Bücher mit dem Tag "biographie"

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4.030 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.775)
    Aktuelle Rezension von: Kirjahan

    "Wir leben in einer Schattenwelt, Daniel, und Magie ist ein rares Gut. Dieser Roman hat mich gelehrt, dass ich durch Lesen mehr und intensiver leben, dass Lesen mir das verlorene Sehen wiedergeben konnte. Allein deshalb hat dieses Buch, das keinem etwas bedeutete, mein Leben verändert." 

    Diese Worte, mit denen Clara Barceló den titelgebenden fiktiven Roman "Der Schatten des Windes" beschreibt, lassen sich sehr gut genauso über Zafóns Romane äußern. Sein bildhafter, einzigartiger Schreibstil macht das Lesen zu einer Reise an ferne Orte und lässt dich die Geschehnisse intensiv miterleben. 

    "Der Schatten des Windes" ist tragisch, zauberhaft und unheimlich atmosphärisch. Ein Buch für jeden, der Bücher liebt.

    Ich habe einen Stern abgezogen (eigentlich hätte es nur ein halber sein sollen, aber lovelybooks lässt dich anscheinend keine halben Sachen machen), weil mir teilweise die Nähe zu den Protagonist*innen gefehlt hat. Obwohl ich die meisten sympathisch fand und mit ihnen mitgefiebert habe, habe ich ihre Intentionen teilweise erst später verstanden und es blieb bis zum Ende eine gewisse Distanz.

  2. Cover des Buches Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben (ISBN: 9783423280716)
    Matt Haig

    Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Julyie

    Eckdaten

    Verlag: dtv

    Erscheinungsdatum:18. März 2016

    Preis: E-Books 9,99€, Hardcover 18,90€, Hörbuch 19,99€

    Seitenzahl: ca. 304 Seiten

    ISBN: 978-3-423-28071-6

    Originaltitel: Reasons to stay alive

    Genre: Sachbuch, Ratgeber, Belletristik, Depressionen


    Cover

    Ich liebe mittlerweile so schlichte Cover die den Fokus vollkommen auf den Titel richten. Hier wurde noch ein passendes Bild mit eingebaut und es ist perfekt für diese Geschichte. Ich mag es sehr. Der Kontrast des „Regenbogentextes“ zum „Dunklen“ Thema wurde sehr gut verbunden.

                                       

    Klappentext

    Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend.

                                       

    Erster Satz

    „Vor dreizehn Jahren wusste ich, dass dieses Buch gar nicht möglich war.“

                                       

    Meinung

    Wow!

    Dieses Buch hat mich echt gepackt! Ich weiß gar nicht so genau, wie ich diese Rezension schreiben soll, weil es so ernste, wichtige Themen sind, mit denen jeder bestimmt schon mal zu tun hatte: Depressionen, Ängste, Psyche…

    „Mir war nicht klar gewesen, dass man auch in seinem eigenen Kopf eingesperrt sein kann.“

    So ganz genau weiß ich auch nicht, wie ich zu diesem Buch kam. Ja, vermutlich lag es an der „Mitternachtsbibliothek“ und den fesselnden Schreibstil von Matt Haig. Aber eigentlich war ich mir auch Unsicher, ob diese Thematik generell etwas für mich ist.

    „Das Einzige, was mir keine Sorgen machte, war wahrscheinlich das, weshalb ich mir wirklich Sorgen hätte machen müssen: dass ich mir ständig Sorgen machte.“

    Doch ich bereue es keineswegs. Dieses Buch ist hilfreich, wichtig und vor allem ein Buch, das Emotional etwas mit einem macht. Egal ob man nun selbst betroffen oder Angehöriger von jemand Betroffenen ist. Dieses Buch sorgt für eine ganz andere Sichtweise auf vielerlei Dinge. Und ich denke, es würde viele, viele Menschen helfen. Entweder um Depressionen besser zu verstehen, sich selbst zu helfen, sich nicht alleine zu fühlen oder vielleicht auch dazu beitragen, dass man selbst jemanden helfen kann.

    „Es fällt uns immer schwer, in der Gegenwart die Zukunft zu entdecken, selbst wenn sie direkt vor unserer Nase ist.“

    Matt Haig erzählt in diesem Buch die nackte Wahrheit über sein Leben und die Probleme die er selbst mit dieser Erkrankung hat und hatte. Dabei badet er keineswegs in Selbstmitleid, sondern zwischen den Zeilen blitzt auch immer wieder eine humorvolle Art durch, etwas zu beschreiben. Wodurch dieses Buch zwar ernst, aber nicht gleich erdrückend ist.

    „Eine Welt voller Menschen, die sich selbst hassen, ist keine glückliche Welt.“

    Für mich sehr gelungen und ich hoffe, dass dieses Buch vielen Menschen helfen kann oder sogar konnte. Mir hat es auf jeden Fall geholfen, nämlich die Sichtweise zu ändern und gewisse Punkte zu verstehen.

                

  3. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783630874739)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

     (223)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    „Herkunft“ ist ein Buch über die Heimat von Sasa Stanisic; oder ein Buch über den ersten Zufall einer jeden Biographie, wo man hinein geboren wird. Um ehrlich zu sein war mir dieses Buch zu sprunghaft. Von einer Episode wird zur nächsten gesprungen. Mir persönlich war es zu abgehakt, wenn ich gerade ins Thema eingefunden hatte, gab es ein neues oder ein altes, was wieder aufgegriffen wurde.

    Sprachlich nicht so ganz mein´s

  4. Cover des Buches Meine wundervolle Buchhandlung (ISBN: 9783832197438)
    Petra Hartlieb

    Meine wundervolle Buchhandlung

     (304)
    Aktuelle Rezension von: biadia

    Wer hat nicht schon mal darüber nachgedacht seine Leben zu verändern?"

    Bei einem Besuch in Wien entdecken Petra Hartlieb, gemeinsam mit ihrem Mann eine leerstehende Buchhandlung. Schnell und spontan reift die Idee: Das übernehmen wir. Die Jobs in Hamburg werden gekündigt, das jüngere Kind eingepackt und kopfüber geht es in das Abenteuer Selbständigkeit.
    Es folgen endlos lange Arbeitstage, Einstellung und Bezahlung von Mitarbeitern und Kunden, mit manchmal merkwürdigen Anfragen. Dann kommt Weihnachten, mit ganz neuen Herausforderungen..
    Das alles ist sehr eindrucksvoll und amüsant beschrieben.

  5. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783442482917)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

     (412)
    Aktuelle Rezension von: Charlie-Grubero

    Ein Buch, das in meinen Augen sehr ruhig daherkommt. In der Ruhe liegt bekanntlich aber die Kraft! Die Geschichte eines einfachen, ja beschaulichen Lebens in den Bergen, ein Porträt eines stillen, normalen Menschens. Ich hätte kaum geglaubt, dass mich so eine Geschichte fesseln kann, doch ich habe mich geirrt! Der Autor verwendet eine aufgeräumte und präzise Sprache, die mir sehr gefallen hat. Manche Sätze habe ich mehrmals gelesen, weil sie einfach schlicht und schön waren. Für mich ein Meisterwerk, das man selbst auf einem kurzen Flug flott durchgelesen hat. Es wird aber dann lange nachwirken…

  6. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.194)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Vorneweg: Wer Tolkiens „Herr der Ringe“ bereits nach wenigen Seiten gelangweilt abgebrochen hat, der wird höchstwahrscheinlich auch an Gordons „Medicus“ (zumindest anfangs) kaum Gefallen finden, denn wie beim großen Fantasywerk, so nimmt auch hier das Umherreisen reichlich viel Platz innerhalb der Handlung ein. Und wie Tolkien, so nutzt auch Gordon diesen Platz, um seine Protagonisten näher auszuarbeiten und im weiteren Verlauf die Unterschiede der verschiedenen Kulturen, Religionen und Landschaften ausführlicher zu skizzieren. Das wird bei Freunden geradliniger Bücher vielleicht für nur wenig Begeisterung sorgen. Fakt ist aber: Noah Gordon gelingt damit die Wiederbelebung der schillernden Welt des Mittelalters, welche der Leser Seite um Seite mit einem ähnlich kindlichen Staunen betrachtet wie der junge Rob Jeremy Cole. Bader und Gaukler, marodierende Ritter, reisende Kaufleute, pilgernde Christen, Pest, Hungersnöte und blinder religiöser Fanatismus. Der Autor hat in „Der Medicus“ eine einfach stimmige Mischung auf Papier gebracht, welche zwar nur auf wenigen überlieferten Fakten beruht (Gordon gibt dazu im Nachwort eine aufschlussreiche Erklärung ab), dafür jedoch die persönliche Geschichte von Jeremy Cole schlichtweg passend in die damalige Zeit einbettet. Und dieser ist ohne Frage das Zugpferd der gesamten Geschichte. An seinem Schicksal nimmt man, nicht zuletzt wegen seiner nachvollziehbaren, menschlichen Art, ziemlich früh Anteil. Man betrauert familiäre Verluste und berufliche Rückschläge, fiebert beim Werdegang des Waisenjungen mit. Stets in der Hoffnung, er möge eines Tages sein Ziel erreichen und als ausgebildeter Medicus nach England zurückkehren. Bis dahin ist es für Cole und den Leser ein weiter, aber lohnenswerter Weg, an dessen Rand man immer wieder Neues entdecken kann. Für Zartbesaitete könnte dieser Weg allerdings mitunter beschwerlich sein, schildert doch Gordon medizinische Eingriffe und Operationen nicht selten bis in kleinste, blutige Detail (Die blumige Ausdrucksweise dürfte für den konservativen Iny-Lorentz-Leser nur schwer zu verkraften sein). Auch die lange Feindschaft zwischen den Christen und den Juden wird intensiv beleuchtet, wobei hier Gordon (selbst Jude) ein großes Lob für die äußerst moralfreie Betrachtung dieser Thematik auszusprechen ist. Das die differenzierte Darstellung der kulturellen Gegensätze trotzdem bis zum heutigen Tag noch aktuell ist, ist weniger Gordon, als vielmehr der gesamten Menschheit anzulasten, auf welche folgender Ausspruch wohl immer noch am besten passt: „Aus der Geschichte lernen wir, dass wir nichts aus der Geschichte lernen.“ Nach mehr als 700 Seiten schließt das Buch dann mit einem unerwarteten und unkonventionellem Ende, das allerdings gerade deswegen so befriedigend ist und dazu nochmals den Eindruck verstärkt, mit Gordons „Medicus“ ein ganz besonderes Buch gelesen zu haben. Insgesamt ist „Der Medicus“ ein farbenprächtiges und lebendiges Historien-Epos, das Unterhaltung und Tiefgang sehr bemerkenswert in Einklang bringt und dabei sogar die eigene Wissbegierde weckt. Ein Klassiker des Genres, der auch nach einem Vierteljahrhundert immer noch seinen Platz in den Regalen der Buchhandlungen sicher hat.

  7. Cover des Buches Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (ISBN: 9783551557476)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

     (9.663)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico

    Dumbledores Tod hat den Krieg zwischen Voldemort und seinen Todessern sowie dem Widerstand neu entfacht.
    Vor seinem Tod hat Dumbledore Harry eine Aufgabe erteilt: Gemeinsam mit Ron und Hermine soll er Voldemorts verbliebene Horkruxe finden und zerstören. Die drei treten eine gefährliche Reise an, die ihre Freundschaft auf die Probe stellen wird.

    "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" von J.K. Rowling ist der siebte und finale Band der Harry-Potter-Reihe und wird bis auf das erste Kapitel aus der personalen Erzählperspektive des siebzehn Jahre alten Harry Potter erzählt.

    Ich bin jedes Mal wieder glücklich und auch ein wenig überrascht, wie gut mir dieser Abschluss gefällt!
    Es gibt so viele Reihen in meinen Regalen, wo ich die ersten Bände geliebt habe und dann mit hohen Erwartungen an den letzten Band herangegangen bin, der mich meistens einfach nur enttäuscht hat.
    Auch hier hatte ich damals sehr hohe Erwartungen, die aber komplett erfüllt wurden!
    Dieser Abschluss lässt mich sehr zufrieden zurück, denn für mich wurden alle wichtigen Fragen aufgeklärt und es gab wieder einige überraschende Wendungen!

    Ich mochte es sehr, dass wir mehr über Dumbledores Vergangenheit erfahren durften, aber auch die Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine hat noch mal eine ganz andere Ebene erreicht, denn sie mussten viele Hindernisse bewältigen und wurden oft auf die Probe gestellt.
    Es wurde den dreien nicht leicht gemacht, oft wussten sie nicht weiter, aber es war immer spannend, denn auch im letzten Band gab es wieder viel neues zu entdecken!

    Fazit:
    "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" von J.K. Rowling ist und bleibt ein absolut genialer Abschluss der Harry-Potter-Reihe!
    Er lässt für mich keine Fragen offen, es war immer spannend und konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite mitreißen und hat mich mehr als zufrieden zurückgelassen!

  8. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.926)
    Aktuelle Rezension von: Kemmi1969

    Dieser Roma entführt den Leser ins Japan der dreißiger Jahre. Anhand der Lebensgeschichte von Chiyo wird auf sehr eindringliche Art und Weise der Werdegang eines armen Fischermädchens zur erfolgreichen Geisha beschrieben. Dabei werden die damaligen Traditionen und Hierarchien sowie geschichtliche Einflüsse sehr detailiert erzählt. So werden zum Beispiel im Laufe der Geschichte die einzelnen Schichten eines Kimono genau erklärt, der Aufbau des Makeups beschrieben oder das Verhältnis einer Geisha zu ihrem Danna erläutert.

    Chiyo und Satsu sind zwei Mädchen von ca. 7 und 9 Jahren, die in sehr armen Verhältnissen in einem Fischerdorf aufwachsen. Die Mutter ist sterbenskrank und der Vater schon sehr alt. Um ihnen in irgendeiner Form die Zukunft zu sichern, werden sie  verkauft und getrennt in die Kaiserstadt Kyoto gebracht. Chiyo, die jüngere der beiden Schwestern, landet als Bedienstete in einer Okiya, dem traditionellen Heim einer Geisha.  Satsu trifft es dagegen noch härter. Sie landet direkt als Prostituierte in einem japanischen Freudenhaus. Aber auch für Chiyo beginnt ein hartes Leben. Die Hierarchien innerhalb einer Okiya sind ganz klar geregelt. Dabei ist die jüngste Bedienstete, die einmal vielleicht eine Ausbildung zur Geisha beginnen darf, das allerletzte Glied in der Kette. Hinzu kommen noch Neid und Missgunst sowie Geldgier, die Chiyos Leben fast unerträglich machen.

    Dieser Roman ist sehr einfühlsam aus der Sichtweise von Chiyo (später dann Sayuri) geschrieben. Ihr Schicksal berührt, egal ob aufgrund der Härte oder wegen der Rolle als Geisha in einer Männerwelt, wegen den Einflüssen des Krieges oder schlicht und ergreifend wegen ihrer Gefühlswelt. Für mich war dieser Roman unglaublich aufschlussreich und absolut lesenswert.

  9. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (437)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    ,,Einmal in diesem Leben möchte ich morgens aufwachen und verstehen, warum ein Mann eine Frau vergewaltigt. Ich möchte begreifen, warum Männer kleine Kinder ficken.‘‘ - Seite 242, Splitterfasernackt; Lilly Lindner

    In diesem Buch geht es um Lilly Lindner selbst, die mit sechs Jahren regelmäßig von ihrem Nachbarn missbraucht wird. Als sie dann dreizehn Jahre alt wird, rutscht sie in die Magersucht und fängt an zu hungern. Außerdem entwickelt sie Depressionen und fängt an sich selbst zu verletzen. Doch all das, scheint nicht zu helfen. Also beschließt sie ihrem Körper zu verkaufen, der lange nicht mehr ihr gehört…

    Ich finde es unfassbar schwierig, eine Rezension zu einer Autobiografie zu verfassen. Letztendlich ist es ja immer noch die Geschichte der Autor*innen und ich glaube nicht, dass man darüber urteilen kann. Ich möchte dennoch versuchen, meine Worte zu diesem Buch zusammen zufassen, denn dies war ein Buch, das mich unglaublich oft zum Weinen gebracht hat. Und nicht nur das, in vielen Punkten (ohne darauf näher einzugehen), die sie beschreibt, kann ich mich wieder finden.

    Lilly Lindner hat mit so einer grandiosen Sprache ihre grausame Geschichte zu Wort gebracht, was oft dafür gesorgt hat, dass ich an vielen Menschen und auch an das Vertrauen in die Menschen gezweifelt habe. Ich werde niemals verstehen können, dass Menschen so etwas kleinen Kindern antun können und ihnen somit ihre Kindheit, nein, ihr ganzes Leben rauben. Diese Dinge passieren heutzutage leider viel zu oft hinter verschlossener Tür & meistens bekommen wir all das gar nicht mit.

    Das ist ein Grund dafür, warum ich Lilly Lindner so bewundere. Ich finde, dass es eine Menge Mut, Stärke und Vertrauen braucht, um diese Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen. Erst einmal muss es furchtbar sein, all die Dinge aufzuschreiben, die ihr passiert sind, da man ja immer wieder beim Schreiben an all die Grausame Dinge denken muss. Außerdem finde ich es sehr mutig von Lilly Lindner, dass sie auch die Folgen dieser schrecklichen Tat beschreibt. Denn ich hoffe sehr, dass es manche Menschen vielleicht die Augen öffnen kann.

    Ich finde es so faszinierend, mit welchen Worten Lilly Lindner ihre Geschichte niederschreibt. Ihre Worte haben dafür gesorgt, dass ich weinen musste und oftmals das Buch aus der Hand legen musste, um einmal kurz durchzuatmen, bevor ich mich weiter diesen grausamen Dingen widme. Lilly Lindner benutzt so viele emotionale und gefühlvolle Worte, die einen so sehr in ihre Geschichte reinziehen. Lilly Lindner benutzt in diesem Buch Worte, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Und doch weiß man ganz genau, was die Autorin uns damit sagen möchte.

    ,,Splitterfasernackt‘‘ war für mich ein Buch, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Ich möchte anmerken, dass dieses Buch keine leichte Kost ist und man es nicht mal ,,zwischendurch‘‘ lesen kann. Dieses Buch ist tiefgründig und zeigt uns eine Welt, die viele Menschen gar nicht sehen wollen. Dafür bin ich Lilly Lindner ebenfalls dankbar, dass sie über diese dunkle Seite der Welt spricht. Ich möchte gerne auch noch ,,Winterwassertief‘‘ lesen und hoffe darauf, dass Lilly Linder in diesem Band endlich die Möglichkeit findet, mit all den Dingen etwas besser zu Recht zu kommen.

  10. Cover des Buches Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe (ISBN: 9783746633497)
    Michelle Marly

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

     (157)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Coco Chanel, eine Ikone die ihrem Namen alle Ehre macht, dieses Buch jedoch nicht.
    Das Cover ist schön gestaltet.

    Der Schreibstil ist schön und angenehm zu lesen, doch ich habe immer Probleme mit Michelle Marlys Anfängen. Ich brauche da so meine Zeit, um ins Buch reinzukommen. 

    Coco war mir nicht die sympathischste Person, sie wirkte manchmal so kalt und abweisend auf mich.
    Man konnte gut in die 20er Jahre von Paris eintauchen. Ihr Geliebter Dmitri, war sehr sympathisch. 

    Sie waren sehr süß zusammen, doch viel ist mir nicht in Erinnerung geblieben. Die Handlung zog an mir vorbei, es gab keinen Höhepunkt.

    Fazit

    Ein leichtes, süßes Buch für zwischendurch. 

  11. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (358)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Sehr interessant und aufschlussreich, ich fand es aber auch ein bisschen "einschüchternd", weil meiner Meinung nach klar wird, wie schwer es ist wirklich gut zu schreiben bzw. was man dabei alles falsch machen kann bzw. wie viel "natürliches" Talent man dafür braucht.

  12. Cover des Buches Bob und wie er die Welt sieht (ISBN: 9783404608027)
    James Bowen

    Bob und wie er die Welt sieht

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Die Geschichte um Bob, dem Streuner geht weiter. Auf 236 Seiten schildert Bowen neue Geschichten rund um den liebenswürdigen roten Kater Bob. Als "Arzt" während einer Krankheit, als Frühwarnsystem von Gaunern, als treuer Gefährte und vieles mehr sieht der Autor seinen pelzigen Freund an und nicht zuletzt den Grund für sein besseres Leben. 

    Das Buch ist natürlich nicht literarisch anspruchsvoll, sondern  was Leichtes für zwischendurch. Ich muss jedoch sagen, dass mir der erste Teil besser gefallen hat. Man fühlt sich zwar sehr zu Bob und seinen menschlichen Zügen hingezogen, allerdings erinnern viele Geschichten an das vorherige Buch. Schön finde ich, dass es viele Bilder von Bob und Bowen gibt. Von daher: kann man lesen, muss man aber nicht...

  13. Cover des Buches Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt (ISBN: 9783426519844)
    Mhairi McFarlane

    Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Reeda_Book

    Das Buch habe ich sehr  gern gelesen,  auch wenn es manchmal etwas langatmig war. Richtig gestört hat mich das offene Ende. Ich hasse es, wenn 540 Seiten lang eine Geschichte in epischer Breite erzählt wird, um dann am Ende mittendrin abzubrechen. Wenn ich mir als Leser selber ein Ende oder eine Geschichte ausdenken soll, lese ich kein Buch, sondern phantasiere einfach vor mich hin. Das plötzliche offene Ende hat mich dermaßen gestört, dass ich 2 Sterne abziehe für ein Buch, das ich bis dahin toll fand. 

  14. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.264)
    Aktuelle Rezension von: Aurora-C

    Dieses Buch sollte von jedem gelesen werden, vor allem von Jugendlichen.

    Man kann Christianes Absturz in die Drogenabhängigkeit durch ihr von Anfang an zerrüttetes Familienverhältnis miterleben. Schon mit 13 fängt sie an, Drogen zu nehmen und irgendwann landet sie dann sogar beim Heroin. Es ist ziemlich krass, dass sie und ihre „Freunde“ schon so früh in diese Szene abgerutscht sind.

    Das Buch und Christianes Lebensgeschichte wurde nach Tonbandaufnahmen der damals 15-Jährigen geschrieben, weshalb die Sprache auch sehr einfach gehalten ist. Die Geschichte wird nicht langweilig und eintönig, immer passiert etwas anderes.
    Durch diese Lektüre hat man einen guten Einblick auf das Leben eines Drogenabhängigen und die ganzen Gefahren, die so ein Leben mit sich bringt. Der Film hat mich etwas mehr von der Droge abgeschreckt, als das Buch, trotzdem hatte es auch seine Wirkung.

    Authentisch und nach einer wahren Geschichte. Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter!

  15. Cover des Buches Frida Kahlo und die Farben des Lebens (ISBN: 9783746635910)
    Caroline Bernard

    Frida Kahlo und die Farben des Lebens

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Paulikeks

    3,5

    Historische Romane sind eine absolute Seltenheit für mich, deshalb war ich dankbar mir dieses Buch leihen zu können. Einfach um es mal zu versuchen. Deshalb bin ich ganz ohne Erwartungen und auch ohne Vorwissen bezüglich Frida Kahlo an dieses Buch herangegangen.

    Mir hat das Buch auf jeden Fall Spaß gemacht. Es wurde flott erzählt, man hat ein gutes Bild von Mexiko bekommen und auch wie die Perspektive auf beispielsweise Paris oder New York ist, wenn man nicht westlich geprägt ist. Ich konnte zumindest sehr gut nachvollziehen warum Frida New York nicht mochte, sondern lieber zurück in ihr buntes, warmes Heimatland wollte.

    Was mich leider gestört hat war die sehr sehr schnelle Entwicklung Fridas. Sinneswandel fanden auf einer halben Seite statt. Da wurden Entscheidungen getroffen und über das Leben und Veränderungen reflektiert was bei den meisten Menschen Wochen und Monate dauert. Zu erkennen, dass man in einer toxischen Beziehung lebt und das so nicht mehr will passiert meist nicht in wenigen Minuten. Vor allem nicht mit einem klaren Bild davon wie die Veränderung aussehen soll. Diese viel zu schnellen, plötzlichen Sinneswandel haben sich leider durch das ganze Buch gezogen. Ich konnte allerdings drüber hinwegsehen und habe es einfach hingenommen, dass es kaum Platz für eine nachvollziehbare Entwicklung Fridas gab.

    Ich hatte ebenfalls das Gefühl, dass die Konflikte sich über das ganze Buch stetig wiederholt haben. Das mag in der Realität auch so gewesen sein, allerdings wurde es repititiv über die fast 400 Seiten. Zumal das Buch nicht mit dem Ableben Fridas endet, man hätte also den Fokus auf ihr Liebesleben etwas verschieben können und statt die ewig gleiche Diego-Problematik mehr von ihrem Leben später zeigen können. Denn der Fokus lag hauptsächlich auf der Beziehung zu Diego, die ab einem gewissen Punkt für mich nicht mehr nachvollziehbar war. Geschichte ist aber nun einmal Geschichte. Daran, dass sie zusammen waren, obwohl es viele Probleme gab kann man in einem solchen Roman nichts ändern.

    Insgesamt hat es mir aber wie gesagt Spaß gemacht. Ich habe sicher einen sehr modernen und feministischen Blick auf diese Beziehung. So weit war man zu der Zeit noch nicht, das kann ich schlecht kritisieren. Von daher: Eine schöne Lektüre zum Weglesen, aber kein Must Read.

  16. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (518)
    Aktuelle Rezension von: Zitronenvogel

     „Der Wolkenatlas“ verbindet sechs Geschichten in verschiedenen Genres, die zu verschiedenen Zeiten spielen und von verschiedenen Menschen handeln.

    Auf den ersten Blick haben die Handlungsstränge nicht viel miteinander zu tun – ein Notar schreibt 1859 auf einer Schiffreise Tagebuch, ein älterer Verleger hat 2012 Probleme mit Kriminellen und Verwandten, die letzten Überlebenden der Menschheit laufen 106 Jahre nach dem Fall durch eine postapokalyptische Welt.

    Nach und nach wird jedoch deutlich, dass alles verknüpft ist: die Entscheidungen jedes Protagonisten haben Einfluss auf seine Nachfolger und werden selbst von der Vergangenheit oder Zukunft beeinflusst. Das genaue Ausmaß der Verbindungen bleibt unklar. Ob und wie viel Übernatürliches im Spiel ist, kann jeder für sich entscheiden.

    Auch bestimmte Themen sind zeitübergreifend und ziehen sich durch das gesamte Buch: Freiheit in verschiedenen Formen und der Kampf darum, Ausbeutung, Betrug, die Suche nach der Wahrheit, das Füttern von Enten.

    Eine Folge der besonderen Struktur des Romans ist natürlich eine große Menge an Charakteren (die gerne auch erst nach einigen Hundert Seiten wieder auftauchen), darauf muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen möchte.

    Zudem ändern sich die Erzählart und der Schreibstil mit jeder Geschichte. Von Tagebucheinträgen und Briefen über Interviews bis hin zu Lagerfeuergeschichten bietet dieses Buch erzähltechnisch alles. Je nach Vorliebe kann man das als Vor- oder Nachteil ansehen. Meiner Meinung nach hilft es, in jeder neuen Geschichte „anzukommen“ und bietet Abwechslung, auch wenn ich den postapokalyptischen Dialekt in der letzten Geschichte ehrlich gesagt etwas anstrengend fand.

    Wenn man von den vielen Charakteren und der Idee an sich nicht abgeschreckt ist, ist „Der Wolkenatlas“ sehr zu empfehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man mindestens eine oder zwei (am besten natürlich mehr) Geschichten sehr genießen und wenn man dann noch die einzelnen Elemente verbindet, ergibt sich ein Gefühl, als hätte man erfolgreich ein interessantes Puzzle zusammengefügt.

  17. Cover des Buches Herzfaden (ISBN: 9783462052565)
    Thomas Hettche

    Herzfaden

     (127)
    Aktuelle Rezension von: ysmn

    Ein Mädchen besucht seinen Vater am Wochenende in Augsburg. Bei einem Besuch in der Augsburger Puppenkiste entdeckt sie eine Tür und findet sich plötzlich in einem Raum mit lauter Marionetten wieder, die zum Leben erwachen. Als inmitten der Puppen auch noch Hatü, oder Hannelore, die Tochter des Begründers Walter Oehmichen auftaucht, vermischen sich Zeit und Raum. Gegenwart und Vergangenheit treffen aufeinander, werden lebendig und zusammen mit dem kleinen Mädchen wird der Leser in die Zeit der Gründung des bekanntesten deutschen Marionettentheaters entführt.

    Die Augsburger Puppenkiste wird während des Zweiten Weltkriegs ins Leben gerufen, inmitten von Zensur, Luftangriffen, Tod und Grauen. Die Familie Oehmichen glaubt an die Bedeutung der Kultur und des Theaters, ist regelrecht beseelt von ihr, spielt erst im eigenen Wohnzimmer und lässt sich auch durch den Verlust und die Zerstörung von Material und Spielstätte nicht unterkriegen oder aufhalten.

    Thomas Hettche hat mit “Herzfaden” ein Stück deutscher Theater- und Kulturgeschichte zum Leben erweckt. Der Roman ist eine Hommage an die Kunst des Puppenspielens, eine Hommage auch an all jene Menschen, die gegen widrige Umstände kämpfen, um Kultur zu ermöglichen und um die Vielfalt der Kultur zu bewahren. Der Roman geht zurück bis an die Anfänge und ermöglicht so einen Blick in die Geschichte des Erfolgstheaters, das die meisten Leser wohl hauptsächlich mit den Fernsehausstrahlungen in Verbindung bringen.

    Der Roman ist ein großes Vergnügen, ist lehrreich und unterhaltend zugleich. Er entwickelt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.
    Erschienen ist das Buch nun bei btb im Taschenbuchformat und all diejenigen Leser, die es noch nicht im Regal stehen haben, sollten endlich dazu greifen. Es lohnt sich!

  18. Cover des Buches Der letzte Satz (ISBN: 9783446267886)
    Robert Seethaler

    Der letzte Satz

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Mit sehr feinem Pinsel oder -in der Sprache der Musik formuliert- kammermusikalisch sparsam schildert Seethaler die letzte Fahrt Gustav Mahlers mit dem Schiff aus Amerika Richtung Europa. Bei dieser Fahrt flackern bei Mahler Erinnerungsbilder auf, gute und schlechte, ferne und nahe, berufliche und persönliche. So gelingt Seethaler in dieser Miniatur Seite für Seite das Bild einer sensiblen Seele zu entwickeln.

  19. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (896)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Den Film habe ich vor acht Jahren gesehen, ein paar Jahre hatte ich das Buch auf englisch zuhause, bis ich entschieden habe, dass ich es auf englisch nicht lesen werde, und nun hab ich es endlich auf deutsch gelesen (SPOILER).

    Das fand ich gut:

    Elizabeth Gilbert praktiziert Yoga und meditiert, was ich beides auch sehr gerne tue. In diesem Buch spiegelt es sich dadurch wieder, dass es insgesamt 108 Geschichten gibt, so viel, wie es Perlen an der indischen Gebetskette Mala gibt. Da sie drei Länder bereist hat, sind diese schön aufgeteilt in je 36 Geschichten pro Land. Das lässt beides mein Herz höher schlagen und das Buch hatte mich schon ein bisschen, bevor ich überhaupt angefangen hatte zu lesen. Ich hatte allerdings etwas Sorge, da sie es als Geschichten betitelte, dass es eigenständige Kurzgeschichten sind. Dies hat sich nicht bewahrheitet, es ist trotzdem ein fließend zu lesender Roman. 

    Die einzelnen Teile waren unterschiedlich stark. Im Vergleich hat mir Italien am besten gefallen. Sehr schön wird die Vorgeschichte eingebunden, denn ihre Reise begann schon vorher hie und da im Alltag. Dabei geht es nicht nur ums Reisen selbst, sondern wir lernen viel über sie selbst kennen. Das spiegelt sie reflektiert und ehrlich. Im Teil von Indien und auch von Indonesien gibt es sehr viel Yogawissen und Spiritualität, was mir sehr gefiel. Egal in welchen Teil, man lernt einfach sehr viel über das jeweilige Land. 


    Das fand ich nicht so gut: 

    Vor allem Indien ist zweitweise sehr anstrengend. Sie geht durch viele Tiefen, das macht es aber wiederum authentisch, denn für sie war das sicherlich auch anstrengend. Was ich insgesamt auch anstrengend fand, war, dass jedes Mal, wenn sie neue Leute kennenlernt, ihre gesamte Lebensgeschichte über mehrere Seiten erzählt wird. Das machte das Lesen zeitweise zäh und passte nicht so richtig in die Geschichte. 


    Fazit: Dieser Roman hat manche zähen Stellen, dennoch find ich das Wissen, was in ihm steckt, sehr wertvoll und die Geschichte insgesamt gut. 


    Behalten oder weg? Auf jeden Fall bleibt das Buch. Ich werde es bestimmt immer mal wieder rausnehmen zum nachschlagen/nachschauen. 

  20. Cover des Buches Hippie (ISBN: 9783257070491)
    Paulo Coelho

    Hippie

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Jenny_Fabienne

    Das Buch hat auf jeden Fall seine Längen und Passagen an denen man ein paar Seiten vorspulen möchte, jedoch lohnt es sich diese Passagen durchzuhalten. 

    Man findet viele Informationen darüber wie Hippies damals gelebt haben, wie die Zeit generell war. Es wird sich viel mit Spiritualität auseinander gesetzt und es ist wahnsinnig spannend von Paulo Coelhos persönlichen Erfahrungen zu hören.

  21. Cover des Buches Daisy Jones and The Six (ISBN: 9783550200779)
    Taylor Jenkins Reid

    Daisy Jones and The Six

     (154)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Daisy Jones ist jung, schön und hat eine tolle Stimme. Als sie zum ersten Mal mit The Six auftritt, ist das Publikum von ihr und dem Leadsänger Billy verzaubert. Was sie nicht wissen: Nicht nur auf der Bühne sprühen die Funken …

    Als ich das Buch zuerst zu lesen begann, war ich verwirrt und überrascht. Zum einen dachte ich, das Buch sei wirklich eine Art Biografie, bis ich nach einer kurzen Recherche herausfand, dass es doch nur Fiktion war. Und zum anderen dachte ich mir: Zieht sich das mit dem Interviewformat durch das gesamte Buch?

    Ja, das tut es. Und es gehört zu den originellsten Geschichten, die ich je gelesen habe.

    Man lernt die Charaktere nicht unbedingt durch ihre Handlungen und Gedanken kennen, sondern mehr aus Erzählungen, aus der Art wie sie ihre Sätze formulieren, auf was sie Wert legen. Aber vor allem auch, wie andere auf sie zu sprechen sind. Alle Personen in dieser Geschichte sind so wahnsinnig authentisch, weil sie einfach reden. Manchmal sagt man Dinge, die man nicht sagen sollte, manchmal behält man Entscheidendes für sich. Das ist das, was auch sofort Spannung in der Geschichte aufgebaut hat. Etwas lag in der Luft, um das irgendwie alle herumredeten.

    Daisy Jones hat Vieles durchgemacht – was man ihr auch anmerkt. Trotzdem erzählt sie ihre Lebensgeschichte nicht einfach so. Sie macht Witze an Stellen, die ihr unangenehm sind, braucht Füllwörter, wenn sie ein Thema ganz schnell hinter sich bringen möchte. So ergeht es auch den Mitgliedern von The Six. Ich habe ihnen alles geglaubt und tauchte für einige Momente in ihr Bandleben ein.

    Als es auf das Finale zuging, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Diese Nervosität, die von allen ausging, war kräftezerrend. Es wirkte so, als flüsterten sie die Worte der Interviewerin zu. Ich kann nicht aufhören zu betonen, wie echt alles gewirkt hat.

    Zum Schreibstil kann ich also nicht allzu viel sagen, weil einfach jede Figur ihrer Sprache entsprechend geredet hat, was ich sehr bewundere. Auch wenn die Orte nur aus ihren Erzählungen entstanden, kam Atmosphäre auf: Ich konnte mir die Bühne vorstellen, vor der Tausende Menschen jubelten und kreischten. Ich konnte mir den unordentlichen Tourbus vorstellen – einfach unglaublich.

    Die Gefühle erreichten mich: Die Trauer und Verzweiflung oder auch die Aufregung und Nervosität. Es war emotional – die schönen und traurigen Momente des Bandlebens wurden hier aufgezeigt.

    Diese Geschichte war abwechslungsreich, originell und einfach nur toll!

    Fazit
    Dieses Buch begeistert mit der originellen Idee und der unglaublichen Umsetzung dieser. Während der Interviews beweist die Autorin, dass jede Figur ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Ansichten und ihre eigene Erzählweise hat, sodass man als Leser:in gar nicht anders kann, als sich zu fragen, ob diese Personen nicht doch existiert haben. Dazu kommt, dass so viel Leidenschaft und Emotionen in der Geschichte sind, dass man sie einfach nicht aus der Hand legen kann.

  22. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (465)
    Aktuelle Rezension von: LesePinguin

    Ich wollte ein richtig gutes Sci-Fi-Buch lesen und bin bei der Recherche immer wieder auf "Der Wüstenplanet" gestoßen.

    Das erste Kapitel hat mich sofort erwischt und ich war hin und weg. Sah mich schon alle Bücher der gesamten Reihe lesen und ab Kapitel zwei dann due Ernüchterung. Es wurde von Seite zu Seite langweiliger, vorhersehbarer (und mich kann man eigentlich auch mit bekannten Wendungen überraschen...) und gleichzeitig verwirrender. Dinge, die mich interessierten (wie leben die Menschen dort wirklich) wurden nur am Rand erwähnt und dafür bekam ich endlose Beschreibungen von Politik.

    Und leider war auch der Science Fiction Aspekt für mich nicht ganz ausreichend. Es war mehr ein Fantasy-Märchen (was nicht schlecht ist) aber unter Sci-Fi verstehe ich etwas anderes. Das kann aber auch einfach meine falsche Erwartung gewesen sein.

    Ich habe mich fast durchgehend gequält und immer wieder ausgerechnet wie viele Seiten ich noch habe. Da es aber so ein Klassiker ist, wollte ich es auch nicht abbrechen. Die zwei Sterne für die Grundidee und die schönen Ansätze. Vor allen wenn man das Erscheinungsjahr mit berücksichtigt.


  23. Cover des Buches Ein Geschenk von Bob (ISBN: 9783404608461)
    James Bowen

    Ein Geschenk von Bob

     (178)
    Aktuelle Rezension von: Mandthebooks
    Rezension: (kann Spoiler enthalten)

    Wie bereits Band 1 und 2 war auch diese Buch einfach phänomenal!
    Ich hatte es mir extra so eingeplant, dass ich es in der Weihnachtszeit lesen kann und mich auch schon tierisch darauf gefreut. Ich wollte so gerne noch ein bisschen mehr von der süßen, kleinen roten Katze erfahren und das durfte ich ja dann auch.
    Viel sagen will ich gar nicht mehr, dass fällt mir bei Highlights tatsächlich schwer, wenn ich wirklich etwas schreiben will, dass auch Inhalt hat;)
    Aber eines kann ich euch definitiv sagen: Die schönen und schlechten Momente in diesem Buch konnten wir gemeinsam mit den Beiden erleben und ich habe richtig mitgefiebert, immer an ihrer Seite gebangt, dass doch alles gut wird.
    Leider gibt es nun kein Buch mehr über die Erlebnisse der Beiden und darüber bin ich ehrlich traurig. Diese Reihe war so toll mit all den Höhen und Tiefen, die das Leben der Zwei hatte und ich bin froh, sie zumindest beim Lesen begleiten zu dürfen.
    Nicht nur dieser Band, sondern die ganze Reihe sind definitiv Lebenshighlights und ich werde sicher noch einmal zu James und Bob zurückkehren.


    5 Sterne
  24. Cover des Buches Panthertage (ISBN: 9783944296937)
    Sarah Elise Bischof

    Panthertage

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Torsten_Gruenke

    Die Protagonistin Sarah gibt einen ausführlichen Einblick in ihr momentanes Leben als Frisch-Arbeitslose, Hoffnungslos-Verliebte und Epilepsieerkrankte. Im Münchener Großstadtdschungel gefangen, erzählt die 30-Jährige wie sie ihren Alltag mit der Krankheit gestaltet und angenehme Zeiten mit der Freundin Lena und Hund Maja verbringt. Nebenbei sorgt sie sich um einen neuen Job, der ihr nicht allzu leicht geschenkt wird, und die Beziehung zu Stefan, den sie neu kennengelernt hat. Der beste Freund Jakob hingegen steht ihr an jeder Stelle helfend zur Seite ...

    Das Buch handelt primär von der Epilepsieerkrankung des Protagonistin Sarah und gleichzeitig der Autorin. Das biografisch angehauchte Werk lässt den Leser in eine ungewöhnliche, manchmal erschreckende Welt eintauchen, die sonst nur den Betroffenen vorbehalten ist. Ausdrucksstark und wortgewandt werden wissenschaftliche Fakten im Hinblick auf die eigene Krankheitsgeschichte dargestellt und in einer Geschichte verpackt, die zu jedem Zeitpunkt fesselt. Der ironische Humor lockert dabei die erdrückende, düstere Ernsthaftigkeit teilweise auf. Freundschaft, Liebe und Alltagsthemen wie die Jobsuche werden ebenso behandelt und lassen den epilepsieunerfahrenen Leser in die Thematik einsteigen und mitfühlen.

    Eine äußerst empfehlenswerte Begegnung mit einer unterschätzenden Krankheit!


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