Bücher mit dem Tag "bolschewismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bolschewismus" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.233)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Ein Grubenunglück, Familiendramen, Revolution - der erste Weltkrieg. Wieder einmal vereint Ken Follett verschiedene Schicksale miteinander, doch diesmal nicht nur in einer Region, sondern auf der Welt verteilt im 20. Jahrhundert.

    Die Balance zwischen Gesprächen, Handlungen und Beschreibungen werden über Tausend Seiten gehalten und die Spannung steigt stetig. Die Protagonisten sind alle klar und authentisch dargestellt.

    Mir hat die Kingsbridgereihe schon sehr gefallen, aber der Auftakt dieser Reihe spricht mich mit der Thematik und der Zeitspanne noch mehr an.

  2. Cover des Buches Ein Gentleman in Moskau (ISBN: 9783548290720)
    Amor Towles

    Ein Gentleman in Moskau

     (111)
    Aktuelle Rezension von: alex_we

    Habe diesen Roman nach "Eine Frage der Höflichkeit" gelesen und muss leider sagen, dass dieser Roman nicht so gut gelungen ist. Habe das Buch nicht in einem durch lesen können. Ein halbes Jahr Abstand habe ich gebraucht - aber das Cover schaut Bombe aus!

  3. Cover des Buches Die Leben der Elena Silber (ISBN: 9783596704149)
    Alexander Osang

    Die Leben der Elena Silber

     (75)
    Aktuelle Rezension von: ingaburg


    Familiengeschichte vereint mit 100 Jahre russischer Geschichte haben mich in den Bann gezogen – 617 Seiten sehr gut geschriebene Literatur von Alexander Osang.

     

    Worum geht es?

     

    Es geht um die bewegte Lebensgeschichte von Jelena, die 1902 in Russland geboren wurde, um ihre Familie und um diverse Umsiedlungen. Auf einer zweiten Zeitebene begleitet man ihren Enkel Konstantin, der mehr über die Vergangenheit seiner Familie erfahren möchte. Die Geschichte der Elena Silber wird eingekreist und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Man durchlebt Kriege und Revolutionen, Stalins Geburtstag, radikale Umbrüche voller Brutalität, einen Urgroßvater, der als Revolutionär von Befürwortern des Zaren umgebracht wird, eine Großmutter, die fünf Töchter großzieht und vieles mehr.

    Meine Meinung: 

    Ein lesenswerter Schmöker mit einer Portion Witz und Leichtigkeit, der mir auch inhaltlich gut gefällt. Insgesamt ein sehr vielschichtiges Buch über das Erinnern und das Vergessen und über das Begreifen der eigenen Familiengeschichte. 

  4. Cover des Buches Die permanente Revolution (ISBN: 9783886340613)
    Leo Trotzki

    Die permanente Revolution

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Auf zum letzten Verhör (ISBN: 9783570005613)
    Jochen Steffen

    Auf zum letzten Verhör

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Roter Zar (ISBN: 9783426510490)
    Sam Eastland

    Roter Zar

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: 

    1929 irgendwo in der sibirischen Taiga

    Seit neun Jahren arbeitet Pekkala als Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedienungen für ein Holzfällerkommando. Eigentlich sollte er längst tot sein. Ehemals führte er als enger Vertrauter des Zaren Sonderaufträge aus. Nach der Revolution hatte man ihn verbannt. Doch plötzlich scheinen die neuen Machthaber wieder Verwendung für ihn zu haben. Er soll herausfinden, wie die Romanows starben und wo ihr legendärer Schatz geblieben ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn Stalin "der rote Zar" persönlich ist am Erfolg der Mission interessiert...

    Meine Meinung: Ein packender Schreibstil hat mich schnell in die Geschichte hineinfinden lassen. Eingebettet in die turbulente Geschichte Russlands zu jener Zeit, jagt Pekkala einem brisanten Geheimnis hinterher - seine Gegner immer dicht auf den Fersen. Die Wechsel zwischen dem "Jetzt" und der Zeit von Pekkalas früherem Leben in der "Zarenzeit", transportieren gekonnt die nötigen Informationen und unaufdringlich Russlands Geschichte. 

    Der Protagonist Pekkala war mir sehr sympathisch. Er scheint ein ganz besonderer Mensch zu sein. Der junge Kommissar Kirow, verblendet von der kommunistischen Ideologie und Pekkalas Bruder Anton, der ebenfalls Karriere unter Stalin machen will, stehen ihm bei den Ermittlungen zur Seite. Auch diese beiden machen mit fortschreitender Handlung eine interessante Entwicklung durch. 

    Während der Leser im ersten Teil eher mit den Personen und dem Land (und seinen Ungerechtigkeiten) vertraut gemacht wird, wird der zweite Teil temporeicher und es kommt endlich Spannung auf. Natürlich darf auch ein Showdown nicht fehlen - auch wenn er etwas dürftig ausfällt. Das Ende hat mich ein wenig irritiert, denn hier scheint mir Pekkala seine eigenen Prinzipien zu verraten, was meiner Meinung nach dem vorher gezeichnetem Charakter widerspricht. Schade.

    Mein Fazit: Dieser Kriminalroman hat mich wirklich sehr gut unterhalten und letztendlich konnte mich auch Kirow überzeugen ;). Ich freue mich schon auf weiter Abenteuer mit Pekkala. 

  7. Cover des Buches Der europäische Bürgerkrieg 1917 - 1945 (ISBN: 9783549072165)
  8. Cover des Buches Radek (ISBN: 9783442733606)
    Stefan Heym

    Radek

     (5)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle
    Heym schreibt eine romanhafte Biographie über den "verantwortlichen Hofnarren der Revolution" (wie er anderweitig genannt wurde). Radek stammt aus Lemberg, engagierte sich vor dem Ersten Weltkrieg auf dem linken Flügel der deutschen Sozialdemokratie, emigriert während des Krieges als Pazifist in die Schweiz, reist in dem berühmten Eisenbahnwagon mit Lenin nach Petersburg, unterstützt die Oktoberrevolution als Journalist, dient als Verbindungsmann zwischen Lenin und den deutschen Sozialisten, beteiligt sich deshalb an der deutschen Novemberrevolution, steht nach Lenins Tod auf der Seite Trotzkis, versöhnt sich mit Stalin, fällt wieder in Ungnade. 1937 wird er nach einem Schauprozess zu 10 Jahren Haft verurteilt. Über die Umstände seines Todes im Lager gibt es nur Gerüchte.

    Interessant ist der bolschewistische Blick, mit dem Heym durch Radek auf die deutsche Geschichte schaut. Man sieht, wie verzweifelt Lenin nach der Oktoberrevolution auf die deutsche sozialistische Revolution wartete, wie die Novemberrevolution fast schon zu spät kommt und sich nach dem Sieg der bürgerlichen Demokratie in Deutschland alle Hoffnungen auf eine weltweite Ausbreitung der klassenlosen Gesellschaft zerschlugen. Heym stellt hier durchaus die Frage, ob der sowjetische Kommunismus in einer sozialistischen Welt nicht demokratisch geblieben wäre. Dann hätte Stalin nicht wie in einer belagerten Festung jeden Anschein von Opposition unterdrücken können. Womöglich wäre er nie Generalsekretär der KPSU geworden.

    Auch die Aufstände 1923 in Hamburg, Sachsen und Thüringen werden in einen größeren Zusammenhang eingeordnet und wirken dann nicht mehr wie lächerliche Versuche ein paar verrückter Kommunisten. 

    Aber das ist natürlich kein Geschichtswerk sondern auch ein Unterhaltungsroman und dafür greift Heym ebenfalls in die Vollen. Radek selbst lieferte die besten Anekdoten und da bedient sich Heym hemmungslos, dann geht es in dieser Zeit oft genug um Leben und Tod, was Heym in rasante Szenen umsetzt. Am stärksten ist er aber am Ende des Romans, wenn die Hoffnung auf eine gerechte Welt, die die Gruppe der "alten Bolschewisten" in der Oktoberrevolution antrieb, nach und nach im Terror der Stalinzeit erstarrt. Radek merkt, dass er immer mehr an den Rand gedrängt wird und schließlich vereinsamt. Der Prozess besiegelt diese Entwicklung dann.

    Wie er in diesem Prozess dann aber seinen Ruf vor der Nachwelt rettet, ist wieder ein Kabinettstückchen, das eines Hofnarren würdig ist!

  9. Cover des Buches Fall of Giants (ISBN: 9780142428283)
    Ken Follett

    Fall of Giants

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Saralonde

    Vorbemerkung: Ich habe die Macmillian-Version mit John Lee als Sprecher gehört.

    Deutscher Titel: Sturz der Titanen

    Am Vorabend des 1. Weltkrieges. Schauplätze und Charaktere aus Wales, London, Russland, Deutschland und den USA. In Wales der junge Billy Williams, der mit 13 Jahren zum ersten Mal in die Grube einfährt. Seine Schwester Ethel, hochintelligent, Hausmädchen auf dem Anwesen des Earls Fitzherbert, die den Fehler begeht, sich zu verlieben. Ebendieser Earl Fitzherbert und seine Frau, die russische Prinzessin Bea. Fitz’ Schwester Maud, die für Frauenrechte kämpft. Der junge, deutsche Diplomat Walter von Ulrich, der alles dafür tut, den Krieg zu verhindern. Der junge Amerikaner Gus Dewar, ein Berater von Präsident Wilson. Grigori Peschkow, ein russischer Arbeiter, und sein immer in Scherereien verwickelter Bruder Lew, die unter dem Zarenregime zu leiden haben.

    Um diese Charaktere webt Ken Follett seinen genialen Roman, der gleichzeitig eine Geschichtsstunde über den 1. Weltkrieg und über das Ende der Adelsära ist. Dies soll niemanden abschrecken, der sich vor Geschichte graust, das Buch ist höchst unterhaltsam und spannend, mit vielschichtigen, faszinierenden Charakteren, die man schnell liebgewinnt, mit denen man mitleidet oder sich über die man sich aufregt, die einen ob ihres Talents, sich in Schwierigkeiten zu bringen, verzweifeln lassen. Meine Lieblingsfigur: Ethel Williams, bei der man sich recht schnell denken kann, was ihr zu Beginn passieren wird, deren weitere Entwicklung jedoch völlig unvorhersehbar ist.

    Ken Follett lässt seine Charaktere auf die Protagonisten des Weltgeschehens treffen, Winston Churchill, Edward Grey, David Lloyd George, Präsident Wilson, Lenin und sogar das britische Königspaar. So werden wir Zeuge dessen, was sich im Vorfeld des 1. Weltkrieges, der Julikrise, dem Krieg selbst und auch danach abgespielt hat. Folletts Interpretation des Krieges ist dabei höchst modern, die Kriegsschuld wird keineswegs nur den Deutschen und Österreichern zugetragen, wie es lange üblich war. Sehr gut finde ich auch Folletts Vorgehensweise, die realen Charaktere Dinge sagen zu lassen, die sie tatsächlich zu einem Zeitpunkt geäußert haben, nur eben in seine Romansituation eingebaut. Das macht das Buch umso überzeugender.

    Das Buch ist das beste, was ich bisher von Ken Follett gelesen habe, eine absolute Empfehlung für alle! Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, den ich mir schon heruntergeladen habe.

    Zum Sprecher: John Lee vollbringt hier wirklich eine Meisterleistung. Nicht nur sprechen alle Hauptcharaktere mit dem spezifischen Akzent, der ihrer Herkunft entspricht (vor allem bei den Walisern seeehr nett :-)), er gibt bestimmten Personen auch eine ganz individuelle Note, sogar bei absoluten Nebencharakteren. So lässt er etwa Fitz’ Anwalt absolut snobbish klingen. Auch das Lesetempo ist absolut angenehm. Für den Sprecher gehen ebenso alle Daumen hoch wie für das Buch selbst!

  10. Cover des Buches Gab es eine Alternative zum Stalinismus? (ISBN: 9783886340682)
  11. Cover des Buches Die Kunst, die Welt zu sehen (ISBN: 9783886340774)
    Alexander K Woronski

    Die Kunst, die Welt zu sehen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: alma
    Aleksander Woronski ist einer der bedeutendsten Essayisten Russlands, der akribisch, gewissenhaft, scharfsinnig und freigeistig Stellung nahm zu politischen Ereignissen, Kunst und Kultur, gesellschaftlichen Veränderungen und schließlich der umfassenden Neustrukturierung der Verhältnisse im Russland des 20. Jahrhunderts, einem von Bürgerkrieg und Revolution, Umsturz und final Terror bestimmten Land am Rande der westlichen Zivilisation. In diesem Band finden sich, erstmalig in deutscher Veröffentlichung, seine wichtigsten Schriften der Jahre 1911 bis 1936, in denen er als Wegbegleiter Trotzkis zu den hereinbrechenden Scheußlichkeiten des Stalinismus Position bezieht und dafür bitter bestraft wurde: A.K. Woronski wurde zunächst aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen, später verbannt und schließlich im Jahre 1937 hingerichtet. Seine Werke wurden verboten und vernichtet, sein Andenken jedoch bis heute bewahrt und ist dankbarerweise nun auch des Russischen unkundigen Lesern und Leserinnen zugänglich.
  12. Cover des Buches Sibirisches Tagebuch (ISBN: B0000BHLC0)
    Edwin Erich Dwinger

    Sibirisches Tagebuch

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Der junge Stalin (ISBN: 9783104029962)
    Simon Montefiore

    Der junge Stalin

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Josef Djugashvili ist in einem schwierigen Elternhaus aufgewachsen, erlebt Armut, Unterdrückung und Alkoholisms. Er lernt das Gangsterhandwerk auf der Straße in Jugendbanden. Er wendet sich dem Marxismus zu und widmet sich voll der Revolution. Zehn Jahre lang besteht sein Leben aus Bankraub, um Geld für Lenin zu beschaffen, Flucht, verstecken, Frauen und Verbannung. Die Handlung bleibt die selbe, Namen wechseln. Für den Leser heißt es durchhalten, denn irgendwann, als das kriegsgeschüttelte Russland schwach wird, schlägt Stalin, Trotzky und Lenin zu. Brilliant recherchiert, für den Geschichtsinteressierten eine Fundgrube,
  14. Cover des Buches Satans Banker (ISBN: 9783941956667)
    Andrew Carrington Hitchcock

    Satans Banker

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Hitler und Stalin (ISBN: 9783442128457)
    Alan Bullock

    Hitler und Stalin

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Der Wolkenfänger (ISBN: 9783453873797)
    Richard Rayner

    Der Wolkenfänger

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ovidia
    Der Wolkenfänger von Richard Wayner spielt in Finnland und im New York der 20er Jahre. Nach dem Selbstmord seiner Mutter lebt Esko, der in dem von ihr angezündeten Haus schwere Verbrennungen im Gesicht davontrug, bei seinem bolschewistischen Vater Timo auf, der auch der Lehrer des kleinen finnischen Dorfes ist und ein Trinker obendrein. Er tyrannisiert und prügelte den Sohn, bis dieser schließlich flieht und wenige Tage später, als man ihn auf einer kleinen Insel auf dem See gefunden hat dem Dorfpfarrer zur Erziehung gegeben. Den finalen Streit mit seinem Vater hatte zuvor ein Artikel über einen Aufzug in einem amerikanischen Wolkenkratzer gegeben. Den hatte Esko in der vom Pfarrer mitgebrachten und dem Vater verhassten schwedischen Zeitung gefunden und in der Nacht heimlich ausgeschnitten. Von da an, will Esko Architekt werden und einen Wolkenfänger, so werden Wolkenkratzer in Finnland genannt, bauen. Während sein Vater sich aktiv an den bolschwistischen Umsturzversuchen in Finnland beteiligt und sogar mit Lenin zusammen als Redelsführer auftritt, verbleibt Esko beim Pfarrer und bereitet sich auf sein Studium vor. Auf einem Dorffest begeggnet er einem wunderschönen russischen Mädchen, Katharina. Sie gibt allen Jungen des Dorfes, die sie um einen Tanz bitten einen Krob, indem sie ihnen einfach ein kleines Spiegelchen ins Gesicht hält. Mit Esko tanzt sie und der verliert mit nur 10 Jahren sein Herz an die schöne Unbekannte. Die Geschichte ist wundervolll, spannend, voller überraschender Wendungen und manchmal auch tieftraurig! Deswegen verrate ich nun nicht weiteres über den Inhalt, sondern sage: Selber lesen!!!
  17. Cover des Buches Stalins Tochter (ISBN: 9783776627145)
    Martha Schad

    Stalins Tochter

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Aeryn
    Dieses Buch ist wirklich eine herbe Enttäuschung. Da hat Martha Schad mit Swetlana Allilujewa eine Person, die als Stalins einzige Tochter mitten im Zentrum der Macht (und des Terrors) der Zeit des Stalinismus war und macht daraus eine harmlose Trallalageschichte, bei der man irgendwann anfängt, sich zu fragen, warum über diese Frau überhaupt eine Biografie geschrieben werden musste. Swetlana bleibt farblos, wenig greifbar, ihre Lebensgeschichte ließe sich mit wenigen Worten beschreiben: jüngstes Kind von Stalin, Selbstmord der Mutter, Schule, Studium, frühe Heirat, Kind, Scheidung, Heirat, Kind, Scheidung, vielleicht noch ein paar Heiraten, Tod Stalins, Flucht in die USA, Beschäftigung mit Selbstzweifeln. Dummerweise kam Frau Schad auf die Idee, dieses an sich unbedeutende Leben einer unbedeutenden Frau auf fast 400 Seiten auszuwalzen. Aber das ist noch einmal das Schlimmste. In dem Buch wimmelt es von gravierenden Fehlern und ärgerlichen Flüchtigkeitsfehlern sowie Widersprüchen, die weder der Autorin noch dem (wahrscheinlich nicht existenten) Lektor aufgefallen sind. Frau Schad schwelgt in Gerüchten und Vermutungen, denen sie augenscheinlich den Vorzug vor Fakten gibt, die man in diesem Buch ohnehin mit der Lupe suchen muss. Auch fühlt man sich durch ihre Schreibweise an einen Schundroman erinnert, alle Frauen sind atemberaubend schön, alle Männer gnadenlos attraktiv (allerdings hätte sie die Fotos weglassen sollen, um diese Behauptungen zu halten – die nebenbei bemerkt teilweise wie lächerliche Auszüge aus dem Fotoalbum von Herrn und Frau Normalo wirken). Das größte Ärgernis ist aber, dass es der Autorin in keinster Weise gelingt, einen roten Faden in ihre Arbeit zu bekommen. Sie springt vor und zurück, erzählt mal hiervon und mal davon, was verbunden mit den, für Westeuropäer nicht gerade einprägsamen russischen Namen, bei denen auch munter zwischen diversen Spitznamen und den richtigen Namen wechselt wird, zu einem schwer zu ertragenden Kuddelmuddel führt.
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