Bücher mit dem Tag "bremen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bremen" gekennzeichnet haben.

63 Bücher

  1. Cover des Buches Neue Vahr Süd (ISBN: 9783442497584)
    Sven Regener

    Neue Vahr Süd

    (648)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Wenn man nur dieses Buch kennt ist es eigentlich sehr gut, aber wenn man Herr Lehmann bereits kennt, dann ist es einfach eine ganz große Enttäuschung.  Viele wiederholt sich und mir fehlt hier der Biss und das Frische von Herrn Lehmann, schade. Es blitzt immer wieder die Genialität von Sven Regener hervor, aber zu selten

  2. Cover des Buches Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3) (ISBN: 9783743214095)
    Alexandra Flint

    Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3)

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Mogni

    Bei manchen Bücher hab ich manchmal echt keine Ahnung, wie sie auf meinen SUB gelandet sind, das kommt selten vor, aber manchmal ist es so. Bei "Kein Horizont zu weit" von @alexandraflint war das der Fall. Denke es war in irgendeiner Box.


    Cover und Farbschnitt versprechen ein Wohlfühlbuch und fallen in der Buchhandlung perfekt auf.

    Und der Kurzbeschreibung verspricht uns eine Second Chance Story (in Büchern 📚 liebe ich sie, im wahren Leben hab ich einen Bauchplatscher gemacht und brauche es nicht mehr) .


    Fünf Jahre sind vergangen, seit Leni Raffael zum letzten Mal gesehen hat. Fünf Jahre, seit er bei einem Brand Vater und Bruder verlor. Doch jetzt ist Rafe zurück auf Sylt, um den Wiederaufbau des Familienhotels zu überwachen. Und ausgerechnet die Werft, in der Leni ihre Ausbildung zur Schiffsbauerin macht, ist an dem Projekt beteiligt. Allerdings wird schnell klar, dass Rafe weder mit Leni noch der Insel etwas zu tun haben will. Warum also ist da noch immer dieses vertraute Kribbeln?


    Liest sich doch schon mal sehr gut, man kommt auch schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind liebevoll erarbeitet und der Schreibstil der Autorin bringt die Emotionen und Geschehnisse gut rüber. Man leidet mit den Personen, denn man kann sich in sie einfüllen.

    Für mich ist es das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, es gefiel mir wirklich gut. Ausser das Buch aus Lenis Sicht geschrieben ist, hätte es mir mehr von beiden gewünscht. Denke es hätte dem Buch mehr Tiefe gegeben, denn die Konflikte (mit sich selber und der Vergangenheit) wären dann mehr unter die Haut gegangen. So ist Rafes Gefühlsleben ein bisschen unter gegangen und für mich wäre das der Hauptbestandteil des Buches gewesen.


    🌟🌟🌟🌟 von 5 und ich breche eine Zacke ab.

  3. Cover des Buches Wind aus West mit starken Böen (ISBN: 9783423216173)
    Dora Heldt

    Wind aus West mit starken Böen

    (97)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Katharina bekommt einen Auftrag auf Sylt, hier soll sie eine alte Geschichte recherchieren. Eigentlich will sie da nicht hin, die Insel ihrer Kindheit und Heimat ihrer verpeilten Schwester. Aber sie sagt dann doch zu und kommt in einen großen Schlamassel und trifft nicht nur alte Weggefährten sondern auch ihre alte große Liebe und sie trifft vor allem sich selbst Klingt alles gut so weit, aber Dora Heldt bleibt hier so platt, dass es schon weh tut. Katharina ist so eine so unsympathische Person, dass es einem echt egal ist, was aus ihr wird. Auch ihr Ex-Lover wird nicht gerade toll beschrieben. Nur ihre Schwester fand ich irgendwie noch liebenswert, aber leider verliert sich alles in ganz platten Klischees. Das war mal überhaupt nichts!

  4. Cover des Buches Im Zeichen des Löwen (ISBN: 9783442490035)
    Daniel Wolf

    Im Zeichen des Löwen

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Nati92

    Ein tolles Buch über das Mittelalter, nur diesmal mit weniger Rittern, Burgen und Königen, dafür mit Friesen, Wattenmeer und Schiffen. Auch wenn man nicht viel mit dem Schiffsbau am Hut hat, schafft es der Autor, einem dieses Thema etwas näher zu bringen. Man merkt, er hat sich mal wieder ausgezeichnet über das Thema informiert, bevor er das Buch geschrieben hat.... Und wer noch nicht genug von dem Buch alleine hat, es gibt noch eine eigene Website, in dem einem die Charaktere nochmal näher gebracht werden. Mein Fazit: Daniel Wolf hat mal wieder sehr viel Liebe und Herzblut in eine Geschichte gesteckt. 

  5. Cover des Buches Dezembersturm (ISBN: 9783426512241)
    Iny Lorentz

    Dezembersturm

    (221)
    Aktuelle Rezension von: abuelita


    …als Krimis und Thriller wollte ich lesen und so habe ich zu diesem ersten Band einer Trilogie gegriffen.

    Hat es mir gefallen? J-ein. Ich fand das Leben ins Ostpreußen im Jahr 1875 nicht schlecht geschildert, aber was der Protagonistin Lore nun so Schlag auf Schlag alles zustößt…doch etwas sehr übertrieben.

    Die Personen sind entweder gut oder böse, Zwischentöne scheint es hier nicht zu geben. Eher lustig fand siebenjährige Nathalia…..Ihr werdet selbst sehen, warum….

    Nun, ich habe die anderen beiden Bücher auch hier und werde sehen, wie es weitergeht und ob es mich doch noch zu fesseln vermag.

    Bisher war es eher ein „les ich jetzt, hab ich morgen vergessen“…Buch…..

     

     

  6. Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)
    Axel Petermann

    Die Elemente des Todes

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt denn da hat der ehemalige Ermittler Axel Petermann mitgewirkt und ich finde das verspricht Spannung.

    So habe ich mit dem Lesen begonnen und festgestellt das meine Ansprüche komplett erfüllt wurden.

    Denn ich hatte ein paar Bedenken dass es mehr ein Sachbuch als wie ein Roman geschrieben ist. Aber eben diese Bedenken konnte ich getrost vergessen, denn es ist spannend geschrieben.

    Es gibt in den einzelnen Kapiteln verschiedene Zeitsprünge bzw Rückblenden mit denen so nach und nach das Geschehen besser verstanden wird.


    Ich kann dieses Buch nur jedem Thriller Fan empfehlen bzw ans Herz legen.

  7. Cover des Buches Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (ISBN: 9783462046892)
    Sven Regener

    Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Das Buch über Karl Schmidt, die tragische Nebenfigur in Sven Regeners "Herr Lehmann", die wohl am stärksten in Erinnerung blieb. Es sind fünf Jahre nach "Herr Lehmann", nach dem Mauerfall, nach Karls psychischem Zusammenbruch vergangen. Karl lebt jetzt in Hamburg und hat sich mit seinem Leben zwischen Drogen-WG und Hilfshausmeister- und Hilfstierpflegerjob in einem Kinderheim arrangiert. Aus dieser ruhigen Welt, in der es schon rebellisch ist heimlich einen Eisbecher zu essen und in der ihm niemand allzu viel zutraut, wird er von seinem alten Freunden aus Berliner Zeiten Ferdi und Raimund gerissen, die ihn als Fahrer für eine Tour durch Techno-Clubs engagieren. Karl wird (wieder) zu Charlie und zum Tourmanager. Ohne viel Aufhebens übernimmt die neue Rolle und managet souverän den Kindergarten bestehend aus neun DJs unter Drogeneinfluss und zwei Meerschweinchen, mit dem er quer durch Deutschland unterwegs ist. Statt dass jemand auf ihn, den Verrückten, den Ex-Multitoxer, aufpasst, passt er nun auf andere auf. Erinnerungen an alte Zeiten werden wach und im Hintergrund lauert immer die Angst vor einem Rückfall.
    Die Handlung ist überschaubar und ohne große Überraschungen, stattdessen viele absurde Gespräche und Einblicke in Karl Schmidts Gedanken. Das könnte öde sein, ist bei Sven Regener sehr kurzweilig und oft sehr witzig. Dabei trifft er genau das richtige Maß und den richtigen Ton zwischen dem (Wahn-)Witz dieser Tour und den persönlichen, nicht ganz einfachen Befindlichkeiten von Karl Schmidt.

  8. Cover des Buches Ein deutscher Sommer (ISBN: 9783442749812)
    Peter Henning

    Ein deutscher Sommer

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Schmuck_Guggerin

    Wir werden uns sicher an diesen Sommer 1988 noch erinnern und dennoch hilft dieser Roman, noch einmal in diese Zeit zurückzukehren. Es sind die Pressenachrichten, die uns bewegt haben und die in diesem Buch noch einmal ihren Platz finden. Ein Geiseldrama zieht sich durch das gesamte Buch (immerhin 600 Seiten) und lässt uns viele der absurden Gespräche nachlesen. Im Mittelpunkt stehen allerdings die Menschen, die dieses Jahr miterlebt haben. Alle haben ihre eigenen Probleme, und dass das „Wir“ den Hauptteil des Romans ausmacht, hat ihn mir auf besondere Weise nahe gebracht. Peter Henning ist mit diesem Buch ein Stück deutscher Geschichte gelungen. Das geschilderte Jahr hat auf entscheidende Art die deutsche Gesellschaft beeinflusst, denn es macht deutlich, wie verwundbar ihre Institutionen sind.

  9. Cover des Buches Spiegelland (ISBN: 9783758700439)
    Rebekka Frank

    Spiegelland

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Schoko_und_buch

    Spiegelland ist bereits mein zweites Buch der Autorin – und es hat mich sogar noch mehr überzeugt.


    Im Mittelpunkt steht Cato im Jahr 1999: Nach Jahren voller Gewalt und Unterdrückung flieht sie mit ihrer zwölfjährigen Tochter in das abgelegene Haus ihrer Großmutter, mitten ins Moor. Mit wenig Geld und kaum Berufserfahrung kämpft sie sich langsam zurück ins Leben, arbeitet für die Regionalzeitung und gewinnt Stück für Stück ihre Stärke zurück. Trotz anfänglicher Skepsis findet sie im Ort Unterstützung – doch die Angst vor ihrem Ehemann bleibt allgegenwärtig.


    Ein zweiter Handlungsstrang begleitet Elias in der Gegenwart, Catos Enkel. Auf der Flucht vor sich selbst, nachdem er gewalttätig geworden ist, gerät sein Weltbild ins Wanken, als er mehr über die Familiengeschichte erfährt.


    Der dritte Strang führt weit zurück in die Zeit der Moorbesiedlung. Allettas Leben ist geprägt von bitterer Armut, Entbehrung und Härte – auch hier spielen Gewalt und Rache eine zentrale Rolle.


    Alle drei Perspektiven haben ihren eigenen Reiz, wobei mich Catos Geschichte am meisten berührt hat. Allettas Abschnitt war ebenfalls spannend, zog sich zum Ende hin für mich jedoch etwas. Das verbindende Thema ist Gewalt gegen Frauen – erschreckend präsent, selbst in der noch gar nicht so fernen Vergangenheit. Besonders nachdenklich stimmt dabei auch das Nachwort der Autorin.


    Mit über 900 Seiten ist das Buch (Ebook) ein echtes Schwergewicht, das ich dennoch in wenigen Tagen verschlungen habe. Atmosphärisch dicht, eindringlich erzählt und absolut lesenswert – eine klare Empfehlung, besonders für alle, die gern tief in vielschichtige Familiengeschichten eintauchen.


  10. Cover des Buches Die Antwort auf Vielleicht (ISBN: 9783404177653)
    Hendrik Winter

    Die Antwort auf Vielleicht

    (85)
    Aktuelle Rezension von: fayreads

    Ein Krebstaxi auf der Schnellstraße zum Glück

    Adam hat nicht damit gerechnet, sich in eine der Patientinnen zu verlieben, die er täglich zur Chemotherapie und zurück fährt. Doch dann steigt eines Tages Jessi in sein Taxi - jung, schön und todkrank. Ehe er sichs versieht, ist es um ihn geschehen. Als er erfährt, dass Jessi vielleicht nur noch wenige Wochen zu leben hat, setzt er alles daran, ihr diese Zeit so schön wie möglich zu machen. Und er hat ein Ziel: Jessis größten Wunsch zu erfüllen. Währenddessen erkennt er, dass auch er seine Träume vielleicht nicht bis "irgendwann einmal" aufschieben sollte ... 


    Fazit: 

    Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Ein Krebstaxi bietet natürlich Stoff für viele Erzählungen und das hat der Autor auch gemacht. 

    Adam hängt in seinem Alltag fest und traut sich nicht, auf den höchsten Berg der Welt zu fahren und ihn zu besteigen, obwohl das sein Wunsch ist. Jessi, die krebskranke Patientin, zeigt ihm, was es bedeutet, das Leben zu lieben.
    So schön, so gut, aber für mich kamen keine Emotionen herüber. Aif einmal waren die beiden verliebt und als Leser konnte man nicht so richtig folgen. 

    Die Liebesgeschichte dümpelte auch ein bisschen vor sich. Manchmal hatten die beiden außergewöhnliche Dates, aber viel mehr ist nicht passiert. Auch von Jessis Krebs hat man nicht viel mitbekommen. Sie war oft im Krankenhaus, aber da man das Buch aus der Sicht von Adam gelesen hat, konnte man da auch nichts erfahren. 

    Das Ende fand ich leider sehr bescheiden und insgesamt haben mir wirklich die großen Emotionen gefehlt...

  11. Cover des Buches Mexikoring (ISBN: 9783518470244)
    Simone Buchholz

    Mexikoring

    (73)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ich habe schon mehrere Bücher dieser Autorin gelesen, dieses war das weitaus schwierigste, von der Thematik her, aber auch die Abgründe, die sich da auftaten, waren schwer zu begreifen. Mich hat das Buch ziemlich mitgenommen wegen der Misshandlungen der Kinder in den Familien und wie mit Menschen umgegangen wird, die nicht genau das tun, was die Familie wünscht! Das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht!

    Fazit: zartbesaitete Menschen sollten dieses Buch lieber nicht lesen!

  12. Cover des Buches Sühnekind (ISBN: B076X3XZBT)
    Caroline Parker

    Sühnekind

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Das Buch hat mich positiv überrascht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich die Geschichte so fesseln würde, aber das hat sie. Ein Serientäter, der scheinbar wahllos tötet, bis dann endlich doch eine Verbindung gefunden wird, die ein paar Jahre in die Vergangenheit führt... 

    Das mag ich sowieso immer gerne - dieses Suchen in der Vergangenheit. Ich weiß nicht warum, aber grundsätzlich finde ich das total interessant. 

    Auch hier hat mich die Geschichte so fesseln können, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte. Auch das Ermittlerduo hat mich überzeugt, so dass ich auf jeden Fall bald den zweiten Band dieser Reihe lesen möchte! 

  13. Cover des Buches HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland (ISBN: 9783834231215)
    Jens van Rooij

    HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

    (98)
    Aktuelle Rezension von: luckynelli

    Hiergeblieben - ein Titel, der schon alles sagt. Warum in die Ferne schweifen, wenn wir in Deutschland viele tolle Städte und Sehenswürdigkeiten haben. Meist kennen wir uns im Ausland besser aus als in den Städten in unserer unmittelbarer Umgebung. Hiergeblieben ist ein neues Reiseführer-Format, das tolle Fotos, erklärender Text und viele Tipps vereint. Ich war überrascht, welche tollen Dinge es zu entdecken gibt. Und der Vergleich mit bekannten Sehenswürdigkeiten im Ausland und ähnlichen Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Weit fahren muss man wahrlich nicht, um das Interessante zu entdecken. Gerade während der Corona-Krise hat es uns zum Wandern in die nähere Umgebung verschlagen. Auch hier waren wir doch sehr überrascht, wie vielfältig, interessant und schön die Natur so um die Ecke ist. Ein absolut empfehlenswerter Reiseführer.      

  14. Cover des Buches Bis zum Himmel und zurück (ISBN: 9783499273421)
    Catharina Junk

    Bis zum Himmel und zurück

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Um_Buchseites_Breite

    Zusammenfassung

    Katja ist Drehbuchautorin und schreibt für eine Polizeiserie namens „Wache Mitte“ das Skript. Der Beruf ist von tempoärem Stress geprägt, da sie bei plötzlichen Änderungswünschen in kürzester Zeit ihre Geschichte anpassen muss. Doch sie will nicht ewig für eine Polizeiserie schreiben, ein Familiendrama wäre super. Doch lieber nicht ihr eigenes. Plötzlich steht ihre kleine Halbschwester Jella vor ihrer Haustür, von deren Existenz nicht wusste, ihre Mutter meldet sich nach Ewigkeiten bei ihr und auch ihrem Vater ist etwas passiert. Zu allem Überfluss ist da auch noch Joost, der sie zu verstehen scheint und der ihre aktuelle „Beziehung“ zu ihrem Kumpel Ratko etwas durcheinanderbringt.

     

    Schreibstil

    Catharina Junk hat einen sehr humorvollen Schreibtstil. Katja nimmt sich selber nicht allzu ernst, auch wenn ihre Lage und ihre Probleme es dennoch sind. Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt, sodass man den Problemen von Katja sehr gut folgen kann. Die Themen sind nicht leicht, dennoch arbeitet Catharina Junk diese sehr gut und gefühlvoll auf.

     

    Charaktere

    Katja ist sehr introvertiert und lebt etwas zurückgezogen. Sie liebt es Geschichten zu schreiben und so in eine andere Welt zu fliehen. In den Geschichten verarbeitet sie zudem Probleme, die sie beschäftigen. Ein zetrales Ereigns in ihrer Familiengeschichte hat sie nachhaltig verändert. Nicht nur sie, sondern ihr gesamtes Leben, nichts ist wie es war. Schon früh musste sie Verantwortung übernehmen und fand dann dennoch die Kraft sich von der Familie zu distanzieren. Als nun Jella von ihr steht und ihr mitteilt, dass sie dringend mitkommen muss, weil ihrem Vater etwas zugestoßen ist, muss sich Katja entscheiden ob sie sich erneut in die Umlaufbahn begeben will oder Angst vor einem erneuten Kometenhagel hat. Den auch wenn sie therapiert ist, kann Kajta erneut alte Wunden aufreißen.

     

    Zahlreiche Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Darunter zählte ich Jella, als liebenswerte kleine Halbschwester, Joost, als verständnisvollen Loveinterest, aber vor allem Ratko, mit seiner liebenswerten, verpeilten Art.

      

    Fazit

    „Bis zum Himmel und zurück“ ist ein sehr emotionales Buch. Es thematisiert hauptsächlich die psychischen Probleme, die resultieren können, wenn ein Familiengebilde auseinander bricht, weiterhin ist der wirklich interessante Beruf der Protagonistin immer Präsent und die Astrologie spielt ein ebenfalls sehr großes Thema. Die Geschichte konnte mich oft zum Lachen bringen. In jeder Zeile war aber dennoch der Schmerz von Katja zu spüren, sodass ich total ergriffen vom Ende war. 

  15. Cover des Buches Das Erbe der Altendiecks (ISBN: 9783499276088)
    Hendrik Lambertus

    Das Erbe der Altendiecks

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Mit dem Roman „Das Erbe der Altendiecks“ ist dem Autor ein herausragender historischer Roman gelungen, welcher mir über viele Stunden sehr viel Freude bereitet hat. Das Cover zeigt sich in einer Mischung aus Farbe und schwarz-weiß und zeigt den Marktplatz von Bremen in der Zeit von ca. 1864 bis 1893. Der Klappentext gibt wesentliche Anhaltspunkte der Handlung an und vermag dem Leser die Geschichte „schmackhaft“ zu machen. Als wesentlicher Hauptprotagonist tritt dabei die Uhrmacher Tochter Gesche Altendieck in Erscheinung. Sie gibt dem Roman den „roten Faden“ einer Entwicklung von einer mit unbändigem Willen ausgestatteten Tochter eines Bremer Uhrmachers hin zu einer „Familienpatriarchin“, welche auch in späteren Jahren noch ihr Lebenswerk stets zu „verteidigen“ weiß, ohne dabei den Sinn für die „Sache“ aus den Augen zu verlieren. Sie überzeugt mit ihrem Willen, ihrer persönlichen Stärke und der Leidenschaft zur Uhrmacherei, ihrer eigentlich größten Liebe. Sie steht für das Sinnbild einer Dynastie die trotz Schicksals- und Rückschlägen die stürmischsten Zeiten zu überstehen. Als erwähnenswerte bedeutsame Nebenfiguren treten Gesches Großvater Nicolaus, ihr Vater Johann Christian, ihr Bruder Friedrich, ihr Ehemann Andreas Niehus sowie ihr Sohn Nicolaus Niehus in Erscheinung. Nicolaus Niehus spielt dabei in der späteren Entwicklung des Romans eine entscheidende Rolle. Er schafft es bestimmte nicht mehr für möglich gehaltene „Grunddogmen“ der Familiendynastie zu überwinden und die Uhrmacherfamilie in die nächste Generation mit neuen Herausforderungen zu führen. Dabei muss er einige Hindernisse überwinden. 

    Die Spannung der Erzählung lebt von den dramatischen politischen Umständen in Bremen sowie von der teilweisen unbarmherzigen Uhrmacherkonkurrenz untereinander. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und zeitlich aufeinanderfolgend.  Der Roman spielt in einer Zeitepoche von 1766 bis 1833 und ist in vier Abschnitte aufgegliedert. Sehr hilfreich ist dabei, dass vor Beginn jedes Abschnittes der handelnde Familienstammbaum der Protagonisten aufgezeichnet ist. Des Weiteren glänzt der Roman mit einem Glossar historischer Personen, einem Verzeichnis über die Begriffe der Uhrmacherkunst sowie einem allgemeinen Verzeichnis historisch verwendeter Begriffe aus der damaligen Zeit. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, historisch bewandert und mit einer sehr detailtreuen bildhaften Sprache versehen. Eine Besonderheit der Erzählung ist die enge Verbindung der „Uhrmachergeschichte“ mit der historischen Entwicklung der Stadt Bremen aus dieser Zeit. Man hat als Leser oft den Eindruck die Hauptprotagonistin Gesche symbolisiert die Stadt Bremen und verleiht dem ganzen einen historisch sehr tiefgründigen, mitreißenden und fleißigen Kern. Als Zielgruppe des Romans kommen sowohl Männer als auch Frauen aller Altersgruppen in Betracht. Das Fazit des Romans ist durch und durch positiv. Neben den schönen bildhaften Darstellungen über das mittelalterliche Bremen haben mich die Detailtreue der Uhrherstellung fasziniert. Der Autor hat sehr viel Arbeit in die Recherche über das Uhrmachen der damaligen Zeit gesteckt. Dies hat sich mehr als gelohnt, da der Leser so sehr detailgenau und wissenserweiternd in das Uhrmacherhandwerk hineintauchen kann. Des Weiteren wird der Leser auf eine historische Reise genommen in eine Zeit, in der große Veränderungen ihren Lauf genommen haben. Ich hoffe in Zukunft noch weitere historische Romane von Hendrik Lambertus lesen zu dürfen. 

  16. Cover des Buches Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen (ISBN: 9783000529405)
    Heiko Kraft

    Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen

    (59)
    Aktuelle Rezension von: liesmal50

    Zwischen dem Titel „Von Piraten und Pfeffersäcken“ und dem Untertitel  „Norddeutsche Zeitreisen – Hansezeit 1368 bis 1401“ – Heiko Kraft -   befindet sich ein farbenfrohes Bild, auf dem viele Situationen aus der damaligen Zeit dargestellt sind. Dieses Cover und dazu die Buchbeschreibung, in der es heißt, dass es sich um einen spannenden Abenteuerroman handelt, der die wahre Geschichte der Region erzählt, haben mich neugierig gemacht. Empfohlen als Lektüre für die Strandkörbe von Nord- und Ostsee, habe ich das Buch in meinem Urlaub gelesen, der mich von Hamburg aus nach Bergen und in Norwegens Fjorde führte.

    In Bergen angekommen, konnte ich sehr gut in die Erzählungen hineinfinden und mich der Hamburger Hanse-Kaufmannsfamilie Nienkerken und besonders des an Sohnes statt angenommen Martin sehr nah fühlen. Für mich war das Buch tatsächlich eine Zeitreise. Habe ich für die Strecke Hamburg – Bergen einen entspannten Flug von eineinhalb Stunden gebraucht, dauerte die Reise mit dem Schiff damals mindestens sechs Wochen und von Entspannung konnte wirklich keine Rede sein. Sehr deutlich  schildert der Autor, welchen Strapazen, Schwierigkeiten und Gefahren die Seemänner und die Kaufleute ausgesetzt waren. Sach- und fachkundig und richtig gut recherchiert wird hier ein interessantes Stück Geschichte erzählt. Besonders deutlich wurde mir das in Bergen, als ich mich im Hanseviertel Bryggen befand, das seit 1979 mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht. Viele Häuser mit ihren Räumlichkeiten, wie sie im Buch beschrieben werden, haben mich in die Vergangenheit entführt und mir ein lebendiges Stück Geschichte gezeigt.

    Einfach großartig ist es Heiko Kraft gelungen, Geschichtliches sehr spannend und interessant zu vermitteln. Er stellte dem realen Hamburger Kaufmann und Ratsherrn Hermann Nienkerken fiktive Familienmitglieder an die Seite und hat so einen unterhaltsamen und glaubwürdigen Roman geschrieben, der Wahrheit und Fiktion wunderbar miteinander verbindet.

    Außer nach Hamburg und Bergen führt die Zeitreise nach Wismar, Brügge, Ostfriesland, Kopenhagen und in das Emirat Granada. In dem Zusammenhang wird auch erzählt von der derzeitigen Königin Margarethe von Dänemark. Für mich als Kind von der Nordseeküste ist es ein tolles Erlebnis, auch Klaus Störtebeker und den ostfriesischen Häuptlingen zu begegnen, obwohl das wohl ziemlich raue Gesellen waren.

    Sehenswert sind die Illustrationen auf den beiden Umschlagklappen des Buches. Im Anhang gibt es Empfehlungen zum weiteren Eintauchen in die Hansezeit, allerhand Wissenswertes zur Person des Klaus Störtebeker, zur altmodischen Sprache, außerdem Geschichtsdaten und Worterklärungen sowie ein Personenverzeichnis mit dem Hinweis darauf, ob es sich um reale oder fiktive Charaktere handelt.

    Für mich ist das Buch eine unterhaltsame und interessante Art von Geschichtsunterricht, wie ich sie detailgetreuer und spannender in meiner gesamten Schulzeit nicht erlebt habe.  Gern empfehle ich das Buch allen, die historische Romane mögen und dabei viel Wissenswertes erfahren können. Bei mir hat das Buch  Lust auf weitere Geschichten aus der Hansezeit geweckt.   

  17. Cover des Buches Schuster und nichts als die Wahrheit (ISBN: 9783962151270)
    Susanne Lieder

    Schuster und nichts als die Wahrheit

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Auf diese Fortsetzung mit dem Kommissar Heiner Schuster habe ich mich sehr gefreut. Vor nicht so langer Zeit habe ich das erste Buch mit ihm gelesen und es hat mir sehr gefallen. Er ist ein interessanter Mensch und hat sich nun sehr verändert. Seine Macken und Zwänge sind fast verschwunden und er ist schon fast überirdisch glücklich. Nach der langen Leidenszeit sei ihm das durchaus gegönnt! Interessant ist, dass der Grundton im Roman ein ganz anderer ist als im ersten Band. Damals war Schuster sehr introvertiert, traurig und zurückhaltend, voller Ängste und Zwänge. Nun ist er fröhlich, überschwänglich und glücklich. Das beeinflusst die Stimmung im Buch natürlich sehr.

    Der Fall ist spannend und ungewöhnlich, da es nicht um ein Mordopfer geht, sondern um eine Frau, die niedergeschlagen wurde und nun im Koma liegt. Erster Verdächtiger ist ihr Exfreund, mit dem sie auch einen Sohn hat. Er aber kann sich an nichts erinnern und niemand, der ihn kennt, hält ihn für einen Mörder oder Gewalttäter... Die Ermittler stehen vor einem Rätsel und fragen sich, wer stattdessen ein Motiv gehabt hätte.

    Ich habe gelesen, dass es bereits einen weiteren Band mit Schuster gibt, darauf freue ich mich schon jetzt.

  18. Cover des Buches Die Rache der Duftnäherin (ISBN: 9783426515013)
    Caren Benedikt

    Die Rache der Duftnäherin

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Die Duftnäherin Anna ist jetzt glücklich mit Gawin verheiratet, sie haben 3 gemeinsame Kinder und leben glücklich im Hause von Anna's Großvater Siegbert von Gossen.

    Siegbert reist mit einem Schiff nach Flandern um dort die letzten Handelswaren zu verkaufen um in Bremen wieder gesichertes Einkommen zu haben. Doch leider kehrt Siegbert nicht mehr nach Hause, stattdessen kommt ein Brief seines Handelpartners wo denn Siegbert bleibe...

    Anna reist sofort nach Flandern um dort Siegbert zu suchen.

    Ein sehr spannend geschriebener Historienroman. Mir hat er sehr gut gefallen. Der Anfang war etwas langatmig, aber dann hat es wieder sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen!

  19. Cover des Buches Sterne sieht man nur im Dunkeln (ISBN: 9783442487875)
    Meike Werkmeister

    Sterne sieht man nur im Dunkeln

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Anie_Stoke

    Auf Rat einer Freundin habe ich mir Meike Werkmeisters ersten Roman ausgeliehen und konnte gemeinsam mit der Protagonistin Anni ein paar schöne Stunden verbringen. Da wir im ähnlichen Alter sind habe ich vieles von dem, was sie erlebt und empfunden hat nachvollziehen können. Ich freue mich jetzt schon, diese Wohlfühlromane weiterzuverfolgen, etwas von dem Wagemut der Protagonistinnen in mein Leben zu integrieren und mich inspirieren zu lassen von den Reisen an neue Orte.

  20. Cover des Buches In Liebe, deine Lina (ISBN: 9783471360712)
    Barbara Leciejewski

    In Liebe, deine Lina

    (99)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea

    Die Halbwaise Lina Borger und der Kaufmannssohn Albert Lehnert sind seit langer Zeit ein innig verliebtes Paar. Als Lina schwanger wird, will Albert sie heiraten, doch seine Familie droht ihm mit Enterbung. Albert lässt Lina im Stich.

    Ein guter Freund jedoch kommt ihr zu Hilfe: Karl Schäfer, der selbst als »Bankert« aufgewachsen ist und weiß, wie unbarmherzig die Dorfgemeinschaft mit Menschen umspringt, die sich vermeintlich schuldig gemacht haben. Gemeinsam mit ihm verlässt Lina die Enge des Dorfes und geht nach Bremen. Doch anders als Karl sehnt sich Lina nach der Heimat zurück, nach ihren Brüdern und dem Vater. Bei einem Besuch kommt es zu einer folgenschweren Begegnung, die die glückliche Familie zu zerreißen droht.

     

    Wann sind historische Romane für mich am spannendsten? Wenn ich weiß, dass sie auf einer wahren Geschichte beruhen.

    „In Liebe, deine Lina“ erzählt die Geschichte von Barbara Leciejewskis Ur-Oma und Oma. Die Autorin schreibt selbst, dass sie lange überlegt hat, ob sie diese Geschichte erzählen soll und ich bin froh, dass sie es getan hat.

    Dieser Roman beginnt nicht in einer der großen Städte, sondern in einem kleinen Dorf in der Pfalz. In Mühlbach ticken die Uhren in ihrem eigenen Rhythmus und auch das Zusammenleben folgt ganz eigenen Regeln. Hier ist klar, was sich gehört und was nicht und wer sich nicht an die Regeln hält, gehört nicht dazu. Punkt.

    Karl und seine Mutter mussten genau das erleben, denn Karl ist ein „Bankert“. Ein Kind, welches außerhalb der Ehe gezeugt wurde und im schlimmsten Falle ohne Vater aufwächst.

    Daher geht er mit seiner Mutter nach Bremen, um später nach Amerika auszuwandern.

    Die ärmliche Lina verliebt sich früh in den Kaufmannssohn Albert und auch er liebt sie. Doch als sie schwanger wird, stellen sich seine Eltern gegen die Hochzeit und Albert lässt Lina im Stich. Karl erfährt davon und kommt aus Bremen zurück, um Lina zu sich zu holen und ihr Kind Charlotte als das seine anzuerkennen. Er liebt Lina schon lange und verzichtet für sie auf Amerika. Für beide beginnt eine schöne Zeit, die für Lina aber auch immer eine Zeit des Vermissens darstellt und auch als Charlotte älter wird und Fragen stellt, wird es nicht einfach für Karl und Lina.

    Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, der genau in die damalige Zeit und zum Ort passt. Sie gibt den Dialekt wieder, ohne dass es den Lesefluss stört und zeigt auch sprachlich die gesellschaftlichen Unterschiede und auch die verschiedenen Beziehungen.

    Die Figuren sind alle wirklich gut gezeichnet und voller Farbe. Ich konnte mir Linas Opa, Karl, Albert, seine Eltern, Linas Mutter, die Hebamme Christoffel usw. unheimlich gut vorstellen und habe ihre Wege durchweg gerne begleitet.

    Es gab in jedem Kapitel etwas Neues, was den Leser mitzieht und weiter mitfiebern lässt.

    Linas Weg ist kein einfacher aber die Beziehung zu ihrer Familie, die neue Gemeinschaft mit Karl in Bremen und auch die gesellschaftlichen Ebenen in Mühlbach oder Bremen sind unheimlich spannend.

    Die Autorin bringt auch die damaligen politischen Ereignisse mit ein. Sie beschäftigt sich mit den Arbeiteraufständen, den ersten Gewerkschaften, dem Kaiser, dem fehlenden Wahlrecht der Frauen und der großen Spanne zwischen Arm und Reich.

    Der Autorin gelingt es, dass das Buch unheimlich spannend, interessant und gut recherchiert wirkt, dabei aber mit viel Gefühl, ohne überladen zu wirken.

    Ich habe das Buch verschlungen und war von Linas bewegender Geschichte einfach gefesselt.

    Immer im Hinterkopf, dass das meiste davon wirklich so passiert ist.

    Ein wirklich toller historischer Roman, der mich sofort zur Fortsetzung greifen lässt!

     

    Getrunken dazu: beruhigender Kamillentee

    Mein Leserherz sagt: Karl ist Balsam für jedes geschundene Herz

    Gehört dazu: Santa Lucia

  21. Cover des Buches Das Fundstück (ISBN: 9783426307564)
    Frank Kodiak

    Das Fundstück

    (124)
    Aktuelle Rezension von: libraryoflaura

    𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?

    Mitten in der Vorweihnachtszeit beginnt ein wahrer Albtraum für Reisende: In einem Bus wird ein herrenloser Koffer entdeckt.

    Der Inhalt ist grauenhaft, eine abgetrennte Hand und ein Fuß.

    Kurz darauf taucht in einer anderen Stadt ein weiterer Koffer mit ähnlichem Inhalt auf.

    Beigefügt ist jedes Mal eine hämische Notiz: „Ich packe meinen Koffer und auf die Reise geht...“.

    Kommissar Olav Thorn muss sich mit Kollegen aus anderen Städten zusammentun, um die makabere Mordserie zu stoppen, bevor der nächste Koffer gepackt wird.


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Die Grundspannung: Frank Kodiak (alias Andreas Winkelmann) liefert hier einen handwerklich wirklich soliden Thriller ab, der durchgehend spannend bleibt.

    • Kurze Kapitel: Die knackige Struktur sorgt für ein ordentliches Tempo innerhalb der Szenen.

    • Der Final-Twist: Die Auflösung am Ende war für mich absolut stimmig und hatte, passend zum Kofferinhalt, im wahrsten Sinne des Wortes „Hand und Fuß“.


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Überladener Start: Wie so oft bei Winkelmann starten auch hier zwei vermeintlich unterschiedliche Fälle parallel. Das bedeutet: Zwei komplette Ermittlungen mit zwei verschiedenen Teams.

    • Zuviele Charaktere: Für mein Empfinden ist das gerade am Anfang einfach zu viel, wenn man eigentlich sanft in die Story starten möchte. Man verliert durch die Masse an Personen schnell den Überblick.

    • Der „Slow-Burn“-Effekt: Obwohl es spannend ist, brauche ich für seine Bücher erstaunlich lange. Ich glaube, dieses ständige Puzzeln und Sortieren der Personen verhindert, dass der Funke zu 100% überspringt und ich richtig warm mit der Erzählung werde.


    𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:

    Mit 3,75 von 5 Sternen ist „Das Fundstück“ ein solider Thriller.

    Wer Winkelmanns Stil und komplexe Personenkonstellationen liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

    Für mich war es eine spannende Leseerfahrung für zwischendurch, die mich aber aufgrund der vielen Charaktere nicht vollends packen konnte.

  22. Cover des Buches Die Macht der Clans (ISBN: 9783328108054)
    Thomas Heise

    Die Macht der Clans

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Kaffeekapitelchaos

    Das Buch ist detailreich, sehr informativ und aufschlussreich geschrieben. Zwei Spiegelreporter, sind auf den Spuren der türkisch-kurdischlibanesischen Clans und wir finden, daß es ein sehr interessantes und anspruchsvolles Thema in der Gesellschaft ist.

    Da hat sich jemand größte Mühe gegeben dieses Buch zu schreiben, der Schreibstil war immer flüssig, man kam gut in die Geschichte rein, vorallem ist dieses Buch gut recherchiert worden, die Thematik ist sehr gut ausgearbeitet und sehr gut vorstellbar geschrieben worden, denn in der heutigen Zeit ist dies wohl Gang und gebe und die bittere Realität.

    Es ist schon erschreckend, einfach machtlos zuzusehen, ohne etwas unternehmen zu können. Die Justiz fällt wohl manchmal fragwürdige Urteile. Aber es entspricht der Realität und man kann wenig dagegen unternehmen. Das ist das traurige an der Geschichte, es ist Real und die Menschen schauen nicht genau hin, oder ist es ihnen schlicht weg egal?

    Das Buch ist sehr gut geschrieben und
    wir können dieses Buch allen Empfehlen, die diese Themen interessieren und auch nachvollziehen können.

  23. Cover des Buches Die Kaffeeprinzessin (ISBN: 9783426512289)
    Karin Engel

    Die Kaffeeprinzessin

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und man merkt, dass sie sich mit der Zeit, über die sie in ihrem Roman schreibt, auskennt. Ich persönlich habe mich den Personen sehr nah gefühlt, habe sie und die Orte vor mir gesehen und habe die Handlung richtiggehend "erlebt". Ob die Hauptperson ein sympathischer Charakter ist, darüber kann man sicher streiten, so richtig warm bin ich leider nicht mit ihr geworden, doch das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. 5 Sterne für gute Recherche, detailreiche Charakterzeichnungen und einen kompetenten Schreibstil!
  24. Cover des Buches Das Geheimnis der Zigarrenkönigin: Historischer Roman aus Kuba (ISBN: 9798399352930)
    Ana Galana

    Das Geheimnis der Zigarrenkönigin: Historischer Roman aus Kuba

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Martin_Lerkes

    Ehrlich gesagt hat mich das Buch überrascht. Ich hatte einen netten, exotischen Liebesroman erwartet (oder befürchtet), aber bekommen habe ich ein kraftvolles, atmosphärisch dichtes Stück Zeitgeschichte, das mich von Bremen bis nach Kuba getragen hat.

    Die Geschichte beginnt 1867, als die 16-jährige Anna ihre Heimat verlässt, um ihren verschollenen Vater zu suchen. Verkleidet als Matrose wagt sie die Überfahrt nach Kuba, schon das ist ein grandioser Einstieg. In Havanna landet sie mitten in einer Welt voller Düfte, Farben und Gegensätze: prächtige Plantagen, glitzernde Salons, aber auch Armut und Sklaverei.

    Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen Anna und Luca, einem ehemaligen Sklaven, der ihr die Augen für die politische und soziale Realität öffnet. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer Geschichte über Freiheit und Selbstbestimmung.

    Ich mochte, wie lebendig Ana Galana schreibt. Man merkt, dass sie die Welt der Zigarren kennt – die Arbeit in den Manufakturen, wie ich auch schonmal eine auf einer Reise nach Kuba besucht hatte, die Rituale, den Stolz der Arbeiterinnen und Arbeiter. Dabei bleibt der Ton leicht, fast sinnlich, ohne ins Kitschige zu kippen.

    Am Ende hatte ich das Gefühl, ein warmherziges Epos gelesen zu haben, das von Aufbruch erzählt. Das Geheimnis der Zigarrenkönigin ist genau das Richtige für alle, die historische Romane mit starken Frauenfiguren und exotischem Flair lieben. Oder für Typen wie mich, die stundenlang über Havannas fachsimpeln können. Darauf zünde ich mir erstmal eine Romeo y Julieta Exhibicion No. 4 an!

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