Bücher mit dem Tag "börse"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "börse" gekennzeichnet haben.

180 Bücher

  1. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783499267369)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

     (1.842)
    Aktuelle Rezension von: Katinka1976

    Inhaltsangabe: Die alleinerziehende Jess hat es nicht leicht. Ohne die finanzielle Unterstützung ihres Mannes, versucht sie ihrer Tochter Tanzie und ihrem Stiefsohn ein halbwegs normales Leben zu bieten. Also hält sie ihre Familie mit zwei Jobs über Wasser. Bei ihrem Putzjob lernt sie dann Ed kennen, der aufgrund beruflicher Probleme aus London „geflohen“ ist und vorübergehend in seinem Ferienhaus lebt. Als ihre Tochter die Chance erhält, eine Privatschule zu besuchen, beginnt eine verrückte Reise nach Schottland, die das Leben aller verändern wird. 

    Kurzmeinung: Dies ist das erste Buch von Jojo Moyes, das ich lese. Bisher kannte ich nur den Film „Ein ganzes halbes Jahr“, den ich auch schon wirklich gut fand. Die Geschichte von Jess und Ed ist für mich wie eine moderne Variante des Märchens vom Aschenbrödel! 

    Das Cover ist ganz typisch für Bücher von Jojo Moyes und wie ich finde genau passend. Abgebildet sind unter anderem die Protagonistin Jess zusammen mit ihrer Tochter Tanzie und dem Familienhund. 

    Ich hatte beim Lesen der ersten Kapitel kleine Probleme, mich in die Geschichte hinein zu finden, allerdings hat es wirklich nur einen kurzen Moment gedauert. Spätestens, als die Protagonisten Jess und Ed aufeinander treffen, hatte mich die Lust weiterzulesen vollkommen gepackt. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Protagonisten erzählt, weshalb man wirklich jede beschriebene Figur mit ihren Eigenschaften sehr gut kennenlernt. 

    Jojo Moyes zeigt in ihrem Buch, dass man alles schaffen kann, wenn man nur daran glaubt, immer positiv bleibt und dafür kämpft. Es ist wichtig, dass man nicht aufgibt oder den Kopf in den Sand steckt und wenn man meint, es klappt gar nichts und es wird immer schlimmer, kommt doch von irgendwo eine Lösung her. 

    Eine schöne Geschichte mit starker Aussage, die für mich 4 Sterne verdient hat. 

    ISBN:9783499267369 

    Umfang: 512 Seiten 

    Verlag: ROWOHLT Taschenbuch 

    Erscheinungsdatum: 23.05.2014

  2. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783802599453)
    Simona Ahrnstedt

    Die Erbin

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Natalia De la Grip hat sich trotz ihrer Privilegien ihren Erfolg als angesehene Unternehmensberaterin hart erarbeiten müssen. Als sie unterwartet von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, stellt sich trotz ihres Misstrauens eine überwaltigende Anziehungskraft zu dem jungen Schweden ein. Doch Natalia ist nur eine Spielfigur in Davids perfidem Plan, eine Rechnung mit ihrer Familie zu begleichen.


    Soviel zum Inhalt des Buches. Es klang wirklich spannend, obwohl ich mir zunächst gedacht hatte "Och nee, nicht schon wieder eine Liebesgeschichte über zwei reiche Menschen, die sich irgendwie finden" (mal ehrlich, warum sind es immer reiche Menschen? Warum nicht mal ganz normale, durchschnittliche Bürger?). Aber ich wollte dem Buch trotzdem eine Chance geben.


    Ich fand den Einstieg ins Buch sehr schwierig, irgendwie habe ich lange gebraucht, bevor ich mich in der Story zurechtgefunden habe. Aber selbst dann bin ich nicht richtig dringewesen, denn die Perspektiven der Charaktere wechsel immer wieder und das oftmals von einem zum nächsten Absatz, sodass es einen unvorbereitet trifft.


    Generell waren die meisten Charaktere auch allesamt irgendwie unsympathisch.

    Die Familie de la Grip war - selbst für eine Adelsfamilie - ein wenig zu überspitzt dargestellt. Dort wurde ja kaum eine Aussage getroffen, die nicht in irgendeiner Form frauenfeindlich, rassistisch oder von oben herab getroffen war. Und dann dieses ständige... Winseln nach Bestätigung, anders kann ich es gar nicht beschreiben.

    Natalie und David waren für mich beide einfach wandelnde Klischees. Diese beiden Charaktere, die immer so missverstanden von allen sind, sich so differenzieren, sich im Grunde genommen total unterscheiden, so attraktiv sind und natürlich sofort einen Draht zueinander haben und und und... Ich könnte hier endlos weitermachen.

    Natalie war mir definitiv oftmals zu ruhig (ich hätte mir gewünscht, dass sie wenigstens einmal den Mund aufmacht und jemanden anbrüllt) und David dagegen zu ungestüm, immer darauf bedacht irgendetwas oder irgendwen anderes als Begründung für seine Handlungen zu nutzen. Gut, ich fand seine Beweggründe für manche Sachen durchaus nachvollziehbar aber irgendwann ist er doch übers Ziel hinausgeschossen.


    Was den Input angeht, wurde es irgendwann auch zuviel des Guten. Es passiert plötzlich soviel, jeder Person passieren zig Sachen, sodass man den Überblick verliert, einige wichtige Themen werden einfach unter den Teppich gekehrt, weil sie ja schon "Jahre zurückliegen" und mittendrin dann auch noch ganz viel wirtschaftliches Fachgesimpel, das viele, die keine oder nur wenig Ahnung von Aktien, der Börse und Co. haben, nicht im geringsten verstehen würden.


    Insgesamt kann ich also nur sagen, die Idee war gut, aber die Umsetzung war weniger zufriedenstellend. Ich weiß noch nicht, ob ich mir die weiteren Teile anschaue.

  3. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (896)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    "Die Teerose" von Jennifer Donelly gehört zu der Sorte Buch, die man am liebesten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Charaktere sind sehr nahbar und man fühlt mit ihnen. Obwohl das Buch ziemlich dick ist, gab es keinen Moment, an dem ich mich gelangweilt hätte. Mehrere Handlungsstränge wurden gekonnt miteinander verwoben und am Ende wird klar, dass sie alle zusammenhängen. Der Krimianteil des Buches war sehr spannend, doch für meinen Geschmack etwas zu blutrünstig. Die Liebesgeschichte würden manche Leute wohl als kitschig bezeichnen, doch ich fand sie wunderschön, auch wenn es mich manchmal genervt hat, dass die Protagonisten sich ständig verpassen und es durch Missverständnisse dutzende fehlgeschlagene Versuche der Versöhnung zwischen den beiden gab. 

    Das Einzige, was mich am Buch wirklich etwas gestört hat, war, dass teilweise Fehler bei den Namen der Personen gemacht wurden. So hieß Joe zu Beginn des Buches mit vollem Namen noch Joseph, während er am Ende Jonathan ist. Das ist zwar eine Kleinigkeit, die für die Handlung nicht weiter schlimm war, sollte aber meiner Meinung nach nicht passieren dürfen. Auch wirken alle Hauptfiguren für das Ende des 19. Jahrhunderts sehr modern und die Frauen sehr emanzipiert. Einige kleine Details finde ich auch historisch fragwürdig, beispielsweise, dass ein Londoner Straßengangster in den 1890ern ein Telefon hat. Für Leser, die auf so etwas Wert legen, ist "Die Teerose" vielleicht eine kleine Enttäuschung.

    Dennoch finde ich, dass "Die Teerose" ein wirklich gutes Buch ist, in dem man dank der guten Beschreibungen der Szenerie und der Personen leicht versinken und ein bisschen der Realität entfliehen kann.


  4. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.501)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wieder ein unglaublich spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite !

    Eine Clique von reichen Internatsschülern macht skrupellos anderen Menschen das Leben zur Hölle, falls diese das überhaupt überleben. Inspiriert von Clockwork  Orange überfallen sie wahllos Leute. Jahre später sitzt Carl Morck im Keller des Polizeipräsidiums und leitet das  Sonderdezernat Q ,welches zunächst nur aus ihm und seinem Assistenten besteht und eher aus Verlegenheit gegründet wurde, um Carl irgendwo unterzubringen. Von hier aus versucht er alte Fälle zu bearbeiten. In diesen Fall beißt er sich fest und je mehr jemand an höherer Stelle versucht, ihn davon abzuhalten, sich damit zu beschäftigen, desto mehr stachelt es ihn an, zu ermitteln.

    Die Charaktere  finde ich klasse. Es macht großen Spaß, das Buch zu lesen und man möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Auch die Bösen und alle anderen Figuren sind gut dargestellt. Es ist flüssig geschrieben und liest sich wie von selbst. Und es ist so spannend, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Bei der Handlung bleibt einem manchmal die Luft weg und man muß erstmal sacken lassen, was man grade gelesen hat. Ein Buch, nach dem man erstmal Luft holen muß.

    Die reißerischen Titel haben mich lange abgeschreckt, aber nun bin ich ein Fan der Reihe (auch wenn ich die Titel immer noch scheußlich finde).

    Klare Leseempfehlung für alle, die es spannend lieben.

  5. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596523047)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

     (330)
    Aktuelle Rezension von: Bókaheima

     

  6. Cover des Buches Unter Haien (ISBN: 9783548284798)
    Nele Neuhaus

    Unter Haien

     (339)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann

    Eine Freundin von mir hat mal von der Autorin geschwärmt, deshalb habe ich zu dem Buch gegriffen. Vielleicht muss ich von der Autorin auch einfach nochmal was anderes lesen, denn dieses Werk, das wohl ihr Debüt war, hat mich nicht sonderlich überzeugt.
    Um was geht es?
    Alex Sontheim ist eine gefragte Investmentbankerin und lernt durch ihren Job den schwerreichen Sergio Vitali kennen mit dem sie eine Affäre beginnt. Die Warnungen ihn betreffend ignoriert sie gekonnt, bis sie selbst feststellen muss, dass er vielleicht doch in dunkle Machenschaften verstrickt ist.
    So weit, so gut.
    Warum hatte ich Probleme mit dem Buch?
    Fangen wir mal mit der Protagonistin an: sie war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte einfach kein Verständnis und noch viel weniger Mitgefühl für sie aufbringen. Sie wird als so hochintelligent und clever beschrieben und lässt sich mit einem verheirateten Mann ein, der ihr Vater sein könnte und dem Mafia-Verbindungen nachgesagt werden? Das zeugt natürlich von überragendem Intellekt.
    Übrigens liebt sie ihn auch nicht wirklich, sondern findet es nur toll, dass er sie (nachdem sie beruflich schon ziemlich oben angekommen ist) in der feinen Gesellschaft New Yorks einführt. Und wie gut, dass sie ihm nach über einem halben Jahr Beziehung, nie gesagt hat, dass sie italienisch spricht. Sonst hätte das wirklich Ärger gegeben, als sie zufällig ein Gespräch mit seinen Mafia-Kumpanen belauscht.
    Ansonsten war die Geschichte gar nicht mal so unspannend. Ich hatte nur einfach kein Mitleid mit ihr, als sie dann doch irgendwann feststellt, in welche Scheiße sie sich geritten hat. Deshalb gibt es von mir 3 ⭐.

  7. Cover des Buches Der Kaffeedieb (ISBN: 9783462048513)
    Tom Hillenbrand

    Der Kaffeedieb

     (105)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Dies war eins der wenigen Bücher, die ich zum OriginalPreis in einer Buchhandlung gekauft habe, weil mich Titel und Geschichte spontan so angesprochen haben. Die Idee, einen historischen Wirtschaftskrimi im Stil eines Abenteuerromans und am Beispiel der Verbreitung des Kaffees zu schreiben, finde ich großartig und sehr vielversprechend. Die Umsetzung fand ich dann aber leider unterirdisch und es handelt sich um eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe. Zum einen ist das Buch über und über mit Namen, Orten und "Insider-Infos" gespickt, die für mich als Leserin sehr schwierig zu verstehen und auseinander zu halten waren. Bestimmte Witze und Wortspiele habe ich deshalb leider auch nicht verstanden. Zweitens passiert viel, letztlich aber doch irgendwie nichts. Die Gruppe der Protagonisten kommt von einem Ort zum nächsten, aber dass man sich mithilfe der Beschreibungen ein Bild von der Umgebung machen könnte oder mitfiebert, ist nicht der Fall. Und drittens fand ich das Buch fast einen "Groschenroman". Als zum wiederholten Male von "ihren zarten Pfirsichen" = Brüsten die Rede war, war ich einfach raus. Das hat für mich nichts mit hoher Schreibkunst zu tun. 
  8. Cover des Buches Winterküsse im Schnee (ISBN: 9783442483792)
    Karen Swan

    Winterküsse im Schnee

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenschloss

    Allegra ist eine knallharte Karrierefrau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss. Sie versucht gerade einen Riesendeal an Land zu ziehen, als Sam plötzlich in ihre Leben tritt. Und nicht einfach so, sondern als Kollege. Als alles aus dem Ruder zu laufen droht, überschlagen sich die Ereignisse: sie kündigt, sie erfährt von einer Verwandten, von der sie noch nie was gehört hat und fliegt somit mit ihrer Schwester in Schweiz. Doch die Schweiz ist nicht weit genug weg, denn auch dort lauert Sam.

    Das Cover sieht wunderschön weihnachtlich aus und scheint auch viel zu versprechen. Der Schreibstil von Karen Swan ist einfach nur schön. Sie hat ein Talent dafür Charaktere zu erschaffen und Settings zu kreieren. Und vor allem kann sie ganz hervorragend Geheimnisse durch ein ganzes Buch ziehen, ohne dass es langweilig und nervig wirkt.

    Die Charaktere sind zwar gut dargestellt und wirken auch nicht stumpf oder so. Aber irgendwie konnte ich nicht so richtig mit ihnen warm werden. Das liegt wohl daran, dass ich ein weihnachtliches gefühlvolles Buch erwartet hatte. Aber es ist eher eine Business-Liebesgeschichte. Das hat mir einfach nicht so richtig gefallen. Vor allem ist mit auch Allegra zu business-getrieben. Sie stellt ihre Karriere über alles. Ich werde mit solchen Menschen bzw. Charakteren einfach nicht warm. Aus Sam wurde ich im Laufe des Buches einfach nicht schlau. Und auch die Liebesgeschichte zwischen den Beiden konnte mich nicht überzeugen. Ich habe da einfach keine Liebe gespürt. Dafür hat mir die Geschichte zur Familie und Isobel besonders gut gefallen.

    Die Familiengeschichte kann man wohl eher als Tragödie bezeichnen, die im Laufe des Buches aufgedeckt wird. Dieser Teil des Buches hat mich besonders berührt. Es ist alles sehr verstrickt und dennoch nachvollziehbar. Über das Ende habe ich mich sehr gefreut.

    Des Weiteren hat mich auch die Demenzerkrankung von Allegras Mutter berührt. Vor allem auch wie Allegra und Isobel mit dem Zustand ihrer Mutter umgehen. Es ist keine leichte Situation, doch die Beiden meistern es aus meiner Sicht echt gut.

    Das Buch hat meiner Meinung nach viele positive als auch negative Aspekte. Ich bin regelrecht hin und her gerissen. Auf der einen Seite konnte ich mit Allegra und Sam nicht warm werden und ihre Liebesgeschichte konnte mich leider nicht berühren. Auf der anderen Seite finde ich die Geschichte rund um die Familie sehr emotional. Die Nebencharaktere konnten mich durchweg überzeugen.

  9. Cover des Buches Die Abnormen (ISBN: 9781477822630)
    Marcus Sakey

    Die Abnormen

     (108)
    Aktuelle Rezension von: AbigailRook

    „Die Abnormen“ ist ein etwa 500 Seiten starker Thriller aus dem Jahr 2014. Seit circa drei Jahren verstaubte er in meiner Kindle-Bibliothek, in die er nur gelangt war, weil das Buch für eine kurze Zeit kostenlos für Amazon Prime Kunden angeboten wurde. Von seinem Autor Marcus Sakey hatte ich bis dato nie gehört.

    Das Grundthema der Geschichte ist Rassismus, allerdings portiert in die nahe Zukunft bzw.in eine Parallelgegenwart.  Diskriminiert werden hier keine farbigen, indigenen oder sonstig anders aussehenden Menschen, sondern sogenannte Inselbegabte. Dabei handelt es sich nicht um Patienten mit einem ASD Syndrom (Autismus, Asperger-Syndrom), sondern um psychisch und physisch kerngesunde Menschen mit einer genetischen Mutation, die zu Extrembegabung auf einem Gebiet führt. Einige können rechnen wie der beste Computer, andere können Bewegungsabläufe vorhersagen bevor sie geschehen, wieder andere extrem gut Prognosen über den Aktienmarkt erstellen. Alles also nicht sonderlich spektakulär - keine Telekinese, keine Gedankenleserei, keine Superkräfte. Und doch werden diese Menschen diskriminiert, weil sie sich in ihren Gebieten als unschlagbar erweisen und die „Normalen“ nach und nach verdrängen. Das passt der (amerikanischen) Regierung nicht, denn im Volk rumort es. Zumindest spürt der ein oder andere Politiker, dass diese Wenigen die perfekten Sündenböcke darstellen würden, um vom eigenen Versagen abzulenken.

    Der Hauptheld der Geschichte ist selbst ein Inselbegabter, der allerdings auf der Seite der Regierung steht und Seinesgleichen jagt. Er ist fest davon überzeugt, dass die Abnormen, wie sie im Allgemeinen genannt werden, die Weltherrschaft anstreben und das Land mit Terror überziehen wollen.

    Dass das letztlich nur Propaganda ist, auf die er reingefallen ist, merkt unser Held natürlich im Laufe der Geschichte. Dabei konstruiert Sakey ein spannendes moralisches Dilemma: Cooper (unser Held) verspricht sich nämlich von seiner Arbeit für die Regierung einen Schutz für seine Familie, zumindest für seine Tochter, die ebenfalls begabt ist. Denn die genialen Kinder kommen in Erziehungsanstalten, die eher Internierungslagern entsprechen. Und das will Cooper um jeden Preis verhindern.

    Mit der Entscheidung, sich gegen seinen Auftraggeber zu stellen, würde er somit gleichzeitig die Zukunft seines Kindes aufs Spiel setzen.

    Aber genug des Spoilerns. Die Geschichte ist sicher alles andere als neu. Eher eine der vielen Holocaust-Variationen, gewürzt mit etwas X-Men und einem Helden, der an Jason Bourne erinnert, aber man kann sie gut lesen.

    Stilistisch hat mir vor allem der Anfang sehr gefallen. Das Pacing ist spitze, die Dialoge knackig und der Spannungsbogen straff. Leider schafft es Sakey aber nicht, den Plottwist am Ende unvorhersehbar zu gestalten. Spätestens ab Seite 100 wusste ich, wie das Ganze endet. Das hat mir den Spaß am Lesen in der Mitte des Buches verdorben. Der Showdown war dann jedoch wieder ein Page-Turner, sodass ich trotzdem mit einem ganz positiven Eindruck aus dem Buch gehe.

    Fazit: Kein Meisterwerk, aber gute Unterhaltung. Vom Thema ähnlich wie Steven Kings „Das Institut“, aber aus meiner Sicht das deutlich bessere Werk. Die Protagonisten blieben bis auf Cooper alle recht flach und eindimensional. Außerdem gab es einige Längen (vor allem in der Mitte), vermutlich, weil Thriller nun mal 500 Seiten haben müssen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz.

    3,5 von 5 Sternen.

  10. Cover des Buches Willkommen in Lake Success (ISBN: 9783328600695)
    Gary Shteyngart

    Willkommen in Lake Success

     (55)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Auf der Flucht ist er, Barry Cohen, millionenschwer, großer Fan von zahlreichen gesammelten Uhren. Er flüchtet vor seiner Familie, seiner ach so perfekten Ehe, vor der Tatsache, dass sein Sohn wohl autistisch ist. Auch die US-Börsenaufsicht ist hinter ihm her. Also macht er sich mit dem Greyhound-Bus und seinen Lieblingsuhren auf den Weg von New York auf eine Reise durchs ganze Land um seine College-Liebe Layla zu finden. Findet er bei ihr das echtere Leben?

    Schon etwas länger stand „Willkommen in Lake Success“ bei mir im Bücherregal, nun habe ich es mir endlich geschnappt und gelesen. Versucht zu lesen. Nun ja, das hat teilweise geklappt.  

    Der Schreibstil des Buches war soweit ganz ok für mich, grundsätzlich gut verständlich, inhaltlich zu Beginn erst einmal eher kryptisch, bis man wusste, was hier wohl wie vorgefallen ist. Was mich beim Lesen gestört hat, war die Art von Humor, die wohl nicht unbedingt mein Fall ist. Es ist definitiv unterhaltsam und auch lustig, für mich aber oft zu übertrieben lustig dargestellt, so dass ich sowas einfach nicht mehr mag. Einfach eben speziell. 

    Die Geschichte an sich ist schon kurios, andererseits ist ein Ausbrechen heutzutage oftmals eine große Chance, oft aber halt auch mehr Flucht vor dem bisherigen Leben. Insofern war es zu Beginn durchaus auch spannend zu lesen, wie Barry Cohen diesen Weg antritt, welchen Hindernissen er ausgesetzt ist, wie er diese angeht. Für mich war es jedoch auch nach längerem Lesen so, dass mich die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen konnte, was wohl an der Art und Weise des Stils lag. Grundsätzlich war es lustig zu lesen, wie humorvoll manche amerikanischen Dinge angegangen werden, wie wahr diese Sachen dann wieder sind und absurd. Mir war es aber einfach zu übertrieben und daher auf Dauer zu nervig zum Lesen.  

    Insofern war es leider kein Roman, der mich absolut begeistert hat, ich würde ihn nicht unbedingt weiterempfehlen, außer ich weiß, jemand mag diese Art von Humor sehr gerne. Von mir gibt es hier entsprechend auch nur 2 von 5 Sternen, die grundsätzliche Geschichte und den Ansatz fand ich gut, die Umsetzung war für mich persönlich leider nichts.  

  11. Cover des Buches Die Kunst des klaren Denkens (ISBN: 9783423348263)
    Rolf Dobelli

    Die Kunst des klaren Denkens

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Normalerweise bin ich ja immer für positive Formulierungen, also z.B. "früh schlafen gehen" statt "abends nicht so lange aufbleiben". Aber hier muss ich eine Ausnahme machen. Oft sind es wirklich Fehler, die man vermeiden sollte, wenn man ein besseres Leben haben will (Rauchen. Kapselkaffee. Handy am Steuer. Nur mal drei Beispiele von meiner persönlichen Liste.)
    Das Buch ist lesenswert! Jede einzelne Seite!
    Durch die kurzen Kapitel ist es auch super für unterwegs.
  12. Cover des Buches Montecrypto (ISBN: 9783462001570)
    Tom Hillenbrand

    Montecrypto

     (83)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Da Kryptowährungen momentan in aller Munde sind und ich mich dafür interessiere, hat mich dieses Buch neugierig gemacht. Dazu noch das Versprechen, eines „raffinierten literarischen Thrillers über die neue internationale Finanzwirtschaft“.

    Dante, als Ex-Banker in der letzten Krise gerade noch davongekommen, verdient seine Brötchen nun als Privatermittler in Finanzangelegenheiten. Irgendwie kommt er ziemlich abgehalftert rüber, mit seinem Alkoholkonsum und Weltbild, so als hätten klassische Exemplare aus dunklen Hinterzimmern als Vorbild gedient. Wirklich viel Ermittlungsarbeit leistet er in meinen Augen auch nicht. Die Hauptarbeit machen andere, u. a. die Bloggerin Mercy oder andere „Zufalls-“Bekanntschaften auf seiner Schnitzeljagd.

    Auch wenn diese ihn um die halbe Welt führt, so kommt sie an Exemplare z. B. aus der Feder eines Dan Brown nicht heran. Es fehlen klar die andauernde Spannung, überraschende Wendungen, Tempo. Statt Nervenkitzel und Mitfiebern gibt es einen ziemlich geradlinigen Kriminalfall. Dass am Ende versucht wird, das mit einem großen Actionspektakel wettzumachen, wirkt dann nur deplatziert.

    Daneben steckt in dem Buch viel Fachwissen über die Kryptoszene, die Finanzwelt und globale Zusammenhänge. Da Dante auch ein No-Coiner ist, werden diesen Themen auch für Laien verständlich vermittelt. Allerdings reißt dadurch öfter der Lesefluss, da ich mich dabei ertappt habe, noch mehr zu einzelnen Aspekten zu recherchieren, als weiter beim Buch zu bleiben.
    Fürs Lesen eines „Thrillers“, kombiniert mit Sachbuch, hätte ich mir von der Sprache mehr Niveau erhofft. Sie kommt oftmals sehr flapsig daher (z. B. zig Wiederholungen von „was auch immer“ oder „wer auch immer“) und wirkt unpassend.

    Dass dann am Ende auch noch einige Stränge offen bleiben, sorgt zusätzlich dafür, dass meine Erwartungen ans Buch nicht erfüllt wurden. So nur 3,5*, gestützt durch den Sachbuchteil.

  13. Cover des Buches Kakerlaken (ISBN: 9783548611297)
    Jo Nesbø

    Kakerlaken

     (343)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Diesmal ist Harry in Bangkok um den rätselhaften Mord an dem norwegischen Botschafter aufzuklären und dort findet er mehr heraus als manch einem lieb ist.

    Der zweite Teil mich wieder voll mitgenommen und es war wieder bis zum Schluss sehr spannend.

    Harry Hole ist ein wirklich spannender Charakter und es freut mich immer mehr über ihn und seine Arbeit zu lesen.

    Der Fall war wieder wunderbar ausgedacht und bis zum Ende hätte ich echt nicht sagen können wer der Mörder ist.

    Guter Krimi und für alle Krimifans eine Leseempfehlung.
    Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr.

  14. Cover des Buches Sturmzeit (ISBN: 9783734105982)
    Charlotte Link

    Sturmzeit

     (408)
    Aktuelle Rezension von: lisarf

    Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise in eine andere Zeit. Felicia ist eine sehr starke, unabhängige Frau, die ihren eigenen Weg geht. Wer ihr dabei Steine in den Weg legt, dem wird es noch leid tun, denn mit ihr darf man sich nicht anlegen. Sie zeigt uns, was eine Frau ihren Alters durchmachen musste, um etwas zu erreichen. 

    Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Eine sehr faszinierende junge Frau, von der man sich einiges abgucken könnte. Sie lässt sich nicht von anderen beeinflussen. Und wenn man dann doch denkt, dass sie sehr egoistisch ist, ist sie sofort zur Stelle, sobald es um ihre Familie geht. Seher mitreißend, kann ich jedem nur empfehlen !

  15. Cover des Buches Abgründe (ISBN: 9783404168347)
    Arnaldur Indriðason

    Abgründe

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde
    Abgründe, von Arnaldur Indridason

    Cover:
    Austauschbar.

    Inhalt:
    Island 2005 – die Wirtschaft boomt.
    Jeder will sich auch ein Stück vom Kuchen abschneiden, und so wird oft nicht hinter die Kulissen des Goldsegens geschaut.
    Als dann eine junge Frau überfallen wird, und an diesen Folgen stirbt, wfird eine Lawine in Gang gesetzt die auch zu einem Unfalltod eines Bankers von vor einem Jahr führt.
    Der Ermittler, Sigurdur Oli, begibt sich auf einen Alleingang mit den kriminellen Machenschaften.

    Meine Meinung:
    Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor.
    Und es steht als Untertitel: Kommissar Erlendur ermittelt in seinem 10. Fall.
    Nur ist dieser Erlendur im ganzen Buch abwesend!

    Ich hatte rechte Probleme mit den fremd klingenden Namen, diese machten es mir schwer, mir die Personen zu merken und ihnen „Gestalt“ zu geben.

    Der Ermittler Sigurdur Oli wirkt durch seine überhebliche und voreingenommene Art sehr unsympathisch, das wirkt auf mich teilweise schon unprofessionell. OK, ganz am Schluss kommt er nochmals gut weg, als er die „Selbstjustiz“ seines Kollegen nicht gut heißt. Auch sein privates Umfeld, vor allem die Beziehung zu seiner EX wirkt auf mich nur lästig und nervig.

    Die Handlung ist mir zu verwirrend, teilweise widersprüchlich und zu sehr im Finanzgeschäft, wo ich mich sowieso nicht auskenne. Über viele Seiten zieht es sich unwahrscheinlich zäh und langweilig dahin.
    Bei der Parallelhandlung ist von vorn herein klar auf was es hinausläuft und dadurch ist jede Spannung raus. Kurz dient sie dazu, damit Sigurdur Oli seine Meinung rechtfertigen kann.

    Mich konnte das Buch absolut nicht fesseln.

    Mein Fazit:
    Die Handlung war mir zu verwirrend und das Hauptdelikt zu „Banktechnisch“ (Wirtschaftskriminalität). Bei der Parallelhandlung, war mir im Gegenzug gleich von Anfang an klar um was es ging, diese war grausam, aber sie diente nur als Nebenschauplatz (so fühle es sich für mich an).
    Der Ermittler Sigurdur Oli ist mir auch sowas von unsympathisch, denn er ist überheblich und voreingenommen, deshalb konnte bei mir kein Lesegenuss aufkommen.
    Ich kann nur 2 Sterne vergeben.
  16. Cover des Buches Angst (ISBN: 9783453437135)
    Robert Harris

    Angst

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Alexander Hoffmann ist ein brillanter Physiker, ein von ihm entwickelter Algorithmus erwirtschaftet mit dem von ihm gegründeten Hedgefond überdurchschnittliche Renditen.

    Hoffmann hat alles und noch mehr, doch dann bekommt er ein Buch - und innerhalb eines Tages ändert sich alles.

    Robert Harris hat einen packenden Thriller geschaffen, Schritt für Schritt steigert sich die Spannung - und was auch passiert, immer wieder weisen die Spuren auf Hoffmann - hat er in einem schizophrenen Wahn selbst das Unheil losgetreten oder hat sein "Kind", ein selbstlernender Algorithmus die Zügel übernommen und steuert nicht nur Hoffmanns Leben sondern Teile der Weltwirtschaft ins Chaos und das alles nur, um seinem Zweck zu genügen - möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.

    Die Geschichte lässt einen "KI Laien" wie mich grübelnd zurück - wie weit ist die Technik heute bereits? Sind diese Szenarien denkbar und wann sind sie Realität und kann man das Ganze noch aufhalten?

    Fazit - ein wirklich gutes Buch, welches zum Nachdenken anregt.

  17. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

     (154)
    Aktuelle Rezension von: readlikejana

    Ein Journalist befindet sich im Intercity von Zürich nach Basel, als dieser aufgrund eines Personenschadens notbremsen muss. Ein Bänker hat sich das Leben genommen, er ist aus dem Zug gesprungen, zumindest scheint es so. Dies hält der Journalist mit seiner Video Kamera fest. Die Fahrgäste sind genervt, es sei eine Zumutung, sich so umzubringen.

    Bei diesem Journalisten handelt es sich um Jonas Brand, Ende dreißig, mäßig ambitionierter Videojournalist für ein Lifestyle-Magazin, der eigentlich schon immer einen eigenen Kinofilm herausbringen wollte und gerade Marina, eine Eventmanagerin, kennengelernt hat.

    Wenig später findet Brand zwei 100 Frankenscheine mit der identischen Seriennummer. Erst will ihm keiner glauben, doch plötzlich wollen ihn alle loswerden.  Er wird überfallen, seine Wohnung auf den Kopf gestellt und schließlich ist nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Freunde in Gefahr. Er muss feststellen, dass beide Begebenheiten miteinander verknüpft sind und viel größer zu sein scheinen, als er zunächst geglaubt hat. 

    Dieser spannende Finanzthriller hat mich während des Lesens sehr begeistert. Ich habe das Buch fast nicht aus der Hand gelegt, so aufregend war es. 

    Trotz weniger umschreibender Worte hatte ich das Gefühl das Buch nicht gelesen, sondern als Film gesehen zu haben. Besonders gut gefallen haben mir die Passagen mit Marina und Jonas, wie aus zwei Unbekannten in kürzester Zeit zwei Vertraute wurden, die für mein Verständnis genau die richtige Geschwindigkeit und Nähe in ihre Beziehung gelassen haben. Genau diese Einschübe haben das Buch für mich so angenehm gemacht und ich habe sie als Gegensatz zu den schaurigen Entdeckungen empfunden, die Jonas über die Finanzwirtschaft macht, von denen ich hoffe, dass sie wirklich nur in diesem Buch existieren. 

    Die Personen sind sehr authentisch, fast schon alltäglich und dadurch besonders zugänglich und nah. Die Kälte der Bänker hat mich an Personen von Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ erinnert. Professionell, zielorientiert, gefühllos und bereit jeden nötigen Schritt zu gehen. 

    Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass das Thema wirklich was für mich ist. Ich interessiere mich weder für Banken noch für Finanzthemen. Aber hier wurde das Thema so wunderbar eingearbeitet, dass es sowohl für Wirtschaftsliebhaber, also auch für alle anderen ein sehr lesenswertes Buch ist. 

    Lediglich das Ende hat mir nicht so gut gefallen. Das kam für mich zu abrupt und war irgendwie nicht nachvollziehbar. Irgendwie passte die beklemmende Stimmung allerdings auch zu diesem Buch und ein anderes Ende wäre vielleicht auch langweilig gewesen. Aber lest selbst und lasst mir gerne eure Meinung dazu da.

    Insgesamt dennoch eine große Leseempfehlung! Montecristo war mein erstes Buch von Martin Suter und bleibt definitiv nicht das letzte. 

  18. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (400)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Es ist Jahre her, dass ich „American Psycho“ gelesen habe. Trotzdem ist mir der Roman noch ziemlich gut in Erinnerung geblieben – vielleicht mehr, als mir lieb ist. Normalerweise breche ich Bücher nicht ab, aber hier war ich mehrmals kurz davor gewesen.

    Und nach dem Lesen habe ich zumindest verstanden, warum das Buch auf dem Index landete. Normalerweise finde ich diese Form der Bevormundung blöd. Aber wenn’s denn sein muss – packt eine FSK-Zahl drauf und fertig. Warum das in Sonderfällen nicht auch bei Büchern machen? Aber ich schweife ab.

    Während des Lesens hatte ich extrem widersprüchliche Gefühle. Es gibt ellenlange Beschreibungen völlig nichtiger Dinge, zum Beispiel das Aussehen von Visitenkarten – ob deren Farbe Elfenbein oder Eierschale ist, welche Schriftart verwendet wurde und so weiter. Es wird debattiert, in welches angesagte Restaurant man essen gehen soll, Bateman spricht viel über seine Lieblingsmusik und bestimmte LPs. Man verfolgt seitenweise seine Körperpflege und die Wahl seiner Kleidung. Kapitalismus ist ein durchgängig wichtiges Thema des Romans.

    Die scheinbar beliebigen Belanglosigkeiten plätschern so vor sich hin – und wechseln sich dann mit Batemans sadistischen Neigungen, seinen Sexorgien und seinen immer brutaler ausfallenden bestialischen Morden ab. Ich glaube, als das Buch damals erschien, war es ziemlich schockierend zu lesen, aber ebenso glaube ich, dass es auch heute noch schockiert. Denn in jeder Zeile schwingt eine grauenhafte Gleichgültigkeit mit, die Bateman als Erzähler suggeriert.

    „American Psycho“ kennt kaum Tabus, um seinen Protagonisten in all seinen Facetten darzustellen. Seine Sexualität, seine egomanischen Züge, seine Langeweile vom Leben, seine Gewaltbereitschaft, sein Drang zu töten – schonungslos stürzt Ellis seine Leser von seitenlanger Monotonie in Gewaltexplosionen und umgekehrt.

    Dabei ist der Roman nicht im klassischen Sinne spannend. Hier und da musste ich mich regelrecht durchquälen, weil einfach nichts passiert ist – nur um einige Seiten später eine neue brutale Aktion zu lesen. Insofern hat „American Psycho“ viele unterschiedliche Empfindungen in mir ausgelöst, von gelangweilt über schockiert und angeekelt bis hin zu beeindruckt.

  19. Cover des Buches Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs (ISBN: 9783593508528)
  20. Cover des Buches Kain und Abel (ISBN: 9783837140804)
    Jeffrey Archer

    Kain und Abel

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    In diesem Buch, respektive Hörbuch, wird die Lebensgeschichte zweier Männer und ihrer Familien erzählt. Die Story spielt von anfangs 20 Jahrhundert bis in die 1960er Jahre. Abel ist ein Findling, der größtenteils unter sehr ärmlichen Verhältnissen in Polen auf dem Gut eines Barons aufwächst und auf abenteuerliche Weise in den Kriegswirren seinen Weg in die USA findet. Dort verwirklicht er den amerikanischen Traum und wird ein erfolgreicher Geschäftsmann. Kain ist Sohn eines reichen Bankiers aus Boston und wird selbst ein erfolgreicher Bankier. In der Geschichte der beiden Männer gibt es zufällige Berührungspunkte, die zu einer lebenslangen Spannung zwischen den Beiden ursprünglich aus so unterschiedlichen kommenden Milieus führt.

    Mir hat dieses spannende Hörbuch sehr gut gefallen, da erstens die Story wirklich gut ist, und da zweitens die Charakteren der beiden Männer sehr interessant gestaltet sind. Das Buch bietet gute Unterhaltung und gibt für mich einen guten Einblick in die damalige Zeit. Die lebendig gehaltene Geschichte konnte mich überzeugen und die faszinierenden Welten von Kain und Abel entführen.

    Fazit: Eindeutige Hörempfehlung


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  21. Cover des Buches Das war ich nicht (ISBN: 9783442474592)
    Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Callso
    Kristof Magnusson hat einen recht merkwürdigen Roman geschrieben. Er berichtet über eine Welt, in der die einzige Wärme vom Kamin oder von Computern ausgeht, so unterkühlt wir d in dem Werk agiert. Alle anderen Charaktere, Beziehungen und Freunde sind kalt, unterkühlt und enorm emotionslos. So sammeln die drei Hauptpersonen zahlreiche Minuspunkte und erreichen  Sympathiewerte nahe der Nullgrenze.

    Schade, weil die Grundidee der Geschichte sehr vielversprechend ist. Drei Protagonisten, die im Laufe der Geschichte nahe der Verzweiflung sind. Eine Übersetzerin, die frisch getrennt ist und da sie ohne Auftrag dasteht auch mitellos ist. Da ist ein eigentlich erfolgreicher Autor, der seit einem Jahr keine Zeile mehr geschrieben hat. Und es gibt mit Jasper einen Börsenhändler, der zwischen Genie und Wahnsinn handelt, mit größeren Beträgen handelt, ehe er riesige Beträge der Firma aufs riskante Spiel setzt.

    Die drei Personen treffen in Chicago aufeinander. Im hektischen Alltag kreuzen sich deren Wege, doch bei allen deei Personen ist deutlich mehr Schein als Sein.

    Autor Magnusson hat die Charaktere sehr nüchtern, sachlich und wenig sympathisch dargestellt. Insofern hält sich das Zittern und Bangen in Grenzen, aber auch in Nebenschauplätzen wie in der Bank, im Cafe oder im Freundeskreis gibt es kaum wirklich menschliche Züge. Keine beschriebene Person, die freundlich oder empathisch agiert. Sehr merkwürdig.

    Insofern ließ mich das Buch auch sehr kalt. Sicherlich lässt sich die skurrile Story ganz gut lesen, wie realistisch das Treiben ist, darf jeder selber entscheiden.

    Ach ja: Der Buchtitel "Das war ich nicht" passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Klingt für mich deutlich mehr nach einem Kinderbuch. Auch dem Buchcover kann ich nur sehr wenig abgewinnen.
  22. Cover des Buches 25 Knoten (ISBN: B0872X5LMP)
    Liv Morus

    25 Knoten

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Scorpio

    Mit "25 Knoten" hat Liv Morus eine spannende Geschichte geschrieben, die viel Verwirrung stiftet, Familiengeheimnisse aufdeckt und zeigt, wozu Menschen aus Profitgier fähig sind.

    Von der ersten bis zur letzten Seite ist man von der Geschichte gefesselt, von immer neuen Spuren quer über den Erdball.

    Nach dem Unfall des erfolgreichen Hamburger Reeders Magnus Johansson stellt sich die Frage, war es ein Unfall und wer war er wirklich? Nachdem ein Brief aufgetaucht ist macht sich seine Enkeltochter Maja auf die Suche nach der Verfasserin und kommt einem unfassbarem Geheimnis auf die Spur. Nichts ist mehr wie es scheint. Eine Entdeckung jagt die nächste bis es zum showdown kommt.

    Viele Personen tummeln sich in dieser Geschichte, aber alle sind, auch dank ihrer gut gewählten Vornamen, übersichtlich. Die Kapitel sind so gestaltet, dass der Leser zeitgleich an allen Schauplätzen sein kann.

    5* von mir.



  23. Cover des Buches Bullet Catcher - Wade (ISBN: 9783802586309)
    Roxanne St. Claire

    Bullet Catcher - Wade

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Svenja-r
    EIN FOLGENSCHWERER DEAL
    Bullet Catcher Wade Cordell soll die junge Vanessa Porter ausfindig machen. Doch diese ist ihrerseits auf der Suche nach ihrem besten Freund, der vor einem Monat spurlos verschwand. Sie schließt deshalb ein Abkommen mit dem attraktiven Bodyguard: Sie wird ihn begleiten, wenn er ihr hilft, ihren Freund zu finden. Aber damit fangen die Probleme für beide erst richtig an.

    Die spannende Geschicht um die Drllinge von Eileen geht weiter..

    Ich finde das Buch genau so spannend wie die Bücher davor.
    Ist ein spannendes Buch mit Intrigen, Mord, Liebe und Erotik.

    Nach „Adrien“ folgt nun Wade“ , ein weiterer Teil der Bullet Catcher Reihe, allerdings sollte man „Adrien“, „Wade“ und „Jack“ (2013) unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, da die Rahmenhandlung um die angebliche Mörderin Eileen Stafford und ihre Drillinge, die nach der Geburt zur Adoption frei gegeben wurden in allen Teilen besteht und diese Bücher von der Story her aufeinander aufgebaut sind.

    Diese Geschichte ist wieder einmal recht rasant, denn die Erlebnisse überschlagen sich geradezu. Zugleich ist Vanessa als Business-Frau immer unter Strom und nicht in der Lage still zu stehen. Wobei der gute Wade einem schon beinahe leid tun kann. Doch ebenso leidenschaftlich wie rasant entfacht sich das erotische Feuer zwischen den beiden. Dabei dürfen beide auf keinen Fall vergessen Vanessas besten Freund aufzuspüren, doch dabei scheuchen sie so mancherlei Abschaum auf.

    Können die beiden Vanessas besten Freund wieder finden und was  noch so alles abenteuerlich passiert, das erfährt ihr in diesem Buch.
    Ihr müsst es schon selber lesen und viel Spaß dabei.

    1) Bullet Catcher: Alex
    2) Bullet Catcher: Max
    3) Bullet Catcher: Johnny
    4) Bullet Catcher: Adrien
    5) Bullet Catcher: Wade
    6) Bullet Catcher: Jack
    7) Bullet Catcher: Dan
    8) Bullet Catcher: Constantine
  24. Cover des Buches Wolfes of Wall Street - Ian (ISBN: 9783736313804)
    Lauren Layne

    Wolfes of Wall Street - Ian

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Sasa18

    Das Cover ist schön, jedoch nicht unbedingt etwas Neues oder Besonderes, das hervorsticht. Der Schreibstil von Lauren Layne gefällt mir gut. Ich habe es gerne, wenn die Handlung aus Sicht von beiden Protagonisten erzählt wird. So erfährt man etwas mehr über ihre Gefühle. 

    Ich konnte der Handlung gut folgen. Leider war ich von dieser jedoch etwas enttäuscht.  Nachdem ich von der Leseprobe so begeistert war, habe ich mich sehr gefreut, dass Buch im Rahmen der Leserunde lesen zu dürfen. Ich hatte mir jedoch vom Fortgang der Handlung etwas mehr erhofft. 

    Ein paar mehr Informationen, wie im Rahmen solcher Fälle ermittelt wird oder mehr Informationen im Allgemeinen zur Finanzwelt hätten mich sehr interessiert.

    Außerdem habe ich etwas die Spannung vermisst. Erst gegen Mitte der Geschichte hatte ich das Gefühl, dass Spannung aufkommt und die Geschichte langsam immer interessanter wird. 

    Die Gestaltung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ian und Lara passen gut zusammen. Lara hat ein Ziel vor Augen, das sie zielstrebig verfolgt. Jedoch handelt sie auch gerecht und hängt Menschen nicht einfach etwas an, um ihren Traumjob zu ergattern, sondern findet die Wahrheit heraus und gibt diese Erkenntnisse weiter. Das sie dafür sogar ihre Karriere aufs Spiel setzt, dafür hat sie meinen Respekt. Mir hat es sehr gefallen, gegen Ende zu erfahren, dass sie ihrem Traumjob trotz allem ein Stück näherkommt. 

    Ian schien auf den ersten Blick dem Klischee eines reichen Playboys zu entsprechen. Von sich selbst und seinen Fähigkeiten Frauen zu verführen eingenommen überzeugt. Umso schöner war es etwas mehr über ihn und die Fassade, die er aufgebaut hat zu erfahren. Meist verstellt man sich anderen gegenüber, um sich gegenüber diesen zu schützen. 

    Besonders gefallen haben mir die Nebencharaktere, die in den 2 folgenden Geschichten der Reihe die Hauptrolle spielen werden. 

    Ich bin schon gespannt zu erfahren, wie die 2 Pärchen zueinander finden werden. Leider dauert es noch bis Dezember bis der nächste Teil rauskommt. Also ist warten angesagt… 

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