Bücher mit dem Tag "bipolare störung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bipolare störung" gekennzeichnet haben.

58 Bücher

  1. Cover des Buches All die verdammt perfekten Tage (ISBN: 9783809026570)
    Jennifer Niven

    All die verdammt perfekten Tage

     (710)
    Aktuelle Rezension von: LovelyPinkCloud

    Die Geschichte war wirklich berührend und man vergisst es einfach nicht.

  2. Cover des Buches Nicht weg und nicht da (ISBN: 9783453271593)
    Anne Freytag

    Nicht weg und nicht da

     (303)
    Aktuelle Rezension von: Pondofwords

    Von der Autorin Anne Freytag habe ich schon viel Gutes gehört. Deshalb war ich total gespannt auf ihre Bücher und vor allem auf „Weit weg und ganz nah“, wovon ich schon so viele begeisterte Rezensionen gelesen habe.

    Freytags Schreibstil ist sehr metaphorisch und lässt sich wunderbar leicht lesen. Die Kapitel sind relativ kurz, sodass man das Gefühl hat, man fliegt nur so über die Seiten. Abwechselnd wird aus der Sicht von Jacob und Luise erzählt. Dadurch hat man teilweise zwei verschiedene Wahrnehmungen einer Situation, was ich total interessant fand.

    Ich fand es sehr berührend, wie taktvoll und sensibel Freytag Themen wie Trauer und Suizid aufgreift. Im Vordergrund steht vor allem, wie die Hinterbliebenen den Verlust verarbeiten. Das zeigt sich vor allem an Luise. Sie ist ein sehr starker Charakter und wirkt mit ihrem Umgang mit der Trauer sehr nah und real. Während dem Lauf der Geschichte wächst sie über sich hinaus und macht eine unglaubliche Entwicklung durch. 

    Die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen Luise und Jacob war sehr süß zu lesen. Es gibt viele schöne Momente zwischen ihnen und es war berührend zu sehen, wie sich die beiden halfen, sich zu öffnen, zuwachsen und loszulassen.

    Das Einzige, was mich ein bisschen störte, war das Ende. Ich habe bis zum Schluss immer noch auf etwas gewartet, es kam aber nichts. Ich finde, daran merkt man, dass die Geschichte mehr von ihren Charakteren und deren Gefühlen lebt als von Ereignissen. Was bei diesen Themen aber auch nicht allzu schlimm war. Die Handlung ist dadurch einfach eher ruhig und gefühlvoll.

    Mich hat das Buch auf jeden Fall mit seinen Charakteren sehr beeindruckt und ich kann es jedem empfehlen, der einen wunderschönen, ruhigen und berührenden Roman lesen möchte.  

  3. Cover des Buches Tanz auf Glas (ISBN: 9783426512814)
    Ka Hancock

    Tanz auf Glas

     (420)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Auf der Party zu ihrem 21. Geburtstag lernten sie sich kennen, Lucy Houston und Mickey Chandler. Es war Liebe auf den ersten Blick - aber es dauert noch beinahe ein Jahr bis sie sich wieder begegnen und dann auch bald heiraten. Ob das die richtige Entscheidung war? Lucy hat von ihrer Familie ein erhöhtes Krebsrisiko vererbt bekommen und Mickey ist manisch-depressiv und leidet unter gelegentlichen Schüben. Doch wider Erwarten geht alles gut, sie lieben sich noch immer und führen eine glückliche Ehe, bis nach vielen Jahren das Schicksal erbarmungslos zuschlägt … 

    Lt. Angaben des Droemer-Knaur-Verlags ist die US-amerikanische Autorin Ka Hancock in Utah geboren und arbeitete als Krankenschwester, wobei sie sich auf den Bereich der Psychiatrie spezialisiert hatte. Sie hat vier erwachsene Kinder und lebt heute mit ihrem Mann in Salt Lake City. „Tanz auf Glas“, erschienen 2012, ist ihr Debütroman. 

    Die Autorin lässt überwiegend Lucy zu Wort kommen, während man Mickeys geheime Gedanken in dazwischen eingefügten Tagebucheinträgen und zum Ende des Buches erfährt. Das Geschehen erlebt der Leser in der Gegenwart, in einem zweiten Erzählstrang berichten die Protagonisten auch in der Vergangenheit über ihr gemeinsames Leben. Eine gewisse Spannung entsteht hauptsächlich dadurch, dass man beim Lesen bereits ahnt, dass die Geschichte keinen guten Ausgang nehmen kann. Einen breiten Raum nimmt Mickeys psychische Erkrankung ein, deren Symptome und Verläufe genau und langatmig beschrieben sind und sich oft wiederholen, während Lucys Befinden meist nur nebenbei erwähnt wird.  

    Für romantische Naturen mag es sicherlich eine berührende und bewegende Geschichte sein, mir jedoch war es zu viel Drama, zu viele Schicksalsschläge, zu viele Tränen, zu viel perfekte Liebe und zu viel Verzeihen und Vergeben, um der Realität wirklich gerecht zu werden. Möglicherweise habe ich es auch zur falschen Zeit gelesen. 

    Fazit: Eine Geschichte voller Widersprüche, von Liebe und Leid, von Hoffnung und Verzweiflung, von Leben und Tod – leider sehr langatmig geschildert. 

  4. Cover des Buches Das Geheimnis von Ella und Micha (ISBN: 9783453417724)
    Jessica Sorensen

    Das Geheimnis von Ella und Micha

     (751)
    Aktuelle Rezension von: Sophia_81

    Ohne überflüssigen Kitsch und linguistische Schnörkeleien erzählt Sorensen die hinreißende Liebesgeschichte von Ella und Micha, die seit ihrer Kindheit dicke Freunde sind und erst seit kurzem ihre Liebe füreinander entdeckt haben. Beide haben in ihrem Leben Schweres erlebt, stützen sich, kennen die Narben des Anderen und nehmen sich gegenseitig so an, wie sie sind.
    Auf jeder Seite taucht der Leser in authentisch berührende Dialoge und wahre Gefühle ein, die diese besondere Liebesgeschichte so lebendig werden lassen.

    Ein Buch, das in seiner großartigen Tiefe aufwühlt, berührt und nachhallt. Unbedingt lesen!

  5. Cover des Buches Mein Sommer auf dem Mond (ISBN: 9783570311981)
    Adriana Popescu

    Mein Sommer auf dem Mond

     (232)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Bei vielen Romanen weiß man ja schon, was passiert oder kann es gut vorhersehen. Diese Geschichte war einfach mal was anderes und daher echt spannend zu lesen.

    Das Therapie-Setting finde ich sehr interessant und dadurch werden natürlich auch ernste und wichtige Themen angesprochen. Alle vier Charaktere bekommen nach und nach immer mehr Tiefe und machen tolle Veränderungen mit, was wirklich schön zu verfolgen war. Besonders hat mir gefallen, wie das Thema Freundschaft im Roman verhandelt wurde.

    Das Buch wird abwechselnd in der Ich-Perspektive von Fritzi und von Basti(an) erzählt. Eigentlich liebe ich diese Perspektive ja, aber Basti hat immer wieder Erscheinungen, was ich etwas befremdlich fand. Generell hatte ich teilweise das Gefühl, dass die psychischen Erkrankungen etwas zu bildlich und unecht geschildert werden, aber das ist wahrscheinlich auch sehr schwer darzustellen. An anderen Stellen hat sich die Schilderung dafür sehr echt angefühlt.
    Zusätzlich entwickelt sich in dem Buch Liebe, was anfangs sehr unnatürlich und nicht nachvollziehbar wirkte, aber je weiter man liest, umso echter und nachvollziehbarer werden die Gefühle der Protagonist:innen.


    Alles in allem ist es einfach ein echt toller Roman mit so viel Tiefe, aber auch schönen, leichten Momenten! Mich hat die Geschichte auf jeden Fall berührt und ich hatte beim Lesen das ein oder andere Mal feuchte Augen...


    "Mein Sommer auf dem Mond" bekommt von mir 4,7 (also gerundet 5)/5 Sterne.

  6. Cover des Buches Real - Nur für dich (ISBN: 9783802593864)
    Katy Evans

    Real - Nur für dich

     (411)
    Aktuelle Rezension von: railantahelena

    Eine intensive Liebesgeschichte voller Leidenschaft, Sehnsucht und Verlangen: Die junge Physiotherapeutin Brooke wird von ihrer besten Freundin zu einem Boxkampf mitgenommen. Dort begegnet sie dem Boxer Remington Tate - und ist augenblicklich von ihm fasziniert. Doch Remy ist wie Feuer und Eis: mal unnahbar, unberechenbar, gefährlich, mal leidenschaftlich, fürsorglich, romantisch. Er überwältigt Brooke, stellt ihre Welt auf den Kopf. Sie will Remy, nur Remy, für immer. Doch der verbirgt ein dunkles Geheimnis - ein Geheimnis, das ihre Liebe zerstören könnte. "Wunderbar, gefühlvoll, mitreißend, stark - ganz einfach außerordentlich." (Sinfully Sexy Book Reviews)


    diese wunderbare Geschichte ist der hammer und hat mir richtig gut gefallen kann dieses Buch wirklich nur Empfehlen  

  7. Cover des Buches Herzstoß (ISBN: 9783442478644)
    Joy Fielding

    Herzstoß

     (254)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kirchbichler

    Man ist in einem fremden Land um Urlaub zu machen. Da denkt man jemanden gesehen zu haben, man versucht rausnzu finden ob es die Person ist für die man Sie hält. Das Problem. Die Person an die man denkt ist tot.

    Mercy ist in Irland um allein ihre zweiten Flitterwochen zu machen. Die Ehe ging in die brüche. Sie sieht auf einmal ein Mädchen und denkt wie schon paar nal das es ihre Tochter sei, die Sie vor zwei Jahren verloren hat. Ein Kellner freundet sich mit ihr an und ein Tourist. Merck geht auf Suche, wer ihre Tochter kennt. Es gibt ein Mädchen das ihrer Tochter sehr ähnlich sieht. Ist ihre Tochter doch nicht tot?Hat Sie sich abgesetzt um neu anfangen zu können?Die leichte wurde nie gefunden.

    Am Ende kommt Mercy drauf das es eine Baby Entführung geben soll, Siemgeht der Sache nach und gerät in Gefahr. Ein Anruf von ihrer angeblichen Tochter führt sie zu der Gefahr.  

    An sich war das Buch sehr interessant. Ich dachte das es evtl.so endet, das die Tochter doch unter getaucht wäre. Das ganze Buch dreht sich um die Suche nach ihrer Tochter, Mercy macht unterschiedliche bekanntschaften,  gute und schlechte.

    Es lohnt sich zu lesen.

  8. Cover des Buches Mine - Ich gehöre dir (ISBN: 9783802593871)
    Katy Evans

    Mine - Ich gehöre dir

     (138)
    Aktuelle Rezension von: railantahelena

    diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen und dieses buch kann man nur Empfehlen  

    Inhalt:

    Ich verspreche es, Remy. Ich verspreche, mein Herz gehört dir, und ich ebenfalls. Ich werde für immer dir gehören." Die neue Saison beginnt und Boxer Remington Tate hat nur ein Ziel: sich endlich den verdienten Titel zu holen. Das Publikum liegt dem Star der Untergrundszene zu Füßen, doch für ihn zählt nur Brooke. All seine Liebe gehört ihr - Für Brooke scheint das Glück zum Greifen nah. Doch dann stellt die Vergangenheit ihre Liebe abermals auf eine harte Probe, und Brooke muss bald schmerzlich feststellen, wie gefährlich es ist, mit jeder Faser ihres Körpers und für immer Remy zu gehören 

  9. Cover des Buches Wenn du mich heute wieder fragen würdest (ISBN: 9783961610969)
    Mary Beth Keane

    Wenn du mich heute wieder fragen würdest

     (66)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Kate Gleeson und Peter Stanhope kannten sich schon, seit sie Kinder waren. Ihre Väter waren Kollegen bei der New Yorker Polizei. Gemeinsam wuchsen sie in der Kleinstadt Gillam auf.

    „Wenn man Kate später bat, ihre frühesten Erinnerungen zu schildern, dann erinnerte sie sich daran, wie sie ihn bei sich zu Hause herumrennen sah, er hatte einen roten Ball in der Hand und konnte schon seinen Namen sagen.“

    Eine einzige Nacht verändert die Leben der beiden Familien, reißt Kate und Peter, die damals im Teenageralter waren, auseinander. Ihre Freundschaft und Liebe wird über viele Jahre auf eine harte Probe gestellt.

    Die US-amerikanische Schriftstellerin Mary Beth Keane stellt eine Frage: Wenn du mich heute wieder fragen würdest? Wie sollte diese Frage weiter gehen? Ob ich dich heiraten würde? Ob ich dich liebe? Ob ich mich in dieser Nacht trotzdem mit dir getroffen hätte, selbst wenn ich wüsste welche Folgen sie gehabt hatte.

    In diesem Roman, einem wunderbar vielschichtigen Roman, geht es nicht nur um Liebe. Es geht um Schuld, Vergebung, Verletzlichkeit, Verantwortung und Durchhaltevermögen.

    Was ist denn da passiert in einer kleinen Stadt, wo jeder jeden zu kennen scheint. Gillam ist eine typisch amerikanische Vorstadt. Jeder hat sein Häuschen, einen artig gepflegten Garten. Niemand schaut hinter die Kulissen. Während die Gleesons eine Vorzeigefamilie mit drei Töchtern sind, merkt die Leserin schnell, dass mit Anne Stanhope, Peters Mutter, nicht alles in Ordnung ist. Auch der Ehemann Brian Stanhope, auch die Gleesons wissen es, alle anderen Nachbarn mit Sicherheit auch. Sie hat Stimmungsschwankungen, ist unberechenbar, hat gelegentlich Aussetzer. Peter hat mit seiner Mutter mehr als die üblichen Auseinandersetzungen eines Teenagers, der Vater ist keine Unterstützung.

    „Stört es dich eigentlich überhaupt nicht, dass jeder dich hasst?“

    Was Anne schließlich tut, ist so erschreckend und unverzeihlich und wird alle Beteiligten nachhaltig prägen. Was die Autorin hier zeigt ist das absolut menschliche Unvermögen im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Sehenden Auges steuern die Stanhopes und Gleesons auf die Katastrophe zu. Lieber den Schein zu wahren, als aufzufangen. Später in den langen Jahren einer mühevollen Gesundung erhält Anne Diagnosen wie Etiketten übereinander geklebt. Die menschliche Seele lässt sich nicht röntgen wie ein gebrochenes Bein. Mary Beth Keane nähert sich diesem Thema behutsam, der Doppelbödigkeit von Täterschaft und Opfer, den Auswirkungen auf die Angehörigen, dem emotionale Rucksack, an dem die Menschen ab nun schwer tragen.

    Die Autorin hat große Zuneigung für ihr Personal, die Charaktere sind bis ins Kleinste ausgefeilt und authentisch. So einfach und nahe am Leben erzählt, hat mich diese Geschichte über die Fragilität von menschlichen Beziehungen und Liebe gegen alle Widerstände sehr beeindruckt.

     

  10. Cover des Buches Das Lächeln meiner Mutter (ISBN: 9783426304129)
    Delphine de Vigan

    Das Lächeln meiner Mutter

     (49)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Ich bin das Produkt dieses Mythos und habe in gewisser Weise die Aufgabe, ihn aufrechtzuerhalten und fortzusetzen, damit meine Familie weiterlebt und auch die etwas absurde, verzweifelte Phantasie, die uns eigen ist.“

    Inhalt

    Lucile Poirier wächst in einer Großfamilie auf, dominiert vom geltungssüchtigen Vater und einer Mutter, deren ganze Aufmerksamkeit ihren vielen Kindern gilt. Die Geschwisterbande ist vielseitig und eng, jeder erfüllt eine Aufgabe und untereinander bestehen zahlreiche innige Verbindungen. Doch schon in jungen Jahren begegnet der sensiblen, stille Lucile der plötzliche Tod, nachdem ihr kleiner Bruder tödlich verunglückt. Fortan hat das Familienglück einen Riss bekommen und in den Folgejahren überschatten immer wieder tragische Ereignisse das kleine Glück. Als Lucile schließlich selbst Mutter wird und nach wenigen Jahren ihre eigene Beziehung zum Kindsvater zerbricht, stürzt sie haltlos in eine psychische Krise, die durch zahlreiche Klinikaufenthalte und Psychopharmaka begleitet wird. Sie schafft es einfach nicht, sich der Dunkelheit in ihrem Inneren zu widersetzen. Nachdem sie kurzzeitig das Sorgerecht für die beiden Töchter verloren hat, rappelt sie sich erneut auf und versucht ein halbwegs normales Leben und einen geregelten Alltag zu führen, doch abermals schleichen sich die Drogen, der Alkohol und die exzessive Lebensweise in ihre Nähe. Zwar bemühen sich gerade die jüngeren Geschwister Lucile zurück auf den richtigen Lebenspfad zu holen aber immer sind es nur kurze Phasen der Unbeschwertheit, die ihre Todessehnsucht letztlich nie ganz außer Kraft setzen können.

    Meinung

    Die französische Autorin und ihre Romane haben mich 2020 sehr inspiriert und bis auf eines ihrer bisher erschienen Bücher habe ich mich durch ihr Gesamtwerk gelesen. „Das Lächeln meiner Mutter“ ist eine Annäherung an die eigene Mutterfigur, die für Delphine immer mehr eine Belastung als eine Bereicherung war. Sie gräbt sich dabei tief in die Geschichte ihrer Familie ein und wälzt gerade im ersten Drittel des Buches die Kindheit ihrer Tanten und Onkel durch. Dabei bemüht sie sich um eine neutrale, unbeteiligte Sichtweise, die jedoch immer wieder von den späteren Ereignissen überschattet wird. Das schwierige an diesem doch eher biografisch orientiertem Roman ist eine klare Ausrichtung, deren Umsetzung mich hier nicht ganz überzeugen konnte. Das liegt an verschiedenen Faktoren: zum einen schreibt sie über ihre Mutter in der 3.Person Singular, in meinen Augen bringt das zusätzlich zu dieser schwierigen Persönlichkeit noch eine Menge Distanz in die Interaktion. An dieser Stelle wäre mir manchmal die Fiktion lieber gewesen als die Sicht der Tochter über die möglichen Empfindungen der Mutter, zumal sich beide, Zeit ihres Lebens nicht sonderlich nahestanden. Selbst als Familienroman hätte das Buch Potential besessen, diese Fokussierung verliert sich aber ab der Hälfte des Romans und wird stattdessen vom eigenen Erleben der Mutter-Tochter-Beziehung abgelöst. 

    Um die wirklich schmerzhaften Erfahrungen macht die Autorin einen großen Bogen, so kam gerade die Vaterfigur so blass und fern rüber, obwohl ebenjener Mann in den ganz schwierigen Phasen der Mutter seine Töchter in der Obhut hatte. Auch der Großvater, der seine eigene Tochter Lucile in deren Jugend sexuell missbraucht haben soll, bleibt mir fremd, einmal abgesehen von seiner Familienstellung als oberster Patriarch und als verbitterter Mann im Alter. Thematisch ist es eine Spurensuche, die sich zwischen Anklage und Vergebung bewegt und die gerade wegen ihrer Schwermut und Traurigkeit viel emotionaler hätte ausgearbeitet werden können. Bisher mochte ich die Romane der Autorin vor allem deswegen, denn sie transportieren so viel Gefühl, so viel Aussagekraft und Schwermut, wie ich es mir von einem guten Buch erhoffe. Allerdings liegt diese fehlende Empathie in diesem Buch hier wohl einerseits an der Beziehung selbst und zum anderen an der Rekonstruktion der Vergangenheit, die durch Lucile keinerlei Unterstützung und Anklang findet. Eine Mutter, die so in ihrer eigenen Welt gefangen ist, kann ihren Kindern nicht das geben, was sie möchte und gerät über dieses Unvermögen erneut in eine Abwärtsspirale die mit Schuldgefühlen einhergeht. 

    Prinzipiell gefällt mir der Ansatz des Buches gut, ebenso wie die schriftstellerische Umsetzung, gerade was die Sprache und Wortwahl betrifft, alles trägt den klaren Stempel der Autorin, deren Bücher ganz weit oben auf meiner Favoritenliste stehen. Nur der Mix aus Biografie, Familiengeschichte, Krankheitsbild und zerrütteter Mutter-Tochter-Beziehung ist hier nicht so ganz gelungen, weil er einerseits eine Menge will aber letztlich keine abschließende Aussage enthält. Es sind Rollenbilder und Verfehlungen, die im Zentrum stehen und es ist vielleicht auch eine Aussöhnung mit dem eigenen Leben, welches ebenso viele Brüche wie das der Mutter hatte aber dann doch einen anderen Lauf genommen hat. Sicherlich besitzt dieser Roman eine andere Durchschlagskraft, wenn man Teil dieser Familie ist und dann kennt man auch jene Lucile, die mir als Leser so unverständlich und fremd geblieben ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Biografien nicht sonderlich mag und wenn dann sollten sie von der Person selbst erzählt werden und nicht durch Dritte.

    Fazit

    Ich vergebe 3,5 Lesesterne (abgerundet 3) für diesen sehr persönlichen, vielfältigen Roman über die eigene Mutter, deren schwieriges Leben und die Auswirkungen einer gestörten Seele auf die ihr anvertrauten Kinder. Es ist ein mutiges Buch, ein intensives Lesevergnügen in unverwechselbarer Schreibweise aber dennoch das bisher schwächste aus der Feder der französischen Erfolgsautorin. Ihre fiktiven Romane mit weniger Einblicken in die tatsächlichen Umstände gefallen mir deutlich besser, denn dort liegt der Fokus immer auf den Emotionen der Protagonisten, während ich hier das Gefühl hatte, das besonders das eigene Empfinden ausgespart bleiben sollte und ein Tatsachenbericht erweitert um realistische Elemente entspricht nicht meiner Vorstellung von bemerkenswerter, erinnerungswürdiger Literatur. Dennoch liebe ich die Romane der Autorin sehr und fast alle haben einen so großen Wert für mich, dass ich in diesem Fall ein Auge zudrücken kann, denn lesenswert ist dieses Buch trotzdem, selbst wenn man sich so wie ich, schon frühzeitig davon distanziert.

     

  11. Cover des Buches Die Liebeshandlung (ISBN: 9783499258503)
    Jeffrey Eugenides

    Die Liebeshandlung

     (108)
    Aktuelle Rezension von: ScheckTina

    Madeleine studiert englische Literatur im Hauptfach. Sie ist schön und intelligent und kann sich von männlichen Angeboten kaum retten. Nur mit der Liebe ist es trotzdem nicht so einfach. Trotz der Vorbilder in ihren Romane ist es schwierig jemanden fürs Leben zu finden. Vielleicht auch gerade deswegen. Sie hat einen besten Freund Mitchell. Er ist der einzige der es bei ihr nicht versucht hat zu landen und ist immer zur Stelle, wenn sie ein mal wieder alleine ist. Doch dann lernt sie Leonard kennen. Er ist schön, charmant, witzig, aufmerksam. Hat eigentlich alles was man sich wünschen kann. Und doch wenn man genau hinschaut stimmt mit ihm was nicht. Doch dann kommt die Wahrheit ans Licht und Madeleine muss sich für oder gegen Leonard entscheiden.

    Das Buch ist ziemlich deprimierend. In der Geschichte geht es um manisch depressive Krankheit und das Buch zieht sich hin. Ich habe noch nie so lange für ein Buch gebraucht und war kurz davon es abzubrechen. Es ist wahnsinnig schwierig über eine Depression zu lesen, da hat man echt das Gefühl selber Depressionen zu haben. Auch sonst war das Buch schwierig. Madeleine studiert Englisch im Hauptfach. Da werden Romane unteranderem von Jane Austen auseinander genommen und analysiert. Was das lesen zusätzlich erschwert. Leider war es nichts für mich und das Buch eine ziemliche Enttäuschung.

  12. Cover des Buches Geteilt durch zwei (ISBN: 9783548060491)
    Barbara Kunrath

    Geteilt durch zwei

     (74)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Von Barbara Kunrath habe ich bereits die letzten beiden Romane mit Begeisterung gelesen. Ich mag ihren tiefgründigen, berührenden Schreibstil sehr. Daher musste ich auch ihr neues Werk lesen. Hier wurde ich auch nicht enttäuscht. 

    Das Buch konnte mich ab der ersten Seite an fesseln und konnte es kaum aus der Hand legen. Alles kommt sehr authentisch rüber. Alle Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen. 

    Eine traurige, berührende Geschichte, die ich sehr empfehlen kann und nicht vergessen werde. Sie macht nachdenklich und hallt nach. Daher 5 Sterne. Den Roman werde ich irgendwann ein 2. Mal lesen und gerne einen neuen Roman der Autorin, die nun zu meinen Lieblingsautoren zählt. 


  13. Cover des Buches The Goldfinch (ISBN: 9780349139630)
    Donna Tartt

    The Goldfinch

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Sophilius

    Wo fange ich nur an? 

    Dieses Buch hat mir wahrhaftig den Boden unter den Füßen genommen. Aber ich denke, eine Geschichte, die beinahe 800 Seiten knackt, MUSS intensiv Und emotional desaströs sein. 

    Die Lebensgeschichte Theodore Decker`s ist - gelinde gesagt - zutiefst dramatisch. Terroranschlag, Vollwaise, Drogen, Alkohol, Angstzustände und eine Liebe, die so niemals geschehen wird...kann ein Mensch mehr verkraften? Lange habe ich dem Bild „Der Distelfink“ nicht wirklich die Aufmerksamkeit geschenkt, die nötig gewesen wäre, wie sich nun zu Ende der Geschichte herausgestellt hat. Die Tagebucheinträge und die wahnsinnigen Verläufe von Theos Leben hier in einigen Zeilen zu skizzieren, würde dem Buch nicht gerecht werden. Manche Bücher lassen einen derart erschüttert und sprachlos zurück, dass die Worte zunächst nicht gefunden werden möchten, um darüber zu sprechen. Dieses Buch von Donna Tartt ist eines dieser Bücher...und doch kann ich jedem, der jemals auf diese Geschichte stoßen wird, nur ans Herz legen, diese zu lesen, die es wirklich jede Seite, sei es auch noch so detailliert beschrieben, wert ist gelesen zu werden. Eine Geschichte, die wahrhaft davon lebt, dass sie wirklich jede Kleinigkeit über Seiten lang verwebt, mit den zufälligsten Begebenheiten (so scheint es nunmal zunächst), die sich als wahrhaft schicksalhaft erweisen und nebenbei meine Liebe für Kunstgeschichte wieder neu entfacht hat.

    Ich werde noch lange über dieses Buch nachdenken, welches mich mit jeder Faser meines Körpers auf das höchste gefordert hat. Wer Lust hat auf leichte Kost, ist hier fehl am Platz, wird jedoch mit einer der unglaublichsten Geschichten belohnt, wenn er/sie sich darauf einlässt. Einzig und alleine sollte sich der/die Leser*in im Voraus überlegen, ob er/sie das Buch auf englisch oder deutsch lesen möchte. Ich für meinen Teil habe das Buch im Original gelesen und möchte nun zu guter Letzt jedem auf dem Weg geben, der eventuell auch mit dieser Ausgabe liebäugelt, dass das sprachliche Level sehr hoch ist und man stellenweise sehr gefordert ist und eventuell manche Passagen mehrmals lesen muss, um zu verstehen, um was es sich nun handelt. (Ich habe einen 7.5 IELTS was Englisch C1 entspricht {als kleiner Anhaltspunkt})

    Und nun zu guter Letzt ein Zitat, welches wie ich finde, ein wenig dem gesamten Buch entspricht: 

    “You see one painting. I see another, the art book puts it at another remove still, the lady buying the greeting card at the museum gift shop sees something else entire, and thats not even to mention the people separated from us by time - four hundred years before us, four hundred years after we`re gone - it`ll never strike anybody the same way and the great majority of people it`ll never strike in any deep way at all but - a really great painting is fluid enough to work its way into the mind and heart through all kinds of different angles, in ways that are unique and very particular. Yours, yours. I was painted for you.” 


  14. Cover des Buches Die Welt im Rücken (ISBN: 9783499272943)
    Thomas Melle

    Die Welt im Rücken

     (76)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette

    Diesem Mensch, der freiwillig seine ganze Bibliothek aufgibt, kann es nicht gut gehen… Dies war mein erster Gedanke, welcher mir beim Lesen von „Die Welt im Rücken“ kam. Wenn selbiger hinzu noch Schriftsteller und Übersetzer ist, trifft mich das als Bibliophile ganz besonders.

    Das es Thomas Melle nicht gut geht, ist sogar noch untertrieben. Er leidet an einer manisch-depressiven Erkrankung. Laut Buch erkrankt er hieran (bewusst) das erste Mal im Jahre 1999. Er erzählt ungeschönt, wie sich nach und nach die normative Welt um ihn herum demontiert.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil sichtbar wird, dass eine Depression eine Krankheit ist, die nicht nur den Erkrankten enorm einschränkt, sonder auch Freunde und Familie betrifft. Ich frage mich, was wäre aus Herrn Melle geworden, hätte er keinen Freund an seiner der Seite gehabt, der ihn (immer wieder auf’s Neue) in Kliniken einwies.

    Er erzählt ehrlich und aufrichtig, wie es dazu kam, dass er seinen Status als aufstrebender Autor für Theaterstücke und Romane und die Unterstützung seines Verlages Suhrkamp verlor. Thomas Melle lernt, seine Krankheit als solche zu akzeptieren und Hilfe anzunehmen. Das diese Krankheit nie so richtig geheilt werden kann, ist eine zentrale und wichtige Aussage des Buches.

    „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle ist 2016 im Rowohlt Verlag erschienen.

  15. Cover des Buches Himmelstal (ISBN: 9783458359418)
    Marie Hermanson

    Himmelstal

     (91)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Marie Hermanson ist eigentlich eine meiner
    Lieblingsautorinnen, aber dieses Buch konnte
    mich leider nicht überzeugen. Zwar war es
    durchaus spannend und wartete mit einer
    tollen Atmosphäre in einem schönen 
    Natur-Setting auf, jedoch hat mich der doch
    sehr naive Protagonist immer wieder 
    kopfschüttelnd und wütend zurückgelassen.
    Dessen Verhalten, Sichtweisen und Aussagen
    haben die eigentlich vielversprechende
    Geschichte leider immer weiter ins 
    Unglaubwürdige und Abstruse gezogen. 
    Schade: Die Idee und vor allem die Fähigkeiten
    einer Marie Hermanson wurden hier 
    überhaupt nicht ausgenutzt.Lieblingsautorinnen 
  16. Cover des Buches Dein Lächeln an diesen verdammten Tagen (ISBN: 9783841505118)
    Katie McGarry

    Dein Lächeln an diesen verdammten Tagen

     (228)
    Aktuelle Rezension von: NinaGrey

    Noah und Echo lagen seeeeeeeeeeehr lange auf meinem Stapel Ungelesener Bücher (kurz:SuB) bis ich vor einigen plötzlich große Leselust auf dieses Buch hatte und es mir dann einfach geschnappt habe !
    Bereut habe ich´s nicht !

    Katie McGarry hat einen modernen und flüssigen Schreibstil und ein großes Talent für tiefgründige Schicksale , die sie mit Feingefühl und Sensibilität authentisch und real erscheinen lässt !

    Noah , ein absoluter Dreamboy , der für seine beiden Brüder wirklich ALLES geben würde
    und
    Echo, die nach einem schicksalhaftem Unfall , an den sie sich nicht mehr erinnern kann , plötzlich zur Außenseiterin wird .
    Wie passt das zusammen fragt ihr euch sicher ?! Lest selbst ;-)
    Liebe kennt keine Grenzen <3

    Das Buch beginnt mit der Therapie in der sich Echo und Noah unabhängig voneinander befinden, durch "Zufall" aber ins Gespräch kommen und die Geschichte von da an seinen Lauf nimmt .
    Diese Therapie bringt den Leser so nah an die Charaktere ran und gibt nach und nach die Lösung auf all die Fragen , die sich einem stellen .
    Die Liebe ist ein schöner Nebeneffekt , aber nicht das Hauptaugenmerk des Buches und genau das ist es , was mich an diesem Buch so fasziniert hat!
    Normalerweise steht die Liebe immer Vordergrund , aber bei Echo und Noah steht das , was sie wollen im Vordergrund . (Kann das nicht näher erläutern ohne zu spoilern)

    Ehrlich , ihr müsst dieses Buch selbst lesen , Echo und Noah haben es so verdient wahrgenommen zu werden , denn dieses Buch vermittelt auch viele viele Botschaften und spiegelt reelle Themen wider.

  17. Cover des Buches Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne (ISBN: 9783841440266)
    Marieke Nijkamp

    Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne

     (22)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    »Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne« von Marieke Nijkamp hat mir als E-Book gut gefallen. 

    Als ihre beste Freundin stirbt, reist Corey in ihre Heimatstadt zurück, in der es nicht nur mehr als mysteriös zugeht, ihr zudem niemand die wirkliche Wahrheit über den Tod ihrer besten Freundin offenbaren will. 

    Das Buch ist etwas außergewöhnlich gestaltet und teilt sich in einzelne, recht kurze Kapitel sowie Briefe und Beobachtungen ein. Es war daher leicht und flüssig zu lesen und lies auch die Spannung der Geschichte nicht vermissen. 

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, wenn ich mir auch von der Auflösung der Situation etwas mehr erhofft habe. 

    Wirklich außergewöhnlich gut, fand ich die bildliche Beschreibung des Ortes Lost Creek, in welcher sich die Geschehnisse und Ermittlungen von Corey ereignen. Kaum in einem anderen Buch hat der Ortsname, gemeinsam mit den Schilderungen ein solch klares Bild gezeichnet, dass ich zeitweise das Gefühl hatte, die Kälte und die Abgeschiedenheit von Lost Creek förmlich zu spüren. 

    Die Geschichte ist zu jeder Zeit spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Einziges Manko für mich ist, dass das Ende der Geschichte wenig spektakulär und durchaus ausbaufähig gewesen wäre.

    Ich kann es empfehlen, wenn man Spannung, eine sehr gute Ortsbeschreibung sowie ein wenig Grusel gern liest. 

  18. Cover des Buches Shadowsong (ISBN: 9783492704595)
    S. Jae-Jones

    Shadowsong

     (18)
    Aktuelle Rezension von: NiiCii

    In Shadowsong, dem Nachfolger von Wintersong, sind alle Protagonisten aus dem ersten Teil für mich sehr unsympathisch geworden. Ihre Verwandlung ist schwer bis kaum nachvollziehbar. 

    Die Handlung und das Geschehen sind sehr zäh und stockend beschrieben und das Buch zieht sich unheimlich in die länge. 

    Ich habe mit eine Vortsetzung zu Wintersong gewünscht, wurde hiermit aber sehr enttäuscht und werde es auch niemandem weiterempfehlen.

  19. Cover des Buches Libellen im Kopf (ISBN: 9783734100994)
    Gavin Extence

    Libellen im Kopf

     (80)
    Aktuelle Rezension von: meggies_fussnoten

    Abby lebt in London, arbeitet als Journalistin und führt eine zur Zeit stabile Beziehung mit ihrem Freund Beck. Doch Abby ist bipolar. Trotz der Krankheit ist ihr Leben zur Zeit ausgeglichen. Eines Abends findet sie zufälligerweise ihren Nachbarn Simon tot in dessen Wohnung. Erst scheint sie nicht viel wegen des Todes zu empfinden, doch schleichend baut sich ein Zusammenbruch auf. Und plötzlich findet sich Abby in der Klinik wieder. Dort trifft sie auf Melody, die ebenfalls mit inneren Dämonen zu kämpfen hat. Gemeinsam versuchen sie, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bringen, immer der Gefahr ausgesetzt, einen Rückfall zu erleiden.

     

    MIt "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" habe ich den Schreibstil des Autors schon einmal kennenlernen und mich verlieben dürfen. Mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit führt er durch seine Geschichten und erzählt von gequälten Seelen, die es nicht leicht haben im Leben.

     

    Diesmal lernen wir Abigail, kurz Abby kennen. Sie leidet an einer bipolaren Störung, die sie aber im Griff zu haben scheint. Zusammen mit ihrem Freund Beck lebt sie in einer Wohnung in London und lebt mehr schlecht als recht von ihrem Beruf als freie Journalistin. Sie scheint glücklich, da alles in geregelten Bahnen läuft.

    Als sie aber eines Abends auf ihren toten Nachbarn Simon trifft, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

     

    Erst ist Abby sehr gefühllos, sie nimmt den Tod relativ gut auf, kümmert sich weiter um ihr Leben. Doch schleichend baut sich eine Katastrophe auf. Abby wird ruhelos, sie gibt Unmengen an Geld aus, trinkt zu viel und stürzt dann in ein tiefes Loch. Der letzte Ausweg: die Einweisung in die Klinik. Dort trifft sie auf Melody, ein junges Mädchen mit ebenfalls großen Problemen.

     

    Der Autor erzählt mit einfühlsamen Worten die Geschichte Abbys, nimmt uns mit auf ihrem Absturz und dem Weg der Besserung, gespickt mit vielen, vielen Szenen, in denen Abby mit ihren inneren Dämonen fertig werden muss. 

     

    Auch wenn ich mir die Erkrankung persönlich nicht vorstellen kann, habe ich doch mit Abby mitfühlen können. Ihre Zweifel, ihre Ängste und Sorgen und vor allem ihre Hoffnungen konnte ich mir sehr gut vorstellen und ich habe selbst gehofft, dass sie einen Weg findet, aus dem ganzen wieder rauszukommen.

     

    Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Zuvorderst natürlich Abby, aber auch deren Freund Beck, die Therapeutin Dr. Barbara, Melody oder Abbys Schwester Fran. Alle waren liebenswert, einfühlsam, hatten ihre Ecken und Kanten und wurden mit viel Tiefe gezeichnet. Vor allem Beck fand ich wunderbar. Er steht zu Abby, versucht ihr zu helfen, wo es geht, kommt aber selbst zeitweise mit der Situation nicht zurecht.

     

    Je mehr Abby abrutscht, umso deutlicher wird die Beschreibung. Mir kamen mehrmals die Tränen, weil ich die Hoffnungslosigkeit spürte, die Abby überkam. 

     

    Die Geschichte ist wunderschön, traurig, rührend, ängstlich und voller Hoffnung. Der Autor hat sich mit seinen Geschichten in mein Herz geschlichen.

     

    Meggies Fussnote:

    Der Autor vermittelt einen anderen Blick auf die Welt.

  20. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (432)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Laut den vorliegenden Rezensionen habe ich mir dieses Buch schenken lassen, weil ich es mir interessant und witzig vorstellte.

    Leider war es für mich nur zäh und langweilig. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch abbreche. „Fleisch ist mein Gemüse“ hier ist allerdings so eines. Ab der Hälfte habe ich seitenweise weiter geblättert, etwas gelesen, und wieder viele Seiten übersprungen. Die letzten paar Seiten habe ich wieder gelesen und nicht das Gefühl gehabt, dass mir etwas entgangen ist.

    Grundsätzlich erzählt der Autor ständig das Gleiche. Und das nicht einmal überzeugend witzig. Von einem Tanzabend zum nächsten, Alkohol, Glückspiel, keine Frauen, Gesicht mit Pickel, Mutter der es gesundheitlich immer schlechter geht, bis sie am Ende stirbt, Tagesablauf zum Kaputtmachen. Tja, das war es dann auch schon. 

    Wird das ganze Buch dafür verwendet zu beschreiben wie es bei dieser einen Tanzkapelle ablief, so war das Ende im Schnellverfahren erzählt. Innerhalb einiger Seiten trennt er sich von der Gruppe, Mutter stirbt, er zieht um und aus. 

    Dazu passt noch nicht einmal das Cover. Schade, für mich enttäuschend.

                                                                                                   

  21. Cover des Buches Prinzentod (ISBN: 9783401800547)
    Beatrix Gurian

    Prinzentod

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Kathey
    Klappentext: Verbotene Liebe führt selten zu etwas Gutem. Das weiß Lissie, als sie Kai das erste Mal begegnet und doch schafft sie es nicht, ihm zu widerstehen. Bis ein entsetzlicher Unfall geschieht, der alles, was verborgen war, ans Licht bringt. Aber Lissie ahnt noch nicht, dass dies alles nur der Anfang ist. Ein Psychothriller, der in allen Facetten des Genres schimmert.

    Aufbau:  Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptperson Lissie geschildert. Dabei erfährt man in chronologischer Reihenfolge, was passiert ist und das passieren wird.

    Gestaltung:Das Cover ist typisch für die Arena-Thriller. Außerdem passt der Titel und das Cover auch zu dem Inhalt des Buches. Ich finde es ganz okay.

    Charaktere:  Die Protagonistin war eigentlich ganz sympathisch und ganz gut ausgearbeitet. Jedoch fand ich die anderen Charaktere nicht sehr sympathisch und irgendwie hat die Chemie zwischen uns leider nicht gestimmt. Ich konnte den anderen Charakteren nichts abgewinnen und konnte deren Handlungen teilweise echt gar nicht nachvollziehen.

    Ende: Das Ende fand ich ganz okay, aber nichts besonderes. Auch ging mir das Ende insgesamt ein bisschen zu schnell. Die Protagonistin entdeckt ziemlich schnell und auch nicht ganz überzeugend Dinge, die die Geschichte vorran treiben. Das wirkt insgesamt alles ziemlich vorschnell und auch so als ob die Autorin das Buch unbedingt beenden wollte.

    Fazit: Insgesamt gesehen hätte es dem Buch gut getan, wenn es ein paar Seiten hätte und die Geschichte nicht so schnell voran geschritten wäre. Man hatte das Gefühl, dass die Protagonistin keinen Tag Pause hätte. Alles ist Schlag auf Schlag passiert und ohne das sie mal eine Pause hat und „länger“ über das Geschehen nachdenken könnte. Dies führt zu überstürzten Handlungen. Und ich hatte das Gefühl, dass diese Dinge, die Lissie findet, extra so platziert wurden und das hat sehr gedrungen gewirkt.Leider, war das Buch auch nicht sehr überraschend. Es gab auch einige Logikfehler, die ziemlich offensichtlich waren.
  22. Cover des Buches Das Glück wächst nicht auf Bäumen (ISBN: 9783442476329)
    Wendy Wunder

    Das Glück wächst nicht auf Bäumen

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Amber144
    Das Buch lag lange in meinem Regal mit ungelesenen Büchern. Irgendwie passt es nie das Buch anzufangen. Jetzt habe ich es doch in die Hand genommen und wollte es gar nicht mehr weglegen. Die Geschichte bringt einige Überraschungen mit, mit denen man absolut nicht rechnet und das Ende hat mich doch sehr verwundert, aber das Buch ist wunderschön geschrieben und absolut lesenswert.
  23. Cover des Buches The Higher You Fly ... (ISBN: 9783753424316)
    Marina Paunovic

    The Higher You Fly ...

     (28)
    Aktuelle Rezension von: schmoekerstoff

    Autorin hat sich keinem einfachen Thema gewidmet. Manisch-depressiv ist für den Betroffenen und auch für Freunde und Familie kein einfaches Miteinander. 

    Ich habe es in der Geschichte sehr bewundert, wie Nick hinter Janik steht. Egal was er auch wieder angestellt hat oder wie er sich gerade benimmt. Gerade im Teenager-Alter ist es bestimmt doppelt so schwer, mit dieser Krankheit umzugehen. Teenager sind auch so schon sehr wankelmütig und stimmungswechselnd. Doch gerade bei Janik wird sehr deutlich, wie extrem diese Schwankungen bei ihm sind. Hoch und tief, schwarz und weiß, dazwischen gibt es eigentlich nicht.

    Es war so schade, dass Janiks Familie diese Krankheit bei ihm überspielt hat und ihn nicht schon im Kindesalter unterstützt hat. Umso leichter wäre es bestimmt auch heute für ihn. 

    Emilia konnte mich nicht ganz so überzeugen. Manchmal habe ich mich gefragt, ob sie die gleiche Krankheit wie Janik hat Ihre Stimmungsschwankungen fand ich stellenweise absolut anstrengend. 

    Auch mit dem kleinen Emilia-Abzug, finde ich dieses Buch empfehlenswert. Ich finde es absolut positiv, dass auch Krankheiten in gefühlvollen Geschichten eine Rolle spielen. Es ist absolut interessant, mehr über das Thema manisch depressiv zu erfahren. Wir wissen viel zu wenig darüber und haben dadurch schon gewisse Berührungsängste.

  24. Cover des Buches Sickster (ISBN: 9783499256950)
    Thomas Melle

    Sickster

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Berlin: Magnus Taue arbeitet als Journalist für das Kundenmagazin eines französischen Konzerns. Er wird von Selbstzweifeln geplagt, ist im Grunde fertig, gibt sich keinerlei Illusionen mehr hin.

    Thorsten Kühnemund ist ein durch und durch hedonistischer Manager, machohaft über die Schmerzgrenze hinaus, ziemlich unsympathisch. Er hat eine Freundin namens Laura, geht aber hemmungslos fremd. Er spricht den geistigen Getränken zu sehr zu, ebenso den Mittelchen, die man gemeinhin Drogen nennt. Exzessiv, immer auf der Flucht vor der inneren Leere, die ihn einzuholen droht. Innerlich ausgehöhlt.

    Beide erwähnten Männer waren mal Schulkameraden. Jetzt als Erwachsene freunden sie sich mehr und mehr an. Das Nachtleben saugt Magnus ein, von Club zu Club, Disco zu Disco. Hungrig nach Erlebnissen und sich ablenken, um ja nicht über die eigene Desolation nachgrübeln zu müssen. 

    Beide trudeln haltlos durch ihre jeweiligen Leben. Das ist ihnen nicht einmal klar und wenn die Verzweiflung doch ihr Haupt hebt, verdrängen sie sie sofort wieder. Die Feinheiten und Empfindlichkeiten ihrer eigenen Psychen schlagen sie so zumindest temporär tot. Es ist aber nur ein Scheintod. Magnus' Psyche verändert sich, aber zum Besseren? Zweifel sind angebracht.

    Magnus erwärmt sich mehr und mehr ausgerechnet für Thorstens Freundin Laura und das kann jener nicht dulden, der sie als seinen Besitz betrachtet. Wird es zur unvermeidlichen Konfrontation kommen und was wird daraus resultieren? 

    Multiperspektivisch ( Magnus, Thorsten, Laura ), authentisch und auf diversen Zeitplateaus berichtet Thomas Melle vom Anbahnen sehr unguter Dinge. 

    Sinnentleertes Leben, angefüllt mit dürftigen Ersatzhandlungen, Überkompensation, Verdrängung, Verleugnung und die atemlose Suche nach dem schnellen Kick. Ja nicht darüber nachdenken müssen, daß man es im Leben zu nichts gebracht hat und ebensowenig darstellt, "nur" ein Manager unter vielen und "nur" ein unbekannter Journalist mit einem unbefriedigenden, dürftigen Aufgabenfeld. Nur Pseudobedeutung, der Versuch, das Ego aufzublasen. 

    Dahindriften, kein sinnstiftendes Ziel vor Augen. Hauptsache nicht reflektieren und kontemplieren. Sonst wäre beiden klar, wie erbärmlich ihr Leben ist. 

    Rasiermesserscharf seziert Thomas Maple in spitz geschliffenen, schneidenden Worten und Sätzen atmosphärisch das Gierige, das Mehr Mehr Mehr haben wollen und den maßlos wachsenden Anspruch auf Spaß und Unterhaltung. Sie sind vom wahren Glück so weit entfernt wie Sirius von der Erde. 

    Es ist eine gleißende Reflektion unserer Gegenwart und ein gelungenes Psychogramm der männlichen, meist verleugneten Labilität. Fiebrig bis zur absoluten Benommenheit und dem eventuellen Kollaps, nicht nur des Individuums.....

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