewig aktuell ist dieser frühe Roman von Anna Seghers, Tochter eines Kunst- und Antiquitätenhändlers. Die südfranzösische Hafenstadt Marseille ist im Kriegsjahr 1940 eine brodelnde Metropole voll von verzweifelten Menschen, die auf gefälschte Papiere und Möglichkeiten zur Flucht warten. Die Stimmung rund um die Canebière wird von der Autorin (1900-1983) authentisch und sehr bildhaft eingefangen. Die berührende Flüchtlingsgeschichte wurde zu einem großen Stück Weltliteratur. Noch beeindruckender als "Das siebte Kreuz"!
  21. Cover des Buches Ziemlich beste Pfoten (ISBN: 9783404608546)
    Christos Yiannopoulos

    Ziemlich beste Pfoten

     (9)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989
    Auf dem Cover sieht man Pippa und Bonny, die beiden Hunde, die man das ganze Buch über begleiten wird. Die beiden wirkt auf dem Cover wirklich süss und schauen auch echt zum Verlieben von dem Cover zum Leser.Bonny hat eigentlich ein gutes Hundeleben, nur hat sie ein Problem, dass sie sehr schreckhaft ist und im Urlaub in Gran Canaria passiert es dann - Bonny ist auf und davon und obwohl ihre Besitzer wirklich alles versucht bleibt Bonny verschwunden, doch dann taucht sie auf, aber nicht auf Gran Canaria sondern an einem anderen Ort in Spanien und sie kommt nicht alleine - Pippa ist bei ihr und scheint es auch die ganze Zeit gewesen zu sein. Also sich die Besitzerin von Bonny auf Spurensuche mache, stösst sie auf eine wirkliche Reise der beiden Hunde...
    Die Geschichte ist an sich schön geschrieben, man begleitet eben die beiden Hunde auf dem Weg zurück zu der Besitzerin von Bonny. Etwas komisch wirkt es nur in dem Buch, dass die Besitzerin aufgrund eines Termins die Suche dann erstmal abbricht, was irgendwie nicht so zu dem Bild der liebenden Hundebesitzerin passen möchte und auch sonst gibt es so einige kleine Punkte im Buch, die etwas überzogen daherkommen und daher verblasst die Geschichte dadurch etwas. Der Schreibstil von Christos Yiannopoulos ist gut zu lesen, er macht keine übermäßigen Längen oder verliert den Faden in der Geschichte, er bleibt immer sehr sachlich an der Geschichte, aber an manchen Stellen ist die Geschichte einfach etwas unspannend, was vielleicht auch an der wahre Begebenheit liegt, aber das waren die Momente, wo man als Leser etwas Geduld brauchte und das sollte eigentlich nicht passieren. Da büßt die Geschichte dann etwas ihren Charme ein. 
    Ein besonderes Highlight in dem Buch sind die mehreren farbigen Seiten, die schöne Bilder von Bonny und Pippa zeigen, zudem findet sich eine Karte der spanischen Reise von Pippa und Bonny in der Ausgabe und am Ende des Buches kann man eine Postkarte mit den Beiden heraustrennen und - wenn man das möchte - verschicken. 
    Fazit:Die Geschichte von Bonny und Pippa ist wirklich ein Geschichte voller Gefahren, Sehnsucht und dem Mut, einfach mal mit kleinen Hundepfoten loszulaufen und zu hoffen, dass man sein Frauchen wiederfinden kann. An manchen Stellen fehlt etwas die Spannung, dafür ist es aber eine wahre Geschichte und das Leben ist eben nicht immer spannend. 
  22. Cover des Buches Das Vogelhaus (ISBN: 9783442716265)
    Eva Meijer

    Das Vogelhaus

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Auch mir hat der ruhige Duktus des Romans gefallen. Die in gänzlich unterschiedlichen Tempi aufs Ende hinarbeitenden Stränge um Len Howard selbst und um ihre Lieblingskohlmeise Sternchen haben dem Buch eine interessante Dynamik verliehen, die am Schluss noch einmal eine berührende Wendung genommen hat. Die verschiedenen Bögen, in denen das Leben von Len Howard verlief, haben mich zum Nachdenken über Lebensentwürfe, biografische Wendepunkte und den Umgang mit (zwischen-)menschlichen Erwartungen, Enttäuschungen und Urängsten angeregt.


    Dennoch muss ich anmerken, dass die Darstellung der Person bzw. im Roman der Figur Len Howard mich nicht gänzlich überzeugt hat. Ihre natürliche Distanz zu anderen Menschen erschließt sich nicht immer deutlich genug; ihr Verhältnis zu anderen Menschen bleibt unscharf - und soll das sicher auch. Jedoch war mir nicht immer klar, ob die Unschärfe von der Autorin gezielt produziert wurde oder ob es ihr einfach nicht besser gelungen ist, diese Distanz in entsprechende Dialoge und Handlungen einzubetten. Erst die alte Len Howard darf nach außen hin ordentlich schrullig wirken, während das Geschehen aus ihrer Logik betrachtet absolut schlüssig erscheint...


    LiebhaberInnen von Gartenvögeln kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es enthält äußerst interessante Beobachtungen zum Leben und Verhalten dieser hübschen kleinen Mitbewohner. Nie wieder werde ich unsere Futterkörbchen und das Herumgehampel des Vogelkindergartens im Garten mit denselben Augen sehen wie vorher: das sind nicht einfach nur süße Vögelchen, die sich vor der Katze hüten müssen, sondern echte Individuen.


    Im Frühjahr erscheint die Taschenbuch-Ausgabe und wird hinsichtlich des Covers dann endlich, entsprechend dem niederländischen Original, auch dem Inhalt des Romans gerecht werden, indem Kohlmeisen abgebildet sind und nicht ein Rotkehlchen. Auch wenn ich das Cover der gebundenen Ausgabe sehr ansprechend finde, muss ich doch gestehen, dass das Rotkehlchen mich die ganze Lektüre über gewaltig irritiert hat. 

  23. Cover des Buches Gerron (ISBN: B005ER48WU)
    Charles Lewinsky

    Gerron

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Linnhe72
    Inhalt
    «Wenn ich diesen Film mache, werde ich mich für den Rest meines Lebens dafür schämen.» «Und wie lange wird der Rest deines Lebens dauern, wenn du dich weigerst?» Charles Lewinsky erzählt in seinem Buch die (zum grössten Teil fiktive) Lebensgeschichte des deutsch-jüdischen Schauspielers und Regisseurs Kurt Gerron. Die Grundhandlung spielt in Theresienstadt, wo Gerron nach der Besetzung Hollands gelandet ist. Der Lagerkommandant verlangt von ihm, dass er einen Propagandafilm darüber dreht, wie wunderschön und idyllisch das Leben in Theresienstadt doch ist. Er erhählt drei Tage Zeit um sich zu entscheiden. Daraufhin beginnt Gerron zu grübeln. Ist es für ihn moralisch vertretbar so einen Film zu machen? Was ist die Alternative dazu? Hat er überhaupt eine Wahl?

    Meine Meinung
    «
    Gerron» ist kein leichtes Buch. Auch die Erzählweise ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nachdem ich mich erst einmal eingelesen hatte, konnte ich das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Ich fand die Geschichte sehr spannend, auch wenn ich mich mit keiner Figur richtig identifizieren konnte. Bei manchen Szenen ist mir das Lachen regelrecht im Hals stecken geblieben und das Ende… Naja, ist halt die Realität.

  24. Cover des Buches Die Paprikantin (ISBN: 9783548268606)
    Lysann Heller

    Die Paprikantin

     (21)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Der Ungar an sich neigt zu Gefühlsausbrüchen, auch wenn er in Rumänien lebt.‘ (Seite 193)

    Lysann Heller war als Kind zwei Mal mit ihren Eltern in Ungarn, und nach ihrem Studium entschließt sie sich, ins Land zurückzukehren und ein Praktikum bei der deutschsprachigen ‚Budapester Zeitung‘ zu absolvieren.

    In ‚Die Paprikantin‘ erzählt sie von den Stolpersteinen der ungarischen Sprache und der ungarischen Mentalität, aber auch vom Eingewöhnen in Budapest und von ihrem ersten Job als Journalistin.

    Heller geht unter anderem auf Themen wie Franz Liszt und Tony Curtis, ‚Paris des Ostens‘ und ‚rotten beauty‘, Terézia Mora und György Dalos, Fahrrad und U-Bahn, Donaumonarchie und Habsburger, Vertrag von Trianon und Alkoholismus, Kleidungsstil und Zeitgefühl, Obdachlose und Rentner, Kontinentalklima und Winterschlaf, Pfeilkreuzler und Judentum, Namenstag und Familie, Pörkölt und Pálinka, Kaffeehäuser und Komplimente, Religion und Mystik, Balaton und Rumänien, Roma und Ferienlager ein.

    Mir hat ‚Die Paprikantin‘ gut gefallen, denn Heller vermittelt hier viel Wissen über Ungarn und seine Bewohner und schafft es zudem, den Leser durchweg zu unterhalten.

    Selbstverständlich finden sich im Buch unzählige Stereotypen, aber das ist nun einmal so bei Büchern, die ein Land auf sehr überspitzte Weise vorstellen (wie z.B. auch bei den Fettnäpfchenführern von Conbook).

    Zusammen mit der ‚Gebrauchsanweisung für Budapest und Ungarn‘ ist ‚Die Paprikantin‘ eine tolle Einführung ins Land, bietet eine gelungene Vorbereitung auf eine Reise und macht neugierig.

    Das Buch ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, erschien bereits 2008. Ich persönlich fand das trotzdem nicht schlimm, weil viele Aspekte angesprochen werden, die sich so schnell nicht ändern, auch wenn aktuelle Entwicklungen dadurch natürlich außen vor bleiben.

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