Bücher mit dem Tag "briefwechsel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "briefwechsel" gekennzeichnet haben.

143 Bücher

  1. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.174)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer ist der Nachfolgeband zu "Gut gegen Nordwind". Ich habe tatsächlich zuerst den Film gesehen und fand ihn richtig gut. Danach habe ich, mittlerweile typisch für mich, das Buch gekauft. Es war echt gut, auch wenn mir das Film-Ende besser gefallen hat, als das Buch-Ende. Es war mir zu offen und sowas mag ich ja gar nicht. Nicht ganz so befriedigt, habe ich das Buch also weitergeschenkt und kurz darauf - durch Zufall - dieses geschenkt bekommen. Ich wusste gar nicht, dass es einen zweiten Teil gibt.

    Es hat etwas länger gedauert, aber nun habe ich es doch endlich gelesen. Ja, es gibt endlich ein Ende. Aber dieses Buch wirkte mir doch dann etwas zu zäh. Ich habe mehr als einmal gedacht: Meine Güte, dieses Hin und Her können sich Emmi Rothner und Leo Leike doch auch einfach sparen. Sie treffen sich. Sie sagen wieder tschüß, schreiben sich weiter, reden um den heißen Brei herum. Ein ewiges Hin und her. Das hätte, finde ich, alles noch zu Teil eins dazugepasst. Dann wäre die Ausgabe dafür etwas länger ausgefallen. Dennoch habe ich es gern gelesen und bin froh, dass es jetzt doch kein offenes Ende im Buch gibt. 

    Also wenn dann, würde ich empfehlen beide Bücher in einem Rutsch hintereinander zu lesen. Den Film kann ich auch allen Romantik-Liebhabern ans Herz legen.

  2. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (1.465)
    Aktuelle Rezension von: BiblioJess

    Für Furia Salamandra Faerfax sind Bücher ihre ganze Welt. Die angehende Bibliomantin lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder auf ihrem abgeschiedenen Landsitz. Furia wünscht sich nichts sehnlicher, als ihr Seelenbuch zu finden und die Macht der Worte entfesseln zu können. Doch ihre Familie birgt ein großes Geheimnis und als schließlich alles auseinanderfällt und ihr Bruder in Gefahr schwebt, muss sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden. Dort trifft sie auf Rebellen und muss feststellen, wie viel ihr bisher verschwiegen wurde. So auch der drohende Krieg gegen die Bibliomantik.


    Kai Meyer schreibt einfach wunderbare, fantastische Welten. Kann man nicht anders sagen. Was ich so an seinen Büchern liebe, ist, dass man nie irgendwelche 08/15-Fantasygeschichten bei ihm findet. Sie sind immer was ganz außergewöhnliches, besonderes – was nicht heißt, dass es nicht auch mal anderen Büchern ähnelt, aber er schafft es immer, ganz tolle, aufregende Welten zu erschaffen. So auch hier.

    Eine Geschichte, in der die Magie den Büchern innewohnt, in der es Bücherliebende gibt, die diese Magie nutzen können, und viele buchbezogene magische Dinge – das ist einfach zauberhaft und spannend. Es gibt Nachtrefugien, Lesebändchenbäume, Schnabelbücher und so vieles mehr. Das hat mich total überzeugt.
    Auch mag ich seinen Schreibstil einfach, seine Art, mit Worten umzugehen. Das hat er wirklich raus. Nur hab ich hier eine Weile gebraucht, um richtig ins Buch reinzukommen. Vielleicht war ich auch zu unkonzentriert oder woran auch immer es lag, aber ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, zu verstehen, wie diese Welt funktioniert; die Erklärungen, was genau es damit auf sich hat, kamen für mich ein wenig zu langsam. Erst war ich etwas verwirrt. Das hat sich dann aber zum Glück auch wieder gelegt und ab da war ich drin in der Geschichte.

    Furia ist eine angenehme Protagonistin, die ich gern begleitet hab, aber so die letzte emotionale Verbindung hat mir zu ihr (oder auch zu anderen) gefehlt, ich hab mich teilweise etwas distanziert von den Ereignissen, die sie erlebt, gefühlt – was sie nicht weniger spannend gemacht hat, aber dadurch haben sie mich nicht so tief berührt. Liegt vielleicht an der überblickenden Erzählperspektive, die auch teilweise auf andere Charaktere umschwenkt. Andererseits fand ich das wieder cool, weil man so mehr Blickwinkel bekommen hat und auch andere Geschehnisse ein wenig verfolgen konnte, was gut gemacht war.

    Handlungstechnisch war es abwechslungsreich, es gab Action, aber auch ruhigere Szenen, und viele Überraschungsmomente. Gegen Ende, so die letzten 20 Seiten ca., ging es mir aber ein wenig zu schnell, zu Knall auf Fall, und es hat sich so einiges recht schnell und problemlos aufgelöst, was ich gerne noch größer und komplexer gehabt hätte. Das fand ich etwas schade. Gerade, weil es Band 1 einer Trilogie ist, hab ich gehofft, manches davon wird noch in die nächsten Bücher reingetragen (z.B. was Siebenstern angeht).


    Trotzdem hab ich das Buch super gern gelesen, die Welt ist fantastisch, gut geschrieben und die Handlung spannend. Ich bin so neugierig, wie es weitergeht (denn natürlich ist nicht alles am Ende aufgelöst und es gibt noch offene Probleme) und kann Band 1 definitiv empfehlen, wenn ihr Lust auf etwas außergewöhnlichere Fantasy habt (es ist übrigens ein Jugendbuch, Furia ist 15. Man kann es aber auch sehr gut lesen, wenn man älter ist). Gute 4 Sterne und ich sehe Tendenz nach oben für die kommenden Teile, ich freu mich schon.

  3. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.076)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    Das Buch Stolz und Vorurteil von Jane Austen ist ein zeitloser Klassiker. Ich habe dieses bereits mehrmals gelesen. Gesellschaftlicher Druck ist ein Thema, die heute noch weit verbreitet ist. Ich kann dieses Buch jeden weiterempfehlen!

  4. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (986)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  5. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (876)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Achtung: Band 4 einer Reihe!

     

    Triggerwarnung: Vergewaltigung!

     

    Jamie und Claire haben ihren Neffen Ian gerettet, doch haben sie es nicht zurück nach Schottland geschafft, sondern sind in Amerika gelandet. Eigentlich wollten sie wieder zurück, doch sie entscheiden sich stattdessen zu bleiben, obwohl sie wissen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis der Unabhängigkeitskrieg ausbrechen wird. Zunächst müssen sie sich aber ein Leben aufbauen. Liegt ihre Zukunft auf der Plantage von Jamies Tante Jocasta? Aber können sie mit der dort vorherrschenden Sklaverei leben? Oder sollen sie das Angebot des Gouverneurs annehmen, eigenes Land zu erhalten und mit der Hilfe von Pächtern zu bewirtschaften?

    Gleichzeitig hat Brianna in der Gegenwart eine schockierende Entdeckung gemacht. Sie kann nicht untätig bleiben, sie muss ihre Eltern warnen. Aber haben nicht die Bemühungen ihrer Eltern in der Vergangenheit bewiesen, dass sich die Zukunft nicht verändern lässt?

     

     

    In diesem Band geht es hoch her – wie immer eigentlich, aber doch noch mal eine Ecke härter. 

     

    Die Dynamik in diesem Buch verschiebt sich. Claire und Jamie müssen sich ihr neues Leben aufbauen, entweder auf der Plantage von Jamies Tante, oder in der Wildnis. Das allein ist schon schwierig genug. Aber durch Briannas Ankunft ändert sich noch einmal sehr viel. Natürlich ist es schön, dass die Familie vereint ist, aber Brianna hat auch einiges im Gepäck. Auch Jamies und Claires Beziehung verändert sich dadurch. Bislang war Claire immer auf Jamies Seite, er war das Zentrum ihrer Welt. Doch jetzt ist da auch ihre Tochter, die sie bedingungslos liebt. Für alle drei eine komplett neue Situation.

     

    Brianna und Roger kommen als neue „vollwertige“ Protagonisten jetzt hinzu. Sie erzählen Teile der Handlung aus ihrer Sicht und das Buch erweitert sich dadurch auf vier Sichtweisen. Einerseits ist das toll, andererseits tut man sich damit auch manchmal schwer. Brianna und Roger sind eigenständige Charaktere und ich zumindest habe jedes Mal wieder Probleme, mit ihnen warm zu werden. Man darf nicht vergessen: Brianna ist eine Fraser und das durch und durch. Das Fraser-Temperament ist eben eine Sache für sich.

     

     

    Fazit: Ich liebe diese Reihe, das ist auch bei diesem Buch nicht anders. Es ist wie immer und doch auch anders. Durch Brianna und Roger, die hier präsenter sind, als in den Bänden zuvor, bekommt das Buch eine neue Ausrichtung. Wieder passiert unheimlich viel und Brianna scheint das Unglück ebenso wie ihre Eltern magisch anzuziehen. 

    Die Frage ist nun, ob sie es schaffen als Familie zu funktionieren, obwohl Brianna und Jamie für einander letztlich Fremde sind. Und wenn man dann noch berücksichtigt, was alles passiert, kann man eigentlich nur die Hände vor die Augen schlagen und „oje, oje, oje!“ jammern. Trotzdem habe ich jede einzelne Seite geliebt.

     

    Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne.

  6. Cover des Buches Das Leuchten der Stille (ISBN: 9783453503823)
    Nicholas Sparks

    Das Leuchten der Stille

     (1.004)
    Aktuelle Rezension von: Sesina

    Mein erstes Buch von Nicolas Sparks. Die Geschichte ist toll aufgebaut. Nach dem Lesen hat man das Gefühl, dass sich der Kreis schliesst. Der Schreibstil hat mich mitgerissen. Die (Liebes-)Geschichte von Savannah und John konnte mich aber nicht erreichen. Die ganze Gesichte war mir zu vorhersehbar. Ich wusste meist bereits 50 Seiten oder mehr vorher was passieren würde. Ich hatte auch das Gefühl die Charaktere kennengelernt zu haben, aber doch so wenig von ihren Zügen zu kennen. Was ich aber mitnehme ist, wenn man einem Menschen liebt, will man, dass dieser glücklich ist, auch wenn es das eigene Leid bedeutet. Das wurde mir das erste Mal bewusst klar, steckt sehr viel Wahrheit drin.

  7. Cover des Buches Der Himmel in deinen Worten (ISBN: 9783959671644)
    Brigid Kemmerer

    Der Himmel in deinen Worten

     (94)
    Aktuelle Rezension von: VeronikaE

    Eine sehr süße Geschichte. Habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Wollte es kaum aus der Hand legen. Die Protagonisten sind auf Anhieb sympathisch und fast ein wenig zu reif für ihr Alter. Im Großen und Ganzen aber hat mir die Geschichte sehr gefallen. 

  8. Cover des Buches Das Leuchten meiner Welt (ISBN: 9783453358966)
    Sophia Khan

    Das Leuchten meiner Welt

     (60)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    „Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan handelt von Irenie, die bereits mit 10 Jahren ihre Mutter verliert. Ihr Vater meint nur, dass Yasmeen nicht mehr da ist und erst als sie 5 Jahre später eine Kiste mit Briefen findet, kommt sie dem Geheimnis ihrer Mutter näher.

     

    Dieses Buch lag länger auf dem SuB, da ich mal reingespitzt habe, mir der Schreibstil aber nicht sofort zugesagt hat. Das blieb auch leider ein bisschen so, da ich doch Probleme mit dem teils langen Schachtelsätzen über mehrere Zeilen hatte. Doch nach und nach habe ich mich daran gewöhnt und konnte es flüssig lesen. Die Geschichte startet direkt ohne wirkliche Einführung, was ungewohnt aber doch gut war. Erzählt wird alles in der Ich-Perspektive, die zwischen James, dem Vater, und Irenie, der Tochter wechselt. Eingeleitet werden die Kapitel immer mit kurzen Auszügen aus den Briefen zwischen Yasmeen und Ahmed, was es zu etwas ganz Besonderem macht. Jedoch hatte ich lange Probleme mit Irenie warm zu werden und auch James war mir mit seinen Entscheidungen nicht immer sympathisch. Irenie vergöttert ihre Mutter, ohne das ich nachvollziehen kann, warum sie das tut.  Sie ist auch anders als andere Kinder und wirkt doch manches Mal ein wenig „komisch“.

     

    Alles in allem ist das Buch und die Geschichte anders als erwartet, jedoch hat es mich nach einem schwierigen Anfang doch noch packen können.

  9. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Lauracea

    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die erste Hälfte ist aus Sicht einer 9 jährigen geschrieben, was für mich sehr ermüdend zu lesen war. 

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Autorin eine sehr einzigartige Weise hat mit Worten zu jonglieren und Gefühle auf eine sehr kunstvolle und nachdenkliche Art auszudrücken. Die Betrachtung der kleinen Phoebe auf die Welt sind gut durchdacht und erinnerten mich ein wenig an "der kleine Prinz".

    Aber die Gespräche, die im Buch geschildert werden, empfand ich als künstlich und gestellt. Die Charaktere sehr flach und einseitig. Die Beziehung zwischen den Charakteren ist in der ersten Hälfte noch einigermaßen greifbar. Danach erschien mir alles sehr übertrieben, unnatürlich und dramatisch. 

    Das Thema Magersucht ist die Autorin sehr gefühlsbetont angegangen. Da es zwischenweise doch sehr unter die Haut geht, hat es definitiv in den Händen von Kindern oder Jugendlichen unter 16 Jahren nichts verloren. 

  10. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.535)
    Aktuelle Rezension von: Lady_of_Roses

    Ich bin fasziniert, dass das ganze nur mit einer E-Mail begann... Doch schnell haben Emma und Leo mehr von dem Schreiben erwartet bzw. sich mitnehmen lassen in die Anonymität und ihre Gefühle frei heraus gelassen. 

    Ich konnte kaum aufhören das Buch zu lesen und bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung... Die es ja zum Glück schon gibt. :) 

  11. Cover des Buches Die Liebenden von Cabourg (ISBN: 9783596030293)
    Amélie Breton

    Die Liebenden von Cabourg

     (40)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Mal wieder so ein richtig schönes Wohlfühlbuch, ich kam fast ein wenig ins Schwelgen … 

    Ein nicht untypisches Setting für die Zeit vor hundert Jahren. Emma, eine junge Frau im Berlin der 20er Jahre, ist verlobt mit dem ehrgeizigen Alexander, der ihr die Welt zu Füßen legen will. Doch liebt sie ihn wirklich? Leider lässt seine Sensibilität – wie damals ja nicht unüblich – Emma gegenüber zu wünschen übrig. Ist es da ein Wunder, dass sie spontan an Paul ihr Herz verliert, obwohl sie ihn noch nie gesehen hat? Ein immer gefühlvoll werdender Briefwechsel zwischen den Beiden bringt Emmas Zukunftspläne gefährlich ins Wanken … wird sich die Geschichte ihrer Mutter, die leider unglücklich endete, jetzt wiederholen?

    Die Erzählungen Emmas als inzwischen alte Dame bringen dem Leser diese zauberhafte Liebesgeschichte näher, die abwechselnd in Berlin und in der Normandie spielt. Sie ist flüssig geschrieben und bestens dafür geeignet im Alltag mal ein wenig die Realität zu vergessen und sich wegtragen zu lassen in die Normandie mit ihren malerischen Dörfern und der ungestümen Natur, die schon den Impressionisten Claude Monet seinerzeit inspirierten. Das Buch entlässt seine Leser mit einem überraschenden Ende zurück in die Realität und bekommt von mir mit 4,5 von 5 Sternen eine absolute Leseempfehlung. Der perfekte Roman, wenn man es mal wieder ein bisschen gefühlvoller aber in keiner Weise kitschig mag.  

  12. Cover des Buches Du findest mich am Ende der Welt (ISBN: 9783492257756)
    Nicolas Barreau

    Du findest mich am Ende der Welt

     (256)
    Aktuelle Rezension von: stachelbeermond

    In Zeiten von Corona sucht man von Zeit zu Zeit eine Ablenkung, und da ist dieses Buch genau richtig: Eine französisch leichte Liebesgeschichte, fluffig wie ein Marshmallow und süß wie ein Schokokuss. Ok, es ist keine Weltliteratur und vermutlich wird man es schnell wieder vergessen haben, aber um im Moment zu leben und das mit einem Croissant und einem Espresso zu tun, dafür ist es perfekt geeignet.

    Der Hauptprotagonist Jean-Luc liebt sein Leben, die Frauen und seinen Hund Cézanne. Er ist Galerist und alles läuft wunderbar, als er anfängt, Briefe von einer Unbekannten zu bekommen, die sich „Die Principessa“ nennt. Und ohne das er es bemerkt, fängt sein Leben an, sich um die mit Eleganz und scharfer Feder geschriebenen Briefe zu drehen und darum, wer die Unbekannte ist, die sein Leben auf den Kopf stellt.

    Die 272 höchst romantischen Seiten lesen sich flüssig und leicht, und ich konnte kaum glauben, dass ein Mann (!) das geschrieben hat. Hat er aber. Vive la France!

  13. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Lalalenii

    Helene Hanffs unverhoffte Brieffreundschaft mit einem Londoner Buchantiquariat lässt die Herzen aufgehen. Durch geteilte Leidenschaft hält eine Freundschaft über Jahrzehnte hinweg über den Atlantik fest. Noch dazu ein faszinierender Einblick in den Alltag in London und New York der 1950er und 1960er Jahre. 

  14. Cover des Buches Deine Juliet (ISBN: 9783442713844)
    Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet

     (306)
    Aktuelle Rezension von: KatrinaVerde

    Ich konnte  das Buch kaum weglegen - die Geschichte entwickelt sich durchgehend spannend und überraschend. Der britische Tonfall ist sogar in der deutschen Übersetzung erkennbar.

    Meiner Meinung nach ist das Buch sogar eine Spur besser als der Film, obwohl mir die Verfilmung auch sehr gut gefallen hat. Aber die Art, die gesamte Geschichte mit unterschiedlichen Briefen zu erzählen, ist sehr gewinnend und macht den Unterhaltungswert des Buchs aus.

    Auch wenn es zwischendurch mitunter recht dramatisch und herzzerreißend wird, lässt einen das Buch mit einem guten Gefühl zurück. 

    Clevere Unterhaltungsliteratur mit britischer Note - für ein verregnetes Wochenende!

  15. Cover des Buches Eine für vier (ISBN: 9783570301791)
    Ann Brashares

    Eine für vier

     (343)
    Aktuelle Rezension von: mybooklove

    Als ich das Buch Geschenk bekommen habe, hab ich erst mal gedacht was ist das für ein Cover. Nachdem ich mir aber den Klappentext durchliest fand ich es schon viel interessanter. Ich kam schnell rein, der Schreibstil ist nicht zu Anstregend und gut lesbar (was ich nicht erwartet habe). Bevor ein neues Kapitel anfing war auf einer einzigen Seite ein kleines Zitat von Liebe, Glück aber auch Freundschaft, waren sehr schöne dabei! Jedes mal ist auch im Buch zu sehen, Briefe für die jeweiligen Freundinnen, die ja den Urlaub diesmal nicht gemeinsam Unternehmen. Die verschiedene Orte dort beschrieben werden sind wirklich wunderschön! Man kann sich richtig in diese Orte rein versetzten. Die Charaktere sind ziemlich unterschiedlich, wie jedes Mädchen. Sie haben bis auf die JEANS keine Gemeinsamkeiten und gehen auch meistens ihre eigene Wege!Aber nicht jedes Mädchen hat Glück in diesem Buch, es passieren schrecklich gemeine Sachen und auch peinliche Situationen wo man eigentlich nur darüber lachen kann!

  16. Cover des Buches 17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte (ISBN: 9783522504522)
    Karolin Kolbe

    17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte

     (63)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    17 Briefe 

    oder der tag an dem ich verschwinden wollte


    Line wollte verschwinden. Weg von dem alten Leben, weg von Problemen mit ihrem Vater. Zum Abschied schreibt sie einen Brief und versteckt ihn an dem Flussufer. Ihr Brief wird gefunden und der Finder, welcher von ihren Worten berührt ist schreibt zurück. Es entwickelt sich eine Brieffreundschaft und sie hätte nie gedacht wer der Autor ihrer Briefe ist.

    Ich konnte mich gut in die Probleme der Protagonisten hineinversetzen und natürlich auch in die Personen selbst. Line ist etwas komisch und ich finde gerade das macht sie so interessant, natürlich und auch realitätsnah.

    4 Sterne von mir.

  17. Cover des Buches Das Geheimnis des Nordsterns (ISBN: 9783733781651)
    Karin Seemayer

    Das Geheimnis des Nordsterns

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Taluzi

    Sommer 1904, eine Liebe die nicht unterschiedlicher sein kann. Der Seemann Peer Svensson liebt die Opernsängerin Sarah Tanner. Gemeinsam versuchen sie ein Leben in San Francisco aufzubauen. Aber Peer zieht es zurück aufs Meer. Er will in seine alte Heimat Schweden besuchen und dann zurück zu Sarah kommen. Aber er kommt nicht wieder.

    In seiner Heimat in dem beschauliche Mollösund ist nichts mehr so wie er es verlassen hat. Sein Pflichtgefühl bindet ihn an Schweden, aber sein Herz ist bei Sarah.

    Sarah wartet sehnsuchtsvoll auf Peer und beschließt eines Tages zu ihm zu reisen. Sie folgt dem Nordstern dem gemeinsamen Symbol ihrer Liebe.


    „Das Geheimnis des Nordsterns“ von Karin Seemayer ist ein wunderbarer und sehnsuchtsvoller Liebesroman.

    Der Leser fiebert mit den Protagonisten mit und hofft, dass ihre Liebe jedwedes Hindernis überwinden wird.

    Sehr gut beschrieben werden, die langen Fahrtwege damals. Von San Francisco nach Schweden hat es nun mal mehrere Monate gedauert. Selbst die Post war deutlich länger als heute unterwegs. Für viele ist das heute gar nicht mehr vorstellbar. Diese Entschleunigung spürt man auch beim Lesen.

    Der Schreibstil strahlt Ruhe aus, ist aber dennoch lebendig und spannend.

    Die Landschaftsbeschreibungen der Schären und die Beschreibungen der damaligen Arbeitsbedingungen auf den Dampfschiffen gelingen der Autorin sehr gut und wurden von ihr genaustens recherchiert.

    „Das Geheimnis des Nordsterns“ ist der 2. Band mit den Protagonisten Peer und Sarah. Den Vorgängerband „die Sehnsucht der Albatrosse“ kenne ich nicht. Zum Verständnis dieser Geschichte muss man ihn nicht zuerst gelesen haben. Beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

    Von mir gibt es die volle Leseempfehlung für dieses tolle Buch.

  18. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833303944)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (304)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam

    Der Titel des Buches (engl. „The Historian“) ist zugleich Motto, Charakterisierung aller Hauptpersonen und Auflösung eines großen Rätsels zum Ende hin – und könnte damit kaum treffender gewählt sein.
     Eingleisig oder gar schmalspurig wird der Roman deshalb nicht. Im Gegenteil. In drei Generationen spielt die Handlung und wir reisen in verschiedenen Zeiten des 20. Jahrhunderts (30er, 50er, 70er) von Amsterdam, nach Istanbul, Budapest, Südfrankreich und Rumänien, immer auf den Spuren Vlad III. und den Zeugnissen über ihn aus dem 15. Jahrhundert. Die treibenden Kräfte sind die großen Fragen: Wo ist das Grab des vermeintlichen Grafen Dracula? Und liegen dort wirklich seine sterblichen Überreste?

    Unerwarteter Erfolg für einen viktorianischen Roman …

    Als der Debütroman von Elizabeth Kostova 2005 in den USA erschien, landete er direkt auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerlisten (New York Times u.a.). Zwei Jahre zuvor war „The Da Vinci Code “ von Dan Brown (dt. „Sakrileg“) erschienen und zu den Topsellern in der Branche aufgestiegen. Das Publikum war begierig auf Thriller, die Action und die Suche nach Rätseln in der Geschichte verbanden, weshalb die Verlagswelt sich in einer Auktion um die Rechte für dieses Werk überbot und damit ein groteskes Stück Buchgeschichte schrieb. Nachdem der Verlag Little, Brown and Company bereits 2 Millionen als Honorar für die Autorin aufgewendet hatte, musste ein gigantisches Marketing mit TV-Werbung und zehntausenden Vorabexemplaren folgen. Ein riskantes Buchpokerspiel …

    Am ersten Tag des Erscheinens wurde in den USA 80.000 Exemplare verkauft. Nach nur einer Woche lagen die Verkaufszahlen bereits so hoch (ca. 700.000), dass The Historian sich auf den Platz 1 geschoben hatte. Das ist eine waschechte american success story und in diesem Fall ein besonderer Glücksfall für die Leserwelt. Durch spekulative Marktmechanismen wurde ein sonst eher leises und anspruchsvolles Werk in Welt der Massenware hochgepusht.  

    Niemand war mehr über den Erfolg erstaunt als die Autorin selbst: „It’s a literary novel, not a commercial novel“. Nach ihrer Meinung hatte sie einen langsamen, viktorianischen Roman geschrieben. Ihre Helden stolpern nicht abgebrüht, abenteuerlustig und plündernd wie India Jones durch unentdeckte Überreste der Vergangenheit, sondern sie sind echte Historiker und Bibliothekare, die sich in mühevoller Kleinarbeit durch vergilbte Karteikartenkataloge kämpfen und die Geheimnisse der Vergangenheit in unzugänglichen Faksimiles akribisch entziffern.

    In Deutschland erschien das Buch noch im gleichen Jahr (2005) bei Bloomsbury (engl. Verlag, bei dem Harry Potter im Original erschien), aber die Resonanz war sehr verhalten. Ich kann nur mutmaßen, ob das vergleichsweise schmale Marketing der Grund war, oder vielleicht die etwas eigene deutsche Leserschaft. Tatsächlich dominierten den deutschen Fantasy-Markt in dieser Ära Zwerge, Orks, Elfen und natürlich die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Obwohl ebenfalls 2005 (und auch bei Little, Brown and Company) Stephenie Meyer mit dem ersten Buch ihrer Twilight-Serie einen Vampir-Boom in den darauffolgenden Jahren auslöste, wurde Der Historiker von dieser Welle nicht mitgerissen. Mein böser Verdacht ist, dass das deutsche Fantasy-Publikum schlicht keine anspruchsvolle Kost gewohnt war und deshalb das Dargebotene nicht zu würdigen wusste. Das Urteil mildernd muss ich hinzufügen, dass der viktorianische Schauerroman eine lange und würdige Tradition in den englischsprachen Ländern besitzt und die Geschmacksnerven der Leserschaft besser auf einen über 800 Seiten langen Roman eingestellt sind, in dem der interessante, aber normale Historiker-Alltag nur an einzelnen Stellen von dem Unheimlichen durchbrochen wird. Hoch spannend bleibt es allemal – auf zum Inhalt:

    Geschichten über Geschichte

    In ihrer Kindheit bereiste Elizabeth Kostova (geb. 1964) mit ihrer Familie die südeuropäischen Ostblockstaaten und erinnert sich gerne an die Geschichten, die ihr Vater zur Unterhaltung auf den langen Fahrten über Dracula erzählte. Damit war nicht nur ihr Interesse an dieser schillernden Gestalt zwischen Mythos und historischer Realität geweckt, sondern auch die Erzählform für ihren ersten Roman gefunden. In dem fiktiven Epilog stellt sich eine amerikanische Geschichtsprofessorin vor, die in Rückblenden von ihren Erlebnissen als Sechzehnjährige berichtet, natürlich auf Reisen durch Europa mit ihrem Vater, dem sie ganz langsam das große Geheimnis um ein kleines Büchlein entlockt, das in seinem Inneren nur einen großen, zornigen Drachen beherbergt – das Zeichen des Ordo Draconis, dem Vlad der III. angehörte, weshalb er den Beinamen Drăculea trug.

    Ihr Vater, den wir als Paul kennenlernen, berichtet von den seltsamen Begebenheiten, wie er in den 50ger Jahren als Student in Oxford bei seinen Unterlagen plötzlich dieses leere Buch fand. Als er seinen Geschichtsprofessor Rossi zu Rate zieht, offenbart ihm dieser, dass auch er ein solches Buch besitzt und seine Nachforschungen ihn zu dem walachischen Fürsten (heutiges Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert geführt haben. Aus unerfindlichen Gründen übergibt der sonst so rationale Professor Paul die Aufzeichnungen über seine Suche nach dem Grab und fügt fast ängstlich hinzu: „Dracula … Vlad Țepeș … lebt noch“ (35). Am gleichen Abend verschwindet Rossi spurlos; zurück bleiben nur ein paar Tropfen Blut. Verzweifelt sucht Paul in den Unterlagen nach Hinweisen, was seinem Professor passiert sein könnte, und trifft in der Bibliothek auf eine junge Doktorandin, die Rumänin Helen. Nach einer zaghaften Annäherung der beiden zeigt sich, dass Helen den Professor durch ihre Arbeit über Vlad III beeindruck möchte, weil sie dessen uneheliche Tochter ist. Paul erzählt ihr von seinem Verdacht, was mit dem Professor geschehen sein könnte, aber ein Bibliotheksangestellter belauscht das Gespräch und beißt Helen in den Hals. Überhastet brechen die beiden nach Istanbul auf, wohin eine erste Spur weist.

    Immer weiteren Dokumenten und ihren Geheimnissen folgend reisen Paul und Helen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien, werden von Untoten heimgesucht, entdecken nach langen Mühen tatsächlich das Grab des Fürsten, treffen auf den sterbenden Professor, erfahren die wahre Geschichte der Begegnung zwischen ihm und Helens Mutter aus seinen persönlichen Aufzeichnungen und begegnen dem leibhaftigen Vlad Dracula … Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne doch auf gemeine Art zu spoilern.

    Inzwischen ist jedoch auch der Vater der Erzählerin spurlos verschwunden und die 16-Jährige macht sich in Südfrankreich auf die Suche nach ihm, denn sie vermutete ihn an einem der letzten Orte, wo Dracula noch eines seiner geheimen Gräber besitzt. Sie wird von unheimlichen Wesen verfolgt, aber auch von einem studentischen Gentleman wacker unterstützt.

    Die verschiedenen Erzählebenen verflechten sich im Laufe des Romans so stark miteinander, dass man als Leser die Geschehnisse in drei Zeiten fast synchron erlebt. Von Rossi erfahren wir durch seine Briefe und Tagebucheinträge, von Paul aus dessen eigenen Schilderungen auf der Reise mit seiner Tochter und zuletzt und parallel alles in der Erzählgegenwart von dieser selbst. Historik und die persönlichen Schicksale verweben sich auf brillante Art in den Historikern selbst.

    Durch Geschichten in der Kindheit der Autorin wird das Interesse an Geschichte geweckt und daraus entsteht wieder die Lust auf Geschichten … Das ist die Geschichte des Buches Der Historiker.

    Übrigens sind die historischen Hintergründe und Orte des Romans sehr gut recherchiert und stimmig, nur die Fakten um das Grab sind fiktiv und die Dokumente und Zeugnisse dazu fast komplett erfunden (ich habe selbst schon zum Thema Vlad III. geforscht).

    Eine eigenwillige Hommage an Bram Stoker

    Der Historiker liegt weitab vom üblichen Fantasy-Mainstream und ist durchaus ein Art Kunstwerk. Elizabeth Kostova hat 10 Jahre daran gearbeitet – manche der bekannteren Fantasy-Autoren bringen deutlich mehr als ein Werk pro Jahr heraus. Daraus lässt sich ersehen, welche Arbeit hinter diesem Buch steckt. Das macht einen Unterschied und der Unterschied ist spürbar.

    Die Autorin hat sich eine interessante Mischung ausgedacht, indem sie historische Briefe, Dokumente und persönliche Berichte mit der Rahmenhandlung einer Ich-Erzählerin verbindet, die uns als LeserIn zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit einlädt. Dabei nutzt die Amerikanerin ein Gestaltungsprinzip ihrer großen literarischen Vorlage, Bram Stokers „Dracula“ (1897), der seine Vampir-Geschichte als Tatsachendokumentation in Form von Tagebucheinträgen und Zeitungsartikel präsentiert.

    Kostova stellt dieses Prinzip nicht in Frage, ironisiert es nicht. Eingebettet in eine rückblickende Erzählung umspinnt sie auf diese Weise unseren modernen, rational und historisch geprägten Geist und verführt uns für die Zeit des Lesens, daran zu glauben, dass Dracula tatsächlich noch bis ins letzte Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat und, wenn ich den Epilog richtig verstehe, vielleicht sogar noch heute.

    Vampirisches?

    Kommen Vampir-Freunde auf ihre Kosten? Vielleicht nicht, je nach dem. Wer Bram Stokers Dracula mag, wird den Historiker noch weit mehr mögen, weil die Erzählweise viel moderner und weniger weitschweifig, blumig und umständlich ist. Und ein paar typische Gerne-Elemente finden sich durchaus. Bisse, Blut, Werkzeuge für die Vampirjagd (Silberdolch), Angriffe durch dienende Untote (Vampire), bezwingende Hypnose, Fledermausschatten, Särge und Grüfte …
    Am meisten enttäuscht am ganzen Buch hat mich die Begegnung mit Dracula selbst – er ist anders als meine Vorstellung von ihm … und nicht übermäßig böse. Schade – ich hätte mich gerne mehr gegruselt.
     Die Büchlein mit den leeren Seiten und dem Drachen hat er übrigens selbst gedruckt und verteilt … Warum? Wenn ich das mal so ganz verstanden hätte. Ich finde es nicht stimmig.

    Trotz der Umfänglichkeit des Buches bleibt vieles über Vlad Dracula offen, wie er zum Vampir wurde, wie viele seiner Art es noch gibt – reizvoll und unbefriedigend zugleich, aber in jedem Fall anregend für
     die eigene Fantasie. Und das schätze ich durchaus.

    Einordnung in der Literatur und Kritik

    Ein Feuilletonist der FAZ betitelte (2005) seine Rezension sarkastisch „wie man einen Roman pfählt“ und spielte damit auf die grausamen Hinrichtungsmethoden des historischen Vlads und auf Längen des Romans an, eine beliebte Kategorie der Literaturkritik, die wenig besagt. Tatsächlich ging es mir an einigen Stellen aber ähnlich und ich musste zwischendurch mein Durchhaltevermögen bemühen, um dran zu bleiben. Die Frage ist, wodurch diese Längen entstehen.
    Ausführlichere Berichte von der Reise, Beschreibungen der Landschaft und der Städte, Details des Interieurs – all das gehört zum Schmuckwerk und literarischen Gewand eines Romans, der sich an die viktorianische Erzählweise des 19. Jahrhunderts anlegen will, dennoch wirkt es ungewohnt. Die Gothic Novel lebt davon, dass in die alltäglich erlebte Wirklichkeit plötzlich das Übersinnliche hereinbricht und alles in Frage stellt, weshalb man in der Literaturforschung von magischem Realismus spricht.
    Die Längen haben also System. Trotzdem erwarten die Lesegewohnheiten des 21. Jahrhunderts etwas mehr Spannung. Mir hätte es geholfen, wenn die äußeren Orte ähnlich wie bei Dan Browns Thriller in einem direkten Zusammenhang mit der historischen Detektivarbeit gestanden hätten. Aber man kann auch nicht alles in einem Buch haben.
    Der Historiker bietet zudem eine wunderschöne und tragische Liebesgeschichte, lässt das Leben im Rumänien und Bulgarien der 30er und 50er Jahre szenisch vor Augen treten und erzeugt eine leicht gruselige, melancholische Stimmung, die perfekt zu der Erzählung passt.

    Und noch ein Zitat:

    „Es ist eine Tatsache, dass wir Historiker uns für Dinge interessieren, die zum Teil unser eigenes Ich widerspiegeln, vielleicht den Teil, den wir am liebsten nicht näher untersuchen würden, es sei denn auf dem Feld der Wissenschaft. Und je mehr wir in unsere Interessen eintauchen, desto mehr ergreifen sie von uns Besitz.“ (314)

  19. Cover des Buches Ein Weihnachtsgeschenk für Walter (ISBN: 9783939944065)
    Barbara Wersba

    Ein Weihnachtsgeschenk für Walter

     (62)
    Aktuelle Rezension von: stachelbeermond

    Walter ist eine ältere, weißbärtige Ratte, die vor ein paar Monaten bei der Schriftstellerin Miss Pomeroy unter dem Wohnzimmer eingezogen ist. Er liebt Bücher und im Gegensatz zu seinen Artgenossen frisst er sie nicht, er liest sie mit nie nachlassender Begeisterung und ist immer wieder bestürzt darüber, mit wieviel Verachtung die Menschen den Ratten begegnen. Wenn man allein all die Gelegenheiten bedenkt, zu denen er vergiftet werden sollte! Dabei ist er ein reinlicher, unauffälliger Rattenherr, der poetische Zitate liebt und stets darauf achtet, keine Unordnung zu hinterlassen. Eines Tages entdeckt er in Miss Pomeroys Bibliothek die Kinderbücher, die sie geschrieben hat, und muss zu seinem größten Missfallen feststellen, dass der Held all ihrer Bücher ausgerechnet eine Maus ist. Eine Maus! Und das, obwohl Ratten intelligenter und größer als Mäuse sind und obwohl er doch mit ihr in einem Haus lebt! Das kann nicht unbesprochen bleiben, und so beschließt Walter, der kantigen Miss Pomeroy einen Brief zu schreiben…

    Und dabei spinnt diese kleine, wunderbare Geschichte sich immer weiter und weiter, und man kann gar nicht anders, als entzückt weiterzulesen und auf ein Happy End zu hoffen. Miss Pomeroy ist so gar keine liebevolle, weißhaarige ältere Dame, sie hat mehr Ecken und Kanten als ein Zauberwürfel, und Walter ist so sehr Walter, dass man ihn gerne auf der Stelle adoptieren würde, egal, wieviele alte Socken und angeknabberte Äpfel einen das kosten würde. Die Geschichte ist kurz, aber prägnant, mit sehr schönen Illustrationen von Donna Diamond versehen und die ideale Vorlesegeschichte für den Advent. Dazu kommen all die wunderbaren Zitate aus vielen bekannten Büchern, aus jeder Zeile springt einem die Liebe zur Literatur entgegen. Selten, das ich einmal so etwas sage wie „Ein Kleinod“, aber hier passt es. Wunderbar. Große Empfehlung. Fünf von fünf Sternen.

  20. Cover des Buches Dunkelspiel: Psychothriller (ISBN: B085NY6WPC)
    Leonie Haubrich

    Dunkelspiel: Psychothriller

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Aenna612

    Zu Beginn war ich ganz begeistert, weil mich das Buch von Anfang an gefesselt hat. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich mag auch die eher  kurz gehaltenen Kapitel. Das trägt noch mit zur Geschwindigkeit der Handlung bei. Das hat sich auch bis zur letzten Seite nicht geändert.

    Ab der Hälfte, oder vielleicht auch schon etwas eher, haben die Charaktere aber angefangen, mich extrem zu nerven. Und zwar jede/r einzelne. Alle hatten sie irgendwas an sich, das mich hat denken lassen: "Das kann doch nicht dein Ernst sein!" In Richtung Schluss habe ich mich immer öfter gefragt, wann denn wohl die Wendung kommt, wann die Fäden anfangen, zusammen zu laufen. Es wurde dann - für meinen Geschmack - zum Ende hin noch extrem unrealistisch und hat sich für mich angefühlt, als hätte die Autorin einfach irgendwie zum Schluss kommen wollen.

    Also insgesamt eine eher ernüchternde Leseerfahrung für mich - schade.

  21. Cover des Buches Die Rosenzüchterin (ISBN: 9783734109003)
    Charlotte Link

    Die Rosenzüchterin

     (405)
    Aktuelle Rezension von: eriS

    Franca leidet unter psychischen Problemen und Angstzuständen. Ohne ihre Tabletten geht sie nirgends hin. Im Auftrag ihres Mannes fliegt sie nach Guernsey und erleidet da eine nächste Panikattacke nachdem kein Hotelzimmer mehr verfügbar ist. Alan läuft ihr in diesem erbärmlichen Zustand über den Weg und nimmt sie mit zu seiner Mutter Beatrice. Hier findet sie für ein paar Tage Unterschlupf. Der Abstand von zu Hause und ihrem gewohnten Umfeld, dass sie immer mehr runterzieht, tut ihr sehr gut und sie fühlt sich richtig frei. Während ihres Aufenthaltes freundet sich sich mit der Hauptprotagonistinnen Beatrice und Helene an und erfährt deren Geschichte.

    Beatrice ist auf der Insel aufgewachsen und ging bei einem Fluchtversuch ihrer Eltern im Getümmel verloren. Sie ist nun ganz alleine auf der von deutschen besetzten Insel. Erich Feldmann, Mitglied der deutschen Wehrmacht und seine Frau ziehen ins Elternhaus von Beatrice ein und ziehen sie wie ihre eigene Tochter auf. Hier nimmt die gemeinsame Geschichte von Beatrice und Helene ihren Lauf.

    Beatrice erzählt in 'Die Rosenzüchterin' Franca ihre Lebensgeschichte und versucht ihr aus ihrem "Schneckenhaus" zu finden. Leider geraten gegen Schluss beide in eine unschöne Geschichte und das fröhliche Miteinander wird durchgeschüttelt.

    Das Buch ist in zwei Zeitstränge aufgeteilt. Während Beatrice ihre Geschichte erzählt, wird ein Rückblick in die entsprechende Zeitspanne gemacht. Dadurch kann die Geschichte noch viel intensiver erlebt werden. Aus meiner Sicht handelt es sich erst bei den letzten ca. 200 Seiten um einen Kriminalroman, davor gleicht es eher einem historischen Roman, wo der Leser einiges über die Besetzung der Insel zu Kriegszeiten erfährt.

  22. Cover des Buches Schlafen werden wir später (ISBN: 9783596522033)
    Zsuzsa Bánk

    Schlafen werden wir später

     (54)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    Wechselseitige Emails zweier Freundinnen aus Kindheitstagen über einen Zeitraum von ca. zweieinviertel Jahren fassen deren bisherige jeweils 44jährige Leben für den Leser so gut zusammen, dass er sich quasi hineinversetzt fühlt in das Dorf im Schwarzwald, wo die Deutschlehrerin Johanna lebt, und in die Mietwohnung in Frankfurt, wo die Schriftstellerin Márta mit Familie lebt. Neben den Emails gibt es keine Handlung. Ihre Inhalte drehen sich immer um dieselben Angelpunkte: Johanna verarbeitet eine Brustkrebserkrankung, leidet unter dem verlassen werden von ihrem Partner und will eine Dissertation über die Dichterin Droste-Hülshoff mit Perfektion beenden. Márta ist zerrissen zwischen dem Muttersein für ihre drei Kinder und dem Schreiben eines längeren Romans, der endlich dazu führen soll, dass sie von der Schriftstellerei auskömmlich leben kann.

    Die Emails lassen sich nicht unbedingt einfach lesen. Aber wie könnten sie das auch, stammen sie doch von zwei literaturaffinen Frauen. Jeder Deutschlehrer wird an ihnen seine Freude haben, sprühen sie doch nur so über von literarischen Stilmitteln. Sie sind also keinesfalls so geschrieben, wie ein Normalbürger sie mal kurz in die Tasten seines PC’s hauen würde. Die Sprachgewalt ist überwältigend, vor allem die vielen kursiv gedruckten Zitate, die Johanna Mártas Gedichten entnommen hat. Da ist dann etwa die Rede von „kaltgrün eingeschüchterter Sommertag“, „nachtdunkler, regentropfnasser Wald“ oder „Mond und Licht ist vor Schmerzen untergegangen“. Der Grundton ist recht melancholisch, ohne dass dies den Leser aber herunterziehen würde. Beide Protagonistinnen sind groß im Jammern, aber durchaus berechtigt, ereignen sich in ihrem Leben doch so manche tragischen Vorkommnisse wie Krankheit und Tod.

    Nachdem ich einige Seiten zum Einlesen brauchte, hat mir der Roman bestens gefallen.

  23. Cover des Buches In Liebe, Ihre Eloise (ISBN: 9783899417234)
    Julia Quinn

    In Liebe, Ihre Eloise

     (50)
    Aktuelle Rezension von: meggies_fussnoten

    Noch während eines Empfangs ihrer Mutter flüchtet Eloise Bridgerton von dem Fest und macht sich auf zu Sir Phillip Crane, mit dem sie seit längerem schon eine Brieffreundschaft unterhält. Der letzte Brief von Phillip enthielt einen Heiratsantrag, doch Eloise möchte ihn erst persönlich kennenlernen, bevor sie eine Entscheidung trifft.
    Schon während der überstürzten Ankunft merkt sie, dass es wahrscheinlich ein Fehler war, sich ohne Anstandsdame und vor allem ohne jemandem zu erzählen, wo sie ist, bei Sir Phillp aufzukreuzen. Denn dieser ist noch in Trauer um seine verstorbene Frau Marina. Doch bald weiß Eloise, dass sie gebraucht wird. Denn Phillips Kinder sowie Phillip selbst brauchen jemanden, der ihnen durch diese Zeit hilft. 

     

    Schon am Ende des vierten Teiles wird es klar, dass es im nächsten Band um Eloise geht. Denn diese verschwindet einfach von einem Empfang und wird danach von jedem gesucht. Wo genau sie jedoch ist, wird erst im Folgeteil berichtet.

     

    Eloise ist mir schon in der TV-Serie sehr positiv aufgefallen. Ihre sehr neugierige und ehrliche Art hat mir imponiert und ihrem Wesen nach nimmt sie sich, was sie möchte.

     

    Ihre Brieffreundschaft mit Sir Phillip Crane entwickelt sich zu etwas Intensiverem, so dass Eloise sehr bald von Sir Phillip einen Heiratsantrag bekommt. Doch prüfe, wer sich ewig bindet... ein Spruch, der exakt auf Eloise zutrifft. Sie will erst wissen, ob sie wirklich zu Phillip passen würde und macht sich deshalb kurzerhand auf, ihn zu treffen.

     

    Ohne Anstandsdame, ohne jemandem zu sagen, wo sie ist und ohne überhaupt nachzudenken, was sie sich damit selbst antut.

     

    Phillip ist grüblerisch und von seiner Art her eigentlich das totale Gegenteil zu Eloise. Und doch passen die beiden wie die berühmte Faust aufs Auge. Nur merken sie es eben nicht so schnell.

     

    Aber das ist die Art der Autorin. Erst lässt sie ihre Figuren umeinander hertanzen (wobei sie immer wieder eine neue Art findet, dass ihre Protagonisten im Dunkeln tappen), dann kommt die Leidenschaft und dann das süße Happy End. Doch bis es so weit ist, müssen ihre Charaktere so einiges durchstehen. 

     

    Auch im fünften Teil lässt die Autorin kein Klischee aus und schafft es doch, den Leser an das Buch zu fesseln. Sehr gut gelungen ist ihr diesmal der männliche Hauptteil, der mit seiner grüblerischen und zurückhaltenden Art erst mal so gar nicht zu der lebensfrohen Eloise passt. Doch schon bald ist es gerade diese Art, die Phillip aus seinem Schneckenhaus holt und... aber das müsst ihr selbst lesen.

     

    Der Hintergrund ist diesmal ein sehr trauriger und hat mich - gerade für die Kinder von Sir Phillip - nachdenklich gestimmt. Die Autorin schafft zwar für ihre Protagonisten immer eine Vergangenheit, die nicht gerade leicht ist, aber diese hat mich dann doch sehr erschüttert und Sir Phlilip ist mir ans Herz gewachsen, da er schon so einiges durchmachen musste und selbst nicht weiß, wie er mit der ganzen Situation am besten umgehen soll. 

     

    Meggies Fussnote:

    Eine traurige Geschichte mit Happy End. 

  24. Cover des Buches So etwas wie ein Leben (ISBN: 9783257242881)
    Amélie Nothomb

    So etwas wie ein Leben

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Nothomb gehört zu meinen sogenannten "Autobuy-Autoren" - sehe ich ein Buch von ihr, nehme ich es mit. Ohne wenn und aber. Dies, weil mir die Geschichten der Autorin auf einer unkonventionellen Ebene gefallen. Eben weil auch ihre Geschichten unkonventionell ist. "So etwas wie ein Leben" ist von daher ein typisches Buch von Amelie Nothomb. Es greift tiefschürfende Themen auf, die aber stets unangenehm sind. Hier geht es um das Thema der Fettleibigkeit, was umso spannender ist, da Nothomb selbst lange an Magersucht litt. Doch dabei ist dieser Titel nicht bloss ein nothombscher Blick in die Tiefe der menschlichen Seele, sondern weckt auch die Lust, der Autorin einen Brief zu schreiben. Ein politisches und psychologisches Buch mit einem konzentrierten Blick auf unsere Gesellschaft - somit eines der besten Titel Nothombs.

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