Bücher mit dem Tag "buchhandel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "buchhandel" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

    (5.825)
    Aktuelle Rezension von: SMBerghoff

    Ich habe "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón gelesen wie man einen geheimen Garten betritt: langsam, neugierig – und am Ende wollte ich gar nicht mehr wieder raus. Schon die erste Szene, in der der junge Daniel in den "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, ließ mich spüren, dass dieses Buch selbst eine Liebeserklärung an Bücher ist.

    Was mich besonders fasziniert hat, ist die dichte, fast gotische Atmosphäre Barcelonas: enge Gassen, verregnete Plätze, der Geruch von altem Papier und Geheimnissen. Die Geschichte verwebt Liebe, Verrat, politische Schatten der Franco-Ära und die Spurensuche nach dem rätselhaften Autor Julián Carax so kunstvoll, dass ich mich immer wieder fragte, ob ich gerade einen Krimi, eine Familienchronik oder ein Märchen lese. Wahrscheinlich alles zugleich?

    Natürlich dehnt Zafón manche Episode, und wer nur auf rasanter Spannung reitet, könnte ungeduldig werden. Doch gerade diese geduldige Erzählweise machte für mich den Zauber dieses besonderen Buches aus: Ich wollte in diesen verschlungenen Seiten verweilen. Das passiert mir selten und daher gebe ich die Höchstwertung. Für mich ist Schatten des Windes ein grandioses Loblied auf die Macht von Geschichten – ein Roman, der lange nachhallt und der zeigt, wie Bücher selbst zu Schicksalen werden können.

  2. Cover des Buches Der Buchspazierer (ISBN: 9783492074001)
    Carsten Sebastian Henn

    Der Buchspazierer

    (620)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Das Buch wurde mir von einer Freundin wärmstens empfohlen. 

    Mich hat die Geschichte um Carl Kollhoff sehr berührt. Carl ist ein pensionierter Buchhändler und er liebt Bücher. Carl geht mit den Büchern um als wären sie einzigartige Lebewesen. So bedacht und behutsam geht er mit ihnen um. Carl beliefert alte Kunden aus seinem Buchladen täglich mit Lesestoff. Er spaziert von einem Kunden zum anderen und wir lernen dabei die Geschichten der Menschen kennen. Carl findet für jeden seiner Kunden das passende Buch und zaubert ihnen dadurch ein Lächeln ins Gesicht. 

    Eines Tages lernt Carl ein kleines Mädchen, namens Sascha kennen und erzählt ihm einiges über Bücher. 

    Ein sehr bewegender Roman. Mich hat Carl einfach verzaubert und ich habe regelrecht seine Liebe zu den Büchern und den Menschen, welche er mit den Büchern überrascht gespürt. Für mich ein einzigartiger Roman. 

  3. Cover des Buches Das Lavendelzimmer (ISBN: 9783426654224)
    Nina George

    Das Lavendelzimmer

    (579)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Buchhändler Jean Perdu betreibt einen besonderen Buchladen: die literarische Apotheke. Auf seinem Boot verkauft er Bücher wie Medizin, denn er weiß immer, welches Buch die Menschen gerade brauchen. Nur sich selbst kann er nicht leiden. Noch immer leidet er darunter, dass er vor 21 Jahren von Manon verlassen wurde. Bis er es endlich wagt, ihren letzten Brief von damals zu lesen...

    Meine Meinung:
    Dieses Buch liegt schon ewig auf meinem SuB. Nachdem ich "Das Traumbuch" von der Autorin gelesen hatte, wollte ich gerne mehr von ihr lesen. Ich kenne noch "Die Mondspielerin", aber danach war der Vorsatz erstmal vergessen. Meine Mama hatte "Das Lavendelzimmer" bereits gelesen und wollte es nun nochmal lesen, bevor sie mit "Das Bücherschiff des Monsieur Perdu" weitermacht. Allerdings hat ihr damals der Schreibstil etwas Schwierigkeiten bereitet, da französische Ausdrücke verwendet werden, die zum Teil nicht erklärt werden. Daher habe ich das Buch nun gelesen und die fehlenden Erklärungen für sie ergänzt. Es war nicht viel, aber ich verstehe, dass es stört, wenn manche Ausdrücke zu selbstverständlich verwendet werden.

    Aber von vorne: Die Geschichte handelt von Monsieur Jean Perdu, der ein Bücherschiff besitzt. Ich fand die Idee ganz wunderbar und stelle es mir großartig vor, jeden Tag auf einem Schiff voller Bücher zu sein. Schön fand ich auch, dass Jean das Talent besitzt, den Menschen genau das Buch empfehlen zu können, das sie gerade brauchen. Für ihn sind Bücher wie Medizin und ich denke, dass können viele Leser sehr gut nachempfinden. Doch in Jean steckt eine tiefe Traurigkeit. Als er vor 21 Jahren von Manon verlassen wurde, brach für ihn eine Welt zusammen. Ich fand es etwas schwierig, dass wirklich so viel Zeit vergangen sein soll. 

    Mit dem Einzug einer neuen Nachbarin in das Mehrfamilienhaus, in dem Jean lebt, wird er plötzlich mit der Vergangenheit konfrontiert. In dem Tisch, der er der neuen Nachbarin großzügig überlasst, befindet sich der letzte Brief von Manon. Jean wollte ihn damals nicht lesen und hat später vergessen, wohin er ihn gelegt hatte. Damit beginnt für Jean eine Reise: eine Reise in seine und Manons Vergangenheit und eine Reise zu sich selbst.

    Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich in die Geschichte reingefunden hatte. Jean war für mich schwer greifbar, er hatte eine tiefe Traurigkeit in sich, die ihn lähmte. Auch die Zeitspanne kam mir etwas lang vor, vor allem weil Jean sich in dieser Zeit so sehr abschottete. Erst mit der Fahrt auf seinem Bücherschiff findet er wieder zu sich selbst. Das war schön zu lesen. So konnte mich die Geschichte zum Ende hin auch berühren. Doch der Weg dahin war schwierig.

    Mir haben die Nebencharaktere gut gefallen, vor allem Max Jordan, ein gefeierter Autor, der sich nach seinem erfolgreichen Debüt am liebsten verstecken würde. Er wird spontan zu Jeans Wegbegleiter und nach und nach zu einem Freund für Jean. Dabei muss Max auch sich selbst erstmal finden.

    Insgesamt hat mir die Geschichte zu gefallen. Sie braucht ihre Zeit, bis sie Fahrt aufnimmt und einnehmender wird. Der Schreibstil ist tatsächlich etwas schwierig. Für mich waren die französischen Begriffe kein Problem, aber ich kann nachvollziehen, wenn die eine oder andere Erklärung hilfreich gewesen wäre. Die Autorin schreibt ausschweifend und bildhaft, sodass man sich alles gut vorstellen kann, aber die Handlung manchmal etwas zu kurz kommt. Die Idee fand ich insgesamt sehr schön. Ob ich noch weitere Bücher der Autorin lesen werde, weiß ich im Moment nicht.

  4. Cover des Buches Die Schattenschwester (ISBN: 9783442487455)
    Lucinda Riley

    Die Schattenschwester

    (703)
    Aktuelle Rezension von: Tagtraumtaenzerin

    Nach dem Tod ihres Adoptivvaters muss Star ihren eigenen Weg finden und dabei für sie unbekannte Wege gehen. Ihre Reise verschlägt sie in die Vergangenheit. Sie lernt eine etwas kuriose aber herzliche Familie kennen und lernt, dass man sich ab und an auch auf ein Abenteuer einlassen kann. 


    Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und haben mein Herz im Sturm erobert. Besonders Orlando hat sehr besondere Vibes versprüht. Man konnte ihn einfach nur mögen! 

    Dieser Teil der Reihe gefällt mir bisher am Besten. Ich bin sehr auf die weiteren Geschichten der Schwestern gespannt! 





  5. Cover des Buches Der Gefangene des Himmels (ISBN: 9783596513161)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Gefangene des Himmels

    (562)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Ende der 50er Jahre: Daniel, der bei seinem Vater in dessen Buchhandlung arbeitet, bekommt Besuch von einem seltsamen, invaliden Fremden, der ein Buch kauft, es aber dem Ladengehilfen Fermin mit einer Botschaft dalässt. Daraufhin berichtet Fermin Daniel von seiner schlimmen Gefangenschaft gut 20 Jahre zuvor. Man erfährt dann also einiges aus seiner schlimmen Vergangenheit,  erfährt aber auch weiterhin in der Gegenwart,  warum z.B. Fermin Bedenken hat, seine Verlobte zu heiraten. 

    Vor langer Zeit hatte ich mal Band 1 gelesen,  kann mich aber nicht mehr erinnern,  aber ich fand diesen Band 3 schwierig zu lesen. Ich hab fast bis zur Hälfte gebraucht,  bis es mich dann gepackt hatte; das lag aber zum größten Teil an der sehr gestelzten,  mit vielen Fremdwörtern versehenen Sprache, was das Lesen für mich sehr anstrengend machte. Deshalb gibt es nur 3 Sterne 🤷‍♀️. Trotzdem interessiert mich irgendwie ein ReRead von Band 1 und der Band 2. 

  6. Cover des Buches Die Morde von Pye Hall (ISBN: 9783458364153)
    Anthony Horowitz

    Die Morde von Pye Hall

    (141)
    Aktuelle Rezension von: A-Basan

    Mary Blakiston ist im kleinen Dorf Saxby-on-Avon nicht gerade beliebt. Sie schnüffelt überall herum und notiert akribisch Geheimnisse und Vergehen aller Dorfbewohner. Als sie beim Putzen im Herrenhaus von Pye Hall angeblich über ein Staubsaugerkabel stolpert und nach einem Treppensturz stirbt, ist das sehr verdächtig. Doch der Detektiv Atticus Pünd wird erst aktiv, als auch Sir Magnus Pye auf grausame Weise zu Tode kommt. Unterstützt von seinem Assistenten James Fräser beginnt er mit den Ermittlungen, die wohl die letzten seines Lebens sein werden. Doch kurz vor der Aufklärung des Verbrechens bricht das Manuskript ab.

    Lektorin Susan Ryeland, die das Manuskript gerade gelesen hat, findet das äußerst ärgerlich und beginnt, die fehlenden Seiten zu suchen. Dann stirbt auch noch der Autor Alan Conway. Ihr schwant, das die Lösung eines Falls nur durch den anderen aufgeklärt werden kann.

    Dies ist ein Roman für Freunde des Buches-im-Buch. Dabei werden Fiktion und Realität raffiniert miteinander verwoben. Nebenbei gibt es kleine Seitenhiebe auf die englische Dorfidylle und Absurdität der Verlagswelt. 

    Für Kenner!

  7. Cover des Buches Das Haus der vergessenen Bücher (ISBN: 9783455650600)
    Christopher Morley

    Das Haus der vergessenen Bücher

    (208)
    Aktuelle Rezension von: Lisi_Wirth

    Roger Mifflin betreibt eine antiquarate Buchhandlung. Dort ist es düster, staubig, riecht nach Tabak und anscheinend soll es Geister geben. Roger stellt die Tochter seines Freundes als Gehilfin ein, damit beginnt der ganze Schlamassel. Ich konnte leider nicht immer alle Handlungen nachvollziehen und würde dieses Buch nur an geübte Leser weiterempfehlen.

  8. Cover des Buches Tagebuch eines Buchhändlers (ISBN: 9783442718658)
    Shaun Bythell

    Tagebuch eines Buchhändlers

    (218)
    Aktuelle Rezension von: Marco_Dussler

    Cover:
    Ich habe die deutsche Erstausgabe des BTB-Verlags von 2019 gelesen. Das Cover gibt, wie ich finde, sehr gut wieder, worum es im Buch geht. Es bietet einen interessanten, nicht zu detaillierten Einblick in das Leben eines Antiquars und Buchhändlers, wobei uns der Autor an ausgewählten Momenten teilhaben lässt.
     Wir sehen die Front eines Hauses und blicken durch die Fenster in verschiedene Räume, die vollgestellt sind mit Bücherregalen und Stapeln von Büchern. In den Räumen befindet sich eine bunte Mischung aus Kunden und Angestellten, was den manchmal gemütlichen, manchmal lebhaften Alltag im Buchhandel widerspiegelt. Vor der Eingangstür steht der Besitzer – der Mittelpunkt des Buches – mit einer Kaffeetasse in der Hand.

    Inhalt:
    Shaun Bythell beschreibt seinen Alltag mit bissigem Witz und einer ordentlichen Prise Humor. Wir begleiten den Besitzer des größten Second-Hand-Buchladens Schottlands durch das Jahr 2014. Dabei kommt auch das ländliche Idyll von Wigtown und dessen teils spleenige Bewohner nicht zu kurz. Besonders gut gefallen haben mir die Aushilfe Nicky, die gerne halb verdorbene Lebensmittel rettet und ganz eigene Vorstellungen davon hat, wie ein Buchhandel zu führen ist, sowie Sandy, der tätowierte Heide, ein wiederkehrender Stammkunde.
     Darüber hinaus spielt auch die Kleinstadt Wigtown selbst mit ihrem wirklich malerischen Umland eine wichtige Rolle. Als passionierter Radsportler und Angler berichtet Bythell immer wieder von den umliegenden Wäldern, Seen und Flüssen. Trotz ihrer überschaubaren Größe verzeichnet die Stadt ein reges Kommen und Gehen von Touristen – wohl nicht zuletzt wegen der malerischen Landschaft, der beachtlichen Anzahl an Buchläden (sieben Stück) und der Wigtown Fair, einer jährlich stattfindenden Buchmesse.

    Umrahmt wird das Ganze durch Zitate aus George Orwells Essay Bookshop Memories. Bythell kommentiert diese zu Beginn jedes Monats (also jedes Kapitels) und zieht dabei Vergleiche zum modernen Buchhandel oder seinem Alltag.
     Orwell schreibt etwa:

    „Es gibt immer eine Menge nicht ganz zurechnungsfähiger Verrückter, die die Straßen bevölkern, und sie neigen dazu, sich zu Buchläden hingezogen zu fühlen…“

    Worauf Bythell erwidert:

    „Alles in allem – zumindest in meinem Laden – hat mich der ständige Ansturm langweiliger Fragen und das unaufhörliche, zermürbende Feilschen der Kundschaft zu dem gemacht, was ich inzwischen bin.“

    Fazit:
    Im Großen und Ganzen hält das Buch genau das, was der Titel verspricht: In Form von Tagebucheinträgen erhält man einen ehrlichen Einblick in den Alltag, die Freuden und Sorgen eines Buchhändlers. Die teils zynische, teils ironische Schreibweise des Autors ist sicher nicht jedermanns Geschmack, mir hat sie jedoch sehr gefallen. Abgerundet wird das Ganze durch die einleitenden Zitate Orwells.
     Ein kleiner Wermutstropfen ist für mich, dass Bythell manche Ereignisse kurz anspricht, aber im weiteren Verlauf nicht mehr aufgreift. Das ist wahrscheinlich der Tagebuchform geschuldet, ich fand es trotzdem etwas schade. Insgesamt halte ich Tagebuch eines Buchhändlers für ein gelungenes Werk und vergebe 4 Sterne.

     

  9. Cover des Buches Meine wundervolle Buchhandlung (ISBN: 9783832164553)
    Petra Hartlieb

    Meine wundervolle Buchhandlung

    (328)
    Aktuelle Rezension von: nessabo

    Dieses Buch empfand ich als eine echte Umarmung - nicht nur als Buchliebende, sondern auch als Teehändlerin, der der unabhängige Einzelhandel am Herzen liegt. Diese Orte haben eine ganz besondere Wichtigkeit und sind innerhalb eines kapitalistischen Systems für mich langfristig die einzige Option, um diese Wirtschaftsform lebenswert zu gestalten.

    Petra Hartlieb erzählt in ihrem Roman sehr flüssig und mit nüchternem Humor von ihrem Leben als Buchhändlerin - und von allem, was auf dem Weg dahin passierte. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass mir ihre Privilegiertheit ein wenig zu unreflektiert behandelt wurde. So gut vernetzt, dass der Bekanntenkreis mal eben eine fünfstellige Summe leihen kann oder so gut situiert, dass Kredite relativ problemlos vergeben werden, sind wohl nur wenige Menschen.

    Abgesehen davon spricht Hartlieb aber über vielfältige Themen, schneidet die Problematik des großen A* deutlich an und gibt uns einen ehrlichen Einblick in den unabhängigen Einzelhandel - mit allen Absurditäten und Liebenswürdigkeiten. Ganz klar getragen wird die Geschichte nämlich auch von den Menschen der Buchhandlung. Ob Kund*in oder Händler*in - hier werden sicher viele eine sanfte Erinnerung daran erhalten, dass wir nun einmal soziale Wesen sind und Freundlichkeit sowie Hilfsbereitschaft von unermesslichem Wert. Wie in Hartliebs Buchhandlung ausgeholfen wird, kam mir manchmal fast unglaubwürdig vor, aber ich möchte sehr gern daran glauben, dass es dieses Maß an Unterstützung gibt.

    Bei den Schilderungen zum Weihnachtsgeschäft haben mir direkt die Füße geschmerzt, aber diese Ambivalenz von Erschöpfung und großer Verbundenheit durch das gemeinsame Arbeiten und viele tolle Begegnungen trifft es für mich auf den Punkt. Ich habe die Geschichte also sehr genossen und wurde neben einigen Lachern auch einfach exzellent unterhalten.

    4,5 ⭐️

  10. Cover des Buches Das Original (ISBN: 9783453439528)
    John Grisham

    Das Original

    (115)
    Aktuelle Rezension von: JosBuecherblog

    F. Scott Fitzgerald ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren, seit wir im Englisch-Unterricht The Great Gatsby lesen und analysieren mussten. Deswegen hat mich die Thematik dieses Buches sehr interessiert, da die fünf Originalmanuskripte von ihm aus der Bibliothek in Princeton gestohlen wurden. Dadurch verbindet das Buch literarische Einblicke und Geschichten über verschiedene Autoren mit Thriller-Aspekten, um den Raub aufzuklären. 

    Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen, da es mit dem Einbruch in die Bibliothek anfängt und der Leser direkt weiß, wer die Diebe sind. Dadurch ist es kein klassischer Thriller oder Spannungsroman, in dem die Täter zunächst unbekannt bleiben und sich erst nach und nach herauskristallisiert, wer hinter dem Verbrechen steckt. So konnte man direkt bei der Planung, bei der Durchführung des Raubes und bei der Flucht mitfiebern. Zwischendurch gab es immer wieder Kapitel, in denen die Erlebnisse aus Sicht der Diebe geschildert wurden, so dass man verschiedene Handlungsstränge verfolgen konnte. 

    Den anderen Handlungsstrang bildet Mercer als Autorin, die in das Strandhaus ihrer Oma zurückkehrt. Ich mochte sie als Protagonistin ganz gerne und durch sie und ihren Umgang mit anderen Autorinnen und Autoren auf der Insel lernte man als Leser auch einiges über reale, verstorbene Autoren. Ich mochte das Zusammenkommen der verschiedenen Persönlichkeiten sehr, da sie einerseits einen sehr interessanten Humor hatten und andererseits auch gut zu beobachten war, wie die einzelnen Figuren zueinanderstehen. Mercer dringt immer weiter in die bestehenden Freundeskreise vor und freundet sich mit der ein oder anderen Person an. Ich fand es sehr interessant, wie sie einerseits die Menschen besser kennenlernt und andererseits die Ermittlungen für die Manuskripte weiterverfolgt. 

    Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, da alles glaubhaft geschildert wurde und auch einige Punkte, die mich interessiert hätten, zum Schluss noch einmal aufgegriffen wurden. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es auch mal etwas ganz anderes war als die Bücher, die ich sonst eher lese. Die Verbindung zu F. Scott Fitzgerald und seinem Leben fand ich super interessant und ich habe noch einiges erfahren, was ich nicht so genau wusste. Ich mag es echt gern, wenn Bücher selbst über verschiedene Bücher erzählen und auch hier konnte mich dieses Konzept überzeugen. 

    Rezension auf meinem Blog: https://josbuecherblog.weebly.com/startseite/rezension-das-original-von-john-grisham


  11. Cover des Buches Das kleine Bücherschiff (ISBN: 9783458683032)
    Tessa Hansen

    Das kleine Bücherschiff

    (61)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Das kleine Bücherschiff, Band 1: Die Freundinnen Miri und Katja erfüllen sich endlich ihren Traum der eigenen Buchhandlung. Und es ist nicht irgendeine Buchhandlung: Es ist eine Buchhandlung auf dem Schiff, genauer auf einer alten Barkasse im Hamburger Hafen. Mit viel Arbeit bauen sie den heruntergekommenen Kahn um. Privat läuft es für Miri nach der letzten Enttäuschung auch gut, denn mit ihrem Nachbarn Henning könnte sie sich ein deutlich intimeres Verhältnis vorstellen. Doch dann der Schock: Die Miete für das Bücherschiff wird kurzerhand exorbitant erhöht, so dass das für die Neuunternehmerinnen nicht zu stemmen ist. Das Schiff soll luxussaniert werden – ausgerechnet durch Hennings Architekturbüro!

    Erster Eindruck: Das Cover passt gut zum gewählten Buchtitel.

    Es braucht eine Menge Mut, Idealismus, Geld und vielleicht auch eine Portion Naivität, um in der heutigen Zeit eine Selbstständigkeit im Buchhandel zu wagen. Und dann erst noch für zwei Frauen, die von fachfremden Berufszweigen kommen. Vor der Eröffnung steht jede Menge körperliche Arbeit an, denn das Schiff ist in keinem guten Zustand. Aber Miri und Katja sind so voller Adrenalin und Vorfreude, dass sie diese Arbeit gerne stemmen. Der Start ist gelungen, das Angebot wird von den Touristen, aber auch von den Anwohnern sehr gut angenommen.
    Miri hat eine neue Wohnung und findet in dem Mietshaus auch gleich etliche junge Leute, die sie in ihre Clique aufnehmen. Neu eingezogen ist auch Henning, ein alleinerziehender Vater. Miri und Henning verstehen sich gleich gut. Sehr gut. Aber die Trennung der Eltern war für den sechsjährigen Finn nicht einfach zu verdauen und daher findet er Frauen doof, was er auch sehr deutlich äussert.

    Das Buch ist nett für zwischendurch, aber deutlich zu lang für die Story. Der in der Inhaltsbeschreibung bereits angekündigte Knall wird in ein paar wenigen Seiten abgehandelt. So wie die Freundinnen sich zuweilen verhielten, erinnerten sie mich mehr an Pubertierende als an Erwachsene. Ein Happy End ist bei solchen Romanen immer nett, aber hier renkte sich viel zu schnell alles wieder ein. In der Ausschreibung hiess es „Ein betörender Wohlfühlroman über zwei engagierte Buchhändlerinnen“ – betörend war da für mich leider nichts. Von mir gibt es 3 Sterne.

  12. Cover des Buches Die wundersame Geschichte der Faye Archer (ISBN: 9783453529922)
    Christoph Marzi

    Die wundersame Geschichte der Faye Archer

    (188)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik. 

    Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen. Gleich am Anfang hat es mich gestört wie unrealistisch Fayes Leben ist. Da der Autor aus Deutschland kommt, nehme ich an, dass er nicht viel Ahnung vom Leben in New York hat. Jedenfalls gibt es dort weder malerische kleine Reihenhäuser, noch Studienabbrecher, die sich eine ganze Wohnung leisten können mit einem Job als Aushilfe im Buchladen. Fayes Leben erschien mir zu sorgenfrei und einfach. Sie hat also einfach einen tollen Job und eine tolle Wohnung bekommen, indem sie mit dem richtigen Kerl bei ihrem Yoga-Kurs geredet hat? Wenn das bloß im realen Leben so wäre! Trotzdem gibt es einen Punkt für Fayes Charakter, sie war in meinen Augen eine sehr liebenswerte Person mit vielen kleinen Macken und Vorlieben, die sie einzigartig gemacht haben. Den anderen Punkt gibt es für den poetischen und atmosphärischen Schreibstil des Autors, der mir gut gefallen hat.

    Für mich scheiterte das Buch vor allem an der Handlung. Auf den ersten 100-200 Seiten passierte praktisch nichts außer einem extrem awkward geschriebenen Austausch von Facebook-Chat-Nachrichten. Vor allem Alex' ewige Logbuch-Nachricht war so langweilig, dass ich sie nur überfliegen konnte. Und die Chat-Nachrichten klangen so gestelzt, dass ich mich echt zwingen musste sie zu lesen. Es wurde interessanter nach der ersten Hälfte des Buches, denn dann begann Alex sich seltsam zu verhalten. Vor allem als Faye dann einen anderen Mann kennengelernt hat, wurde das Buch stellenweise richtig spannend.

    Aber was echt alles kaputt gemacht hat, war das Ende. Nichts wurde erklärt. Allem Anschein nach ist Alex ein Zeitreisender. Warum? Keine Ahnung. Es ist eben so. Vielleicht hat seine Firma heimlich einen Wurmlochgenerator im Keller gebaut, vielleicht ist er ein Halb-Alien von einem anderen Stern. Es interessiert weder Faye noch Alex noch Fayes beste Freundin Dana, die von den Zeitreisen wusste, es aber Faye nicht gesagt hat weil sie eine gemeine Ziege (und ein einziger Stereotyp) ist. Die gesamte Spannung, die im Laufe der 500 Seiten aufgebaut wurde, verpuffte auf den letzten zwei Seiten mit einem Es ist einfach so. Und dazu gab es kaum romantische Spannung zwischen Faye und Alex. Um ehrlich zu sein, war mehr Spannung und realistische Beziehung zwischen Faye und Aaron am Ende. Eigentlich war es sogar richtig beschissen von Faye eine feste Beziehung mit Aaron zu haben und dann plötzlich zu sagen: "Oh ich fühle mich aber gerade richtig mies behandelt. Gut, dass Alex eben an die Tür geklopft hat, und was von mir will. Lass uns keinen weiteren Gedanken mehr an den anderen verschwenden. The Happy End!"

    In dem Sinne kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. Die Handlung hätte einfach besser überdacht werden müssen, denn das Ende ist so enttäuschend, dass es sich meiner Meinung nach nicht lohnt die Geschichte zu lesen.
  13. Cover des Buches Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine (ISBN: 9783746634456)
    Rebecca Raisin

    Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine

    (152)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Sarah liebt ihren Buchladen im überschaubaren Ashford, doch leider läuft es nicht so gut. Der Laden wirft kaum noch etwas ab und mit ihrer großen Liebe Ridge hat sie sich das letzte Mal vor Urzeiten getroffen. Da schlägt ihr ihre französische Freundin Sophie einen Tausch vor. Diese kommt nach Ashford und Sarah leitet das Once upon a time in Paris. Schnell ist diese Sache entschieden und Sarah fliegt in ihre Traumstadt. Doch leichter als gedacht, Startschwierigkeiten sind vorprogrammiert. Sarah lässt sich so schnell nicht unterkriegen, schließlich möchte sie ihr Leben ändern. Dabei bemerkt sie gar nicht, wie Paris sie ändert.

    Sarah ist eine junge, zurückhaltende Frau mit einer innigen Liebe zu Büchern jeder Art. Sie ist sympathisch und gutherzig, dabei manchmal vielleicht etwas zu naiv. Im Grunde jedoch eine ganz Liebe, was ihr im Verlaufe der Geschichte hin und wieder leider auch das Leben erschwert. Zusätzlich ist da noch ihre Liebe zu Ridge, dem freien Reporter. Schwierig würde ich die Situation nennen, in der die beiden sich befinden. Fernbeziehungen sind nie leicht und hier wird das nochmal deutlich. Ridge ist eigentlich auch ein netter Typ, nur liebt er seine Arbeit vielleicht etwas zu sehr. Doch beide arbeiten mehr oder weniger an sich und Sarah macht mehr als eine Entwicklung durch. Sie wird selbstbewusster, lernt ihre Grenzen kennen und wächst auch darüber hinaus. 

    Dann sind da noch TJ, Océane und Béatrice. Unterschiedliche Charaktere, die mal mehr und mal weniger sympathisch rüberkommen. Ebenso der Schriftsteller Luiz. Durch ihn erlebt Sarah eine Geschichte, die man so auch gut in seinen Büchern hätte lesen können. Interessant sind die vielen Themen, die durch die einzelnen Charaktere aufgegriffen werden. So geht es von Erfolg im Leben, zu schwierigen Familien über Liebe in verschiedenen Formen. Einzig die Art und Weise der französischen Charaktere empfand ich anfangs als etwas anstrengend. Wahrscheinlich sind dies einfach die Gepflogenheiten dort, aber manchmal sind diese etwas harsch und im Nachhinein auch nicht unbedingt erforderlich. 

    Der Schreibstil ist schön flüssig und leicht gehalten. Das Setting wird sehr detailreich widergegeben und man hat wirklich das Gefühlt den Wind zu spüren, wenn man an der Seine entlangspaziert oder in den Gassen von Paris schlendert. 

    Insgesamt finde ich das Buch wunderbar angenehm. Man kann die Bücher aus der Buchhandlung förmlich riechen, die Leckereien aus Frankreich schmecken, Paris als Stadt mit seinen versteckten Ecken vor sich sehen und die Charaktere dabei ins Herz schließen. Auch wenn die französische Art nicht immer meins war und ich das Ende so wohl habe kommen sehen,  hat mir das Buch eine gemütliche und vergnügte Lesezeit beschert. Daher kann ich diese Geschichte nur weiterempfehlen 📚

  14. Cover des Buches Neue Bekenntnisse eines Buchhändlers (ISBN: 9783442770670)
    Shaun Bythell

    Neue Bekenntnisse eines Buchhändlers

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Marie_Korth

    Ein wirklich tolles Buch. Es ist intelligent geschrieben und durch den Tagebuchstil sehr kurzweilig. 

    Man bekommt einen Einblick in den Alltag eines Buchhändlers und über die Probleme die der online Handel mit sich bringt. 

    Ich habe es genauso wie das erste Buch sehr genossen und kann es uneingeschränkt weiter empfehlen.

  15. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

    (314)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Helene Hanff ist Bühnenschrifstellerin und sie liebt Bücher und ist immer auf der Suche nach besonderen Ausgaben und kostbaren Literaturerlebnissen. In den 40er Jahren kommt sie zu einer Adresse, von einem kleinen Buchladen in London. sie schreibt und hofft auf Buchnachschub. Der kommt und auch ein Antwortschreiben und sie beginnt ein Austausch von Büchern und es entwickelt sich eine Freundschaft, die über viele Jahre geht und die Anfangs nur die Liebe zur Literatur und den Büchern teilt und dann immer intensiver und inninger wird. Ein großartiges Buch und auch ein Zeitzeugnis der 50er und auch 60er Jahre. Eine Kostbarkeit und zeitlos schön. Auch immer ein tolles und besonderes Geschenk.

  16. Cover des Buches Das Buch der Fälscher (ISBN: 9783458360490)
    Charlie Lovett

    Das Buch der Fälscher

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein Buch für alle Bücherfans, Bibliophile, Buchhändler und Buchbinder. 

    Alte Manuskripte, berühmte Schriftsteller zu Zeiten Shakespeares, Liebesgeschichten in der Gegenwart, Büchernarren und Bibliotheken... all das hat Lovetts Roman zu bieten. Dabei gibt es immer wieder Verweise auf englischsprachige Schriftsteller und Maler aus dem 16.-19.Jh., von denen ich teilweise noch nichts gehört hatte. Dieser Roman ist meiner Meinung  nach sehr fesselnd geschrieben und macht Lust, sich einmal näher mit einigen der erwähnten Künstler zu befassen. Ich habe die Lektüre sehr genossen und möchte auch noch mehr von diesem Autor lesen.

  17. Cover des Buches Geschichte des deutschen Buchhandels (ISBN: 9783406720017)
    Reinhard Wittmann

    Geschichte des deutschen Buchhandels

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieses Buch ist die vierte Auflage eines wirklich sehr interessanten Themas. Es gibt einen detaillierten Überblick über die mehr als 500-jährigen Geschichte des Buchhandels im deutschen Raum. 

    In 13 Kapiteln spannt Autor Reinhart Wittmann den Bogen von der Antike bis zur Gegenwart: 

    1. Der Buchhandel vor Gutenberg und in der Frühdruckzeit

    2. Der Buchhandel im Zeitalter der Konfessionskämpfe

    3. Der Buchhandel der Barockzeit - das „Tauschzeitalter“

    4. Die Entstehung des modernen Buchhandels

    5. Der Dichter auf dem Markt - die Entstehung des freien Schriftstellers

    6. Die Entstehung des modernen Publikums - die Leserevolution

    7. Der Buchhandel zwischen Wiener Kongress und Märzrevolution

    8. Der Buchmarkt im Nachmärz und der Gründerzeit

    9. Der Buchmarkt um die Jahrhundertwende: „Kulturbuch“ und „Massenbuch“

    10. Der Buchhandel in der Weimarer Republik

    11. Der Buchhandel im Dritten Reich und im Exil

    12. Buchhandel und Buchmarkt nach 1945

    13. Die digitale Herausforderung 

    Mir hat das Buch bis auf zwei Dinge sehr gut gefallen: Da ist zum einem die extra kleine Schrift - die ist fast nicht zu lesen. Das müsste jetzt nicht wirklich sein. Zumal das Buch für geschichtliche interessierte Leser gedacht ist, die eher schon ein wenig älter sind.

    Das Zweite, das mich einigermaßen irritiert wie gestört hat: Man hat zwar Taler oder Gulden in DM umgerechnet, aber dann die DM nicht mehr in Euro. Natürlich kann man (so wie ich als Österreicherin) die Faustformel 1 Euro = 2 DM verwenden, doch stört das den Lesefluss schon einigermaßen. Diese beiden Irritationen kosten einen Stern.  

    Ich finde das Buch außergewöhnlich gut recherchiert und gut erzählt. Vom Bücherfass zum eBook - ein weiter Weg. 

    Fazit: 

    Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  18. Cover des Buches Ein ganz besonderes Jahr (ISBN: 9783492306898)
    Thomas Montasser

    Ein ganz besonderes Jahr

    (84)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Leseprobe

    „Hätte jemand durch das Fenster geblickt, er hätte kaum mehr gesehen als den gebeugten Rücken einer mit großer Sorgfalt gekleideten älteren Dame, deren schneeweißer, etwas wirrer Dutt über der Kasse schwebte, von einer müden Deckenlampe in ein gnädiges Licht gehüllt. Womöglich hätte er sie dabei beobachtet, wie sie einen energischen Strich unter eine Liste zog, die sie in eine altertümliche Kladde geschrieben hatte, worauf sie besagte Kladde kaum weniger energisch zu- und ihre daneben stehende Handtasche aufklappte, aus der sie eine Geldbörse zog, welcher sie wiederum einen Geldschein eher niedrigen Zahlbetrags entnahm, den sie in die Kasse legte.“

     

    WOW! Was für ein wunderschöner Beginn!

    Bücher über Bücher und Buchhandlungen sind meistens schön. Auch wenn der Schriftsteller und Literaturagent Montasser sich bei allen Motiven, Themen und Charakteren der Literatur bedient (oder gerade eben deshalb), die er allerdings zu etwas ganz Neuem und Schönem bindet, ist dies ein ganz besonderes Buch, was nicht zuletzt am künstlerischen Schreibstil liegt. Dass er hier etwas ungewöhnlich, eigenwillig wirkt, ganz im Gegensatz zu der simplen Syntax, die sich so in die moderne Buchwelt eingeschummelt hat, ist offenbar gewollt und begleitet die alte Dame. Der Stil verändert sich etwas, wenn Valerie ins Spiel kommt.

     

    Worum geht es? 

    Charlotte, die eine altmodische Buchhandlung namens Ringelnatz & Co, besitzt, verschwindet eines Tages spurlos. Sie betraut ihre Tante Valerie, die gerade ihren Bachelor in BWL absolviert hat, damit, sich um die Buchhandlung zu kümmern. Zunächst ist es ihr Plan, die Buchhandlung rasch betriebswirtschaftlich auf Vordermann zu bringen – kein einfaches Unterfangen, da Charlotte sie auf ihre ganz eigene Art geführt hat -, doch dann verändert sie nicht die Buchhandlung, sondern die Buchhandlung verändert sie.

     

    Kritik

    Dieser Roman hat alles, was ein guter Roman über eine Buchhandlung braucht: einen Hauch Magie, ein bezauberndes Tier, eine leichte Brise Romantik, ohne jedoch, dass es eine in irgendeiner Form kitschige Liebesgeschichte gibt, ein besonderes Buch, interessante und eigenwillige Charaktere – mehr brauche ich dazu gar nicht zu sagen. Das Buch ist eine Liebeserklärung ans Lesen, ein leidenschaftliches Plädoyer für kleine unabhängige und eigenwillige Buchhandlungen, ohne dass andere Formen des Literaturerwerbs irgendwie entwertet werden.    

     

    Für wen ist dieser Roman etwas? 

    Ich würde diesen Roman jemandem schenken, der eine schöne und unbeschwerte, aber nicht banale Lektüre braucht, jemandem, der ins Krankenhaus oder in die Reha kommt, jemandem, der sich beim Lesen einfach nur entspannen möchte, jemandem, der vielleicht traurig ist und ein schönes Buch für einen verregneten Nachmittag mit Tee und Keksen auf der Couch sucht.

     

     

     

     

  19. Cover des Buches Mein wunderbares Bücherboot (ISBN: 9783959101813)
    Sarah Henshaw

    Mein wunderbares Bücherboot

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Eine Buchhandlung auf dem Wasser – das klingt nicht nur unglaublich exotisch, das gibt es sogar wirklich. Vor einigen Jahren kam Sarah Henshaw, damals Mitte Zwanzig, auf die Idee, ein Kanalboot in einen Buchladen zu verwandeln. Anfangs war die Begeisterung riesengroß, doch das große Geschäft ließ lange auf sich warten. Immer wieder musste sie sich Geld von ihren Eltern oder ihrem Freund leihen, um die Rechnungen zu bezahlen. Aber dann hatte Sarah eine geniale Idee: Um ihre „Book Barge“, so heißt die schwimmende Buchhandlung, bekannter zu machen, entscheidet sie sich dazu, durch die Kanäle von England zu schippern. Von Birmingham nach London, über Bristol und Leeds begibt sich die Achtundzwanzigjährige ganz allein auf ein sechsmonatiges Abenteuer. Sie lernt viele Menschen kennen, besucht literarische Veranstaltungen und stößt immer wieder an ihre Grenzen, doch wird es sich lohnen? Wird die „Book Barge“ endlich die Anerkennung bekommen, die sie verdient?

    Mein wunderbares Bücherboot habe ich regelrecht verschlungen und ich kann schon jetzt sagen, dass es zu meinen Jahreshighlights 2019 gehören wird. Sarah Henshaw schreibt mit soviel Witz und Bodenständigkeit, dass es richtig Spaß macht, ihr „zuzuhören“ und somit verflog eine Seite nach der anderen. Außerdem ist sie ein Charakter, mit dem sich wahrscheinliche jede junge Frau, die am Anfang ihres Berufslebens steht, identifizieren kann: Sie hat einen Plan, sie hat eine Idee für ein Wahnsinns-Geschäft, doch mit Anfang Zwanzig fehlt es ihr schlichtweg an Erfahrung. Wie führt man einen Buchladen? Was muss ich bei der Eröffnung alles beachten? Wie mache ich andere auf mein Geschäft aufmerksam? Demzufolge muss Sarah einige Niederlagen in Kauf nehmen, die sie – auf ihre eigene Art und Weise – meisterhaft überwindet. Dabei konzentriert sie sich aber nicht nur auf den Erfolg, sondern erwähnt auch, wie sie stellenweise kurz davor war, alles hinzuschmeißen und wie sie durch ihre Tollpatschigkeit Fehler beging, die hätten vermieden werden können – aber genau dies sind die Geschichten, die das Buch so authentisch machen.

    In Mein wunderbares Bücherboot geht es allerdings nicht nur um das Kanalboot, das die Autorin liebevoll „Joseph“ nennt, sondern sie gewehrt dem Leser stets Einblicke in ihr Privatleben. Seit mehreren Jahren ist sie schon mit ihrem Freund Stu zusammen, den sie über alle Maßen liebt und sich trotzdem dazu entscheidet, die Beziehung mit ihm zu pausieren. Man erfährt von Nelson, einem Vogel, dem Sarah versuchte, das Leben zu retten und wie sein vermeintlicher Geist sie auf ihrer Reise begleitet. Mit jedem Kapitel habe ich mehr und mehr Respekt für die junge Autorin empfunden, ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert und mich sofort erkundigt, wo ich die „Book Barge“ 2019 antreffen kann (Tipp: in Frankreich).

  20. Cover des Buches Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung (ISBN: 9783832165086)
    Petra Hartlieb

    Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung

    (73)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Nachdem ich von Petra Hartlieb beide Bücher über die Buchhandlung bereits vor mehreren Jahren gelesen mit Begeisterung gelesen hatte wollte ich dieses nochmal lesen da es zur Jahreszeit passt. 

    Es gefiel mir wieder gut und war sehr unterhaltsam. Jedoch gab es einige Wiederholungen zum 1. Buch über die Buchhandlung und das Ende war sehr abrupt. 

    Jedoch ein lesenswertes Buch und 4 Sterne von mir. 


  21. Cover des Buches 84 Charing Cross Road (ISBN: 9781844085248)
    Helene Hanff

    84 Charing Cross Road

    (14)
    Aktuelle Rezension von: DaniW
    Generell sind Briefe, in denen es um Buchbestellungen geht, nicht wirklich interessant. In diesem Fall handelt es sich allerdings um einen 20jährigen Briefwechsel einer selbstständigen Autorin und begeisterten Bücherrate in New York und dem Besitzer eines Second-Hand-Buchladens in London - und die Briefe haben es in sich. Die leicht zickige Art von Helene Hanff wird in den Antworten von Frank Doel ganz freundlich reserviert abgetan. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine echte Freundschaft zwischen den beiden und die Buchdiskussionen der zwei sind unterhaltsam. Insgesamt spiegeln die Briefe nicht nur eine lange Geschäftsbeziehung wieder, sondern geben dazu noch ein sehr lebendiges Bild der Nachkriegsjahre (vor allem in England) wieder.
    Die Tatsache, dass das  Buch auf autobiographischen Ereignissen und Personen beruht, lässt diese Freundschaft über den Atlantik noch interessanter werden. Ein sehr empfehlenswertes Buch!
    Aufgrund des Vokabulars geeignet für Erwachsene mit guten Englischkenntnissen.
  22. Cover des Buches Das Wort erwuchs zur Tat (ISBN: 9783930076123)
    Volker Titel

    Das Wort erwuchs zur Tat

    (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Dirty English - Verboten Heiß (ISBN: 9783956496356)
    Ilsa Madden-Mills

    Dirty English - Verboten Heiß

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Biblionatio

    Das Cover:

    Das Cover ist schlicht gehalten. Man erkennt unteren Teil von einem weiblichen und einem männlichen Gesicht. Im unteren dunkleren Teil des Bildes steht der Name des Buches. Was mir besonders gefällt ist, dass im Wort „Englisch“ eine rustikalische englische Flacke zu erkennen ist. Das Cover an sich zeigt alle wichtigen Aspekte der Geschichte, kann mich persönlich aber nicht vom Hocker hauen.

     

    Meine Meinung:

    Die Geschichte fängt direkt mit der dunklen Vergangenheit der Protagonistin Elizabeth an. Nach einem kleinen Zeitsprung beginnt das neue Collegejahr. Wir lernen das Studentenleben kennen. Nach und nach verlieben sich Elizabeth und Declan. Die Geschichte basiert größtenteils auf die Gespräche zwischen jenen. Ich hätte mir mehr Tiefe und mehr unterschiedliche Gespräche zwischen den Personen der Handlung gewünscht. Der Schluss war mir persönlich zu schnell. Im Laufe der Geschichte weiß der Leser zusätzlich wieso dieses Buch „Dirty English“ heißt.

    Es gibt mehrere Personen in dieser Geschichte. Zum einen wären dies die Protagonisten. Beide waren tolle Charaktere, aber mir fehlt auch hier die Tiefe, wie zum Beispiel mehr über das Leben in London (Declan), wie kam Elizabeth zur Schmuckherstellung usw. Shelley als beste Freundin gefiel mir sehr gut, auch Dax als Zwillingsbuder von Declan gefiel mir. Leider lernt der Leser beide nicht besser kennen, ebenso Erik, was ich sehr schade finde.

    Der Schreibstil gefiel mehr gut. Denn er war flüssig und spannend. Dadurch konnte ich als Leserin das Buch in einem Rutsch durchlesen.

     

    Das Fazit:

    Das Buch gefiel mir insgesamt. Die Charaktere hamonisierten sehr gut und die Geschichte war für eine Liebesgeschichte in Ordnung. Dennoch hat mir die Tiefe gefehlt und der Schluss war mir ein Tick zu schnell. Dagegen war der Schreibstil toll. Wer gerne ein Lektüre für den jetzigen Herbst braucht, dem kann ich das Buch empfehlen. Jedoch ragt es nicht heraus, dass sollte man wissen.

  24. Cover des Buches Cornwall-Liebe in der kleinen Buchhandlung (ISBN: 9783757945374)
    Cara Lindon

    Cornwall-Liebe in der kleinen Buchhandlung

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Nady

    Meine Meinung:

    Wie immer habe ich mich sehr auf einen neuen Roman von Cara Lindon, die mich wieder nach Cornwall entführte, gefreut.
    Dieses Mal lernen wir Hannah kennen. Sie arbeitet in einem Buchverlag, hat aber bei ihrer Tätigkeit sehr wenig mit dem eigentlichen Buchhandel zu tun. Da sie Bücher mehr als alles andere liebt, hofft sie jedoch, irgendwann in eine andere Abteilung versetzt zu werden.
    Dann bekommt sie von ihrem Chef einen Auftrag vorgesetzt, bei der sie Undercover eine Buchhandlung, die der Verlag übernehmen will, auskundschaften soll. So bewirbt sie sich als Buchhändlerin in der Kleinstadt Porthlynn und ist sofort von den Bewohnern und der überaus faszinierenden kleinen Buchhandlung begeistert.
    Nicht zuletzt Ethan, der Besitzer des Geschäftes, lässt von Anfang an ihr Herz höherschlagen.
    Statt ihres Auftrages, die Buchhandlung auszukundschaften, beginnt sie, diese weihnachtlich zu dekorieren und zieht auch Ethan durch ihre Begeisterung mit. Die Kundschaft ist überaus angetan von der Umstrukturierung und Hannah genießt ihre Arbeit immer mehr.
    Doch Hannah plagt auch das schlechte Gewissen, da sie ihre eigentliche Aufgabe immer mehr aus den Augen verliert.

    Was für ein wunderschöner Winterroman, der auch sehr gut nach Weihnachten gelesen werden kann.
    Cara Lindon hat so herzerwärmende Charaktere geschaffen und ich konnte mich sehr gut in dieser Geschichte fallen lassen. Ihr flüssiger und spannender Schreibstil hat mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Ich sah diese kleine Buchhandlung bildlich vor mir und wäre am liebsten ein Teil dieser Menschen gewesen. Natürlich hat auch wieder eine Katze ihren Platz in dem Roman bekommen, was bei den Büchern von Cara Lindon schon selbstverständlich ist.
    Einfach ein hervorragendes Buch, dem ich sehr gerne 5 von 5 Sternen gebe und natürlich eine klare Leseempfehlung aussprechen möchte. Genießt den Roman, wenn draußen Schnee fällt  und ihr Euch gemütlich auf Eurem Lieblingsleseplatz zurückziehen könnt.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks