Bücher mit dem Tag "börse"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "börse" gekennzeichnet haben.

179 Bücher

  1. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783499267369)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

     (1.874)
    Aktuelle Rezension von: Sternennebel

    Jess hat es nicht leicht im Leben. Sie hat zwei Kinder, die beide mit großen Problemen zu leben haben, ihr Mann hat sie verlassen und das Geld reicht hinten und vorne nicht. Durch Zufall findet sie eine große Menge Geld und wenig später lernt sie den Mann kennen, dem dieses Geld gehört.


    Ich mag, dass der rowohlt-Verlag sich bei Jojo Moyes für ein Cover-Design entschieden hat, man erkennt sofort welche Bücher zu ihr gehören.

    Sehr typisch für Jojo Moyes ist, dass die Geschichte aus mehreren Point-of-Views dargestellt wird. Manche Leser empfinden dies als etwas anstrengend, ich dagegen habe das zu schätzen gelernt, so ist es einfach viel besser möglich die ganze Geschichte aus allen Perspektiven zu erfahren ohne, dass dafür gleich fünf weitere Bücher geschrieben werden müssten.

    Typisch für Jojo Moyes sind auch die ernsten Themen. In dem Fall zum einen eine Familie, die einfach nicht genug Geld hat, obwohl Jess mehrere Jobs hat. Dann kommt noch das Problem hinzu, dass ihr Sohn Nicky Make-Up mag und deshalb von seinen Mitschülern schikaniert wird und das ihre Tochter Tanzie hochbegabt ist und eigentlich mehr Förderung bräuchte. Ed Nicholls hingegen hat genug Geld, aber leider ist er auch sehr gut gläubig und wird in illegale Geschäfte hineingezogen.

    Dabei haben alle Charaktere ihre Ecken und Kanten, was das alles noch "realistischer" erscheinen lässt. Zudem lässt sich bei allen eine deutliche Entwicklung beobachten.

    Gerade jetzt inmitten dieser Pandemie, sollte man sich Jess Lebenseinstellung zu Herzen nehmen. Obwohl sie wahrlich nicht das beste Leben hat, versucht sie doch wenigstens positiv zu bleiben und das Beste daraus zu machen.

    Jojo Moyes Schreibstil gefiel mir auch in diesem Buch wieder richtig gut, eine gute Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor.


    Fazit: Auch dieses Buch von Jojo Moyes konnte mich wirklich überzeugen.

  2. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596523047)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

     (426)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    Ich habe ein unpassenden Zeitpunkt für das Buch gewählt und musste das Buch für Rezensionsexemplare unterbrechen und habe so gesehen, dass Buch in zwei Teilen gelesen oder zumindest mit einer größeren Unterbrechung dazwischen. Dennoch gefiel mir der Anfang, die Erzählweise, die handelnden Figuren und auch das alles überschaubar war im kleinen Dorf St. Piran. Dann kam die Pause für Rezi-Exemplare und im Anschluss habe ich die übrigen 400 Seiten in 2 Tagen durchgelesen, was für mich doch ordentlich schnell ist. 

    Die Geschichte selbst weitet sich aus, wird dystopisch und dramatisch, aber es sind die Kleinigkeiten wie Freundschaft, Zusammenhalt, Toleranz, die das Buch zu etwas besonderem machen und da ich es jetzt kurz vor Weihnachten gelesen habe, kann man auch anfügen, dass es auch gut in diese Zeit passt. Insgesamt ist die Weitsicht erstaunlich und ein großes Plus, dass das Buch vor Corona erschien und nicht erst danach. Das Buch ist definitiv ein Monatshighlight und somit auch eine klare Leseempfehlung.

  3. Cover des Buches Winterküsse im Schnee (ISBN: 9783442483792)
    Karen Swan

    Winterküsse im Schnee

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Lesefieber22

    Allegra hat eine erfolgreiche Karriere, wofür sie hart gekämpft hat. Ihre Schwester Isobel lebt mit Mann und Kind ein ruhigeres Leben. Die beiden Schwestern entdecken beim Räumen des Hauses ihrer erkrankten Mutter einige Hinweise auf ihr früheres Leben. Als dann auch noch der Anruf der Schweizer Polizei kommt, dass angeblich die Überreste ihrer Grossmutter gefunden wurde, welche vor 60 Jahren von einer Lawine verschüttet wurde, gerät das bisherige Familienkonstrukt ins Wanken. Von einer Grossmutter in der Schweiz wusste bisher niemand was. Durch einen gemeinen Schachzug ihres Konkurrenten Sam Kemp verliert Allegra dann auch noch ihren heiss geliebten Job und ihr Leben gerät komplett aus den Fugen. Spontan entscheidet sie sich, mit Isobel in die Schweiz zu fliegen und dort dem Familiengeheimnis auf die Spur zu gehen. Die einzigen Hinweise sind eine Kuckucksuhr und ein handgeschnitzter Adventskalender...

    Das schöne Cover und der Klappentext haben mich auf eine romantische Weihnachtsgeschichte hoffen lassen. Damit hat das Buch allerdings nur wenig zu tun. Nach der ersten Enttäuschung konnte mich die Geschichte aber fesseln und ich konnte das Buch kaum noch weglegen. Mir gefällt die menschliche Entwicklung von Allegra sehr gut, die Figuren sind mit all ihren Gedanken und Gefühlen hervorragend ausgearbeitet, so dass man sich direkt in sie hineinversetzen konnte. Auch die Handlung finde ich sehr spannend und ich habe richtig mitgefiebert, was die beiden Schwestern wohl noch alles entdecken werden. Der Schreibstil gefällt mir gut und lässt sich rasch und flüssig lesen. Ich habe das Buch in einer Nacht zu Ende gelesen, so hat mich die Geschichte gepackt. Zum Schluss gab es dann tatsächlich auch noch etwas Romantik und ein herzerwärmendes Ende.

    Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Wintergeschichte in der Weihnachtszeit lesen will, welche eine perfekte Mischung aus Spannung und Romantik vorweisen kann.

  4. Cover des Buches Die Abnormen (ISBN: 9781477822630)
    Marcus Sakey

    Die Abnormen

     (110)
    Aktuelle Rezension von: AbigailRook

    „Die Abnormen“ ist ein etwa 500 Seiten starker Thriller aus dem Jahr 2014. Seit circa drei Jahren verstaubte er in meiner Kindle-Bibliothek, in die er nur gelangt war, weil das Buch für eine kurze Zeit kostenlos für Amazon Prime Kunden angeboten wurde. Von seinem Autor Marcus Sakey hatte ich bis dato nie gehört.

    Das Grundthema der Geschichte ist Rassismus, allerdings portiert in die nahe Zukunft bzw.in eine Parallelgegenwart.  Diskriminiert werden hier keine farbigen, indigenen oder sonstig anders aussehenden Menschen, sondern sogenannte Inselbegabte. Dabei handelt es sich nicht um Patienten mit einem ASD Syndrom (Autismus, Asperger-Syndrom), sondern um psychisch und physisch kerngesunde Menschen mit einer genetischen Mutation, die zu Extrembegabung auf einem Gebiet führt. Einige können rechnen wie der beste Computer, andere können Bewegungsabläufe vorhersagen bevor sie geschehen, wieder andere extrem gut Prognosen über den Aktienmarkt erstellen. Alles also nicht sonderlich spektakulär - keine Telekinese, keine Gedankenleserei, keine Superkräfte. Und doch werden diese Menschen diskriminiert, weil sie sich in ihren Gebieten als unschlagbar erweisen und die „Normalen“ nach und nach verdrängen. Das passt der (amerikanischen) Regierung nicht, denn im Volk rumort es. Zumindest spürt der ein oder andere Politiker, dass diese Wenigen die perfekten Sündenböcke darstellen würden, um vom eigenen Versagen abzulenken.

    Der Hauptheld der Geschichte ist selbst ein Inselbegabter, der allerdings auf der Seite der Regierung steht und Seinesgleichen jagt. Er ist fest davon überzeugt, dass die Abnormen, wie sie im Allgemeinen genannt werden, die Weltherrschaft anstreben und das Land mit Terror überziehen wollen.

    Dass das letztlich nur Propaganda ist, auf die er reingefallen ist, merkt unser Held natürlich im Laufe der Geschichte. Dabei konstruiert Sakey ein spannendes moralisches Dilemma: Cooper (unser Held) verspricht sich nämlich von seiner Arbeit für die Regierung einen Schutz für seine Familie, zumindest für seine Tochter, die ebenfalls begabt ist. Denn die genialen Kinder kommen in Erziehungsanstalten, die eher Internierungslagern entsprechen. Und das will Cooper um jeden Preis verhindern.

    Mit der Entscheidung, sich gegen seinen Auftraggeber zu stellen, würde er somit gleichzeitig die Zukunft seines Kindes aufs Spiel setzen.

    Aber genug des Spoilerns. Die Geschichte ist sicher alles andere als neu. Eher eine der vielen Holocaust-Variationen, gewürzt mit etwas X-Men und einem Helden, der an Jason Bourne erinnert, aber man kann sie gut lesen.

    Stilistisch hat mir vor allem der Anfang sehr gefallen. Das Pacing ist spitze, die Dialoge knackig und der Spannungsbogen straff. Leider schafft es Sakey aber nicht, den Plottwist am Ende unvorhersehbar zu gestalten. Spätestens ab Seite 100 wusste ich, wie das Ganze endet. Das hat mir den Spaß am Lesen in der Mitte des Buches verdorben. Der Showdown war dann jedoch wieder ein Page-Turner, sodass ich trotzdem mit einem ganz positiven Eindruck aus dem Buch gehe.

    Fazit: Kein Meisterwerk, aber gute Unterhaltung. Vom Thema ähnlich wie Steven Kings „Das Institut“, aber aus meiner Sicht das deutlich bessere Werk. Die Protagonisten blieben bis auf Cooper alle recht flach und eindimensional. Außerdem gab es einige Längen (vor allem in der Mitte), vermutlich, weil Thriller nun mal 500 Seiten haben müssen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz.

    3,5 von 5 Sternen.

  5. Cover des Buches Die Kunst des klaren Denkens (ISBN: 9783423348263)
    Rolf Dobelli

    Die Kunst des klaren Denkens

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Veronika_Schmid

    Das Buch ist wirklich unterhaltsam geschrieben mit vielen Anekdoten und sehr humorvoll. Es ist nicht wirklich viel Neues dabei, aber macht einiges bewusst. Was mich irritiert ist, dass sich manches widerspricht, aber auch das regt zum Denken an 🤣



  6. Cover des Buches F (ISBN: 9783499249273)
    Daniel Kehlmann

    F

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Dies ist kein klassischer Freizeitroman. Es ist eindeutig Kunst und so gestaltet, dass man den Roman am besten mehrmals Lesen und anschließend diskutieren muss. Ich muss zugeben, dass ich das nicht getan habe und damit bin ich dem Buch vielleicht nicht gerecht geworden. Ich würde es als Buddy-Read für literaturwissenschaftlich Interessierte empfehlen, sodass man jedes Kapitel im Anschluss gemeinsam diskutieren kann. 

    Vordergründig steht die Geschichte der drei Brüder im Zentrum. Dies ist recht gut gestaltet, da ein Tag dreimal (jeweils aus Sicht eines Bruders) erzählt wird. Das wird allerdings keinesfalls langweilig, sondern bringt immer wieder neue Facetten hinzu. Die verschiedenen Erzählstränge finden am Ende zusammen, wenngleich das etwas konstruiert wirkt und das Ende dennoch offen bleibt.

    Daneben geht es aber um viele große Themen und auch Metaebenen werden aufgemacht. Es gibt ein Buch im Buch. Gleichzeitig wird im Buch das Schreiben und die Kust diskutiert, sodass das der Roman sich irgendwo selbst reflektiert. Außerdem geht es um Themen wie Vorhersehung und Schicksal, den eigenen Willen vs. Fremdbestimmung, Blendung und Täuschung,... Zudem gibt es immer wieder fantastische Elemente, bei denenen offen bleibt, ob sie tatsächlich geschehen oder nur Einbildung der Figuren sind.
    Wie bereits angeklungen ist all diese Offenheit und die Leerstellen frustrierend, wenn man es als Freizeitlektüre betrachtet. Wenn man aber über den Roman diskutieren möchte, steckt hier sicherlich viel Potential.

    Trotz Ich-Perspektive bleiben die Figuren Figuren. Sie sind fernab von der Realität und man kann vielleicht in Ansätzen ihre Beweggründe verstehen, sich aber nicht in sie hineinversetzen (was wahrscheinlich auch nicht von Kehlmann gewollt ist).

    Zeitlich spielt der Roman im Sommer vor der Weltwirtschaftskrise, wodurch noch mehr Distanz zwischen dem Roman und mir als Leserin geschaffen wurde, da ich zu dieser Zeit keine Verbindung habe. Das Setting verschärft den Eindruck, dass es sich hier um einen Roman und nicht um eine Geschichte aus dem Leben handelt und schafft Entfernung.

    Alles in allem hat mich vor allem das Setting gestört und teils gelangweilt (Beschreibung von Jahrmärkten, etc.). Der Roman hat interessante Passagen, aber auch sehr langwierige Teile (z.B. Diskussionen über Kunstwerke mit hochtrabenden Fachbegriffen).
    Ich möchte aber noch einmal betonen, dass ich dem Roman durch meine Lesart wahrscheinlich nicht gerecht geworden bin. Hätte ich ihn im Buddy-Read oder im Kontext einen Uni-Seminars gelesen und die Kapitel anschließend diskutiert, kann es gut sein, dass er mir besser gefallen hätte. So kann ich ihm aber nur 2,4 Sterne geben.

  7. Cover des Buches Sturmzeit (ISBN: 9783734105982)
    Charlotte Link

    Sturmzeit

     (413)
    Aktuelle Rezension von: lisarf

    Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise in eine andere Zeit. Felicia ist eine sehr starke, unabhängige Frau, die ihren eigenen Weg geht. Wer ihr dabei Steine in den Weg legt, dem wird es noch leid tun, denn mit ihr darf man sich nicht anlegen. Sie zeigt uns, was eine Frau ihren Alters durchmachen musste, um etwas zu erreichen. 

    Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Eine sehr faszinierende junge Frau, von der man sich einiges abgucken könnte. Sie lässt sich nicht von anderen beeinflussen. Und wenn man dann doch denkt, dass sie sehr egoistisch ist, ist sie sofort zur Stelle, sobald es um ihre Familie geht. Seher mitreißend, kann ich jedem nur empfehlen !

  8. Cover des Buches Angst (ISBN: 9783453437135)
    Robert Harris

    Angst

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Alexander Hoffmann ist ein brillanter Physiker, ein von ihm entwickelter Algorithmus erwirtschaftet mit dem von ihm gegründeten Hedgefond überdurchschnittliche Renditen.

    Hoffmann hat alles und noch mehr, doch dann bekommt er ein Buch - und innerhalb eines Tages ändert sich alles.

    Robert Harris hat einen packenden Thriller geschaffen, Schritt für Schritt steigert sich die Spannung - und was auch passiert, immer wieder weisen die Spuren auf Hoffmann - hat er in einem schizophrenen Wahn selbst das Unheil losgetreten oder hat sein "Kind", ein selbstlernender Algorithmus die Zügel übernommen und steuert nicht nur Hoffmanns Leben sondern Teile der Weltwirtschaft ins Chaos und das alles nur, um seinem Zweck zu genügen - möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.

    Die Geschichte lässt einen "KI Laien" wie mich grübelnd zurück - wie weit ist die Technik heute bereits? Sind diese Szenarien denkbar und wann sind sie Realität und kann man das Ganze noch aufhalten?

    Fazit - ein wirklich gutes Buch, welches zum Nachdenken anregt.

  9. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

     (160)
    Aktuelle Rezension von: readlikejana

    Ein Journalist befindet sich im Intercity von Zürich nach Basel, als dieser aufgrund eines Personenschadens notbremsen muss. Ein Bänker hat sich das Leben genommen, er ist aus dem Zug gesprungen, zumindest scheint es so. Dies hält der Journalist mit seiner Video Kamera fest. Die Fahrgäste sind genervt, es sei eine Zumutung, sich so umzubringen.

    Bei diesem Journalisten handelt es sich um Jonas Brand, Ende dreißig, mäßig ambitionierter Videojournalist für ein Lifestyle-Magazin, der eigentlich schon immer einen eigenen Kinofilm herausbringen wollte und gerade Marina, eine Eventmanagerin, kennengelernt hat.

    Wenig später findet Brand zwei 100 Frankenscheine mit der identischen Seriennummer. Erst will ihm keiner glauben, doch plötzlich wollen ihn alle loswerden.  Er wird überfallen, seine Wohnung auf den Kopf gestellt und schließlich ist nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Freunde in Gefahr. Er muss feststellen, dass beide Begebenheiten miteinander verknüpft sind und viel größer zu sein scheinen, als er zunächst geglaubt hat. 

    Dieser spannende Finanzthriller hat mich während des Lesens sehr begeistert. Ich habe das Buch fast nicht aus der Hand gelegt, so aufregend war es. 

    Trotz weniger umschreibender Worte hatte ich das Gefühl das Buch nicht gelesen, sondern als Film gesehen zu haben. Besonders gut gefallen haben mir die Passagen mit Marina und Jonas, wie aus zwei Unbekannten in kürzester Zeit zwei Vertraute wurden, die für mein Verständnis genau die richtige Geschwindigkeit und Nähe in ihre Beziehung gelassen haben. Genau diese Einschübe haben das Buch für mich so angenehm gemacht und ich habe sie als Gegensatz zu den schaurigen Entdeckungen empfunden, die Jonas über die Finanzwirtschaft macht, von denen ich hoffe, dass sie wirklich nur in diesem Buch existieren. 

    Die Personen sind sehr authentisch, fast schon alltäglich und dadurch besonders zugänglich und nah. Die Kälte der Bänker hat mich an Personen von Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ erinnert. Professionell, zielorientiert, gefühllos und bereit jeden nötigen Schritt zu gehen. 

    Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass das Thema wirklich was für mich ist. Ich interessiere mich weder für Banken noch für Finanzthemen. Aber hier wurde das Thema so wunderbar eingearbeitet, dass es sowohl für Wirtschaftsliebhaber, also auch für alle anderen ein sehr lesenswertes Buch ist. 

    Lediglich das Ende hat mir nicht so gut gefallen. Das kam für mich zu abrupt und war irgendwie nicht nachvollziehbar. Irgendwie passte die beklemmende Stimmung allerdings auch zu diesem Buch und ein anderes Ende wäre vielleicht auch langweilig gewesen. Aber lest selbst und lasst mir gerne eure Meinung dazu da.

    Insgesamt dennoch eine große Leseempfehlung! Montecristo war mein erstes Buch von Martin Suter und bleibt definitiv nicht das letzte. 

  10. Cover des Buches Letzte Ernte (ISBN: 9783462045338)
    Tom Hillenbrand

    Letzte Ernte

     (118)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Xavier Kieffer in seinem nächsten Fall.... 

    Die mitspielenden Personen werden sehr deutlich charakterisiert, ich mag das! 

    Jeder Mensch hat seine Schwächen, so auch die Hauptpersonen in diesem Roman. Dadurch wird die ganze Geschichte sehr lebendig und läßt sich gut lesen.

    Xavier Kieffer, mit seinem Hang zum Alleingang und seine Freunde und Bekannten, die ihm zur Seite stehen, und seine Wissenslücken in Bezug auf Computerkenntnisse ausgleichen, ergänzen sich prima.

    Es werden allerdings auch Klischees bedient, z. B. der Finne, der gerne und viel Wein konsumiert....

    Fazit: ein Buch, dessen Lektüre lohnt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände dieser Reihe!

  11. Cover des Buches Shutter Island (ISBN: 9783257243352)
    Dennis Lehane

    Shutter Island

     (301)
    Aktuelle Rezension von: Buecherrauschen

    Der Film „Shutter Island“ von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ist den meisten ein Begriff. Aber die gleichnamige Buchvorlage steht diesem in nichts nach.

    In dem Psychothriller verschlägt es den US-Marshall Edward Daniels auf die abgelegene Insel Shutter Island, auf der eine mehrfache Kindsmörderin aus dem Spezialgefängnis für geistesgestörte Schwerverbrecher geflohen ist. Daniels soll herausfinden, wo sie abgeblieben ist und wie sie unerkannt aus der Zelle fliehen konnte. Aber er hat noch ein ganz eigenes Motiv auf die Insel zu fahren …

    Gleich zu Beginn gelingt es dem Autor eine düstere und mysteriöse Stimmung aufzubauen. Die ersten Rätsel kommen auf, als Daniels mit seinem Partner versucht herauszufinden, wie die Kindsmörderin es geschafft hat zu entkommen und was die merkwürdigen Zeichen, die Daniels findet zu bedeuten haben. Ein Hurrikan, der kurz nach der Ankunft beginnt zu toben, ruft zusätzlich ein beklemmendes Gefühl hervor und lässt den Protagonisten keine Möglichkeit von der Insel zu entkommen. Die Leser*innen folgen zusammen mit dem US-Marshall den Spuren und bekommen durch Rückblenden einige Einblicke in das Leben von Daniels. Bald fragt sich nicht mehr der Protagonist, was auf der Insel vor sich geht und was Wahrheit und Illusion ist, sondern auch die Leser*innen …

    „Shutter Island“ ist ein hervorragendes, verstörendes Psychospiel mit einer düsteren Atmosphäre, gut ausgearbeiteten Charakteren und einem schönen Schreibstil – Thrillerfans kommen hier voll auf ihre Kosten.

    Unsere ausführliche Rezension gibt es auch in Folge 26 unseres Podcasts zum Nachhören, auf allen gängigen Podcastportalen. Bei Spotify hier: open.spotify.com/episode/1YMpVhLk6c8Qpf9T1K45BB?si=4713b481826c4227

  12. Cover des Buches Adam ist jetzt mit Eva befreundet (ISBN: 9783841902450)
    Wylie Overstreet

    Adam ist jetzt mit Eva befreundet

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eine interessante Idee: Was wäre passiert, wenn Mark Z. (bzw. die Winklevoss-Zwillinge) Facebook viel früher erfunden hätten, was hätte man damals nicht alles schon im Vorraus wissen können? Schön ironisch-humorvolle Gedankenspielereien, bei dem einem auch manchmal das lachen im Halse stecken bleibt, zB wenn Hitler Nationalismus bereits 1920 für eine "gute Idee" hält. Sehr amüsant so für zwischendurch, durchaus weiterzuempfehlen.
  13. Cover des Buches Bad Boys, Bad Girls, Big Money (ISBN: 9783442547715)
    Michelle Miller

    Bad Boys, Bad Girls, Big Money

     (20)
    Aktuelle Rezension von: munamiriam
    Diese Geschichte war ziemlich kurios. Sie gibt dem Leser einen Blick hinter die Kulissen eines jungen IT-Unternehmens und das  geschäftige Geschehen an der Börse. Die Beschreibung des Unternehmens hat mich ein wenig an einen Hollywoodfilm über ein großes berühmtes Internet-Unternehmen (Suchmaschine) erinnert. Anfangs ist es eine verworrene, aber interessante Liebesgeschichte. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich zu einem Krimi. Ein wenig störend empfand ich beim Lesen, dass die Geschichte aus so vielen verschiedenen Perspektiven beschrieben wird.  
    Das Lesen dieser Story hat mich nachdenklich und vorsichtiger im Umgang mit meinen Daten im Netz gemacht. 
  14. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (406)
    Aktuelle Rezension von: Pappbecher
      • Title: American Psycho
      • Author(s): Bret Easton Ellis
      • Publisher: Picador Classic
      • ISBN: 9781447277705 
      • Edition: paperback
      • Publication date: 01/07/2020


    Content:

    "Patrick Bateman is twenty-six and he works on Wall Street, he is handsome, sophisticated, charming and intelligent. He is also a psychopath. Taking us to head-on collision with America's greatest dream—and its worst nightmare—American Psycho is bleak, bitter, black comedy about a world we all recognise but do not wish to confront."


    Opinion:

    First of all, I wanted to say I've seen the movie several times before reading the book. I thought it would be time to also read the story that has caught my interest for more than once.

    Now I want to talk a little about the content of the book. As I have told you, I've watched the movie more than one time yet and I still think it is a masterpiece. Therefore, I had high expectations for the book and I was not disappointed. Although, some might think it is pretty brutal and boring at the same time, for me it was quite as I expected it. It was the perfect mixture of the narcism and materialism of the world as well as the boredom of an everyday life. Ellis wanted to put forward a critique on the society back then, when he wrote the book. In my opinion, the book still points out the most critique worthy parts of society nowadays. Yes, the most parts of the books are really brutal and bloody, but this makes the book the way it should be: a critique.

    The author did a great job on character building concerning the protagonists. They are all far from perfect and, therefore, authentic. I actually think it is scary how realistic they are. 

    The writing style is interesting. It is not that easy to read but at the same time not too complicated, So, it was no problem to read the book within a few days.


    Conclusion:

    All in all, the book is one of the classics that everybody should have read! Therefore, I would recommend reading it to every reader that is interested in classics and authentic books.

  15. Cover des Buches Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs (ISBN: 9783593508528)
  16. Cover des Buches Die Jet Set Chroniken - Drei Romane in einem Band: Die Billionaire on Board Bücher (ISBN: B01N42YLMP)
    Runnah von Spielfeldt

    Die Jet Set Chroniken - Drei Romane in einem Band: Die Billionaire on Board Bücher

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Billionaire on Board - Traumprinz, Ahoi!

    Jude ist glücklich. Sie lebt im schönen Hamburg, sie ist jung, sie ist hübsch, sie hat einen tollen Job, tolle Freunde und eine tolle Familie. Ihr Singledasein hat sie bislang nie gestört. Erst als sie erfährt, dass sie nicht zur Hochzeit ihres besten Freundes eingeladen werden soll, weil seine durchgeknallte Verlobte ihr unterstellt, es auf ihn abgesehen zu haben, sieht sie Handlungsbedarf. Sie erfindet kurzerhand einen steinreichen, attraktiven Liebhaber, und gibt ihm den herrlich mondänen Namen Ryan Corvera-Fabergé, frei nach dem Bruder einer ehemaligen Schulkameradin. Alles wäre gut gegangen, stünde der echte Ryan Corvera-Fabergé nicht zwei Tage vor der Hochzeit auf einmal neben Jude in einem Fünf-Sterne-Hotel, schön wie eh und je. Und es kommt noch schlimmer, denn Jude fliegt auf und der smarte Milliardär entpuppt sich als echte Herausforderung für ihr Herz, ihr Hirn und, sagen wir mal, andere Körperteile. Aber lasst Euch doch die Geschichte von Jude selbst erzählen. Ihr werdet mit ihr lachen, mit ihr weinen und... na, mehr wird nicht verraten. Soviel sei nur gesagt: Ein echtes Jet Set Feuerwerk wartet auf Euch. Viel Spaß auf dieser feuchtfröhlichen Reise voller Leidenschaft, Spaß und Glamour, Glamour, Glamour, zu den schönsten High Society Hot Spots des Mittelmeers.

     

    Grüntee mit Schuss

    Trixie Beaumont ist die stolze Besitzerin eines Yoga-Studios in Venice Beach, Kalifornien. Als der ehemalige Ski-Olympiasieger und Sportgerätehersteller Alexander Silverston sie wegen ihres Logos verklagen will, verliebt sie sich in ihn, und ihm scheint es umgekehrt genau so zu gehen. Alles wäre so herrlich, gäbe es da nicht folgende Probleme: 1. Trixie heißt gar nicht Trixie, sondern Laetitia 2. Laetitia besitzt sieben Milliarden Dollar 3. Laetitia gehört ein erheblicher Anteil von Alexanders Firma. 4. Alex hat davon keine Ahnung. 5. Laetitia auch nicht. Dann erfährt sie es leider. 6. Laetitia erfährt außerdem, dass sie Schuld am verkorksten Börsengangs des Unternehmens ist. 7. Alex ist--- Ach, lest es doch einfach selbst. Grüntee mit Schuss ist ein eigenständiger Roman, es tauchen allerdings hin und wieder die beliebten Figuren aus Traumprinz, Ahoi! auf.

     

    He Plays With Fire - Lügen haben schnelle Hufe

    Wenn es einen Mann auf der Welt gibt, vor dem jedes Mädchen bei Erreichen des Erwachsenenalters gewarnt werden müsste, ist es Sebastián Farley-Mendoza. Er ist der beste Polospieler aller Zeiten und ein Playboy ohne Gleichen. Böse Zungen behaupten, niemand habe so viele Milliardärs-Gattinnen verführt, wie er. Eine introvertierte und naturverbundene Person, wie zum Beispiel die junge Pferde-Physiotherapeutin Dido Carpenter, sollte sich tunlichst von ihm fernhalten. Viel Glück, Dido. Dieser Roman ist in sich abgeschlossen. Fans der Reihe dürfen sich aber auf ein Wiedersehen mit beliebten Charakteren der vorherigen Bücher freuen. Superyacht Myrtle ist natürlich auch wieder mit von der Partie. Mit weihnachtlichem Finale! Alle Bände gibt es auch einzeln zu kaufen. SCHNELL ZUGREIFEN!

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Dieser e-Book-Sammelband liegt schon seit langem Zeiten auf meinem Kindle und jetzt hat ihn die neuste SUB-Challenge erwischt: Nicht zu meinem Schaden!

    Die Geschichten sind flüssig geschrieben, meist flott erzählt und bringen für einen heißen Sommertag genau das richtige Gefühl mit sich. Das Cover des Sammelbandes versucht dies ebenso, kann bei mir jedoch durch das wenig professionelle Auftreten nicht wirklich punkten. Die Einzelbände haben überarbeitete Cover, die professioneller, dafür aber weniger sommerlich wirken.

    Die Hauptcharaktere der einzelnen Erzählungen sind ganz unterschiedlich gestaltet, allerdings sympathisch und meist spielen Reichtum und seine Schattenseiten eine spannende Rolle. Die Frauenfiguren sind erstaunlich und erfrischend freizügig in Bezug auf die eigene Sexualität gestaltet und so nicht die Prototypen der altbekannten „Jungfrau sucht…“-Romanen. Dies hat mich nur zu Beginn der Geschichte meist etwas gestört, weil mir da die Wortwahl oft zu gewollt offenherzig war.

    Die ersten beiden Liebesgeschichten haben Raum sich zu entwickeln und beginnen meist mit körperlicher Anziehung. Erotischen Szenen sind vielfach angedeutet, jedoch meist nicht wirklich ausführlich – hier wäre weniger, und dafür intensiver, mehr gewesen. Natürlich gibt es stets einen mehr oder weniger nachvollziehbaren Grund, warum es vor dem Happy End nochmal zu Problemen kommen muss. Dafür erhält man aber auch einige Szenen zum Schmunzeln oder auch mal laut lachen.

    Die Nebencharaktere der Geschichte mochte ich oft besonders gerne und im Laufe der einzelnen Bände gibt es das ein oder andere Wiedersehen mit bekannten Gesichtern.

    Band 1 konnte mich mit seinem sommerlichen Mittelmeer-Yacht-Feeling überzeugen (4 Sterne), Teil 2 mochte ich wegen der Yoga-Thematik und der kraftvollen Frauenfigur (4 Sterne). Band 3 ist für mich der schwächste und zähste Teil. Hier blieb mir die weibliche Hauptrolle zu blass, der offen gelebte Reichtum war mir zu viel und die Liebesgeschichte mit ihrem übermäßigen Happy End nicht nachvollziehbar (3 Sterne).

     

    》FAZIT:

    Empfehlung für die ersten beiden Teile, wer locker-leichte Sommer-Liebesromane mit Urlaubs-Setting, interessanten Charakteren und einem Funken Erotik sucht.

  17. Cover des Buches In Zeiten des Tulpenwahns (ISBN: 9783885091660)
    Susanne Thomas

    In Zeiten des Tulpenwahns

     (26)
    Aktuelle Rezension von: petraellen

    Inhalt

    Die Geschichte spielt in den Niederlanden, im 17. Jahrhundert. Nicolaes Verbeeck lebt mit seiner sechsjährigen Tochter Margriet in Haar­lem, einem Vor­ort Am­ster­dams. Vier Jahre zuvor verlor er seine Frau bei einem Brand in der alten Wohnstube. Er konnte sie nicht retten, ein brennendes Holzscheit versengte sein Gesicht, als er damals die zweijährige Tochter fest an sich gepresst hielt. Die Schreckensbilder lassen ihn nicht los. Es bleibt ihm die Liebe zu seiner Tochter und die Faszination zu seiner Tulpenzucht. Er züchtet Tulpen aus Schönheit der Pflanzen, mit dem verrückten Tulpenhandel kann er nichts anfangen. Zehn Jahre später ist aus einem sechs­jäh­rigen Mäd­chen eine jun­ge Frau geworden. Margriet verliebt sich in den adeligen Frans und beide wollen heiraten. Doch der Standesunterschied lässt keine Verbindung zu. Frans Familie steckt in Geldnöten und erst als Nicolaes Verbeeck eine Mitgift in Aussicht stellt, stimmt die Familie zu. 

    Nicolaes lässt sich auf die Spekulationen mit Tulpenzwiebeln ein, um die Heirat seiner Tochter mit Frans zu ermöglichen.

     

    Ist Nicolaes Verbeeck den harten Bedingungen des Tulpenhandels gewachsen? 

     

    Sprache und Stil

    Die Handlung erstreckt sich über einundzwanzig Jah­re von 1620 bis 1641, die in vier Zeitsprüngen aufgeteilt ist.

     

    Prolog: 1620

    Kapitel 1: Haarlem, 1630 

    Kapitel 6: 7 Jahre später 

    Epilog: Landschaft in der Nähe von Haarlem, Juni 1641

     

    Zwei Handlungsstränge durchziehen die Geschichte. Auf der einen Seite stehen Nicolaes Verbeeck und seine Tochter Margriet, auf der anderen Seite das harte, undurchsichtige Geschäft des Tulpenhandels. 

     

    „»[…]. Wer will denn die Tulpen kaufen? Die Leute sind vernarrt. Sie kaufen Tulpen oder die Scheine, nur um sie teuer zu verkaufen. Aber es gibt niemanden, der die Tulpen am Ende auch besitzen will.«“ (S. 188)

     

    Nicolaes hält sich zunächst von dem Tulpengeschäft zurück. Er ist leidenschaftlicher Gärtner bei der wohlhabenden Familie van der Gheest. Mit Begeisterung züchtet er Tulpen und hat eine ganz besondere Züchtung hervorgebracht. Für ihn sind Tulpen Kunstwerke der Natur, die nichts mit Geldanlagen zu tun haben. Erst als seine Tochter sich in Frans verliebt, ändert er seine Einstellung, um seiner Tochter die Heirat zu ermöglichen. Sein bisheriges Leben verändert sich schlagartig. 

     

    „Nicolaes hatte das Beet, welches den weniger wertvollen Dubletten und Nachzüchtungen seiner Sammlung vorbehalten war, in weiten Teilen geplündert.“ (S. 157)

     

    Der Roman überzeugt durch eine ausgeprägte, vielfältige und reichhaltige Sprache. Kurze Sätze, Formulierungen, Vokabular der Zeit angepasst wechseln mit Dialogen ab. 

     

    “»Was ist dir, mein Grietje? So still? Hast du nicht wohl geschlafen?«“ (S. 39)

     

    Susanne Thomas nutzt zusätzlich ein besonderes Stilmittel: eine bildliche Beschreibung. Sie stellt Szenen als Bildkompositionen dar, wie Gemälde von Rembrandt, Vermeer oder anderen Malern der damaligen Zeit. Es entsteht der Eindruck einer Regieanweisung für ein Drama, das zunächst eine kurze Beschreibung der Szene enthält, um dann mit dem eigentlichen Dialog fortzufahren. Der Leser bekommt den Eindruck, einem Theaterstück zu folgen. 

     

    „Das andere Bild gleichmäßig durch das Kunstlicht dreier mehrarmiger Kandelaber ausgeleuchtet, die auf dem zentralen Esstisch platziert sind. Hinter der Tafel, mittig angeordnet und den Betrachter in strenger Symmetrie anblickend, präsentiert ein adliges Paar. […] Zur linken Seite des Tisches sitzt ein weiterer, wesentlich jüngerer Mann, der die Symmetrie der Bildkomposition auffallend stört.“ (S. 87)

     

    Nach einer ausgiebigen Beschreibung beginnt dann wieder ein Dialog. 

     

    „In einer plötzlichen Anwandlung fuhr Frans hoch. 

    »Ihr könnt mich nicht zwingen, Mijnheer!«“ (S. 88)

     

    Der Aufbau des Romans bekommt mit der Aufteilung Prolog – Kapitel – Kapitel – Epilog  und der bildlichen Beschreibung, die einer „Bühnenanweisung“ gleicht, ein Format eines offenen Dramas, denn das Ende bleibt bei einem Handlungsstrang offen.

    Diese interessante Mischung aus Roman und Dramaturgie bestimmt die Erzählung und vermittelt spannende und auch mit historischen Hintergründen belegte Ereignisse. Ein kleiner Blick des zeitgenössischen sozialen Milieus wird offengelegt. Die Rolle der Frau und auch die Macht der Religion wird thematisiert. Klassenunterschiede werden durch Frans und Margriet deutlich. Die Hugenotten Verfolgung in Frankreich im 16./17. Jahrhundert wird mit der Figur von Jacques symbolisiert.

     

    Das Cover zeigt eine tiefrot gefärbte Tulpe auf schwarzem Hintergrund. Die Schrift des Titels sticht ebenfalls in Rot hervor. Insgesamt vermittelt das Titelbild eine dunkle, geheimnisvolle Grund­stimmung.

     

    Fazit 

    In Zeiten des Tulpenwahns erzählt eindrucksvoll die holländische Tulpenmanie der 1630er Jahre. Es zeigt nicht nur, wie durch riskante Spekulationen der Markt für Tulpenzwiebeln aus dem Gleichgewicht geriet, sondern auch wie Menschen daran zerbrechen können. Wie bei einem Dominoeffekt geraten unendlich viele Schicksale ins Strudeln bis sogar der Tod sie einholt. 

     

    Doch was folgt nach dem Tulpenwahn? Bis heute hält die Sucht nach Schönheit und Reichtum an. Nicht nur bei den Tulpen. 

     

    „Die Sehnsucht nach Schönem treibt immer neue Blüten. Der Tulpenwahn, der 1636/37 in Holland seinen Höhe- und Wendepunkt erlebte, ist nur eine davon.“ (S. 234)

     

  18. Cover des Buches Allmen und der rosa Diamant (ISBN: 9783257241976)
    Martin Suter

    Allmen und der rosa Diamant

     (139)
    Aktuelle Rezension von: ECKIX

    Der bereits aus dem ersten Teil bekannte Lebemann Johann Friedrich von Allmen ist von einem mysteriösen Auftraggeber beauftragt worden, der Spur eines gestohlenen rosa Diamenten zu folgen. Die Allmen International Inquiries,  an der neben Allmen selbst auch (oder besser: nur?) sein Gärtner/Koch/persönlicher Assistent/Ratgeber/Freund/Stratege Carlos de Leon als stiller Teilhaber beteiligt ist, beginnt also mit ihren Ermittlungen. Während Allmen in ein Nobelhotel auf Rügen aufbricht (ganz nach seinem Geschmack), bleibt Carlos zu Hause und stellt die Kolumbianerin Maria Moreno als Reinigungskraft ein. Zwischen beiden Allmen-Bediensteten entwickelt sich eine sehr gutes persönliches Verhältnis: „Allmen liebte Personal, und Carlos liebte Maria Moreno.“ Allmen hingegen begibt sich auf Rügen in Gefahr und wird nach einem Todesfall von der Polizei vernommen.

    Wieder ein kurzweiliger, amüsanter und pointiert geschriebener Allmen-Roman, dessen Ende verblüffte und der an keiner Stelle langweilig war.

  19. Cover des Buches Wolfes of Wall Street - Ian (ISBN: 9783736313804)
    Lauren Layne

    Wolfes of Wall Street - Ian

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Sasa18

    Das Cover ist schön, jedoch nicht unbedingt etwas Neues oder Besonderes, das hervorsticht. Der Schreibstil von Lauren Layne gefällt mir gut. Ich habe es gerne, wenn die Handlung aus Sicht von beiden Protagonisten erzählt wird. So erfährt man etwas mehr über ihre Gefühle. 

    Ich konnte der Handlung gut folgen. Leider war ich von dieser jedoch etwas enttäuscht.  Nachdem ich von der Leseprobe so begeistert war, habe ich mich sehr gefreut, dass Buch im Rahmen der Leserunde lesen zu dürfen. Ich hatte mir jedoch vom Fortgang der Handlung etwas mehr erhofft. 

    Ein paar mehr Informationen, wie im Rahmen solcher Fälle ermittelt wird oder mehr Informationen im Allgemeinen zur Finanzwelt hätten mich sehr interessiert.

    Außerdem habe ich etwas die Spannung vermisst. Erst gegen Mitte der Geschichte hatte ich das Gefühl, dass Spannung aufkommt und die Geschichte langsam immer interessanter wird. 

    Die Gestaltung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ian und Lara passen gut zusammen. Lara hat ein Ziel vor Augen, das sie zielstrebig verfolgt. Jedoch handelt sie auch gerecht und hängt Menschen nicht einfach etwas an, um ihren Traumjob zu ergattern, sondern findet die Wahrheit heraus und gibt diese Erkenntnisse weiter. Das sie dafür sogar ihre Karriere aufs Spiel setzt, dafür hat sie meinen Respekt. Mir hat es sehr gefallen, gegen Ende zu erfahren, dass sie ihrem Traumjob trotz allem ein Stück näherkommt. 

    Ian schien auf den ersten Blick dem Klischee eines reichen Playboys zu entsprechen. Von sich selbst und seinen Fähigkeiten Frauen zu verführen eingenommen überzeugt. Umso schöner war es etwas mehr über ihn und die Fassade, die er aufgebaut hat zu erfahren. Meist verstellt man sich anderen gegenüber, um sich gegenüber diesen zu schützen. 

    Besonders gefallen haben mir die Nebencharaktere, die in den 2 folgenden Geschichten der Reihe die Hauptrolle spielen werden. 

    Ich bin schon gespannt zu erfahren, wie die 2 Pärchen zueinander finden werden. Leider dauert es noch bis Dezember bis der nächste Teil rauskommt. Also ist warten angesagt… 

  20. Cover des Buches Eine Billion Dollar (ISBN: 9783431041286)
    Andreas Eschbach

    Eine Billion Dollar

     (691)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eschbach denkt konsequent Szenarien durch (In diesem Fall: Welche macht verleiht unvorstellbar viel Geld?) und zeichnet seine Charaktere sehr gut. Es fällt leicht, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Leider findet die Geschichte kein ausgearbeitetes Ende. Nach einem sehr ausführlich geschriebenen Buch wirkt der Schluss fast, als sei dem Autor die Energie ausgegangen um noch weiter zu schreiben und er beendet das ganze sehr abrupt. So ist die Geschichte für mich nicht abgeschlossen...schade!

  21. Cover des Buches Fegefeuer der Eitelkeiten (ISBN: 9783499236747)
    Tom Wolfe

    Fegefeuer der Eitelkeiten

     (109)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    besitzt eine Wohnung in der Park Avenue, hat eine Frau, eine Tochter und eine Geliebte, die ihrerseits mit einem dreimal so alten widerlichen notgeilen Bock verheiratet ist. Sie verirren sich im Sportwagen Shermans in der Bronx und fahren einen jungen Schwarzen an, der daraufhin ein Jahr im Koma liegt und dann stirbt. Sherman wird ausgeforscht und vor Gericht gestellt. Schmierige Reporter, publicitygeile Staatsanwälte, Drogendealer, die jedem ihre Seele verkaufen, der dafür zahlt, eine betrügerische Immobilienmaklerin, 'Freunde', die sich abwenden, sobald es dem Protagonisten dreckig geht, Anwälte und ähnliche Landplagen, ein Prediger mit penetrantem Sendungsbewußtsein, unausstehliche Parties in der New Yorker Upper Class, etc. Die Wahrheit scheint überhaupt niemanden mehr zu interessieren, jeder darf auf den angeblich Schuldigen einprügeln, wie es ihm gefällt, die Angelegenheit bekommt eine Eigendynamik, die nicht mehr zu bremsen ist. Handlungsstränge verlaufen scheinbar ins Leere, werden aber unvermutet wieder aufgenommen, überraschende Wendungen machen die Geschichte fesselnd und abwechslungsreich, gleichzeitig handelt es sich um eine (gesellschafts-)kritische Milieustudie von großer Tiefe. Das Ganze über 925 spannende Seiten - große Leistung! Zwei Szenen haben mich besonders gefesselt: (1) die Verhaftung Shermans, sein Spießrutenlauf durch eine Meute von Reportern und Demonstranten und sein vorübergehender Aufenthalt in einer stinkenden, von Ungeziefer strotzenden Zelle, in der er von anderen Arrestanten bedroht wird; und (2) der Tod des Ehemannes seiner Geliebten, der in einem Luxusrestaurant einem Herzschlag zum Opfer fällt und dessen Todeskampf auf dem Boden des Lokals in der degenerierten Gesellschaft nicht einmal Entsetzen - von Hilfsbereitschaft und  Mitgefühl ganz zu schweigen -, sondern nur Gereiztheit über die Störung hervorruft. Daß ich einem Finanzhai Sympathie entgegenbringen könnte, habe ich mir vor dieser Lektüre nicht vorstellen können. Ein großartiger Roman!

  22. Cover des Buches Bullet Catcher - Wade (ISBN: 9783802586309)
    Roxanne St. Claire

    Bullet Catcher - Wade

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1

    Diesen Teil fand ich wieder sehr durchwachsen. Die Spannung ist mal mehr, mal weniger vorhanden und den erotischen Szenen konnten ich nix abgewinnen. Manche Stellen waren verwirrend und widersprüchlich. Insgesamt ganz okay für zwischendurch aber nichts super tolles. 

  23. Cover des Buches 25 Knoten (ISBN: B0872X5LMP)
    Liv Morus

    25 Knoten

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit "25 Knoten" hat Liv Morus eine spannende Geschichte geschrieben, die viel Verwirrung stiftet, Familiengeheimnisse aufdeckt und zeigt, wozu Menschen aus Profitgier fähig sind.

    Von der ersten bis zur letzten Seite ist man von der Geschichte gefesselt, von immer neuen Spuren quer über den Erdball.

    Nach dem Unfall des erfolgreichen Hamburger Reeders Magnus Johansson stellt sich die Frage, war es ein Unfall und wer war er wirklich? Nachdem ein Brief aufgetaucht ist macht sich seine Enkeltochter Maja auf die Suche nach der Verfasserin und kommt einem unfassbarem Geheimnis auf die Spur. Nichts ist mehr wie es scheint. Eine Entdeckung jagt die nächste bis es zum showdown kommt.

    Viele Personen tummeln sich in dieser Geschichte, aber alle sind, auch dank ihrer gut gewählten Vornamen, übersichtlich. Die Kapitel sind so gestaltet, dass der Leser zeitgleich an allen Schauplätzen sein kann.

    5* von mir.



  24. Cover des Buches Die Party bei den Jacks (ISBN: 9783442745111)
    Thomas Wolfe

    Die Party bei den Jacks

     (22)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Sprachlich hat mich das Buch sehr beeindruckt:
    Wolfe beschreibt abwechslungsreich, smart 
    und  detailverliebt die Szenerien und Personen, 
    die in seinem Roman über das Leben im New York
    der 20er Jahre eine Rolle spielen. Jedoch kam
    mir das Buch auch sehr unausgereift vor: So
    manches Kapitel, beispielsweise über die 
    körperlichen Beschreibungen von Mr Jack oder die
    Morgentoilette ihres Mannes, ufert völlig aus und
    zieht sich über viele Seiten, ohne einen Mehrwert 
    für die Geschichte an sich darzustellen. Wirklich
    interessant wird das Buch deshalb erst im letzten 
    Drittel, als es zu einem Brand kommt und Wolfes 
    Kritik am egozentrischen Verhalten der Upper Class 
    zum Tragen kommt. Für mich hat das leider nicht
    gereicht, deshalb nur drei Sterne.

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