Bücher mit dem Tag "botschaft"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "botschaft" gekennzeichnet haben.

85 Bücher

  1. Cover des Buches Inferno - Filmbuchausgabe (ISBN: 9783404174317)
    Dan Brown

    Inferno - Filmbuchausgabe

    (1.534)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
    Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
    Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband.

  2. Cover des Buches Die Spiegelreisende 1 − Die Verlobten des Winters (ISBN: 9783458364863)
    Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende 1 − Die Verlobten des Winters

    (747)
    Aktuelle Rezension von: Sara1

    Die beschriebene Welt ist ein tollen Konzept. Die Hauptfigur Ophelia lernt man im Laufe des Buches immer besser kennen und auch lieben. Sie wird wie der Leser auch in die neue Welt den Pol  geworfen und muss sich darin zurecht finden. Die Handlung nimmt nach der Hälfte immer mehr Fahrt auf und es kommt zu Wendungen mit welchen man nicht rechnet. Insgesamt ist das Buch toll geschrieben und man kann es nicht weglegen wenn man mit dem lesen begonnen hat. 

  3. Cover des Buches Momo (ISBN: 9783522202992)
    Michael Ende

    Momo

    (2.436)
    Aktuelle Rezension von: GoldeneFeder

    Ich habe als Kind zwar Teile der Serie gesehen, allerdings habe ich das eigentliche Buch "Momo" nie gelesen. Nun habe ich es im letzten Urlaub nachgeholt, und was soll ich sagen – es hat mich restlos begeistert.


    Ein angenehmer Schreibstil, eine spannende Geschichte, viel Tiefgang. Egal ob groß oder klein, alt oder jung. Es lohnt sich! 

  4. Cover des Buches Erdsee (ISBN: 9783596701605)
    Ursula K. Le Guin

    Erdsee

    (227)
    Aktuelle Rezension von: Schulbibliothek-Latina-AHF

    Dieser wundervollen illustrierten Gesamtausgabe sollte ich statt 5 möglichen Sternen 10 Sterne geben können, denn sie beinhaltet nicht nur die z.T. neu übersetzten 6 Erdseeromane, sondern auch 4 weitere Stories, z.T. vor dem ersten Roman entstanden, sondern auch  viele Texte, Nachworte usw., die die Autorin Urusla K. Le Guin zu ihrem Werk schrieb. In meiner Science-Fiction und Fantasy geprägten Jugend ist "Erdsee" leider etwas an mir vorbei gegangen, so habe ich mich sehr gefreut, dieses nun abgeschlossen, in der dt. Ausgabe insgesamt 1100 Seiten, neu entdecken zu können. Ich wurde nicht enttäuscht. Denn ""Erdsee" hat wenig zu tun mit der Hochfantasy, besonders verkörpert vom "Herrn der Ringe", mit all dem Kampf-, Blut- und Schlachtengedöns zu tun. "Erdsee" ist erstaunlich friedlich, ländlich und mitunter auch sehr philosophisch. Erstaunlich dabei wie aktuell manche Passagen einen vorkommen. Wenn der inzwischen zu den Unholden übergelaufene Gaiman schreibt, dies "ist die beste Geschichte über einen Jungen, der auf eine Zauberschule geschickt wird." kann ich ihm nur zustimmen. Wobei die Magie von "Erdsee" wenig zu tun hat mit der mondänen Magie einer gewissen reichen Britin. Sie ist so völlig anders, so erdverbunden, dass das Lesen in den Erdseeromanen wie eine Reise in eine andere Welt ist. Le Guin schreibt tatsächlich selbst augenzwinkernd, dass sie weitere Teile von "Erdsee" nur geschrieben hat, um weitere Reisen in die von ihr erdachte Inselwelt, die von überwiegend schwarzen und dunklen Menschen (Ausnahme: Die Karger, darunter auch die Hauptperson Tenar, 2. Roman) und Drachen bewohnt wird, zu unternehmen. Ja, tatsächlich, "Erdsee" ist ein Epos, dass überwiegend Protagonisten mit schwarzer oder dunkler Hautfarbe hat! Die Autorin schreibt, wie Verlage dies in der langen Editionszeit von "Erdsee" versucht haben, es mit weißen Menschen auf dem Cover zu überdecken. Zudem glaube ich, mit "Erdsee" war die Fantasy schon cosy oder cozy, bevor dieser Begriff in den letzten Jahren mit einigen "gemütlichen" Romanen auftauchen konnte. Am Ende des Lesens war ich schon traurig, einmal weil ich die Inseln von "Erdsee" verlassen musste und zum anderen, weil dies auch die Hauptperson "Sperber", mit der das Epos beginnt und auch endet, tun muß. Aber wenn morgen ein Drache an mein Fenster klopft, mir in der Drachensprache sagt, ich solle aufsteigen und ihm nach "Erdsee" folgen. Natürlich steige ich dann auf! 

  5. Cover des Buches Zeit deines Lebens (ISBN: 9783492312769)
    Cecelia Ahern

    Zeit deines Lebens

    (1.171)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_K1

    Die Botschaft in dem Buch ist durchaus wichtig. Wir haben nicht endlos viel Zeit und müssen unser Leben leben.

    Es geht um Lou. Verheiratet, Vater von zwei kleinen Kindern, ein gut bezahlter Job. Nach außen hin ist alles bestens, eine richtige Vorzeigefamilie.

    Doch Lou kennt nichts anderes außer arbeiten. Ständig ist er unterwegs, vergisst Termine mit der Familie und stellt die Arbeit stehts an erster Stelle.

    Man begleitet Lou in seinem Alltag und zu Beginn ist die Geschichte auch gut gemacht. Dann kommen jedoch sehr fantasievolle Wendungen, die man nicht immer wirklich nachvollziehen kann. Das hat die Geschichte für mich leider kaputt gemacht.

    Guter Anfang, wichtige Botschaft, aber in der Umsetzung dann einfach nicht passend. Schade.

  6. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

    (1.589)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    In "Wüstenblume" erzählt das somalische Model Waris ihre Geschichte. Von einer Kindheit in Somalia als Nomadin, die in der Natur Afrikas groß wird bis zur Ausreise nach London und ihren ersten Schritten als Model. 

    Mich hat die Geschichte sehr bewegt, besonders das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung war sehr hart zu lesen.

    Die Geschichte hat mich allerdings ab dem Punkt wo es für Waris nach London ging etwas verloren, was vielleicht auch daran lag, dass ich sie stellenweise sehr unsympathisch fand.

  7. Cover des Buches Zerschunden (ISBN: 9783426522219)
    Michael Tsokos

    Zerschunden

    (433)
    Aktuelle Rezension von: reading_squirrel

    4.5 Sterne


    Tsokos aussergewöhnliche Erzählperspektive aus der Rechtsmedizin hat mich ab Seite 1 gefesselt und kombiniert mit True-Crime ist es quasi die perfekte Mischung. Die Perspektiven wechseln in gutem Rhythmus und obwohl die Figuren mehrheitlich oberflächlich gezeichnet sind, passt es perfekt zur gesamten Aufmachung.

    Trotz der kribbelnden Spannung, die bis zum Ende angehalten hat, gab es für mich ein paar Längen - daher auch nicht ganz 5 Sterne für dieses Buch. 

    Dennoch ist es ein rasant erzählter Krimi mit schonungslos brutalen Elementen. Und ganz besonders nach diesem Ende will ich unbedingt mehr davon ✈️

  8. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

    (1.013)
    Aktuelle Rezension von: Alina35

    „Mörder ohne Gesicht“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Fall ist spannend aufgebaut, atmosphärisch dicht und entwickelt eine stetige, fast unheimliche Sogwirkung. Die Ermittlungen wirken realistisch, die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet und die Wendungen sitzen genau an den richtigen Stellen. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent und präzise die Spannung gehalten wird – kein Durchhänger, kein unnötiger Ballast. Für mich ein fesselnder Krimi auf hohem Niveau, der zeigt, warum dieses Buch als Klassiker gilt.

  9. Cover des Buches Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9) (ISBN: 9783548289533)
    Chris Carter

    Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)

    (450)
    Aktuelle Rezension von: Shady

    Die Robert-Hunter-Reihe von Chris Carter gehört für mich klar in die Kategorie „Thriller, die man nicht nebenbei liest“. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass hier ein ganz eigenes Tempo und eine sehr direkte, oft schonungslos brutale Erzählweise dominiert.

    Gleichzeitig sind die Bücher sehr schnell zu lesen, weil die Kapitel kurz gehalten sind und ständig neue Perspektiven oder Cliffhanger eingebaut werden. Genau das sorgt dafür, dass man nur schwer pausieren kann.

    Ich habe mich bereits im ersten Buch ein Stück weit in die Figur des Robert Hunter „verliebt“ – natürlich rein platonisch 😊 – und die gesamte Reihe danach regelrecht verschlungen.

    Insgesamt ist die Robert-Hunter-Reihe für mich eine klare Empfehlung für alle, die Thriller mögen, die düster, direkt und teilweise wirklich hart an der Grenze sind. Wer allerdings empfindlich auf Gewalt oder sehr detaillierte Beschreibungen reagiert, sollte wissen, worauf er sich einlässt.

  10. Cover des Buches Todesschmerz: Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 6 - Thriller (ISBN: B08MCBFRJF)
    Andreas Gruber

    Todesschmerz: Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 6 - Thriller

    (189)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    In seinem sechsten Fall wird das BKA-Ermittlerduo Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez mitten in brisanten internen Ermittlungen um einen BKA-Maulwurf überraschend nach Norwegen versetzt. Sie sollen den rätselhaften Mord an der deutschen Botschafterin aufklären. Was wie eine diplomatische Blockade der norwegischen Behörden beginnt, entwickelt sich schnell zu einem brandgefährlichen, hochkomplexen Fall, bei dem das gesamte Team ins Visier eines eiskalten Killers gerät.


    Das Buch ist durchgehend spannend. Es verzichtet komplett auf Längen oder langweilige Passagen. Das Tempo wird stetig voran getrieben.

    Andreas Gruber legt anfangs viele lose Fäden aus. Am Ende führt er diese meisterhaft und logisch zusammen

    Der gewohnt flüssige und packende Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Das dramatische Finale wartet mit einem Cliffhanger auf, der die Vorfreude auf den Nachfolgeband nochmal unheimlich steigert.


    Keine Kritikpunkte, 5 Sterne, absolute Leseempfehlung!

  11. Cover des Buches Postscript - Was ich dir noch sagen möchte (ISBN: 9783596296835)
    Cecelia Ahern

    Postscript - Was ich dir noch sagen möchte

    (318)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Postscript – Was ich dir noch sagen möchte von Cecelia Ahern ist ein unglaublich emotionaler Roman, der mich tief bewegt hat. Die Geschichte über Trauer, Liebe und das Weiterleben nach einem großen Verlust geht unter die Haut. Besonders intensiv fand ich, wie ehrlich und feinfühlig Hollys Gefühle beschrieben werden. Manche Stellen haben so wehgetan, dass ich während des Lesens wirklich weinen musste. Trotzdem schenkt das Buch auch Hoffnung und zeigt, dass man trotz Schmerz einen Weg zurück ins Leben finden kann. Ein berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.

  12. Cover des Buches Der Strand: Vermisst (ISBN: 9783499008054)
    Karen Sander

    Der Strand: Vermisst

    (266)
    Aktuelle Rezension von: Schlafmurmel

    Mit Der Strand: Vermisst gelingt Karen Sander ein packender Auftakt ihrer Thriller-Trilogie rund um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger.

    Die 19-jährige gehörlose Lilli Sternberg verschwindet auf dem Weg zum Strand in Sellnitz plötzlich spurlos. Sofort nehmen Tom Engelhardt, Mascha Krieger und ihr Team die Ermittlungen auf. Sie durchsuchen den Strand, den Ort und das umliegende Hinterland – doch von Lilli fehlt jede Spur.

    Der einzige Anhaltspunkt ist eine Handynachricht an ihre Freundin Fabienne. Das beigefügte Foto zeigt eine rätselhafte Zeichenfolge, die in den Sand geschrieben wurde. Zunächst wirkt sie wie wahllos hingekritzelt, doch schnell stellt sich die Frage: Stammt sie von Lilli, vom Täter oder hat sie überhaupt etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Genau dieses geheimnisvolle Rätsel sorgt für zusätzliche Spannung und lädt zum Miträtseln ein.

    Die Geschichte entwickelt sich spannend und atmosphärisch. Nach und nach werden erste Spuren verfolgt und einige Hintergründe aufgedeckt, ohne dabei zu viel zu verraten. Da es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt, bleiben die entscheidenden Antworten jedoch noch aus. Stattdessen endet das Buch mit einem packenden Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

    Ein gelungener Serienauftakt mit einer fesselnden Handlung, sympathischen Ermittlern und einer geheimnisvollen Atmosphäre an der Ostsee. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht

  13. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9780062472106)
    Neil Gaiman

    American Gods

    (107)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    In diesem Hörspiel geht es um einen Roadtrip kreuz und quer durch die USA, um alte und neue Götter, um Liebe, Freundschaft und Familie. Die Inszenierung als Hörspiel ist perfekt gelungen. Ich habe die vielen Stunden gebannt gelauscht und dabei im Garten gearbeitet, gestrickt oder Wäsche aufgehängt. Nur bei den letzten Stunden habe ich irgendwie den Faden verloren und die Story nicht mehr verstanden. Wer war jetzt tot und wer nicht bzw. doch nicht tot oder nicht mehr tot?
    Insgesamt ist es auch eher eine Männergeschichte, denn obwohl es sehr viele Charaktere gibt, von denen einige sehr wichtig sind, spielen Frauen immer nur mehr oder weniger kleine Nebenrollen. Sie reden auch kaum miteinander. Diese Welt dreht sich nur um die Männer, dementsprechend kreisen auch die Frauen nur um die Männer. Das ist sehr schade, denn hier wurde viel Potential verschenkt.

  14. Cover des Buches Ein Junge namens Weihnacht (ISBN: 9783423086738)
    Matt Haig

    Ein Junge namens Weihnacht

    (160)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Tatsache ist, Nikolas hatte ein hartes Leben. Aber er machte das Beste daraus…“


    Nikolas ist der Sohn eines Holzfällers in Finnland. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren tödlich verunglückt. Das Geld ist meist knapp.

    Der Autor hat eine märchenhafte Geschichte geschrieben. Er erzählt, wie aus Nikolas der Weihnachtsmann wurde. Das Buch ist meiner Meinung nach aber nicht als Kinderbuch geeignet. Dafür sind einige Stellen zu brutal.

    Eines Tages macht sich der Vater mit anderen Männern auf den Weg in den Norden. Sie wollen beweisen, dass es das Wichteldorf wirklich gibt. Auf Nikolas soll seine Tante Carlotta aufpassen.


    „...Du kannst nicht hier drinnen wohnen, wenn ich da bin, sonst siehst du mich womöglich noch in Unterhose! Außerdem hab ich´s im Rücken.Ich brauche zwei Matratzen…“


    Kurzerhand schickt sie ihren Neffen zum Schlafen vor die Tür. Zusammen mit der Maus Miika, die von einem Stück Käse träumt, begibt sich Nikolas auf die Suche nach seinem Vater. Unterwegs treffen sie auf Blitz, ein Rentier. Der Weg nach Norden ist lang und beschwerlich. Und er wird Nikolas´ Leben für immer ändern.

    Das Buch vermittelt einige Werte. Es geht darum, ob Güte und Freundlichkeit gegen Abgrenzung und Verachtung helfen können. Gleichzeitig wird gezeigt, dass der Mensch oft sowohl positive als auch negative Seiten hat. Natürlich gehört eine Prise Magie in die Geschcihte.

    Gut gefallen mir die gegen Ende des Buches eingebundenen Seiten aus einer Wichtelzeitung. Sie spiegeln wichtige Ereignisse.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

  15. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783423147873)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Michelles_Notebook

    Seitenlange Monologe, eine langsam dahintröpfelnde Geschichte ohne Spannungsbogen und ein frustrierendes Ende ohne echte Ermittlungsarbeit - das fasst diesen Roman gut zusammen. Ich habe ganze Abschnitte übersprungen, da mich die immer wiederkehrenden Themen wirklich gelangweilt haben. Mitgefiebert habe ich an keiner Stelle, einzig die Frustration über das korrupte System konnte ich nachfühlen. Einen flotten Krimi hatte ich nicht erwartet, aber eine atmosphärisch dichte Erzählung über einen Kriminalfall in einer ganz anderen Kultur. Am Ende fand ich die Geschichte aber vor allen Dingen langatmig. 

  16. Cover des Buches Das Buch eines Sommers (ISBN: 9783257246353)
    Bas Kast

    Das Buch eines Sommers

    (166)
    Aktuelle Rezension von: lilalisa

    Ein Buch das einen zum Nachdenken bring, was wirklich wichtig im Leben ist. Auch wenn man den Pfad ein wenig verloren hat kann man trotzdem wieder zu dem werden der du eigentlich bist. Der Onkel Valentin ist dabei wirklich ein Vorbild, sein Leben so zu nehmen wie man es möchte und Sachen einfach auszuprobieren. 

    Ein toller Schreibstil, seicht aber mit Tiefgang. Ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen. 

  17. Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783548067780)
    Lucy Fricke

    Die Diplomatin

    (202)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    "Die Diplomatin" von Lucy Fricke stand schon lange aufgrund einer Empfehlung auf meiner Leseliste. 

    Wir erfahren hier von Fred, was es heißt eine Diplomatin zu sein und wieviel Handungsspielraum wirklich vorliegt. Insbesondere wird ihre Zeit in Istanbul beleuchtet, dort hat sie nämlich mit unrechtmäßig verurteilten Menschen zu tun. Wir erfahren, welche Aufgaben wirklich anfallen und welche Privilegien sie genießen darf. Ebenso auch, wie schwierig es als alleinstehende Frau ist und welche Opfer man für dieses Leben bringen muss. 

    Ich habe mir das Buch aber durchaus anders vorgestellt. Ich finde die Sprache und den Humor im Buch gut getroffen, doch passiert nicht wirklich viel. Man kriegt mit, wie Fred kämpft, ihr aber auch die Hände gebunden sind und das trifft so ziemlich Alles. Richtig was Ausrichten kann sie erst am Ende und das auch nur, weil sie gegen sämtliche Regeln verstößt. 

    "Die Diplomatin" ist ein ruhig erzähltes Buch und gibt einen guten Einblick in das Leben und den Aufgabenbereich. Durch wenige Ereignisse wird geschildert, wie weit eine Diplomatin gehen kann und das war durchaus interessant. Ich würde daher das Buch nur empfehlen, wenn wirklich Interesse an diesem Tätigkeitsfeld besteht. Ansonsten könnte man sicherlich, aufgrund der oft vorherrschenden Auswegslosigkeit, etwas frustriert werden beim Lesen. 

  18. Cover des Buches Der Honiganzeiger (ISBN: 9783749424573)
    Sibylle Barden-Fürchtenicht

    Der Honiganzeiger

    (15)
    Aktuelle Rezension von: SusanD

    2028. Die Europäische Vision gibt es nicht mehr; die EU ist aufgelöst, der Euro abgeschafft. Allein Geld regiert die Welt und ein paar mächtige Oligarchen teilen die Märkte unter sich auf; die Finanzmärkte brechen zusammen. Um Deutschland als souveränen Staat zu retten, schickt der Deutsche Kanzler den bisher erfolgreichen, aber unscheinbaren Diplomaten Till von Herlichingen auf eine Mission: Er soll beim Weltwirtschaftsforum in Davos, an der Wall Street in New York und im Casino Monte Carlo lernen, wird schließlich offizieller Botschafter in London - im Hintergrund immer beeinflusst von manipulativen Politikern, mörderischen Oligarchen und schönen Frauen - und muss sich schließlich selbst entscheiden, wie weit er gehen will.

    Sibylle Barden, Journalistin, Publizistin und mit eigenen Erfahrungen in der Deutschen Botschaft, verfügt über ein enormes Wissen und hat tiefschürfend recherchiert; somit ist sie in der Lage, viele Fakten und Hintergründe nachvollziehbar zu erklären. In "Der Honiganzeiger" entwirft sie ein erschreckendes Szenario von unserer Welt in nicht allzu ferner Zukunft, das den Leser aufrüttelt  und zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Alleine durch die geschilderten Möglichkeiten - und die zeitliche Nähe - bekommt dieses Buch eine gänsehauterregende Spannung. 

    Leider lässt sich diese Spannung nicht auf die Handlung um den Protagonisten Till von Herlichingen übertragen: Als Hauptperson bleibt er eher blass und unsympathisch und sein Tun ließ für mich einige Fragen aufkommen bis hin zu einem doch offenen, recht unbefriedigendem Ende.

    Durch die immer wieder auftauchenden realen Personen und das Zeitgeschehen bekommt der Roman noch eine weitere Brisanz, denn der Leser kann die Handlung nicht als reine Fiktion abtun.

    Lange Erklärungen über die Sachverhalte (die jedoch nie abgehoben sind) erinnern mehr an ein spannendes Sachbuch als an einen sich zuspitzenden Thriller und der Leser ist in seiner Aufmerksamkeit stark gefordert.
    Auch "Nebenkriegschauplätze" wie die Tatsache, dass der fiktive Kanzler nun endlich das Beamtentum abschaffen will, was aber einem politischen Selbstmord gleichkäme, nehmen viel Raum ein, der nichts mit dem eigentlichen Thriller zu tun hat.

    Für mich ist "Der Honiganzeiger" ein wichtiges Buch, das mich noch lange beschäftigt hat, das jedoch nicht das halten konnte, was ich mir von ihm versprochen hatte.

  19. Cover des Buches Schwüre, die wir brechen (ISBN: 9783462007077)
    Voosen | Danielsson

    Schwüre, die wir brechen

    (190)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    „Schwüre, die wir brechen“ ist der zweite Teil der „Ein Fall für Svea Karhuu und Jon Nordh“-Krimiserie von Roman Voosen/Kerstin Signe Danielsson. Ich hatte den ersten Teil „Tode, die wir sterben“ schon gelesen und er hatte mir sehr gut gefallen. Dieses Buch fand ich um einiges schwächer, aber trotzdem gut zu lesen. 

    Aber von vorn.

    Das Ermittler-Duo Jon Nordh und Svea Karhuu hat sich inzwischen zusammengerauft. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres ersten gemeinsamen Falls (nachzulesen in „Tode, die wir sterben“) kann man den kauzigen Witwer und alleinerziehenden Vater und die strafversetzte Kollegin, die seinerzeit die Polizeischule als Jahrgangsbeste abgeschlossen hat, als Team betrachten. Neben ihrem aufreibenden Job haben beide nach wie vor mit privaten Problemen zu kämpfen. Der Fall, mit dem sie es dieses Mal zu tun haben, hat es in sich. Er fängt damit an, dass in einem Boot auf einem Malmöer Kanal eine männliche Leiche gefunden wird. Das an sich ist noch nicht spektakulär, schließlich sind die beiden Ermittler bei der Mordkommission. Allerdings wurde dem Opfer das Herz entfernt, dazu wurde dem Mann der eigene Kopf abgetrennt und ihm stattdessen ein Krokodilkopf angenäht. Jon wird von Svea und der Chefin Nora Mellander dazu gedrängt, die Ermittlungen aufzunehmen. Letztere ködert ihn damit, dass er dann endlich die Ermittlungsakte zu dem Unfall bekommt, bei dem seine Frau vor geraumer Zeit zusammen mit seinem ehemaligen Partner Calle ums Leben gekommen ist. Und während die Ermittler noch eher plan- und ziellos arbeiten, wird eine zweite Leiche gefunden, dieser wurde der Kopf eines Falken angenäht. Auffällig an dieser Leiche ist aber auch, dass sie über und über mit Zeichen bedeckt war, die an ägyptische Hieroglyphen erinnern. Wegen dieses Fundes schauen sich die Ermittler den ersten Mord noch einmal genauer an, Überraschung: Auch im Umfeld des ersten Opfers sind solche Zeichen zu finden. Ist es tatsächlich ein Serienmörder, der in Malmö sein Unwesen treibt? Und falls ja, was ist sein Motiv?

    Nachdem ich „Tode, die wir sterben“ mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich auf die Lektüre von „Schwüre, die wir brechen“ sehr gefreut. Hundertprozentig überzeugt hat mich das Buch allerdings nicht. Zwar fand ich es sehr spannend und auch stilistisch gut zu lesen, die Idee hinter dem Buch hat mich aber nicht wirklich abgeholt. Die ägyptischen Zeichen waren für mich bis zuletzt ein eher überflüssiges Element, ohne das das Buch vermutlich auch sehr gut ausgekommen wäre. Ja, es wird am Schluss geklärt, was hinter allem steckt, aber auch diese Erklärung finde ich ein wenig mager. 

    Abgesehen davon ist das Buch gut geschrieben. Es ist spannend und sprachlich bodenständig, aber das Konzept ist nicht ganz so stimmig wie im ersten Band der Reihe. Auch da dauerte es lang, bis klarwurde, wie der Prolog und die eingeschobenen Kapitel zum „großen Ganzen“ des Buchs passen, aber bei „Schwüre, die wir brechen“, dauert es meiner Meinung nach zu lang und mit jedem Exkurs zu einem ominösen Peter wurde meine Verwirrung größer und damit leider auch meine Frustration. Die „Ausflüge“ sind zwar interessant, vor allem sein Leben in der chilenischen Colonia Dignidad, aber was sie im Endeffekt zum Krimi beitragen, bleibt für mich zu lange unklar.  

    Die Ausarbeitung der Charaktere finde ich hingegen wirklich gut. Svea Karhuu und Jon Nordh fand ich im ersten Teil schon sehr gut beschrieben, die beiden baut das Autoren-Duo weiter aus. Jon versucht immer noch Kinder, die privaten Ermittlungen zum Unfalltod seiner Frau und seine Arbeit unter einen Hut zu bekommen, was ihm eher schlecht als recht gelingt. Svea hat ebenfalls eine private Ermittlung am Laufen, sie wird anonym bedroht und versucht mithilfe ihre Vaters herauszufinden, von wem. Leider verrennen sich beide in ihren privaten Ermittlungen und sehen vieles (zumindest für die Leserschaft) Offensichtliches nicht. Interessant finde ich aber bei beiden, dass sie sich als Ermittlerduo zusammengefunden haben und sich eher auf Augenhöhe begegnen. Selbst die Kollegen Wallgren und Stöcker (in Anlehnung an Walldorf und Stattler „die Muppets“ genannt) werden von ihnen mehr mit Wohlwollen bedacht als im ersten Teil der Reihe, wobei mich Wallgrens zwanghaftes Kichern in den unpassendsten Augenblicken gründlich nervt. 

    Insgesamt ist es für mich ein solider Krimi, dem allerdings das Skandinavische fehlt, er könnte meiner Meinung nach genauso gut in Wanne-Eickel spielen. Der Spannungsbogen sieht ein bisschen wie eine Sinuskurve aus, manchmal sehr hoch und manchmal ist er nicht vorhanden. Alles in allem würde ich sagen, dass das Autoren-Duo die Geschichte ein wenig überladen hat, was der Spannung abträglich war. Die ägyptische Komponente, der wirklich grausame Mörder, die Erfahrungen von Peter in der Colonia Dignidad UND dann noch die privaten Baustellen der Ermittler – das alles zusammen war einfach ein bisschen zu viel und der Schluss ein bisschen unbefriedigend. Deshalb kommt das Buch für mich über ein „solide“ und „unterhaltsam“ nicht hinaus und bekommt von mir 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4.

  20. Cover des Buches Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss (ISBN: 9783522508148)
    Julia Dippel

    Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss

    (242)
    Aktuelle Rezension von: Lienie

    Nach dem überraschend großartigen ersten Band konnte ich es kaum erwarten, endlich zu erfahren, wie es mit Sin und Arez weitergeht. Und was soll ich sagen? Der zweite Teil konnte mich sogar noch mehr begeistern als sein Vorgänger! Einmal angefangen, fiel es mir unglaublich schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen, und ich wollte immer weiterlesen. Doch das Ende hat mir regelrecht das Herz gebrochen. Dieser Cliffhanger ist einfach nur böse und lässt mich mit so vielen offenen Fragen zurück. Ich brauchte dringend den nächsten Band!

  21. Cover des Buches Undying – Das Vermächtnis (ISBN: 9783737356008)
    Meagan Spooner

    Undying – Das Vermächtnis

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    In diesem Jugendbuch lernt man in abwechselnden Kapiteln die beiden Protagonisten Jules und Amelia kennen, die unterschiedlicher nicht sein können. Da sie ein gemeinsames Ziel vor Augen haben, raufen sie sich zusammen. Doch einer der beiden verbirgt ein Geheimnis und das Vertrauen muss ersteinmal wiederhergestellt werden.

    In einem leichten und flüssigen Schreibstil wird über die Abenteuer der beiden Protagonisten, die auf dem Planeten Gaia unterwegs sind, berichtet. Das Buch ist Sci-Fi lastig aber nicht zu dolle. Da die Geschichte zum größten Teil in einem unbekannten Tempel ,der sogenannten Unsterblichen, stattfindet, fühlte ich mich oft an Indiana Jones erinnert. 

    Im letzten Teil des Buches kam noch einmal richtig Spannung auf und ich fühlte mich trotz der Sci-Fi Elemente sehr gut unterhalten. Es war mal etwas anderes zu lesen und es hat mir Spaß gemacht. 

    Das Buch ist auch für diejenigen etwas, die mit Sci-Fi so gar nichts anfangen können. Ich war am Anfang skeptisch, doch die Story hat mich sofort gepackt. Auch die Protagonisten waren sehr sympathisch und jeder hatte sein eigenes Ziel und seinen eigenen Kopf. 

    Leider war das Ende offen. 

  22. Cover des Buches Vier Tage in Kabul (ISBN: 9783499273865)
    Anna Tell

    Vier Tage in Kabul

    (135)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    In Kabul wird ein schwedisches Paar, beide Mitarbeiter der Botschaft, entführt. Unterhändlerin Amanda Lund soll die Beiden finden, idealerweise lebend, und nach Hause bringen. Es gibt zwar eine Geldforderung, aber keine Angaben zu Ünergabezeit oder -ort. Der Botschafter selbst scheint allerlei Geheimnisse zu haben und auch aus Schweden selbst mischt sich die Politik ein und will das so wenig Leute wie nur möglich an dem Fall arbeiten, bzw. davon erfahren. Als in Stockholm die Leiche eines Mitarbeiters des schwedischen Außenministerium  gefunden wird, weißt alles darauf hin, dass beide Fälle eng miteinander verknüpft sind. 

    Den Leser erwartet hier ein temporeicher Politthriller, der durch die kontinuierlichen Ortswechsel zwischen Stockholm und Kabul zusätzlich an Spannung gewinnt. Die Ermittlungen laufen geradlinig und wirken sehr realistisch, auf wilde Action wird verzichtet ohne das es dem Buch schadet. Interessant sind auch die Ausführungen rund um das Leben in Kabul und einige schwedische politische Hintergründe, an denen man merkt, dass die Autorin selbst Soldatin und dann Polizistin war. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und eher einfach und ernsthaft, passend zum inhaltlichen Geschehen.

    Mein Fazit: Ein gelungener Politthriller, der zu fesseln weiß und mit Wenigen gekonnt Spannung aufzubauen versteht. Schade, dass auch hier wieder beide ermittelnden Protagonisten mit privaten Problemen gesegnet sind, die thematisiert werden müssen, auch wenn dies zum Glück ziemlich kurz gehalten wird. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und ich werde sicherlich auch den zweiten Teil der Reihe lesen.

  23. Cover des Buches Der Speersohn - Die Frau des Bleityrannen (ISBN: 9783982107745)
    Kirsten Winkelmann

    Der Speersohn - Die Frau des Bleityrannen

    (11)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt: 

    Nachdem Garlef und Mina vom Schicksal brutal getrennt wurden, scheint es keine Hoffnung mehr für die zarte Liebe zu geben, die die beiden einst verband. Garlef wurde in die Sklaverei verschleppt und Mina sieht sich ebenfalls gefangen – gefangen in einer glücklosen Ehe mit dem brutalen Quintus, der ihr das Leben zur Hölle macht. Eines Tages treffen Mina und Garlef im fernen Judäa wieder aufeinander und es gibt für beide nur noch einen Plan: die Flucht. Beseelt von dem, was ein junger Rabbi in Jerusalem predigt, wagen die beiden schließlich einen äußeren wie inneren Neuanfang…. 


    Persönlicher Eindruck: 

    Im zweiten Teil der Dilogie um die Liebe zwischen dem Germanen Garlef und der Römerin Mina macht sich der Leser von Rom auf in die Provinz Judäa. Das Leben der damaligen Zeit beschreibt Autorin Winkelmann authentisch und bildhaft und auch der christliche Aspekt kommt schließlich ins Spiel.

    Mina als weibliche Hauptfigur sieht sich konfrontiert mit einem Leben an der Seite des tyrannischen Quintus, einem ebenso brutalen wie rücksichtslosen Zeitgenossen, der über Leichen geht. Die Hoffnung, ihre große Liebe Garlef wiederzusehen, schwindet von Tag zu Tag und Mina sieht keine Möglichkeit, aus diesem Käfig auszubrechen

    Garlef, seinerseits in die Sklaverei verkauft, leidet ebenfalls. Sein Traum, nach Germanien zurückzukehren, schwindet Stunde für Stunde. Als er mehr oder minder durch Zufall im weit entlegenen Judäa wieder auf Mina trifft, keimt der Hoffnungsfunke schließlich erneut. Hier hat mir gut gefallen, wie die Autorin die Emotionen der beteiligten Figuren einfängt und bildhaft macht: Mina blüht sprichwörtlich auf und beginnt, sich endlich gegen ihren tyrannischen Ehemann aufzulehnen.

    Hinzu kommt, dass neben der Haupthandlung letztendlich doch noch dem christlichen Aspekt eine tragende Rolle in der Handlung eingeräumt wird: Garlef und Mina werden Stück für Stück hineingesogen in die Ereignisse rund um Jesu Einzug in Jerusalem, seine Gefangennahme, Kreuzigung und Auferstehung. Dennoch bleiben die christlichen Passagen leider nur eine Randerscheinung. Schade, hier hätte man noch mehr herausholen können.

    Garlefs und Minas Bekehrung sowie der Missionsauftrag spielen sich mehr oder minder im letzten Viertel ab und waren für meinen Geschmack fast ein bisschen zu überstürzt. Garlefs Rebellion gegen seine beginnende Christianisierung jedoch war glaubhaft und bewegend, seine Erkenntnis, wer der „Waldmann“ war, der ihm damals als Kind den Weg aus den Sümpfen wies, war einerseits ein befriedigender Abschluss, andererseits auch ein bisschen seltsam dahingehend, dass Jesus aus Nazareth zu der Zeit ebenfalls noch ein Kind war und dennoch vor Garlef als Erwachsener erschien. So ganz befriedigt war ich damit jedenfalls nicht. Natürlich „erkennt“ Garlef in dem Rabbi aus Nazareth seinen Waldmann, aber dann doch innerlich, also seine Botschaft! So, wie Frau Winkelmann es beschreibt, will er jedoch Stimme und Gestalt erkannt haben und das mindert die Glaubwürdigkeit dann in meinen Augen wieder erheblich.

    Insgesamt ist es ein spannender Roman aus dem alten Rom mit feinen christlichen Zügen, aber auch an vielen Stellen zu konstruiert und am Ende mit ein paar Zufällen zu viel, das Happy End betreffend. Gerade bei  der verwendeten Sprache hätte Frau Winkelmann ein bisschen mehr darauf achten sollen, nicht zu sehr in den heutigen Sprachgebrauch abzudriften. Ausdrücke wie z.B. „ausgeflippt“ passen einfach nicht in einen Antiken-Roman. Die Provinz Judäa hieß zudem zu dieser Zeit noch nicht de facto "Israel", zumindest nannten die Römer das Land nicht so.

    Ansonsten bietet das Buch solide, gute und spannende Unterhaltung, mir hat es gut gefallen.

  24. Cover des Buches Last Line of Defense - Der Angriff (ISBN: 9783473586363)
    Andreas Gruber

    Last Line of Defense - Der Angriff

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Catarina90

    Mit Last Line of Defense – Der Angriff startet Andreas Gruber eine neue Jugend-Agentenreihe rund um den jungen Protagonisten Jayden D. Knoxville. Die Idee klingt vielversprechend: Eine geheime Einheit jugendlicher Agenten, so geheim, dass selbst der MI6 nichts von ihrer Existenz weiß – die letzte Verteidigungslinie, wenn alle anderen versagen.

    Jaydens erster Einsatz führt ihn nach Buenos Aires in die britische Botschaft. Eigentlich soll er dort nur in der Postabteilung interne Abläufe beobachten – ein unspektakulärer Undercover-Auftrag. Doch als die investigative Journalistin Sofia González unter Beschuss auf das Botschaftsgelände flüchtet und um Asyl bittet, kippt die Situation abrupt.

    Sofia hat brisante Daten aus einem High-Tech-Konzern entwendet und wird von bewaffneten Verfolgern gejagt. Kurz darauf wird die Botschaft angegriffen – aus Beobachtung wird Überlebenskampf. Jayden muss improvisieren, kämpfen und fliehen.

    Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt:

    • Gegenwart: die dramatischen Ereignisse in Buenos Aires

    • Rückblenden: Jaydens Ausbildung und sein Weg zur „Last Line of Defense“

    Was gut funktioniert

    Die Buenos-Aires-Handlung ist klar die Stärke des Romans. Die Szenen sind rasant, bildhaft und actionreich. 

    Kritikpunkte

    Trotz des starken Einstiegs konnte mich das Buch nicht durchgehend überzeugen.

    Die Rückblenden zur Ausbildung wirkten auf mich teilweise klischeehaft und vorhersehbar. Vieles folgt bekannten Mustern des „geheimen Elite-Trainings“, ohne diese wirklich neu oder überraschend zu interpretieren. An einigen Stellen war mir die Dramaturgie zu konstruiert – ich habe tatsächlich ein Kapitel übersprungen, weil die Entwicklung sehr absehbar erschien.

    Fazit

    Last Line of Defense – Der Angriff ist ein solides, actionreiches Jugendbuch mit starkem Auftakt und einer spannenden Hauptstory in Buenos Aires. Die Idee trägt, das Tempo stimmt, die Zielgruppe dürfte gut unterhalten werden.

    Für mich persönlich bleiben jedoch zu viele Elemente der Ausbildung vorhersehbar und klischeehaft, um überdurchschnittlich zu überzeugen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks