Bücher mit dem Tag "bozen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bozen" gekennzeichnet haben.

27 Bücher

  1. Cover des Buches Für einen Sommer und immer (ISBN: 9783863960810)
    Julie Leuze

    Für einen Sommer und immer

     (116)
    Aktuelle Rezension von: schneefloecke
    Kurzmeinung: Mein absolutes Lieblingsbuch

    Inhalt: Für die Karriere stellt Annika alles andere hinten an. Vor allem ihre Gefühle und sich selbst. Als sie von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, reist sie vollkommen überfordert nach Südtirol in die Dolomiten. Dort kommt sie nicht nur dem charmanten Bergführer Samuel mit den tollen Locken, sondern auch sich selbst und ihren Träumen um einiges näher. 

    Meine Meinung: Ich bin absolut verliebt in dieses Buch. In die Charaktere, in die Handlung, in das Setting und vor allem in den Schreibstil von Julie Leuze. Dieses Buch ist bereits das Zweite, welches ich zum zweiten Mal von der Autorin gelesen habe und ihr Schreibstil ist einfach so flüssig, mitreißend und angenehm, dass es mir schwer fällt das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. 
    Annikas Entwicklung im Laufe des Buches ist wunderbar mit anzusehen und es ist wunderbar mit Samuel und ihr einen Teil der Dolomiten zu erkunden. Nicht nur ihre Beziehung mit Samuel, sondern auch die zu ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Helene, so wie die Beziehung zu ihrem Job war interessant mitzuverfolgen. 

    Ich freue mich bereits darauf, dieses Buch zum dritten Mal zu lesen und kann es jedem nur wärmstens empfehlen. 


  2. Cover des Buches Die Stille der Lärchen (ISBN: 9783462047349)
    Lenz Koppelstätter

    Die Stille der Lärchen

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Ein weiterer Südtirol-Krimi aus der Feder von Lenz Koppelstätter liegt hier mit „Die Stille der Lärchen“ vor.

    Das Cover zeigt eine traumhafte Kulisse, die den Hintergrund für den gewaltsamen Tod der 17-jährigen Marie bildet. Nahe bei den Urlärchen, einem bekannten Naturdenkmal im Ultental, liegt die erschossene Schülerin.

    Das Dorf meint den Täter rasch zu kennen, ein anderer legt jedoch ein Geständnis ab.

    Commissario Grauner und Saltapepe suchen lange nach einem Motiv und stoßen auf Schweigen im Dorf, ein verfallenes Heilbad sowie literarische Rätsel.

     

    Mir hat auch dieser Krimi gut gefallen. Wieder versteht es der ortskundige Autor, die Atmosphäre Südtirols einzufangen und die Leser in das hintere Ultental mitzunehmen. Beigefügtes Kartenmaterial bildet eine gelungene Ergänzung zum Text. Die beiden unterschiedlichen Ermittler stellen ein gutes Team dar. Die persönlichen Nebenschauplätze von Grauner und Saltapepe halten sich in einem angemessenem Umfang. Das im ersten Band der Reihe erwähnte Geheimnis aus der Vergangenheit von Grauner wird etwas erhellt, ist aber noch nicht zu Ende erzählt.

     

    Der Krimi bleibt bis zum Schluss rätselhaft, eine echte Chance, mitzuraten hat der Leser nicht, da unerwartete Wendungen immer wieder eingearbeitet sind.

     

    Nach gut 300 Seiten ist die Lösung gefunden, es bleibt der Eindruck eines soliden und sehr stimmungsvollen Krimis. Gerne mehr aus der Reihe!

  3. Cover des Buches Der Tote am Gletscher (ISBN: 9783462047288)
    Lenz Koppelstätter

    Der Tote am Gletscher

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Ein neues Ermittler-Duo wird in die Südtiroler Landschaft geschickt: Johann Grauner, gebürtig aus Südtirol und neben der Tätigkeit als Commissario auch als Milchbauer tätig, arbeitet zusammen mit Claudio Saltapepe, einem aus Neapel stammenden Ermittler, der mit der Sprache, dem Essen und den Bergen in Südtirol hadert. Ein vielversprechendes, sympathisches Duo, das kurz vor Weihnachten mit einem Mord mitten im Gletschergebiet konfrontiert wird. Der Pistenarbeiter Toni findet den Toten nahezu an der gleichen Stelle, wo seinerzeit „Ötzi“ aus dem Eis befreit wurde. Und auch der neuzeitliche Tote kam durch einen Pfeil ums Leben…

    Der Mordfall führt die Polizisten tief in das Schnalstal mit seinen bodenständigen, teils verschlossenen Bewohnern, die sich in einem Mikrokosmos bewegen. Neben dem Bürgermeister gibt es einen undurchsichtigen Liftanlagen-Bauer und die gesamte Stammtischrunde, die zu den Verdächtigen zählen können.

    Ganz im Stil eines klassischen Krimis werden über lange Strecken immer wieder Tatverdächtige aufgebaut. Meist löst sich der Verdacht dann doch in Luft auf und die Ermittlungen beginnen von vorn. Erzählt ist das Buch dabei in einer flüssigen, dialogreichen Sprache, die auch den Dialekt berücksichtigt.

    Hervorzuheben ist das ganz besondere Lokalkolorit. Lenz Koppelstätter stammt aus Südtirol und seine exakte Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und der Bewohner fließen ebenso informativ wie gekonnt in den Text ein. So gewinnt man während der Lektüre einen realistischen Eindruck des winterlichen Südtirol und kann sich auf den Flügeln des Papiers ins den Urlaub versetzen.

    Der Autor hat ganz bewusst mit „Der Tote am Gletscher“ den Beginn einer Krimi-Reihe markiert. Seine Ermittler hüten noch so manches private Geheimnis, hier ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Die Vorfreude auf weitere Bände steigt!

    Ich bewerte mit 4,5 Sternen und gebe eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber des Regionalkrimis.

  4. Cover des Buches Leiche an Bord (ISBN: 9783738044348)
    Ole R. Börgdahl

    Leiche an Bord

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Moe6245

    Der Kriminalroman "Leiche an Bord" von Ole R. Börgdahl ist der vorerst letzte Teil der Reihe um die Ermittler Kurt Bruckner und Tillman Halls.

    Ich bin ein großer Fan dieser Reihe um die beiden ungleichen Ermittler und ein bisschen traurig, dass ich das letzte Buch der Reihe zu Ende gelesen habe.

    Durch Zufall rollen die beiden einen Cold Case wieder auf und bemerken dabei einige Ermittlungsfehler; man war von einem Unfalltod ausgegangen. Diese Fehler und Versäumnisse wieder auszubügeln, erweist sich als ziemlich schwierig. Aber die beiden bleiben hartnäckig und dann wird dieser Fall noch sehr brisant.

    Die Auflösung fand ich interessant und es kommt noch zu einem sehr spannenden Showdown. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm und flüssig. Für mich ein gelungener Abschluss dieser Reihe, wobei ich auf jeden Fall mit dabei wäre, sollte es doch noch eine Fortsetzung geben!

  5. Cover des Buches Fünf Viertelstunden bis zum Meer (ISBN: 9783442714193)
    Ernest van der Kwast

    Fünf Viertelstunden bis zum Meer

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Booklove91

    Inhalt:

    Juli 1945, ein heißer Sommertag am Strand von San Cataldo,am östlichen Ufer von Italiens Absatz:

    Fasziniert beobachten die Brüder Ezio und Alberto die Mädchen am Strand, die in hochgeschlossenen Badeanzügen vorbeistolzieren. Bis die 20-jährige Giovanna Berlucchi aus der Brandung auftaucht - in einem Zweiteiler. So etwas haben die Jungen noch nie gesehen.

    Ezio verliebt sich leidenschaftlich in die stolze donna Pugliese, und im Laufe dieses Sommers, in dem der Zweiteiler nicht die einzige Offenbarung bleibt, wird er ihr zwei Heiratsanträge machen. Doch Giovanna liebt das Meer und ihre Freiheit, sie hat die »Lunge eines Delfins« und kann länger tauchen als ihre vier Schwestern zusammen: Auf beide Anträge antwortet sie, indem sie zum

    Meer läuft und in den Wellen verschwindet. Aus Schmach und Kummer flieht Ezio soweit er kann, vom Süden in den Norden Italiens. Dort wird er Apfelpflücker, und in den kalten Südtiroler Wintern melkt er Kühe - doch nie vergisst er Giovanna und den

    gemeinsam verbrachten Sommer. Über sechs Jahrzehnte sehnt er sich nach seiner ersten undeinzigen großen Liebe. Da trifft ein Brief von ihr ein.

    Meine Meinung:

    Ein gigantischer Bestseller-Roman aus den Niederlanden. Ich habe das dünne Buch innerhalb weniger Stunden regelrecht verschlungen (< 100 Seiten).

    Das Buch ist so wunderschön erzählt und sehr rührend beschrieben - im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

    Eine Liebe, die nie vergeht. 60 Jahre sind ins Land gezogen, bis sie sich wieder sehen. Zwei Menschen, geplagt von Erinnerungen und Schicksalsschlägen. Eine Sehnsucht, die nie endet und ein Brief der alles ändert.

    "Ich möchte dich bitten, all die Jahre, die wir nicht miteinander geteilt haben, zu vergessen." (ZITAT)

    "Dann kam die Sehnsucht. Die Sehnsucht, die allmählich wächst, wenn sie nicht gestillt wird, die immer stärker wird, solange Fragen bleiben. Die Sehnsucht, die endlich aus dem tiefen Brunnen der Vergangenheit emporgestiegen war." (ZITAT)

    Ich denke das Buch soll verpasste Chancen darstellen, die man sich nie wirklich ganz verzeiht und dass das Leben zwar weiter geht, aber nicht so wie man es sich gewünscht hätte.

    Man denkt darüber nach, was wäre gewesen wenn..... Wie wäre es z.B. Ezio und Giovanna auf einem gemeinsamen Lebensweg ergangen, wenn ihre Antwort „Ja“ gewesen wäre.....

  6. Cover des Buches Eva schläft (ISBN: 9783803128058)
    Francesca Melandri

    Eva schläft

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Caroas

    Südtirol von 1919 bis 1992, erzählt von Eva. 

    Man erfährt hier wie sich Südtirol durch einen politischen Schachzug an Italien eingliedern musste. Den Versuchen aus ihnen reine Italiener zu machen und die Entwicklung von den ersten Freiheitskämpfen bis zur BAS. Auch die Entwicklung von einfachen Bauern bis zum vom Tourismus lebenden Land.

     

    Melandri erzählt das alles eingebettet in einer Familiengeschichte. Sie erzählt durch Eva in der Ichform aus der Gegenwart Geschichten aus der Vergangenheit. Eva die in „Schande“ geboren wurde, ihre Mutter dir es als ledige alleinstehende Frau nicht leicht hatte. Sie hat sich um Eva gekümmert, musste sie aber während der Arbeitsmonate bei Bekannten auf deren Hof unterbringen. Sie erzählt von Liebe und engstirnigen Menschen, von Verlust, Ängsten und Hoffnungen.

     

    Fazit, ein sehr gut geschriebener Roman der das Leben wiederspiegelt, der einen in eine Zeit der Heimatlosigkeit, des Verrates und der Sehnsucht nach Geborgenheit zurückversetzt. Der eine harte Zeit und den Wandel der Menschen wiederspiegelt.

    Auch wenn Eva eine fiktive Figur ist, all das ist geschehen und Eva und ihre Familie könnten tatsächlich gelebt haben. 

  7. Cover des Buches Der Regler (ISBN: 9783596512874)
    Max Landorff

    Der Regler

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Regler ist jemand, der für Leute, die es sich leisten können, alles bewrekstelligt: Job Scheidung Sex usw. In dieser Zu-allem-fähig-sein geht einem Gabriel Tretjak schon ziemlich auf die Nerven, is schon a bisserl unglaubwürdig, aber als jemand ihm immer dichter auf die Pelle rückt und ihm sogar einen Mord anzuhängen versucht, ist es schon sehr spannend, genauso wie die Ausflüge in Astronomie und Hirnforschung sehr lehrreich sind und damit den Krimi weit über das übliche Krimimittelmaß heben. Verschiedene Zeitsprünge fordern die volle Aufmerksamkeit der Leser heraus, und Münchner Krimifans freuen sich betimmt über die zahlreichen Anspielungen auf Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt.
  8. Cover des Buches Liebe in bester Lage (ISBN: 9783492504935)
    Kerstin Wiedemann

    Liebe in bester Lage

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Gluexklaus

    Eigentlich wollte Ella mit ihrem Mann David, mit dem sie sehr erfolgreich die Werbeagentur Spreegold in Berlin führt, Silberhochzeit feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Ella findet heraus, dass David sie mit ihrer Assistentin betrügt und die ist auch noch schwanger. Selbstverständlich braucht Ella da erst einmal Abstand. Die Möglichkeit, an einem Weinseminar in Bozen teilzunehmen, kommt da wie gerufen. In Bozen ist Ella verzaubert von der wunderschönen Landschaft Südtirols, sie genießt die Zeit und den Wein bei ihrer Gastgeberin Maria auf deren Weingut sehr. In einem Café lernt sie den netten Verleger Michael kennen, mit dem sie sich auf Anhieb gut versteht. Und dann ist da auch noch Sternekoch Joe, ein anspruchsvoller Kunde von Spreegold, der nur von Ella persönlich betreut werden möchte und der auch während Ellas Urlaubs nicht auf ihre Unterstützung verzichten kann.


    Autorin Kerstin Wiedemann schreibt locker-leicht, die Geschichte liest sich unkompliziert, fast wie von selbst. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden.


    Mit Protagonistin Ella hatte ich anfangs ziemlich Mitleid. Fünfundzwanzig Jahre führte sie eine zwar harmonische, aber nicht besonders intensive Ehe mit David. Nicht die Beziehung der beiden stand dabei im Mittelpunkt, sondern der Erfolg des gemeinsamen beruflichen Projekts, ihrer Werbeagentur. Ella und David beiden lebten nebeneinander her, die Liebe scheint dabei verloren gegangen zu sein. Zunächst ist Ella tief enttäuscht vom Scheitern ihrer Ehe, doch Ella wäre nicht Ella, wenn sie nicht selbst einen Schlussstrich ziehen würde, die Vergangenheit hinter sich ließe und aktiv einen Neuanfang plante. Ella braucht kein Mitleid, sie sprudelt über vor Ideen, ihre zupackende Art, ihr Tatendrang und ihr Optimismus haben mir imponiert. Sie jammert nicht, sie macht einfach. In Südtirol lernt sie mit Weinbäuerin Maria und Anna, die ebenfalls am Weinseminar teilnimmt, zwei sympathische Frauen kennen, die ihr gute Freundinnen werden. Überhaupt macht die Runde, die am Weinseminar teilnimmt, einen sehr angenehmen Eindruck. Bei so netten Teilnehmer würde wohl jeder Leser gerne seine Weinwissen vertiefen. Weniger sympathisch ist hingegen Ellas Bald-Exmann David, ihm und seiner Karrierefixierung konnte ich wenig abgewinnen. Michael und Joe sind da schon deutlich angenehmere Erscheinungen, aber ganz frei von „Altlasten“ sind auch sie nicht.


    Während des Lesens hatte ich die idyllische Landschaft Südirols ständig vor Augen: „Weinreben so weit das Auge reichte, und im Hintergrund das beeindruckende Alpenpanorama unter einem blitzblauen Himmel.“ Der Roman macht große Lust auf einen herrlichen Aufenthalt in dieser wunderbaren Gegend, versprüht Südtirol-Flair. Und natürlich konnte ich nicht mit dem Lesen aufhören, bis Ella ihr persönliches Happy End erreicht hat. Dass Ella, die schon über vierzig ist, trotzdem den Neuanfang wagt, motiviert. Es gibt immer Möglichkeiten, neu anzufangen, man muss nur den Mut haben, das beweist Ella anschaulich. „Liebe in bester Lage“ ist eine locker-leichte Liebesgeschichte vor wunderschöner Kulisse, perfekt für eine Leseauszeit an trüben Tagen. Gerne mehr davon.


  9. Cover des Buches Burgfrieden (ISBN: 9783839212318)
    Sigrid Neureiter

    Burgfrieden

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Autorin Sigrid Neureiter entführt ihre Leser in das von Burgen geprägte Südtirol.

    Ein altes Pergament mir Versen des Dichters Walther von der Vogelweide soll auf Burg Runkelstein gefunden worden sein. Doch ist das vergilbte Stück Tierhaut auch wirklich echt?

    Um das herauszufinden, ersucht Burgdirektor Blasius Botsch, seinen alten Studienkollegen und Freund Arthur Kammelbach um Hilfe. Der trommelt einige seiner ehemaligen Studenten zusammen und reist mit großem Gefolge an. Mit dabei auch Mordred, sein etwas eigenwilliger Neffe, die Studenten Tina und Lukas sowie die Absolventin und jetzige PR-Beraterin Jenny Sommer. Auch die Walther-Kennerin und überzeugte Emanze Xenia sowie der Südtiroler Lenz Hofer schließen sich dem Expertenteam an.

    Doch bevor das Schriftstück in Augenschein genommen werden kann, ist es auch schon wieder verschwunden.
    Es beginnt eine Schnitzeljagd, die auf den Ritten, nach Bozen und durch die schöne Landschaft Südtirols führt.

    Lange gehütete Geheimnisse werden aufgedeckt und die Lösung liegt recht nahe.
    Mein ursprünglicher Verdacht hat sich bestätigt.
    Gut hat mir das Wortspiel rund um die Beziehung „Arthur“ und „Mordred“ gefallen.

    Fazit:

    Ein leichter sommerlicher Krimi, der ja noch zwei Nachfolgebände hat.

  10. Cover des Buches Tod oder Reben (ISBN: 9783499258657)
    Michael Böckler

    Tod oder Reben

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Das ist der erste Fall für den verarmten Adeligen, Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein, der sich nach dem Selbstmord des Vaters und dem Verlust des Familienvermögens als Privatermittler seine Brötchen und den Wein dazu verdienen muss.

    Seine Wahltante Theresa, deren Sohn Niki vor zehn Jahren bei einem Bergunfall ums Leben gekommen ist, glaubt nach wie vor nicht an die Unfalltheorie. Theresa beauftragt Emilio, der momentan keine Klienten hat, mit der Recherche in Südtirol.
    Wohnen soll er bei Theresas jugendlicher Freundin Gertrude Josephina, genannt Phina, einer bodenständigen Winzerin, die selbst das eine oder andere Geheimnis mit sich herumschleppt.

    Kaum angekommen wird er in einen Kriminalfall verwickelt, in dem es um Erpressung einer Gruppe honoriger Bürger, den „Amici de Vino“ geht. Nachdem er von zwei der erpressten Weinfreunde engagiert wird, hat Emilio mehr zu tun als ihm lieb ist.

    „Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts, dann alles auf einmal“ (S.208)

    Was haben die aktuellen Erpressungen mit dem Tod Nikis zu tun? Wo ist die mögliche Verbindung? Und, ist Phina vielleicht in den Bergunfall verwickelt?

    In seiner unnachahmlichen und unkonventionellen Art ermittelt Emilio nicht ohne den Gaumenfreuden Südtirols zu frönen. Der Autor beschert den Lesern einen kulinarischen Streifzug durch Südtirols Küche und Keller.

    Emilio ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, genauso wie sein geliebter „Landy“, ein Landrover, der auch schon bessere Tage gesehen hat. Mit dabei auch ein Spazierstock, der es in sich hat.
    Wer einen Krimi mit kulinarischen Genüssen und Humor lesen möchte, ist hier genau richtig.

    Im Anhang sind Rezepte der Südtiroler Schmankerl und für Weinliebhaber einige lohnende Reiseziele angeführt

    Fazit:

    Ein köstliches Lesevergnügen im wahrsten Sinne des Wortes. Gerne gebe ich 5 Hauben und eine Leseempfehlung.

  11. Cover des Buches Das Geheimnis des Frühlings (ISBN: 9783809025740)
    Marina Fiorato

    Das Geheimnis des Frühlings

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Vanillecreme
    Spannender und kurzweiliger Roman über Intrigen, Verschwörungen und Politik im 15. Jahrhundert in Italien. Auch wenn sich die Autorin in ihrem Roman hinsichtlich der Ereignisse künstlerischer Freiheit bediente, so klang das Beschriebene absolut nachvollziehbar und vorstellbar.
    Alles in allem ein schöner Roman, den ich allen weiterempfehlen kann, die gerne Bücher über Verschwörungen, Geheimnisse und Rätsel gepaart mit einer Prise Liebe und Herzschmerz lesen. :)
  12. Cover des Buches Der Schein betrügt (ISBN: 9788868391638)
    Ralph Neubauer

    Der Schein betrügt

     (11)
    Aktuelle Rezension von: mk83
    mehrere Todesfälle welche nicht nach einem Verbrechen ausschauen stellen die Kommissare vor ein Rätsel. Wird es Ihnen gelingen, diesen Fall zu lösen? Wie immer packend und spannend sowie fesselnd geschrieben. Klasse
  13. Cover des Buches Wut kommt selten allein (ISBN: 9788868392949)
    Ralph Neubauer

    Wut kommt selten allein

     (23)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Wild und schroff ging es vom Weg aus steil bergab. Der Blick schraubte sich gleich dem Verlauf des Weges am Porphyrfelsen entlang und wurde mit der Aussicht auf eine Landschaft belohnt, die die besten Maler der Romantik nicht besser hätten komponieren können...“


    Commisssario Fabio Fameo hat sich mit seiner Frau in Südtirol den Ansitz Esser gekauft,

    ein denkmalgeschütztes Gebäude. Nun ringt er um die Finanzierung der geforderten Fenster. Dann aber wird er ins Dorf Tirol an die Falknerpromenade gerufen. Dort wurde ein Toter gefunden.

    Sein Freund Carabiniere Tommaso Caruso dagegen hat es wahrscheinlich mit einem Unfall zu tun. Die 65jährige Maria Steiniger war vom Jägersteig gestürzt. Tommaso ist skeptisch. Was hatte die Frau auf der extrem steilen und schmalen Stelle gesucht? Er findet geschickt eine Möglichkeit, dass die Leiche gerichtsmedizinisch untersucht wird.

    Und dann gibt es ein drittes Problem. Bienenzüchtern wurden vermehrt ihre Völker gestohlen.

    Der Autor hat einen fesselnden und abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen.

    Wie das Eingangszitat zeigt, wird die Landschaft mit schönen und aussagekräftigen Metaphern beschrieben. Auch historische Fakten sind geschickt in der Handlung integriert, so die Geschichte des Dorfes Tirol.

    Die beiden Kriminalfälle dagegen erweisen sich als schwierig. Nicht nur, dass der Tote auf sehr ungewöhnliche Art ums Leben kam, es fehlt sowohl Motiv als auch mögliche Täter. Er war mit drei Freunden zum Urlaub im Ort. Die kommen auf Grund der Todesart nicht infrage.

    Bei Maria Steinegger fällt zwar der Verdacht auf ihren Mann Naz Nußbaum, doch der hat ein Alibi.

    Neben der Mordermittlung werde ich als Leser mit dem Kulturleben vertraut gemacht. Zenz Nußbaum ist als Regisseur zurück in seine Heimat gekommen. Er will mit dem hiesigen Laientheater neue Wege gehen und macht sich dabei nicht nur Freunde. Das liegt allerdings auch an seinem Charakter. Empathie kennt er nicht. Es zählt, was er will. Wer stört, wird abserviert. Doch Hermann hat richtig erkannt:


    „...Schauspieler sind alle irgendwie wie Kinder. Sie wechseln ihre Gefühle schnell. Was eben noch schrecklich war, ist im nächsten Moment vergessen...“


    Ab und an gestattet mir der Autor Einblicke in Fabios Familienleben. Mir gefällt die Begeisterung seines kleinen Sohnes für Bücher.

    Als sich Fabio mit einem befreundeten Kommissar in Düsseldorf kurzschließt, nimmt die Ermittlung eine unerwartete Wendung.

    Eine Danksagung eine kleine Literaturliste und Erläuterungen ergänzen das Buch.

  14. Cover des Buches Culturonda - Südtirol (ISBN: 9783852564043)
    Andreas G Hempel

    Culturonda - Südtirol

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Wie du mir so er dir (ISBN: 9788868393502)
    Ralph Neubauer

    Wie du mir so er dir

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Petzi_Maus


    meine Bewertung: 4,5 Sterne


    Kurz zum Inhalt:
    In Meran und Bozen werden kurz hintereinander zwei Leichen gefunden. Beide männlich, ca. 40-50 Jahre alt, bekleidet, auf die selbe Art getötet und beide verstümmelt. Dem einen fehlen die Augen, dem anderen die Zunge.
    Commissario Fabio Fameo, der bei der Questura in Bozen arbeitet, wird gemeinsam mit seiner Assistentin Francesca Giardi auf den Fall angesetzt.
    Obwohl er doch eigentlich gerade dabei ist, einen Fälscherring von Markenkleidung auszuheben. 
    Die beiden Ermordeten führen ihn zu diesem Fälscherring; und nicht nur Kleidung, auch Potenzmittel und stimmungsaufhellende Pillen werden gefälscht und der Vertriebsweg führt über Italien.
    Können Fabio Fameo und Francesca Giardi den Mörder finden?


    Meine Meinung:
    "Wie du mir so er dir" ist der 3., eigenständig zu lesende, Teil der Reihe um Commissario Fameo. Man trifft wieder alle alten Bekannten: seine Assistentin Francesca Giardi, seine Frau Elisabeth, seinen Freund und 'Kollegen' von den Carabinieri, Thommaso Caruso und dessen Frau Anna, und den Vizequestore.
    Fameo kauft sich in diesem Band endlich ein eigenes - natürlich speziell für ihn ein besonderes - Auto, welches ihm sein Freund Thommaso empfohlen hat. Somit muss ihn dieser nicht mehr ständig zur Arbeit mitnehmen!

    Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und schnell zu lesen, die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, und der Spannungsbogen wird konstant aufrecht gehalten.
    Auch dass die Auflösung ganz anders als erwartet war, hat mich überrascht und hat mir gefallen.
    Was mir auch ganz besonders gefällt, ist, dass es Ralph Neubauer es immer schafft, die italienische Gegend so gut zu beschreiben, dass man sich fühlt, als wäre man dort. Somit kann man sich alles noch besser vorstellen.

    Am Ende des Krimis gibt es einen Glossar, der nochmals die italienischen Polizeistrukturen beschreibt, was sehr hilfreich ist, da die Polizei in Italien ganz anders aufgebaut ist als in Deutschland oder Österreich.
    Das Cover passt auch perfekt zum Inhalt; es zeigt Pillen-Plagiate. D ass das "O" in "Südtirol Krimi" wie ein Fadenkreuz aussieht, finde ich pfiffig und lässt auf den ersten Blick einen Krimi erkennen!


    Fazit:
    Unterhaltsamer und spannender 3. Teil um Commissario Fabio Fameo in malerischer italienischer Kulisse. Fesselnd und überraschend. Ich bin begeistert!
     
  16. Cover des Buches Die Gräfin von Parma (ISBN: 9783492550444)
    Sándor Márai

    Die Gräfin von Parma

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    'Nur du in alle Ewigkeit' Inhalt: Giacomo flieht aus den Bleikammern Venedigs und macht sich auf den Weg nach Bozen. Hier erwartet ihn bereits der verstoßene Mönch Balbi, und die beiden quartieren sich im Gasthof 'Zum Hirschen' ein. Hier kann sich Ciacomo von den Monaten in den Bleikammern und der anschließenden Flucht aus Venedig erholen und macht bald seinem Ruf als Verführer alle Ehre. Als er die Nachricht erhält, dass sich der Graf von Parma mit seiner Frau Francesca ganz in der Nähe aufhält, ist die Zeit der Ruhe und des Entspannens vorüber, denn Francesca ist die einzige Frau, die ihn jemals emotional berührt hat. Mein Eindruck: 'Die Gräfin von Parma' entführt den Leser in die Mitte des 18. Jahrhunderts und beschwört authentisch und sehr stimmungsvoll eine längst vergangene Zeit herauf. In 'Die Gräfin von Parma' sind Liebe und Lust, Leidenschaft und Einsamkeit wichtige Themen, und wie in seinen anderen Romanen gelingt Márai die lebendige und überzeugende Darstellung großer Gefühle und zwischenmenschlicher Spannungen. Dabei beschreibt Márai seine Protagonisten anschaulich und glaubwürdig und vermag es zudem, seine Geschichte sprachlich anspruchsvoll zu erzählen. Mein Resümee: 'Die Gräfin von Parma' ist zwar nicht mein Lieblingsroman Márais, da das Buch bisweilen Längen aufweist, dennoch kann ich den Roman sehr empfehlen.
  17. Cover des Buches Der Fluch der Heilerin (ISBN: 9783426639030)
    Ina-Marie Cassens

    Der Fluch der Heilerin

     (10)
    Aktuelle Rezension von: simoneg
    Ende des 14. Jahrhunderts: Die junge Melissa zieht als Wanderheilerin durch das Land am Oberrhein. Ihr Ziel ist es, ein Spital zu gründen. Doch der Weg dorthin ist lang und abenteuerreich, und mehr als einmal fragt sich Melissa, ob es ihr tatsächlich gelingen wird, ihre Mission zu erfüllen. Und was hat es mit dem Gürtel auf sich, den ihr sterbender Vater ihr einst vermachte und der angeblich der Heiligen Martha gehört hat? Warum interessiert sich Hagen, ein Deutschordensritter, so für ihn? Melissa würde an ihrer Aufgabe verzweifeln, wäre da nicht Avremar, in den Melissa sich nach ihrer Flucht aus den Fängen einer Söldnerbande verliebt hat... Es handelt sich hier eher um eine Liebesgeschichte mit leicht historischem Hintergrund. Auf dem Klapptext liest es sich, als wäre Melissa eine zielstrebige Frau, aber das täuscht. Sie zieht nicht als Wanderheilerin durch die Lande. Sie ist permanent auf der Flucht und auf der Suche nach ihrem geliebten Avremar. Das Ende ist dann total schnulzig und erinnert eher an ein Märchen.
  18. Cover des Buches Immer Ärger mit Ötzi (ISBN: 9783709938089)
    Joe Fischler

    Immer Ärger mit Ötzi

     (3)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Valerie Mauser, Band 3a (Kurzgeschichte): Valerie „Veilchen“ Mauser fällt morgens in ihrer Dusche ein merkwürdiger Geruch auf und entdeckt eine kleine, dürre Gestalt. Es ist Ötzi – die weltberühmte Mumie! Wie ist Ötzi dahingekommen? Ihre Tochter Luna weiss mehr darüber…

    Erster Eindruck: Das Cover ist bei dieser Reihe durch die schwarze Grundfarbe sehr auffällig – gefällt mir.

    Dies ist ein Minikrimi, der in der Reihe nach Band 3 kommt. Er kann ohne Kenntnisse der Vorgängerbände gelesen werden. Mir haben die Bände 1 und 2 sehr gut gefallen (je 5 Sterne), bei Band 3 konnte ich leider nur 2 Sterne vergeben. Nun also ein Minikrimi mit 25 Seiten… ich bin kein Fan von Kurzgeschichten, denn kaum bin ich in der Geschichte drin, ist sie schon zu Ende.
    Leider hat sich hier für mich bestätigt, dass solche Geschichten einfach nichts sind. Die Story lässt sich extrem kurz zusammenfassen: Fund von Ötzi, irre Auto- und Verfolgungsfahrt, Rückkehr von Ötzi. Tja, das einzige Highlight war für mich Stolwerk.

    Schade, schade, dies ist für mich leider ein Flop – nur 1 Stern. Wenn der nächste reguläre Band nicht wenigstens 3 Sterne ergibt, ist diese Reihe für mich wohl beendet. Ich bin gespannt.

  19. Cover des Buches Der Bozen-Krimi - Der Pate (ISBN: 9783839223611)
    Corrado Falcone

    Der Bozen-Krimi - Der Pate

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Marcel0901

    Ein Buch voller Überraschungen und mit insgesamt drei Fällen. 


    Zunächst eine Reihe von Bankraub und dann ein Toter Richer. Doch was steckt dahinter.


    Dann geht ein Kommissar in den Undercover Dienst um bei der Mafia Informationen zu erhalten. 


    Und zu guter letzt ein Toter im Marmorwerk. Zwischen den Fällen wunderbare Übergänge. Insgesamt sind aus diesem Werk drei Filme entstanden, die nach Lesen des Buches mehr Sinn ergeben, da man einige neue Zusammenhänge kennen lernt. 


    Jeder, der den Donnerstagskrimi "Der Bozen Krimi" liebt, sollte das Buch lesen.

  20. Cover des Buches Südtirol (ISBN: 9783866906945)
    Bernd Römmelt

    Südtirol

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall

    Autor und Journalist Gerhard Waldherr ist mit "Michi" Michael Andres, dem Berg- und Skiführer aus Bruneck im Pustertal, unterwegs im Rosengarten, begleitet von dessen Freund "Joggl" Jakob Oberrauch. Michi verspricht ein außergewöhnliches Felsgebirge und Joggl erweitert es um ein weiteres Versprechen: "Wer die Dolomiten einmal erlebt hat, kommt nie wieder von ihnen los."

    Zudem ist er sich sicher, dass man in den Dolomiten ein Leben lang herumsteigen kann, und immer noch Stellen erreicht und entdeckt, "wo du denkst, du bist auf dem Mond". Geplant ist eine Tagestour vom Karerpass über die Paolinahütte zum Vajolonpass und schließlich zum Gipfel der Rotwand (2806m). Ein weiteres Ziel ist die dortige Aussicht, die einen Blick über die gesamten Dolomiten erlaubt.

    Gerhard Waldherr bereist seit 10 Jahren Südtirol und stellt uns in seinen Texten Land und Leute ausführlich vor, wobei er auch ganz persönliche Zeilen mit einbezieht. Zu Wort kommen Südtiroler/innen aus Neustift bei Brixen, Bozen, Wolkenstein und Obereggen, die uns einen Einblick in ihre Lebensgestaltung und -erfahrungen erlauben.

    In weiteren Kapiteln stellt uns der Autor die verschiedenen Regionen, Brauchtum und Kirche, Städte, Bauern und Höfe, sowie die Historie vor. Auch die Kulinarik vergisst er nicht, wobei es ihm undenkbar erscheint, "die Gesamtheit der Südtiroler Küche in Worte zu fassen". Das müsse man selbst probiert und erlebt haben.

    Interessantes Detail ist u. a. die Erwähnung des Poptrios GANES. Die Geschwister Elisabeth Schuen und Marlene Schuen sowie ihre Cousine Maria Moling, einst im Rahmen der Linz-Europa-Tournee mit Hubert von Goisern 2007-2009 unterwegs, stammen aus der kleinsten ladinischen Gemeinde La Val im Gadertal. Auch im vierten, 2014 erschienenen, Album singen sie in ihrer Muttersprache.

    Neben all der Information im Großen wie im Kleinen ordnen sich die Texte aber in vornehmer Bescheidenheit dem Bildmaterial von Bernd Römmelt unter. 23 Bildbände hat der weltweit tätige Fotograf bislang veröffentlicht und mit dem vorliegenden Werk ist ihm sicher ein (weiteres) Meisterstück gelungen. 

    Die Bildaussagen seiner Fotos könnten kontrastreicher nicht sein und passen sich somit mit umgekehrten Vorzeichen wieder den Texten an. Auch hier gibt es die wunderbaren Gegensätze zwischen dem großen Überblick und liebevollen Details. Ein grandioses Bergmassiv hat beispielsweise das gleiche Recht wie eine bildfüllende Nahaufnahme eingeschneiter Trollblumen. 

    Die Qualität der Aufnahmen ist über jeden Zweifel erhaben. Selbst weitläufige Ansichten faszinieren allein durch ihren unglaublichen Reichtum an Details. Neben aller Pracht der natürlichen Gegebenheiten vergisst Bernd Römmelt die Menschen nicht. Analog zum Autor gelingen auch ihm sehr private Momente und Ansichten. 

    Schon nach wenigen Seiten wähnt man sich in der nächsten Urlaubsplanung. Anregungen liefert dieses Buch mehr als genug, wobei die Wahl hier wirklich zur Qual werden kann. Wo soll man beginnen? Im Vinschgau vielleicht oder im Wipptal? Zuerst nach Meran, Brixen, Bozen oder doch lieber ins Pustertal, wo es noch an den Hang geklebte, winzige Dörfer, "wie aus der Zeit gefallen", gibt?

    Im Schlusswort sollte es erlaubt sein, Reinhold Messner, den "notorischen Allesbesteiger" zu zitieren: "Es sind nicht die höchsten Berge der Welt, auch nicht die gefährlichsten, aber bestimmt sind es die schönsten." Der Bildband "Südtirol - In den schönsten Bergen der Welt" belegt diese These gleich mehrfach.

  21. Cover des Buches Südtirol liegt am Meer (ISBN: 9783725413898)
    Ulrich Ladurner

    Südtirol liegt am Meer

     (2)
    Aktuelle Rezension von: fredgoetzis
    Dieses Büchlein habe ich nach Messners "Gebrauchsanweisung für Südtirol" gelesen, und muß sagen, es hat mir sehr gut gefallen! Ladurner erzählt das Land anhand der Menschen, deren Geschichte er erzählt - äußerst amüsant und als Einstimmung auf eine Reise nach Südtirol sehr empfehlenswert!
  22. Cover des Buches Die Nonne und die Hure: Roman (ISBN: 9783841207876)
    Christa S. Lotz

    Die Nonne und die Hure: Roman

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Raubrittertorsti
    Das geheimnisvolle Venedig im 16.Jahrhundert, nach dem (angeblichen) Tod ihrer Eltern muss Celina ins Kloster San Zaccaria. Hinter den Klostermauern werden die Regeln des heiligen Benedikts mit Füßen getreten. Junge Nonnen müssen den Geistlichen zu Willen sein. Nachdem einige Nonnen verschwunden sind und tot in den Kanälen von Venedig aufgefunden werden, beginnt Celina mit Nachforschungen. Das stößt bei den Oberen der Lagunenstadt auf keine Gegenliebe und ein Mann mit einer Totenmaske versucht Celina umzubringen. Zusammen mit Christoph, Hans und Ernesto gelingt es Celina, den Mörder zu überführen. Ein wirklich spannendes Buch bis zum Ende, gewürzt mit Zitaten von Tullia, Petrarca und Varchi.
  23. Cover des Buches Ich geh zu Fuß nach Bozen und andere persönliche Geschichten (ISBN: B00RDOV92Y)
    Herbert Rosendorfer

    Ich geh zu Fuß nach Bozen und andere persönliche Geschichten

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    "Die Welt will keine Kunst. Die Welt will Geld, Essen und Trinken, trockene Füße, Unterhaltung, Geschlechtsvergnügen; Kunst will sie nicht ... Weshalb die notwendige Haupteigenschaft der Künstler sein muß: der Eigensinn." Eine Autobiographie in 32 Geschichten. Original von 1988  - dieses war aber eine durchgesehene Ausgabe von Februar 1994.

    Eigene Meinung:
    Vor kurzem las ich von Herbert Rosendorfer "Briefe in die chinesische Vergangenheit. Darin entdeckte ich weitere interessante Bücher von ihm. So begeisterte mich der Titel: ... ich geh zu Fuß nach Bozen. Da ich auch so gerne da hin möchte, natürlich nicht zu Fuß, sondern mit dem Bus oder Zug, bestellte ich mir das Buch vor einigen Tagen bei ebay im Internet. Als es ankam, konnte ich es nicht lange liegenlassen, musste so schnell wie möglich mit Lesen beginnen, denn es konnten Informationen enthalten, die für mich sehr wichtig wären.

    Der Autor selber wurde am 19. Februar 1934 in Bozen geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und später Jura. Er war Gerichtsassessor in Bayreuth, dann Staatsanwalt und ist seit 1967 Richter in München, seit 1993 in Naumburg. Er schrieb noch weitere zahlreiche Werke.

    Hatte mir zwar unter dem Titel was ganz anderes vorgestellt, als ich zu Lesen begann, doch was ich zu Lesen bekam, war sehr interessant und Aufschlussreich, im Positiven Sinne natürlich. Es beinhaltete einige Gedichte, sogar auf bayrisch, die mich zum Schmunzeln brachten, über Raucher und Nichtraucher, Mein erstes Buch, Die Maske hinter den Masken, Über das echte Falsche und das falsche Echte, Mein Hotel, München und München brummt und vieles mehr.

    Es gab ein paar Seiten die mir nicht ganz gefielen, welche kann ich nicht mehr genau sagen, aber bei genau 216 Seiten war zu 95 % alles perfekt. Rosendorfer versteht sein Handwerk, nicht nur als Staatsanwalt und Richter, sondern auch als Autor. Kein Schreibfehler, obwohl der Druck eine sehr kleine Schrift hatte, es stand eine ganze Menge auf einer Seite geschrieben, aber es hat mich außerordentlich gut unterhalten. Ich hatte meine Freude dabei!

    Auf den letzten Seiten sind noch ein paar Hinweise auf andere Bücher und Autoren, zum Beispiel ein weiteres von Herbert Rosendorfer "Der Ruinenbaumeister" oder auch Michael Ende`s "Die unendliche Geschichte". Mich würde auch noch der Titel "Bayreuth für Anfänger" interessieren, da meine Mutter dort geboren wurde.  Würde also sehr gerne noch einige andere Werke von ihm Durchblättern und hoffentlich genauso viel Freude beim Lesen haben wie bei diesem tollen Buch von ihm. Danke!

    Hierfür vergebe ich liebendgerne gutgemeinte 5 Sterne!

  24. Cover des Buches Burgfrieden (ISBN: B0071NPSUG)
    Sigrid Neureiter

    Burgfrieden

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    HANDGESCHRIEBEN Auf der mittelalterlichen Burg Runkelstein bei Bozen wird eine alte Handschrift entdeckt. Mutmaßlicher Verfasser: der deutsche Dichtersänger Walther von der Vogelweide. Kaum aufgetaucht, verschwindet das Dokument wieder. PR-Beraterin Jenny Sommer wird zur Detektivin wider Willen. Ihre Suche nach dem wertvollen Manuskript gerät zu einer abenteuerlichen Jagd quer durch Bozen bis ins Weindorf St. Magdalena und auf den Hausberg Ritten ...

    Die Suche nach einer Originalhandschrift von Walther von der Vogelweide wird zu einem rasanten Streifzug durch Bozen - ein humorvoller Krimi mit viel Lokalkolorit.

    Eigenne Meinung:
    Diesen Roman entdeckte ich per Zufall vor paar Tagen im Internet und bestellte ihn mir sofort. Ich bin ein großer Fan von Südtirol und wollte diesen Krimi unbedingtt besitzen.

    Gestern begann ich ihn zu lesen und hatte schnell 150 Seiten durch, die Schrift war gut zu lesen, zwar am Anfang einige Schreibfehler, aber man konnte sie gekonnt überlesen.

    Beim Lesen hatte ich das Gefühl live dabei zu sein, ich befand mich persönlich auf der Burg oder am Waltherplatz und in Ritten, Bozen die Hauptstadt Südtirols. Muss sie unbedingt mal besuchen und alles selbst erkundschaften. Das sollte man alles gesehn haben, damit der Krimi auch seine Wirkung bekommt.

    Von Sigrid Neureiter sind noch weitere Südtirol-Krimis erschienen. Falls ich demnächst den ein oder anderen an Land ziehen kann, muss ich diese natürlich auch zu "Burgfrieden" ins Regal stellen.

    Tandaradei - sang so schön die Nachtigall,
    Tandaradei - seht wie rot mir ist der Mund.

    Vergebe hierfür herzlichgerne gutgemeinte 3 Sterne.




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