Bücher mit dem Tag "blindheit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "blindheit" gekennzeichnet haben.

84 Bücher

  1. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.813)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."

    Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.

    Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.

    "-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."

    Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
    Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...

    Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.

    "Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."

    Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:

    "Das Leben ist schön, Hazel Grace."

    Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.

    Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
    Das also ist mein Leben
    Die Nackten
    Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman.

  2. Cover des Buches Playlist (ISBN: 9783426519479)
    Sebastian Fitzek

    Playlist

    (810)
    Aktuelle Rezension von: Schnudl

    Vor einem Monat verschwand die 15-jährige Feline Jagow spurlos auf dem Weg zur Schule. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt Privatermittler Alexander Zorbach auf einen Musikdienst im Internet, über den Feline immer ihre Lieblingssongs hörte. Das Erstaunliche: Vor wenigen Tagen wurde die Playlist verändert. Sendet Feline mit der Auswahl der Songs einen versteckten Hinweis, wohin sie verschleppt wurde und wie sie gerettet werden kann? 

    Ich habe leider den Augensammler und den Augenjäger von Sebastian Fitzek nicht gelesen, weil ich auch nicht wusste, dass das für diese Geschichte relevant sein wird. Wer also diese Geschichte gerne lesen möchte, sollte vorher die anderen beiden Bände lesen. Vermutlich habe ich mich deshalb etwas schwerer getan, dem ganzen zu folgen. 

    Wie jeden Fitzek, fand ich auch dieses Buch sehr spannend und fesselnd und ich konnte so weit gut unterhalten werden und konnte auch reichlich miträtseln, was mir bei einem Thriller auch besonders wichtig ist. Die Perspektiven der jeweiligen Charaktere haben auch die Spannung durchgängig aufrecht gehalten. Die Protagonisten haben mir auch alle recht gut gefallen. 

     Was mir auch gut gefallen hat, dass hier mehr Rätselraten war als z.B. blutige Szenen. Wo es bei mir dann aber aufgehört hat, war das Auflösen des Rätsels. Das Thema mit der Playlist fand ich richtig gut aber am Ende war mir dann doch alles zu weit hergeholt. Vielleicht auch etwas zu intelligent für mein Wesen, denn auf die Auflösung kommt kein normaler Mensch und war für mich auch sehr unlogisch, dass Entführungsopfer auf sowas jemals kommen würden und dass dann auch die Ermittler genau auf diese Punkte stoßen. 

    Deshalb konnte mich dieses Fitzek Buch nicht ganz abholen und bleibt somit im Mittelfeld.

  3. Cover des Buches Die Luna-Chroniken 3: Wie Sterne so golden (ISBN: 9783551321695)
    Marissa Meyer

    Die Luna-Chroniken 3: Wie Sterne so golden

    (807)
    Aktuelle Rezension von: Yurelia

    Den dritten Band der Reihe habe ich als Taschenbuch gelesen. Die ersten Bände hatte ich mir ausgeliehen von einer mittlerweile ehemaligen Freundin. Die Buchreihe wollte ich aber trotzdem weiterlesen und da mir die ersten Bände so gut gefielen, habe ich mir einfach die Reihe in der Taschenbuchausgabe gekauft. Das Design ist das gleiche wie bei den Hardcovern, nur ohne Buchumschlag.
    Auf dem Cover dieses Bandes wiederholt sich das goldfarbene Muster eines geflochtenen, abgeschnittenen Zopfes. Der Titel ist ebenfalls goldfarben und befindet sich innerhalb eines Kreises mit goldfarbenen Rand. Der Hintergrund ist schwarz. Die Innenseiten der Buchdeckel sind golden und schimmern leicht.
    Das Cover hat leider keine gute Qualität. Nach einem Mal durchlesen löst sich bereits die Beschichtung an der unteren Kante des Covers.
    Das Buch ist in vier Teile unterteilt. Auf dem Deckblatt eines jeden Teils befindet sich ein Zitat aus dem Märchen Rapunzel. Denn man ahnt es vielleicht schon, wenn man die Inhaltsangabe auf dem Backcover liest: Während Cinder und Scarlet an Cinderella und Rotkäppchen angelehnt sind, ist Cress quasi Rapunzel - obwohl ihr Name nicht darauf schließen lässt.
    Ich liebe es sehr wie Marissa Meyer eine neue Märchenprinzessin in die Geschichte einführt. Alles ist geheimnisvoll bis sich irgendwann der Kreis schließt. Ich liebe das wirklich sehr.
    Die Geschichte dieses Bandes ist für mich kaum noch voraussehbar, was ich so überhaupt nicht erwartet habe. Diese Reihe scheint sich mit jedem Band zu steigern.
    Auch in Cress konnte ich mich gut hineinversetzen. Wobei ich Scarlet doch immer noch lieber mag. Ich glaube, ich fühl mich mit beiden sehr verbunden, weil beide Persönlichkeiten auch in mir stecken. XD
    Cinder akzeptiert, wer sie ist, und schmiedet entsprechende Pläne ... doch dann werden sie und ihre Gefährten reingelegt und alles droht, den Bach runterzugehen.
    Es gibt einige Schreckmomente und Entwicklungen in diesem Band, die mich noch immer schockieren. Dazu der gewohnte locker-flockige Schreibstil der Autorin und schwupps kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Eine gute Formel, den*die Leser*in ans Buch zu fesseln. XD
    Am Ende des Bandes gibt es keine Leseprobe für den nächsten Band. Außerdem endet dieser Band sehr dramatisch. Man kann zwar erahnen, wie die Geschichte weitergehen könnte, aber man hat am Ende null Plan, ob eine neue Figur eingeführt wird, und falls ja, weiß man auch nicht, welche Märchenprinzessin es sein könnte.
    Ich bin wirklich gespannt, wie das alles ausgeht...

    Mein Fazit:
    Fortsetzung mit düsteren und schockierenden Elementen, die kaum noch voraussehbar sind. Pageturner.

  4. Cover des Buches FederLeicht (ISBN: 9783753407852)
    Marah Woolf

    FederLeicht

    (590)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Der Anfang war gut und vielversprechend, aber dann hat mich die Geschichte von Eliza doch leider recht schnell verloren. 

    Eigentlich mag ich die Kombi Menschen-/Elfenwelt, aber bei diesem Buch hatte ich irgendwie das Gefühl, für diese Art der Geschichte schon zu alt zu sein. Was seltsam ist, weil ich auch viele Kinderbücher lese. 😂 

    Das Buch hat mich leider eher gelangweilt und ich werde die Fortsetzung wohl nicht lesen.

    04-06-2024

  5. Cover des Buches Die Stadt der Blinden (ISBN: 9783442745296)
    José Saramago

    Die Stadt der Blinden

    (562)
    Aktuelle Rezension von: AnneSusanne

    Ich kann den Hype um dieses Buch nicht verstehen, ich fand den Stil nervig (wörtliche Rede wird nicht gekennzeichnet, ständig rätselt man wer was sagt) und die Geschichte furchtbar erzählt. Die Idee ist ja gut (nach und nach erblindet eine ganze Stadt bis auf eine Frau, die Menschen werden wieder zu Tieren, jeder kämpft ums Überleben) aber die Szenen der Gewalt sind abstoßend (besonders die Vergewaltigung der Frauen) und ekelhaft. Langatmig und in komplizierten Schachtelsätzen wird der Niedergang der Menschheit und das Ende der Zivilisation beschrieben. Aber: Was war der Auslöser? Haben die Menschen etwas gelernt? Was will uns der Autor damit sagen? Das Buch endet ohne Ausblick oder Erklärung, mir hat sich der Sinn nicht erschlossen - keine Leseempfehlung.

  6. Cover des Buches The Light in Us (ISBN: 9783736310445)
    Emma Scott

    The Light in Us

    (543)
    Aktuelle Rezension von: Pia_blindeBuchwurmin

    Vor Absage sagt: ich habe das Buch aus der Sicht einer tatsächlich Blinden gelesen. Denn ich bin fast blind.
    Der Schreibstil hat es mir sehr leicht gemacht, nur so durch die Seiten zu fliegen. Die Charaktere sind von Anfang an wirklich interessant und überzeugen mit einem herzlichen, authentischen und entwickelnden Charakter.

    Stellenweise war es mir jedoch zu kitschig. Und zu harmonisch. Vielleicht wünsche ich mir aber auch nur so viel Mut wie Noah in diesem Buch. Ich kann es wenig beschreiben.
    Besonders schade, finde ich, dass das Klischee mit der Sonnenbrille wieder einmal erfüllt wurde. Keine Ahnung, wo das immer herkommt. viele blinde tragen eine Sonnenbrille. Aber aus anderen Gründen. Ich finde darauf hätte man in diesem Buch eingehen können. Aber im Großen und Ganzen ein wirklich schönes Buch und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.

  7. Cover des Buches Das Herzenhören (ISBN: 9783453442276)
    Jan-Philipp Sendker

    Das Herzenhören

    (468)
    Aktuelle Rezension von: aliceimbuecherland14

    Anfangs hatte ich etwas Bedenken wegen des Schreibstils, da er für mich doch etwas gewöhnungsbedürftig war. Aber ich konnte mich nach einiger Zeit an den Schreibstil gewöhnen und bin sogar durch die Seiten geflogen.

    Die Liebesgeschichte ist eine ganz besondere, so wie man sie selten liest. Ich fand sie sehr berührend und werde bestimmt noch lange daran denken. 

  8. Cover des Buches Endgültig (ISBN: 9783518467701)
    Andreas Pflüger

    Endgültig

    (212)
    Aktuelle Rezension von: San_Keller

    Insgesamt fand ich die Geschichte um die blinde Polizistin Aaron sehr spannend. 

    Allerdings musste ich mich erst in die Story einfinden und dranbleiben. Anfangs hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil des Autors. Die kurzen Sätze, die Flut an Infos und Verweise auf Zitate usw. sowie die häufigen Wechsel der Ereignisse, Perspektiven und Zeitpunkte (Vergangenheit oder Gegenwart) haben oft dazu geführt, dass ich nochmal zurückblättern musste um nachzulesen, wie das gemeint war oder ob ich etwas überlesen habe. Was definitiv im Paperback einfacher ist als beim Lesen von einem E-book.

    Da ich im Urlaub war bin ich an der Geschichte drangeblieben und konnte es in einem Rutsch durchlesen. Daheim hätte ich es vielleicht abgebrochen, weil  viele versteckte Informationen verloren gehen wenn man nicht dranbleibt und es dann schwierig wird die Hintergründe/Zusammenhänge zu verstehen. 

    Klar ist so ein Buch auch immer ein wenig weg von der Realität - aber hin und wieder hab ich mich schon gefragt, was unter der Hand so alles passiert, von dem der normale Bürger keine Ahnung hat. 

    Also für den ersten Band gebe ich 3,5 Sterne aufgerundet auf 4 Sterne.

  9. Cover des Buches Nachtlilien (ISBN: 9783492269353)
    Siri Lindberg

    Nachtlilien

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Punix

    Kurz zum Inhalt:

    Auf Jerushas Familie liegt ein Fluch mit dem sie nicht leben will. Sie begibt sich auf eine Reise um eine Möglichkeit zu finden diesen Fluch zu brechen. Bei dieser Reise trifft sie auf magische Wesen, Betrügern und auf den mysteriösen Kieran. Kieran ist nach einer Schlacht erblindet und muss lernen ohne sein Augenlicht durch die Welt zu gehen. Als Elitekrieger fällt ihm dies allerdings besonders schwer. Kann er als blinder Krieger in seinem Beruf überhaupt noch arbeiten? 

    Meine Meinung:

    Der Klappentext und auch das Cover haben mich irgendwie nicht richtig auf dieses wundervolle Buch vorbereitet. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Geschichte in einer gut ausgearbeiteten High-Fantasy Welt spielt, inklusive Drachen und andere magische Wesen. 

    Zusätzlich nimmt die Liebesgeschichte zwischen Jerusha und Kieran nur einen geringen Teil der Story ein, denn hauptsächlich geht es darum den Fluch von Jerusha und ihrer Familie zu lösen. 

    Die Charaktere sind tiefgründig und konnten mich vollkommen überzeugen, genauso wie der tolle und leicht zu lesende Schreibstil. 

    Am liebsten hatte ich die magischen Wesen wie den Drachen oder Jerushas kleines Schattenwesen. 

    Ich fand es besonders gut, dass auch die Nebencharaktere Platz hatten um zu wachsen und eine eigene kleine Hintergrundgeschichte erhalten haben, dass hat das Buch lebendiger gemacht. 

    Fazit:

    Tolles Buch, auch wenn das Cover für mich leider überhaupt nicht passt. Ich kann es jedenfalls nur empfehlen und die nächsten zwei Bänder liegen auch schon bereit. 


  10. Cover des Buches Am Ende der Welt traf ich Noah (ISBN: 9783785581278)
    Irmgard Kramer

    Am Ende der Welt traf ich Noah

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Marlene fühlt sich von ihren Eltern eingeengt und bevormundet. Sie „bricht aus“ indem sie einen fremden roten Koffer als ihren eigenen ausgibt und damit eine fremde Identität annimmt. In einer abgelegenen und abgeschotteten Villa trifft sie auf den blinden Noah, dem ihr Alter Ego das Schwimmen beibringen soll. Schon bald bemerkt sie, dass die Nonne, der Jäger und der Koch, die ihre einzigen Mitbewohner auf dem Anwesen sind, ein Geheimnis verbergen…

    Ich konnte leider von Anfang an keine Sympathie für die Ich-Erzählerin und Protagonistin aufbringen. Marlenes Bericht liest sich irgendwie langweilig und -atmig. Daher hätte ich das Buch spätestens nach 100 gelesenen Seiten abgebrochen. Doch die Geschichte war spannend und ich wollte unbedingt wissen, was hinter den Verwirrungen und dem seltsamen Verhalten der Personen steckt. Die Handlung wurde zum Ende hin so verworren, dass ich nur noch den Kopf schütteln wollte, bevor sich alles aufklärte.

    Insgesamt ist die Geschichte gar nicht schlecht, nur fand ich den Erzählstil schrecklich anstrengend. Und ich ärgerte mich, dass nicht zumindest in den ersten Kapiteln gesagt wird, wie alt Marlene ist. Dass Noah „in ihrem Alter“ und sie „nicht mehr dreizehn“ ist, half dabei so gar nicht. Spoiler: Sie ist 17.

  11. Cover des Buches König Ödipus (ISBN: 9783872911810)
    Sophokles

    König Ödipus

    (194)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Die Geschichte von Ödipus kannte ich bisher nur oberflächlich. Gelesen habe ich es aber nicht, weswegen ich die Details nicht kannte. Deswegen wollte ich mich an das Drama wagen und verstehen, was nun hinter dem "Ödipus-Komplex" zu verstehen ist.

    Der thembanische König Ödipus versucht seinem Schicksal zu entfliehen. Damals wurde er als Kind ausgesetzt und von Pflegeeltern grossgezogen. Allerdings wusste er das nicht. Als er das Orakel befragte, wie seine Zukunft aussieht, ist er geflohen, damit das Schicksal sich nicht bewahrheitet. In Theben befreite er die Menschen vor der Sphinx und durfte die Königin Iokaste heiraten. Nun geht die Pest in Theben um und sie wird erst verschwinden, wenn man den Mörder von Laios findet. Nicht einfach, da es schon Jahre her ist. Doch Ödipus will es herausfinden und befragt so viele wie möglich, ohne zu wissen, dass er gegen sein Schicksal bereits verloren hat.

    Oh je, was für ein Schicksal. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen und ich fühlte mit Ödipus. Allerdings hatte ich richtig mühe, sie zu lesen. Natürlich basiert die Übersetzung des Originals, ist ja auch gut so. Aber für mich persönlich war es zu kompliziert und ich musste mich richtig konzentrieren, der Geschichte zu folgen. Ansonsten kann ich sagen, dass man dieses Werk sicherlich gelesen haben sollte. Ein griechischer Klassiker, der nicht ins Regal fehlen sollte.

  12. Cover des Buches Wie ich dich sehe (ISBN: 9783551583475)
    Eric Lindstrom

    Wie ich dich sehe

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Eigentlich glaube ich ja, dass ich aus dem Alter für Jugendbücher raus bin und dennoch gibt es solche wie dieses hier, welche auch mir noch etwas zu bieten haben, denn auch, wenn es zum Teil um Probleme einer typischen Jugendlichen geht, fand ich die Tatsache, dass diese blind ist, super interessant, zumal man die Welt plötzlich auch nur noch so sieht, wie sie es tut.


    Parker ist dabei eine ganz besondere Protagonistin, die eben nicht nur mit den normalen Problemchen konfrontiert wird, denn neben ihrem Augenlicht hat sie nicht nur ihre Mutter verloren, sondern vor kurzem auch noch ihren geliebten Vater. Gleichzeitig muss sie damit klarkommen, dass jetzt ihre Tante mit Mann und Kindern in ihr Elternhaus gezogen ist, um sich ihrer anzunehmen. Und dann ist da auch noch Scott, mit dem sie eigentlich niemals wieder etwas zu tun haben wollte, der aber dennoch Gefühle in ihr hervorruft. 


    Trotzdem lässt sich Parker nicht aufhalten und macht, was sie will, sich dem Laufteam anschießen zum Beispiel. Sie ist resolut und ehrlich, manchmal auch etwas zu direkt und vielleicht auch verletzend. Sie traut den Menschen nicht mehr und ist deshalb so, wie sie ist, um sich gegen ungewollte Gefühle abzuschotten. Dennoch wird sie mit der Zeit merken, dass sie ein normaler Teenager ist, mit Gefühlen und eigenen Fehlern. Sie wird lernen, sich zu öffnen und ein Stück weit wieder zu vertrauen. 


    Bei dieser Entwicklung helfen ihr einige der Menschen um sie herum, vor allem ihre beste Freundin Sarah sowie Molly, welche ihr im Unterricht assistiert. Nicht nur die beiden fand ich großartig, sondern alle Charaktere in diesem Buch, weil sie so schön lebendig geschrieben sind und die ganze Geschichte tragen, ohne, dass es einen bösen Gegenpart gibt.


    Zudem fand ich den Schreibstil sehr flüssig und richtig leicht und schnell zu lesen. Dennoch muss man sich auch bewusst sein, dass die Geschichte eher ruhig gestaltet ist und ohne große Spannung. Gerade in der Mitte dümpelte sie etwas vor sich hin. 


    Alles in allem fand ich das Buch aber wirklich toll, vor allem, weil Parker eine so interessante und besondere Protagonistin ist und ihre Sicht beim Lesen wirklich außergewöhnlich. 

  13. Cover des Buches Julischatten (ISBN: 9783401509075)
    Antje Babendererde

    Julischatten

    (206)
    Aktuelle Rezension von: zeilenranken

    In dieser Geschichte begleiten wir Simona, die am liebsten Sim genannt wird, auf dem Weg erwachsener zu werden. Die Umgebung konnte ich mir, dank der schönen Umschreibung sehr gut vorstellen und versuchte mich in das Leben der Lakota hineinzuversetzen. An manchen Stellen schmunzelte ich über die Fauxpas, in welche Sim immer wieder hinein tappte. Denn mir wäre es durch meine westliche Kultur in manchen Dingen wohl ähnlich ergangen, insbesondere in dem jungen Alter. Simona ist erst sechzehn und das merkt man an ihrem Verhalten, sie war sehr eigenwillig und rebellisch. Aber die Geschichte wurde mit der Protagonistin erwachsener und konnte mich zum Ende hin ganz schön in Atem halten. Zwischendurch wird auch aus der Perspektive der beiden Indigenen Jungen, Jimi und Lukas erzählt, aber da möchte ich nichts vorwegnehmen, da diese spannend sowie schockierend für mich war. Aber eines kann ich verraten, es gibt eine etwas komplizierte Liebesgeschichte, welche zum Schluss mein Herz sehr erwärmte. Gerne hätte ich weiter gelesen und erfahren, wie es weiterging. 

    Das Buch kann ich definitiv empfehlen.

  14. Cover des Buches Die wahre Königin (ISBN: 9783959670708)
    Sophie Jordan

    Die wahre Königin

    (280)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Normalerweise lese ich nicht mehr so viel Young Adult Bücher, dieses jedoch hat mir gefallen. 

    Das lag vor allem am Schreibstil und am Wordbuilding. Die Charaktere sind einem direkt sympathisch erschienen und grandios finde ich die Tatsache, dass man im ersten Kapitel nicht Mal merkt, dass Luna blind ist! Genial geschrieben. Ich werde Band 2 auch lesen.

  15. Cover des Buches Alles, was ich sehe (ISBN: 9783551560223)
    Marci Lyn Curtis

    Alles, was ich sehe

    (179)
    Aktuelle Rezension von: silversparklingpages

    Manchmal finden sich wirklich Schätze in einem Haufen voll Bücher. Und wo findet man Haufen von Büchern? Richtig, wenn eine Bibliothek ihre ausgeschiedenen Bücher hergibt.

    Bis vor ein paar Jahren, wusste ich nicht, dass Bibliotheken soetwas machen, aber ich konnte bei meinem ersten Mal nicht widerstehen und musste einfach was mitnehmen. Beim zweiten Mal ist es dann eskaliert, aber das ist eine andere Geschichte haha.

    Unteranderem habe ich dieses Buch gefunden, das mich durch den interessanten aber ein wenig schrägen Klappentext gecatched hat. Einige Jahre später habe ich es dann jetzt endlich gelesen.

    Inhalt

    Maggie ist blind geworden und hat wie jede Jugendliche ihre Schwierigkeiten mit der Umstellung. Bei einer Sitzung bei ihrem Psychiater, der sie bei der Umstellung unterstützen soll, lernt sie Ben kennen, den sie als einzigen Mensch seit ihrer Erblindung sehen kann. Auf der Suche nach einer Erklärung warum, währt die Freude über ihr zurückgewonnenes Augenlicht nicht lange. 

    Meine Leseerfahrung

    Aus irgendeinem Grund interessiert es mich immer und immer wieder, wie Protagonisten mit einer körperlichen Beeinträchtigung dargestellt werden. Der Klappentext hat mich also sehr gespannt zurückgelassen, vor allem mit der Implikation, dass Maggie Ben ja sehen kann. Ich war aber nicht auf diesen leichten Hauch Paranormalität vorbereitet. 

    Sehr schnell ist mir aufgefallen, dass ich lange schon nicht mehr zur Zielgruppe dieses Buches gehöre. Die Charaktere sind alle mitten in der Pubertät und Maggies Einstellung, dass sie alles hasst und mit nichts zufrieden ist, hat wirklich genervt. 

    Als sie dann herausfand, dass sie Ben sehen kann, kommt es so rüber, als ob sie ihn ausnutzen würde um ihr altes Leben ein wenig zurückzuhaben. Bens Bruder Mason ist ja generell der Meinung, dass Maggie nur vorspielt blind zu sein, um über Ben an Mason heranzukommen, weil Mason der Sänger einer bekannten Band ist. 

    Schön dargestellt wird, wie sich mit der Zeit eine enge Verbindung zwischen Maggie und Ben entwickelt. Mit der Zeit lernt sie auch mit allem neu umzugehen und knüpft durch gemeinsame Interessen Freundschaften, mit denen sie nie gerechnet hat. 

    Der paranormale Twist in der Geschichte ist ganz interessant und gibt dem Ganzen etwas düsteres, jedoch habe ich die Botschaft dahinter nicht ganz verstanden. 

    SPOILER! (zur Argumentation)

    Es ist ja schon ganz interessant, dass Maggie nur die Menschen sehen kann, die nicht mehr viel Zeit zu leben haben. Aber ich verstehe nicht, welche Botschaft es gleichaltrigen vermitteln soll, außer, dass es einen enormen psychischen Druck auf Maggie ausübt. Es wird dann auch nicht weiter eingegangen, wie sie ihr Leben leben wird. Was zwar eine coole Idee ist, scheint bei weiterem Nachdenken doch nicht mehr so toll zu sein.

    Die Charaktere

    Neben Maggie spielt auch Ben und sein Bruder Mason eine große Rolle. Meine Ansicht zu Maggie habe ich schon erzählt, weshalb ich euch jetzt ein bisschen mehr über Ben und Mason erzählen werde.

    Ben soll, soweit ich mich erinnern kann, um die 10 Jahre alt sein und ist für sein Alter ein sehr eigener Mensch mit einer sehr besonderen Faszination: Lexika. Er kennt unglaublich viele Fakten und teilt diese auch gerne. Er hat auch eine Krankheit, sodass er Krücken braucht, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und ist ein sehr positiver Junge.

    Mason ist Bens älterer Bruder und hat auch einen ausgesprochen gut entwickelten Beschützerinstinkt. Anfangs ist er überzeugt, dass Maggie Ben nur ausnutzt, aber mit der Zeit wird auch er zu Maggies Freund. Ob die beiden im Endeffekt ein Paar werden, weiß ich nicht mehr. Mason ist noch bedrückt vom Tod ihres Vaters und ist zerrissen zwischen der Verantwortung und seinem eigenen Leben.

    Fazit

    Für jüngeres Publikum definitiv eine sehr gute Geschichte mit einer guten Message, aber für mich jetzt nicht unbedingt ein Buch, das ich nochmal lesen würde.

  16. Cover des Buches Alle Farben der Nacht (ISBN: 9783897413955)
    Jonas Zauels

    Alle Farben der Nacht

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rezension

    Alle Farben der Nacht von Jonas Zauels

    Genre: Drama
    Seiten: 175
    Verlag: U.Helmer

    Klappentext:
    Schwarz. Wie immer. Die dicken Vorhänge sind zugezogen, das Licht ist aus und draußen greift die Nacht langsam, aber unaufhaltsam um sich.
    Sie weiß, dass es falsch ist; dass sie eigentlich ein ganz normales Leben führen sollte. Sich Ziele setzen und diesen folgen sollte, doch fällt es ihr so schwer. Sie würde sich gerne treiben lassen, wie die anderen in ihrem Alter, von denen sie nicht einen richtig kennt. Sie hört ihnen manchmal heimlich zu.

    Meine Meinung:
    Das war mal was anderes. Es ist eine Geschichte über die ich erstmal nachdenken musste, bevor ich diese Rezension schreibe. Es geht um Emilia und ihr wirklich schweres Leben. Sie stürzt immer mehr ab und es passieren ihr auch wirklich schlimme Dinge. Aber nichts ist so wie es scheint. Mit Emilia bin ich leider nicht ganz warm geworden. Es lag jetzt aber eher an mir und nicht an der schaffensweise des Autors. Ich komme im echten Leben schon nicht mit solchen Menschen klar und kann sie nicht verstehen. Der Autor hat da echt Charaktere geschaffen die meiner Meinung nach stark polarisieren. Das Cover mag ich mit seinen kräftigen Farben sehr gerne obwohl ich nicht so genau sagen kann ob es zum Inhalt passt.

    Fazit:
    Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einen manchmal ein bisschen schockiert. Es ist nichts wie es scheint. Ich kann es Drama Liebhabern empfehlen, die auf wirren Tiefgang stehen. Ich brauchte am Ende eine Weile bis alles geordnet war. Wirklich toll!
  17. Cover des Buches Taras Augen (ISBN: 9783958542358)
    Katharina Bendixen

    Taras Augen

    (42)
    Aktuelle Rezension von: Im_Bann_der_Zeilen

    Was bedeutet ein Stern für mich? Es hat mir überhaupt nicht gefallen.

    Ich muss sagen, dass ich mich sehr auf das Buch gefreut habe, weswegen ich zum einen mit großen Enttäuschung die letzte Seite beendet habe. Gleichzeitig war da ein Gefühl der Erleichterung, dass ich es endlich weglegen konnte. Fangen wir aber mit der Handlung an.

    Das Tempo, in dem die Geschichte erzählt wurde, war meiner Meinung nach viel zu schnell. Viele Ereignisse wurden innerhalb weniger Seiten beendet, wodurch sie kaum Zeit hatten zu atmen. Dadurch bekam ich das Gefühl, dass in dem Buch nicht viel passiert ist, obwohl es objektiv gesehen nicht stimmt. Auch Handlungsstränge, die länger relevant waren wirkten auf mich unterbrochen. Etwas, was mich auch ziemlich enttäuscht hat war, dass dem Aktivismus so eine geringe Rolle zugeschrieben wurde, obwohl sogar auf dem Backcover stand, dass Aktivisten in dem Buch vorkommen werden. Den Sinn des Epiloges habe ich leider überhaupt nicht verstanden. Falls mir da jemand in den Kommentaren weiterhelfen würde wäre ich sehr dankbar.

    Auch das Setting wirkte wenig dystopisch. Hier und da wurden zwar einige Technologien erwähnt, die die Bevölkerung beobachteten, aber das wars auch. Ich bekam einfach nicht dieses Gefühl von Angst, welches normalerweise mit einer Dystopie eingeht. Allgemein konnte das Buch keinerlei Emotionen in mir wecken, außer einen kleinen Hauch Neugier, der mich dazu bewegt hat es zu beenden. Doch ich habe nicht mitgefiebert, war nicht durch die Wendungen überrascht, war weder traurig noch glücklich. 

    Die Geschichte wurde abwechselnd aus der Sicht von Tara und Alún erzählt. Durch die Erzählweise wurde eine Distanz zu den Figuren aufgebaut, weswegen sie nicht greifbar für mich waren. Allgemein schienen die Figuren sehr flach zu sein. Besonders die Nebenfiguren zeigten, mit Ausnahme von Ste, keinerlei Tiefe. Regelmäßig hatte ich keine Ahnung wer die Figuren waren, weswegen ich froh war, dass alle relevanten Figuren auf den letzten Seiten des Buches mit einer kleinen Erklärung aufgelistet wurden.

    Die Geschichte hatte großes Potenzial konnte mich aber an keiner Stelle von sich überzeugen. 

  18. Cover des Buches Niemals (ISBN: 9783518469408)
    Andreas Pflüger

    Niemals

    (123)
    Aktuelle Rezension von: San_Keller

    Auch den zweiten Band der Reihe um die blinde Polizistin Aaron fand ich spannend und gut geschrieben. 

    Mittlerweile habe ich mich mit dem Schreibstil vom Autor vertraut gemacht. Wie bereits im ersten Band wird man mit einer Flut von Infos, Handlungssträngen, Charaktere und Perspektiven konfrontiert. Da ich an der Geschichte dranbleiben und zeitnah zu Band eins lesen konnte, war es kein Problem. Leider hatte ich es nur auf E-Book, was ein zurückblättern (was ich häufiger machen musste um nachzulesen wie was wo war) schwieriger.


  19. Cover des Buches All the Light We Cannot See (ISBN: 9780606362849)
    Anthony Doerr

    All the Light We Cannot See

    (59)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Mit „All the light we cannot see” ist Anthony Doerr ein Bestseller der ganz besonderen Art gelungen. Er entführt uns in die 30er Jahre, zeitgleich nach Paris und das Ruhrgebiet in Deutschland. In Paris lernen wir die kleine Marie-Laure kennen, die mit ihrem Vater, dem Hüter der Schlüssel des Naturkundemuseums seit dem Tod der Mutter allein lebt. Dieser kümmert sich rührend um sein inzwischen erblindetes Mädchen, nimmt sie mit in seine Welt des Museums und lässt sie mit Jule Verne und dessen Büchern schließlich von ungeahnten Abenteuern träumen. 

    Die Geschwister Werner und Jutta hingegen wachsen in einem Waisenhaus auf. Werner ist klein für sein Alter doch beschützt die kleine Schwester, wo er nur kann. Für den klugen Werner, der mit seiner Technikaffinität Großes bewegen könnte, sieht die Zukunft dennoch einen Arbeitsplatz in der Zeche vor, die Zeche, in der vor Jahren der eigene Vater tödlich verunglückte. Aber dann bricht der Zweite Weltkrieg aus und auf einmal ist Werners Wissen gefragt. Während Marie-Laure und ihr Vater nach Saint-Malo an die Atlantikküste fliehen können, kommt Werner, dem mit seiner kleinen Statur kaum eine Uniform passt, zu einer Einsatztruppe der Wehrmacht, die illegale Radiosender, unterhalten von der Resistance, ausmachen und eliminieren muss. 

    Die Wege der Beiden kreuzen sich für einen kurzen Augenblick auf schicksalhafte Weise und sie können sich gegenseitig kurz schützen. Doch eine höhere Gewalt hat eigene Pläne für die Zwei … 

    Es war schon eine Weile her, dass ich ein englisches Buch in die Hand genommen hatte, doch mit „All the light we cannot see“ wollte ich es mal wieder wagen. Nachdem ich mich eingelesen hatte, konnte mich der Autor Anthony Doerr mit seiner wundervollen, oft fast poetischen Wortwahl begeistern. Er baut seinen Roman in kurzen Kapiteln auf, die sich gut lesen lassen und mich mitnahmen ins Geschehen, als wäre ich dabei gewesen. Leider vergisst er in seiner Euphorie, die sich, da bin ich sicher, für ihn beim Schreiben entwickelt hat, manchmal die Gefühle seiner Protagonisten und lässt diese etwas eindimensional erscheinen. Auch springt er oft ein wenig wahllos in den Zeiten herum, so dass es mir manchmal ein wenig schwerfiel, ihm zu folgen. Dieses Buch wurde inzwischen zu einer Miniserie verfilmt, von der ich jedoch vermutlich Abstand nehmen werde. Ich habe Angst, dass zu viele Hollywood Effekte zu einer Enttäuschung führen könnten. Worauf mir das Buch jedoch Lust gemacht hat, ist Saint-Malo und seine Umgebung, vielleicht verbunden mit einem Abstecher auf die Kanalinseln … hach, ich beginne schon Urlaubspläne zu schmieden … in the meantime aber vergebe ich für diesen etwas speziellen Roman sehr gerne verdiente vier von fünf Sternen mit eine Leseempfehlung. Hier lohnt es sich dranzubleiben!

  20. Cover des Buches Geblendet (ISBN: 9783518471241)
    Andreas Pflüger

    Geblendet

    (89)
    Aktuelle Rezension von: San_Keller

    Der dritte Band der Reihe um die blinde Polizistin Aaron fand ich am schwächsten.

    Der Autor bleibt seinem Schreibstil treu, was ich gut fand. Die Story ist an sich auch wieder spannend, weil man sich schon sehr früh überlegt, wer wird wohl am Schluss noch dabei sein und wer nicht.

    Den Schluss fand ich dann einfach zu schnell, zu unübersichtlich und auch zu unbefriedigend.

    Also 3 Sterne, aber die Reihe hat mir insgesamt sehr gut gefallen.

  21. Cover des Buches Back to Wonderland (ISBN: 9783959912037)
    Elke Aybar

    Back to Wonderland

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Lillilie

    Ich liebe Alice im Wunderland, deshalb hat es mich so gefreut dieses Buch fangen zu können nur um eher enttäuscht es zu beenden.

    Alice in diesem Buch ist eine Junge Frau die eine scheinbar Glückliche Beziehung führt und demnächst eine Bäckerei eröffnen will. Das Buch an sich war sogar noch bis zur Eröffnung der Bäckerei gut zu lesen danach wurde es einfach langweilig.

    Achtung enthält Spoiler!!

    Ab dem Punkt wo Alice entführt wird ist es einfach nur noch ein Trauerspiel. Es existiert so gut wie keine Spannung und auch wenn ich Alice in diesem Buch nicht leiden kann wird sie einfach aus dem Grund da sie ihrer Mutter ähnlich sieht echt schlecht behandelt. Da wir eh gerade von Alice sprechen bleiben wir doch kurz bei ihr. Kurz und knapp ich kann sie nicht leiden. Sie ist so stur das es fast schon wehtut. So haben wir zum Beispiel die Tatsache das sie essen verweigert da sie Vegetarier ist. Was an sich nicht falsch ist ich bin auch Vegetarier und kann verstehen warum sie kein Fleisch essen will, aber in einer Situation in der du nicht weißt wo du bist und was mit dir passiert ist es die dümmste Entscheidung nicht alles zu essen was man bekommt um an Stärke zu gewinnen. Anfangs fand ich sie sympathisch doch dann hatte ich keine Lust mehr ihren Dialog und ihre Gedanken zu lesen. 

    Teilweise werden Ideen komplett verworfen. So wurde in einer Erinnerung von Alice angedeutet das ihr Gefühl im Grunde ihr sagt wenn etwas nicht stimmt und anfangs wurde das auch so noch verwendet. Doch irgendwann kam es garnicht mehr vor. Eine Spannung wurde nie wirklich aufgebaut da vieles schon in der Hälfte des Buches klar war, Alice aber erst die Informationen viel später erfährt.

    Was  zudem etwas blöd gehandhabt wurde war der Perspektiven Wechsel. Man weiß nie direkt am Anfang des Kapitels wessen Gedanken wir gerade folgen was teilweise sehr verwirrend ist.

    Natürlich sind noch einige Fragen offen aber ich weiß nicht ob diese Fragen mich so interessieren um den zweiten Band anzufangen.

    Grundlegend kann ich sagen das man dieses Buch sofern man es wirklich lesen will, nicht so angehen sollte das es eine gute Alice im Wunderland Interpretation ist. Es gibt Dinge die sich von Alice im Wunderland inspiriert anfühlen aber das Buch wäre glaube ich besser dran wenn es ein ganz normales Fantasy Buch wäre und kein retelling von Alice im Wunderland.

  22. Cover des Buches Homer & Langley (ISBN: 9783596193639)
    E. L. Doctorow

    Homer & Langley

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Homer und Langley leben Ende der 30er Jahre in New York. Schon früh sind die Eltern gestorben und die beiden unterschiedlichen Brüder leben vom geerbten Reichtum und haben eigenes Personal. Homer erzählt uns die Geschichte und beschreibt alles auf seine ganz besondere Art, denn er ist schon früh erblindet und langsam stellt sich auch ein Gehörverlust ein. Mit Ehrgeiz und starkem Willen beginnt er Klavier zu spielen. Langley trägt tiefe seelische Wunden aus dem Ersten Weltkrieg mit sich herum und bringt eine eigene Zeitung auf den Markt. Die Liebe ist für die Beiden ein sehr wichtiges Thema, aber allzu oft ziehen die Frauen so schnell wieder aus ihrem Leben fort wie sie gekommen sind. Der Zweite Weltkrieg, der Koreakrieg und der schwindende Reichtum beschäftigt Homer und Langley. Aber dennoch bauen sie sich in ihrem voll gestopften Haus ihren eigenen Kosmos aus.
    E.L. Doctorow hat ein großartiges Buch geschrieben, dass auf Teilen einer wahren Geschichte basiert. Ausgefeilte Sprache und hervorragende und zum Teil kuriosen Charaktere.

  23. Cover des Buches Erloschenes Licht (ISBN: 9783847237884)
    Rudyard Kipling

    Erloschenes Licht

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Ich bin auf das Buch durch den Autoren gestoßen, da "Das Dschungelbuch" ja eigentlich jeder kennt.

    Das Cover macht hier natürlich gar nichts her.

    Maisie ist mir zu Anfang sympathisch, aber nach und nach nimmt meine Sympathie für sie ab. Mit Richard H. (Dick/Dickie) war ich von Anfang an nicht ganz grün. Er war der Hauptcharakter und es war auch interessant, ihn hier zu begleiten, doch mit einem dem Leser sympathischen Protagonisten ist es natürlich einfacher. Torpenhow und Nilghai dagegen waren mir schon sympathisch, v.a. Torpenhow. Sie scheinen gute Freunde zu sein, die sich kümmern, einem aber auch mal den Spiegel vorhalten. Bessie Broke konnte ich hier gar nicht leiden. Irgendwie hatte sie auch nette Seiten, aber die irgendwie auch dann nur wieder zu ihrem Vorteil.

    "Erloschenes Licht" ist es hier gleich doppelt. Es ist die triste Geschichte von Dickie. Es kommen alle Themen des Lebens vor, aber doch war sein Dasein recht traurig. Es war schon auch interessant, doch wurde es auch mit einigen Längen erzählt, was aber bestimmt nur geschah, um die Traurigkeit mehr hervorzuheben.
    Auch lässt mich die Geschichte zum Ende nicht wirklich zufrieden zurück.

  24. Cover des Buches The Light in Us: Light-in-us-Reihe 1 (ISBN: B07VSPN26H)
    Emma Scott

    The Light in Us: Light-in-us-Reihe 1

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Finocchino

    Noah, der gerade erst sein Augenlicht verliert, steht an einem Abgrund aus Angst, Wut und Orientierungslosigkeit.
    Charlotte hingegen ist eine talentierte Geigenspielerin, deren Leben nach einem schweren Verlust zum Stillstand gekommen ist.
    Ihre Musik – einst ihr Herzschlag – verstummt, weil die Trauer ihre Hände lähmt. Zwei Menschen, die jeweils in ihrer Dunkelheit gefangen sind, treffen aufeinander, als Charlotte beginnt, Noah zu pflegen und ihm im Alltag beizustehen. 

    Doch sie schenkt ihm weit mehr als Unterstützung: Sie schenkt ihm Zuneigung, Wärme und den Mut, sich selbst nicht aufzugeben. Und während Noah Schritt für Schritt ins Leben zurückfindet, wächst in ihm etwas Neues – eine Liebe, die ihn verändert, stärkt und ihm den Glauben an sich selbst zurückgibt. Gleichzeitig findet Charlotte durch Noah die Kraft, wieder zur Musik zurückzukehren. Seine Liebe öffnet ihr die Tür zu einer Leidenschaft, von der sie glaubte, sie für immer verloren zu haben. 

    Als Charlotte auf Tournee geht, bittet Noah sie jedoch um Abstand. Nicht aus Unsicherheit, sondern weil er sich ihr würdig erweisen will – als Partner, der auf eigenen Beinen stehen kann. Diese Phase tat beim Zuhören weh, aber sie machte die Geschichte umso echter. Und dann: ein herzerwärmendes Happy End, das mich schlicht überrollt hat. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. 

    Emma Scott hat mich mit ihrer feinsinnigen, emotionalen und gleichzeitig kraftvollen Wortwahl komplett mitgerissen. Ihre Art zu schreiben lässt alles unmittelbar spürbar werden: Hoffnung, Schmerz, Verlust, Nähe. Immer wieder standen mir die Tränen in den Augen, weil ich jede Szene, jeden Zweifel und jeden Funken Hoffnung so intensiv miterlebt habe. 

    Gekrönt wird das Ganze vom herausragenden Sprecherduo Julia von Tettenborn und Louis F. Thiele. Beide haben mich ab dem ersten Moment mit ihren Stimmen, ihrer Feinfühligkeit und ihrer emotionalen Präsenz in den Bann gezogen. Sie sprechen nicht einfach – sie fühlen. Sie legen jedes Wort, jedes Zittern, jedes Aufatmen der Figuren mit offenem Herzen auf die Zunge und lassen Charlotte und Noah vollkommen lebendig werden. 

    Eine Frage von Noah wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, da er sie direkt sooo schön ergänzt hatte: „Trägst du Lippenstift?“ „Ja“ „den wirst du erneuern müssen!“  -> oh Gott Emma Scott, mein Herz! 

    Fazit: Ein Hörbuch, das mitten ins Herz trifft, heilende Momente schafft und den Glauben an die Kraft der Liebe neu entfacht. Emotional, berührend, intensiv – ein Erlebnis, das noch lange nachhallt.

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