Bücher mit dem Tag "buch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "buch" gekennzeichnet haben.

1.763 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.693)
    Aktuelle Rezension von: LisaK

    Ich muss gestehen, es hat ein wenig gedauert bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe. Die kurzen Einwürfe von Gedanken oder der Zukunft war gewöhnungsbedürftig und anfangs irritierend. Dennoch hat mich die Geschichte sofort gefesselt: ein Mädchen das in jungen Jahren schon mit Verlust, Tot und dem alleingelassen werden zu kämpfen hat und dennoch so viel Mut, Weisheit und Liebe in sich trägt.

  2. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783751300513)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

    (10.910)
    Aktuelle Rezension von: AnimantCrumb

    Inhalt
    Die zwölfjährige Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder mit einer außergewöhnlichen Gabe: Wenn er laut aus Büchern vorliest, können Figuren und Gegenstände daraus in die reale Welt treten.
    Doch diese Fähigkeit hat ihren Preis. Jahre zuvor verschwanden Meggies Mutter und einige düstere Gestalten aus einem Buch namens Tintenherz – darunter der gefährliche Capricorn. Als dieser plötzlich wieder auftaucht, geraten Meggie und Mo in ein gefährliches Abenteuer zwischen Buchseiten und Wirklichkeit.
    Gemeinsam mit Verbündeten müssen sie nicht nur gegen einen skrupellosen Gegner kämpfen, sondern auch lernen, welche Verantwortung mit der Macht der Geschichten einhergeht.

    Meinung
    Die große Stärke des Romans liegt eindeutig in seinen Figuren.
    Meggie ist eine neugierige, mutige Protagonistin, deren Liebe zu Büchern authentisch und nachvollziehbar wirkt. Ihre Entwicklung geschieht ruhig und glaubwürdig – sie wächst mit den Herausforderungen, ohne ihre kindliche Perspektive ganz zu verlieren. Mo, auch „Zauberzunge“ genannt, ist eine besonders gelungene Figur: warmherzig, nachdenklich und zugleich von Schuldgefühlen geprägt. Seine innere Zerrissenheit verleiht der Geschichte emotionale Tiefe. Auch Nebenfiguren wie Staubfinger oder Elinor sind differenziert dargestellt. Sie besitzen eigene Motive, Stärken und Schwächen, wodurch die Welt von Tintenherz lebendig und greifbar wird.
    Die Handlung entwickelt sich eher behutsam als rasant. Spannung entsteht weniger durch ständige Action, sondern durch die bedrohliche Präsenz des Antagonisten und das faszinierende Spiel mit der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Es gibt überraschende Wendungen, doch sie fügen sich organisch in die Geschichte ein. Besonders reizvoll ist die Grundidee selbst: die Macht des Vorlesens und die Frage, was geschieht, wenn Geschichten lebendig werden. Diese literarische Meta-Ebene macht den Roman zu etwas Besonderem.
    Die verschiedenen Ausgaben von Tintenherz zeichnen sich durch detailreiche, oft verspielte Illustrationen aus. Typisch sind dunkle Farbtöne, ornamentale Elemente und Motive, die an alte Bücher erinnern. Das Cover transportiert die geheimnisvolle, leicht nostalgische Atmosphäre des Romans sehr passend und unterstreicht den märchenhaften Charakter der Geschichte. Es wirkt klassisch und zugleich einladend – ganz wie der Inhalt selbst.

    Fazit
    Tintenherz ist kein atemloser Pageturner, sondern ein ruhiger, atmosphärischer Fantasyroman, der vor allem durch seine Figuren und seine Idee überzeugt.
    Als moderner Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur hat das Werk seinen festen Platz verdient. Es ist eine Liebeserklärung an Bücher und Geschichten – und gerade deshalb bis heute lesenswert.

  3. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

    (5.829)
    Aktuelle Rezension von: SMBerghoff

    Ich habe "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón gelesen wie man einen geheimen Garten betritt: langsam, neugierig – und am Ende wollte ich gar nicht mehr wieder raus. Schon die erste Szene, in der der junge Daniel in den "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, ließ mich spüren, dass dieses Buch selbst eine Liebeserklärung an Bücher ist.

    Was mich besonders fasziniert hat, ist die dichte, fast gotische Atmosphäre Barcelonas: enge Gassen, verregnete Plätze, der Geruch von altem Papier und Geheimnissen. Die Geschichte verwebt Liebe, Verrat, politische Schatten der Franco-Ära und die Spurensuche nach dem rätselhaften Autor Julián Carax so kunstvoll, dass ich mich immer wieder fragte, ob ich gerade einen Krimi, eine Familienchronik oder ein Märchen lese. Wahrscheinlich alles zugleich?

    Natürlich dehnt Zafón manche Episode, und wer nur auf rasanter Spannung reitet, könnte ungeduldig werden. Doch gerade diese geduldige Erzählweise machte für mich den Zauber dieses besonderen Buches aus: Ich wollte in diesen verschlungenen Seiten verweilen. Das passiert mir selten und daher gebe ich die Höchstwertung. Für mich ist Schatten des Windes ein grandioses Loblied auf die Macht von Geschichten – ein Roman, der lange nachhallt und der zeigt, wie Bücher selbst zu Schicksalen werden können.

  4. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

    (1.103)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Wenn ich Leo Tolstois „Anna Karenina“ lese, spüre ich von der ersten Bahnhofsszene an ein leises Grollen unter den Füßen: metallisches Zischen, neugierige Blicke, ein Vorzeichen von Unheil. Anna tritt für mich wie ein warmer Lichtkegel in eine kalte Gesellschaft; ihr Blick auf Wronskij entzündet eine Liebe, die zugleich Befreiung und Sturz bedeutet. Ich folge ihr durch Salons, Waggons und Gerüchte, durch die starre Höflichkeit von Petersburg und die klatschenden Kreise Moskaus. Ihr Ehemann Karenin wirkt korrekt wie ein Protokoll: Er schützt die Form und übersieht den Menschen. Ich schäme mich stellenweise über eine Welt, die Skandal wittert, aber Mitgefühl spart. (Mehr zu Anna Karenina: https://love-books-review.com/de/anna-karenina-von-leo-tolstoi/ )

    Parallel gehe ich mit Lewin über Felder. In Gesprächen mit Bauern, in Mühen und Zweifeln sucht er Sinn, Gott und Arbeit zu verbinden. Zwischen abgewiesenem Antrag, Rückzug und Rückkehr wächst in mir Ruhe: In Kittys Blick und der Geburt des Kindes erkennt Lewin eine demütige, leise Wahrheit. Diese zweite Geschichte erdet die erste; sie zeigt mir, dass Glück nicht flackert wie Feuerwerk, sondern glüht wie eine kleine Flamme, die man gegen Wind schützt.

    Je weiter ich lese, desto enger wird Annas Raum. Eifersucht, Schlaflosigkeit, Morphium und die Unmöglichkeit einer ehrlichen Zugehörigkeit lassen ihre Sprache spröde werden. Am Ende schneiden die Zugräder durch meine Gedanken: ein Entschluss, grausam klar. Ich bleibe erschüttert und zugleich dankbar, weil Tolstoi mir beides schenkt – das Porträt einer Gesellschaft, die Menschen zu Rollen verengt, und die Ahnung, dass Sinn im einfachen Guten liegt. Anna bleibt ein brennender Schatten; Lewin, ein stilles Versprechen von Alltag und Gnade.

  5. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783328111368)
    George Orwell

    1984

    (4.280)
    Aktuelle Rezension von: HenriLMatos

    1984 ist kein Roman über eine ferne Zukunft. Es ist eine Analyse der Mechanismen, durch die Systeme Wahrheit ersetzen. Was Orwell verstanden hat: Kontrolle braucht keine Gewalt, wenn sie die Sprache besitzt. Winston Smith scheitert nicht an einem Diktator, sondern an einem System, das ihm die Werkzeuge weggenommen hat, mit denen man Widerstand überhaupt erst formulieren könnte. Ein Buch das man nicht liest, sondern das man erlebt, und danach anders durch die Welt geht.

  6. Cover des Buches Der kleine Hobbit (ISBN: 9783423715669)
    J. R. R. Tolkien

    Der kleine Hobbit

    (4.754)
    Aktuelle Rezension von: Kraszentia

    Für mich ist J. R. R. Tolkiens „Der Hobbit“ eines der Bücher, die ich immer wieder gerne lese. Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, weil es Abenteuer, Humor und eine wunderbare Fantasiewelt auf so unbeschwerte und doch fesselnde Weise verbindet.
    Die Geschichte beginnt eigentlich ganz harmlos: Der gemütliche Hobbit Bilbo Beutlin wird vom Zauberer Gandalf und einer ziemlich chaotischen Gruppe von Zwergen auf ein Abenteuer geschickt. Bilbo selbst hätte sich das wahrscheinlich nie ausgesucht. Genau deshalb macht es so viel Spaß, ihn auf dieser Reise zu begleiten, auf der er langsam über sich hinauswächst.
    Unterwegs begegnet man Trollen, Elben, Riesenspinnen, Drachen und natürlich dem unvergesslichen Gollum. Die Szene mit dem Rätselspiel im Dunkeln ist für mich einer der Momente, die ich jedes Mal genieße, wenn ich das Buch lese.
    Was ich an „Der Hobbit“ besonders liebe, ist die Mischung aus Spannung, Humor und der riesigen, lebendigen Welt von Mittelerde. Das Buch fühlt sich wie ein echtes Abenteuer an, in dem man durch Wälder wandert, Berge überquert und sich zusammen mit Bilbo immer wieder in neuen und überraschenden Situationen wiederfindet.
    Für mich ist „Der Hobbit“ ein zeitloses Fantasy-Buch, das man in jedem Alter lesen kann. Und jedes Mal, wenn ich es wieder aufschlage, fühlt es sich ein bisschen so an, als würde ich zu einem alten, sehr guten Freund zurückkehren.

  7. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.813)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."

    Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.

    Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.

    "-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."

    Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
    Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...

    Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.

    "Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."

    Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:

    "Das Leben ist schön, Hazel Grace."

    Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.

    Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
    Das also ist mein Leben
    Die Nackten
    Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman.

  8. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453272408)
    Stephen King

    Es

    (2.390)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Ein Klassiker der bis heute nicht an Glanz verloren hat. 

    Der Horror beginnt damit das Gegenden von Maine berüchtigt sind "unheimlich" zu sein. Das ein Clown sein Unwesen treibt, ohne diesen je gefasst zu haben. Doch nicht nur als Clown kommt er in Erscheinung, sondern auch in anderer Gestallt. Beim Lesen entwickelt sich zeitweise eine angenehme Gänsehaut. Man möchte weiter lesen, die Neugier weiß das es zu Situationen kommt die einen in Mark und Bein erschüttern wird. Ja, man weiß das einen die Angst packt.
    Mit knapp über 1500 Seiten rauschte ich nicht über diesen Roman hinweg, wobei die Geschichte es erlaubt hätte diese zügig durch zu lesen. Es waren die Storys dazwischen die in mich zum inne halten brachten. Es waren genau diese psychologischen Grausamkeiten die mich zum Nachdenken anregten. Ja, zeitweise war es etwas langatmig. Wo ich mir dachte: "Junge, bring es auf den Punkt." Und geschickt spießt Stephen die Handlung der Geschichte wieder auf die Nadel und ich dachte mir beim lesen: "Verdammt. Er hat es wieder getan." Er hat es abermals geschafft mich zu faszinieren und zu schockieren. 

    Was soll ich sagen? Wenn es einen Autor gibt der mich nach 34 Jahren Hobby - Lesen immer noch so grausam abholen kann, dann ist es Stephen. 

  9. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

    (14.325)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    ... eine chaotische Kombination, mit der sich die 16-jährige Gwendolyn plötzlich auseinandersetzen muss. Denn sie ist die Letzte im Kreis von 12 Zeitreisenden, mit denen sich eine Londoner Geheimloge befasst. Genau diese ultrageheime Geheimloge macht Gwendolyn nun das Leben schwer. Da hilft es auch nicht, dass sie einen Zeitreisebegleiter hat - der sieht nämlich unverschämt gut aus und bringt Gwen fast die ganze Zeit auf die Palme.

    Schon seit Jahren ist die Edelsteintrilogie eine meiner liebsten Reihen. 

    Denn es steht fest:

    1. Man lacht, fühlt und fiebert mit.

    2. Die Zeit vergeht wie im Flug und

    3. Man merkt überhaupt nicht, dass man liest.

    Sympathische, liebenswürdige Charaktere mit Macken zum Gernhaben machen es einem leicht, in dieser magischen Welt zu versinken. Dazu kommt ein humorvoller und leichter Schreibstil, der einen durch die Seiten zieht. Es wurde nie langweilig und ehe man sich versieht, ist das Buch auch schon zu Ende.

    Am besten hat man dann sofort den zweiten Teil parat, denn den Cliffhanger kann man so einfach nicht stehen lassen. Spannend, humorvoll und voller Gefühl.

    Außerdem: Parallelen zur Verfilmung findet man auf jeden Fall, wenn auch nicht zu 100%.

  10. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

    (3.496)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Dies war mein erster Ausflug in das Universum von Zamonien und ich kann dem Autor eine überwältigendes Ausmaß an Fantasie bescheinigen. Schön fand ich auch die Illustrationen, die in meiner Taschenbuchausgabe in schwarz-weiß enthalten sind. Zu Beginn hatte ich etwas gebraucht, um in die Geschichte hinein zu finden. Doch dann hatte es mich auch gepackt. Ich hätte nicht gedacht, was man mit Büchern alles anstellen kann. Neben dem Schreiben, Lesen, Sammeln, Verkaufen spielen auch seltenere Behandlungsformen eine Rolle, z.B. die Jagd nach Büchern oder sogar das Verspeisen von Büchern. 


  11. Cover des Buches Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis (ISBN: 9783423718790)
    Sarah J. Maas

    Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

    (2.626)
    Aktuelle Rezension von: sweinzie

    eine gelungene Fortsetzung, die ich nun schon zum 3. Mal lese. Ich persönlich finde Band 2 deutlich besser als Band 1. Die Spannung zwischen den beiden Höfen, die Geheimnisse, die unterschiedlichen Charaktere die langsam ans Licht treten. 

    Und was ich immer liebe ist, wenn im späteren Verlauf auf Situationen Bezug genommen wird auf vorherige Aussagen oder Situationen. 

    Fesselnd mit allen Elementen die ich mir für ein gutes Fantasy Abenteuer in einer eigenen Welt wünsche. 

    Klare Empfehlung. 

  12. Cover des Buches Die rote Königin (ISBN: 9783551317780)
    Victoria Aveyard

    Die rote Königin

    (2.766)
    Aktuelle Rezension von: HazalReads

    Der Auftaktband der Reihe Die Rote Königin von Victoria Aveyard hat mich wirklich begeistert. Ich bin mit einer gewissen Skepsis an das Buch herangegangen, weil ich im Vorfeld oft gehört habe, dass die Geschichte stark an Powerless erinnert. Diese Meinung kann ich nach dem Lesen jedoch nicht wirklich teilen. Natürlich gibt es gewisse Parallelen – wie sie in vielen Fantasy-Geschichten vorkommen – aber die Welt, das Magiesystem und die gesamte Handlung fühlen sich dennoch eigenständig an. Die Autorin von Powerless, Lauren Roberts, hat selbst bestätigt, dass sie sich unter anderem von Die Rote Königin und auch von Die Tribute von Panem inspirieren ließ. Inspiration merkt man durchaus, aber beide Geschichten stehen für mich klar auf eigenen Beinen.

    Besonders begeistert hat mich das Worldbuilding. Die Welt von Rot und Silber ist unglaublich spannend aufgebaut. Statt einer klassischen Fantasywelt mit ausschließlich Pferden und Kutschen verbindet die Geschichte Magie mit moderner Technik: Elektrizität, Motorräder, Züge, Autos und sogar eine Art elektrifizierte Schienentransporte erinnern teilweise an U-Bahnen. Diese Mischung aus futuristischen und klassischen Elementen macht die Welt sehr lebendig und hebt sie deutlich von vielen anderen Fantasysettings ab.

    Auch die Handlung hat mich komplett abgeholt. Die Geschichte rund um Mare Barrow ist voller überraschender Wendungen und Plot-Twists. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse so sehr, dass man beim Lesen fast ein Schleudertrauma bekommt – im positiven Sinne. Manche Entwicklungen lassen sich erahnen, aber andere kommen völlig unerwartet und sorgen dafür, dass die Spannung konstant hoch bleibt. Besonders gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal stark an Tempo zu und liefert mehrere Enthüllungen hintereinander, die das gesamte Machtgefüge verändern.

    Die Romance spielt im ersten Band eher eine untergeordnete Rolle und entwickelt sich nur im Hintergrund. Das hat mich persönlich aber überhaupt nicht gestört, weil der Fokus klar auf der Welt, den politischen Intrigen und den Konflikten zwischen Rot und Silber liegt. Für einen Reihenauftakt funktioniert das sehr gut und macht neugierig darauf, wie sich Beziehungen und Dynamiken in den Folgebänden weiterentwickeln werden.

    Insgesamt ist Die Rote Königin für mich ein sehr gelungener Start in die Reihe: spannende Welt, interessante Figuren und viele unerwartete Wendungen. Ich bin jetzt umso neugieriger, wie es in Band 2 weitergeht.

  13. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

    (4.494)
    Aktuelle Rezension von: Myrdyn

    Der Titel verspricht, das Buch handle von der "Welt" eines fünfzehnjährigen Mädchens. Doch über Sofie erfahren wir sehr wenig, über ihre Mutter und ihre Welt fast nichts. Den Autor interessiert seine Figur "Sofie" eigentlich nicht, sie ist nur dazu erfunden worden, einem schrulligen alten Mann namens Alberto als willige Zuhörerin bei seinen Monologen über Philosophie zu dienen und sich den Kopf mit lauter Buchwissen volllabern zu lassen. Alberto seinerseits ist eine Maske des Autors Jostein Gaarder, der unbedingt ein Jugendbuch über Philosophie schreiben wollte, aber sich eine schlüssige Einführung in das Philosophieren (= Philosophie als Aktivität denkender Menschen) für junge Leser nicht zutraute. Philosophieren lernt man jedoch nicht durch einen Spaziergang durch die verwitterten, brüchigen Monumente der europäischen Philosophiegeschichte.

     Die Hintergrundstory vom geheimnisvollen Mentor eines hochpubertären und doch braven, leicht manipulierbaren Mädchens, dem er eine neue Welt erschließt, ist schon ohne den verkrampften Sprung ins Metaphysische unglaubwürdig. Wenn Sofie etwa Bücher wie "Die rote Zora und ihre Bande" (von Kurt Held), "Blauvogel - Wahlsohn der Irokesen" (von Anna Jürgen) oder "Yashor - Der Hirt aus Harkin" (von Michael Morgental) gelesen hätte, dann hätte sie über die Einübung in das Philosophieren im praktischen Leben eines jungen Menschen mehr gelernt als durch die aufdringlichen Versuche eines Hobbyphilosophen, der sich fast zwanghaft eine folgsame Rezipientin für seine fast manischen oberflächlichen Expektorationen suchen musste.

  14. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

    (1.539)
    Aktuelle Rezension von: Lumien

    Ich habe ein Weilchen gebraucht um mich in cid Welt einzufinden,aber eigentlich ist es eine gute und  Geschichte mit neuen Elementen.

    Mal was ganz Neues.Mir gefällt,dass es nicht das übliche Vampir - Magier Universum ist.

    Mein Leserinnenherz verkraftet nur die vielen Verluste nicht , aber das gehört wohl zu manchen Geschichten dazu 🫣

    Cool wäre eine Anspielung in der Mitte des Buches,welches ich hier in den Händen halte.

  15. Cover des Buches After love (ISBN: 9783453428935)
    Anna Todd

    After love

    (2.705)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    „After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser Band insgesamt deutlich langatmiger und mit unnötigem „Puffer-Material“ gefüllt. Die ständigen Wiederholungen – sowohl in den Streitereien als auch in den erotischen Szenen – lassen die Handlung oft auf der Stelle treten.

    Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin zeigt hier ihre destruktivste Seite. Beide verhalten sich widersprüchlich, egoistisch und emotional unausgeglichen, was zwar zur Dynamik der Reihe gehört, aber in diesem Band besonders ermüdend wirkt. Tessas Entscheidung, nach Seattle zu gehen, fand ich grundsätzlich stark – umso unverständlicher war ihr anschließendes Hin-und-Her, das die dringend nötige Beziehungspause ad absurdum führt. Auch Hardins Verhalten bleibt problematisch: Er erwartet Kompromisse, die er selbst nicht bereit ist einzugehen.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist Tessas Vater, dessen Auftauchen zwar Potenzial gehabt hätte, aber durch den extremen Zufall und die oberflächliche Behandlung seiner Probleme eher konstruiert wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem großen Twist am Ende: überraschend, ja – aber nicht organisch eingebettet und ohne echten Einfluss auf die bisherige Handlung.

    Was mich am meisten gestört hat, ist die zunehmende Überzeichnung der Figuren. Tessa wirkt stellenweise fast überperfekt, während sich gefühlt jeder Charakter um sie dreht. Gleichzeitig bleibt Hardin in seinen Mustern gefangen, ohne dass die Geschichte diese Dynamik wirklich hinterfragt. Das Vierecks-Drama setzt dem Ganzen die Krone auf und wirkt unnötig aufgebläht.

    Trotz all dieser Kritikpunkte bleibt die Reihe fesselnd – Todd versteht es, Emotionen zu schüren und Cliffhanger zu setzen. Doch „After Love“ verliert sich zu sehr im Drama und zu wenig in echter Entwicklung. Für Fans der Reihe sicher lesbar, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern deutlich schwächer.

    Fazit: solide Fortsetzung mit starken Momenten, aber zu viel Wiederholung und zu wenig Substanz. 3 von 5 Sternen. 

  16. Cover des Buches Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer (ISBN: 9783551321282)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer

    (4.007)
    Aktuelle Rezension von: asome

    Onyx – Schattenschimmer, der zweite Band der Obsidian-Reihe, war für mich ein echter Pageturner. Ich habe das Buch in nur einem Tag förmlich durchgesuchtet, denn der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man mühelos dranbleibt.


    Katy ist eine typische Teenagerin – was ihr Verhalten manchmal etwas anstrengend machte. An einigen Stellen war sie mir schlicht zu kindisch, was wohl auch daran liegt, dass ich mit meinen 44 Jahren einfach nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre. Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen, besonders zum Ende hin wird es richtig spannend.


    Wie schon Band eins ist Onyx für mich kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer, gut geschriebener Jugendroman, der Lust auf die restlichen Teile der Reihe macht.

  17. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

    (1.302)
    Aktuelle Rezension von: _seitenreise_

    Ich weiß nicht, ob Sturz der Titanen das ideale Weihnachtsbuch ist – schließlich taucht man tief in den Ersten Weltkrieg ein. Aber wann hat man sonst schon einmal so viel Zeit, um sich ganz in Ruhe auf einen 1000-Seiten-Schmöker einzulassen?

    Ken Follett hat diese besondere Gabe, einen schon nach wenigen Seiten mitten ins Geschehen zu ziehen. Ja, zu Beginn gibt es viele Schauplätze und zahlreiche Figuren, die man erst einmal einordnen muss. Doch erstaunlich schnell fiebert man mit allen mit, lernt sie zu lieben oder zu hassen und begleitet sie auf einer intensiven Reise durch einen dunklen Abschnitt der Weltgeschichte.

    Das Buch ist stellenweise harte Kost. Der Erste Weltkrieg wird eindringlich und schonungslos geschildert, und die Schrecken, die die Menschen erleiden mussten, gehen nahe. Gleichzeitig war dieses Buch für mich besser als jede Geschichtsstunde. Die Recherche ist unfassbar gut – jede historische Begebenheit, jede reale Persönlichkeit und jeder Schauplatz sind sorgfältig eingebettet. Man merkt auf jeder Seite, wie fundiert und durchdacht dieses Buch ist.

    Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Perspektiven: England, Russland, die USA – dadurch versteht man politische Zusammenhänge, Entscheidungen und Entwicklungen viel besser, auch wenn man bei den vielen politischen Manövern aufmerksam lesen muss.

    Großartig ist zudem, wie Ken Follett die Lebenswege seiner Figuren miteinander verwebt. Ihre Geschichten kreuzen sich nach und nach, ohne konstruiert zu wirken. Alles hängt zusammen, alles greift ineinander, sodass man nie das Gefühl hat, mehrere getrennte Handlungsstränge zu lesen.

    Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Für meinen Geschmack hätten einige Passagen – vor allem die sehr detaillierten Beschreibungen von Waffen, Strategien und Gefechten – etwas kürzer ausfallen können. Auch wenn ich Folletts Detailverliebtheit schätze, war mir das stellenweise etwas zu viel.

    Fazit: Sturz der Titanen ist ein eindrucksvoller, spannender und lehrreicher Auftakt der Jahrhundert-Saga, die ihren Namen mehr als verdient. Habt keine Angst vor den 1000 Seiten – sie lohnen sich wirklich. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, auch wenn ich jetzt erst einmal wieder etwas leichtere Kost brauche.


  18. Cover des Buches Ein ganz neues Leben (ISBN: 9783499012860)
    Jojo Moyes

    Ein ganz neues Leben

    (1.947)
    Aktuelle Rezension von: Katrin1

    Ich habe dieses Buch in einer Bücherecke gesehen und kannte nur die Autorin aufgrund des Films "Ein ganzes halbes Jahr" welcher mich tief berührt hat. Als ich feststellte, dass es sich bei Ein ganz neues Leben um die Fortsetzung handelte, konnte ich es kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, eine gelungene Fortsetzung mit allen Gefühlen, die nach so einem Erlebnis dazugehören um zurück in ein ganz neues Leben zu finden.

  19. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

    (1.390)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Handlung steht der introvertierte Altphilologe Raimund Gregorius dessen Alltag aus Ritualen, Büchern und seiner Tätigkeit als Lehrer besteht. Ein zufälliges Treffen mit einer geheimnisvollen Frau auf dem Weg zur Schule und ein portugiesisches Buch voller existenzieller Gedanken, die er zufällig in einer Buchhandlung entdeckt, reißen ihn aus dieser Ordnung heraus und er begibt sich auf die Spuren des Autors ebendieses Buches, was ihn nach Lissabon führt. Die Handlung liest sich wie eine Reise durch Lissabon mit seinen Stationen, die einzeln für sich eine weitere neue Facette sowohl des Autos Prado als auch Gregorius‘ freilegen. Hierbei wechseln sich Passagen mit Schilderungen Nahestehender Prados über ebendiesen, Passagen seines Buches und innerer Empfindungen und Gedanken Gregorius‘ ab. Die stille und langsame Handlung lebt vor allem von der Atmosphäre, den inneren Bewegungen und den Begegnungen.
    Bei den Protagonisten stehen sowohl Gregorius als auch Prado klar im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung, die die beiden im Verlauf des Buches vollziehen. Aber auch relevante Nebenprotagonisten erleben eine nachvollziehbare und schöne Entwicklung, die der Geschichte eine zusätzliche Facette und Tiefe verleiht. Wer stille und tiefgründige Romane mit philosophischem Tiefgang und existenziellen Fragestellungen mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist philosophisch, klar und teils anspruchsvoll, was gut zur Handlung passt.
    Minuspunkte: Das bereits erwähnte langsame Handlungstempo war an einigen Stellen sehr zäh und der philosophische Einschlag war mancherorts ein wenig zu anspruchsvoll.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  20. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522203104)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

    (7.067)
    Aktuelle Rezension von: Biillchen

    Hinter der fantasievollen Erzählung verbirgt sich eine kraftvolle Reise zu sich selbst. Besonders beeindruckend ist, wie die Geschichte zeigt, was verloren geht, wenn man sich selbst aufgibt, um Erwartungen zu erfüllen oder jemand anderes zu sein. Sie erinnert daran, wie wichtig Mut, Identität und innere Wahrheit sind. Ein zeitloses Buch, das weit über ein Märchen hinausgeht und lange nachwirkt.

  21. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

    (1.721)
    Aktuelle Rezension von: sophia003

    Was würdest du tun, um die Wahrheit zu erfahren?

    Sebastian Fitzek hat mit „Der Insasse“ eine Story geschaffen, die psychologisch unglaublich tief geht. Im Fokus steht ein Vater, dessen Verzweiflung über den Verlust seines Sohnes so greifbar ist, dass man jede Sekunde mit ihm mitfühlt. Die Grundidee – dass er sich an den Ort begibt, an dem der mutmaßliche Täter festsitzt, nur um endlich Gewissheit zu bekommen – ist absolut nervenaufreibend und emotional schwer verdaulich. ⏳💔

    Die Spannung wird meisterhaft aufgebaut, während man zusammen mit dem Protagonisten versucht, hinter die Fassade der Wahrheit zu blicken. Und dann kommt dieser typische Fitzek-Moment: Der Plot-Twist am Ende hat mich völlig kalt erwischt!⚡ Damit habe ich absolut nicht gerechnet.

    Ein extrem spannendes Buch über die Grenzen der Vaterliebe und ein wahnsinniges Verwirrspiel, das bis zur letzten Seite fesselt. 📖🔥

  22. Cover des Buches Tintenwelt 2. Tintenblut (ISBN: 9783751300520)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 2. Tintenblut

    (3.536)
    Aktuelle Rezension von: AnimantCrumb

    Mit Tintenblut, dem zweiten Band der Tintenwelt-Reihe, vertieft Cornelia Funke die Geschichte rund um Meggie, Mo und die Welt der lebendig gewordenen Worte. Der Roman ist spürbar düsterer und komplexer als Tintenherz und richtet sich an Leserinnen und Leser, die bereit sind, tiefer in diese besondere Fantasywelt einzutauchen.


    Inhalt

    Nach den Ereignissen des ersten Bandes scheint die Gefahr noch lange nicht gebannt. Die Grenze zwischen der realen Welt und der Tintenwelt wird endgültig überschritten: Meggie, Mo und einige Gefährten finden sich mitten in der Welt wieder, die einst nur zwischen Buchdeckeln existierte.

    Doch die Tintenwelt ist alles andere als märchenhaft idyllisch. Unterdrückung, Gewalt und Machtgier bestimmen das Leben vieler Menschen. Alte Feinde gewinnen erneut an Einfluss, während sich neue Allianzen bilden.

    Meggie muss lernen, mit ihren eigenen Fähigkeiten umzugehen, während Mo sich immer stärker in eine Rolle verstrickt, die er nie einnehmen wollte. Entscheidungen werden schwerer, Opfer größer – und die Geschichte nimmt eine dramatische Wendung.


    Charaktere – gewachsen und facettenreich

    Ein besonderes Merkmal von Tintenblut ist die Weiterentwicklung der Figuren.

    Meggie ist nicht länger nur Beobachterin, sondern wird zunehmend selbst zur Gestalterin der Handlung. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und konsequent – sie lernt, Verantwortung zu übernehmen, und entdeckt dabei neue Seiten an sich.

    Mo steht stärker im Zentrum als zuvor. Sein innerer Konflikt, seine Schuldgefühle und sein Wunsch, das Richtige zu tun, verleihen der Geschichte emotionale Tiefe.

    Auch Nebenfiguren wie Staubfinger gewinnen an Komplexität. Besonders ihre persönlichen Motive und Loyalitäten werden differenziert dargestellt, was die moralischen Grauzonen der Geschichte unterstreicht.


    Atmosphäre & Spannung

    Im Vergleich zu Tintenherz ist Tintenblut deutlich ernster und stellenweise düsterer. Die Handlung entfaltet sich ruhig, aber mit stetig wachsender Spannung.

    Statt schneller Action setzt der Roman auf eine dichte, fast schon epische Erzählweise. Intrigen, Machtspiele und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte nie vorhersehbar wird. Gerade die emotionalen Konflikte und unerwarteten Entwicklungen hinterlassen nachhaltigen Eindruck. 


    Cover – geheimnisvoll und passend zur Stimmung

    Die Covergestaltung von Tintenblut bleibt dem Stil der Reihe treu: dunkle Farbtöne, filigrane Ornamente und symbolische Motive. Die visuelle Gestaltung spiegelt die düstere Atmosphäre des Romans wider und vermittelt bereits vor dem Lesen das Gefühl, in eine geheimnisvolle, gefährliche Welt einzutauchen. Es wirkt klassisch und hochwertig – ganz im Sinne der Geschichte, die es umrahmt.


    Fazit

    Tintenblut ist eine gelungene, tiefere Fortsetzung von Tintenherz. Der Roman ist komplexer, ernster und emotional vielschichtiger.

    Wer bereit ist, sich auf eine langsam erzählte, atmosphärische Fantasygeschichte mit ausgearbeiteten Figuren und moralischen Grauzonen einzulassen, wird hier fündig. Als Mittelband der Tintenwelt-Reihe überzeugt er durch Tiefe und Charakterentwicklung – und macht neugierig auf den abschließenden Band.

  23. Cover des Buches Smaragdgrün (ISBN: 9783401506029)
    Kerstin Gier

    Smaragdgrün

    (6.788)
    Aktuelle Rezension von: anna124

    Nachdem ich bei Saphirblau einige Probleme hatte, in die Geschichte einzusteigen, war ich tatsächlich etwas zögerlich, mit diesem letzten Teil der Reihe zu beginnen. Allerdings war diese Sorge eigentlich umsonst, denn, warum & wieso auch immer, war dieser Teil wieder angenehmer zu hören.


    Das war wirklich ein toller Abschluss mit viel Action, aber wahrscheinlich auch genauso viel Romance. Da verzeihe ich auch einfach mal diese ganze “nach zwei Wochen ist das die große Liebe”-Thematik. Gideon darf das!

    Da es meinerseits ein Reread ist, konnten mich einige, aber nicht alle, Plottwists nicht mehr überraschen, dennoch fand ich sie für die ganze Handlung mehr als gelungen.


    Das große Highlight dieses letzten Teils ist sicherlich der Epilog und den fand ich wirklich toll! Auch wenn er irgendwie ein offenes Ende hatte????!!


    Vielleicht zum Abschluss noch ein Kommentar zu dieser ganzen Neuauflage: *Wie viel* schlussendlich in dieser ganzen Reihe geändert wurde, kann ich nicht beurteilen. Das überlasse ich gerne den Lesenden, die die Bücher im Schlaf aufsagen und da wahrscheinlich einen besseren Vergleich ziehen können.
    Kerstin hatte ihre berechtigten Gründe für die Überarbeitung der Bücher und ich denke, viele Autoren würden diese Chance nutzen, wenn man sie ihnen geben würde. Lesenswert bleibt die Reihe allemal und empfehlen kann ich sie auch.
    Auch die Hörbuchsprecher haben hier tolle Arbeit geleistet.


    Vielen Dank an argon hörbuch für die Bereitstellung dieses Audio-Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  24. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.081)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich muss gestehen, dass „Die Geschichte der Bienen“ schon über 4 Jahre bei mir im Schrank lag. Jetzt allerdings habe ich mich bereit für den Roman von Maja Lunde gefühlt.

    In dem Roman geht es vereinfacht gesagt um Bienen. Die Geschichte der Bienen wird von drei Generationen betrachten. Dem 1870er, dem 2007 und der 2098. Konkret der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft.

    Es geht um die Beginne der Bienen und der Imkerei. Das spielt vorwiegend in der Vergangenheit. Wie die Bienen nützlich sind und wie man als Menschen und Bevölkerung von ihnen profitiere kann.

    Die Gegenwart betrachtet das Absterben der Bienen durch Krankheiten. Diese sind ausgelöst durch den Klimawandel und haben Auswirkungen auf die Welt und Lebensmittel.

    Der letzte Abschnitt ist die Zukunft. Hier sind die Bienen schon gestorben und es gibt keine mehr. Die Gesellschaft muss die Pflanzen händisch bestäuben, um noch den Prozess am Laufen halten zu können.

    Es ist wirklich sehr spannend und zeigt die Tragweite der Bienen und auch die Folgen mit dem Verlust dieser. Wirklich eine sehr wichtige Lektüre, welche gelesen werden sollte.

    Auf dem Cover ist eine kleine süße Biene abgebildet. 

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