Bücher mit dem Tag "botanik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "botanik" gekennzeichnet haben.

154 Bücher

  1. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453315839)
    Andy Weir

    Der Marsianer

     (801)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Dieses Buch hat mich wirklich toll unterhalten können. 

    Obwohl mit vielen Begriffen gearbeitet wurde die mir persönlich vorher nichts gesagt haben,  hat der Autor es geschafft durch seine Erzählweise es rüber zu bringen als versteht man schon immer worum es grade geht , das fand ich total genial. 

    Jetzt würde ich mir noch gerne den Film dazu anschauen und bin darauf schon sehr gespannt.😊📖

  2. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (667)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: Die schlichten, weißen Cover vom Diogenes Verlag sehen immer toll aus, auch hier ist das bunte Bild des Waldes sehr passend gewählt.

     

    Klappentext: Starwirtschaftsanwalt Urs Blank, fünfundvierzig, Fachmann für Fusionsverhandlungen, hat seine Gefühle im Griff. Doch dann gerät sein Leben aus den Fugen. Ein Trip mit halluzinogenen Pilzen führt zu einer gefährlichen Persönlichkeitsveränderung, aus der ihn niemand zurückzuholen vermag. Blank flieht in den Wald und lernt dort zu überleben. Bis er endlich begreift: Es gibt nur einen Weg, um sich aus diesem Alptraum zu befreien.

     

    Meinung: Der Schreibstil Suters ist angenehm zu lesen und ich kam gut in die Geschichte hinein. Blanks Art ist etwas eigen, aber die Person an sich nicht unsympathisch. Sein Leben besteht größtenteils aus seiner Arbeit in der Kanzlei, bis er eines Tages Lucille kennenlernt. Auf einem Bauernhof machen die beiden bei einem Experiment mit, das Blank für immer verändern wird.

    Lucille scheint aufgrund der Pilze einfach nur auf einem Trip gewesen zu sein, doch Blanks Persönlichkeit verändert sich drastisch – er wird zu einer Gefahr für andere. Er beschließt, sich daraufhin von seinem Freund und Therapeuten Wenger behandeln zu lassen. Als das nichts nutzt, flieht Blank in den Wald – dort, wo er bei seinem Trip mit der Natur eins geworden ist – und macht sich auf die Suche nach den Pilzen, die man ihm damals gegeben hat. Er lernt, zu überleben. Ab hier wird die Geschichte für mich langweilig und zäh. Blanks Unterschlupfsuche und Überlebenstaktik wird zum Hauptthema.

    Das Ende ist total abgehackt. Nach dem letzten Wort habe ich umgeblättert, weil ich dachte, die Geschichte würde weitergehen. So ein Ende habe ich noch nie gelesen. Es kam mir so vor, als wäre einfach so abgebrochen worden.

    Das Buch hat gut begonnen, wurde aber ab der Hälfte extrem zäh. Ein Roman, der sicher nicht für jeden etwas ist, aber vermutlich viele Leserinnen und Leser begeistert hat. Mich leider nicht. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

  3. Cover des Buches Rendezvous im Café de Flore (ISBN: 9783746632711)
    Caroline Bernard

    Rendezvous im Café de Flore

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Caroline Bernard führt uns direkt zweimal nach Paris. Beim ersten Mal entdecken wir Paris mit Vianne, einem fünfzehnjährigen Mädchen, das am liebsten Botanikerin im Jardin de Plants in Paris würde, aber leider bei streng konservativen Eltern zur Zeit der Belle Epoque aufwächst. Zusammen mit Marléne entdecken wir Paris in der heutigen Zeit, sie ist mit Jean-Louis verheiratet und feiert in Paris den zehnten Hochzeitstag, einer nicht glücklichen Ehe.

    Im Wechsel zwischen Vianne und Marléne lernen wir Paris kennen und Caroline Bernard gelingt es das Flair von Paris mit ihrem Schreibstil einzufangen. Das Flair der Belle Epoque und auch das Flair des heutigen Paris.

    Lernen wir mit Vianne zunächst das Paris der ausgehenden zwanziger Jahre kennen und ihre Entbehrungsreiche Zeit nach ihrem Weggehen von der heimatlichen Provinz im Süden Frankreichs. Vianne findet in Clothilde schnell eine Freundin und gemeinsam arbeiten sie als Wäscherinnen in Paris. Eine harte Arbeit, die ihr aber ihre Existenz in Paris sichert. Auf ihren Streifzügen begleiten wir sie durch Paris entlang der Seine, dem Montmatre, der Sacre Coeur und natürlich in den Jardin des Plantes. Der Ort an dem Vianne am liebsten arbeiten würde.
    Beim Fest der Wäscherinnen lernt sie den jungen englischen Maler David Scott kennen und lieben. Er ist aus gutem Haus, einziger Sohn eines Fabrikbesitzers und versucht sich im Paris der 20er Jahre als Maler. Neben Größen wie Picasso, Matisse und Chagall hat er es schwer. Wie Künstler so sind ist er auch exzentrisch, das tut allerdings Viannes Liebe keinen Abbruch und manchmal habe ich mir so gedacht, dass sie ihn ändern will, was ihr allerdings nicht gelingt.
    Durch David Scott lernt sie auch den künftigen Direktor des Jardin de Plantes kennen und vielleicht erfüllt sich ja ihr Lebenstraum von der Arbeit als Botanikerin.

    Ein anderes Bild von Paris begegnen wir zusammen mit Marléne, die in einer unglücklichen Ehe mit Jean-Louis gefangen ist, und ihren zehnten Hochzeitstag in Paris verbringt. Sie hat dort schon an der Sorbonne studiert, aber ihr Studium nicht beendet, da ihre Mutter krank wurde. Wieder zu Hause in Südfrankreich lernt sie nach einer unglücklichen Liebe Jean-Louis kennen und bleibt schließlich dort. Gefangen in einem Beruf, den sie nicht liebt, in einer Ehe, in denen sich beide nichts mehr zu sagen, denn zu unterschiedlich sind ihre Wesen und mit sich hadernd über ihr Leben und den verpassten Chancen reisen sie nach Paris in die Stadt der Liebe. Was ein Neuanfang für ihre Ehe werden soll, endet in einem Desaster. Zumindest was die Ehe betrifft, aber nicht was Marlénes Leben angeht.
    Nach einem heftigen Streit am Hochzeitstag gehen sie just an dem Tag getrennte Wege, während Jean-Louis mit einer sehr guten Bekannten auf der Oldtimerautomesse weilt, geht Marléne ins Museum d’Orsay. Dort entdeckt sie sich auf einem Gemälde wieder. Sprachlos und überrascht betrachtet sie es und kommt zu der Erkenntnis, dass es eine Verwandte von ihr sein muss. Aber wer? Denn eine weibliche Verwandte von ihr hat nie in Paris gelebt? Oder gibt es in ihrer Familie ein Geheimnis? Zusammen mit dem Auktionator Etienne, der sie auf die gemeinsame Unverwechselbarkeit zwischen der Frau auf dem Gemälde und ihr anspricht, macht sie sich auf die Suche nach der unbekannten Frau.

    Caroline Bernards “Rendezvous im Café de Flore” lebt von der Lebendigkeit der Charaktere und dem Flair von Paris. Sie hat es ohne weiteres geschafft mich sowohl ins Paris der Belle Epoque mit seinen Künstlern in Montmartre und Montparnasse zu entführen als auch in das Paris der Jetztzeit. Ich habe das Gefühl an der Seine entlang zu spazieren, mit Marléne und Etienne auf den Spuren ihrer Ahnin zu wandeln, in einer Boulangerie ein Baguette zu kaufen oder auf den Blumenmärkten um die Sacre Coeur den Duft der Vielzahl von Blumen zu riechen. Ebenso bildhaft kann ich mir den Jardin des Plantes und das Café de Flore vorstellen. Caroline Bernard beschreibt Paris so bildhaft als wäre ich da und ich habe immer wieder das Gefühl auf der Pontes des Arts zu stehen und die Liebesschlösser an dem Geländer zu betrachten oder mit Vianne und David in den Bars von Paris unterwegs zu sein.

    Neben dem ganzen Flair besticht der teilhistorische Roman auch durch seien Charaktere. Vor allem Vianne und Marléne waren mir von der ersten Zeile an sympathisch. Zwei tolle Frauen.
    Vianne ist mutig und neugierig. Sie sieht es nicht ein, dass Leben ihrer Mutter führen zu sollen, nur weil sie ein Mädchen ist. Sie will in die Welt hinaus und wagt schon im Teenageralter den Absprung nach Paris. So kämpferisch wie sie ist, hat sie aber auch die Fähigkeit sich auf andere einzulassen. Zu Beginn ihrer Beziehung zu David ist sie noch verunsichert und zurückhaltend, das ich auf ihr jugendliches Alter schiebe. So tough wie sie ist, nimmt sie sich im Hinblick auf David sehr zurück und stellt ihre Interessen hintenan. Womit sie auch oft hadert.
    David ist exzentrisch und eigenbrötlerisch. Seine Malerei steht für ihn an erster Stelle und danach kommt lange Zeit nichts. Erst dann Vianne, dennoch ist er in der Lage zu lieben, was manchmal etwas eigenartig und befremdlich rüber kommt. Vor allen dann, wenn er erst Vianne wegstößt und danach ängstlich kauernd vor ihr sitzt, aus Angst das sie ihn verlassen könnte.

    Marléne ist ein bisschen wie Vianne, aber im Gegensatz zu ihr lebt sie ihre Träume und Sehnsüchte nicht. Harmonie geht ihr über alles und vor allen vor ihren eigenen Wünschen. So lässt sie sich viel von ihrem Mann Jean-Louis gefallen, der sie lieblos behandelt und erst in Paris und durch das Gemälde findet sie den Mut ihre Wünsche zu realisieren.
    Jean-Louis, oh ja Jean-Louis, selten war mir ein Charakter so zu Wider, wie dieser. Ein Ekelpaket höchster Güte. Marléne ist seine Frau und hat sich so zu benehmen, wie es für ihn angenehm ist. Was er sagt und tut ist Gesetz. Er verhält sich lieblos ihr gegenüber, macht ihr Paris mies, verunglimpft sie am Telefon und benimmt sich egal in welcher Situation wie ein Kotzbrocken. Bis zum Ende habe ich keine einzige gute Seite an ihm gefunden.
    Ganz der Gegenpart dazu ist Etienne. Er ist ein weltoffener, romantischer und vielseitig interessierter Mann. Mit ihm kann Marléne reden und er tut ihr gut.

    Der Großteil von  “Rendezvous im Café de Flore” erzählt von den beiden Liebesgeschichten, die mehr als nur den Rahmen des Buches ausmachen. Ein kleiner Teil erzählt aber auch von Frankreich im Zweiten Weltkrieg  von der Résistance. Auch der historische Teil ist sehr gut dargestellt und oft lief mir ein Schauder über den Rücken.

    Fazit

    “Rendezvous im Café de Flore” ist ein wundervoller kurzweiliger Roman über Paris. Mit jeder Zeile habe ich gemerkt wie sehr Caroline Bernard die Stadt verehrt und ihr Roman ist eine Hommage an diese wundervolle Stadt. Eingebettet in einem historischen Hintergrund hat sie die Lebensgeschichte von zwei Frauen, die sich nie begegnet sind, aber so unheimlich viel gemeinsam haben. Ein wundervoller Roman über Paris, die Liebe und die Selbstbestimmung. Absolut lesenswert!

  4. Cover des Buches Fuchskind (ISBN: 9783548612515)
    Annette Wieners

    Fuchskind

     (98)
    Aktuelle Rezension von: schnuffelschnecke9904

    Darum geht es:An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

    Daten zum Buch:
    Verlag:List Taschenbuch
    Erscheinungsdatum:17.6.2016
    Buchlänge: 352

    Fazit:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten Krimi in dem sehr wenig Blut fließt. Die Geschichte die dahinter steckt hätte größeres Potenzial gehabt, als was man ausgeschöpft hat. Einige Handlungsstränge fand ich zudem unlogisch und sehr weit hergeholt. An einigen Stellen wurde das Drumherum nicht gut genug erklärt und an anderen Stellen wurde zu viel Hintergrund erläutert.
    Die netten Zeichnungen und Informationen zu giftigen Pflanzen und Blumen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
    Leider bin ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Gesine kannte ich bereits aus dem Krimi 'Kaninchen Herz' wobei sie mir da deutlich sympathischer war als in diesem Buch. Auch bei den anderen Figuren stellte sich bei mir kein Sympathie Gefühl ein, sodass es mir gefühlt egal war, was mir ihnen geschieht.
    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich den dritten Teil um Gesine Cordes lesen werde.

    2,5⭐/5⭐

  5. Cover des Buches Der Blumensammler (ISBN: 9783608503739)
    David Whitehouse

    Der Blumensammler

     (99)
    Aktuelle Rezension von: bluesjj

    Verwirrung und viele Fragezeichen waren vorherrschend beim Lesen der ersten Kapitel des Romans „Der Blumensammler“ von David Whitehouse. Nichts passte augenscheinlich zusammen. Doch nach und nach setzen sich alle Puzzleteile an ihren Platz und die auf angenehme Art etwas verrückte Geschichte zog einen mehr und mehr in seinen Bann – nicht, ohne das eine oder andere Mal den detektivischen Spürsinn zum Leben zu erwecken. Die etwas verschrobene Art und das große Herz des Hauptprotagonisten rührten mich, ebenso seine Fähigkeit, in allem etwas Schönes zu sehen. Auch seine Entwicklung im Buch fand ich gelungen umgesetzt. Am Anfang einsam und zurückhaltend, aber mit dem Willen etwas zu verändern. Schritt für Schritt wächst er über sich hinaus, erweitert seinen Horizont, wie er es nie für möglich gehalten hat, verliert sich dabei aber nie selbst. Auf der Suche nach sechs besonderen Blumen reist er um die ganze Welt und findet mehr, als er zu hoffen gewagt hat. Doch das Glück hat Licht- und Schattenseiten… Fazit: Unbedingt lesen.

  6. Cover des Buches Die verborgene Sprache der Blumen (ISBN: 9783426509173)
    Vanessa Diffenbaugh

    Die verborgene Sprache der Blumen

     (265)
    Aktuelle Rezension von: KiaraK

    Die verborgene Sprache der Blumen

    Inhaltsangabe:

    Das Wichtigste im Leben der jungen Victoria sind Blumen. Sie weiß alles über sie und kennt vor allem ihre Bedeutung. Aufgewachsen in Waisenhäusern und Pflegefamilien, rettet dieses Wissen sie immer wieder. Mit achtzehn findet Victoria Arbeit in einem Blumenladen und bindet mit viel Erfolg und Einfühlungsvermögen für jeden Kunden den richtigen Strauß: Myrte für Liebe, Jasmin für Nähe, Maiglöckchen für Rückkehr des Glücks. All das wünscht sich Victoria auch, als sie Grant kennenlernt. Erstaunt stellt sie fest, dass er ebenfalls die Sprache der Blumen versteht – und sie von demselben Menschen gelernt hat wie sie selbst …

    Meine Meinung:

    Ich lese ja eigentlich nur Fantasy, aber Vanessa Diffenbaughs Buch hat mich nicht enttäuscht und ist definitiv eines meiner Lieblingsbüchern. Ich muss zugeben zuerst war ich ein bisschen verwirrt, weil immer Sprünge zwischen der Gegenwart und Vergangenheit gemacht wurden. Da musste ich mich erst einfinden. Aber meist nach jedem Kapitel wurde die Zeitform geändert (so wurde das ganze auch übersichtlicher). Die Zeitenwechsel wurden immer spannender, weil die Handlungen aus der Vergangenheit sich so langsam an die Gegenwart angeknüpft haben (somit erläutert, wie Victoria in dieser Situation gelandet ist). Spannung fehlt hier an keinem Punkt, man lernt vieles über jegliche Art von Liebe und Blumen (meiner Meinung nach mal eine schöne Abwechslung)

    Definitiv ein magisches MUST READ


  7. Cover des Buches Das Geheimnis jenes Tages (ISBN: 9783426517031)
    Annette Dutton

    Das Geheimnis jenes Tages

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Deutschland/ Australien, 2009:

    Nadine hat immer noch große Probleme damit, sich nach einem schlimmen Familiendrama vor vielen Jahren, bei dem ihre Schwester starb, gefühlsmäßig auf ihre Tochter Alina und deren Vater, Nadines Ex Thomas einzulassen, was ihr Leben recht schwierig gestaltet. Dafür geht sie in ihrem Beruf auf. Als ihr die Chance geboten wird, nach Australien zu reisen, um dort menschliche Skelette zurückzugeben, die einem Aborigine-Stamm gehören, sagt sie begeistert zu, denn auch das Leben derjenigen, die einst dafür sorgte, dass diese Knochen überhaupt nach Deutschland gelangten, die Naturforscherin Amalie Dietrich, interessiert Nadine nach wie vor brennend.
    Nadine nimmt ihre Tochter Alina mit, die jedoch lieber mit Backpackern unterwegs ein möchte, um Land und Leute besser kennenzulernen. Als sich Alina, nicht wie vorher vereinbart, per Handy bei Nadine meldet, macht sie sich große Sorgen. Kann es sein, dass ihre Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist? Die Polizei zeigt keine großen Mühen, sich um das Verschwinden ihrer Tochter zu bemühen, so dass Nadine beschließt, auf eigene Faust auf die Suche zu gehen…

    Siebenlehn/Sachsen :

    Die junge Amalie wächst in ärmlichen, dörflichen Verhältnissen auf; wird jedoch bereits von ihrer Mutter in Heilkräuterkunde unterrichtet. Jedoch ist es ihr Zukünftiger, der Apotheker und Botaniker Wilhelm Dietrich, der ihr die Möglichkeit bietet, eine andere Welt zu entdecken, in dem er ihr tiefgründigere Einblicke in die Pflanzenwelt ermöglicht. Amalies Wissensdurst ist ungebrochen, auch als sie ihrem Mann Wilhelm eine Tochter gebärt, zeigt sie mehr Interesse an ihrer Arbeit, als an ihrem Mutterdasein, auch wenn sie durchaus Liebe für ihre Tochter Charitas empfindet. Jedoch zeigt Wilhelm seine Enttäuschung darüber, dass Amalie ihm nur eine Tochter, statt des erwarteten Stammhalters geboren hat, ganz offen. Ihre Ehe bekommt erste feine Risse, doch zumindest ihr Interesse an der Naturforschung hält das Paar zunächst zusammen. Als Wilhelm die vielen Reisen um Herbarien zusammenzustellen, nicht mehr machen kann, schickt er stattdessen allein Amalie auf die sehr beschwerlichen Reisen. Amalie lässt sich darauf ein, jedoch nur so lange, bis sie erfährt, dass Wilhelm sie mit einer anderen Frau betrügt…

    „Das Geheimnis jenes Tages“, ist mein erster Roman der Autorin, deren Bücher mir jedoch bereits von einigen Bekannten empfohlen wurden. Jedoch habe ich es normalerweise nicht so mit Australienromanen, doch diesmal konnte der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit angesiedelt wurde, meine Neugierde wecken, denn im Mittelpunkt steht darin eine historisch belegte Persönlichkeit, um die sich selbst heute noch dunkle Gerüchte ranken. Die Naturforscherin Amalie Dietrich, die sich viele Jahre auf dem fünften Kontinent aufhielt, um für den hamburgischen Reeder Cesar Godeffroy Pflanzen und seltene Tierarten, für dessen geplantes Natur- und Völkerkundemuseum zu präparieren und gen Deutschland zu senden. Doch im Laufe der zehn Jahre wurde Dietrich dann auch nahe gelegt, zusätzlich menschliche Skelette der Ureinwohner zu beschaffen, was geschah und Dietrichs Ruf schließlich Schaden zufügte.

    Die Autorin lässt ihre Leser immer im Wechsel am Leben und den Entdeckungen der Amalie Dietrich teilhaben; zwischenzeitlich erfährt man durch einen regen Briefwechsel, zwischen Amalie und ihrer Tochter, vieles über das Leben und Wirken der Naturforscherin und ihres Charakters.

    Im zweiten Handlungsstrang begegnet einem dann eine ebenfalls zum Teil etwas widersprüchliche Heldin, die genauso wie Amalie, getrieben ist zwischen Job und Mutterliebe.

    Während Amalies Geschichte eindeutig im Fokus steht, fand ich Natalies Story leider ein wenig zu dürftig abgehandelt, auch wenn sie durchaus einige spannende Momente beinhaltet und es zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde, bei ihrer Suche nach ihrer verschwundenen Tochter. Dennoch hatte ich mir gewünscht, dass die Autorin vielleicht noch mehr auf Nadines seelisches Innenleben eingehen würde. Und vor allem ein wenig mehr Seitenzahlen darauf verwenden würde, die Missverständnisse zwischen Mutter und Tochter, aber auch zwischen Ex-Freund und der Heldin auszuräumen. So blieben mir Natalie und Alina leider sehr fremd beim Lesen und auch Amalies Tochter Charitas blieb mir persönlich zu blass geschildert.
    Dennoch fand ich den Roman sehr unterhaltsam und spannend und habe ihn praktisch in einem Rutsch gelesen, was dem eingängigen Schreibstil der Autorin geschuldet ist.

    Kurz gefasst: Unterhaltsamer Ausflug in die Fauna und Flora Deutschlands und Australiens, jedoch hätte ich mir ein wenig tiefschürfendere Charakterisierungen diverser Romanfiguren gewünscht.

  8. Cover des Buches Die Poison Diaries (ISBN: 9783841421241)
    Maryrose Wood

    Die Poison Diaries

     (423)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Die Poison Diaries war kein perfektes aber dennoch sehr gelungenes Buch .

    Es hat einige Schwächen, glänzt aber auch mit vielen Stärken,  eine sehr gute Mischung von allem .

    Es ist eine sehr langsame,  mystische Geschichte  und sehr poetisch geschrieben, was einem beim Lesen gefallen muss. 

    Die Protagonistin hat mich ehrlich gesagt manchmal etwas gefordert durch ihr Verhalten und ihre Art,  was mich aber nicht davon abgehalten hat die Geschichte zu beenden  und Band 2. gerne weiter lesen zu wollen.

  9. Cover des Buches The Martian (ISBN: 9781410469571)
    Andy Weir

    The Martian

     (80)
    Aktuelle Rezension von: kleopatak

    The science-fiction novel „The Martian“ by Andy Weir is about astronaut Mark Watney, who was abandoned by his crew on Mars. All by himself and without any communication with earth, he has to figure out how to survive. In order to succeed, he needs to be creative and confident in his own academic judgement. While describing all of these considerations, decisions, struggles and successes author Andy Weir finds the right balance in explaining the scientific background to the reader and not boring him. 

    Main character Mark Watney is the botanist and engineer of the crew of the fourth manned Mars mission. During an unexpected earlier take-off back to earth due to a storm, Watney gets blown away and seriously injured. Unlike the crew assumes, they are not leaving his dead body behind, but an unconscious crew mate. From that moment, Watney is the only man on planet Mars, only left with two rovers, their main expedition tent, life support systems, limited food supplies, computers and tools. Watney’s log entries are the main part of the novel and allow inspections of Watney’s thoughts. As a result the reader identifies oneself with him immediately. He is a very intelligent, inventive and charismatic person, with an scientific working method. His writing style is easy to read and colloquial, so all in all really realistic. Even though he is in a life-threatening situation, he tries to think positive and even is humorous most of the time. As he is an astronaut himself, he uses many technical terms and abbreviations. It took me a time to get to know all of them, but in the end, you don’t even notice them anymore. At the same time, Watney believes some of them are unnecessarily complex, so he makes fun of them (for example medium flexible sample container instead of ziploc bags). Besides these log entries, the reader witnesses some situations from the NASA-centre on earth and the homecoming crew. Through them the author creates suspense, allows one to look at the rescue from a different point of view and as a result reveals the whole drama of the affair.

    The story itself is well thought through and all the difficulties Watney has to face are, as far as I can tell, plausible. Especially from a scientific perspective the novel is really interesting, but also in terms of entertainment, it is really thrilling and you learn a lot about Mars. Through Watney Andy Weir includes lots of different topics concerning mars: science, of course, in all kind of ways (atmosphere, life support, gravity, geology,...), but also international law, history, botany, astronomy, climatology or the rivalry between different nations concerning space travel. These reveal lots of uncertainties and problems concerning the space and space travel. Also, it illustrates how many problems humans are facing as soon as they’re not on earth; So much to think about and to consider, and if there’s something unconsidered or poorly planned, you can easily have life-threatening problems. This points out how well adapted we are to earth. To put it in a nutshell the novel is thematically very diverse, and most topics are touched lightly.

    To conclude, this novel is really thrilling for everybody, who likes suspense, science-fiction and scientific observations. Mark Watney is a really charismatic and clever main character, who wins every reader’s heart.

  10. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.387)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier: 

    https://www.podbean.com/media/share/pb-mg5c6-faaa43

    Vorsicht, Spoiler!

  11. Cover des Buches Die schwarze Orchidee (ISBN: 9781503935730)
    Annis Bell

    Die schwarze Orchidee

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Greyswan

    In diesem Fall wird Jane zu ihrer besten Freundin nach Nordengland gerufen, weil diese im Haus ihrer Cousine ein komisches Gefühl hat und ehe es sich Jane versieht, steckt sie in einem Kriminalfall um Mord und wertvolle Orchideen fest.

    Dieser Teil hat neben der interessanten Geschichte rund um die Orchideenzüchter und -jäger, was ich als geradezu bereichernden Rahmen der Geschichte empfand, eine deutliche Besserung zum ersten Band. Im ersten Band empfand ich Jane als extrem pubertär und unreif, was hier nur zu Beginn vorkam. Im Verlauf der Geschichte wirkt Jane reifer und vernünftiger. Die Beziehung zu David vertieft sich und sie wachsen langsam zu einem Team zusammen.

    Die Briefe aus Übersee boten einen Einblick in eine ganze eigene Welt und waren eine angenehme Auflockerung.

    Ein besonderes Schmankerl stellt der Plot-Twist zu Ende hin dar und rundet die Geschichte ab.

    Ab hier bin ich offiziell Fan der Reihe :-)

  12. Cover des Buches Die englische Gärtnerin - Blaue Astern (ISBN: 9783548060712)
    Martina Sahler

    Die englische Gärtnerin - Blaue Astern

     (97)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Diese Reihe habe ich schon vor einiger Zeit bei einigen Bloggerinnen gesehen und als unsere Bücherei diese angekauft hat, habe ich mir sofort diesen ersten Band "Blaue Astern" der englischen Gärtnerin Trilogie mitgenommen.

    Charlotte Windley liebt Blumen und Pflanzen über alles. Ihr Großvater war ein bekannter Botaniker. Ihr größter Wunsch ist es in der prächtigen Parkanlage von Kew Gardens in die Fußstapfen ihres Großvaters zu treten, dort als Botanikerin zu arbeiten und als Forschungsreisende neue Pflanzen zu erkunden. Nachdem sie ihr Botanik-Studium abgeschlossen hat, bei dem sie ihre lieberalen Eltern immer unterstützt haben, scheint ihr Ziel nahe zu sein. Doch auf Kew Gardens werden seit Kriegsende die Frauen wieder systematisch von den Männern verdrängt und dürfen bald nur mehr als Illustratorinnen arbeiten. Doch so schnell gibt Charlotte nicht auf. Gemeinsam mit ihrem Freund Dennis steht sie kurz vor dem Ziel tatsächlich bei einer Expedition dabei sein zu dürfen.

    Als ihr Vater unerwartet stirbt, steht ihre kranke Mutter mit den Geschwistern plötzlich alleine da. Die große Hoffnung steckt im ältesten Sohn Robert, der in die Fußstapfen des Vaters treten soll und bereits in der Endphase seines Medizinstudiums steckt. Er soll die Gemeinschaftsordination in London mit dem Partner seines Vater übernehmen. Doch da passiert ein fürchterlicher Unfall, der die Existenz der Windleys bedroht....

    Charlotte ist eine zielstrebige und selbstbewusste junge Frau, die sich von den Konventionen der damaligen Zeit nicht abschrecken lässt. Natürlich hilft ihr dabei der Status, in dem sie hineingeboren wurde, wie auch die wichtige Rolle ihres Großvaters als Botaniker in Kew Gardens. Mit Dennis hat sie einen Seelenverwandten gefunden, der ihre Liebe zu den Pflanzen teilt. Als der gebürtige Deutsche Victor Bromberg, ein aufstrebender Papierfabrikant, Charlotte den Hof macht, ist sie zuerst geschmeichelt. Doch schon bald muss sie sich zwischen Dennis und Victor entscheiden. Charlottes Zwiespalt sich für ihre Familie oder die Karriere zu entscheiden wird sehr gut dargestellt und ist in anderer Form auch heute noch ein Thema.

    Martina Sahler erzählt abwechselnd aus verschiedenen Sichtweisen. Die Pflanzenwelt spielt dabei eine sehr große Rolle und ich durfte viele neue Begriffe kennenlernen. Man wandelt mit der Hauptprotaginistin durch die farbenprächtige Gartenanlage und vielfältige Pflanzenwelt. Kew Gardens ist einer der ältesten botanischen Gärten der Welt, berühmt für seine Artenvielfalt und unzähligen Themengewächshäuser.
    Genauso liebevoll sind die Figuren von der Autorin gezeichnet worden. Robert, Frauenheld und kleiner Snob, wird plötzlich aus seiner Komfortzone gerissen und wird zum mürrischen, in Selbstmitleid versinkenden Bruder, bei dem sich weiterhin nur alles um sich selbst dreht. Debbie, das Nesthäckchen, schert sich um keinerlei Konventionen und macht was ihr Spaß macht. Nur Charlotte sorgt sich um die an Parkinson erkrankte Mutter und die verbleibende Zukunft ohne den geliebten Vater. Dennis ist ein Mann, bei dem sich alles nur um die Pflanzenwelt dreht, und der sich der realen Welt etwas verschließt. Victor versucht englischer zu werden, als mancher Engländer, und ist ein wahrer Geschäftsmann, Er liebt Charlotte aufrichtig.

    Charlotte ist ihrer Zeit voraus und vertritt auf keinen Fall die Durchschnittsfrau dieser Epoche. Frauen als Wissenschaftlerinnen oder die sich hinters Steuer eines Automobils setzen sind Ausnahmen, haben aber den Weg für weitere Generationen von Frauen geebnet. Auch wenn Romane, wie dieser, im Moment nur so hervorsprießen, sollten wir auch daran denken, dass diese Frauen Vorreiter waren. Wie die Herren der Schöpfung über uns Frauen damals dachten, darf man ebenso aus einigen Passagen erfahren...und dies ist kein Roman, sondern die Wahrheit, die auch heute teilweise noch verbreitet ist.

    Fazit:
    Die Story ist kurzweilig und lässt sich flüssig lesen. Einige Wendungen sind vorhersehbar, aber trotzdem unterhält der Roman in weiten Bereichen und hat mir vergnügliche Lesestunden bereitet. Den Folgeband habe ich ebenfalls schon gelesen und werde ihn demnächst rezensieren.

  13. Cover des Buches Das Schmetterlingszimmer (ISBN: 9783442491445)
    Lucinda Riley

    Das Schmetterlingszimmer

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Anni84

    Ein wunderbares Buch. Es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Es ist eine wunderschöne so wie tragische Geschichte. 

    Über der die Bücher von Lucinda Riley kennt weiß dass es einfach fantastisch war. 


  14. Cover des Buches Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen (ISBN: 9783446241657)
    Jacqueline Kelly

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Die Geschichte von Calpurnia Tate hat mir sehr gut gefallen, da sie auf ruhige und kindgerechte Weise das Leben und die leider meist recht einseitigen Perspektiven eines Mädchens im ländlichen Texas des Jahres 1899 zeigt und somit einen schönen Gegenpol zu den aktuell oft sehr rasant erzählten und fantasylastigen Kinderbüchern darstellt. Calpurnia findet Magie ganz woanders: Im Laboratorium ihres Großvaters, unterm Mikroskop, in der Lektüre von Darwins skandalösen Schriften, beim leidenschaftlichen Beobachten der Natur... Nur bedauerlicherweise nicht im Produzieren von Stricksocken, Mustertüchern und Apfelkuchen, wie ihre Mutter es gern sähe. Auch ihr Vater und ihre sechs Brüder beäugen Calpurnias spezielle Interessen mit einigem Argwohn und versuchen immer mal wieder, sie an den ihr zugedachten Platz in der Gesellschaft zu lotsen.

    Wie die naturwissenschaftlich interessierte Elfdreivierteljährige mit den Ansprüchen ihrer Familie und der damaligen Gesellschaft hadert und es schließlich schafft, sich von ihnen zu lösen, ist feinfühlig und anschaulich erzählt. So kann heutigen Kindern ohne pädagogischen Zeigefinger klarwerden, dass Chancengleichheit im Blick auf Bildung und selbstbestimmte Lebensentwürfe einst hart erkämpft wurde und auch im 21. Jahrhundert noch nicht immer eine Selbstverständlichkeit darstellt. Und sie bekommen vielleicht ebenfalls Lust, das Leben in einem Wassertropfen vergrößert auf einem Objektträger zu betrachten oder sich die Grashüpfer und Zaunwinden beim nächsten Besuch einer Wiese genauer anzugucken.

    Besonders hervorheben möchte ich noch das wunderschöne Cover der deutschen Ausgabe, das mich ein bisschen an Albrecht Dürers Wiesenausschnitte, aber noch viel mehr an die Krabbelviehzeug-Zeichnungen von Maria Sibylla Merian erinnert.

    Der Verlag empfiehlt die Altersspanne 12-14 Jahre; ich würde eher 10-12 Jahre vorschlagen. Aber auch für mich als Erwachsene war das Buch angenehm zu lesen und ich freue mich schon sehr auf den 2. Band, den ich mir nach der Lektüre des 1. Bandes direkt auf den Reader gezogen habe.

  15. Cover des Buches Das Wesen der Dinge und der Liebe (ISBN: 9783833309892)
    Elizabeth Gilbert

    Das Wesen der Dinge und der Liebe

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Krystyna_Sierova

    Einmal meine Mutter hat mich angerufen und sagte - schnell du muss unbedingt das neue Buch von Elizabeth Gilbert lesen! Es so interessant, da gibt es so viel über Geschichte und damalige Abenteuere und Wissenschaftler!
    Meine Mutter war mit dem Buch begeistert und ich auch. Aber nur am Anfang...

    Was die Autorin wirklich gut kann, ist eine Atmosphäre zu schaffen und die Landschaft zu setzen. Als ich das Buch angefangen zu lesen, dachte ich mir - was von ein traumhaftes Kindheit hat Alma, ich würde gerne ihre Schwester sein!

    Wie ich immer sage, aber dann passiert das Leben mit alle Drama und Schicksale. Das buch ist trotzdem sehr interessant und lässt mich bis jetzt nicht los, ich denke ab und zu darüber und würde gerne wieder in diese besondere Zeiten eintauchen.

    Was ist auch wichtig, hinter Buch steckt viel Forschungsarbeit, die Elizabeth Gilbert gemacht um Roman echt realistisch zu beschreiben, es ist schon echte Historische Roman.

  16. Cover des Buches Vom anderen Ende der Welt (ISBN: 9783423214513)
    Liv Winterberg

    Vom anderen Ende der Welt

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Die Reise der Mary Linley, die als erste Frau die Welt umsegelt, wird von Liv Winterberg gekonnt verpackt, fesselt und reisst mit. Winterberg beschreibt sehr lebendig, ihre Schilderungen sind klar, farbig und eindrücklich. Sehr gut gefallen hat mir auch der Perspektiven- und Ortswechsel. Die Handlung und die Figuren werden wie in einem inneren Film zum Leben erweckt. Das Buch ist kurzweilig und äusserst informativ. Ein bereichernder Lesegenuss, nicht zuletzt Dank des tollen Schreibstils der Autorin.

    Störend war für mich aber eine Tatsache, die man im Nachwort erfährt. Wer also nichts über das Nachwort wissen möchte, soll hier nicht weiter lesen.
    Im Nachwort erklärt Winterberg nämlich, dass sie sich von Jeanne Baret, die als erste Frau die Welt umsegelt hat, inspirieren liess. Wieso hat sie dann nicht gleich einen Biografischen Roman geschrieben? Wieso mach sie aus der Französin eine Engländerin? Es wäre doch wunderbar gewesen, diese aussergewöhnliche Frau bekannt zu machen, anstatt ihr eine fiktive Figur vor die Nase zu setzten. Ich nehme an, Winterberg wollte das Buch mit der Liebesgeschichte zwischen Carl und Mary aufpeppen. Denn Jeanne Baret war – im Gegensatz zu Mary Linley – bereits liiert zu den Zeitpunkt, als sie an Bord ging, und zwar mit dem ebenfalls mitreisenden Botaniker Commerson. Folglich fasste sie den Entschluss, als Mann mit zu reisen, nicht alleine, und mindestens eine Person an Bord war eingeweiht. So nimmt man zumindest an. Und mir erscheint das auch plausibler als Winterbergs Variante. Da spielt wohl feministisches Wunschdenken mit: Ein neunzehnjähriges Mädchen verkleidet sich als Mann und begibt sich auf eine Forschungsreise – wunderbar romantisch, aber nicht so glaubwürdig wie es in Realität war. Schade.

    Aber wie gesagt, ich vermute, die Autorin wollte die romantische Liebesgesichte der als Mann verkleideten Frau, die sich in ihren vorgesetzten verliebt, unbedingt in ihren Roman packen. Gerade aber diese Liebesgeschichte gehört für mich aber nicht zu den Glanzstücken des Romans. Er wäre gut ohne ausgekommen – bzw. die Beziehung zwischen Baret und Commerson und eventuelle Liebschaften, die man in einer Romanbiografie ja einfliessen lassen kann, hätten genügen Stoff gegeben. Carl ist nämlich eine der Figuren, die seltsam blass bleiben. Auch die Gefühle zwischen den beiden erscheinen mir nicht gut herausgearbeitet und gehen einem irgendwie nicht besonders unter die Haut.
    Über die Tahitianer und die Forschungsarbeit von Carl und Linley hätte für meinen Geschmack auch noch ein wenig mehr drin sein können! Trotz dem aber ein sehr empfehlenswerter Schmöker. 

  17. Cover des Buches Orchis (ISBN: 9783218011044)
    Verena Stauffer

    Orchis

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Der junge Botaniker Anselm begibt sich auf die Suche nach dem schönsten Exemplar der Königin der Blumen in den Regenwald Madagaskars. Schnell wird er fündig, die weißen Blüten der Sternorchidee erscheinen ihm eines Nachts gleich der Sterne am Nachthimmel. Ehrfürchtig begibt sich Anselm mit seiner wertvollen Fracht im Bauch eines Frachtschiffs zurück nach Europa, doch unterwegs wird ein Großteil seiner Funde aufs Meer geschwemmt. Er verfällt in eine tiefe Depression, halluziniert in Wahn und Trauer eine Orchidee herbei, die sich in seine Schulter verwurzelt und tief mit seiner Psyche verwächst. Er richtet sein Leben auf das Wohlergehen der ihm verbliebenen Orchidee auf seiner Schulter aus, gießt sie regelmäßig und wird schließlich apathisch in eine Heilanstalt geschickt. Doch schon bald erfährt er von einer weiteren, kaum bekannten Orchideenart, die er finden und dokumentieren möchte. Und so begibt sich Anselm auf eine Odyssee Richtung China, um sein Glück zu suchen.

    Puh, ich hatte einen schwierigen Einstieg ins Buch. Die Sprache war extrem ausladend und verschnörkelt, aber je mehr ich im Buch vorangekommen bin, desto besser gefiel es mir. Die Geschichte des Orchideenforschers Anselm ist berührend, tiefgründig und psychologisch. Er verliert durch Wahn und Manie den Bezug zur Realität, findet in der Suche nach besonderen, unbekannten Orchideen seine Erfüllung sich begibt sich überstürzt auf eine Reise per Schiff um die halbe Welt. Zuweilen ist der Roman in einen historischen Kontext eingebettet. Darwin ist in aller Munde, und Anselm wird zum eingefleischten Gegner dessen Evolutionstheorie. Zwischendurch übernimmt er an der Universität eine kurzweilige Professur, reist mit seinen Studenten umher und versucht ihnen, seinen Enthusiasmus zu Orchideen zu vermitteln. Bei mir hat ers geschafft. Durch und durch ein ganz tolles, außergewöhnliches Buch. Leseempfehlung für alle, die gerne stimmungsvolle, lyrische Sprache lieben.

  18. Cover des Buches Die Poison Diaries (ISBN: 9783841421258)
    Maryrose Wood

    Die Poison Diaries

     (133)
    Aktuelle Rezension von: hauntedcupcake
    Inhalt
    Nachdem ihr geliebter Weed sie verlassen hat, fristet Jessamine ein trauriges Dasein, macht sich aber als Heilerin einen Namen. Bis sie die Wahrheit über ihre Krankheit und den Tod ihrer Mutter erfährt. Und die Wahrheit über Weeds Weggang. Und so plant sie, ihren Vater mit seinen geliebten Giftpflanzen zu töten und ihren Liebsten zu suchen. Doch die Reise, die sie antritt, ist eine schreckliche, denn längst hat Oleander, der Giftprinz, Anspruch auf Jessamine erhoben...

    Meine Meinung

    Nachdem mich Band 1 vollkommen überzeugen konnte, war ich gespannt, wie es mit Jessamine und Weed weitergeht und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm zu lesen und passt perfekt in die Szenerie, denn er gibt die richtige Stimmung wieder. Das Buch ist wieder aus der Sicht von Jessamine und mit einigen Kapiteln aus der Sicht von Weed geschrieben, was mir wiederum gut gefallen hat. Die richtige Spannung ist so definitiv aufgekommen.

    Jessamine erfährt die Wahrheit darüber, warum sie krank war, warum ihre Mutter so früh starb und warum Weed weggegangen ist. Verbittert schwört sie Rache an ihrem Vater, dem seine Giftpflanzen so viel mehr Wert waren, als alles andere. Von da an befindet sie sich auf der Flucht und macht sich auf die Suche nach Weed. Geleitet wird sie durch die Stimme von Oleander, dem Giftprinzen, der sich ihr während ihrer Krankheit offenbart hat. Je länger die Reise andauert, desto öfter schwirrt Oleander in ihrem Kopf herum, bis er schliesslich über ihr Leben bestimmt und aus Jessamine eine andere macht. Währenddessen sucht Weed verzweifelt nach seiner Geliebten, denn auch er hat eingesehen, dass Liebe das stärkste aller Gefühle ist. So gelangt er an eine weise Botanikerin, mit dessen Hilfe er Jessamine finden und Oleander besiegen will.

    Die Wandlung, die Jessamine in diesem Buch durchmacht, ist aussergewöhnlich. Sie entwickelt sich nicht einfach weiter, wie andere Protagonisten es tun, sondern sie macht einen kompletten Wandel durch. Dies aufgrund des negativen Einflusses des Giftprinzes. Aus dem einst naiven, verträumten Mädchen wird eine geheimnisvolle und äusserst gefährliche junge Frau. Die Entwicklung der Protagonistin hat mir hier sehr gut gefallen, es war definitiv mal etwas anderes. Auch Weed entwickelt sich, er fasst mehr Vertrauen zu den Menschen und sieht ein höheres Ziel in seinem Tun. Den Giftprinzen Oleander lernt man auch hier nicht wirklich besser kennen, aber man bekommt ein gutes (oder eben ungutes) Gefühlt, was seine Machenschaften betrifft.

    Band 2 der Poison Diaries spielt teilweise in England, teilweise in Italien. Das Setting hat mir gut gefallen, auch wenn dieses Mal etwas weniger die Botanik an sich und etwas mehr das politische Geschehen beleuchtet wurde. Das hat mir aber durchaus gefallen, so werden die Poison Diaries zu einer Art historischen Geschichte mit mystischem Einfluss.

    Das Ende von Band 2 lässt mich richtig atemlos, aber auch ratlos zurück. Nach etwas Recherche habe ich herausgefunden, dass Band 3 "Into the Garden" abgesagt worden ist und stattdessen ein Buch namens "Weed" erschienen ist - ohne Maryrose Wood als Autorin, sondern von einem neuen Co-Autor. "Weed" soll, wenn ich das richtig verstanden habe, auch nicht wirklich an Band 2 anknüpfen, resp. sich vollkommen auf Weed konzentrieren und nicht mehr als Jugend- sondern als Erwachsenenbuch veröffentlicht worden sein. Die ganze Entwicklung der Poison Diaries-Trilogie finde ich also sehr schade. Vom absolut schrecklichen Cover von "Weed" will ich gar nicht anfangen. Ich muss nun wohl mit dem Ende von Band 2 als offenes Ende leben...

    Fazit
    Die Geschichte um Jessamine und Weed geht weiter. Märchenhaft, aber viel düsterer als Band 1, mit einer interessanten Entwicklung der Charaktere und einem spannenden Einblick in die Botanik, die Politik und die Abgründe der Liebe, hat mich auch dieser Teil überzeugen können. Schade, dass Band 3 nicht mehr übersetzt resp. ordentlich weitergeführt wurde!
  19. Cover des Buches Der vergessene Garten (ISBN: 9783956495700)
    Julia Williams

    Der vergessene Garten

     (13)
    Aktuelle Rezension von: seschat

    INHALT
    Im kleinen Örtchen Heartsease (Sussex) hatte der Botaniker Edward Ende des 19. Jh.s einen Knotengarten für seine geliebte Frau Lily angelegt, dessen Pracht sich heute unter seinem neuen Besitzer Joel nur noch erahnen lässt. Witwer Joel (38) lebt seit dem überraschenden Tod seiner jungen Frau mit dem gemeinsamen Sohn Sam allein auf dem Grundstück seines Onkels Edward. Einzig zu seiner Nachbarin, der alleinerziehenden Zwillingsmama Lauren, hat er Kontakt. Diese passt auch oft auf Sam auf. Als eines Tages die vom Leben gebeutelte Webdesignerin und Landschaftspflegerin Kezzie aus London in Heartsease landet und Joels verwilderten Garten sieht, möchte sie diesen sofort wiederbeleben. Für den melancholischen Joel kommt das Gartenprojekt einer Rettung gleich. Auch für Kezzie eröffnen sich ganz neue Welten...

    MEINUNG
    Julia Williams hat mit ihrem Roman "Der vergessene Garten" ein sehr emotionales Buch geschrieben, das nicht nur aus wunderbaren Gartenbeschreibungen besteht, sondern vor allem aus tragischen zwischenmenschlichen Geschichten.

    Der Knotengarten ist das verbindende Element zwischen den beiden Erzählsträngen des Buchs. Denn einerseits wird Edwards und Lilys Liebes- und Lebensgeschichte erzählt und andererseits geht es um den Garten und dessen Reinkarnation in der Gegenwart. Für mich waren es besonders die einschneidenden Todesfälle und deren individuelle Verarbeitung, die mich emotional mitgerissen, schlichtweg betroffen gemacht haben. Aber den Garten als Hoffnungssymbol bzw. Ausweg aus der Trauer fand ich hierbei sehr gut gewählt. Ob Joel, Kezzie oder Lauren, alle wurden einmal von einem geliebtem Menschen enttäuscht und fangen nun neu an.

    Williams einfache Sprache liest sich flüssig und kurzweilig. Die eingebauten Tagebucheinträge bzw. Briefe aus Edwards und Lilys Lebenszeit dienten als spannende und interessante Zeitfenster in eine längst vergangene Epoche.

    Das filigran und farblich sehr harmonisch gestaltete Cover mit verspieltem Gartenambiente hat mich sofort angesprochen.

    FAZIT
    Eine Generationen übergreifende sowie mitreißende Geschichte, die an die Heilkraft der Natur appelliert. Ich bin immer noch etwas verzaubert.
  20. Cover des Buches Ein Sommer in Cornwall (ISBN: 9783442480852)
    Liz Fenwick

    Ein Sommer in Cornwall

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Thuja

    Wenn Liz Fenwick eine Geschichte schreibt, dann hat man die Garantie dafür, dass man alles was beschrieben wird, miterleben kann, dass sie mit Sicherheit auch alles gründlich recherchiert hat und dass es immer noch etwas Besonderes zum Schluss gibt. So auch in dieser Geschichte, in der Judith mehr oder weniger zufällig nach Cornwall gelangt. Eigenlich hätte sie jetzt schon mit ihrem Mann John in London sein solle, wenn  sie nicht im letzten Moment die Reißleine gezogen hätte. Ihr Arbeitgeber, der berühmte Gartenexperte Petroc und das Anwesen Pengarrock mit den faszinierenden Gärten und dem Fluss, ziehen sie in ihren Bann und helfen ihr, sich wieder zu finden, sich klar zu werden, was sie will. Damit das alles  nach dem Tod von Petroc erhalten bleiben kann, wagt sie einiges und findet nicht nur einen Schatz, sondern auch den richtigen Mann fürs Leben.

  21. Cover des Buches Das Geheimnis von Shadowbrook (ISBN: 9783458681205)
    Susan Fletcher

    Das Geheimnis von Shadowbrook

     (99)
    Aktuelle Rezension von: IvoryLucy

    Ich sah das Buch im Buchladen und es sprach mich mit dem wunderschönen Cover und dem Klappentext sofort an. Ich wollte diesem Buch umgehend das Geheimnis entlocken.

    Ich fand sehr schnell in die Geschichte rein und war ganz überrascht, in welchem schönen Stil es geschrieben ist. Dieser Stil gefällt mir außerordentlich gut. Ich glaube, man kann ihn als poetisch bezeichnen. Er ist sehr stimmig für die Geschichte und den historischen Rahmen. Wahrscheinlich war es genau der poetische Schreibstil, der mich so an die Geschichte gefesselt hat. Auf Shadowbrook spukt es, aber es ist kein Geisterroman, sondern es im Kern um uns selbst. Wagen wir zu glauben, an Dinge die wir nicht sehen können? Was steckt dahinter? Wer sind wir?

    Clara ist eine ganz tolle Hauptfigur, die mir unheimlich viel Kraft vermittelt hat. Clara hat Glasknochen und lebt eingeschränkt. Sie will raus, sie will die Welt kennenlernen, aber sie hat nicht alle Möglichkeiten, die andere junge, gesunde Frauen haben. Und dennoch schafft sie es, über sich hinauszuwachsen. Mir gefällt ihre Art sehr. Eine Frau, die weiß wo sie steht, die weiß, wer sie ist und dass man über sie redet. Sie ist durch ihre Glasknochen unbeweglicher und entsprechend eingeschränkt, aber ihr Verstand ist umso wacher. Sie inspiriert mich mit ihrer Art sehr und ich ziehe deshalb viel aus Geschichten wie dieser. 

    Clara geht ihren eigenen Weg. Sie lässt nicht locker. Eine verletzbare, kleine Frau, die unheimlich mutig ist. 

    Wer jetzt eine klassische Geistesgeschichte erwartet, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wer ein Buch sucht, das hinter die Fassade blickt, ist hier ganz richtig. 

    Es waren tolle Lesestunden und das Buch viel zu schnell ausgelesen. Ich werde es sicher immer wieder lesen, weil mir insbesondere Clara so sehr ans Herz gewachsen ist.

  22. Cover des Buches Die unglaubliche Reise der Pflanzen (ISBN: 9783608981926)
    Stefano Mancuso

    Die unglaubliche Reise der Pflanzen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    Pflanzen sind zwar verwurzelt, aber nicht unbeweglich, sondern sie reisen durch Raum und Zeit. Und diesen Gedanken schreibt Stefano Mancuso so wundervoll und poetisch in diesem Buch, dass mir das Herz aufgegangen ist. Mancuso zeigt Pflanzen als Pioniere, Kämpfer und Heimkehrer, Flüchtlinge und Eroberer, Mutige Kapitäne, Zeitreisende, Einsiedler und Anachronisten.

    Wenn es um Biodiversität geht, sind uns Säugetiere wohl immer am nächsten, langsam folgen auch die Insekten, dass wir uns um sie Gedanken machen. Hier bei Mancuso bekommen sie ein Gesicht und Geschichten, die uns nur staunen lassen können. Und auch Menschen und Forschende bekommen voller Respekt ihren Platz in diesem wundervollen Buch. Richtig ergriffen war ich, wie der Autor von der Begegnung mit den „Hibaku jomoku“, den Heimkehrern von Hiroshima erzählt, was in etwas bedeutet „der Bombe ausgesetzte“. Samen verlieren auch nach über 2.000 Jahren ihre Keimfähigkeit nicht und die White Mountains gibt es eine Kiefer, die über 5.000 Jahre alt ist. Noch nicht alt genug?

    „Hinzu kommen große zusammenhängende Organismen wie Pando, eine 43 Hektar umfassende Klonkolonie der Amerikanischen Zitterpappel (Populus tremuloides) in Utah, die aus einem einzigen, seit über 80 000 Jahren existierenden genetischen Individuum besteht.“

    Während Mancuso von der enormen Lebenskraft von Pflanzen erzählt, wird auch quasi nebenbei deutlich, wie sehr der Mensch schon seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden in deren Leben eingreift. Viele Pflanzen konnten sich erst durch die Reisetätigkeiten der Menschen verbreiten, viele Pflanzen starben durch den Menschen aus. 

    „In der Natur ist alles miteinander verbunden. Dessen ungeachtet, scheint der Mensch diesen simplen Grundsatz nicht zu verstehen, und das tiefgreifende Konsequenzen.“ 

    Die Akazie von Ténéré war über drei Jahrhunderte lang war sie ein wichtiger Orientierungspunkt für die Salzkarawanen in der Sandwüste im Norden des Niger. Obwohl sie vollende isoliert steht, wurde sie gleich zwei Mal von Lastwägen angefahren. Der zweite Unfall kostete ihr das Leben. 

    Die Aquarelle von Grisha Fischer ergänzen dieses Kleinod kogenial. Ich muss gestehen, dass ich die stilisierten Landkarten, die zum Teil Blätter als Landmassen zeigen, kann ich zwar nicht komplett dechiffrieren, dafür laden sie mich umso mehr zum Träumen ein.

    Der einzige Wehrmutstropfen bei diesem Buch ist für mich, dass ich den Umgang mit den Kolonialgeschichte. Das Brennglas auf diese Thema setzt der Autor selbst, wenn er in der Einleitung zum ersten Kapitel über Pioniere in einer fast kindliche Begeisterung über den wilden Westen schwelgt. Auch, wenn er später explizit dann darauf eingeht, wie schlimm die Kolonialisierung war, aber die Schilderung der Forschenden für die East Indian Company und andere ist halt auch immer mit einem schwelgendem Blick. Viele der vorgestellten Forschenden sind außerdem Männer.

    Fazit

    Ein wundervolles Buch über Pflanzen und ihre Reisen durch Raum und Zeit. 4 Sterne.

  23. Cover des Buches Mordzeitlose (ISBN: 9783839222362)
    Patricia Holland Moritz

    Mordzeitlose

     (19)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Patricia Holland Moritz – Mordzeitlose

    „Mordzeitlose“ ist ein Kriminalroman von Patricia Holland Moritz, der 2018 im GMEINER Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Patricia Holland Moritz wurde im heutigen Chemnitz geboren, arbeitete in Leipzig als Buchhändlerin, verließ die DDR und heuerte in Paris als Speditionskauffrau an, studierte in Berlin Nordamerikanistik, wurde Bookerin für Bands und arbeitet heute in einem Verlagshaus. Sie ist Bloggerin und Ghostwriterin. Für ihre Romane erhielt sie Arbeitsstipendien des Berliner Senats und des Mörderische Schwestern e.V. Auf ihren Tourneen las sie bereits mit renommierten Autoren wie Håkan Nesser, Arne Dahl und Ulrich Wickert. Ihr Krimi »Kältetod« aus dem Crystal Meth-Milieu Berlins wurde vom »Tip« 2015 für die »ausgefallenste Mordmethode« geehrt. »Mordzeitlose« ist ihr dritter Roman im Gmeiner-Verlag.

    Klappentext:
    Margrit Kunkel wächst in einer brandenburgischen Gärtnerei auf, ihr Studium führt sie durch die Botanischen Gärten der Welt. Bald gilt sie als Koryphäe und übernimmt die Leitung der Holländischen Gartenakademie in Berlin. Ihr Modell des »Slow Gardenings« scheint auch ihren Mitarbeitern Harmonie zu verleihen. Diese wird jedoch jäh gestört, als Margrit im Kakteenhaus auf eine menschliche Hand stößt. Wären da nicht bereits die ungeklärten Todesumstände ihrer Mutter, das seltsame Verschwinden von Margrits erstem Freund und ein Ermittler, der beunruhigende Zusammenhänge herstellt, hätte sie den Fund der Polizei gemeldet. Doch so nimmt sie die Sache lieber selbst in die Hand.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat einen ganz besonderen Reiz, der in der Hauptfigur Margrit Kunkel begründet ist. Sie hat ein grünes Händchen und jede Menge Geduld. Sie ist kein einfacher Charakter, aber man fiebert mit ihr mit. Sie wirkt eher bemitleidenswert als sympathisch. Auch der Ermittler verfügt über jede Menge Geduld und ist eine gelungene Ergänzung zur Protagonistin. Diese beiden Figuren sind sehr ausführlich mit vielen Facetten beschrieben. Das Erzähltempo ist niedrig und die Spannung baut sich oft auf Andeutungen auf. Dies ist eine zeit lang interessant, aber die Autorin überzieht es nach meinem Empfinden. Es entsteht der Eindruck, dass sich manche Vorgänge und Entwicklungen öfters wiederholen. Hier wäre weniger mehr gewesen.

    Fazit:
    Ein durchaus interessanter Kriminalroman mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur, die eine unerwartete Entwicklung nimmt. Wiederkehrende Abläufe taten der Spannung nicht gut und so vergebe ich drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).

  24. Cover des Buches In Liebe, Ihre Eloise (ISBN: 9783899417234)
    Julia Quinn

    In Liebe, Ihre Eloise

     (50)
    Aktuelle Rezension von: meggies_fussnoten

    Noch während eines Empfangs ihrer Mutter flüchtet Eloise Bridgerton von dem Fest und macht sich auf zu Sir Phillip Crane, mit dem sie seit längerem schon eine Brieffreundschaft unterhält. Der letzte Brief von Phillip enthielt einen Heiratsantrag, doch Eloise möchte ihn erst persönlich kennenlernen, bevor sie eine Entscheidung trifft.
    Schon während der überstürzten Ankunft merkt sie, dass es wahrscheinlich ein Fehler war, sich ohne Anstandsdame und vor allem ohne jemandem zu erzählen, wo sie ist, bei Sir Phillp aufzukreuzen. Denn dieser ist noch in Trauer um seine verstorbene Frau Marina. Doch bald weiß Eloise, dass sie gebraucht wird. Denn Phillips Kinder sowie Phillip selbst brauchen jemanden, der ihnen durch diese Zeit hilft. 

     

    Schon am Ende des vierten Teiles wird es klar, dass es im nächsten Band um Eloise geht. Denn diese verschwindet einfach von einem Empfang und wird danach von jedem gesucht. Wo genau sie jedoch ist, wird erst im Folgeteil berichtet.

     

    Eloise ist mir schon in der TV-Serie sehr positiv aufgefallen. Ihre sehr neugierige und ehrliche Art hat mir imponiert und ihrem Wesen nach nimmt sie sich, was sie möchte.

     

    Ihre Brieffreundschaft mit Sir Phillip Crane entwickelt sich zu etwas Intensiverem, so dass Eloise sehr bald von Sir Phillip einen Heiratsantrag bekommt. Doch prüfe, wer sich ewig bindet... ein Spruch, der exakt auf Eloise zutrifft. Sie will erst wissen, ob sie wirklich zu Phillip passen würde und macht sich deshalb kurzerhand auf, ihn zu treffen.

     

    Ohne Anstandsdame, ohne jemandem zu sagen, wo sie ist und ohne überhaupt nachzudenken, was sie sich damit selbst antut.

     

    Phillip ist grüblerisch und von seiner Art her eigentlich das totale Gegenteil zu Eloise. Und doch passen die beiden wie die berühmte Faust aufs Auge. Nur merken sie es eben nicht so schnell.

     

    Aber das ist die Art der Autorin. Erst lässt sie ihre Figuren umeinander hertanzen (wobei sie immer wieder eine neue Art findet, dass ihre Protagonisten im Dunkeln tappen), dann kommt die Leidenschaft und dann das süße Happy End. Doch bis es so weit ist, müssen ihre Charaktere so einiges durchstehen. 

     

    Auch im fünften Teil lässt die Autorin kein Klischee aus und schafft es doch, den Leser an das Buch zu fesseln. Sehr gut gelungen ist ihr diesmal der männliche Hauptteil, der mit seiner grüblerischen und zurückhaltenden Art erst mal so gar nicht zu der lebensfrohen Eloise passt. Doch schon bald ist es gerade diese Art, die Phillip aus seinem Schneckenhaus holt und... aber das müsst ihr selbst lesen.

     

    Der Hintergrund ist diesmal ein sehr trauriger und hat mich - gerade für die Kinder von Sir Phillip - nachdenklich gestimmt. Die Autorin schafft zwar für ihre Protagonisten immer eine Vergangenheit, die nicht gerade leicht ist, aber diese hat mich dann doch sehr erschüttert und Sir Phlilip ist mir ans Herz gewachsen, da er schon so einiges durchmachen musste und selbst nicht weiß, wie er mit der ganzen Situation am besten umgehen soll. 

     

    Meggies Fussnote:

    Eine traurige Geschichte mit Happy End. 

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