Bücher mit dem Tag "botanik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "botanik" gekennzeichnet haben.

144 Bücher

  1. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453316911)
    Andy Weir

    Der Marsianer

     (844)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Seine Crew hat ihn für tot zurückgelassen, doch die Umstände waren so verquer, dass Mark Watney wieder erwachte. Allein. Auf dem Mars. Man sollte meinen, dass sei ein Grund zur Verzweiflung, doch dafür nimmt sich Mark keine Zeit. Als Biologe und Reparaturtrupp der Marsexpedition macht er eine Bestandsaufnahme seiner Ressourcen und Möglichkeiten – und setzt sich ein wahnsinniges Ziel: Überleben bis die nächste bemannte Marsexpedition eintrifft. Gut, dass Mark findig ist, mit Klebeband wirklich eine Menge anstellen kann und niemals seinen Humor verliert.

    Ich bin unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen und es hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich habe den Humor sofort geliebt. Größtenteils in Logbuchform geschrieben wird der gesamte Überlebenskampf so witzig beschrieben, dass ich mich großartig unterhalten habe. Im Prinzip gibt es wenig Action, der Schwerpunkt liegt auf den typischen Robinsonadenelementen vom Einrichten und Überleben in einer feindlichen Umwelt, allein. Die humorvolle Umsetzung, ohne dass das Buch in Slapstick abgleitet, entschädigt allerdings dafür, dass nüchtern betrachtet wenig passiert. Zumindest auf dem Mars, denn es wird durchaus auch die Reaktion auf der Erde beschrieben – im gleichen unterhaltsamen Ton.

    Ich liebe dieses Buch! Top SF-Unterhaltung, witzig, erstaunlich realistisch und absolut packend.

  2. Cover des Buches Fuchskind (ISBN: 9783548612515)
    Annette Wieners

    Fuchskind

     (99)
    Aktuelle Rezension von: schnuffelschnecke9904

    Darum geht es:An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

    Daten zum Buch:
    Verlag:List Taschenbuch
    Erscheinungsdatum:17.6.2016
    Buchlänge: 352

    Fazit:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten Krimi in dem sehr wenig Blut fließt. Die Geschichte die dahinter steckt hätte größeres Potenzial gehabt, als was man ausgeschöpft hat. Einige Handlungsstränge fand ich zudem unlogisch und sehr weit hergeholt. An einigen Stellen wurde das Drumherum nicht gut genug erklärt und an anderen Stellen wurde zu viel Hintergrund erläutert.
    Die netten Zeichnungen und Informationen zu giftigen Pflanzen und Blumen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
    Leider bin ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Gesine kannte ich bereits aus dem Krimi 'Kaninchen Herz' wobei sie mir da deutlich sympathischer war als in diesem Buch. Auch bei den anderen Figuren stellte sich bei mir kein Sympathie Gefühl ein, sodass es mir gefühlt egal war, was mir ihnen geschieht.
    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich den dritten Teil um Gesine Cordes lesen werde.

    2,5⭐/5⭐

  3. Cover des Buches Das Schmetterlingszimmer (ISBN: 9783442491445)
    Lucinda Riley

    Das Schmetterlingszimmer

     (183)
    Aktuelle Rezension von: xeni_590

    Das Schmetterlingszimmer von Lucinda Riley ist wie auch ihrer Komplette Schwester Reihe ein absoluter Genuss. Ich muss zwar zugeben dass ich mich lange davor geweigert habe es zu lesen weil hey es klingt so kitschig. Das Schmetterlingszimmer XD


    Aber Holy das Buch die Handlung die Charaktere und alles es ist einfach Sooooo gut gewesen. Für den Titel und Posys Love Story gibt's einen Stern Abzug das ich nicht dahinter komme wieso man sich entscheidet doch zu heiraten obwohl die Hochzeit ja erst abgesagt war. Aber das ist nur meine persönliche Meinung 

    Achtung Spoiler!!!! 

    Meine Lieblingszitate:

    *...Sonst würden die Tränen so schnell aus meinen Augen rinnen wie Regentropfen, die gegen die Scheibe prasseln.

    *Manchmal ist es ganz schön schwer tapfer zu sein, aber ich versuche es ihretwegen

  4. Cover des Buches Das Geheimnis jenes Tages (ISBN: 9783426517031)
    Annette Dutton

    Das Geheimnis jenes Tages

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Deutschland/ Australien, 2009:

    Nadine hat immer noch große Probleme damit, sich nach einem schlimmen Familiendrama vor vielen Jahren, bei dem ihre Schwester starb, gefühlsmäßig auf ihre Tochter Alina und deren Vater, Nadines Ex Thomas einzulassen, was ihr Leben recht schwierig gestaltet. Dafür geht sie in ihrem Beruf auf. Als ihr die Chance geboten wird, nach Australien zu reisen, um dort menschliche Skelette zurückzugeben, die einem Aborigine-Stamm gehören, sagt sie begeistert zu, denn auch das Leben derjenigen, die einst dafür sorgte, dass diese Knochen überhaupt nach Deutschland gelangten, die Naturforscherin Amalie Dietrich, interessiert Nadine nach wie vor brennend.
    Nadine nimmt ihre Tochter Alina mit, die jedoch lieber mit Backpackern unterwegs ein möchte, um Land und Leute besser kennenzulernen. Als sich Alina, nicht wie vorher vereinbart, per Handy bei Nadine meldet, macht sie sich große Sorgen. Kann es sein, dass ihre Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist? Die Polizei zeigt keine großen Mühen, sich um das Verschwinden ihrer Tochter zu bemühen, so dass Nadine beschließt, auf eigene Faust auf die Suche zu gehen…

    Siebenlehn/Sachsen :

    Die junge Amalie wächst in ärmlichen, dörflichen Verhältnissen auf; wird jedoch bereits von ihrer Mutter in Heilkräuterkunde unterrichtet. Jedoch ist es ihr Zukünftiger, der Apotheker und Botaniker Wilhelm Dietrich, der ihr die Möglichkeit bietet, eine andere Welt zu entdecken, in dem er ihr tiefgründigere Einblicke in die Pflanzenwelt ermöglicht. Amalies Wissensdurst ist ungebrochen, auch als sie ihrem Mann Wilhelm eine Tochter gebärt, zeigt sie mehr Interesse an ihrer Arbeit, als an ihrem Mutterdasein, auch wenn sie durchaus Liebe für ihre Tochter Charitas empfindet. Jedoch zeigt Wilhelm seine Enttäuschung darüber, dass Amalie ihm nur eine Tochter, statt des erwarteten Stammhalters geboren hat, ganz offen. Ihre Ehe bekommt erste feine Risse, doch zumindest ihr Interesse an der Naturforschung hält das Paar zunächst zusammen. Als Wilhelm die vielen Reisen um Herbarien zusammenzustellen, nicht mehr machen kann, schickt er stattdessen allein Amalie auf die sehr beschwerlichen Reisen. Amalie lässt sich darauf ein, jedoch nur so lange, bis sie erfährt, dass Wilhelm sie mit einer anderen Frau betrügt…

    „Das Geheimnis jenes Tages“, ist mein erster Roman der Autorin, deren Bücher mir jedoch bereits von einigen Bekannten empfohlen wurden. Jedoch habe ich es normalerweise nicht so mit Australienromanen, doch diesmal konnte der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit angesiedelt wurde, meine Neugierde wecken, denn im Mittelpunkt steht darin eine historisch belegte Persönlichkeit, um die sich selbst heute noch dunkle Gerüchte ranken. Die Naturforscherin Amalie Dietrich, die sich viele Jahre auf dem fünften Kontinent aufhielt, um für den hamburgischen Reeder Cesar Godeffroy Pflanzen und seltene Tierarten, für dessen geplantes Natur- und Völkerkundemuseum zu präparieren und gen Deutschland zu senden. Doch im Laufe der zehn Jahre wurde Dietrich dann auch nahe gelegt, zusätzlich menschliche Skelette der Ureinwohner zu beschaffen, was geschah und Dietrichs Ruf schließlich Schaden zufügte.

    Die Autorin lässt ihre Leser immer im Wechsel am Leben und den Entdeckungen der Amalie Dietrich teilhaben; zwischenzeitlich erfährt man durch einen regen Briefwechsel, zwischen Amalie und ihrer Tochter, vieles über das Leben und Wirken der Naturforscherin und ihres Charakters.

    Im zweiten Handlungsstrang begegnet einem dann eine ebenfalls zum Teil etwas widersprüchliche Heldin, die genauso wie Amalie, getrieben ist zwischen Job und Mutterliebe.

    Während Amalies Geschichte eindeutig im Fokus steht, fand ich Natalies Story leider ein wenig zu dürftig abgehandelt, auch wenn sie durchaus einige spannende Momente beinhaltet und es zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde, bei ihrer Suche nach ihrer verschwundenen Tochter. Dennoch hatte ich mir gewünscht, dass die Autorin vielleicht noch mehr auf Nadines seelisches Innenleben eingehen würde. Und vor allem ein wenig mehr Seitenzahlen darauf verwenden würde, die Missverständnisse zwischen Mutter und Tochter, aber auch zwischen Ex-Freund und der Heldin auszuräumen. So blieben mir Natalie und Alina leider sehr fremd beim Lesen und auch Amalies Tochter Charitas blieb mir persönlich zu blass geschildert.
    Dennoch fand ich den Roman sehr unterhaltsam und spannend und habe ihn praktisch in einem Rutsch gelesen, was dem eingängigen Schreibstil der Autorin geschuldet ist.

    Kurz gefasst: Unterhaltsamer Ausflug in die Fauna und Flora Deutschlands und Australiens, jedoch hätte ich mir ein wenig tiefschürfendere Charakterisierungen diverser Romanfiguren gewünscht.

  5. Cover des Buches Bridgerton - In Liebe, Ihre Eloise (ISBN: 9783749904020)
    Julia Quinn

    Bridgerton - In Liebe, Ihre Eloise

     (151)
    Aktuelle Rezension von: buchgestapel

    Worum geht’s?

    Eigentlich hat sich Eloise Bridgerton schon fast damit abgefunden, niemals zu heiraten. Bis sie nicht ihrer großen Liebe begegnet, will sie keinen Heiratsantrag annehmen, und da sie ohnehin nicht zu Sanftmut und Geduld neigt, gestaltet sich die Sache nicht gerade einfach. Eloises einziger Lichtblick ist die Brieffreundschaft zu Phillip Crane, dem Mann einer entfernten Verwandten. Als dann jedoch nicht nur besagte Verwandte verstirbt, sondern auch ausgerechnet Eloises beste Freundin vor ihr heiratet, fasst sie einen Entschluss – und nimmt ihr Leben einfach selbst in die Hand.


    Meine Meinung

    Eigentlich bin ich ein riesiger Fan der Bridgerton Reihe und habe die vorherigen vier Bücher wirklich gerne gelesen. Bei dieser Geschichte muss ich im Vergleich aber leider wirklich feststellen, dass die Reihe hier deutlich nachgelassen hat.

    Der Schreibstil war wie sonst auch kein Problem und hat sich ausgesprochen angenehm lesen lassen, weshalb mein Lesefluss auf jeden Fall ziemlich hoch war. Bereits bei den ersten vier Bänden der Reihe ist mir aufgefallen, wie schnell man so ein Buch tatsächlich durch bekommt, und trotz meiner Kritikpunkte war das auch hier der Fall.

    Was mich eigentlich hauptsächlich gestört hat, war der teils zeitlich irgendwie nicht ganz schlüssig auf mich wirkende Handlungsbogen. Allein die Brieffreundschaft zwischen den beiden Protagonisten kam mir zu Anfang sehr knapp abgehandelt vor, und auch im weiteren Verlauf der Geschichte gab es immer wieder Stellen, die mir in ihrer Entwicklung einfach zu kurz und bündig abgearbeitet vorkamen.

    Auch Eloise und Phillip waren mir im Grunde eigentlich recht sympathisch, wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich meine Lieblingsfiguren in dieser Familie bereits gefunden habe und daher durchaus ein wenig voreingenommen an diesen Teil der Reihe herangegangen bin. Was mich an der Beziehung der beiden jedoch so massiv gestört hat, waren tatsächlich die Kommunikationsprobleme und leider eben auch die Tatsache, dass ich die Funken zwischen ihnen einfach nicht habe sprühen sehen. Das macht zwar auch einen Hauptteil des Konfliktes im Spannungsbogen aus, im Vergleich zu den übrigen Teilen dieser Reihe hat mich die Umsetzung so aber schon ein wenig enttäuscht.


    Fazit

    Wer die vorherigen Bände der Reihe kennt, wird von dieser Geschichte vielleicht eher ein wenig enttäuscht sein, auch wenn die Charaktere und ihre Geschichte eigentlich eine Menge Potenzial gehabt hätten. Den nächsten Büchern werde ich zwar noch eine Chance geben, mein Favorit wird diese Geschichte aber leider nicht werden.

    Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  6. Cover des Buches Die schwarze Orchidee (ISBN: 9781503935730)
    Annis Bell

    Die schwarze Orchidee

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Greyswan

    In diesem Fall wird Jane zu ihrer besten Freundin nach Nordengland gerufen, weil diese im Haus ihrer Cousine ein komisches Gefühl hat und ehe es sich Jane versieht, steckt sie in einem Kriminalfall um Mord und wertvolle Orchideen fest.

    Dieser Teil hat neben der interessanten Geschichte rund um die Orchideenzüchter und -jäger, was ich als geradezu bereichernden Rahmen der Geschichte empfand, eine deutliche Besserung zum ersten Band. Im ersten Band empfand ich Jane als extrem pubertär und unreif, was hier nur zu Beginn vorkam. Im Verlauf der Geschichte wirkt Jane reifer und vernünftiger. Die Beziehung zu David vertieft sich und sie wachsen langsam zu einem Team zusammen.

    Die Briefe aus Übersee boten einen Einblick in eine ganze eigene Welt und waren eine angenehme Auflockerung.

    Ein besonderes Schmankerl stellt der Plot-Twist zu Ende hin dar und rundet die Geschichte ab.

    Ab hier bin ich offiziell Fan der Reihe :-)

  7. Cover des Buches Die englische Gärtnerin - Blaue Astern (Die Gärtnerin von Kew Gardens 1) (ISBN: 9783548060712)
    Martina Sahler

    Die englische Gärtnerin - Blaue Astern (Die Gärtnerin von Kew Gardens 1)

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    1920: Charlotte Windley liebt Pflanzen schon ihr ganzen Leben lang. Ihr großer Traum ist es in Kew Gardens als Botanikerin zu arbeiten. Und als sie ihr Studium mit Auszeichnung besteht, scheint dieser Traum wahr zu werden. An der Seite Ihrer ersten großen Liebe Dennis hat sie sogar die Chance an einer Forschungsreise nach Asien teilzunehmen.

    Zeitgleich lernt sie den Fabrikbesitzer Victor Bromberg kennen, der sich in Charlotte verliebt und ihr ein sicheres Leben in Luxus anbietet.

    Aber dann passiert in ihrer Familie ein Unglück und Charlotte muss sich entscheiden: Soll sie ihren Lebenstraum verwirklichen oder die Zukunft der Familie sichern?


    "Blaue Astern" ist der erste Titel der Trilogie um "Die englische Gärtnerin. Es geht um den Lebensweg von Charlotte und immer wieder um Pflanzen aller Art, eingebettet in ein Umfeld der Zeit zwischen den beiden Weltkriege.

    Dementsprechend zeitgemäß ist auch das Bild der Frauen innerhalb Familie, Beruf und generell in der Gesellschaft. So muss man als Leserin schon mal durchatmen, wenn man liest wie die "Herren der Schöpfung" den Frauen gegenüber auftreten.

    Gerade Viktor, der nach heutigen Maßstäben manchmal Charlotte gegenüber unmöglich agiert, war dadurch für mich schwer einzuordnen.

    Auch Charlottes Bruder Robert ist ein Opfer seiner patriarchalisch geprägten Zeit und ich hoffe er wird sein Schicksal irgendwann annehmen.

    Charlotte selbst ist einfühlsam, fürsorglich und durch und durch liebenswert. Ich hoffe sehr, dass sich ihre Zukunft nach ihren Vorstellungen entwickelt!

    Die Geschichte rund um Charlotte ist auch eine kleine Exkursion nach Kew Gardens und in die Welt der Pflanzen. Aber auch ohne Vorkenntnisse in Botanik ist dies sehr schön zu lesen, denn die Beschreibungen sind sehr bildhaft. Ich vermute dass es im weiteren Verlauf um die Gartenanlage in Landsitz Summerlight House gehen wird und darauf bin ich schon gespannt!

  8. Cover des Buches Vom anderen Ende der Welt (ISBN: 9783423214513)
    Liv Winterberg

    Vom anderen Ende der Welt

     (180)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Eine tolle Reise mit einer faszinierenden Frau fast um die ganze Welt: oft grausam, manchmal aber auch witzig und einfühlsam, jedoch immer interessant. Erstaunlich auch, was "Errungenschaften" aus Europa innerhalb einer Gemeinschaft auf einer Südseeinsel anrichten können.

  9. Cover des Buches Das Wesen der Dinge und der Liebe (ISBN: 9783833309892)
    Elizabeth Gilbert

    Das Wesen der Dinge und der Liebe

     (128)
    Aktuelle Rezension von: elisaking

    Dieser Roman war ein Zufallsfund – und was für einer. Ich habe ihn als Hardcover aus eine Bücherkiste gezogen, hatte keine großen Erwartungen und habe ihn dann geradezu verschlungen. Einzig ein ziemlich großer Zeitsprung hat zunächst etwas irritiert – andererseits hätte die Autorin sonst auch unmöglich alles in zwei Buchdeckeln unterbringen können. Unterm Strich ein großartiges Leseerlebnis und eine fantastische Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Kopfkino!  

  10. Cover des Buches Orchis (ISBN: 9783218011044)
    Verena Stauffer

    Orchis

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Der junge Botaniker Anselm begibt sich auf die Suche nach dem schönsten Exemplar der Königin der Blumen in den Regenwald Madagaskars. Schnell wird er fündig, die weißen Blüten der Sternorchidee erscheinen ihm eines Nachts gleich der Sterne am Nachthimmel. Ehrfürchtig begibt sich Anselm mit seiner wertvollen Fracht im Bauch eines Frachtschiffs zurück nach Europa, doch unterwegs wird ein Großteil seiner Funde aufs Meer geschwemmt. Er verfällt in eine tiefe Depression, halluziniert in Wahn und Trauer eine Orchidee herbei, die sich in seine Schulter verwurzelt und tief mit seiner Psyche verwächst. Er richtet sein Leben auf das Wohlergehen der ihm verbliebenen Orchidee auf seiner Schulter aus, gießt sie regelmäßig und wird schließlich apathisch in eine Heilanstalt geschickt. Doch schon bald erfährt er von einer weiteren, kaum bekannten Orchideenart, die er finden und dokumentieren möchte. Und so begibt sich Anselm auf eine Odyssee Richtung China, um sein Glück zu suchen.

    Puh, ich hatte einen schwierigen Einstieg ins Buch. Die Sprache war extrem ausladend und verschnörkelt, aber je mehr ich im Buch vorangekommen bin, desto besser gefiel es mir. Die Geschichte des Orchideenforschers Anselm ist berührend, tiefgründig und psychologisch. Er verliert durch Wahn und Manie den Bezug zur Realität, findet in der Suche nach besonderen, unbekannten Orchideen seine Erfüllung sich begibt sich überstürzt auf eine Reise per Schiff um die halbe Welt. Zuweilen ist der Roman in einen historischen Kontext eingebettet. Darwin ist in aller Munde, und Anselm wird zum eingefleischten Gegner dessen Evolutionstheorie. Zwischendurch übernimmt er an der Universität eine kurzweilige Professur, reist mit seinen Studenten umher und versucht ihnen, seinen Enthusiasmus zu Orchideen zu vermitteln. Bei mir hat ers geschafft. Durch und durch ein ganz tolles, außergewöhnliches Buch. Leseempfehlung für alle, die gerne stimmungsvolle, lyrische Sprache lieben.

  11. Cover des Buches Der Duft von Hibiskus (ISBN: 9783442476466)
    Julie Leuze

    Der Duft von Hibiskus

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Sunny0105

    Im Jahr 1858 wandert die junge Emma Röslin mit einer rein männlichen Forschergruppe nach Australien aus um dort die heimischen Pflanzen und Tiere zu zeichnen. 

    Hauptsächlich ist es eine Flucht aus ihrer Heimat, da sie von schrecklichen Träumen heimgesucht wird, jedoch nicht weiß was schlimmes in ihrer Vergangenheit geschehen ist.

    Es beginnt ein aufregendes und gefährliches Leben für Emma und für den Forschungsleiter Carl Scheerer entwickelt sie bald innige Gefühle.


    Der Schreibstil von Julie Leuze ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Somit war ich schnell in der Geschichte drin. Ich persönlich hätte es mir teilweise nicht ganz so modern gewünscht, da ich mich sprachlich nicht so gefühlt habe, als wären wir im Jahr 1958 sondern eher in der heutigen Zeit.

    Ansonsten konnte ich mir die australische Wildnis sehr gut vorstellen, vor allem auch die Einblicke bei den Aborigines. 

    Emma war der typische weibliche, starke Charakter, aber trotzdem mochte ich sie sehr und habe auch mit ihr mitgefiebert. 

    Die Liebesgeschichte war angenehm zu lesen und nicht zu kitschig, wie es in historischen Romanen schnell passieren kann. 


    Insgesamt war es ein schönes kurzweiliges Buch, das ich grade im Sommer sehr gern gelesen habe.

  12. Cover des Buches Die Poison Diaries (ISBN: 9783841421258)
    Maryrose Wood

    Die Poison Diaries

     (134)
    Aktuelle Rezension von: hauntedcupcake
    Inhalt
    Nachdem ihr geliebter Weed sie verlassen hat, fristet Jessamine ein trauriges Dasein, macht sich aber als Heilerin einen Namen. Bis sie die Wahrheit über ihre Krankheit und den Tod ihrer Mutter erfährt. Und die Wahrheit über Weeds Weggang. Und so plant sie, ihren Vater mit seinen geliebten Giftpflanzen zu töten und ihren Liebsten zu suchen. Doch die Reise, die sie antritt, ist eine schreckliche, denn längst hat Oleander, der Giftprinz, Anspruch auf Jessamine erhoben...

    Meine Meinung

    Nachdem mich Band 1 vollkommen überzeugen konnte, war ich gespannt, wie es mit Jessamine und Weed weitergeht und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm zu lesen und passt perfekt in die Szenerie, denn er gibt die richtige Stimmung wieder. Das Buch ist wieder aus der Sicht von Jessamine und mit einigen Kapiteln aus der Sicht von Weed geschrieben, was mir wiederum gut gefallen hat. Die richtige Spannung ist so definitiv aufgekommen.

    Jessamine erfährt die Wahrheit darüber, warum sie krank war, warum ihre Mutter so früh starb und warum Weed weggegangen ist. Verbittert schwört sie Rache an ihrem Vater, dem seine Giftpflanzen so viel mehr Wert waren, als alles andere. Von da an befindet sie sich auf der Flucht und macht sich auf die Suche nach Weed. Geleitet wird sie durch die Stimme von Oleander, dem Giftprinzen, der sich ihr während ihrer Krankheit offenbart hat. Je länger die Reise andauert, desto öfter schwirrt Oleander in ihrem Kopf herum, bis er schliesslich über ihr Leben bestimmt und aus Jessamine eine andere macht. Währenddessen sucht Weed verzweifelt nach seiner Geliebten, denn auch er hat eingesehen, dass Liebe das stärkste aller Gefühle ist. So gelangt er an eine weise Botanikerin, mit dessen Hilfe er Jessamine finden und Oleander besiegen will.

    Die Wandlung, die Jessamine in diesem Buch durchmacht, ist aussergewöhnlich. Sie entwickelt sich nicht einfach weiter, wie andere Protagonisten es tun, sondern sie macht einen kompletten Wandel durch. Dies aufgrund des negativen Einflusses des Giftprinzes. Aus dem einst naiven, verträumten Mädchen wird eine geheimnisvolle und äusserst gefährliche junge Frau. Die Entwicklung der Protagonistin hat mir hier sehr gut gefallen, es war definitiv mal etwas anderes. Auch Weed entwickelt sich, er fasst mehr Vertrauen zu den Menschen und sieht ein höheres Ziel in seinem Tun. Den Giftprinzen Oleander lernt man auch hier nicht wirklich besser kennen, aber man bekommt ein gutes (oder eben ungutes) Gefühlt, was seine Machenschaften betrifft.

    Band 2 der Poison Diaries spielt teilweise in England, teilweise in Italien. Das Setting hat mir gut gefallen, auch wenn dieses Mal etwas weniger die Botanik an sich und etwas mehr das politische Geschehen beleuchtet wurde. Das hat mir aber durchaus gefallen, so werden die Poison Diaries zu einer Art historischen Geschichte mit mystischem Einfluss.

    Das Ende von Band 2 lässt mich richtig atemlos, aber auch ratlos zurück. Nach etwas Recherche habe ich herausgefunden, dass Band 3 "Into the Garden" abgesagt worden ist und stattdessen ein Buch namens "Weed" erschienen ist - ohne Maryrose Wood als Autorin, sondern von einem neuen Co-Autor. "Weed" soll, wenn ich das richtig verstanden habe, auch nicht wirklich an Band 2 anknüpfen, resp. sich vollkommen auf Weed konzentrieren und nicht mehr als Jugend- sondern als Erwachsenenbuch veröffentlicht worden sein. Die ganze Entwicklung der Poison Diaries-Trilogie finde ich also sehr schade. Vom absolut schrecklichen Cover von "Weed" will ich gar nicht anfangen. Ich muss nun wohl mit dem Ende von Band 2 als offenes Ende leben...

    Fazit
    Die Geschichte um Jessamine und Weed geht weiter. Märchenhaft, aber viel düsterer als Band 1, mit einer interessanten Entwicklung der Charaktere und einem spannenden Einblick in die Botanik, die Politik und die Abgründe der Liebe, hat mich auch dieser Teil überzeugen können. Schade, dass Band 3 nicht mehr übersetzt resp. ordentlich weitergeführt wurde!
  13. Cover des Buches Das Geheimnis von Shadowbrook (ISBN: 9783458681205)
    Susan Fletcher

    Das Geheimnis von Shadowbrook

     (109)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    England, 1914: Aufgrund ihrer Glasknochenkrankheit war Clara die meiste Zeit ihres jungen Lebens ans Haus gefesselt. Nach dem Tod ihrer Mutter dürstest es Clara aber nach Zerstreuung und so führt sie ihr Weg eines Tages in die örtlichen Gärten, wo man sie nach kurzer Lehrzeit als Botanikern zu beschäftigen beginnt. Ein Auftrag führt sie auf das Anwesen Shadowbrook, wo sie das Gewächshaus ausstaffieren soll. Der Besitzer ist stets auf Reisen und die Hausangestellten haben Angst vor einem Geist, der im Haus umgehen soll. Für die rationale Clara alles Humbug, bis sie selbst Zeuge unerklärlicher Vorfälle wird. Unerschrocken beginnt sie dem vermeintlichen Spuk auf den Grund zu gehen.


    Bei Romanen zum Thema Spuk gibt es ja immer zwei Möglichkeiten. Entweder es sind wirklich Geister im Spiel oder das Ganze wird von Menschenhand verursacht. Wie es hie gehandhabt wird, verrate ich natürlich nicht, aber den Weg zur Lösung fand ich etwas holprig und überladen. Der Art des Spuks kennt man. Ganz klassische Phänomene und daher nicht allzu gruselig. Überhaupt spielt der irgendwann nur noch eine Nebenrolle bzw. taucht gar nicht mehr auf. Viel mehr dreht sich der Roman um Familiendramen, Dorfklatsch und die persönliche Entwicklung der Hauptprotagonistin. Diese ist weder sympathisch, noch unsympathisch. Ihr Charakter sollte wohl interessant und besonders sein, was sie auch irgendwie war. Dennoch empfand ich ihre Person als sperrig und unausgereift.

    Insgesamt war der Roman nicht ganz rund. Zu negativ will ich ihn aber trotzdem nicht bewerten, denn er schafft eine schöne Atmosphäre, der trotz der sommerlichen Kulisse gut in den Herbst passt. Hätte ich ihn im Sommer gelesen, hätte ich wohl nur 3 Sterne vergeben. So werden es aber gütige 4. Aber gerade noch so.

  14. Cover des Buches Das Geheimnis von Shadowbrook (ISBN: 9783869743998)
    Susan Fletcher

    Das Geheimnis von Shadowbrook

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Summersnowdrops

    Clara, geboren mit der Glasknochenkrankheit, verliert im frühen Erwachsenenalter ihre Mutter. Um sich abzulenken und vor Trauer zerfressen streift sie durch London und findet Trost im Botanischen Garten. Dort eignet sie sich einiges an Wissen an und wird prompt zu einem alten Anwesen auf dem Land geschickt, wo sie ein botanisches Gewächshaus einrichten soll. Schnell fällt ihr auf, dass die Dienstmädchen an Geister glauben und vor allem die Haushälterin oft von einem solchen "angegriffen" wird. Mr Fox, der Hausherr, befindet sich zwar nur selten zu Hause, doch auch er scheint mittlerweile besorgt ob der Vorkommnisse und lässt einen "Geisterjäger" kommen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

    Während Clara anfangs nicht an Geister glaubt und inquisitorisch alles hinterfragt, kommt sie nach und nach hinter die Geschichte des alten Anwesens und muss sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass es gequälte Seelen gibt, die womöglich tatsächlich keine Ruhe finden können...


    Im Buch dreht sich alles um Geister - aber letztendlich nicht immer so, wie man denkt. Es geht oft um die Seele, die Frage, ob sie unsterblich ist, ob sie überhaupt existiert, um die Frage, ob nach dem Tod etwas kommt.  Es geht um die Ungerechtigkeit, eine Frau in dieser Welt zu sein.

    Es ist ein sehr unaufgeregtes und langes Buch, hat nicht wahnsinnig viele Spannungsmomente. Ich habe mich nicht gelangweilt und genossen, dass ich einige Stunden hören konnte bei der Hausarbeit etc, aber ich kann auch verstehen, wenn es einigen zu langatmig vorkommt.

    Genauso verhält es sich auch mit der Sprecherin - sie hat eine eher beruhigende Stimme, die gut zu dem philosophischen Aspekt des Buches passt.

  15. Cover des Buches Der vergessene Garten (ISBN: 9783956495700)
    Julia Williams

    Der vergessene Garten

     (13)
    Aktuelle Rezension von: seschat

    INHALT
    Im kleinen Örtchen Heartsease (Sussex) hatte der Botaniker Edward Ende des 19. Jh.s einen Knotengarten für seine geliebte Frau Lily angelegt, dessen Pracht sich heute unter seinem neuen Besitzer Joel nur noch erahnen lässt. Witwer Joel (38) lebt seit dem überraschenden Tod seiner jungen Frau mit dem gemeinsamen Sohn Sam allein auf dem Grundstück seines Onkels Edward. Einzig zu seiner Nachbarin, der alleinerziehenden Zwillingsmama Lauren, hat er Kontakt. Diese passt auch oft auf Sam auf. Als eines Tages die vom Leben gebeutelte Webdesignerin und Landschaftspflegerin Kezzie aus London in Heartsease landet und Joels verwilderten Garten sieht, möchte sie diesen sofort wiederbeleben. Für den melancholischen Joel kommt das Gartenprojekt einer Rettung gleich. Auch für Kezzie eröffnen sich ganz neue Welten...

    MEINUNG
    Julia Williams hat mit ihrem Roman "Der vergessene Garten" ein sehr emotionales Buch geschrieben, das nicht nur aus wunderbaren Gartenbeschreibungen besteht, sondern vor allem aus tragischen zwischenmenschlichen Geschichten.

    Der Knotengarten ist das verbindende Element zwischen den beiden Erzählsträngen des Buchs. Denn einerseits wird Edwards und Lilys Liebes- und Lebensgeschichte erzählt und andererseits geht es um den Garten und dessen Reinkarnation in der Gegenwart. Für mich waren es besonders die einschneidenden Todesfälle und deren individuelle Verarbeitung, die mich emotional mitgerissen, schlichtweg betroffen gemacht haben. Aber den Garten als Hoffnungssymbol bzw. Ausweg aus der Trauer fand ich hierbei sehr gut gewählt. Ob Joel, Kezzie oder Lauren, alle wurden einmal von einem geliebtem Menschen enttäuscht und fangen nun neu an.

    Williams einfache Sprache liest sich flüssig und kurzweilig. Die eingebauten Tagebucheinträge bzw. Briefe aus Edwards und Lilys Lebenszeit dienten als spannende und interessante Zeitfenster in eine längst vergangene Epoche.

    Das filigran und farblich sehr harmonisch gestaltete Cover mit verspieltem Gartenambiente hat mich sofort angesprochen.

    FAZIT
    Eine Generationen übergreifende sowie mitreißende Geschichte, die an die Heilkraft der Natur appelliert. Ich bin immer noch etwas verzaubert.
  16. Cover des Buches Ein Sommer in Cornwall (ISBN: 9783442480852)
    Liz Fenwick

    Ein Sommer in Cornwall

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Thuja

    Wenn Liz Fenwick eine Geschichte schreibt, dann hat man die Garantie dafür, dass man alles was beschrieben wird, miterleben kann, dass sie mit Sicherheit auch alles gründlich recherchiert hat und dass es immer noch etwas Besonderes zum Schluss gibt. So auch in dieser Geschichte, in der Judith mehr oder weniger zufällig nach Cornwall gelangt. Eigenlich hätte sie jetzt schon mit ihrem Mann John in London sein solle, wenn  sie nicht im letzten Moment die Reißleine gezogen hätte. Ihr Arbeitgeber, der berühmte Gartenexperte Petroc und das Anwesen Pengarrock mit den faszinierenden Gärten und dem Fluss, ziehen sie in ihren Bann und helfen ihr, sich wieder zu finden, sich klar zu werden, was sie will. Damit das alles  nach dem Tod von Petroc erhalten bleiben kann, wagt sie einiges und findet nicht nur einen Schatz, sondern auch den richtigen Mann fürs Leben.

  17. Cover des Buches Die Tochter des Blütensammlers (ISBN: 9783492227414)
    Kayte Nunn

    Die Tochter des Blütensammlers

     (13)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Inhalt des Buches wurde hier bereits ausführlich beschrieben. Daher beschränke ich mich auf meine Meinung. 

    Der Roman spielt auf 2 Zeitebenen in England, Chile und Australien. Die Protagonisten Elisabeth und Anna mochte ich beide und kam gut in die Geschichte. Der Schreibstil war einfach zu lesen. 

    Der Roman gefiel mir im Grossen und Ganzen recht gut. Aber die Auflösung um die Pflanze gingen mir etwas zu schnell. Da hätte ich mir mehr Verwirrungen und Spannung gewünscht. Die Liebesgeschichte rückte mir zu sehr in den Vordergrund. 

    Ausserdem fehlten mir besonders in Chile ausführlichere Landschaftsbeschreibungen. Ich konnte mir nicht alles so gut vorstellen und bekam kein Kopfkino. Nebensächlichkeiten wurden mir dagegen teilweise zu ausführlich erklärt. 

    Der Roman hat mir jedoch schöne Lesestunden beschert und ich vergebe daher 4 Sterne. 

  18. Cover des Buches Mordzeitlose (ISBN: 9783839222362)
    Patricia Holland Moritz

    Mordzeitlose

     (19)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Patricia Holland Moritz – Mordzeitlose

    „Mordzeitlose“ ist ein Kriminalroman von Patricia Holland Moritz, der 2018 im GMEINER Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Patricia Holland Moritz wurde im heutigen Chemnitz geboren, arbeitete in Leipzig als Buchhändlerin, verließ die DDR und heuerte in Paris als Speditionskauffrau an, studierte in Berlin Nordamerikanistik, wurde Bookerin für Bands und arbeitet heute in einem Verlagshaus. Sie ist Bloggerin und Ghostwriterin. Für ihre Romane erhielt sie Arbeitsstipendien des Berliner Senats und des Mörderische Schwestern e.V. Auf ihren Tourneen las sie bereits mit renommierten Autoren wie Håkan Nesser, Arne Dahl und Ulrich Wickert. Ihr Krimi »Kältetod« aus dem Crystal Meth-Milieu Berlins wurde vom »Tip« 2015 für die »ausgefallenste Mordmethode« geehrt. »Mordzeitlose« ist ihr dritter Roman im Gmeiner-Verlag.

    Klappentext:
    Margrit Kunkel wächst in einer brandenburgischen Gärtnerei auf, ihr Studium führt sie durch die Botanischen Gärten der Welt. Bald gilt sie als Koryphäe und übernimmt die Leitung der Holländischen Gartenakademie in Berlin. Ihr Modell des »Slow Gardenings« scheint auch ihren Mitarbeitern Harmonie zu verleihen. Diese wird jedoch jäh gestört, als Margrit im Kakteenhaus auf eine menschliche Hand stößt. Wären da nicht bereits die ungeklärten Todesumstände ihrer Mutter, das seltsame Verschwinden von Margrits erstem Freund und ein Ermittler, der beunruhigende Zusammenhänge herstellt, hätte sie den Fund der Polizei gemeldet. Doch so nimmt sie die Sache lieber selbst in die Hand.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat einen ganz besonderen Reiz, der in der Hauptfigur Margrit Kunkel begründet ist. Sie hat ein grünes Händchen und jede Menge Geduld. Sie ist kein einfacher Charakter, aber man fiebert mit ihr mit. Sie wirkt eher bemitleidenswert als sympathisch. Auch der Ermittler verfügt über jede Menge Geduld und ist eine gelungene Ergänzung zur Protagonistin. Diese beiden Figuren sind sehr ausführlich mit vielen Facetten beschrieben. Das Erzähltempo ist niedrig und die Spannung baut sich oft auf Andeutungen auf. Dies ist eine zeit lang interessant, aber die Autorin überzieht es nach meinem Empfinden. Es entsteht der Eindruck, dass sich manche Vorgänge und Entwicklungen öfters wiederholen. Hier wäre weniger mehr gewesen.

    Fazit:
    Ein durchaus interessanter Kriminalroman mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur, die eine unerwartete Entwicklung nimmt. Wiederkehrende Abläufe taten der Spannung nicht gut und so vergebe ich drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).

  19. Cover des Buches Ruf der Pflanzen (ISBN: 9783864081668)
    Jutta Blume

    Ruf der Pflanzen

     (8)
    Aktuelle Rezension von: winterdream

    Inhalt:

    In dem Buch geht es um eine junge Schwarze, Ife, die als Sklavin auf einer Zuckerrohrplantage als Heilerin arbeitet. Eines Tages hat sie die Möglichkeit zu fliehen und tut dies auch. Im Wald trifft sie auf die Freien, die sie allerdings wieder zurückschicken. Dann fährt sie mit einem Weißen, Sandquist nach Santa Domingo. Er will dort einen botanischen Garten anpflanzen und dafür braucht er Ifes Hilfe. Doch Sandquist ist sehr krank und Ife versucht, ihn mit ihren Heilkünsten zu retten. Doch wird sie es schaffen und wie wird das Leben von Ife wohl weitergehen?

     

    Cover:

    Das Cover passt zum Buch. Es ist eine Blume darauf und im Hintergrund ist geschriebener Text zu sehen, was im Buch aufgegriffen wird.

     

    Mein Fazit:

    Ich muss leider sagen, dass ich mich etwas schwer getan habe, mit der Rezension. Mir hat das Buch anfangs gar nicht so schlecht gefallen, obwohl man da auch schon erst mal mit der Situation der Sklavin auf der Plantage klarkommen musste. Aber im Laufe des Buches wurde die ganze Geschichte einfach immer langweiliger und zum Schluss hatte ich gar keine Lust mehr, das Buch weiter zu lesen. Es waren auch einfach viel zu viele Begriffe über Pflanzen. Die Namen hatte ich größtenteils noch nie gehört und wenn ich sie nicht kannte, wurden sie auch oftmals nicht beschrieben. Da muss man sich dann schon wirklich damit auskennen. Die Autorin hat zwar flüssig geschrieben, aber mich konnte sie leider überhaupt nicht packen. Die Geschichte hat mich nicht gefesselt. Anfangs konnte ich mich in die Charaktere ganz gut hineinversetzen, wenn auch etwas holprig, aber hinterher konnte ich leider auch das nicht mehr. Ich hätte es besser gefunden, wenn die ganze Geschichte nach dem Tod von ihrem Meister geendet hätte. Für die Aufmachung des Buches und die flüssige Schreibweise möchte ich trotzdem gerne 2 Sterne vergeben. Leider hat es nicht zu mehr gereicht.

  20. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  21. Cover des Buches The Summer of Lost Letters (ISBN: 9783551320506)
    Hannah Reynolds

    The Summer of Lost Letters

     (20)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Einige Zeit nach dem Tod ihrer Oma schickt das Pflegeheim ein paar ihrer Sachen an ihre Familie. Abby findet darunter einen Stapel Briefe, die sie in ihrem Alter mit einem jungen Mann auf Nantucket ausgetauscht hat. Da ihre Freundinnen alle den Sommer woanders verbringen und ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, beschließt Abby ihren Sommer auf der Insel zu verbringen und mehr über diesen Mann und seine Beziehung zu ihrer Oma herauszufinden. Gleichzeitig erhofft sie sich, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren, denn ihre Oma kam mit nur vier Jahren in die USA, auf der Flucht vor dem Nazi-Regime. Ihre Eltern überlebten die Verfolgung nicht – aber vielleicht gibt es ja doch noch irgendwo Verwandte? Auf der Insel lernt sie Noah kennen, den Enkel des Briefeschreibers, der allerdings mit aller Macht verhindern will, dass Abby Staub aufwirbelt und Chaos in seiner Familie stiftet. Wird Abby die Wahrheit erfahren?

     

     

    Ich fand die Grundidee echt interessant. Wie Abby nach den Spuren und der Vergangenheit ihrer Oma sucht und vor allem, was am Ende dabei herauskommt. Man bekommt auch einiges an Wissen vermittelt, das einem so nicht bekannt war. 

    Leider waren mir aber die Protagonisten einfach zu jung in ihrem Handeln und Denken.

     

    Abby und Noah sind anfangs wie Katze und Hund. Sie giften sich an, er versucht sie zu verjagen, aber Abby bleibt stur. Sie keifen sich an, streiten und fühlen sich doch irgendwie voneinander angezogen. Leider fand ich hier schon einiges einfach zu drüber. Zu Teenie und zu übertrieben. Irgendwann schlagen die Gefühle ins Gegenteil um und ab da verschiebt sich auch der Fokus des Buches in Richtung des Familiengeheimnisses. 

     

    Ich fand es interessant, wie Abby den Spuren nachging und teilweise exzessiv recherchierte, aber Noahs Familie ging mir da teilweise wirklich auf die Nerven. Sie mauern größtenteils und stempeln Abby als Störenfried ab. Das fand ich schon teilweise ziemlich heftig.

     

    Die Auflösung, was dahintersteckte und das Ergebnis von Abbys Suche fand ich sehr gut und interessant. Hier werden teilweise wichtige Themen behandelt.

    Was ich dagegen sehr schade fand, war, wie das Teenie-Drama dann durch die Decke ging. 

     

     

    Fazit: Ich fand die Grundidee super, aber mit der Umsetzung hatte ich meine Probleme. Mir waren beide Abby und Noah zu jung, zu Teenie. Gerade Abby neigt zu vorschnellen Handlungen und tickt gern mal aus. Ich kann verstehen, dass sie wütend ist, aber das Ausmaß ihrer Wut lässt jedes Maß vermissen.

    Ich kann auch Noahs Standpunkt einerseits sehr gut verstehen, andererseits neigt er auch zu einseitigem Handeln.

     

    Mir gefiel die Auflösung am besten, der Teil war wirklich toll und auch das Ende gefiel mir gut. Der Rest des Buches war weniger meins. Mir waren die Protagonisten einfach zu jung und zu Teenie. Vor allem, wenn das Drama hochgedreht wurde, hat mich das Buch verloren. Von mir bekommt es 2,5 Sterne.

  22. Cover des Buches Das Elfen-Bestimmungsbuch (ISBN: 9783941787841)
    Benjamin Lacombe

    Das Elfen-Bestimmungsbuch

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Das Elfen-Bestimmungsbuch mit zauberhaften Illustrationen von Benjamin Lacombe war schon lange Gegenstand meiner Sehnsucht. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit es mir endlich zu kaufen!

    Ein Biologe wird im Auftrag Rasputins auf eine Mission entsandt Forschungen zu Heilpflanzen in einem legendenumwobenen Wald zu machen. Der Forscher, der für die Reise seine Frau und Tochter in Russland für einige Wochen zurückließ, trifft schon bald auf die kleinen Kreaturen des Waldes – nicht Pflanze, nicht Mensch, aber doch beidem ähnlich. Er tauft die neuentdeckten Lebewesen „Elfen“. Aus den Wochen werden fast zwei Jahre, die der Biologe sich in seinen Entdeckungen verliert.

    Das Buch besteht nicht nur aus den Illustrationen der Elfen, sondern auch in hübsch aufgemachten Briefwechseln zwischen dem Forscher, seiner Frau und dem ungeduldigen Rasputin, dem es nach Ergebnissen giert.
    Transparentpapiere verleihen dem Buch etwas Nebeliges, fast Mystisches; ausgestanzte Seiten mit filigranen Mustern geben dem Betrachter der Bilder den Eindruck sich mitten im Wald zu befinden und durch das Dickicht einen voyeuristischen Blick auf die scheuen Elfen zu erhaschen.
    Wunderschön, und auch wenn es kostspieliger war als meine bisherigen Bilderbücher, so war es den Kauf auf jeden Fall wert!

  23. Cover des Buches Das Gedächtnis der Welt (ISBN: 9783351034627)
    Marc Jeanson

    Das Gedächtnis der Welt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973

    Marc Jeanson ist Botaniker, wie er sagt ein Pflanzenfinder. Er ist der Direktor des grössten Herbariums der Welt am Pariser Nationalen Museum für Naturgeschichte und Direktor vom Herbarium in Marrakesch. Schon als Kind interessierte er sich für Pflanzen und Tiere auf der Wiese am Fluss. Der Teich war seine Schatztruhe, dort wimmelte es von Leben. Sein Interesse an den Pflanzen begann mit einem Steckling einer Graslilie. Er war fasziniert, wie schnell sie wuchs und ihre Schönheit entfaltete.

    So entführt er den Leser in die Welt der Botanik. Er erzählt von den Errungenschaften früherer Naturforschern, wechselt dann zwischendurch wieder zurück zum Herbarium in Paris und dessen Geschichte, um dann natürlich auch von den eigenen Reisen zu erzählen. Man muss recht konzentriert lesen, um nicht den Faden zu verlieren. Nahtlos switcht er zwischen den alten Forschern, eigener Geschichte und dem Herbarium hin und her.

    Marc Jeanson, der das Buch mit er Journalistin Charlotte Fauve geschrieben hat, kann seine Begeisterung für die Flora auf das Papier transportieren. Diese sprüht aus jeder Zeile. Wer neben der seiner Liebe zu der Flora, gerne Historisches liest oder lernen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Es ist so vielseitig wie die Pflanzenwelt.

  24. Cover des Buches Der englische Botaniker (ISBN: 9783959672597)
    Nicole C. Vosseler

    Der englische Botaniker

     (35)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Der aus Schottland stammende Botaniker Robert Fortune wird im Jahre 1843 von der Horticultural Society mit minimaler Ausstattung, aber klarem Auftrag nach China geschickt.
    Er soll in Europa noch nicht heimische Pflanzen suchen, beschreiben und nach England schicken.
    Besonderen Wert legt die Society dabei auf die Päonie - und die Teepflanze, die nach Fortunes Expedition ihren Siegeszug in die ganze Welt antreten wird.
    Die Reise gestaltet sich nicht nur abenteuerlich, sondern auch sehr gefährlich - denn es ist streng verboten, die Teepflanze aus China zu erportieren.
    Dass es ihm dennoch gelingt, verdankt der Botaniker, der übrigens den realen Robert Fortune zum Vorbild hat, nicht zuletzt den Menschen, die ihm in dem unbekannten, exotischen Land zur Seite stehen und die ihn darüberhinaus viel lehren über das Land, seine Bewohner und in nicht geringem Maße auch über das Leben und über sich selbst.
    Als veränderter Mensch wird er nach England zurückkehren...

    Dieser wunderschöne Roman voller Zartheit und Poesie mit seinen unvergesslichen Charakteren zieht einen, je weiter man liest, immer stärker in seinen Bann. Er berührt auf eine besondere Weise, was vor allem der Sprache zu verdanken ist, mit der sich Nicole Vosseler direkt in die Herzen ihrer Leser schreibt, mit der sie ein Land malt, das von geradezu märchenhafter Schönheit ist, Personen erschafft, die man nicht mehr loslassen möchte, die nachklingen und den Leser noch lange begleiten werden.
    Die Sprache mutet an wie die Seide Chinas - zart, transparent, alle Sinne umschmeichelnd, die Seele streichelnd!

    Demgegenüber steht die harte Realität Chinas als auch Englands Mitte des 19. Jahrhunderts, die die Autorin kenntnisreich und klar umreißt, stehen unbarmherzige Konventionen hier wie dort, die gerade den Frauen einen Platz zuweisen, die keinerlei selbstständiges Denken und Handeln gestatten und die kaum jemand zu durchbrechen wagte.
    Die beiden weiblichen Protagonistinnen des Romans aber tun genau das!

    Da ist zum einen Roberts Frau Jane in England, die während der Abwesenheit ihres Mannes, mit ihren beiden kleinen Kindern allein auf sich gestellt, zu einem selbstbestimmten Leben findet, ohne jedoch jemals von ihrer Loyalität dem fernen Ehemann gegenüber abzuweichen.
    Und in China ist es das freiheitsliebende Schwertmädchen Lian, das sich einem grausamen, von den Traditionen vorherbestimmten Schicksal widersetzt hat und geflüchtet ist, und das nun ganz alleine durch die Lande zieht und die so gewonnene Unabhängigkeit trotz aller Einsamkeit hartnäckig verteidigt und nie mehr aufgeben wird.

    Mit den Augen der beiden mutigen, dem Leser Respekt und Bewunderung einflößenden Frauen, aus ihrem jeweiligen Blickwinkel, genauso wie aus dem des Botanikers, der zwischen beiden Frauen steht, lässt die Autorin die Handlung ihres Romans sich entwickeln und voranschreiten, wodurch sie ihre Leser tief in die drei Hauptfiguren, ihre Gedanken, Erwartungen, Hoffnungen, inneren Konflikte und Zwiespälte hineinblicken und dadurch besser verstehen lässt.

    So ist ein unvergleichliches, tiefgründiges Buch von hoher Qualität entstanden, an dem anspruchsvolle Leser und Liebhaber historischer Romane nicht vorübergehen sollten!

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