Bücher mit dem Tag "buchhändlerin"
27 Bücher
- Petra Hartlieb
Meine wundervolle Buchhandlung
(328)Aktuelle Rezension von: nessaboDieses Buch empfand ich als eine echte Umarmung - nicht nur als Buchliebende, sondern auch als Teehändlerin, der der unabhängige Einzelhandel am Herzen liegt. Diese Orte haben eine ganz besondere Wichtigkeit und sind innerhalb eines kapitalistischen Systems für mich langfristig die einzige Option, um diese Wirtschaftsform lebenswert zu gestalten.
Petra Hartlieb erzählt in ihrem Roman sehr flüssig und mit nüchternem Humor von ihrem Leben als Buchhändlerin - und von allem, was auf dem Weg dahin passierte. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass mir ihre Privilegiertheit ein wenig zu unreflektiert behandelt wurde. So gut vernetzt, dass der Bekanntenkreis mal eben eine fünfstellige Summe leihen kann oder so gut situiert, dass Kredite relativ problemlos vergeben werden, sind wohl nur wenige Menschen.
Abgesehen davon spricht Hartlieb aber über vielfältige Themen, schneidet die Problematik des großen A* deutlich an und gibt uns einen ehrlichen Einblick in den unabhängigen Einzelhandel - mit allen Absurditäten und Liebenswürdigkeiten. Ganz klar getragen wird die Geschichte nämlich auch von den Menschen der Buchhandlung. Ob Kund*in oder Händler*in - hier werden sicher viele eine sanfte Erinnerung daran erhalten, dass wir nun einmal soziale Wesen sind und Freundlichkeit sowie Hilfsbereitschaft von unermesslichem Wert. Wie in Hartliebs Buchhandlung ausgeholfen wird, kam mir manchmal fast unglaubwürdig vor, aber ich möchte sehr gern daran glauben, dass es dieses Maß an Unterstützung gibt.
Bei den Schilderungen zum Weihnachtsgeschäft haben mir direkt die Füße geschmerzt, aber diese Ambivalenz von Erschöpfung und großer Verbundenheit durch das gemeinsame Arbeiten und viele tolle Begegnungen trifft es für mich auf den Punkt. Ich habe die Geschichte also sehr genossen und wurde neben einigen Lachern auch einfach exzellent unterhalten.
4,5 ⭐️
- Nora Roberts
Rosenzauber
(245)Aktuelle Rezension von: Leonie99Clare ist mit ihren Kindern nach dem Tod ihres Mannes nach Boonsboro zurückgekehrt und beginnt ein neues Leben. Beckett Montgomery eröffnet mit seinen beiden Brüdern ein Hotel.
Begleitet die beiden bei ihrer gemeinsamen Geschichte.
Nora Roberts schafft mit ihrem flüssigen Schreibstil einen nahtlosen Übergang in ihre, von ihr erschaffene Welt.
- Ingeborg Seltmann
Mit Horst im Glück
(7)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Gabi ist endlich in Rente und hat ihre Arbeit im Buchladen beendet. Sie begeben sich erstmal auf die Kreuzfahrt welche sie von Horst zu ihrem Geburtstag geschenkt bekommen hat. Auf der Kreuzfahrt beschließen beide gemeinsam, dass sie ihre Rente jetzt gemeinsam genießen wollen und sich mehr aufs Reisen konzentrieren wollen. Doch zu Hause angekommen geht der Stress dann los: Maxi will mit Olga eine Wohnung richten und Horst soll dabei helfen. Gabi geht zwischenzeitlich mal Yoga ausprobieren und richtet sich daheim ein eigenes Zimmer ein. Ganz ohne die Hilfe und Ratschläge von Horst. Dann bekommt Gabi eine Anfrage, wieder mit Pater Engelmar auf Lesereise zu gehen und sagt spontan zu, sehr zum Missfallen von Horst.
Ilse hat sich in ein Seniorenheim gleich um die Ecke verlegen lassen und benötigt auch ganz dringend Gabi’s Hilfe!
Wieder ein sehr schöner Roman von Ingeborg Seltmann. Ich konnte wieder sehr viel Lachen und Schmunzeln. Aber irgendwie bestätigt dieses Buch das Klischee von allen Rentner: Rentner haben nie Zeit und sind ständig im Stress!
- Claudia Neudörfer
Ein Buchdackel erzählt
(3)Aktuelle Rezension von: mama_liestvorNANNI ist ein ganz besonderes Dackelchen...sie darf jeden Tag mit ihrem Frauchen zur Arbeit in ihr Buchgeschäft und damit darf man Sie zurecht den BUCHDACKEL nennen :)
Die Dackeldame plaudert munter über die bunte Kundschaft , Lesungen und was eben so alles am Tag in der Buchhandlung passiert. Langeweile kennt Nanni überhaupt nicht , ihr "Arbeitsstag" ist bunt, fröhlich und witzig und sowas von Spannend...EIN BUCHDACKEL ERZÄLT aus seiner Hundesicht, wundervolle Geschichten aus seinem Buchhändler- Dackel Dasein... Einfach zauberhaft !
Beim Lesen mußte ich so oft schmunzeln , ich hatte ständig den trolligen ,legendären Dackelblick vor Augen , den man einfach lieben muss :) Die Geschichten werden aus Hundesicht erzählt , was natürlich locker und witzig für den Leser rüberkommt . Für Nanni sind die Menschen die " Zweibeiner " und herzlich Lachen musste ich über die "Zweibeiner", die nun einen Maulkorb tragen müssen... Die Corona Zeit mit Masken, wird auch hier in den Geschichten angesprochen. Die kleine Dackeldame habe ich sofort in mein Herz geschlossen und das Büchlein habe ich somit auch ruckzuck gelesen...Wer noch ein tolles Geschenk sucht , macht bestimmt nicht nur Hundefans eine große Freude. Viel Spaß mit dem Buchdackel Nanni :)....
- Rebecca Raisin
Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine
(152)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenSarah liebt ihren Buchladen im überschaubaren Ashford, doch leider läuft es nicht so gut. Der Laden wirft kaum noch etwas ab und mit ihrer großen Liebe Ridge hat sie sich das letzte Mal vor Urzeiten getroffen. Da schlägt ihr ihre französische Freundin Sophie einen Tausch vor. Diese kommt nach Ashford und Sarah leitet das Once upon a time in Paris. Schnell ist diese Sache entschieden und Sarah fliegt in ihre Traumstadt. Doch leichter als gedacht, Startschwierigkeiten sind vorprogrammiert. Sarah lässt sich so schnell nicht unterkriegen, schließlich möchte sie ihr Leben ändern. Dabei bemerkt sie gar nicht, wie Paris sie ändert.
Sarah ist eine junge, zurückhaltende Frau mit einer innigen Liebe zu Büchern jeder Art. Sie ist sympathisch und gutherzig, dabei manchmal vielleicht etwas zu naiv. Im Grunde jedoch eine ganz Liebe, was ihr im Verlaufe der Geschichte hin und wieder leider auch das Leben erschwert. Zusätzlich ist da noch ihre Liebe zu Ridge, dem freien Reporter. Schwierig würde ich die Situation nennen, in der die beiden sich befinden. Fernbeziehungen sind nie leicht und hier wird das nochmal deutlich. Ridge ist eigentlich auch ein netter Typ, nur liebt er seine Arbeit vielleicht etwas zu sehr. Doch beide arbeiten mehr oder weniger an sich und Sarah macht mehr als eine Entwicklung durch. Sie wird selbstbewusster, lernt ihre Grenzen kennen und wächst auch darüber hinaus.
Dann sind da noch TJ, Océane und Béatrice. Unterschiedliche Charaktere, die mal mehr und mal weniger sympathisch rüberkommen. Ebenso der Schriftsteller Luiz. Durch ihn erlebt Sarah eine Geschichte, die man so auch gut in seinen Büchern hätte lesen können. Interessant sind die vielen Themen, die durch die einzelnen Charaktere aufgegriffen werden. So geht es von Erfolg im Leben, zu schwierigen Familien über Liebe in verschiedenen Formen. Einzig die Art und Weise der französischen Charaktere empfand ich anfangs als etwas anstrengend. Wahrscheinlich sind dies einfach die Gepflogenheiten dort, aber manchmal sind diese etwas harsch und im Nachhinein auch nicht unbedingt erforderlich.
Der Schreibstil ist schön flüssig und leicht gehalten. Das Setting wird sehr detailreich widergegeben und man hat wirklich das Gefühlt den Wind zu spüren, wenn man an der Seine entlangspaziert oder in den Gassen von Paris schlendert.
Insgesamt finde ich das Buch wunderbar angenehm. Man kann die Bücher aus der Buchhandlung förmlich riechen, die Leckereien aus Frankreich schmecken, Paris als Stadt mit seinen versteckten Ecken vor sich sehen und die Charaktere dabei ins Herz schließen. Auch wenn die französische Art nicht immer meins war und ich das Ende so wohl habe kommen sehen, hat mir das Buch eine gemütliche und vergnügte Lesezeit beschert. Daher kann ich diese Geschichte nur weiterempfehlen 📚
- Ellen Berg
Willst du Blumen, kauf dir welche
(75)Aktuelle Rezension von: GiseDatest du noch – oder liebst du schon? Buchhändlerin Lena ist Single. Als sie den Erfolgsautor Benjamin Floros zu einer Lesung in ihre Buchhandlung einlädt, liegt ihm die gesamte weibliche Besucheranzahl zu Füßen – außer Lena, die nichts von ihm hält. Er behauptet, er habe den ultimativen Logarithmus für die Liebe per Online-Dating gefunden und will Lena unbedingt beweisen, dass dieser funktioniert, und zwar indem er sie und ihre Vermittlung in Liebesdingen zu seinem Experiment erklärt. Doch dann kommt alles anders als gedacht...
Man erhält bei diesem Buch, was man erwartet: eine turbulente Liebesgeschichte, die ganz anders ausgeht als erwartet, mit einigen Überraschungen und ganz viel Humor zwischen den Zeilen. Lena ist zwangsläufig Single, sie lebt lieber zwischen den Seiten ihrer geliebten Bücher als in einer Beziehung, denn bei letzterem ist sie schon oft auf die Nase gefallen. Köstlich humorvoll sind die Dates, die Lena nun bei diesem Experiment erwarten, da ist jedes skurriler als das vorherige. Die heimliche Liebesgeschichte wird dadurch umso spannender, vor allem weil die beiden Liebenden so gar nichts davon zu wissen scheinen. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, man mag das Buch gar nicht aus der Hand zu legen.
Dieser humorvolle Liebesroman ist so ganz in der Tradition der Autorin Ellen Berg und bestens geeignet, um zu entspannen und dabei herzhaft zu lachen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.
- Petra Hartlieb
Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung
(74)Aktuelle Rezension von: rose7474Nachdem ich von Petra Hartlieb beide Bücher über die Buchhandlung bereits vor mehreren Jahren gelesen mit Begeisterung gelesen hatte wollte ich dieses nochmal lesen da es zur Jahreszeit passt.
Es gefiel mir wieder gut und war sehr unterhaltsam. Jedoch gab es einige Wiederholungen zum 1. Buch über die Buchhandlung und das Ende war sehr abrupt.
Jedoch ein lesenswertes Buch und 4 Sterne von mir.
- Thomas Montasser
Ein ganz besonderes Jahr
(84)Aktuelle Rezension von: KarenAydinLeseprobe
„Hätte jemand durch das Fenster geblickt, er hätte kaum mehr gesehen als den gebeugten Rücken einer mit großer Sorgfalt gekleideten älteren Dame, deren schneeweißer, etwas wirrer Dutt über der Kasse schwebte, von einer müden Deckenlampe in ein gnädiges Licht gehüllt. Womöglich hätte er sie dabei beobachtet, wie sie einen energischen Strich unter eine Liste zog, die sie in eine altertümliche Kladde geschrieben hatte, worauf sie besagte Kladde kaum weniger energisch zu- und ihre daneben stehende Handtasche aufklappte, aus der sie eine Geldbörse zog, welcher sie wiederum einen Geldschein eher niedrigen Zahlbetrags entnahm, den sie in die Kasse legte.“
WOW! Was für ein wunderschöner Beginn!
Bücher über Bücher und Buchhandlungen sind meistens schön. Auch wenn der Schriftsteller und Literaturagent Montasser sich bei allen Motiven, Themen und Charakteren der Literatur bedient (oder gerade eben deshalb), die er allerdings zu etwas ganz Neuem und Schönem bindet, ist dies ein ganz besonderes Buch, was nicht zuletzt am künstlerischen Schreibstil liegt. Dass er hier etwas ungewöhnlich, eigenwillig wirkt, ganz im Gegensatz zu der simplen Syntax, die sich so in die moderne Buchwelt eingeschummelt hat, ist offenbar gewollt und begleitet die alte Dame. Der Stil verändert sich etwas, wenn Valerie ins Spiel kommt.
Worum geht es?
Charlotte, die eine altmodische Buchhandlung namens Ringelnatz & Co, besitzt, verschwindet eines Tages spurlos. Sie betraut ihre Tante Valerie, die gerade ihren Bachelor in BWL absolviert hat, damit, sich um die Buchhandlung zu kümmern. Zunächst ist es ihr Plan, die Buchhandlung rasch betriebswirtschaftlich auf Vordermann zu bringen – kein einfaches Unterfangen, da Charlotte sie auf ihre ganz eigene Art geführt hat -, doch dann verändert sie nicht die Buchhandlung, sondern die Buchhandlung verändert sie.
Kritik
Dieser Roman hat alles, was ein guter Roman über eine Buchhandlung braucht: einen Hauch Magie, ein bezauberndes Tier, eine leichte Brise Romantik, ohne jedoch, dass es eine in irgendeiner Form kitschige Liebesgeschichte gibt, ein besonderes Buch, interessante und eigenwillige Charaktere – mehr brauche ich dazu gar nicht zu sagen. Das Buch ist eine Liebeserklärung ans Lesen, ein leidenschaftliches Plädoyer für kleine unabhängige und eigenwillige Buchhandlungen, ohne dass andere Formen des Literaturerwerbs irgendwie entwertet werden.
Für wen ist dieser Roman etwas?
Ich würde diesen Roman jemandem schenken, der eine schöne und unbeschwerte, aber nicht banale Lektüre braucht, jemandem, der ins Krankenhaus oder in die Reha kommt, jemandem, der sich beim Lesen einfach nur entspannen möchte, jemandem, der vielleicht traurig ist und ein schönes Buch für einen verregneten Nachmittag mit Tee und Keksen auf der Couch sucht.
- Russel D McLean
Ed ist tot
(74)Aktuelle Rezension von: tkmla„Ed ist tot“ von Russel D McLean lässt eine unscheinbare Buchhändlerin unfreiwillig zur gefährlichsten Frau Schottlands werden.
Jen Carter hat mit Anfang dreißig ihren Traum von der Schriftstellerei aufgegeben und lebt ein eher unspektakuläres Leben. Sie hat das Gefühl, irgendwie festzuhängen und ergreift die erste Maßnahme, die sie schon seit Jahren vor sich her schiebt. Sie macht endlich mit ihrem nichtsnutzigen Freund Ed Schluss und feiert das Ganze mit ihrer Freundin und einer Menge Prosecco. Bei ihrer Heimkehr kommt es zu einer Verkettung unglücklicher Umstände, an deren Ende Ed mit einem riesigen Messer in der Brust in Jens Flur liegt. Doch das ist erste der Anfang von Jens Odyssee.
Die Beschreibung klingt richtig witzig und nach einer bitterbösen Story, so dass ich schon vorab sehr neugierig war. Letztendlich enthielt das Buch aber nicht so viel schwarzen Humor und Biss, wie ich mir erhofft hatte.
Die leicht chaotische Jen ist die typische Antiheldin in der Geschichte. Sie stolpert ungewollt von einer brisanten Situation in die nächste, wobei sie im Angesicht des Todes erstaunlich schnell die Nerven behält und auf Gangsterbraut umschalten kann. Irgendwie geht immer etwas schief und es kommt eine neue Leiche dazu, so dass Jen sie fast schon nicht mehr zählen kann. Auf der Flucht vor den gefährlichen Gangstern und der Polizei häufen sich immer mehr blutige Zwischenfälle und es wird Jen klar, dass ihr beschauliches und ruhiges Leben vorbei ist.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die kurzen Kapitel lassen es nicht langatmig werden. Man fiebert bis zum Ende mit Jen mit und ist gespannt, was als nächstes wieder schief gehen wird. Die Story ist schon ziemlich brutal, was für mich kein Problem ist, aber ich hätte mir eindeutig mehr schwarzen Humor gewünscht. Der geht bei Jens skurrilem Trip etwas unter.
Mein Fazit:
Das Buch ist ohne Frage unterhaltsam und ich hatte Spaß beim Lesen. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!
- Ellen Feldman
Die Buchhändlerin von Paris
(15)Aktuelle Rezension von: Elina_moroCharlotte lebt ständig in Angst, dass ihre Vergangenheit sie einholt. Und dann passiert es … Ein Brief von einem alten Bekannten. Von einem Mann, den sie aus ihrer Erinnerung löschen wollte. Aber dieser Geist wird unbewusst belebt und sie stellt sich vor, wieder in Paris während des zweiten Weltkriegs zu leben.
Die Erzählung ist allmählich. Es passiert nicht sehr viel. Den Schreibstil der Autorin fand ich trocken. Mir fehlten hier Emotionen. Die Hauptfigur mochte ich nicht so sehr. Aber ihre Tochter hat den Roman gerettet.
Die Story über das Überleben, Loyalität und Liebe konnte meine Seele leider nur teilweise berühren. Diese Geschichte ist nicht neu oder außergewöhnlich. Jedoch stellt Ellen Feldman eine moralische Frage, die uns von Anfang bis zum Ende begleitet. Erst das Finale konnte mich fesseln und meine Leseeindrücke verbessern. Die Autorin zeigt uns, wie unsere Vergangenheit oder Vergangenheit unserer Familie uns identifiziert. Selbstsuche, Scham, Antisemitismus und Freundschaft kann man auf den Seiten dieses Romans finden.
Ich lese sehr gerne Bücher, deren Handlung in Paris stattfindet. In diesem Roman wird die Atmosphäre der romantischen Weltstadt nicht vollkommen rübergebracht. Mindestens ich empfand es nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.
Trotzdem ist es ein gutes Buch für zwischendurch. - Cynthia Swanson
Als ich erwachte
(95)Aktuelle Rezension von: miahInhalt:
Eines Nachts träumt Katharyn, dass sie in einem fremden Bett aufwacht. Neben ihr liegt ihr Ehemann. Ein Mann, den sie noch nie gesehen hat. Auch die Kinder, die in diesem merkwürdigen Traum auftauchen, kennt sie nicht. Jede Nacht kehrt Katharyn in dieses Traumleben zurück. Denn es lässt sie einfach nicht los...Meine Meinung:
Diese Buch liegt schon seit Ewigkeiten auf meinem SuB und ich bin froh, es endlich befreit zu haben. Die Geschichte hatte für mich eine Sogwirkung. Am Anfang hat sie mir gefallen und ich fand sie prima für zwischendurch, wenn ich mit meinem anderen Buch nicht mehr so recht weiterkam. Doch nach und nach habe ich hauptsächlich nach diesem Buch gegriffen, denn ich wollte wissen, wie es weitergeht.Katharyn lebt hier zwei Leben. Am Tag ist sie Kitty, die Buchhändlerin. Sie hat gemeinsam mit ihrer besten Freundin Frieda einen eigenen Laden. In letzter Zeit läuft es allerdings nicht so gut, sodass die beiden gezwungen sind, sich zu überlegen, wie es weitergehen soll. Kitty ist ledig, Single und lebt mit ihrer Katze in einem Appartement. Ihre Eltern sind gerade verreist und Kitty erhält regelmäßig Postkarten von ihrer Mutter.
Wenn sie in diesem Leben einschläft, erwacht sie als Katharyn. Ehefrau und Mutter. Mit ihrem Mann und den Kindern leben sie in einem schönen Haus. Kitty kümmert sich um die Kinder.Zu Beginn sind es nur kleine Sequenzen, die Kitty in ihrem Traumleben verbringt. Sie ist verwirrt über ihre Träume und beginnt zu recherchieren. Über die Menschen, die in ihren Träumen vorkommen, und über die Orte, an denen sie sich dort aufhält. Doch je länger die Träume andauern, desto mehr beginnt Kitty auch dort zu hinterfragen, was mit den Menschen und Orten geworden ist, die ihr vertraut sind, während sie wach ist. Die Träume verändern sich nach und nach. Es kommt vor, dass der Traum an der Stelle weitergeht, an der er beim letzten Mal aufgehört hat. Es passieren merkwürdige Sachen, sodass man auch als Leser beginnt, die Geschichte zu hinterfragen.
Ich habe etwas gebraucht, um mich in die Geschichte reinzufinden. Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen Kitty und Katharyn, obwohl es ja dieselbe Person ist. Durch die unterschiedlichen Namen und Lebensumstände war das aber nicht verwirrend. Die Frage war eher, warum Kitty so lebhaft träumt und was es mit diesen Träumen auf sich hat. Denn, so viel kann ich verraten, es steckt mehr dahinter.
Mich hat die Geschichte zum Nachdenken angeregt. Denn ich denke, es geht jedem von uns mal so, dass er sich vorstellt, wie das eigene Leben wohl verlaufen wäre, wenn ein Umstand anders wäre. Kitty träumt von einem Leben als Mutter. In ihrem Wachzustand ist sie ledig und hat keine Kinder. Doch in jeder der beiden Perspektiven gibt es Probleme und normale Alltagssituationen, die mal schwierig sind. Beide Seiten haben positive und schöne Erlebnisse.
Die Auflösung hat mir gefallen, auch wenn ich sie irgendwann kommen gesehen habe. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten. Ich hatte viel Freude beim Lesen und es hat mich berührt. Ich bin daher sehr froh, dass ich das Buch nach so vielen Jahren auf meinem SuB endlich gelesen habe.
- Gabriela Kasperski
Bretonisch mit Meerblick
(38)Aktuelle Rezension von: ZuWenigZeitZumLesenIch habe die knappe Hälfte gehört, dann habe ich aufgegeben. Ich höre viele Hörbücher, aber das war die mieseste Sprecherleistung, die mir je begegnet ist. Sinnfreie Betonung, die Sprecherin hetzt durch den Text, geht an Satzenden permanent mit der Stimme nach oben, es ist schwierig, wörtliche Rede vom normalen Text zu unterscheiden - ich konnte es nicht mehr ertragen. Die Story wirkt maximal konstruiert, ich hatte den Eindruck, die Autorin versucht einfach, auf dem „Zug der Regionalkrimis“ aufzuspringen. Der „Humor“ ist dümmlich, ein Wirrwarr an Personen, plakative Situationsbeschreibungen - vielleicht habe ich auch nur der Sprecher“leistung“ wegen den roten Faden nicht gefunden. Den einen Stern gibt es nur, weil ich einen Stern vergeben muss. Es ist mir unbegreiflich, dass die Sprecherin weitere Bücher eingelesen hat.
- Ines Thorn
Die Buchhändlerin: Die Macht der Worte
(47)Aktuelle Rezension von: GelindeDie Buchhändlerin, Die Macht der Worte, von Ines Thorn
Cover:
Passt sehr gut zum Inhalt.
Inhalt und meine Meinung:
Dies ist der 2. Band und wir begleiten die junge Christa von 1950 bis 1098.
Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, habe mich aber gut zurechtgefunden, mir hat keine Information gefehlt.
Der Schreibstil ist flüssig und interessant.
Christa ist eine junge Frau, die einfach mehr möchte, aber immer wieder an den Normen der Gesellschaft und an ihren eigenen Maßstäben scheitert.
Sie hat aber immer wieder Glück und steht doch irgendwie immer auf der Sonnenseite.
Es wird sehr viel Politisches und gesellschaftliches aus dieser Zeit eingebaut, das Ganze wirkt auf mich sehr authentisch.
Mein Fazit:
Ich finde, ein gut recherchierter historischer Roman.
Von mir 4 Sterne.
- Melissa Foster
Liebe süß und sündig (Die Bradens & Montgomerys, Pleasant Hill – Oak Falls, Band 8)
(43)Aktuelle Rezension von: buechleinGegensätze ziehen sich an und keiner versteht es so wundervoll zu beschreiben wie Melissa. Dash ist "laut" und lebenslustig und Amber ist "leise" und zurückhaltend, was ich bei ihrer Krankheit (fast) nachvollziehen kann. Das Thema Epilepsie wird hier mit sehr viel Einfühlungsvermögen beschrieben und ich fand es überhaupt nicht störend oder zu viel. Obwohl ich noch nie mit diesem Thema in Berührung gekommen bin, konnte ich mit Amber mitfühlen. Dash und Amber sind super sympathische Protas. Aber ich habe mein Herz vor allem an Dash verloren. Wie süß ist der denn. Trotzdem er ein gefeierter Superstar ist, ist er so bodenständig , gefühlvoll und liebenswert. Er lässt keine Gelegenheit aus um sie zu kämpfen. Und so langsam konnte sich Amber öffnen. Beide harmonisieren perfekt miteinander und ich konnte das knistern direkt spüren. Doch es wäre kein Melissa Foster Roman , wenn nicht noch eine dramatische Wende kommen würde. Was beide erleben und durchstehen müssen will ich nicht verraten ,denn das macht diesen wunderbaren, emotionalen und sexy Roman so spannend und mitreißend. Und ihr werdet bestimmt auch euer Herz an Dash verlieren. Gelungen fand ich auch die Bewohner von Oak Falls, denn hier spürt man den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft. Ein Ort zum verlieben und ich komme gerne immer wieder zurück.
- Corina Bomann
Sturmherz
(212)Aktuelle Rezension von: SonjasBookWorldKlappentext:
Alexa Petri hat schon seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch nun liegt sie im Koma und Alexa muss die Vormundschaft übernehmen. Sie findet einen Brief, der Cornelia in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt: als leidenschaftliche junge Frau im Hamburg der frühen sechziger Jahre. Und als Leidtragende der schweren Sturmflutkatastrophe. Als ein alter Freund von Cornelia auftaucht, ergreift Alexa die Chance, sich vom Leben ihrer Mutter erzählen zu lassen, die sie schließlich auch verstehen und lieben lernt.
Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeit-Ebenen erzählt und springt daher zwischen Alexas aktuellen Sorgen um ihre Mutter Cornelia und deren Erlebnissen in ihrer Jugend.
Der spannende Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen. Ich wollte immer weiterlesen, welch großes Geheimnis bzw. welche Erlebnisse hinter all dem stecken, was zum heutigen Verhältnis von Mutter und Tochter geführt hat.
Es ist eine dramatische Geschichte, die mich berührt, aber trotzdem auch zu Unverständnis gegenüber der Mutter geführt hat. Die große Sturmflutkatastrophe hat es tatsächlich gegeben, was es umso ergreifender macht.
Es ist eine Geschichte über dramatische Ereignisse, über die große Liebe, über ein Schicksal mit dem man hadert und nie wirklich zurecht kommt.
Fazit: 4,5/5 Sternen
Ich gebe sehr gerne eine Lese-Empfehlung!
- Birgit Huspek
Was will Sissi hier?
(21)Aktuelle Rezension von: schokobookDie Autorin beschreibt hier eine Situationskomik gemischt mit Zeitreise Elementen und Wiener Schmäh. Für mich ja genau das richtige. Teilweise vielleicht etwas zu sprunghaft. Da habe ich mich dann aber dran gewöhnt und erlebte eine lustige Story die etwas von einem Road Movie hat.
Sissi in der heutigen Zeit zu sehen ist eine interessante Vorstellung. Als Sissi Fan habe ich mir die Frage schon oft gestellt, ob eine so modern denkende Frauengestalt wie die Kaiserin von Österreich in unserer heutigen Zeit nicht glücklicher wäre, trotz ihrer Amtes. Wäre Österreich noch eine Monarchie und Sissi und Franz würden heute regieren, hätte das für mich durchaus eine Anziehungskraft, da Sissi ja so Fotoscheu war und Franz der modernen Technik abgeneigt. Wie würden die beiden damit klarkommen?
Von daher lädt uns die Autorin hier ein, einen Zeitsprung der besonderen Art zu wagen. Wie und was am Ende dahinter steckt, sei hier nicht verraten. Franz kommt allerdings nur kurz vor, aber da Sisi ja immer auf Reisen war, hat er sie wahrscheinlich gerade nicht so sonderlich vermisst oder war gar anderweitig beschäftigt.
Cover:
Das Cover hat einen weiß-grauen Ton und im Hintergrund ist ein Brief abgedruckt. Sissi wird hier mit doppelten S in der Mitte geschrieben und nicht wie in den heutigen Biografien üblich mit einem S „Sisi“. In diesem Fall finde ich das gut. Das Buch hat ja eine Hinweis auf ein Casting zu einem Sissi Film als Element und „Sissi“ hört sich auch einfach schöner an als „Sisi“. Für mich also völlig in Ordnung.
In einer Scherenschnitt Optik sehen wir eine moderne Sisi im Bikini und den berühmten Diamantensternen im Haar, gemütlich sitzen.
Fazit:
Ich will auch mal Sissi treffen. Menno! Ich hoffe ich träume heute Nacht wenigstens davon.5 Sterne für die Idee, das Cover und weil ich immer schon mal Sissi treffen wollte - bei ihr oder mir.
An dieser Stelle der Autorin Frau Huspek vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
- Harley Stone
Wreaking Havoc
(7)Aktuelle Rezension von: buecherschildkroeteDas Cover ist ganz okay. Der Hintergrund macht durch den Totenkopf (oder was auch immer es darstellen soll) einen etwas düsteren Eindruck. Der Protagonist auf dem Cover scheint mir sehr nachdenklich zu sein.
Mich hat der Klappentext sofort angesprochen. Ich freue mich darauf Havoc besser kennenzulernen und bin schon sehr gespannt darauf, wie Julia und Havoc auf der Hochzeit für Gespräch sorgen werden. Aber auch auf den Funkenflug zwischen den beiden freue ich mich.
Ich werde jetzt nach Seattle zu den Dead Presidents MC reisen.
Was für eine gelungene Auswahl an verschiedenen Charaktere auf die wir in diesem Buch treffen. Es kommt wirklich alles vor. Die manipulativen Eltern, die Buchhändlerin, die ihr Leben ändern möchte, der Ex-Mann und viele Biker. Einige Charaktere haben wir schon im ersten Band kennengelernt und treffen hier erneut auf sie.
Alle wurden authentisch beschrieben.
Meine Meinung
„Wreaking Havoc (Dead Presidents MC 2)“ von Harley Stone aus dem Romance Edition Verlag ist ein sehr gelungener 2. Band der Buchreihe. Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Er ist packend, unterhaltsam, bildlich, angenehm leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte war emotional, fesselnd, gefährlich und heiß. Harley Stone hat mich von der ersten Seite an wieder gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen, wodurch ich tolle Lesestunden mit dem Buch verbringen durfte.
Zitat: S. 51 eBook
Was sollte ich tun? Ich war ein Mann und sie hatte die Art von Körper, die kluge Männer dazu brachte, Dummheiten zu begehen.
Das Buch wird aus der Sicht von Julia und Havoc erzählt, was meine Lieblingserzählweise ist, da man dadurch beide Charaktere besser verstehen und sich in sie hineinversetzen kann.
Mein Fazit
Von mir gibt es für diesen 2. Band eine absolute Leseempfehlung und ich frage mich mal wieder, warum ich die Bücher dieser Reihe noch nicht alle gelesen habe.
Havoc haben wir bereits in Band 1 kennenlernen dürfen und ich mochte ihn schon dafür, dass er Noah Kinlan gezeigt hat, was er von ihm hält. Zu Beginn des Buches gibt es einen Rückblick, der uns die Sicht von Havoc auf das ganze Geschehen zeigt.
Havoc ist ein sehr sympathischer, heißer und intelligenter Kerl und wenn man ihn zum Freund hat, kann man immer auf ihn zählen. Leider ist er sehr schnell auf 180 und höher, was er unbedingt ändern muss. Ob ihm Blumen dabei helfen können, seinen inneren Frieden zu finden?
Auch Julia hat Probleme damit, ihr inneres Biest im Zaum zu halten. Sie möchte nichts mehr mit ihrem alten ich zu tun haben. Doch wird es ihr gelingen ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen oder haben ihre Eltern und ihr Ex-Mann eine zu große Macht über sie? Schließlich war sie auch mal ein machtgieriges Biest. Die neue Julia mag ich sehr. Sie ist heiß und wird von Mal zu Mal verruchter.
Harley Stone hat beide Hauptcharaktere sehr gut beschrieben. Sie waren sich in einigen Punkten ziemlich ähnlich und zusammen konnten sie sich immer wieder gegenseitig unterstützen. Ich konnte mit beiden mitfühlen und sie durchaus verstehen, wenn sie kurz vorm explodieren waren.
Man muss den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben, da die Autorin alles wichtige kurz und knackig wiederholt. Ich mag es jedoch lieber, wenn man die Buchreihe von vorne beginnt. Dadurch erfährt man einiges mehr über die anderen Charaktere, die in den Büchern vorkommen.
- Suza Kolb
Wunschbüro Edda - Eine Kiste voller Wünsche
(14)Aktuelle Rezension von: MaunzerleWunschbüro Edda
Band 1 Eine Kiste voller Wünsche von Suza Kolb
Klappentext:
So einen Herzwunsch, den hat jeder, oder? Und wäre es nicht supidupi, wenn der einfach in Erfüllung ginge? Edda möchte unbedingt ein Pony – und eine echte beste Freundin. Wie gut, dass Frau Schmittke aus dem Buchladen ihr eines Tages vom Wunschtausch erzählt. Dabei erfüllt man nämlich die Wünsche von anderen, und wenn man Glück hat, klappt es dann auch mit dem eigenen Herzwunsch. Perfekt! Edda macht sich gleich an die Arbeit und stellt im Restaurant ihrer Eltern eine Wunschkiste auf – denn ab jetzt sind Herzwünsche ein Fall für ihr Wunschbüro …
Meinung:
Ein tolles Kinderbuch über Freundschaft und Herzenswünsche
Edda haben wir sofort ins Herz geschlossen.
Sie ist mit ihren 8 Jahren eine ganz zauberhafte Persönlichkeit.
Edda lebt teilweise in ihrer eigenen Welt und wünscht sich nichts sehnlicher als eine echte Freundin und ein Pony!! Klar, sie hat natürlich eine Freundin, aber die ist unsichtbar.
Edda hat eine tolle Idee und so richtet sie im Restaurant ihrer Eltern ein echtes Wunschbüro ein. Mit der Wunschkiste sollen auch andere Kinder sich ihre Wünsche erfüllen oder ggf. tauschen können.
De Schreibstil ist unterhaltsam und für Kinder gut verständlich geschrieben – ohne Kaugummiesätze und Stolperwörter. Die fröhlichen Illustrationen lieben die Kinder besonders.
Da Edda aber auch immer wieder tolle Ideen hat gibt es genug Abenteuer in der Geschichte. Diese sind humorvoll und teilweise auch lehrreich.
Wir finden, dass Edda ein tolles Mädchen ist und können das Buch nur empfehlen.
Denn welches Kind hat nicht Wünsche und sehnt sich nach Freundschaften.
Das Cover spricht optisch wohl eher die Mädchen an. Aber ich kann sagen, dass auch mein Sohn die Geschichte sehr schön fand und beim Lesen immer dabei war.
Inzwischen gibt es schon 2 weitere Bände von Edda und wir sind gespannt ob diese genauso unterhaltsam für die Jungen Leser sind wie Band 1.
- Barbara Leciejewski
Liebe auf den ersten Chat
(23)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinWenn LadyChatterley und MrNiceGuy sich in den Chatroom einloggen, wahren beide ihre Anonymität. Online können sie der Realität entfliehen und sie selbst sein. Eine tiefe Freundschaft entsteht zwischen den beiden, obwohl sie sich in der Realität nicht kennen.
Im realen Leben ist LadyChatterley Charlotte, eine unscheinbare Leseratte, die in einer Buchhandlung in München arbeitet und für ihr großes Idol, den Schauspieler Jonas schwärmt. Durch einen Zufall kommt sie zu der Ehre, ihren Schwarm persönlich kennenlernen zu dürfen und stellt fest, dass er bodenständig und wirklich der Mann ihrer Träume ist.
Kann die Liebe zwischen dem schüchternen Bücherwurm und dem begehrten Schauspielstar wirklich entflammen? Doch wer ist eigentlich MrNiceGuy und welche Rolle spielt er im Film ihres Lebens?Den Schreibstil fand ich von Anfang an wahnsinnig angenehm. Irgendwie hat er genau meinen Ton getroffen, sodass ich mich sofort in der Geschichte wohl gefühlt habe.
Auch die Charaktere, allen voran die beiden Protagonisten fand ich unglaublich gut herausgearbeitet und vor allem auch sofort sympathisch. Da konnte ich wunderbar mitfühlen und mitfiebern.Etwas, das ebenfalls sehr gut umgesetzt wurde, war, dass viele der typischen Klischees, die man bei so einer Geschichte erwartet, gekonnt umschifft wurden. So hatte ich z.B. etwas anderes erwartet (oder eher befürchtet), wie die beiden herausfinden, wer der jeweilige Chatpartner wirklich ist und wurde dann aber wirklich positiv überrascht.
Diese Geschichte und vor allem der Umgang mit den Charakteren hat wirklich deutlich mehr Tiefgang, als ich hinter diesem rosaroten und einfachen Cover vermutet hätte und so wird das sicherlich nicht das letzte Buch sein, dass ich von der Autorin lesen werde!Fazit: Ein Liebesroman, der mich durch vieles überzeugen konnte und bei dem ich mich vor allem in die Protagonisten und den Ton der Geschichte verliebt habe.
- Sorj Chalandon
Wilde Freude
(65)Aktuelle Rezension von: milkysilvermoonJeanne Hervineau ist erst 39 Jahre alt, als sie die schockierende Diagnose erhält: Brustkrebs. Mit ihrem Mann Matt musste die Pariser Buchhändlerin bereits einen schweren Schicksalsschlag verkraften, den Tod ihres gemeinsamen Sohnes. Nun stellt sie das Leben abermals vor eine schwierige Probe. Doch ihr Gatte sieht sich nicht dazu in der Lage, ihr in dieser Situation beizustehen, und verlässt seine Frau. Zufällig trifft Jeanne auf zwei weitere Krebspatientinnen: Küchenchefin Brigitte Meneur und die junge Frau Mélody Frampin. Zusammen mit der gesunden Assia Belouane, die bei Brigitte lebt, hecken die Frauen einen ebenso gefährlichen wie wahnwitzigen Plan aus…
„Wilde Freude“ ist ein Roman von Sorj Chalandon.
Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 24 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Sie sind wiederum in mehrere Abschnitte untergliedert. Das erste Kapitel ist dabei eine Art Vorausschau. Danach wird weitestgehend in chronologischer Reihenfolge erzählt, unterbrochen von mehreren Rückblenden und aus der Sicht von Jeanne. Der Aufbau funktioniert sehr gut.In sprachlicher Hinsicht hat mich der Roman am meisten überzeugt. Metaphern und andere starke Bilder wie die der Kamelie für den Krebs kennzeichnen den Schreibstil, der trotzdem nicht künstlich oder zu verschnörkelt wirkt. Zudem gibt es viele Dialoge – teils in direkter, teils in indirekte Rede – die das Geschehen lebendig und anschaulich machen.
Im Vordergrund stehen die vier Frauen und ihre Lebensgeschichten, wobei besonderes Augenmerk auf Jeanne liegt. Ihre Gedanken und Gefühle lassen sich hervorragend nachvollziehen, ihr Charakter macht eine Entwicklung durch: Von einer rücksichtvollen und angepassten Frau wird sie zu einer Person, die sich nicht mehr ständig entschuldigt. Allerdings wirken die Schicksale der Frauen insgesamt recht überzogen, was die Glaubwürdigkeit der Figuren ein wenig schmälert. Darüber hinaus werden immer wieder Nebencharaktere eingeführt, wodurch der rote Faden der Geschichte etwas verloren geht.
Besonders eindringlich und intensiv wird der Roman, wenn es um die Krankheit Krebs und ihre Begleitumstände geht. Diese Passagen konnten mich immer wieder tief berühren und haben meine Erwartungen an die Lektüre voll erfüllt. An diesen Stellen wird deutlich, dass sich der Autor mit dem Thema auskennt. Nach dem ersten Viertel wird die Krankheitsgeschichte inhaltlich jedoch überlagert und der Roman verwandelt sich in eine Art Gaunerkomödie, bei der auch die Leiden der anderen zwei schwerkranken Frauen in den Hintergrund treten. Die Aktion des Quartetts macht die Lektüre zwar kurzweilig, zieht die Probleme und Leiden der Protagonistinnen jedoch auch etwas ins Lächerliche durch übertriebene und unrealistische Schilderungen. Mit einer Wendung erhält die Handlung im letzten Viertel abermals Schwung. Das Ende lässt mich jedoch enttäuscht und ratlos zurück, weil die letzten Kapitel nicht schlüssig erscheinen und zu viele Fragen offenbleiben. So wird beispielsweise nicht mehr darauf eingegangen, welche Konsequenzen Jeanne für sich persönlich aus den Ereignissen zieht.
Das kalligrafisch anmutende Cover ist optisch ansprechend, allerdings auch recht nichtssagend. Der deutsche Titel, der recht wörtlich aus dem Französischen („Une joie féroce“) übernommen wurde, passt meiner Ansicht nach nicht besonders gut zum Inhalt.
Mein Fazit:
Zu viele Absurditäten, zu realitätsfern: Mit seinem Roman „Wilde Freude“ konnte mich Sorj Chalandon zwar unterhalten, aber meine Erwartungen nicht in Gänze erfüllen. - Katharina Drüppel
Schöner Sterben in Franken
(28)Aktuelle Rezension von: Rainer58Auf dem Erlanger Schlossgartenfest wird in einem Brunnen die Leiche einer jungen Frau gefunden. Zur Überraschung von Hauptkommissar Clemens Sartorius wurde sie ausgerechnet von Felicitas Reichelsdörfer und ihrem Freund Boschi gefunden. Er fürchtet, dass sie sich wieder in die Ermittlungen einmischen wird, und er wird Recht behalten...
Es stellt sich heraus, dass die Tote nicht nur die strebsame Doktorandin war, sondern auch einen unbekannten, spendablen Liebhaber haben musste.
Ist etwa dieser der Mörder, oder doch ihr Konkurrent an der Uni, dem sie immer wieder vor die Nase gesetzt wurde?
Als Feli noch eine weitere Leiche findet, begibt sie sich wieder selbst auf die Suche nach dem Täter und auch in unmittelbare Lebensgefahr.
Auch in diesem Krimi des Autorinnenduos kommen wieder viele Nebenfiguren vor, die man sich sehr gut bildlich in einer Stadt wie Erlangen vorstellen kann. Manche der Handlungsorte sind fiktiv, andere werden von Kennern Erlangens sicherlich erkannt werden.
Ein Krimi zum Schmunzeln aber auch mit Spannung bis zum Schluss.
- Harald Schmidt.
Avenue Montaigne
(15)Aktuelle Rezension von: HoldenDeutsche? So uncool! Die Doppelausgabe zur Schmidtschen Kolumne im "Focus", 2007 in Bielefeld begonnen und jetzt beendet. Im Rückblick ein toller Überblick über die Politik der Nullerjahre, Riester und Struck, vor AFD und Trump die "gute alte Zeit". Im Kern sind die Deutschen einfach verbissener verglichen etwa mit Franzosen und Italienern, auch wenn diese natürlich übertrieben-klischeehaft dargestellt werde. "Savoir-vivre" und "dolce vita" sind einfach nicht zu übersetzen. "Verbissenheit" eventuell als Alternativtitel? Würd mich freuen, ihn wieder mehr in der Glotze zu sehen. - José Carlos Andrés
Klaus, die Büchermaus
(27)Aktuelle Rezension von: DandyBei „ Klaus, die Büchermaus“ von Jose Carlos Andres“ handelt es sich um ein Bilderbuch über die Liebe zu Büchern, zum Lesen und die Welt der Fantasie. Kinder ab 3 Jahren haben hier ihre Freude daran.
Das Buch ist handlich und die Seiten sind etwas dicker, sodass sie sich leicht umblättern lassen und dabei nicht so schnell knittern.
Die detailreichen Illustrationen von Katharina Sieg sind passend zum Text, niedlich und laden zum Verweilen ein. Meine kleine Nichte hat dieses Buch schon zig mal durchgeblättert und ihr fallen immer wieder neue Details auf, über die sie dann erzählt.
Der Text ist leicht verständlich, kindgerecht geschrieben und hat die optimale Länge. Meine 3 jährige Nichte hat jedes Wort verstanden und auch die Geschichte hat ihr so gut gefallen, dass ich sie ihr schon 4 x vorlesen „ musste“.
Die Geschichte ist lehrreich, interessant und stellenweise lustig. Selbst ich war auf deren Ende gespannt.
Ich empfehle dieses Buch weiter.























