Bücher mit dem Tag "bizarr"
41 Bücher
- Cassandra Clare
City of Bones
(7.833)Aktuelle Rezension von: TaeniaChroniken der Unterwelt hat mich von Anfang an mit seiner düsteren, geheimnisvollen Atmosphäre in den Bann gezogen. Besonders faszinierend finde ich die Vorstellung, dass es eine magische Welt gibt, die direkt unter der Oberfläche unserer eigenen existiert. Cassandra Clare schafft es, diese Welt so detailreich und glaubwürdig zu gestalten, dass man beim Lesen komplett darin eintaucht. Die Mischung aus Action, Romantik und übernatürlichem Drama sorgt dafür, dass es nie langweilig wird und man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
- Stephanie Garber
Caraval
(1.154)Aktuelle Rezension von: SIMBOInhalt
Scarlett lebt ein eingeschränktes Leben unter der Kontrolle ihres Vaters und träumt seit Jahren von Caraval, einem legendären Spiel voller Magie, Illusionen und Geheimnisse. Als sie plötzlich die Möglichkeit erhält, selbst Teil dieses Spiels zu werden, betritt sie eine Welt, in der nichts ist, wie es scheint. Realität und Täuschung verschwimmen, Regeln sind trügerisch und jede Entscheidung kann ungeahnte Konsequenzen haben.
Meine Meinung
Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen im Buch versunken. Der Schreibstil ist unglaublich bildlich, jede Szene lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Trotz der Erzählweise in der dritten Person, die ich normalerweise nicht bevorzuge, konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen, da ihre Gefühle, Gedanken und inneren Konflikte feinfühlig und greifbar beschrieben sind.
Ein großes Highlight war für mich das Worldbuilding. Die Welt von Caraval ist fantasievoll, schillernd und gleichzeitig bewusst verwirrend, aber genau das macht ihren Reiz aus. Diese ständige Unsicherheit darüber, was real ist und was Illusion, hat mir starke „Alice im Wunderland“-Vibes gegeben und perfekt zur Geschichte gepasst.
Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte einen absichtlich verwirrt zurücklässt. Nicht, weil man nichts versteht, sondern weil sich eigene Theorien ständig drehen, neu formen und immer wieder verworfen werden müssen. Nichts ist so, wie es scheint und genau daraus entsteht eine enorme Spannung.
Charaktere
Im Social Read auf Reado wurde Scarlett häufig als nervig oder überemotional beschrieben, was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Wenn man sich wirklich in Scarletts Situation, ihre Vergangenheit, ihr Umfeld, ihr Alter und die damaligen Moralvorstellungen hineinversetzt, sind ihre Gedanken und Handlungen absolut plausibel. Scarlett ist eine Figur, die gelernt hat, sich selbst zurückzustellen, die in alten Mustern feststeckt und große Schwierigkeiten hat, für sich selbst einzustehen. Gerade dieser innere Konflikt verleiht ihr Tiefe. Auch ihre Naivität empfand ich nicht als störend, sondern als etwas, das die Handlung antreibt und zusätzliche Spannung erzeugt.
Besonders gelungen fand ich ihre Persönlichkeitsentwicklung zum Ende hin. Diese Entwicklung wirkt nicht aufgesetzt, sondern ergibt sich organisch aus den Ereignissen der Geschichte und macht Scarlett zu einer noch greifbareren und stärkeren Protagonistin.Auch das männliche Love-Interest ist ein extrem spannender Charakter. Während der gesamten Geschichte hatte ich sehr gemischte Gefühle ihm gegenüber: In einem Moment mochte ich ihn sehr, im nächsten wirkte er seltsam oder undurchschaubar.
Genau dieses ständige Hinterfragen macht ihn so faszinierend. Nach der Auflösung am Ende fügt sich sein Verhalten rückblickend logisch zusammen und man versteht, warum er so war, wie er war. Insgesamt ist er ein unheimlich clever konstruierter Charakter, der perfekt zum Spiel mit Illusionen passt.Fazit & Empfehlung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Caraval war für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle im besten Sinne. Eine wunderschöne Geschichte mit einer außergewöhnlichen Welt, starken Charakteren und genau der richtigen Portion Verwirrung, die am Ende sehr stimmig aufgelöst wird.
Der Epilog macht sofort Lust, direkt mit Band 2 weiterzumachen.Ich empfehle Caraval Leser:innen, die...
• ...atmosphärische Fantasy lieben.
• ...sich gerne vorm Plot-Twist verwirren lassen.
• ...starke innere Konflikte schätzen.
• ...Märchen- und Illusionswelten mögen.
• ...Freude an Rätseln, Theorien und Twists haben. - Christina Henry
Die Chroniken von Alice - Dunkelheit im Spiegelland
(152)Aktuelle Rezension von: RitaliestWir begleiten Alice und Hatcher auf neuen Wegen, erleben Hatchers Vergangenheit als Nicholas, lernen Alice’ Schwester Elizabeth näher kennen und erkunden ein Schloss voller dunkler Geheimnisse. Die Geschichten sind rau, brutal und trotzdem berührend, weil sie die Figuren nahbarer machen und Lücken der Reihe schließen. Der Schreibstil ist wie gewohnt eindringlich und gut lesbar, die Atmosphäre unheimlich dicht. Für mich ein starker Abschlussband.
- Han Kang
Die Vegetarierin
(608)Aktuelle Rezension von: Zams"Gefallen" hat mir die Geschichte in dem Sinn nicht, ich bin tatsächlich auch überrascht, dass das Buch nicht unter anderem im Genre Horror geführt wird. Das Buch ist definitiv sehr düster und grausam, aber nicht grundlos.
Trotzdem konnte ich das Buch kaum weglegen, sondern musste immer wieder weiterlesen, die Obsessionen der Charaktere weiterverfolgen und erfahren, was als nächstes passiert.
Die Charaktere waren alle sehr realistisch und lebensecht, auch wenn man die meisten nicht wirklich sympathisch finden kann.
Es ist kein schlechtes Buch,definitiv eines Nobelpreises würdig, allerdings bin ich offensichtlich literarisch ein Kaliber zu gering, um den Sinn des ganzen zu verstehen. Natürlich hab ich die Themen von normalisierter Gewalt auf diverse Weisen, Andersartigkeit und die vielschichtigen Beziehungen schon herausgelesen, aber bezüglich der Geschichte als Ganzes war ich im Endeffekt einfach nur grenzenlos verwirrt.
Definitiv ein Werk, das auf mich eine sehr polarisierende Wirkung hatte.
- Mary Shelley
Frankenstein
(207)Aktuelle Rezension von: man_dyIch weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen.
Ich lese sehr gerne Thriller und bin Spannung und Nervenkitzel gewohnt - bei diesem Buch allerdings hatte ich wirklich durchgehend Gänsehaut und ich habe mich nur noch gegruselt bzw. geekelt - also wohl nichts für mich!
- Guillermo del Toro
The Shape of Water
(101)Aktuelle Rezension von: Nathaly_SchusterAllerdings fande ich Elisa wirklich toll und konnte mich gut in Sie hineinversetzen, mir hab der Geschichtenaufbau auch gut gefallen und ich fande Elisa ihren Ehrgeiz und Mut sehr beachtenswert, auch Zelda hat wirklich einen tollen Charakter und auch ihr handeln und ihren Mut zu sehen war sehr toll
Allles in allem eine gutbe Geschichte aber als Buch konnte sie mich nicht abholen was aber nicht heißen soll, dass das Buch Schlecht ist. - Jonathan Barnes
Das Albtraumreich des Edward Moon
(135)Aktuelle Rezension von: TheSaintLondon im Jahre 1901. Edward Moon hatte jahrelang mit seinen außerordentlichen Darbietungen als Bühnenzauberer und Illusionist nicht nur das Londoner Publikum, sondern auch Kaiser und Könige, Gelehrte und Industrielle aus der ganzen Welt in Atemlosigkeit versetzt. Doch nun kommen immer weniger Besucher - seine Kunststücke scheinen an Magie verloren zu haben. Auch seine Tätigkeit als Berater und Ermittler für Scotland Yard führt zu einigen markanten Misserfolgen und so beginnt mit immer weniger verkauften Karten und dem Ausbleiben euphorischer Schlagzeilen in den Tagesblättern der gesellschaftliche Stern zu sinken an: Der einstige Liebling der Soireen muss mittlerweile froh sein, überhaupt noch eine Einladung zu erhalten.
Als er von zwei Männern der besseren Gesellschaft erfährt, die sich zu Tode gestürzt haben, wird seine Neugier geweckt. Seine Ermittlungen zeigen Ungereimtheiten auf und scheinen ein Stich in ein Hornissennest zu sein, denn plötzlich finden sich Moon und sein stummer riesenhafter schlafwandlerischer Gehilfe von Scotland Yard beauftragt und vom abstoßenden Leiter des "Direktoriums" (einer Art von britischem Geheimdienst), dem Albino Mr. Skimpole, genötigt, Licht ins Dunkel zu bringen.
Es findet sich schon bald eine Spur... ein Gerücht um einen unter der Stadt schlummernden Träumer. Die Umsetzung der Träume einer Machtübernahme, der Umgestaltung der Gesellschaft, von einer Pantiskratie (das System einer Regierung, in der alle gleich herrschen) werden im Stillen sorgsam von größenwahnsinnigen Geheimbündlern vorbereitet. Es ist höchste Eile geboten... denn London, wie wir es kennen, soll in zwei Tagen untergehen!
Dieser Roman ist das Erstlingswerk von Jonathan Barnes und erschien 2007 und wurde bei Erscheinen euphorisch aufgenommen und als literarische Sensation gefeiert. In der Tat serviert der Autor hier ein Oeuvre, welches das Herz eines jeden Freundes des Phantastischen und des Schaurigen sowie von Verschwörungstheorien sofort in Beschlag nimmt. Der Autor offeriert mit einem Schmunzeln und wahrer Fabulierfreude ein Sammelsurium an kuriosen Figuren, abstrusen Ideen und Geschehnissen. Die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird, lässt den Leser trotz einer Vielzahl mehr oder weniger wichtiger auftauchender Personen dabei bleiben und die Identität des Erzählers offenbart sich mit einem Paukenschlag erst am Ende des Buches... welches vielleicht einen Tick zu schnell da ist.
Hier überreiche ich eine Einladung zu einer Tour-de-Force für Hirn und Bauch... und ende mit dem Hinweis des Erzählers: "Eine letzte Sache, eine letzte Warnung: Im Geiste der Fairness sollte ich noch einräumen, dass ich Beweggründe haben werde, Ihnen mehr als nur eine glatte Lüge aufzutischen."
- Jörg Maurer
Der Tod greift nicht daneben
(100)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Die Spurensicherer packten ihre Geräte ein. Alle, die einen Blick in die Zinkwanne geworfen hatten und die Professor Dr. Bertil Carlsson in diesem Zustand gesehen hatten, rührten für den Rest ihres Lebens keine Fleischpflanzl, Buletten, Frikadellen, Klöpse, Fleischküchle, Hacktäschli, Beefsteaks, Brisoletts, Fleischlaberl, Fleischkrapfen, Hackklößchen, Hackhuller, Faschierte, Köttbullar, Ćevapčići und Keftedes mehr an. Nie mehr.«
Ein Gartenhäcksler ist eine wirklich eklige Mordwaffe und das Team rund um Kommissar Jennerwein nicht zu beneiden. Dabei sieht zunächst alles nach einem Unfall aus, der Mediziner und ehemalige Nobelpreisjuror Bertil Carlsson handhabte den Häcksler regelmäßig auf eine höchst leichtsinnige Art und das hatte diesmal wohl bedauerliche Folgen. Doch Jennerweins Bauchgefühl spricht gegen einen Unfall und wird natürlich recht behalten…
Als Leser dieser Krimireihe ist man bereits ungewöhnliche Todesfälle gewöhnt, der bayerische Kurort mit Bindestrich beflügelt beim Verbrechen offenbar die Kreativität. Auch diesmal können sich Ermittler, Spurensicherer und die Gerichtsmedizin nicht über fehlende Abwechslung und mangelnde Herausforderungen beklagen. Ich fühlte mich wieder einmal gut unterhalten!
Neben den Ermittlungen im Kurort gibt es einen zweiten Handlungsstrang in Rumänien, der auf ein bizarres Forschungsprojekt hinweist. Wer die Vorgängerbände kennt, trifft auf einen bekannten jugendlichen Hacker, der mal wieder alle Register seiner Fähigkeiten zieht. Außerdem begeben sich die Eheleute Grasegger, Bestatter a.D., auf eine Gruft-und-Sensen-Rallye (Normalsterbliche würden das als Weltreise bezeichnen), mit Schwerpunkt – natürlich – bei der Erkundung von Friedhöfen. Ebenfalls sehr unterhaltsam ;-)
Die Ereignisse sollen laut Autor auf einem wahren Fall beruhen, lediglich Eigennamen und Ortsangaben wurden verändert. Wenn das stimmt, wäre das mal wieder ein Beweis dafür, wie schräg auch die Realität sein kann.
Diese Krimireihe, ich habe es schon früher geschrieben, wird polarisieren. Entweder man liebt sie oder kommt damit gar nicht klar. Der Stil ist sehr eigenwillig, skurril, sarkastisch und voller Wortwitz. Mit kultigen Charakteren und einem Hang zu Ausschweifungen, bei denen trotzdem die Spannung erhalten bleibt. Ich lese sicher weiter!
Fazit: Leicht eklig diesmal, aber wie immer sehr unterhaltsam. Ich mag diese Reihe.
- Ransom Riggs
Die Legenden der besonderen Kinder
(114)Aktuelle Rezension von: pardenZEHN LEGENDEN ÜBER DIE BESONDEREN...
Die Geschichte der ersten Ymbryne und der Entstehung der Zeitschleifen, die Sage vom Mädchen, dessen beste Freundin seine tote Schwester ist, oder das Märchen vom Wald der besonderen Tiere – jedes besondere Kind kennt die berühmten Erzählungen, die über Generationen in aller Welt gesammelt wurden. Nun liegen die faszinierenden »Legenden der besonderen Kinder« endlich auch in schriftlicher Form vor - in hochwertiger Geschenk-Ausstattung mit zahlreichen Illustrationen. (Verlagsbeschreibung)
Harry Potter Fans kennen vielleicht auch "Die Märchen von Beedle dem Barden", die Sammlung alter Märchen der magischen Gemeinschaft. Eine Ergänzung zur eigentlichen Buchreihe, die ich gern gelesen habe. "Die Legenden der besonderen Kinder" ist vom Ansatz her ähnlich und ebenfalls eine Ergänzung zur eigentlichen Reihe. Hier werden zehn Legenden über die Besonderen vorgestellt, liebevoll ausgestaltet mit in Schwarz-Weiß gehaltenen Illustrationen.
Die Legenden im Einzelnen sind:
- 01. Die edlen Kannibalen (über die Folgen von zu viel Gier)
- 02. Die Prinzessin mit der gespaltenen Zunge (überraschender Lebensweg der Königstochter)
- 03. Die erste Ymbryne (über die negativen Folgen des Andersseins und über die erste Zeitschleife)
- 04. Die Geisterfreundin (über die Suche nach Freunden unter Menschen und Geistern)
- 05. Cocobolo (über die Verwandlung in eine Insel)
- 06. Die Tauben von St. Paul's (über die Bedeutung von Absprachen)
- 07. Das Mädchen, das Albträume zähmen konnte (Was, wenn man den falschen Leuten die Albträume nimmt?)
- 08. Die Heuschrecke (über die Bedeutung von Liebe)
- 09. Der Junge, der Macht über das Meer hatte (manche Fähigkeiten sollte man lieber geheim halten)
- 10. Die Geschichte von Cuthbert (über einen Riesen, dessen gute Tat Folgen nach sich zieht)
Wie immer bei einer Kurzgeschichtensammlung gibt es Erzählungen, die begeistern können und andere, die man eher achselzuckend liest und an die man sich vielleicht auch nicht sonderlich lange erinnert. So auch hier. Der Schreibstil ist eher sachlich-nüchtern, vielen Geschichten haftet jedoch ein melancholischer Unterton an. Begeistert hat mich hier die liebevolle Aufmachung des Buches, sei es die Goldprägung auf dem Cover, die zahlreichen detaillierten Illustrationen, die man sich gerne auch genauer anschauen sollte, das Lesebändchen oder auch die Schmuckbuchstaben zu Beginn eines jeden Kapitels.
Für Fans der Reihe um die besonderen Kinder ein kleines aber feines Extra, das im Bücherregal definitiv ein Schmuckstück ist.
© Parden
- Haruki Murakami
Die unheimliche Bibliothek
(193)Aktuelle Rezension von: paw_prints_on_booksAch, ich weiß nicht. Vielleicht bin ich einfach nicht intelligent genug für diese Art von Buch. Ja, man kann so vieles hier reininterpretieren. Deutsch Leistungskurs 11. Klasse lässt grüßen, aber so wirklich Lust darauf hatte ich nun nicht gerade. Was wollte der Autor uns damit sagen? Ich weiß nicht so genau und ich habe auch keine Lust, Interpretationen zu googeln. Ich glaube, Murakami ist einfach nichts für mich.
- Anthony McCarten
Liebe am Ende der Welt
(68)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMerkwürdige Dinge gehen in Opunake vor sich. Der Neffe Des Bürgermeisters Philipp, möchte die Bibliothek neu eröffnen und fährt am ersten Abend fast ein Mädchen über den Haufen. Sie steht auf der Straße und ist wie weg getreten. Delia. Sie behauptet später, dass sie von Außerirdischen entführt worden sei. Die Erzählung schlägt hohe Wellen und ihr Vater ist entsetzt. Der Polizist im Ort nimmt es nicht ernst, aber dann findet man in einem Kornkreis eine zerquetschte Kuh und sie ist nicht in den Kreis gelaufen. War ein Ufo da? Delia beharrt darauf. Vic Young ist ein Journalist, der in dieser seltsamen Story seine letzte Chance wittert und kommt nach Opunkae. Als heraus kommt, dass Delia schwanger ist und mit keinem der Männer aus dem Ort geschlafen hat, bricht ein Sturm los. Ist sie wirklich von Außerirdischen entführt und vergewaltigt worden? Gibt es ein Leben in fernen Galaxien? Anthony McCartens neuestes Buch ist ein Feuerwerk an kuriosen Ideen, verschrobenen Figuren und genialen Einfällen. Fantastisch, außergewöhnlich, spannend, kurios und mit viel Liebe.
- Anne Nordby
Eis. Kalt. Tot.
(124)Aktuelle Rezension von: UnkreativeKreativeDie Opfer des neuen Horrorkillers aus Kopenhagen werden auf unrealistische und grausame Weise zugerichtet aufgefunden, weshalb die Handlung für mich leider einfach nur anstrengend gemacht hat. Auch gab es zu viel Hin und Her und trotzdem keinen roten Faden, die Kommunikation zwischen den Ermittlern war ebenfalls unmöglich und hat Probleme verursacht, die dann doch wieder nur nebensächlich waren und angerissen im Raum stehen gelassen worden sind.
Nach ca. der Hälfte habe ich mich schließlich gefragt, was denn nochmal in dem gleichen Umfang passieren soll, denn handlungstechnisch hätte das Buch auch enden können. Oder man bringt noch eine politische Umweltkatastrophe in Grönland ins Spiel, die nebenbei verlaufen soll. Spätestens ab dem Punkt war es für mich leider nur noch eine Qual, da alles für meinen Geschmack zu weit hergeholt war und nur noch chaotisch und absolut nicht mehr nachvollziehbar.
Auch die Aufklärung am Ende konnte die vorherigen Missstände nicht mehr ausgleichen und die aufgekommene Verwirrung nicht mehr auflösen. Um fair zu sein muss ich hierbei aber auch anmerken, dass mich das Ende einfach nicht mehr interessiert hat und ich das Ende herbeigesehnt habe.
- Sascha Dinse
Krasse Kurze
(10)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerNach "Aus finstrem Traum" war klar, dass ich auch "Krasse Kurze: Bizarre Geschichten 1" lesen MUSS :)
Mainstream sind die Kurzgeschichten auch in dieser Sammlung nicht, was ich persönlich sehr schätze.
Unkonzentriert und "mal eben nebenbei" können die Geschichten aus meiner Sicht auch nicht gelesen werden, denn wer nicht gut aufpasst, wird sicherlich den ein oder anderen subtil eingebauten Hinweis übersehen, der später nochmal wichtig wird.
Einzelne Kurzgeschichten wurden mir auch erst klarer, nachdem ich sie ein zweites Mal gelesen habe.
Mögen die Geschichten auch kurz sein, haben mich ein paar davon gedanklich doch länger beschäftigt als mancher Roman.
Abwechslungsreich, anspruchsvoll, außergewöhnlich, spannend, verstörend und manchmal auch verwirrend - ich glaube das fasst es halbwegs zusammen. Besser noch: selbst lesen und erleben :)
Meine persönlichen Favoriten: "Drittes Date" und "Erdbeermädchen". - Mark Franley
Schmutzige Seelen
(45)Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee3,5 Sterne
Mehrere sehr blutige und grausige Morde, die scheinbar in keinem Zusammenhang stehen. Nach und nach ergibt sich dann aber natürlich doch ein Zusammenhang.
Der Weg zur Auflösung ist durchaus spannend, weist aber manchmal auch ein paar Längen auf.
Der Thriller war gut, wendungsreich, spannend, aber irgendwie doch nicht ganz rund. Ich habe auch ein bisschen gebraucht, mich einzulesen, aber dann konnte mich das Buch doch gut unterhalten.
12.04.2025
- Joseph Fink
Der lächelnde Gott
(27)Aktuelle Rezension von: kiwi811Skurril soll das Buch sein, witzig, gesellschaftskritisch, ein Pageturner.! Ich gestehe, ich habe es mehrfach versucht und einige Seite gelesen, habe das Buch dann aber beiseite gelegt. Weder ist die Story komisch noch ist sie so spannend, als das man das wirre, unzusammenhängende Geschehen in irgendeiner Form bemerkenswert nennen könnte. Gähnend langweilig wird von ein paar Forschern und einem von der Erde verschluckten Griesgram berichtet, ohne dass ein tieferer Sinn darin zu erkennen ist. Kurz: Kein Buch für mich.
- Seth Fried
Der Metropolist
(50)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackAuf der Rückseite des Buches prangen fett die Worte: Pulp Fiction meets Science Fiction. Wenn man mit dem Satz in das Buch geht, wird man beides suchen und vermissen und ich frage mich ehrlich, ob dieser zum Verständnis der Leserschaft zum Inhalt des Buches beiträgt.
Die Geschichte selbst besitzt allerdings einige Wirren, bzw. Skurrilitäten, die an Pulp Fiction erinnern. Nicht in der Thematik, sondern in dem Versuch, Chaos walten zu lassen. Das klappt manchmal, geht beizeiten aber aus meiner Sicht auch grandios in die Hose. Viele Witze und Anspielungen waren mir zu flach und vorhersehbar, zu bemüht lustig. Die Story hatte dennoch was und wenn man durch das erste Drittel durch war, hat sich die Welt ein klein wenig geöffnet. Dennoch hatte ich häufig das Gefühl, ein wenig verloren zu sein. Mir fehlte manchmal der Anschluss ans nächste Gleis des Transportsystems von Metropolis.
Insgesamt kein schlechtes Buch, aber eben für mich auch keines, das mich vollauf überzeugen konnte. Aber wer es skurril mag, sollte durchaus mal einen Blick riskieren. - Derek Meister
Die Sandwitwe
(77)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen kurzen Blick auf die Handlung kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:
Nachdem schon der erste Band voll überzeugen konnte wird dieser vom zweiten Band nochmals um Längen übertroffen.
Die wesentlichen Hauptfiguren sind dem Leser ja bereits vom 1. Buch bekannt und es kommt damit zu einem schönen Wiedererkennen. Hinzu kommen natürlich diverse Personen, die das Geschehen befeuern.
Der Spannungsbogen ist gut und wird von zahlreichen tollen Spannungsiptzen ergänzt. Geschickt versteht es der Autor verschieden Perspektiven und Zeitebenen zu einem abwechslungsreichen und hoch- spannenden Ganzen zu verweben. Das gelingt ihm ohne den Leser zu verwirren, man bleibt jederzeit "a´jour" und gerät nie in die Gefahr den Überblick zu verlieren.
Ein dritter Handlungsbogen durchzieht die beiden Bücher und wird damit zur Klammer für die drei Bücher der Trilogie.
Das Buch hat mit hervorragend gefallen und ich bin sehr gespannt auf Bend 3 und freue mich schon sehr darauf....!
- Amélie Nothomb
Kosmetik des Bösen
(152)Aktuelle Rezension von: Trishen77Ein Wartehalle am Airport und ein Geschäftsmann, der erfährt, dass sein Flug auf unbestimmte Zeit verschoben ist. Dieses schon leicht mit Genervtheit gesättigte Bild wird plötzlich noch zusätzlich gesteigert, als ein besonders aufdringlicher Tunichtgut auftaucht und beginnt, dem Mann ein ungewolltes Gespräch aufzudrängen, ihn quasi zutextet. Passend zu diesem Umstand heißt er Textor Texel und bald schon laufen seine Erzählungen auf einige sehr problematische Enthüllungen hinaus ...
Geradezu sporadisch kommt Amelie Nothombs Erzählung daher und besteht bis zum Ende fast nur aus Dialog (alle sonstigen Beschreibungen wirken auch fast schon überflüssig erklärend). Man wird direkt in das Gespräch geworfen, unvermittelt, was zur Folge hat, dass man sich gar nicht fragt, unter welchen Gesichtspunkten der Dialog zu betrachten ist. Man lässt ihn einfach auf sich wirken, gerät in seinen Sog und die Erwartung, die sich langsam durch den Konflikt aufbaut und wartet ab, was geschieht. Mit diesem Effekt macht Amelie Nothomb aus einer einfachen Idee eine spannende, ziehende Leseerfahrung.
Wie viele Erzählungen von Amelie Nothomb ist auch diese ein bloßes Szenario, das vor allem von seiner speziellen Ausgangslage und der Idee seiner Ausführung und weniger von sprachlicher Brillanz oder psychologischer Tiefenschärfe lebt. Trotzdem ist das Buch lesenswert, gerade weil es sein Kurzweil nicht überreizt, sondern ihm vollends gerecht wird. Ein gelungener Schnellschuss. - Vanessa Meyers
Calini - Sie kamen vom Himmel
(2)Aktuelle Rezension von: Windtaenzer_LorAls ich "Calini" das erste Mal in die Hand nahm, eine grobe Idee davon, worum es wohl gehen würde, dachte ich mir – nun, wird es eines von diesen Standartwerken, Endzeit, Außerirdische, die Menschheit der Erde am Ende? Oder kann es mit neuen Elementen überraschen?
[Inhalt]
Der Leser stolpert zu Beginn des Buches direkt in das Geschehen der aktuellen Menschheit. Die letzten Überlebenden eines außerirdischen Angriffs haben sich unter den Meeresspiegel geflüchtet und leben in klimatisierten Kuppeln, um ihre Art zu erhalten. Doch entgegen des Zukunftsgedankens der Geschichte erkennt man die Menschen, wie sie für einen gewohnt sind – hinterlistig, auf Profit bedacht und überwachend. Die Oberen kontrollieren genauestens, dass niemand sich gegen sie auflehnt, und schränken dafür einige Menschenrechte ein, ohne dass allzu viele "Normalmenschen" davon überhaupt wissen.
In dieser Welt, dreißig Jahre nach unserer Zeit, begleitet der Leser die junge Aelynn Adams, eine schüchterne Büroangestellte, die in einer der Überwachungsfirmen arbeitet und von Beginn an klarstellt, dass sie dieses System nicht leiden kann, in dem sie leben. Umso überraschter ist sie, plötzlich ein Jobangebot zu bekommen, von dem sie lange geträumt hatte – ihr wird ein Platz als "Sammler" angeboten. Das sind jene Menschen, die als einzige an die Erdoberfläche zurückkehren, um Ressourcen zu sammeln und die Calini auszuspionieren. Jene reptilienartigen, übergroßen, humanoiden Wesen, die damals die Erde scheinbar wahllos angegriffen und alles ausgerottet hatten, was sich ihnen entgegenstellte.
Zusammen mit einem erfahrenen Team macht sich Aelynn dann also auf in eine ungewisse Zukunft, in eine Welt, die sie nie kennengelernt hat. Doch das Idyll hält nicht für lange – der Feind ist überall und ein Zusammenstoß unvermeidlich. Zu allem Überdruss bleibt es nicht nur bei einem Stelldichein mit den aggressiven, fleischfressenden Zweibeinern, sondern sehr schnell wird der Gruppe klar, dass sie mitten in eine Falle gelaufen sind, die jedoch nicht mit dem Tod, sondern der Gefangenschaft endet.
Eigentlich machen Calini keine Gefangenen. Und Aelynn entdeckt, dass das Bildnis, das ihnen jahrelang über diese Wesen eingegeben wurde, nur eine Maske ist, die den Calini aufgedrückt worden war. Genauso wie ihr die grausame Wahrheit, der Grund der Invasion offenbar wird.
[Aufbau, Sprache und Charaktere]
Für gewöhnlich haben die meisten Bücher ein gewisses Vorgeplänkel, das erklärt, wo man ist, wer die ersten Charaktere sind und was etwa auf einen zukommen könnte. Es geht dann langsam über in den Hauptteil und die Geschichte fängt richtig an. "Calini" verzichtet darauf komplett. Der Leser landet mitten im Geschehen und bekommt alle notwendigen Infos nebenher, während die Story bereits in vollem Gange ist. Trotzdem kommt kein Detail zu kurz und man hat nicht das Gefühl von Verwirrung, weil man sich erst orientieren müsste.
Liebevoll nimmt die Story den Leser an die Hand und lässt ihn niemals planlos stehen. Was man wissen muss, wird einem erklärt, was man sehen soll, wird beschrieben, und das stets so, dass es verständlich und vorstellbar bleibt.
Die Charaktere sind sehr bewusst und durchdacht gestaltet, genauso wie die Hintergründe der Rasse "Calini". Hier kommen weder Fantasy- und Sci-Fi-Fans, noch nachdenkliche Biologen zu kurz. Es gibt keine Ecken und Kanten, alles wirkt logisch und nachvollziehbar. Die Interaktion von Mensch und Calini ist faszinierend und bannt den Leser, während er dem Geschehen folgt.
Wer von dieser Sci-Fi-Endzeit-Geschichte klassische Elemente erwartet, der wird sie finden. Viel schöner aber ist die Vernetzung dieser Klassiker, aus der etwas völlig Neues hervorgeht. Gepaart mit Überraschungen und Geschehnissen, mit denen man absolut nicht gerechnet hat, ergibt sich ein spannendes Buch, an dessen Ende man hofft, dass es nicht zuende geht.
Mein persönliches Fazit:
Ich habe "Calini" in die Hand genommen und es nur weggelegt, wenn ich musste. Normal bin ich zwar offen für Sci-Fi und verfolge auch das ein oder andere, doch generell ist es eigentlich nicht mein Gebiet. Dieses Buch jedoch interessierte das überhaupt nicht. Es hat mich gefesselt und dafür gesorgt, dass ich stets wieder gespannt daran las, wann immer ich Zeit erübrigen konnte.
Charaktere und Story sind so liebevoll und durchdacht entwickelt, dass es Spaß macht, ihrem Treiben zu folgen, und dass man stets wissen möchte, wie es weitergeht. Wer dieses Buch in die Hand nimmt mit der Erwartung, etwas zu lesen, "wie er es bestimmt schon von irgendwo her kennt", wird enttäuscht werden. "Calini" hat seinen ganz eigenen Charme und seine eigene Art, Außerirdische und Menschen zu verbinden. Dabei verschwinden klassische Sci-Fi-Elemente in einer Kombination mit den Ideen der Autorin und ergeben so etwas völlig Eigenes.
Am Ende saß ich nur da und dachte – wie, schon vorbei? Das Buch ist jetzt nicht wirklich zuende, oder?
Glücklicherweise nicht, denn aus sicheren Quellen ist bekannt, dass "Calini 2" schon in Arbeit ist.
Allen Freunden von Sci-Fi und Außerirdischen kann ich dieses Werk nur wärmstens ans Herz legen. Ihr werdet es nicht bereuen.
- Victoria Quinn
Schwarzer Diamant (Obsidian 2)
(16)Aktuelle Rezension von: ourbooksoflifeEs handelt sich bei "Schwarzer Diamant" um den zweiten Teil von der "Obsidian"-Reihe von der Autorin Victoria Quinn.
Rome und Calloway lieben sich und können gar nicht mehr ohne den anderen.
Calloway hat leider immer noch ein Geheimnis, welches er Rome noch nicht gebeichtet hat.
Auch dieser Teil lässt sich wieder sehr gut lesen und ich verschlinge die Seiten regelrecht.
Der dritte Teil liegt zum Glück schon da, so dass ich weiter lesen kann. - Saskia Koops
Body Horror
(1)Aktuelle Rezension von: Andrea_BeylEine spannende Geschichtensammlung, die makabere Themen in einen zarten und lyrischen Mantel versteckt, bis die schrecklichen Erkenntnisse zutage treten und die Leser mit dem Horror der Situation konfrontieren.
Die Geschichten empfinde ich als äußerst abwechslungsreich.
Manche bezaubern durch die zarten Worte, die eine ansonsten äußerst harte Szenerie beschreiben, während wiederum andere schon wehmütig klingen, in denen die beschriebenen Personen auf der Suche nach Liebe und Zuneigung sind.
Abgründe werden beschrieben, wie sie tagtäglich in Haushalten geschehen können und gerade diese Verdorbenheit, hat mich in vielerlei Hinsicht animiert und fasziniert.
Danke, für dieses tolle Buch ♥ - Richard Kadrey
Devil Said Bang
(1)Aktuelle Rezension von: WortmagieSatan. Herrscher der Hölle. Gottes ewiger Widersacher. Eine Position voller Macht und Prestige. James Stark alias Sandman Slim will den Job trotzdem nicht. Was nützt all die Macht, wenn ihm der Tag regelmäßig durch Budgetbesprechungen, sinnentleerte Rituale und lächerliche Attentatsversuche versaut wird? Nein, Stark will raus. Schließlich hat er sich nie um die Stelle beworben; der originale Luzifer trickste ihn aus und genießt jetzt Ferien im Himmel. Toll. Einfach Fabelhaft. Seit er Gebieter der Verdammten wurde, sucht Stark unermüdlich nach einem Weg, die Hölle zu verlassen und nach L.A. zurückzukehren. Ganz so simpel ist das nur leider nicht. Die Verdammten hassen ihn und wenn es nach ihm ginge, könnten sie ihm alle getrost den Buckel runterrutschen, aber die Hölle braucht einen Anführer; jemanden, der den Papa spielt und Händchen hält. Also, was macht man mit einem miesen Blatt? Richtig. Bluffen, was das Zeug hält und die erste günstige Gelegenheit beim Schopfe packen. Dummerweise wird Starks glorreiche Heimkehr nach L.A. von einem serienmordenden Geist überschattet, der offenbar im Auftrag einer Fraktion der Sub Rosas handelt, die die Realität umschreiben will. Diese Idioten schaffen es doch tatsächlich, ein Loch ins Universum zu reißen. Da sehnt man sich fast nach der bizarren Idylle der Hölle, nicht wahr?
Stark als Herrscher der Hölle. Ich muss immer noch in mich hineinkichern, wenn ich daran denke. Mein Kumpel Stark als Satan. Tut mir leid, aber das ist zum Brüllen komisch. Ironie des Schicksals. Es war doch wohl von Vornherein klar, dass das schiefgehen muss. Natürlich ist Stark ein lausiger Luzifer. In den vorangegangenen Bänden machte Richard Kadrey unmissverständlich klar, dass sein Protagonist nicht das Zeug zum Anführer hat und seine Eskapaden in „Devil Said Bang“ bestätigen diesen Eindruck zweifelsfrei. Stark hasst die Hölle, weil sie das Schlechteste in ihm zum Vorschein bringt. Er weiß genau, sucht er nicht so schnell wie möglich das Weite, wird die Verlockung, sein inneres Monster das Ruder übernehmen zu lassen, eines Tages zu groß sein. Er muss gehen, weil er sonst nie mehr geht. Mal davon abgesehen, dass mich Kadreys Darstellung der Hölle als bürokratischer Albtraum samt Meetings, Komitees und kleinlicher Politik köstlich amüsierte und ich die Idee, ihre Bewohner_innen als selbstmordgefährdet zu charakterisieren, fantastisch und erstaunlich naheliegend finde, bewundere ich vor allem seine einfühlsame Beschreibung von Starks Gefühlen, die Ambiguität seiner Empfindungen. Er ist sich vollkommen im Klaren darüber, zu was er fähig, wie tiefschwarz ein Teil seiner Seele ist. Er kämpft dagegen an, obwohl die Versuchung ach so süß ist und ihm eben diese Facette seiner Persönlichkeit wer weiß wie oft den Hintern rettete. Er gibt sich keinen Illusionen hin und ist trotzdem bestrebt, ein besserer Mensch (na ja, Nephilim) zu sein. Er will kein Monstrum sein. Seine Fähigkeit und Bereitschaft, sich permanent selbst zu hinterfragen und Kritik anzunehmen, beeindrucken mich jedes Mal aufs Neue. Daher macht es mir auch nicht allzu viel aus, dass sich dieser vierte Band wie ein Zwischenspiel anfühlte. Ich denke, dass „Devil Said Bang“ innerhalb der übergeordneten Handlung wichtig, für sich selbst aber eher belanglos ist. Das Buch ist keines von Kadreys besten Werken; ich stolperte durch eine Geschichte, die mir von arg vielen Zufällen geprägt und daher nicht überzeugend durchdacht erschien. Die Auflösung wirkte hastig und einige Szenen wurden ausschließlich durch Starks unvergleichlichen Humor und seine herrlich schlagfertigen Sprüche gerettet. Kadrey verdankt es seinem Protagonisten, dass ich nachsichtig bin und 3 Sterne vergebe. Ich fühle mich mit Stark einfach viel zu wohl, um die Bände der „Sandman Slim“ – Reihe nicht zu genießen, unabhängig davon, wie ungelenk die Handlung daherkommt. Nur eines kann ich meinem Kumpel nicht verzeihen: seine Beziehung zu dieser fürchterlichen Schnepfe Candy. Ich kann sie nicht ausstehen. Sie ist wie eine 14-Jährige mit einem Waffentick und einer Schwäche für große böse Jungs. Sie bringt Stark in Gefahr, weil für sie alles nur ein Spiel ist. Ich wünschte, er würde sie endlich abschießen, denn sie ist definitiv nicht die Richtige für ihn. Ich warte nur darauf, dass er erkennt, wie ungesund ihr seltsames Techtelmechtel für ihn ist und dass er jemanden braucht, der all die Konflikte in seinem Inneren versteht und beruhigt, statt sie anzufachen und zu verschärfen. Candy ignoriert den Krieg in seiner Seele bewusst. Ich hoffe, dass er bald eine Frau findet, die ihm Frieden schenkt. Bitte Stark, schick die blöde Gans in die Wüste!
„Devil Said Bang“ ist meiner Meinung nach bisher der schwächste Band der „Sandman Slim“ – Reihe. Ich hätte das Buch vermutlich noch weit kritischer bewertet, empfände ich nicht eine fast schon lächerlich intensive Nähe und Bindung zum Protagonisten Stark. Er ist mein Kumpel. Ich bin sein größter Fan. Trotzdem erwarte ich von Richard Kadrey, dass die Handlung des nächsten Bandes „Kill City Blues“ besser ist. Überzeugender. Ausgereifter. Nach der Erfahrung mit „Devil Said Bang“ bin ich ehrlich besorgt, dass die Reihe fortschreitend an Qualität einbüßt. Das möchte ich wirklich nicht erleben, denn es wäre tragisch, bedauerlich und ein Verbrechen des Autors an seinem Zugpferd. Stark ist eine herausragende Figur, die einen ebenso außerordentlichen und außergewöhnlichen Rahmen verdient, um sich nach Belieben auszutoben. Ich weiß, ein einziger mittelmäßiger Band bedeutet noch lange nicht, dass es mit der Reihe bergab geht und ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich habe so etwas schon viel zu oft durchgemacht, um die ersten Anzeichen zu ignorieren. Ich flehe Sie an Mr. Kadrey: lassen Sie Stark und mich nicht hängen.
- George R. R. Martin
Wild Cards. Die erste Generation 01. Vier Asse
(3)Aktuelle Rezension von: vormiDie erste Generation – man nannte sie Golden Boy, Turtle oder Captain Trips, und sie waren die Helden Amerikas …
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzt ein wahnsinniger Wissenschaftler einen schrecklichen Virus frei. Jetboy, der größte Pilot seiner Zeit, will das Schlimmste verhindern und tritt dem Wissenschaftler am Himmel über New York in einer epischen Luftschlacht entgegen. Doch der Wild-Cards-Virus ordnet den Lauf der Geschichte bereits neu und bringt seltsam veränderte Menschen hervor.
Die Asse erinnern mit ihren übermenschlichen Fähigkeiten an Superhelden. Die Joker dagegen mussten die Verwandlung mit bizarren physischen Deformationen bezahlen. Doch ob Helden oder Schurken, ob gefürchtet oder bewundert, sie sind jetzt ein Teil der Gesellschaft – und die normalen Menschen müssen lernen, mit den Wild Cards zu leben.
Imhaltsangabe auf amazon
Sehr schade, aber das war nichts.
Und dass obwohl ich Science-Fiction und normalerweise auch den Schreibstil von George R. R. Martin mag.
Aber hier war mir die Story viel zu verworren und seltsam albern (kindisch) erzählt.
Auch die Grundidee mag ich gerne, die liest sich sehr gut.
Auch war mir vorher klar, dass ich es hier mit einer ganz anderen Geschichte als beim Lied von Eis und Feuer zu tun bekomme.
Das versteht sich ja schon aus der Inhalgsangabe.
Trotzdem bin ich mit dem Plot ünerhaupt nicht zurecht gekommen...sehr achade...























