Bücher mit dem Tag "brutaler mord"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "brutaler mord" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783442379064)
    Karin Slaughter

    Belladonna

     (1.598)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Insgesamt ein sehr guter Krimi mit interessanten, glaubwürdigen Charakteren und zB Autopsieszenen, die detailiert und nichts für schwache Mägen sind, aber so wie sie geschrieben werden für die Entwicklung des Buches notwendig sind.
    Leider wird die Spannung im Buch schlagartig dadurch gestört, das en Block die Eltern von Dr. Linton diese ausgiebig nerven und Chief Tolliver sich zu Polizeibrutalität hinreissen läßt, die in keinerlei Weise notwendig ist.
    Danach gibt es einige so deutliche Hinweise darauf, wer der Täter ist, das man sich eher fragt, wie lange Dr. Linton braucht, bis sie drauf kommt, und ob das letzte Opfer lebend gerettet wird, als wer es nun war.

  2. Cover des Buches Der Beobachter (ISBN: 9783442367269)
    Charlotte Link

    Der Beobachter

     (779)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Das Cover find  ich richtig gut, da es gut aussieht und auch perfekt passt. (SPOILER) Als Tara sich im Auto versteckt und Gilian das Auto aus der Ferne beobachtet, sieht Tara nämlich genau das. (SPOILER ENDE)  Besonders die Szenen aus der Perspektive von Anne und Carla fand ich richtig spannend und gruselig. Das fand ich auch am spannendsten.  Den Rest fand ich ok, aber nicht übermäßig gut. Als am Ende (SPOILER) Samson von John ein Job in seiner Firma angeboten wurde (SPOILER ENDE), war ich sehr gerührt und es war wirklich ein schönes Happy End.

  3. Cover des Buches Leuchtturmmord (ISBN: 9783746632063)
    Katharina Peters

    Leuchtturmmord

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Merle Zober wird in der Nähe eines Leuchtturmes brutal erschlagen aufgefunden. Obwohl Romy Beccare und ihr Team mit Hochdruck ermitteln, scheinen sie keinen Schritt weiterzukommen. Durch Zufall kommen sie an die Information, dass Merle zu Schulzeiten einer Clique angehörte, von der mittlerweile vier Freunde ums Leben gekommen sind. Hat der Fall viel größere Ausmaße, als bisher angenommen?

    "Leuchtturmmord" ist bereits der fünfte Fall, in dem Romy Beccare ermittelt. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen auch dann mühelos folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat. Es gibt natürlich private Nebenhandlungen, die sich durch alle Bände ziehen, doch diese sind nicht zu ausgeprägt, sodass man keine Probleme haben dürfte, alles richtig zuzuordnen.

    Der Einstieg in den Krimi gelingt wieder mühelos, da die Autorin es hervorragend versteht, sofort das Interesse an der Handlung zu wecken. Romys Team versucht verzweifelt, endlich Spuren zu finden, die zum Täter führen, der Merle Zober umgebracht hat. Doch das scheint gar nicht so einfach zu sein. Das Stralsunder Team um Jan Riechter ermittelt zeitgleich im Boxermilieu. Dadurch wird das Geschehen aus wechselnden Perspektiven betrachtet.

    Die Nachforschungen werden authentisch beschrieben, sodass man dazu angeregt wird, eigene Ermittlungen anzustellen. Allerdings sollte man gerade am Anfang konzentriert lesen, da es bei diesem Band viele Charaktere gibt, die richtig zugeordnet werden müssen. Doch wenn das gelingt, dann steht einer spannenden Kriminalhandlung nichts mehr im Wege. Denn es stellt sich schnell heraus, dass in beiden Fällen mehr hinter allem steckt, als zunächst vermutet. Dadurch entwickelt sich die Spannung nicht nur früh, sondern kann außerdem durchgehend gehalten werden. Es gibt einige Wendungen, bei denen Krimifans voll auf ihre Kosten kommen.

    Spannende Ermittlungen, die dafür sorgen, dass man diesen Krimi nur ungern aus der Hand legen mag.

  4. Cover des Buches Brennendes Grab (ISBN: 9783596704262)
    Linda Castillo

    Brennendes Grab

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Lesefee2305

    „Gott lässt nicht zu, dass guten Mädchen so etwas passiert. Sie muss etwas getan haben, was ihn in Versuchung geführt hat…“

     

    „Brennendes Grab“ ist der zehnte Band der Thriller-Buchreihe um die Kommissarin Kate Burkholder von Linda Castillo. Er erschien im Juli 2019 im Fischer Taschenbuchverlag.

    Ein neuer Fall für Kate Burkholder, der sie erneut auch an ihre persönlichen Grenzen bringt. In einer Scheune wird eine verbrannte Leiche gefunden, die Identität des Toten steht sehr schnell fest. Motiv und Täter sind allerdings rätselhaft und das Schweigen der Amischen macht es nicht einfacher, den Mord aufzuklären…

     

    Wer die Thriller- oder Krimireihe um Kate Burkholder kennt, kennt auch den grundsätzlichen Buchaufbau. Es geht in erster Linie nicht nur um den zu lösenden Fall, sondern eben auch viel um Kate Burkholder persönlich. Zudem ermittelt sie eigentlich immer in der amischen Gemeinde ihres Polizeireviers und stößt dort auf Zeugen, die mauern und nur selten sofort die Wahrheit sagen. Nichtsdestotrotz löst sie die Fälle durch Hartnäckigkeit, Einfühlungsvermögen und Rafinesse. Nicht selten bekommt sie dabei Unterstützung durch ihren Lebensgefährten und ebenfalls Polizisten Tomasetti.

    Diesem Schema folgt auch der zehnte Band den Buchreihe und ich würde wirklich empfehlen, die Bücher mit einigem Abstand zueinander zu lesen. Liest man sie nämlich direkt nacheinander, kann einen die Ähnlichkeit der Fälle tatsächlich ein wenig langweilen. So ging es mir jedenfalls.

    Diesen Band habe ich daher ebenfalls deutlich später als die vorherigen Teile gelesen und hatte wirklich Spaß an der Story. Linda Castillo schreibt spannend und mitreißend, die Atmosphäre ist passend zum Mordfall düster und rätselhaft, an geeigneten Stellen aber auch locker und fröhlich.

    Bis zum Ende hatte ich keine Idee, wer der Mörder gewesen sein könnte. Es gibt überraschende Wendungen, viel Dramatik und Spannung.

    Durch die Ich-Perspektive von Kate Burkholder erhält man als Leser einen guten Einblick in ihre Ermittlungen und kann nachvollziehen, was sie herausfindet und zu welchem Schluss sie dabei kommt. Zudem bekommt man viele Einblicke in ihr persönliches Leben und sieht im Laufe der Buchreihe eine deutliche Entwicklung von ihr.

    Neben dem Mordfall werden aber auch wieder weitere wichtige Themen angeschnitten und beleuchtet. Auch das Leben der Amischen wird gut dargestellt und erläutert, in manchen Punkten aber auch kritisch hinterfragt. Ich finde, man bekommt in der gesamten Buchreihe einen guten Eindruck auf die Lebensweise und die Kultur der Amischen, wenn mir auch ein wenig missfällt, dass die negativen oder weniger schönen Seiten im Roman immer direkt zum Mord führt und man das Gefühl bekommt, dass ständig Morde in der amischen Gesellschaft passieren.

     

    Men Fazit: Insgesamt gefallen mir an der Buchreihe einfach das Setting, die Hauptfigur Kate Burkholder und der grundsätzliche leichte aber trotzdem mitreißende Aufbau der jeweiligen Tat. Genauso erging es mir auch mit „Brennendes Grab“. Ich hatte einige spannende Lesestunden und vergebe daher 4 von 5 Sternen für den zehnten Thriller um Kate Burkholder.

  5. Cover des Buches Das Grab im Wald (ISBN: 9783442482665)
    Harlan Coben

    Das Grab im Wald

     (249)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ein richtig toller, spannender Thriller, der einen wirklich bis zur letzten Seite in Atem hält.  Vor 20 Jahren sind einige Teenager im Wald eines Ferienlagers brutal ermordet worden. Paul, heute Bezirksstaatsanwalt,  hat damals seine Schwester verloren. Da taucht plötzlich jemand aus der Vergangenheit wieder auf. Was ist damals wirklich geschehen ? Und was will die Familie des einen Opfers vertuschen ?

    Es hat richtig Spaß gemacht, mal wieder einen spannenden Krimi/Thriller zu lesen. Ich möchte die Personen und man hat sowohl mit Lucy, als auch mit Paul mitgefiebert. Auch der alte Hippie Ira, der damals das Camp leitete hat mir gut gefallen. Die Handlung, sowohl der Vergewaltigungsprozeß ( der auch von John Grisham hätte stammen können, so spannend und nervenaufreibend war er geschrieben) an dem Paul arbeitet, als auch die Frage, wer die mysteriöse Leiche ist und was damals passierte und was das für Folgen hatte, sowie Pauls Familiengeschichte, haben einen regelrecht gefesselt.

    Sehr, sehr spannend und eine klare Leseempfehlung. Freue mich, dass ich noch 2 weitere Bücher des Autors im Schrank habe. 

  6. Cover des Buches Schlüssel 17 (ISBN: 9783548290997)
    Marc Raabe

    Schlüssel 17

     (348)
    Aktuelle Rezension von: JenniS

    Der erste Fall für Tom Babylon und direkt wird er von seiner Vergangenheit eingeholt. Nach dem Fund einer Leiche in der Kuppel des Doms wird seine gesamte Jugendzeit wieder aufgerollt. Wo kommt plötzlich der Schlüssel um den Hals der Toten her und kann es wirklich der selbe sein, der auch damals bei der Leiche im Fluss entdeckt wurde? Und was hat es mit der unscheinbaren Patientin Klara auf sich? Kann Tom Babylon hier Lösungen für ein seit Jahren bestehendes Problem finden?

     Der Fall war spannend, die Charaktere sympathisch, gut zum auseinanderhalten, aber in manchen Momenten etwas unnahbar. Der Schreibstil ansprechend und man kam recht flüssig durch das Buch.
    Allerdings war für mich zu viel Hintergrund- /Vergangenheitsgeschichten im Vordergrund. Ich verstehe, dass das alles mit dem Fall irgendwie zu tun hatte und finde es an sich auch immer gut mal einen Rückblick zu bekommen und auch zu wissen wieso die Charaktere in einem Moment so handeln wie sie handeln. In diesem Buch war es für mich aber einfach etwas too much.
    Ich habe schon einige Bücher mit Setting in Berlin gelesen und fand es in anderen Büchern ansprechender und auch detaillierter beschrieben. Ohne die Beschreibung am Kapitelbeginn wäre ich mir manchmal nicht sicher gewesen, ob ich mich tatsächlich noch in Berlin befinde.

    Ob ich den zweiten Teil auch noch lese, kann ich so nicht beantworten- vielleicht überkommt es mich ja irgendwann einmal.

  7. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423212120)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (975)
    Aktuelle Rezension von: AmaraSummer

    „Mörder ohne Gesicht“ ist der erste Fall für Kommissar Kurt Wallander. Wallander sucht nach einem Mörder, der keine Grenzen kennt und tappt dabei lange Zeit im Dunkeln. Dabei stößt er nicht nur auf interne, sondern auch auf externe Probleme.

    Mir wurde die Reihe empfohlen. Zwar standen die Bücher schon seit längerer Zeit auf meinem Wunschzettel, sie konnten meine Neugierde aber nie so sehr wecken, dass ich sie unbedingt lesen wollte. Letzten Endes habe ich das Buch also nur gelesen, weil eine Bekannte es mir geschenkt hat.

    Kurt Wallander ist ein Zeitgenosse voller Ecken und Kanten, der meilenweit davon entfernt ist perfekt zu sein. Natürlich wirkt er dadurch authentischer, was die Geschichte deutlich realistischer macht. Leider war ein Großteil seiner Eigenschaften alles andere als positiv. Aus diesem Grund war mir Kurt Wallander extrem unsympathisch.

    Der Klappentext klang sehr vielversprechend und konnte meine Neugierde auf Anhieb wecken. Entsprechend groß waren meine Erwartungen. Ein Großteil davon wurde leider nicht erfüllt. Ich bin mir daher nicht sicher, ob ich die Reihe vorsetzten werde.

    Wallander ermittelt im Laufe der Geschichte in mehreren Mordfällen gleichzeitig. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass das für ordentlich Spannung sorgt. Leider war dem nicht so. Die verschiedenen Handlungsstränge haben vielmehr für Verwirrung und Chaos gesorgt. Spannend war das Ganze zu keinem Zeitpunkt. Die Auflösung sorgte am Ende dann für noch mehr Enttäuschung. Irgendwie war das Ganze zwar schlüssig, für meinen Geschmack hat es aber zu viele Zufälle gegeben, was dem Faktor „realistisch“ einen gehörigen Dämpfer verpasst. Am aller schlimmsten ist für mich aber die Tatsache, dass der Kriminalfall nur eine kleine Nebenrolle spielt.

    Die deutsche Übersetzung von Henning Mankells Schreibstil lässt sich halbwegs flüssig lesen und die Wortwahl hat größtenteils zum Genre gepasst. Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Kurt Wallander. Die Kapitel waren extrem lang, was das Buch unglaublich langatmig gemacht hat.

     

    Fazit

    Die ganzen positiven Reaktionen kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. „Mörder ohne Gesicht“ ist für mich kein Krimi, sondern lediglich ein Roman mit ein paar eingestreuten Krimi-Elementen. Von mir gibt es keine Leseempfehlung und nur 2 von 5 Sterne.

  8. Cover des Buches Ich soll nicht töten (ISBN: 9783442380435)
    Barry Lyga

    Ich soll nicht töten

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Theoretisch fand ich es gut. Praktisch gesehen konnte ich nicht verstehen, warum es als Jugendliteratur gehandelt wird. Offensichtlich nur, weil Jazz erst 17 Jahre alt ist. Denn schon auf den ersten Seiten werden Dinge beschrieben, die man bei Criminal Minds niemals zu sehen bekommen würde. Es war heftig, blutig, und mit Leichen gespickt. Gleichzeitig fand ich es lächerlich, dass die Polizei Jasper zu jedem Tatort schleppt und die Leichen dort analysieren lässt, aber gleichzeitig das Jugendamt informiert, weil Jaspers Großmutter Alzheimer hat, und das kein Umfeld für ein Kind ist. Logik, Mr. Lyga? Aber sieht man darüber hinweg hat man ein tolles Serienmörderbuch.
  9. Cover des Buches eXXXit (ISBN: 9783802595929)
    Svea Tornow

    eXXXit

     (26)
    Aktuelle Rezension von: AberRush
    „ExXxit“ ist ein Thriller und zugleich der Debütroman von Svea Tornow. Das Setting ist mal etwas anderes, denn hier lernen wir den Arbeitsalltag der Prostituierten Michelle kennen. Das Leben und Arbeiten auf dem Kiez mit all seinen Reizen, Sünden und Gefahren. Man wird sofort in die Geschichte hineingeworfen, denn sie beginnt mit dem Mord an Michelles Arbeitskollegin und besten Freundin. Diese wird in ihrem „Arbeitszimmer“ tot aufgefunden. Ein Unfall oder natürlicher Tod kann sofort ausgeschlossen werden. Michelle ist geschockt und möchte herausfinden wer für diese Tat verantwortlich ist. Zusammen mit dem Ermittler der Kripo möchte Michelle dem Täter auf die Schliche kommen. Der zuständige Ermittler ist zufällig auch noch einer von Michelles Kunden. Es werden Tabus gebrochen, da niemand von der Verbindung der beiden erfahren soll. Dies würde beiden Parteien schaden. Nach einer Zeit entwickeln die beiden mehr als nur eine geschäftliche Beziehung, man merkt dass es zwischen den Beiden gewaltig knistert.

    Die Charaktere sind sehr gut gelungen und ihre Einstellung in Bezug auf käuflichen Sex, ist sehr realistisch dargestellt. Auch die Jagd nach dem Mörder ist spannend, unterhaltsam und nichts für schwache Nerven. Manche Szenen sind wirklich sehr grausam und detailliert beschrieben. Einzig die Tatsache, dass der Täter von Beginn an feststeht, nimmt etwas die Spannung. Mir gefällt es immer besser, wenn ich bis zum Schluss im Unklaren gelassen werde über die Identität des Täters.

    Der Schreibstil gefällt mir auch sehr gut und die kurzen Kapitel lesen sich weg wie nix. Also wieder mal ein echter Pageturner. Als nächstes werde ich die Fortsetzung lesen, da ich jetzt natürlich wissen möchte wie es weitergeht mit Michelle und dem Polizisten, bin gespannt …
  10. Cover des Buches Gott schütze dieses Haus (ISBN: 9783442478255)
    Elizabeth George

    Gott schütze dieses Haus

     (449)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Jahrhunderte lag ein Dorf im englischen Yorkshire im Dornröschenschlaf – bis ein brutaler Mord die Idylle stört: Der Dorfpfarrer entdeckt die enthauptete Leiche seines treuen Schäfchens William Teys in einer Scheune. Und neben dem Toten kauert Roberta, seine leicht debile Tochter, und behauptet: „Ich war’s.“ Danach verstummt sie


    Die Geschichte hinter dem Mord ist sehr emotional. Es wird auch einiges erklärt was mit Barbara los ist. Die Geschichte ist gut geschrieben. 

  11. Cover des Buches Kindertotenlied (ISBN: 9783426304471)
    Bernard Minier

    Kindertotenlied

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Insgesamt sehr gutes Buch, das mich auch wieder zu der Musik von Gustav Mahler brachte.
    Nachdem ich anfänglich dachte, es hat ein paar Längen und wird daher was dauern bis ich weiter lese, hab ich es im Prinzip verschlungen. Das Buch hat ein paar interessante Wendungen, einzelne davon werden den Nächsten Band der Reihe vermutlich negativ belasten. Und insgesamt hat das Buch zuviel Fußball.
    Einzig das Margot am Ende des Buches fast langweilig daher kommt, ohne Piercings und mit ungefärbten Haaren, schwächt den Schluß ein bischen.

  12. Cover des Buches Falsche Opfer (ISBN: 9783492243766)
    Arne Dahl

    Falsche Opfer

     (71)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Der Krimi „Falsche Opfer“ wurde von Arne Dahl geschrieben und ist der dritte Teil der Krimiserie „A-Team“. Das erste Buch der Reihe trägt den Titel „Misterioso“. Der Krimi ist auf Deutsch am 01.04.2005 auf Deutsch im Piper Verlag erschienen und umfasst 400 Seiten. Alle Bücher der Reihe sind in der dritten Person Singular geschrieben.

     

    Achtung – Spoiler aus Band zwei

     

    Nach dem zweiten Fall der A-Gruppe wurde diese aufgelöst und die Mitarbeiter arbeiten an verschiedenen Fällen und in verschiedenen Teams. Kerstin Holm und Paul Hjelm arbeiten an einer Kneipenschlägerei, welche tödlich ausgegangen ist. Viggo Norlander und Arto Söderstedt untersuchen einen Fall in einem Gefängnis, wo nur eine Zelle gesprengt wurde und es somit nur einen Toten gibt. Jorge Chavez untersucht einen Fall der an ein Schlachtfeld im Krieg erinnert und bei dem man auf die Idee kommt, dass zwei Gangs aufeinander geknallt sind. Hultin hatte man in Pension geschickt und Gunnar Nyberg, der einzige der sich am Ende des Kentucky Falls zurückgehalten hatte, wurde in eine andere Abteilung versetzt. Doch langsam merkt man das mehr hinter den Fällen steckt, als man auf den ersten Blick denkt. Ob die Fälle vielleicht zusammengehören?

     

    Die Charaktere kenne ich nach zwei Büchern schon Recht gut und nachdem Ende des zweiten Buches hat es mich sehr freut, dass nun Gunnar Nyberg ein wenig in den Mittelpunkt gestellt wird und ich noch mehr über seine Vergangenheit lernen konnte. Für mich ist er eine der interessantesten Personen des A-Teams. Durch seinen Wechsel in ein anderes Team lernen wir auch andere Polizisten kennen, unter anderem Sara Svenhagen, mit welcher ich erst langsam warm wurde. Das A-Team kannte ich wie gesagt schon Recht gut, dennoch hat es mich sehr gefreut, dass ich auch einige überraschende neue Sachen über die einzelnen Personen erfahren durfte. Denn beim Lesen dieser Krimireihe machen mir die Charaktere manches Mal mehr Freude als die einzelnen Fälle, wie es auch in diesem Buch der Fall war. Das Böse diesmal ließ sich nicht so leicht fassen, aber ich fand es spannend und konnte es verstehen, auch wenn ich manche Taten weder nachvollziehen kann noch möchte. Die Mischung ist dem Autor auf jeden Fall sehr gut gelungen.

     

    Das Buch ist in zwei verschiedenen Schreibstilen geschrieben. Der Schreibstil mit dem die Handlungen des A-Teams beschrieben werden, lassen sich für mich leicht und flüssig lesen. Doch für den Schreibstil mit denen die Handlungen der anderen Charaktere beschrieben werden, muss ich einfach einen Stern abziehen, da für mich dieser Teil sehr schwer lesbar war. Der Fall an sich war anfangs enorm langweilig und wurde viel zu sehr in die Länge gezogen, auch dafür ziehe ich dem Buch einen Stern ab. Es dauert für mich sehr lange bis endlich mal der spannende Teil des Buches anfing und ich mehr als nur drei lose Fälle sehen konnte und dann spannend zusammen mit den Polizisten überlegt habe wie das alles zusammenhängen könnte. Das Thema im Buch ist groß und vielleicht ein wenig zu viel, weil es zwei sehr komplexe, schwierigere Themen verbindet und für mich blieben am Ende noch Fragen offen. Außerdem wurden manche Orte im Buch für mich einfach zu deutlich beschrieben, so dass es mich gestört hat. All diese kleinen Macken haben mich jedoch insgesamt so gestört, dass ich noch einen dritten Stern abziehen muss.

     

    Ich empfehle das Buch nicht weiter. Für mich ist es das schlechteste Buch der Reihe, zumindest von denen die ich bisher gelesen habe, und auch wenn es einige gute Ansätze gab, konnte mich das Buch einfach nicht überzeugen. Da meine Bücherei jedoch weitere Bücher der Reihe hat, werde ich weiterlesen, auch wenn Band vier übersprungen werden muss, weil dieses nicht mehr vorhanden ist.

  13. Cover des Buches The Da Vinci Code (ISBN: 9780552159715)
    Dan Brown

    The Da Vinci Code

     (226)
    Aktuelle Rezension von: DaniW
    Dieses Buch trägt den Begriff des "page turners" zu Recht! Auch wenn man sich eigentlich gar nicht für Geschichte geschweige denn die christliche Religion interessiert, zieht einen das Buch in den Bann um die Legende des heiligen Grals. Die kurzen Kapitel lassen das Lesen sehr kurzweilig werden. Gleich zu Beginn wird der ermordete Direktor des Louvre vor dem Gemälde der Mona Lisa gefunden. In seinen letzten Minuten hat er verschiedene Hinweise auf seinen Mörder hinterlassen. Der Symbolforscher Robert Langdon, der den Direktor als Letzter an dem Abend gesehen haben soll, gerät sofort in Verdacht. Doch zusammen mit der Enkelin des Opfers und Kryptologin Sophie Neveau entkommt Langdon der Polizei und macht sich auf, die geheimen Botschaften zu entschlüsseln. Es entwickelt sich eine spannende Reise durch die Welt uralter Geheimorden, Kreuzritter, Symbolen und jahrhundertalten Verschwörungen der Kirche...
    Das englische Original ist für Erwachsene mit guten Englischkenntnissen geeignet, da das Vokabular und auch der Satzbau leicht verständlich sind.
  14. Cover des Buches Der wird Euch mit Feuer taufen (ISBN: 9783442726738)
    Faye Kellerman

    Der wird Euch mit Feuer taufen

     (31)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Ermittlungen in einer Sekte mag ich ganz besonders. Mich fasziniert immer diese unglaubliche Macht dieser Führer.

    Peter Decker ermittlet in einem Mordfall. Peter kann nicht umhin, an dieser ganzen Sache zu zweifeln und kann diese große "Familie" nicht so recht verstehen. Während Rina zuhause mit ihren Söhnen zu kämpfen hat, steigt Peter immer tiefer in das Sektengewirre ein und stellt schnell fest, das in dieser Sekte nichts so läuft, wie es soll. Auch hier regiert Geld die Welt!
  15. Cover des Buches Die Auflösung aller Grenzen: Der erste Fall für C. Kallenborn (Band 1) (ISBN: B07F9YYVSJ)
    Britta Dräger

    Die Auflösung aller Grenzen: Der erste Fall für C. Kallenborn (Band 1)

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte61
    Klappentext:

    Die Freude der frischgebackenen Strafverteidigerin Christina Kallenborn über die Gründung ihrer eigenen Kanzlei wird schnell getrübt, als ihr erster Mandant vor der Tür steht. Ein undurchsichtiger Typ namens Christo de Luca, der sagt, jemand wolle ihm einen Mord in die Schuhe schieben. Kurz zuvor ist in der Nordstadt von Rubeck die bestialisch zugerichtete Leiche des Immobilienmagnaten Michail Iwanow in einem ausgebrannten Autowrack gefunden worden. De Luca hat allen Grund, sich Iwanows Tod zu wünschen, und noch dazu kein Alibi. Christina beginnt Nachforschungen anzustellen und gerät schnell in die Schusslinie. Jemand bricht in die Kanzlei ein, bedroht sie und ihr Team und schließlich wird ihr Mandant verschleppt und fast zu Tode geprügelt. Ihre weiteren Ermittlungen führen sie immer tiefer in ein korruptes Justiz- und Rechtssystem, bis sich schließlich alles in einem spektakulären Prozess aufzulösen scheint. Allerdings hat niemand damit gerechnet, wie tief der Richter in die Sache involviert ist und wozu er fähig ist...

    Fazit:

    Die Handlung wird von dem Klappentext sehr gut erklärt, so dass ich nicht weiter darauf eingehe. 

    Der Spannungsbogen steigt in der Geschichte langsam und stetig an und ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nach und nach eröffnet sich aus die Vorgeschichte der Protagonisten und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, konnte ihr Misstrauen, ihre Wut, ihre Verschlossenheit und das langsame Öffnen und Vertrauen mitfühlen. Die Sympathie für Christina und Christo wuchs von Seite zu Seite und ich hatte oft das Gefühl, direkt bei ihnen mitten in der Handlung zu sein. Auch die Protagonisten und den Nebenrollen wurden detailreich und mit Ecken und Kanten aufgebaut, so dass sie sehr menschlich rüberkommen.

    Das Buch endet mit einen Cliffhanger, der mich irgendwie geschockt zurückgelassen hat und mich neugierig auf die Folgebände macht, die ich unbedingt lesen möchte.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er sehr flüssig ist, und ich schnell in die Geschichte abtauchen konnte. Die Geschichte hat es in sich und ist sehr gut aufgebaut, so dass ich sie weiterempfehlen kann.

    Leider kann ich keine fünf Sterne vergeben, da mich zum einen die sehr eng bedruckten Seiten erst einmal davon abgehalten haben, das Buch sofort zu lesen. Der zweite Punkt, der zum Abzug führt sind die vielen Rechtschreibfehler. Ich bin mir bewusst, dass es sich um das Debüt im Selfpublishing handelt, da lege ich die Messlatte nicht ganz so hoch. Bitte bei den Folgebänden noch genauer hinschauen.
  16. Cover des Buches Blutboden - Kriminalroman: Der Erste Fall Von Marie Liebsam (ISBN: B005KDNRE8)
  17. Cover des Buches Mutterschmerz (ISBN: 9783981240788)
    J.P. Conrad

    Mutterschmerz

     (21)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea
    Kampmann tritt seine erste Stelle als Kriminalkommissar an und muss seinen ersten Mordfall lösen. Es wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Ihr Gesicht ist übel zugerichtet. Wenig später brennt ihr Elternhaus und eine weitere Leiche wird gefunden. Ein Verdächtiger wird schnell geschnappt und viele Indizien bezeugen seine Schuld. Zu viele? Kampmann wird misstrauisch und dringt tiefer in die Schichten des Dorfes vor. Welche Verbindung hat der Bürgermeister zu dem Mädchen und ist der Verdächtige vielleicht ein zu leichtes Ziel? Kampmann läuft mit seinem Partner Blume zur Höchstform auf.

    Dieses Buch ist für mich das erste Buch des Autors gewesen. Der Klappentext klang einfach spannend und knifflig. Meine Erwartungen waren hoch und wurden sogar übertroffen.
    Der Autor hat einen sehr flüssigen und eindringlichen Schreibstil. Ich wurde sofort von der Geschichte und der Atmosphäre gefangen genommen. Zu Beginn gibt es verschiedene Zeitsprünge, die uns ein gewisses Vorwissen für die Geschichte liefern. Das hat der Autor gut gelöst und er hat nicht zu viel verraten. Am Ende hatte ich ein paar Mal den Moment wo es dann bei mir klick gemacht hat und ich begeistert die Verbindung zum Anfang festgestellt habe.
    Der Autor flechtet viele Personen in das Netz seiner Geschichte ein. Zu Beginn bin ich etwas durcheinander gekommen aber das hat sich gelegt und es hat sich zum Schluss gezeigt, dass er genau die richtigen Personen hat auftreten lassen.
    Was mir dazu noch positiv aufgefallen ist, waren die vielen Wendungen die der Autor eingebaut hat. Ich habe einige Entwicklungen nicht kommen sehen und war wirklich positiv überrascht, weil sie der Geschichte die Spannung verliehen und aufrecht erhalten haben. Es gab zwar auch ein paar Vermutungen die ich relativ früh hatte und die sich dann bewahrheitet haben aber zum Glück nicht als ödes vorhersehbares Ereignis. Ich hab mich am Ende gefreut, dass mein Gefühl mich nicht getäuscht hat. Apropos Ende: Das Ende kann sich wirklich sehen lassen. Der Epilog ist genial. Das ganze Buch ist einfach grandios. Ich kann es nur empfehlen.
  18. Cover des Buches Wo alles Mitleid endet (ISBN: 9783404133635)
    Ken Englade

    Wo alles Mitleid endet

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Tödliches Blond (ISBN: B0029MB9MU)
    Brian Freeman

    Tödliches Blond

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Bellexr
    Eigentlich mit den Ermittlungen um einen Spanner beschäftigt, der junge blonde Mädchen belästigt, muss sich Lieutnant Jonathan Stride aus Minnesota plötzlich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Vor mehr als 30 Jahren wurde die Schwester seiner verstorbenen Frau auf grausame Weise ermordet und nun taucht eine alte Freundin von Laura auf und legt neue Beweise vor, die sie in einem Buch über den Mord an Laura Starr verarbeiten will. Alle Indizien damals sprachen gegen einen schwarzen Obdachlosen, der flüchten konnte und für die Polizei war der Fall damals abgeschlossen. Jon Stride beginnt in dem Fall neu zu ermitteln. Als kurze Zeit später ein junges, blondes und behindertes Mädchen zu Tode kommt, verdichten sich die Anzeichen auf einen Mann und auch die Ermittlungen im Fall Laura Starr weisen daraufhin, dass er der Schuldige sein könnte. Doch war er es wirklich oder muss er nur für einen Anderen als Sündenbock herhalten. . Die Story beginnt mit dem Buch, welches Tish über ihre damalige Freundin Laura schreiben möchte aus Sicht von Cindy, der Schwester von Laura und verstorbene Ehefrau von Jon Stride. Immer wieder wechseln die Erzählstränge zwischen den aktuellen Ermittlungen und der Geschichte von Cindy. Dies ist äußerst geschickt angelegt und atmosphärisch dicht umgesetzt. So wird die Spannung von Anfang an sehr hoch gehalten und immer wieder neue Wendungen in dem Thriller führen den Leser ein ums andere Mal auf eine falsche Fährte. . Brian Freeman kommt in seinem 4. Fall um seinen Protagonisten Jonathan Stride hervorragend ohne reißerische Szenen aus, sondern erzählt seine Geschichte eher mit sanften Tönen, was jedoch in keiner Weise die Spannung nimmt. . Seine Figuren sind sehr lebensnah und realistisch beschrieben. Nachvollziehbar und einfühlsam beschreibt er die Gefühlswelt von Jon Stride, der sich wieder mit dem Krebstod seiner Frau Cindy und ihrem gemeinsamen Leben auseinandersetzen muss, sowie seiner jetzigen Beziehung zu Serena, seiner Lebensgefährtin. Auch die anderen Mitwirkenden sind facettenreich und lebendig beschrieben, sodass man sich sehr schnell ein Bild von ihnen machen kann. . Alles in allem ist Brian Freeman mit seinem neuesten Thriller ein facettenreicher, spannender Thriller gelungen, der immer wieder neue Wendungen aufzeigt und den Leser mehr als einmal in Bezug auf Mörder und Motiv auf eine falsche Fährte lockt.
  20. Cover des Buches Blinde Göttin (ISBN: 9783492236027)
    Anne Holt

    Blinde Göttin

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Sie kam Håkon erschöpft vor, ihr weißer Atem jagte, obwohl sie doch ganz still saßen. […]
    „Sieh dir seinen Geschäftskram genauer an“, befahl sie ihrem Vorgesetzten. „und laß eine Liste der Strafprozesse erstellen, in denen er während der letzten beiden Jahre aufgetreten ist. Ich wette, daß wir da irgendwas finden. Und außerdem“, fügte sie hinzu. „faßt die Fälle jetzt endlich zusammen. Und zwar gehören sie beide zu mir; ich hatte den ersten.“ Sie wirkte fast glücklich über den Gedanken. (Auszug Seiten 94-95)

    Bei einer Runde mit ihrem Hund findet die Anwältin Karen Borg eine übel zugerichtete Leiche. Wenig später nimmt die Polizei einen verwirrten Mann mit blutiger Kleidung fest. Der Mann, ein Niederländer, gesteht den Mord, schweigt sich aber ansonsten aus. Kommisarin Hanne Wilhelmsen und Håkon Sand, Jurist im Polizeidienst, bearbeiten den Fall und würden gerne mehr über die Hintergründe erfahren. Da geschieht ein weiterer Mord, diesmal an einem schlecht beleumundenten Anwalt. Aus Intuition zieht Hanne Wilhelmsen eine Verbindung zum ersten Mord und behält damit recht.

    Inzwischen hat Karen Borg auf dessen Wunsch die Verteidigung des Niederländers übernommen, obwohl sie eigentlich nur Wirtschaftsfälle verhandelt. Zwar hält sich der Mörder immer noch sehr bedeckt, aber inzwischen ist klar, dass es ein Mord im Drogenmilieu war. Der Täter bereut seine Tat, verschweigt aus Angst aber seinen Auftraggeber. Zwischen Karen Borg und Håkon Sand besteht seit gemeinsamen Studienzeiten eine enge Freundschaft und eine von ihr (bislang) nicht erwiderte Zuneigung. Dennoch arbeiten die beiden enger zusammen, als zwischen Polizei und Straftverteidiger üblich, und Karen erzählt, dass sie merkwürdigerweise von einem prominenten Anwalt mehrfach gebeten wurde, ihm das Mandat des Niederländers zu übergeben. Zudem findet Hanne Wilhelmsen heraus, dass der tote Anwalt Verteidiger des ersten Opfers war und sich beide am Tag des ersten Mordes getroffen hatten. Als Hanne im Präsidium niedergeschlagen wird und Akten verschwinden, sind sich Hanne und Håkon sicher, dass sie hier einen großen Fall mit der Drogenmafia vor sich haben, in den offenbar auch Osloer Rechtsanwälte verstrickt sind.

    Autorin Anne Holt zählt zu den bekanntesten Schriftstellern Norwegens. Holt studierte Jura, arbeite (wie Håkon Sand) als Juristin im Polizeidienst und als Anwältin. Für wenige Monate Ende 1996 bis Anfang 1997 war sie Justizministerin ihres Landes. 1993 erschien mit „Blind Gudinne“ der erste Teil der bis heute andauernde Serie mit der Osloer Kommissarin Hanne Wilhelmsen, die mit ihrer Autorin einige Gemeinsamkeiten hat. So hat Hanne Wilhelmsen ein Faible für die Vereinigten Staaten und lebt in einer lesbischen Beziehung, trägt dies aber eher nicht nach außen. Die Figur Hanne ist eine attraktive, erfolgreiche Polizistin, eigenwillig, durchsetzungsstark, aber beliebt bei den Kollegen. In diesem ersten Band ist sie allerdings nicht die uneingeschränkte Hauptfigur, denn vor allem ihr Kollege Håkon Sand nimmt mindestens den gleichen Raum ein. Sand ist ein zuverlässiger, aber vom Polizeidienst zunehmend desillusionierter und ungeduldig gewordener Jurist. Obwohl formal Hanne Wilhelmsen vorgesetzt, beugt er sich ihren ermittlerischen Fähigkeiten. Privat ist er alleinstehend und voller Hoffnung, als seine große Liebe Karen Borg wieder in sein Leben tritt.

    Auffallend an diesem Krimi ist das akribische Augenmerk, das die Autorin auf der Beschreibung der Vorgänge im Polizeipräsidium und der Figuren legt und dem Geschehen einen sehr authentischen Touch verliert. Insofern ist der generell immer etwas fragwürdige Vergleich zu einem berühmten Kollegen auf dem Klappentext („weibliches Pendant zu Henning Mankell“) nicht ganz verkehrt.

    Grundsätzlich ist Blinde Göttin ein skandinavischer Kriminalroman mit durchaus klassischen Zutaten: Mord und Verbrechen mit Auswirkungen bis in höhere Kreise. Das hat man zwar schon mehrfach gelesen, aber wenn es so abwechslungsreich mit verschiedenen Perspektiven, glaubwürdigen Figuren und einem ordentlichen Spannungsbogen geschrieben ist wie in diesem Fall, dann nimmt man sich so einen Krimi doch gerne vor. Insofern ist Blinde Göttin ein immer noch sehr lesenswerter Klassiker des norwegischen Krimis.

  21. Cover des Buches Eifel-Blues (ISBN: 9783894258221)
    Jacques Berndorf

    Eifel-Blues

     (127)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Der 1. Fall für Siggi Baumeister! Und es ist ein heftiger Fall, der Baumeister sogar körperlich in Gefahr bringt. Trotzdem hat der Leser genug Zeit, den Eifel-Journalist und Katzenliebhaber  kennen und lieben zu lernen. Zusammen mit dem Jazzliebhaber trifft man das erste Mal auf den Kriminalrat a. D. Rodenstock. Alles in allem ein Roman, der Lust auf mehr macht.

  22. Cover des Buches Die Toten von Athen (ISBN: 9783746633312)
    Leo Kanaris

    Die Toten von Athen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    „Die Toten von Athen“ von Leo Kanaris ist ein recht spannender, atmosphärischer Krimi mit guter Portion Gesellschaftskritik und einem sympathischen Protagonisten.

    Klappentext beschreibt den Anfang ganz gut: „Griechenland – authentisch und gefährlich.
    Mario Filiotis, der sehr sozial und ökologisch gesinnte Bürgermeister der Insel Astypalea, kommt in Athen bei einem mysteriösen Fahrradunfall ums Leben. Privatdetektiv George Zafiris ist der festen Überzeugung, dass sein Freund ermordet wurde. Doch bei Marios Beerdigung liegt nicht der Tote, sondern ein antiker Goldschatz im Sarg. George Zafiris nimmt die Ermittlungen auf und gerät in ein Labyrinth aus Korruption, Betrug und Gewalt.“


    Der Anfang war verlockend. Im Laufe der Geschichte gewann ich eher den Eindruck, dass es dem Autor wichtiger war, die gesellschaftskritischen Aspekte in den Vordergrund zu rücken wie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die einfache Bevölkerung Griechenlands, die gesellschaftliche Zerrissenheit der Gutmenschen und die gute Organisation und perfekte Vernetzung der Verbrecher im Gegensatz zu ihnen. Die Ermittlungen an sich erschienen vor diesem Hintergrund eher zweitrangig, die Motive stellenweise etwas zu konstruiert. Das Ende war etwas unglaubwürdig und zu schnell abgewickelt.


    Aber eine nette Reise voller Abenteuer in Griechenland ist dieser Krimi allemal geworden. Die Vielfalt der Orte, die George zwecks seiner Ermittlungen besucht, ihre sehr gut beschriebene Atmosphäre ist schon beeindruckend. Es ist, man wäre mit George vor Ort und schaute ihm über die Schulter. Auch die Diversität der Tätigkeiten ist positiv aufgefallen. Man ist bei der Olivenernte im Kreise der Familie und beim Ölpressen dabei, auch beim Beten mit den Mönchen auf Insel Athos, wohin den Zugang nur Männer haben dürfen, bei den flammenden Reden des Wirtes über die in der Gesellschaft fehlende Solidarität uvm. In den Krankenhäusern ist man recht oft: Am Anfang, wo es einem vermittelt wird, wie die medizinische Versorgung in Griechenland funktioniert, und am Ende beim verletzten George.


    Die Figuren sind durchwegs gut gelungen. Wobei sie alle kommen wie Opfer des korrupten wie kaputten Systems vor. Der neue Assistent von George konnte mich jedoch nicht wirklich überzeugen, eher schemenhaft geblieben bis zum Schluss, bei dem ich mich motivieren musste, doch noch zum Ende zu lesen.


    Fazit: Ein ganz guter, atmosphärischer Krimi, flott und recht gekonnt geschrieben. Die Spannung nimmt zum Schluss jedoch ab, und dieser fällt abrupt aus.

    3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

    Aufbau Taschenbuch Verlag, 352 S., ET 18.05.18.

    #NetGalleyDEChallenge

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