Bücher mit dem Tag "bob marley"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bob marley" gekennzeichnet haben.

4 Bücher

  1. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  2. Cover des Buches Eine kurze Geschichte von sieben Morden (ISBN: 9783453677265)
    Marlon James

    Eine kurze Geschichte von sieben Morden

    (19)
    Aktuelle Rezension von: uliseslima

    «Eine kurze Geschichte von sieben Morden» von Marlon James mag beim Lesen der ersten Abschnitte und Unterkapitel als ungemein brutales Gangster-Epos erscheinen, fast als sinnloses Gemetzel und Mörderballade um ihrer selbst willen. Mir jedenfalls hat die Gewalt, die Brutalität und die Verrohung einzelner Charaktere (z.B. Josey Wales oder Weeper) anfangs ziemlich auf den Bauch geschlagen – bis ich die wahren Personen recherchierte, die als Vorbild für James’ Charaktere dienten, und rasch herausfand, dass jene Epoche in der jamaikanischen Geschichte tatsächlich von hunderten Gangmorden und politischen Hinrichtungen, Erpressung, Terror an der Zivilbevölkerung etc. geprägt war (eine Entwicklung, die sich in leicht abgeschwächter Form bis heute fortsetzt). Von diesem Punkt an las ich das Buch durch eine andere Brille, mehr als Gesellschafts- und weniger als Gangsterroman. Besonders spannend und eklatant waren für mich die Verflechtungen der USA/CIA in Jamaika, die wie in vielen anderen Ländern ihre Interessen mit zwielichtigen und brutalen Mitteln durchzusetzen versuchte und Politiker, Gangs und Journalisten instrumentalisierte.

    James taucht dabei voll in seine Charaktere ein, indem er ihnen ausgiebig Raum und Zeit gibt, um ihre Weltsicht, ihre Motive und ihre Geschichten zu erzählen – so kaputt und moralisch degeneriert sie auch sein mögen –, von den Gang-Dons und Handlangern über Journalisten, Politiker und CIA-Agenten bis hin zu Nina, die im Verlaufe der Jahrzehnte umspannenden Erzählung gezwungenermaßen mehrere Identitäten annehmen muss, und diese polyfone Subjektivität, wenn man so will, die aufeinandertrifft, schafft ein ungemein dichtes, chaotisches, breites und komplexes Bild einer Gesellschaft, die von der Politik und den Gangs zersetzt wird. Und mittendrin steht der Sänger, der diese maroden Strukturen mit Musik und Rastafari aufzuweichen, eine bessere Welt zu schaffen versucht. Dabei ist der Mordversuch am Sänger zwar der Aufhänger der Geschichte, im Grunde aber lediglich der Anstoß für weitschweifige Entwicklungen und Verstrickungen, die weit über die Motive des Attentats hinausreichen.

    Was besonders beeindruckt, ist, wie James es erreicht, jedem Charakter seine eigene, authentische Stimme zu verleihen – eine große literarische Leistung. Dasselbe gilt auch für die Montage der Sequenzen und Kapitel: Sie erzählen ausschweifend und detailreich (und manchmal auch geschwätzig), lassen aber trotzdem Freiräume und Lücken offen, die man sich selbst erklären muss. James erzählt dabei viel über die Dialoge, die oftmals ausufern (und ihm neben der Gewalt auch schon einen Vergleich mit Quentin Tarantino eingebracht haben), und auch wenn man die Gespräche vermutlich etwas hätte kürzen können, fand ich, dass sie viel zur Atmosphäre des Romans und der Ausgestaltung der Charaktere beitragen (besonders in Erinnerung geblieben ist mir das letzte Gespräch von Gang-Don Josey Wales mit dem Auftragsmörder in der Zelle: selten habe ich ein so intensives, suggestives, manipulatives und spannendes Gespräch gelesen). 

    Nicht zuletzt ist der Roman für mich herausragend, weil er die politische Komponente der Geschichten nicht an den Rand stellt, sondern sie in jede Erzählstimme einfließen lässt und den Text so auch zu einem subtilen Kommentar über Imperialismus und seine Folgen für die zweckmissbrauchten Länder macht. 

    Alles in allem liegt hier ein Roman vor, der eigenwillig daherkommt und in seiner Breite und Tiefe durchaus als größenwahnsinnig bezeichnet werden kann. Meiner Meinung nach ist dies im vorliegenden Fall ein Gütesiegel, denn James versteht es meisterhaft, die Fäden seiner Geschichte in der Hand zu halten und sie am Ende zu einem stimmigen Gesamtwerk zu verweben. Wer auf epische Literatur mit Anspruch steht und dazu Geschichtsinteresse mitbringt, der wird hier voll bedient. 

  3. Cover des Buches Rock 'n' Roll - Mythen & Tragödien (ISBN: 9783868529838)
    Michele Primi

    Rock 'n' Roll - Mythen & Tragödien

    (1)
    Aktuelle Rezension von: MissStrawberry
    Dieses Buch zeigt die Geschichte von 63 Musikern und Musikerinnen, die zwischen 1938 und 2012 auf tragische oder mystische Weise ums Leben kamen. Darunter finden sich viele, die jeder kennt, aber auch mehr oder weniger in Vergessenheit geratene Menschen.

    Jede einzelne Lebens- bzw. Todesgeschichte ist auf erschreckende Art faszinierend. Natürlich können all diese Geschichten in einem einzigen Buch nur sehr gestrafft erzählt werden, doch bieten diese Informationen genug Stoff, um bei weiterem Interesse gezielt nach weiterführender Literatur zu sehen. Die Sammlung ist jedoch schon für sich allein bemerkenswert.

    Natürlich finden sich auch die Legenden des „Club 27“ in diesem Buch. Und ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass mir sehr oft eine Gänsehaut den Rücken hinuntergelaufen ist. Ja, Rockmusiker leben ein anderes Leben – aber es scheint auch ein sehr gefährliches zu sein. Nicht nur Drogen sind ein Indikator – die Seele scheint sehr oft zu zerbrechen.

    Die Erinnerungen an Winehouse und Huston sind noch frisch, aber auch die Todesfälle von Größen wie Buddy Holly, Janis Joplin, Bon Scott, Bob Marley, John Belushi, Marvin Gaye, Kurt Cobain, Michael Hutchense und vieler anderer zeigen die Tragödien der Rockmusiker auf.

    Das Buch ist interessant zu lesen und macht mich sehr nachdenklich. Auch wenn sich hier quasi Schlagzeile an Schlagzeile reiht – ich finde das nicht falsch. Denn so haben es diese Musiker auch gelebt und damit verdient. Tragödien sind es alle, und um viele ranken sich auch tatsächlich Legenden. Ob man daran glauben mag oder nicht – es liest sich sehr interessant.

    Die hochwertigen Fotos, die Gestaltung des Buches – alles ist sehr edel. Für die eigene Bücherwand ein besonderes Buch, aber auch als Geschenk für Musikfans mehr als geeignet.

    Ich bin sehr beeindruck von diesem Werk. Dafür gebe ich sehr gerne die vollen fünf Sterne.
  4. Cover des Buches Verboten gut! Serienrausch (ISBN: 9783426791394)
    Oliver Geissen

    Verboten gut! Serienrausch

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Linker_Mops
    Marylin Monroe, Elvis Presley, Kurt Cobain, John Lennon, Bob Marley und Amy Winehouse sind nicht tot, sondern leben gemeinsam auf einer einsamen Insel im Indischen Ozean. Eine witzige Idee für eine Story, halten sich doch Gerüchte über das Nichtableben dieser Stars hartnäckig in der Welt.

    Daher hatte Oliver Geissen eine witzige Idee für sein erstes Buch. Und schlecht schreiben kann er nicht. Das Buch liest sich durch einen schönen Sprachstil in einem weg. Aber insgesamt hat mich das Buch nicht vom Hocker gerissen. Es wird ein bißchen über das Inselleben erzählt, was die Bewohner*innen so machen und es gibt auch 2-3 heikle Situationen. Aber so eine richtige Aufregung ist nicht dabei. Es plätschert vor sich hin. Und das Finale, wo der Butler erzählt bekommt, dass er eine Tochter hat, ist auch eher rangeklatscht.

    Witzig fand ich aber die "Forrest-Gump-Stellen", wo bspw. die Bewohner*innen ein "Facebook" sich erfunden haben. Das hatte schon etwas besonderes.

    Mein Fazit: Wer etwas kurzweiliges für zwischendurch haben möchte, kann gerne zu diesem Buch greifen. Die große Weltliteratur ist es aber nicht.

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