Bücher mit dem Tag "britischer geheimdienst"

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63 Bücher

  1. Cover des Buches Nachtauge (ISBN: 9783453437760)
    Titus Müller

    Nachtauge

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Unter dem Codenamen „Nachtauge“ versucht eine deutsche Spionin, Meldung an die Briten zu machen. Dies muss im Deutschland des Zeiten Weltkriegs verhindert werden.

     

    Vor dem Hintergrund des Angriffs auf die Möhnetalsperre im Jahr 1943 erzählt „Nachtauge“ von der Jagd auf eine deutsche Agentin, die gegen die Briten arbeitet. Dies wird spannend und sehr detailliert erzählt, so dass der Roman stellenweise eher ein Krimi, als ein historischer Roman ist.

    Apropos Historie: Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass Titus Müllers Roman während des Zweiten Weltkrieges spielt. Auch wenn ich mich bei historischen Romanen eher für die frühere Geschichte interessiere, war ich dennoch fasziniert und zugleich erschreckt von der Absurdität und der widersprüchlichen Doppelmoral des Dritten Reiches, die man entweder nicht bemerken konnte oder wollte.

    Zentral ist hier aber, wie so oft bei Müllers Romanen, eine Liebesgeschichte vor historischem Spannungsfeld. Hier ist es die Liebe eines deutschen Lagerarbeiters zu einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, die allen Spannungen und Widerständen zum Trotz sich ihren Weg bahnt und jeden Lesenden mitleiden lässt.

     

    So gelingt Titus Müller mit „Nachtauge“ trotz der schweren Thematik ein lesenswerter Roman, der nicht nur für diejenigen, die gerne Romane über den Zweiten Weltkrieg lesen, interessant sein dürfte.

  2. Cover des Buches Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten (ISBN: 9781495222092)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Lina94

    „Der Geist des Architekten“ ist der erste Teil aus David Grays Reihe um Sherlock Holmes. Diesen Teil finde ich, ebenso wie den zweiten, sehr gelungen. Die Geschichte ist spannend und kurzweilig und bildlich gut vorstellbar. Die Personen sind gut ausgearbeitet und die Geschichte ist von der Art her sehr gut am Original orientiert.

    Wie ich schon beim zweiten Teil anmerkte, kommt Gray selbst in den Büchern vor, was überraschend und anfangs störend ist. Insgesamt wird dadurch aber ein passender Rahmen für die drei Geschichten gesetzt.

    Leider waren vermehrt Fehler bezüglich Rechtschreibung und Interpunktion zu finden. Auch war die Schriftgröße im eBook eher unoptimal – entweder zu groß oder zu klein. Da ich meine Version schon länger habe, sind diese Mängel in einer aktuellen Version möglicherweise nicht mehr zu finden.

    Insgesamt ein spannendes Buch mit vielen Rätseln und unerwarteten Wendungen. Aufgrund der nicht so tollen Verarbeitung muss ein Stern abgezogen werden.

  3. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die 27jährige Ruth Gilmartin ist alleinerziehende Mutter und promoviert an der Universität von Oxford. Ihr Vater ist bereits vor Jahren verstorben und zu ihrer Mutter Sally hat sie ein spezielles Verhältnis. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche im Cottage der Mutter im Sommer 1976, bemerkt Ruth, dass sich Sally sehr seltsam benimmt, sich verfolgt und beobachtet fühlt. Beim Abschied überreicht Sally Ruth eine Akte und eröffnet ihr quasi zwischen Tür und Angel, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des britischen Geheimdienstes ist.

    Ab diesem Moment tun sich im Buch zwei Handlungsstränge auf. Während der eine weiterhin aus der Ich-Perspektive von Ruth erzählt wird und in der Gegenwart verläuft, führt der andere nach Paris zurück in das Jahr 1939. Dort wird die junge russische Emigrantin Eva Delektorskaja auf der Trauerfeier ihres Bruders von dem mysteriösen Lucas Romer angesprochen. Dieser erzählt ihr zunächst, dass ihr Bruder keinesfalls durch einen tragischen Unfall starb, sondern gezielt ermordet wurde und wirbt sie in der Folge für den britischen Geheimdienst an. Nach einer intensiven Ausbildung in Schottland, absolviert Eva einige hochgefährliche Einsätze In Belgien, England und den USA. Das Ziel ihrer Spezialeinheit besteht darin in den Medien gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, die die zögernde USA zum Eintritt in das Kriegsgeschehen gegen die Nazis bewegen sollen. Dabei lautet die oberste Regel: Vertraue niemandem.

    Die Sprache des Autors ist geradlinig, nüchtern und klar, was meiner Meinung nach besonders zu dem Inhalt des Buches passt. Ein perfektes Beispiel ist dafür schon der pointierte Titel des Buches. Ohne Umschweife auf den Punkt kommend gelingt es Boyd trotzdem eine plastische Welt entstehen zu lassen, in die man wunderbar leicht hineinfindet und ungerne wieder auftauchen möchte.

    Besonders spannend fand ich es die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs mal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Aber selbst für Leser, die sich nicht sonderlich für die Zeit des zweiten Weltkriegs interessieren, ist es eine spannende Geschichte, die mit jedem Kapitel eine intensivere Sogwirkung entfaltet. Ständig fragt man sich, wem Eva trauen kann, ist erleichtert, wenn sie einer gefährlichen Situation entkommen ist und völlig fasziniert von ihrem alltäglichen Leben als Spionin, in dem kaum ein Platz für wirklichen Alltag bleibt. Enttäuscht war ich gleichzeitig von dem zweiten Handlungsstrang um Ruth. Zwar war mir Ruth grundsätzlich sehr sympathisch, ich konnte ihr Verhalten und ihre Gedanken gut nachvollziehen. Gleichzeitig bleibt sie aber sehr blass und auch die Bezüge zum Baader-Meinhof-Komplex verliefen irgendwie im Sande und waren dann für die Geschichte doch eher unnötig.

    Trotzdem ist dies ein kitschfreier Spionage-Thriller, der mit viel Spannung und Gänsehaut daherkommt. Am Ende bleibt auch die Aufforderung an den heutigen Leser nicht jede Nachricht, die keine eindeutige, seriöse Hintergrundquelle vorweisen kann, bedingungslos zu glauben.

  4. Cover des Buches Ein gefährlicher Gegner (ISBN: 9783596177714)
    Agatha Christie

    Ein gefährlicher Gegner

     (77)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    Vorneweg:
    Ich habe den Roman in der Sammlerausgabe des Hachette-Verlag gelesen, welche mittlerweile vergriffen und in der WAS LIEST DU - Datenbank leider nicht vorhanden ist. Sie sollte aber inhaltlich identisch sein mit dieser Ausgabe…

    Inhalt:
    Von Geldmangel und Arbeitslosigkeit geplagt, planen die befreundeten Tommy Beresford und Prudence 'Tuppence' Cowley eine Abenteurer GmbH. Scheinbar schnell gibt es durch Mr. Whittington einen Auftrag für Tuppence, welche diesem sich als Jane Finn vorstellt - ein Name, den Tommy und seine Freundin in einem Pub aufschnappten. Durch diesen Namen fühlt sich der Auftraggeber jedoch unter Druck gesetzt und bietet scheinbar ängstlich einiges Geld für das Schweigen von Jane Finn. Kurz darauf ist der Herr allerdings spurlos verschwunden. Dafür meldet sich auf eine Anzeige der beiden Abenteurer ein gewisser Mr. Carter vom britischen Geheimdienst und klärt die Beiden auf: vor vier Jahren hatte eine Person namens Jane Finn auf dem sinkenden Passagierschiff RMS Lusitiana gewichtige Papiere eines Agenten an sich genommen und war anschließend untergetaucht. Nun wird nach eben jener jungen Dame gesucht, denn die Papiere könnten einen Krieg zwischen Großbritannien und den Russen entfachen. Tommy und Tuppence erhalten die Genehmigung von Carter, nach der vermissten Dame - und somit auch nach den Papieren - zu fahnden. Dabei stoßen sie auf eine weitere interessante Person: der reiche Amerikaner Julius Hersheimer sucht ebenfalls nach der verschwundenen Jane, ist sie doch seine Cousine. Zu dritt wagen sich die Drei auf schwammige Spuren und geraten tiefer in eine Spionage-Affäre, als sie jemals gedacht hätten ... 

    Meinung:
    Mit 'Ein gefährlicher Gegner' hatte die britische Schriftstellerin Agatha Christie ihren zweiten Roman am Start. Dieser erschien 1922 und unterschied sich schon in vielen Dingen von dem Erstling, welcher ja der erste Kriminalroman mit dem Meisterdetektiv Hercule Poirot war. Nun wartete die Autorin mit einem Ermittlungs-Duo auf, welches allerdings in eine Spionage-Affäre geriet. Es ist also nicht die klassische Art und Weise von Kriminalroman. Während die Charaktere Tommy und Tuppence eigentlich ganz gelungen sind, wirken sämtliche Nebenfiguren entweder steril oder überdreht, wie der liebestolle Julius Hersheimer. Weitere Abstriche muss man wohl machen, als die jeweiligen Hauptfiguren für mehrere Tage verschwinden - es die anderen allenfalls bekümmert. So richtige Angst und Sorge kommt scheinbar nicht auf, was schon irgendwie eigenartig - ja fast unrealistisch ist. Trotz diesen eher negativen Punkten zeigt der Roman die Situation in den Zwanziger Jahren vor einem guten Jahrhundert ganz gut auf. Obwohl gerade der erste Weltkrieg beendet war, lauerte der nächste regelrecht im Untergrund - Intrigenspiele der Länder waren regelrecht Mode geworden. So ist dieser zweite Roman, an deren Figuren sich Christie später nochmal erinnern würde, gegenüber dem Erstling zwar abwechslungsreich, kommt aber an die Spannung dessen keineswegs heran. Für die Chronologie und interessierte Leser empfehlenswert, aber kein herausragender Kriminal - Agentenroman...

    7,0 Sterne

  5. Cover des Buches James Bond (ISBN: 9783864250705)
    Ian Fleming

    James Bond

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Auftakt zur Bond-Reihe von Ian Fleming, und das Buch, mit dem die Filme mit Daniel Craig begannen: Bond wird beauftragt, sich nach Royale-les-Eaux in Nordfrankreich zu begeben, um es dem Sowjetagenten Le Chiffre zu verhindern, daß dieser sich am Bakkarattisch bereichern kann. Das Geld benötigt dieser dringend, um die Gewerkschaftskasse der kommunistischen Gewerkschaft auszugleichen auszugleichen, die dieser zuvor geplündert hatte. Sehr spannend und die Geburtsstunde einer Filmfigur für die Ewigkeit. Ich fände eine wortgetreue Verfilmung interessant, mit Le chiffre als Agent der UdSSR und Vesper als MWD-Agentin, aber natürlich ohne Bonds Sexismen.
  6. Cover des Buches Enigma (ISBN: 9783453184831)
    Robert Harris

    Enigma

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel
    Mit "Enigma" begibt sich der studierte Historiker und Bestsellerautor Robert Harris einmal mehr in die Zeit des Zweiten Weltkriegs.

    Inhalt:
    Ort der Handlung ist Bletchley Park im Jahr 1942: Die Briten arbeiten fieberhaft an der Entschlüsselung der Enigma-Codes, vor allem des U-Boot-Codes Shark. Einer der führenden Wissenschaftler, die mit Shark betraut ist, ist Tom Jericho. Ihm ist es bereits einmal gelungen, Shark zu knacken, kurz darauf hatte er einen Zusammenbruch und musste Bletchley Park aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Grund des Zusammenbruchs: Die Liebe zu einer Frau. Doch als er zurückkehrt verschwindet diese plötzlich vom Erdboden und bald stellt sich die Frage. Warum? Ist ihr etwas zugestoßen? Ist sie eine Spionin?
    Und neben all dem droht ein verheerend großer Angriff der deutschen U-Boot-Flotte, der nur verhindert werden kann, wenn es Toms Team rechtzeitig gelingt, Shark erneut zu knacken. Die Uhr tickt...

    Meine Meinung:
    Die Welt der Kryptographie ist komplex und ungemein kompliziert. Auch nachdem ich dieses Werk und einige Hintergrundinfos gelesen habe, kann ich nur ansatzweise behaupten, etwas von Toms Arbeit verstanden zu haben. Doch auch ohne dieses Verständnis ist der Roman spannend und überraschend bis zur letzten Seite. Harris' Erzählstil hat mich einmal mehr überzeugt, auch wenn ich den Einstieg wie hier in Retrospektive so von ihm nicht so kenne.

    Die Charaktere werden zwar nicht detailliert beschrieben (mit Ausnahme von Tom), dennoch kann  man sich ein gutes Bild von ihnen und ihren Charakterzügen machen. Das Genie Tom war mir zwar hin und wieder etwas zu schnell mit seinen Handlungen und Gedankengängen, aber doch auf seine verschrobene Art sehr sympathisch.

    Fazit:
    "Enigma" war ein spannendes Lesevergnügen. Auch wenn ich den fachlichen Themen teilweise nicht so ganz folgen konnte und auch Toms Handeln mir nicht immer ganz schlüssig war, hat mich das Werk dennoch durch seine Spannung und seine Charaktere überzeugt.

  7. Cover des Buches Empfindliche Wahrheit (ISBN: 9783550080364)
    John le Carré

    Empfindliche Wahrheit

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile
    Ich habe bisher noch kein Buch dieses Autors gelesen,vielleicht fiel es mir deshalb so schwer mich an seinen Schreibstil zu gewöhnen. Die Geschichte beginnt in Gibraltar,wo ein islamistischer Waffenkäufer entführt wird. Der Protagonist Toby Bell ,Mitarbeiter eines hohen Regierungsmitglieds ,muß sich zwischen seinen dienstlichen Anweisungen und seinem Gewissen entscheiden,was ihn in immer größere Schwierigkeiten bringt. Dem Autor gelang es bis zum Schluß einen hohen Spannungsbogen zu halten ,man wurde erschreckend deutlich auf den Bezug zur Realität gestoßen. Fazit: Eine spannende ,wenn auch schwierig zu lesende Geschichte. Buchtitel: Empfindliche Wahrheit
  8. Cover des Buches Stormbreaker (ISBN: 9783473543618)
    Anthony Horowitz

    Stormbreaker

     (173)
    Aktuelle Rezension von: lolalametta

    Dieses Buch habe ich schon als Teenager geliebt und auch jetzt, Jahre später, finde ich es immer noch toll :D Klar, ab und zu mangelt es etwas an Logik oder geht ein bisschen schnell, aber alles in allem ist das Buch sehr unterhaltsam, spannend und für mich eine tolle Kindheitserinnerung. Ich freue mich schon, auch die anderen Bände nochmal zu lesen.

  9. Cover des Buches Die Nadel (ISBN: 9783898970983)
    Ken Follett

    Die Nadel

     (592)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Zum einen natürlich aus der Sicht des Spions Henry Faber, bekannt als „Die Nadel“. Sehr schön erfährt man hier, wie das Leben eines Spiones ist. Henry Faber spielt immer eine Rolle, um nicht aufzufliegen. Dabei geht er sehr überlegt vor und ist sehr vorsichtig, weshalb er besser ist als andere deutsche Spione in England. Wird er entdeckt oder besteht auch nur der Verdacht, tötet er die betreffenden Personen.
    Zum anderen gibt es auch die Sicht der zwei Agenten Godliman und Bloggs, die deutsche Spione in England aufdecken wollen. Sie kommen auf Henrys Spur und versuchen ihn zu fassen, bevor er die wichtige Information über die Täuschung der Engländer an Hitler weitergeben kann.
     Zudem gibt es zu Beginn ein paar Kapitel aus Sicht einer Frau, Lucy, die aber erst später wieder eine Rolle spielen wird, und gegen Ende des Buches einige Kapitel, die Besprechungen Hitlers mit einigen Generälen erzählen, was für mich nicht hätte sein müssen. Ich fand es schwer, diese zu lesen.

    Zu diesem Buch kann man nicht viel sagen, nur, dass es wahnsinnig spannend ist. Und das durchgehend. Man taucht zunächst in Henrys Welt mit seinen aufgebauten Identitäten ein. Als er das Täuschungsmanöver der Briten entdeckt, beginnt seine gefährliche Reise nach Deutschland. Diese ist an sich schon sehr spannend und es wird noch nervenaufreibender, weil man die beiden englischen Agenten dabei begleitet, wie sie Faber fangen wollen und den Stand ihrer Ermittlungen und Vermutungen erfährt. Am Ende des Buches steigt die Spannung noch weiter an, als es zum großen Schowdown kommt.

    Fazit

    Ein unglaublich spannender Thriller über den Spion „Die Nadel“ zur Zeit des zweiten Weltkrieges. 

  10. Cover des Buches Der Spion, der aus der Kälte kam (ISBN: 9783548061832)
    John le Carré

    Der Spion, der aus der Kälte kam

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Alex Leamas arbeitet im Büro des britischen Geheimdienstes in Berlin während des Kalten Krieges.  Immer mehr britische Agenten werden in letzter Zeit durch den DDR-Geheimdienst ausgeschaltet und Erfolge bleiben aus. Auf der Suche nach einer undichten Stelle setzen ihn seine Vorgesetzten direkt auf seinen Gegenspieler im DDR-Geheimdienst Mundt an und verfolgen den Plan, dass ein sozialer Abstieg erfolgen soll, damit er ein interessantes Ziel für eine Anwerbung durch den DDR-Geheimdienst wird. Leamas lässt sich darauf ein, erkennt aber schon bald, dass nun ein doppeltes Spiel mit ihm selbst gespielt wird. Um sein Leben zu retten wird er selbst aktiv und agiert geschickt in einem tödlichen Agentenspiel der Supermächte.

     

    Ein sehr spannender und gelungener Roman über Spionage und Verrat wird vom Autor konstruiert. Dabei erweist sich dieser als Meister der Konstruktion und Schaffung von Spannung. Stil und Sprache sind schlicht und zweckmäßig und auch die Charakterdarstellungen sind nicht besonders detailliert. Dies stört aber nur gering, da eine der besten Spionageschichten, die ich gelesen habe, entwickelt wird. Ein immer noch lesenswertes Buch voll Spannung und mit einer akribisch ausgearbeiteten, logischen Handlung.

  11. Cover des Buches Verräter wie wir (ISBN: 9783548288079)
    John le Carré

    Verräter wie wir

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Dima ist nicht nur ein Mensch mit Vergangenheit, einem wertvollen Geheimwissen über die Geldwäschepraxis im postsowjetischen Russland, das er verhökern möchte, und einem Plan, wie er seine Geheimnisse an den (westlichen) Mann bringen will. Er ist vor allem ein Mensch mit Herz. John le Carré ist mit seinen Figuren in „Verräter wie wir“ ein großer Wurf gelungen, wobei vor allem Dimitri Krasnow, genannt „Dima“ ein kraftstrotzender Vertreter der russischen Seele ist: gemütvoll, breitbeinig, leutselig und trinkfest. Und dabei extrem gefährlich, ein Familienmensch, der über viele Leichen ging.

    Die Idee, dass Dima sein Wissen über die Geldwäsche russischer Mafiaclans an den britischen Geheimdienst verkaufen möchte, reflektiert die veränderten politischen Rahmenbedingungen in le Carrés Lieblingsspannungsfeld zwischen Russland und Großbritannien. Im ewigen Sowjetreich haben keine Masterminds wie „Karla“ mehr das Sagen, sondern menschenverachtende Raffgeier und Mafiosi. Das ist gelungen und schmeckt hochaktuell. Dass der britische Geheimdienst aus einer Mischung aus bürokratischem Phlegma und ebenso menschenverachtendem Dünkel Dima die Tour vermasselt, weil Menschen in dem großen Spiel nur hohle Figuren sind, passt zur Kälte der Welt er Spione.

    Dass aber ein Tennisturnier den Hintergrund bildet und das unschuldig ins Spiel gezogene Pärchen Oxford-Dozent Perry Makepiece und Rechtsanwältin Gail Perkins zum Überlaufzirkus gehört, beschert der Handlung einige Längen vor allem beim Einstieg in die Geschichte und wirkt nicht immer ganz rund.

    Unter dem Strich ein gelungener Geheimdienstroman mit hervorragend gezeichnetem Personal, aber gewiss nicht le Carrés stärkster Wurf.

  12. Cover des Buches Alex Rider, Band 2: Gemini-Project (ISBN: 9783473585236)
    Anthony Horowitz

    Alex Rider, Band 2: Gemini-Project

     (110)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Zuerst erscheinen die Todesfälle eines Multimillionärs und eines russischen Geheimdienstgenerals zufällig - doch dann stellt die Spurensicherung sowohl in New York wie auch im Schwarzen Meer eine Gemeinsamkeit sicher: Die Söhne der Ermordeten waren beide in einer hermetisch abgesicherten Privatakademie für schwer erziehbare Kinder in den französischen Alpen untergebracht.

    Um Zugang zu dieser Akademie zu erlangen, bedient sich der britische MI6 abermals unter Anwendung eines gewissen Drucks des Teenagers Alex Rider, dessen Vater bereits in den Diensten Ihrer Majestät stand. Mithilfe des medienscheuen superreichen Sir David Friend und seiner Familie wird Alex zu einem rebellierenden verwöhnten Teenager, der sie zur Verzweiflung und zur Anmeldung an der Privatakademie "Point Blanc" nahe Grenoble treibt...

    Die abgeriegelte und gespenstisch anmutende Akademie befindet sich allein inmitten der verschneiten französischen Alpen und wird von dem unheimlichen Dr. Grief und seiner martialischen Assistentin Mrs Stellenbosch betrieben. Alex trifft auf sechs andere Jungs - alles Söhne bedeutender wohlhabender Geschäftsleute -, die von einer größeren Anzahl von Sicherheitspersonal überwacht werden. Nach und nach beginnen sich die Jungen zu verändern und Alex's Nachforschungen fördern einen raffinierten diabolischen Plan zur Übernahme der Weltherrschaft zutage...

    Der Erfolgsautor Horowitz legt hier den zweiten Band seiner erfolgreichen Jugendbuchreihe vor, mit welchem er 2004 den "Children Book Award" gewann. Während der Erstling eher mühsam war, startet der zweite Band mit einer aus den Bondfilmen bekannten kurzweiligen Pre-Title-Sequenz, ehe der 16jährige abermals vom MI6 auf eine gefährliche Mission entsandt wird. Die Bösewichter sind wahrlich finstere Gestalten und der Plot um die südafrikanischen Betreiber der Akademie ist durchaus solide. Alex Rider bietet mit seiner Art und seinen Aktionen eine herrliche Romanfigur für Teenager und Junggebliebene, die ein Faible für spannende Agenten/Spionage/Thriller-Geschichten haben. Es ist ein kurzweiliger Roman, der ohne die Ablenkung durch weibliche Charaktere auskommt und somit straff die Handlung vorantreibt...

    Sony Pictures Television hat in Zusammenarbeit mit "Amazon Prime" dieses Buch zu einer sehenswerten 8-teiligen Miniserie verarbeitet, die sich erstaunlich nahe an die Buchvorlage hält und Schwachstellen des Buches interessant ausbessert. Allerdings hat die TV-Serie, um den Quoten und "political correctness"-Vorgaben zu entsprechen, Charakteren des Buches andere Hautfarben und Geschlechter zugeteilt... 

    TV-Serie wie dieser Band sind durchaus zu empfehlen!

  13. Cover des Buches Der Oligarch (ISBN: 9783492274661)
    Daniel Silva

    Der Oligarch

     (14)
    Aktuelle Rezension von: PauleSenkel
    Der Dienst ist ja soooo tollllll! Nee, hat mich nicht vom Hocker gerissen. 2 Glocks von 10
  14. Cover des Buches Die Rubicon-Verschwörung (ISBN: 9783734103780)
    James Swallow

    Die Rubicon-Verschwörung

     (5)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Bei einem Einsatz in Frankreich wird ein komplettes Team des Britischen Geheimdienstes getötet. Nur der Technikexperte Marc Dane kann entkommen und schlägt sich irgendwie nach London durch, nur um dort festzustellen, dass er als Verräter gilt und nun seine Unschuld beweisen muss. Er kann niemandem trauen, nimmt nur die Hilfe der Agentin Lucy Keyes an, ohne die er wohl nicht überleben würde. Doch wer steckt hinter dem Verrat am Team – und wird es Marc gelingen, eine Bedrohung für London zu verhindern?

    Nach der Lektüre der „Orphan X“-Reihe von Gregg Hurwitz hatte ich Lust auf mehr Agententhriller und landete so bei den Rubicon-Büchern. Der Einstieg ins Buch und Marcs spannende Flucht aus Frankreich nahmen mich auch gleich komplett für das Buch ein, weil auch ich wissen wollte, wer hinter dem Tod des Teams steckt, ob es einen Maulwurf im Britischen Geheimdienst gibt, der zur Gefahr für das ganze Land wird.

    Bei Marc mochte ich besonders, dass er eigentlich nicht ausgebildet ist, sich per Waffengewalt durchzuschlagen, denn wie schon erwähnt ist er der Techniknerd des Teams, der seine Wunder am Computer vollbringt. Doch mit Hilfe der toughen Lucy Keyes wird Marc zu einer Gefahr für den Maulwurf, was ich mochte.

    Insgesamt war mir das Buch allerdings eine Spur zu langatmig. Es ging hin und her mit der Geschichte und den verschiedensten Orten der Welt, die für die Verschwörung eine Rolle spielen – das war mir persönlich alles etwas zu viel des Guten. Trotzdem gibt es 3 Sterne für eine spannende und angenehm zu lesende Verschwörung!

  15. Cover des Buches Das Königskomplott (ISBN: 9783734100314)
    Steve Berry

    Das Königskomplott

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Johanna_Jay

    In "Das Königskomplott" wird Cotton Malone wie immer in eine Geschichte verwickelt, mit der er eigentlich nichts zu tun haben wollte. Malone möchte eigentlich nur ein wenig Zeit mit deinem Sohn in verbringen und daher gemeinsam mit ihm Urlaub machen. Er wird jedoch gebeten einen kleinen Umweg zu fliegen um einen Teenager in London der Polizei zu übergeben. Ein leichter und unkomplizierter Auftrag, wie es scheint, doch natürlich kommt alles anders. Nachdem Malone entdeckt, dass die Polizisten in London keine Polizisten sind, wird er niedergeschlagen, Ian, der Teenager flüchtet und Malones Sohn wird entführt. Gezwungenermaßen beginnt Malone zu ermitteln, warum Ian so wichtig zu sein scheint, wo sein Sohn ist und was das alles mit ihm persönlich zu tun hat. 

     

    Das Buch ist in der typischen Manier geschrieben. Mit persönlich hat es wieder etwas besser gefallen als die unmittelbaren Vorgänger, da man lange nicht weiß wer hier eigentlich auf welcher Seite steht und aus welchen Motiven gehandelt wird. Nebenbei erfährt man ein wenig persönliches über Malone.

     

    Insgesamt bekommt das Buch vier Sterne von mir, da es wenn man die Vorgänger kennt zwar keinen besonderen "Wow-Effekt" hat, sich es aber wie immer um eine gelungene spannende Malone-Story handelt.

  16. Cover des Buches Dame, König, As, Spion (ISBN: 9783548061795)
    John le Carré

    Dame, König, As, Spion

     (41)
    Aktuelle Rezension von: hproentgen
    Ein Maulwurf hat sich bis in die höchsten Spitzen des englischen Geheimdienstes, dem Circus, gegraben. Der alte Chef, Control wollte ihn enttarnen, doch bei dem Versuch gab es einen Riesenskandal, über den er stürzte und dann starb. Jetzt taucht plötzlich ein Agent auf mit brisanten Informationen und der Staatssekretär hat nur noch Smiley, denn im Circus kann er niemand trauen. Der wurde mit Control zusammen aufs Altenteil geschoben. Ein alter Hase, dick mit dicken Brillengläsern, unglücklich in seine Frau verliebt, die ihn betrügt; ein Mann, den man umgehend vergisst und dem niemand zutraut, dass er ein glänzender Analytiker ist. Kein Bond, James Bond, geschüttelt nicht gerührt. Karla unterschätzt Smiley nicht. Karla ist der Chef des sowjetischen KGB und er weiß, dass Smiley sein gefährlichster Feind im Circus ist. Weswegen er seinen Maulwurf beauftragt ... Nein, das erzähle ich nicht, das müssen Sie selbst lesen. Dieses Buch habe ich in den Siebziger Jahren verschlungen und jetzt, anläßlich der neuen Verfilmung nochmals gelesen. Es hat mich wieder gepackt. LeCarre lässt eine Fülle von Personen auftreten, jede mit eigener Statur bis hinein in die Sprache, wechselt die Schauplätze, springt in der Zeit hin und her, anfänglich etwas verwirrend, aber bald hat er den Leser so in Bann geschlagen, dass er ihm überall hin folgen würde. Selbst in die Höhle des Löwens und genau dahin führt er uns. Das Buch atmet Vergangenheit, spielt Anfang der Siebziger, fast alle Agenten haben den Krieg erlebt, viele in den Dreißigern studiert, Geschichte spielt eine wichtige Rolle und eigentlich sollte das alles längst Staub angesetzt haben, wer interessiert sich heute noch für sowas? Die meisten anderen Agentengeschichten aus dieser Zeit sind denn auch längst vergessen. Dass LeCarres Buch nicht dazu gehört, zeigt die einsame Klasse des Autors. Er weiß, worüber er schreibt - wer die Bücher über die Stasi Spionage liest, glaubt manchmal in einen LeCarre Roman versetzt worden zu sein. Er kann Verwicklungen bis zum bitteren Ende schnüren, der Leser wird oft überrascht und denkt sich doch: Klar, so, genauso hat es kommen müssen, warum habe ich das bloß nicht vorher geahnt? Ein Spitzenthriller, der eigentlich gar kein Thriller ist, sondern eine Sherlock Holmes Arbeit. Vielleicht wird es den einen oder anderen Fan von Actionthrillern enttäuschen, aber für die meisten dürfte es spannende Stunden bringen. Leseprobe: leider keine Leseprobe Homepage des Autors: http://www.johnlecarre.com/ Dame, König, As, Spion, Agententhriller, John Le Carre, List, Januar 2011 ISBN-13: 9783548610771, Tb, 416 Seiten, Euro 9,99
  17. Cover des Buches Garbo, der Spion (ISBN: 9783492055833)
    Arne Molfenter

    Garbo, der Spion

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Wenn sie nicht durch Dokumente und Personen belegt wäre, würde man diese Geschichte nicht glauben:

    Ein wenig erfolgreicher spanischer Hühnerzüchter versucht sich im 2. Weltkrieg dem britischen Geheimdienst in Madrid als Spion anzudienen. Er wird erst gar nicht zu den richtigen Leuten vorgelassen. Also versucht er es auf der anderen Seite bei den Deutschen. Die sind zunächst auch skeptisch, beißen aber dann aber zögernd an. Der Hühnerzüchter gibt an, nach England auswandern und dort Informationen einholen zu wollen. Das tut er aber zunächst nicht, sondern verkriecht sich irgendwo in Portugal. Von dort aus erfindet er irgendwelche Geschichten, so zum Beispiel, dass ein britischer Geleitzug von der Insel aus nach Malta unterwegs sei. Niemand in der deutschen Marine findet diese Schiffe, aber man glaubt dem vorgeblichen Spion dennoch weiter.

    Inzwischen ist die britische Abwehr auf diesen merkwürdigen Typen aufmerksam geworden. Enigma war bereits entschlüsselt, und man konnte mitlesen, was für Märchen die Deutschen glaubten. Das war so unfassbar, dass man diesen Komiker zu suchen begann und ihn schließlich fand. Wegen seines schauspielerischen Talents verlieh man ihm den Decknamen "Garbo", verfrachtet ihn nach London und band ihn in eine kaum zu glaubende Desinformationskampagne der britischen Geheimdienste MI5 und MI6 ein. Diese Geheimdienste schufen eine Gruppe, die alle Doppelagenten des Kriegsgegners führte und damit die Deutschen völlig in die Irre laufen ließ. Insbesondere erreichten die Briten dadurch, dass Ort und Zeitpunkt der alliierten Landung in Frankreich nicht von den Deutschen vorausgesehen werden konnten.

    Die Geschichte des Hühnerzüchters und dieser schier unglaublichen komplexen Irreführung wird in diesem Buch recht detailliert erzählt. Man fragt sich dabei immer wieder, warum das alles funktionierte. Saßen in der deutschen Spionageabwehr nur Vollpfosten? Leider geht der Autor dieses lesenswerten Buches dieser wirklich interessanten Frage nur beiläufig nach. Erst am Ende versucht er sich mit einigen Erklärungen.

    Eine davon besteht in der Arroganz, zu glauben, dass die deutsche Verschlüsselungstechnik niemals zu knacken sei. Das wiederum führte zu Fehlern in den Mitteilungen, etwa zu ständig gleichen Sätzen zu Beginn, aus denen man leicht die Tagesverschlüsselung entnehmen konnte, wenn man das System erst einmal verstanden hatte.

    Eine zweite (und wohl die wesentlichere) Erklärung besteht in der Tatsache, dass man einfach keine ausreichend große Zahl von Agenten in England besaß und man auch nicht mehr die Zuverlässigkeit der vorhandenen Spione testen konnte. Und drittens mussten die Agentenführer liefern, sonst wären sie ihren Posten losgeworden. Einem dubiosen Hühnerzüchter kritiklos zu einem der Hauptinformanten der deutschen Militärführung zu machen, zeugt darüber hinaus von Zerfallserscheinungen und fehlender Motivation im System der deutschen Spionage dieser Zeit.

    Der Text liest sich ausgezeichnet und lebt davon, dass man das Geschehen eigentlich gar nicht glauben kann. Natürlich wurde der dubiose Hühnerzüchter am Ende zum Helden erklärt und vom englischen Königshaus empfangen. Die wahren Genies saßen aber beim britischen Geheimdienst, denn ein komplexes System von zahlreichen Doppelagenten zu leiten, war keine einfache Aufgabe. Der Hühnerzüchter hingegen lebte gefahrlos im Warmen und hatte allenfalls Ärger mit seiner liebestollen und hysterischen Angetrauten, die beinahe die Weltgeschichte verändert hätte. Über des Hühnerzüchters Motive lässt sich der Autor dagegen weniger aus. Man muss allerdings zu dem Schluss kommen, dass sie rein finanzieller Natur waren. Dafür spricht auch, dass er nach dem Krieg mit enormen Geldbeträgen ins Vergessen abtauchte, seinen Tod vortäuschte und genau zu dem Zeitpunkt wieder ins Leben zurückfand, als seine Kohle weg war.

    Immerhin hat er uns dadurch seine geschönten Memoiren zurückgelassen und dafür gesorgt, dass der Nachwelt diese sonderbare Geschichte offenbart wurde. Nichts ist unglaubwürdiger als manche Wahrheit. Dafür ist dieses Buch ein wahres Lehrstück.
  18. Cover des Buches Der Einsatz (ISBN: 9783499252914)
    David Ignatius

    Der Einsatz

     (17)
    Aktuelle Rezension von: shantaram
    sehr aufschlussreich, wenn man etwas über die arbeit von geheimdiensten erfahren will. äusserst spannend und lesenswert!
  19. Cover des Buches Carte Blanche (ISBN: 9783442378593)
    Jeffery Deaver

    Carte Blanche

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Schnick
    Jeffery Deaver hat früher gute Thriller geschrieben, aber das liegt lange, sehr lange zurück. Seit einigen Jahren produziert Deaver allerdings bestenfalls Mittelmaß, wenn nicht sogar schlicht Mist. Dazu gehört auch dieser Roman, der von sich behauptet, ein James-Bond-Roman zu sein. Ein Mann namens James Bond taucht in dem Buch auch auf, er hat nur überhaupt nichts mit Ian Flemings Romanhelden und schon gar nichts mit den Leinwandinkarnationen zu tun. James-Bond-Fans - von denen der Rückentext behauptet, dass sie die Zielgruppe seien - dürften bei Lektüre vor allem eins sein: entsetzt. 

    Entsetzt, weil da jemand behauptet, ein Fan von Ian Fleming und James Bond zu sein... und dann so etwas fabriziert. Entsetzt, weil das Buch so entsetzlich langweilig ist, dass man sich schon nach knapp einem Viertel wünscht, das Elend möge endlich ein Ende finden. Entsetzt, weil die Geschichte so furchtbar vorhersehbar ist. Entsetzt, weil der geneigte Leser die Taschenspielertricks, mit denen Deaver versucht, so etwas ähnliches wie Spannung zu produzieren, sofort durchschaut. Entsetzt, weil dieser Autor zu einem der bestbezahlten der Branche gehört und man sich fragt: "Wofür?" Die Antwort ist: Für gequirlte Scheiße. Für eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten. Für den Drang, wirklich immer alles haarklein erklären zu müssen, wodurch die Langeweile noch gesteigert wird.

    Ganz ehrlich? Das Buch gehört verboten. Es ist eine Ansammlung von Fremdschämmomenten. Es ist eine Schande für den Beruf. Und Jeffery Deaver sollte sich schämen, für diesen Schund auch noch Geld zu verlangen!
  20. Cover des Buches Agent in eigener Sache (ISBN: 9783548061788)
    John le Carré

    Agent in eigener Sache

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Detox

    Ich muss vorweg festhalten, dass diese Rezension in besonderem Maße subjektiv ist. Das liegt einfach daran, dass ich die literarische Figur des George Smiley richtiggehend ins Herz geschlossen habe, daher muss ich über das eine oder andere Manko des Buches hinweg sehen, wie etwa das etwas zu abrupte Ende. Man hat wirklich den Eindruck, der Autor wollte endlich mit Smiley fertig werden. Schade eigentlich, denn eine menschlichere Figur ist mir in einem Buch noch nicht untergekommen - und das gerade im Agentengenre, eine Branche, die jetzt nicht gerade für ihre Menschlichkeit bekannt ist.

    Wer die ersten beiden Teile der Karla-Trilogie mochte, wird dieses Buch lieben.

  21. Cover des Buches Menu surprise (ISBN: 9783257245356)
    Martin Walker

    Menu surprise

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Gundo57

    Martin Walker hat die Figur des Dorfpolizisten Bruno vor über 10 Jahren geschaffen und alljährlich im Frühjahr kommt ein neues Buch und der dann nächste Fall; Menu surprise war der 11. und inzwischen ist auch Fall 12 erschienen. In Menu surprise muss Bruno einen Doppelmord aufklären, der Leser erfährt ganz nebenbei auch viel über Rugby und speziell Damenrugby. Ansonsten ist auch dieser Walker wieder ein spannender Cocktail aus Terror, Geheimdiensten, Drogengeschäften, internationalen Verbindungen und Verwicklungen und ich empfehle, ihn selbst zu lesen. Das Buch gibt es jetzt auch schon in einer Taschenbuchausgabe!

  22. Cover des Buches Endspurt (ISBN: 9783898978644)
    Colin Forbes

    Endspurt

     (16)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Das Kommando (ISBN: 9783453430563)
    Vince Flynn

    Das Kommando

     (13)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Auf den Philippinen halten moslemische Terroristen eine amerikanische Familie in ihrer Gewalt. Ein Kommando der SEAL wird entsandt, um diese zu befreien. Zu spät erkennen die Amerikaner, daß ihre Mission verraten wurde. Auch wenn dem Rest der Rückzug gelingt, sterben zwei Männer.

    Mitch Rapp, enttarnter CIA-Agent, ist außer sich.
    Frisch verheiratet sollte er eigentlich nur noch eine Beraterfunktion für die CIA übernehmen. Doch bei korrupten und profilneurotischen Politikern kennt er keinen Spaß und greift ins Geschehen ein.

    Dieser Handlungsstrang ist spannend und gut inszeniert - reicht aber leider nur bis zur Hälfte des Buches. 
    Zäh wie Kaugummi wendet sich Flynn dann dem Thema Palästina und Israel zu.
    Wie auf Glatteis rutschen ihm zwei, drei Seiten fesselnde Action durch, um dann wieder im politischen Sumpf dieses Themas stecken zu bleiben.

    Was mir schon in den anderen Rapp-Romanen auffiel: Flynn wird nicht müde, seinen Helden als knallharten und gnadenlosen Rächer im Dienste des Guten darzustellen. In der Handlung selbst dominieren aber politische Schachzüge; selten darf Rapp mal seine Waffe zücken. Mutete beim vierten Einsatz etwas albern an.

    Die Amis scheinen diese Bücher jedoch zu lieben. Ob's mich zu Teil 5 hinziehen wird ... mal schauen.
  24. Cover des Buches Der Schlag des Albatros (ISBN: 9783795109042)
    Evelyn Anthony

    Der Schlag des Albatros

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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