Bücher mit dem Tag "brügge"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "brügge" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Die Feinde der Hansetochter (ISBN: 9783404173211)
    Sabine Weiß

    Die Feinde der Hansetochter

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Lübeck im Jahre 1379: Es ist die große Hansezeit und Henrike und Adrian gehören einer Kaufmannsfamilie an, die ein erfolgreiches Handelsunternehmen führen. Lange Zeit lief es gut, doch jetzt geschehen seltsame Dinge, die alles trüben. Henrikes Tante Asta mitsamt dem Knecht sind verschleppt worden. Waren in Brügge verschwinden, woraufhin Adrians Bruder vor Ort verhaftet wird. Henrikes Bruder Simon begibt sich auf gefährliche Tour nach Island, und dann müssen Henrike und Adrian auch noch selbst um ihr Leben bangen. Wer steckt hinter all dem?
    „Die Feinde der Hansetochter“ ist der 2. Band um Henrike und die Kaufmannsfamilie, und wir werden hier in die Erlebnisse der Hansekaufleute im 14. Jahrhundert nach Lübeck entführt. Ist dieses Alltagsleben schon eindeutig beschrieben mit all den politischen Begebenheiten, werden wir aber auch noch an andere Handlungsorte geführt. So geht die Reise auch nach Island, Gotland, Brügge und Bergen, und alles ist wunderbar verständlich beschrieben, sodass man alles klar vor Augen hat dank der guten Recherche der Autorin. Henrike und Adrians Leben ist turbulent. Ihnen werden immer wieder Steine in den Weg geworfen, und miese Machenschaften sind am Werk. Sie kämpfen dagegen und auch für ihr Leben. Dabei lernt man sie durch ihr agieren gut kennen und fiebert mit ihnen mit, denn sie sind beide sehr sympathisch. Aber die Perspektiven wechseln auch ständig, wobei es immer spannend bleibt und auch immer wieder zu Überraschungen kommt. Der Schreibstil liest sich flüssig, und im Personenverzeichnis kann man immer mal wieder nachschlagen, falls einem doch ein Name entfallen sein sollte.
  2. Cover des Buches Das flandrische Siegel (ISBN: 9783426639900)
    Marie Cristen

    Das flandrische Siegel

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Yvonne79
    Mit diesem historischen Buch „Das flandrische Siegel“ legt Marie Cristen einen weiteren Nachfolger in der Flandern Saga nach. Wieder taucht der Leser in die Welt der Familie Contarini ein und verfolgt das Geschehen rund um Christina, Lucas, Matthis und deren Gefährten. Christina und Lucas stehen ihren Großeltern Aimee und Domenico Contarini in Nichts nach und beschließen auf ihr Herz zu hören, anstatt den Plänen ihres Vaters zu folgen. Ihre Entscheidung führt Christina und Lucas weg von Brügge. Sie wollen nach Venedig, doch landen sie durch ungeahnte Vorfälle in London und müssen sich mit ihren Freunden erstmal hier durchschlagen. Die Charaktere sind sehr bildhaft und sympathisch dargestellt und es macht viel Freude, ihren Weg mitzuerleben. Wer schon die Vorgänger kennt, wird auch dieses Buch mit Begeisterung lesen. Marie Cristens schöner und flüssiger Schreibstil begeistern immer wieder und lassen den Leser in eine andere Zeit versinken. Auch ihr recherchiertes Wissen lässt die Autorin in das Buch miteinfliessen und so bekommt man neben einer anmutigen Geschichte, auch viel Historie vom damaligen Geschehen in Flandern mit. Auch die Gestaltung des Covers, die Ahnentafel in der Innenseite des Buches und die historischen Infos im Anhang des Buches, machen das Buch noch viel interessanter. „Das flandrische Siegel“ ist eine ergreifende historische Fortsetzung der Flandern Saga, die durch ihre unterhaltsame Art und Weise, die Leser fesselt.
  3. Cover des Buches Beginenfeuer (ISBN: 9783426502815)
    Marie Cristen

    Beginenfeuer

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Die Hauptfigur des Romans ist Ysée, die eher zufällig in einem Beginenhof aufwächst. Im Laufe der Zeit entwickelt die schöne Ysée ihre eigene Persönlichkeit und macht Entdeckungen über ihre wahre Herkunft. Dabei spielen politische und gesellschaftliche Interessen der damaligen Zeit sowie auch persönliche romantische Verwicklungen eine Rolle.

    Ich bin eigentlich kein großer Fan historischer Romane. Aber in Zeiten des Lockdowns hatte ich einfach keine Lust auf Zeitgenössisches, wo ich hätte lesen müssen, dass sich Menschen miteinander treffen und sogar in Restaurants gehen können. In Anbetracht meiner Vorbehalte hat mir das Buch gut gefallen. Das Thema der Beginen und ihrer gesellschaftlichen Stellung ist meines Wissens nach nicht oft in historischen Romanen oder Filmen aufgegriffen worden, so dass hier vieles für mich neu und sehr interessant war.

  4. Cover des Buches Die letzte Praline (ISBN: 9783492306027)
    Carsten Sebastian Henn

    Die letzte Praline

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Der vorliegende Krimi aus der Feder von Carsten Sebastian Henn ist der 3. Band einer Reihe rund um den Kulinarikpapst Prof Dr.Dr. Adalbert Bietigheim, der immer wieder als Ermittler tätig wird.

    In Brügge findet die Weltmeisterschaft der Chocolatiers statt und Prof Dr.Dr. Adalbert Bietigheim gehört der Jury an.

     

    Doch gleich zu Beginn des Wettbewerbs wird die mit Schokolade überzogene Leiche einer jungen Frau gefunden – ja, das erinnert an „Goldfinger“. Und diese Tote wird nicht die letzte sein.

     

    Meine Meinung:

     

    Der Autor wird von der die Presse als „König des kulinarischen Kriminalromanes“ hochgelobt. Mich hat vor allem das Cover mit den köstlich aussehenden Pralinen angelockt.

     

    Prof Dr.Dr. Adalbert Bietigheim will die Mordfälle natürlich im Alleingang aufklären und nervt mit seinem überzogenen Ego sowohl den ermittelnden Polizisten als auch Leser.

     

    Was als humorvoll angepriesen wird, ist einfach nur klischeehaft und unglaubwürdig. Die Protagonisten wirken überzeichnet und trotzdem flach. Der Professor ist arrogant und leider fehlt mir jedes Verständnis für den unerzogenen Hund und seine Unarten. Der Hunde kann ja nichts dafür, das Problem hängt bekanntlich am anderen Ende der Leine.

     

    Auch Pit, ein ehemaliger Taxifahrer aus Hamburg, der als selbsternannter „Bodyguard“ des Professors durch Brügge geistert, erfüllt so ziemlich jedes Klischee eines Rockers. Wozu?

     

    Aber auch die anderen Figuren konnten bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ziemlich nervend ist auch die adelige Frau Tömmsen, die man nur via Telefon kennenlernt.

     

    Der Autor bietet mehrere Mordmotive und Verdächtige an. Trotzdem kommt wenig Spannung auf. Selbst die tolle Kulisse von Brügge, das ich kenne und dessen Pralinenvielfalt ich genossen habe, bringt mich hier nicht in Krimistimmung.

    Ganz und gar missfällt mir die Herabwürdigung der belgischen Essgewohnheiten. Jede Region hat so seine Eigenheiten, und das ist gut so!

     

    Darüber konnte ich ein wenig schmunzeln:

     

    „Ich nenne Ihnen gleich fünf hervorragende Gründe (warum Schokolade besser als Männer ist):

    1. Schokolade befriedigt sogar wenn sie weich geworden ist.

    2. Keiner beschwert sich, wenn du zu fest auf die Nüsse beißt.

    3. Bei Schokolade ist die Größe egal.

    4. Du kannst sie an allen Tagen des Monats haben.

    5. Beim Genuss von Schokolade bekommt man keine Haare in den Mund.“ (S. 203)

     

    Ein bisschen versöhnt wurde ich dann am Ende der Geschichte mit dem Anhang: hier gibt es ein ausführliches Glossar zum Thema Schokolade und ein paar Rezepte.

    Ob ich noch einmal einen Krimi mit dem Herrn Professor Dr. Dr. Bietigheim lese? Ich weiß es nicht. Obwohl, der 4. Teil „Letzter Whisky“ klingt nicht so schlecht.

  5. Cover des Buches Niccolòs Aufstieg (ISBN: 9783423210379)
    Dorothy Dunnett

    Niccolòs Aufstieg

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    23/25 (92%) 5 stars.
    Is it as brilliant as the Lymond Chronicles? No.
    Am I a bit sad about that? Hm. In a way yes, in a way no. Yes because obviously I'd hoped for another emotional rollercoaster that's filled with brilliance all over the place. And no, because I see that while it isn't as excellent as The Best Series Of All Time (TM), it might get there. There are three major reasons why this isn't as perfect as Dunnett's other series, and I'll explain them in a bit, but this is still so much better than what 99% of other authors could ever create.
     
    SO- these three differences are:
    1.) Niccolò isn't Lymond.
    2.) This takes place a hundred years before the Lymond Chronicles.
    3.) Niccolò hasn't finished growing up at the start of this one.

    Regarding point one: the protagonist in this one isn't a reckless, witty, outstandingly well-educated Gary Stu that leads a merry band of mercenaries. Instead, he's a merchant. So obviously, there are less swordfights, less battles, less high stakes. I'm not saying that Niccolò is a bad character or anything, but he's just not Lymond. Oh, Lymond. How much I wish there was just a single book more in the Lymond Chronicles... er, anyway. As Lymond isn't in this, there are almost no classical references, no witty remarks in various languages, and significantly less hilarious scenes. And while I guess this means that this series is easier to read and is more appealing to a wide readership, I could cry me a river about it. BECAUSE I LOVE THAT SHIT. That shit is a big reason why I love the Lymond Chronicles so much. I love that I have to decipher the meaning of every single dialogue, I love how it challenged me to wonder what was going on below the surface. This is still challenging, but it's not as... spicy.

    Point two: this takes place 100 years before the Lymond Chronicles - and the Lymond Chronicles take place in the century of centuries, in my favourite historical time span, the middle of the 16th century. This still has a fascinating setting that is once again vividly narrated, but I'm just not that into it. The setting still gets SIX stars cause Dunnett's attention to detail is absolutely magnificent.

    Point three: Niccolò isn't an adult at the start of this. Meaning: he isn't completely competent. When we meet Lymond in The Game of Kings, he's that unstoppable enigma, upsetting and outthinking everyone around him. Niccolò is on the way there, he gets there over the course of this book, but, and I realize I've come back to the start: he isn't Lymond. Oh, Lymond...

    This is still an almost perfect book. Yes, it's a slow burner, but that serves a purpose. Everything's still brilliant, but it feels just... toned down to me. Because I just have to compare it to the Lymond Chronicles, and the Lymond Chronicles are beyond comparison. I love what Dunnett did here, I love these characters, the way this plot is constructed, I love her incredible writing style - but this didn't have me shaking from fear and it didn't make me cry. Still: a great book. And I have high hopes that the stakes will rise in the prequels. But I'm afraid Niccolò will never be Lymond, and as good as all these other characters are: they're not Will Scotts, or Jarrott Blyths, or Philippas. Also, I was a bit disappointed by the villains - too flat in comparison to what I'm used to by Dunnett. Same goes for the dialogue - it never reaches the banter between Lymond and Philippa, but let's face it, how could it?
     
    I've probably never complained as much about a five-star-read ever before. But, well, I've given two books six stars in my life, and both were written by Queen Dorothy, so forgive me for my complaining. It sums up to this: This is an excellent book but I'd still hoped for more.
    ----
    Dialogue 4
    Setting 6
    Characters 4
    Writing Style 5
    Plot 4        

  6. Cover des Buches Eddie muss weg (ISBN: 9783947106448)
    Katinka Buddenkotte

    Eddie muss weg

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Schon als mir der Band auf einer Buchmesse vorgestellt wurde, war meine Neugier sofort geweckt. Klar, immerhin war da erstmal eine Urne auf dem Cover und dann war da noch die Frage wer nun eigentlich Eddie ist!? Beides wurde mir im Verlauf der Story offenbart, welche übrigens nicht nur skurill war, sondern mir  auch ein unglaublich sympathisches Paar lieferte.


    Doch worum gehts? Natürlich um Stan und Britta, welche schon eine ganze Weile zusammen sind und in ihrem Leben mit Höhen und Tiefen zu kämpfen haben. Britta ist neidisch auf eine Kollegin und Stan hat einfach ein zu weiches Herz. Doch nun überschlagen sich die Dinge und die Beiden machen einen Rodtrip, der Ihnen nicht nur die Wahrheit näher bringen soll, sondern  eben auch Eddie mit ins Boot holt. Wer Eddie ist? Schwer zu sagen bzw. will ich es nicht verraten, denn Eddie ist ein Mysterium, das auch ich erst kennenlernen musste. Achja und dann wird er auch noch zu etwas neuem. Ja, Eddie ist ein Rätsel. Leider aber auch ein wenig zu sehr, denn gerade am Ende hätte ich mir doch ein paar mehr Infos über ihn gewünscht. Einen Abbruch im Lesespaß tat dies allerdings nicht, denn dafür passierte hier einfach zu viel.


    Um es genauer zu sagen, es passierte vieles, das ich nicht kommen sah und was mich anschließend überraschte, zum Lachen brachte und zum Nachdenken anregte. Denn ja, in diesem Buch steckte unglaublich viel Tiefe. Es zeigte, was wir aus Panik tun, aus Frust, aus Liebe und natürlich auch aus Freundschaft, obwohl dies stellenweise sogar ausgenutzt wird. Ja, man merkt, mir fällt es schwer die Handlung zusammen fassen, was aber auch daran liegt, das ich niemand den Lesespaß wegnehmen möchte, den ich hatte.

     

    Den das Buch machte Spaß! Katinka Buddenkottes Schreibstil schrie mir manchmal aus der Seele und zeigte eben das in einer Beziehung nicht immer nur eitel Sonnenschein herrschen kann, sondern auch mal die pure Finsternis. Dazu legte sie einen Wortwitz an den Tag, welcher genau meinen Geschmack traf. Frech, aber nie obszön, sondern eher clever und witzig. Ich glaube man merkt, dass ich mich in diesem Buch einfach wohlfühlte.  


    Dies war mein erstes Buch von Katinka Buddenkotte und garantiert nicht mein Letztes. Wo ich von Außen noch etwas skeptisch war, überzeugte mich die Autorin mit einer unglaublich guten Story, die nicht nur Tiefe aufwies, sondern auch Witz und Charme. Last euch bloss nicht von der Urne beirren, denn hier findet man weder einen Thriller noch einen Krimi, sondern einfach mal das Leben selbst.  

  7. Cover des Buches Die Heilerin von Brügge (ISBN: 9783442466764)
    Posie Graeme-Evans

    Die Heilerin von Brügge

     (23)
    Aktuelle Rezension von: MrsMonteChristo

    Dieser zweite Band (das wusste ich leider zu Beginn des Lesens nicht) einer Reihe von Posie Graeme-Evans fiel mir durch Zufall in die Hände und versprach durch Cover, Titel und Klappentext durchaus ansprechend zu sein. Ich konnte, obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, ziemlich die ganze Geschichte nachvollziehen, denn viele, wenn auch nicht alle Dinge wurden erklärt. 

    Mir gefällt der Stil von Graeme-Evans insgesamt gut, ihre Beschreibungen machen es dem Leser leicht einzutauchen und die Welt mit Annes Augen zu sehen. Der Plot ist auch spannend und gerade am Ende möchte man wissen, wie es weitergeht. Allerdings hat 1. der Titel nicht wirklich einen Bezug zum Inhalt. Das erklärt sich höchstens im Kontext der ganzen Reihe. Allerdings spielt ein guter Teil der Story gar nicht in Brügge. Außerdem kommen mir manche Handlungen sehr sprunghaft vor, so als ob die Autorin schnell zum nächsten Höhepunkt kommen möchte. Für mich war das jedoch beim Lesen eher unangenehm. Von mir gäbe es daher 3,5 Sterne, wenn möglich. Für Leser, die wahnsinnig gerne historische Romane lesen, empfehlenswert. Für andere, möglicherweise eher weniger.

  8. Cover des Buches Caprice and Rondo (ISBN: 0375706127)
    Dorothy Dunnett

    Caprice and Rondo

     (2)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Vorletzter Teil der unglaublich umfangreichen und spannenden Familien-und Kaufmannssaga: Wie beim Vorgänger stehen die verzwickten und manchmal sehr undurchsichtigen Familienangelegenheiten von Nicholas de Fleury im Mittelpunkt. Nachdem er Schottland ruiniert hat, flüchtet Nicholas ins Exil nach Polen, um zunächst einmal "die Sau rauszulassen". Danach geht es mit Julius und der Gräfin nach Caffa, Tabriz und Moskau, bis ihn die vertrackte Familienproblematik (Adelina) zurück nach Flandern führt. Im Krieg für den Herzog von Burgund fallen einige der früheren Gefährten. Es bleiben noch einige Rätsel für den letzten Teil: Wer ist Nicholas Vater? Wer ist Bonne, die "Tochter" der Gräfin? Wie geht die Fehde mit seinen Todfeinden David de Salmeton, Jordan de Riberac und Simon of Killmirren aus? Es bleibt unglaublich spannend...
  9. Cover des Buches Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen (ISBN: 9783000529405)
    Heiko Kraft

    Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: liesmal50

    Zwischen dem Titel „Von Piraten und Pfeffersäcken“ und dem Untertitel  „Norddeutsche Zeitreisen – Hansezeit 1368 bis 1401“ – Heiko Kraft -   befindet sich ein farbenfrohes Bild, auf dem viele Situationen aus der damaligen Zeit dargestellt sind. Dieses Cover und dazu die Buchbeschreibung, in der es heißt, dass es sich um einen spannenden Abenteuerroman handelt, der die wahre Geschichte der Region erzählt, haben mich neugierig gemacht. Empfohlen als Lektüre für die Strandkörbe von Nord- und Ostsee, habe ich das Buch in meinem Urlaub gelesen, der mich von Hamburg aus nach Bergen und in Norwegens Fjorde führte.

    In Bergen angekommen, konnte ich sehr gut in die Erzählungen hineinfinden und mich der Hamburger Hanse-Kaufmannsfamilie Nienkerken und besonders des an Sohnes statt angenommen Martin sehr nah fühlen. Für mich war das Buch tatsächlich eine Zeitreise. Habe ich für die Strecke Hamburg – Bergen einen entspannten Flug von eineinhalb Stunden gebraucht, dauerte die Reise mit dem Schiff damals mindestens sechs Wochen und von Entspannung konnte wirklich keine Rede sein. Sehr deutlich  schildert der Autor, welchen Strapazen, Schwierigkeiten und Gefahren die Seemänner und die Kaufleute ausgesetzt waren. Sach- und fachkundig und richtig gut recherchiert wird hier ein interessantes Stück Geschichte erzählt. Besonders deutlich wurde mir das in Bergen, als ich mich im Hanseviertel Bryggen befand, das seit 1979 mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht. Viele Häuser mit ihren Räumlichkeiten, wie sie im Buch beschrieben werden, haben mich in die Vergangenheit entführt und mir ein lebendiges Stück Geschichte gezeigt.

    Einfach großartig ist es Heiko Kraft gelungen, Geschichtliches sehr spannend und interessant zu vermitteln. Er stellte dem realen Hamburger Kaufmann und Ratsherrn Hermann Nienkerken fiktive Familienmitglieder an die Seite und hat so einen unterhaltsamen und glaubwürdigen Roman geschrieben, der Wahrheit und Fiktion wunderbar miteinander verbindet.

    Außer nach Hamburg und Bergen führt die Zeitreise nach Wismar, Brügge, Ostfriesland, Kopenhagen und in das Emirat Granada. In dem Zusammenhang wird auch erzählt von der derzeitigen Königin Margarethe von Dänemark. Für mich als Kind von der Nordseeküste ist es ein tolles Erlebnis, auch Klaus Störtebeker und den ostfriesischen Häuptlingen zu begegnen, obwohl das wohl ziemlich raue Gesellen waren.

    Sehenswert sind die Illustrationen auf den beiden Umschlagklappen des Buches. Im Anhang gibt es Empfehlungen zum weiteren Eintauchen in die Hansezeit, allerhand Wissenswertes zur Person des Klaus Störtebeker, zur altmodischen Sprache, außerdem Geschichtsdaten und Worterklärungen sowie ein Personenverzeichnis mit dem Hinweis darauf, ob es sich um reale oder fiktive Charaktere handelt.

    Für mich ist das Buch eine unterhaltsame und interessante Art von Geschichtsunterricht, wie ich sie detailgetreuer und spannender in meiner gesamten Schulzeit nicht erlebt habe.  Gern empfehle ich das Buch allen, die historische Romane mögen und dabei viel Wissenswertes erfahren können. Bei mir hat das Buch  Lust auf weitere Geschichten aus der Hansezeit geweckt.   

  10. Cover des Buches Die Frau im Spiegel (ISBN: 9783839811764)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Die Frau im Spiegel

     (5)
    Aktuelle Rezension von: art_in_june

    „Die Frau im Spiegel“ handelt von drei jungen Frauen in drei ganz verschiedenen Epochen: Anne, die gegen Ende des Mittelalters lebt, flieht am Tage ihrer Hochzeit um der Spiritualität nachzugehen. Hanna, Frau eines reichen Mannes, lebt zur Jahrhundertwende in Wien. Oberflächlich scheint es ihr gut zu gehen, aber im Innern ist sie verzweifelt über ihr Leben im „goldenen Käfig“. Anny, eine moderne Schauspielerin in Hollywood, mit deren Karriere es eigentlich steil bergauf geht, während sie persönlich abzustürzen droht und sich in Drogen und Sex flüchtet.

    Letztendlich geht jede der drei Frauen ihren Weg und doch sind ihre Schicksale am Ende auf interessante Weise miteinander verwoben.


    Die Symbolik hinter dem Titel lässt bereits einen ersten Schluss auf die Thematik zu: Es geht  um Selbst- vs. Fremdwahrnehmung; Individuum vs. Gesellschaft; darum, wie wir unsere Rolle im Spiegel der Gesellschaft wahrnehmen vs. wer wir eigentlich glauben zu sein.

    Das Thema der Emanzipation wird durch die drei unterschiedlichen Perspektiven aus mehreren Blickwinkeln erforscht. Somit fand ich die Thematik auf sehr schöne und wenig klischeehafte Weise aufgegriffen und war überrascht, wie viel Tiefgang an einigen Stellen dabei war. Auch die Figuren sind sehr authentisch dargestellt. Sowohl ihre Geschichten als auch die Erzählweisen sind eng mit dem Zeitgeist der jeweiligen Epoche verknüpft, was nicht nur inhaltlich sondern auch sprachlich sehr abwechslungsreich ist. So kann man sich problemlos in die Epoche einfinden und die Kapitel, in denen es um Hanna geht, sind beispielsweise konsequent in Briefform verfasst, was auch nochmal Abwechslung bietet.


    Allerdings muss man auch sagen, dass jede einzelne Geschichte von der Handlung her eher sparsam ausfällt. Schließlich müssen drei unterschiedliche Geschichten in einem Buch Platz finden. Man hat das Gefühl, dass lange nichts passiert und der eigentlich spannende Teil, also der individuelle Ausgang der Geschichten, dann ganz am Schluss nur beiläufig erwähnt wird. Außerdem hat der Klappentext, der zusätzlich innen im Buch war, zu viel Information vorweggenommen, wodurch die Handlung noch absehbarer wurde.


    Insgesamt verdient das Buch von mir 3 Sterne. Es ist leicht zu lesen und vom Konzept her wirklich interessant, aber die einzelnen Handlungen waren dann doch etwas nüchtern.

    „Die Frau im Spiegel“ bietet einen angenehmen Kompromiss: Weder handelt es sich um flache Unterhaltungsliteratur, noch ist es so hochtrabend formuliert, dass man Kopfschmerzen bekommt. Die Thematik und eingesetzten Stilmittel bieten Raum zum Nachdenken, die Sprache als solche Auflockerung. Als Urlaubslektüre durchaus geeignet!

  11. Cover des Buches Cloud Atlas. Der Wolkenatlas, englische Ausgabe (ISBN: 9780812994711)
    David Mitchell

    Cloud Atlas. Der Wolkenatlas, englische Ausgabe

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Valkyrie Kane
    I have absolutely no idea how to review this book. Even a week and a half later I don’t really know what to tell you.

    I could tell you that I think three sixth of this book were even more boring than watching grass grow, but that wouldn’t explain WHY I think that, would it? And since I always try to explain my reasons for liking or – in this case – not liking a book (not really), that just wouldn’t do. So…

    Bear with me here. I’ll try to do my best, okay?

    First of all: WTF did I just read?

    That was my initial reaction after having finished Cloud Atlas.

    And it wasn’t the kind of whoa-I-can’t-believe-it-what-an-eye-opener-WTF, either.

    After all the hype, and after all I’ve heard about this book, I can honestly say: I’m not impressed.

    No, really.

    “Everything is connected.” Everything is connected, my a… behind.

    “Souls cross ages like clouds cross skies.” That’s actually what it says on the tin, respectively the back of the book. So, of course, I went into it, expecting events that start in one period of time and cause other events to happen in another one. I expected soul-travelling, people meeting and meeting again in a different time, recognizing each other’s souls by looking in each other’s eyes, a turn of a phrase, a particular mannerism or whatever else, unlocking memories and allowing the characters to work together or antagonize each other to prevent certain events, that had been set in motion ages ago, from happening. Or make them happen.

    Something like that, in any case.

    If you’re like me, you’re in for a whole world of disappointment.

    The only “connection” that’s happening here is that each storyline is somehow mentioned in the following story, but only in passing and without any impact on the occurring events.

    Oh, yes! And there’s the repeated mentioning of a birthmark in the shape of a comet – which bears absolutely no consequence at all. At least not any I could see. At first I thought it was the sign of the “hero” in each of the stories, but that wasn’t it. But maybe I’m just too stupid to recognize a pattern.

    Anyway.

    There was the first storyline named “The Pacific Journal of Adam Ewing”, which was nice to read. Not that there was really anything happening, but it had a pleasant Treasure-Island-y feeling to it (only without the pirates). Still, it was a bit on the dull side. And, of course, it ends not only in the middle of the story but also in the middle of a sentence, because apparently the author thought this a good way to write a book.

    The next storyline is called “Letters from Zedelghem”. This storyline is so incredibly boring, I nearly gave up. Plus, while story 1 had some really likable (though even more unlikable) characters, story 2 only consisted of mean, selfish, stupid and despicable characters, I really didn’t want to know more about. Also: nothing happens. And it ends – again – in the middle of the story.

    To cut a long story short: ALL of the first five storylines are only half-told and end in the middle of various events. This book is constructed like this:

    The Pacific Journal of Adam Ewing (Part 1)
    Letters from Zedelghem (Part 1)
    Half-Lives: The First Luisa Rey Mystery (Part 1)
    The Ghastly Ordeal of Timothy Cavendish (Part 1)
    An Orison of Sonmi~451 (Part 1)
    Sloosha's Crossin' an' Ev'rythin' After (Complete)
    An Orison of Sonmi~451 (Part 2)
    The Ghastly Ordeal of Timothy Cavendish (Part 2)
    Half-Lives: The First Luisa Rey Mystery (Part 2)
    Letters from Zedelghem (Part 2)
    The Pacific Journal of Adam Ewing (Part 2)

    Let’s get on with it, shall we?

    Story no. 3, “Half-Lives: The First Luisa Rey Mystery”, gave me hope again, and simultaneously made me wonder how and author can write so thrilling and so boring at the same time. “Half-Lives” is a really exciting read. A kind of fast-paced murder-conspiracy-economy-thriller with great characters and lots of things happening. Yes! Finally! Things are happening! I absolutely enjoyed reading about Luisa Rey and her fight with a nuclear power plant corporation.

    Only to be BORED OUT OF MY SKULL by story no. 4, “The Ghastly Ordeal of Timothy Cavendish”. I have to admit that here, too, things were happening, and it has a nice twist at the end, that I hadn’t seen coming, but that couldn’t distract me from the – again – very unlikable characters.

    I can only repeat myself, but I find it very, very hard to read a story written in first-person-narrator, when I completely dislike said narrator. Plus, I lose interest. So, yeah…

    “An Orison of Sonmi~451” was a very good story again. Even though I’m not that much into Science Fiction, it was absolutely captivating to read about this foreign culture and way of living that originated in… Korea, I think. And maybe not even that far in our future.

    But, of course, it couldn’t last.

    “Sloosha's Crossin' an' Ev'rythin' After”. The sixth storyline. The first story that is actually completely told without ending in the middle of things.

    For some reason I assumed, this would be a kind of “turning point”, or some such. The chapter where all of the storylines come together, or at least a LITTLE, so we might get a hint of what this is all about.

    No such luck.

    It’s about a man from the future, who lives on an island, I think, maybe former Hawaii? I think it is mentioned somewhere.

    Why I’m not sure?

    Because I didn’t understand that much.

    I mean, yeah, write a whole story in an abominable variation of the English language, which is an effing drag to read, why don’t you? Thank you so much! I am aware that languages are changing over time, but usually WE change WITH them! We’re not thrown about 500 years into the future and supposed to understand an idiom where today’s grammar is – apparently – completely out of fashion, punctuation likewise, and letters at the end of a word, or even in between, are actually more of a suggestion than an obligation.

    I can understand that one would want to illustrate the change to mankind, but really, there HAD to be other ways. Better ways. “An Orison of Sonmi~451” was also pretty evolved, but they talked just like we do today.

    Utterly frustrating, that.

    I only read on, because I waited for the eye-opener, the wow factor, the point where I would go, “Oh! That’s how everything worked out! Oh, that’s clever!”, but it never happened. The events DON’T cause each other, the people don’t recognize each other as “familiar souls” or something, and while I really admire the construction of this book, I can’t help but ask: why?

    Why choose such an elaborate way of storytelling, only not to actually TELL anything? This book could have been written with the six short stories in sequence, and it would’ve worked just as well.

    Basically it’s a book about the suppression and/or annihilation of whole civilisations by the rich and powerful (and white), who will always try and rise themselves above the poorer and uneducated, and try to form a “master race”. And if you dare to revolt, sometimes it’s crowned with success, sometimes it costs you your life. One man/woman CAN achieve changes, but sometimes they can’t. Everything changes, yet everything stays the same.

    As long as money and power mean more than honesty, hard work and kindness, everything will always stay the same.

    And you needed SIX different stories to tell me that?

    Well, hard cheese! I knew that already!

    “Half-Lives: The First Luisa Rey Mystery” and “An Orison of Sonmi~451” were a joy to read, but otherwise? No. Sorry. This book couldn’t really impress me. Like I said at the beginning.
    2,5 stars out of 5 – rounded up to 3 as per usual.

    And maybe I’m mistaken, but…

    On page 166 of my version of Cloud Atlas (ISBN: 978-0-340-82278-4) it says:

    “The room was lit electric marigold, and in waltzed – backwards, luckily for me – a little witch with red corkscrew curls. ‘Mummy!’ I half heard, half lipread through the glass.”

    When that little girl is waltzing in backwards (luckily for him), how can he half lipread? If he can’t see her face, he can’t lipread (neither full nor half). And if she couldn’t see him, coming in FORWARDS, the whole “luckily-for-him” thing makes no sense at all. Do I have an error in my reasoning? (Serious question, btw. Maybe I got it wrong.)
  12. Cover des Buches Der Triumph der Heilerin (ISBN: 9783442470273)
    Posie Graeme-Evans

    Der Triumph der Heilerin

     (16)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Der Assistent der Sterne (ISBN: 9783462042320)
    Linus Reichlin

    Der Assistent der Sterne

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Monsignore
    Einen guten Krimi will man lesen. Nicht irgendeinen. Story und Tiefgang soll er haben. Gedanken, denen man nachschnüffeln kann. Und dann das: Quantenphysik. Horror jedes Schülers, der noch einigermaßen seine Jugendsinne beisammen hat.
    Doch was muss ich sagen: Hochspannend! Eine ungewöhnlich und raffiniert gesponnene Story. Und das geschah mir noch nie: Bis zu Schluss war es mir geradezu gleichgültig, wer der Täter war. Zugegeben, ein Täter kam sowieso erst ab Mitte des Buches in Betracht.
    Und dann liest man Sätze wie die: "Fleisch war eines der verletzlichsten Materialien im Universum, nur schon einem Holzsplitter hielt es nicht stand. Ein immenser Energieaufwand war nötig, um Fleisch daran zu hindern, das zu tun, was es am besten konnte: zu zerfallen. Fleisch war eine Ideotie der Natur."

    Das Buch ist voll mit Sätzen wie diesen. So ganz nebenbei. Neben einer  hochspannenden Story mit gelungenen Charakteren und einer Grundstimmung, die dem Menschsein nichts Gutes verheißt ...
  14. Cover des Buches Der rubinrote Thron (ISBN: 9783442487394)
    Joanna Courtney

    Der rubinrote Thron

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch als dritter - und damit finaler Teil - der Reihe "Die drei Königinnen Saga" stimmt zeitlich weitgehend mit den ersten beiden Büchern überein. Genau darin liegt aber auch ein wesentlicher Reiz dieser Bücher, denn sie behandeln identische historische Ereignisse aus jeweils einer anderen Sicht.

    Diesmal steht der normannische Herzog William bzw. dessen Ehefrau Matilda im Zentrum des Geschehens. Neben diesen beiden Hauptprotagonisten gibt es aber auch ein Wiedersehen mit diversen Figuren aus den ersten Büchern. Kein Wunder - da sich die Wege ja schonmal gekreuzt haben.

    Die besondere Betrachtungsweise, die diese Autorin bevorzugt, habe ich ja schon zu den vorherigen Büchern thematisiert. In diesem Letzten Buch wird die ungewöhnliche weibliche Sicht auf die Ereignisse besonders deutlich. Ausserdem hat sie hier ihre Fantasie besonders weit schweifen lassen und den historisch verbürgten Ereignissen ein klein wenig weniger Raum gelassen. Das hat aber den Lesegenuss keineswegs eingeschränkt.

    Insgesamt ein toller Abschluss der Reihe. Ich würde mir mehr solche Bücher wünschen....!

  15. Cover des Buches Die Stunde des Venezianers (ISBN: 9783426406977)
    Marie Cristen

    Die Stunde des Venezianers

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Auf Reisen (ISBN: 9783104001791)
    Stefan Zweig

    Auf Reisen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: GhilaPan
    Mit Stefan Zweig zu reisen, ist der Genuß in Poesie zu schwimmen, durch seine Interpunktion auf sprachliche Berge geworfen zu werden und genüsslich die Welt zu betrachten, wie sie damals war; vor ungefähr hundert Jahren. Dieses Buch begleitete mich auf eine Reise nach Frankreich. Während ich am Pool eines Campingplatzes saß, wurde ich angestarrt. Schließlich kam ein Mann auf mich zu und erleichtert stellte ich fest, dass er mir in stockendem Deutsch nur seine Begeisterung über Stefan Zweig mitteilen wollte. Dann ging der Bademeister wieder zu seinem Platz zurück und sah genüsslich vor sich hin. In eine Welt von gestern?  Ohne viele Worte gewechselt zu haben war der Unbekannte zu einem Reisegefährten geworden und Stefan Zweig hat jeden von uns - auch ohne dass wir durch ein Wurmloch sausen mussten - in eine andere Zeit versetzt; und das zum Preis eines Taschenbuches.
  17. Cover des Buches Euro 2000 (ISBN: 9783328008606)
    Marcel Reif

    Euro 2000

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Beginenhochzeit (ISBN: 9783548281681)
    Klara Winterstein

    Beginenhochzeit

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappenhochzeit:
    Flandern um 1500: Nach einer harten Zeit voller Entbehrungen lebt Agnes unter dem Schutz der frommen Frauen auf dem Beginenhof in Breügge. dort arbeitet die eigenwillige Begine als Pförtnerin. doch als eine ihrer Mitschwestern plötzlich stirbt, ist die Ruhe auf dem Hof dahin: Es entbrennt ein heftiger Streit um das Testament, und der Advokat, der die Beginen unterstützt, gefällt Angnes besser, als ihr zunächst lieb ist. Als dann auch noch eine junge Novizin auf den Hof kommt, die ein Geheimnis zu verbergen scheint, nimmt Agnes` Leben eine ungeahnte Wendung.

    Eigene Meinung:
    Ich habe bis jetzt höchstens zwei Historische Romane gelesen, da sie nicht so ganz mein Fall sind und auch schwer zu lesen sind. Aber dieses Buch mit 410 Seiten konnte man flüssig und schnell lesen. Ich hatte mich auch gut eingelesen, bis auf paar Seiten, die mir nicht so gefielen oder die man hätte weglassen können, war ich echt beeindruckt von den Beginen im Kloster in Brügge. Am Anfang kamen mir viele Gedanken, über das Leben im Kloster. Meine Mutter wollte früher immer gerne ins Kloster gehn, hat sie dann doch nicht gemacht, sonst wäre ich ja nicht da. Aber sie erzählte mir schon öfters davon und so ging mir vieles durch den Kopf, auch in Bezug auf mein Leben. Ich schaute mir sogar die Stadt Brügge im Internet bei Wikipedia an und las einiges darüber. Auf Anhieb gefiel sie mir und bekam großes Interesse dort einmal hinzufahren. Meine Mutter erzählte mir, dass meine Großonkels dort mal mit dem Bus eine Tagestour machten, es ist nicht allzu weit von uns entfernt. Ich hatte schon mal von dieser Gegend gehört. Dadurch gefiel mir der Roman ganz gut und mir lag besonders die Novizin Maria am Herzen sowie der Maler Clemens, Mit Agnes Geschichte wurde ich erst später warm. Es waren auch einige Schreibfehler drin, doch meistens wusste man, was es heißen sollte, fand es aber sehr schade darum. Trotzdem sah ich fast die ganze Story in lebenden Bildern. Der Schluss gefiel mir leider nicht ganz so, hatte mir was anderes vorgestellt unter dem Titel "Beginenhochzeit". Vielleicht komme ich ja bald mal nach Brügge/Belgien und kann mir die Gegend dort einmal genauer anschauen und werde dann an diesen Historischen Roman zurückdenken, welcher vor über 500 Jahren stattfand. Ich versuche jetzt des öfteren mal einen Historischen Roman zu lesen, doch ich tu mich da sehr schwer mit. Vergebe immerhin 3 Sterne dafür.
  19. Cover des Buches Brüssel & Flandern (ISBN: 9783831000524)
    Zoe Hewetson

    Brüssel & Flandern

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Das Geheimnis von Flandern. (ISBN: 9783426628737)
    Gilbert Sinoué

    Das Geheimnis von Flandern.

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Die Falsche Hand (ISBN: 9783897052451)
    Heinz Schmitz

    Die Falsche Hand

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Hillawitchen
    Eine gute Kriminalgeschichte die auch Einblicke in das Leben in Brügge und Gent gibt wie es um 1500 gewesen sein kann.Sehr schön flüssig geschrieben. Eigentlich wird die Geschichte von einem alten Onkel in der Werkstatt von Hyronimus Bosch erzählt. Wer historisches gerne liest ist damit gut bedient den die Geschichte ist gut konstruiert und macht Spass zu lesen.
  22. Cover des Buches Das tote Brügge (ISBN: 9783935822640)
    Georges Rodenbach

    Das tote Brügge

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Youtopie
    Brügge lesen und sterben. Der Saal wird abgedunkelt und der Film beginnt. Über die Leinwand flackern Bilder von Brügge. Die friedliche Stadtsilhouette mit den drei majestätischen Türmen: die Sint-Salvador-Kathedrale, die Liebfrauenkirche und der Belfried. Im Vordergrund die Kanäle, die hier Reien heißen. Die ersten zehn Minuten passiert wenig, fast störend wirkt der Satz „Ich find’s hier schön“, den der Profikiller Ken in die neblige Stille Brügges flüstert, während er den Ausblick vom Belfried genießt. Das vorweihnachtliche Brügge ist mit seinem poetischen Flair der wohl widersprüchlichste Schauplatz für einen Actionfilm und gerade daraus zieht die Handlung von In Bruges ( Brügge sehen… und sterben?) ihre Spannung. Die beiden Auftragskiller Ken und Ray tauchen in der flämischen Hansestadt unter, um dort auf die nächste Mission ihres Auftraggebers Harry zu warten. „Es ist wie im Märchen überall. Mit all den Kirchen und der Gotik. Überall Kanäle, Brücken und Kopfsteinpflaster.“ Selbst dem abgebrühten Harry verleiht der Gedanke an Brügge eine fast kindliche Sanftheit in der Stimme. „Wie traurig war die Stadt an diesen Abenden. Er liebte sie so. Gerade wegen seiner Schwermut hatte Hugo Brügge zum Wohnort gewählt.“ So beschrieb der belgische Autor Georges Rodenbach gegen Ende des 19. Jahrhunderts in seinem Roman Bruges la morte ( Das tote Brügge) die schlafende Schönheit im Westen Flanderns. Und tatsächlich schien dieser Schlaf fast komatös: Nachdem die Stadt im 15. Jahrhundert von burgundischen Herzögen regiert wurde, die Brügge kulturell, architektonisch und wirtschaftliche zur reichsten Stadt Nordeuropas machten, begann zu Anfang des 16. Jahrhunderts der wirtschaftliche Abstieg der Hansestadt. Die Versandung der Zwin, ein Meeresarm der Nordsee, der bei einer Sturmflut im Jahre 1134 aufgerissen war, schnitt der Stadt den direkten Zugang zum Meer ab und kostete sie somit die führende Position als Haupthandelshafen. „Das tote Brügge war selbst bestattet im Grabe seiner steinernen Grachten, und erstarrt waren die Adern seiner Kanäle, verebbt der große Pulsschlag des Meeres.“, heißt es in dem Roman Rodenbachs. Die Stadt wird zum Symbol der Trauer Hugo Vianes um seine verstorbene Ehefrau: die neblige, graue Szenerie und die dunklen, tristen Häuserfassaden, aber auch die sittsame Frömmigkeit gleichen seinem unendlichen Trübsinn. Erst als Hugo die Tänzerin Jane kennenlernt, die seiner Toten aufs Haar gleicht, scheint auch Brügge sich von dem dunklen Schleier des Totenschlafes zu befreien. „Er ging getrost durch ihre Stille, als wäre auch sie aus ihrem Grabe auferstanden und stände da wie eine neue Stadt, der alten gleich.“ Auch in dem Film von Martin McDonagh steht die hübsche Flamin Chloë in perfekter Symbiose zu der klassischen Eleganz ihrer Heimatstadt. Brügge selbst wirkt wie eine rätselhafte flämische Schöne, wie sie der Maler Fernand Khnopff in seinen „Brügger Porträts“ in ihrer ganzen traurigen Anmut darstellt. Seine durch adelige Grautöne gekennzeichneten Ansichten sind von dem Roman Rodenbachs inspiriert. Brügge konnte sich seine Schönheit bewahren, denn die im 19. Jahrhundert aufkommende Industrialisierung ging vollständig an der einstigen Metropole vorbei. Was damals den weiteren Abstieg der Stadt andeutete, ist heutzutage das große Glück. Da wegen des jahrhundertelangen Stillstandes kein Geld vorhanden war, um Baumaßnahmen zu behalten, konnte sich Brügge den mittelalterlichen Stadtkern erhalten, der heute Teil des Unesco-Weltkulturerbes ist. Die labyrinthartigen Gassen sind heute ein Anziehungspunkt für Touristen aus ganz Europa und schon Rodenbach schrieb, Brügge sei die Stadt, „die in den tausend Bändern ihrer Kanäle wie verschnürt dalag.“ Nicht nur, dass der Roman Brügge Anfang des 20. Jahrhunderts ein Image als morbide Kulturstadt verschaffte, auch erhielt die Stadt 1907 durch den Anschluss an den Seehafen Zeebrügge neue wirtschaftliche Perspektiven. Dornröschen erwachte, hatte jedoch scheinbar noch keine Zeit für Renovierungsarbeiten: „Als wir durch die Straßen gelaufen sind, da war dieser eisige Nebel über allem. Es war wie im Märchen.“, berichtet Ken mit der gemütlichen Ruhe in der Stimme, die einen überkommt, sobald man die Stadtgrenzen überschreitet. Szenenwechsel. Ein Schwan auf dem Wasser der Grachten, pardon, Reien. Es ist früh abends, die Hintergrundszenerie ist in vorweihnachtlicher Romantik beleuchtet. Hugo schlendert in seliger Eintracht durch die Straßen, während sich die Killer in derselben Szenerie eine Verfolgungsjagd liefern. Und doch scheint alles so nebensächlich, denn im Buch wie im Film ist Brügge die heimliche Hauptdarstellerin. Die friedliche Stille macht Brügge zur Zuhörerin für traurige Stunden, durch das geschäftige Treiben auf dem vorweihnachtlichen Grote Markt wird sie zur Kupplerin großer Liebesbeziehungen, der Beginenhof und die sakralen Gebäude machen die Stadt zu einem nebligen Nirwana auf Erden. Nicht schaurig, nicht makaber, nicht grausam, sondern fast spirituell formuliert es Ken im Film: „Ich würde gern noch mal Brügge sehen, bevor ich sterbe.“
  23. Cover des Buches Raphaels Rückkehr (ISBN: 9783752943658)
    Barbara E. Euler

    Raphaels Rückkehr

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Brügge. Die idyllische Stadt in Belgien. Hmh?! Idyllisch??? Schon "Brügge sehen ... und sterben" zeigte, daß es gefährlich sein kann, sich dort aufzuhalten. 

    Brügge. Das ist auch die Heimatstadt Raphael Rozenblads, dem bärbeißigen, kongenialen Ermittler der Polizei, der mit 39 Jahren im Dienst einen grauenvollen Unfall erlitt und nun nach drei Jahren Abstinenz zurückkehrt. Mit zwei Beinen und einer halben Blase weniger im Rollstuhl sitzend. 

    Er spricht zwar Morphin, Nikotin und Koffein nicht ab, braucht die Essenzen auch dringend wie andere Torte oder Schokolade. Nur, daß bei ihm die schlimmen Schmerzen bittere Tatsache sind und er all die Tabletten garantiert nicht zum Spaß schluckt. 

    Er ist nun wegen seines Status unkündbar geworden, als er als Hauptinspektor an seine Arbeitsstelle zurückkehrt, nach drei Jahren. Er ist der "Quotenkrüppel", wie man hinter seinem Rücken lästert. 

    Kein Wunder, daß ihn das Schicksal hart und auch verbittert gemacht hat. Er ist scharfzüngig, läßt sich nichts gefallen und das ist auch gut so. Denn ihn nicht mehr für voll zu nehmen, nur weil er im Rollstuhl sitzt? Das ist unfair und ungerecht. 

    Sie schieben ihm einen vermeintlich simplen Fall zu. Ein Angestellter mit afrikanischen Migrationswurzeln ist ums Leben gekommen, der für den wallonischen Sternekoch Flor Bertrand gearbeitet hatte. 

    Sehr schnell findet Raphael heraus, daß das definitiv Mord war. Und fängt an im Ameisenhaufen zu stochern. Nicht nur, daß es nicht bei einem Toten bleiben wird, nein, die Sache hängt mit der Akte Brabantia zusammen, jener Fall, der ihn damals die Beine gekostet hatte. Höchste Kreise könnten ungut verwickelt sein und sogar Leute, die er kennt ... 

    Kann er Piet, Anna, Jan, seinen Kollegen, die nicht recht wissen, wie sie ihn behandeln sollen, trauen? Oder dem Obersten Dovenhof? Oder Fanny die im Archiv arbeitet, auch wenn sie ihm wertvolle Informationen beschafft? Obendrein keimen noch romantische Gefühle in ihm und er argwöhnt, ob er seine Rückkehr überleben wird ...

    In dem Buch wird nicht alles ausgesprochen, angedeutet, sodaß man selbst Raum hat, diese vermeintlichen Lücken auszufüllen. Denn in Wirklichkeit sind das keine Lücken, sondern Leerstellen, die sehr gut auch selbige des Lebens wiedergeben, wo auch vieles nur angedeutet, oder nur unterschwellig zu verstehen gegeben wird, sei es durch Mimik, sei es durch Körpersprache. 

    Hier funktioniert vieles nonverbal. Und Barbara E. Euler schafft es, das durch plastische Beschreibungen dreidimensional umzusetzen. Der Plot löst sich jedenfalls mit gewißen Widerhaken auf, ohne Fragen zur Handlung offenzulassen. Was meine ich mit Widerhaken? Das bezieht sich auf das Ende und ich würde spoilern, wollte ich das erläutern. Aber auf jeden Fall ist das Ende gelungen. 

    Ich finde es wichtig, daß Diversity in Büchern thematisiert wird, erst vor kurzem ein blinder Protagonist in einem historischen Liebesroman, was ebenfalls sehr gut umgesetzt wurde. 

    Menschen sind nicht behindert, sondern werden behindert. Sie sind quasi in der konventionellen, normierten Gesellschaft unsichtbar. Deswegen ist es eminent, ihnen ein Antlitz und eine Stimme zu geben. 

    Raphael ist noch immer eine scharfe Klinge mit seiner hohen Intelligenz, seiner Gewieftheit, seinem Geschick, seiner Widerborstigkeit und seinem Engagement. Nur weil er im Rollstuhl sitzt, hat er noch lange nicht seine intellektuellen Fähigkeiten eingebüßt. Er versteckt sich auch nicht hinter seiner Behinderung, sondern stürzt sich mitten hinein ins Getümmel, riskiert Kopf und Kragen, wenn es nicht anders geht. 

    Hinter seiner vermeintlich harten Schale ist er aber sensibler, als man meinen sollte. Er hat schon viel Ungemach erlebt, auch Antisemitismus am eigenen Leibe. Er hat rauhe Ecken und Kanten, ist durch und durch liebenswert. 

    Daß die Autorin auch die Ausbeutung von Flüchtlingen und Asylanten thematisiert und was es dort für Mißbrauch gibt, ist ein brisantes, topaktuelles Thema. Gewiß gibt es Migranten, die auch soziale Systeme betrügen, aber die gibt es auch unter "Europäern". Wie oft wird aber thematisiert, daß auch Migranten mißbraucht werden? 

    Brügge in all seiner Wiedersprüchlichkeit, mit all seinen dunklen und hellen Seiten, bekommt hier auch ein Denkmal sowie eine Liebeserklärung. Durch die subjektive Sicht der Autorin bekommt man hier einen intensiveren, intimeren Einblick als durch einen Reiseführer. Das Buch hat einige unerwartete Kehren. 

    Ein packendes, berührendes, emotional aufgeladenes Buch, das wichtige Themen tangiert, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Psychologisch stimmig und schön düster! 

    Barbara E. Euler wurde durch einen realen Menschen zu dem Buch inspiriert. Para-Athlet Serge Van Belle, der eine Aura von Stärke und Stolz besitzt. Und ja, sie hat Raphael ebenso Stolz, Stärke sowie grandiose Würde verliehen, eine ungeheure Tiefe ohnegleichen. Danke, Barbara E. Euler!!! 

  24. Cover des Buches Das Geheimnis von Flandern (ISBN: 9783426622490)
    Gilbert Sinoué

    Das Geheimnis von Flandern

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks