Bücher mit dem Tag "bochum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bochum" gekennzeichnet haben.

107 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen (ISBN: 9783404175857)
    Petra Hülsmann

    Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen

     (453)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Karo hat es geschafft! Nach Jahren der Doppelbelastung aus Vollzeitjob und Studium hat sie ihren Bachelor in der Tasche und eine Trainee-Stelle in einer Unternehmensberatung in Hamburg, wo passenderweise in der WG ihrer besten Freundin ein Zimmer frei ist. Doch dann wird aus der Stelle bei der Unternehmensberatung aufgrund von illegalen Geschäften nichts und nach einigen Wochen der Arbeitslosigkeit findet sich Karo in der Geschäftsstelle des Fußball-Bundesligisten Eintracht Hamburg wieder. Dort soll sie nebenbei dem anderen Praktikanten in der Presseabteilung zuarbeiten und sich hauptsächlich um Patrick Weidinger, den Star der Mannschaft kümmern. Bei dem läuft es nämlich irgendwie nicht mehr rund und er hält sich lieber in Kneipen als auf dem Fußballplatz auf. Patrick (oder "Weidi" wie ihn Fußball-Deutschland nennt) ist alles andere als begeistert, dass er nun eine Aufpasserin hat und zwischen den beiden fliegen ordentlich die Fetzen. Doch was sich neckt, das liebt sich bekanntlich. Und schon bald stellt Karo fest, dass sie sich in Patrick verliebt hat. Gleichzeitig kann sie sich aber überhaupt nicht vorstellen, mit einem Promi zusammen zu sein und so nimmt das Chaos seinen Lauf.

    Der Roman ist sehr unterhaltsam geschrieben (so wie alle Bücher von Petra Hülsmann). Ich habe mit Karo, Patrick und den anderen Figuren gelacht und geweint und hätte das Buch am liebsten nie beendet. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren sind so schön beschrieben. Die Nebengeschichte mit Saskia und Nils fand ich so süß und von Pekka bin ich ein so großer Fan, dass ich hoffe, er möge mir nochmal in einem anderen Buch von Petra Hülsmann begegnen. Insgesamt eine klare Leseempfehlung!

  2. Cover des Buches Wenn der Postmann nicht mal klingelt (ISBN: 9783770015146)
    Lotte Minck

    Wenn der Postmann nicht mal klingelt

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Lorettas bisherige Abenteuer haben ihre Freundin Isolde zu einem Krimi-Drehbuch inspiriert. Die Hauptrolle soll an Theaterdiva Emily Eichberger gehen und Loretta soll sie coachen! Eigentlich schon aufregend genug, aber es wäre ja nicht Lorettas Leben, wenn nicht bald auch eine Leiche auftauchen würde und als dann auch noch Drohanrufe bei Emily dazukommen und Pakete mit seltsamem Inhalt auftauchen, ist Lorettas Spürnase mal wieder gefragt. 


    Ich habe ewig keinen Fall von Loretta Luchs gelesen. Irgendwie habe ich die Reihe nach den ersten drei Bänden aus den Augen verloren und schon fast vergessen, aber nach einem Tipp hab ich mich mal wieder auf die Suche begeben und mir den vierten Band der Reihe zu Gemüte geführt.

    Loretta und ihre Freunde vereinen ganz ganz viele Ruhrgebietsklischees und schaffen es dennoch authentisch und eben nicht zu übertrieben zu wirken. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, die Truppe mal wieder zu begleiten.
    Dabei fand ich den Fall jetzt nicht einmal sonderlich spektakulär, sondern leider sogar ziemlich vorhersehbar. Dazu kamen mir nicht nur einige Kleinigkeiten der Geschichte etwas konstruiert und übereilt vor, sondern auch die Auflösung empfand ich so. Sie kam für mich ziemlich plötzlich, ich hatte irgendwie noch ein oder zwei Kapitel erwartet, in denen Loretta die Puzzleteile zusammensetzt und obwohl mir längst klar war, wer am Ende verhaftet werden wird, war ich dann von der Art der Auflösung trotzdem enttäuscht.
    Dank der gleichzeitig lebensnahen und doch skurrilen Charaktere hab ich mich aber trotz allem gut unterhalten gefühlt und bin auch sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit Loretta und Emilys Bruder weitergehen wird.

    Fazit: Die schon längst liebgewonnenen Charaktere mildern hier die Schwächen des Falles für mich gut ab. Denn was den Fall angeht, ist es sicherlich nicht der stärkste Band der Reihe und zum Glück war es nur mein Wiedereinstieg in die Reihe und nicht mein allererster Band, sonst würde ich der Reihe wohl keine Chance mehr geben. So allerdings habe ich mir auch den nächsten Teil schon mal gesichert und hoffe so, dass ich Loretta und ihre Freunde jetzt nicht noch einmal für so lange Zeit aus den Augen verlieren werde. 2,5 Sterne, die ich wirklich nur aufgrund der treffenden Ruhrgebietscharaktere aufrunden werde.

  3. Cover des Buches Ostfriesenangst (ISBN: 9783596513055)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenangst

     (157)
    Aktuelle Rezension von: Kaddie

    Die Bücher kann man alle blind kaufen. Sind immer gut. Mag das Paar der Ermittler sehr gerne. 5 Sterne!

  4. Cover des Buches Venuswalzer (ISBN: 9783770020188)
    Lotte Minck

    Venuswalzer

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia
    Stellas Freund bittet Stella um Hilfe, eine Freundinwurde von einem Maler, der das Haus anstreicht, sexuell belästigt. Die IT-Spezialistin hat wütend seinen Tod gefordert. Leider ist der fiese Kerl danach vom Gerüst gestürzt. Ruby steht also unter Mordverdacht.
    Stella trifft natürlich bei dem ermittelnden Kommisar wieder auf Arno Tillikowski. Schon im ersten Band merkten die beiden eine gemeinsame Chemie, die aber aufgrund Arnos Abneigung gegen Astrologen nicht zu einem Treffen führte.
    Eigentlich gibt es in diesem Band auch wenig astrologische Aspekt, lediglich das Horoskop von Ruby besagt, dass sie zu einem Mord nicht fähig sei, aber das merkt Stella eigenlich auch so.
    Mit Unterstützung von Stellas Oma und ihrem Freund Otto versucht Stella die Angestellten der Malerfirma zu beobachten. Dabei erfahren sie, dass die Tochter des Chefs von Kevin schwanger ist. Das arme Mädchen hat der Macho total ausgenutzt, dabei geholfen hat ihm der Kollege Timmy.
    Zu Ende spitzt sich die Situation noch dramatisch zu, die Auflösung ist dann aber völlig logisch.
    Ein Krimi mit Humor, Lokalkollorit und Spannung.
  5. Cover des Buches Planetenpolka (ISBN: 9783770020171)
    Lotte Minck

    Planetenpolka

     (57)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen
    Kurzbeschreibung von Buch rücken
    Mord infolge einer Mars Pluto Konjunktion? "so ein mumpitz" denkt Kommissar Arno tillikowski. Irgendwie kann die hübsche astrologin Stella Albrecht ihn aber doch davon überzeugen, daß plötzliche Ableben der schwer reichen matriachin cäcllie von breidenbach zu untersuchen. Ihre Ermittlungensmetoden sind mitunter unorthodox, aber äußerst effektiv. Schnell kommen sie dahinter, dass cäcllie erben mehr als einen guten Grund hatten, ihre Tante aus den weg zu schaffen....

    Mein Fazit
    Ein toller krimi auf humorvolle Seite.... Lotte minck gelingt es jetzt mit ihrer anderen"ermittlerin "Stella Albrecht, einen zu unterhalten und einen kleinen schmutzer zu geben... Es wird viel über astrologie geschrieben... Was eigendlich nicht so mein Thema ist, vielleicht mal in den Zeitungen die Horoskope 😉 ich fand es aber nicht störend, weil es dann doch ein bisschen interessant wahr, in bißchen in die astrologie zu schnuppern... Der schreibst von Lotte minck ist verständlich und angenehm zu lesen... Das Buch cover des Buches ist gut ausgewählt, weil es in den Buch eine Rolle spielt... 
  6. Cover des Buches Ringelpietz mit Abmurksen (ISBN: 9783770021246)
    Lotte Minck

    Ringelpietz mit Abmurksen

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia

    In meinem Umfeld gibt es drei glücklich verheiratete Paare, die sich im Internet kennengelernt haben. Es scheint also durchaus möglich zu sein einen Partner in den Weiten des Internets zu finden. Ob Speeddating auch zum Erfolg führt, weiß ich nicht. Aber sich ist es eine Möglichkeit erste Kontakte z knüpfen. 

    Lorettas Freunde helfen ihr auf diese Art einen neuen Partner zu finden. Sie selbst findet sich zu alt, um in Diskos selbst auf die Suche zu gehen. Natürlich trifft sie im Café, in der das Speeddating stattfindet, auf besondere Typen. Allerdings auch auf eine Leiche. Kommissarin Küpper ist nicht verwundert Loretta dort zu treffen. Dank zweier netter alter Damen, kann Loretta Mappe mit Bildern der möglichen Tatverdächtigen anlegen.

    Chef Dennis ist hat immer mehr Interesse an Lorettas Ermittlungen und unterstützt sie wo er kann. Dazu verzichtet er sogar auf seine Glamouroutfits. 

    Diesmal geht es etwas ernster zu, wenn Loretta den Täter ermittelt, aber Frank darf doch noch "anderkawer" dabei sein. Wieder ein lesenswertes, spannendes Buch, das ich sehr empfehlen kann.

  7. Cover des Buches Ein Männlein liegt im Walde (ISBN: 9783770021277)
    Lotte Minck

    Ein Männlein liegt im Walde

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Kevin heißt das Männlein aus dem Buchtitel, ist Angies Lebensgefährte und Ernährer und liegt nun mausetot im Regen, erstochen! Neben ihm liegt noch jemand, Dennis, Besitzer eines Callcenters und mit Loretta Luchs verbandelt – bewusstlos! Kevin und Dennis also, Träger zweier vorurteilsbehafteter Vornamen. Nomen est Omen? Bei Kevin schon, so ist zu mutmaßen, während Dennis ein rundum netter und anständiger Kerl ist, der seine wilde Jugend erfolgreich hinter sich gelassen hat, wenn man mal absieht von seiner speziellen Art sich zu kleiden. Aber zu seinem Mungo Jerry Look steht er, seriös ist er in seinem Innern, flippig-abgefahren nach außen.

    Ganz und gar nicht seriös aber ist die bereits erwähnte, stinkfaule Angie, Mutter der genauso stinkfaulen Miriam, die, wie sie meint, vor der ganz großen Karriere als Influencerin steht, in seliger Unkenntnis der Tatsache, dass für eine solche ohne Fleiß kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und Miriam wiederum ist die Freundin, besser die von ihm so genannte 'Bitch' eines gewissen TocTocSeven, Möchtegern Gangsta-Rapper und erwiesenermaßen eine talentfreie Hohlbirne, wie Lorettas Freundin Diana ihn treffend einstuft. Kevin war der dauerbekifften, extrem arbeitsscheuen, selbsternannten Buddhistin Angie und ihrer nichtsnutzigen Tochter, die er zur Arbeit motivieren wollte, ein zunehmendes Ärgernis – und daher wurde ein perfider Plan geschmiedet, ihn über die Wupper zu wuchten, um mal frei im schlagfertigen Jargon zu bleiben, dessen sich die Geschichte befleißigt, was ihr sehr gut zu Gesicht steht. Ein Plan, der den arbeitsamen, gutmütigen Dennis involvierte, denn dem wurde Miriam als Tochter untergeschoben. Dennis und eben jene Angie, die auch damals schon ein egozentrischer Blutsauger war, der nichts anbrennen ließ, nämlich, hatten zu Hippiezeiten auf Ibiza eine Affäre, deren Resultat die Tagediebin Miriam ist. Sein soll! Angeblich!

    Dass Dennis, erstmal völlig erschlagen von der vermeintlichen Tatsache, Vater zu sein, nur Mittel zum Zweck ist, der darauf gerichtet ist, Kevin zu beseitigen, merkt er allerdings erst, als die durchtriebene Angie gemeinsam mit der hirnfreien Tochter bei der Polizei zu Protokoll gibt, dass Dennis versucht hätte, sie zurückzugewinnen und ihm daher Kevin im Weg gewesen wäre. Ein Motiv, das die ermittelnde Polizei, genauer gesagt Kommissarin Küpper ('die Kobra'), als schwerwiegend genug ansieht, um den freundlichen Callcenter-Chef, der doch in Wirklichkeit nur seine Loretta und seine puscheligen Zwergseidenhühnchen liebt, in Untersuchungshaft zu nehmen.

    Loretta ist am Boden zerstört, besinnt sich dann aber auf die beachtlichen detektivischen Qualitäten, über die sie verfügt, wie man im Laufe der Lektüre erfährt und von denen man sich auch selbst überzeugen kann. Und dann – wozu hat man denn Freunde, allzeit hilfsbereit, immer zur Stelle? Also mobilisiert sie Frank und Bärbel, Erwin und Doris – und ruft Okko aus dem hohen Norden, seines Zeichens versierter Anwalt und Ehemann ihrer besten Freundin Diana, herbei, um Dennis rechtlich zu vertreten und ihn so schnell wie möglich zu ihr zurückzubringen. Denn dass Dennis das Bauernopfer in einem dreist-bösartigen Komplott ist, ist sonnenklar! Jetzt gilt es, die garstige Angie und ihre Helfershelfer zu überführen, was nahezu aussichtslos erscheint, denn die Böse ist mit allen schmutzigen Wassern gewaschen....

    Turbulent geht es zu in diesem Roman, der die Bezeichnung 'Krimödie' völlig zu Recht trägt. Ungewöhnlich ist freilich, dass der Täter beziehungsweise die Tätergruppe von Anfang an bekannt ist! Wenn man nun allerdings meint, dass der Geschichte damit ein Gutteil an Spannung genommen wird, irrt man sich gewaltig! Selbst diejenigen unter den Krimifreunden, die sich gerne selbst an der Entlarvung des Übeltäters beteiligen und herumrätseln wollen, werden auf ihre Kosten kommen, freilich anders, als sie es gewohnt sind. Hier geht es nämlich nicht um das Auffinden des Drahtziehers einer kriminellen Angelegenheit sondern um dessen Überführung – und das ist so spannend wie im höchsten Maße amüsant geschrieben und lässt darüberhinaus einen Blick werfen auf die mühselige und unflexibel anmutende Polizeiarbeit, wie auf das vorgeschriebene Prozedere nach dem Fund einer Leiche und der Einlassung von Zeugen. Der gute Leumund des Beschuldigten hat, so lese ich erstaunt, keinen Aussagewert, es zählen nur Fakten, in unserer 'Krimödie' also die Tatsache, dass der ohnmächtige Dennis blutbeschmiert und mit einem Messer in der Hand neben dem toten Kevin gefunden wurde und die darauf folgende Aussage der beiden gewissenlosen Frauen. Und wenn die Beweislage hieb- und stichfest ist, gibt es für die Polizei keinen Grund, weiter zu ermitteln, anderen möglichen Spuren nachzugehen!

    Was also wäre aus Dennis geworden, wenn da nicht Loretta und die Freunde, allen voran der ehemalige Polizist Erwin, gewesen wären, denen ja gar nichts übrig bleibt, als auf eigene Faust den kotelettengeschmückten Hühnerliebhaber wieder zu einer reinen Weste und damit zur Freiheit zu verhelfen? Das tun sie mit Engagement, Schwung, Einfallsreichtum und lockeren Sprüchen, im feinsten Ruhrpottslang, sobald Karate-Frank seinen Mund aufmacht – und es ist aufs Höchste unterhaltsam zu lesen! Wortwitz pur! Und einfach herrliche Charaktere – von den sympathischen bis hin zu den Übelkrähen!

    Es verwundert mich und ist mir darüberhinaus ein Rätsel, warum mir die Bücher der Autorin Lotte Minck bislang noch nicht untergekommen sind, zumal, wie ich während der Lektüre herausgefunden habe, es schließlich bereits eine beachtliche Reihe von 'Krimödien' um Loretta Luchs (aka 'Hornbrillen-Girl', wie man dem Covertext entnehmen kann) gibt und in denen, so ist anzunehmen, auch Dennis, Diana, Erwin und die übrigen Freunde eine Rolle spielen. Aber dieses Versäumnis kann und wird behoben werden, denn es lohnt sich allemal, die Begegnung mit einer derart sympathischen, witzigen, schlagfertigen, herrlich normalen und das Herz auf dem rechten Fleck habenden Bande nicht eine einmalige sein zu lassen, sondern im Gegenteil die Bekanntschaft zu intensivieren!

  8. Cover des Buches Sonne, Mord und Sterne (ISBN: 9783770021260)
    Lotte Minck

    Sonne, Mord und Sterne

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Für mich war es wieder einmal so weit in die astrologische Welt von Stella Albrecht zu tauchen. Bereits zum dritten Mal durfte ich nun mit ihr einen Fall lösen, wobei es mich diesmal auf einen astrologischen Kongress verschlug, bei welchem die Sternchen des Astrologie-Himmels nicht nur ihr Können unter Beweis stellten, sondern sogar ausgezeichnet werden sollten. Dabei zeigte sich das im Reich der Tarotkarten, Geistheiler und Engelsbotschafter einiges im Argen lag. 


     


    Bevor es jedoch ins Buch ging, musste ich einfach wieder das wunderschöne Cover von Ommo Wille bestaunen. Egal ob hier oder bei Loretta Luchs, die Bilder fesseln mich jedes Mal, zumal sie voller liebevoller Details stecken. Als ich mich dann fürs Erste satt gesehen hatte, ging es auf in die Geschichte, welche mich gleich einmal mit einem gewaltigen Tusch überraschte. Hier zeigte sich nämlich was geschah, ohne dabei auch nur einen Hinweis zu geben, wer der Täter gewesen sein könnte. Meine Neugier war damit kaum noch zu zügeln. 



    Auf den Seiten danach durfte aber wieder die Unterhaltung einziehen. Der Kongress sorgte bei Stella und ihrer Oma für ordentlich Redebedarf. Neben den Angeboten der Messe wurden mir auch einige der anwesenden Persönlichkeiten vorgestellt. Diese waren alles andere als langweilig, sondern zeugten von außergewöhnlichen Charaktererscheinungen. Spätestens ab hier, sollte man allerdings starke Nerven haben, wenn man nicht unbedingt selbst an Geistheiler oder Personen glaubt, welche mit dem Jenseits kommunizieren können. Lotte Minck schaffte es nämlich, die Charaktere wirklich so zu beschreiben, das mich ihre felsenfeste Überzeugung z.B. von einem Engel begleitet zu werden, wirklich beeindruckte. 



    Die weitere Handlung war für mich schließlich einfach nur ein Fest. Neben spannenden Momenten und berührenden Augenblicken gab es auch die Abschnitte, in denen ich einfach mal herzlich lachen musste. Dieser Mix zog sich durch das gesamte Buch und verschaffte der Aufklärung des Mordes eine packende Handlung. Bis zum Ende wankte ich immer hin und her, wer es denn es jetzt gewesen sein könnte, nur um schließlich recht zu behalten. Das war aber überhaupt nicht schlimm, denn bis dahin erfuhr ich einfach zu viele interessante Sachen und erlebte die herrlich kuriosen Charaktere.



    Trotz allem sollte man das Buch wirklich Krimödie sehen. Wer an Engel oder Geister glaubt, sollte sich keinesfalls angegriffen fühlen. Lotte Minck möchte mit ihrem Buch eher aufzeigen, das es in diesem Gebiet viele schwarze Schafe gibt, welche sich an der Trauer oder der Suche nach Glück einiger Personen weiden und deren Hoffnung schamlos ausnutzen. Um so schöner ist jedoch das es auch andere Partei gibt, welche keine falschen Versprechungen machen, sondern eher im bisherigen Lebensverlauf Hinweise auf Probleme und Sorgen suchen. 


     

    Dieser Band der Reihe war wieder ein absolutes Highlight. Egal ob optisch oder inhaltlich, ich fühlte mich wohl und konnte neben neuen Erkenntnissen, auch noch ein wenig Lachen. Auch der Fall konnte sich sehen lassen, zumal er bewies, das manche Entscheidungen ein Leben lang Folgen haben können. Ansonsten kann ich nur noch sagen, das ich mich auf die folgenden Bände freue, denn aus der Welt der Astrologie gibt es bestimmt noch einiges zu erzählen.

  9. Cover des Buches Das Glück meines Bruders (ISBN: 9783406711817)
    Stefan Ferdinand Etgeton

    Das Glück meines Bruders

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Nachtschwärmer
    Das erste was einem auffällt, ist der Schreibstil. Während jedem Schreibanfänger erstmal eingetrichtert wird, dass er keine ellenlangen Sätze verwenden soll, tut der Autor hier genau das. Seine Sätze ziehen sich über diverse Zeilen, allerdings sind sie in einer einfachen Sprache verfasst so dass man sie leicht lesen kann. Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, würde an sich den Lesefluss jedoch nicht stören.

    Aber...

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Botho erzählt und dessen wirren Gedankengängen zu folgen ist schon eine echte Herausforderung. Anfangs schweift er oft von der Gegenwart in die Vergangenheit und gewährt dem Leser so einen Einblick in seine Kindheit. In diesem Abschnitt des Buches konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen, vor allem, da wir in etwa dasselbe Alter haben, und es kamen auch oft Erinnerungen an meine Kindheit hoch.

    Danach wurde es schwieriger. Arno macht seinem Bruder ein Geständnis, mit dem dieser nicht so recht klar kommt und das er zunächst verarbeiten muss. Das konnte ich noch nachvollziehen, aber danach wurde es zunehmend verwirrender. Bothos halbherzige Suche nach seiner Jugendliebe, die "voreheliche Panikattacke" von Arnos Verlobter, die ihre Auszeit ausgerechnet bei Botho verbringt (wieso eigentlich??) und ein Ausblick in Bothos Leben nach diesem Sommer.

    Während ich zu Beginn der Geschichte noch  mit dem Ich-Erzähler sympathisierte wurde er im Verlauf zunehmend nervig. Ständig betont er, wie egal ihm alles ist obwohl die Tatsache, dass er manches einfach nicht loslassen kann, verrät, dass ihm eben nicht alles egal ist. Er gibt sich stark und selbstbewusst, ist aber im Grunde verlorener als sein Bruder, und man möchte ihn einfach mal schütteln und ihn anbrüllen. Ihm sagen, dass er sein Leben leben soll statt ständig in der Vergangenheit festzuhängen und nur darüber nachzudenken was wäre, wenn...

    Am Ende des Buches saß ich ratlos da und fragte mich, was der Autor mir als Leser mit dieser Geschichte wohl sagen will. Ich habe keine Ahnung.
  10. Cover des Buches Jenseits von tot (ISBN: 9783894255916)
    Lucie Flebbe

    Jenseits von tot

     (30)
    Aktuelle Rezension von: gndu59

    Spannende Unterhaltung bietet der dritte und (leider) letzte Band der Serie um die Polizistin Eddie und Zombie, der lange die andere Seite vertreten hat. Die Story handelt vom Pflegenotstand, den dunklen Seiten der Immobilienindustrie, aber auch davon wie jemand wie Zombie dann doch immer wieder von der eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Der Schreibstil ist klasse: locker, pfiffig, temporeich, durch den Perspektivwechsel der Erzählfigur (mal aus Eddies, dann aus Zombies Sicht) abwechslungsreich. Und wie auch in den beiden vorangegangenen Bänden: die Darstellung der verschiedenen Protagonisten, einfach nur klasse! Keine Verallgemeinerungen, ein guter Blick für die Stärken, aber auch Macken einer Person, vielschichtig und bunt. Immer für eine Überraschung gut, wie Lucie Flebbe die Akteure auftreten und interagieren lässt. Schade, dass dieser Band der letzte ist!

  11. Cover des Buches Jenseits von schwarz (ISBN: 9783894255909)
    Lucie Flebbe

    Jenseits von schwarz

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Inasbuecherregal
    "Eddie schließt sich aus Versehen aus der Wohnung aus, wie immer im Streß. Aber ihre Nachbarin weiss zum Glück Rat, der Vater ihrer Tageskinder kann Eddie sicherlich helfen. Erleichtert stimmt Eddie zu, bereut aber schnell ihre Zustimmung, als sie sieht, wer ihr da zur Hilfe kommt..."

    Das Buch besteht wie der erste Teil aus zwei Erzählungen aus der Ich-Perspektive, einmal aus der Sicht von Zombie und aus der Sicht der Polizistin Eddie Beelitz. Die beiden haben sich im ersten Teil "Jenseits von Wut" während Ermittlungen zu einem Mordfall kennen gelernt.

    Nachdem Zombie mir im ersten Teil immer sehr suspekt war und Unbehagen auslöste, wurde er mir nun immer sympathischer. Da ihn der Tod seiner Schwester sehr mitnimmt, lässt er sich ziemlich gehen, man kann ihn fast schon depressiv nennen. Einzig seine Kinder geben ihm noch halt.
    Eddie ist wieder einmal im Streß, Kind und Job verlangen ihr immer noch einiges ab. Auch die Entwicklungen in ihrem privaten Umfeld stellen sie vor eine Herausforderung. Zudem benötigteine  junge Nachbarin mehr denn je die Unterstützung ihrer Freundinnen Eddie und Mütze.

    Wie gesagt, hat sich mein Eindruck von Zombie gewandelt. Und das, obwohl meist das Negative seine Gedanken beherrscht. Lucie Flebbe gelingt es auch hier wieder hervorragend, die Gefühlswelt der Protagonisten darzustellen. Ich nahm ihr alle Gefühle vorbehaltlos ab, da sie für mich vollkommen nachvollziehbar waren, eine logische Folge der vergangenen Ereignisse.

    Zombies Passagen  sind eher schwarz und dunkel, die von Eddie wirken trotz allem Ärger heller und freundlicher.  Obwohl die Protagonisten so unterschiedlich sind, sind sie sich dennoch recht ähnlich. Der Spagat zwischen den beiden Erzählsträngen gelingt der Autorin scheinbar mühelos.
    Der Spannungsbogen steigt von Kapitel zu Kapitel und wird kontinuierlich hoch gehalten ohne abzuflachen oder zu langweilen. Durch den Wechsel zwischen Zombie und Eddie gewinnt die Geschichte immer mehr an Fahrt, ich bin quasi durch die Kapitel geflogen.
    Das Ende lässt Raum für Spekulationen, und ich freue mich schon riesig auf den letzten Teil der Trilogie und auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
  12. Cover des Buches Jenseits von Wut (ISBN: 9783894255879)
    Lucie Flebbe

    Jenseits von Wut

     (36)
    Aktuelle Rezension von: brenda_wolf

    Inhalt:

    Ihr verhasster Job wird ihre neue Chance …
    Knall auf Fall steht Edith ›Eddie‹ Beelitz mit ihrer kleinen Tochter Lotti auf der Straße: Ehemann Philipp war eindeutig die falsche Wahl. Weil bei der Bochumer Polizei Personalnotstand herrscht, kann Eddie kurzfristig in ihren ungeliebten Beruf zurückkehren, und dass sogar in Teilzeit bei den Mordermittlern. Die haben gut zu tun: Vor dem Jobcenter liegt die Leiche der arbeitssuchenden Ronja Bleier – sie wurde brutal erschlagen. Eddie, die gehofft hatte, nur Schreibarbeiten übernehmen zu müssen, ist überfordert. Wie soll ausgerechnet sie dabei helfen, einen Mord aufzuklären?

    Meine Meinung:

    Zugegeben Lucie Flebbe war mir bisher als Krimi-Autorin kein Begriff. „Jenseits der Wut“ war also mein Einstieg in Frau Flebbes Krimiwelt. Und ich muss sagen: Daumen hoch!

    Eddie Beelitz ist in eine Ehe hineingeschlittert, die ihr und ihrem Selbstwertgefühl nicht guttut. Ihr Mann hat aus ihr eine Person gemacht, die sie nicht ist. Zum Glück hat sie dies endlich erkannt und geht nun ihren eigenen Weg. Klar, es wird schwer für sie, als Mutter einer kleinen Tochter. Sie steht von heute auf morgen mittellos da und muss in einen Job zurück, den sie nicht wirklich liebt. Aber ich finde, sie schlägt sich tapfer. Die Protagonistin gefällt mir, sie ist sympathisch. Und Eddie wird absolut nicht geschont. Ihr Job bei der Bochumer Polizei erfordert vollen Einsatz, so findet sie sich auch gleich mitten in die Ermittlungen im Fall der Toten, die vor der Arbeitsagentur aufgefunden wurde. Zum Glück besinnt sie sich auf ihre Stärken, auch wenn sie zwischendurch mal schwächelt. Verzeihlich, in ihrer Situation.

    Die Nachbarin Mütze empfand ich als charmante Chaotin. Sie ist sehr gut gezeichnet. Mit ihr würde ich gerne befreundet sein. Eine wirklich tolle Neben-Protagonistin. Eddies Mann erweist sich, wie vermutet, immer mehr als fieser Charakter. Und Adrian Adamkowitsch, Eddies Vorgesetzter, mit dem sie dummerweise in der Vergangenheit mal was hatte, verbessert ihre Situation nicht unbedingt.

    Die Erzählperspektive wechselt. Mal erfahren wir von Eddie, wie sich der Fall entwickelt, mal erzählt Zombie. Doch wer hinter Zombie steckt, ist zunächst ein Rätsel, der Leser wird auf die Folter gespannt, erst ganz zum Schluss, wird das Geheimnis gelüftet.

    Der Schreibstil ist leicht und kurzweilig zu lesen und kommt ohne Schnörkel aus. Die Spannung ist durchgängig vorhanden. Ich habe „Jenseits der Wut“ jede Sekunde genossen.

    Von mir eine klare Leseempfehlung.


  13. Cover des Buches 3 Zimmer, Küche, Mord (ISBN: 9783770020195)
    Lotte Minck

    3 Zimmer, Küche, Mord

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Thaleia

    Ich bin begeisterte Leserin der Bücher von Lotte Minck, denn ich mag die wirklich gelungene Mischung aus Kriminalfall und Humor, die sich in den Büchern über Loretta Luchs zusammen mit den unglaublich liebenswerten und individuellen Charakteren zu einem absoluten Lesevergnügen vereint.

    Das Buch kann ohne Kenntnis der vorherigen Bände gelesen werden, ich würde es aber nicht empfehlen, denn das ein oder andere versteht man nicht oder kann es nicht richtig einordnen. Aber die Bücher lesen sich so flüssig, da kommt man schnell bei diesem Teil an. 


    Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sind einfach genial. Super ausgearbeitet, sympathisch, dabei aber nicht glatt, sondern mit Ecken und Kanten. 


    Mir hat auch die Kriminalgeschichte wieder sehr gut gefallen und ich bin gespannt, wie lange Hornbrillen-Girl noch über Leichen stolpern wird. Als Leserin hoffe ich, sehr lange. 

  14. Cover des Buches JANINA TOT: Justizkrimi (ISBN: 9781983392177)
    Peter Märkert

    JANINA TOT: Justizkrimi

     (20)
    Aktuelle Rezension von: MeRei

    Janina tot ist ein Justizkrimi von Peter Märkert, der seine Erfahrungen in der Bewährungshilfe einfließen lässt und das Buch somit an Authentizität gewinnt.

    Janina steht gerne im Mittelpunkt, genießt die Aufmerksamkeit und intrigiert gerne zwischen ihrer Freundin Larissa und ihrem Freund Frederik. Zu beiden unterhält sie eine Beziehung.

    Doch dann wird Janina in den Ruhrwiesen tot aufgefunden. Sofort werden Frederik und Larissa verdächtigt.
    Frederik ist bereits einmal gewalttätig geworden und wird seitdem von der Bewährungshelferin Marie Marler betreut. Sie will nicht glauben, dass Frederik etwas mit Janina´s Tod zu tun hat. Aber liegt sie damit richtig? Hauptkommissar Christian Kramer sieht das anders.

    Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da man direkt mitten im Geschehen ist und es direkt interessant startet.
    Der Schreibstil ist einfach zu lesen und auch die Kapitel haben eine gute Länge.
    Die Protagonisten wurden sehr gut ausgearbeitet und auch die Gefühlslagen toll beschrieben. Auch die örtliche Beschreibung ist gut gelungen, so dass man sich als Leser ein gutes Bild machen kann.

    Peter Märkert hat es geschafft, die Spannung durchweg aufrecht zu erhalten und mich ans Buch zu fesseln. Die ein oder andere falsche Spur inbegriffen. 

    Allerdings hatte ich bereits vor Ende den/die Täter/in im Auge und somit war das Ende dann nicht mehr ganz so überraschend, wie ich es mir gewünscht hätte.

     Dennoch aber ein unterhaltsamer und spannender Krimi, der Einblicke in die Arbeit der Bewährungshilfe gibt, was ich sehr interessant fand. 

  15. Cover des Buches totgepflegt (ISBN: 9783770012602)
    Lotte Minck

    totgepflegt

     (57)
    Aktuelle Rezension von: markus1708
    Maggie Abendroth ist eine gescheiterte Existenz: die Drehbuchautorin hat eine Schreibblockade und verliert alles: Job, Wohnung, Geld.  Also kehrt sie Köln den Rücken und zieht nach Bochum zurück.  Ein Job bei einem Bestatter soll nicht nur die Miete finanzieren. Doch der hat Leichen im Keller. Und scheinbar sind nicht alle eines natürlichen Todes gestorben.  Matti,  der finnische Gehilfe des Bestatters,  findet Indizien die auf Mord hindeuten. Und dann gibt es da noch Sterbeversicherungen,  einen hungrigen Kater, gelbe Fuseln, einen wunderschönen Kommissar und jede Menge andere schräge Charaktere. 
    Wer wissen möchte wie das alles zusammenhängt sollte selbst lesen. Ich kann das Buch jedenfalls empfehlen. Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll,  dem Revierbürger wurde mal wieder kenntnisreich aufs Maul geschaut.
  16. Cover des Buches Hartmut und ich (ISBN: 9783596511600)
    Oliver Uschmann

    Hartmut und ich

     (266)
    Aktuelle Rezension von: AK87

    Im Buch wird aus der Ich-Perspektive das gemeinsame Leben in der Männer-WG von dem Autor mit Hartmut beschrieben.
    Gestartet wird mit der Gründung der WG, in einer Wohnung, in einem heruntergekommenen Haus, baufällig, dafür aber günstig und mit 120qm. Wir erfahren das Hartmut Student ist  und der Ich Protagonist Packer bei UPS. Im weiteren Verlauf wird der Leser im WG-Alltag mitgenommen, wobei es nie langweilig wird da der Weltverbesserer Hartmut immer wieder auf sehr eigenwillige und abtruse Ideen kommt.
    Um nicht zu viel vorweg zu nehmen gehe ich auf Hartmuts Ideen nicht weiter ein, nur so viel dem Autor ist einiges eingefallen.

    Ich finde das Buch ist gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen und wird nicht langweilig.
    Die Protagoonisten sind sehr eigen, aber dabei durchaus liebenswert und sehr lustig.

    Einfach mal ausprobieren.

  17. Cover des Buches abgemurkst (ISBN: 9783770012800)
    Minck

    abgemurkst

     (35)
    Aktuelle Rezension von: markus1708
    Maggie Abendroth, Fernseh Autorin mit Schreibblockade, hat es nicht leicht: die Renovierung ihrer Wohnung scheint ewig zu dauern, ihr bester Freund ist schwul und frisch verliebt, und die Haushaltskasse zeigt mal wieder Ebbe an. Da kommt das Angebot, mit "Oma Berti" in die Kur zu fahren. Doch kaum dort angekommen, beginnt eine Reihe von mysteriösen Todesfällen ihr Leben durcheinander zu bringen. Es fängt an mit einer abgehackten Hand. Doch wo ist die dazugehörige Leiche? Und wo ist die Verbindung zu allen weiteren Toten? Wer hat ein Motiv und die Skrupellosigkeit die Taten umzusetzen? Als dann auch noch ihr EX in eine bedrohliche Situation kommt, heißt es für Maggie: alte Vorurteile über Bord werfen und sich mit vollem körperlichen Einsatz ins Getümmel werfen.
    Wie schon im ersten Abendroth Band haben die beiden Krimi-Autorinnen dem Ruhrgebiet frech aufs Maul geschaut und liebevolle Marotten gekonnt überspitzt in Szene gesetzt. Mir persönlich hat der Band nicht soooooo gut gefallen wie der erste, er hat einige Längen und man benötigt ein bisschen Geduld um bis zum Ende durchzuhalten. Dafür ist das Finale rasant, spannend und sehr gut geschrieben. Macht in Summe bei mir drei von fünf Sternen.
  18. Cover des Buches Förster, mein Förster (ISBN: 9783462050622)
    Frank Goosen

    Förster, mein Förster

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 336 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer&Witsch (18. Februar 2016)

    ISBN-13: 978-3462048926

    Preis: 19,99 €

    auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich 


    Große Klasse!


    Inhalt:

    Förster, ein Schriftsteller in der Schaffenskrise kurz vor seinem 50. Geburtstag, lässt so manche Szene aus seinem Leben Revue passieren und sinniert über Gegenwart und Zukunft. Dabei wirft er auch immer wieder einen Blick auf seine alten Freunde Fränge und Brocki sowie seine Nachbarn Frau Strobel und Dreffke. Zusammen reisen sie schließlich an die Ostsee, wo sich jeder seiner Vergangenheit, seiner Gegenwart und seiner Zukunft stellen muss. 


    Meine Meinung:

    Frank Goosen versteht es, genau zu beobachten. Da braucht es keine großartige Handlung, um interessant zu sein. Goosen beschreibt das Leben, wie es nun mal alltäglich ist. 

    50 % klar machen, 50 % rar machen = 100 % echtes Leben! (S. 47)


    Dem einen fällt nichts ein, was er schreiben könnte, der andere will nicht mehr der sein, der er ist, und betrügt seine Frau mit einer viel Jüngeren. Eine ältere Dame ist dement, hat aber auch ihre lichten und sehr liebenswerten Momente. Der Autor bringt uns all diese Figuren sehr nahe, sie erwachen vor dem inneren Auge zum Leben und wirken, als würde man sie schon ewig kennen. 


    Es gibt viel Stoff zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln. Mit feinsinnigem Humor, Selbstironie und Sarkasmus konnte mich Frank Goosen wieder einmal komplett überzeugen.


    Vor allem Leser*innen, die etwa in Goosens Alter sind, werden dieses Buch genießen, da ihnen sicherlich vieles bekannt vorkommen wird, zumal auch öfter jahrzehntealte Musik und Filme bzw. Ereignisse erwähnt werden.


    ★★★★★


  19. Cover des Buches Trümmerland (ISBN: 9783746637884)
    Sabine Hofmann

    Trümmerland

     (14)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    „Trümmerland“ ist der Titel von Sabine Hofmanns Roman und genau dort spielt die Geschichte sich auch ab: in den Trümmern einer Stadt im Ruhrgebiet im Jahr 1946. Für mich war das Buch Nachkriegsgeschichte auf die unterhaltsame Art.

    Die Autorin schafft es, die Probleme der Menschen in den in Schutt und Asche gelegten Städten anschaulich und unterhaltsam in die Geschichte um die zwölfjährige Hella, ihre Mutter Martha und die bei ihnen einquartierte Edith zu verpacken. Hella wird Zeugin, als ein Mann in einem Bombenkrater auf dem ehemaligen Zechengelände stirbt. Sein Mantel hat es ihr angetan, er scheint warm und kuschelig zu sein – Vorkriegsware eben. Und der Mantel hat es in sich, wie ihre Mutter später feststellt, denn in seinem Futter sind Bezugsscheine für große Mengen Butter versteckt.

    Und plötzlich befinden sich die drei Frauen mitten in einer spannenden Geschichte um Schwarzmarktschiebereien, echte und gefälschte Dokumente, größere und kleinere Gauner und Gaunereien und der Leser findet sich in einem Krimi wieder, den ich so nicht erwartet hätte. Denn, nachdem das Buch anfangs eher harmlos und historisch daherkommt, nimmt es mehr und mehr Fahrt auf und wird packend spannend. Not, Hunger und der Kampf ums nackte Überleben bekommen Gesichter und Geschichten. Und auch die britische Besatzung, entnazifizierte Polizisten und solche mit „Persilschein“ haben ihren Platz in dem Roman.

    Alle Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet. Alle haben ihre spezielle Vergangenheit, die mal klar und deutlich, mal eher angedeutet beschrieben wird. Deutlich beschrieben wird auch das Leben in der Nachkriegszeit. Brennnessel- und Kohlrübensuppe, hauchdünn geschnittene Brotscheiben, Lebensmittelmarken, Tauschhandel und Schwarzmarkt kennen die meisten, wenn überhaupt, nur aus dem Geschichtsunterricht oder aus Erzählungen der (Ur)Großeltern. In diesem Buch wird alles lebendig und anschaulich geschildert.

    Sprachlich fand ich das Buch flott geschrieben und flüssig zu lesen. Als der Roman dann Fahrt und Spannung aufgenommen hatte, konnte ich ihn praktisch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist eine gelungene Mischung aus Roman und Krimi, gestrickt um tolle und in allen Stärken und Schwächen sehr gut beschriebene Charaktere in einer ebenso authentisch beschriebenen Umgebung. Das Szenario ist so enorm lebendig, man meint an manchen Stellen fast, den Schutt, die Ruinen und Trümmer sehen, den Staub fast riechen zu können. Schade, dass die wirkliche Spannung erst verhältnismäßig spät aufkommt, daher von mir vier Sterne. 

     

  20. Cover des Buches Sieben Richtige: Roman (ISBN: B087FWNX6W)
    Volker Jarck

    Sieben Richtige: Roman

     (6)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77

    Seit kurzem kann die kleine Greta Fahrrad fahren. Auf dem Weg von den Großeltern nach Hause geschieht das unfassbare. Ein Autorennen am Sommertag. Ein unbeteiligter Wagen wird von der Straße gedrängt und erfasst Greta mit ihrem Fahrrad, als sie brav an der Kreuzung stehen bleibt, um auf ihren Vater zu warten. Greta überlebt.

    Eigentlich wollte der Lehrer Victor ein Sabbat Jahr bei seinem Sohn in den USA verbringen, als ihn die E-Mail seiner Frau erreicht, in der steht, dass sie an Krebs erkrankt ist. Er beschließt zurückzukehren, auch wenn die Ehe nur noch auf dem Papier besteht.

    Eva Winter ist Schriftstellerin und zieht nach dem Tod ihrer Eltern von Bochum nach Köln. Dort findet sie im Stromkasten eine Zeichnung eines Mammuts. Und eines Tages trifft sie an einer Tankstelle in Köln Victor wieder, mit dem sie vor einigen Jahren etwas verband.

    Linda und Tom, beides ehemalige Schüler von Victor, trennen sich in ihrem Urlaub in Rom. Linda verliebt sich kurz darauf in einen Sänger einer Rockband und Tom erkennt, dass er seine Ex Lucia noch liebt. Lucias Bruder ist einer der Fahrer, die Gretas Unfall verschuldet haben. Und ihr Vater stirbt an einem Wespenstich, als er Eva Winters Möbel nach Köln fährt. Als Linda, Evas Vormieterin ihre restlichen Sachen abholt, beschließen die zwei Frauen ein Kinderbuch über ein Mammut zu schreiben. Linda zeichnet, Eva schreibt. Das Buch wird ein Erfolg.


    Meinung

    Der Roman „Sieben Richtige“ besteht aus einzelnen Episoden, die Handlung ist das Leben. Die Wege der Figuren kreuzen sich mal bewusst, mal unbewusst. Auf eine gewisse Weise sind alle miteinander verbunden. Die Charakter des Romans erlebt Einschnitte und Schicksalsschläge, sind meist dazu gezwungen auf das Leben reagieren, statt zu agieren. Die einzelnen Episoden sind miteinander verflochten, ein Erzählstrang greift in den nächsten. Von besondere Bedeutung für alle Geschichten ist das Überleben der kleinen Greta, die zu Beginn einen schweren Unfall erleidet. 

    Das Buch teilt sich in sechs Hauptkapiteln mit einer unterschiedlichen Anzahl von Unterkapiteln auf. In einer herrlichen, poetischen Sprache erzählt der Autor von den Erlebnisse seiner Figuren. Dabei fokussiert er sich auf die kleinen Dinge des Lebens, die am Ende doch die größten Veränderungen hervorbringen. Es sind die fast unsichtbaren, kleinen Details, welche der Autor in wundervoller Weise beschreibt.  

    In der Gegenwart beginnend, springen die Geschichten im Verlauf des Buchs weit in die Zukunft und dann wiederum in die Vergangenheit. Mich hat dieses Hin und Her der Zeiten oftmals aus meinen Lesefluss gebracht. Häufig musste ich wieder zurückblättern, um mir Zusammenhänge noch einmal vor Augen zu führen. Auch wenn der Schreibstil des Romans mich berührte, empfand ich die Handlungen häufig als ein großes Durcheinander. Die Idee des Romans habe ich verstanden, dennoch ist die Umsetzung für mich nur bedingt gelungen.

    Der Beginn des Buchs hat mir ausgesprochen gut gefallen, da ich solche Episoden Romane gerne lese. Jedoch wurden mir die Verbindungspunkte der Figuren im weiteren Verlauf des Romans zu konfus. Je größer die Zeitsprünge in die Zukunft wurden, desto unübersichtlicher wurden die jeweiligen Handlungsstränge. Der Roman startet in der Gegenwart und endet im Jahr 2050 (oder später?). Irgendwann habe ich die Überblick verloren und es war mir zu mühsam ständig zurückzublättern. 


    Fazit

    Der Sprachstil hat mich begeistert, jedoch gilt das nicht für die Erzählung an sich. Zu viele Wechsel sowohl in den Zeitebenen als auch bei den agierenden Figuren, sodass ich des Öfteren den Überblick beim Lesen verloren haben. 

  21. Cover des Buches Keiner hält Don Carlo auf (ISBN: 9783551316745)
    Oliver Scherz

    Keiner hält Don Carlo auf

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Almeri

    Don Carlo ist ein elfjähriger Junge. Papa ist ein Italiener und Mama eine Deutsche. Sie leben getrennt und der Carlo macht sich einfach allein auf den Weg zu seinem Papa nach Sizilien – Palermo. Auf diesem langen Weg von Bochum nach Italien ist er fast drei Tage mit Zug, Taxi und Fähre unterwegs. Er hat viele unterschiedliche Menschen getroffen und zum Schluß ist wirklich alles gut gegangen. Der Kinderbuchautor Oliver Scherz hat aus diesem Hörbuch, wieder ein Hörspiel mit musikalischer Einlage geschaffen. Wir haben mit Carlo gebangt und aber auch viel gelacht. Absolute Kaufempfehlug. Ein wahrer Hörgenuß!!!

  22. Cover des Buches Sechs silberne Saiten (ISBN: 9783453406223)
    Frank Goosen

    Sechs silberne Saiten

     (15)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    Holger ist frisch getrennt, hat ein schwieriges Verhältnis zu seinen Eltern und muss sich – weil er knapp bei Kasse ist – im Supermarkt als Weihnachtsmann verdingen. Nach Dienstschluss an Heilig Abend trifft er auf einen Weihnachtsmann-Kollegen, der eine seltsame Gitarre mit sechs silbern bespannten Saiten dabei hat und wunderbare Country-Songs singt. Und plötzlich scheint für Holger der öde, graue Heilig-Abend-Nachmittag doch noch ganz schön zu werden. „Sechs silberne Saiten“ ist eine wunderbare Weihnachtskurzgeschichte auf 91 Seiten. Goosen erzählt lässig, auf dem Boden geblieben, ganz ohne Kitsch und immer mit einem Augenzwinkern, trotzdem aber auch feinfühlig. Eine tolle, rührende Geschichte, die manchmal  zum brüllen komisch ist, aber auch zum nachdenken anregt und einfach das Herz erwärmt. Gelungen sind auch die farbigen Illustrationen von Peter Schössow.

  23. Cover des Buches Almuth spielt auswärts (ISBN: 9783492305631)
    Tanja Kokoska

    Almuth spielt auswärts

     (42)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Almuth ist Fußballfan, für den FC Barcelona schlägt ihr Herz und auch sonst kennt sie sich aus. Nur bei ihrem Mann Günther kann die Sechzigjährige nicht punkten. Trotzdem sind sie glücklich verheiratet. Und nun fährt Almuth mit ihren Freundinnen Paula und Lilo zum ersten Mal ohne Günther in Urlaub. Paula hat geerbt und lädt ihre Mädels ein in die Schweiz. Frauenurlaub in den Bergen, eigentlich ein guter Gedanke, doch so wohl fühlt Almuth sich zunächst nicht. Sie beschäftigt sich mit Schweizer Essenspezialitäten wie „Fotzelschnitten“ und denkt an Günther. Na, das kann ja ein Urlaub werden.


    Nachdem man sich erstmal ein paar Gedanken über die Fotzelschnitten gemacht hat und beruhigt herausgefunden hat, um was es sich ungefähr handelt, begibt man sich mit den drei Frauen auf eine unbeschwerte Urlaubsreise. Diese ist mit Pannen, Alkohol und einigen unerwarteten Erkenntnissen gespickt. Auch der obligatorische Streit, wenn Personen unterschiedlichster Couleur unterwegs sind, fehlt nicht. Und doch merken Paula, Almuth und Lilo wie dieser gemeinsame Urlaub etwas in ihnen auslöst, ihren Blickwinkel auf die Alltagswelt verändert. Sie werden nicht mehr ganz die selben sein, wenn sie wieder zu hause ankommen. Ob sie überhaupt so schnell wieder in ihren Alltag zurückkehren?


    Dass Allmuth mal mit ihren Fussballkenntnissen zum Zuge kommt, hätte sie nicht gedacht. Dass sich Paulas Leben so grundlegend ändern würde, hätte sie auch nicht gedacht. Und Lilo scheint langsam über den Tod ihres Mannes hinwegzukommen. Drei Freundinnen wie Pech und Schwefel. 


    Wie schön zu lesen, dass es auch mit Sechzig noch viel Neues zu entdecken geben kann, wenn man sich denn auf den Weg macht, es zu finden. In jungen Jahren kommen einem die Menschen eigentlich schon mit dreißig oder vierzig vor wie scheintot. Je älter man allerdings wird, desto mehr verschiebt sich diese Grenze nacht hinten und so erfreut der Gedanke, dass hinter jeder neuen Null ein Abenteuer stecken kann. Man gewinnt den Eindruck, dass Almuth das Abenteuer ihres Lebens neu entdeckt. Vielleicht etwas ängstlich, denn Veränderungen brauchen ein gewisses Maß an Mut, den man erstmal aufbringen muss. Doch schließlich gibt es eine neue Almuth, die sehr sympathisch und nicht überzogen wirkt.


    Eine heiter besinnliche Urlaubslektüre, die mehr zum Nachdenken anregt als man zunächst meint.

  24. Cover des Buches Hämatom (ISBN: 9783894253677)
    Lucie Flebbe

    Hämatom

     (47)
    Aktuelle Rezension von: cyranelli

    Ich hatte ein bisschen zeitlichen Abstand zum "13.Brief", dem ersten Teil der Serie um die jugendlich-leichtsinnige Ermittlerin Lila Ziegler, die immer nah am Abgrund balanciert, sei es im Hinblick auf Drogen, Männer oder andere "Peinlichkeiten". Auch in diesem Buch konnte ihrem erneuten Absturz fast live beiwohnen, stürzt doch das Mädel erneut in eine bodenlose Krise, die sie sogar in eine Klinik führt - als Patientin. Dort trifft sie auf Ungereimheiten, ein plötzlicher Todesfall erregt ihre Aufmerksamkeit - und Lila schafft es mal wieder, ihre detektivischen Fähigkeiten mit einer gehörigen Portion Unverfrorenheit, Spitzfindigkeit und Frechheit zu koppeln und den Fall zu lösen. Auch Danner taucht wieder auf, allerdings nur am Rande, allein deswegen bin ich gespannt auf den nächsten Teil der Reihe, den ich mir schon vorbestellt habe.

    Lucie Flebbe rüttelt noch an einem anderen Nerv und prangert die sklaventreibenden Reinigungsfirmen an, deren Arbeitskräfte für einen Hungerlohn und in einer nicht zu tolerierenden, da sehr kurzen,  Zeitspanne, Großobjekte auf Hochglanz bringen müssen. Diese Thematik ist zunehmend aktuell und sollte in unserem ach so sozialen Deutschland mal öfter unter die Lupe genommen werden.

     Lila darf ruhig so erfrischend frech bleiben. Allerdings bin ich gespannt darauf, ob sie in den nächsten Ausgaben ein bisschen gesettelter wird, schließlich wird sie ja auch älter.

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