Bücher mit dem Tag "briefroman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "briefroman" gekennzeichnet haben.

171 Bücher

  1. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.174)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer ist der Nachfolgeband zu "Gut gegen Nordwind". Ich habe tatsächlich zuerst den Film gesehen und fand ihn richtig gut. Danach habe ich, mittlerweile typisch für mich, das Buch gekauft. Es war echt gut, auch wenn mir das Film-Ende besser gefallen hat, als das Buch-Ende. Es war mir zu offen und sowas mag ich ja gar nicht. Nicht ganz so befriedigt, habe ich das Buch also weitergeschenkt und kurz darauf - durch Zufall - dieses geschenkt bekommen. Ich wusste gar nicht, dass es einen zweiten Teil gibt.

    Es hat etwas länger gedauert, aber nun habe ich es doch endlich gelesen. Ja, es gibt endlich ein Ende. Aber dieses Buch wirkte mir doch dann etwas zu zäh. Ich habe mehr als einmal gedacht: Meine Güte, dieses Hin und Her können sich Emmi Rothner und Leo Leike doch auch einfach sparen. Sie treffen sich. Sie sagen wieder tschüß, schreiben sich weiter, reden um den heißen Brei herum. Ein ewiges Hin und her. Das hätte, finde ich, alles noch zu Teil eins dazugepasst. Dann wäre die Ausgabe dafür etwas länger ausgefallen. Dennoch habe ich es gern gelesen und bin froh, dass es jetzt doch kein offenes Ende im Buch gibt. 

    Also wenn dann, würde ich empfehlen beide Bücher in einem Rutsch hintereinander zu lesen. Den Film kann ich auch allen Romantik-Liebhabern ans Herz legen.

  2. Cover des Buches Die Sache mit dem Glück (ISBN: 9783463400846)
    Matthew Quick

    Die Sache mit dem Glück

     (123)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    „Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“

    Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ihn in ihren letzten wachen Momenten Richard nannte und er in ihrer Schublade einen Aufruf Richard Geres zum Boykott der olympischen Spiele in China findet, beschließt er, dem Schauspieler zu schreiben. In den Briefen erzählt er aus seinem Leben und findet so Zufriedenheit. Doch kann er das Leben ganz allein meistern?

    Die Geschichte wird allein durch Bartholomews Briefe an Richard Gere erzählt. Ihm erzählt er seinen Alltag, aber auch seine Gedanken, die er sich über die Welt macht. Der Leser erfährt so, dass der Pfarrer der Gemeinde sich von der Kirche lossagt und bei Bartholomew einzieht, dass er eine Trauerbegleiterin hat, die mehr Probleme als ihr Kunde hat, in einer Gruppentherapie Max kennenlernt, der um seine verstorbene Katze trauert und an Aliens glaubt, und dass er verliebt in die Jungthekarin seiner Bibliothek ist. Doch natürlich ist er viel zu schüchtern, um sie anzusprechen. Doch das Leben hält viele Überraschungen für ihn bereit.

    Herrje, ich mochte dieses Buch. Ich mochte Bartholomew, der sich so viele Sorgen um sein Leben und die Welt macht. Ich mochte den Pfarrer, der sich trinkend und betend bei ihm einnistet. Ich mochte Max, der fluchend durch die Welt geht und um seine tote Katze weinen kann. Und ich mochte Elisabeth, die Junthekarin, weil sie Licht in Bartholomews Welt bringt.

    Das Buch ist voller skurriler, aber sehr liebenswerter Charaktere und hält auch so manche Weisheit bereit. Ich möchte diese hier erwähnen, weil ich sie mir direkt rausgeschrieben habe: „Schönheit steckt in uns allen, Bartholomew. Sie versteckt sich bloß manchmal.“

  3. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (507)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Dieses Buch wurde mir sehr oft empfohlen, und so habe ich beschlossen, es auch zu lesen und zu kaufen. Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen und habe es abgebrochen, da mir der Schreibstil einfach nicht gefällt. Ich weiß nicht, ob es an der alten Ausgabe liegt, oder dass das einfach so ist. Und wird bei mir mit U. abgekürzt und das stört mich beim Lesen einfach.

  4. Cover des Buches Lieber Daddy-Long-Legs (ISBN: 9783551560445)
    Jean Webster

    Lieber Daddy-Long-Legs

     (143)
    Aktuelle Rezension von: vaSe

    Das Buch hat mir erstaunlich gut gefallen, das hätte ich definitiv nicht gedacht. Auch dass es in der Briefform geschrieben ist, fand ich ziemlich gut und ziemlich leicht zu lesen. Das Ende kam für meinen Geschmack ein bisschen zu plötzlich, außerdem finde ich, der Schluss hätte wieder in "normaler Form" geschrieben worden sein. Kann ich aber definitiv empfehlen, ist entspannt für zwischendurch.

  5. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

     (2.820)
    Aktuelle Rezension von: LaNasBuchclub

    Wie viele andere auch, bin ich erst durch die zauberhafte Verfilmung der Geschichte auf das Ursprungswerk gestoßen. Als ich das Buch dann eines Abends in die Hände nahm, um es endlich zu lesen, war ich doch etwas überrascht. Es ist ein Roman, aber keiner im 'herkömmlichen' Sinn. Auf 445 Seiten erleben wir die Geschichte von Rosie und Alex, dargestellt allein in Form von Briefen, E-mails, Chatnarchichten und SMS, die sie einander über Jahre ihres Lebens hinweg geschrieben haben. 

    Rosie Dunne und Alex Stewart sind unzertrennlich. Mit fünf Jahren wurden sie beste Freunde und ab da, gab es kein Zurück mehr. Selbst als Alex kurz vor ihrem gemeinsamen Schulabschluss mit seiner Familie nach Amerika umzuiehn muss, kann die Distanz an dieser Tatsache nichts ändern und sie schmieden gemeinsame Pläne. Nach dem Abschluss soll Rosie auch nach Boston ziehen, wo dann beide gemeinsam Studieren wollen. Aber es kommt ganz anders, als geplant und es Beginnt ein Leben voller Höhen und Tiefen.

    Und während alle Wellt zu wissen scheint, dass Rosie und Alex zu mehr als nur Freunden bestimmt sind, scheint ihnen das Leben immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Es ist wie verhext!

    Das Konzept eines "Brief-Romans" war eher neu für mich, deshalb war ich auf den ersten Seiten skeptisch, wie sich das auf den Lesefluss auswirken würde. Schnell habe ich aber gemerkt, dass eine ganz besondere Form des Lesens ist.
    Kennt ihr das, wenn ihr beim Aufräumen auf alte Krams-Schachteln stoßt, in die alte Erinnerungsstücke verbannt wurden, um in der Ecke zu verstauben? Solche Dinge, die man nur durch Zufall mal zwischen die Finger bekommt, von denen man sich aber irgendwie nie trennen kann? Und obwohl man ja aufräumen wollte, findet man sich plötzlich in der Situation wieder, wie man jedem Stück Aufmerksamkeit schenkt, jedes Bild mit einem Lächeln mustert und sich erinnert, und jeden Brief mit einem Interesse ließt, als wäre es das erste Mal... 

    So ging es mir beim Lesen dieses Buches. Als hätte man durch Zufall eine Schachtel gefunden und in ihr versteckt, ein ganzes Leben. 

    Ich bin von Brief zu Brief, von Nachricht zu Nachricht geflogen, weil ich nicht anders konnte, als zu erfahren, wie es weiter gehen wird. Und Rosie wie auch Alex haben es mir nicht leicht gemacht. 

    Es war intensiv, gefühlvoll, mit einer guten Prise Humor und Allem voran entsetzlich frustrierend. Wer sich auf eine leichte, locker-flockige Romanze mit Happy End freut, wird hier eine bittere Enttäuschung erfahren. Denn Alex' und Rosies Geschichte ist nicht leicht sondern gespickt mit Stolpersteinen. Andauernd habe ich mich dabei erwischt zu hoffen - obwohl ich es besser hätte wissen müssen - dass sie sich jetzt endlich finden würden, nur um wieder enttäuscht zu werden. Aber wer ein starkes Maß an Geduld mitbringt, wird die letzten Seiten dennoch mit einem seeligen Lächeln lesen können. 

    Die nötige Leichtigkeit erhält der Roman durch seine wundervoll ausgestalteten Protagonisten. Da man Alex und Rosie über Jahrzehnte ihres Lebens begleitet, ist es spannend mitzuerleben, wie sich ihre Einstellung zum Leben und all seinen Facetten stetig weiterentwickeln. Gerade Rosie, die über die Jahre mit vielen unerwarteten Wendungen des Schicksals fertig werden muss, imponiert sehr durch ihre sympatische, hoffnungsvolle Steh-auf-Männchen-Art. Hierin manifestiert sich auch eine sehr schöne Botschaft, die der Roman meines Erachtens zu vermitteln versucht: Das Leben hält sich an keinen Plan, aber nur weil es das eine Mal nicht klappt, heißt es nicht, dass es immer so bleiben muss. 

    Gerade weil es keine "perfekte" Liebesgeschichte ist, wirkte sie auf mich so authentisch. Für immer vielleicht ist auf eine Weise sehr realitätsnah in dem Sinne, dass es versucht die Eigenheiten des Lebens oder Schicksals oder wie man es nennen mag einzufangen. Und obwohl man Liebesromane heufig ja doch nur in die Hand nimmt, weil man eben keine von der Realität "vermurkste" Geschichte haben möchte, sondern gerade die idealisierte sowas-würde-mir-im-Traum-nicht-passieren Variante, sticht Für immer vielleicht meiner Meinung nach heraus, weil es genau das nicht ist.

    Es ist ein wundervolles und emotionales Buch, das zeigt, dass man auch über viele Umwege durchaus ans Ziel kommen kann. Die Umsetzung in Briefen und Texten kann man sehr toll finden, oder eben nicht. Mir persönlich hat es durch die Andersartigkeit gefallen und ich hatte einen guten Lesefluss. Ich denke man muss sich einfach darauf einlassen können. Am Ende ist Für immer vielleicht eine mitreißende Geschichte, die mich durch ihre liebenswerten Charaktere und authenitsche Art sehr überzeugen konnte.

  6. Cover des Buches Briefe an die grüne Fee (ISBN: 9783744832809)
    Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee

     (73)
    Aktuelle Rezension von: AnjaSc

    Das Buch ist eine Auflistung aus dem Leben des namenlosen Ich-Erzählers und erinnert mich stark an Tagebucheinträge. Er rekapituliert sein Leben, während er oben auf dem Dach sitzt. Wir erfahren nur das, was uns der Protagonist wissen lassen möchte und können bei allem anderen nur mutmaßen. Egal ob es um die tatsächlichen Ereignisse geht oder um die Dinge, die die anderen Beteiligten wohl erlebt haben.

    Auf Instagram habe ich unter „Kurz und bündig“ bereits geschrieben:
    „Das Buch ist tragisch, es ist manchmal ganz laut, es ist vulgär und dann ist es wieder ganz leise und poetisch. Es ist kraftvoll und beschönigt nichts. Es ist pornös!

    Das Buch ist wirklich dreckig, es ist direkt und es ist genau das, was wir als Großstandkinder erlebt haben um uns herum:  Nutten, Dreck, Suff und Drogen. Was für einen selbstherrlicheren Mist wir getan haben und unbezwingbar haben wir uns gefühlt…  Genau wie der Ich-Erzähler in diesem Buch, gut vielleicht nicht genau so.

    Das habe ich dem Autor geschrieben, als ich das Buch beendet habe und ich möchte Euch diese Sätze nicht vorenthalten, denn so geht es mir immer noch:

    Du nimmst keinen Blatt vor den Mund. Beschreibst Exzesse so präzise, dass man als Leser weiß: Das ist scheisse was Du machst, aber trotzdem feiert man das ein oder andere!
    Was Du mit den leisen Tönen im Hintergrund beschreibst, das ist die Seele. Das Gefühl. Die Veränderung. Das, wie der Protagonist fühlt.
    Die Reise, die in den Briefen oder ( wie ich es empfunden habe ) Tagebucheinträgen beschrieben wird, ist wie ein Feuerwerk. Mal der Lichtstreif der Rakete am Himmel und dann wieder nur die schwarze verbrannte Hülse.  Ich bin abgestoßen und fasziniert zu gleichen Teilen von dem namenlosen Protagonisten.  Du weckst all das und doch ist man am Ende ausgesöhnt.

    Deshalb ist das Buch etwas besonderes.

    Von mir bekommt „Briefe an die grüne Fee“ von Salih Jamal 4,5 von 5 möglichen Punkten und eine klare Empfehlung.

  7. Cover des Buches Lügen, die von Herzen kommen (ISBN: 9783404169566)
    Kerstin Gier

    Lügen, die von Herzen kommen

     (586)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Schon seit längeren habe ich dieses Buch in meinem Regal stehen. Da ich etwas lockeres, leichtes und kurzes für zwischendurch brauchte, griff ich dazu.

    Schon nach wenigen Seiten habe ich gelacht ohne Ende. In Hannas Schwester Antonia konnte ich mich vor allem sehr gut hineinversetzen. Ich selbst weiß, wie man sich als Mutter fühlt, wenn die Kinder noch im Baby- bzw Kleinkindalter sind.

    Hanna mochte ich von Anfang an. Sie hat mich an meine erste Zeit im Tennageralter erinnert, wie das mit dem Chats lief. Das dauert natürlich eine Weile, bis man die Kniffe kannte.

    Auch wenn ich nach gut einem Drittel wusste, was in etwa auf mich zukommen würde, hatte mich das Buch doch sehr mitgenommen und mich den Alltag vergessen lassen. Witz und Humor hat Kerstin Gier auf alle Fälle.

  8. Cover des Buches Love Letters to the Dead (ISBN: 9781250062963)
    Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

     (1.159)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch kein so trauriges Buch gelesen... Es hat mich wirklich Zeit und Kraft gekostet es zu lesen, aber ich habe es trotzdem genossen.


    Der Schreibstil

    Das Buch ist aus der ersten Person Sicht geschrieben. Die Geschichte wird durch verschiedene Briefe erzählt, jedes Kapitel ist ein Brief an eine andere tote Person. Dennoch kommt es zu flüssigem Stil, da die Briefe teilweise wie eine ganz normale Geschichte geschrieben sind. Ich fand den Schreibstil einfach traumhaft. Ich finde es immer wieder erstaunlich, was Wörter uns fühlen lassen. Jede Emotion kam so perfekt rüber, dass ich teilweise nach zwei Briefen Pause machen musste, weil ich es erst einmal verarbeiten musste.


    Die Charaktere und die Story

    Der Hauptcharakter, Laurel, ist eine vielseitige Person. Auch ihre Freunde lassen sich nicht ganz so einfach beschreiben. Zusammenfassend könnte man sagen, dass sie alle Teenager sind, die ihre Grenzen testen. Die Story ist einfach nur traurig und emotional, ich liebe es!

    Ich fand es klasse, wie man im Laufe des Buches, und besonders gegen Ende, die Entwicklung der einzelnen Charaktere mitbekommen hat. Dennoch war es nie unrealistisch. Das fand ich super!


    Fazit

    Ich würde das Buch jedem empfehlen, der traurige und emotionale Geschichten mag. ABER ACHTUNG!!
    Wer Probleme mit den Themen Tod, Depressionen, Vergewaltigung oder Suizid hat, sollte dieses Buch nicht lesen. 

    Meiner Meinung nach gehört auch eine Triggerwarnung davor, weil manche Kapitel wirklich hart sind.

  9. Cover des Buches Frankenstein (ISBN: 9783717523703)
    Mary Shelley

    Frankenstein

     (478)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Frankenstein ist einer der bekanntesten Klassiker und daher musste ich ihn auch unbedingt mal lesen. Leider hat es sich für meinen Geschmack sehr in die Länge gezogen. 

    Das Monster konnte ich nur zu gut verstehen. Es wird sofort nach seiner Erweckung vom Schöpfer Frankenstein verstoßen, ist durchweg einsam, hilft den Menschen und wird als Dank verachtet, geschlagen und versucht zu ermorden. Nach vielen gescheiterten Versuchen mit den Menschen Kontakt zu knüpfen, wünscht es sich schließlich nur eine Lebensgefährtin, die sein Dasein mit ihm fristet. Da ihm dies von seinem Schöpfer verweigert wird, beginnt sein mörderischer Rachefeldzug.

    Fazit: Die Sprache ist eine ältere und ich musste mich erst einmal reinlesen, um damit warm zu werden. Mit dem Monster konnte ich wunderbar mitfühlen, doch bei Frankenstein selbst fehlte mir fast jegliches Verständnis. Er verurteilt seine Schöpfung von dem Augenblick an, als es die Augen aufmacht. Er flieht und lässt es unwissend und allein zurück. Das war bereits der erste Punkt, der mich sehr störte und den ich nicht nachvollziehen konnte. Leider zieht sich sein Verhalten bis zum Schluss. 

    Interessante Idee, aber leider für mich charakterlich nicht ganz nachvollziehbar und auch etwas zu berechenbar im Mittelteil.

  10. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Lauracea

    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die erste Hälfte ist aus Sicht einer 9 jährigen geschrieben, was für mich sehr ermüdend zu lesen war. 

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Autorin eine sehr einzigartige Weise hat mit Worten zu jonglieren und Gefühle auf eine sehr kunstvolle und nachdenkliche Art auszudrücken. Die Betrachtung der kleinen Phoebe auf die Welt sind gut durchdacht und erinnerten mich ein wenig an "der kleine Prinz".

    Aber die Gespräche, die im Buch geschildert werden, empfand ich als künstlich und gestellt. Die Charaktere sehr flach und einseitig. Die Beziehung zwischen den Charakteren ist in der ersten Hälfte noch einigermaßen greifbar. Danach erschien mir alles sehr übertrieben, unnatürlich und dramatisch. 

    Das Thema Magersucht ist die Autorin sehr gefühlsbetont angegangen. Da es zwischenweise doch sehr unter die Haut geht, hat es definitiv in den Händen von Kindern oder Jugendlichen unter 16 Jahren nichts verloren. 

  11. Cover des Buches Nur einen Klick entfernt (ISBN: B01BCM64FO)
    Kira Gembri

    Nur einen Klick entfernt

     (89)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Es ist Silvester und Tom verirrt sich in einem Erotik-Chatroom. Luna ist zunächst nicht begeistert, lässt sich dann aber auf einen kleinen Schwatz ein und tauscht am Ende mit ihm die Emailadresse, was völlig gegen die Regeln ist. Nun fangen sie sich an zu schreiben und kommen sich mit der Zeit immer näher. 


    Es ist schnell klar, das Tom was zu verbergen hat, da er z.B. erzählt, dass er schon lange nicht mehr bei seiner Mutter war. Aber auch Luna hat Geheimnisse, warum sie z.B. in einen Erotik-Chat arbeitet. Die Beiden reden über sehr viel, so erstellt Luna ein "Lexikon der Küsse". Außerdem sind viele Anspielungen an Serien, Filme und Spiele dabei. 


    Für meinen Geschmack kommen sehr oft Brüche vor und Luna kommt dann immer recht zickig rüber. Tom finde dabei jedoch immer recht authentisch, da er sehr klare und offene Meinungen von sich gibt. 


    Fazit:

    Eigentlich bin ich durch das Buch geflogen. Am Ende war ich dann aber doch enttäuscht. Wie Tom sich entwickelt hat, finde ich unglaubwürdig und die Geschichten werden irgendwie nicht recht zu Ende erzählt. Es entsteht ein Cut und was dazwischen passiert ist, erfahren wir nicht. 

  12. Cover des Buches Der grüne Palast (ISBN: 9783548613529)
    Peggy Hohmann

    Der grüne Palast

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Das Konzept dieses Romans ist außergewöhnlich, denn er besteht komplett aus Briefen. Anfangs war ich skeptisch, da ich mir überhaupt nicht recht vorstellen konnte, dass man in so einen reinen Briefroman Spannung und Leben bringen kann. Ich wurde hier eines Besseren belehrt, denn es ist der Autorin perfekt gelungen, die gesamte Handlung im Briefverkehr diverser beteiligter Personen unterzubringen, ohne dass es künstlich oder gar langatmig wirken würde. Ein Großteil der Briefe ist von Erzherzogin Leopoldine von Österreich an ihre geliebte Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma, Napoleons zweite Ehefrau, gerichtet.
    Auch die anderen Korrespondenzen drehen sich in der Hauptsache um Leopoldine und ihre bevorstehende Heirat mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro. Die portugiesische Königsfamilie weilt jedoch in Brasilien, und daher wird auch Leopoldine dort hin reisen. Bei ihrem Aufbruch in das ferne Land möchte die junge Frau ihre engste Vertraute, Gräfin Lazansky, nicht missen. Diese wiederum unterhält einen regen Briefwechsel mit ihrer Schwester, der sie alles, was sie bewegt, anvertraut und mit Fürst von Metternich, der die Gräfin verehrt und umwirbt. Eine weitere wichtige Person des Romans und ebenfalls in den regen Briefwechsel eingeschlossen, ist Marquis de Marialva, Diplomat am königlichen Hof von Lissabon.
    Ich hatte mich schnell an den Aufbau des Buches gewöhnt, das aus 185 Briefen und so auch aus 185 kurzen Kapiteln besteht. Anfangs habe ich die wörtliche Rede vermisst und befürchtete schon, dass das Fehlen von Dialogen den Roman womöglich unpersönlich erscheinen lassen könnte, aber dem war ganz und gar nicht so. Die Briefe, vor allem Leopoldines, sind sehr intensiv. Sie schüttet ihrer geliebten Schwester ihr Herz aus und vertraut ihr ihre Sorgen und so manche Heimlichkeit an. Ihre Ehe steht unter keinem glücklichen Stern, und dazu kommt, dass Leopoldine im lauf der Zeit entdeckt, dass in Brasilien, diesem wunderschönen und üppig grünen Land, so einiges im Argen liegt. Zu ihrem Entsetzen muss sie feststellen, dass hier die Sklaverei noch nicht abgeschafft wurde. Mit ganzem Herzen setzt sie sich für die Menschen ein, die im Elend leben. Bei ihrem Mann stößt sie mit ihren Anklagen und Forderungen auf taube Ohren.
    Der Roman hat mein Interesse an den betreffenden Personen geweckt, und ich habe mich auch darüber hinaus mit dem Leben Leopoldines befasst. Die Autorin hat sich in weiten Teilen an die historischen Tatsachen gehalten und nur einige Änderungen vorgenommen, aus dramaturgischen Gründen, wie sie im Nachwort schreibt. Die meisten Charaktere der Geschichte hat es wirklich gegeben, so sind beispielsweise auch die Gräfin Lazansky und der Marquis de Marialva reale Personen, denen die Autorin jedoch ein fiktives Privatleben zugedichtet hat. Auch hatte Leopoldine in Wirklichkeit mehr Kinder als im Roman angegeben. Im großen und ganzen kann man sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen, und an Leopoldines Schicksal habe ich großen Anteil genommen. Sie macht im Lauf der Jahre in Brasilien eine enorme Wandlung durch. Aus dem unbeschwerten und ein wenig naiven jungen Mädchen wird eine selbstbewusste, starke Frau, die weiß, was sie will, sich auch schon mal in die Politik einmischt und die sich für die Schwachen einsetzt, wo immer sie kann.
    Mit der Gräfin Lazansky hat der Roman eine zweite, starke Frauenfigur. Lange Zeit ist sie die engste Vertraute an Leopoldines Seite, bis die beiden Frauen getrennt werden, aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte, um nicht zu viel vorab zu verraten.
    Die Handlung und somit auch die verschiedenen Briefwechsel ziehen sich über mehrere Jahre hin. Hier habe ich es bedauert, dass die einzelnen Briefe nicht datiert sind, so dass man nie so recht wusste, in welchem Jahr sich das Erzählte abspielt. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Insgesamt ist „Der grüne Palast“ ein großartiger historischer Roman, der mir vor allem die politischen Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen Österreich, Portugal und Brasilien zur damaligen Zeit sehr lebendig nahe gebracht hat.
    Schon das Cover ist übrigens eine Augenweide. Der Kontrast zwischen mattem Hintergrund und spiegelglatt glänzenden Elementen ist sehr wirkungsvoll,und so gehört das Buch optisch zu den schönsten in meinem Regal.
  13. Cover des Buches Dracula, Roman (ISBN: 9783423142991)
    Bram Stoker

    Dracula, Roman

     (951)
    Aktuelle Rezension von: Merylex

    Ich muss leider zugeben, das ich bis heute nur Allgemeinwissen über Dracula hatte. Also beschloss ich dies zu ändern. Und es ist sehr spannend was Film und TV aus dem einstigen Dracula so gemacht haben, den der gute hatte nicht immer zurückgegeltes schwarzes Haar und ein Cap. 

    Ich fand es herrlich zu lesen das man um 1897 Bluttransfusionen kannte, aber wahrscheinlich keine Blutgruppen Kenntnisse, oder es wurde Romantisiert. Sie wussten von Molekülen und Tierschutz Organisationen gab es auch schon.

    Das Buch besteht aus Tagebucheinträgen und Zeitungsausschnitten, sowie Brieftexten der verschiedenen Protagonisten, wovon mir Rennfield`s Passagen am meisten Mühe bereiteten da sie nur aus Wiederholungen zu bestehen schienen. Auch das Ende zog sich fast unerträglich und war schnell vorbei, als es den endlich vorbei war.

    Dennoch fand ich das Original in Geschichtlicher Hinsicht spannend und aufschlussreich.

  14. Cover des Buches The Perks of Being a Wallflower (ISBN: 9781471100482)
    Stephen Chbosky

    The Perks of Being a Wallflower

     (601)
    Aktuelle Rezension von: fiona

    Diese wunderbare Coming of Age Geschichte ist auf eine wunderbare Weise traurig, doch wunderschön zugleich. Die Geschichte acht einen und die Charaktere wuchsen mir extrem schnell ans Herz. Es erzählt über Probleme beim Erwachsenwerden und übers Einsam sein. Momente im Buch wie die Tunnelszene übertrifft jegliche Vorstellungen die ich vor dem Lesen hatte und wärmte mir das Herz beim Lesen. Der Schreibstil ist etwas neues, etwas was ich zuvor noch nicht kannte. In Briefen zu kommunizieren ist sehr speziell und gibt diesem Buch noch etwas dazu. Ich würde das Buch auf der Stelle nochmals lesen. Dieses Buch ist ein Must-Read für alle!!

  15. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.535)
    Aktuelle Rezension von: Lady_of_Roses

    Ich bin fasziniert, dass das ganze nur mit einer E-Mail begann... Doch schnell haben Emma und Leo mehr von dem Schreiben erwartet bzw. sich mitnehmen lassen in die Anonymität und ihre Gefühle frei heraus gelassen. 

    Ich konnte kaum aufhören das Buch zu lesen und bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung... Die es ja zum Glück schon gibt. :) 

  16. Cover des Buches Alles ist erleuchtet (ISBN: 9783596510498)
    Jonathan Safran Foer

    Alles ist erleuchtet

     (515)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Kleine_Bardenhorst

    Jonathan Safran Foer möchte die Vergangenheit seiner Familie beleuchten. Seine Großeltern sind nach dem Krieg in die USA gekommen, aber ursprünglich aus der Ukraine/Polen.

    Um Licht in die Sache zu bringen und sich bei der Retterin seines Großvaters zu bedanken fliegt er dorthin. Da er der Sprache nicht mächtig ist hat er einen Fremdenführer, dessen eigene Geschichte ebenso mit diesem Ort verbunden ist. Aber davon weiß zunächst niemand.


    Die Geschichte wird als Briefwechsel zwischen dem Autor und seinem Fremdenführer erzählt. Hierbei ändert sich auch immer wieder die Sprache und der Schreibstil.


    Ich habe viele Seiten gebraucht um in die Geschichte rein zu kommen. Doch dann hat sie mich so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

  17. Cover des Buches Die Deutschlehrerin (ISBN: 9783426304099)
    Judith W. Taschler

    Die Deutschlehrerin

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Ich habe das Buch vor Jahren schon mal gelesen und obwohl Romanzen nicht wirklich meins sind, war ich von diesem Buch begeistert.  

    Bei dem jetzigen Reread, war mir Xaver viel unsympathischer als damals. Zum Ende hin hatte ich dann zwar doch wieder mehr Verständnis für ihn aufbringen können, aber am Anfang konnte ich ihn gar nicht leiden.

    Allerdings ist und bleibt es eins meiner Lieblingsromanzen. 

    Die Liebesgeschichte von Xaver und Mathilda endete vor 14 Jahren, für Mathilda mit einer überraschenden und schmerzlichen Trennung. Als sie sich dann zufällig wieder treffen, arbeiten die beiden ihre gemeinsame Vergangenheit auf und Xaver hat ein weiteres schweres Schicksal zu verkraften. 

    Der Wechsel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und dazwischen E-Mails, die sich Mathilda und Xaver vor dem ersten Treffen nach 14 Jahren schreiben, sowie Geschichten die sie sich gegenseitig erzählen, finde ich grandios. Die Autorin wechselt wie selbstverständlich zwischen allen möglichen Erzählperspektiven und es passt immer. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich gut.

    Bis zum Ende wird die Spannung aufrecht erhalten und man erfährt erst am Ende die Wahrheit über die Vorkommnisse von damals. Das Ende ist kein Happy-End, aber auch nicht wirklich ein Sad-End, es ist einfach in Ordnung so wie es ist.

    5/5🦉 und eine absolute Leseempfehlung.

  18. Cover des Buches Im Pyjama um halb vier (ISBN: 9783401067933)
    Gabriella Engelmann

    Im Pyjama um halb vier

     (346)
    Aktuelle Rezension von: NiciX
    Die gesamte Handlung des Buches findet ausschließlich im Chatformat statt. Man erfährt alles nur aus dem Chats, was zunächst etwas seltsam anmutet, aber man kann sich nach einer Zeit auch gut darauf einstellen.
    Manche der Chats sind vielleicht etwas klischeehaft, aber wenn man bedenkt, was Leute heutzutage alles im Chat von sich geben, durchaus glaubwürdig. Die Hauptfiguren Lulu und Ben handeln logisch und schlüssig und die Handlung kommt nicht ins Stocken.
    Wirklich ganz nettes Buch!
  19. Cover des Buches Lieber Feind (ISBN: 9783551560452)
    Jean Webster

    Lieber Feind

     (50)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    Ich finde "Lieber Feind" ein wenig besser als "Lieber Daddy Long Legs", obwohl mir auch dieser Briefroman von Jean Webster sehr gut gefallen hat. 

    In diesem Roman geht es um Judys Freundin Sallie McBride, die nach ihrem Collegeabschluss die Leitung des Waisenhauses, in dem Judy aufgewachsen ist, übernimmt. Dabei kommt es zu allerlei witzigen Begebenheiten mit den Waisenkindern, den Spendern für das Waisenhaus und nicht zuletzt dem schottischstämmigen Kinderarzt Dr. MacRae, den Sallie scherzhaft in ihren Briefen mit "Lieber Feind" anredet. Manchmal habe ich mich regelrecht gekugelt vor Lachen, da man sich dank der bildhaften Beschreibungen gut vorstellen kann, in was für lustige Situationen die Hauptfigur Sallie und die anderen Charaktere geraten sind. 

    Doch auch tiefergehendere Themen kommen in diesem Roman nicht zu kurz und er zeigt Sallies Entwicklung und ihr Erwachsenwerden. Die Liebesgeschichte darin ist zwar etwas vorhersehbar, doch das hat mich wenig gestört. Problematisch finden manche Leser vielleicht die Gespräche Sallies mit dem Doktor über die Eugenik, also vereinfacht gesagt die Lehre über die Vererbung schlechter und guter Eigenschaften, die zur Entstehungszeit des Romans sehr populär war. Doch es gibt ein Nachwort darüber und solche Theorien sind zudem heute längst wiederlegt, weshalb man es einfach nur vor dem historischen Hintergrund sehen sollte.

    Alles in allem ein hervorragender Roman, um sich bei schlechtem Wetter mit einem Tee im Lieblingssessel zu verkriechen und sich an die amerikanische Ostküste in den 1910er Jahren fortzuträumen.

  20. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Lalalenii

    Helene Hanffs unverhoffte Brieffreundschaft mit einem Londoner Buchantiquariat lässt die Herzen aufgehen. Durch geteilte Leidenschaft hält eine Freundschaft über Jahrzehnte hinweg über den Atlantik fest. Noch dazu ein faszinierender Einblick in den Alltag in London und New York der 1950er und 1960er Jahre. 

  21. Cover des Buches Deine Juliet (ISBN: 9783442713844)
    Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet

     (306)
    Aktuelle Rezension von: KatrinaVerde

    Ich konnte  das Buch kaum weglegen - die Geschichte entwickelt sich durchgehend spannend und überraschend. Der britische Tonfall ist sogar in der deutschen Übersetzung erkennbar.

    Meiner Meinung nach ist das Buch sogar eine Spur besser als der Film, obwohl mir die Verfilmung auch sehr gut gefallen hat. Aber die Art, die gesamte Geschichte mit unterschiedlichen Briefen zu erzählen, ist sehr gewinnend und macht den Unterhaltungswert des Buchs aus.

    Auch wenn es zwischendurch mitunter recht dramatisch und herzzerreißend wird, lässt einen das Buch mit einem guten Gefühl zurück. 

    Clevere Unterhaltungsliteratur mit britischer Note - für ein verregnetes Wochenende!

  22. Cover des Buches Lucian (ISBN: 9783401510248)
    Isabel Abedi

    Lucian

     (1.663)
    Aktuelle Rezension von: Punix

    Kurz zum Inhalt

    Rebecca führt ein ganz normales Leben, mit dem sie auch sehr zufrieden ist, bis zu dem Zeitpunkt, als sie von ihrem eigenen Tod träumt. Noch in der selben Nacht sieht sie Lucian zum ersten Mal, einen seltsamen Jungen, der ihr seitdem öfter über den Weg läuft. Sie fühlt eine sehr starke Anziehung zu ihm und er zu ihr. Doch Lucian umgibt ein Geheimnis, welches für die beiden noch viele Probleme bereithält. 

    Meine Meinung

    Ich lese gerne und viel Fantasy und wenn  eine Liebesgeschichte dabei ist, ist es umso besser. Hier allerdings nicht. 

    Es ist ein Jugendbuch. Die Protagonistin Rebecca ist 16 Jahre alt und sie und ihre Freunde haben auch mit den typischen Problemen von 16 jährigen zu kämpfen. So hat Rebecca einen Exfreund, der sie aber immer noch liebt und ihre beste Freundin verliebt sich in einen Typen, den Rebecca nicht leiden kann. Ihre Familie liebt sie und ihre Mutter ist locker und lässt ihr viele Freiheiten (jedenfalls am Anfang des Buches). 

    Mir fiel allerdings bereits zu Beginn auf, dass oft viele Szenen unnötig waren, oder viel zu sehr in die Länge gezogen wurden. Beispielsweise hat die Verliebtheit von Rebeccas bester Freundin nicht wirklich viel zu der Story beigetragen, wurde aber trotzdem sehr genau beschrieben. Der Anfang zog sich also, durch die vielen Nebenhandlungen, einfach unglaublich lange hin. Es dauert gefühlt eine Ewigkeit, bis endlich mal was passiert und bis man auch endlich mal etwas mehr von dem geheimnisvollen Lucian erfährt. Da ich aber unbedingt wissen wollte, was es mit Lucian auf sich hat, habe ich weiter gelesen. 

    Als Rebecca endlich mehr über Lucian erfährt, beginnt ihre Mutter völlig durchzudrehen und schlägt sogar ihre Tochter. Ich kann verstehen, dass sie sich Sorgen macht, aber in manchen Punkten reagiert ihre Mutter einfach etwas zu extrem, was für mich das ganze unglaubwürdig macht. Insgesamt plätschert die Story immer nur so vor sich hin und erst als man erfährt, was Lucian ist, beginnt die Geschichte spannend zu werden. 

    Im Hintergrund hat man immer noch den seltsamen Traum über Rebeccas Tod im Kopf und ich hab mir sehr erhofft, dass diese Todesszene eine spannende Rettungsaktion wird, doch selbst diese Szene plätscherte nur so vor sich hin. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass das Ende nicht ganz so ausgereift war, wie der Rest der Geschichte. Während alles andere viel zu lange gedauert hat und die Autorin auf extrem viele Details eingegangen ist, wurde am Ende alles viel zu schnell erklärt und die Reaktionen von Rebeccas Freunde und Familie waren für mich überhaupt nicht mehr greifbar. 

    Auch die Liebesgeschichte zwischen Rebecca und Lucian hat mich irgendwie nicht wirklich berühren können und ich hab immer gehofft, dass sie zu ihrem Exfreund zurückkehrt. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für das Buch. Vor ein paar Jahren hätte es mir sicher gefallen. So kann ich leider nur den Schreibstil loben, der wirklich sehr gut und flüssig zu lesen war. 

    "Schwimmen war für mich wie Fliegen ohne Flügel." Zitat Seite 73 

    Fazit: Es war leider überhaupt nicht mein Fall. Die Story hat sich gezogen und die Liebesgeschichte zwischen Rebecca und Lucian war für mich nicht greifbar.

  23. Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)
    Alice Walker

    Die Farbe Lila

     (305)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Alice Walkers Briefroman "Die Farbe Lila" ist sicher keine leichte Lektüre. Allerdings hat es mich gerade wegen dieser Schonungslosigkeit sehr, sehr schockiert und berührt. 

    Die junge, in den Südstaaten aufwachsende Celie wird von einem Mann, den sie Vater nannte, vergewaltigt, geschunden und an einen anderen Mann verkauft, den sie in all ihren Briefen ehrfürchtig "Mr. ..." nennt. Als dieser ihr auch noch den Kontakt zu ihrer Schwester Nettie unmöglich macht, indem er sie vertreibt und alle ihre Briefe einbehält, verzweifelt Celie voll und ganz. Sie hat niemanden mehr, dem sie vertrauen kann, ist die Sklavin eines brutalen weißen Mannes, muss für ihn schuften und gebären und ist furchtbar einsam. Bis zu dem Tag, an dem die aufsehenerregende Shug auftaucht: Alles verändert sich, als die schillerende, elegante, willenstarke und eindrucksvolle Sängerin das Haus betritt. 

    Celie verliebt sich unsterblich in Shug und empfängt ihre Liebe und Hilfsbereitschaft zurück. Mit ihr zusammen befreit sie sich von ihrer Knechtschaft, die sich Ehe nennt, versucht auf eigenen Beinen zu stehen und findet auch die Briefe von Nettie, die Mr. ... ihr vorenthalten hat. Ihre Erzählungen offenbaren eine vollkommen andere Welt und so muss Celie sich auch mit ihrer leiderfüllten Vergangenheit immer wieder auseinandersetzen.

    "Die Farbe Lila" war durch das Briefromanformat etwas anstrengend zu lesen, allerdings gewann die Geschichte somit auch an Authentizität. Celies geringe Literarisierung lässt sich beispielsweise durch ihren Stil und Jargon erkennen, während Netties Briefe deutlich flüssiger und verständlicher geschrieben sind. Über allem stehen die starken Bande der unerschütterlichen Geschwisterliebe zwischen Celie und Nettie, wodurch der Roman wirklich schön zu lesen war. Alles in allem hat mich die Auseinandersetzung mit den Thematiken Rassismus, Sklaverei, Kultureigentum und Kolonialismus, die durch diese Geschichte angeregt wird, sehr interessiert, bereichert und berührt, weshalb ich diesen Roman von Herzen weiterempfehlen kann!

  24. Cover des Buches Wort für Wort zurück zu dir (ISBN: 9783959673525)
    Melanie Hudson

    Wort für Wort zurück zu dir

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Das ganze Buch ist in Briefform geschrieben. Musste mich zuerst an die Briefform gewöhnen. Mir Persönlich fehlten die Gedanken der verschiedenen Charakteren.

    Zum Inhalt des Buches: Rosie geht nach einer Gescheiterten Ehe in den Krieg nach Irak als Metrologin. Ihre alte Freundin( sie hatten Jahre kein Kontakt)schreibt ihr. Dadurch entsteht die Freundschaft wieder neu. Rosie schreibt auch an die Eltern, Bruder und diversen Leuten aus dem Dorf. Bei Agie stellt sich eine neue Brieffreundschaft mit Rosies Militärkollegen an. Sie treffen sich zum Schluss des Buches sogar Persönlich als er wider Zuhause ist.  

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