Bücher mit dem Tag "biographien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "biographien" gekennzeichnet haben.

153 Bücher

  1. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.245)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Da ich das Buch leider nicht in Deutschunterricht gelesen und dennoch viel Gutes darüber gehört habe, wollte ich es unbedingt lesen.

    Dieses Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre in allen Schulen sein. Die Message von Christianes Geschichte ist so stark und überwältigend. Ich habe das Buch gestern gelesen und es beschäftigt mich noch immer.

    Drogensucht generell ist schon an sich ein sehr hartes Thema, Drogensucht bei Kindern jedoch ist noch 100 Mal erschreckender... Aber genau dieses Abschrecken brauchen manche Kinder wirklich, um gar nicht erst auf die Idee zu kommen mit den Drogen anzufangen. 

    Ich bin (im Gegensatz zu bestimmt vielen anderen) prinzipiell gegen Drogen aller Art und denke auch, dass man anhand Christianes Beispiel sehen kann wie schnell man vom Kiffen zum Fixen kommen kann ... Und das ist leider oft die traurige Realität.

    Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen, gerade weil man es so schwer verarbeiten und verdauen kann! 

  2. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  3. Cover des Buches Bella und Edward: Die Welt von Bella und Edward (ISBN: 9783551312211)
    Stephenie Meyer

    Bella und Edward: Die Welt von Bella und Edward

     (247)
    Aktuelle Rezension von: Geschichtenleserin

    Das ist ein tolles Buch für aller Twilight-fans! Man erfährt sehr viele Hintergründe. Zudem gibt es zu jedem übernatürlichen Charakter einen Steckbrief samt Bild und Beschreibung der Hintergrundgeschichte. Es ist sehr zu empfehlen.

  4. Cover des Buches Fucking Berlin (ISBN: 9783548374963)
    Sonia Rossi

    Fucking Berlin

     (580)
    Aktuelle Rezension von: ReadingLikeCarrie

    Bei diesem Werk hatte ich zuerst den Film gesehen und dann die Erwartung gehabt, dass das Buch im Grunde genauso ist wie der Film. Pustekuchen! Im Buch geschehen so viele Dinge, die im Film gar nicht vorkommen und die eigentlich hätten inkludiert werden müssen, damit man die Protagonistin noch besser versteht.

    Die Szenen, die sich in der Geschichte abspielen, sind keine leichte Kost und doch sind sie so geschrieben, dass sie weniger erotische Schwingungen senden als ein New Adult Buch das macht. Das mag zwar schwer vorstellbar sein, da die Protagonistin eine Teilzeit-Hure ist, aber es ist eben dies: ein Job, um sich und ihren Mann (später auch ihr Kind) über die Runden zu bekommen und sich gleichzeitig ihrem Mathematik-Studium widmen zu können. Mehrere Schicksale kommen vor. Nicht immer basieren die auf einer eigenständigen Entscheidung wie es bei der Protagonistin der Fall war.

    Das Cover finde ich auch sehr gelungen. Es ist die billige Leuchtschrift, die man in so vielen Schaufenstern zu sehen bekommt, die dem Titel etwas Plakatives geben, ohne dass man Personen oder Schauplätze zeigen muss.

    Insgesamt ist "Fucking Berlin" ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch, das sich sehr flüssig liest und zu Diskussionen anregt. 

  5. Cover des Buches 34 Meter über dem Meer (ISBN: 9783446238633)
    Annika Reich

    34 Meter über dem Meer

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Sarlascht
    Inhalt: Horowitz, ein Meeresbiologe der noch nie das Meer gesehen hat, möchte aus seiner gewöhnten Umgebung ausbrechen und hängt deswegen Zettel aus, an denen er anbietet, seine Wohnung zu tauschen. Ella hat gerade ihr Studium beendet, steht kurz vor ihrer ersten festen Arbeitsstelle und hat das Gefühl, mehr ein Verwirrspiel als ein Leben inne zu haben. Sie stößt zufällig auf die Wohnungstauschzettel und erhofft sich durch diese ungewöhnliche Methode mehr Klarheit für sich, ihre Liebe und ihr Leben. Die beiden tauschen ihre Wohnung und lernen dadurch nicht nur neue Bekanntschaften kennen, nein, sie kommen sich selbst auch wieder viel näher. . Meine Meinung: Die Idee hinter dem Buch klingt durchaus interessant, einfach mal aus deinem eigenen Leben hinausschlüpfen und ein anderes ausprobieren, schauen, ob man vielleicht in einer anderen Umgebung, sich auch ein wenig selbst verändert. Die Charaktere tun es, sie verändern sich stätig im Laufe des Buches, was vermutlich daran liegt, dass sie in ihrer neuen Wohnung, auf Bekannte des anderen stoßen, neue Verbindungen knüpfen, die ihr Leben positiv beeinflussen. . Was ich ein wenig Schade fand war, dass die Zwei, oder zumindest der Meeresbiologe, der noch nie das Meer gesehen hat, zwar kauzig klingen, aber nicht wirklich so rüberkommen. Ella war nett beschrieben, sie ist einen in ihren großen und kleinen Sorgen schnell vertraut und auch sympathisch, Horowitz dagegen, man liest von seinen Eigenarten, kann sich aber darüber nicht wirklich ein klares Bild machen, weil einfach doch das Facettenreichtum, meiner Meinung nach, nicht wirklich ganz ausgeschöpft wurde. Er bleibt, so eigenen wie er sein mag, relativ farblos und damit ausdruckslos. . „Glaubst du, dass ich mir was vormache, dass ich mir das Leben schönrede? Wenn das Leben nur das ist, was ich daraus mache, dann ist Schönreden vielleicht gar kein Problem, dann ist es vielleicht sogar das Beste, was man machen kann; aber wenn es doch noch ein anderes Leben gibt, eines, in dem es Wahrheiten gibt, die mit meiner Sicht der Dinge nichts zu tun haben, dann verstelle ich mir das Leben, indem ich es mir schönrede, dann lebe ich daran vorbei – und das ist das Letzte, was ich möchte.“ (Seite 198) . Ellas Leben dreht sich sehr stark um die Beziehung zu Paul, von der sie selbst noch nicht sicher ist, was sie davon halten kann, das heißt, man hat immer wieder ein paar romantische Elemente eingeflechtet, wobei man mit der Protagonisten auf der Seite steht, nicht zu wissen, wie sich die Geschichte entwickelt. Generell ist es schwierig zu wissen, wohin sich Ella sowie Horowitz entwickeln, weil es immer wieder diese kleinen Überraschungsmomente und Wendungen gibt, die man sich gar nicht erwartet hat. Diese Erzählweise hält die Spannung gut und durchgehend aufrecht. . Mein Leben fühlt sich an wie die Antwort auf eine Frage, die ich nicht kenne. (Seite 45) . Neben den positiven und negativen Gesichtspunkten, bleibt mir nur zu sagen, dass die Geschichte nett ist, mehr allerdings nicht. Der Schreibstil ist gut gewählt, lässt einen dranbleiben und wissen wollen, wie die Leben der Zwei sich entwickeln, allerdings ist nichts wirklich so herausstechend, dass es das Buch zu etwas besonderen machen würde. Sicherlich kann man das Buch lesen, so als kleine Lektüre zwischendrin, aber mehr als nett kommt mir dafür letztlich nicht in den Sinn. . Fazit: Eine nette, kurzweilige Geschichte, über das ausbrechen aus alten Mustern.
  6. Cover des Buches Die wahre Geschichte der Geisha (ISBN: 9783548261867)
    Mineko Iwasaki

    Die wahre Geschichte der Geisha

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Klappentext: „Mineko Iwasaki war mehr als ein Jahrzehnt Japans berühmteste Geisha. Mit ihrer Autobiographie enthüllt sie nun als erste Geisha in der dreihundertjährigen Geschichte der Karyukais die Geheimnisse ihres Standes. Es ist der ergreifende Bericht einer Frau, die nie eine Kindheit hatte. Ihre Geschichte inspirierte Arthur Golden zu seinem Bestsellerroman „Die Geisha“.

    Worum es also geht, wird beim Lesen des Klappentextes deutlich. Die berühmteste Geisha Japans lüftet das große Geheimnis um das Leben ihres Standes. Wir erfahren, wie Masakos erste Lebensjahre bei ihren Eltern verlaufen, und wie sie im zarten Alter von drei Jahren von der Eigentümerin eines der berühmtesten Geishahäuser Kiotos, der Okiya Iwasaki, entdeckt und zu ihrer Nachfolgerin auserkoren wurde. Die kleine Masako (wie Mineko Iwasaki eigentlich heißt) weiß noch nicht, wie sie das alles einordnen soll, aber bald entscheidet sie sich zum Haus der Iwasaki zu gehören. Dazu sei gesagt, dass Mädchen, die sich entscheiden, eine Geisha zu werden, nicht mehr bei ihren Eltern leben und in dem Geishahaus dann von einer anderen Geisha adoptiert werden und einen neuen Namen erhalten. Sie haben also keinen wirklichen Kontakt mehr zu ihren leiblichen Eltern. Sie nimmt also die Ausbildung zur Geisha auf, eine wirklich harte und qualvolle Ausbildung, in der sie nonstop über ihre Grenzen geht. Selbst ihre Gesundheit leidet darunter. Aber für den Erfolg und ihr ehrgeiziges Ziel, die Nummer Eins zu sein, gibt sie alles. Sie schläft kaum, steht ständig unter Strom, hetzt von einem Termin zum anderen, bis ihr Körper streikt. Und trotzdem steht für sie immer der Ruf ihrer (Geisha-) Familie im Vordergrund und sie macht weiter.

    Wir erfahren, wie das Leben unter den Geishas in der Okiya abläuft, was für Investitionen sie in ihre Arbeit stecken, wie hart sie für ihre Auftritte trainieren und wie streng dieses Leben abläuft; ein Leben, das nicht frei von Neid und Missgunst ist. Man merkt, dass Mineko mit zunehmendem Alter immer mehr versteht, wie die Abläufe in der Okiya sind und dass sie das alles überhaupt nicht glücklich, sondern sogar krank macht… Und so nimmt sie die Planung ihrer Auftritte selbst in die Hand und setzt sich immer stärker dafür ein, dass sich im Leben aller Geishas etwas ändern muss. Nachdem sie die neue Eigentümerin der Okiya geworden ist und so manchen Schicksalsschlag erlebt hat, entschließt sie sich schlussendlich für ein Leben, das sie glücklich macht.

    Mineko erzählt von diesem Leben ganz unverblümt, wie sie es empfunden hat und was sie dazu bewogen hat, dieses Leben zu leben und auch wieder aufzugeben.  Sie beschreibt, wie erfolgreich sie war; UNERSÄTTLICH trifft es wohl eher, denn alle Kunden wollten nur noch SIE sehen. Aber auf welche Kosten, frage ich mich? Und war es das wert?

    Ich fand diese Biografie, sehr spannend. Und entgegen meiner Sorge, weil da so viele japanische Begrifflichkeiten vorkommen, habe ich es flüssig lesen können. Für den Fall der Fälle wurde sowohl in der Geschichte selbst gleich die Übersetzung geliefert, als auch am Ende des Buches auf ein paar Seiten die „Vokabeln“ zusammengefasst 😉
    Es war recht interessant und ich fand, dass man wirklich einen sehr offenen und ehrlichen Einblick bekommen konnte, wie hart die Ausbildung zur Geisha ist und wie schwer sie es haben, selbst wenn die Ausbildung abgeschlossen ist. Oft habe ich gedacht „Oh man, das könnte ich gar nicht. Sie verlässt ihre Eltern, die sie vergöttert, weil sie bei den Geishas tanzen kann. Aber sie macht sich kaputt für diesen Job.“ 
     
    Den Schreibstil fand ich für eine Autobiografie angemessen. Es war gut verständlich, durch die Übersetzungen und es ist natürlich aus der Ich-Perspektive erzählt, was ja bei einer Autobiografie Sinn macht. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir viele Sachen, selbst wenn Mineko sie so offen gelegt hat, gar nicht vorstellen kann, dass es so was in einer Gesellschaft wirklich gibt. Aber dem ist wirklich so…
    Alles in allem fand ich diese Biografie sehr lesenswert. Und mit diesem Hintergrund werde ich mir „Die Geisha“ von Arthur Golden zulegen. Ich vergebe hier 🌟🌟🌟🌟
  7. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (647)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  8. Cover des Buches Hinter dem Schleier der Tränen (ISBN: 9783548364797)
    Choga Regina Egbeme

    Hinter dem Schleier der Tränen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: gst
    Choga Regina Egbeme starb am 25 Juli 2003 mir nur 27 Jahren. In insgesamt drei Bänden schildert die Tochter einer Deutschen und eines nigerianischen Sektenführers ihr ereignisreiches Leben. Geboren in einem Harem im nigerianischen Lagos („Hinter goldenen Gittern“ Ullstein 2001) hatte sie eine schöne Kindheit, die durch eine Zwangsverheiratung mit einem 30 Jahre älteren Mann nach 16 Jahren schlagartig endete.

    Im zweiten Band („Die verbotene Oase“ Ullstein 2003) schildert die an Aids erkrankte junge Frau, die inzwischen eine Lehre als Heilerin absolvierte, wie sie sich mit Mitbetroffenen eine neue Heimat auf der Farm ihrer Mutter in Zentralnigeria aufbaut. Diese wird jedoch von der islamischen Nachbarschaft, die für die Einführung der Scharia kämpft, bedroht.

    In diesem, dem dritten Band, erzählt die Autorin, deren Tätigkeit als Heilerin durch ihre fortschreitende Erkrankung in Frage gestellt wird, vom Leben mit ihrem geliebten Sohn Josh, der nur sieben Jahre alt werden durfte. Nachdem ich die beiden Vorgänger mit großem Interesse gelesen hatte, wollte ich mir auch dieses Buch zu Gemüte führen.

    Sicher darf man von dieser Autobiografie kein literarisches Meisterwerk erwarten. Doch was die Autorin in gut lesbarer Sprache über ihr Leben erzählt, entführt in eine Welt, die sich durchaus lohnt, kennengelernt zu werden. Ihr Glaube an die „Mutter Erde“ und deren Gaben zeugt von tiefen Einsichten in die Natur.

    Leider hat mich die erste Hälfte dieses Buches nicht mehr so in seinen Bann gezogen wie seine Vorgänger. Doch das verzweifelte Ende machte mich noch einmal sehr betroffen.
  9. Cover des Buches Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud (ISBN: 9783442424214)
    Jean P. Sasson

    Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud

     (114)
    Aktuelle Rezension von: makama
    Sultana ist als Prinzessin geboren, sie gehört einem mächtigen Königshaus an, aber Freiheit hat sie nicht, in einem Land in dem Mädchen nichts sind und nur männliche Nachkommen zählen.
    Sultana berichtet vom Leben hinter dem saudischen Vorhang...
    von einem Leben in unerermesslichen Reichtum, aber ohne wirkliche Liebe, vom Vater verachtet, sie ist ja nur eine von vielen Töchtern.
    Sultana, der Name ist ein Pseudonym, denn ihren wirklichen Namen darf sie nicht nennen, wird 1956 als 10. Tochter geboren, die Familie gehört zur saudischen Königsfamilie.
    Sie berichtet davon, dass Mädchen und Frauen keine Rechte haben, sie dürfen nur tiefverschleiert und nie allein das Haus verlassen....
    Die meisten werden schon, kaum dass ihre Monatsblutung eingesetzt hat verheiratet - häufig auch  mit Männern, die ihre Großväter sein können....
    und die können mit ihren Frauen machen was sie wollen - eine Scheidung aus Sciht der Frau ist kaum möglich - hingegen kann sie der Mann schon wegen Nichtigkeiten verstoßen.....
    Sulatanas Schwester muss das bitter erfahren...
    Sultana hat da etwas mehr Glück.....
    Junge Frauen und Mädchen werden wegen geringster moralischer  Vergehen aufs härteste bestraft ---- Junge Männer kommen ungeschoren davon......
    Das Buch ist bereits Anfang der 90iger  Jahre erschienen, also schon recht alt, trotudem glaube ich, dass es nach wie vor doch recht aktuell ist.
    Für Frauen und Mädchen hat sich in dem Land seit dem nicht wirklich viel verändert.
    Sie sind immer noch von ihren Männern, Söhnen oder Brüdern abhängig und dürfen kein eigenständiges Leben führen.
    Das musste ich vor einigen Jahren erfahren.... Stefan Bauer, der ein Jahr in Riad als ParaMedic gearbeitet hat, hat in seinem Buch "Der mit dem Scheich tanzt" davon berichtet.
    Sehr interessant fand ich auch den Anhgang, mit Auszügen aus dem Koran, den Begriffserklärungen, das Nachwort und die geschichtliche Chronologie.....
    Vom mir gibt es 4 Sterne für dieses Buch.




  10. Cover des Buches Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter (ISBN: 9783404613359)
    Karin Jäckel

    Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter

     (134)
    Aktuelle Rezension von: cat10367

    Dieses Buch ist für mich eine sehr tiefgreifende Erfahrung. Ich konnte es mir bisher nicht vorstellen, dass es so etwas wirklich gibt.

    Zu lesen, das ein Kind in so einem Millieu aufwachsen muss finde ich absolut schrecklich.

    Das Schlimmste an dem Buch ist für mich, das ihr niemand glaubt.

    Das Buch ließ mich sehr nachdenklich zurück und ich bin froh, das sie es geschafft hat ihn anzuzeigen. Nur was bedeutet dieses Urteil für Monika. Sie wird ein Leben lang an dieser Geschichte tragen und ihr „Vater“?

    Es ist insgesamt ein sehr sehr tief gehendes und bewegendes Buch. Nur zu empfehlen!

  11. Cover des Buches Gute Nacht, Zuckerpüppchen (ISBN: 9783499206146)
    Heidi Hassenmüller

    Gute Nacht, Zuckerpüppchen

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Shaaniel

    ❄️Rezensionsexemplar ❄️
    -Rowohlt rotfuchs Verlag zur Verfügung gestellt von Leonie Krey Pressereferentin-

    ❄️❄️❄️Gute Nacht, Zuckerpüppchen❄️❄️❄️

    Autorin: Heidi Hassenmüller
    Verlag: Rowohlt rotfuchs
    Preis: Tagebuch 6.99€    
    ISBN:978-3-499-20614-6

    4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐

    Hey ihr süßen 💕,
    Ich habe gerade dieses kleine Buch von Heidi beendet und möchte es wirklich weiter empfehlen.

    Sicherlich gibt es viele dieser Erfahrungsberichte, besonders in Form von Büchern,dennoch ist dieses Buch ein Muss für jeden, ganz besonders für Kinder ab 10 dem ich denke und finde das jedes Kind egal ob Mädchen ist Junge dieses Buch einmal lesen sollte.

    Es ist mir seinen 142 Seiten kurz, aber fesselnd geschrieben und ich denke das ist eine Seitenzahl die auch Büchermuffel nicht abschreckt.

    Soweit ich es richtig verstanden habe, hat die Autorin dies sonst als Kind erlebt und möchte mit diesem Buch auf etwas aufmerksam machen, was (wie ich schon des Öfteren geschrieben habe) jeden Tag auch der ganzen Welt passiert, ganz gleich welcher Kultur oder Schicht, sowie Religion man angehört es kann jeden treffen!

    ... Auch das Verhalten du Mutter macht einfach nur sprachlos und wütend, aber auch diese hat man schon oft genug gehört, wegschauen ist einfacher als zu helfen, leider!

    Ganz besonders gut hat mir gefallen, das am Ende des Buches noch Hilfestellen genannt werden, an die Kinder und Erwachsene sich wenden können!

    Ich bedanke mich sehr für dieses Buch bei Leonie Krey und wünsche in diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018 🎉🎆🎆🎆

    Passt auf euch auf! 💞💕

    Ganz lieben Gruß

    Sonja /Shaaniel 

  12. Cover des Buches Sie nannten mich >Es< (ISBN: B003VGVH3Y)
    Dave Pelzer

    Sie nannten mich >Es<

     (576)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven! Also gibt es hier einige Triggerwarnungen zu Kindesmisshandlung und Folter. 

    Dave Pelzer erzählt in seinem Roman "Sie nannten mich 'Es' - Der Mut eines Kindes zu überleben" autobiografisch seine erschütternde Geschichte, als er zwischen 4 und 12 Jahren alt war. Dabei greift er auf eine sehr einfache und teilweise kindliche Sprache zurück, um den Leser die Sicht eines Kindes/fast Jugendlichen besser vermitteln zu können. Das Buch ist sehr dünn, gerade einmal 150 Seiten, und dennoch ist es vollgepackt mit vielen Grausamkeiten, die er über Jahre hinweg erleben musste. Allerdings ist es kein Sachbuch und ist sehr weit davon entfernt. Es werden persönliche Erlebnisse geschildert, aber nicht (sozial-)psychologisch erläutert. Also ist es nicht informativ gestaltet und soll eher auf Kindesmisshandlungen hinweisen und die Augen öffnen und nicht die Ursachen oder/und Verhaltensweisen erklären.


    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch in einem Rutsch weg gelesen. Da es sehr dünn und sehr einfach geschrieben wurde war dies auch kein großes Problem. An vielen Stellen musste ich wirklich schlucken, als er die Folter-Spielchen seiner Mutter erläuterte. Und besonders unfassbar finde ich, dass es so viele bemerkt hatten oder bemerkt haben mussten - und keiner ist eingeschritten. Teilweise hat man bei den Folterungen sogar noch mitgemacht bzw. diese quasi unterstützt. Wirklich schrecklich! Außerdem mochte ich auch, dass das Buch sich nur auf die wichtigsten Ereignisse und Gefühle beschränkt und nicht zu viel Unnötiges erzählt und auf viele Wiederholungen verzichtet (Ich habe da leider auch schon schlechte Erfahrungen machen müssen bei "Ich will doch bloß sterben, Papa - Leben mit einer schizophrenen Tochter".). Zum Schluss gibt es dann noch als passenden Abschluss einige Informationen zum Thema Kindesmisshandlung.

    Ich kann das Buch nur empfehlen, wenn man sich stark genug dafür fühlt. Ich kann verstehen, weshalb diese Geschichte so an die Decke ging. Ich werde auf jeden Fall auch die anderen beiden Bücher von ihm lesen und bin gespannt, was er da zu erzählen hat.

  13. Cover des Buches Weltbewegerinnen (ISBN: 9783765507588)
    Claudia Filker

    Weltbewegerinnen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: TochterAlice

    Stark zu sein - das trauen sich nicht selten diejenigen, denen die Außenwelt es am wenigsten zutraut - die Armen, Schwachen, die Unterdrückten, die Kranken, diejenigen, die am Existenzminimum krebsen: ganz, ganz oft sind das Frauen, die von ihrer Umwelt bereits abgeschrieben wurden! Ganz oft aufgrund einer Körperbehinderung, aber auch wegen einer aussichtslosen Position im Alltag.

    "Ach, die.... die Arme, die schafft nichts" denken sich möglicherweise vorübergehende Passanten.

    Falsch gedacht: denn wer hat ein Kind auf einer Wildgans durch Schweden fliegen lassen und bekam dafür den Literaturnobelpreis, wer hat seinen Verlobten Dietrich Bonhoeffer bis in den Tod begleitet und zwar aufrechten Mutes im Bewußtsein, den wahren Weg zu gehen? Wer hat in jungen Jahren auf Bali eine Initiative gegen Plastiktüten gestartet und damit eine riesige Kampagne losgetreten? Ohne wen in seinem Team wäre Astronaut John Glenn nie, niemals zu seiner Erdumrandung aufgebrochen?

    Dies und vieles, vieles mehr haben Frauen bzw. Mädchen bewirkt, die glaubten und glauben: an sich selbst, an Gott und an die Zukunft. Auch wenn es oft kaum ein anderer tut.

    Hier liest man von vierzig Frauen, die es wagten, stark zu sein und damit Erfolg hatten! Auch wenn einige aus meiner Sicht nicht so gut wie andere in diesen Überblick passen, ist dies aus meiner Sicht ein sehr gelungenes Buch gerade auch für sehr junge Frauen bzw. Mädchen. Um ihnen zu zeigen, dass sie mutig sein sollen, sich was trauen! Viele ihrer Schwestern haben Unglaubliches erreicht. Ein schönes Geschenk bspw. zur Konfirmation.  

  14. Cover des Buches Die Tatortreinigerin (ISBN: 9783426785027)
    Antje Schendel

    Die Tatortreinigerin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Dany_Matthes
    Auch wenn das Buch eher wie eine Art Biografie geschrieben ist, fand ich es sehr spannend. Die Hintergründe wie sie überhaupt zu diesen Job gekommen ist, was sie denkt und einige Geschichten aus dem daraus entstehenden Altag machen den Inhalt des Buches aus.

    Was mich besonders an dem Buch gereizt hat war, dass alles real ist. Es sind keine erfundenen Krimis oder Thriller, sondern das Leben. Bzw. der Tod. Es greift ein Tabuthema auf. Ich denke nicht das jemand darüber nachdenkt was passiert, wenn ein Mensch gestorben ist, in seiner Wohnung, allein. Die Leiche wird abgeholt, das ist klar. Und dann stehen die Vermieter oder Angehörigen da. Ein einfacher Gebäudereiniger ist der Sache sicher nicht gewachsen.

    Wem also interessiert was passiert wenn das Bestattungsinstitut gegangen ist, für den ist das Buch ideal.
  15. Cover des Buches Noch einmal meine Mutter sehen (ISBN: 9783453869356)
    Zana Muhsen

    Noch einmal meine Mutter sehen

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Louie

    Cover

    Ich habe die Weltbild-Ausgabe, welche in Pastelltönen gehalten ist. Darauf ist eine junge Frau zu sehen. Das Cover ist meiner Meinung nach sehr ansprechend und war deshalb auch ein Kaufgrund für mich.

    Handlung

    Wir begleiten die junge Zana und ihre kleine Schwester Nadja, die in England aufgewachsen sind. Ihr Vater hat eine Reise in den Jemen, sein Heimatland, für die beiden organisiert. Die Mädchen sind natürlich sehr aufgeregt, jedoch währt diese Freude nicht lange. Es stellt sich bald heraus, dass alles anders ist als angenommen. Die beiden wurden zwangsverheiratet und müssen nun im Jemen in Unterdrückung unter schwerster Arbeit leben. Doch sie geben nicht auf und kämpfen für eine Rückkehr nach England.

    Meinung

    Unvorstellbar, was diese beiden Mädchen in so einem jungen Alter durchmachen mussten. Besonders geschockt hat mich die Untätigkeit der Regierungen trotz des Medienrummels, der um die beiden entstanden ist, nachdem sich die Mutter an die Öffentlichkeit gewandt hat.

    Zanas Schilderungen waren sehr bewegend. Der Schreibstil ist gut verständlich, einfach, aber dennoch packend. Die Kapitel waren nicht zu lang, sodass das Buch gut zu lesen war. Ich mochte auch, dass jedes Kapitel eine eigene Überschrift hatte. In meiner Ausgabe war die Schrift recht groß, was für mich sehr angenehm war. 

    Fazit

    Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, wenn man sich für Frauenschicksale interessiert. Sehr angenehm zu lesen.

  16. Cover des Buches Die Ärzte. Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf (ISBN: 9783896023698)
    Markus Karg

    Die Ärzte. Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Kleene20
    Ein absolutes muss für jeden Fan. Ein solch gigantisches Buch muss man erstmal lesen.
  17. Cover des Buches ... doch helfen musste ich mir selbst (ISBN: 9783404613151)
    Silvia K.

    ... doch helfen musste ich mir selbst

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Vorweg möchte ich sagen, dass ich mit meiner Meinung nicht die Geschichte von Silvia K. bewerte, denn es ist eine Erfahrung und keine fiktive Story.

    Diese Buch hatte ich ziemlich schnell durchgelesen - zumindest den Anfang. Es ist wirklich schrecklich, was dieser Frau - damals noch Mädchen - passiert ist. Sie beschreibt das anfangs auch wirklich authentisch und ich bin (immer wieder) erstaunt, wie Frauen so ein Leid niederschreiben können, denn was sie bei diesem Ehepaar erlebt hat, war wirklich grauenvoll und widerlich.

    Bis dahin konnte ich dem Buch auch ernsthaft folgen, auch wenn es dem Titel in keinster Weise gerecht wurde. Was danach in ihrem Leben geschah, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Es tut mir leid, aber da waren Dinge dabei, die einfach nur (sorry!) dämlich waren. Und auch hier finde ich keine Berechtigung für den Titel. Sorry, aber sie hatte Hilfe von Außen - wenn sie sie gewollt hätte!

    Die erste Hälfte des Buches ist also wirklich glaubhaft und man leidet mit der Autorin immer wieder mit und hofft nur das Beste. Die zweite Hälfte ließ mich aber einfach nur wütend (vielleicht ist es nicht ganz das richtige Wort) zurück, denn sie hätte sooo viel aus ihrem Leben machen können - gerade, weil sie auch Verantwortung für andere und nicht nur für sich trägt! -, und wirft es doch (in meinen Augen) einfach nur weg!

    Auch kann man ihr - und dem Titel - am Schluss einfach nicht mehr glauben, denn es ist meines Erachtens schlichtweg nicht wahr, was in der Überschrift behauptet wird.

  18. Cover des Buches Die verbotene Oase (ISBN: 9783548363806)
    Choga Regina Egbeme

    Die verbotene Oase

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Avalee

    Choga lebt mittlerweile mit ihrem Sohn, einigen ihrer alten „Mamas“ und anderen Frauen des Compound sowie deren Kindern zusammen auf der Farm ihrer verstorbenen Mutter auf der sie aufwuchs. Sie führen ein ruhiges, sparsames Leben, wobei Choga ihre Heilerinnenfähigkeiten tatkräftig für die Familie einsetzt.
    Eines Tages steht Efe, Chogas Halbschwester, mit ihrem todkranken Sohn vor der Tür. Sie wird mit offenen Armen empfangen, genauso wie Magdalena, Chogas deutsche Halbschwester, die zukünftig die Kinder unterrichten soll. Neben einer Schule schaffen es die Frauen mit etwas Hilfe auch ein Heilhaus aufzubauen.
    Allerdings nehmen die religiösen Konflikte zwischen Muslimen und Christen um die Gemeinschaft herum zu und äußern sich in immer stärker werdender Gewalt. Auch ihre kleine Oase bleibt nicht verschont …

    Wie bereits im erste Band, kann man sich mit dieser Story in eine fremde Kultur hineinfühlen. Man erlebt als Leser die festen Familienbande der Frauen mit und es ist bemerkenswert, was hier alles gemeinsam geschaffen wird.
    Allerdings weckte die Handlung eine gewisse Antipathie gegenüber Muslimen in mir. Sicher sind nicht alle Muslime so wie in diesem Buch beschrieben, doch dass es Menschen gibt, die aufgrund ihres Glaubens anderen Menschen – in diesem Fall vor allem Frauen – das Leben so schwer machen ist erschreckend; wenn auch leider nicht neu.

    Wie schon Hinter goldenen Gittern (Band 1) sehr zu empfehlen.

  19. Cover des Buches Die Sängerin von Berlin (ISBN: 9783499226809)
    Silke Schütze

    Die Sängerin von Berlin

     (3)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Ganz zauberhaft ist diese kleine Biografie eines ganz besonderen Mädchens. Nach einer Affäre mit einem verheirateten Mann wagt sie den großen Schritt und zieht Berlin. Zu Anfang noch behütet durch elterliche Freunde entzieht sie sich jedoch schnell der Bewachung und stürzt sich kopfüber in ihr großes Abenteuer. Mit der Zeit wird ihr jedoch bewusst, dass dieses Leben nicht nur Sonnenseiten hat. Sie scheint immer einen Schritt hinter der großen Karriere her zu hecheln, gibt jedoch nicht auf und kämpft um ihr Glück.

    „Meine kleine Zofe“ wird sie manchmal zärtlich genannt. Nun weiß ich auch warum. Den Begriff Soubrette habe ich nachgeschlagen:
    Die Soubrette (ursprünglich franz. für Zofe, Dienerin) ist ein weibliches Rollenfach im Sprechtheater und in Oper, Operette und Singspiel die muntere Sängerin (Quelle: Wikipedia).

    Das Buch ist durch und durch gespickt mit Liedern und Gedichten und entführt den Leser in das Berlin der Goldenen Zwanziger. Ein bisschen verrucht, ein bisschen verrückt, bald fühlt man sich wie mittendrin. Wer Biographien mag und sich ein bisschen für Film und Theater interessiert, dem wird dieses Buch gefallen.  

  20. Cover des Buches Bei lebendigem Leib (ISBN: 9783732552733)
    Souad

    Bei lebendigem Leib

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    Ein Schicksal, so unvorstellbar schrecklich, dass man das Gelesene kaum glauben kann.

    Was Souad erleben muss, sollte NIEMAND jemals erleben müssen. 

    Ein Opfer ihrer Heimat. Ein Opfer von unglaublich schrecklichen Traditionen. Ein Opfer, das überlebt und nicht schweigt.

    Eine Geschichte, wertvoll und wichtig. Jeder sollte sie lesen.

  21. Cover des Buches Ausgeliefert (ISBN: 9783442367474)
    Jane Elliott

    Ausgeliefert

     (87)
    Aktuelle Rezension von: anchsunamun

    „Ausgeliefert – Wie ich der Hölle meiner Kindheit überlebte“ von Jane Elliot ist der Bericht einer zerstörten Kindheit. Das Buch erschien im September 2007 im Blanvalet Taschenbuch Verlag. 

    Als Jane im Alter von 4 Jahre zurück zu ihrer Mutter und deren neuen Mann Richard kommt, beginnt für sie die Hölle auf Erden. Gequält, gedemütigt, misshandelt und schließlich auch missbraucht. 17 Jahre lang ist sie der Brutalität dieses Mannes ausgeliefert und niemand greift ein – weder ihre Mutter noch Behörden, Nachbarn, Lehrer oder ihre Brüder. Mit 21 Jahren findest sie die Kraft, sich gegen ihren Stiefvater zu stellen und verklagt ihn. In einem Aufsehen erregenden Prozess wird er zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. 

    Als ich das Buch aus dem Tauschregal nahm, wusste ich schon, dass ich keine leichte Lektüre vor mir haben würde, denn nichts ist schlimmer als der Missbrauch von Kindern oder deren Misshandlung. Die Art und Weise, in der die Autorin ihre Lebensgeschichte erzählt, ist so, dass man spürt, welche Grausamkeiten sie erdulden musste – nicht nur körperlicher Art, ohne dass man das Buch sofort aus der Hand legen muss, weil es zu unerträglich wird. Und doch ist ihr Schicksal kaum zu ertragen und mehr als einmal fragt man sich, wie kann eine Mutter zusehen, wenn ihrem Kind so etwas angetan wird. Wie können Lehrer, Nachbarn, Verwandte da wegsehen und schweigen? Durch dieses Buch habe ich zum ersten Mal wirklich verstehen können, warum Betroffene sich so schwer dazu durchringen, sich zu wehren. Die Hilflosigkeit der Autorin wird sehr deutlich und doch schafft sie es am Ende.  Nach wie vor bin ich überzeugt, diese Kraft kam auch von ihren Töchtern, denn die Liebe zu Kindern kann auch stark machen. 

    Um diese Geschichte nicht mit in meine Träume zu nehmen, habe es nicht vor dem Einschlafen gelesen, denn die Geschichte ist sehr heftig, dennoch denke ich, dass sie aufrütteln kann - die Betroffenen, ihren ganzen Mut zusammen zu nehmen und sich gegen ihre Peiniger zu wehren und die Nicht-Betroffenen den Opfern zu helfen, denn sie sind zu verängstigt, um von sich aus um Hilfe zu bitten. 

  22. Cover des Buches Vater unser in der Hölle (ISBN: 9783868825466)
    Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Zu der Geschichte die hier aufgeschrieben wurde möchte ich gar nicht viel sagen. Aber vielleicht so viel: Ein kleines Mädchen wird von Beginn ihres Lebens an massiv missbraucht. Nicht nur im Kreise ihrer Familie, sondern auch an Fremde verliehen, in Kinderbordellen und durch eine satanistische Sekte gefoltert. Da dies für die menschliche Seele nicht nicht zu ertragen ist, spaltet sich ihr Bewusstsein in unzälige Persönlichkeiten auf, um irgendwie weiter leben zu können.

    Dieses Buch ist wirklich grauenhaft. Eine schonungslose Schilderung menschlicher Abgründe und unvorstellbarer Grausamkeiten in Form von Missbrauch und Folter an Kindern. Das Schlimmste daran ist, dass diese Geschichte wahr und wohl auch kein Einzelfall ist. Und das auch nicht weit weg, sondern mitten unter uns. Ich musste es immer wieder zur Seite legen, weil mir die Tränen über das Gesicht liefen und ich die beschriebenen Folterungen und Missbräuche nicht mehr aushalten konnte. Und ich habe es "nur" lesen müssen.

    Was geht in Menschen vor, die einem anderen Menschen so etwas antun? Was für Bestien können Menschen sein. Und das auch gegenüber dem eigenen Kind? 

    Mich hat dieses Buch zutiefst traurig gemacht, es hat mich erschüttert, es macht nachdenklich und erweitert den Blick mit dem man andere Menschen betrachtet. Ich ziehe meinen Hut vor allen die an diesem Buch beteiligt waren und den Mut besessen haben diese Geschichte zu veröffentlichen. Vor allem aber vor der Frau, die sich getraut hat ihre Geschichte zu erzählen und damit vielleicht dieses Thema etwas mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Ich wünsche den Menschen, die so etwas erleiden müssen, dass dieses Buch noch von unendlich vielen Menschen gelesen wird und das Bewusstsein schärft für das was mitten unter uns passiert.

  23. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783746745558)
    Stefan Zweig

    Maria Stuart

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Neeeele


    Wer kennt sie nicht, Maria Stuart, Königin von Schottland und von Frankreich mit Anspruch auf den englischen Thron? Und auch die "Hassliebe" zwischen Maria Stuart und Elizabeth I. dürfte hinlänglich bekannt sein.

    Stefan Zweig beschreibt hier sehr eindrücklich die Lebensgeschichte von Maria Stuart von der Geburt bis zu ihrem Tod 1587. Dabei beleuchtet er auch die Verbundenheit der beiden starken Frauen der Geschichte. Da mich das elizabethanische Zeitalter Englands schon immer sehr interessiert hat, waren mir doch die meisten Dinge bekannt, aber trotzdem konnte mich Stefan Zweig mit dem ein oder anderen geschichtlichen Hintergrund doch überraschen. In diesem biografischen Roman geht es hauptsächlich um die Intrigen, Verschwörungen und politischen Ränkespiele am schottischen und englischen Hof.

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mir hat der Sprecher, Jan Koester, sehr gut zum Buch gefallen. Die Sprache ist der Zeit gemäß, allerdings nicht zu hochgestochen und unverständlich. Auch gut fand ich, dass Stefan Zweig unparteiisch und unaufgeregt schreibt und die geschichtlichen Fakten ohne Wertung wiedergibt. Sicher kennen viele von euch Maria Stuart und Elizabeth I. aus einschlägigen und bekannten Serien und Filmen. Die haben mir persönlich auch sehr gut gefallen. Trotzdem kann man jedem dieses Buch zusätzlich empfehlen, weil es eben sachlicher und weniger effekthaschend ist. Hier kommen dann die Faktenlieberhaber eher auf ihre Kosten.

    Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem empfehlen der Interesse an diesem Teil der Geschichte hat. Den Schreibstil von Stefan Zweig fand ich auch super und so werde ich mir noch andere Biografien von ihm (er hat einige geschrieben) ansehen.

    Für Maria Stuart von Stefan Zweig vergebe ich volle 5*/5*.

  24. Cover des Buches Von Bienen und Menschen (ISBN: 9783499632433)
    Ulla Lachauer

    Von Bienen und Menschen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden

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