Bücher mit dem Tag "birmingham"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "birmingham" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Leben und Werk der Hetty Beauchamp (ISBN: 9783832166823)
    J.L. Carr

    Leben und Werk der Hetty Beauchamp

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    "Literaturwerkstatt- kreativ / Blog"  stellt vor:

    „Leben und Werk der Hetty Beauchamp“ von  J. L. Carr


    Ostengland -  Ende der 80er-Jahre

    Die 18-jährige Ethel Birtwisle, genannt Hetty, steht kurz vor dem Abitur und hat vor im Anschluss Literatur zu studieren. Allerdings schlägt ihr wenig Verständnis in ihrem kleinbürgerlichen Elternhaus dafür entgegen. Vor allem von ihrem cholerischem Vater, der mit Literatur überhaupt nichts anfangen kann. Als dieser unter Hettys Bettdecke ein Buch von John Donne findet, hält er es für Pornografie und rastet aus. Daraufhin erfährt Hetty von ihrer Mutter, dass sie adoptiert wurde. Die Mutter verlangt von Hetty das Haus zu verlassen, um den Vater nicht weiter zu reizen. Hetty ergreift daraufhin die Flucht und nennt sich fortan „Hetty Beauchamp“.

    Ihr Weg führt sie nach Birmingham, wo sie ihre leiblichen Eltern finden will. Sie kommt in der Pension der exzentrischen Rose Gilpin-Jones unter. Die hilfsbereite Landlady unterstützt sie bald bei der Suche nach ihrer wahren Familie. Und während Hetty das Stadtleben kennenlernt, ganz besondere Menschen trifft und die eine oder andere Enttäuschung erfährt, begreift sie vor allem eines: Es ist nicht wichtig, woher wir kommen, sondern wohin wir gehen wollen. Schließlich entwickelt sich eine Zukunftsperspektive in Cambridge, die ihr sehr verlockend erscheint …“


    Fazit:

    Der britische Schriftsteller J. L. Carr schrieb bis zu seinem Tod im Jahre 1994 acht Romane. Aber erst in den letzten Jahren finden seine Werke im deutschen Sprachraum ihre Leserschaft. Genauer gesagt ab 2016, als der DuMont Verlag anfing seine Werke nach und nach zu veröffentlichen.  „Leben und Werk der Hetty Beauchamp“ ist mittlerweile der fünfte veröffentlichte Roman, aber mein erster den ich von J.L. Carr lese. Hier sei gleich vorweg gesagt, - der Autor hat Suchtpotenzial bei mir ausgelöst; das Buch hatte ich nach zwei Tagen ausgelesen und nun freue ich mich schon recht ungeduldig auf weitere Werke von ihm.

    J. L. Carr erzählt eine durchweg sehr vergnügliche „Coming-of-Age-Geschichte“ mit viel Ironie und britischem Witz, in einer sehr schönen ansprechenden literarischen Sprache. Neben der eigentlichen Entwicklungsgeschichte von Hetty, stehen auch private Konflikte, die hauptsächlich in der Mittelschicht spielen, als auch sozial-politische Darstellungen der „Thatcher- Regierung“ im Fokus des Romans. Wie ein roter Faden zieht sich dabei der englische Dichter und Dramatiker Robert Browning (1812 -1889) durch die Geschichte, von Hetty gelesen und verehrt. Aber auch weitere literarische Dichter und Denker werden genannt und besprochen. So sollte hier durchaus ein Interesse an Literatur vorhanden sein.

    Der Schriftteller erzählt detailliert und authentisch und lässt die Leserschaft intensiv am Gefühlsleben seiner Protagonistin Hetty teilhaben. Und mit diesem hervorragend angelegten Charakter hat der Autor – jedenfalls bei mir – voll ins Schwarze getroffen. Eine interessante junge, feministische Frau, die sich nicht unter kriegen lässt und wenn es sein muss auch mal knallhart werden kann.  

    Ja, J. L. Carr hat eine witzige, ironische, politische, vor allem sehr beeindruckende Geschichte übers Erwachsenwerden – mit all seinen Tücken und Launen geschrieben, die mir außerordentlichen Spaß gemacht hat!






    Die ganze Rezension auch auf meinem Blog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2022/07/10/leben-und-werk-der-hetty-beauchamp-von-j-l-carr/



    Besten Dank an den „DuMont Buchverlag“ für das Rezensionsexemplar.


  2. Cover des Buches Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6) (ISBN: 9783548613512)
    Tania Carver

    Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6)

    (112)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda

    Ein Wahnsinniger, der im Verständnis seines Gerechtigkeitsempfindens Menschen bestialisch tötet oder verstümmelt und mit der Auswahl seiner Opfer sogar Phils Team in eine moralische Grauzone stößt. Ein Pärchen verbunden und gleichermaßen getrennt durch ein altes Verbrechen. Und eine manipulative Narzisstin, die Marinas Angst heraufbeschwört. Alles zusammen ergibt einen spannenden und intelligent vernetzten Krimi/ Thriller.

    Bisher der gesellschaftskritischste Teil dieser Reihe. Da er sich der Thematik von Schuld und Unschuld annimmt, wie das Rechtssystem und die Menschen darauf reagieren. Dazu die Schere zwischen arm und reich, die Schicksale vorherzubestimmen scheint.

    Mich hat dieses Buch mitgerissen und empfehle es gerne weiter, trotz des offenen Endes.
    Wie bei den meisten Carvern geht es nicht um das Rätselraten, denn dafür wird zu viel zu früh verraten. Die Spannung zieht die Geschichte aus der Frage, ob die Pläne gelingen, ob der nächste Schritt dem Täter nahe kommt und wie sich alles ineinander verquickt.
    Aber als Leserin, die ohnehin das Ende nachschlägt, ist das für mich genau der richtige Stil.

     

    Noch ein paar Dinge zum Buch:

    Story:

    Diese Geschichte wird in drei Hauptplots und mehreren kleineren Nebenplots erzählt, zum ersten Mal gibt es auch einen Cliffhanger.
    Als erstes wären da Phils Fall um den Mörder, der die Gerechtigkeit in die eigenen Hände nimmt. Dazu kommen Marina, die mit einer Frau zu tun hat, die sich als Fiona Welch ausgibt und dann ein Pärchen in fast Shakespeare’scher Tradition.

    Am Ende laufen alle Plots ineinander, wobei die Zusammenhänge nicht vollends aufgeklärt werden. Der Wahnsinnige macht zwar Andeutungen, aber diese werden nicht weiter aufgegriffen.

    Diesmal werden kaum Beziehungsprobleme behandelt, auch mal sehr angenehm in dieser Reihe.

     

    Schreibstil/ Struktur:

    Die Geschichte lässt sich wieder flüssig und zügig lesen. Erzählt wird aus der personalisierten Erzählersicht. Die Perspektiven wechseln sehr schnell, zwischen den verschiedenen Ermittlern, Marina, den Tätern und den Opfern.

    Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. Die Kunst des gemeinen und fiesen Cliffhangers wird hier virtuos eingesetzt, so dass man die Zeit schnell mal vergisst.

    Das Gefühlsleben der Figuren wird detailliert beschrieben. Die vielen Gleichnisse und Metaphern mit denen die Angst und Unsicherheit dargestellt wird, ist sehr kreativ und tatsächlich innerhalb eines Buches abwechslungsreich (nicht zwischen zwei Büchern).

     

    Charaktere:

    Mein Lieblingsprotagonist DI Phil Brennan befindet sich in Höchstform. Endlich mal glücklich mit seiner Frau werden keine Beziehungsprobleme gewälzt. Er konzentriert sich auf den Fall, nimmt seine Führungsrolle des neuen Teams immer besser an und zeigt seine Führungsstärke und Cleverness und zweifelnde Menschlichkeit. Sehr sympathisch.

    Marina Esposito handelt in diesem Buch tatsächlich mal als Psychologin und zeigt Kompetenz. Sie handelt umsichtig und rücksichtsvoll und sehr menschlich. Hier hat sie mir sehr gut gefallen… zur Abwechslung.

    Cotter, Phils offen lesbisch lebende Vorgesetzte, dazu Nadish, Sperring und Imani bekommen geschärfte Profile. Auch die Geschichte von Anni und Mickey wird weitererzählt. Die Autoren scheuen sich nicht liebgewonnene Protagonisten leiden zu lassen oder gar zu töten.

     

    Noch ein wenig Kritik:

    Ich würde mich freuen, wenn die Überführung von Gefangenen realistischer dargestellt werden würde, dann hätte mich der Befreiungsversuch der Irren mehr gereizt.

     

    Fazit:

    Ein spannender Krimi/ Thriller, der mich größtenteils überzeugen konnte. Ich gebe 4,5 Sterne, die ich nach oben aufrunde.
  3. Cover des Buches Amber und ihr Esel (ISBN: 9783442158966)
    Julian Austwick

    Amber und ihr Esel

    (19)
    Aktuelle Rezension von: countrywoman

    "Amber und ihr Esel" ist ein Erlebnisbericht der Familie Austwick. Das Buch berichtet von der Familie und in einer parallelen Erzählung von Shocks, dem Esel. Es fängt an mit der Rettung eines armen, gequälten Esels. Mit Polizeiunterstützung befreit Sinead O'Connell von der Tierschutzorganistation "Donkey Sanctuary" den Esel, der den Namen Shocks erhält.

    Dann lernt man die Familie Austwick kennen. Tracy ist mit Zwillingen schwanger. Leider gibt es Komplikationen. Die Zwillinge kommen viel zu früh auf die Welt. Die Ärzte können ihr Leben retten, aber eines der beiden kleinen Mädchen (Amber) ist behindert. Sie muss lange im Krankenhaus bleiben, während die Schwester Hope schon lange zu Haus ist. Amber bleibt in der Entwicklung zurück, bekommt noch Kinderlähmung. Ihr Leben ist ein Drama. Kann nicht reden, laufen, ist apathisch. Es ist eine enorme Belastung für die Eltern, Amber benötigt 24h Betreuung. Die Ärzte machen wenig Hoffnung das sich der Zustand ändert. Aber Tracy hat einen Dickkopf, s kämpft gegen die Meinung der Ärzte an. Mit Erfolg.

    Shocks hat Angst vor allem, er vertraut niemand. Weder Mensch noch anderen Esel. Man lässt ihm Zeit, damit er sich eingewöhnt, doch es ändert sich nichts. Man bemüht sich um ihn, versucht ihn ins Leben zurück zu holen. Shocks macht alles, aber er scheint depressiv und hat keinen Spaß am Leben.

    Bis Amber und Shocks aufeinandertreffen. Die verbindet ein unsichtbares Band. Und dann beginnen die Wunder für beide. Ihre Entwicklung beginnt, sie wachsen aneinander, entwickeln sich körperlich und seelisch. Es ist wunderbar es mit zu erleben. Es hat mich sehr berührt.

     

    Glaube das Leben, an das Unglaubliche, an Wunder, an die Liebe, gib die Hoffnung nicht auf.  

    Alles im Leben hat seinen Sinn!

  4. Cover des Buches Arthur & George (ISBN: 9783462050301)
    Julian Barnes

    Arthur & George

    (27)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Julian Barnes erzählt mit diesem Roman eine wahre Geschichte aus dem Leben von Sir Arthur Conan Doyle, dem Schöpfer des beratenden Meisterdetektivs Sherlock Holmes.

    1903 werden in der Grafschaft Staffordshire mehrere Tiere gewaltsam verstümmelt und in auftauchenden anonymen Briefen an die Polizei wird der Sohn des lokalen Pfarrers, der Inder ist, dieser Taten bezichtigt. George Edalji, Mischlingskind und angehender beratender Rechtsanwalt, gerät dadurch ins Zwielicht und wird trotz fadenscheiniger und nicht stichhaltiger Beweise von der Justiz zu drei Jahren Haft verurteilt.

    1906 wird der Schriftsteller A. C. Doyle auf den Fall aufmerksam und beginnt selbst hartnäckig zu recherchieren und sieht bald all die Versäumnisse und Vorurteile der Polizei und Bevölkerung bestätigt.
    Seiner Berühmtheit und Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass Edalji's Fall immer wieder aufgegriffen und schlußendlich auch durch das Innenministerium neu behandelt werden muss.

    Der Roman schildert das Leben des Schriftstellers und der Familie Edalji sowie die ganze Geschichte der anonymen Drohbriefe und der schrecklichen Tiermorde sehr genau. All die kleinen Erfolge und auch heftigen Rückschläge in diesem Kampf der beiden Protagonisten gegen die Justiz und gegen vermeintliche Vorurteile sind sehr dicht erzählt... und ermatten beim Lesen.

    Hervorzuheben ist die Idee des Autors, die Biographien der beiden Männer abwechselnd und nicht parallel in einzelnen Kapiteln zu erzählen. So gestaltet sich bis zur Mitte des Buches ein herrlicher biographischer Handlungsbogen, welcher dann im Zusammentreffen der beiden Herren in einem Londoner Hotel kulminiert.
    Der Roman ist vielmehr eine Biographie des Mannes Doyle als ein Kriminalfall, der den Anwalt Edalji betrifft.

    So gerät die Erzählung selbst um Doyle's Recherche, seine Lösungen und seinen Kampf mit der Obrigkeit um die Rehabilitierung des Halbinders George zu einem zähen zweiten Teil des Buches.

    Der Schreibstil und die akribische Aufbereitung sind hier zu loben und wohl auch die Tatsache, dass Doyle dank seiner Berühmtheit durch seinen Detektiv in England mit diesem Fall zur Einrichtung des britischen Berufungsgerichts beitrug.


  5. Cover des Buches Mörderische Verstrickungen (ISBN: 9783423253345)
    Anne George

    Mörderische Verstrickungen

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Die Schwestern Patricia Anne und Mary Alice wollen ihrem Cousin helfen seine verschwundene Ehefrau zu finden. Bei der Suche werden sie auf eine Sekte aufmerksam, die Schlangen vergöttert und sich von diesen auch beißen lässt. Doch was hat es mit der Verbindung zu dieser Sekte auf sich und warum liegt in deren Kirche eine tote Frau?

    Ich wurde etwas von dem Covergeblendet und in die Irre geführt, da ich der Meinung war, dass meine zwei Hobbies Wolle und Krimi hier aufeinandertreffen. Leider war nicht einmal die Rede von Wolle, Stricken, o.ä  noch empfand ich das Buch als Krimi. Es war eher Klamauk und gewollt lustige (obwohl ich es kein Stück amüsant fand) Geschichte mit viel Schmarrn! Mehrfach wollte ich das Buch abbrechen, da ich es zu dumm und langweilig fande und jetzt ärgere ich mich, weil ich in der Zeit lieber ein anderes Buch gelesen hätte 🤪

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