Bücher mit dem Tag "bodensee"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bodensee" gekennzeichnet haben.

187 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426447932)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

     (3.744)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Als Magister Ruppertus, der Halbbruder des Grafen Konrad von Keilburg, um die Hand seiner Tochter Marie anhält, ist Matthis Schärer begeistert. Er ist zwar reich, aber immerhin war sein Großvater noch ein Leibeigener! Was weder Marie noch ihr Vater ahnen: Es geht Ruppert nicht um die schöne Marie, sondern um die Reichtümer ihres Vaters. Er organisiert einen Komplott und Marie wird halb tot geschlagen aus der Stadt Konstanz verbannt. Dort rettet ihr die Hübschlerin (wie Huren auch genannt wurden) Hiltrud das Leben und die beiden ziehen gemeinsam durch die Gegend. Auch Marie muss ihr Geld als Hübschlerin verdienen. Doch der Gedanke der Rache hält sie am Leben.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Insbesondere, weil nicht viel Zeit mit der Vorstellung der Figuren vergeht, sondern gleich ab Seite 1 Action geboten ist. Es ist manchmal grausam zu lesen, wie schnell aus einem geachteten Bürgersmädchen eine Schande werden kann, aber ich kann mir vorstellen, dass es im Mittelalter tatsächlich so gewesen sein könnte. Trotz der Dicke des Buchs zieht sich die Geschichte kein bisschen, sondern die Handlung bleibt spannend bis zum Schluss. 

    Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

  2. Cover des Buches Das Herz der Alraune (ISBN: 9783423260817)
    Cornelia Haller

    Das Herz der Alraune

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Yuria

    "Das Herz der Alraune" ist die Fortsetzung zum historischen Roman "Seelenfeuer" von der Autorin Cornelia Haller, kann aber auch einzeln gelesen werden. Nachdem mir "Seelenfeuer" sehr gut gefallen hat, hat mich der zweite Band leider enttäuscht. Der Handlungsstrang war mir zu gewollt und die Protagonisten waren absolut lernunfähig.

    Inhalt: Nachdem Luzia nur knapp dem Scheiterhaufen entkommen konnte, studiert sie Medizin an der Universität im französischen Montpellier. Da es Frauen nicht gestattet ist, auf der renommierten Universität zu studieren, muss Luzia sich als Mann verkleiden und erneut jeden Tag um ihr Leben fürchten. Als ihre Enttarnung droht, flieht sie zurück an den Bodensee. In Überlingen ergattert sie eine Anstellung im neu gegründeten Hospital. Dort trifft sie auf ihren ehemaligen Geliebten Johannes von der Wehr und gemeinsam versuchen sie, im ständigen Bewusstsein der Gefahr, die medizinischen Fortschritte in der Frauenheilkunde voranzutreiben.

    Cover und Design: Das broschierte Taschenbuch passt designtechnisch zwar überhaupt nicht zum ersten Band "Seelenfeuer" ist aber für die Art von Roman ansprechend und hübsch gestaltet. Da der erste Band offensichtlich von einem anderen Verlag herausgegeben wurde, ist dies aber sogar nachvollziehbar. Das Farbspiel von "Das Herz der Alraune" gefällt mir sehr gut und auch die Schriftart des Titels ist gut gewählt. Es ergibt ein ansprechendes Gesamtbild, das Lust auf die Geschichte macht.

    Meine Meinung: "Das Herz der Alraune" ist die Fortsetzung zu dem Hexenverfolgungs-Roman "Seelenfeuer". Leider ist es nur schlecht ersichtlich, dass es zu dem Roman eine Fortsetzung gibt, da diese in einem anderen Verlag erschienen ist. Nach ein bisschen Recherche bin ich aber auf "Das Herz der Alraune" gestoßen und musste dieses Buch auch sofort zur Hand nehmen, nachdem mir "Seelenfeuer" so gut gefallen hat. Leider muss ich sagen, dass ich mir das auch hätte sparen können, denn die Fortsetzung hat mich sehr enttäuscht und kann überhaupt nicht mit dem erschreckenden "Seelenfeuer" mithalten.
    Ich beginne mit dem Schreibstil. Dieser war im ersten Band mein einziger Kritikpunkt, da er mir zu einfach war. Dies hat sich in "Das Herz der Alraune" zwar gebessert und mir sind kaum Sichtwechsel-Hüpfer innerhalb eines Absatzes aufgefallen, der relativ "einfache" Schreibstil ist aber geblieben. Was auf jeden Fall positiv erwähnt werden muss, sind die detailreichen Beschreibungen der Bodensee-Umgebung. Diese sind sehr bildhaft und ich hatte keinerlei Probleme damit mir die Landschaften und Städte vorzustellen.

    Das Buch beginnt einige Jahre nach dem Ende von "Seelenfeuer" und hat einen spannenden Start. Als Mann verkleidet riskiert Luzia jeden Tag ihr Leben als Student an der renommierten Universität von Montpellier. Die Zeit an der Universität war spannend und auch sehr interessant, leider ging diese Zeit viel zu schnell vorbei und Luzia flieht in ihre Heimat zurück, wo sie zwar von etlichen Menschen wieder erkannt wird, aber anscheinend keine Folgen ihrer Hexen-Verurteilung und geheimnisvollen Flucht fürchten muss. Ihre große Liebe Johannes trifft sie dort wieder, nachdem sie ihm vor Jahren aufopfernd verlassen hat. Natürlich ist alles Leid vergeben und vergessen und Johannes schließt sie sofort wieder in die Arme.  Auch die beiden Medizinstudenten, die in Montpellier eine tragende Rolle in Luzias Leben gespielt haben, wurden von diesem Moment an von der Autorin einfach übersehen, als hätte es sie und die Gründe der Flucht von der Universität nie gegeben.

    Luzia ist eigentlich eine sympathische Protagonistin, die man ins Herz schließen kann. Sie ist liebenswürdig, klug und keine 08/15-Frau, jedoch ist sie unfähig aus ihrer Vergangenheit zu lernen und manchmal musste ich ehrlich am Überlebenswillen der jungen Frau zweifeln. Auch Johannes scheint viel von seinem Hausverstand verloren zu haben und die Handlung wurde auf der "Dummheit" der Charaktere aufgebaut. Die Story wirkte zu gewollt und vieles aus der Vergangenheit hat sich wiederholt. Das Ende war dann plötzlich völlig irrational und kam aus dem Nichts, was bei mir nicht für Überraschung sorgte, sondern an der Glaubwürdigkeit der Story zweifeln ließ. Die Autorin hatte ganz zum Ende einen guten Ansatz, den sie mit dem Prolog wieder zerstört hat. Nein, das war einfach gar nicht meins. Weder der Aufbau der Geschichte, noch das Ende haben mir zugesagt und wären nicht die interessanten und anschaulichen medizinischen Themen in die Handlung eingearbeitet worden, wäre das Buch für mich wohl ein totaler Reinfall geworden. Diese sind definitiv das Licht des Buches und ich habe mir etliches medizinisches Wissen des Mittelalters aneignen können, von dem ich noch nie gehört habe.

    Wer "Seelenfeuer" gelesen hat, der kann sich "Das Herz der Alraune" sparen. Da liegen Welten dazwischen und ich kann die Fortsetzung des Hexenverfolgungs-Romans leider nicht empfehlen. Zu gewollt, zu wenig Neues, die Charaktere handeln irrational und das Ende war katastrophal - eine schlichte Enttäuschung. Einzige Lichtblicke sind die medizinischen Seiten des Buches, die machen die Handlung aber leider auch nicht besser. Sehr schade ...

  3. Cover des Buches Mordshass (ISBN: 9783842521902)
    Ingrid Zellner

    Mordshass

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Janosh
    Was geschieht, wenn sich die jeweiligen Ermittler der beiden Autorinnen zufällig beim Auffinden einer Leiche in den frühen Morgenstunden begegnen? Schließen sie sich kollegial zusammen, um gemeinsam nach dem Mörder zu suchen und um den Fall schnellstmöglich aufzuklären?
    Weit gefehlt! Sie sind sich zunächst herzlich unsympathisch, was sich bei Simone Dorras Kommissar Malte Jacobsen von der Kripo Waiblingen sehr bald zu einer irrationalen Abneigung steigert, nachdem er sich in den Gedanken festgebissen hat, dass Ingrid Zellners Ermittler, der höfliche und äußerst empathische Surendra Sinha, Kriminalhauptkommissar mit indischen Wurzeln aus Friedrichshafen, den Mann, den er da bei einem morgendlichen Spaziergang am Ufer der Rems gefunden hat, umgebracht hat.
    Grund genug hätte er gewiss, denn bei dem Toten handelt es sich um einen gerade aus der Haft entlassenen brutalen Frauenschänder, der nicht nur seine Gefängnisstrafe eben jenem Sinha zu verdanken hat, sondern darüberhinaus wenige Stunden vorher die junge Inderin Vidya, die Frau, die Sinha liebte, vergewaltigt und kaltblütig ermordet hatte. Dass er sich damit an dem jungen Inder rächen wollte, ist nur allzu offensichtlich!
    Für Malte Jacobsen ist es eine logische Schlussfolgerung, dass Sinha seinerseits daraufhin kurzerhand das Gesetz in seine eigenen Hände genommen hat - eine Möglichkeit sich zu irren kommt ihm nicht in den Sinn, was ganz und gar untypisch ist für den normalerweise gelassenen und reflektierten Jacobsen, der auf seine Weise ebenso empathisch ist wie sein Konkurrent Sinha!
    Und ebenda liegt das Problem! Nicht als Kollegen betrachtet er den Kommissar aus Friedrichshafen, der derzeit wegen interner Ermittlungen gegen ihn beurlaubt ist und jetzt mit unerwünschten eigenen Nachforschungen beginnt, um sich von dem Mordverdacht reinzuwaschen, sondern als Gegner, als Konkurrenten um die Gunst von Jacobsens Kollegin Melanie Brendel, in die er seit Jahren verliebt ist. Blind vor völlig unbegründeter Eifersucht versteigt er sich in seine schon sehr rasch nicht mehr haltbare Theorie, sein Zorn wächst und, nicht mehr Herr seiner Emotionen, greift er sowohl Sinha als auch Melanie auf eine so unangemessene und beleidigende Weise an, dass mehr als nur ein wenig Porzellan zerschlagen wird! Und ob das jemals zu kitten sein wird?
    Bald schon von Schuld- und Reuegefühlen und unbändiger Scham geradezu zermürbt, hat Jacobsen jedoch noch diesen verflixten Fall zu lösen, in dem er einfach nicht voranzukommen scheint. Seine Ermittlungen gestalten sich zäh, denn gar viele Frauen hätten Grund genug gehabt, ihren einstigen Peiniger, der durch seine Untaten ihr Leben nachhaltig beeinflusst oder gar zerstört hat, was dieser Roman dem Leser eindringlich vor Augen führt, ins Jenseits zu verhelfen.
    Anfängliche Spuren führen jedoch ins Nichts - bis Jacobsen schließlich, mit unerwarteter Hilfe von Seiten Melanies und des verhassten Sinhas, der dank Freund Zufall gleich zweimal zur rechten Zeit am rechten Ort ist, direkt auf die Lösung, die so überraschend wie logisch ist, gestoßen wird....
    Wie alle Romane und Krimis des Autorinnenduos, ob gemeinsam oder unabhängig voneinander geschrieben, muss man auch den "Remstalkrimi" als eher ungewöhnlich, keineswegs, und wohltuenderweise, dem Mainstream entsprechend bezeichnen. In ihren Romanen stimmt einfach alles - jeweils hervorragend ausgearbeitete und logisch nachvollziehbare und gleichzeitig emotional berührende Handlungen, keine das Lesen erschwerende Gedankensprünge, keine eingestreuten kryptischen Andeutungen, auf die es nie eine Antwort gibt.
    Dazu noch bedienen sie sich einer sehr geschmeidigen, gewandten, wunderbar ausformulierten Sprache, die so angenehm zu lesen ist, dass sie jedem Leser über die Handlung hinaus zusätzlichen Genuss bereiten muss, und mit deren Hilfe sie Stimmungen einfangen und eine der Handlung angemessene Atmosphäre zu erzeugen wissen.
    Worin Simone Dorra und Ingrid Zellner aber wahre Meisterinnen sind, ist die Erschaffung vielschichtiger, tiefgründiger, immer anrührender, nie indifferent lassender Charaktere!
    Und "Mordshass" lebt in der Tat von seinen Protagonisten, ohne dass der Leser dabei das Gefühl hat, dass die Kriminalhandlung zu kurz käme, wiewohl sie nicht im Vordergrund steht. Vortrefflich gelingt es den Autorinnen, sie dem Leser so nahe zu bringen, dass man unwillkürlich und wie selbstverständlich das Gefühl bekommt, sie nicht nur schon lange zu kennen, sondern ihnen direkt gegenüberzustehen. Sie sind vorallem eines: äußerst menschlich! Sie zeigen Schwächen und Stärken, reagieren mal rational, mal komplett irrational, wie wir alle eben! Dabei aber haben sie ungeahnte Tiefe und Format, sind komplex und dadurch spannend und interessant.
    Weit davon entfernt bloße Schattengestalten zu sein, die man nach dem Lesen rasch wieder vergisst, sind Ingrid Zellners und Simone Dorras Charaktere einprägsam und unvergesslich, so dass man sich unbedingt  ein Wiedersehen mit ihnen erhofft....
  4. Cover des Buches Mord bei den Festspielen (ISBN: 9783839225837)
    Sibylle Luise Binder

    Mord bei den Festspielen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: dreamlady66

    (Inhalt, übernommen)
    Bei den Festspielen in Bregenz am Bodensee wird Verdis „Don Carlos“ geprobt. Im Mittelpunkt steht Mario Miercoledi, der zum Bariton mutierte Ex-Supertenor. Doch so sehr ihn seine Fans verehren, so verhasst ist er bei den Kollegen. Darum wundert es auch niemanden, als er umgebracht wird. Doch wer war es? Alle scheinen verdächtig und die Polizei tappt im Dunkeln. Doch Regieassistentin Victoria Benning kennt ihre Szene und ist neugierig genug, um die Nase in diese Angelegenheit zu stecken. 

    Zur Autorin:
    Sibylle Luise Binder, Anfang 50 und in Stuttgart zuhause, ist seit einem Vierteljahrhundert als Journalistin und Autorin tätig.
    Neben einer ganzen Reihe von Sachbüchern über Pferde und Reiten hat sie Mädchenbücher und Krimis geschrieben. Tiere faszinieren sie schon seit ihrer Kindheit – und daher hat die Reiterin und Züchterin von Warmblutpferden neben Hunde- und Katzen- auch Zirkuserfahrung.
    Wenn sie nicht mit Tieren befasst ist, beschäftigt sie sich gerne und ausführlich mit Oper und Geschichte. 

    Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit:
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar.
    Als Leser bekommt man die wunderbare Umgebung des Bodensees hautnah vermittelt, dort urlaube ich mindestens auch 1x jährlich.
    Der Tatort ist natürlich Bregenz.
    Die Protagonisten wirken authentisch.
    Die Handlung selbst ist spannend, hier fliesst viel Detailwissen mit ein.
    Die interessanten Wendungen veranlassen teilweise auch zum Miträtseln...

    Summasummarum ein spannender, aber auch unterhaltsamer Bodensee-Krimi, der mit gut gefallen hat.

    Ich vergebe hierfür gerne eine Leseempfehlung mit 5*!








  5. Cover des Buches Lieblingsmomente (ISBN: 9783492304467)
    Adriana Popescu

    Lieblingsmomente

     (599)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Yuki

    Layla ist glücklich mit Oliver zusammen und jeder beneidet sie um ihre perfekte Beziehung, den perfekten Freund. Er arbeitet viel und ist selten bei ihr Zuhause. Sie ist eine Fotografin, die ihren Schwerpunkt auf Konzertfotografie gelegt hat, da ihr das ein kleines, aber sicheres Einkommen bietet. Alles in ihrem Leben ist sicher, genauso sicher wie das sie ihre wahren Träume mit ins Grab nehmen wird, da Oliver kein Interesse daran zu haben scheint, sie dabei zu unterstützen, diese zu verwirklichen. Eines nachts, Layla ist wieder beruflich als Fotografin unterwegs auf einem Event, fällt ihr ein junger Mann in der Mitte der Menschenmenge auf. Sie schießt ein Foto von ihm kurz bevor er verletzt wird. Als Layla kurz darauf auf ihn trifft und seine Wunden versorgt, kommen die beiden ins Gespräch und so beginnt sich eine zaghafte Geschichte zwischen den Beiden zu entspinnen, die Layla eines klarmacht - Oliver ist nicht der richtige Mann für sie und sie möchte ihre Träume nicht mit ins Grab nehmen. Und während Tristan ihr zeigt, wie sich wahre Lieblingsmomente anfühlen, die unter allen anderen Momenten im Leben herausstechen und sich unwiderruflich ins Gedächtnis brennen, scheitert sie immer wieder an sich selbst und bringt es nicht fertig, für sich selbst einzustehen, bis es fast zu spät ist. Aber ohnehin ist sie in einer festen Beziehung mit Oliver und Tristan hat Helen - oder nicht?


    Adriana Popescu nimmt sich wirklich Zeit die Geschichte von Layla und Tristan zu erzählen. In einem ruhigen Tempo und mit viel Liebe zu ihren Protagonisten erzählt sie detailreich von Layla und Tristan. Von Laylas Gefühlen, von ihren Zweifeln, von Tristan und wie er ihr hilft, sich an ihre Träume zu erinnern, daran was sie eigentlich braucht. Die Autorin erzählt so deutlich und gefühlvoll die Geschichte der Beiden, das man zwischen den Zeilen alles fühlt, was auch Layla fühlt. Man klopft sich selbst ab auf seine Träume, ob man selbst alles erledigt hat, was man erleben wollte oder ob da noch etwas ist. Und wenn da noch etwas ist, ist man nach diesem Buch, nach diesen eindringlichen Gesprächen zwischen Layla und Tristan selbst inspiriert, sich endlich wieder ein paar Lieblingsmomente zu gönnen. Die Geschichte regt wirklich zum Nachdenken an, lädt zum Fühlen, zum Lieben ein. Lieblingsmomente ist ein potentielles Lieblingsbuch mit viel Tiefe und Protagonisten, die man nicht mehr loslassen mag. Auch der Mini-Stadtführer am Ende des Buches war ein toller Bonus. Man bekommt richtig Lust, selbst nach Stuttgart zu reisen und die Stadt persönlich kennenzulernen. 

  6. Cover des Buches Seekoller (ISBN: 9783752804515)
    Christiane Kördel

    Seekoller

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bücherfüllhorn-Blog

    Der Anfang war etwas langatmig und mit vielen Einzelheiten. Eigentlich mag ich diese Details, machen sie doch die Umgebung sehr authentisch. Das war auch hier der Fall, aber manchmal halt ein wenig zu viel. Ab Seite 100 ungefähr, als Ines nach Miami fliegt, wird die Geschichte deutlich interessanter.

     

    Ines war in Miami in Höchstform. Sowohl der chaotische Anteil als auch der detektivische Spürsinn sind für die Leser sehr unterhaltsam. Obwohl mir der „Seekoller“ und allein ihre Neugierde nicht ganz als Erklärung für mal kurz ein paar Tage nach Miami zu fliegen, ausreichte. Der arme Dr. Frieder muss dies einfach so hinnehmen. Überhaupt ist Dr. Frieder ist mit seinem norddeutschen Dialekt und reduzierter Ausdrucksweise fast schon eine Kultfigur.

     

    Allerdings, ich weiß nicht warum, aber ich fand die Gespräche von Ines mit ihrem Bauch (!) nicht wirklich witzig. Dann lese ich doch lieber über ihre OBE (Out of body experience).

     

    Dennoch habe ich die Geschichte gerne gelesen und habe mir jetzt eben den ersten Band gekauft, den ich noch nicht kannte. Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie Ines Dr. Frieder kennenlernt …

     

    Alles in allem: „Seekoller“ lässt sich flüssig lesen, kommt für mich aber nicht an den zweiten Band heran. Es ist am Anfang ein wenig langatmig, auch wenn Ines in Miami endlich wieder in Höchstform war.

     

    Sterne: Ich vergebe drei von fünf Sternen, weil Ines sich hier am Anfang und auch am Schluss einfach zu viel in ihren Gedankengängen verirrt hat, die leider weder witzig noch von Bedeutung waren. Der Teil in Miami hingegen war spannender, obwohl Ines manchmal doch recht platt ihrer Neugierde nachkommt, in dem sie sehr unsensibel Zeugen befragt, praktisch mit der Tür ins Haus fällt. Das was Ines ausmacht, Chaos, Skurrilität und ihr verpeiltes Wesen ging dieses mal ein klein wenig unter. Ich fand ihre Coolness manchmal ein wenig aufgesetzt, aber das wird bestimmt wieder besser werden. Gerne habe ich sie mit Stephanie Plum verglichen, und deswegen würde ich mich freuen, wenn Ines vielleicht in Folgebänden noch ein paar obskure Charaktere a la Grandma Mazur oder Lula dazu bekommt. Dr. Frieder kann ja der ruhende Pol in ihrem Leben bleiben.

  7. Cover des Buches Winterzauber - Eine Liebe am See (ISBN: 9783426520475)
    Zora Gienger

    Winterzauber - Eine Liebe am See

     (15)
    Aktuelle Rezension von: bine174
    Leider hat dieses Buch nicht ganz meinen Geschmack getroffen.

    Die Geschichte wird aus Kathies Sicht in Ich-Form erzählt, womit man sich als Leser auch in ihre Gedanken einfühlen kann. Sie führt ein kleines Café, und die Beschreibungen des Lokals und auch der Ortschaft und des Sees, gemeinsam mit der Schilderung des eher nebligen Wettercharakters, der dann in Schnee übergeht, haben mir wirklich sehr gut gefallen. Es war romantisch, es hat Lust darauf gemacht, dieses Café zu besuchen und dort eine Tasse Kaffee zu trinken und dazu ein Stück Kuchen zu essen.

    Auch die Charaktere an sich sind gut ausgearbeitet, sie sind inklusive der Nebencharaktere gut beschrieben. Die Handlung ist nachvollziehbar, auch wenn es da und dort kleine Längen gab, also war das alles in allem ein Buch, das perfekt dazu geeignet ist, sich damit auf die Couch zu kuscheln, mit einer Tasse Tee neben sich, und sich reinzulesen.

    Leider bin ich allerdings mit dem Schreibstil nicht ganz klar gekommen. Die Sprache ist vor allem in der direkten Rede eher schwülstig, mit Formulierungen, die im täglichen Redegebrauch nicht wirklich verwendet werden. Es werden oft Gedanken von Kathie oder anderen oder Situationen geschildert, die dann im Gespräch nochmals ausgeführt werden, auch im Gespräch selbst wiederholen sich immer wieder Inhalte.

    Wenn bestimmte Situationen nur geschildert werden, fiel das nicht so stark auf, sondern das Negative (für mich) lag hauptsächlich in der direkten Rede. Somit konnte ich mich leider dann auch nicht ganz in Kathie hineinversetzen, sie hat mein Herz nicht erreicht.

    Die Geschichte an sich ist wie gesagt wirklich nett, ein perfektes Buch für kuschelige Lesestunden, aber an den Formulierungen müsste noch gearbeitet werden.

    Daher kann ich für dieses Buch leider nur gutgemeinte 3,5 Sterne vergeben.
  8. Cover des Buches Seezeichen 13 (ISBN: 9783739247045)
    Christiane Kördel

    Seezeichen 13

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ines Fox stolpert über ein Paar blutige High Heels und damit beginnt die turbulente Krimikomödie im schönen Konstanz am Bodensee.

    Ines ist „geistig verfressen“ (Zitat) und kann es nicht lassen dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Aber sie legt sich mit einem gefährlichen Gegner an und bringt sich und andere nicht nur einmal in Gefahr.

    Ich bin im Rahmen einer Leserunde mit dem vierten Teil (Seefimmel) dieser Reihe angefangen und habe dann erst dieses erste Buch gelesen. Ja, jetzt ist mir so einiges klarer. Ich empfehle unbedingt mit diesem Buch anzufangen.

    Ines ist notorisch neugierig (eben geistig verfressen – ich liebe diese Wortschöpfung) und lebt in einer mit Umzugskartons bestücken Wohnung (weil sie einfach nicht zum Auspacken kommt). Anderseits führt sie ein kleines Unternehmen und steht ihre Frau. Eine rundum sympathische Person, die Hunde und Menschen liebt. Was fehlt? Genau, ein Liebster! Den lernt sie in Person von Dr. Frieder kennen. Ein Norddeutscher mit Hund und drögen Humor. Passt und macht beim Lesen einfach Spaß.

    Ich bin von der Handlung und vor allem den Personen rundum begeistert. Christiane Kördel hat mit dieser Krimikomödie bei mir Lachanfälle ausgelöst. Neben der Spannung ist die Situationskomik das Highlight dieses Buches.

    Ich bin schon neugierig welche Wortschöpfung mich im zweiten Teil „Seeblick kostet extra“ erwartet.


  9. Cover des Buches Flucht durch Schwaben (ISBN: 9783839200261)
    Rafael Wagner

    Flucht durch Schwaben

     (19)
    Aktuelle Rezension von: SunshineBaby5

    Dieser historische Roman spielt im Jahr 926, in dem die Ungarnangriffe stattfanden. Gut recherchiert und detailgetreu wiedergegeben, schildert der Autor die Ereignisse innerhalb einer persönlichen Geschichte von Marcus und Anna. Individuelle Erlebnisse, Gedanken, Gefühle, das Miteinander, sowie die Lebensumstände werden so teil der Geschichte und bringen viele Einblicke der damaligen Lebenswirklichkeit mit in die Geschichte. Der Schreibstil war flüssig, gut zu lesen und verständlich. Hat mir gut gefallen.

  10. Cover des Buches Der alte König in seinem Exil (ISBN: 9783423148085)
    Arno Geiger

    Der alte König in seinem Exil

     (361)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Arno Geiger, einer der zeitgenössischen Autoren, die ich mit am meisten schätze, schreibt fast immer aus persönlichem Hintergrund. „Der alte König in seinem Exil“ ist so ein typischer Geiger, schon ein älterer aus dem Jahre 2011. Ich las bisher von Geiger „Unter der Drachenwand“, das ist wahrscheinlich sein Bestes, „Es geht uns gut“ und „Das glückliche Geheimnis“. Fehlt noch irgendwas mit einer Sally. (Alles über Sally) und einem Nilpferd (Selbstporträt mit Flusspferd). Ich weiß nicht, ob ich Arno Geiger mögen würde, denn er schont sich nicht, wenn er (über sich) schreibt.

    „Der alte König in seinem Exil“ ist ein autobiografischer Roman und schildert eine intensive Zeit Arno Geigers mit seinem Vater, der dement wurde. Die Familie merkt lange Zeit nicht, was los ist, als sie es merkt, ist sie erleichtert, weil sie eine Erklärung hat für das seltsame Verhalten des Herrn Vater.

    Der Kommentar:
    Ich mag einerseits die Heimatverbundenheit des Autors, dann wieder seine Weltoffenheit. Ich mag es, wie er zulässt, dass ihm die Dinge unter die Haut gehen. Ich mag seine Ehrlichkeit, mit der er auch ungeschönt nicht so Vorteilhaftes von sich preis gibt, ich mag, wie er zu seine Familie steht und dass er nicht versucht, sich als einen perfekten Menschen darzustellen. Und ich mag den Humor und den Respekt, mit der Arno Geiger seinen Vater beschreibt.
    Demenz ist eine furchtbare Diagnose. Aber wenn man den Erkrankten Respekt entgegenbringt, und akzeptiert, dass einem als Angehöriger eine Zeit bevorsteht, die einem viel abverlangt, ist das Leben immer noch schön. Davon handelt der kleine Roman, der schon durch seinen Titel besticht.

    Fazit: Lesenswert.

    Kategorie: Autobiografischer Roman. (Mit ein) Lieblingsautor.
    Verlag: Hanser, 2011

  11. Cover des Buches Das Wasser so kalt (ISBN: 9783897054349)
    Anja Jonuleit

    Das Wasser so kalt

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Tagor
    Scheinbar zufällig hingeworfene Personen, die erst einmal nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, verweben sich zu einem stimmungsvollen, am Bodensee spielenden Kriminalroman. Die Stimmungen am See kann auch der "ortsunkundige" Leser nachvollziehen. Nachvollziehbare Handlungen und lebendige Charaktere. Sehr spannend.
  12. Cover des Buches Das Vermächtnis des Hypnotiseurs (ISBN: 9783945664018)
    Marianne Kaindl

    Das Vermächtnis des Hypnotiseurs

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zum Buch: „Das Vermächtnis des Hypnotiseurs: Der zweite Coco Katzenkrimi“ von Marianne Kaindl ist ein Krimi, der am 09.11.2015 im ABB-Verlag erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/Das-Vermächtnis-Hypnotiseurs-zweite-Coco-KatzenKrimi/dp/3945664012 


    Klappentext: Ein beschwingter Venezianischer Maskenball in Überlingen am Bodensee. Die Gastgeberin ist ganz offensichtlich verliebt, aber nicht in ihren Mann, sondern in den faszinierenden Pascale di Montenegro. Doch dann – um Punkt Mitternacht stürzt sie sich in die Tiefe und ist sofort tot. 

    Hauptkommissar Silkowski soll eigentlich nur einen Bericht über den Selbstmord dieser Suzanna-Kirstin von Hohenstein schreiben. Aber war es nicht vielleicht doch Mord? Möglicherweise sogar unter Einsatz von Hypnose? Da Katzen die geborenen Hypnotiseure sind, wie jeder weiß, der schon einmal mit einer Katze zusammenlebte, holt er sich Ermittler-Katze Coco und ihr Team als Spezialisten ins Boot. 

    Das „Vermächtnis des Hypnotiseurs“ Xaver Ummendorf, eines Schülers des berühmten Franz Anton Mesmer, gibt den samtpfotigen Detektiven ebenso Rätsel auf wie der Drohbriefschreiber Richard Roemer-Ummendorf, der absolut keine Spuren hinterlässt. Undurchsichtig ist auch die Tochter der Toten, Anita von Hohenstein, die mit dem ererbten Geld ihre Hollywood-Karriere starten möchte. Coco und ihre Mitkatzen lösen nicht nur den Mordfall, sondern kommen darüber hinaus auch einem uralten Geheimnis auf die Spur, dem Geheimnis der Hypnose.


    Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der Ich-Formverfasst und in 14 Kapitel unterteilt.


    Zum Autor: Marianne Kaindl lebt mit ihren Katzen am Bodensee, in einem 150 Jahre alten Haus mit schweren Fachwerk-Balken in der Nähe von Meersburg. 

    Ihre Begeisterung für die Samtpfoten nahm ihren Anfang, als 1995 eine streunende Dorfkatze ihr zwei ihrer Babys brachte. Die Kleinen fragten nicht lang, sondern nahmen einfach ihr Haus und ihr Herz in Besitz. 


    Marianne Kaindl studierte Germanistik, Philosophie und Buchwesen und ergänzte dies durch eine profunde Ausbildung zur Multimedia-Autorin und -Projektleiterin. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten in Zeitschriften, außerdem zwei Bücher als Ghostwriterin. "Sechs Katzen und ein Todesfall" war 2014 ihr erster Katzen-Krimi. Ebenso wie der zweite, "Das Vermächtnis des Hypnotiseurs" (2015), wurde er von der Katzen-Zeitschrift "Geliebte Katze" zum Extra-Tipp des Monats gekürt. Beim dritten nahm sie ihre Leser mit in ihre Autorenwerkstatt und band sie interaktiv in ihr Schreiben ein: Über die Plattform fortschrift.net konnten sie am Entstehungsprozess teilhaben und diesen in gewissem Umfang auch mit beeinflussen. 


    Seit sie mit sieben Jahren ihr erstes Buch verfasste und mit Illustrationen verzierte, hat das Schreiben und Gestalten Marianne Kaindl nicht mehr losgelassen. 1991 machte sie es zu ihrem Hauptberuf und ergänzte es durchs Fotografieren, Designen und die Erstellung von elektronischen Medien (angestellt beim Weltmarktführer Siemens). Seit 2001 ist sie selbstständig mit ihrer eigenen Werbeagentur See-Marketing und nutzt erfolgreich die Methode Storytelling, um die Leistungen ihrer Kunden bekannter zu machen.


    Wer witzige Krimis liebt und auch vor Katzen nicht zurückschreckt, die für ihre Ermittlertätigkeit iPad und Smartphone nutzen, wird an den Büchern der profunden Katzen-Kennerin seine Freude haben!


    Website der Coco-KatzenKrimis: http://www.katzen-krimi.de

    Marianne Kaindl auf Facebook: https://www.facebook.com/marianne.kaindl

    Marianne Kaindls Katzen-Krimis auf Facebook: https://www.facebook.com/katzenkrimi (Quelle: www.amazon.de)


    Meine Meinung: Dieser Krimi ist etwas besonderes. Schon als ich das erste Mal etwas von den KatzenKrimis gehört habe, war ich von dem Konzept begeistert, und so habe ich mich voller Vorfreude auf dieses Buch gestürzt. Zwar kenne ich den ersten Band der KatzenKrimis nicht, doch dadurch hatte ich hier keine Probleme, da die Bücher in sich abgeschlossen sind, und Dinge, die man eventuell wissen muss, werden unaufdringlich eingeflochten.

    Die gesamte Story hat mich von Anfang an eingefangen und gefesselt, und ich konnte mich gut in das Geschehen hineinversetzen. Die Art, in der hier ermittelt wird, finde ich super, es ist kein nullachtfuffzehn Krimi, sondern ein ungewöhnlicher Ansatz in einer tollen Umsetzung, die den Leser begeistert.

    Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, und durch die Erzählung in der Ich-Form aus Cocos Sicht fühlt man sich dem ganzen Geschehen sehr nah. Coco ist eine sehr sympathische Protagonistin, und mit ihrer humorvollen Art berichtet sie sehr fesselnd über den Fall, den es zu lösen gilt. Süße kätzische Szenen und tolle Illustrationen runden den guten Eindruck ab.

    Die Story an sich ist spannend und undurchschaubar, mit einigen Wendungen und Ereignissen, die es unmöglich machen, den Täter zu früh zu erraten, und die immer wieder ein anderes Licht auf den Fall werfen. Dadurch ist man bis zuletzt recht ahnungslos und verschlingt das Buch, um die Auflösung zu erfahren.

    Ein toller Krimi, den ich nur empfehlen kann, und der von mir 5 Sterne bekommt!


  13. Cover des Buches Heidezauber (ISBN: 9783839218136)
    Christine Rath

    Heidezauber

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee
    Fee zur Geschichte: 
    Lisa wird von ihrem Mann betrogen und sie merkt das an dem Tag, als ihr Vater stirbt. Sein letzter Wille war es, dass sie nach Sylt reist und Alma aufsucht. Auf der Insel erlebt sie einiges. 

    Fees Meinung: 
    Erst mal muss ich sagen, dass mich das Buch doch etwas enttäuscht hat! Die Geschichte selbst wäre eigentlich toll, auch wenn sie – für mich – total vorhersehbar war, aber leider nicht so gut geschrieben. 

    Schreibstil:
    Die Autorin kann schreiben, aber leider nicht durchgehend. Am nervigsten war das Wort grinsen, das zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Dazu passt es nicht mal immer in diesem Buch. Würde eine Frau „grinsen“, wenn sie davon erzählt und daran denkt, wie sie ihren Mann sah, als er fremd ging? Grinsen kam zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten. 

    Cover:
    Das Cover gefällt mit total gut und ich kann es mit Sylt identifizieren. Der Rückentext ist auch ok. Nur ok, weil er nicht ganz der Wahrheit entspricht. Die, die das Buch gelesen haben, werden verstehen, was ich meine. Also es soll ein Romantikkrimi sein. Bei Victoria Holt gab es ja schon Romantikthriller. Also wenn Christine Rath daran arbeitet, dann wird’s noch was, mit der Victoria Holt Nachfolgerin, die ich mir wünsche. Es war halt nicht soooooooo spannend (nicht wirklich passend für Gmeiner Spannung) und nicht ganz so mysteriös. 
    Das Buch ist von Gmeiner?!! Also da bin ich mir nicht sicher, auch wenn es drauf steht! Weil ich mir von Gmeiner was anderes gewohnt bin. Irgendwie war ich etwas enttäuscht. Würde da ein anderer Verlag stehen, wäre es nicht so tragisch für mich und meine Erwartungen wären wohl nicht so hoch geschraubt gewesen. 
    Dazu die Unglaubwürdigkeiten: 
    Mich wundert, dass die Autorin schreibt, dass die Hauptfigur in ihrem Krimi, die schon als Kind auf Sylt war, keine Ahnung haben soll, dass man dort Moin sagt. Dafür weiß sie, Lisa, andere Sachen über Sylt aus dem Fernsehen. Von daher klingt das mit dem Moin noch unglaubwürdiger. Dass sie nachfragt, ob es sich lohnt auf die Uwe-Düne zu steigen, das finde ich auch seltsam. Genauso wie die grünen Figuren am Bahnhof beschrieben werden. Vieles was die Autorin über Sylt „erzählen“ lässt, klingt wie aus einem Reiseführer. Das verschafft mir keinen Lokalkolorit und nimmt den Charme des Buches. Bisher wusste ich leider schon alles und konnte nichts dazu lernen. 

    Und warum fragt sie – wegen Alma - nicht Johann? Der kennt sich doch auf der Insel auf. Also ich würde erst mal Johann und die Pensionswirtin fragen. Aber dann wäre halt die Geschichte zu schnell aus. 

    Charaktere: 
    Und auch so, man kommt den Charakteren nicht wirklich richtig nahe, es fehlt irgendwie die Liebe, die bei anderen Autorinnen so richtig gut rauskommt. Sagen wir so, das erste Drittel mochte ich Lisa und das dritte Drittel auch. Das zweite Drittel war nicht so der Brüller. Dazu wertet Lisa ständig ihre Urlaubsbekannten ab. Das nervt irgendwie. Erst im letzten Drittel wurde ich als Leserin richtig warm mit den Charakteren. Da kam das Wort grinsen nicht mehr so oft vor und da wurde es dann besser. 

    Krimi: 
    Also der Krimi ist sehr lahm und durchschaubar. Es war mir von Anfang an klar, denn ich kann ja lesen und ich hab zuviel mitgedacht in dem Buch. Es war einfach nicht so geschrieben, dass ich – als Leserin – in dem Buch versinken konnte. 

    Liebesgeschichte:
    Nun ja, es gibt eine Liebesgeschichte. Auch mit Verwirrungen. Aber den Abend am Strand mit Picknick, Nacktbaden und „den Folgen“, fand ich jetzt nicht so toll. Vor allem, wenn das jemand nachmacht. In Holland ist das ja erlaubt, aber in Deutschland. Und es war auch nicht der Nacktbadestrand. Diese Szene gefiel mir am allerwenigsten. 

    Was mir auch nicht gefiel war, sie hat nicht wirklich konkret ihren Ehemann drauf hingewiesen, dass sie ihn gesehen hat mit seiner Sekretärin und von dem Verhältnis wusste. Dafür weiß es ganz Konstanz. 

    Und sonst?
    Es gibt auch so viele „Klischeeweisheiten“. Z. B. Ab 40 ist man „tot“ in der Arbeitsbranche. 

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Trotz aller Kritik möchte ich dem Buch 3 Sterne und eine Empfehlung geben, nicht zuletzt weil ich es komplett durchgelesen habe, sonder auch, weil das 1. und 3. Drittel durchaus kurzweilig sind. 
  14. Cover des Buches The Romeo & Juliet Society, Band 1: Rosenfluch (SPIEGEL-Bestseller-Autorin |Knisternde Romantasy | Limitierte Auflage mit Farbschnitt) (ISBN: 9783473402380)
    Sabine Schoder

    The Romeo & Juliet Society, Band 1: Rosenfluch (SPIEGEL-Bestseller-Autorin |Knisternde Romantasy | Limitierte Auflage mit Farbschnitt)

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Lina03

    Ich fand die Idee, eine Geschichte zuschreiben, die auf einen Klassiker basiert mega gut!

    Parallel hatte ich das Original Stück „Romeo und Julia“ gelesen und dadurch war ich noch mehr into the Story. Ich fand Joy richtig cool, da ich es liebe wenn die Protagonisten auch mal den Mund aufmachen.
    Dieser  Reihenauftakt ist richtig gut gelungen, die Handlung hat mich auch einfach mitgerissen!

    Das war das erste Mal, dass ich mich bei einem Love Triangle nicht entscheiden konnte…

    Joy, Cut und Rhyme waren mega sympathisch genauso wie die Nebencharaktere und Tiere!

  15. Cover des Buches Landgericht (ISBN: 9783442746491)
    Ursula Krechel

    Landgericht

     (65)
    Aktuelle Rezension von: AlexanderPreusse

    Buchvorstellung von meinem Blog schreibgewitter.

    Die Sprache sticht. Entweder ins Auge oder ins Ohr, je nachdem, ob man zum Buch oder Hörbuch greift. Ich habe mich für Letzteres entschieden. „Landgericht“ klingt etwas sperrig, doch hat es nicht lange gedauert, bis mich der Roman für sich eingenommen hat, auch wenn Inhalt und Stil durchaus mit dem Titel harmonieren. Keine Komfortlektüre. 

    Die Autorin Ursula Krechel hat eine Sprache gewählt, die zugleich distanziert und ganz besonders nah, unmittelbar, ja intim wirkt. Der Duktus mutete bisweilen kühl, juristisch, formal an, da er mit einer ungeheuer detaillierten Beobachtung einhergeht und zugleich außergewöhnlich präzise Bilder für die Schilderung nutzt, fühlt sich der Leser ganz dicht am Geschehen, am inneren wie äußeren. Diese Kombination sorgt für eine hohe Intensität.

    „Ich bin in einer Mitläuferfabrik gelandet.“

    Die Themen machen wütend. Richard Kornitzer, promovierter Jurist, zu Zeiten der Weimarer Republik im Amt eines Richters, kehrt nach dem Krieg aus Cuba nach Deutschland zurück. Der nächste Satz wird schwierig, denn würde ich sagen, Kornitzer wäre Jude, entspräche das nicht der Wahrheit. Die Nazis und ihre antisemitische Vernichtungsideologie haben ihn zum Juden gemacht, obwohl er selbst keiner sein wollte und sogar Protestant geworden ist.

    Das mag als kleines Detail erscheinen, ist es allerdings nicht. Die Zuweisung einer einzigen Identität für eine andere Person ist ein signifikantes Merkmal der großen totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts, nicht nur dem der Nazis. Auch in Stalins und Maos Reichen wurde so verfahren, immer mit dem Ziel, Menschen aus der Gesellschaft auszuschließen, ihrer Rechte zu berauben, einzusperren, zu quälen und zu töten.

    „Die Geschichte war ein Krater.“

    Es gehört zu den großen Vorzügen dieses Romans, dass Krechel einen Protagonisten gewählt hat, der dem Vernichtungsapparat entkommen konnte und wieder zurückgekehrt ist. Diese Rückkehr nach Deutschland steht am Anfang des Romans, der Weg zu seiner Flucht aus dem so genannten „Dritten Reich“ wird als Rückblick im Romanverlauf geschildert. Zunächst einmal geht es um die Ankunft in der ehemaligen Heimat.

    Dort hat Kornitzers Frau Claire ausgeharrt. Sie ist aus der Sicht der Nazis „arisch“, durch ihre Heirat mit Kornitzer jedoch belastet, sodass sie keinen Organisationen beitreten kann, was Voraussetzung für ihre Berufsausübung wäre. Claire Kornitzer ist eine sehr moderne Frau, sie leitet eigenständig eine GmbH, ist erfolgreich, selbstständig, stark und dennoch dem Übel der Nazis  hilflos ausgeliefert, denn sie muss Firma und berufliche Tätigkeit aufgeben.

    Nach dem Krieg und der Gründung eines demokratischen Deutschlands ändern sich manche Dinge nicht unmittelbar zum Guten. Die während der Weimarer Republik bereits erreichte Modernität war durch die gesellschaftliche Steinzeit im Hitlerregime so weit zurückgedreht worden, dass es lange Jahre dauern sollte, ehe der einmal verlorene Stand wieder erreicht wurde. Das ging ganz erheblich zu Lasten der Frauen. Krechel hat das in ein wunderbares Bild gefasst:

    „Es schmerzte sie, als wäre sie an einem anderen Zeitufer stehengeblieben und das Schiff wäre ohne sie abgefahren. Ja, hätte ihr den Zutritt verweigert, nur weil sie eine Frau war. Und was hieß nur? Die Frau eines Landgerichtsdirektors. Jetzt klang es in ihren Ohren wie Hohn.“

    Die Kinder der Kornitzers, Georg und Selma, werden gerade noch rechtzeitig nach England geschickt und entgehen so einem schrecklichen Schicksal im Hitlerreich. Auf der Insel haben sie allerdings ebenfalls mit Widrigkeiten zu kämpfen, was den Roman übrigens brandaktuell macht, wenn etwa von „unbegleiteten Minderjährigen“ die Rede ist, die aus Syrien, Afghanistan oder anderen Regionen nach Deutschland fliehen.

    In seiner Heimat und sieht sich Kornitzer auf allen Ebenen Widrigkeiten ausgesetzt. Beruflich setzt ihm zum Beispiel die skandalöse Behandlung von Philipp Auerbach heftig zu, privat ist es ein extrem schwieriges Unterfangen, die Familie wieder unter einem Hut zu versammeln. Diese Dinge entwickelt Krechel in ihrem typischen Stil vor den Augen des Lesers, der mitgerissen werden kann, wenn er sich darauf einlässt.

    Die „Stunde Null“, der „Neuanfang“ ist eben geprägt von vielen Kontinuitäten, die rückwirkend ebenso verblüffen wie auch verstören. Vor allem der latente, unterschwellige oder auch offene Antisemitismus, das Fortdauern von NS-Ideologie und Denkweise in juristischen (und anderen) Bereichen des Staates und die Hilf- und Wehrlosigkeit der Opfer, insbesondere der Juden, sind eigentlich unfassbar.

    „Es rüttelte an seinem Rechtsempfinden wie eine eisige Sturmböe.“

    Eine ganz besonders bedrückende Episode ist die so genannte „Irrfahrt der St. Louis„, ein Dampfer, der vollgestopft mit jüdischen Flüchtlingen aus dem Reich Cuba angelaufen hatte. Touristenvisa wurden plötzlich nicht mehr anerkannt, nur wenige der Notleidenden wurden von Bord gelassen, der Rest harrte auf dem Schiff zunächst zwischen Cuba und den USA, später von der Küste Kanadas aus, ehe die St. Louis wieder nach Deutschland zurückkehrte.

    Dieser auch aus der Gegenwart sattsam bekannte Vorgang, der den Eindruck verstärkt, dass manche Dinge sich eben doch wiederholen, ist auch in anderen Werken behandelt worden. Der kubanische Autor Leonardo Padura hat ihn in seinem Roman „Ketzer“ aufgegriffen und aus Sicht von Einwohnern Havannas geschildert. Für Kornitzer wird Cuba aber zum Rettungsanker, eine ihm sehr fremde Welt.

    „Tage, mit heißer Nadel aneinandergestichelt, sich gegenseitig überlappend. Ein Sandmückenschleier sirrt in der Luft über der dösenden Bucht. Klares, blaues Licht. Licht, von ruhiger Eindringlichkeit, das einen blass und bleich erscheinen ließ.“

    Mir haben an dem Buch sehr viele Aspekte ganz besonders gefallen. Neben der eindringlichen Sprache vor allem die Vielschichtigkeit der angesprochenen Themen, die Rückblenden und kurzen Ausflüge in Seitenhandlungen, die zusammengenommen auf nachdrückliche Weise aufzeigen, wie die Opfer des NS-Regimes auf verlorenem Posten kämpften, als es darum ging, angemessen entschädigt und anerkannt zu werden. Der Krieg mochte 1945 beendet worden sein, sein verheerendes Wirken dauerte weit darüber hinaus an

  16. Cover des Buches Ein fliehendes Pferd (ISBN: 9783518743652)
    Martin Walser

    Ein fliehendes Pferd

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Daniela8
    Ich habe die Verfilmung dieser Novelle vor einigen Jahren gesehen. Jetzt also die Buchvorlage lesen, da ich gerade in Novellen-Stimmung bin. Am Anfang zog es mich schön hinein, die Innenwelten der Protagonisten sind schön geschildert. 
    Ja, und dann, ich kann gar nicht sagen, wann genau, wurde es irgendwie schal. 
    Die Konzepte wiederholen sich, die vier Hauptfiguren sind, wie sie sind, und das Ende ist ziemlich absehbar, auch wenn man den Film nicht gesehen hat. Trotz der Kürze der Geschichte mußte ich mich im letzten Drittel weiterkämpfen.  
  17. Cover des Buches Faserland (ISBN: 9783462301465)
    Christian Kracht

    Faserland

     (392)
    Aktuelle Rezension von: AQua

    Eigentlich hätte ich dieses Buch natürlich vor 25 Jahren lesen müssen, aber diese ganze Diskussion um (die männlich dominierte) Popliteratur damals hat mich nicht sonderlich interessiert. Nun aber hatte mich die Lektüre von Eurotrash doch neugierig gemacht.

    Krachts Bild der 90er Jahre in Deutschland mag treffend sein. Trotzdem ist mir die Position des Erzählers elitär und fremd. Eine traurige Gestalt, die es nicht vermag, echte Beziehungen aufzubauen und sich ziellos treiben lässt von Party zu Party. Ein scharfer Beobachter und einsamer Zyniker.

    Ein Vaterland für Kinder, denen von ihren abwesenden Vätern (nur) eine Menge Geld geblieben ist. Und dass Geld allein nicht glücklich macht, ist zumindest eine gemeinsame Botschaft der beiden Bücher Faserland und Eurotrash.

  18. Cover des Buches Das Bodensee-Komplott: Der erste Fall für Privatdetektiv Martin Lund (Martin Lund ermittelt 1) (ISBN: B08QDP61VF)
    Nicki Fleischer

    Das Bodensee-Komplott: Der erste Fall für Privatdetektiv Martin Lund (Martin Lund ermittelt 1)

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Michaela_Kirchner_Schommer

    Eine betrogene Ehefrau möchte bei der Scheidung möglichst viel rausschlagen und lässt Ihren Mann bespitzeln. Aber was dabei heraus kommt , entweder wird es zum „ Startschuss „ für viele neue Kunden für die Detektei, oder es geht voll daneben und der Ruf ist ganz dahin ?


    Herrlich zu lesen die Prise Humor, wenn Martin und seine Sekretärin mal wieder mit unkonventionellen Mitteln an die Sache ran gehen..


    Aber lest bitte selbst, es lohnt sich. Danke das ich dabei sein durfte.

  19. Cover des Buches Landgericht (ISBN: 9783899644821)
    Ursula Krechel

    Landgericht

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    Was für eine Stimme, unprätentiös, zurückhaltend, fast schon monoton, und dennoch faszinierend. Frank Arnolds Art und Weise zu lesen, passt grandios zum Text von Ursula Krechel. Er widmet sich einer deutschjüdischen Familie, die dem Holocaust entrinnen konnte, und dennoch in ihrem Leben durch die Verfolgung radikal beeinträchtigt wurde. Richter Kornitzer muss nicht nur durch erleben, wie durch die Machtergreifung der Nazis seine glänzende Karriere als Jurist beendet wird. Er muss auch erleben, wie alte Nazis im Justizapparat der Adenauerzeit immer mächtiger werden und ihn an die Seite drängen. "Außerdem" kann man nachfühlen, wie Kinder und Eltern sich trennen müssen, um dem Tod zu entgehen, und dann nach dem Krieg nicht mehr als Familie zusammenwachsen können. Ein tief bewegender historischer Roman aus dem Nachkriegsdeutschland.
  20. Cover des Buches Töchter eines neuen Morgens (ISBN: 9783328107613)
    Maria Nikolai

    Töchter eines neuen Morgens

     (55)
    Aktuelle Rezension von: ramona_liest

    Als Katharina beginnt Medizin zu studieren, hat sie es nicht leicht. Der Gesellschaft und vielen männlichen Mitstudierenden ist es ein Dorn im Auge und 1927 spitzt sich die Lage zu: Katharina wird einer Straftat beschuldigt und muss um ihr Studium bangen. Eine glückliche Fügung hat ihr aber Thomas an die Seite gestellt, selbst Arzt mit zwei Praxen, der sich nicht so leicht von haltlosen Anschuldigungen einschüchtern lässt und die nötigen Beziehungen hat, um Nachforschungen anzustellen. Aber wird das reichen?
    Der Abschluss der Bodensee-Saga konnte mit detaillierten und gut recherchierten Fakten punkten und mit ihrer Gabe hat die Autorin es geschafft, die historischen Gegebenheiten mit den fiktiven so zu verweben, dass ein stimmiges Gesamtbild entstanden ist. Auch hat sie ein Talent für perfekte Nebencharaktere, in diesem Fall möchte ich die Gruberin lobend erwähnen, auch wenn Pater Fidelis, der in diesem Band nur kleinere Gastauftritte hat, meine Nummer eins bleibt. Katharinas Entwicklung im Laufe der Geschichte ist toll zu beobachten, besonders der Teil in dem sie lernt sich fallen zu lassen, da es keinen Grund gibt nur auf sich selbst zu vertrauen und alle Kämpfe allein auszufechten. Potenziell triggernde Inhalte sind durch ihre Spezialisierung in der Frauenheilkunde möglich. Ein starker Abschlussband, der die Fäden der Vorgängerbücher zusammenführt und mich sehnsuchtsvoll auf neue Bücher der Autorin warten lässt!

  21. Cover des Buches Die letzte Flaschenpost (ISBN: 9783424351019)
    Annika Kemmeter

    Die letzte Flaschenpost

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Evelyn_Ziebuhr

    Kunstgeschichtsstudent Janis reist nach Lindau um den von ihm verehrten Dichter Otto Maaßen auf einer Ausstellung zu treffen. Dort lernt er zufällig Angelina, seine Enkelin, kennen und verliebt sich in sie. Doch liebt Angelina ihn auch? Bzw. kann Angelina ihn auch lieben? Jedenfalls entwickelt sich zwischen den Beiden eine ganz besondere Beziehung. Seine Freunde waren Janis davor, aber er hört nicht auf sie. Als einzige Person weiht Angelina Janis in das Geheimnis ihres Großvaters ein, dass er sterbenskrank ist. Kurz vor seinem Tod wirft er sein letztes Kunstwerk mit bisher unveröffentlichten Gedichten, verteilt auf mehrere Flaschenposten, in den Rhein. Als die erste nach seinem Tod auftaucht, machen sich Angelina und Janis auf die Suche nach den Findern um die Flaschenpost wieder an sich zu nehmen. Als in kurzer Zeit weitere auftauchen, versuchen die beiden, das Puzzle wieder zusammenzuführen, nichtsahnend, welchen Familiengeheimnis von Angelina sie dabei auf die Spur kommen……

     

    Fazit / Meinung:

    Erzählt wird dieses Buch in der Ich-Form aus der Sicht von Janis. Es hat 14, insgesamt 251 Seiten.

    Ein tolles, spannendes Buch, welches leicht zu lesen ist. Der Schreibstil ist locker und flüssig. Der Leser wird bei der Suche nach der Flaschenpost auf eine tolle Reise entlang des Rheins geschickt. Man kann sich sehr gut reinversetzen und es sich gut vorstellen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

    Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne !!

  22. Cover des Buches Allmen und die Libellen (ISBN: 9783257241778)
    Martin Suter

    Allmen und die Libellen

     (267)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Das war er nun, mein erster Suter! Und endlich mal kann ich sagen: die Begeisterung für den Autor kann ich absolut nachvollziehen!

    Mit knapp 200 Seiten ist es kein besonders langes Buch, kommt ohne allzu viel Nervenkitzel und Gewalt aus und die Krimihandlung ist an sich auch nicht besonders originell. Dass ich trotzdem bestens unterhalten wurde liegt daran, wie großartig Martin Suter erzählen und Protagonisten erschaffen kann.

    Wobei Allmen ja eigentlich nur ein Taugenichts und Müßiggänger ist, aber eben so sympathisch geschrieben, dass man gemeinsam mit ihm entsetzt darüber ist, wenn die Gläubiger mal wieder die Forschheit besitzen, an die Bezahlung der Schulden zu erinnern.

    Besonders gefallen hat mir Suters elegante Sprache, er fordert den Leser, aber überfordert nie. Mit viel Humor erzählt er wie Allmen sich einfallsreich durch die gehobenen Schweizer Kreise mogelt. Etwas über der Mitte begann die Handlung zwar ganz langsam etwas abzuflachen, aber genau dann gab es neue Entwicklungen, die der Geschichte eine frische Dynamik gaben.

    Fazit
    Eine toll erzählte Geschichte mit ausgefeilten, etwas schrägen Charakteren. Das muss man mögen, ich fand es super und freue mich nun richtig auf die nächsten Bände! Der Auftakt hat nämlich schon sehr vielversprechend angedeutet, wie es weitergeht.

  23. Cover des Buches Die Fotografin - Am Anfang des Weges (ISBN: 9783734106576)
    Petra Durst-Benning

    Die Fotografin - Am Anfang des Weges

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Mimi Reventlow ist anders als die Frauen im Jahr 1911. Sie will Fotografin werden und hat ein Talent dafür und frönt ihrer Leidenschaft. Sie macht sich auf ihren Onkel zu besuchen, von dem sie einiges gelernt hat zum Thema Fotografie. In Laichingen ist alles anders und die Bürger gehen ihren gewohnten Gang. Mimi wirbelt alles durcheinander und kommt nicht nur selbst fast ins straucheln.... Petra Durst-Benning mag ich eigentlich ganz gerne, aber hier übertreibt sie es. Schön ist, dass es bei mir in der Gegend spielt und man echt viel aus der damaligen Zeit lernt und mit bekommt. Mimi ist auch sympathisch, aber leider hat das Buch viele Längen und wirkt oft zäh und zu lang gezogen. Einen richtigen Cliffhanger gibts für mich auch nicht und so sind mir die weiteren Bände egal. Schade, denn der Start des Buches war echt richtig gut und spannend, aber dann wird es leider all zu oft banal.

  24. Cover des Buches Penelopes Tod (ISBN: 9781517124571)
    Silke Nowak

    Penelopes Tod

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Nach dem Schlaganfall ihres Ehemanns Chris wird Penny mit seiner zwielichtigen Vergangenheit konfrontiert.

    Einen großen Teil des Romans begleiten wir das Paar in seiner neuen Rollenverteilung als Pflegerin und Patient, was durch Bemerkungen wie „Manchmal wusste ich nicht, ob er mit mir schlafen oder mich umbringen wollte.“ ungewollt komisch wirkt. Die durch das Label „Thriller“ erwartete Spannung kommt auch nicht auf, als verschiedene Personen mit Forderungen bei Penelope auftauchen und sie bedrohen. Trotz des überraschenden Endes konnte das Buch bei mir keinen Blumentopf gewinnen.

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