Bücher mit dem Tag "bnd"

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42 Bücher

  1. Cover des Buches Todesschmerz: Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 6 - Thriller (ISBN: B08MCBFRJF)
    Andreas Gruber

    Todesschmerz: Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 6 - Thriller

    (184)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    Bereits zu Ende des vorigen Bandes wurde bereits angerissen, dass Sneijder an was großen dran ist. Gemeinsam mit Marc ist er auf der Suche nach einem Maulwurd im BKA. Wärend Sie diesem immer näherkommen wir das team plötzlich nach Norwegen beordet. Sie sollen den Mord an der deutschen Botschafterin aufklären. Dies gestaltet sich nicht so einfach, da die dortige Polizei niemanden dabei haben möchte.

    Außerdem wird das Team durch Cora, eine Norwegenexpertin des BND unterstützt. Vor Ort gerät das team immer wieder in Gefahr, der Maulwurf scheint auch hier seine Finger im Spiel zu haben und ziemlich weit oben in der Hierachie zu stehen. Sie kommen dort einigen Verbrechern sowie bestechlichen Polizisten auf die Spur.

    Leider war das Buch diesmal etwas too much, jede Menge Anschläge, Politiker, Polizisten, BND etc, irgendwie war es etwas James Bond lastig. Mir wäre es lieber, wenn es wieder etwas klassischer Krimimäßig werden würde.


  2. Cover des Buches Leere Herzen (ISBN: 9783442718382)
    Juli Zeh

    Leere Herzen

    (342)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Das Buch ist eine Dystopie, die nur wenige Jahre in der Zukunft spielt. Deutschland wird von einer Partei besorgter Bürger regiert, die in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebt hat. Ähnlichkeiten mit der Realität sind offensichtlich und fast alles, was passiert, ist in wenigen Jahren vorstellbar. Juli Zeh schreibt packend und mitreißend und ich habe das Buch fast "weggeatmet". Am Ende habe ich mich aber gefragt, was ich da eigentlich so schnell gelesen habe und bin ein wenig enttäuscht, weil ich mir mehr Schilderungen der Gesellschaft der nahen Zukunft gewünscht hätte. Stattdessen steht das makabere Geschäftsmodell der Firma "Die Brücke" der beiden Hauptfiguren für meinen Geschmack viel zu sehr im Mittelpunkt.

  3. Cover des Buches PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen (ISBN: 9783955206789)
    Matthias Jösch

    PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Uwes-Leselounge

    Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen. 

    Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?

    Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...

    Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.

    Ich kann das Buch nur empfehlen!

  4. Cover des Buches Die schützende Hand (ISBN: 9783462049312)
    Wolfgang Schorlau

    Die schützende Hand

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Buchfreundin55

    Der NSU-Krimi "Die schützende Hand" mit dem Privatermittler Dengler (Typ: anständiger Ex-Polizist, eigenwillig und kantig, man muss ihm Anerkennung zollen). Gerechtigkeit und Ehrlichkeit gehen ihm über alles, sogar über seine Karriere. Nach einem Vertuschungsvorfall beim BKA („er war der Beste“) zieht er selbst die Konsequenzen, quittiert den Dienst und macht sich als Privatermittler in Stuttgart (!) selbstständig.
    Von einem unbekannten Auftraggeber bekommt er den Auftrag, die Vorfälle über die mysteriösen Todesfälle der Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in ihrem Camper in Erfurt-Stregda 2011 aufzuklären. Es gibt viele Ungereimtheiten und ungeklärte Fragen. Wurden etwa Spuren zum NSU absichtlich vernichtet? Und wer will diese Spuren verwischen? Ist es der amerikanische Geheimnis oder etwa der thüringische Verfassungsschutz? Wer hat von den Morden des NSU gewusst? Wie weit reicht das Netzwerk von Neonazis, bis in welche politischen Ebenen? Wer ist die schützende Hand, die über das Morden des NSU über Jahre Bescheid wusste? Gab es beim NSU einen Spitzel?
    Kann Dengler diesem Staat noch vertrauen? Er bekommt über Kontakte (Ehemalige Kollegin, verliebt in Dengler, unerwidert) Zugang zu vertraulichen Ermittlungsakten, die ihm die Haare zu Berge stehen lassen. Mit an Bord ist seine attraktive Freundin Olga, die ihm als IT-Spezialistin und zusammen mit den gemeinsamen Kumpels mit ihrem gesunden Menschenverstand unterstützt Im Text sind immer wieder Ermittlungsakten eingestreut, die auch beim Leser große Zweifel über den Tod der Neonazis aufkommen lassen. Am Anfang noch ganz interessant, habe ich das Buch zuletzt nur mit wenig Begeisterung zu Ende gebracht.
    Zu sehr in die Länge gezogen, die Figuren Dengler, Olga und seine Freunde nervig klischeeartig. Am Ende: Was ist Fiktion, was Wahrheit? In Zeiten wie heute halte ich solche Verschwörungstheorien, wo sich Realität und Fiktion vernetzen, für sehr fragwürdig und umstritten.

  5. Cover des Buches Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3) (ISBN: 9783548289311)
    Linus Geschke

    Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)

    (156)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Mit „Das Lied der toten Mädchen“ liefert der Autor bereits den dritten Band um den Kölner Journalisten Jan Römer und Stefanie Schneider, genannt „Mütze“ ab. Auch diesmal nimmt sich Jan eines ungelösten Kriminalfalls an, über den er später in seiner gleichnamigen Rubrik schreiben wird. 

    Linus Geschke versteht es meisterlich den Leser von Anfang an in die Geschichte „hineinzuziehen“. Das geschieht nicht nur durch seinen flüssigen Erzählstil. Nein auch die Story an sich und das überzeugende Ermittler-Duo tragen ihren Teil dazu bei. Ein ungelöster Kriminalfall treibt Jan und Stefanie bei ihren Recherchen diesmal direkt in die Arme des Verfassungsschutzes. Es geht um Macht, Rache, Geld und Sex. Und dieses doch wieder sehr komplexe Konstrukt hat der Autor super verflochten, so dass sich der Spannungsbogen bis zum explosiven Ende halten kann.

    Kurzum: Dies ist ein absolut lesenswerter Krimi mit einer gut konstruierten Handlung und einem tollen Ermittler-Duo, welches durch ihre unterschiedlichen Charakteren der Geschichte das gewisse Etwas verleihen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

  6. Cover des Buches Der Zirkel. Sie wollen dich. Sie finden dich. (ISBN: 9783328107552)
    Leon Sachs

    Der Zirkel. Sie wollen dich. Sie finden dich.

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Der Anfang des Buches hat mich ja gar nicht gepackt und dachte in dem Moment, dass ich doch gute Bücher lesen wollte, die mir gefallen.

    Tatsächlich war das Buch auch gut, fesselnd und spannend. Man muss aber bzw ich musste aber bis ca. 120 Seiten lesen um endlich komplett in der Geschichte drin zu sein und es mir auch echt Spaß gemacht hat.

    Es war spannend und fesselnd. Ab dem Punkt hat man auch gemerkt wie die ganzen Strängen zusammenspielen. Eine starke Protagonistin und weitere Charaktere, mit denen man Misstraut und mitfiebern.

    Empfehlung!

  7. Cover des Buches Das kalte Blut (ISBN: 9783257244434)
    Chris Kraus

    Das kalte Blut

    (29)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    In diesem Roman geht es um die radikale, systematische Vernichtung von Menschen während des zweiten Weltkriegs. Aus Sicht des Täters. Zwei Brüder werden als SS-Männer mit der „Säuberung“ im Osten und Westen des „Großdeutschen Reichs“ beauftragt. Beide lieben sie die Jüdin Ev, die traumatisiert aus Auschwitz zurückkehrt, wo sie zur Folterung von Häftlingen gezwungen wurde. Nach dem Krieg wechseln die Brüder Hub und Koja zu anderen Geheimdiensten, CIA und KGB, dienen als Doppelagenten mal hier mal da der „Sache“. Harte Kost, die anfangs in schönen Bildern und einem lockeren Erzählstil in das Buch zieht. 1974 beichtet der Ich-Erzähler Koja einem Hippie-Leidensgenossen in einem Krankenhaus seine Vergehen. Dabei schweift er immer wieder in melancholische Erinnerungen ab. Koja ist ein Künstler, hält alles mit Graphit auf Papier fest, lernt  Heinrich Himmler kennen und beeindruckt ihn. Sein Bruder Hub möchte den „Zartbesaiteten“ beschützen. Er sorgt dafür, dass Koja versetzt wird, sobald er zu Massenhinrichtungen abkommandiert werden soll, doch eines Tages kann Hub es nicht mehr verhindern. Und Koja ballert ein ganzes Magazin auf einen Säugling.
    Es gibt wunderschöne Metaphern in dem Buch, aber die will man als Leser mit zunehmender Enthüllung der Grausamkeiten nicht mehr genießen. Der Roman erinnert an die wahren Schicksale und pflanzt sie damit in die Gedächtnisse von uns Nachgeborenen ein oder besser, er ätzt sie ein. Für „Das kalte Blut“ hat er penibel in seiner eigenen Familiengeschichte recherchiert. Trotz bester Absichten zerfällt der Roman für mich als Leser aber eher in einen Bericht als in eine runde Gesamterzählung.

     Ein bedrückendes aber gutesBuch.

  8. Cover des Buches Kinder des Aufbruchs (ISBN: 9783453429208)
    Claire Winter

    Kinder des Aufbruchs

    (81)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume

    Auf die Fortsetzung von „Kinder ihrer Zeit“ habe ich mich schon riesig gefreut. War dieses Buch ja schon ein richtiger Pageturnen. In „Kinder des Aufbruchs“ begegnen wir wieder diesen vier jungen Menschen, die zwischen Verrat, Spionage und dem Kampf um Demokratie stehen.

    Der Inhalt: Sechs Jahre nach dem Mauerbau lernt die erfolgreiche Dolmetscherin Emma in West-Berlin die aus dem Ostteil der Stadt geflohene Sängerin Irma Assmann kennen. Als sie ihrer Zwillingsschwester Alice davon erzählt, reagiert diese beunruhigt. Alice schreibt als Journalistin über die Studentenbewegung und steht in Kontakt mit verschiedenen Fluchthilfe-Organisationen. Ist Irma mit ihren ehemaligen Beziehungen zum KGB als Informantin im Westen? Oder sind die Schwestern und deren Männer Julius und Max durch ihre Verbindungen zur DDR zu Zielscheiben geworden? Kurz darauf wird die Sängerin ermordet, und die vier geraten inmitten der Studentenunruhen zwischen die Fronten der Geheimdienste.

    Wow! Noch jetzt nach Beendigung dieser spannenden und beeindruckenden Lektüre habe ich Gänsehautfeeling und bin total beeindruckt und berührt. Der Schreibstil der Autorin ist einfach herausragend und sie bringt uns in diesem Roman vergangene Geschichte (bestens recherchiert) wieder nahe. Und ich bin wirklich sehr beeindruckt. Wir begegnen wieder den vier jungen Leuten, den Zwillingen Emma und Alice, Max und Julius und dürfen sie ein ganzes Stück auf ihrem Lebensweg begleiten.  Sie habe eine schwierige Zeit hinter sich und haben endlich ihren Platz gefunden. Doch sie werden von der Vergangenheit eingeholt und plötzlich stehen die Flucht und alle schrecklichen Erlebnisse mit aller Deutlichkeit vor ihren Augen. Und kaum zu glauben, welche große Rolle die Geheimdienste im Berlin von 1967 gespielt haben und welchen Einfluss sie auf die Menschen hatten. Ich werde beim Lesen von zahlreichen Emotionen übermannt und die Geschichte geht mir wirklich unter die Haut. Der Spannungsbogen ist einfach fantastisch und ich konnte diese sensationelle Lektüre nicht mehr aus der Hand legen. Mein Puls ist von Seite zu Seite gestiegen und am Ende des Buches ist eine große Last von mir abgefallen.

    In meinen Augen ein absolutes Meisterwerk. Ein Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite regelrecht verschlungen habe. Auch das Cover ist wieder ein echter Hingucker- beeindruckend. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

  9. Cover des Buches Quercher und die Thomasnacht (ISBN: 9783894254230)
    Martin Calsow

    Quercher und die Thomasnacht

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Max Quercher fiebert als erfolgreicher LKA-Beamter nun seiner Pensionierung entgegen. Nicht mehr lange und dann wird er sich in Italien erholen und seinen Lebensabend genießen. Da wird er zu einem Fundort gerufen. Da liegt eine Wachsleiche. Die Identität ist schnell ermittelt und der Finder, ein bekannter Schreiner aus dem Ort, gibt seine Aussauge zu Protokoll. Quercher soll eine reiche Amerikanerin, die Enkelin des Leichnams, zur Leiche führen und sie soll die Überführung veranlassen. Alles scheint glatt zu laufen, aber dann findet man den Schreiner enthauptet in seiner Werkstatt. Ein bedauerlicher Unfall heißt es, aber Max glaubt es nicht und forscht nach und stößt in ein Wespennest. Er entdeckt Spuren zu einem enormen Immobilien Skandal und zu viele scheinen hinein verwickelt zu sein und man baut eine Macht gegen Max Quercher auf und man will nur eins, sein Leben! Ein super spannender Krimi mit Lokal Lokalkolorit und einem sympatischen Helden, mit dem man nach der Arbeit gerne eine Brotzeit verspeisen möchte.

  10. Cover des Buches Systemfehler (ISBN: 9783839818794)
    Wolf Harlander

    Systemfehler

    (55)
    Aktuelle Rezension von: JonathanSpies

    Für jemanden mit entsprechenden Fachkenntnissen in Informatik tut das einfach nur noch weh. Doch selbst ein Hobby-Internet-User dürfte schnell merken, dass der Autor so absolut GAR KEINE Ahnung von der Materie hat. 

    Durchweg scheinen willkürlich IT-Begriffe eingestreut zu sein, wie Salz in die Suppe. Eine Prise 'irgendwas mit computa' hier,.. eine Prise da..! 

    Nach 1 Stunde musste ich abbrechen, weil das alles so dermaßen falsch ist, dass nicht mal das Gegenteil stimmt. Ein Unsinn sondergleichen!! 

    Entweder sollte der Autor bei den ihm bekannten Themen bleiben oder gefälligst ordentlich recherchieren..

    Ich meine... ernsthaft?! Beatmungsgeräte die am Internet hängen? Der BND mit einer Datenbank - wer wann wo welchen Virus heruntergeladen hat - und wer davon ihn dann auch ausgeführt hat? Weia.. 

    Das ist eine Beleidigung an die Intelligenz des Lesers und eine Verschwendung von Talent und Zeit des grandiosen Uve Teschner! 

  11. Cover des Buches Tod und Schatten (ISBN: 9783738090598)
    Ole R. Börgdahl

    Tod und Schatten

    (38)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte

    Der Tote in einem Reisebüro mitten in Berlin ist nur der erste! Am Tatort erscheint Marek Quint, der Leiter einer 2-Mann-Einheit, ein völlig unerfahrener, weil praxisferner Polizist, der sein Handwerk nicht etwa von der Pieke auf gelernt, sondern es in Form von theoretischem Wissen auf der Universität erworben hat, was ihn in den Augen seiner Vorgesetzten über den altgedienten Kollegen Thomas Leidtner stellt. Dass der nicht eben gut auf den jungen Quint zu sprechen ist, ist nachvollziehbar, doch richtet sich sein Groll gegen den Falschen. Das System an sich ist es, das zu kritisieren wäre, das völlig fern jeglicher Realität einen bloßen Studienabschluss höher bewertet als lange Jahre Berufserfahrung.

    Doch sei es wie es sei – Marek Quint ist nun zur Stelle, tappt unsicher herum, spöttisch-ironisch beäugt von dem Chef der Spurensicherung. Doch während eines ersten planlosen Rundgangs durch das Haus, das den Tatort beherbergt, hat Marek die Genugtuung, etwas zu finden, das der Spurensicherung entgangen ist: im Keller nämlich entdeckt er, versteckt hinter einem Berg Kisten, eine angeschossene Frau und rettet ihr damit das Leben, wie bei fortschreitender Handlund gemutmaßt werden darf.

    Während Kollege Leidtner schmollt und zunächst nicht so recht bereit ist, sich in dem Falle des erschossenen Mannes, auf dessen Identität nichts, aber auch gar nichts hinweist, nicht jetzt und auch nicht später, eigentlich bis zum Ende nicht, zu engagieren, zumal er befürchtet, dass ihm und dem ihm vorgesetzten Kollegen der Fall sowieso wieder entzogen werden wird, wie das seit dem plötzlichen und mysteriösen Verschwinden des eigentlichen Chefs, Kowalski, dessen Namen die Einheit trägt, grundsätzlich geschieht, begibt sich Marek Quint auf seine Irrfahrt zu den Krankenhäusern, in die sowohl das tote als auch das überlebende Opfer verbracht wurden, und versucht seinerseits, seine ungelenken Ermittlungen voranzubringen, um schon Ergebnisse vorweisen zu können, bevor man ihm und Leidtner den so rätselhaften, wie herausfordernden Fall wieder abnehmen wird.

    Und ja, auch der muffige Kollege kommt allmählich in die Gänge und lässt sich auf eine Zusammenarbeit mit dem ungeliebten, aber liebenswürdig bleibenden Marek ein. Schließlich zieht man doch am gleichen Strang, nicht wahr? Man möchte endlich auch ohne Chef Kowalski als fähige Ermittler angesehen und nicht mit Routineaufgaben für Anfänger abgespeist werden!

    Man muss es den beiden Kommissaren lassen – sie ermitteln in alle Richtungen, versuchen Zeugen ausfindig zu machen, befragen Anwohner des Reisebüros, die nichts gehört und nichts gesehen haben, mit einer Ausnahme, deren Information sich erst viel später als bedeutsam herausstellen wird. Und hier muss ich anmerken, dass das Desinteresse der Nachbarn an Nachbarn mich einigermaßen erschüttert hat! Da lebt und arbeitet man jahrein, jahraus Seite an Seite – und ist nicht einmal imstande, das Gesicht des jeweils anderen zu beschreiben, sich an Namen zu erinnern. Das sagt so einiges aus über unsere Gesellschaft!

    Aber dies nur am Rande. Unerklärlich ist auch, dass man des Besitzers des Reisebüros trotz aller Bemühungen nicht habhaft werden kann, der Herr ist und bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Spätestens jetzt ist den Kollegen wider Willen klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Und obschon Marek und Quint unter Hochdruck arbeiten, um wenigstens die Identität des Ermordeten zu klären, obwohl sie seine Beschreibung, seine Fingerabdrücke durch alle möglichen Datenbanken jagen und auch inoffizielle Kanäle nutzen, zu denen sie dank des vorzüglich vernetzten Leidtner Zugang bekommen – es geht eben nichts über die in vielen Jahren aufgebauten Kontakte eines in der Praxis erprobten Kriminalen! - kommen die Kommissare zu ihrer Verblüffung, die ihrerseits zu neuen Überlegungen und Fragen Anlass gibt, erst einmal keinen Schritt weiter! Weder kann die angeschossene Frau Auskunft geben über den Tathergang im Reisebüro, noch findet man etwas heraus über das Opfer. Es ist geradeso, als hätte es den körperlich in bestem Zustand gewesenen Mann nie gegeben! Und das mutet wirklich seltsam an, denn mit der Hilfe der hochentwickelten Technik, die gerade auch der Polizei zur Verfügung steht, erscheint es unglaublich, dass jemand durch das feine Raster fallen sollte.

    Vielleicht aber möchte jemand, jemand von ganz oben, aus der Führungsetage, sei es der Polizei oder der Politik, gar nicht, dass irgendetwas herauskommt über das Opfer, dem sehr bald zwei weitere folgen, auf die gleiche Weise getötet und anscheinend ebenso wie das erste ohne jegliche Identität. Worauf nur mag das hindeuten? Da gibt es doch eigentlich nur eine Antwort, mag der aufmerksame, krimierfahrene und der mysteriösen Geschichte mit Spannung folgende Leser denken! Und Recht hat er – schon gar, als der Verfassungsschutz die Handlungsbühne betritt! Das deutet alles auf Spionage, auf Agenten, also auf genau das, das ich hier weder erwartet habe noch mir gewünscht hätte, denn mit Spionagegeschichten habe ich so gar nichts im Sinn. Dann wird’s verworren und geheimnisvoll und man ergeht sich in Andeutungen, deren Sinn nicht zu entschlüsseln ist. Also ja – mir fehlt eindeutig das Spionagegen....

    Jedoch von der mich etwas ernüchternden Wendung abgesehen habe ich bis gegen Ende einen rätselhaft-spannenden Krimi gelesen, mit überzeugenden, glaubwürdigen Protagonisten und einer bis zu besagter Auflösung logisch nachvollziehbaren Handlung. Viel erfährt man über die Polizeiarbeit, die nicht auf plötzlich auftauchenden, brillianten Geistesblitzen fußt, sondern auf sorgfältiger Kleinarbeit, bei der schon winzige Erfolge gefeiert werden, denn sie sind ein Schritt hin zur Erhellung des Rätsels, zur Lösung der meisten Fälle.

    Offensichtlich gemacht werden auch die oft nicht nachvollziehbaren Irrtümer und Fehlentscheidungen auf der Leitungs- und Verwaltungsebene, die ihr ganz eigenes Süppchen kocht, herumlaviert, verschweigt, verschleiert – ganz eben, wie das in der Politik so üblich ist. Wenn ich das etwas zu abrupte, jedenfalls aber kryptische Ende richtig deute, ist es den Kollegen Quint und Leidtner diesmal durch Zufall gelungen, die Entscheidungsträger, nennen wir sie mal so, zu überlisten, freilich ohne dass es ihnen am Ende genutzt hätte. Oder doch? Da der Krimi mit einem Cliffhanger endet, was ich grundsätzlich kritisch sehe, kann man sich dessen nicht sicher sein. Man muss halt den Nachfolgeband lesen oder besser noch alle beide fehlenden Bände der als Trilogie entstandenen Kurzreihe mit Marek Quint und seinem Kollegen Leidtner, der Figur, die mir am meisten lag! Und allein seinetwegen werde ich das wahrscheinlich auch tun....

  12. Cover des Buches Lockvogel (ISBN: 9783453438828)
    Jacques Berndorf

    Lockvogel

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Nisnis
    Inhaltsangabe:

    Als in Berlin ein BND-Informant von der CIA einkassiert wird und zeitgleich die Ehefrau des Informanten im Jemen entführt wird, muss der Leiter des BND Krause mit Hilfe seines Mitarbeiters Karl Müller im Jemen unverzüglich Gegenmaßnahmen ergreifen. 

    Zur gleichen Zeit ist Agentin Svenja Takamoto einer terroristischen Spur in Deutschland auf den Fersen. Kilt Brown, ein betuchter Ölhändler, lockt junge Leute an und verschleppt sie nach Karachi.
    Der BND vermutet, dass die Jugendlichen in terroristische Ausbildungslager gebracht werden, dort den Islam erlernen müssen und zu Selbstmordattentätern ausgebildet werden. Als Svenja und Thomas Dehner im pakistanischen Stammesgebiet unter Einsatz ihres Lebens observieren, bemerken sie dass die CIA ebenso aktiv ist.

    Das Cover:

    Das Cover gibt den Blick in eine schäbige Fabrikhalle frei. Schemenhaft erkenne ich Schienen die in Richtung eines hellen Lichts führen. Inmitten des Gegenlichts steht ein Unbekannter. Ob er dem Licht entgegenstrebt, dass ihn aus der Dunkelheit der bizarren neuen terroristischen Gefahr herausführen wird?

    Der Autor:

    Jacques Berndorf ist das Pseudonym von Michael Preute. Der 1936 in Duisburg geborene Journalist lebt seit Mitte der 80er Jahre in der Eifel. Bevor er sich ganz dem Schreiben als Autor widmete, arbeitete er unter anderem für den Stern und den Spiegel. Seine Eifel-Krimis mit dem Ermittler Siggi Baumeister wurden zu Bestsellern und erreichten Kultstatus. 2003 erhielt Michael Preute den "Ehrenglauser" für seine Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur.

    Für Jaques Berndorfs BND-Reihe um Karl Müller öffnete ihm der BND als erstem Außenstehenden die Türen für Recherchen. Bisher erschienen im Heyne Verlag zu dieser Reihe bereits "Ein guter Mann", "Bruderdienst", "Der Meisterschüler" und "Die Grenzgängerin".

    Reflektionen:

    Berndorfs Roman, in einer niveauvollen und klaren Sprache, lebt von zahlreichen Dialogen, die durch den angenehmen fließenden Schreibstil immer deutlich einer Figur zuzuordnen war. Ich mag es immer besonders, wenn der Autor auf Umgangssprachliches verzichtet. Die verschiedenen Erzählstränge entstehen in diesem Roman oftmals auf Grund der unterschiedlichen Einsatzorte der BND-Agenten die ihre Aufträge ohne Machogehabe ausführen. Mal bin ich inmitten von Berlin und dann werde ich mit nach Afghanistan und Pakistan genommen und sehe die kargen Landschaften, die Gebirgsregionen und die Wüste leibhaftig vor mir. 

    Die Handlung ist beunruhigend und authentisch, denn sie befasst sich mit der Rekrutierung von Jugendlichen, die in Terrorcamps zu radikalen Islamisten erzogen werden sollen. 

    Die Figuren mit ihren aussagekräftigen Charaktereigenschaften sind sehr genau und interessant erschaffen. Die BND-Agenten sind weit entfernt von den sonst so typischen Actionfiguren im Geheimdienstumfeld. Sie sind kompetent, agieren unter Höchstleistung, doch der menschliche Aspekt fehlt hier bei keiner Figur. Ihre Handlungen sind so glaubwürdig dargestellt, dass ich manchmal glaube einen Tatsachenbericht zu lesen.

    Neben der eigentlichen Handlung fließen auch berührende Schicksalsschläge und unrund laufenden Lebensgeschichten der BNDler harmonisch mit in die Geschichte ein. 

    Krause, der Leiter dieser Ermittlungsgruppe, kümmerte sich beispielsweise viele Jahre an der Seite seiner Ehefrau Walli um einen schwerbehinderten jungen Mann, der plötzlich verstirbt. Walli dreht völlig durch und Krause muss sich neben seinen in lebensbedrohlicher Gefahr schwebenden Agenten und um seine Frau kümmern.

    Goldhändchen, dass IT- und Überwachungsgenie der Gruppe, der stets in der Lage ist einen Ausweg aus brenzligen und ausweglosen Situationen für seine Kollegen zu managen ist plötzlich wie apathisch. Dabei unterlässt er Hilfestellungen und versäumt es die Agenten im Ausland ausreichend zu informieren, die dadurch um ein Haar ums Leben kommen. An dieser Stelle möchte ich nicht verraten, was in Goldhändchen vorgeht.

    Die Spannung wird gleichmäßig gut aufrechterhalten. Einzelne Höhepunkte ragen heraus, doch sie gelingen hier nicht explosionsartig. Es ist eher die realitätsnahe Geschichte an sich die mich durch die Seiten treibt, weil ich unbedingt die Hintergründe erschließen möchte.

    Meine Erwartungen an diesen Roman wurden definitiv positiv über den Haufen geworfen, da er keine große Ähnlichkeit mit „normalen“ Krimis besitzt. Hier geht es hauptsächlich um die Darstellung wie der BND tatsächlich heute arbeitet, wie die BNDler handeln, empfinden und letztendlich auch wie sie verzweifeln. 

    Trotz der authentischen Handlung, die ich auf Grund ihrer Tiefgründigkeit sehr mochte, fehlte mir etwas. Ich konnte die Jagd der BNDler nicht richtungsweisend greifen und wusste lange nicht wer warum „genau“ das Ziel dieser BND-Aktion ist. Vernetzte Geheimdienste, Drogenhandel, Menschenhandel und radikaler Terrorismus sind die Themen um die sich die Story dreht. Trotz dieser Kritikpunkte hat mir dieser Roman jedoch sehr gut gefallen.

    Mein Fazit:

    Wer einen glaubwürdigen Einblick in die Arbeit des BND erlesen möchte, ist mit dieser Geschichte wohl aufgehoben.
    Die Tiefgründigkeit dieser Story entsetzt und sie hinterlässt ein düsteres Gefühl bezogen auf die terroristisch- islamistische Radikalisierung.
  13. Cover des Buches Die Republik (ISBN: 9783492070713)
    Maxim Voland

    Die Republik

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Patchcop

    In dem Roman wird als Grundgedanke ein Szenario dargestellt, welches es zum Glück nicht gab.

    1949 zogen sich die Westmächte aus Deutschland zurück und ganz Deutschland bildete die DDR, einzige Ausnahme war Berlin, wie es geschichtlich als West-Berlin einmal war und in dem Roman als Berlin-Deutschland dargestellt wird.

    Aufgeteilt ist das Buch zunächst in drei Handlungsstränge, welche sich mit den jeweiligen Protagonisten, einem gefrusteten Ermittler der Stasi, einer aufmüpfigen Agentin des britischen MI6 und  einem französischen Dolmetscher deutscher Abstammung, der zu einer Beerdigung in die DDR reist und dort seine systemkritische Cousine kennen lernt!

    Am Anfang steht eine Giftgaswolke, welche in Berlin, sowohl Ost als auch West, viele Todesopfer hinterlässt. Darunter die Geliebte des Stasi Oberst Kuhn, welcher Rache schwört, nachdem klar ist, dass es sich um einen Anschlag handelte. Und dies bringt auch die westlichen Geheimdienste ins Rennen.

    Alles Weitere wäre jetzt spoilern!

    Sehr gut und spannend geschrieben mit stets hohem Spannungsbogen , sehr vielen Toten und gehörigen Portionen Heldenmut.

    Nicht ganz unglaubwürdig, wenn man sich die jüngere Vergangenheit anschaut. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

  14. Cover des Buches Die fremde Spionin (1) (ISBN: 9783837155594)
    Titus Müller

    Die fremde Spionin (1)

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Niemand hat vor eine Mauer zu bauen.... Geschichte vom Feinsten, hat mich sehr angesprochen. Das waren aufregende Zeiten für Ria, und wenn man Familie hat, hat man eine Wunde Stelle. Allerdings ist Ria sehr schlau!


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  15. Cover des Buches Die fremde Spionin (ISBN: 9783453441798)
    Titus Müller

    Die fremde Spionin

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Patrick_Ranz

    Ich liebe die Spion Trilogie. In meinen Augen ist es in dieser Hinsicht somit das Beste, was die letzten Jahre auf den Markt gekommen ist.

    Mann kann in diese Zeit komplett eintauchen und sich von dem Autor durch diese interessante Zeit führen lassen. 

    Habe schon andere Werke über diese Zeit gelesen, aber es gab nichts, was mich so gepackt hatte. Gerade die Ausarbeitung der Figuren hat mir extrem gefallen!

  16. Cover des Buches Bitter Lemon (ISBN: 9783442744060)
    Wolfgang Kaes

    Bitter Lemon

    (24)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP
    Nach zwölf Jahren wird Zoran Zerkov aus dem Gefängnis entlassen. Zusammen mit einer Journalistin konnte er nach all der Zeit seine Unschuld beweisen. Als Zerkov das Gefängnisgebäude verlässt, verschwindet er vor den Augen der herbestellten Journalisten auf einem Motorrad. Zuvor jedoch schwört er, Rache zu nehmen. Bald darauf sterben die ersten Menschen, die eine Verbindung zu Zerdov und seinem Fall haben. Der Ex-Polizist David Manthey ist ein Jugendfreund von Zerkov und kann sich nicht vorstellen, dass dieser die Morde begangen hat.

    Zoran Zerkov und David Manthey sind zwei interessante Charaktere. Bis vor zwanzig Jahren waren sie Freunde, doch diese Freundschaft zerbrach. Woran stellt sich im Laufe der Geschichte heraus. Nach all dieser Zeit soll Manthey seinen ehemaligen Polizeikollegen helfen, Zerkov zu finden. Manthey begibt sich jedoch alleine auf die Suche nach seinem alten Freund.

    In „Bitter Lemon“ erwarten den Leser viele spannende Figuren, wobei manche etwas besser hätten ausgearbeitet sein können. Die Spannung steigt von Seite zu Seite, und zusammen mit einem guten Finale bietet dieses Buch Lesevergnügen pur. Autor Wolfgang Kaes findet die richtigen Worte, um Begebenheiten zu beschreiben, und erreicht den Leser damit. Nur langsam kommt ans Licht, welches Ziel Zerkov verfolgt.

    In diesem Buch wird ein ernstes Thema angesprochen, welches im Alltag der Menschen kaum eine Rolle spielt und doch sehr lukrativ ist. Interessant ist auch, wer darin alles verstrickt ist. Da dieses Thema jedoch nicht in aller Ausführlichkeit beschrieben wird, lässt der Thriller genug Raum für eigene Vorstellungen.

    „Bitter Lemon“ ist ein sehr guter Thriller, der trotz seines ernsten Themas viel Lesevergnügen zu bieten hat.
  17. Cover des Buches Die Grenzgängerin (ISBN: 9783453437203)
    Jacques Berndorf

    Die Grenzgängerin

    (16)
    Aktuelle Rezension von: karatekadd

    Ein SPY-Roman. Nicht etwa die Agenten der CIA (Clancy) oder des MOASSAD (Silva) sind die handelnden Figuren, obwohl von beiden Geheimdiensten Agenten auftreten. Nein, diesmal ist es der Bundesnachrichtendienst, kurz BND.

     Ein deutscher Agent des BND geht in Tripolis verloren. Es ist die Zeit des Bürgerkriegs und Gaddafis Regime liegt in den letzten Zügen. Karl Müller soll "Onkel Tobruk", eine libyschen General ausschöpfen. Doch nun ist Müller verschwunden. Seine Mitagentin und Freundin mit dem russisch-japanischem Namen Svenja Takamoto reist auf eigene Faust unter Nutzung einer ihrer Deckidentitäten hinterher. Der Chef von beiden sendet auch noch einen Agenten nach Libyen. Werden sie ihn finden?

     In Albanien hat eine Frau 1000 kg C4, das sogenannte Semtex, gekauft. Wie kommt das Zeug nach Deutschland? Und was hat ein gewisser Globetrotter namens Stauff damit zu tun?

     Die Operationsabteilung von Krause gerät in das Visier von "Seilschaften"; es könnte sein, die Untersuchungen der Rechts- und Finanzabteilung sind bis in das Kanzleramt zurück zu führen. Krause arbeitet nun von zu Hause aus.

     Natürlich kommt ein SPY-Krimi nicht ohne einen extravaganten Abhörspezi und Hacker aus. Hier wird er Goldhändchen genannt…

    * * *

     Ein richtiger Spionagekrimi in den Kreisen des BND. Genau wie andere auch. Spannend, verwickelt, wenn die Agenten im Dunkeln tappen, dann tut der Leser ebenso. Die Gedankengänge der Mitarbeiter des „Dienstes“, ihre Schlossfolgerungen aber auch die Irrwege sind, es die durch den Roman führen. Richtig gut, das Hörbuch. Es scheint, dass der Autor die Regeln des SPY-Romans vollständig eingehalten, worin immer diese auch bestehn...

     Ab und zu nehme ich eben auch ein Hörbuch mit. Dies geschieht höchsten in einer Tanke. Dieses habe ich aber relativ schnell zu Ende gehört, das alleine spricht schon für das Hörbuch und den Autoren, der mit sonorer Stimme selber liest. Ungekürzt. 

     Bei Random House ist zu lesen, dass dies bereits der vierte Roman um den BND-Mann Müller ist. Es gibt da noch Ein guter Mann, Bruderdienst und Der Meisterschüler...

    * * *

    Jacques Berndorf ist das Pseudonym des Journalisten Michael Preute (1936). Er hat die Eifel-Krimis um Siggi Baumeister geschrieben, welche Kultstatus erlangt haben sollen. (Es lebe der Regionalkrimi).

    Ein kurzweiliges Buch. Es schreit nach mehr.

    © KaratekaDD


  18. Cover des Buches Wie Sterben geht (ISBN: 9783518474532)
    Andreas Pflüger

    Wie Sterben geht

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Julien89

    Habt ihr schonmal einen Agenten-Thriller gelesen? "Wie sterben geht" von Andreas Pflüger war mein erstes und ich weiß kaum was ich sagen soll. Dieses Genre ist einfach anders 🤔

    Aber kurz zur Geschichte: Auf der Glienicker-Brücke soll ein Austausch stattfinden. Aufeinmal geht alles schief und Nina, eine Agentin des Westens, erzählt ihre Gecshichte.

    Erstmal muss ich sagen, ich habe etwas gebraucht um ins Buch und die Schreibweise reinzukommen. Sie ist anders und keine leichte, da es großteils in Moskau spielt und um 1981, spricht man da einfach anders.😅

    Ich finde, die Spannung hier ist anders🤔 Es ist durchgehend spannend, aber auf einer anderen Art🤔 Es geht hier sehr viel um die Abhörung, die Ost- sowie Westagenten damals gemacht haben. Man ist eher schockiert über die Arten, wie es gemacht wird und wie hohe Offiziere, Agenten und Politiker das einfädeln, ohne erwischt zu werden😳

    Es ist keine Spannung in dem Sinne, man sucht einen Mörder, sondern man muss überleben, in einem Leben voller abhören, verwanzen und drohen.🤔 Ich weiß kaum, wie ich es ausdrücken soll🫣

    Dieses Buch ist der Wahnsinn und lässt einen Sprachlos zurück 😳 Eine klare Leseempfehlung von mir😊

  19. Cover des Buches Borderless (ISBN: 9783492316088)
    Veit Heinichen

    Borderless

    (6)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Commissario Xenia Zannier will die Senatorin Romana Castelli de Poltieri überführen. Die Politikerin ist skrupellos und hat ein riesiges Netzwerk, das an ihren Machenschaften beteiligt ist. Die Verbindungen gehen durch halb Europa. Aber das ist nicht alles, was Xenia antreibt, sie möchte die Mörder ihres Bruders zur Strecke bringen. Sie ist von Rom ins geruhsame Grado versetzen lassen, um der Senatorin auf den Fersen zu bleiben. Der Ort mag zwar geruhsam sein, aber Xenia macht sich selbst immer Druck und kommt nie zur Ruhe. Dann bekommt sie es auch noch mit Flüchtlingen, Schleppern und Heimatschützern zu tun.

    Auch Jordan S. Becker, ein österreichischer Journalist, will die korrupten Verbindungen aufdecken. Doch damit tritt er jemandem auf die Füße. Erst wird er zusammengeschlagen, dann wird bei ihm eingebrochen und seine Computer zerstört und die Akten gestohlen. Er will Schutz, aber der wird ihm verwehrt. Seine Rechercheunterlagen hat er in Sicherheit bringen können, bevor auf offener Straße ein Attentat auf ihn verübt wird.

    Es ist ein sehr fesselnder Polit-Thriller, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Man bekommt es mit gefährlichen Bankgeschäften, seltsamen Waffenschmuggel und dem lukrativen Geschäft mit Flüchtlingen zu tun. Auch wenn die Namen fiktiv sind, so erkennt man doch gleich einiges aus der Realität wieder.

    Es ist erschreckend, wie skrupellos Volksvertreter und Sicherheitsorgane in dem kriminellen Umfeld mitwirken, weil ihnen Geld und Macht so wichtig sind. Korruption gibt es auf allen Ebenen und wenn einem jemand in die Quere kommt, entledigt man sich einfach und radikal des Problems.

    Eine gut recherchierte und brisante Geschichte, die erschreckend ist, weil man so vieles Reale wiedererkennt. Empfehlenswert!

  20. Cover des Buches Mit der Zeit (ISBN: 9783257231311)
    Eric Ambler

    Mit der Zeit

    (5)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Der Held in diesem Buch ist ein arbeitsloser Schriftsteller und sitzt zwischen zwei heißen Stühlen, denn er ist in geheimen Verhandlungen zwischen Nato-Funktionären und einem irren Ölscheich im Nahen Osten verwickelt. Man hat ihn auf die harte Tour - mit einer an ihn adressierten Bombe - in die Ereignisse gezogen, aus deren Strudel er sich herauszuwinden versucht. Der Plot ist zwar keinen Augenblick langweilig, doch der Titel führt in die Irre. Beinahe hätte ich das Buch liegenlassen, wenn ich nicht bereits vom Autor begeistert gewesen wäre.

  21. Cover des Buches Der Meisterschüler (ISBN: 9783641135423)
    Jacques Berndorf

    Der Meisterschüler

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Das Buch beginnt mit verschiedenen Morden an den unterschiedlichsten Schauplätzen, überall wird eine kleine Karte gefunden mit der Aufschrift "Im Namen Allahs". Die Agenten Karl Müller und Svenja Takamoto bekommen in Indien bzw. Pakistan Einsatzorte um dort die Geschehnisse aufzuarbeiten. Bald führt die Spur zurück nach Deutschland und das Thema Terrorismus wird hier leider zur traurigen Wahrheit.

    Der Agententhriller ist sehr spannend geschrieben. Er läßt sich sehr gut lesen. Ich war am Anfang skeptisch ob dies wirklich mein Buch bzw. mein Thema wird, da ich es geschenkt bekommen habe, aber ich war von der 1. bis zur letzten Seite total gefesselt und begeistert. Toller Autor. 

    Ich kann das Buch nur jedem weiterempfehlen. Man darf allerdings nicht sehr empfindlich sein, da die Szenen teilweise sehr brutal beschrieben und geschildert werden.

     

     

  22. Cover des Buches Stimme der Toten (ISBN: 9783442491551)
    Elisabeth Herrmann

    Stimme der Toten

    (83)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Judith Kepler ist eine Putzfrau spezialisiert auf Tatortreinigung. Eines Tages wird sie einer Großbank hinbeordert, weil dort ein Mitarbeiter  in die Tiefe gestürzt ist. Kepler findet einen Hinweis, dass dieser Tod kein Unfall oder Selbtmord war. Als sie  dem Ermittlungsteam von ihrer Entdeckung erzählt, öffnet sie eine Box der Pandora, die sie selbst in Gefahr bringt.

    Elisabeth Herrmann hat mich mit ihrem Debüt " Das Kindermädchen"  sehr beeindruckt. Vor allem ihren trockenen Humor ist bei mir im Kopf hängengeblieben. Aber "Stimme der Toten" hat mich doch enttäuscht. Ich habe einen Thriller erwartet, wo der Tod eines Bankangestellten im Vordergrund steht. Stattdessen wird  hier auf Judith Kepler fokussiert. Auf einmal ist hier vom Geheimdienst,  internationale Hacker und sogar Rechtsradikale  in einem abgeschottetem Dorf die Rede. Da ich allgemein keine Spionage Thriller mag,  lagen mir persönlich die Themen nicht. Außerdem war es einfach too much von allem und am Ende gab es meiner Meinung nach einfach nur Kuddelmuddel, die für mich nicht nachvollziehbar war. 

  23. Cover des Buches Bruderdienst (ISBN: 9783841901637)
    Jacques Berndorf

    Bruderdienst

    (28)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele
    Krause, Mitglied des BND, erhält einen Telefonanruf. Nordkorea hat dreihundert Mercedes bestellt und bezahlt. Woher hat ein Land, das von einer Hungerkatastrophe in die nächste rutscht, das Geld? Schnell kommt man zur Vermutung, dass Nordkorea eine Atombombe verkauft hat. Wer hat sie bestellt? Wo ist sie? Was ist geplant? Hektische Aktivitäten beginnen. Der Autor hat einen spannenden Thriller geschrieben. Seine Protagonisten sind gut charakterisiert. Neben ihrer harten Arbeit bleiben sie Menschen mit alltäglichen Problemen. Wer den Autor durch andere Bücher kennengelernt hat, weiß, dass er in seine Romane geschickt das Privatleben der Akteure integriert. Im Buch wird gezeigt, wie Geheimdienst funktioniert. Dabei blitzt vor allem in der Zusammenarbeit von BND und CIA häufig ein gewisser Sarkasmus durch. Überhaupt kommt die amerikanische Seite nicht gut weg, da sie oft am Rande der Legitimität operiert. Das Buch spielt zurzeit von Präsident Bush. Er wird mit spitzer Feder charakterisiert. Gleichzeitig entwickelt der Autor ein Szenario, dass gar nicht so abwegig erscheint. Wenn er seine Protagonisten darlegen lässt, wie leicht es ist, Millionen von Geldern hin und her zu schieben, ohne dass die eigentlichen Erstbesitzer ermittelt werden können, wenn er mit Summen jongliert, die in Hedgefonds versteckt sind, läuft es einen kalt den Rücken runter. Auch für den Transport der Ware stellt er Wege da, die nur schwer nachzuvollziehen sind. Erst die unkonventionelle Lösung eines Beamten, die ihm bei Misserfolg den Job gekostet hätte, führt zum Ziel. Ich kannte den Autor bisher durch seine Eifelkrimis. Dieser Agententhriller ist von gleicher Qualität. Das Buch ließ sich flott lesen. Neben der Spannung gefiel mir der stellenweise hintergründige Humor. Berndorfs Agenten sind Menschen aus dem Jetzt und Hier, mit Stärken und Schwächen. Diese Vielschichtigkeit gibt dem Roman eine zusätzliche Würze. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen.
  24. Cover des Buches Wer bist Du wirklich? (ISBN: 9783750204539)
    Frank Bock

    Wer bist Du wirklich?

    (15)
    Aktuelle Rezension von: lielo99

    Häufig ist es keineswegs wahr, was dein Gegenüber dir vormacht. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange ihr euch kennt. So auch in dem Thriller Wer bist du wirklich? Von Frank Bock. Peter, ein motivierter Polizist freundete sich vor einiger Zeit mit einer Frau an, die ihren Sohn durch einen Mord verlor. Er fühlt sich für sie verantwortlich, da er einer der ersten am Ort des Geschehens war.


    Angela, so heißt die Frau, arbeitete für Kerne, dem vermeintlichen Mörder. Dieser wurde damals für sieben Jahre Gefängnis verurteilt und ist nun wieder auf freiem Fuß. Wegen guter Führung. Klar, dass Angela aus allen Wolken fiel als sie davon erfuhr. Sie redet von Selbstjustiz und versteht es sehr gut, in Peter den Beschützerinstinkt zu wecken. Was geschah aber tatsächlich vor sieben Jahren? Wer spricht die Wahrheit und was hat Angela damit zu tun?


    Mir gefiel das Buch sehr gut. Der Autor baute kontinuierlich eine lebendige Spannung auf und diese endete erst mit dem Finale. Die Landschaft Schottlands hat er gut beschrieben und in die Charaktere konnte ich mich hineinversetzen. Für mich ein Thriller mit durchaus realistischer Handlung. Daher empfehle ich Wer bist du wirklich? Auch allen, die gerne gut durchdachte Thriller ohne unnötige Brutalität mögen.   

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