Bücher mit dem Tag "bonn"
71 Bücher
- Juli Zeh
Spieltrieb
(428)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannDie 28. Auflage dieses erstmals 2004 erschienen Roman von Juli Zeh sprechen eine eindeutige Sprache: Das Buch ist ein literarischer Leckerbissen – immer noch. Und wird es in seinen grundsätzlichen Aussagen über das Menschsein und sein Ringen um den Sinn des Lebens auch bleiben.
Das Leben als Spielball der Evolution zu betrachten ist landläufige Praxis. Zumal dieser epochale Begriff inzwischen seinen Zusatz „-Theorie“ verloren hat und daher als gesichertes Wissen gilt. Allerdings gelten diese Mechanismen nicht für das Zusammenleben der Menschen, die nach wie vor um Wahrheit, Wirklichkeit und Gerechtigkeit ringen, um nur drei der wichtigsten Sehnsuchtsziele zu nennen. Wie schwankend dieses Fundament ist, wird in diesem phänomenalen Buch bis „aufs Blut“ seziert und den Leser:innen in oft schwer verdaulichen Brocken präsentiert. Welche Rolle dabei Herkunft und Umfeld spielen, werden hier eindrücklich geschildert, ebenso die Möglichkeiten, durch Entscheidungen, das Leben (bewusst) in unvorhergesehene Bahnen zu lenken. Und wenn das Ringen um Wirklichkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit zu einem Spiel mutiert, um tiefere Einblicke oder andere Erkenntnisse zu ermöglichen, dann nimmt diese Auseinandersetzung eine qualitative Hürde, in der so manches Oberseminar Honig saugen kann – und zwar aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen, beginnend mit Philosophie, Politik (Historie) und Rechtkunde und lange noch nicht endend bei den psycho-sozialen Fächern. Was hier die drei Protagonisten „spielerisch“ bewältigen, ist die hohe Kunst eines fächerübergreifenden Diskurses, auf der Grundlage eines „Spiels“, das unter die Haut geht.
Dieses Buch quillt über vor lauter kluger Sätze, nachdenkenswerte, inspierierende, ja, auch tieftraurige Sätze, die nicht nur schillern, sondern auch Gefühle mobilisieren und den Intellekt herausfordern: „Zeit ist das Einzige, was dem Menschen fehlt […] Darüber hinaus gibt es nur Simulationen von Besitz, sei es an Gefühlen, Schönheit oder Geld.“ Zeit braucht man für dieses Buch, immerhin ist es knapp 570 Seiten stark. Die Zeit dafür ist nicht verschwendet – versprochen …
(28.6.2026)
- Heike Specht
Die Frau der Stunde
(144)Aktuelle Rezension von: HelefloHier wird eine fiktive Politikerin völlig überraschend zur Außenministerin, weil ihr Parteikollege Mist gebaut hat.
Das ganze spielt 1978/1979, zu dieser Zeit waren Frauen in der Politik Mangelware und wurden auf keinen Fall Minister und Vizekanzler.
Daher wissen die Herren gar nichts mit einer Frau anzufangen, die nicht Kaffee serviert und das Essen aufträgt.
Von daher ist das Gedankenspiel der Autorin ganz interessant und man erkennt zu manch damaligem echtem Politiker die Parallelen, auch wenn die Namen nicht echt sind.
Außerdem geht es um die Revolution in Iran, wo die noch heute regierenden Mullahs an die Macht kamen. Das ist authentisch geschrieben und durchaus interessant, aber nichts neues.
Alles in allem ein unterhaltsames Buch, in dem die Jahrgänge vor 78 durchaus einiges wiedererkennen.
- Stephan Thome
Fliehkräfte
(69)Aktuelle Rezension von: CalipsoEin schöner Schreibstil der leicht durch das Buch gleitet, verpackt in einer Geschichte die wohl auf seine Art und Weise jeder mal vielleicht erlebt.
Ein Buch welches man immer weiter lesen möchte mit einem nicht auflösbarem Ende. Das braucht es auch in diesem Fall nicht weil das Leben nicht immer so eindeutig ist.
- Leyla J. Ağca
Freiheitsflüstern
(24)Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincessInhalt: Als Mera in der Villa Cadieux als Dienstmagd anfängt, hat sie nur ein Ziel: Genug Geld zu sammeln, um ihre Familie über Wasser zu halten. Zu diesem Zweck scheut sie auch nicht vor dem ein oder anderen Diebstahl zurück. Nur Célian, einer der Söhne der Gräfin Cadieux, weiß, wer sie wirklich ist - und treibt Mera mit seiner unverschämten Art häufig fast in den Wahnsinn. Doch Célian ist mit dem Kopf nicht nur bei Mera, sondern auch verbissen darauf, seine 13-jährige Schwester von ihren Heiratsplänen abzuhalten. Und während sowohl Célian als auch Mera dafür kämpfen, ihre Familien zu retten, wird ihnen klar, dass sie sich vielleicht mehr ähneln, als ihnen lieb ist...
Fazit: "Freiheitsflüstern" besticht nicht nur durch einen sehr angenehmen Schreibstil, sondern auch durch unheimlich authentische Figuren. Es ist der erste historische Roman, den ich gelesen habe, in dem Jugendliche auch einfach mal das waren: Jugendliche. Dadurch ist es der Autorin gelungen, eine einzigartige Atmosphäre zu erschaffen, in der ich mich stundenlang verloren habe. Außerdem würde das Thema der Aufklärung auf eine Weise eingearbeitet, die aktueller nicht sein könnte - ich bin begeistert.
Empfehlung: Definitiv! Ich überlege schon, welcher Jugendlichen ich dieses Buch gern schenken würde - aber auch junge Erwachsene können viel Freude mit dieser Geschichte haben.
- Hagen Ulrich
Böses Blut der Vampire
(35)Aktuelle Rezension von: BookdiaryInhaltDie beiden Vampire Jan Meyer-Frankenforst und Elias Al-Buchari sind glücklich zusammen und leben im beschaulichen Bonn. Da klopft Jans Hetero-Vergangenheit an, in Gestalt der schwer kranken Sophie Harrach, die dem überraschten Jan zwei blonde kleine Racker präsentiert, Folgen einer Jahre zurücklie-genden Affäre. Sophie bittet die beiden, ihre Söhne aufzunehmen. Sie will nicht, dass die beiden Jungs in die Hände des Großvaters, des konservativ-bigotten Stadtrates Peter Harrach fallen.Auch für Sophies flippigen und ungeouteten Bruder Sebastian ist das frömmelnde Klima in seinem El-ternhaus der pure Horror. So oft es geht, flieht Basti zu seinem besten Kumpel Malte, mit dem er Fantasy Spiele programmiert. Beide wollen der spießigen Kleinstadt Plauen, der Hölle des sächsischen Vogtlandes, lieber heute als morgen den Rücken kehren.Auf einer Party im Plauener Szene-Club Sodom verschwimmen für Sebastian die Grenzen zwischen Realität und Fantasy. Er begegnet einem echten Vampir und kann gerade noch flüchten. Als Sebastians Vater eine Geschäftsbeziehung mit zwei rumänischen Investoren eingeht, die er zum Abendessen einlädt, kommt es noch schlimmer. Sebastian sieht sich dem überraschten Vampir aus dem Club gegenüber. Bis auf Mord läßt der fast nichts aus, um den Jungen zum Schweigen zu bringen.Als Malte und sein Kumpel zum Studium nach Bonn umziehen wollen, sind sie froh, dem nervigen Vampir Cosmin und seinem ebenso bissigen Onkel Ioan entkommen zu sein. Sebastian freut sich, in der Nähe seiner kranken Lieblingsschwester zu sein. Doch Studentenbuden in Bonn und Köln sind knapp. Da präsentiert Sebastians ahnungsloser Vater seinem entgeisterten Sohn den Vorschlag Ioans, mit Cosmin eine WG zu gründen. Der intrigante Ioan benutzt Bastis Vater für seine ganz eigenen Pläne. Und Sebasti-an fragt sich bald, wer von den Dreien wirklich das Monster ist.Auch Cosmin hat Probleme, denn seine unorthodoxe Ernährung fällt bald der Bonner Polizei auf. Und dann werden die Vampire Jan und Elias auf den Eindringling aufmerksam.
Zitat"Es klingelte an der Tür der alten Fabrikantenvilla im Villenviertel von Bad Godesberg."
MeinungDas Cover finde ich sehr ansprechend. Es zweigt eine Illustration von Sebastian, wodurch man sich diesen Charakter noch besser vorstellen kann. Es passt deshalb auch super zu dem Buch. Es ist einfach ungleichschön gemacht und auch sehr hochwertig.
In dem Buch geht es vor allem um Sebastian. Der Klappentext verrät nicht all zu viel über das Buch. Sebastian, hat es nicht leicht in seinem Leben. Er wächst in einer sehr konservativen Familie auf und ist zudem auch noch schwul. Als er dann auch noch auf den Vampir Cosmin trifft versinkt sein leben in einem totalen Chaos. Soll er seinen Gefühlen folgen oder doch seinen Instinkt, das dieser Vampir doch nicht so ganz ungefährlich ist? Und wie reagiert sein Vater auf das ganze?
Das Buch beginnt bei Jan und Elias. Man lernt die beiden Kurz kennen, was gut war, da ich den ersten Teil nicht kennen, nun aber doch gerne lesen würde. Doch schon nach den ersten Kapitel wechselt die Perspektive zu Sebastian. Den meisten Teil des Buches verbringt man in seiner Perspektive was mir gut gefallen hat. Aber auch die anderen Chartere haben einen guten und ausführlichen Einblick in die Welt und die Geschichte geliefert. Unterstichen wurde das ganze durch die Zahlreichen Illusionen die das Buch durchziehen. Sie passen einfach so gut in das Buch und verdeutlichen alles noch mehr. Der Spannungsbogen im Buch hat mir auch sehr gut gefallen. Man merkt die Spannung zwischen den beiden Hauptcharakteren, doch Sebastian macht es Cosmin nicht allzu leicht, was super war.
Das Buch hat mich einfach gefesselt. Mir gefällt die Thematik gut, da es um einen schwulen Jungen geht in einer sehr Konservativen Familie, der sich los lösen möchte. Auch der Fantasie Aspekt passt sehr gut. Ich mag einfach Vampire und Cosmin ist ein richtig guter Bad Boy Vampir. Auch hat mir gefallen, das alles sehr detailliert beschrieben. Es hat sich aber nichts gezogen und war die meiste Zeit spannend. Es hat aber auch eine gewisse Ernsthaftigkeit da es sich auch etwa mit Politik beschäftigt, was ich auch gut fand. Was soll ich zu den Charakteren sagen? ich habe sie einfach geliebt. Sebastian war zwar manchmal etwas stur und zickig, aber er entwickelt sich im Buch ,was sich sehr bewundere. Cosmin ist auch total toll. Er ist ein dunklere Vampir mit vielen Geheimnissen, hat aber auch einen weichen menschlichen Kern. Den vor allem Sebastian zu sehen bekommt. Aber auch die Nebencharakter kann man einfach nur ins Herz schließen. Man fiebert jede Seite mit und fragt sich wie es wohl weitergehen wird.
Der Schreibstil des Autors hat mich wirklich begeistert. Mit viel liebe zum Detail. Aber auch Spannung und Gefühl. Er hat eine Wahnsinnig schöne und intensive Liebesgeschichte erschaffen. Die für jeder man was ist.
Das Buch mit einem Wort: Familie
FazitDas Buch hat mich einfach nur begeistert in allen Hinsichten. Einen haben Stern ziehe ich ab, da Sebastian manchmal sehr sehr nervig war. Aber an sonst eine 1A Buch. Deshalb bekommt es 4,5 von 5 Sternen. - Henk Simon
Die Odyssee 3er Bienen
(30)Aktuelle Rezension von: GluecklicheDas Buch „Die Odyssee 3er Bienen“ von Henk Simon hat mich wegen des geheimnisumwitterten Titels und des wunderhübschen Covers neugierig gemacht. Hinzu kam der Klappentext, der eine spannende Handlung verspricht: die Rettung der Menschheit durch die Rettung der Bienen.
Die Umsetzung ist recht interessant. Drei befreundete Drohnen werden in Menschen verwandelt und sollen in der Welt der Menschen für Umweltschutz und die Sicherung der Lebensgrundlagen der Bienen sorgen.
Das ist nett zu lesen, wobei es schon noch wirkungsvoller hätte sein können. Die drei Drohnen haben auch nicht die besten Umgangsformen und Ausdrucksweisen. Ihrem Ziel kommen sie während ihrer Mission nur bedingt näher.
Am Ende wird auf eine Fortsetzung verwiesen, die ich für nötig erachte, da viele Fragen in dieser Geschichte offenbleiben.
Mein Eindruck ist, dass das Buch ein hehres Ziel verfolgt, in der Umsetzung jedoch leicht vom Wege abkommt und vieles nur in Ansätzen passiert.
Dennoch habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt.
- Dean Koontz
Gefürchtet
(20)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDean Koontz - Gefürchtet: Thriller (Jane Hawk, Band 3)
Dean Koontz beherrscht weiterhin einen bildhaften Schreibstil, mit dem man schnell in die Geschichte versetzt wird. Dieser Teil war irgendwie noch spannender als die vorherigen. Die Ex-FBI-Agentin Jane Hawk, die den Kampf gegen einen übermächtigen Gegner aufgenommen hat, glänzt auch hier wieder. Sprachlich fand ich das Buch wie immer sehr gut zu lesen, es ist rasant und gut erzählt, die oft sehr langen Sätze sind gut formuliert. Ein spannungsgeladener Thriller rund um die meistgesuchte Frau Amerikas.
Als Ex-FBI-Agentin Jane Hawk im Tod ihres Mannes ermittelte, stieß sie auf eine Verschwörung von höchstem Ausmaß: Eine elitäre Gruppe, die Arkadier, haben sich vorgenommen, die USA nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Dazu nutzen sie Nano-Kontrollmechanismen, die ihrem Opfer den freien Willen rauben. Die sogenannten »Angepassten« führen aus, was ihnen gesagt wird - und wenn es der eigene Selbstmord ist.
Immer mehr Arkadier fürchten die Enttarnung durch Jane. Je höher sie in deren Ränge vorstößt, desto gefährlicher wird es für sie - und ihren fünfjährigen Sohn Travis. - Brigitte Glaser
Rheinblick
(101)Aktuelle Rezension von: lisolino„Rheinblick“ von Brigitte Glaser ist ein Roman, der weniger durch eine spannende Handlung als durch seine Figuren und die Atmosphäre lebt. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Charaktere und ihr Lebensgefühl – besonders das der jüngeren Generation Anfang der 1970er-Jahre. Die Autorin zeichnet ein stimmungsvolles Bild dieser Zeit am Rhein und legt viel Wert auf zwischenmenschliche Dynamiken und persönliche Entwicklungen.
Mir persönlich fiel es jedoch etwas schwer, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Da die Handlung eher ruhig und wenig handlungsgetrieben ist, brauchte ich einige Zeit, um mich auf die Figuren und ihren Alltag einzulassen. Wer einen klar strukturierten Plot erwartet, könnte hier möglicherweise Geduld brauchen.
Der am Rand mitlaufende Kriminalfall hat für mich letztlich den entscheidenden Spannungsbogen geliefert. Ohne dieses Element hätte ich das Buch vermutlich nicht bis zum Ende gelesen.
Insgesamt ist „Rheinblick“ vor allem ein Roman für Leserinnen und Leser, die sich für Charakterstudien und das Lebensgefühl der 70er Jahre interessieren. Wer dagegen eine durchgehend spannende Handlung sucht, wird hier möglicherweise weniger auf seine Kosten kommen.
- Matthias Brandt
Raumpatrouille
(126)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Kind sein ist nicht immer leicht, noch weniger, wenn sich das Erwachsen werden vor den Augen der Öffentlichkeit und hinter durchgeklügelten Sicherheitsmaßnahmen stattfindet. Davon berichtet Matthias Brandt in seinem Episodenroman. Er sehnt sich nach einer ganz normalen Jugend, ohne Sicherheitspersonal, mit Familienabenden vor dem Fernseher oder Brettspielen und gemeinsamen Ausflügen, also vor allem gemeinsame Zeit mit den Eltern, die diese nicht haben.
Die teilweise humorvollen, gut geschriebenen Geschichten erfährt man viel über das Seelenleben eines Jungen, der in Berührung kommt mit der ganz großen Politik und doch nur auf der Suche nach sich selbst ist. Für alle, die zur Zeit von Matthias Brandt Kind waren ist es eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit mit „Der große Preis“, dem Bonanzafahrrad und ganz vielen Erinnerungssplittern. In jedem Fall ein lesenswertes Büchlein.
- Matthias Brandt
Raumpatrouille
(10)Aktuelle Rezension von: Claudia107Dieses Hörbuch besteht aus 3 CD's, hat eine Lauflänge von 3 Stunden, 16 Minuten (ungekürzte Lesung) und wird von dem Autor Matthias Brandt höchstpersönlich vorgetragen. Das hat er auch wirklich richtig gut gemacht, denn er weiß auch am allerbesten was er wann besonders betonen muss.
Matthias Brandt erzählt hier von seiner Kindheit als jüngster Sohn des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, die auch oder trotzdem relativ normal abgelaufen ist. Wir werden hier zurückversetzt in die 70er Jahre von Matthias Gedankenspiele, Phantasie und Erlebnisse. Sein Vater schneidet bei diesen Erzählungen nicht wirklich gut ab, bei mir kommt er eher unsympathisch rüber.
Für alle die in den 70er Jahren großgeworden sind kann ich es wirklich empfehlen, ich habe mich auf jeden Fall zurückversetzt gefühlt und war viel am Schmunzeln, aber Matthias Brandt Erzählungen und Ausschmückungen sind einfach manchmal zu köstlich!
- Carola Jürchott
Der Troll und die Buchstaben
(12)Aktuelle Rezension von: misery3103Das Buch „Der Troll und die Buchstaben“ bringt Kindern das Alphabet nahe, indem zu jedem Buchstaben eine Geschichte erzählt wird. Es handelt von dem Jungen Corbinian, der einen Troll trifft, der alle Buchstaben aus den Büchern einer Bibliothek klaut. Er will sie erst zurückgeben, wenn Corbinian ihm zu jedem Buchstaben eine passende Geschichte erzählt. Wenn Corbinian das schafft, sind am Ende alle Buchstaben wieder da, wo sie hingehören.
Die Idee ist wirklich zauberhaft und auch die Geschichten zu den einzelnen Buchstaben lesen sich gut und sind lustig und spannend. Für Leseanfänger und zur Vertiefung des Alphabets ist das Buch wirklich gut geeignet. Dem Verlag geht es darum, Kindern das Lesen nahe zu bringen, was meiner Meinung nach sehr gut gelingt. Die Geschichten sind durch Fotos aufgelockert, wobei ich denke, dass Kindern Zeichnungen besser gefallen hätten, aber es geht ja in erster Linie um die Geschichten … und die gefallen.
Die Idee zum Buch finde ich wirklich toll. Schön auch, wie sich nach und nach die Geschichte in Corbinians Buch wieder auffüllt bis am Schluss eine vollständige Geschichte zu sehen ist. Das ist wirklich interessant zu sehen und macht den Kindern bestimmt Spaß.
Ein schönes und lehrreiches Buch, das gerade Leseanfängern die Buchstaben auf ganz besondere Weise nahebringt. Gut! - Julie von Kessel
Altenstein
(48)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteJulie von Kessel skizziert in ihrem Roman die Geschichte einer adligen Familie, die ihre Heimat Ostpreußen in den letzten Kriegswochen verlassen muss und über einen weiteren Familiebesitz, Altenstein in Brandenburg, schließlich in den Westen gelangt und im Rheinland ansässig wird. Der Erzählbogen spannt sich vom Jahr 1943 bis 2005, doch geschieht dies nicht chronologisch, sondern findet auf mehreren unterschiedlichen Zeitebenen in ungeordneter Reihenfolge statt. So ungewöhnlich der Aufbau des Romans ist, was den Lesefluss erheblich behindert und dem Leser ein gewisses Maß an geistiger Flexibilität abverlangt und durchaus zu manchen Verwirrungen und Unklarheiten führt, so klar und gewählt ist jedoch die Sprache der Autorin, die sich auf hohem Niveau bewegt. Nie auch verliert sie sich im Dramatischen, nie in dessen Gegenteil. Daduch wird es dem Leser nicht leicht gemacht, sich den Charakteren des Buches zu nähern. Diese bleiben seltsam blaß, was sich auch bis zum Ende der Geschichte nicht ändert. Und sie sind überdies von komplizierter, sperriger Natur, allen voran Agnes, das Oberhaupt der Familie von Kolberg, die die Flucht tatkräftig und effizient organisiert wie auch den folgenden Neubeginn im Westen. Sie nötigt dem Leser zwar Respekt ab, gewinnt aber kaum seine Zuneigung, da sie von rigoroser Natur ist und trotz aller Bemühungen für ihre Kinder sich selbst immer am nächsten ist. Die Kinder selbst sind natürlich durch diese dominante Mutter und all die Erlebnisse auf der Flucht geprägt und ihr Leben als Erwachsene nimmt Verläufe, die von unheilbarer Zerrissenheit sprechen. Julie von Kessel konzentriert sich hauptsächlich auf die beiden jüngsten Sprösslinge der Kolbergs, längst nicht auf alle, was auch in Ordnung ist, denn deren Lebensläufe bewegen sich eher unauffällig und in weniger dramatischen Bahnen.Viel Schweres und Trauriges kommt zur Sprache, das manchmal beinahe unerträglich wird. So geschieht es, dass Konrad, das jüngste Kind der Familie, der eigentlich nie richtig ins Leben gefunden hat, der vieles ausprobiert, aber im Grunde untüchtig ist, beschließt, nach der Wende den Besitz in Brandenburg, Altenstein, zurückzuerhalten. Dabei schätzt er nicht nur die Gesetzeslage zur Rückgabe konfiszierter Ländereien und Besitze falsch ein, sondern auch die Bereitschaft seiner Geschwister, seine Bemühungen mitzutragen oder zu unterstützen. Und so kommt es, wie es kommen muss - und der Leser muss mitansehen, wie eine Familie, die so viel Schweres miteinander durchgestanden hat in den schlimmen Zeiten, in den guten langsam auseinanderfällt....Nein, ein leichtes und gefälliges Buch ist "Altenstein" gewiss nicht! Kein am Ende versöhnliches und auch keines, das man nach dem Lesen befriedigt beiseite legt. Unbeantwortete Fragen schweben im Raum, unwillkürlich auch stellt man Vergleiche an zu anderen Romanen, die man zu dem Thema Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg gelesen hat. Eindringlichere Romane, solche, die nicht so spröde daherkommen, bei deren Lektüre man nicht der stille Beobachter ist, der sich an die Geschichte und ihre Handlungsträger nicht annähern möchte, auch nicht kann, sondern die den Leser sofort in ihren Bann ziehen. Dies vor allem vermisse ich bei Julie von Kessels Werk - es berührt mich nur oberflächlich, geht nicht tiefer, wird ständig überlagert von eben jenen zitierten Büchern anderer Autoren zum selben Thema. Und daran kann auch die geschliffene Sprache zu meinem Bedauern nichts ändern! - Verena Maria Kalmann
Bis sich unsere Wege wieder kreuzen
(20)Aktuelle Rezension von: FantasticfoxDas Cover ist einfach traumhaft und der Klappentext sehr interessant.
Auch der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen, jedoch konnte er mich das ganze Buch über nicht fesseln und auch die Emotionen blieben mehr oder weniger komplett aus.
Das Fesseln haben die kurzen Kapitel und der Inhalt der Geschichte übernommen, sodass ich das Buch schlussendlich innerhalb eines Tages durchgelesen hatte.
Also alles in allem ein wunderbares Buch mit berührender Geschichte, auch wenn das durch den Schreibstil gar nicht so rüber kam.
- Catherine Shepherd
Nachtspiel
(115)Aktuelle Rezension von: LeseRolliMeine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.
Der Verlust eines Menschen durch Gewalt, hat meistens schwere Folgen für jeden Angehörigen. Kommt ein Kind durch Gewalt zu Schaden und der Täter wird nicht gefunden, kann das Familien extrem belasten. Jeder der Betroffenen geht anders mit der Bewältigung des Verlustes um.
Dafür fehlt vielen oftmals das Verständnis und einige von uns können schnell sagen: “Das Leben muss weiter gehen“. Das mag sein, dennoch sollte uns bewusst sein, dass niemand das Recht hat, andere zu verurteilen, wenn diese nach mehreren Jahren, noch immer mit dem Verlust zu kämpfen haben.
Viele Menschen, die einen lieben Angehörigen durch Gewalt verloren haben, möchten die Tat verstehen.
Spannern, sind die möglichen Schäden, die ihre Opfer durchleiden müssen, vollkommen egal. Die seelischen Verletzungen, die durch dieses Vorgehen entstehen können, sind enorm und dürfen nicht unterschätzt werden. Für den Spanner ist nichts dabei, schließlich beobachtet er “nur“. Allen, die solche Dinge tun, sollte bewusst sein, dass niemand gern beobachtet wird.
Oftmals dienen diese Beobachtungen der allgemeinen Befriedigung des Spanners. Auch hier darf die Frage gestellt werden, ob der Spanner, die zu beobachtende Person, noch als Mensch wahrnimmt.
Täter verwenden verschiedene Dinge, um ihre ausgesuchten Opfer fertig zu machen. Dabei ist diesen Menschen, jedes Mittel recht, um die ausgesuchte Person zu brechen. Ein gern verwendetes Mittel, ist die seelische Folter. Diese wird so lange ausgeübt, bis die betroffene Person nicht mehr ernst genommen wird und völlig zusammenbricht.
Menschen, die anderen schaden und dabei eine gewisse Genugtuung verspüren, möchten ihre Macht so lange wie möglich ausleben. Dieser Personenkreis wird alles daran setzen, dass er weiter handeln kann. Droht er aufzufliegen, wird er die Gefahr beseitigen, schließlich ist die größte Gefahr, in den Augen dieser Täter, nicht er selbst, sondern die Menschen, die ihn in seinem Handeln schaden wollen und diese müssen beseitigt werden.
Wir alle sind fasziniert von solchen Geschichten, doch uns allen sollte bewusst sein, dass solche Dinge auch im wahren Leben passieren, und wir sollten uns hinterfragen, wie wir reagieren würden, wenn einem geliebten Menschen etwas geschieht oder sogar uns selbst. Wir dürfen nicht wegschauen und sollten jeden Hilferuf eines Menschen ernst nehmen.
- Andrea Instone
Die Göttin des Films (Lily DuPlessis 2)
(4)Aktuelle Rezension von: baerinLily du Plessis hat in Babelsberg einen weiteren Film erfolgreich beendet. Nun freut sie sich auf lange Ferien und ihre Vermählung mit dem Franzosen Emanuel. Sie hat sich in Bonn eine schöne Villa gekauft, in der auch ihre Eltern leben und in Bonn soll auch die standesamtliche Trauung statt finden. Doch vorher sorgt mal wieder der sehr von sich eingenommene Journalist Timotheus für Durcheinander und Aufregung. Bildet er sich doch mal wieder ein, unsterblich in Lily verliebt zu sein und unbedingt deren Hochzeit verhindern zu müssen.
Mir hat auch dieser vergnügliche zweite Band um den Filmstar Lily aus Bonn wieder sehr gut gefallen und öfters zum Lachen gebracht. Andrea Instones unvergleichlicher Schreibstil, der damaligen Sprache angepasst, lässt sich wunderbar leicht lesen. Ich hoffe, es gibt bald eine Fortsetzung!
- Morten Flink
Und schwarz strömt das Blut
(16)Aktuelle Rezension von: JunusUND SCHWARZ STRÖMT DAS BLUT
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INHALT:
Verprügelt, Vergewaltigt, Lebensgefahr. Max rächt sich, an dem Vergewaltiger seiner jüngeren Schwester. Seine Strafe bekam er. 6 Jahre Gefängnis. Nach 4 Jahren vorzeitige Entlassung.
Sein bester Freund Leon arbeitet schwarz bei einem Kurierfahrer, seine Freundin ist schwanger. Beim Ausführen seines neuesten Kurierauftrages erhält er ein unmoralisches Angebot.
Auf dem Weg in ein neues, schönes und sauberes Leben, werden die beiden Freunde jedoch von ihrer Vergangenheit eingeholt. Schaffen sie es gemeinsam ihr aus den Fugen geratenes Leben wieder zu sortieren und aus der Not einen Gewinn zu erzielen? Korruption, Erpressung, Raub und Mord. Doch wer ist zum Schluss der Gewinner?
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MEINUNG:
Von Anfang an konnte mich der liebe @morten.flink.autor
mit seinem Debüt begeistern. Spannender Beginn, der nicht mehr abschwächt. Die Geschehnisse bauen aufeinander auf. Die Protagonisten, sowie die Handlung selbst werden sehr ausführlich und bildlich dargestellt. Spannung pur von der 1. bis zu letzten Seite. Lediglich einen halben Stern ziehe ich ab, da ich mit dem Ende persönlich nicht so ganz einverstanden bin. Jedenfalls hätte ich mit einem anderen Ende gerechnet. Somit 4,5 von ⭐⭐⭐⭐⭐. Lieber Morten, nach weiter so!
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KLAPPENTEXT:
Max Stumm und Leon Wendt wollen endlich mit ihrer kriminellen Vergangenheit abschließen. Der eine verbüßt gerade eine Gefängnisstrafe für den versuchten Totschlag am Vergewaltiger seiner Schwester, der andere träumt von einem besseren Leben für seine junge Familie. Beide wähnen sich mit ihren Zukunftsplänen in Sicherheit. Doch dann kommt alles anders. Der lange Arm der Bonner Unterwelt greift mit eisigen Klauen nach Leon und Max. Während Leon einen riskanten Deal eingeht, um seiner Familie mit Hilfe eines korrupten Bänkers ein sorgloses Leben zu sichern, wird Max gezwungen, hinter Gittern einen Mord zu begehen, um sein eigenes Leben zu schützen. Damit stecken beide wieder tief im kriminellen Sumpf der ehemaligen Bundeshauptstadt fest. Kann ein millionenschwerer Coup die Lösung für ihre Probleme sein?
📓 - Andreas Storm
Das neunte Gemälde
(128)Aktuelle Rezension von: evita-dbDer Kunstexperte Lennard Lomberg erhält einen mysteriösen Anruf von einem ihm unbekannten Mann namens Dupret, der ihn bittet sich um die Rückgabe eines Gemäldes aus einer französischen Stiftung, an seine rechtmäßigen Besitzer zu kümmern. Trotz anfänglicher Skepsis lässt sich Lomberg auf ein Treffen mit dem Mann ein, da ihn Andeutungen Duprets, dass seine Familie etwas mit dem Gemälde zu tun haben könnte neugierig machen. Bevor das Treffen stattfindet wird der Mann jedoch ermordet in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Lomberg gerät selber ins Visier der Ermittler, die eine Verbindung zwischen dem Gemälde, bei dem es sich um Nazi-Beutekunst handelt und Lombergs Vater, einem ehemaligen Generalbundesanwalt vermuten. Dadurch wird Lomberg Ermittler in eigener Sache.
Eine sowohl kunstgeschichtlich, wie politisch hochinteressante Thematik, die Beutekunst der Nazis und der spätere Umgang damit, sowie auch der Umgang und die Aufarbeitung der Nazivergangenheit im politischen System der frühen Bundesrepublik könnten Stoff für einen wirklich spannenden, guten Roman liefern, da auch Fiktion und Realität sehr gut miteinander verknüpft sind. Leider ist die Story in vielerlei Hinsicht total überfrachtet. Der Stil des Autors ist extrem detailreich, die Anzahl der vorkommenden Personen und Orte enorm hoch und die Handlung spielt in drei Zeitebenen. Diese Mischung macht den Plot sehr verwirrend und ich hatte an vielen Stellen große Mühe zu folgen und alle Hintergründe komplett zu verstehen. Es gibt zwar ein umfangreiches Personenregister und jeder Abschnitt ist mit Ort, Datum und Uhrzeit betitelt, ich habe aber dennoch sehr oft zurückblättern und ganze Passagen nochmal lesen müssen um den Faden nicht zu verlieren und hatte gerade zum Schluss das Gefühl, das ich das einige wichtige Details, oder die ein oder andere Verbindung nicht realisiert habe. Sehr schade, weil die Grundidee wirklich interessant und spannend ist.
- Virginia Bischof Knutti
Das dritte Triumvirat- Band 2
(14)Aktuelle Rezension von: anna720In "Das dritte Triumvirat II" geht es um den wiederauferstandenen Julius Caesar, der seinen früheren Eroberungen auf der Spur ist.
Caesar trifft zuerst ein Mädchen, das auf Dauer ziemlich anstrengend wird. Ihr Gemecker ist nicht wirklich nachvollziehbar - über eine gratis Reise, für die ich obendrein noch bezahlt werde, würde sich kein normaler Mensch beschweren.
Helmut ist ja ganz nett, aber nicht mal in Österreich oder Oberbayern läuft man außerhalb von Vereinsfesten und der Dult mit Lederhose herum: Ergo nervt sein übertriebener Patriotismus einfach nur.
Die Handlung besteht zum Großteil aus Geschichtsvorträgen, die nicht unbedingt alle spannend sind, manchmal sind sie jedoch ganz interessant.
Der Schreibstil ist gut sehr flüssig und gut zu lesen. Die englischen Wörter sind die ersten zwei Mal noch lustig, auf Dauer allerdings nur noch kindisch. Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, dass Caesar gar kein Englisch kann, aber momentan schon mit Französisch beginnt. Englisch wäre rational gesehen wirklich sinnvoller.
Insgesamt ein annehmbares Buch, kann man schon lesen. Kann man aber auch sein lassen. - Hagen Ulrich
Hochzeit der Vampire ...
(29)Aktuelle Rezension von: WildponyHochzeit der Vampire - Hagen Ulrich
Kurzbeschreibung Amazon:
Single, schwul und Vampir. Als ob das nicht reichen würde. Ein furchtbares Unglück, bei dem ein Großteil des marokkanischen Buchari-Vampir-Clans ums Leben kommt, katapultiert den 22jährigen Oud-Musiker Elias in die Rolle des Erben der Familienstiftung, denn Lalla Sara, die 800 Jahre alte Vorsitzende der Stiftung, möchte sich eigentlich zur Ruhe setzen.Elias aber träumt von einem Leben als Musiker und Lalla Sara sieht, dass Elias in Depressionen versinkt und schickt ihn mit seiner Zwillingsschwester Mounia zum Studium nach Bonn. Dort begegnet Elias dem Studenten Jan Meyer-Frankenforst und es funkt kräftig zwischen den beiden. Aber ganz anders, als Elias sich das wünscht. Trotzdem lässt sich Elias nicht unterkriegen, obwohl er manchmal fast verzweifelt an dem blonden Idioten, wie seine Schwester Mounia den eitlen Kraftsportler und oberflächlichen Modefetischisten Jan abfällig nennt. Doch der hat ganz andere Ängste, die er hinter seinem arroganten Gehabe versteckt. Er befürchtet, mit Al-Quaida unter einem Dach zu leben und macht den Zwillingen das Leben zur Hölle.Als Jan merkt, dass Elias kein verkappter Attentäter ist, ist es fast zu spät. Jan hat mit dem ganzen romantischen Vampirquatsch wie er es nennt nichts am Hut und macht nach einem Kinobesuch eine dumme Bermerkung über Vampire. Ohne zu wissen, was Elias und seine Schwester sind, verletzt er den jungen Musiker damit und treibt ihn in die Fänge einer kriminellen Schlägertruppe in Bad Godesberg. Der alte Hausarzt der Familie Meyer-Frankenforst muss sein ganzes Können aufbieten, um den jungen Vampir zu retten, denn so hieb- und stichfest sind die Buchari-Vampire nun auch wieder nicht. Doch dieses Ereignis hat überraschende Folgen für die Beziehung der beiden jungen Männer.
Mein Leseeindruck:
Ich kannte das Bundesamt für magische Wesen durch seine Internetauftritte, vor allem vom Facebook. Und ich mag dieses unkomplizierte homosexuelle Ehepaar, das hilft wo es kann, schon sehr. Auch wenn ich sie nicht persönlich kenne, so wurde durch doch die sozialen Medien eine große Sympathie aufgebaut.
Umso schöner das Hagen Ulrich Autor ist und seine eigene Fantasy schreibt. Daher habe ich mich sehr auf das Buch gefreut und es auch mit großer Begeisterung gelesen. Natürlich gibt es weitere Folgebände, die ich ebenfalls super gern lesen werden.
Band 1 mit Hochzeit der Vampire punktet mit sympathischen Protagonisten, menschlichen (und vampirischen) Gefühlen, dem normalen "Kuddelmuddel" im gemeinsamen Zusammenleben und natürlich auch in Gefühlen. Daher haben es die Neuankömmlinge in Bonn anfangs gar nicht so leicht. Ein schweres Schicksal hat sie getroffen und sie kommen nun in einen neuen Verbund, der sie erst mal misstrauisch beäugt und sich erst mal ganz sperrt. Also wie im normalen Leben der ganz normale Wahnsinn. Dafür absolut spannend und intensiv geschrieben.
Fazit:
Der Start in diese Vampir-Reihe ist wundervoll geglückt. Gefühle sind in allen Variationen vorhanden und machen dieses Buch zu dem, was es auch sein soll: Fantastischer Lesespaß.
Von mir gibt es mit einem herzlichen Dankeschön volle 5 Sterne und eine große Leseempfehlung. *****
- Peter Kohl
Hannelore Kohl
(5)Aktuelle Rezension von: Imke_BrunnDas Leben von Hannelore Kohl wird von ihrem Sohn und eienr Journalistin von Geburt bis zu ihrem Tod nachvollzogen und zeigt das Bild einer sehr starken Persönlichkeit, die vielen Schicksalsschlägen begegnet (Krieg, Flucht, Nachkriegszeit, Angriffe, Tod, Terrorangst, Krankheit) und die große Herausforderung des Lebens an der Seite von Helmut Kohl und doch mit unabhängigen Engagements meistert.
Das Buch hat berührt, auch wenn ich mir etwas weniger Fokus auf die Politik gewünscht hätte, aber das war bei einer Frau in dieser Position und auch in der Zeit, als das Buch geschrieben wurde weder möglich, noch zu erwarten.
Wer die politische Entwicklung Deutschlands einmal aus einer der Perspektive einer Frau direkt neben dem Kanzler sehen möchte, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es liest sich sehr angenehm.
- Ralf Langroth
Die Akte Adenauer
(106)Aktuelle Rezension von: Isar-12
"Die Akte Adenauer" ist der erste Band der Philipp-Gerber-Reihe von Rolf Langroth (einem Pseudonym des Autors Jörg Kastner). Es ist Wahlkampf 1953, Konrad Adenauer von der CDU möchte erneut zum Bundeskanzler gewählt werden. Einer seiner schärfsten Rivalen um die Stimmen für den Bundestag Herbert Wehner von der SPD. Doch erst wird in Bonn ein Ermittler vom noch jungen BKA hinterrücks erschossen und dann geraten die Politiker selbst ins Visier. Eine Organisation, die "Wölfe Deutschlands" scheinen eine Liste mit Todeskandidaten abzuarbeiten. Der junge Philipp Gerber, einst unter den Nazis mit seinen Eltern nach Amerika geflüchtet und dann für die Staaten im Krieg gewesen, wird von amerikanischen Geheimdienst CIC zum BKA berufen. Er soll die Hintergründe herausfinden und die Täter stellen. Gemeinsam mit der jungen Journalistin Eva Herden gerät er immer mehr in die Verstrickungen und muss den Fall lösen, denn die Zeit spielt gegen ihn. Der Autor nimmt den Leser in diesem Krimi mit auf die Reise in das Deutschland Anfang der 1950er Jahre. Die junge Bundesrepublik steht noch auf wackligen Beinen. Adenauer mit seinem proamerikanischen Kurs auf der einen Seite, die Sowjets als neue Gegenspieler der USA auf der anderen Seite. Aber es gilt auch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit fertigzuwerden, denn viele sind nicht von heute auf morgen plötzlich aufrechte Demokraten. Diese Zeit fängt der Autor in diesem Roman gut ein, baut darin eine spannende Story rund um seinen Ermittler Phil Gerber auf. Bis auf das dieser etwas zu viele Raucherpausen einlegt, was für mich ein wenig störend war, gefällt mir Gerber doch in seinem Zwiespalt bzgl. seiner deutschen Herkunft und seiner Tätigkeiten für die Amerikaner. Ein klein wenig unverwundbar, aber dies sind Helden ja meist. Auf alle Fälle ist "Die Akte Adenauer" ein runder Auftakt dieser Reihe und las sich flüssig. Der Spannungsbogen ist gelungen und der Krimi ist kurzweilig. Genau das was man von einem gelungen Krimi erwartet. - Frederike Labahn
Lametta, Lichter, Leichenschmaus
(13)Aktuelle Rezension von: buecher_t1naDieses Buch mit 24 weihnachtlichen Krimis hatte ich schon in 2022 angefangen, kam aber dann nicht mehr dazu, es weiter zu lesen. 2023 habe ich dort weitergemacht, wo ich aufgehört hatte.
24 weihnachtliche Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren klingt erstmal gut. Die ersten paar Geschichten fand ich auch auf ihre morbide Art lustig, aber entweder ich hatte an die ersten Geschichten eine falsche Erinnerung oder mein Geschmack hat sich geändert…
Je mehr es auf den 24.ten ging, desto merkwürdiger fand ich die Geschichten. Teilweise saß ich da und war mir gar nicht sicher, ob ich verstanden habe, was ich gelesen hatte…
Fazit ist, ich hatte schon mal Kurzgeschichten gelesen, diese waren aber von derselben Autorin. Schon da meinte ich, dass Kurzgeschichten vielleicht nichts für mich sind. Und nun waren es auch noch in einem Buch unterschiedliche Autoren. Somit war meiner Meinung nach auch der Schreibstil/Erzählstil nach jedem Kapitel eben anders. Was natürlich ist, da 24 Autoren - aber ich konnte mich nicht daran gewöhnen.An sich mag ich Krimis, ich denke aber ich bleibe pro Buch bei einem Autor :D
- Verena Maria Kalmann
Von Elise
(24)Aktuelle Rezension von: MoonieDieser Roman ist das Debüt der Autorin Verena Maria Kalmann, ich habe ihn tatsächlich aber nach dem zweiten Roman gelesen.
"Von Elise" hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen, vor allem die Musikszenen fand ich spannend zu lesen, aber auch die tragische Liebesgeschichte von Elise, die zur Zeit des ersten Weltkriegs spielt und dann die aktuelle Liebesgeschichte von Valerie.
Beide Hauptfiguren spielen leidenschaftlich gerne Musik, Elise ist Pianistin und lernt den Konzertmeister Karl kurz vor dem Krieg kennen und lieben. Sie hält ihre Liebesgeschichte mit Karl in einem Tagebuch fest, welches Valerie im heutigen Paris in ihrem geerbten Biedermeiersofa findet und so in die Vergangenheit eintaucht.
Valerie bricht nach einer Enttäuschung ihre Zelte in Bonn ab und reist kurzentschlossen nach Paris, als sie dort eine Stelle auf Probe bei einem Orchester bekommt. Leider ist ihr Start in der Stadt der Liebe sehr schwer und schließlich rettet sie die Liebesgeschichte von ihrer Urgroßtante Elise, macht ihr neuen Mut und Valerie nimmt den Kampf auf, um ihr eigenes Glück zu finden.
Immer wieder liest sie in dem Tagebuch von Elise und so wechseln sich die beiden Hauptfiguren gewissermaßen ab. Mal ist man 1914 mit Elise in Bonn, mal mit Valerie in der Jetztzeit in Paris. So lernt man die Umgebung der beiden kennen, ihre Probleme im Alltag, ihre Sorgen und ihr Glück.
Besonders gut gefallen hat mir auch, wie Elises Geschichte dann sozusagen von Valerie fortgeführt wird, aber ich will nicht zu viel verraten. Das Ende fand ich jedenfalls wunderbar.
Sehr, sehr schön fand ich alle Szenen, die mit Musik zu tun hatten, sie werden sehr detailliert und authentisch von der Autorin beschrieben, die selbst in einem Orchester spielt. Das sind einfach Einblicke, die man als jemand, der nicht aus der Szene kommt, ansonsten vermutlich nicht hat und dadurch sehr interessant und spannend.
Spannend waren natürlich auch die Liebesgeschichten der beiden Frauen des Romans. Man konnte abwechselnd mit Elise und Valerie mitbangen, wie ihr Leben weitergeht und ob sie ihre großen und kleinen Schwierigkeiten gut meistern.
Wirklich ein schönes Buch!
- Pascal Etienne Harm
Im Strom der Zeit: Ausschnitte eines Lebens
(7)Aktuelle Rezension von: AnjaKoenigein sehr bewegendes buch über eine langjährige freundschaft. sehr viele geschichtliche details sind in dieser lebensgeschichte beschrieben und erwähnt. die gedanken und gefühle, die zweifel und unsicherheiten der beiden sind sehr schön geschildert. wunderschöner schreibstil, etwas anders, dadurch besonders. für mich ein empfehlenswertes und gutes buch, das mir sehr gefallen hat und das ich gerne weiter empfehle.























