Bücher mit dem Tag "bregenzerwald"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bregenzerwald" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Die Schwabenkinder (ISBN: 9783492312844)
    Elmar Bereuter

    Die Schwabenkinder

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Angie*
    Rezension

    Autor: Elmar Bereuter 
    Biografie
    Elmar Bereuter, geboren 1948 in Lingenau als ältestes von vier Kindern einer Bauernfamilie im Bregenzerwald, verbrachte seine Kindheit zwischen Dorfleben, Alpwirtschaft und Internat. Nach einer Karriere als PR-Manager erfolgte mit der Gründung eines Werbeunternehmens der Sprung in die Selbstständigkeit. Mit dem Erscheinen des Romans »Die Schwabenkinder« begann ein neuer Abschnitt als Schriftsteller im Hauptberuf. Auf seinen Bestseller, der den Anstoß zum gleichnamigen Film mit Tobias Moretti gab, folgten die Romane »Hexenhammer«, »Die Lichtfänger«, »Felders Traum« sowie Wanderführer über die »Schwabenkinder-Wege«. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe des Bodensees.

    Meine Meinung:
    Vierhundert dramatisch beschriebene Seiten mit Schilderungen von Schrecken, Angst, Verunsicherung, Heimweh, Hunger, Schlägen und gröbsten Misshandlungen eines Kindes und seiner unschuldigen Seele habe ich beim Lesen verfolgt und der kleine Kazpanaze aus dem Bregenzer Wald, sowie die anderen Kinder aus Vorarlberg, Südtirol , der Schweiz, haben mir von Herzen leid getan. Ich bin froh, dass diese *Lesereise* nun ein Ende hat.  Dieses Buch ist keine schöne,  friedliche  oder romantische Lektüre des 19.Jahrhundert , sondern rüttelt unser Gewissen auf , alles, aber auch alles was Verantwortlichen  Menschen möglich ist , (auch heute),  für Kinder zu tun, damit kein Kind so schlimm leiden muss!

    Und all das ist bei uns in Europa vor gar nicht so langer Zeit  passiert. Der Autor Elmar Bereuter beschreibt in seinem Buch die ärmlichen  und katastrophalen Lebensumstände der dörflichen Bevölkerung des Alpenraumes, des Allgäus, des Schwabenländle in Baden Württemberg, des 19. Jahrhundert in deutlichen und starken Bildern, die sich im Kopf festsetzen . Sein Schreibstil ist gut zu verstehen, wobei er sich auch an Dialektausdrücke und den damals dörflichen Umgangston gehalten hat. So wirkt dieses Buch sehr authentisch.  Kinder wurden als billige Saison-Arbeitskräfte verkauft, vermietet und ausgenutzt. Eine allgemeine Schulpflicht gab es kaum und war nicht verbindlich, viele Menschen waren Analphabeten. Ein Kinderschutzgesetz gab es noch lange nicht.  
    Die Lebensumstände und der Hunger waren in vielen Alpentälern und Bergbauernhöfen  so präsent und  dringlich, dass viele Familien die älteren Kinder als Arbeitskräfte während der Sommermonate weggeschickt haben. Im März wurden die Kinder von Führern gesammelt und in langen, beschwerlichen Wanderungen in den Voralpenraum  zur Arbeit auf andere Höfen und den Kindermarkt begleitet. Dort waren sie nun auf *Gedeih oder Verderb*, ohne Rechte und Fürsorge wildfremden Menschen ausgeliefert. In den Städten Ravensburg,Wangen, Friedrichshafen, Überlingen und vielen Orten im Allgäu gab es regelrechte, öffentliche Kindermärkte. 

    Zitat aus den Erklärungen zu den Kindermärkten auf Seite 397: "Im ersten Drittel des 19. Jahrhundert dürften es jährlich über 4000 *Schwabengänger* gewesen sein. " 

    Hinweise verschiedener Chronisten beschreiben diese Tradition der Kindermärkte schon bis in das 16. Jahrhundert zurück!    

    Es ging oft gut und viele Kinder fanden eine neue Heimat, blieben sogar für immer auf dem neuen Hof, aber das war nicht der Normalfall. Aus dem Erleben und den Schilderungen des kleinen Kazpanaze ersteht eine einfache Welt aus dem Blickwinkel eines unschuldigen Kindes vor dem Leser. Die Grobheit, die den Kleinen entgegengebracht wurde, übertrugen viele Kinder in ihren Alltag. Raufereien und bösartige Streiche , besonders zwischen den  fremden Hüte-Kindern und den Einheimischen  waren an der Tagesordnung.

    Vermisst habe ich im Buch ein Glossar, denn viele  bäuerliche Ausdrücke waren mir unbekannt. Die Erklärungen des Autors am Endes des Buch zu dem Phänomen Kinderhandel und seine geschichtlichen Hintergründe empfand ich als sehr aufschlussreich!  

    Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diese aufklärende Lektüre!

  2. Cover des Buches Die Axt im Wald (ISBN: 9783709936559)
    Peter Natter

    Die Axt im Wald

     (2)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Inspektor Ibele, Band 1: Auf der Pfingstgunten-Alpe im Bregenzerwald wird ein Senn mit gespaltenem Schädel kopfüber im Käsekessel aufgefunden – Einsatz für Inspektor Isidor Ibele von der Kripo Bregenz. Noch bevor erste Ermittlungsergebnisse vorliegen, schlägt der Axtmörder ein zweites Mal zu…

    Erster Eindruck: Ein ländliches Cover – passt sehr gut zu einem Regionalkrimi.

    Inspektor Isidor Ibele ist ein Geniesser: schöne Stunden mit seinem geliebten Rösle, gutes Essen (sein Rösle ist eine grossartige Köchin!), ein edler Tropfen, klassische Musik, aber er frönt auch seinem Laster, den Zigaretten, von denen er sich täglich ein paar Stück gönnt.

    Ich bin ein grosser Österreich-Fan und mache daher auch gerne Urlaub in Vorarlberg, genauer gesagt im Bregenzerwald. Es war daher sehr schön, Isidor durch den Bregenzerwald zu begleiten und etliche bekannte Ortsnamen zu lesen. Auf die Bilder, die durch die Beschreibung des Mordes vor meinem inneren Auge entstanden, hätte ich verzichten können. Wer hätte einen Vorteil, den Senn zu ermorden? Dieser hat sehr zurückgezogen gelebt und keine grossen Reichtümer angesammelt. Noch bevor Isidor und sein Mitarbeiter Albrecht, der Kriminal-Aspirant, ihrem Chef, dem „General“ erste Ergebnisse präsentieren können, wird schon ein zweiter Fall gemeldet – wieder ist die Tatwaffe eine Axt!

    Dies war mein erstes Buch des Autors; nicht nur aufgrund der geringen Seitenzahl hat es sich flüssig lesen lassen und war kurzweilig, aber nicht wirklich spannend. Von mir gibt es 3 Sterne und ich freue mich über weitere Fälle mit Isidor (und dem Rösle natürlich!).

  3. Cover des Buches Maiglöckchensehnsucht (ISBN: 9783839216460)
    Christine Rath

    Maiglöckchensehnsucht

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Tina06

    Natürlich musste ich den Nachfolger von "Wildrosengeheimnisse" und "Butterblumenträume" lesen. Diese beiden Bücher haben mich sehr gut unterhalten, genau wie "Sanddornduft". Nur leider konnte mich dieses mal Christine Rath nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte verlief im üblichen Stil und war unterhaltsam, aber richtige Spannung kam bei mir erst nach etwa der Hälfte des Buches auf. Trotzdem kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich einfach mal entspannen möchte und Spaß an einem gelungenen Frauenroman hat. Es ist alles dabei, was dazu gehört: Herz, Schmerz, eine herrliche Landschaft, Geheimnisse und jede Menge Alltagsprobleme, die gemeistert werden müssen.
  4. Cover des Buches Kathrinatag (ISBN: 9783902784353)
    Daniela Alge

    Kathrinatag

     (25)
    Aktuelle Rezension von: laraelaina
    Kathrinatag von Daniela Alge gehört zur Reihe der Waldinger Krimis und spielt im Bregenzer Wald.
    Diesesmal ist Waldinger schwer getroffen. Ein Mädchen ist verletzt worden, der Täter schwer zu finden und die Dorfbewohner spielen auch nicht mit.
    Gut geschrieben, leicht zu lesen, sehr unterhaltsam. Es gibt nichts zu bemängeln. Da gebe ich gerne 5 Sterne.
  5. Cover des Buches Eiskalte Spur (ISBN: 9783903092471)
    Daniela Alge

    Eiskalte Spur

     (11)
    Aktuelle Rezension von: dreamlady66
    (Zum Inhalt)
    Mitte Dezember versinkt der Bregenzerwald im Schneechaos. Lawinen donnern ins Tal, viele Orte sind von der Zivilisation abgeschnitten. Waldingers Frau Helga kehrt von einem Ausflug zu ihrer Schwester Ingrid nicht nach Hause zurück. Voller Angst kämpft sich Waldinger durch einen Schneesturm zu dem bekannten Berggasthof durch. Helga war dort, ist aber ohne ein Abschiedswort gegangen. Die Wirtsfamilie hat keine Zeit für Waldingers Sorgen, denn Ingrid liegt im Sterben. Was ist dort oben vorgefallen? Hat Helga etwas mit Ingrids Zustand zu tun? Als Waldingers Kollegen von der Kripo den Fall übernehmen, fällt selbst Waldinger unter Mordverdacht.

    Zur Autorin:
    1975 im Bregenzerwald geboren und aufgewachsen; seit 2008 wohnt sie mit ihrem Mann und drei Kindern auf einem Hof im Allgäu.

    Schreibstil/Fazit:

    DANKE an Daniela (Alge) für Deine originelle Bewerbungsfrage, anschließende Zusage & schnelle Zusendung meines signierten Exemplars, ich freute mich - auch, eine für mich neue Autorin kennengelernt zu haben!

    Optik (das schöne Coverbild, passend zum Titel) sowie die Haptik (handlichleichtes Format mit einer guten Leseschrift auf angenehmem Papier) passten perfekt zusammen und die 182 Seiten bei sieben Kapiteln (versehen mit vielen kleinen Unterkapiteln) - über einem Zeitraum von Samstag, 10. Dezember bis Freitag, 16. Dezember - liessen sich schnell & auch zügig lesen.

    Sehr angenehmbildlichflüssiger Schreibstil, einer vor Ort-Wohnenden, die sich dort perfekt auskennt mit vielen Detailbeschreibungen, die die Gegend und die Geschehnisse in & um Bizau vor traumhafter Winterkulisse perfekt erstrahlen liessen, wenn ich auch etwas den Lokalkolorit doch vermisste!

    Die Seiten flogen nur so dahin & das Legen von falschen Spuren mit sympathischen Protagonisten liessen mich diesen unblutigen inzwischen 4. Waldinger-Krimi einfach nur geniessen!
    Spannende Lesestunden waren garantiert, merci!

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