Bücher mit dem Tag "bretagne"
134 Bücher
- Marah Woolf
Sister of the Stars
(527)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil sagt mir persönlich nicht zu. Dazu kommen die langen Kapitel, welche ich auch nicht präferieren. Aber trotzdem wollte ich die Reihe lesen und die Geschichte kennen lernen.
Die Handlung dreht sich um Vianne und was soll ich sagen, ich finde sie ist ein schwieriger Charakter. Alle drei Bücher drehen sich vorwiegend um ihre Geschichte. Ich glaube Band zwei und drei hätten mir mit einem Perspektivwechsel mehr zugesagt. Leider kann ich so manche Handlungen von Vianne nicht nachvollziehen beziehungsweise gehen sie gegen meinen moralischen Kompass (bsp. Die Verführung eines vergebenen Mannes) und hier sind mir die Rahmenbedingungen von frühere großer Liebe tatsächlich egal. Ich weiß nicht, ob in Büchern, solche Werte von Fremdgehen verbreitet & glorifiziert werden sollten. Der männliche Protagonist Ezra ist mir deshalb nicht sympathischer als Vianne, was das Lesen der Geschichte der Beiden erschwert hat für mich. Die ganze Beziehung der Beiden ist in meinen Augen fragwürdig beziehungsweise fast schon ungesund.
Die Grundidee war spannend und fesselnd und hätte in meinen Augen noch Potenzial nach oben gehabt. An manchen Stellen hat sich die Handlung etwas gezogen, aber es gab auch Moment im Buch, wo die Geschichte mich wirklich gefesselt hat. Ich freue mich, dass ich die Bücher im Buddyread gelesen habe, weil ich sie alleine wahrscheinlich nie beendet hätte.
Von mir erhält die Reihe 3,5 von 5 Sterne. - Anthony Doerr
Alles Licht, das wir nicht sehen
(450)Aktuelle Rezension von: Kathrin_SchroederAlles Licht, das wir nicht sehen von Anthony Doerr, gelesen dank Netgalley
Ein blindes Mädchen, das die Welt entdeckt mit ihren Fingerspitzen, den Ohren und den Stimmen um sie herum. Eine junge Französin, die auf der Arbeit ihres Vaters die Geheimnisse der Naturforschung entdeckt und in gebastelten Modellen die Wege in ihrer Stadt. Ein Junge aus dem Kohlenpott, der aus Drähten Radios baut und träumt Ingenieur zu werden, obwohl ihn als Waise nur das Bergmannslos erwartet. Eine dunkle Zeit, in der Gewalt ohne Regeln, Gier ohne Grenzen und der Größenwahnsinn eines Mannes die Welt ins Dunkle stürzen.
In einer neuen Stadt, geflohen mit dem Vater wird sie ein Teil des Widerstands und er darf wegen seiner Fähigkeiten auf einer Eliteschule seinem Reich dienen.
Das Buch ist wunderbar geschrieben und enthält trotz der düsteren Zeit sehr viele wunderschöne Elemente in aller Angst. Die Personen sind liebevoll beschrieben und die Gewalt ist zwar real, wird aber nur soweit ausformuliert wie es nötig ist. Da Springen vor und zurück in der Zeit lässt uns zwar im Hintergrund den großen Knall erwarten oder das große Drama, aber es schafft nicht die Überraschung zu nehmen. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und mit beiden Helden mitgefiebert. Schön fand ich auch das Ende, in dem ein Teil der Zukunft noch mit erlebt wurde,
#AllesLichtdaswirnichtsehen @AnthonyDoerr #Rezension #Bookstagram #KathrinliebtLesen
- Alex Capus
Léon und Louise
(594)Aktuelle Rezension von: ENILéon und Louise von Alex Capus ist ein historischer Roman aus dem Jahr 2011, der die Lebenswege zweier Menschen vor dem Hintergrund des 20. Jahrhunderts nachzeichnet. Im Zentrum steht die Begegnung von Léon und Louise während des Ersten Weltkriegs in Frankreich. Ihre Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und wird von den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen ihrer Zeit geprägt.
Alex Capus erzählt in einer ruhigen, zugänglichen Sprache und schafft eine dichte Atmosphäre. Besonders die Schilderungen der Kriegsjahre und des alltäglichen Lebens in Frankreich wirken lebendig und eindrücklich. Der Roman zeichnet nicht nur die Entwicklung seiner Figuren nach, sondern vermittelt auch ein anschauliches Bild einer von Krieg und Wandel geprägten Epoche.
Gerade deshalb entsprach das Buch für mich nur teilweise den Erwartungen, die der Klappentext geweckt hatte. Der Satz von der «grossen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt» liess mich eine intensive Liebesgeschichte erwarten, in der die Beziehung zwischen Léon und Louise klar im Mittelpunkt steht. Tatsächlich empfand ich den Roman stärker als ein Zeitdokument über das Leben während und nach den Kriegen. Die Liebesgeschichte ist zwar präsent, blieb für mich emotional aber eher auf Distanz und entwickelte nicht die Intensität, die ich mir erhofft hatte.
Dennoch ist Léon und Louise ein atmosphärisch dichter und sprachlich schöner Roman. Wer historische Stoffe, sorgfältige Milieuschilderungen und leise erzählte Lebensgeschichten schätzt, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Leserinnen und Leser, die vor allem eine grosse, mitreissende Liebesgeschichte suchen, könnten jedoch ähnliche Erwartungen haben wie ich und deshalb etwas enttäuscht zurückbleiben.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Brandung
(267)Aktuelle Rezension von: SatoDie Glenan – Inseln, ein Archipel vor der bretonischen Küste - bilden die Kulisse des zweiten Bandes der Kommissar Dupin Reihe. Dort wurden drei Tote angespült, welche scheinbar einem Segelunfall zum Opfer gefallen sind. Doch Dupin hat Zweifel an der Unfalltheorie und wird durch die Ergebnisse der Autopsie bestätigt, die drei Männer sind einem heimtückischen Mordanschlag zum Opfer gefallen. Und es sind lokale Größen, die hier ermordet wurden und sie haben sich in der Vergangenheit viele Feinde gemacht. Für Kommissar Dupin und die Polizei wird der Fall immer ausufernder und jede neue Spur bringt zusätzliche Motive ans Licht, sowohl im persönlichen – wie auch im geschäftlichen Umfeld der Opfer. Die Lösung des Falles – einhergehend mit den recht eigenwilligen Methoden Dupins bilden jedoch nur den Rahmen für weitschweifende Auslassungen zur bretonischen Küche, lokalen Spezialitäten, Mythen und Sagen der Bretagne, ihrer geschichtliche Entwicklung und landschaftlichen Einzigartigkeit. Seitenlang lässt sich der Autor zum zauberhaften Wechselspiel von Licht und Wasser, Wellen und Wolken oder Wind und Gräsern aus. Die einfache Küche löst orgiastische Geschmackserlebnisse aus und kein Reiseführer vermag so viel Begeisterung für die Landschaft zu verbreiten wie dieses Buch. Hier geht regional eindeutig vor Krimi – aber die Begeisterung ist ansteckend und die Handlung spannend und voller überraschender Wendungen – von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und einen Cafe für den Kommissar.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Verhältnisse
(618)Aktuelle Rezension von: TiganaDies ist Teil 14 von 15 der Krimireihe rund um die Fälle des Kommissar Dupin. Und ja, irgendwie höre ich die Reihe quer durcheinander, macht aber nix, man kommt immer gut in die Story rein. Und ein bisschen hat es auch was von Summerfeelings.
Die Hörbücher erscheinen im @argonverlag
, dieses hier mit einer Dauer von 12 Std, wie immer wunderbar gelesen von Christian Berkel.
Hier bekommen wir neben dem Mordfall auch noch reichlich Informationen über Schokolade. Und tatsächlich war einiges neu für mich als bekennende Schokoholikerin.
Dazu rückt die Region auch wieder in den Vordergrund, ob Bretagne oder Baskenland.
Insgesamt könnte man anmerken, das hin und wieder ein paar Passagen zu ausführlich, sprich: zu langatmig, sind, dennoch finde ich, wird man auch mit dieser Story wieder gut unterhalten.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonisches Gold
(175)Aktuelle Rezension von: theagri_liestWer einmal lesend in der Bretagne unterwegs war, möchte immer wieder zurück, besonders, wenn es mit dem sympathischen Kommissar Dupin einen Fall zu lösen gilt. So geht es auch mir. Diese Krimireihe hat mein Herz erobert.
An einem schönen Septembertag begibt Dupin sich ins Salzland um einer befreundeten Journalistin einen Gefallen zu tun. Er soll nach auffälligen blauen Fässern sehen. Kaum angekommen, wird auf ihn geschlossen. Um herauszufinden was hier los ist, muss er gemeinsam mit Rose ermitteln, der für das Salzland zuständigen Kommissarin.
Wieder schildert der Autor interessante Szenen, beschreibt die Produktion von Salz, schildert interessante Charaktere und lässt miträtseln. Das macht Daß und ist abwechslungsreich.
Gegenüber den beiden Vorgängerbänden gefiel mir dieser etwas weniger. Da Dupin etwas eingeschränkt agiert, fehlte mir der gewisse Kick. Trotzdem ein guter, informativer Fall. Und die wunderschöne Beschreibung des Salzlandes unweit der Bretagne lässt sofort den Wunsch aufkommen, dorthin zu reisen.
- Bernard Cornwell
Der Bogenschütze
(104)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch gebe zu, dass ich der reinen Story dieses Romans bis vor Kurzem 3 Sterne gab, und dies auch heute noch tun würde. Der Plotverlauf ist mittelmäßig bis in Ordnung.
Die Scheinfakten Cornwells, die die Lebensumstände im 14. Jahrhundert und die Kriegsführung betreffen, sind vor allem eines: hollywood-tauglich. Aber NICHT realistisch.
Auf die Romanhandlung will ich hier nicht noch einmal genauer eingehen - Bernard Cornwell siedelt sein fiktives Abenteuer/Drama im England und Frankreich der Jahre 1342 bis 1346 an und lässt dabei die Anfangszeit des 100jährigen Krieges ... auf seine ganz eigene (unhistorische) Weise lebendig werden.
Lebendig ist die Geschichte. Und auch wenn ich wohl das Gegenteil von einem Cornwell-Fan bin, hat sein Roman/seine Bogenschützen-Trilogie mich doch dazu gebracht, mich mit dem 14. Jhd. auseinander zu setzen - wobei ich auf ein ganz anderes Bild stieß als Cornwell es schildert.
"Der Bogenschütze" spielt im "finsteren Mittelalter", wie es uns Kinofilme und leider sogar manche Dokus (terra x bekleckert sich da nicht mit Ruhm) suggerieren - was aber mit der Realität der 1340er Jahre nichts zu tun hat.
Ich werde bei der Bewertung dieses Buches die Falschdarstellung von Personen geistlichen Standes außer Acht lassen, da diese in einem Cornwell-Roman als gegeben angenommen werden darf, aufgrund von Cornwells irrationalem Hass auf das Christentum (habe dazu schon genug kommentiert, werde mich dieses Mal daran nicht aufhalten, zumal die Delegitimation des Christentums im "Bogenschützen" tatsächlich sogar kaum vorhanden ist).
Als der König der Schlachtbeschreibungen - wie Cornwell genannt wird - überrascht der Autor gerade in diesen mit erstaunlich viel Klischees und Falschinformationen: Schwerter durchschlagen Helme (in der Realität nicht möglich), Pfeile durchschlagen Rüstungen (in der Realität nicht möglich), der Schwertkampf ist ein wildes Gehacke (was er nicht war, Schwertkampf war KampfKUNST, Fechten, nicht wilde Prügelei) ... Alles perfekt für Action-B-Movies! Aber nicht für einen Roman, dem das Prädikat "historisch" verliehen wurde.
Und so geht es munter weiter: Die Darstellung der Schlacht von Crécy ist ein Alptraum. Der König von Frankreich lässt sich von einem Astrologen beraten, der im 14. Jahrhundert etwas über die Konstellation des Planeten Neptun faselt (Astronomie 6 - setzen, Mr. Cornwell!).
König Johann (der Blinde) von Böhmen stirbt in der Schlacht und Prinz Edward verflucht ihn.
Zur Erklärung: Prinz Edward erwies dem toten böhmischen König, der trotz seiner Erblindung in den Krieg gezogen war, die größte Ehre mit den Worten: Hier liegt der Fürst der Ritterlichkeit, doch er stirbt nicht. Und nahm dessen Wappenspruch "Ich dien" in sein eigenes Wappen auf - wo wir ihn bis heute in den Wappen der englischen Royals finden.
Aber egal. Zu edlen Gesten sind Cornwells Figuren nicht fähig. Sein Mittelalter ist barbarisch bis ins kleinste Detail - das sagt viel über den Autor, seine Weltsicht und seine Liebe zu Gewalt aus, nichts aber über das 14. Jhd.
Doch es kommt ja sogar noch schlimmer: In diesem Roman (und ich schäme mich, dass mir DAS beim letzten Lesen entgangen ist) wird behauptet, dass Prinz Karl, der Sohn des blinden König Johann, in Crécy starb - auf der Leiche seines Vaters verblutete. Ein Schockbild, in dem der Autor vielleicht schwelgte, das aber völliger Müll (sorry) ist: Denn dieser Prinz Karl wurde im selben Jahr 1346 zum deutschen König und späteren Kaiser Karl IV. Bernard Cornwell - sie haben nicht recherchiert!
Hinzu kommt dann noch der obligatorische Dreck in den Straßen (der sich durch keine Quelle belegen lässt), die Rohheit, die an Schwachsinn grenzende Dummheit von Menschen (besonders Adliger und eines Bischofs - da stehen mir schon die Haare zu Berge, aber okay, das ist halt Trivialliteratur ...)
Der eine Stern ist noch zu viel. Wenn man sich mit dem 14. Jahrhundert auskennt, wird man dieses Buch verfluchen. Wenn man sich nicht auskennt, wird man nach dem Lesen mit Fehlinformationen angefüllt sein - wie ich zunächst. Gott sei Dank, dass ich recherchiert habe!
Ich vermute, dass es mit den anderen Büchern der Trilogie auch so sein wird wie mit diesem ... und ich habe, ehrlich gesagt, gar keine Lust, diese ein zweites Mal zu lesen. Das hier war mir eine Lehre!
Mal sehen, ob "Das Zeichen des Sieges" sich nach der Recherche auch als absoluter Schund herausstellt ... Ich habe meine Vermutungen ...
Ja. Dies ist nur ein Roman. Unterhaltungsliteratur, und ich möchte sagen, solche ohne hohen Anspruch. Aber auch Trivialliteratur, die keine Bildungsabsicht hat, sollte nicht verdummen und mit Desinformationen um sich werfen.
- Franziska Jebens
Immer am Meer entlang
(136)Aktuelle Rezension von: Renee_KrillEin wundervolles Buch, das mich durch Europa am Meer entlang hat reisen und meinen eigenen Roadtrip herbeisehnen hat lassen! Die Charaktere waren für mich unglaublich nahbar und vielschichtig und vor allem Papadolous habe ich ins Herz geschlossen! Auch ein paar Reisetipps, die man so vielleicht noch nicht kannte, kann man hier finden😉
- Tabea Bach
Die Kamelien-Insel
(100)Aktuelle Rezension von: Christine1802Sylvia erbt von ihrer Tante eine Insel. Ehemann betrügt sie, erst mit ihrer Kosmetikerin, auch die Insel verkauft er, hinter ihren Rücken. Sie findet richtiges Testament. Wo die Frau von ihrer Tante die Erbin ist. Auch ein junger Mann hat es ihr angetan nämlich Mael. Er erobert ihr Herz. Sylvia kann auch den hinterhältigen Verkauf der Insel, durch Ihren Mann stoppen.
- Benoîte Groult
Salz auf unserer Haut
(352)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
George aus Paris verbrachte mit ihrer Familie immer die Ferien in der Bretagne. Daher kannte sie Gauvain schon früh. Es waren unbeschwerte Sommer einer glücklichen und privilegierten Kindheit.
An der Schwelle des Erwachsenwerdens entdecken sie ihre unwiderstehliche körperliche Anziehungskraft. Während Gauvains Lebens als Fischer vorgezeichnet war, hatte George hochtrabende Pläne. Als Gauvain seine Gefühle für sie erkannte, wollte er Konsequenzen ziehen, doch sie lehnte es ab.
Ihrer beider Leben waren so grundverschieden, dass es kaum einen Kompromiss für ein gemeinsames Leben gab. Und so blieb ihnen immer wieder nur gestohlene Zeit, ein paar Tage auf den Seychellen oder in Florida. Immer wieder durchliebte Nächte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sich ansonsten wenig zu sagen hatten oder grundsätzlich unterschiedliche Lebensauffassungen hatten.
Und doch können sie über die Jahre hinweg nicht voneinander lassen…
Mein Fazit:
Ich habe vor Jahren den Film zu dieser Geschichte gesehen und habe ihn durchaus positiv im Sinn, auch wenn es jetzt keine besonderen Merkmale gibt. Die Darsteller Greta Scacchi und Vincent D’Onofrio haben -im Nachhinein betrachtet- die Figuren im Roman jedoch gut verkörpert.
Die Autorin Benoîte Groult hat den Roman 1988 veröffentlicht und es gab da wohl ziemliche Kontroversen. Sie hat da nicht sehr viel Scham gezeigt, sondern ziemlich deutlich die körperlichen Vorgänge zwischen Gauvain und George beschrieben. Es ist Ansichtssache, ob das so jetzt sein musste, wie die Autorin es gemacht hat. Ich hätte mir etwas weniger Details gewünscht, schließlich sind mir die Vorgänge ja durchaus bekannt. Sie hat da also nichts Neues beschrieben und der Rest hätte die Fantasie erledigt!
Die charakterlichen Unterschiede zwischen den zwei Hauptfiguren waren da schon deutlich interessanter, das zwischenmenschliche Geplänkel. Er ein einfacher Fischer, der harte Arbeit gewohnt ist und kaum Zeit und Lust für andere Dinge hat. Und sie, die in gehobenen Kreisen verkehrt, als Professorin arbeitet und einen interessanten Freundeskreis hat. Sie kann ihr Kind großziehen, während er sporadisch und selten seine drei Kinder sieht! Und je älter sie werden, desto größer werden die Unterschiede – wohl aufgrund ihrer Lebenserfahrung.
Die Sprache ist von der damaligen Zeit, etwas abgehoben und gelegentlich auch gestochen. Oder es lag an der Übersetzung. Es ist eindeutig ein älteres Buch und man muss sich an die Ausdrucksweise gewöhnen. Die Geschichte beginnt immerhin am Ende des zweiten Weltkriegs und da wurde noch eine andere Ausdrucksweise angewandt.
Insgesamt gesehen wurde ich gut unterhalten und ich vergebe vier Sterne.
- Bernard Cornwell
Der Wanderer
(75)Aktuelle Rezension von: Michael_GrayNachdem der König von der Existenz des heiligen Gals erfahren hat, beauftrag er Thomas, dessen Vater der letzte Besitzer war, ihn zu suchen. Thomas reist zunächst nach England und gerät gleich mitten in den Kampf gegen die Schotten. Die Suche führt ihn dann wieder nach Frankreich durch Feindesland und Thomas muss sich mal als Priester und mal als Schotte verkleiden um nicht getötet zu werden. Aber auch seine Feinde haben vom Gral erfahren und sind hinter ihm her.------------- Wieder spannend und blutig geht die Geschichte hier weiter. In diesem Teil geht es jetzt endlich mehr um den Gral aber die Geschichte ist mit diesem Teil noch nicht fertig und ich bin gespannt wie es weiter geht.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Sehnsucht
(63)Aktuelle Rezension von: Ulf_Borkowski
Jean-Luc Bannalec überzeugt mit seinem 13. Krimi der Kommissar-Dupin-Reihe erneut. "Bretonische Sehnsucht" ist ein atmosphärischer Kriminalroman, der Spannung und Urlaubsflair gekonnt miteinander verbindet. Der Autor nimmt seine Leserinnen und Leser mit auf die raue, zugleich wunderschöne bretonische Insel Ouessant und lässt Landschaft, Kulinarik und regionale Eigenheiten gewohnt lebendig werden, ohne den Krimiplot aus den Augen zu verlieren. Die Schauplätze sind so plastisch beschrieben, dass man förmlich das Meeresrauschen hört und den salzigen Wind spürt.
Im Mittelpunkt steht wieder Kommissar Georges Dupin, dessen eigenwillige Art und analytischer Scharfsinn den Roman tragen. Die Ermittlungen entwickeln sich ruhig, aber kontinuierlich und bieten genügend Wendungen, um die Spannung hochzuhalten. Bannalec versteht es, menschliche Abgründe und persönliche Motive glaubwürdig darzustellen, ohne dabei auf effekthascherische Dramatik zu setzen. Gerade diese Bodenständigkeit macht den Fall besonders authentisch.
Insgesamt ist „Bretonische Sehnsucht“ ein sehr gelungener Band der Reihe, der sowohl eingefleischte Dupin-Fans als auch Neueinsteiger begeistert. Der Roman bietet kluge Unterhaltung, ein sympathisches Ermittlerteam und jede Menge bretonisches Lebensgefühl – ein Krimi, der nicht nur miträtseln lässt, sondern auch Fernweh weckt.
- Nina George
Die Mondspielerin
(159)Aktuelle Rezension von: HarrimoBei dem Titel habe ich nicht viel erwartet, war aber gleich gefangen von der Situation (Frau bemerkt, dass ihr Leben ihr noch nichts geboten hat und beschließt sich umzubringen) und der weiteren Entwicklung der Geschichte, die mit einem lachenden und manchmal auch einem weinenden Auge zwischen Ernsthaftigkeit und Suche sowie Lebensfreude und Gefühl jongliert. Man ist betroffen und lacht gleich wieder und denkt am Ende: Wie schön! Einfach ein schöner Roman, der aber nicht ins Kitschige abwandert, sondern ein Plädoyer für Lebensfreude ist.
Der einmal mehr mit einem Augenzwinkern sagt: Es ist nicht wichtig, zu erfüllen, was von dir erwartet wird, sondern deine eigenen Bedürfnisse sind viel wichtiger.
(Hat mich sehr and die Geschichte von "Brot und Tulpen" erinnert ;O).) - Nina George
Die Schönheit der Nacht
(210)Aktuelle Rezension von: BumbilouDer Roman handelt von Claire, erfolgreiche Verhaltensbiologin, Mutter und verheiratet & von Julie, halb so alt wie Claire und unsicher, was sie sich vom Leben erwartet.
Das erste Mal treffen die beiden im Flur eines Hotels aufeinander - Julie putzt dort die Zimmer und Claire ist nach einem Treffen mit einem Liebhaber auf dem Weg nachhause.
Die zweite Begegnung findet in Claires Wohnung statt, denn ihr Sohn ist zum Essen eingeladen um seinen Eltern seine Freundin vorzustellen: Julie.
In diesem Sommer lernen die zwei Frauen sich selbst besser kennen, entdecken, was für sie "leben" bedeutet und wie sie das Feuer (wieder)finden können. Sie sind leidenschaftlich, verletzlich und mutig.
Große Leseempfehlung !
- Anthony Doerr
Alles Licht, das wir nicht sehen
(11)Aktuelle Rezension von: sursulapitschiIch habe schon einige Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen. Aber selten hat mich eins so beeindruckt wie dieses hier, und das obwohl es eines der leiseren Sorte ist und kein einziger Jude gequält wird.
Zwei Kinder schlittern in den Krieg hinein. Die blinde Marie-Laure aus Paris, die mit ihrem Vater alleine lebt und Bücher liebt, findet sich plötzlich allein in einem Haus in Saint Malo, als Bomben durch die Stadt fliegen. Und Werner, ein deutscher Waisenjunge, der durch seine Genialität in einer Nazi-Kaderschmiede gelandet ist, wird ein paar Häuser weiter verschüttet.
Beide sind klug und liebenswert und haben auch ohne das Kriegsgeschehen schon einiges zu ertragen gehabt. In eingestreuten Rückblenden erfährt man nach und nach, was ihnen widerfahren ist und wie sie damit fertig wurden. Das ist verwirrend, aber auch hoch spannend. Das Geschehen springt hin und her. Mal ist man in Deutschland, mal in Frankreich, 1938 oder 1944 und die Zeit schreitet fort.
Dazwischen rankt sich noch die Geschichte eines legendären Diamanten, den ein deutscher Offizier suchen lässt und dessen Spuren auch zu Marie-Laure führen.
Ganz allmählich wird die Situation in beiden Zeitebenen bedrohlicher. Bald mag man das Buch nicht mehr weglegen. Man lernt unterschiedlichste Menschen kennen und verfolgt gebannt ihr Schicksal. Da ist Frederick, Werners Freund aus seiner Jungmannenzeit, der nicht stark genug ist, um deutschnationalen Anforderungen zu genügen, während die Bäckersfrau in Saint Malo geheimnisvolle Zettel in ihre Brote bäckt.
Dieses Buch schleicht sich an, ganz langsam, dann packt es einen und trifft eiskalt. Es ist unterhaltsam, spannend und erschütternd, erzählt in einer wunderbaren Sprache, eins meiner Bücherhighlights dieses Jahr.
Auch das Hörbuch ist wunderbar gelesen und sehr empfehlenswert.
- Cathy Bonidan
Das Glück auf der letzten Seite
(121)Aktuelle Rezension von: MscheIch habe das Buch auf dem Krabbeltisch einer großen Buchhandlung gefunden und da es um Bücher (bzw. ein Buch geht) hat es mich angesprochen. Allerdings hatte ich mit französischen Autoren schon schlechte Erfahrungen gemacht, daher ist das Buch auf dem Stapel 'vielleicht weg' bei mir Zuhause gelandet. Nun hab ich mal reingeschnuppert und wurde gleich von der Geschichte gefangen. Ich fand die Idee wirklich inspirierend und gar nicht kitschig. Das 'Rennen' um das Manuskript fand ich eher aufregend und die einzelnen Personen und Geschichten dazu fand ich von lustig bis traurig und einfach gut. Das Buch ist ja nicht mehr ganz Neu und scheinbar in Deutschland kein großer Renner geworden. Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Es ist ja ein bisschen so wie Nina George's Monsieur Perdu (was ich liiiiebe). Wirklich schade, ich hätte gerne mehr von der Schriftstellerin gelesen. (Leider kann ich französisch nicht flüssig genug lesen)
- David Foenkinos
Das geheime Leben des Monsieur Pick
(118)Aktuelle Rezension von: EleonoraLektorin Delphine und ihr wenig erfolgreicher Autorenfreund Frédéric besuchen ihre Eltern in Crozon in der Bretagne. Zufällig hören sie von der Bibliothek der abgelehnten Manuskripte im Örtchen und beschließen mal reinzugucken. Prompt meint Delphine dort mit ,,Die letzten Stunden einer großen Liebe" einen wahren Schatz entdeckt zu haben. Die Geschichte wird verlegt und ein Riesenerfolg, auch deswegen, weil es offenbar vom bereits verstorbenen, schweigsamen, örtlichen Pizzabäcker stammt, von dem nicht einmal seine eigene Familie ahnte, dass er überhaupt schrieb. Ehefrau und Tochter werden überrollt von der Presse, die alles wissen will über das geheime Schriftstellergenie. Doch der abgebrannte Journalist und Literaturkritiker Rouche glaubt nicht daran, dass der Pizzabäcker je ein Wort zu Papier gebracht hat und begibt sich auf Spurensuche, die mehr für ihn bereithält, als er gedacht hat📖
Eine schöne kleine Geschichte, die mich in die Bretagne entführte. Man begleitete mehrere Charaktere, die alle über das geheime Schriftstellertalent rätselten. Sei es die Ehefrau, die Tochter, die Bibliotheksangestellte, die Ex-Frau des ehemaligen Bibliotheksinhabers, den Literaturkritiker oder das junge Pärchen Delphine und Frédéric. Besonders den verbissenen, zeitgleich aber auch schusseligen Literaturkritiker Rouche fand ich amüsant. Zuerst schien die Sache klar, dass es durchaus sein konnte, dass der stille Pizzabäcker tatsächlich das Talent besessen hatte einen Roman zu schreiben. Doch mit Rouches Recherche kamen Zweifel auf und am Ende kam es dann doch ganz anders als man es erwartet hatte. Eine heitere kleine Rätselgeschichte die Foenkinos hier geschrieben und die mich sehr positiv überrascht hat. Es las sich erholsam einfach, wie ein heißes Messer das durch Butter schnitt.
Von den jetzt vier Foenkinos Romanen, die ich bisher gelesen habe (,,Nathalie küsst", ,,Die Frau im Musée d'Orsay", ,,Biete Krise, suche Glück" bzw. ,,Zurück auf Los" und dieses hier), liegt es für mich knapp hinter meinem Favoriten ,,Nathalie küsst".
Ein Foenkinos Roman mit seiner oftmals französischen Leichtigkeit ist immer ein paar Lesestunden wert.📚🙂
Zum Buch gibt es auch eine Verfilmung dessen Trailer mich schon neugierig macht🎬Die werde ich mir wahrscheinlich auch demnächst noch angucken🙂
- Alex Nicol
Das Geheimnis des versunkenen Tals: Bretonische Ermittlungen (38 rue du Polar)
(9)Aktuelle Rezension von: Elchhttps://www.instagram.com/p/CHV4AxbBHbA/?igshid=smmwy23ul4co
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Flut
(124)Aktuelle Rezension von: PageTurnersCat"Warnhinweis: Dieses Buch führt zu akuten Hungerzuständen und erhöht die Gefahr, einen Urlaub in der Bretagne zu buchen."
"Bretonische Flut" aus der Feder von Jean-Luc Bannalec ist der fünfte Fall für den Kommissar Dupin und das erste Buch für mich. Und mir hat es sehr gut gefallen.
Ein grausamer Mord an einer Fischerin führt Dupin und seine Inspektoren mitten auf die atlantische Inseln. Dem Opfer, einer jungen Fischerin, wurde die Kehle durchgetrennt. Wer war es - oder besser gesagt: aus welchem Grund sollte sie zum Schweigen gebracht werden? Als dann auf benachbarten Île de Sein eine zweite Leiche auftaucht merkt Dupin schnell, dass dieser Fall zu dem vielleicht kniffligsten seiner Karriere werden könnte.
Da vom Sommer bei uns dieses Jahr noch nicht viel zu sehen war, musste jetzt ein Buch her, in welchem die Sonne hoch am Himmel steht. Und genauso eines habe ich mit Bretonische Flut bekommen. Bisher hatte ich weder Fisch und Meeresgetier auf der Speisekarte und die bretonische Küste nicht auf der Reisebucketlist - Beides möchte ich jetzt am liebsten sofort ändern. Der Schreibstil ist, trotz der vielschichtigen französischen und maritimen Begriffe, locker leicht und der Autor schafft es auch einen guten Humor unterzubringen.
Was mich aber komplett verzaubert hat war der Lokalkolorit. Ob Leute, Orte und auch mystische Sagen: Alles konnte ich mir bildlich vorstellen und bin quasi mit dem Kommissar über die Insel flaniert und konnte den Atlantik in der Luft schmecken.
Einzig für das etwas wilde hin und her gibt es einen kleinen Punkt Abzug. Die stolzen Bretonen mögen es mir verzeihen.
- Jean Reno
Emma
(29)Aktuelle Rezension von: MelB2508Emma, das Buchdebut des bekannten Schauspielers Jean Reno, handelt von der jungen Französin Emma, die während ihrer Arbeit als Masseurin den (einfluss-)reichen Tariq kennenlernt. Als sie von ihrem Chef das Angebot unterbreitet bekommt, für ein sehr hohes Gehalt in den Oman zu reisen und im dort neu gegründeten Wellnessresort als Ausbilderin für Massage tätig zu sein, lässt sie sich auf das Abenteuer ein - auch, weil sie fasziniert von Tariq ist und ihn sehr gerne treffen möchte. Im luxuriösen und teilweise märchenhaften Umfeld gerät Emma aber schnell in Gefahr und das Abenteuer gerät außer Kontrolle.
Als Thriller bezeichnet und durch den Titel verlockt (meine älteste Tochter trägt den Namen Emma) habe ich mich auf die Lektüre gefreut, wurde dann aber nicht wirklich glücklich damit. Der Lesefluss gestaltete sich recht zäh für mich und ich kam einfach nicht wirklich in die Geschichte rein. Ein Grund war sicherlich der Spionagefokus, eine Genre-Art, die ich weder im Film noch in der Literatur besonders liebe. Wenn Geheimdienste ins Spiel kommen, bin ich normalerweise raus. Auch die etwas rätselhafte Energie, die Emma durch Tariq empfindet und später auch direkt abrufen kann (sehr warme Hände, die verletzen und heilen können, war mir etwas zu viel des Guten. Spannung kam für mich nie richtig auf und vor allem der Mittelteil zog sich wirklich sehr. Bis auf Emma bleiben die meisten Charaktere recht blass und selbst Emma habe ich nicht richtig fühlen können. Alles in allem ein Buch, das ich nicht zu 100% weiterempfehlen kann, leider.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonischer Stolz
(147)Aktuelle Rezension von: Lesepixie7Wieder ein sehr spannender, typischer Kommissar Dupin-Krimi, in dem man nun nach der Gewinnung des Fleur de Sel im letzten Band etwas über die Austernzucht lernt. Wie Dupin kann ich diese Delikatesse wenig abgewinnen - ich habe da das Gefühl, ich würde einen schleimigen Schluck Meerwasser zu mir nehmen (ich Banause).
Beim Fall war ich diesmal jedoch Dupin in zwei Punkten deutlich voraus - da kam er für meinen Geschmack unheimlich spät drauf - wohl wegen Kaffeeentzug 😆. - Jean-Luc Bannalec
Bretonische Geheimnisse
(98)Aktuelle Rezension von: Lesepixie7Und schon wieder muss Kommissar Dupin außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs ermitteln. Nachdem ihm Jean im letzten Fall half, schuldetw er ihm noch einen Gefallen. Diesen will er nun einlösen. Er soll einen Artus-Forscher befragen und verbindet dies mit einem Betriebsausflug in den Forêt de Brocéliande. Dort ereignen sich aber einige Mordanschläge und er wird unversehens mit seinem Team für Sonderermittlungen eingespannt. Dabei erfahren wir so einiges über die Artus-Legende und den geheimnisvollen Wald in der Bretagne. Mit wieder sehr stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungrn reisen wir dort mit den Ermittlern umher, erleben unliebsame Überraschungen, stellen Vermutungen zum Täter an und wohnen der Auflösing des Falls in nur 2 Tagen bei. Wieder sehr schön zu lesen. Dass Chrétien de Troyes die Artuslegende aufgeschrieben hat, war mir bekannt, dass er aber dabei schon auf einen noch älteren Urtext zurückgegriffen haben soll, wusste ich nicht. Auch war mir das Ausmaß seiner Aufzeichnungen von mehreren Bänden neu. Ich glaube, ich werde die Artus-Legende, die ich in 2 Bänden von Jacques Boulanger auf Französisch zu Hause habe, doch mal ausführlicher lesen.
- Alexander Oetker
Mittwochs am Meer
(55)Aktuelle Rezension von: tinstampDiesen Sommerroman von Alexander Oetker habe ich vor einiger Zeit bei uns im Bücherschrank gefunden. Für den Sommer passte dieses Buch von Titel und Cover her perfekt. Der Inhalt ist jedoch etwas anders, als erwartet.
Maurice ist Insolvenzverwalter und fährt für seinen neuen Auftrag jeden Mittwoch von Paris in die Bretagne. Im kleinen Ort Cancale ist ein Unternehmen Pleite gegangen, welches für die Einwohner eine maßgebliche Einnahmensquelle bedeutet hat. Die Einheimischen sind gegenüber dem stillen Pariser misstrauisch. Kann er ihre Jobs noch retten oder ist unwiederbringlich alles verloren?Maurice checkt jedes Mal im selben Hotel ein. Doch eines Tages ist statt der alten Dame, die gewöhnlich an der Rezeption steht, eine unbekannte Frau, die Maurice sofort fasziniert. Diesmal hat es einen Buchungsfehler gegeben und das Zimmer, welches Maurice immer gebucht hat, ist nicht frei. Daher verweist sie Maurice an ein anderes Hotel und erhält am nächsten Morgen von ihr einen Gedichtband und einen Liebesbrief. Die Anziehung scheint gegenseitig gewesen zu sein und Maurice und Dominque beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Dabei vergisst Maurice auf seine eigentliche Aufgabe und gerät bald in Schwierigkeiten...
In "Mittwochs am Meer" steht eindeutig die Liebesgeschichte im Vordergrund. Maurice hat in seiner Kindheit kaum Zuwendung und Liebe von einen Eltern erfahren. Sein Vater, ebenfalls Insolvenzverwalter, legte nur Wert auf seine Leistungen. Gefühle wurden nicht zugelassen. Durch die offenherzige Domique erfährt er plötzlich was Liebe und Leidenschaft ist und verliert sich in diesem neuen Gefühl.
Maurice plötzliche Veränderung, die neben seiner neu gefundene Liebe alles andere als unwichtig erscheinen lässt, konnte ich nicht nachvollziehen. Der kalkulierende Zahlenmensch, der für die Zukunft vieler Arbeiter der Rettungsanker sein soll, nimmt seinen Job nicht mehr wahr und verliert sich völlig in dieser Affäre. Dabei greift der Autor auch ziemlich in die Kitschkiste. Die Protagonisten blieben mir fremd. Ich konnte diese einmalige Liebe einfach nicht fühlen.
Dazu gibt es einige sehr stereotype Charaktereigenschaften und Klischees. Einzig die bildhaften Landschaftsbeschreibungen laden zum Träumen ein und man wünscht sich an die Küste der rauen Bretagne. Bei den gerade mal 176 Seiten gibt es leider auch kleine Längen. Diese Geschichte war so gar nicht meins und das Buch wandert zurück in den Bücherschrank.Fazit:
Eine sehr klischeehafte und auch kitschige Liebesgeschichte mit Protagonisten, die mir fremd blieben. Trotz der nicht einmal 200 Seiten konnte mich "Mittwochs am Meer" nicht abholen. Sehr schade! - Jean-Luc Bannalec
Bretonische Idylle
(90)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeKommissar Dupins zehnjähriges Dienstjubiläum in der Bretagne steht bevor, als ein toter Schafzüchter gefunden wird. Der Tote lebte auf der bretonischen Insel Belle-Ile, die größte der bretonischen Inseln. Mal wieder muss Dupin aufs Boot um direkt auf der Insel zu ermitteln. Dort kennt jeder jeden und ist gefühlt auch irgendwie mit jedem über 10 Ecken verwandt. Der Tote hingegen hatte keine Verwandten mehr und schien stattdessen mit so ziemlich jedem Probleme zu haben, was die Liste der Tatverdächtigen nicht kürzer macht.
Jean-Luc Bannalecs Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und sobald es um die bretonische Landschaftsbeschreibung geht, ausufernd und farbenfroh. Dies und die genaueste Beschreibung sämtlicher kulinarischer Genüsse, die Dupin während seiner Ermittlungen nie auslässt, gehört zu dieser Reihe, wie die Buchstaben aufs Papier. Scheinbar ist der Autor selbst begeistert von der Belle-Ile, denn diesmal gerät er geradezu ins Schwärmen. Gleichzeitig versucht sich Bannalec ein wenig an einem Fall a la Agatha Christie, was ihm Recht passabel gelingt. Diesem Buch der Reihe schwebt eine besondere Nuance Humor und noch etwas mehr "bretonisch" bei, die Leser, die bereits die ersten 9 Bände gelesen haben, besonders gut genießen werden und sicherlich öfter schmunzeln werden, als Neueinsteiger in der Reihe.
Mein Fazit: Ein würdiger Jubiläumsband mit sehr eigenem Flair, ohne dabei aus der Reihe zu fallen. Mir hat der kleine Abstecher auf die Insel gut gefallen und ich bin gespannt wohin mich Band 11 führen wird.























