Bücher mit dem Tag "bioterror"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bioterror" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (1.986)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Klappentext übernommen

    Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert. Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalen Verschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht ... 

    Noah ist, meines Erachtens, kein typischer Fitzek. Ich empfand das Buch aber trotzdem als eines seiner besten - eben mal was ganz anderes und, zur Zeit (2020, 2021), brisant und erschreckend aktuell. 

    Grundsätzlich möchte ich über den Verlauf der Geschichte, bzw. über die Geschichte an sich nicht viel erzählen, da hier wahrscheinlich schon der kleinste Hinweis spoilern würde. 

    Die Geschichte an sich wird aus diversen Perspektiven erzählt und Fitzek bringt die einzelnen Stränge, die zunächst wie lose Enden wirken, grandios zusammen. 

    Unser Hauptprotagonist hat mir in diesem Buch besonders gut gefallen. Er lässt sich nicht für dumm verkaufen und das, obwohl er sich an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern kann. Er hinterfragt und empfindet für andere Charaktere Sympathien - etwas, das ich teilweise bei anderen Fitzek-Büchern vermisst habe. Auch die anderen Protagonisten, die im Buch vorkommen, sind gut gezeichnet und haben den Leser tiefer in die Geschichte eintauchen lassen. 

    Die typischen, meist recht kurzen Fitzek-Kapitel waren dieses mal eher etwas reduziert, sodass man die Geschichte flüssig lesen konnte. Der Schreibstil hat mir, wie immer, in seinen Bann gezogen. 

    Letztendlich glaube ich, dass das übliche Thriller-Gefühl etwas in den Hintergrund gerückt ist. Mich persönlich hat das aber überhaupt nicht gestört, v.a. weil das Buch auf eine ganz andere Art und weise spannend war. 

    Somit gebe ich eine klare Leseempfehlung für alle, die vielleicht nicht zwingend die typischen Psycho-Elemente in einem Fitzek-Roman brauchen. 

  2. Cover des Buches Schatten des Dschungels (ISBN: 9783407743831)
    Katja Brandis

    Schatten des Dschungels

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Finny

    Die Handlung des Buches Schatten des Dschungels von Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek beginnt bei einer Demonstration von Living Earth zum Schutz des Regenwaldes und spielt in der nahen Zukunft. Dort lernt Cat einen Jungen, Falk, kennen. Dieser ist auch bei einem Treffen von Living Earth dabei und so kommen sich Cat und Falk näher. Die beiden und vier weitere Forscher reisen in den Regenwald nach Guyana. Dort verhält sich jedoch ein Teil der Gruppe merkwürdig und hat etwas zu verbergen. Cat versucht ihre Geheimnisse und Pläne zu ergründen. Im Regenwald erlebt sie ein Abenteuer, dass sie an ihre Grenzen bringt und zeigt wie skrupellos Menschen sein können.

    Die Handlung des Buches ist in drei Abschnitte unterteilt und wird aus Cats Sicht erzählt. Man erlebt ihre ganzen Empfindungen mit, wodurch die Geschichte sehr lebendig ist. Cat ist sehr sympathisch, Falk hingegen ist schwer einzuschätzen, da er über weite Teile der Handlung sehr verschlossen ist. Außerdem gibt es verschiedene technische Entwicklungen, die aus heutiger Sicht durchaus neuartig wirken, besonders „Sam“ ist witzige Erfindung. Der Schreibstil ist wie immer sehr flüssig und die Geschichte wandelt sich im Verlauf zu einem packenden Öko-Thriller. Das Buch regt gezielt zum Nachdenken über die Themen Ausbeutung der Regenwälder und Naturschutz an, da bereits in der heutigen Zeit viele Tierarten und auch der Regenwald vom Aussterben bedroht sind. Somit stellt sich die Frage, wie weit man gehen darf um dieses Ökosystem zu schützen.

    Die Geschichte war bis zum Schluss sehr fesselnd und besonders das Ende hat mich sehr überrascht. Interessant fand ich auch, dass selbst beste Freunde Entscheidendes nicht von sich wissen und es für manche Dinge an Vertrauen fehlt. Die Beschreibung des Dschungels hat mir sehr gut gefallen, da diese detailliert und bildlich war, perfekt um in diese Welt einzutauchen. Ein rundum gelungenes und sehr packendes Buch für alle, die sich für den Erhalt der Umwelt, besonders der Regenwälder interessieren.

  3. Cover des Buches Pandemie (ISBN: 9783453433052)
    Daniel Kalla

    Pandemie

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Ein tödlicher Virus findet in China seinen Anfang  ( das Buch erschien 2005! ) und anscheinend kann ihn nichts stoppen. Zwei Terroristen bringen Erreger in ihr Heimatland. Es wird übertragen auf Personen, die sich freiwillig ( ! ) dafür zur Verfügung stellen. 

    In London ist der europäische Anfang. Viele Leute sind betroffen und die Straßen sind leer. Die Sterberate nimmt zu und der Virus wandert weiter nach Kanada und in die USA. Ein paar Terroristen werden geschnappt, aber dem Virus ist das vollkommen egal. Die Inkubationszeit ist verhältnismäßig kurz und die Verbreitung schreitet rasch voran. 

    Alle Administrationen versuchen das Ganze irgendwie einzudämmen. Die Kontinentaleuropäer sind auch betroffen und arbeiten an neuen Mitteln, um das Ganze zu beenden. Viele Menschen werden noch ihr Leben lassen müssen. 

    Haben wir nicht auch gerade so einen Virus, Covid-19, der auch aus China gekommen ist? Weil dort Tiere gegessen werden, die Viren enthalten, mutierten und so als zoonotische Viren auf den Menschen übertragen wurden. Im globalen Zeitalter ist kein Virus mehr auf ein bestimmtes Land beschränkt.

    Jedes Land ist doch schon betroffen und wird das Ende sein? Oder fängt es dann wieder von vorne an? Wenn einer gläubig ist, könnte er das vielleicht als Rache des Herrn ansehen. 

    Ich wünschte nur, daß diverse Menschen die dringenden Empfehlungen zum Selbstschutz und zum Schutz der älteren Mitbürger ernstnehmen würden. Es ist außerdem egoistisch, Mundschutz und Desinfektionsmittel sowie Lebensmittel als auch Toilettenpapier ( ein Enigma! Wieso eigentlich Toilettenpapier? ) womöglich massig zu horten und andere gehen leer aus! In Hospitälern werden Desinfektionsmittel gestohlen! Filteratemmasken für 4,50 Euro das Stück aus der Apotheke werden für 999 Euro bei EBay verhökert. Wieso untersagt EBay das nicht? 

    Das Buch ist jedenfalls brandaktuell, superspannend, authentisch und leider von der Realität eingeholt worden. Verschwörungstheorien blühen munter; wed weiß, vielleicht haben Terroristen den Virus freigesetzt? Das Buch ist äußerst beklemmend und beängstigend. Klasse zu lesen, aber nichts für schwache Nerven!

  4. Cover des Buches 100 Stunden (ISBN: 9783941378568)
    Jean-Christophe Rufin

    100 Stunden

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86
    Inhalt: Polen, im Frühling 2005: Juliette, Aktivistin in einer Umweltschutzgruppe, befreit Tiere aus einem Versuchslabor. Doch diese vermeintlich harmlose Aktion führt ins Herz eines Komplotts. Eine fanatische Umweltorganisation verfolgt einen mörderischen Plan. Ex-CIA Agent Paul Matisse heftet sich an ihre Fersen. Bis er erfährt, was sie vorhaben, bleiben nur noch hundert Stunden, um die Welt zu retten. Und Juliette muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.

    Cover: Ich finde das Cover okay. Je länger ich es mir anschaue, umso mehr gefällt es mir auch. Aber im Geschäft wäre es mir glaube ich nicht allzu sehr aufgefallen, weil es eben relativ unauffällig gestaltet ist. Nichtsdestotrotz finde ich es gut, zumal das Thema Wasser im Roman eine tiefere Bedeutung bekommt.

    Schreibstil: Der Autor hätte vielleicht besser ein Sachbuch schreiben sollen. Für mein Gefühl hat er es einfach nicht geschafft, seine Geschichte spannend zu erzählen. Ich fand auch die Charaktere nicht allzu überzeugend. Insbesondere Paul war eher ein Superheld und kein normaler Mensch, der glaubhaft dargestellt war. Juliette im Gegenzug war mir zu schwach dargestellt und somit genauso wenig realistisch. Auch die ganze Geschichte an sich mit dem ewigen Hin und Her zwischen den Ländern fand ich absolut unglaubhaft.

    Die Story: Die Story an sich war gar nicht mal so schlecht. Es geht um das Thema Überbevölkerung und eine fanatische Lösung dieses Problem zu lösen – nämlich, in dem die Armen (die nach Meinung der Fanatiker Schuld an der Überbevölkerung sind) durch Verbreitung von Krankheiten ausgelöscht werden. Der ehemalige CIA-Agent Paul will das verhindern und muss dazu herausfinden, was die Fanatiker planen und wo sie zuschlagen werden. Eine Geschichte, die spannend sein kann, wenn sie spannend geschrieben ist. Von einem anderen Autor in spannend, wäre es also eine tolle Story gewesen.

    Fazit: Ich finde Geschichten um das Thema Überbevölkerung seit Inferno von Dan Brown wahnsinnig spannend. Für mein Gefühl hat der Autor von 100 Stunden das Thema aber viel zu sachlich dargestellt. Es ist gut, dass er das Bewusstsein auf die Thematik lenken wollte, jedoch wäre es besser gewesen, das Ganze einfach in einer spannenden Geschichte zu verpacken. Das hat der Autor meiner Meinung nach nicht so gut geschafft. Von mir gibt es drei Punkte.
  5. Cover des Buches Hundert Stunden (ISBN: 9783596178919)
    Jean-Christophe Rufin

    Hundert Stunden

     (21)
    Aktuelle Rezension von: emeraldeye
    Was wäre wenn? Dies ist die Frage, die "Hundert Stunden" stellt. Was wäre, wenn es einer zu allem entschlossenen Person, Organisation oder einem Staat gelänge, in den Besitz einer biologischen Waffe zu gelangen und diese auch tatsächlich zu benutzen? Jean-Christophe Rufin macht einen mutierten Choleravirus zum Hauptdarsteller seiner Version eines Horrorszenarios. Er verfälllt nicht der Sensationsgier, bei ihm fließen keine Blutströme und die Zivilisation bricht nicht zusammen. Er gönnt uns sogar ein Happy-End! Die Welt wird noch einmal gerettet von einigen mehr oder weniger widerwilligen Heldinnen und Helden. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg, der von akribischer Recherchearbeit und auch ein wenig Glück bestimmt wird. Doch gerade die sachliche, unaufdringliche Art und Weise, wie Rufin seine durchaus realistische Katastrophe Gestalt annehmen läßt, macht beklommen und misstrauisch. Man hat das Gefühl, dass so etwas vielleicht sogar schon geschehen und tatsächlich nur um Haaresbreite verhindert worden ist. "100 Stunden" macht nachdenklich und auch ein wenig schuldbewußt. Man fragt sich, ob man nicht mehr tun, aufmerksamer, radikaler sein müßte, um "die Welt" zu verbessern und damit extreme gesellschaftliche Ausschläge, in diesem Fall den Bioterrorismus, zu verhindern. Bedenkenswert, ja geradezu verführerisch, ich muß es zugeben, fand ich die eine oder andere Theorie der Ökoterroristen schon... In ihren Ausprägungen und Umsetzungen sind sie aber natürlich verachtenswert und zu bekämpfen. Man merkt dem Roman an, dass sein Autor weiß, worüber er schreibt, und das macht es zu einem Vergnügen, ihn zu lesen.

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