Bücher mit dem Tag "blindheit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "blindheit" gekennzeichnet haben.

191 Bücher

  1. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.243)
    Aktuelle Rezension von: nellis-library-x3

    Das Buch war okay! Es hatte seine Dramatik- & Spannungsmomente. Toll fand ich dieses Spiel mit dem Leser durch die umgekehrten Seitenzahlen. Es gab auch ein, zwei Punkte die ich wirklich überraschend fand & so nicht habe kommen sehen. Allerdings gab es dann auch wieder Kapitel oder Dialoge die für mich nicht stimmig waren & das Ganze nur gezogen haben. Durch die eine Figur wirkte es auf mich auch einfach etwas abstrus & ihr Bedeutung wurde für mich auch nicht zu Ende erzählt.

    Mein Fazit ist: ich habe schon bessere Bücher von ihm gelesen, aber auch wirklich schlechtere. Von mit gibt es 3/5 Sterne.

  2. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.752)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Daniel ist 10 Jahre alt, als er von seinem Vater in eine geheime Bibliothek, den Friedhof der vergessenen Bücher, mitgenommen wird. Nach altem Brauch darf er sich ein Buch aussuchen, es adoptieren und dafür sorgen, dass es nie verschwindet und nie vergessen wird. Daniel entscheidet sich für „Der Schatten des Windes“ von Julián Carax, ein Buch, von dem er bisher noch nie etwas gehört hatte und dessen Autor ihm unbekannt ist. Ohne zu ahnen welche Lawine er los tritt, beginnt er Jahre später mit Nachforschungen über Julián Carax und seine Werke, die ein Unbekannter bereits größtenteils schon vernichtet hat. Dabei entdeckt er einige Parallelen zwischen sich und dem Autor des Buches. Dass er jedoch sein Leben und das seiner Freunde und Helfer riskiert, wird ihm erst sehr spät bewusst – zu spät?

    Der spanische Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und wuchs auch dort auf. Nach Schule und Studium zog er als Dreißigjähriger nach Los Angeles, wo er mit Schreiben begann und als Drehbuchautor und Korrespondent für spanische Zeitungen arbeitete. 2004 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo auch alle seine Werke veröffentlicht wurden. Für seinen Erstlingsroman „Der Schatten des Windes“ erhielt er 2005 den Barry Award. Der Autor war verheiratet und hatte keine Kinder - er starb am 19. Juni 2020 nach längerer Krebserkrankung in Los Angeles. 

    Mit großer erzählerischer Kraft und Lust am Detail lässt Carlos Ruiz Zafón hier den Protagonisten Daniel das Leben von Julián Carax, dem geheimnisvollen Autor des Buches „Der Schatten des Windes“, nachverfolgen. Herausgekommen ist eine fesselnde Geschichte über Liebe und Leid, Verlust und Tod, in Spanien zur Zeit des Bürgerkrieges und in Barcelona während der Franco-Ära, die den Leser nachdenklich stimmt und zum Miträtseln einlädt. Aus vielen Bruchstücken und unterschiedlichen Handlungssträngen ergibt sich nach und nach ein zunächst unübersichtlicher Thriller, bis dann etwa in der Mitte des Buches die Zusammenhänge klarer werden. Durch geschickt eingefügte Wendungen und in die Irre führende Spuren bleibt das hohe Spannungsniveau jedoch bis zum Schluss erhalten.  

    Fazit: Eine abenteuerliche Geschichte über das Leben, das Lesen und die Liebe zu Büchern – sehr empfehlenswert!

  3. Cover des Buches Der Augenjäger (ISBN: 9783426503737)
    Sebastian Fitzek

    Der Augenjäger

     (2.065)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    ACHTUNG, da es sich um den Folgeband zu "Der Augensammler" handelt, enthält "Der Augenjäger" Spoiler. Bitte unbedingt zuerst "Der Augensammler" lesen.



    Klappentext übernommen:

    Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen.
    Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... 


    Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich bei "Der Augenjäger" um den Folgeband zum Augensammler. Ich muss an dieser Stelle ganz klar sagen: Sowohl mit dem Beginn als auch mit dem Ende des Buches habe ich zu keiner Zeit gerechnet.

    Die Story ist super spannend und hier kommt mein Lieblings-Satz für Fortsetzungen bzw. (Psycho-)Thriller zum Tragen: Ich möchte zum Inhalt gar nicht zu viel verraten. Eines kann ich nur sagen: Wer "Der Augensammler" gemocht hat, wird "Der Augenjäger" lieben!

    Sebastian Fitzek hat, wieder ein mal, eine Welt geschaffen, die ich von außen fasziniert beobachte, bei der ich aber auch froh bin, sie eben nur zu beobachten und nicht Teil der Handlung zu sein. 

    Es gab durchaus mehrere Punkte im Buch, da war alles und jeder verdächtig und ich habe hinter jeder Ecke einen Mörder, Fallen oder einen unvorhersehbaren Twist vermutet. Genau das macht die Fitzek-Bücher für mich aus: Man denkt immer, man ist ganz nah an der Lösung und dann merkt man, man war meilenweit auf dem Holzweg.

    Durchweg ein spannender, überraschender Thriller, den ich jedem empfehle, der "Der Augensammler" gelesen hat.

  4. Cover des Buches The Light in Us (ISBN: 9783736310445)
    Emma Scott

    The Light in Us

     (459)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Inhalt


    Nach einem Schicksalsschlag hat Charlotte ihren Zugang zur Musik verloren. Fatal für eine talentierte Konzert-Violinistin, die erst vor kurzem ihren Abschluss an der Julliard-School in New York gemacht hat. Mit Jobs in einem Diner und einer Bar hält sie sich über Wasser. Da bekommt sie das Angebot, Assistentin für Noah Lake zu werden. Der ehemalige Extremsportler und erfolgreiche Journalist ist nach einem schweren Unfall erblindet und versinkt in seiner Verzweiflung. Charlotte nimmt die Stelle bei ihm an und versucht, den griesgrämigen, jungen Mann aus seinem Schneckenhaus zu locken. 




    Das Wichtigste in Kürze


    Ein Roman, der vor allem durch seinen Stil und die Figuren überzeugt und viel Spaß macht. Die Handlung an sich ist nichts Neues, muss sie aber auch nicht sein, man ist trotzdem gefesselt und verfolgt gespannt die Figurenentwicklung und Liebesgeschichte. 




    Die Details


    Der Klappentext hört sich nach "Ein ganzes halbes Jahr" an? Abwegig ist dieser Vergleich nicht und er wird auch zwangsläufig vor Augen geführt. Zwar auf andere Art erzählt, erinnert diese Geschichte doch sehr stark an den erfolgreichen Roman. Das tut dem Lesespaß jedoch überhaupt keinen Abbruch, denn die Figuren sind andere, die Ausgangslage ist eine andere und auch der Stil ist anders. 


    Mit viel Freude kann man in das Buch eintauchen und die Figuren bei ihrer Entwicklung begleiten. Natürlich ist die Handlung vorhersehbar, aber warum auch nicht. Mit erfreulich wenig (Beziehungs-) Drama und trotzdem ohne langweilig zu sein wird hier eine schöne Liebesgeschichte erzählt. Einen großen Einfluss hat dabei auch der Stil, der auf eine Art leicht geschrieben und doch unglaublich poetisch ist. Sei es nun, die Musik für den Leser greifbar zu machen, Noahs Blindheit und dessen Bedeutung eindrücklich zu zeigen, oder auch Noahs Welt anders als durch "sehende" Beschreibungen zum Leben zu erwecken. 


    Zugelassen wird dieser Stil auch durch das Wechseln der Perspektiven, sodass man die Welt sowohl durch Charlottes Augen, als auch Noahs Wahrnehmung sieht. So bekommt man auch einen Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten und kann viele ihrer Handlungen, vor allem aber die von Noah, gut nachvollziehen. Besonders hervorzuheben ist hier auch, wie Emma Scott es schafft auf eindrückliche Weise zu verdeutlichen, in welcher Lage Noah sich befindet und welche Dramatik und Endgültigkeit sein neues Leben für ihn hat. Denkt man da am Anfang vielleicht noch, dass es im Vergleich zu einer kompletten Lähmung (Hallo, Will) doch recht harmlos ist, zu erblinden, wird man da schnell eines Besseren belehrt.


    Mit viel Feingefühl, und doch ohne Längen wird auch die Entwicklung von Charlotte und Noah erzählt. Hier gibt es allerdings wenig Überraschungen. Der Handlungsbogen verläuft wie bei jeder anderen typischen Liebesgeschichte. Deshalb war ich besonders froh, dass der übliche Tiefpunkt vor dem Ende nicht ganz so tief war, wie erwartet. Wenn klar ist, wie die Geschichte ausgeht, finde ich dieses letzte Hindernis (oft ein Missverständnis, bei dem dann einer von beiden (meistens die Frau) alles in Frage stellt) fast immer eher störend, als dass er nochmal für Spannung sorgt. Umso schöner war es, dass der Tiefpunkt in diesem Buch ein bisschen anders war und zudem tatsächlich logisch in die Geschichte gepasst hat. 


    So kann man dann das Buch am Ende zufrieden schließen und sich darüber freuen, dass es noch eine kleine Novella gibt. 

  5. Cover des Buches Das italienische Mädchen (ISBN: 9783442480098)
    Lucinda Riley

    Das italienische Mädchen

     (439)
    Aktuelle Rezension von: xeni_590

    Rosanna und Roberto, zwei welche sich gefunden habe und eigentlich  für immer Lieben sollten. Aber ihre Liebe ist nicht gut. Sie ist zerstörerisch und nicht sehr passend.

     Wer auf Konfliktreiche Liebesgeschichten in der Welt von Italienischen Opern mag. Mag vielleicht auch diesen Roman, für alle andern ist es ein spannender Ausgleich zu z.b. einem Krimi oder einer andere Liebesgeschichte die gerade ausläuft. Am besten selber reinlesen und herausfinden ob sie euch anspricht.

    Achtung Spoiler:

    Meine Lieblingszitate:

    *der Übelkeit erregende Gestank aus der Kanalisation, jedoch auch der köstlicher Duft frisch gebackener Pizza aus Papás Küche.

    *"Heißt das, dass wir drei Tage getrennt sein werden?"

    *"Glaub mir, es wird. Liebe ist so etwas wie eine Sucht. Man muss sich davon lösen und sich nicht bestrafen, wenn man manchmal das Gefühl hat, dass man sich nie mehr davon erholt:"

    *Er ist ein hervorragender Schauspieler, erinnerte Rosanna sich.

  6. Cover des Buches Die wahre Königin (ISBN: 9783959670708)
    Sophie Jordan

    Die wahre Königin

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Simone1976

    Das Buch fängt mit einer Geschichte an, die spannend beginnt und inhaltlich gut überlegt ist. Ein Mädchen, fern versteckt von bösen Mächten muss sich durch ihren Mut und ihren Willen beweisen. 

    Luna und Fowler als Protagonisten gefallen mir erstmal sehr gut, auch dass sich Luna aufgrund ihrer Blindheit durch ihre anderen geschärften Sinne gut in der Welt behaupten kann, ist schön und nachvollziehbar  beschrieben. Fowler, der anfangs kühl und distanziert sein möchte wird von Kapitel zu Kapitel weicher und sympathischer, auch diese Entwicklung ist nachvollziehbar und kommt gut an. Emotional bleibt das Ganze im Jugendbereich, ist okay, könnte aber durchaus etwas mehr knistern.

    Ebenso gefallen mir die bislang unbekannten Reiche, die beschrieben werden, als auch die neuartigen bösen Mächte, die "Finsterirdischen" - keine Fey, Dunkelalben, sondern etwas ganz Neues wird hier geschaffen. Das ist aber auch gleichzeitig mein Kritikpunkt. Hier hätte ich mir mehr Hintergrund über diese Wesen gewünscht. Durch die randhaften Erwähnungen und trotz vielfacher Auftritte, dennoch kurzen Beschreibungen bekam ich gar kein richtiges Bild dieser Kreaturen. Was treibt sie an, wer kontrolliert sie, woher kommen sie ursprünglich, was sind ihre Schwachpunkte...

    Insgesamt leicht zu lesen, für mein Empfinden hätte man es mehr füllen können - die Geschichte selbst ist nämlich gut!

  7. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783446240094)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.654)
    Aktuelle Rezension von: dascha_87

    Nach dem ersten Aufschlagen des Buches wusste ich, dass es ein wundervolles Buch sein wird. Das Buch behandelt ein sehr anspruchsvolles Thema, es ist auch an manchen Stellen sehr traurig, doch der Humor kommt auf jeden Fall auch nicht zu kurz. Ich finde es erstaunlich, wie gut die Figuren im Buch beschrieben wurden. Dadurch verlieh es dem Buch eine gewisse Authentizität. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Es ist ein Buch, das man nicht schnell vergessen wird. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gehört ab sofort garantiert zu meinen Lieblingsbüchern. 

    Das Buch ist wirklich ein Muss!

  8. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783442749850)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (360)
    Aktuelle Rezension von: lillywunder

    Es gibt ja diese Romane, die sind einfach wunderschön, selbst wenn in ihnen gleichzeitig ganz schön viel Schrecklichkeit steckt. Einer davon ist der (mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete) Roman "Alles Licht das wir nicht sehen" von Anthony Doerr, der es meisterhaft versteht, die Grausamkeiten des Krieges genauso einzufangen wie den Zauber des Lebens. 


    Erzählt wird die Geschichte von zwei Kindern, die während des zweiten Weltkrieges aufwachsen. Werner, der mit seiner Schwester als Waisenkind im Ruhrgebiet aufwächst und dessen Zukunft als Bergarbeiter unter Tage schon festzustehen scheint. Und Marie-Laure, ein blindes Mädchen, das hunderte Kilometer entfernt in Paris bei ihrem Vater, einem Museumsmitarbeiter, aufwächst. Beide sind sie von Wissenschaft fasziniert, haben ein forschendes, lebendiges Interesse an der Welt. Werner, der schon in jungen Jahren ein Verständnis für Mathematik und Technik entwickelt und sich in der Nachbarschaft einen Namen macht, da er gelernt hat, Radios zu reparieren. Und Marie-Laure, die in Braille-Schrift einen Roman von Jules Verne nach dem anderen verschlingt, Ausflüge ins Museum macht und die kniffligen Rätsel ihres Vaters im Nullkommanix löst. Als der Krieg heraufzieht, kündigt sich auch in ihren Leben das Unheil an. Bei Werner, der mit seinen herausragenden technischen Fähigkeiten ins Visir der Nazis gerät und auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht landet. Und bei Marie-Laure, die mit ihrem Vater aus Paris fliehen muss und dabei den wohl wertvollsten Besitz des Museums vor den Deutschen retten muss.


    Anthony Doerr erzählt beide Handlungsstränge parallel, immer abwechselnd in sehr kurzen Kapitelchen von oft nur zwei bis drei Seiten und auch wenn mir diese Erzählweise in anderen Roman nicht immer zusagt, so passt es hier ganz großartig und das (doch recht dicke) Buch liest sich schnell weg, frei nach dem Motto "ein Kapitelchen les ich noch". Die beiden Geschichten sind am Anfang noch unverbunden, man merkt aber immer mehr, dass sie sich aufeinander zu bewegen und im August 1944, wenn die französische Küstenstadt Saint-Melo als letzte Nazi-Festung unter Bombenhagel steht, zusammentreffen werden. Bis dahin spielt das Radio ein wichtiges und verbindendes Element, dessen Wirkung beinahe magisch aufbereitet wird. Überhaupt ist Anthony Doerr ein Meister der poetischen Sprache, seine Sätze strotzen vor Ausdruckskraft und Schönheit, wenn sie beispielsweise die sinnlichen Wahrnehmungen der blinden Marie-Laure beschreiben und verfehlen dennoch auch ihre erschreckende Wirkung nicht, wenn die Grausamkeiten der Nazi-Umerziehung von Kindern oder der Bombardierungen beschrieben werden. Die sehr aufgeladenen Metaphern waren mir persönlich manchmal ein wenig zu viel des Guten und wirkten das ein oder andere Mal etwas angestrengt. Ein kleines Kritikpünktchen, über das ich gern hinwegsehe bei diesem ganz wunderbar erzählten Roman.

  9. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783442379064)
    Karin Slaughter

    Belladonna

     (1.593)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Sara Linton, geschieden, Kinderärztin und ab und zu arbeitet sie mal mit in der Gerichtsmedizin. Sie ist fast zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als in dem Diner auf der Toilette die blinde Sybille Adams ermordet wird. Doch leider kommt jede Hilfe zu spät. Ihr Exmann Jeffrey ermittelt als Polizist in diesem Fall. Bald gibt es ein weiteres Opfer und eine vermisste Polizistin. Wer steckt hinter den Taten? Und was hat Sara's Vergangenheit damit zu tun?

    Ein Krimi, der es bis zum Scchluß in sich hat. Den Stern Abzug gibt es für manchmal zu viele Details aus der gerichtsmedizinischen Untersuchung. Ist zwar interessant, zieht aber die ganze Sache in die Länge. Ansonsten gute Storry und toller Schreibstil.


  10. Cover des Buches Alles, was ich sehe (ISBN: 9783551560223)
    Marci Lyn Curtis

    Alles, was ich sehe

     (176)
    Aktuelle Rezension von: seitenweiseliebe

    Manchmal braucht man so ein Buch wie "Alles, was ich sehe", welches auf so unbeschwerte, humorvolle und dennoch emotionale Weise daran erinnert, wie wertvoll bestimmte Dinge sein können. Zum Beispiel sich im Straßenverkehr orientieren zu können, Hygieneartikel selbst aussuchen zu können, zu lesen, den Sonnenuntergang zu genießen, die Gefühle anhand der Mimik vom Gegenüber zu erkennen, oder Kleidung anhand der Farbe und des Schnittmusters auszuwählen. Eben sich für etwas zu entscheiden, weil man es schön findet, oder weil es gut zu einem passt und nicht weil es praktisch ist.
    Manchmal braucht man einen kleinen Anstupser, um die Welt mit anderen Augen zu sehen.

    Inhalt:
    ----------
    Maggie ist vor sieben Monaten durch eine Hirnhautentzündung erblindet und versucht immernoch mit ihrem neuen Leben klarzukommen. Doch dann stößt sie sich den Kopf und kann plötzlich wieder sehen. Allerdings nur einen 10jährigen Jungen und einen kleinen Umkreis um ihn herum.
    Irgendwas scheint die beiden zu verbinden und eine Freundschaft entsteht, doch Bens großer Bruder und beliebtes Bandmitglied Mason glaubt, dass Maggie ihre Blindheit nur vorspielt. Nach und nach erfährt Maggie warum sie Ben sehen kann und das Kribbeln im Bauch, wenn sie in Masons Nähe ist, bringt all ihre Gefühle durcheinander.

    Meine Meinung:
    --------------------------
    Manchmal kann man gar nicht wirklich verstehen vor welchen Hürden blinde Menschen stehen.
    Manchmal gibt eine Geschichte so viel Liebe und Verständnis, dass man plötzlich voller Hoffnung und Dankbarkeit sein kann.
    Und dieses Mal war genau dieses Buch für mich das richtige Buch zur richtigen Zeit.

    Ich liebe es so sehr und vor allem die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.
    Ich habe mein Herz an den 10jährigen Ben verloren, der voller Gutmütigkeit und Selbstbewusstsein steckt. Er ist so stark und so positiv, witzig und herzlich. Seine Geschichte ist unglaublich ergreifend.
    Ich habe mein Herz an Maggie verloren, denn sie macht eine wirklich tolle Wandlung durch.
    Sie ist taff und süß, verschlossen und aufrichtig. Sie hat so sehr an sich gearbeitet, dass ich wahnsinnig stolz auf eine Person bin, die es in Wahrheit eigentlich gar nicht gibt.
    Und ich habe mein Herz an Mason verloren, denn er ist ein absoluter Book Boyfriend. Er ist talentiert und selbstlos. Er ist ein gutmütiger Familienmensch und tut alles in seiner Macht stehende, um für seine Liebsten da zu sein. In erster Linie ist es Ben, sein kleiner Bruder.

    Dieses Ende gibt mir ein völliges Glücksgefühl, denn es ist einfach nur wunderschön, realistisch und nicht zu aufgetragen, aber dennoch herzergreifend und einfach ein wunderbares Happy End.

    Fazit:
    ----------
    Mit diesem Roman habe ich ein neues Herzensbuch gefunden. Könnte ich mehr als fünf Sterne geben, würde ich es auf jeden Fall tun.
    Es ist humorvoll, unterhaltsam, süß, gibt einen wunderbaren realistischen Einblick in Blindenwelt und lässt sich super schnell lesen. Dieses Buch ist trotzdem auch sehr emotional und berührend.
    Ich kann es wirklich jedem empfehlen und da es ein Jugendbuch ist, ist es sicher auch schon ab 12 Jahren geeignet.

  11. Cover des Buches Wer Wind sät (ISBN: 9783548284675)
    Nele Neuhaus

    Wer Wind sät

     (745)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Ein Kriminalroman, längst verfilmt, alt aber mit noch aktuellen Themen bekam ich von einem Freund: Nele Neuhaus „Wer Wind sät“. Natürlich ist sie ein Star unter den Kriminalromanautorinnen, selten aber fallen mir Bücher von ihr in die Hände. Und das, obwohl dieser Roman in meiner Heimat spielt, ich gedanklich durch die Straßen und Wälder spazieren kann.

    Aktuell ist er in der Hinsicht noch immer, dass das Thema Windkrafträder eine große Rolle spielt. Narzisstische Persönlichkeiten geben sich praktisch die Klinke in die Hand. Machtmissbrauch in vielerlei Hinsicht wird dargestellt, ob es die ältere Frau gegenüber einem jungen Mann ist oder das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Chef und Untergebener. Auch der verlassene Mann, an dessen Seele angepocht wird, bekommt seine Falle gestellt. Und die verschwiegene Kommissarin, die sich im Urlaub verlobt hat, fehlt auch nicht. Also alles wie gehabt und wie im richtigen Leben.

    Die Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff wird direkt am Ende ihres Urlaubs zu einem Todesfall gerufen. Sie hat nicht einmal mehr Zeit sich umzuziehen und der Schauplatz ist sehr heiß. Er liegt im Treppenhaus einer Gesellschaft, die den Bau von Windkrafträdern bauen lässt. Die Finanzierung ist schwierig, die Geldgeber ungeduldig, ein wichtiges Bauvorhaben kurz vor dem Abschluss. 

    Wäre da jetzt nicht der tote Nachtwächter. Er ist allerdings nicht der einzige Tote, ein Feldhamster auf dem Tisch des Inhabers hat ebenfalls das letzte Grashalm lange schon gefressen. Pia und ihr Kollege Oliver müssen nun in einem Umfeld ermitteln, bei dem ein traumatisierter Junge seinen Eltern misstraut und dafür den falschen Freunden vertraut. Bei dem eine große Summe für eine Wiese gezahlt werden soll, damit der Bau von Windkrafträdern weitergehen kann. Doch der Bauer, dem die Wiese gehört, wird auch ermordet. Seine Kinder geraten ebenso in Verdacht wie dessen Widersacher bei den Gegnern des Windparks. Der ist auch nicht gerade ein sauberes Früchtchen. 

    Eine wichtige Rolle spielen dabei die Gutachten und ihr Zustandekommen. Wer linkt hier wen und warum? Ein scheinbar unfassbares Spinnennetz wird hier gewebt mit sehr vielen Protagonisten, die ich hier nicht alle aufführen mag. Spannend ist es allemal, die Charakterzüge für meinen Geschmack wohl ersonnen mit jeweils passendem Ausgang.

    Lesespaß für diejenigen, die diesen nicht ganz neuen Krimi erst noch entdecken wollen. 

  12. Cover des Buches Endgültig (ISBN: 9783518425213)
    Andreas Pflüger

    Endgültig

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Ein Thriller mit einer blinden Ermittlerin, jetzt Verhörspezialistin beim BKA, hörte sich interessant und spannend an. Jenny Aaron war nicht immer blind. Ein missglückter Einsatz in Barcelona, den sie noch im Rahmen ihrer Tätigkeit als Elitepolizistin bei der Polizei durchführte, war schuld an ihrem Handikap. Als Tochter eines GSG 9 Kämpfers, hat sie offensichtlich die Zähigkeit ihres Vaters geerbt und nimmt ihr Schicksal nicht einfach nur hin, sondern arbeitet hart daran wieder die Beste zu werden. Sie trainiert die ihr verbliebenen Sinne bis zur Perfektion, beherrscht die Klicksonartechnik, eine Echolotlokalisierungsmethode wie bei der Fledermaus. Überhaupt steht sie den Superhelden aus der Comicwelt in keinster Weise nach. Leider kann ich mit Superhelden so überhaupt nichts anfangen.

    Jenny Aaron wird von ihren ehemaligen Kollegen bei einem Mordfall um Hilfe gebeten und wird dadurch in ihr früheres Leben zurückkatapultiert. Der Mord sollte sie nach Berlin ködern, denn nach Barcelona scheint noch eine Rechnung mit ihr offen zu sein und sie muss mit einem ebenbürtigen Gegner um ihr Leben kämpfen, wie nie zuvor. Dieser Thriller hat auf jeden Fall was Spannung angeht seinen Namen verdient. Die Frau, die sich bei Nichts so beruhigt, wie beim Reinigen ihrer Waffe und auch als Blinde noch über eine Distanz von 80 Metern ins Schwarze trifft, wirkt auf mich eher wie eine Maschine, weniger wie ein Mensch. So lässt mich ihr Handeln auch irgendwie unberührt. Dass sie und ihre Kollegen sich nur mit Nachnamen ansprechen verstärkt diesen Effekt für mich ebenso, wie der vielfach stakkatoartige Schreibstil des Autors.

    Dieser Thriller ist ausgesprochen brutal, sehr komplex in seiner Handlung mit Figuren, die einem Marvel Comic entsprungen sein könnten. Es gibt sicher Fans für diese Art der Spannungsunterhaltung. Ich konnte mit den Protagonisten leider gar nicht warm werden und habe so manche Verfolgungszene auch nur noch überflogen.

  13. Cover des Buches Tage wie Salz und Zucker (ISBN: 9783499268670)
    Shari Shattuck

    Tage wie Salz und Zucker

     (154)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47

    Im Mai 2016 war ich unterwegs nach Zürich mit der Bahn. Um mir die Fahrtzeit angenehm zu gestalten, habe ich folgendes Buch gelesen:

    Tage wie Salz und Zucker

    Wie mir das Buch gefallen hat, kann man jetzt nachlesen.

     

    Die Freundschaft zweier ungleicher Frauen – oder: die Handlung:

    Ellen Homes ist stark übergewichtig und findet sich unattraktiv. Deswegen freut sie sich, einen Job zu haben, bei dem sie nachts arbeiten muss. Sie putzt in einem Supermarkt.

    Selten kommt sie unter Menschen. Dafür verschanzt sie sich gerne in ihrer kleinen Wohnung und beobachtet durch ein Fenster, was ihre Nachbarn machen.

    Eines Tages verändert sich ihr Leben schlagartig. Sie lernt Temerity kennen, eine junge charismatische Frau, die blind ist. Ein Mann entreißt ihr ihre Handtasche, will fliehen – und Ellen stellt ihm ein Bein, als sie das gesehen hat. Der Mann stürzt, und Temerity bekommt ihre Handtasche wieder. Sie ist interessiert zu wissen, wer den Handtaschenraub verhindert hat. Ellen und Temerity unterhalten sich miteinander und beginnen von da an, sich immer wieder zu treffen.

    Von da an versuchen sie, ihre Welt und die Welt ihrer unmittelbaren Umgebung etwas angenehmer zu gestalten. Ellen weiß beispielsweise, dass Nachbarin Cindy ein Kind erwartet, aber nicht für das Kind wird sorgen können. Ein wohlhabendes Anwaltsehepaar ist interessiert daran, das Kind zu adoptieren – möchte aber einen Rückzieher machen, als sie erfahren, dass das Kind einen Vater mit afrikanischem Migrationshintergrund hat. Und hier kommen Ellen und Temerity ins Spiel, die versuchen, Cindy zu helfen, aus ihrer Ausweglosigkeit herauszukommen.

    Auch in Ellens Job läuft nicht alles zum Besten. Kollegin Irina kümmert sich um ein Kind, um das sie sich nicht kümmern will – und wird noch zusätzlich vom Chef erpresst. Als Ellen bemerkt, dass der Chef in zwielichtige Geschäfte verwickelt wird, startet sie eine Aktion, um Irina zu helfen…

     

    Fast schon ein modernes Märchen – oder: meine Leseerfahrung:

    Das Buch lässt sich leicht lesen, dank der vielen Dialoge und der oft spannenden Handlung. Einen Ich-Erzähler findet man nicht in dem Buch, und alles ist in der Vergangenheit verfasst – so wie viele Leser es gerne haben.

    Sympathisch sind auch beide Hauptcharaktere – Ellen und Temerity – und ihr näheres Umfeld. So hat Temerity einen Bruder, namens Justice, und einen Hund, namens Wicht. „Wicht“ – diesen Namen für einen Hund finde ich außergewöhnlich. Genauso wie den Namen „Maus“ für den Kater von Ellen.

    Sicherlich läuft vieles in dem Roman zu glatt, zu berechenbar – und ich sagte mir oft beim Lesen, dass manche Ereignisse nicht so laufen können, wie sie im Buch laufen. Wie können beispielsweise wildfremde Menschen andere Menschen in einem Krankenhaus besuchen, ohne dass andere Leute Verdacht schöpfen?

    Andererseits sehe ich diesen Roman als modernes Märchen. Die Freundschaft zwischen Ellen und Temerity hat Auswirkungen auf das Leben der beiden. Und zwar im positiven Sinne. Ellen merkt auf einmal, dass üppiges Essen nicht alles ist im Leben, und man auch von Obst und Gemüse  satt werden kann. Das hat sie durch Temerity gelernt, die sie zum Essen eingeladen hat. Ellen merkt auch, dass sie sich nicht verstecken muss – es gibt durchaus Menschen, die sie als sympathischen Menschen wahrnehmen, ohne zu sehr auf Äußerlichkeiten zu achten. Sie lernt viel durch die Gespräche mit Temerity, die zwar nicht sehen kann, aber deren andere Sinne so gut ausgeprägt sind, dass sie Menschen sehr gut beurteilen kann.

    Mir hat dieses Buch gut gefallen – es ist kurzweilig, hat aber doch auch Tiefgang. Die Idee, wie man das Leben anderer ein bisschen glücklicher machen kann im Rahmen seiner Möglichkeiten, ist zwar schon alt – aber immer noch aktuell. Man sollte sie auf sein ganzes Leben anwenden.

     

    Mein Fazit:

    Das Buch „Tage wie Salz und Zucker“ von Shari Shattuck ist ein gut und leicht zu lesender Roman über zwei unterschiedliche Frauen, die versuchen, das Leben einiger Nachbarn im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein bisschen besser und glücklicher zu machen.

    An einigen Stellen war mir die Handlung in dem Buch jedoch zu glatt und zu unwahrscheinlich – deswegen ziehe ich auch einen Stern ab.

    Ich vergebe dem Buch „Tage wie Salz und Zucker“ vier Sterne und empfehle es weiter.

     

     

     

  14. Cover des Buches Das Herzenhören (ISBN: 9783453410015)
    Jan-Philipp Sendker

    Das Herzenhören

     (437)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


             Was für ein schönes Buch. Passend für so viele Gelegenheiten. Es hat mich definitiv aus meiner Leseflaute geholt und es holt einen auch runter, wenn alles um einen herum ein etwas trubelig wird. Soviel Ruhe, Kraft und Achtsamkeit liegt darin. Man ist immer so schnell mit seiner Meinungsbildung und glaubt, vieles schon zu wissen. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, zuzuhören, ergibt sich oft eine ganz neue Wahrheit. Ein Buch über das Besinnen auf das Wesentliche - die Liebe.              
  15. Cover des Buches Beastly (ISBN: 9783843200691)
    Alex Flinn

    Beastly

     (897)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Ich sage niemals nein, zu einer weiteren Märchenadaption und “Magical“ kannte ich bereits, weshalb ich schon gespannt auf “Beastly“ war.


    Das moderne Setting ist natürlich immer interessant, denn es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, die traditionellen Märchenelemente in etwas Modernes zu wandeln. Die Charaktere wurden dafür natürlich auch gut angepasst.


    Das Buch hat eine logischerweise simple Umsetzung, die diesmal auch wirklich sehr nahe an dem Märchen blieb und zwar der eher klassischen Disneyversion. Und das hat mich diesmal dann doch manchmal etwas gestört, denn es wirkte manchmal etwas wie eine schlechte Kopie, statt einer Adaption.

    Vieles kann man gut übernehmen, aber dass ein haariger Teenagerjunge einfach einmal die Tochter von jemanden annimmt und sie bei sich leben lässt, ist dann doch sehr, sehr unrealistisch, Fantasy hin oder her. Ein langsames kennenlernen über versteckte Dates oder so etwas hätte besser gepasst und als Happy End hätte sie dann ja noch immer (dann aber freiwillig), bei ihm einziehen können, um dem Vater zu entkommen.


    Generell ist das Buch aber immer noch nicht schlecht. Mir war es für eine Adaption nur manchmal dann doch etwas zu ähnlich zu Disney, sodass es leider nicht immer perfekt in ein modernes Setting übernommen wurde, was etwas schade war. Fans von Märchenadaptionen kann ich es dennoch nur empfehlen, weshalb ich dem Buch vier Sterne gebe.


  16. Cover des Buches Tote Augen (ISBN: 9783442374786)
    Karin Slaughter

    Tote Augen

     (473)
    Aktuelle Rezension von: classique

    Der Thriller "Tote Augen" umfasst ca. 587 Seiten auf auf 25. Kapiteln, mit einem Prolog und Epilog.

    Kurzer Plot:


    Eine junge Frau rennt Nachts auf die Straße und wird überfahren. Im Krankenhaus stellt man fest, dass die junge Frau schwere Verletzungen aufweist, die nicht von diesem Unfall stammen können.

    "Anna", wie die junge Frau wahrscheinlich heißt, ist extrem unterernährt, und sie ist gefoltert wurden. Anna ist blind, taub und ihr fehlt die 11 Rippe...

    Detective Will Trent und seine Partnerin Special Agent Faith Mitchell, finden in der Nähe des "Unfallorts" eine weitere Frauenleiche.

    Eine "Höhle" wird entdeckt. Darin befinden sich Folterwerkzeuge, eine Schiffsbatterie, ungeöffnete Dosenkonserven...

    Dann wird auf einem Parkplatz eines Supermarktes eine weitere Frau entführt, wobei ihr 6- jährige Sohn einfach zurückgelassen wurde.

    Für das Ermittlerteam wird es ein Rennen um die Zeit..."Der Entführer hat offensichtlich eine Methode. Er ist geduldig. Er hebt die Höhle aus, breitet sie für seine Gefangen vor..." - Seite 229

    Mein Fazit:

    Ein erstklassiger Thriller!


    5. Sterne!

  17. Cover des Buches FederLeicht. Wie fallender Schnee (ISBN: 9783841505286)
    Marah Woolf

    FederLeicht. Wie fallender Schnee

     (542)
    Aktuelle Rezension von: Norina_Goetz

    Wer in eine andere Welt abtauchen möchte, ist hier genau richtig. 

    Diese Buchreihe schließt an die Mondlicht Saga an, ist aber dennoch eine eigenständige Geschichte. Wer die Mondlicht Saga kennt, trifft hier alte Bekannte wieder aber auch neue Charaktere.

    Wer einmal mit dieser Reihe anfängt, kann die Bücher schwer wieder beiseite legen.

    Wenn du auf Fantasy Geschichten rund um Elfen, Zauberer, Feen, Faunen und Menschen stehst, dann bist du mit dieser Reihe genau richtig.

  18. Cover des Buches Am Ende der Welt traf ich Noah (ISBN: 9783785581278)
    Irmgard Kramer

    Am Ende der Welt traf ich Noah

     (120)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Zitate: 

    "Das alles kam mir vor wie in einem Film. Und ich hatte mir die Hauptrolle geschnappt, ohne das Drehbuch zu kennen."


    "Ich weiß nicht wer du bist und wie du hierher kommst, aber ich gebe dir einen guten Rat - verlasse diesen verfluchten Ort. Am besten heute noch. Je schneller, desto besser. Du tust uns beiden einen großen Gefallen damit."


    Inhalt: Die 17-Jährige Marlene findet einen roten Koffer und gibt sich spontan als dessen Besitzerin aus. Sie ahnt nicht, dass sie dadurch ihrem größten Glück begegnen wird - und ihren schlimmsten Albträumen. 

    Eindruck: Für manche Bücher muss man auf den richtigen Zeitpunkt warten, um sie zu lesen. Deshalb tut es mir nicht sehr leid, dass diese Geschichte jahrelang auf meinem SuB auf ihren großen Moment warten musste.

    Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Marlene erzählt. Die Sprache ist sehr bildhaft, emotional und beschreibend. Bei mir kam direkt eine Wohlfühlstimmung auf, welche im Verlauf der Geschichte zunehmend durch ein beklemmendes Gefühl und Gänsehaut abgelöst wurde, als "das vermeintliche Paradies Risse bekam". Der Autorin ist gelungen die Momente fürs Herz und den Gruselfaktor gleichermaßen überzeugend zu vermitteln. Die Charaktere konnte ich mir alle sehr gut vorstellen, genauso wie die Villa und die Umgebung. Gegen Ende (etwa ab Kapitel 40) wird die Geschichte plötzlich richtig seltsam und ich  befürchtete schon, dass die Autorin völlig den Faden verloren hat. Aber keine Sorge, einfach weiterlesen, denn das gehört alles zur Vorbereitung auf die überraschende Enthüllung am Schluss. ;)

    Mein einziger (halber) Kritikpunkt ist eben dieses Ende. Es ist an sich gut und passend. Ich finde es unglaublich, welchen gewaltigen Plot-Twist die Autorin in die Geschichte eingebaut hat! Aber für mich hätte es das nicht gebraucht. Ich hätte Noah und Marlene ein anderes Ende gewünscht...

    Ich empfehle dieses Buch allen Lesern, die gerne Jugendthriller und/oder Beziehungsgeschichten lesen, denn dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus beidem. 

    P.S: Die Villa Morris, welche im Buch eine zentrale Rolle spielt, hat ein reales Vorbild: die Villa Maud in Schoppernau. Guckt euch im Internet mal ein paar Bilder an. ;)

  19. Cover des Buches Blinder Instinkt (ISBN: 9783442473380)
    Andreas Winkelmann

    Blinder Instinkt

     (333)
    Aktuelle Rezension von: Ria17

    Klappentext: Ein heißer Sommertag. In einem verwilderten Garten sitzt ein junges Mädchen auf der Schaukel. Es ist blind, aber es spürt ganz deutlich, dass sich ihm jemand nähert, jemand, von dem etwas zutiefst Böses ausgeht.....

    Die Geschichte wird uns aus verschiedenen Sichten erzählt. Wir lernen die Polizistin Franziska kennen, den Boxer Max und tauchen in die gruseligen Gedanken des Täters ab. Wir dürfen auch in die Empfindungen des Opfers abtauchen, die durch die Blindheit ein besonders großen Stellenwert haben.
    Das Buch beginnt direkt spannend und unheimlich und gerade der Täter lässt einem mit seiner doch sehr speziellen Vorliebe immer wieder kalte Schauer über den Rücken laufen.

    Das Buch ist durchgehend spannend gestaltet und gerade gegen Ende passiert nochmal unfassbar viel, dass man nicht mehr aufhören konnte mit dem Lesen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig.

    Ein wirklich guter, schauriger Thriller, der mit dem Thema Blindheit des Opfers und dessen Empfindungen , doch wirklich ein sehr extremes Thema beinhaltet. Es ist äußert packend und zum Glück gibt es zwischen dem ganzen spannenden auch noch eine kleine Liebesgeschichte die das Buch doch noch einen sanften Touch mitgibt.


    Für alle Thrillerfans eine Empfehlung! 

  20. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

     (2.818)
    Aktuelle Rezension von: LaNasBuchclub

    Wie viele andere auch, bin ich erst durch die zauberhafte Verfilmung der Geschichte auf das Ursprungswerk gestoßen. Als ich das Buch dann eines Abends in die Hände nahm, um es endlich zu lesen, war ich doch etwas überrascht. Es ist ein Roman, aber keiner im 'herkömmlichen' Sinn. Auf 445 Seiten erleben wir die Geschichte von Rosie und Alex, dargestellt allein in Form von Briefen, E-mails, Chatnarchichten und SMS, die sie einander über Jahre ihres Lebens hinweg geschrieben haben. 

    Rosie Dunne und Alex Stewart sind unzertrennlich. Mit fünf Jahren wurden sie beste Freunde und ab da, gab es kein Zurück mehr. Selbst als Alex kurz vor ihrem gemeinsamen Schulabschluss mit seiner Familie nach Amerika umzuiehn muss, kann die Distanz an dieser Tatsache nichts ändern und sie schmieden gemeinsame Pläne. Nach dem Abschluss soll Rosie auch nach Boston ziehen, wo dann beide gemeinsam Studieren wollen. Aber es kommt ganz anders, als geplant und es Beginnt ein Leben voller Höhen und Tiefen.

    Und während alle Wellt zu wissen scheint, dass Rosie und Alex zu mehr als nur Freunden bestimmt sind, scheint ihnen das Leben immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Es ist wie verhext!

    Das Konzept eines "Brief-Romans" war eher neu für mich, deshalb war ich auf den ersten Seiten skeptisch, wie sich das auf den Lesefluss auswirken würde. Schnell habe ich aber gemerkt, dass eine ganz besondere Form des Lesens ist.
    Kennt ihr das, wenn ihr beim Aufräumen auf alte Krams-Schachteln stoßt, in die alte Erinnerungsstücke verbannt wurden, um in der Ecke zu verstauben? Solche Dinge, die man nur durch Zufall mal zwischen die Finger bekommt, von denen man sich aber irgendwie nie trennen kann? Und obwohl man ja aufräumen wollte, findet man sich plötzlich in der Situation wieder, wie man jedem Stück Aufmerksamkeit schenkt, jedes Bild mit einem Lächeln mustert und sich erinnert, und jeden Brief mit einem Interesse ließt, als wäre es das erste Mal... 

    So ging es mir beim Lesen dieses Buches. Als hätte man durch Zufall eine Schachtel gefunden und in ihr versteckt, ein ganzes Leben. 

    Ich bin von Brief zu Brief, von Nachricht zu Nachricht geflogen, weil ich nicht anders konnte, als zu erfahren, wie es weiter gehen wird. Und Rosie wie auch Alex haben es mir nicht leicht gemacht. 

    Es war intensiv, gefühlvoll, mit einer guten Prise Humor und Allem voran entsetzlich frustrierend. Wer sich auf eine leichte, locker-flockige Romanze mit Happy End freut, wird hier eine bittere Enttäuschung erfahren. Denn Alex' und Rosies Geschichte ist nicht leicht sondern gespickt mit Stolpersteinen. Andauernd habe ich mich dabei erwischt zu hoffen - obwohl ich es besser hätte wissen müssen - dass sie sich jetzt endlich finden würden, nur um wieder enttäuscht zu werden. Aber wer ein starkes Maß an Geduld mitbringt, wird die letzten Seiten dennoch mit einem seeligen Lächeln lesen können. 

    Die nötige Leichtigkeit erhält der Roman durch seine wundervoll ausgestalteten Protagonisten. Da man Alex und Rosie über Jahrzehnte ihres Lebens begleitet, ist es spannend mitzuerleben, wie sich ihre Einstellung zum Leben und all seinen Facetten stetig weiterentwickeln. Gerade Rosie, die über die Jahre mit vielen unerwarteten Wendungen des Schicksals fertig werden muss, imponiert sehr durch ihre sympatische, hoffnungsvolle Steh-auf-Männchen-Art. Hierin manifestiert sich auch eine sehr schöne Botschaft, die der Roman meines Erachtens zu vermitteln versucht: Das Leben hält sich an keinen Plan, aber nur weil es das eine Mal nicht klappt, heißt es nicht, dass es immer so bleiben muss. 

    Gerade weil es keine "perfekte" Liebesgeschichte ist, wirkte sie auf mich so authentisch. Für immer vielleicht ist auf eine Weise sehr realitätsnah in dem Sinne, dass es versucht die Eigenheiten des Lebens oder Schicksals oder wie man es nennen mag einzufangen. Und obwohl man Liebesromane heufig ja doch nur in die Hand nimmt, weil man eben keine von der Realität "vermurkste" Geschichte haben möchte, sondern gerade die idealisierte sowas-würde-mir-im-Traum-nicht-passieren Variante, sticht Für immer vielleicht meiner Meinung nach heraus, weil es genau das nicht ist.

    Es ist ein wundervolles und emotionales Buch, das zeigt, dass man auch über viele Umwege durchaus ans Ziel kommen kann. Die Umsetzung in Briefen und Texten kann man sehr toll finden, oder eben nicht. Mir persönlich hat es durch die Andersartigkeit gefallen und ich hatte einen guten Lesefluss. Ich denke man muss sich einfach darauf einlassen können. Am Ende ist Für immer vielleicht eine mitreißende Geschichte, die mich durch ihre liebenswerten Charaktere und authenitsche Art sehr überzeugen konnte.

  21. Cover des Buches Blinder König (ISBN: 9783453533509)
    J.R.Ward

    Blinder König

     (598)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Im 14. Teil der Reihe geht die Geschichte von Ehlena und Rhevenge weiter.
    Den zweiten Teil von Rhevenge und Ehlena fand ich sogar noch spannender als den ersten, gerade zum Schluss hin wurde es richtig nervenaufreibend.
    Jetzt freue ich mich aber darauf, dass in den nächsten beiden Bänden endlich John Matthew im Fordergrund stehen wird, denn auf seine Geschichte freue ich mich seitdem er zum ersten Mal in Band drei aufgetaucht ist.
    Nach wie vor kann ich jedem diese Reihe nur wärmstens empfehlen.

  22. Cover des Buches Wie ich dich sehe (ISBN: 9783551583475)
    Eric Lindstrom

    Wie ich dich sehe

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Elli_Bee

    BUCHBESCHREIBUNG
    Parker ist blind und hat mit einem Schicksalsschlag nach dem anderen zu kämpfen, was sie aber nicht davon abhält so zu leben, wie sie es für richtig hält. Mit (selbst)ironischem Humor und eisernem Willen schlägt sie sich durch die High-School-Zeit, auch wenn sie sich eingestehen muss, dass sie ohne ihren besten Freund Scott da durch muss …

    CHARAKTERE
    Das Jugendbuch ist aus Parkers Perspektive geschrieben, in der Ich-Form, was es einfach macht sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ihr Charakter ist speziell, aber auf eine gute Art und Weise und lässt sie sympathisch erscheinen. Ihr ist viel in ihrem Leben widerfahren und dies versucht sie durch ihren ironischen Humor auszugleichen. Dies kann auch schon mal ruppig gegenüber anderen wirken, in Wahrheit ist es jedoch nur ein Selbstschutz und ihr Umgang mit dem Leben. Auch an Selbstironie spart sie nicht, so trägt sie täglich eine Augenbinde, um ihren Zustand noch einmal zu verdeutlichen, zusätzlich befinden sich Blinden-Witze-Buttons in auf ihrer Army-Jacke. Auch vom Laufen hält sie niemand ab, sie meistert dadurch etwas, das für andere undenkbar erscheint. Es gibt aber auch Situationen, in denen sie schwach wird. Diese Verletzbarkeit wird vor allem dann sichtbar, wenn es um Freundschaft und Vertrauen geht. Alles in allem ist Paker eine undenkbar starke, junge Frau, die man rasch in sein Herz schließt.

    Aber auch ihre Freunde werden sehr liebenswert beschrieben. Sowohl Molly, die neu an ihrer Seite ist, da sie ihr neuer Buddy ist und Parker täglich durch den Schulalltag begleitet, als auch Sarah, Parkers beste Freundin, mit der sie in der Mittagsstunde Beratungsstunde für alle Schüler der High School anbietet und mit der sie jeden Abend telefoniert. Sarahs Augen helfen Parker den Schultag noch einmal aus einer anderen Perspektive Revue passieren zu lassen. Und dann wäre da noch Faith, Parkers alte Freundin, die eigentlich nicht mehr richtig zum Freundeskreis dazugehört. Ebenso wie Scott, der plötzlich durch eine Zusammenführung der Schulen wieder bei ihr im Klassenraum sitzt. Scott, der einst unersetzlich gewesen ist.

    Das Buch beginnt mit einem weiteren Schicksalsschlag für Parker: dem Tod ihres geliebten Vaters, über den sie nicht wirklich reden kann. Ihre Mutter hat sie bereits mit ihrem Augenlicht bei einem Unfall in ihrer Kindheit verloren. Seitdem sind ihr Vater und sie allein gewesen, bis er tot aufgrund von einer Überdosis Medikamente aufgefunden wird. Plötzlich wohnen ihre Tante und deren Kinder in Parkers Haus, die ihr fremd und unvertraut sind, aber die sich um Parker kümmern müssen, denn schließlich ist sie erst 16 Jahre alt und noch dazu blind …

    „Und was wirst du jetzt machen?“
    „Was ich immer mache.“
    „Ich meine in 10 Minuten. Da wirst du hinter ihm sitzen.“
    „Aber ich werde ihn nicht sehen.“

    MEINE MEINUNG
    Die Amazonbeschreibung verfährt meiner Meinung nach schon zu viel von dem Buch. Zudem sie sich auch in einen anderen Jungen verliebt, in einen Schuhverkäufer – Jason -, der neu an ihre Schule kommt. Auch wenn ihre Gefühle für Scott noch tief in ihrem Herzen vorhanden sind – schließlich ist er auch ihr bester Freund gewesen – will sie Jason eine Chance geben.

    Das Buch bietet unglaublich viel. Es geht nicht nur um die erste Liebe, sondern auch um die Freundschaft, um den Umgang mit toten Eltern, um Parkers Blindheit, aber auch ihren Mut nicht aufzugeben und sich Dinge zu trauen, die ihr keiner zutraut.

    Nicht gefallen hat mir persönlich die Szene im Einkaufscenter mit Molly Schwester. Diese ist mir zu gekünstelt und aufgesetzt. Bin aber generell kritisch bei Models und Berühmtheiten in Erzählungen.
    Davon abgesehen habe ich aber Parkers Geschichte verschlungen.

    „Not if I see you first“, heißt das Buch im Original. Schade, dass dies nicht so übernommen worden ist, denn diese Aussage von Parker und Scott passt hervorragend zu der Geschichte, besser als „Wie ich dich sehe“.

    „Aber sicher ist das was.“ Er drückt behutsam zu. „In jedem Menschen steckt etwas, von dem du nichts weißt. Aber dass du nichts davon weißt, heißt nicht, dass es ein Geheimnis ist, sondern nur, dass du noch nicht davon weißt.“ Er lässt meine Hand wieder los. „Und das ist gut so. Sonst hätten Menschen keinen Grund, miteinander zu sprechen.“

    FAZIT
    Ich habe mich mit Parker sehr wohl gefühlt, ihre Art Humor trifft genau den meinigen. Zusätzlich bin ich ein großer Fan ihrer Schlagfertigkeit und ihres Durchsetzungsvermögens. Eric Lindstrom hat es außerdem geschafft, einen durchaus authentischen Frauencharakter mit einem unglaublich sympathischen Freundeskreis zu kreieren. Gerne mehr! Sowohl von Parker, als auch von Eric …

  23. Cover des Buches Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1) (ISBN: 9783551315830)
    Kristin Cashore

    Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1)

     (2.640)
    Aktuelle Rezension von: missella

    Ich habe das Buch an einem Nachmittag verschlungen. Die Welt, in der die Protagonistin Katsa lebt, besteht aus 7 Königreichen. Kristin Cashore war sehr kreativ, denn die Welt ist schön ausgearbeitet. Man braucht aber ein bisschen bis man sich zurechtfindet und die Könige dem richtigen Reich zuordnen kann und versteht, wer mit wem Streit hat und wer mit wem verwandt ist. 

    Katsa hat mein Interesse geweckt, da sie etwas Besonderes ist. Beschenkt mit der Gabe des Tötens ist sie eigentlich unbesiegbar und wird deshalb stets als Waffe genutzt. Sie versucht trotzdem sich ihre Macht nicht zu Kopf steigen zu lassen und schützt sich, indem sie sich eine Art emotionalen Panzer zulegt. Das macht sie mir sympathisch. Prinz Bo schafft es schließlich, dass sie sich öffnet und Liebe spürt. Ich habe mich gefreut wie Schneekönig, dass sie durch Bo Zuneigung verspüren kann. Auch Bo hat einen starken Charakter und ist einfach wunderbar. Das Ende war so traurig, aber gleichzeitig auch echt schön.

    Also, ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und freue mich auf Band 2, auch wenn es dort um andere Charaktere geht.

  24. Cover des Buches Die Stadt der Blinden (ISBN: 9783442745296)
    José Saramago

    Die Stadt der Blinden

     (538)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    Ein Mann wartet mit seinem Auto an einer roten Ampel. Als die Ampel auf grün umschaltet, fährt er nicht los: Er ist plötzlich erblindet.

    Er wird von einem Mann nach Hause gebracht, der sich erst freundlich zeigt, doch dann sein Auto stiehlt, und die Frau des Blinden begleitet ihn in eine Augenarztpraxis, um dieser sonderbaren Blindheit auf die Schliche zu kommen.

    Innerhalb weniger Stunden erblinden nicht nur der Autodieb und die Frau des ersten Blinden, sondern auch der Augenarzt und seine Patienten. Nur die Frau des Augenarztes bleibt verschont.

    Alle Blinden werden in eine leerstehende Irrenanstalt gebracht, wo sie (und die nachfolgenden Blinden) vom Rest der Menschheit isoliert werden. Um bei ihrem Mann zu bleiben, gibt sich die Frau des Augenarztes als Blinde aus, und schafft es so, den Isolierten beizustehen und ihnen Unterstützung zu bieten.

    Ich habe ‚Die Stadt der Blinden‘ vor vielen Jahren zum ersten Mal gelesen und war damals sehr begeistert von dem Roman. Er ist trotzdem der einzige Roman geblieben, den ich von José Saramago gelesen habe, und nun habe ich zur Auffrischung des Hörbuch gehört.

    Im Roman werden weder Personen noch Orte benannt, und auch wann die Geschichte spielt, erfährt der Leser nicht. Stattdessen werden die Personen nach bestimmten Eigenschaften unterschieden, z.B. ‚die Frau mit der dunklen Brille‘ oder ‚der erste Blinde‘, was nicht nur zur Anonymität der Personen führt, sondern auch zu einer gewissen Universalität und Austauschbarkeit beiträgt.

    Saramagos Roman ist anspruchsvoll und von Anfang bis Ende fesselnd, ohne dass der Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1998 ausschweifend, kompliziert oder blumig schreibt. Die Stimmung im Buch ist dabei unheilvoll und düster, wobei der Roman im Verlauf immer gespenstischer und bedrückender wird.

    Saramagos Beschreibungen von Unterdrückung, Entrechtung, Entmenschlichung und Kompromisslosigkeit liegen bisweilen schwer im Magen, was auch daran liegt, dass die Schilderungen durchweg authentisch wirken und man sich gut vorstellen kann, dass eine solche Ausnahmesituation auf die von Saramago wiedergegebene Weise entgleist.

    Ich kann den Roman voll und ganz empfehlen und lese irgendwann sicherlich weitere Romane des Autors, z.B. ‚Die Stadt der Sehenden‘.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks