Bücher mit dem Tag "bismarck"
18 Bücher
- Bernhard Schlink
Olga
(221)Aktuelle Rezension von: BuecherkopfkinoDurch dieses Buch bin ich für meine Verhältnisse wirklich sehr schnell durch gekommen. Der Schreibstil und die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen.
Anfangs dachte ich, es sei nicht viel spektakuläres passiert; 100 Seiten vor dem Ende dachte ich, dass es eigentlich auch hier zu Ende sein könnte und dann kamen Olgas Briefe an Herbert, die Lücken füllten, neue Erkenntnisse brachten und das Drama um Olga aufzeigt.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.
Es zeigt wie stark eine Liebe sein kann, auch wenn man sie nie wirklich ausleben konnte. Beeindruckende Geschichte um Olga, mit vielen Verlusten aber auch viel Nähe. Ihre große Liebe Herbert erschien meistens unerreichbar, obwohl sie auf Gegenseitigkeit beruht hat. Olga findet aber auch mehrfach Familie in Freundschaften.
Ich fand dieses Buch ganz wunderbar und der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Eine Geschichte über eine wunderbar starke Frau namens Olga.
- Richard Dübell
Der Jahrhundertsturm (Jahrhundertsturm-Serie 1)
(110)Aktuelle Rezension von: BookLookerDer Autor Richard Dübell ist sehr bekannt vor allem durch seine historischen Romane (z.B. Allerheiligen). Er wurde im Oktober 1962 geboren.
Der Roman Jahrhundertsturm erzählt von einer Dreiecksgeschichte zwischen Alvin von Briest, Paul Badermann und Louise Ferrand.
Im Mittelpunkt steht der historische Hintergrund, vor allem der Bau der Eisenbahnstrecken.
Die Eisenbahn die von Paul Badermann liebevoll "Der Adler" genannt wird.
Die Wortwahl ist Zeit typisch. Insgesammt ist der Text sprachlich sehr gut verständlich und es läuft nicht in die Gefahr kompliziert zu werden.
Das Cover ist passend zum Inhalt, mit der einfahrenden Eisenbahn gestaltet.
Die einzelnen Personen werden am Anfang sehr ausführlich charakteresiert.
Zur Thematik muss ich sagen, dass diese nicht so ausergewöhnlich ist.
Insgesamt kann ich sagen:
Ein gewöhnlicher historischer Roman?
Nein. Richard Dübell schafft es durch seine Schreibweise, den Leser zu fesseln. - Maria W. Peter
Eine Liebe zwischen den Fronten
(140)Aktuelle Rezension von: lucyliestDie Französin Madeleine steht kurz vor der Verlobung mit dem preußischen Arzt Paul in Berlin, als sie die Nachricht von der Kriegserklärung gegenüber Frankreich erhalten. Paul muss als Militärarzt sofort an die Front und Madeleine versucht mit ihrem Vater wieder in ihre Heimat nach Merz zu kommen. Dabei geraten sie mitten ins Kriegsgewirr.
Madeleines Vater stirbt unterwegs und sie muss ihn in der Fremde beisetzen. Endlich schafft sie es doch nach Hause und trifft dort nur ihre Mutter und die algerische Magd Djamila an. Sofort setzt sie sich ein und hilft im Lazarett. Und somit beginnt ein harter Kampf, ums Überleben. Wird Madeleine Paul je wieder sehen und wie können sie wieder zusammen finden, wenn ihre Länder verfeindet sind? Madeleine macht sich auch große Sorgen um ihre Bruder Clément, der sich rebellischen Gruppen anschließt um Frankreich zu befreien.
Es ist ein unglaublich spannendes Buch. Maria schafft es die Szenen so bildgewaltig zu beschreiben. Grad die Kampfszenen im Krieg waren mir manchmal zu heftig. Die Emotionen schafft sie mit ihren Worten so gut zu transportieren, das man mit der durch Krankheit geschwächten Madeleine, den von Sorgen zerfressenen Paul und den fanatische für sein Land kämpfenden Clément, nachempfindet. Madeleine und Paul, die ihrem Land gegenüber loyal sind, aber noch mehr sich gegenseitig lieben und sich Sorgen machen, wie es dem anderen geht. Werden sie sich wiedersehen?
Der geschichtliche Hintergrund ist gut recherchiert und beeindruckend detailliert. Ich kann mir nicht vorstellen, wieviel Arbeit und Zeit Maria in dieses Buch gesteckt hat.
Ein sehr großartiges, historisches Buch was ich wirklich empfehlen kann.
- Ulf Schiewe
Land im Sturm
(66)Aktuelle Rezension von: Doscho„Land im Sturm“ ist eine wirklich ausgedehnte Geschichtsreise. Vom Zehnten bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert werden verschiedene Familien vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse beleuchtet.
Mit „Land Im Sturm“ hat sich Ulf Schiewe ein wahres Mammutprojekt vorgenommen. 900 Jahre Geschichte auf knapp ebenso vielen Seiten, das ist eine klare Ansage. Natürlich kann man hier nicht jedes Jahr behandeln, stattdessen wurden sich fünf Jahre herausgegriffen und episodenartig aneinandergereiht. In jedem dieser Teile stehen eine Familiensituation bzw. eine Situation eines Paares im Vordergrund, hinzu wird das Ganze mit wirklich gut recherchierten und detailliert beschriebenen geschichtlichen Hintergründen angereichert.
Das Unterteilen des Buches in einzelne Abschnitte ist einerseits vorteilhaft, denn theoretisch kann man dann „Land Im Sturm“ dementsprechend einteilen, was vielleicht hilfreich für diejenigen ist, die vom Umfang des Romans abgeschreckt sind. Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Raum zur Kritik. Mir kam es nämlich oft so vor, dass ich aus einer Epoche herausgeworfen wurde, nur, um in die nächste geworfen zu werden. Zwar hat sich Ulf Schiewe bemüht, durch konsequent gleiche Namen der Hauptcharaktere durch die einzelnen Teile hinweg so etwas wie Konsistenz zu schaffen, dennoch sind die Übergänge lose bis praktisch nicht vorhanden.
Zudem bemerkte ich in der Mitte des Romans ein leichtes Absteigen der Handlung. Gerade im dritten Teil war für mich die Handlung etwas zäher als in den anderen Teilen, bei denen praktisch ständig etwas passiert.
So ist „Land Im Sturm“ ein wunderbarer Historischer Roman für diejenigen, die mal Geschichte im Schnelldurchlauf erleben wollen. Die eher episodenartige Erzählweise sollte einen dabei jedoch nicht abschrecken.
- Thomas von Steinaecker
Schutzgebiet
(14)Aktuelle Rezension von: FornikaZu Beginn des 20. Jahrhunderts soll in der deutschen Kolonie Tola eine weitere Stadt entstehen: Benesi. Der Forstwirt Gerber mit seiner Schwester Käthe, der drogensüchtige Arzt Brückner und der Architekturstudent Henry, der nach dem tragischen Tod seines Vorgesetzten kurzerhand dessen Identität annimmt, bilden die zweifelhafte Saat aus der mal eine blühende Stadt sprießen soll.
Thomas von Steinaecker hat seinen Roman mit wahrlich schrägen Charakteren bevölkert. Allein Gerbers Ansinnen in der afrikanischen Steppe einen guten, deutschen Wald zu ziehen (wohlgemerkt mit Sprösslingen, die im Blumentopf per Schiff anreisen), hat mich schon ein bisschen an Gerbers Verstand zweifeln lassen ; ) Benesi bildet ein Auffangbecken für die mehr oder weniger gescheiterten Existenzen und man schaut ihnen gerne bei ihren Versuchen zu sich wieder zu etablieren. Der Autor lässt uns ebenfalls großzügig in die Vergangenheit der Figuren blicken, sodass zu jedem ein rundes Bild entsteht. Leider sind sie dann doch etwas stereotyp geraten und heben sich nicht wirklich von den Siedlern in ähnlichen Romanen ab. Die Beschreibung der Zustände in der Kolonie, v.a. auch das Verhalten gegenüber der schwarzen Bevölkerung scheint mir recht realistisch, ebenfalls die Tatsache wie weltfremd man doch abgeschnitten von der fortschrittlichen westlichen Welt wurde. Der Schreibstil mag nicht jedermanns Sache sein, ich fand ihn manchmal etwas hölzern. Insgesamt vielleicht nicht das beste Werk des Autors, aber durchaus keine völlig verschenkte Lesezeit.
- Christopher Clark
Von Zeit und Macht
(8)Aktuelle Rezension von: MasauNach dem Buch "Die Schlafwandler", welches mich absolut begeistert hatte, freute ich mich riesig auf dieses Werk. Allerdings wie man es bei der Bewertung schon vermute, konnte es mich nicht überzeugen. Es ging sogar so weit das ich es nach der Hälfte abgebrochen habe. Wirklich nicht mein Geschmack. - Manfred Mai
Deutsche Geschichte
(18)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderManfred Mai ist ein großartiger Schriftsteller und hat schon ganz viel veröffentlicht. Dieses Werk über die Deutsche Geschichte finde ich einfach genial! Toller Aufbau, knappe und sehr gute Texte und tolle Zeichnungen. Manfred Mai erzählt die Deutsche Geschichte und die Entwicklung über die Jahrhunderte. Er macht es so toll und logisch und packt die jungen Leser, genauso wie die großen. Auch immer eine tolle Geschenkidee für die jungen Schüler und gutes Material für Schularbeiten und Referate.
- Thomas Nipperdey
Deutsche Geschichte 1800-1866
(5)Aktuelle Rezension von: Viv29Das hier von Thomas Nipperdey verfaßte Werk kann man schon fast monumental nennen. Auf über 800 Seiten beleuchtet der Autor 66 Jahre deutsche Geschichte. Dies geschieht in einem erfreulichen Miteinander der "großen" Geschichte der Politik und Kriege und der "kleinen" Alltagsgeschichte. Die ausführliche Berücksichtigung der Alltagswelt bietet durchaus nicht jedes geschichtliche Werk.
Ausführlichkeit ist ohnehin ein Charakteristikum des Buches, sowohl im positiven wie auch in negativen Sinn. Eine derart detaillierte geschichtliche Betrachtung habe ich selten gelesen. Sehr genau, manchmal minutiös zeichnet Nipperdey Geschehnisse auf, beschreibt die verschiedenen Positionen und Motive der involvierten Parteien. An Hintergrundinformationen mangelt es keineswegs, es gibt auch spezielle Kapitel, die über Parteienentwicklungen, wichtige Bewegungen genau informieren. Allerdings geht diese Detailfreudigkeit häufiger zu Lasten einer effizienten Informationsvermittlung. Man verliert sich beim Lesen manchmal zu sehr in Details an für mich wäre oft weniger mehr gewesen. Auch gibt Nipperdey gerne dem in Deutschland so beliebten Drang der Wissenschaftler nach, vieles nach Möglichkeit gleich mehrfach hintereinander zu schreiben. Ich fand es enervierend, immer wieder eine Seite lang die gleiche Äußerung in diversen Formulierungen zu lesen.
Ein Grundverständnis für Geschichte sollte bereits bestehen, ebenso sollte bereits Wissen über die damaligen Verhältnisse und wichtigsten Personen vorhanden sein. Als Einführung ist dieses Buch nicht geeignet und sicher auch nicht gedacht. Es vermittelt ein tieferes Verständnis von Hintergründen und Zusammenhängen. Gerade die Zusammenhänge kann Nipperdey gut aufzeigen. Beim Lesen dieses Buches kann man gut verstehen, welch weitreichende Konsequenzen manche Entscheidungen haben, wie lange sie sich auswirken können. Die wacklige Balance der europäischen Mächte, die internationalen Implikationen und notwendigen Rücksichtnahmen sind hier ebenfalls hervorragend dargestellt. So fundiert habe ich diese Themen bislang selten beschrieben erlebt.
Wenig erfreulich fand ich die Tendenz, zu sehr in Philosophisches abzugleiten. Die ausgesprochen detaillierten Abhandlungen zu philosophischen Hintergründen und Meinungen, die Darstellungen verschiedener philosophischer Strömungen waren mir viel zu viel und haben mich oft geärgert, weil sie mich vom eigentlichen Thema wegführten. Dies wird gerade in dem Kapitel über "Die ästhetische Kultur: Musik, Kunst, Literatur" übertrieben. Auch brachen hier die stilistischen Schwächen sehr durch. Bandwurmaufzählungen des Gleichen, wie "Tendenz zum Idyll, zu optimistischen Gefühlen, zur glättenden Harmonisierung, zu etwas penetrantem Frohsinn, zur Verharmlosung" oder "Tendenz zum Humoristischen, zum Skurrilen, Kauzigen, Ironischen und Karikierenden". Adjektive und Subjekte erscheinen fast nur noch in Paaren oder Gruppen: "Versuch zu Gelassenheit und Beruhigung, zur Stille und Einfalt", "gegen das Große und Laute, gegen Prinzipien und Theorien, hin zum Kleinen, Bescheidenen" oder "zur Bändigung und Dämpfung der Leidenschaften, des Elementaren und des Unheimlichen". Das ist ungemein anstrengend zu lesen und enthält gemessen an den verwendeten Worten recht wenig Inhalt. – Auch Zahlenvergleiche und Statistiken werden oft im Text herunterrezitiert, obwohl sie in einer tabellarischen Übersicht wesentlich besser aufgehoben werden. Einige solche Übersichten werden auch verwendet und sind durchaus informativ.
Nun steht der Stil bei einem solchen Buch nicht im Vordergrund, einen derart geschriebenen Roman hätte ich wesentlich schlechter bewertet. Die Kapitel über die "große" Geschichte sind auch weitestgehend zugänglicher verfaßt. Trotzdem ist es schade, daß sich ein Buch voller guter Informationen teilweise so sperrig liest. Im Ganzen ist es als geschichtliches Werk aber voller interessanter Informationen, gut dargestellter Zusammenhänge und erfreulicher Themenvielfalt. Lernen kann man hier eine ganze Menge. - Nora Berger
Spielball des Schicksals
(22)Aktuelle Rezension von: WildponySpielball des Schicksals - Nora Berger
Kurzbeschreibung Amazon:
Als Alexander von Waldheim im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla findet, ist ihm gleich klar: Das wird die Geschichte für seinen nächsten Roman werden! Fasziniert taucht er in die Vergangenheit ein und erfährt so von den turbulenten Leben von Camilla und Tessa, zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die sich in einem nicht enden wollenden Krieg zwischen Liebe, Eifersucht und Tod durchs Leben kämpfen müssen …
Berlin, 1862: Camilla schlägt sich alleine durchs Leben. Sie wird es Tessa, der Geliebten Ihres Vaters, nie verzeihen, dass sie ihn dazu gebracht hatte, sie und ihre Schwester in ein Kloster abzuschieben. Doch das Leben muss weitergehen. Als Krankenschwester in der Berliner Charité durchlebt Camilla dramatische Höhen und Tiefen, bis sie eines Tages völlig überraschend wieder auf Tessa trifft …
Mein Leseeindruck:
Da ich bereits 4 weitere Bücher von der Autorin Nora Berger gelesen habe, war es für mich ein großes Vergnügen hier das neue Buch: Spielball des Schicksals zu lesen.
Allein die Beschreibung des Buches sowie das Wissen um den schönen Schreibstil der Autorin hat mich große Vorfreude auf das Buch fühlen lassen. Und auch dieses Mal hat mich die Autorin nicht enttäuscht! Auch wenn ein paar minimale Schwächen dabei waren, vor allem weil es etwas vorhersehbar war. Kann aber auch daran liegen das ich viele historische Bücher lese.
Die zwei Zeitebenen in denen das Buch spielt gehen flüssig ineinander über und bereiten dem Leser daher großen Lesegenuss. Das unsere Autorin Nora Berger einen ganz unvergleichlichen tollen Schreibstil hat muss ich nicht extra betonen.
Lebendige Charaktere und verschiedene Schicksale vereinen hier eine Story von Gegenwart und Vergangenheit.
Fazit:
Für mich ein toller historischer Roman einer sehr guten Autorin. Von Frau Berger würde ich jederzeit jedes Buch lesen!
Auch wenn mir ein Vorgängerband ein klein wenig besser gefallen hat, so ist das nur meine persönliche Meinung und ich kann trotzdem aus vollem Herzen dieses Buch empfehlen.
Von mir gibt es 4,5 Sterne für wunderbare Lesestunden! ****1/2
- Joshua Tree
Behemoth 2333 - Der Flug des Leviathan
(5)Aktuelle Rezension von: dia78Das Buch "Behemoth 2333 - Der Flug des Leviathan" wurde von Joshua Tree verfasst und erschien 2017.
Da die Reihe auseinander aufbaut, verzichte ich bei dieser Rezension auf eine Inhaltsangabe.
Dem Autor gelingt es wieder in gekonnter Art und Weise, den Leser an das Geschehen zu fesseln. Mit seinem flüssigen Schreibstil, der allerdings auf hohem Niveau und einem großen Wortschatz ausgebaut ist, schafft er es wie jedes Mal, einem in Situationen mitzunehmen, die auch die Protagonisten vor etliche Probleme stellen.
Es ist eine leichte Veränderung zu den vorhergehenden Bänden zu erkennen, denn es dominieren die Geschichte dieses Mal sehr viele wortgewandte Dialoge. Außerdem erhalten wir sehr viele Infos über manche Hintergründe, Intrigen und Charaktere, welche für die bisherige und weitere Geschichte wichtig sein werden.
Natürlich gibt es auch wieder so manche brenzlige Situation zu überstehen und auch mit Aktion wird nicht gespart, auch wenn sie etwas weniger ausfällt.
Jeder, der gerne Science Fiction liest, ist mit dieser Reihe ausgezeichnet beraten. - Robert D. Ballard
Die Entdeckung der Bismarck
(3)Aktuelle Rezension von: KleinerVampirBuchinhalt:
Gerade mal zwei Jahre nach ihrem Stapellauf versank das Schlachtschiff Bismarck 1941 in den Fluten des Atlantik, mit ihr 2000 Männer. Viele Jahre war das Wrack unentdeckt, bis der Tiefseeforscher Robert Ballard die Bismarck in 4800 Meter Tiefe entdeckte. Sank sie durch Feindbeschuss oder durch Selbstzerstörung?
Persönlicher Eindruck:
Die Entdeckung der Bismark ist ein spannendes Dokumentationswerk vom Autor des Bestsellers „Das Geheimnis der Titanic“ und beschreibt das Geheimnis des größten deutschen Schlachtschiffs des Zweiten Weltkrieges. Technische Daten und Originalfotos, historische Hintergründe und militärische Details sind hier verbunden mit der atemberaubenden Expedition zur Fundstelle des Wracks, 4800 Meter tief auf dem Meeresgrund.
Interessant fand ich die Beschreibung der Suche und des Auffindens des Schiffswracks mittels der Tieffseesonde und Tauchboot Argo, welches einmalige Bilder vom Meeresgrund und des Schiffswracks an sich lieferte. 4800 Meter liegen jenseits der Vorstellungskraft des Lesers (zum Vergleich: der Eiffelturm ist „nur“ 330 Meter hoch) und machen mehr als deutlich, wie schwierig es sein muss, selbst ein Schiff dieser Größe zu finden.
Die genaue Stelle, an der die Bismarck liegt, ist geheim, um das Seemannsgrab vor Plünderungen zu schützen. Beklemmend sind die Vergleichsseiten „Einst und Jetzt“, bei der Ballard historische Fotos vom Bau und Stapellauf mit den Bildern der Fundstelle vergleicht und dem Leser so die Details des Wracks näher bringt. Erstaunlich dabei ist, wie gut erhalten und relativ wenig zerstört das Schiff auf seiner letzten Ruhestätte liegt.
Zahlreiche Fotos, Bilder und Ausklappseiten machen diese Dokumentation zu einem spannenden Zeitzeugnis der Militärgeschichte des Zweiten Weltkriegs, wobei ein Drittel des Buches sich detailliert um die Tiefseeexpedition rankt und spektakuläre Bilder aus der Tiefe liefert. Ansolut lesenswert!
- Maria Rhein
Der Werwolf von Münster
(49)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Als ich Mutter fand, habe ich diesen Zettel in ihrer Nähe entdeckt.« Johanna reichte Katharina ein zerknittertes Blatt Papier. Es war unverkennbar die herausgetrennte Seite eines Buches. Eine Stelle war markiert: »Ich weiß, wo du wohnst, da, wo der Thron des Satans ist.«
1874, im damals beschaulichen Münster. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, richtet seine Opfer grausam zu und hinterlässt bei ihnen geheimnisvolle Nachrichten.
Heinrich Maler von der preußischen Geheimpolizei ist eigentlich mit einem ganz anderen Auftrag vor Ort. Er soll den als Bedrohung empfundenen Bischof ausspionieren und möglichst einen Grund finden, den verhassten Katholiken aus dem Weg zu schaffen. Doch Heinrich, in seiner Seele ein aufrichtiger Polizist, setzt sich engagiert auf die Fährte des „Werwolfs“…
Dieses Buch hat mich in Teilen gut unterhalten, in Teilen aber auch enttäuscht. Der geschichtliche Hintergrund rund um den Kulturkampf in Münster ist ohne Zweifel hochinteressant und hätte gern im Buch noch einen größeren Umfang einnehmen dürfen. Auch die Abschnitte, die sich mit dem damals aufkommenden Spiritismus beschäftigen, habe ich mit großem Interesse gelesen.
Auf der anderen Seite fand ich schon recht früh offensichtlich, wer der Täter ist und seinen Auftritten fehlte leider das gewisse Etwas, das Serienmörder sonst oft umgibt. So wirkte er auf mich trotz seiner Taten nicht sehr beeindruckend. Zudem empfand ich einige Längen, die durch die zu umfangreiche Schilderung der Liebesgeschichte inclusive detaillierter Sexszenen zwischen Heinrich und einer jungen Frau entstanden. Es wäre ja noch in Ordnung gewesen, wenn das Buch ordentlich dick gewesen wäre, aber so passte das Ganze vom Umfang her schlicht nicht zusammen.
Das Ende vom Buch schließlich kam dann ein wenig zu flott und wirkte speziell auf den letzten Seiten nicht rund. Auch hier drängte sich der Verdacht auf, dass dem Happy End der Liebesgeschichte die höchste Priorität eingeräumt wurde. Sehr schade.
Fazit: Sehr interessanter Ansatz, aber hier wurde zugunsten einer Liebesgeschichte Potential verschenkt.
- Michael Seitz
Der Psychiater des Königs: Bernhard von Gudden und seine Zeit
(10)Aktuelle Rezension von: clematisSchloss Berg am Starnberger See: König Ludwig II. und Psychiater Bernhard von Gudden brechen zu einem Spaziergang auf, von dem sie nicht mehr zurückkehren. Infolge einer Suchaktion werden beide tot im Wasser gefunden. Wer steckt hinter Gudden und was ist sein Verdienst im 19. Jahrhundert? Michael Seitz folgt des Psychiaters Spuren …
Durch mein zuletzt gelesenes Buch (Anna Reitner erzählt in ihrem Roman „Die Roseninsel“ unter anderem vom Märchenkönig Ludwig II., seinem Bruder Otto und dem wunderschönen Starnberger See) bin ich inspiriert worden, dem Leben des Wittelsbachers und seinem bizarren Ende ein wenig auf den Grund zu gehen: Michael Seitz‘ Dokumentationsroman steht schließlich schon einige Zeit in meinem Bücherregal.
Von der ersten Seite weg versteht es der Autor, seine Leser zu faszinieren mit einer Mischung aus Spannung und perfekt recherchierten Tatsachen. Bedeutende und interessante Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts werden facettenreich und so detailgenau wie nur möglich abgebildet, eingebettet in Intrigen und Verschwörungen der damaligen Zeit. Nicht nur Politik und familiäre Zwistigkeiten kommen zur Sprache, sondern auch unglaubliche Behandlungsmethoden und Neuerungen durch den aufstrebenden Arzt Gudden. Dessen Weg vom revolutionären Studenten bis hin zum angesehenen Forscher und Vorreiter moderner Therapien bildet den roten Faden dieser Betrachtung und stellt den Psychiater in den Vordergrund rund um die Geschehnisse in Bayern.
Seitz, der selbst auf viel Erfahrung in der Gesundheits- und Krankenpflege im psychiatrischen Bereich zurückgreifen kann, hat die geschichtlichen Aspekte der damaligen Zwangsmaßnahmen mit Gänsehaut erzeugender Genauigkeit zu Papier gebracht und gekonnt mit historischen Fakten rund um Ludwig II., Otto und Kaiserin Elisabeth von Österreich verknüpft.
Durch die Besonderheit eines sehr speziellen Romanes mit vielen dokumentarischen Passagen ist der Schreibstil zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, insbesondere, da die verwendete Erzählzeit immer wieder wechselt zwischen Präsens, das Nähe und die aktuelle Handlung widerspiegelt und diversen Vergangenheitsformen. Allerdings verleiht gerade diese Technik dem Buch eine ganz individuelle Stimmung, die wohl genau so gewollt ist. Das Nachwort, sowie ein ausführliches Glossar und ein Verzeichnis historischer Personen runden dieses Werk ab, das ich als ein sehr persönliches Anliegen des Autors empfinde, so wie es mit Liebe zum Detail und einer geballten Ladung an Sachinformation, aber auch berührenden Szenen verfasst ist.
Geschichte in einer ganz ungewöhnlichen Form. Wer sich gerne auf „etwas anderes“ einlässt, ist hier genau richtig!
- Heiger Ostertag
Abgründe der Macht
(2)Aktuelle Rezension von: PerleKlappentext:
Bismarckdämmerung: Am 7. Mai 1866 geht Unter den Linden nahe der russischen Botschaft der 22-jährige Student Ferdinand Cohen-Blind aus Türbingen dem preußischen Ministerpräsidenten Graf Otto von Bismarck hinterher, zieht seinen Revolver und drückt mehrmals ab. Bismarck überlebt das Attentat nahezu unverletzt und kann seinen Widersacher sogar stellen. Cohen-Blind ist nicht der Einzige, der es auf den Ministerpräsidenten abgesehen hat. Denn sein hartnäckigster Widersacher erwartet ihn bereits.
Bismarck blickt zurück, auf ein Leben voller Widerstände gegen seine Lebensweise und politischen Ansixchten.
Liebe und Tod bildeten bei Bismarck ihre eigene Koalition.
Eigene Meinung:
Dieses Buch entdeckte ich im April dieses Jahr in dem Öffentlichen Bücherschrank unserer Nachbarstadt. Das Cover gefiel mir auf Anhieb und wusste, der Klappentext hat irgendwas, es sah nach einem interessanten Buch aus.
Die ersten Seiten waren zwar etwas schwer, doch nach ca. 30´-40 Seiten war ich dann so langsam in der Geschichte drin und von da an ließ es mich nicht mehr los. Ich konnte es kaum noch aus der Hand legen, hätte es am liebsten an einem Abend oder in einer Nacht ausgelesen, doch dafür war es dann doch zuviel Seiten bzw. Text.
Das Buch zählte zwar nur 276 Seiten, aber es war spannend und unterhaltsam zugleich. Hatte mir dann doch 3-4 Tage Zeit damit gelassen, ein gutes Buch sollte man auch gar nicht so runterlesen, man sollte es geniessen und das tat ich auch ausgiebig.
Wer solche historischen Romane mag - sollte es unbedingt lesen. Ich kann es wirklich sehr empfwehlen. Es hat was. Der Svhreiber hat sich wirklich was dabei gedacht.
Den Autor sollte man sich gut merken. Würde gerne weitere Romane von Heiger Ostertag lesen. Es gibt unter anderem von ihm noch: Operation Sarajevo oder Potsdamer Affäre. Bei Gelegenheit werde ich sie mir in einer Stadtbücherei mal ausleihen. Freue mich schon jetzt darauf.
Vergebe hierfür gut und gerne liebgemeinte 5 Sterne.
- Julian Nebel
Adele Spitzeder
(22)Aktuelle Rezension von: Tine13In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, taucht in München die mittellose Schauspielerin Adele Spitzender auf und beginnt mit einer Art Schneeballsystem an das Geld der kleinen Leute zu kommen. Ohne Sicherheiten werden ihr nach kurzer Zeit unglaubliche Summen anvertraut und Adele eröffnet ihre Privatbank nach eignen Gusto! Die unglaubliche Geldvermehrung beginnt ungeahnte Ausmaße anzunehmen und erregt bald nicht nur positives Aufsehen……
Der Autor Julian Nebel beschreibt in seinem Buch „Adele Spitzeder - Der größte Bankbetrug aller Zeiten“ auf kurzweilige und unterhaltsame Art die Lebensgeschichte einer berüchtigten und geschickten Münchner Betrügerin. Ihre unglaubliche Idee und ihr Geschick den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen hat enorme Spuren hinterlassen und doch bekommt man den Eindruck Adele hat auch noch an ihr eigenes Gutmenschentum selbst geglaubt.
Eine spannendes Porträt dieser berüchtigten Münchner Betrügerin, das mich fasziniert und auch unglaublich gut unterhalten hat. Man kann kaum glauben wie simpel dieser Betrug aufgezogen war und wie gutgläubig die Menschen doch sein können. Wenn die Gier zu groß wird, scheint der Verstand sich auszuschalten! Sehr interessante und außergewöhnliche historische Zeitgeschichte, auch gleichermaßen eine Mahnung für die Zukunft;)
- Christian Zentner
Illustrierte Geschichte des deutschen Kaiserreichs
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