Bücher mit dem Tag "brief"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "brief" gekennzeichnet haben.

161 Bücher

  1. Cover des Buches Eine Handvoll Worte (ISBN: 9783499012433)
    Jojo Moyes

    Eine Handvoll Worte

    (1.862)
    Aktuelle Rezension von: Silla_Gu

    Eine berührende Liebesgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Wir begleiten in der Vergangenheit Anthony und Jenny und in der Gegenwart (2003) begleiten wir Ellie, die durch einen Zufall alte Dokumente im Archiv der Zeitung findet, für die sie arbeitet. Es sind berührende Liebesbriefe und Ellie setzt es sich zum Ziel, die Personen dahinter aufzuspüren und herauszufinden, was aus dieser Liebesgeschichte geworden ist. Zudem begleiten wir auch Ellie in ihrem Liebesleben, das tatsächlich ziemlich chaotisch ist. Ellie steckt seit mindestens einem Jahr in einer Affäre mit einem verheirateten Mann, aus der sie sich nur schwer lösen kann. 

    Mich hat vor allem die Geschichte von Anthony und Jenny sehr berührt. Zwischenzeitlich hat es sich zwar etwas gezogen, es hat sich aber trotzdem gelohnt dranzubleiben, da es vor allem am Ende echt tragisch aber auch super spannend wurde. Ich habe so mitgelitten und mitgefiebert und hab hier und da auch ein paar Tränchen vergossen. Zu Ellie konnte ich leider keine so richtige Verbindung aufbauen, sie hat zum Ende hin noch eine gute Entwicklung durchgemacht, was mich ihr näher gebracht hat aber bis dahin fand ich sie ziemlich anstrengend 😅 Zudem brauchte ich etwas, um in die Zeitsprünge reinzukommen, ein paar Hinweise hier und da hätten bestimmt geholfen. Zudem befindet sich vor jedem Kapitel ein realer Brief, ich habe wirklich lange gebraucht, um zu checken, dass es sich hierbei nicht um Briefe handelt, die zur Geschichte gehören 😂 Das wird im Nachwort sogar erwähnt und erläutert, evtl. wäre das als Vorwort besser gewesen. 

    Trotz allem hat mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen, wenn man Fan von Jojo Moyes und ihres Schreibstils ist, macht man hiermit auf jeden Fall nichts falsch 😊

  2. Cover des Buches P.S. Ich liebe dich (ISBN: 9783492320818)
    Cecelia Ahern

    P.S. Ich liebe dich

    (8.804)
    Aktuelle Rezension von: Christines_lesetagebuch

    Diese Frage muss sich Holly stellen, als bei ihrem Mann ein Hirntumor diagnostiziert wird und er Monate später stirbt. Holly fällt in ein Loch aus Trauer und Antriebslosigkeit. Sie weiß nicht mehr, wie sie ohne Gerry weiterleben soll. Ihr Alltag besteht nur noch aus Schlafen und Träume, in denen sie mit ihrem Mann zusammen ist.

    Nach ca. 2 Monaten und einem ehrlichen Gespräch mit ihrer besten Freundin Sharon, beginnt Holly sich ihrem neuen Alltag zustellen. Als dann auch noch ein mysteriöser Umschlag bei ihren Eltern auftaucht und dieser 10 kleine Umschläge mit Gerry´s Handschrift enthält, beginnt Holly endlich nach vorne zusehen. Gerry hat ihr eine Liste erstellt, wie sie ohne ihn leben kann.

    Was zu Beginn als kleine Hilfestellung mit Aufgaben, Herausforderungen und kleinen Liebesbotschaften gedacht ist, wird zwischendrin zum Lebenselixier für Holly. Gerade am Anfang lebt sie nur von Monat zu Monat. Doch es Hilft ihr auch, auf dem Weg raus aus dem dunklen Loch und hinein in ein neues Leben ohne Gerry. Aber mit Freunden an ihrer Seite, die immer zu ihr stehen.

    Ich habe diese Geschichte das erste Mal vor über 15 Jahren schon einmal gelesen und damals schon sehr berührend und emotional gefunden. Heute mit ähnlichen Erfahrungen wie Holly, war die Geschichte nochmal emotionaler für mich und ich musste an einigen Stellen weinen, da ich Holly´s Gefühle so nachempfinden konnte. 

    Cecelia Ahern ist es gelungen, die Emotionen die bei einer Trauerbewältigung dazugehören gefühlvoll einzufangen und deutlich zu machen, das es Gute aber auch oft Schlechte Tage geben wird. Das man Weinen darf um dann wieder nach vorne schauen zu können.

  3. Cover des Buches Weil ich Layken liebe (ISBN: 9783944668482)
    Colleen Hoover

    Weil ich Layken liebe

    (3.956)
    Aktuelle Rezension von: doertemueller00

    Die Liebesgeschichte von Will und Layken ging mir etwas zu schnell, aber die ganzen unvorhergesehenen Dinge, die passieren, habe ich dann doch nicht kommen sehen. 

    Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, weil es so einen angenehmen Schreibstil hatte, dass ich einfach nur durch die Seiten geflogen bin.
    Am Ende mochte ich es dann doch sehr gerne. 

  4. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

    (2.865)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Hoppe

    Ich hab schon einige Bücher von Cecelia Ahern gelesen und mag ihre Geschichten sehr gerne.  Eine herz zerreißende Geschichte und eine never Endingen Story mit happy End. Einfach toll. Ein großes Kompliment das es nur aus Briefen, Emails und Chat verlaufen besteht. Es ließ sich super toll und flüssig lesen. 

  5. Cover des Buches Weil ich Will liebe (ISBN: 9783423715843)
    Colleen Hoover

    Weil ich Will liebe

    (2.319)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    Die Weitererzählung von Will & Lakens Liebesgeschichte hat mich genauso berührt wie Band 1, allerdings fand ich manche Reaktion etwas unreif und dadurch gab es zu wenig Charakterentwicklung für 5 Sterne. Rotz und Wasser wurde dennoch geheult ✔️

    Es gibt wirklich tolle Nebencharaktere! Würde sehr gerne in die Nachbarschaft ziehen.

  6. Cover des Buches Paper Palace (ISBN: 9783492060738)
    Erin Watt

    Paper Palace

    (1.296)
    Aktuelle Rezension von: BiblioLoni

    Gerade als man denkt, Ella und Reed hätten endlich zueinandergefunden, kommt der nächste Schock: Reed wird plötzlich des Mordes beschuldigt. Diese Wendung stellt nicht nur ihre Beziehung, sondern auch Reeds gesamte Familie auf eine harte Probe.

    Die Handlung bleibt spannend, keine Frage. Aber im Vergleich zu den ersten beiden Teilen konnte mich dieses Buch nicht ganz so mitreißen. Vielleicht lag’s auch an meinen eher zurückhaltenden Erwartungen, aber trotzdem bin ich froh, dass ich es bis zum Ende gelesen habe.

    Was mich berührt hat, war die unerschütterliche Loyalität zwischen Ella und Reed. Trotz aller Zweifel von außen haben sie nie aneinander gezweifelt. Ihre Liebe stand immer im Mittelpunkt, und sie konnten sich vollkommen aufeinander verlassen. Auch Reeds Familie hat Ella weiterhin unterstützt. Das fand ich besonders schön. Sie hatte Menschen um sich, die sie aufgefangen haben, selbst als ihr totgeglaubter Vater plötzlich wieder auf der Bildfläche erschien.

    Das Ende hat mir dann doch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Liebesgeschichte von Ella und Reed ist stark, ehrlich und voller Vertrauen. Und auch wenn dieser Teil für mich nicht ganz an die Vorgänger herankam, war es ein würdiger Abschluss für eine intensive Reise.

  7. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.388)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Vollkommen überraschend erhält Harold einen Brief von Queenie, die er seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, obwohl die beide früher Freunde gewesen sind. In dem Brief teilt sie ihm mit, dass sie todkrank ist. Statt eines Antwortbriefs entscheidet sich Harold für eine große Geste: Er will sich zu Fuß auf den Weg zu Queenie machen, obwohl es eine Strecke von rund 800 km ist. Während Harold unterwegs ist lässt er sein bisheriges Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Revue passieren…

    „Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen.“ (S. 23)
    Er maß die Entfernung nicht mehr in Kilometern, sondern in Erinnerungen. (S. 119)

    Meine Meinung:

    Meine Meinung zu diesem Buch hat sich während des Lesens sehr stark verändert. Ich fand den Anfang des Buches zwar gut, aber ich hatte einige Kritikpunkte und deshalb hat es mich positiv überrascht wie sehr sich das Buch im weiteren Verlauf gesteigert hat und wie bewegend ich das Ende fand. Es handelt sich um ein Buch, das ein bisschen Zeit braucht um seine volle Wirkung zu entfalten.

    Die Grundidee ist eine sehr schöne und besondere: Seiner Freundin Queenie zuliebe entscheidet Harold sich für eine große Geste, die ihr Hoffnung schenken soll. Das soll ihr helfen noch etwas länger durchzuhalten und ihr beweisen, dass er sie nicht vergessen hat und sie ihm noch immer viel bedeutet.

    Harolds Reise wird sehr lebendig beschrieben. Was er auf seiner Reise erlebt vermittelt einerseits Abenteuer und Lebensfreude, aber zugleich werden auch die physischen und psychischen Strapazen anschaulich beschrieben. Harold kommt mehrfach an seine Grenzen und steht auch einmal kurz davor aufzugeben. Es wird einfühlsam beschrieben wie Harold auf seiner Reise beginnt über sein Leben nachzudenken und wie ihn das emotional aufwühlt. Harold lässt die Höhen und Tiefen seines Lebens Revue passieren, denkt über verpasste Chance nach und setzt sich mit den Fehlern auseinander, die er in der Vergangenheit begangen hat. Man kann sich in diesen Momenten sehr gut in ihn hineinversetzten und fühlt sich ihm nahe.

    Den Beginn des Buches fand ich noch recht mittelmäßig. Am Anfang war mir die Distanz zu Harold noch zu groß und ich fühlte mich ihm nicht besonders nahe. Das liegt daran, dass man zunächst nicht genügend Einblick in Harolds Gedanken und Gefühle erhält und dadurch fiel es mir schwer seine Beweggründe richtig nachzuvollziehen. Zudem fand ich die Freundschaft zwischen Harold und Queenie lange Zeit nicht wirklich greifbar, weil es im Anfangsteil an Rückblenden gefehlt hat, die einem vor Augen führen was die beiden einander bedeutet haben. Das hätte es aber gebraucht um nachvollziehen zu können warum Harold ihr zuliebe die lange und beschwerliche Reise antritt. Es gab entscheidende Fragen auf deren Antwort man beim Lesen relativ lange warten muss: Wie sind Harold und Queenie Freunde geworden und wie sah diese Freundschaft aus? Wieso hatten Harold und Queenie jahrelang keinen Kontakt mehr, wenn sie doch so gut befreundet waren? Wieso ist Harolds Verhältnis zu seiner Frau und zu seinem Sohn so belastet und distanziert? Warum hat Harold in all den Jahren keinen Versuch unternommen um die Beziehung zu seinem Sohn zu verbessern, wenn ihm das so schwer auf der Seele liegt?

    Zum Glück haben sich diese Kritikpunkte dann aber in der zweiten Buchhälfte erledigt. Je weiter man im Buch kommt desto mehr offene Fragen werden beantwortet und desto tiefer taucht man auch in die Vergangenheit ein. Dadurch wird die Geschichte tiefgründiger, emotionaler und bewegender als erwartet. Man kann sich besser in Harold und Maureen hineinversetzten, gewinnt die beiden lieb, entwickelt Verständnis und Mitgefühl für die beiden und hofft, dass sich die Dinge für die beiden letztlich doch noch zum Besseren wenden.

    Es wird eine gelungene Mischung aus fröhlichen, hoffnungsvollen, traurigen und dramatischen Momenten geboten. Besonders die Szenen in denen man in Harolds Vergangenheit reist und von den guten und schlechten Zeiten seines Lebens erfährt bleiben in Erinnerung. Harolds schwierige Kindheit, seine Liebe zu Maureen und die spätere Entfremdung zwischen Harold und seinem Sohn David werden mit sehr viel Feingefühl und sehr berührend beschrieben. Beim Lesen muss man tatenlos „mitansehen“ wie sich allmählich ein unüberbrückbar erscheinender Abgrund zwischen Harold und David auftut und schließlich auch zwischen Harold und seiner Frau Maureen. Es geht einem nahe wie jeder von ihnen alleine im Stillen leidet und es ihnen an den richtigen Worten fehlt um sich einander wieder anzunähern. Es gibt vor allem was Harolds Sohn David betrifft einige herzzerreißende Momente, die furchtbar traurig und dramatisch sind. Auch wie Harold die todkranke Queenie nach all den Jahren wiedertrifft ist sehr traurig. Ihr Zustand wird schonungslos beschrieben.

    Das Ende des Buches ist trotz zutiefst trauriger und dramatischer Momente aber nicht nur wehmütig, sondern auch etwas hoffnungsvoll und es gibt ein bisschen was fürs Herz. Harolds Leben hat sich durch seine Reise in mancher Hinsicht zum Besseren gewendet. Das tröstet einem zumindest etwas darüber hinweg, dass es Queenie bei Harolds Besuch schon so furchtbar schlecht geht. Von der fröhlichen Person, die Harold einst kannte ist fast nichts mehr übriggeblieben und Queenie nimmt seinen Besuch kaum noch wahr und stirbt kurze Zeit später.

    Fazit:

    Das Buch wirkt zunächst wie ein durchschnittliches Wohlfühlbuch. Zudem gab es einige offene Fragen und es besteht beim Lesen zunächst noch eine gewisse Distanz zu Harold, aber das gibt sich zum Glück im weiteren Verlauf. Es lohnt sich dranzubleiben, denn nach diesem meiner Meinung nach etwas holprigen und mittelmäßigen Beginn wir man mit einer besonderen, bewegenden, emotionalen und dramatischen Geschichte belohnt, die mich dann doch noch in ihren Bann ziehen konnte.

    Zum Schluss noch einige besonders berührende Zitate aus dem Buch:

    Manchmal glaubte er, er lebte mehr in der Erinnerung als in der Gegenwart. Er spielte Szenen aus seinem Leben noch einmal ab, als Zuschauer, der im Draußen gefangen blieb. Er sah die Fehler, die Widersprüche, die falschen Entscheidungen, und konnte doch nichts dagegen tun. (S. 193)
    „Ich vermisse sie die ganze Zeit. Ich weiß im Kopf, dass sie nicht mehr ist, aber ich halte immer noch nach ihr Ausschau. Geändert hat sich nur eines: Ich gewöhne mich an den Schmerz. Es ist, wie wenn sich im Boden ein großes Loch auftut. Anfangs vergisst man, dass es da ist, und stolpert dauernd rein. Nach einer Weile ist das Loch zwar noch da, aber man hat gelernt, außen herum zu gehen.“ (S. 254)
    Es war zu spät, um Vergangenes wiedergutzumachen. Aber sie wollte wenigstens einen letzten Anlauf unternehmen, ihn zum Heimkommen zu bewegen. (S. 289)
    Und es wäre auch etwas gewesen, wenn er David in die Arme genommen und ihm versprochen hätte, dass es besser werden würde. Nun quälte er sich unendlich wegen Dingen, an denen nichts mehr zu ändern war. (S. 308)
  8. Cover des Buches [(The Perks of Being a Wallflower)] [Author: Stephen Chbosky] published on (January, 2013) (ISBN: B00GX2GHCY)
    Stephen Chbosky

    [(The Perks of Being a Wallflower)] [Author: Stephen Chbosky] published on (January, 2013)

    (653)
    Aktuelle Rezension von: pudelohnekern

    "The Perks of Being a Wallflower" von Stephen Chbosky handelt von dem zurückhaltenden, intelligenten und sensiblen Teenager Charlie, der in seinem Leben bereits einige schwierige Situationen erlebt hat. Nun möchte er aus einer daraus resultierten Zurückgezogenheit ausbrechen, Freunde finden und sein Leben aktiv leben. Auf diesem Weg begleiten wir ihn als Leser:innen.

    Das Geschichte wird aus der Ich-Perspektive in Form von Briefen erzählt. Charlie schildert seine Erlebnisse einem unbenannten Freund, wodurch wir einen direkten Zugriff auf Charlies Gefühls- und Gedankenwelt bekommen ohne unmittelbar am Geschehen teilzunehmen. Wir bekommen das Erlebte durch Charlie nacherzählt. Diese Perspektive fand ich außergewöhnlich, denn dadurch ist der Fokus klar auf den Dingen, die Charlie bewegen und die er selbst für relevant hält. Gleichzeitig sorgte dies bei mir stellenweise für Frustration, da ich mich mit manchen Handlungssträngen gerne ausführlicher auseinandergesetzt hätte.

    Das Buch behandelt nämlich gleich mehrere Themen, mit denen Charlie auf seinem Weg ins Erwachsenwerden einen eigenen Umgang finden muss. Und diese Themen sind nicht immer einfach. Neben der ersten Liebe, Freundschaft, Familie und der Suche nach der eigenen Identität, geht es um Suizid, Alkohol, Drogen, Stigmatisierung von Homosexualität, Vergewaltigung sowie um andere Formen von Gewalt. All diese Themen versucht Charlie zu verstehen und für sich einzuordnen. Gleichzeitig werden diese Themen erzählt, ohne zu bewerten, belehrend zu sein oder gar zu stigmatisieren, was ich für eine wesentliche Stärke des Romans halte.

    Diese Offenheit liegt vor allem an der Charakterisierung von Charlie. Obwohl er manche Situationen auf eine fast schon nüchterne Weise betrachtet, begegnet er seinen Mitmenschen stets mit großer Empathie und aufrichtigem Interesse. Seine Art, die Welt wahrzunehmen und zu beschreiben, hebt sich für mich von vielen anderen Ich-Erzählern ab und macht einen großen Reiz des Romans aus. (Womöglich könnte man diskutieren, ob Charlie neurodivers ist? Aber das wäre nur meine Lesart und wird nicht im Roman thematisiert.) Nichtsdestotrotz fiel es mir manchmal schwer, Charlies Handeln nachzuvollziehen, unter anderem, weil manche Themen doch sehr verkürzt behandelt werden.

    Insgesamt ist "The Perks of Being a Wallflower" eine wunderbare, einfühlsame und berührende Erzählung, die trotz ihres Alters auch heute noch funktioniert. Ich kann das Buch Personen jeden Alters empfehlen und halte es zurecht für einen Klassiker des Coming-of-Age-Genres, dessen Einfluss bis heute spürbar ist.

  9. Cover des Buches Divine Rivals (ISBN: 9783736325982)
    Rebecca Ross

    Divine Rivals

    (483)
    Aktuelle Rezension von: maira

    Was ein tolles Buch!


    Um ehrlich zu sein hat mich bei dem Buch vor allem das Cover und den Farbschnitt überzeugt das Buch zu lesen.


    Aber schon ab dem Prolog hat mich die Geschichte in den Bann gezogen.


    Es war einfach eine so tolle und außergewöhnliche Geschichte die so noch nicht existierte, es war keine klassische Fantasy Welt wie wir sie alle kennen mit Drachen etc, ( nicht böse gegenüber solchen Büchern gemeint ) sondern es hatte ein ganz neues System sag ich mal.


    Grob erklärt spielt das Buch in einer Welt wo Götter eine große Rolle spielen, die Zeit befindet sich ca im 18. oder 19. Jahrhundert. Zwei dieser Götter befinden sich im Krieg und in dieser Zeit fängt Iris an Briefe zu schreiben, und in einer Redaktion zu arbeiten und mit ihren Rivalen Roman um die Stelle des Kolumnisten zu kämpfen.


    Das Buch hat einfach einen tollen Charme.


    Ich weiß nicht ob Enemies to Lovers wirklich ein passender Begriff für dieses Buch scheint weil ziemlich schnell klar wird das diese Rivalität vielleicht nur Einseitig ist.


    Generell ist dieses Buch keins wo die Love Interests Feinde am Anfang sind sondern Rivalen sind, sie hassen sich nicht. Ich finde das ist ganz wichtig zu erwähnen da dies kein klassisches Enemies to Lovers ist wie zum Beispiel in WestWell.


    Auch eine tolle Sache die in diesem Buch stattfindet die zwar nur ein Kleinigkeit ist aber meiner Meinung eine tolle Ergänzung ist, ist das die Kapitel passende Kapitelnamen haben. 


    ! Übrigens dieses Buch enthält KEINEN Spice nur eine kleine Andeutung, aber keine explizite Szene !


    Die Gestaltung dieses Buches ist toll nicht nur das Cover und der Farbschnitt sondern auch im Buch selbst, die Schriftartwechsel wenn wir gerade einen Brief lesen, die kleinen Sterne bei Kapitelbeginn. Sie passen einfach perfekt zum Buch.


    Auch dieses Ende, wow. Es ist keine Ende von wegen "Ich muss jetzt unbedingt weiter lesen!" aber es weckt trotzdem starke Neugier für den zweiten Teil. 


    Also ich würde dieses Buch empfehlen für Leute die gerne Young Adult Romance ohne Spice lesen aber gerne ein leichten Fantasy Teil haben.


    Aber auch wichtig in dem Buch wird ein Krieg beschrieben und Wunden erwähnt aber nicht ganz genau beschrieben. Meiner Meinung nach sind die Szenen mit dem Krieg und den Wunden relativ leicht aber trotzdem vielleicht könnte es trotzdem triggernd etc für manche Menschen sein.


    Großen Respekt an die Autorin Rebecca Ross und die Übersetzerin Ulrike Gerstner.


    PS: Woww diese Übersetzerin hat wirklich ihren Job gut gemacht! Der Text war passend und wirkte nicht unnatürlich großes Lob

  10. Cover des Buches Nur einen Horizont entfernt (ISBN: 9783596521401)
    Lori Nelson Spielman

    Nur einen Horizont entfernt

    (838)
    Aktuelle Rezension von: mivy-reads

    Was, wenn ein einziger Brief dein ganzes Leben verändert? ✉️
    Was, wenn eine Erinnerung aus der Vergangenheit dir plötzlich zeigt, wie sehr du dich selbst unterwegs verloren hast?

    Ein Buch, das schon ein paar Jahre alt ist – und dennoch mitten ins Herz trifft.

    (#subedition #letssublimate)

    „Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman ist wie ein warmer Sommerregen auf der Seele. Sanft, tröstend, berührend – und doch mit einer Kraft, die etwas in Bewegung setzt. Es ist eines dieser Bücher, die man liest und dabei unweigerlich über das eigene Leben nachdenkt: über verpasste Träume, über Entscheidungen, über all das, was man irgendwann einmal wollte.

    In der Geschichte begleiten wir Elisabeth, genannt „Liz“, eine erfolgreiche Lehrerin, die ihr Leben fest im Griff zu haben scheint. Doch nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter gerät alles ins Wanken. Statt eines gewöhnlichen Testaments hinterlässt ihre Mutter ihr eine Liste mit Lebenszielen, die Liz als Teenager geschrieben hat – Träume, Wünsche, Sehnsüchte aus einer Zeit, in der noch alles möglich schien.

    Und nun soll Liz jedes einzelne dieser Ziele erfüllen, um ihr Erbe anzutreten.

    Was zunächst fast ein wenig kindisch und absurd wirkt, entwickelt sich zu einer tiefgreifenden Reise zu sich selbst. Zu alten Träumen, die längst vergessen wurden. Zu Ängsten, die man lieber verdrängt. Und zu neuen Wegen, die man sich nie zu gehen getraut hätte.

    Mit jedem Punkt auf der Liste wächst Liz über sich hinaus. Sie lernt loszulassen, neu zu vertrauen, mutiger zu sein – und ihr Herz wieder zu öffnen. Dabei begegnet sie Menschen, die sie verändern, und erkennt, dass das Leben oft ganz andere Pläne für uns bereithält, als wir es erwarten.

    Lori Nelson Spielmans Schreibstil ist dabei einfach wunderschön: voller Gefühl, Wärme und Hoffnung. Jede Seite liest sich wie eine Umarmung, wie ein leiser Zuspruch, nicht aufzugeben und an das eigene Glück zu glauben. Man lacht, man weint, man hofft – und am Ende schließt man das Buch mit einem warmen Gefühl im Herzen.

    Ein Roman über Verluste und Trauer, über zweite Chancen, über Mut und Selbstvertrauen. Und darüber, dass es nie zu spät ist, sich selbst wiederzufinden.

    Ein Buch, das daran erinnert, dass Träume nicht verschwinden – sie warten nur darauf, endlich gelebt zu werden. 💛📖

  11. Cover des Buches Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir (ISBN: 9783423221696)
    Colleen Hoover

    Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir

    (688)
    Aktuelle Rezension von: Bookworm_99

    Kenna versucht nach einem tragischen Fehler ihr Leben wieder aufzubauen, dabei will sie vor allem eines: ihre Tochter kennenlernen. Doch die Menschen aus ihrer Vergangenheit machen es ihr nicht einfach, allen voran Ledger, der zwischen Loyalität und seinen Gefühlen hin und hergerissen ist. Zwischen Schuld, Vergebung und Hoffnung auf einen Neuanfang stellt sich die Frage, ob Kenna je einen Platz im Leben ihrer Tochter bekommen kann.


     Ich muss ehrlicherweise sagen das Buch hat mich irgendwie gepackt, auch wenn es kein Highlight war.

     

    Kenna war mir grundsätzlich sympathisch, auch wenn ich ihre Entscheidungen nicht immer ganz nachvollziehen konnte, vor allem in Bezug auf ihre Vergangenheit. Die ganze Geschichte rund um den Unfall und die Zeit danach hätte meiner Meinung nach noch etwas besser ausgearbeitet werden können.

    Ledger hingegen mochte ich gerne. Er ist ein herzensguter, loyaler Mensch mit starkem Beschützerinstinkt. Sein innerer Konflikt zwischen Loyalität und seinen Gefühlen war greifbar und hat der Geschichte viel gegeben.

    Dann ist da noch Diem, sie ist einfach zuckersüss und ein kleiner Lichtblick in der ganzen Story.

     

    Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten und sogar stellenweise zu Tränen gerührt, auch wenn sie mich nicht komplett überzeugen konnte.

  12. Cover des Buches Never Never (ISBN: 9783423718677)
    Colleen Hoover

    Never Never

    (444)
    Aktuelle Rezension von: ChroniKWalker

    Never Never ist für mich ein perfektes Buch für zwischendurch oder um nach einer Leseflaute wieder ins Lesen hineinzufinden. Der Schreibstil ist sehr einfach, flüssig und leicht zu verfolgen.

    Obwohl in der Geschichte insgesamt gar nicht so viel passiert, bleibt sie durchgehend spannend und ist an vielen Stellen auch überraschend humorvoll.

    Charlie und Silas verlieren beide ihr Gedächtnis und setzen alles daran herauszufinden, warum das passiert ist und wie sie ihre Erinnerungen zurückbekommen können. Dabei entwickelt sich bei einem von ihnen nach und nach der Wunsch, lieber neu anzufangen, als der Vergangenheit hinterherzulaufen.

    Besonders spannend fand ich, dass man die Vergangenheit der beiden nur nach und nach erfährt. Mit jeder Seite werden kleine Puzzleteile enthüllt, sodass ich ständig weiterlesen wollte, um endlich zu verstehen, was hinter allem steckt.

    Das Ende war für mich ein echter „What the f…?“-Moment. Kaum glaubt man, Antworten zu bekommen, tauchen direkt noch mehr Fragen auf. 


    Tropes: Second Chance Romance, Romance Suspense, Forbidden Love

    Spice Level: 🌶️ (1/5)

  13. Cover des Buches Der Sommer der Blaubeeren (ISBN: 9783442382170)
    Mary Simses

    Der Sommer der Blaubeeren

    (675)
    Aktuelle Rezension von: Linda7820

    Ellen Branford ist eine talentierte Anwältin aus New York, die nicht nur wunderschön und beliebt ist, sondern auch kurz vor ihrer Traumhochzeit mit dem erfolgreichen Anwalt und Politikersohn Hayden Croft steht. Als ihre Großmutter sie kurz vor ihrem Tod bittet, einen Brief an einen gewissen Chet Cummings in dem kleinen Ort Beacon in Maine zu überbringen, begibt sich Ellen auf eine unerwartete Reise in eine andere Welt. Beacon ist der Heimatort ihrer Großmutter, und Chet war anscheinend ihre Jugendliebe.

    Ellen plant, nur für zwei Tage zu bleiben, um Chet den Brief zu übergeben, in dem sich ihre Großmutter für vergangene Ereignisse entschuldigt. Doch die zwei Tage reichen nicht aus, denn plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ellen stürzt in einen Steg und wird fast ertrunken, bis sie von dem attraktiven Roy Cummings, dem Neffen von Chet, gerettet wird. Zu allem Überfluss erfährt sie, dass Chet kürzlich verstorben ist.

    Ellen entdeckt das Elternhaus ihrer Großmutter und findet heraus, dass diese eine talentierte Malerin war – eine Tatsache, die ihrer Familie bisher unbekannt war. Fasziniert von der Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Beziehung zu Chet, begibt sich Ellen auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erkennt sie, dass sie nicht nur die Geschichte ihrer Großmutter erforscht, sondern auch ihre eigene Identität und ihr Glück finden möchte.

    Die Frage, für welchen Mann sie sich entscheiden soll, wird für Ellen immer drängender.

    Das Buch ist einfach großartig und eignet sich perfekt für den Sommer. Es lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern auch dazu, die Rezepte für die köstlichen Blaubeermuffins auszuprobieren. Ellen wird dem Leser sofort sympathisch, und die Entdeckung der Geschichte ihrer Großmutter ist äußerst fesselnd. Die Autorin thematisiert die Frage nach den wahren Werten im Leben, die das Glück der Menschen ausmachen. Mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme, Heiterkeit und Ernsthaftigkeit der Charaktere gelingt es ihr, die Leser in die Protagonisten hineinzuversetzen.

  14. Cover des Buches What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1) (ISBN: 9783473586820)
    Isabel Ibañez

    What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)

    (316)
    Aktuelle Rezension von: valls

    Info vorab: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung.

    Das Buch lässt mich sehr zweigespalten zurück.

    Auf der einen Seite finde ich es sehr positiv, dass das Buch echte Originalität aufweist und keine oder zumindest wenige Klischees aufwärmt.

    Allein, dass die Hauptprotagonistin mal nicht aus England oder den USA stammt, sondern aus Buenos Aires, Argentinien und der südamerikanische Flair auch des Öfteren durch spanische Kapitelüberschriften und spanische Phrasen mitten im Text im Buch zum Vorschein kommt, lässt die Geschichte schon herausstechen.

    Natürlich ist dieser Punkt der Tatsache geschuldet, dass die Autorin selbst Wurzeln in Südamerika hat, aber das tut dem ja keinen Abbruch.

    Den Anfang fand ich super stark. Vor allem die Beschreibung der unbekannten Stadt und des Grandeurs der Kolonialzeit in Ägypten, aber auch die vorherrschende Kritik der wichtigen Charaktere am englischen Einfluss. Man hat sich bei der Beschreibung des Sheapards Hotel, in dem sich internationale Touristen, Geschäftsleute und Prominente tummeln, sehr an diesen ereignisreichen Ort geträumt. Generell hatte ich das Gefühl die Autorin hatte einen sehr scharfsinnigen Schreibstil und die Dialoge, besonders zwischen Whit und Inez, waren sehr intelligent und nicht vorhersehbar. 

    Auch die Dynamik zwischen Inez und Whit fand ich gelungen - endlich mal eine Frau, die den "Bad Boy" durchschaut, schlagfertig ist und im Analysieren von Menschen relativ scharfsinnig wirkt - naja, das heißt zumindest zunächst (Erläuterung folgt später). Whit findet Inez am Anfang nervig, da sie ihm seinen Job erschwert und Inez findet Whit wiederum nervig, weil er ihr Steine dabei in den Weg legt, in Ägypten zu bleiben.

    Whit auf der anderen Seite ist ebenfalls gelungen. Eine charmante, distanzierte Fassade nach außen, innen plagt ihn offensichtlich vieles. Auch sein Alkoholproblem und seine Schwächen machen ihn zu einem sehr realistischen männlichen Hauptcharakter. Man versteht, dass er die teilweise illegalen Geschäfte, die er für Ricardo erledigen muss, nicht genießt, sondern irgendwie gefangen ist. In einer idealen Welt würde er irgendetwas mit Chemie machen, aber die Wirklichkeit sieht anders aus: er wurde aus dem Militär geworfen und hat eine dunkle Zeit hinter sich, aus der ihn Ricardo gerettet hat.

    Dass sich Gefühle zwischen Inez und Whit entwickeln, die sich, obwohl sie so unterschiedlich sind, gut ergänzen, ist zwar nachvollziehbar, aber es ging mir zu schnell. Auf einmal küsst er sie auf die Wange und ist ganz angetan... da hätte ich mir gewünscht, dass der Leser noch länger im Dunkeln gehalten wird, was seine Gefühle angeht. 

    Inez Onkel, ein Archäologe, Whits Boss und der Kollege ihrer Eltern, will eigentlich den ganzen Roman über, dass sie Ägypten wieder verlässt und hat deswegen ganz am Anfang Whit geschickt, um sie direkt wieder in ein Schiff zurück nach Argentinien zu setzen. Man teilt hier Inez Frustration, dass sie herausfinden will, was mit ihren Eltern geschieht und kämpfen muss, um zu bleiben.

    Als sie sich dann durch List und Widerspenstigkeit (was ich gut an ihr fand) auf das Boot zur Ausgrabungsstätte schmuggelt und ihr Onkel sie widerwillig als Teil des Teams akzeptiert, ging es meiner Meinung nach bergab. 

    Und die Logikfehler häuften sich leider auch.

    1) Inez kennt ihre Eltern praktisch gar nicht. An einem Punkt im Buch sagt sie auch, dass sie nicht mal ihren eigenen Eltern vertrauen kann. Sie verbringen zwar immer ein halbes Jahr in Argentinien, aber als Leser hat man das Gefühl, die beiden bleiben blass und nicht greifbar. Es ist etwas schwer vorstellbar, dass Inez ihre eigenen Eltern so wenig kennt. Da fühlte sich dann aber vieles nicht stimmig an. Dass sie in deren alter Suite wehmütig wurde, kann man ja verstehen aber man hat generell das Gefühl, Inez wandelt bzgl. vielem im Dunkeln und zwar nicht nur, weil sie - zu ihrer Verteidigung - auch viel im Dunkeln gelassen wird, sondern auch, weil sie vielleicht an manchen Stellen nicht genug hinterfragt.

    2) der Grund, dass Tio Ricardo sie im Team gegenüber Mr. Fincastle akzeptiert, ist, dass sie ihre Zeichnerin wird, obwohl Abdullahs Tochter mit Kamera dabei ist? Das hat für mich überhaupt gar keinen Sinn gemacht. Da hätte die Autorin wirklich mit etwas Besserem kommen können. Zum Beispiel hätte Inez offenbaren können, dass sie die Magie des Rings wahrnimmt und das Team sie braucht, damit sie das Grab finden. Sie hätte sich unverzichtbar machen können.

    3) dass Inez einfach akzeptiert, dass Tio Ricardo ihr nicht die ganze Wahrheit über ihre Eltern erzählt, obwohl es für den Leser offensichtlich ist, dass er etwas verbirgt, finde ich seltsam, selbst vor dem Hintergrund, dass sie sich ihren Aufenthalt in Ägypten mehr oder weniger erkämpfen musste und nur "geduldet" ist.  Es ist unlogisch, dass sie ihren Onkel nicht noch stärker nach Infos über ihre Eltern bedrängt. Sie gibt zu schnell auf.

    4) auch ihre Gedanken bezüglich Tio Ricardo, nachdem sie denkt, dass er ihre Eltern ermordet hat, finde ich nicht überzeugend. Es wirkt alles etwas konstruiert.

    5) dass Sie die Warnzeichen nicht erkennt, als ihre Mutter auftaucht. Sie sagt ihr ständig, sie soll "sie nicht suchen". Kommt verhüllt, scheinbar aus Angst vor Ricardo. Sagt Inez überhaupt gar nicht, was los ist. Wirkt übelst dodgy auf den Leser. Und dennoch vertraut Inez einer Frau, die zwar ihre Mutter ist aber die sie kaum kennt. Wieder lässt sie sich, ähnlich wie von ihrem Onkel, mit wenig bis gar keinen Informationen abspeisen und lässt sich benutzen. Dafür, dass sie am Anfang als so dickköpfig und widerspenstig dargestellt wird und auch Whit so scharfsinnig analysiert und durchschaut, handelt sie ab einem Drittel des Buches zunehmend naiv und out of character. Selbst Isadora sagt zu ihr, dass sie zu "trusting" ist. Auf der anderen Seite kann ich verstehen, dass die Autorin Inez auch Schwächen geben wollte, immerhin macht das Charaktere ja erst nahbar. Und klar, es ist ihre Mutter, von der sie dachte, dass sie tot ist. Erleichterung und Gewohnheit spielen da sicher eine Rolle.

    6) Elviras Tod fand ich so oder so unnötig und scheiße. Aber wie Inez damit umgeht, finde ich noch schlimmer. Ja sie weint und gibt sich die Schuld. Aber als Elvira verschwindet, trödelt sie zunächst mit ihrem Kleid, flirtet mit Whit. Und nach Elviras Tod denkt sie nur daran, Elviras Tod zu rächen und ihre Mutter zu verfolgen. Ihre Gedankengänge wirken hier ebenfalls wieder sehr konstruiert. Hier hat die Autorin es nicht geschafft, Inez Trauer authentisch rüberzubringen. Es wurde auch viel zu wenig über Inez Angst vor der Reaktion ihrer Tante und Cousine gesprochen.

    Ab dem ersten Drittel zieht sich das Buch sehr und die gesamte Ausgrabung hat mich teilweise etwas gelangweilt. Viele Charaktere tauchen gar nicht mehr auf (z.B. Farida) und oft beinhalten Szenen nur Inez und Whit. Whit ist natürlich immer plötzlich da. Zwar hat es mich ja irgendwie auch gefreut, weil ich die beiden zusammen toll fand, aber es war mir dann doch ein bisschen zu "convenient", dass sie immer zusammen waren. Die Backstory zu Cleopatra und ihren Kindern sowie Marcus Antonios war ganz spannend. Auch Inez Visionen von Cleopatra fand ich sehr mystisch. Man hatte das Gefühl, die Gegenwart und die Vergangenheit sind irgendwie verbunden und die Vergangenheit ist nicht wirklich vergangen. Auch den Titel des Buches fand ich gelungen. Ich liebe es, wenn Titel sich auf eine kleine Stelle im Buch beziehen, die man fast überlesen könnte. Inez Mutter erwähnt kurz, dass der Nil so viel weiß und so viele Dinge im Wasser gelandet sind und Inez sinnt dann darüber nach, wie viele verschiedene Zeiten der Fluss gesehen hat. Das hat eine sehr mystische und geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen. Die magischen Artefakte hingegen fand ich irgendwie sehr überflüssig.

    Als sie gegen Ende zusammen in der Grabstätte eingesperrt sind, ist Inez mir viel zu passiv. Sie fragt Whit, was sie tun sollen, obwohl er selbst verletzt und am Boden ist. Das ist doch die bekannte "Line", die in Filmen immer kritisiert wird. Dass die Frau den Mann fragt, was zu tun ist. Auch wieder komplett out of character. Ja, sie ist in Panik und hat Angst um ihre Cousine. Aber trotzdem finde ich, sie verhält sich hier sehr klischeehaft.

    Insgesamt vergebe ich dennoch 4 von 5 Sternen. Mich hat das Buch insgesamt trotz aller Logikschwächen und schwächerer Passagen vor allem durch seine Originalität, seinen intelligenten Schreibstil, die geistreichen Dialoge und die dreidimensionalen Charaktere überzeugt.

  15. Cover des Buches Jeder stirbt für sich allein (ISBN: 9783746767086)
    Hans Fallada

    Jeder stirbt für sich allein

    (319)
    Aktuelle Rezension von: Sonja_Schmitz1

    Durch Zufall bin ich auf Fallada und dieses Buch gestoßen.

    Es ist eine sehr gut erzählte, tragische Geschichte über den Krieg, Hitler, den Widerstand und die Menschen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich werde mit Sicherheit weitere Fallada Bücher lesen. 

  16. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

    (806)
    Aktuelle Rezension von: miss_chips

    Nachdem ich das Buch nun schon ein wenig länger im Regal stehen hatte, habe ich es endlich im Urlaub gelesen und war begeistert. 

    Im Grunde geht es um eine archäologische Ausgrabung in Israel, bei der ein mysteriöses Benutzerhandbuch für eine Videokamera gefunden wird. Das Seltsame ist, dass diese genau neben einem 2000 Jahre alten Skelett lag. Nach kurzer Überlegung ist man sich sicher, dass vor 2000 Jahren Jesus Christi gefilmt worden sei. Natürlich geben sie dann alles, um dieses Jesus-Video zu finden.

    Anfangs hatte ich ehrlicherweise ein paar Probleme in die Geschichte hineinzukommen, da alle Charaktere vorgestellt werden. Wenn man dachte, dass man nun alle kennt, kamen wieder neue dazu. Die vielen POV-Wechsel waren spannend und erleichterten das Verständnis der Geschichte, bedeuteten aber auch, dass ich die ganze Zeit alle Handlungsstränge und persönlichen Eigenschaften der Charaktere mental präsent haben musste. Ich mochte nicht alle Charaktere und es sind auch nicht alle so geschrieben, dass man sie sympathisch finden soll. Insgesamt half es mir jedoch, die Motivationen und Perspektiven der Charaktere zu verstehen. Hier und da wusste man auch mehr als die jeweiligen Protagonisten des Kapitels und es war interessant zu sehen, wie eine Handlung auf verschiedene Weisen interpretiert werden konnten. 

    Während des Lesens habe ich nicht nur eine spannende Geschichte erlebt, sondern auch wirklich viel gelernt. Man merkt, dass der Autor Recherche betrieben hat, um das worüber er schreibt, so detailreich wie möglich zu erklären. Einerseits ist das hilfreich, andererseits kann es manchmal ein wenig zu sehr in die Tiefe gehen, wenn man sich für bestimmte Themen nicht interessiert. Ich persönlich möchte diese vielen Details und Informationen. Auch, wenn sich vieles über die Jahrzehnte seit Veröffentlichung verändert hat. 

    Nicht nur die Charaktere, sondern auch ich haben dem Ende sehr entgegengefiebert. Ich wollte unbedingt wissen, was es nun mit dem Jesus-Video auf sich hat und ob es überhaupt existiert. Die Auflösung war meines Erachtens ernüchternd. Es gab Zeitsprünge, die meines Erachtens nicht gut ausgeführt worden sind, und keine richtige Erklärung, wie alles stattgefunden hat. Vielleicht bin ich diesbezüglich auch ein wenig pingelig. 

    Alles in Allem mochte ich das Buch sehr. Es hat interessante Aspekte von Religion und Vergangenheit beleuchtet. Zudem hat es Fragen in Bezug auf Religion, Moral und subjektiver Wahrnehmung aufgemacht, die man vermutlich gar nicht so einfach beantworten kann, selbst wenn ich es mir wünsche. 

     

  17. Cover des Buches Ich schreib dir morgen wieder (ISBN: 9783492312950)
    Cecelia Ahern

    Ich schreib dir morgen wieder

    (1.102)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen und das lag vor allem an dieser schrecklichen und egozentrischen Protagonistin. Tamara Goodwin ist eine verwöhnte, undankbare, vorlaute und rotzfreche Göre, die mir einfach nur höllisch auf den Senkel gegangen ist. Sie soll scheinbar 17 Jahre alt sein und gemäß ihren Aussagen fühlte sie sich doppelt so alt – im wahrsten Sinne des Wortes sagte sie «Aber in den letzten Monaten bin ich um Jahre gealtert.». Ah ja? Wo denn? Sie verhält sich wie eine Zwölfjährige, die mit der Situation und ihren Gefühlen nicht klarkommt. Von Reife keine Spur. Von den elendig langen Monologen und Erzählungen ganz zu schweigen. Es war zum Haareraufen. 

    Von allen anderen Charakteren waren höchstens noch ihre Tante und die Klosterschwester (ich glaube, ihr Name war Schwester Ignatius) interessant, da die beiden Personen etwas Geheimnisvolles umgaben. Die Tante im negativen und die Klosterschwester im positiven Sinne. Mehr kann ich dazu, aufgrund der Spoilergefahr, nicht verraten.

    Die Idee fand ich eigentlich recht interessant. Ich meine: Ein Tagebuch, dass die Zukunft zeigt? Das ist doch wirklich interessant. Leider war die Umsetzung mies, nicht sonderlich spannend oder gut durchdacht. Über das Tagebuch erfährt man nicht wirklich viel. Es ist einfach da. Woher es kommt? Wie es funktioniert? Das erfährt der Leser mit keiner Silbe. Es ist da. Punkt. Komm damit klar. Und Tamara selber hegt keinerlei Ambitionen hinter das Geheimnis des Tagebuchs zu kommen. Sehr schade.

    Die Geschichte an sich ist größtenteils langweilig und fade. Die Handlung plätschert vor sich hin und es geschieht nicht wirklich viel Interessantes. Stattdessen verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten und vielen Wiederholungen. Die interessanten Dinge werden auf die letzten 100 Seiten gepresst. Plötzlich geht alles Schlag auf Schlag und das gut behütete Familiengeheimnis wird gelüftet. Bäm! Da hast du es! … Äh? Warum? WARUM tut die Autorin denn sowas? Ich begreife es nicht. Dieses Familiengeheimnis wäre ein toller Spannungsbogen gewesen, der sich durch die gesamte Geschichte hätte ziehen können. Aber nein, warum auch? 

    Der Schreibstil an sich – tja… Da die Geschichte aus Tamaras Sicht geschrieben wurde, passte der Schreibstil hervorragend zu dieser unreifen 17-Jährigen. Sorry, ich weiß, ich höre mich gerade sehr herablassend an, aber diese Hauptprotagonistin hat mir total die Geschichte vermiest. Ich kann ihr kaum etwas Positives abgewinnen – zumindest hatte sie mich gegen Ende etwas milder gestimmt und sie schien tatsächlich etwas reifer geworden zu sein.

    Fazit:

    Die unausstehliche Protagonistin und eine größtenteils langweilige Geschichte… Ich bin echt enttäuscht. Diese Geschichte hätte spannend werden können.

  18. Cover des Buches Alles, was ich geben kann – The Last Letter (ISBN: 9783423284295)
    Rebecca Yarros

    Alles, was ich geben kann – The Last Letter

    (399)
    Aktuelle Rezension von: Seiten_sucht

    Diese Rezension fällt mir tatsächlich ziemlich schwer, weil ich bei diesem Buch irgendwie zwischen „Wow, was hat das mit mir gemacht?“ und „Puh, ich musste mich teilweise wirklich durchkämpfen“ schwanke.

    Ich habe Alles, was ich geben kann als Hörbuch gehört und bin ehrlich gesagt froh darüber. Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich es wahrscheinlich zwischendurch abgebrochen.

    Der Anfang hat mir noch gut gefallen, auch wenn ich nicht sofort komplett in der Geschichte angekommen bin. In der Mitte wurde es für mich allerdings ziemlich zäh. Es passiert für mein Empfinden nicht genug Neues und ich musste mich teilweise wirklich motivieren, weiterzuhören.

    Und dann kamen die letzten Kapitel …


    Ich musste zwischendurch tatsächlich eine Pause machen – und auch danach brauchte ich erst einmal etwas Abstand.

    Emotional hat mich das Ende also definitiv erreicht. Gleichzeitig frage ich mich, ob es dieses zusätzliche Drama in dieser Form wirklich gebraucht hätte. Die Geschichte war für mich zu diesem Zeitpunkt emotional sowieso schon sehr schwer.

    Als Hörbuch konnte ich mich trotzdem bis zum Ende durchziehen – vor allem, weil die Bewertungen so gut waren und ich unbedingt wissen wollte, ob mich die Geschichte noch packt.

    Hat sie nicht ganz ...

  19. Cover des Buches Die tausend Teile meines Herzens (ISBN: 9783423740418)
    Colleen Hoover

    Die tausend Teile meines Herzens

    (570)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Dieses Buch konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
    Nun ist ein schlechtes Colleen Hoover Werk immer noch unterhaltsam und wahnsinnig gut geschrieben – aber die Geschichte hat mich nicht wirklich eingefangen und mir war lange nicht so richtig klar, worauf das Ganze hinaus laufen soll. 

    Ich mochte Merrit als Protagonistin recht gerne. Nicht, weil sie so liebenswert gewesen wäre, sondern, weil sie authentisch beschrieben war. Ihre Sorgen und Nöte waren nachvollziehbar – ihre Familie eine absolute Katastrophe. 

    Die Autorin schafft es, dass man aber trotzdem alle Figuren mag. Die Konstellation dieser Familie war halt absolut wild. 

    Aber mir fehlte es ein bisschen an Geradlinigkeit. Viele Themen werden nur kurz angerissen, dafür werden Seiten mit Belanglosigkeiten gefüllt. 

    Dass es sich um die Geschichte einer zerrütteten Familie handelt, wird einem schon irgendwann klar, aber dafür blieb zum Beispiel die Love Story etwas flach. 

    So wurde hier auch immer wieder das Thema Depression angesprochen, aber das kam für mich bei Lesen gar nicht so rüber. Da hätte man das Innenleben der Person viel besser beleuchten müssen. 

    Wenn ich etwas jünger wäre, hätte mir die Story wahrscheinlich besser gefallen. So blieb sie einfach ein bisschen flach.

  20. Cover des Buches Das Orangenmädchen (ISBN: 9783570907399)
    Jostein Gaarder

    Das Orangenmädchen

    (567)
    Aktuelle Rezension von: Tini_07

    In „Das Orangenmädchen“ entdeckt der 15-jährige Georg einen langen Brief seines verstorbenen Vaters. Dieser Brief, versteckt in einem alten Kinderwagen, erzählt eine bewegende Liebesgeschichte: die Suche nach dem geheimnisvollen „Orangenmädchen“. Zugleich richtet sich der Vater direkt an seinen Sohn und stellt ihm eine tiefgründige Frage über das Leben und den Tod.

    Der Roman ist eine berührende Mischung aus Familiengeschichte, romantischer Erzählung und philosophischer Reflexion. Gaarder gelingt es, große Fragen – Was ist der Sinn des Lebens? Würde man leben wollen, auch wenn das Leben endlich ist? – in eine leicht lesbare, aber nachdenklich stimmende Geschichte zu verpacken.

    Ein poetisches und tiefgründiges Buch, das auf einfache Weise große Fragen stellt. Es ist sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene geeignet – emotional, nachdenklich, aber nie schwerfällig. Wer gerne philosophische Romane mit einem Hauch von Romantik liest, wird dieses Buch mögen.


  21. Cover des Buches Brief an den Vater (ISBN: 9783150148990)
    Franz Kafka

    Brief an den Vater

    (187)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Ich muss sagen, dass ich mit Kafka zuweilen ein Problem habe, weil er mir arg depressiv scheint, was er ja auch letztendlich war. Aber Brief an den Vater ist einfach so echt, dass sich mein Hut davor ziehen muss. Emotional, ehrlich und persönlich. Wir dürfen in die Beziehung zwischen Kafka und seinem Vater Einblicken 

  22. Cover des Buches Bridge Kingdom – Der Schwur der Spionin (ISBN: 9783492707015)
    Danielle L. Jensen

    Bridge Kingdom – Der Schwur der Spionin

    (114)
    Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_Happyendings

    Bridge Kingdom von Danielle L. Jensen hat mich mit einer Prämisse erwischt, die ich wirklich liebe: eine Spionin, die als Braut in ein feindliches Königreich geschickt wird, um es von innen zu zerstören. Das ist Stoff mit echtem dramatischen Potenzial, und Jensen holt einiges davon heraus.

    Was mich von Anfang an gefesselt hat, ist das Worldbuilding. Das Bridge Kingdom fühlt sich lebendig an, mit eigenen Gesetzmäßigkeiten, einer Bevölkerung, die mehr ist als Kulisse, und einem Geheimnis, das wirklich neugierig macht. Jensen enthüllt das Setting dosiert, nicht auf einen Schlag, und das hat mir als Leserin sehr gut gefallen.

    Mein Problem ist Lara. Nicht als Konzept, sondern in der Ausführung. Ich verstehe, dass eine ausgebildete Spionin selbstbewusst, kalkulierend und strategisch sein soll. Aber Laras Selbstdarstellung hat mich auf Abstand gehalten, weil sie irgendwo zwischen berechtigtem Selbstbewusstsein und performativer Überlegenheit pendelt, ohne dass ich immer das Gefühl hatte, dass das Buch das reflektiert.

    Was mich außerdem beschäftigt: Der emotionale Konflikt zwischen Lara und Aren basiert zu großen Teilen darauf, dass sie einander einfach nicht die richtigen Dinge sagen. Das ist ein Stilmittel, das ich als Lektorin kritisch betrachte. Es erzeugt Spannung auf die schnelle Tour, aber es fühlt sich nicht immer verdient an, wenn Figuren eigentlich intelligent genug wären, das jeweilige Missverständnis in einem einzigen Satz aufzulösen.

    Trotzdem, und das muss ich klar sagen: Das Buch hat Sogwirkung. Ich habe es zügig gelesen, war drin, wollte wissen wie es weitergeht. Jensen versteht es, Tempo und Weltbau in Balance zu halten, und der romantische Bogen zwischen Lara und Aren hat genug Reibung, um zu funktionieren.

    4 von 5 Sternen. Empfehlenswert für alle, die Enemies-to-Lovers mit echtem politischen Setting mögen und mit einer Protagonistin umgehen können, die nicht sofort sympathisch ist.

  23. Cover des Buches TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen? (ISBN: 9783328104551)
    Megan Miranda

    TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

    (327)
    Aktuelle Rezension von: Schlafmurmel

    Mit Tick Tack – Wie lange kannst du lügen? hat Megan Miranda wirklich etwas Besonderes geschaffen. Das Buch ist zwar schon etwas älter, aber ich habe es erst jetzt von einer Freundin bekommen – und so einen Thriller habe ich tatsächlich noch nie gelesen.

    Der Aufbau ist absolut ungewöhnlich, denn die Geschichte funktioniert wie ein „Rückwärts-Thriller“. Zu Beginn kehrt Nic Nicoletta in ihren Heimatort Cooley Ridge zurück, doch die Ereignisse werden zunächst nur angedeutet. Danach startet Teil 2 plötzlich mit Tag 15 – also zwei Wochen nach Nics Rückkehr – und anschließend wird Tag für Tag rückwärts bis zu Tag 1 erzählt. Dieses Konzept war einfach mega spannend und hat perfekt funktioniert.

    Eigentlich führt Nic inzwischen ein geordnetes Leben in Philadelphia und steht kurz vor ihrer Hochzeit. Doch wegen ihres kranken, dementen Vaters kehrt sie zurück in ihre Heimatstadt. Dort werden Erinnerungen an die Vergangenheit wach, denn vor Jahren verschwand ihre beste Freundin Corinne spurlos. Und kaum ist Nic zurück, verschwindet erneut ein Mädchen. Zufall? Oder hängt alles zusammen?

    Nach und nach erfährt man, was in diesen zwei Wochen wirklich passiert ist – und auch, was damals geschah. Immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte. Besonders spannend fand ich, wie sich langsam zeigte, wer mit wem verbunden war und wer tiefer in die ganze Sache verwickelt steckt.

    Das Ende war für mich völlig überraschend und überhaupt nicht vorhersehbar – genau so muss ein guter Thriller sein. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen und werde die Autorin künftig auf jeden Fall im Auge behalten

  24. Cover des Buches Stell dir vor, dass ich dich liebe (ISBN: 9783733503697)
    Jennifer Niven

    Stell dir vor, dass ich dich liebe

    (327)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Nachdem ich vor ein paar Jahren schon so gar nicht in „All die verdammt perfekten Tage“, einem weiteren Roman von Jennifer Niven, hineinfinden konnte, war ich etwas skeptisch, was diesen hier anbelangt, muss aber sagen, dass ich wirklich positiv überrascht wurde, denn er konnte mich tatsächlich auf gewisse Weise in seinen Bann ziehen. 


    Durch die sehr kurzen, aber prägnanten Kapitel, fiel es mir wirklich leicht, in die Geschichte hineinzufinden und bei der Sache zu bleiben. Überhaupt ließ sich das Buch richtig schnell und flüssig lesen, was nicht nur an der Kürze der Kapitel lag, sondern auch am guten und flüssigen Schreibstil der Autorin. Ebenso hat sie ein riesiges Talent, das Setting, die Charaktere und deren Gefühle zu beschreiben.


    Dabei fand ich die beiden Protagonisten sehr interessant, wie sie sich weiterentwickeln und schlussendlich zueinanderfinden. Beide haben eine gewisse Last zu tragen und alle zwei sind richtig gut geschrieben, vor allem aber Libby, die zwar innerlich sehr unsicher ist und mit den Dämonen ihrer Vergangenheit und auch ein Stück weit der Gegenwart zu kämpfen hat, aber dennoch wahnsinnig schlagfertig ist und sich nichts bieten lässt. Für mich ist sie ein sehr starker und liebenswerter Mensch, selbst wenn sie selbst eine Weile braucht, um das zu begreifen. Im Gegensatz dazu wirkt Jack, obwohl er beliebt ist, gut aussieht und mit dem scheinbar coolsten Mädchen der Schule zusammen ist, sehr unsicher. Er versteckt sein Problem und versucht allein damit klar zu werden. Als beide aufeinandertreffen und sich näher kennenlernen, können sie sich gegenseitig helfen, wobei auch hier wieder Libby eher die treibende Kraft ist.


    Schön fand ich auch, wie gut sich die Autorin informiert hat. Obwohl ich vorher nicht viel über Gesichtsblindheit wusste, habe ich in diesem Buch noch viel darüber gelernt. Ebenso über die Folgen und Probleme, die damit einhergehen. Dennoch konnte ich mir nicht so recht vorstellen, wie Jack es so lange geheim halten konnte. Ebenso fand ich die Problematik von Libbys Übergewicht etwas zu überdramatisiert. Gut, bis zu dem Part, als sie das dickste Mädchen Amerikas war, fand ich das Interesse daran noch nachvollziehbar und auch, dass sie danach noch als dieses abgestempelt wird. Dennoch gibt es in Amerika so viele übergewichtige Menschen, dass sie in ihre Schule nicht so herausstechen sollte, wie sie es tut. 


    Trotzdem mochte ich die Geschichte wirklich gern, konnte beide Protagonisten richtig gut leiden und habe sie auch gern dabei begleitet, zu sich zu finden und auch zueinander. Ich habe Libby  wirklich für ihre Schlagfertigkeit gefeiert und Jack mochte ich, weil er einen guten, sanften Charakter hat. Beide zusammen ergeben ein gutes Team. Und selbst, wenn mir am Ende das gewisse Etwas noch gefehlt hat,  würde ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, denn es ist süß, kurzweilig und stellenweise sogar richtig tiefgründig. 

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