Bücher mit dem Tag "brauchtum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "brauchtum" gekennzeichnet haben.

113 Bücher

  1. Cover des Buches Weihnachten auf der Lindwurmfeste (ISBN: 9783328600718)
    Walter Moers

    Weihnachten auf der Lindwurmfeste

     (150)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" ist der 8. Band des Zamonien-Zyklus von Walter Moers. Verfasst ist er in Form eines Briefes. Der große zamonische Dichter Hildegunst von Mythenmetz berichtet hier dem Buchhaimer Antiquar Hachmed Ben Kibitzer von dem wichtigsten Fest der Lindwürmer: Hamoulimepp, das eine Mischung aus unserem Weihnachtsfest, Nikolaus und Silvester ist. So basiert das Fest auf der Legende des Hamoulimepp, der zusammen mit Mepp (je nach Tradition ein Knecht/Knappe/Sohn/Dorftrottel/Schornsteinfeger) die Lindwurm-Kinder beschenkt, es gibt spezielle Stein-(Tannen)-Bäume und der Abschluss des Festes wird mit einem feuerlosen Feuerwerk gefeiert. "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" ist daher eher ein Bericht über das Fest und besitzt keine erzählerische Handlung im herkömmlichen Sinne. Generell lässt Hildegunst kein gutes Haar an Hamoulimepp (wie schon der Untertitel "Warum ich Hamoulimepp hasse" andeutet). Hamoulimepp ist für ihn eine kindische Narretei, die er mal als pädagogisch fragwürdig, mal als eklig, häufig als irrational ansieht. Sein Spott ist dabei humorvoll bis zynisch, wobei er allerdings zum Ende hin doch noch sentimental wird. In "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" lernt man - über Hamoulimepp hinaus - weitere Aspekte der Lindwurm-Kultur kennen, die eine schöne Ergänzung zum "Zamonien-Zyklus" sind. Das Werk selbst ist in zwei Teile aufgebaut. Der eigentliche Brief Hildegunsts umfasst ca. 50 Seiten. Der restliche Raum ist mit detaillierten, mehrfarbigen Illustrationen geschmückt. So finden sich auf 31 Seiten die sog. Taxonomischen Tafeln, die einzelne Dinge, die Hildegunst im Brief anspricht, in Bildform aufzeigen. "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" ist außerdem sehr hochwertig verarbeitet (Hardcover, Schutzumschlag, durchweg mehrfarbige Illustrationen von Walter Moers und Lydia Rode, die einzelnen Seiten besitzen die Optik von Briefpapier, die Schriftart erinnert an Handschrift). Insgesamt ist "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" ein schönes Geschenkbuch für eingefleischte Zamonien-Fans. Leser*innen, die die Reihe noch nicht kennen, werden aber vermutlich eher enttäuscht sein, da "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" anders als die Großwerke Moers' ist und auch nur begrenzt an sie heranreicht.

  2. Cover des Buches Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company (ISBN: 9783747800034)
    Corinna Gieseler

    Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company

     (78)
    Aktuelle Rezension von: kinderbuchschatz

    Weihnachten und Abenteuer sind einfach eine geniale Mischung, sodass ich mich auch sehr auf dieses Buch „Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company“ von Corinna Gieseler, erschienen im @hummelburgverlag , gefreut habe. 

    Inhalt: Es ist der 6. Dezember, also Nikolaustag, und Freda soll eigentlich ihre Hausaufgaben machen als das Telefon klingelt und jemand Mr. Livingstone sprechen möchte. Das wäre eigentlich nichts besonderes, wenn Mr. Livingstone nicht ein Kater wäre. Dieser nimmt den Hörer und fängt sogar an zu sprechen. Es scheint ein Notfall bei der Christmas Company zu geben und sofort machen sich der Kater und Freda auf den Weg zum Nordpol. Ein Abenteuer folgt dem nächsten und schließlich ist sogar Weihnachten in Gefahr.

    Fazit: Ein modernes Weihnachtsmärchen, das trotzdem viele alte Weihnachtsfiguren und -bräuche aufleben lässt. Da muss man schon sehr aufpassen alles auseinander zu halten. Manches ist allerdings im Anhang nachzulesen. Auf jeden Fall ist es eine interessante Kombination. Protagonistin Freda wird direkt ins kalte Wasser geworfen, wenn man bedenkt, dass sie sich eigentlich am liebsten zu Hause in den sicheren vier Wänden verkriecht. Das Buch hat 22 Kapitel und beginnt immer mit einer kleinen, besonderen schwarz-weiß Illustrationen. Die Geschichte ist sehr spannend, da man nie genau weiß, welche Überraschung als Nächstes kommt. Neben dem besonderen weihnachtlichen Setting bietet die Erzählung auch Aspekte wie Mut und Zusammenhalt. Ein Weihnachtsbuch mit viel Action und Fantasie. 💕 

  3. Cover des Buches Milchgeld (ISBN: 9783492303002)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Milchgeld

     (896)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Dieser erste Fall fuer Kommissar Kluftinger könnte mich gut unterhalten. Aufgrund der grossen Beliebtheit dieser Krimi Reihe hatte ich mehr erwartet. Vielleicht ergibt sich das beim nächsten Fall. Werde irgendwann weiterlesen. 

  4. Cover des Buches Krampus (ISBN: 9783426653340)
    Brom

    Krampus

     (79)
    Aktuelle Rezension von: MarvinTheBookWizard

    Vorab: Die Geschichte war ein gelungener Ritt, herrlich schaurig mit alten Mythen und Gestalten. Die Legende des Krampus wird hier in ein sehr interessantes und gelungenes Gewand gesteckt. Ebenso wird mit dem "Weihnachtsmann", wie man ihn heute kennt, ordentlich aufgeräumt. 

    Mich hat die Geschichte an manchen Stellen stark an "Der Kinderdieb" von Brom erinnert, aber das liegt vor allem daran, dass Brom einfach diesen gewissen Hang hat, manche Themen immer wieder aufzuarbeiten. Was keinesfalls schlecht ist, denn er verleiht jeder Figur und jeder Tat einen gelungenen Zauber.

    Worum geht es? Ein versumpfter Musiker namens Jesse wurde von seiner Frau verlassen, die (natürlich) die gemeinsame kleine Tochter mitgenommen hat. Die Frau ist nun das neue Lieblings-Spielzeug eines 60jährigen Polizeichefs, der ihr und ihrer Tochter verhoffte Sicherheit verspricht. Leider hat es dieser alte Widerling schon länger auf Jesse abgesehen. Als wäre Jesses Leben nicht schon kompliziert genug, gelangt in einer Nacht der Sack des Weihnachtsmann, oder viel mehr KRAMPUS SACK, in seine Hände und das Abenteuer nimmt seinen Lauf...

    Was hat mir gefallen? 

    Mir haben fast alle Figuren gut gefallen, selbst die "Arschlöcher" unter ihnen hatten wie für Brom typisch ihre Gründe so zu sein, wie sie sind. Die Dialoge waren gewohnt stark und es gab immer Spannung, Spannung und noch mehr Spannung.

    Was hat mir nicht gefallen?

    Jesses Motivation, seine Familie zurückzugewinnen, war äußerst ermüdend. Die Figur der klischeehaften "Linda" war so anstrengend zu lesen, dass ich das Buch teilweise wirklich weglegen musste und die Augen verdreht habe. Jesse Frau löste in mir keinerlei Sympathie aus. Sie war ein einziges Werkzeug, um die Geschichte in eine geplante Richtung zu lenken. Die letzten 50 Seiten ruinierten quasi mein komplettes Lesevergnügen. Daher ist es nicht überraschend, dass mich das Ende fast sauer gemacht hat. Es wirkt erzwungen und auf Biegen und Brechen in eine "glückliche" Richtung gebogen, was hier einfach nicht passt.

    Fazit: Ein spannendes Buch, dessen Ende für Brom-Fans etwas ungewohnt ist


     

  5. Cover des Buches Das Lied der Arktis (ISBN: 9783550200977)
    Bérengère Cournut

    Das Lied der Arktis

     (32)
    Aktuelle Rezension von: brauchnix

    Die Arktis ist ein unwirtlicher und uns Europäern fremder Kontinent. Es fasziniert ja prinzipiell schon, dass hier seit Jahrhunderten Menschen leben und überleben.  Wer "das Lied der Arktis" liest, versteht, das hier die Natur den Menschen formt und nicht umgekehrt. In einer archaischen Welt und Kälte, Schnee und Eisbären sind die Werte und Wünsche der Menschen und auch die Art und Weise mit den Mitmenschen und den Tieren umzugehen, so ganz anders.

    Die Autorin war jahrelang bei den Innuit und man merkt der Geschichte an, dass sie fasziniert von diesem Volk war und diese Faszination dem Leser auch mitteilen möchte. Allerdings tut sie dies mit einem fast wissenschatlich anmutenden Erzählstil, der zu den Darstellern immer einen gewissen Abstand wahrt. Die jugendliche Heldin wird vom Schicksal arg gebeutelt aber sie nimmt das Leben auf eine sehr abgeklärte und fatalistische Art, die den Innuit zu eigen zu sein scheint.

    Mir hat das Buch gut gefallen.

  6. Cover des Buches Oberwasser (ISBN: 9783596512904)
    Jörg Maurer

    Oberwasser

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Gerade hinter den Geranien lauert das Grauen.«

     

    Wer bei einem Kurort in den Alpen eine friedliche Idylle vermutet, sollte sich auf einen fiesen Schock gefasst machen. Der berühmte Kurort mit dem Bindestrich jedenfalls scheint ein Zentrum des internationalen und organisierten Verbrechens zu sein. Das BKA ist vor Ort, aber einer ihrer Ermittler spurlos verschwunden. Kommissar Jennerwein und sein Team sollen ihre Ortskenntnisse nutzen und ihn suchen, aber niemand im Ort darf davon erfahren. Wie soll das bloß funktionieren?

     

    Dieser Fall für das Ermittlerteam im Kurort machte mir wieder großen Spaß! Der Autor hat einen sehr speziellen Stil, mit Wortwitz und viel Augenzwinkern. Der Krimi kommt dabei nicht zu kurz, in der Summe ergibt das einen guten Mix aus Spannung und Humor. Ich mag das sehr!

     

    Zudem passiert ziemlich viel. Jennerweins Team muss, um vernünftig und vor allem heimlich ermitteln zu können, ein Ablenkungsmanöver starten. Sehr kreativ, sehr unterhaltsam! Zu meinem großen Vergnügen war auch das unkonventionelle (und reichlich kriminelle) Bestatterehepaar wieder dabei, ich freue mich über jeden Auftritt von ihnen. Was hat ferner der junge Mann mit der Handlung zu tun, der eigenartige Schriftzeichen auf einer Münze entschlüsseln will?

     

    Es gibt wieder reichlich sympathische Charaktere, einige davon echte Originale. Wenn Kommissarin Nicole Schwattke aus Recklinghausen Sprachunterricht bekommt, könnte ich mich ausschütten vor Lachen. An Spannung fehlt es trotzdem nicht. Der Leser verfolgt das Schicksal einer gefangenen, misshandelten Person mit, das ist nicht ohne.

     

    Das war mein siebter Kurort-Krimi, ich lernte die Reihe mit späteren Bänden kennen und arbeite mich jetzt von vorne durch. Es ist aber für das Verständnis m.E. nicht notwendig, die Reihenfolge einzuhalten.

     

    Fazit: Sehr unterhaltsamer Mix aus Spannung und Humor. Viel Wortwitz und schön schräg. Beim nächsten Besuch dort unten muss ich in der Höllentalklamm unbedingt die Augen nach bestimmten Besonderheiten aufhalten ;-)

  7. Cover des Buches Winterblüte (ISBN: 9783548289953)
    Corina Bomann

    Winterblüte

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Corina Bomann ist in  meinem Bücherregal schon mit einigen Büchern vertreten. Ihr Schreibstil ist mir immer wieder eine Freude und sie entführt mich damit immer in eine andere Zeit. Die detaillierte Schreibweise und die anderen Epochen ziehen mich vollends in ihren Bann. 

    Ich habe bereits eine wundersame Weihnachtsreise von ihr gelesen und für dieses Jahr hatte ich mir winterblüte vorgenommen. Gesagt, getan und niemals bereut. 


    In diesem Buch werden wir von Corina Bomann in das Ostseebad Heiligendamm entführt. Die ganze Story spielt um kurz vor Weihnachten 1902 im Hause der Familie Baabe. Sie besitzen ein Hotel und die Tochter Johanna soll verheiratet werden. Nur was ist wenn ihr Herz für jemand anderen schlägt und sie gar kein Interesse an den Männern hat, welche ihre Mutter gern als Schwiegersohn hätte? Aber das ist noch nicht genug, nein das Herz der Tochter schlägt auch noch für den größten Feind. Das darf niemand erfahren, außer ihr Bruder.

    Eben dieser Bruder, Christian, findet eine Frau am Strand. Sie ist bewusstlos, in ein Segeltuch geschlagen und hat einen Barbarazweig bei sich. Natürlich nimmt Christian sie mit nach Hause. Sie kann sich an nichts erinnern. Wie grauenvoll. Aber Christian und Johanna geben die Hoffnung nicht auf. Beide schließen die junge Frau sehr ins Herz. Wird es ihnen gelingen sich gegen ihre Mutter durch zu setzen, der diese junge Frau ein Dorn im Augen ist?! 


    Also ich liebe diese Geschichte sehr. Sie ist gespickt mit einer wundervollen Atmosphäre. Es liegt der Flair der Weihnachtszeit, des Winters und der Liebe in der Luft. Nur die Mutter versprüht mit ihrer Art doch sehr negative Schwingungen. Aber wer weiß, vielleicht wird sie ja etwas besseren belehrt. 


    Corina Bomann hat die Charaktere in dieser Handlung super toll und detailliert ausgearbeitet. Es hat mir sehr viel Freude bereitet ins Geschehen und die Zeit an der Ostsee einzutauchen. 


    Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sterne

  8. Cover des Buches Wintergäste (ISBN: 9783423216999)
    Sybil Volks

    Wintergäste

     (100)
    Aktuelle Rezension von: NataschaWahl81

    Ich liebe Romane, die im Winter spielen und noch mehr liebe ich Romane, die wie "Wintergäste", ihre Handlung an der rauen Nordsee spielen lassen. 

    Der Schreibstil ist poetisch, andererseits gleichzeitig aber auch unbeholfen und ohne klar erkennbare Linie. 

    Es sind einfach zu viele Personen (10 Stück), die leider alle ähnlich sowie seltsam klingende Namen haben (Berrit, Kerrin, Boy, Gesa, Inga, Inka), sodass man echt lange braucht, um zu schnallen, wer WER ist?! 

    Zudem kommt der häufige Perspektivenwechsel, der anfangs noch mit einem Symbol angekündigt wird und dann plötzlich ohne Vorwarnung, nicht mehr. 

    Der Plot ist genial, wenn er nicht so furchtbar unausgereift und in "Kuddelmuddel" Art geschrieben worden wäre. 

    Auf den Punkt gebracht, ist es ein langweiliger Familienroman ohne Spannungen, der nach dem ersten tollen Einstieg so vor sich hin dümpelt. 

    Die 3 Sterne gibt es für die tolle Setting-Beschreibung im Buch. 

    Es gibt noch eine Fortsetzung zu "Wintergäste", aber die werde ich mir ganz sicher nicht antun.

    Die Charaktere sind derart farblos beschrieben, dass man weder mitfühlt, noch wirklich wissen will, wie es mit ihnen weitergeht. Außerdem finde ich es mega unrealistisch, dass man mit sechsundvierzig noch einfach mir nichts, dir nichts schwanger wird!!! 

    Schade eigentlich! :( Das Cover, die Idee und die Klappentextbeschreibung haben erheblich mehr versprochen. 


  9. Cover des Buches Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras (ISBN: 9783862824700)
    Detlef M. Plaisier

    Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Harpo

    Die Originalgeschichte, welche aus den sogenannten Memoiren des Vaters des "Autors", bezogen wurde, hätte eigentlich das Potential zu einer wahrhaft erzählenswerten sein können. Leider macht es der Autor - wir mögen ihn so nennen - einem unmöglich die Geschichte zu genießen. Der Grund: Langweilig und überaus langatmig erzählt. Dazu auch noch schriftstellerisch wenig ausgereifte Stil, der es fast schon zum Kraftakt macht, sich durch das Ganze durchzuarbeiten.

  10. Cover des Buches Man muss das Kind im Dorf lassen (ISBN: 9783868043716)
    Monika Gruber

    Man muss das Kind im Dorf lassen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: parden

    BIOGRAFISCHE EINBLICKE...

    Was macht eine, die aus einem Ort namens Tittenkofen stammt, aber nicht so ausschaut? Die auf dem Bauernhof aufwächst, aber eigentlich auf die Bühne will? Klar, sie nimmt’s mit Humor und wird Bayerns bekannteste Komikerin. Monika Gruber erinnert sich in ihrem Buch an ihre Kindheit und Jugend auf dem Land bei Erding. Sie erzählt Geschichten, in denen sie grantelt, witzelt, schwelgt und auch lästert, aber nie denunziert, denn dazu liebt sie Land und Leute zu sehr. Das bayerische Landleben ist wie gemacht für eine Komikerin, die ihren Mitmenschen gern genau aufs Maul und noch lieber ins Herz schaut. Monika Gruber berichtet von den großen und kleinen Missgeschicken ihrer Jugend, von Bosheiten, ländlichen Eigenarten und von teils seltsam anmutenden dörflichen Gepflogenheiten, die ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein scheinen. Es treten wortkarge Bauern, fahrende Händler und sämtliche Beteiligten eines intakten Gemeindelebens auf; man erfährt von Dorfhochzeiten und Hofschleichern, von einer freien, unbeschwerten Kindheit und einem Gemeindeleben, das Männer und Frauen ab und an noch räumlich trennt, bei dem aber alle trotzdem an Leid und Freud der Anderen Anteil nehmen. Denn Heimat ist mehr als nur der Ort, an dem man aufgewachsen ist. 

    264 Minuten lang gewährt Monika Gruber dem Hörer biografische Einblicke in ihr Leben. Sie wuchs auf dem elterlichen Bauernhof in einem kleinen bayrischen Dorf auf und wurde von den dort herrschenden Strukturen geprägt. Gerade die Einblicke ins Dorfgeschehen mit dem 'Jeder weiß alles über jeden' und alle müssen sich an die traditionellen Gepflogenheiten halten um dazuzugehören, haben mir mal wieder gezeigt, weshalb ich so unbedingt kein Dorfkind bin und sein will. Aber die Rückblicke in der Schilderung von Monika Gruber haben mich schon recht amüsiert.

    Da dies als reine Lesung vorgetragen wird, hatte ich diesmal (fast) keine Probleme mit dem Verstehen des tief bayrischen Dialekts. Allerdings fand ich gerade die Lebendigkeit des vor kurzem gehörten Mitschnitts der Bühnenshow 'Hauptsach g'sund' sehr erfrischend, auch wenn ich da an manchen Stellen keine Chance hatte mitzukommen, wenn Monika Gruber so richtig in Fahrt kam. Die Lesung dieses Hörbuchs hier geriet an manchen Stellen für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas lahm und damit auch langatmig. Deshalb auch 'nur' vier Sterne von mir...

    Da ich aber an vielen Stellen schmunzeln konnte und man oftmals hinter der bemüht verständlichen Lesung den lebhaften Charakter Monika Grubers hervorblitzen sehen konnte, war dies für mich ein angenehmes Hörerlebnis. Gerne halte ich nach weiteren Hörbüchern der Kabarettistin Ausschau!


    © Parden 

  11. Cover des Buches Medea (ISBN: 9783518189108)
    Christa Wolf

    Medea

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Avalee

    "Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin." Das bescheibt den eigentlichen Mythos der "Medea". Man könnte noch "Kindsmörderin" und "Verräterin" hinzufügen, die aus überschwänglicher und plötzlicher Liebe zu Jason handelt und dann bitter enttäuscht wird, ohne sich dabei das "Wilde" nehmen zu lassen. Eben eine dominante Frau, die es nicht unbedingt einfach hat. Aber, wie schon erwähnt, ist das der eigentliche Mythos.

     

    "Medea. Stimmen" erzählt die Geschichte etwas anders. Denn Christa Wolf schreibt nicht direkt den Mythos, sondern versucht darzustellen, wie sich der Mythos entwickelt haben könnte.

    Zum Titel selbst lässt sich sagen, dass "Medea." wohl der Teil ist, dem jedem zeigt, dass es um den Mythos geht. "Stimmen" wurde hinzugefügt, weil die Geschichte von 6 Stimmen erzählt wird. Nämlich aus den Sichten von

    • Medea: Kolcherin. Tochter des Königs Aietes und der Idya. Schwester der Chalkiope und des Absyrtos
    • Jason: Argonaut, Schiffsführer der "Argo"
    • Agameda: Kolcherin. Vormals Medeas Schülerin
    • Akamas: Korinther. Erster Astronom des Königs Kreon
    • Leukon: Korinther. Zweiter Astronom des Königs Kreon
    • Glauke: Korintherin. Tochter des Königs Kreon und der Merope

    Zum Inhalt: Auch in dieser Fassung von "Medea" ist Medea mit Jason verheiratet und hat zwei Kinder. Mit ihrer Entdeckung der Knöchelchen der Tochter (Iphinoe) des Königs (Kreon) von Korinth in einem geheimen Raum des Schlosses und die damit zusammenhängende Geschichte, beginnen diejenigen, die davon wissen, sich gegen sie zu stellen. Denn der schon Jahre zurückliegende Mord der Königstocher wird in Korinth vertuscht. Hier heißt es, sie wäre über Nacht mit einem ansehnlichen Mann durchgebrannt und würde nun andernorts ein glückliches Leben führen. In Wirklichkeit wurde das Mädchen aber geopfert, um die Machtstellung des Königs zu sichern. Dabei war Medea doch extra mit Jason aus ihrer Heimat Kolchis geflohen, weil dort ihr jüngerer Bruder geopfert worden war, um die Stellung ihres Vaters zu sichern und sie mit diesem Umstand und ihren Schuldgefühlen nicht mehr dort leben konnte. Nun, da sie hier in Korinth eine ganz ähnliche (wenn auch geheime) Story in Erfahrung bringt, beginnt ihr Unglück. Dass sie eine sehr selbstbewusste Frau ist, kann ihr dabei auch nicht helfen - außer es besser zu ertragen. Sie wird dem Schloss verwiesen, Gerüchte um den Mord an ihrem eigenen Bruder machen die Runde und sie wird zum Sündenbock für alle schlimmen Ereignisse. Nur ein Gutes findet sich kurzfristig: Sie verliebt sich in einen Künstler.

    Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine gelungene Vorgeschichte des Mythos "Medea". Da ich auch die Fassungen des Mythos von Euripides und Grillparzer gelesen habe, ebenso wie eine etwas eigenwilligere Variante von Dea Loher, hatte ich bereits den Grundmythos im Kopf und wusste, was geschehen müsste. Mir hat sehr gefallen, dass diese Version ganz anders erzählt wird und doch in gewisser Weise am Mythos festhält. Hier wird deutlich, wie sehr die Historie durch Hörensagen und Weiterreichen verfälscht werden kann. Beispielsweise ist Medea in "Medea. Stimmen" einfach bewandert, was Heilmittel betrifft und schafft es, viele Leute erfolgreich zu behandeln. Da Medea aber der Sündenbock für alles wird, wird diese eigentlich gute Tatsache für die Korinther natürlich schlecht gemacht und sie wird (auch wegen eines weiteren gerüchtegeschwängerten Vorfalls gegen Ende) zur "Giftmischerin".
    Mir persönlich gefällt zudem die Form eines Romans auch besser als die eines Dramas. Natürlich hat das nichts mit der Geschichte an sich zu tun, denn Dramen können schließlich auch sehr gut sein - aber dennoch ist das ebenfalls ein Pluspunkt für mich.

    Von den mir bekannten für mich persönlich die beste "Medea"-Fassung.

  12. Cover des Buches Das Geheimnis der Rauhnächte (ISBN: 9783843460569)
    Jeanne Ruland

    Das Geheimnis der Rauhnächte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    Dies ist meine persönliche Meinung. Meine Meinung wurde nicht gefälscht. Alles was ich schreibe kommt von mir. Falls Du das Buch lesen möchtest, bitte ich dich, bei den Buchhandlungen deines Vertrauens oder bei den kleineren zu kaufen. Sie brauchen unsere Unterstützung. Dieses Buch habe ich auf Youtube im Gelesene Bücher Dezember vorgestellt. Schaut gerne darin vorbei. Freue mich auf Euren Besuch

    Die Rauhnächte sind die Tage zwischen den 24- 25 bis zum 06.01. Es sind 12 heilige Nächte für 12 Monate des kommendes Jahres. Das Thema ist total interessant und ich bin bei was sehr belesen. Der Klappentext klang wie immer spannend und machte mir neugierig auf mehr. Jeanne Ruland ist auch eines der bestbekannte Autorinnen bei Schirner Verlag und hat zu den Rauhnächten eine CD und ein Kartendeck veröffentlicht. Und der Schirnerverlag ist eines meiner Lieblingsverlage aller Zeiten. Sie haben tolle Kartendecks und sind mega erfolgreich. 

    Die Autorin stellt und erklärt in einem flüssigen Ton was Raunächte sind und welche „Glauben“ es gibt und was man an den einzelnen Raunächten teilweise macht. Alles in allem ein sehr tolles informatives Buch, in dem viel Wissen drin stehen, die man früher immer getan hat. 

  13. Cover des Buches Tuareg (ISBN: 9783442460052)
    Alberto Vázquez-Figueroa

    Tuareg

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Simone Paulyn
    Alberto Vázquez-Figueroa erzählt in seinem Roman „Tuareg“ die Geschichte von Gacel Saya. In seinem Lager wird ein Gast erschossen, ein weiterer entführt. Somit haben die Soldaten das alte Recht des Gastes, der bei den Tuareg geschützt wird, verletzt und auch die Ehre von Gacel. Er verlässt seine Familie, um den entführten Gast zu befreien und den Tod des Gastes zu rächen. Gacel findet den entführten ehemaligen Präsidenten. Auf ihrer Flucht machen sie sich auf den Weg durch Tikdabra, das Land der Leer. Gacel möchte seinen Schützling über die Landesgrenzen bringen. Es ist so heiß und unwirtlich, dass es kein Leben dort gibt und noch niemals zuvor jemand es zu durchqueren vermochte. Gacel und der ehemalige Präsident Abdul-el-Kebir bezwingen das Land der Lehre mit allerletzter Kraft. Der Präsident wird im Grenzgebiet gerettet und soll wieder politischen Einfluss ausüben. Während der Flucht haben sich die Soldaten seiner Frau Laila und seiner Kinder bemächtigt, um ihn zu zwingen, den Präsidenten einzutauschen. Als Gacel dies erfährt, macht er sich auf den Weg in die Großstadt, um seine Familie zu befreien. Hier wird das Leben und die Konfrontation mit der anderen Kultur für ihn zum Alptraum. Ein interessantes Buch, dass die Unwirtlichkeit der Wüste und die Kultur der Tuareg sowie das Handeln aufgrund von Ehrverletzungen zeigt. Es veranschaulicht auch, wie es nach Ende der französischen Kolonialzeit zuging und wie verschiedene Kulturen aufeinander prallten und dies auch sicher heute noch tun.
  14. Cover des Buches Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück (ISBN: 9783944442402)
    Robert Scheer

    Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück

     (42)
    Aktuelle Rezension von: parden
    EIN PERSÖNLICHES MAHNMAL...

    Robert Scheer liebte seine Großmutter. Dies ist an und für sich nichts Besonderes, doch eigentlich ist es ein Wunder, dass es den Autor überhaupt gibt. Denn eigentlich hätte seine Großmutter Pici nicht überleben, nicht heiraten und keine Familie gründen dürfen. Denn dies war der Plan von Hitler und seinen Schergen. Doch als einzige ihrer weitverzweigten jüdischen Familie überlebte Pici ("die Kleine") seinerzeit die Gräuel des Holocaust.


    "Die Weisen sagen, das Ziel des Lebens sei das Leben selbst. Dem folgend habe ich das Ziel erreicht. Denn ich lebe noch." (S. 56)


    Zum 90. Geburtstag seiner Großmutter beschloss Robert Scheer, diese nach ihren Erlebnissen zu befragen, damit ihr Zeugnis bewahrt bleibt. Und wo Pici jahrzehntelang geschwiegen hat, öffnete sie sich ihrem Enkel gegenüber und gab Auskunft über helle und dunkle Jahre ihrer Vergangenheit.

    Die ersten zwei Drittel des Buches erzählen von Picis Familie und ihrer Kindheit in Rumänien. Dort wohnte die Familie ungarischer Juden und lebte vom Holzhandel des Vaters. Arm, kinderreich, aber zufrieden, so wie viele andere Menschen der kleinen rumänischen Stadt auch. Als etwas langatmig habe ich diese Schilderungen zeitweise empfunden, aber andererseits als durchaus legitim - holte sich Pici auf diese Art noch einmal alle Mitglieder iher großen Familie in ihre Erinnerung zurück, alle in den Jahren des Holocaust ums Leben gekommen.

    Die schlimmen Erlebnisse Picis nach dem Verlust ihrer Heimat in den 40er Jahren nach der Machtergreifung Hitlers nehmen entsprechend etwa ein Drittel des Buches ein. Die Vertreibung ihrer Familie aus der kleinen rumänischen Stadt, die Erfahrungen im Ghetto, die Deportationen in verschiedene Konzentrationslager, die Kälte, die Hitze, der Hunger, die Unmenschlichkeit, die Angst, die Krankheiten, das Trauma, der Tod - Dinge, über die es sicher auch nach 70 Jahren noch schwerfallen dürfte zu sprechen.

    Was mich bei der Lektüre verblüffte, waren die großen Erinnerungslücken Picis, die viele schreckliche Erlebnisse und Details ausgeblendet zu haben scheint.


    "Und auch für die folgenden Zeiten gibt es solche kleinen Momente, die völlig in meinem Gedächtnis fehlen, aber nicht so, dass ich sie nach Jahren vergessen hatte, sondern so, als hätten sie nichts mit mir zu tun gehabt. Vielleicht, weil mein Verstand dies alles nicht nachvollziehen konnte und von sich wegschob..." (S. 90)


    Entsprechend rudimentär erscheinen denn auch teilweise die Erinnerungen, Spotlights der Schrecken, wobei die Schilderungen selbst nahezu nüchtern erscheinen. Dennoch kommt das Grauen beim Leser an, die Bilder lassen sich ncht verdrängen, die Unfassbarkeit der Erinnerungen bricht sich Bahn. Zahlreiche in den Text integrierte Fotos (viele aus dem Privatbesitz des Autors) unterstreichen das Geschriebene, geben dem Erzählten ein Gesicht und verankern das Grauen in der Realität.

    Der Schreibstil ist einfach, erinnert zeitweise an einen ungeübten Schulaufsatz. Doch vieles ist in wörtlicher Rede wiedergegeben und dokumentiert so eher das Gespräch zwischen dem Enkel und seiner Großmutter Pici als dass es literarisch aufgearbeitet ist. Dieses Stilmittel der wörtlichen Rede unterstreicht in meinen Augen die Authentizität der Erzählung.

    Neben den bereits erwähnten Fotos gibt es - vor allem in dem vielseitigen Anhang - auch zahlreiche Kopien von alten Briefen, Dokumenten und Listen, die die Erinnerungen Picis in Raum und Zeit des Holocaust verankern. Hier hätte ich mir eine bessere Qualität der Darstellung gewünscht, denn viele der genannten Quellen waren durch eine blasse und verschwommene Kopie für mich tatsächlich kaum leserlich, was ich wirklich bedauerlich fand.

    Robert Scheer hat mit diesem Buch nicht nur seiner geliebten Großmutter ein Denkmal gesetzt, sondern mit Picis Erinnerungen auch ein persönliches Mahnmal geschaffen. Ein Buch 'Gegen das Vergessen', das sehr persönliche Einblicke gewährt.


    © Parden
  15. Cover des Buches Mord am Toten Mann (ISBN: 9783499291531)
    Fredrika Gers

    Mord am Toten Mann

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Leserin71

    Fredrika Gers begeistert mich immer wieder mit ihren Regionalkrimis aus Berchtesgaden. Auch "Mord am Toten Mann" zeigt, dass sich die Autorin sehr gut in ihre Wahlheimat eingelebt hat und die Bräuche der Berchtesgadener gut kennt.
    Kommissar Holzhammer hat gleich mehrere Fälle zu lösen, wovon der Mord an einem Vogelkundler der schwerwiegendste ist. Aber auch die andere Vorkommnisse wie Diebstähle oder unbefugtes Eindringen in die Riesendinghöhle halten ihn schwer auf Trab. Unterstützung bekommt er auch diesmal von seinem jungen Kollegen Müllerhuber und seinen Freunden Christine und Matthias. Welcher Fall hängt nun aber mit welchem wie zusammen?

    Die Handlung ist sehr schlüssig, das Ende hat mich überzeugt. Ein paar Lacher zwischendurch dürfen auch nicht fehlen. Holzhammer ist ein Ermittler, den man leicht unterschätzt. Bodenständigkeit und Computer sind für ihn keine zwei verschiedenen Welten.  Mir ist er deshalb sehr sympatisch. Gerne vergebe ich deshalb 5 Sterne.

  16. Cover des Buches Maria, ihm schmeckt's nicht (ISBN: 9783844522792)
    Jan Weiler

    Maria, ihm schmeckt's nicht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Monice

    "Maria ihm schmeckt`s nicht!" von Jan Weiler,


    ein Buch mit viel Humor. Mir persönlich hat der Stil sehr gut gefallen und auch der Humor war sehr passend. Ich glaube jeder ist froh nicht einen solchen Schwiegervater zu haben, aber er hätte hier nicht fehlen dürfen. Der rote Faden rund um die Hochzeit und die Italienische Familie hat sehr gut gepasst und wurde auch sehr konsequent durch gezogen. Für mich genau das richtige zum lachen zwischen durch.
    Die Kapitel waren, sehr angenehm aufgeteilt, so das es sich Thematisch sehr passend aufgeteilt hat. Es war erst das zweite Buch von Jan Weil er für mich, aber definitiv nicht das letzte.

    Zum Inhalt:
    Eine Hochzeit für Jan und Sara, das lässt sich sein Schwiegervater nicht zweimal sagen und schon ist die Familie in Italien informiert. Das dort die ein oder andere, mehr oder weniger Gute Nachricht auf sie wartet ahnt keiner als sie sich auf den Weg nach Italien machen. Doch in Italien soll sich alles verändern und vor allem das Ende steht wohl doch nicht so fest, wie gedacht.

  17. Cover des Buches Die Apokryphen (ISBN: 9783860474747)
    Erich Weidinger

    Die Apokryphen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Hypochrisy
    Due Apokryphen, die verborgenen Bücher der Bibl, das sind all jene Schiften, die keine allgemeine Anerkennung in der Kirche gefundenhaben und deshalb auch nicht in die Bibel aufgenommen wurden. Dennoch haben die alt- und neutestamentlichen Apokryphen oder die Pseudoepigraphen, wie sie in der Protestantischen Kirchen genannt werden, eine große Wirkungsgeschichte...
  18. Cover des Buches Perchtenjagd (ISBN: 9783710402333)
    Maja Brandstetter

    Perchtenjagd

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    „Perchtenjagd“ ist der Auftakt zu einer Reihe rund um den Gerichtspsychologen Meiberger, der der Polizei mit Rat und Tat zu Hilfe eilt. 

    Es ist Vorweihnachtszeit, als für eine Mutter auf dem Adventmarkt in St. Wolfgang der absolute Albtraum beginnt: ihre 5-jährige Tochter Marie verschwindet während des Perchtenlaufes spurlos. Wenig später wird ein Toter gefunden, der das Lieblingskuscheltier von Marie bei sich hat. Doch dieser Tote wird nicht der Letzte sein. Es scheint, als ob der Täter für sein Krippenspiel „Personal“ sucht. Maria, Josef, die Heiligen Drei Könige und das Jesuskind für die Krippe. Kann die kleine Marie dafür bestimmt sein? Hat sich der Täter vertan?  

    Meiberger hat selbst das Trauma eines verschwundenen Sohnes und versucht deshalb umso eifriger, den Täter zu finden. Dabei entdeckt er Hinweise, die der eher bedächtige Kripochef Nepomuk Wallner und dessen schaumrollensüchtiger Mitarbeiter Ganslinger übersehen haben. 

    Meine Meinung: 

    Ein raffinierter, fesselnder Krimi, der, wie immer, wenn kleine Kinder in den Fängen von Verbrechern sind, einem die Gänsehaut auflaufen lässt.  

    Der Christkindlmarkt und der Perchtenlauf sind nur die Umrahmung für mehrere Morde, die sowohl Meiberger als Leser in Atem halten. Es ist sehr interessant zu lesen, wie Vertrautes und Bekanntes die eigene Wahrnehmung beeinflussen kann. Auch die Wege, wie Meiberger zu seinen Schlussfolgerungen kommt, lassen tief in die menschliche Seele und in deren Abgründe blicken. 

    Nicht ausgespart werden die persönlichen Tragödien von Meiberger. Der verschwundene Sohn Patrik, die Ex-Frau Karo und sein ambivalentes Verhältnis zu Nepo.  

    Der Schreibstil mit seinen lokalen Bezügen und der Beschreibung der Menschen gefällt mir sehr gut.  

    Die Charaktere sind gut gelungen und der Leser tappt ähnlich wie die Polizei lange im Dunkeln. Es gibt zwar die eine oder andere vage Andeutung, wer der Täter sein könnte, aber es dauert eine geraume Weile bis alle Puzzleteilchen an die richtige Stelle fallen. 

    Einen Stern Abzug gibt es, weil es mir ein wenig unrealistisch erscheint, dass nur ein so kleines Team sich mit einer solchen Verbrechensserie beschäftigt. Hier würde in Wirklichkeit wohl eine Soko agieren. 

    Trotzdem warte ich mit Spannung auf den nächsten Fall für Meiberger. Die Vorschau deutet an, dass das Rätsel um das Verschwinden seines Sohnes gelöst wird. 

    Fazit: 

    Ein eher ungewöhnlicher Regionalkrimi, der offenbart, dass das Autorenduo Drehbücher für die TV-Reihe „Meiberger - im Kopf des Täters“ (die ich im Übrigen noch nie gesehen habe) verfasst. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  19. Cover des Buches Der letzte Tanz: Niederbayern-Krimi (ISBN: 9783869067209)
    Karoline Eisenschenk

    Der letzte Tanz: Niederbayern-Krimi

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Denise43437
    Der Niederbayern-Krimi „Der letzte Tanz“ wurde von Karoline Eisenschenk geschrieben. Wie bereits dem Buchtitel zu entnehmen ist, spielt ein Tanz, nämlich der sogenannte Schäfflertanz, der nur alle sieben Jahre aufgeführt wird, eine große Rolle.

    Der pensionierte Geschichtsprofessor Gregor Cornelius ist mal wieder im Urlaub in Neukirchen. Eigentlich möchte er ausspannen und sich den Schäfflertanz ansehen. Allerdings kommt es anders als erhofft. Denn er wird unfreiwillig Zeuge von verschiedenen unschönen Begebenheiten, die alle mit Julian Bernbacher, dem ersten Vortänzer und Juniorchef eines Sägewerks, zusammenhängen, hineingezogen. Es beginnt alles damit, dass ein Auto beim Ausparken Julian fast anfährt. Dann findet er eine tote Ratte auf seinem Auto. Die negativen Ereignisse nehmen von ihrer schwere immer weiter zu und Herr Cornelius s schafft es nicht, diesen aus dem Weg zu gehen, auch wenn er bei der örtlichen Polizei auf Grund einer alten Geschichte nicht gerne gesehen ist.

    Frau Eisenschenk gelingt es hervorragend den Leser insbesondere mit Julian und auch mit Herrn Cornelius mitfiebern zu lassen und ihn bezüglich des jeweiligen Täters immer wieder auf eine falsche Spur zu bringen. Dabei wird nach und nach immer klarer welche Personen wie miteinander verbunden sind. Die handelnden Personen werden selbst wenn sie nur eine kleine Rolle besitzen sehr plastisch dargestellt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und der Leser erfährt nicht nur viel über die verschiedenen Personen und ihre familiäre Situation sondern auch über den Schäfflertanz. 

    Insgesamt hat mir das spannende Buch sowohl in Bezug auf die Story als auch von der Art und Weise wie es geschrieben wurde sehr gut gefallen. Ich kann es daher sehr empfehlen.

  20. Cover des Buches Von Sonnwend bis Rauhnacht (ISBN: 9783424631050)
    Valentin Kirschgruber

    Von Sonnwend bis Rauhnacht

     (5)
    Aktuelle Rezension von: ElaineLinde

    Das Buch führt durch die verscheidenen Jahreszeiten mit ihren Festen und Bräuchen. Interessant zu erfahren, wie die "alten Bräuche" vor der Christenzeit mit den "neuen" Festen der katholischen Kirche verwoben wurden. Der Autor beschreibt zudem eigene Erinnerungen aus der Kindheit in der Alpenregegion.

  21. Cover des Buches Das große Servus-Weihnachtsbuch: Lieder, Bräuche und Geschichten für einen besinnlichen Advent (ISBN: 9783710402210)
    Sebastian Unterberger

    Das große Servus-Weihnachtsbuch: Lieder, Bräuche und Geschichten für einen besinnlichen Advent

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Tigerluna

    Das große Servus Weihnachtsbuch ist von Sebastian H. Unterberger.


    Das Cover ist strahlt in einer Pracht von Goldornamenten auf dunklem Hintergrund. Das gesamte Buch spiegelt dies wieder und ist wirklich in einem einzigartigen Layout gestaltet.


    Es ist voll von Weihnachts- bzw. Adventsliedern, Geschichten und Bräuchen.


    Der Schreibstil ist offenherzig und ehrlich. Das gefällt mir gut.


    Leider gibt es für mich aber einen großen Minuspunkt: viele Lieder sind von einem so starken Dialekt geprägt (ich denke es handelt sich hier um Österreichische Dialekte?), dass ich diese weder lesen geschweige denn singen könnte. Das ist sehr schade.
    Trotzdem alles in allem ein schönes Weihnachtsbuch für die ganze Familie.

  22. Cover des Buches Kulturgeschichte der Indianer Nordamerikas (ISBN: 9783811210561)
  23. Cover des Buches Brot backen, wie es nur noch wenige können (ISBN: 9783710401695)
    Christine Metzger

    Brot backen, wie es nur noch wenige können

     (4)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey
    "Brot backen ist ein Handwerk, das abseits von Massenware nur noch von wenigen Menschen beherrscht wird, zugleich ist es eng mit unserer Kulturgeschichte verbunden." Das steht in der Produktbeschreibung und ist wohl wahr. Wenn man sich diesen Satz etwas länger durchdenkt, dann entdeckt man vielleicht auch den Mechanismus, den er indirekt beschreibt. Mit dem Wort "Massenware" umschreibt man gerne Billigprodukte. In diesem Fall sind wohl die Brote gemeint, die man von Backketten oder in gängigen Supermärkten kaufen kann. Sie müssen zwei Merkmale aufweisen, nämlich erstens so schmecken, dass der Verbraucher sich nicht abwendet und zweitens einfach herstellbar sein. Mit dem letzten der beiden Merkmale sind übrigens erlaubte Zutaten verbunden, die man eigentlich nicht im Brot haben will und von denen die meisten Kunden nichts wissen.

    Den Unterschied zu einem von einem Bäcker nach alten Rezepten gebackenen Brot kann man im Geschmack ausmachen und selbstverständlich im Preis. Billigware zwingt kleine Bäckereien in die Knie, zumal ihnen sowieso schon der Nachwuchs fehlt. Wer will schon noch mit seinen Händen etwas herstellen und dazu mitten in der Nacht aufstehen? Und wenn Bäckereien aussterben, bleibt Leuten, die gerne ein schmackhaftes und gesundes Brot essen, oft nur der Weg der Eigenproduktion. Ein Treppenwitz in einer hochgradig arbeitsteilig organisierten Gesellschaft, der aber wiederum Backbüchern den Weg zu neuen Kunden erschließt.

    Dies ist zwar ein Backbuch, aber eher ein kulturhistorisches als ein praktisches. Es umfasst etwas mehr als 200 Seiten, und die Rezepte beginnen ab Seite 152. Dort wird zunächst die Produktion von Hefeteig und Sauerteig erklärt. Anschließend folgen "17 der besten Rezepte". Nun ist es natürlich nicht mit diesen Rezepten allein getan. Ein Bäcker lernt schließlich auch nicht nur die Rezepte auswendig. Er muss auch noch andere Fertigkeiten lernen, etwa ein Gespür für den Ofen und andere kleine Tricks, die jeden Handwerker von einem Laien unterscheiden und die man nur durch Übung, also oftmaliges Wiederholen eines Vorganges lernt.

    Die ersten Dreiviertel des Buches sind verschiedenen Vorbereitungen gewidmet. Beispielsweise der Frage nach dem besten Korn oder den entsprechenden Mehltypen. Ebenso wichtig sind Gewürze oder andere Zutaten, die einem Brot eine ganz spezielle Note geben. Dazwischen versuchen verschiedene Autoren Antworten auf Fragen wie "Was ist gutes Brot?" zu finden. Oder man kann historische Anmerkungen lesen.

    Wenn man dieses Buch nicht als reines Backbuch erwartet, sondern einen etwas weiter gefassten Zugang zum Brotbacken akzeptiert, dann ist es hervorragend gemacht.
  24. Cover des Buches Afrika-Kochbuch (ISBN: 9783884728260)
    Dorah Sitole

    Afrika-Kochbuch

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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