Bücher mit dem Tag "budapest"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "budapest" gekennzeichnet haben.

124 Bücher

  1. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442483129)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

     (499)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Im dritten Teil der Sneijder/Nemez Reihe von Andreas Gruber gibt es zwei Zeitlinien, immer abwechselnd liest man aus der Vergangenheit und Gegenwart. Es werden Leichen gefunden, in deren Haut Zeichen eingeritzt wurden. So etwas ähnliches ist vor einigen Jahren schon mal passiert. Außerdem hängen alle Opfer der aktuellen Mordserie irgendwie mit Sneijder zusammen.
    Sneijder und Nemez bekommen in dem Teil wieder sehr viel Zeit gemeinsam, worauf ich nach dem zweiten Teil, in dem das viel zu kurz kam, sehr gehofft hatte. Die beiden sind einfach ein unschlagbares Team und es macht großen Spaß die Diskussionen vom bissigen Sneijder und der immer mehr Kontra gebenden Nemez zu lesen.
    Manche Teile der Handlung haben mich leider sehr an den vorigen Teil erinnert, teilweise wirklich wie einfach kopiert, aber das hat sich mit der Zeit zum Glück gelegt und es wurde richtig spannend. Bis zum Ende habe ich mitfiebern können und selbst in den letzten paar Seiten hat der Autor noch einen großen Knall eingebaut, mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte.
     Die Charaktere sind wie immer auf ihre eigene Weise sympathisch. Den immer mies gelaunten Sneijder lernt man in diesem Teil auf der persönlichen Ebene viel besser kennen und merkt, dass auch er durchaus eine sensible Seite hat. Nemez entwickelt sich immer ein Stückchen mehr weiter und es ist toll zu lesen, wie sie in ihrem Job aufgeht und auch mit Sneijder ein super Team bildet.

    Fazit: Ein sehr spannender Teil der Reihe, der absolut Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band.

  2. Cover des Buches Dragon Love - Manche liebens heiß (ISBN: 9783802581502)
    Katie MacAlister

    Dragon Love - Manche liebens heiß

     (356)
    Aktuelle Rezension von: mond48

    Ich habe diesen Band ebenso geliebt, wie seinen Vorgänger. Auch hier wird es wieder spannend. Allerdings stellt sich Ashling etwas dämlich an, wo es um die nächtlichen Besucher geht. Das schöne auf und ab zwischen ihr und Drake hat zudem für süsse Momente gesorgt, aber mich gleichzeitig jammern und leiden lassen. 

  3. Cover des Buches Kolyma (ISBN: 9783442472352)
    Tom Rob Smith

    Kolyma

     (279)
    Aktuelle Rezension von: nord_zeilen

    Bereits ab der ersten Szene des Buches, baut der Autor Spannung auf. Diese Spannung wird immer wieder durch kleine Verfolgungsjagden oder anderen Zwischenereignissen gesteigert. Die Atmosphäre ist detailreich beschrieben, sodass mir das Buch an manchen Stellen sogar zu brutal war. Ab und zu musste ich es weglegen, um die Geschehnisse im Buch zu verarbeiten. Grundlegende Geschichtskenntnisse sind in diesem Fall sinnvoll, um den Geschichtsstrang zu verstehen.

    Der Hauptcharakter Leo Demidow ist mir zu Anfang sehr sympathisch, allerdings ändert sich das im Laufe des Buches. Leo setzt sein Leben auf`s Spiel, um seine Tochter zu retten, die ihn hasst und seine Liebe nicht erwidert. Dieses Verhalten erscheint mir naiv und ich kann seine Handlungen nicht immer nachvollziehen.

    Obwohl das Buch immer wieder in Zeitabschnitte gegliedert ist, gehen mir manche Geschehnisse zu schnell. Dabei geht es nicht um fehlendes Verständnis, sondern darum, dass die Ereignisse in der Realität nicht so schnell ablaufen können.

    Insgesamt kann das Buch den Leser durch die durchgehende Spannung sowie den lebhaften und detailreichen Schreibstil fesseln, weshalb ich das Buch mit vier Sternen bewerte.

  4. Cover des Buches Der Schwimmer (ISBN: 9783596510207)
    Zsuzsa Bánk

    Der Schwimmer

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Normal liebe ich Geschichten einfach aus dem Leben heraus. Es muss dabei kein großer Adrenalinstoß sein oder eine immense Biographie aber es sollte eine nette und unterhaltsame Geschichte sein, bei der man sich wohlfühlt und eingekuschelt in seine Decke auf der Couch liegt und einfach genießt. So habe ich mir diese Geschichte irgendwie vorgestellt, aber es lief anders...

    Geschichte: Ungarn, in den 60er Jahren. Isti und seine Schwester müssen den Verlust ihrer Mutter verkraften, die anscheinend einfach ohne ihre Kinder auf und davon gegangen ist. Der Vater , ein Träumer, der einfach Stunden oder Tagelang in seinem Kopf "wegtauchen " kann und Egoist und zu der Zeit auch ein Macho vor dem Herrn, ist sicher nicht in der Lage die beiden Kinder zu versorgen, zieht zur Verwandtschaft um die Kinder unterzubringen und sich weiter bekochen zu lassen. Doch auch das funktioniert nicht auf Dauer...

    Personen und Schreibstil:

    Davon abgesehen, dass mir fast alle Personen zu 100% Unsympathisch sind, ist der Schreibstil sicherlich nicht schlecht, aber die ganze Geschichte stößt mich derart ab, dass auch nicht der Mitleids-oder ich habe alle Lieb Effekt eintreten kann. 

    Meinung:

    Es gibt Geschichten wie Bsp. zuletzt gelesen Tender Bar oder Der Gesang der Flußkrebse, in denen die Autoren wirklich etwas zu erzählen hatten, oder mir etwas wie Natur oder eine Bar nahe bringen konnten. Im Vordergrund stehen natürlich die Personen und Ihr Verhalten. So auch bei Zsuzsa Bank, aber die Personen sind alle Verhaltensgestört. Warum sollte ich mir die Geschichte einer komplett verhaltensgestörten Familie in Ungarn antun ? Menschen die Tagelang auf einen Stuhl ins nichts schauen können, Menschen die absolut keine Verantwortung übernehmen wollen, Mütter die ohne Kinder in den Westen fliehen, Kinder die sterben, weil niemand aufpasst. Väter die nicht arbeiten wollen und zur Not auch im freien schlafen. Das hier hat nichts mit Romantik oder mit verklärter Schönheit zu tun. Das ist auch kein Schicksal welches auf unerklärliche Art einer Familie widerfährt, sondern einfache Dummheit und Verwahrlosung, bei denen die Verwandten reagieren sollten, aber selbst voller Probleme stecken, die wir nicht nachvollziehen können.

    Fazit:

    Das Buch hat mich angesprochen, aber auf eine Art und Weise , dass ich einfach nur wütend wäre, wenn ich auf solch dumme Menschen treffen würde. Ich kann leider den angeblichen Erfolg des Buches nicht nachvollziehen, da es mir einfach nichts gegeben hat aber Geschmäcker sind zum Glück verschieden.




  5. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarze Nacht (ISBN: 9783899416411)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarze Nacht

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Sombraluna

    Meinung: 

    Schon einmal haben ich diese Reihe angefangen zu lesen und  schon damals war ich sehr begeistert von ihr. Gena Showalter ist zwar eine von mehreren die eine Gruppe von Kriegern erschaffen hat die alle nach und nach eine Frau bekommen. Aber für mich ist es eine der besten Reihen die ich bisher gelesen haben. Den die Autorin hat eine Welt erschaffen die ich so noch nicht kannte und mich sehr fasziniert hat. 

    Der erste Teil der Reihe "Schwarze Nacht" ist ein hervorragender Start in die Welt der Herren der Unterwelt. Sie startet mit dem Krieger Maddox der den Dämon der Gewalt in sich trägt. Jeder der Krieger in dieser Reihe beherbergt einen Dämon in sich ohne den er nicht mehr leben kann. 

    Der Anfang ist sehr interessant, natürlich wird zu anfangs erstmal etwas über die Welt erklärt. Man erfährt was man wissen muss, aber nicht zulange hinaus gezogen das es störend sein können, weil man zum Punkt kommen möchte. 

    Den Umgang der Krieger miteinander ist sehr herzlich und familiär. Obwohl sie nicht miteinander verwandt sind, verhalten sich sich alle wie Brüder und der eine würde für den anderen sein leben geben. Jeder einzelne der Krieger hat seine guten und schlechten Seiten, ich freue mich schon sehr alle kennen zu lernen. Und natürlich habe ich schon meine Lieblinge unter den Kriegern. 

    Die Protagonisten dieses Buches aus derer Sicht die meiste Zeit geschrieben wird sind Maddox der Krieger der Gewalt und Ashlyn Darrow. Obwohl Maddox den Dämon der Gewalt in sich trägt ist er ganz anders als man erwarten würde. Natürlich kann er kämpfen wie der Teufel und ist einer der besten Krieger, aber schlussendlich ist er ein sehr einsamer und liebevoller man, der sich nur eine Familie wünscht.  Was für ihn aber nie in Frage kommt, da er unsterblich ist und mit einem Fluch belastet ist der ihn jede Nacht aufs Neue sein Leben kosten wird. Bis er auf Ashlyn trifft.. Auf der Suche nach Hilfe um ihre Gabe zu beherrschen trifft sie auf den attraktiven Maddox. Sie ist ein eher ruhiger, süßer Charakter, sie denkt gerne zuviel nach, anstatt einfach zu sagen was sie stört oder braucht. Und doch ist sie auch schlagfertig nachdem sie mit dem Krieger eine weile Kontakt hatte. Sie kann aber auch manchmal ein wenig nervig werden, vor allem wenn sie jede Frage mit einer Gegenfrage beantwortet. Die Autorin schreibt in einem locker leichten Schreibstil in dem man gar nicht merkt wie die Seiten verfliegen, so sehr ist man in der Geschichte auch drin und schnell ist es auch zu Ende.

    Das einzige was mich wirklich in diesem Buch stören könnte, wäre das die Liebe der beiden für mich zu schnell geht, innerhalb von 1-2 Tagen unzertrennbar... das ist mir mich nicht echt, aber hier kann ich eine Ausnahme machen, da bei den beiden einfach alles passt. 

    Ab und zu wird auch ein Kapitel in der Sicht eine anderen Kriegers geschrieben, was aber nicht unbedingt "nervig" wie man erwartet würde, da man mehr von den Protagonisten lesen möchte. Aber es ist ehr interessant, die Kapitel sind auch nicht zu lange, aber man erfährt auch gleich mehr über die anderen Krieger, jeder hat seine eigene Geschichte. 

    Auch wenn ich jeden der Krieger auf seine Art liebenswert finde, nervt mich der Starrsinn von ihnen des öfteren. Das festhalten daran, das alles was sie nicht kennen und sie betrifft böse ist... 

    Die Autorin hat fast am Ende sogar einen richtige fiesen Cliffhanger eingebaut, der einen fast wahnsinnig machen kann. 

    Schlussendlich bin ich aber sehr überzeugt von diesem Auftakt, vor allem gegen Ende merkt man auch sehr viel Gefühl in diesem Buch, ich muss auch die ein oder andere Träne verlieren da es noch sehr traurig wird. Obwohl es größtenteils vorhersehbar ist wird man doch des ein oder andere mal überrascht. 

    Fazit: 

    Ich kann diese Reihe nur wärmstens Empfehlen wenn man auf heiße Krieger und viel Gefühl steht. Auch die dramatischen Szenen kommen nicht zu kurz und Erotik erst recht nicht. Für mich genau richtig. Und ich habe es nicht bereut dieses Buch als Re-Read gelesen zu haben. Genauso werde ich es auch mit den restlichen Teilen tun die ich bereits gelesen habe. Die Bücher halten einem im Bann und auch der Humor kommt nicht zur kurz. Man lernt diese Jungs richtig zu lieben. 

    Sie machen auf jeden Fall Lust auf mehr. 

  6. Cover des Buches Becks letzter Sommer (ISBN: 9783257609271)
    Benedict Wells

    Becks letzter Sommer

     (404)
    Aktuelle Rezension von: Peebee7474

    Kurze Zusammenfassung zum Inhalt: Lehrer Beck, der eigentlich Musiker werden wollte, entdeckt in seinem mit Schüler Rauli ein wahres Musikertalent.
    Rauli Spiel Gitarre dass die Schulmauern einstürzen, singt wie ein Gott und textet mindestens so genial wie Bob Dylan (der übrigens in dem Roman auch eine Rolle spielt.) Deshalb beschließt Beck, Den Jungen groß rauszubringen und dadurch seinen verpassten Lebenstraum zu verwirklichen kann.
    Allerdings verliebt er sich zeitgleich das erste Mal und sein bester Freund Charlie steckt in großen Schwierigkeiten – Beck betreut sozusagen viele Baustellen gleichzeitig, von seiner eigenen ganz zu schweigen.
    Als Charlie aus der geschlossenen Psychatrie ausbüxt, bittet er Beck ihn nach Istanbul zu seiner Familie zu fahren. Rauli, kurz vor seinem 18. Geburtstag, beschließt kurzerhand mit zu kommen und ein abenteuerlicher Roadtrip mit Pistolen, Drogen und wilden Begegnungen beginnt. 


    Benedict Wells kann einfach schreiben und unterhalten, die Figuren sind so einprägsam, dass sie für mich unvergessliche Typen geworden sind. Wenn man bedenkt dass das sein Debüt ist, ist das schon unglaublich. Sicher die „B -Seite“ hat ihre Längen aber wirklich langweilig wurde es mir nie. Die Dialoge sind witzig und tiefsinnig und zwar ist Beck manchmal wirklich ein Arsch aber irgendwie kann man doch mit ihm mitfühlen. Rauli und Charlie wachsen einem ans Herz und vielleicht bin ich ja nur am Leben um eines Tages diese Typen in einem Buch kennen zu lernen. Wer eine gute Zeit haben möchte, legt eine Bob Dylan CD ein, genehmigt sich ein Bier oder ein Glas Wein und liest diesen Roman, verkehrt machen kann man da ganz sicher nichts.

  7. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833303944)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (304)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam

    Der Titel des Buches (engl. „The Historian“) ist zugleich Motto, Charakterisierung aller Hauptpersonen und Auflösung eines großen Rätsels zum Ende hin – und könnte damit kaum treffender gewählt sein.
     Eingleisig oder gar schmalspurig wird der Roman deshalb nicht. Im Gegenteil. In drei Generationen spielt die Handlung und wir reisen in verschiedenen Zeiten des 20. Jahrhunderts (30er, 50er, 70er) von Amsterdam, nach Istanbul, Budapest, Südfrankreich und Rumänien, immer auf den Spuren Vlad III. und den Zeugnissen über ihn aus dem 15. Jahrhundert. Die treibenden Kräfte sind die großen Fragen: Wo ist das Grab des vermeintlichen Grafen Dracula? Und liegen dort wirklich seine sterblichen Überreste?

    Unerwarteter Erfolg für einen viktorianischen Roman …

    Als der Debütroman von Elizabeth Kostova 2005 in den USA erschien, landete er direkt auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerlisten (New York Times u.a.). Zwei Jahre zuvor war „The Da Vinci Code “ von Dan Brown (dt. „Sakrileg“) erschienen und zu den Topsellern in der Branche aufgestiegen. Das Publikum war begierig auf Thriller, die Action und die Suche nach Rätseln in der Geschichte verbanden, weshalb die Verlagswelt sich in einer Auktion um die Rechte für dieses Werk überbot und damit ein groteskes Stück Buchgeschichte schrieb. Nachdem der Verlag Little, Brown and Company bereits 2 Millionen als Honorar für die Autorin aufgewendet hatte, musste ein gigantisches Marketing mit TV-Werbung und zehntausenden Vorabexemplaren folgen. Ein riskantes Buchpokerspiel …

    Am ersten Tag des Erscheinens wurde in den USA 80.000 Exemplare verkauft. Nach nur einer Woche lagen die Verkaufszahlen bereits so hoch (ca. 700.000), dass The Historian sich auf den Platz 1 geschoben hatte. Das ist eine waschechte american success story und in diesem Fall ein besonderer Glücksfall für die Leserwelt. Durch spekulative Marktmechanismen wurde ein sonst eher leises und anspruchsvolles Werk in Welt der Massenware hochgepusht.  

    Niemand war mehr über den Erfolg erstaunt als die Autorin selbst: „It’s a literary novel, not a commercial novel“. Nach ihrer Meinung hatte sie einen langsamen, viktorianischen Roman geschrieben. Ihre Helden stolpern nicht abgebrüht, abenteuerlustig und plündernd wie India Jones durch unentdeckte Überreste der Vergangenheit, sondern sie sind echte Historiker und Bibliothekare, die sich in mühevoller Kleinarbeit durch vergilbte Karteikartenkataloge kämpfen und die Geheimnisse der Vergangenheit in unzugänglichen Faksimiles akribisch entziffern.

    In Deutschland erschien das Buch noch im gleichen Jahr (2005) bei Bloomsbury (engl. Verlag, bei dem Harry Potter im Original erschien), aber die Resonanz war sehr verhalten. Ich kann nur mutmaßen, ob das vergleichsweise schmale Marketing der Grund war, oder vielleicht die etwas eigene deutsche Leserschaft. Tatsächlich dominierten den deutschen Fantasy-Markt in dieser Ära Zwerge, Orks, Elfen und natürlich die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Obwohl ebenfalls 2005 (und auch bei Little, Brown and Company) Stephenie Meyer mit dem ersten Buch ihrer Twilight-Serie einen Vampir-Boom in den darauffolgenden Jahren auslöste, wurde Der Historiker von dieser Welle nicht mitgerissen. Mein böser Verdacht ist, dass das deutsche Fantasy-Publikum schlicht keine anspruchsvolle Kost gewohnt war und deshalb das Dargebotene nicht zu würdigen wusste. Das Urteil mildernd muss ich hinzufügen, dass der viktorianische Schauerroman eine lange und würdige Tradition in den englischsprachen Ländern besitzt und die Geschmacksnerven der Leserschaft besser auf einen über 800 Seiten langen Roman eingestellt sind, in dem der interessante, aber normale Historiker-Alltag nur an einzelnen Stellen von dem Unheimlichen durchbrochen wird. Hoch spannend bleibt es allemal – auf zum Inhalt:

    Geschichten über Geschichte

    In ihrer Kindheit bereiste Elizabeth Kostova (geb. 1964) mit ihrer Familie die südeuropäischen Ostblockstaaten und erinnert sich gerne an die Geschichten, die ihr Vater zur Unterhaltung auf den langen Fahrten über Dracula erzählte. Damit war nicht nur ihr Interesse an dieser schillernden Gestalt zwischen Mythos und historischer Realität geweckt, sondern auch die Erzählform für ihren ersten Roman gefunden. In dem fiktiven Epilog stellt sich eine amerikanische Geschichtsprofessorin vor, die in Rückblenden von ihren Erlebnissen als Sechzehnjährige berichtet, natürlich auf Reisen durch Europa mit ihrem Vater, dem sie ganz langsam das große Geheimnis um ein kleines Büchlein entlockt, das in seinem Inneren nur einen großen, zornigen Drachen beherbergt – das Zeichen des Ordo Draconis, dem Vlad der III. angehörte, weshalb er den Beinamen Drăculea trug.

    Ihr Vater, den wir als Paul kennenlernen, berichtet von den seltsamen Begebenheiten, wie er in den 50ger Jahren als Student in Oxford bei seinen Unterlagen plötzlich dieses leere Buch fand. Als er seinen Geschichtsprofessor Rossi zu Rate zieht, offenbart ihm dieser, dass auch er ein solches Buch besitzt und seine Nachforschungen ihn zu dem walachischen Fürsten (heutiges Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert geführt haben. Aus unerfindlichen Gründen übergibt der sonst so rationale Professor Paul die Aufzeichnungen über seine Suche nach dem Grab und fügt fast ängstlich hinzu: „Dracula … Vlad Țepeș … lebt noch“ (35). Am gleichen Abend verschwindet Rossi spurlos; zurück bleiben nur ein paar Tropfen Blut. Verzweifelt sucht Paul in den Unterlagen nach Hinweisen, was seinem Professor passiert sein könnte, und trifft in der Bibliothek auf eine junge Doktorandin, die Rumänin Helen. Nach einer zaghaften Annäherung der beiden zeigt sich, dass Helen den Professor durch ihre Arbeit über Vlad III beeindruck möchte, weil sie dessen uneheliche Tochter ist. Paul erzählt ihr von seinem Verdacht, was mit dem Professor geschehen sein könnte, aber ein Bibliotheksangestellter belauscht das Gespräch und beißt Helen in den Hals. Überhastet brechen die beiden nach Istanbul auf, wohin eine erste Spur weist.

    Immer weiteren Dokumenten und ihren Geheimnissen folgend reisen Paul und Helen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien, werden von Untoten heimgesucht, entdecken nach langen Mühen tatsächlich das Grab des Fürsten, treffen auf den sterbenden Professor, erfahren die wahre Geschichte der Begegnung zwischen ihm und Helens Mutter aus seinen persönlichen Aufzeichnungen und begegnen dem leibhaftigen Vlad Dracula … Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne doch auf gemeine Art zu spoilern.

    Inzwischen ist jedoch auch der Vater der Erzählerin spurlos verschwunden und die 16-Jährige macht sich in Südfrankreich auf die Suche nach ihm, denn sie vermutete ihn an einem der letzten Orte, wo Dracula noch eines seiner geheimen Gräber besitzt. Sie wird von unheimlichen Wesen verfolgt, aber auch von einem studentischen Gentleman wacker unterstützt.

    Die verschiedenen Erzählebenen verflechten sich im Laufe des Romans so stark miteinander, dass man als Leser die Geschehnisse in drei Zeiten fast synchron erlebt. Von Rossi erfahren wir durch seine Briefe und Tagebucheinträge, von Paul aus dessen eigenen Schilderungen auf der Reise mit seiner Tochter und zuletzt und parallel alles in der Erzählgegenwart von dieser selbst. Historik und die persönlichen Schicksale verweben sich auf brillante Art in den Historikern selbst.

    Durch Geschichten in der Kindheit der Autorin wird das Interesse an Geschichte geweckt und daraus entsteht wieder die Lust auf Geschichten … Das ist die Geschichte des Buches Der Historiker.

    Übrigens sind die historischen Hintergründe und Orte des Romans sehr gut recherchiert und stimmig, nur die Fakten um das Grab sind fiktiv und die Dokumente und Zeugnisse dazu fast komplett erfunden (ich habe selbst schon zum Thema Vlad III. geforscht).

    Eine eigenwillige Hommage an Bram Stoker

    Der Historiker liegt weitab vom üblichen Fantasy-Mainstream und ist durchaus ein Art Kunstwerk. Elizabeth Kostova hat 10 Jahre daran gearbeitet – manche der bekannteren Fantasy-Autoren bringen deutlich mehr als ein Werk pro Jahr heraus. Daraus lässt sich ersehen, welche Arbeit hinter diesem Buch steckt. Das macht einen Unterschied und der Unterschied ist spürbar.

    Die Autorin hat sich eine interessante Mischung ausgedacht, indem sie historische Briefe, Dokumente und persönliche Berichte mit der Rahmenhandlung einer Ich-Erzählerin verbindet, die uns als LeserIn zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit einlädt. Dabei nutzt die Amerikanerin ein Gestaltungsprinzip ihrer großen literarischen Vorlage, Bram Stokers „Dracula“ (1897), der seine Vampir-Geschichte als Tatsachendokumentation in Form von Tagebucheinträgen und Zeitungsartikel präsentiert.

    Kostova stellt dieses Prinzip nicht in Frage, ironisiert es nicht. Eingebettet in eine rückblickende Erzählung umspinnt sie auf diese Weise unseren modernen, rational und historisch geprägten Geist und verführt uns für die Zeit des Lesens, daran zu glauben, dass Dracula tatsächlich noch bis ins letzte Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat und, wenn ich den Epilog richtig verstehe, vielleicht sogar noch heute.

    Vampirisches?

    Kommen Vampir-Freunde auf ihre Kosten? Vielleicht nicht, je nach dem. Wer Bram Stokers Dracula mag, wird den Historiker noch weit mehr mögen, weil die Erzählweise viel moderner und weniger weitschweifig, blumig und umständlich ist. Und ein paar typische Gerne-Elemente finden sich durchaus. Bisse, Blut, Werkzeuge für die Vampirjagd (Silberdolch), Angriffe durch dienende Untote (Vampire), bezwingende Hypnose, Fledermausschatten, Särge und Grüfte …
    Am meisten enttäuscht am ganzen Buch hat mich die Begegnung mit Dracula selbst – er ist anders als meine Vorstellung von ihm … und nicht übermäßig böse. Schade – ich hätte mich gerne mehr gegruselt.
     Die Büchlein mit den leeren Seiten und dem Drachen hat er übrigens selbst gedruckt und verteilt … Warum? Wenn ich das mal so ganz verstanden hätte. Ich finde es nicht stimmig.

    Trotz der Umfänglichkeit des Buches bleibt vieles über Vlad Dracula offen, wie er zum Vampir wurde, wie viele seiner Art es noch gibt – reizvoll und unbefriedigend zugleich, aber in jedem Fall anregend für
     die eigene Fantasie. Und das schätze ich durchaus.

    Einordnung in der Literatur und Kritik

    Ein Feuilletonist der FAZ betitelte (2005) seine Rezension sarkastisch „wie man einen Roman pfählt“ und spielte damit auf die grausamen Hinrichtungsmethoden des historischen Vlads und auf Längen des Romans an, eine beliebte Kategorie der Literaturkritik, die wenig besagt. Tatsächlich ging es mir an einigen Stellen aber ähnlich und ich musste zwischendurch mein Durchhaltevermögen bemühen, um dran zu bleiben. Die Frage ist, wodurch diese Längen entstehen.
    Ausführlichere Berichte von der Reise, Beschreibungen der Landschaft und der Städte, Details des Interieurs – all das gehört zum Schmuckwerk und literarischen Gewand eines Romans, der sich an die viktorianische Erzählweise des 19. Jahrhunderts anlegen will, dennoch wirkt es ungewohnt. Die Gothic Novel lebt davon, dass in die alltäglich erlebte Wirklichkeit plötzlich das Übersinnliche hereinbricht und alles in Frage stellt, weshalb man in der Literaturforschung von magischem Realismus spricht.
    Die Längen haben also System. Trotzdem erwarten die Lesegewohnheiten des 21. Jahrhunderts etwas mehr Spannung. Mir hätte es geholfen, wenn die äußeren Orte ähnlich wie bei Dan Browns Thriller in einem direkten Zusammenhang mit der historischen Detektivarbeit gestanden hätten. Aber man kann auch nicht alles in einem Buch haben.
    Der Historiker bietet zudem eine wunderschöne und tragische Liebesgeschichte, lässt das Leben im Rumänien und Bulgarien der 30er und 50er Jahre szenisch vor Augen treten und erzeugt eine leicht gruselige, melancholische Stimmung, die perfekt zu der Erzählung passt.

    Und noch ein Zitat:

    „Es ist eine Tatsache, dass wir Historiker uns für Dinge interessieren, die zum Teil unser eigenes Ich widerspiegeln, vielleicht den Teil, den wir am liebsten nicht näher untersuchen würden, es sei denn auf dem Feld der Wissenschaft. Und je mehr wir in unsere Interessen eintauchen, desto mehr ergreifen sie von uns Besitz.“ (314)

  8. Cover des Buches Nalas Welt (ISBN: 9783404617111)
    Dean Nicholson

    Nalas Welt

     (51)
    Aktuelle Rezension von: SabrinaMaus

    Ein Mann,eine Straßenkatze und eine Freundschaft,die alles ändert

    Dean fährt mit seinem Fahrrad auf Weltreise und auf einmal fand er ein kleines Kätzchen.

    Wird er seine Reise gut vortzetzen können?

    Ich fand das Buch einfach super und konnte nicht mehr aufhören zu lesen!


  9. Cover des Buches Mord auf der Donau (ISBN: 9783740804565)
    Beate Maly

    Mord auf der Donau

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Silent_Darkness

    "Mord auf der Donau" von Beate Maly entführt den Leser in die Zwischenkriegszeit Wiens. Die aus den Vorgängern bekannten Ermittler Ernestine und Anton sind wieder mit an Bord - wortwörtlich, denn dieses Mal begeben sie sich auf eine Donauschifffahrt mit Filmvorführung. Und - wie sollte es anders sein? - auch mit einem Mord. 

    Maly hat einen angenehmen Schreibstil und beschreibt die historische Zeit sehr schön. Auch die Charaktere sind fein gezeichnet und man kommt trotz des großen "Ensembles" (ganz Agatha Christie) nicht durcheinander.

    Während der Geschichte hat man hier und da schon einen Verdacht, wer es denn gewesen sein könnte. Auch die Ausflüge in die Psychologie und deren Ansätze von damals fand ich sehr spannend.

    Leider kam die große Enttäuschung am Ende, da es völlig aus der Luft gegriffen ist und es bis auf einen Satz, der weiter vorne im Buch am Rande erwähnt wurde, überhaupt keine Hinweise auf die Person als Täter gab! 

    Schade. Aber dennoch gibt es drei Sterne für all die Seiten vor dem Ende ,)

  10. Cover des Buches Die späte Reue des Jack Wiseman (ISBN: 9783552057401)
    Ayelet Waldman

    Die späte Reue des Jack Wiseman

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Sahina_89
    Da ich mich sehr für Geschichten aus dem 2. Weltkrieg interessiere, musste ich das Buch selbstverständlich lesen.

    Das Buch war in verschiedene "Zeiten" aufgeteilt und deshalb recht übersichtlich. Man wusste immer, wo man sich gerade "befindet".

    Über den Inhalt brauche ich ja nichts zu schreiben, der dürfte den anderen ja bereits bekannt sein. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es für Jack Wiseman noch eine Art Happy End gibt, bevor er stirbt. Aber dazu hätte man das ganze Buch anders schreiben müssen ;-)

    Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das zeigt, wie schwer es Juden früher hatten und auch heute immer noch haben.
  11. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarzer Kuss (ISBN: 9783899416497)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarzer Kuss

     (195)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Gena Showalter – Die Herren der Unterwelt, 2, Schwarzer Kuss


    Anya ist die Göttin der Anarchie und wird von Kronos gejagt, der unbedingt etwas haben will, was in ihrem Besitz ist, aber auch weil sie jemanden getötet hat. Da Kronos nun die allumfassende Macht hat, beauftragt er Lucien, der den Dämon des Todes in sich trägt, sie zu ermorden. Wenn Lucien es nicht macht, werden er und die restlichen Herren der Unterwelt große Qualen erleiden.

    Doch diesmal fällt es Lucien nicht leicht, den Auftrag auszuführen, da Anya sich immer wieder in seiner Nähe aufhält, ihn herausfordert und ihn scheinbar begehrt. Aber vor allem ist er mit der Suche nach den Artefakten beschäftigt, die ihn und seine Freunde zu der Büchse der Pandora führen soll.

    Je öfter Anya ihn von der Arbeit abhält, mit ihm kämpft, sich ihm entgegen stellt desto anziehender findet er sie und schon bald muss er sich entscheiden: seine Freunde oder Anya.


    Auch der zweite Teil der „Herren der Unterwelt“-Reihe steht schon seit geraumer Zeit in meinem Buchregal bei den SUB´s, und nachdem ich vor einiger Zeit den ersten Band gelesen habe, bin ich neugierig geworden wie es weiter geht.


    Auch in diesem Buch ist die Handlung , temporeich, überraschend, abwechslungsreich, spannend, komplex und erotisch, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Der flüssige Schreibstil und die recht kurzen Kapitel machten es zu einem Pageturner, der die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hielt.

    Die Grundstimmung des Buches ist nicht so düster und beklemmend wie im ersten Band, was sicherlich an Anya liegt, die immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat.

    Die bereits bekannten Charaktere werden weiter ausgearbeitet und auch die neuen Charaktere sind lebendig, facettenreich und detailliert beschrieben, sodass ich mir ein noch besseres Bild von ihnen machen konnte.

    Im Vordergrund stehen diesmal Anya und Lucien.

    Lucien, war mir schon im ersten Band sehr sympathisch, klug, stark und angsteinflössend, dennoch scheint er das Herz am rechten Fleck zu haben. Er ist für mich der Anführer der Lords und mit seinem eher distanzierten Gemüt, denn er versucht seinen Dämon und seine Wut unter Kontrolle zu halten, erscheint er mir der stärkste der Krieger. Anya lässt ihn allerdings immer wieder an seiner Grenzen gehen, und das mitzuerleben macht mir Freude, weil es die Geschichte aufgelockert hat.

    Anya, die Göttin der Anarchie, die zerstören, stehlen, lügen und betrügen muss, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ein Blick lohnt sich, um hinter die Fassade zu schauen. Hier wünsche ich mir wirklich, dass sie auch in den Folgebänden eine Rolle spielt.

    Ein weiterer Handlungsstrang geht um Paris, der mit seinem Dämon der Vielweiberei, in Gefahr schwebt und auch Aaron und Reyes bekommen ihren eigenen Handlungsstrang, sodass es ein Wiedersehen mit Danica gibt.

    Die Handlungsorte sind auch in diesem Buch bildhaft beschrieben.


    Die erotischen Szenen werden detailliert beschrieben, sodass das Buch für Kinder/Jugendliche nicht geeignet ist.


    Mich hat das Buch gut unterhalten, es war kurzweilig und vielseitig.


    Das Cover passt zu zum ersten Band und ist mit seinem düsteren, dunklen Farben ein Blickfang.


    Fazit: Gelungene Fortsetzung der „Herren der Unterwelt“-Reihe mit viel Spannung, Action und Erotik.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

  12. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust (ISBN: 9783899416503)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Im 3. Teil begleiten wir Reyes, den Träger des Schmerzes. Um seinen Dämon zufrieden zu stellen, muss er sich selbst Schmerzen zufügen. Sein Herz hängt an Danika, die wir schon in Teil 1 kennen gelernt haben. Und die die Titanen grundlos(?) unbedingt tot sehen wollen.

    Hatte hier endlich mal nicht so sehr das Gefühl einer Insta-Story. Süß schrieben und auch hier kriegen wir wieder Einsichten zu den anderen Kriegern. Interessanterweise darf der Leser aber auch mal bei den Feinden reinschnuppern. Vielleicht wird das in den Folgebänden noch 1-2x mehr vorkommen. Wäre zumindest interessant.

    Und wieder war mir das Ende etwas zu kurz angebunden. Bin gespannt, wann es rauskommt, warum Aeron im entscheidenden Moment zusammengesackt ist…

    Was mich immer noch nervt, sind die ständigen Teaser zu Paris‘ Geschichte. Ich will nicht noch so viele andere Geschichten vor mir haben…

  13. Cover des Buches Die unsichtbare Brücke (ISBN: 9783462043006)
    Julie Orringer

    Die unsichtbare Brücke

     (26)
    Aktuelle Rezension von: AllesSchwarz
    Zuerst schreckten mich die über 800 Seiten etwas und ich stellte mir die Frage, ob mich das Thema dieses Buches wirklich so viele Seiten fesseln würde, aber dann habe ich es doch gewagt und ich muss gestehen, ich habe es nicht eine Seite lang bereut. Es geht um die jüdisch-ungarische Familie Levi mit ihren 3 Söhnen, zum ende der 30er Jahre. Der mittlere Sohn Andras geht nach Paris um dort Architektur zu studieren. Er hat es nicht leicht, da sein Stipendium nach kurzer Zeit eingefroren wird, weil Juden nicht mehr unterstützt werden. Durch einige glückliche Fügungen kann er dann doch weiterstudieren, muss aber neben dem Studium arbeiten und er scheut keine Arbeit. Dann lernt er die ein paar Jahre ältere Claire Morgenstern kennen, die ein Geheimnis mit sich herumträgt und diese Liebesgeschichte ist alles andere als unkompliziert. Andras älterer Bruder kann durch ein Stipendium nach Italien, um dort Medizin zu studieren. Und auch er findet seine große Liebe, die auch von anfänglichen Verwicklungen geprägt ist. Dann greifen die Einschränkungen, denen Juden unterworfen wurden, wurden immer schwerwiegender, so dass sie wieder zurück nach Ungarn müssen, in der Hoffnung schnell wieder nach Paris bzw. Italien zurückzukönnen, was sich als Trugschluß erweist. Dann begleitet man die Familie weiter durch den ungarischen Teil des Krieges und leidet mit den einzelnen Personen, freut sich mit ihnen, wenn sich wieder mal etwas glücklich fügt und ist entsetzt, zu was manche Menschen in so einer Situation fähig sind. Die Geschichte ist ausführlich, allerdings nie zäh oder langweilig, sondern interessant geschrieben. Sie stellt den menschlichen Aspekt sehr in den Vordergrund aber beleuchtet die Hintergründe sehr gut, so dass man auch neue Erkenntnisse gewinnen kann. Die Autorin erzählt hier die Geschichte ihrer eigenen Familie und sie macht es so toll, dass sie mit Recht mit diesem Buch auf der Bestsellerliste der New York Times stand.
  14. Cover des Buches Roman eines Schicksallosen (ISBN: 9783499253690)
    Imre Kertész

    Roman eines Schicksallosen

     (228)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    „Vom Glück der Konzentrationslager“ will er erzählen, der Überlebende in Imre Kertész‘ „Roman eines Schicksalslosen“. Es sind Sätze wie dieser, die mir als Leserin den Atem rauben. Sätze wie dieser, die es mir unmöglich machen, eine „normale“ Rezension zu verfassen. Die sonst üblichen Maßstäbe versagen hier schlicht.

    Kerstesz‘ 1975 erstmals erschienener Roman ist mehr als ein Buch über das Leben im Konzentrationslager. Sein Roman ist dem Akt des Erinnerns gewidmet. Kertész breitet die Erinnerungen seines 15-jähigen Ich-Erzählers vor uns aus. Dieser wird völlig unerwartet aus seinem Leben gerissen. Ohne Anklage verhaftet man ihn am helllichten Tag  in seiner Heimatstadt Budapest und verschleppt ihn mit Hunderten anderen ins Konzentrationslager Ausschwitz, später nach Buchenwald.  Nur langsam bahnt sich das Grauen einen Weg in sein Bewusstsein. Schritt für Schritt, Wort für Wort, verändert sich sein Blick. Das Unnormale wird normal, so dass ihm Stück für Stück die Normalität verloren geht.

    Spätestens jetzt wird klar: Dieser Roman ist eine Perversion, denn jeder Versuch das Unerklärbare erklärbar zu machen ist obszön. Der Tabubruch bricht den Menschen. Das Erinnern gerät zum unmöglichen Akt, weil es versucht das Unbegreifbare verstehen zu wollen.

    Kertesz gelingt es, dieses Unfassbare in Worte zu fassen. Nicht dass es so verständlich würde, nein, dieser Teil der Geschichte entzieht sich jeden Verstehens. Aber so, dass wir, die Leser, dieses Nichtverstehen mit dem Erzähler teilen müssen ohne uns ihm entziehen zu können.

    Es ist unbestreitbar grandios, wie Kertész Form und Inhalt seines Textes zu einer Einheit verschmelzen lässt. Mehr und mehr entgleitet Kertész Protagonisten die Realität und mit ihr die Fähigkeit diese noch zu beschreiben. Selbst als er gerettet ist, kann er die Grenzen seines inneren Gefängnisses nicht sofort überwinden. Er erkennt die zurückgekehrte Normalität einfach nicht mehr. Sie passt nicht mehr in sein Weltbild.

    Durch den Akt des Erinnerns wird das Erinnerte selbst zum Mahnmal, zum Apell gegen das Vergessen. Denn die Zeit, stellt der Überlebende fest, ist nur im Rückblick unveränderlich. Alles was passiert, passiert durch die, die es tun oder lassen. Und so wird jeder zum Verantwortlichen für das Schicksal.

    „Aber auch so habe ich ihnen erklärt, dass man nie ein neues Leben beginnen, sondern immer nur das alte fortsetzen kann. Ich und kein anderer hat meine Schritte gemacht, und ich behaupte mit Anstand. (…) Ob sie denn wollten, dass diese ganze Anständigkeit und alle meine vorangegangenen Schritte nun ihren ganzen Sinn verlören? … warum diese Widerspenstigkeit, warum dieser Unwille, einzusehen: wenn es ein Schicksal gibt, dann ist Freiheit nicht möglich: Wenn es aber (…) die Freiheit gibt, das heißt also, wir selbst sind das Schicksal“

    „Ich werde mein nicht fortsetzbares Dasein fortsetzen“, läßt Kertesz seinen Protagonisten am Ende des Romans sagen. Der Widerspruch löst sich nicht auf. Er bleibt als unheilbare Wunde für immer bestehen.

  15. Cover des Buches Magyria - Das Herz des Schattens (ISBN: 9783442268108)
    Lena Klassen

    Magyria - Das Herz des Schattens

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_Ollenburg

    Eine tolle Geschichte, mit einer neuen Interpretation von Vampiren und Wölfen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hanna und Mattim erzählt, sodass man sich in beide Protagonisten einleben kann und sie besser kennenlernt.
    Auch der innere Konflikt, den Mattim in sich trägt, ist nachvollziehbar aufgebaut.
    Fragen zu Hintergründen, die beim Lesen entstehen, werden im weiteren Verlauf aufgeklärt.

  16. Cover des Buches Caspers Weltformel (ISBN: 9783424351033)
    Victoria Grader

    Caspers Weltformel

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Punschpudding

    Der Plot vom Debütroman von Victoria Grader klingt spannend: es gibt einen eher zurückhaltenden und grauen Physikdoktorand, Casper, der heimlich schon sein ganzen Leben lang ein Formel fürs Leben ausarbeiten will und daran auch tüftelt. Aus einem Gefühl heraus, aus seinem faden und berechenbarem Leben herausbrechen und lebendiger werden zu müssen fährt er mit dem Zug ins Baue, besser gesagt zum nächstbesten fremden Ort, da landet er mit einem Rucksack in Budapest. Auf unbestimmte Zeit und mit unbestimmtem Ziel. Er ist weder ein richtiger Tourist, noch jemand, der sich dort niederlassen möchte und irgendwelche Ziele hat. Eine Art Schwebezustand.

    Er befreundet sich zunächst mit einem Fernfahrer, János, dann mietet er sich bei Ilona, einer jungen, mittellosen Frau ein. Man hat den Eindruck, er verliert immer mehr den Faden auf der Suche nach seiner Formel. Er versucht die eher sorglose, spontane, egoistische Ilona mit seinen radikal-veganen Ansichten und mit seiner Ordentlichkeit umzuformen. Im dritten Teil des Buches nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, es wird zu einem Roadmovie unterwegs nach Istanbul. Ilona bleibt dort, Casper erreicht Istanbul zunächst nicht und kehrt heim nach Deutschland. 

    Das Buch, besonders dieser Schlussteil hat mich etwas an den Film von Fatih Akin "Im Juli" erinnert, ein Road Movie von Deutschland über Budapest nach Istanbul, auf der Suche nach der Liebe. Andererseits konnte ich mit dem etwas trockenen Art der Hauptdarsteller nicht viel anfangen. Casper scheint sehr weltfremd zu sein. Ilona ist etwas bodenständiger, jedoch scheint auch irreal zu sein (wenn sie in Budapest heimisch ist - das bestärkt auch die Episode mit dem Kräutermann im Wald -, wieso kennt sie praktisch niemanden? Sie scheint völlig familie- und freundelos in der Luft zu hängen), beide im Grunde unsympatisch und sie harmonieren miteinander keineswegs. Eine Anziehung der Gegensätze greift irgendwie auch nicht. 

    Die Ungarnrecherchen der Autorin scheinen breitflächig zu sein, es gibt jedoch verblüffende unstimmige Kleinigkeiten, die leicht vermeidbar gewesen wären (außer sie sind mit Absicht passiert... z. B. der Name Eszter wird falsch als "Észter" geschrieben).

    Die Geschichte kann man gut lesen, aber ich konnte nichts Positives abgewinnen - Casper ist für mich ein Nabelschauer, ein Besserwisser. Warum hilft er nicht anderen, wenn er mit seinem Leben nichts anzufangen weiß? Mit Ilona passen sie nicht zusammen, und daran ändert sich in der Geschichte auch nichts... eine Zuneigung ist nicht spürbar. Leider erfahren wir fast Nichts über Ilonas Vorgeschichte, somit bleibt ihre Figur eher blass.

    Ein ambivalentes, jedoch nachdenklich machendes Buch.


  17. Cover des Buches Per Anhalter durch den Nahen Osten (ISBN: 9783959102452)
    Patrick Bambach

    Per Anhalter durch den Nahen Osten

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Das Cover gefällt mir.

    Am Anfang gibt es eine Karte, wo man als Leser die Reise mit verfolgen kann.

    Der Schreibstil ist im Tagebuch - Stil. Finde ich persönlich gut, daher hat man das Gefühl mit dabei zusein. Den Mut die Strecke komplett zu trampen und bei Leuten zu übernachten, welche ich nicht kenne - Couchsurfing - finde ich mutig. Gerade in gewissen Ecken auf der Strecke.


    Ich hätte gerne mehr erfahren über manche Orte bzw. von der Bevölkerung, Fotos fehlen auf jeden Fall. Das macht einen guten Reisebericht aus. Es gibt am Ende einige Fotos aber für einen Reisebericht zu wenig. 

  18. Cover des Buches Magyria - Der Traum des Schattens (ISBN: 9783442269303)
    Lena Klassen

    Magyria - Der Traum des Schattens

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Hanny3660

    Titel: Magyria - Der Traum des Schattens

    Autor: Lena Klassen

    Verlag: blanvalet

    Genre: Fantasy

    Seiten:608

    Einband: Taschenbuch

    Preis: 9,99 €

    Bestellen ? Hier 



    Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares danke ich blanvalet !

     

    Buch
    Jetzt geht es in den Endspurt in der Schlacht um Magyria, Budapest und Hanna....


    Autorin


    Lena Klassen wurde 1971 in Moskau geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie studierte Literaturwissenschaft, Anglistik und Philosophie an der Universität Bielefeld, wo sie 1999 promovierte. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern sowie zahlreichen Tieren in einem Haus im ländlichen Westfalen.  (Kurzvita von blanvalet)



    Inhalt


    Klappentext:
    Die Finsternis hat gesiegt und Kunun, der Prinz der Schatten, ist der neue, selbst ernannte Herrscher des magischen Reichs Magyria. Doch sein Bruder Mattim, der Prinz des Lichts, ist in unsere Welt entkommen und bereitet sich gemeinsam mit seiner großen Liebe Hanna auf die Rückkehr nach Magyria vor. Denn Hannas Gefühle für ihn sind ein Funken Hoffnung. Ein Funken, der in der Dunkelheit Magyrias wie ein Fanal leuchten und die Anhänger des Lichts führen wird. Doch Kunun erwartet sie bereits …



      Meine Meinung

    Ich bin noch nicht am Ende des Buches, aber ich muss mich jetzt schon dazu ausdrücken. Denn es ist geht Berg ab. Nicht von der Qualität her, aber leider mit Mattim und Hanna. Als ich Kununs Plan begriffen hatte, habe ich das Gefühl bekommen. "Ende...Aus... Das kann Mattim nicht mehr schaffen" und gerade weil mich dieses Gefühl der Hoffnungslosigkeit und der Schlussendlichkeit sehr mit nimmt und es auch eben so jeden anderen überkommen kann wenn er das Buch liest, dachte ich mir, ich sollt diese stelle schonmal fest halten. Es kommt selten, für mich selten vor das ich doch recht intensive Gefühle in solche Stellen investiere.

    Ich tue mich grade sehr schwer weiterzulesen...

    Der dritte Band ist bei weitem der spannendste Teil der Trilogie. Denn wer die Lösung und unteranderem die Rettung für das Licht in Magyria und Budapest ist , ist fast nicht zu glauben. Denn der kleine Attilar wird ein großer Teil der Geschichte.

    Was mich sehr beruhigt ist das Lena Klassen ihrem Stil und ihrer Art mich immer wieder zu überraschen gleichgeblieben ist. Ihr Finale ist bei weitem nicht gewöhnlich oder zu vergleichen, der Verlauf ihrer hergestellten Situationen ist ganz ihr überlassen.Ich meine es ist so als ob sie sich keine Gedanken darüber mach was die Leser haben will. Sie bleibt sich treu.

    Was ich als schönens Sinnbild, aber auch ziemlich ironisch sehe ist das die Geschichte an der gleichen Stelle endet wie sie anfängt. Der lichtdurchfluttete Fluss vor Akink.

    Ich freue mich das wiedererwartend das Ende doch noch so harmonisch und Träumerhaft verlaufen ist. Ich möchte euch soviel erzählen doch ich will euch nicht die Spannung und den Spaß nehmen. An dem Punkt muss ich wirklich etwas Werbung für eine nicht so übermäßig bekannte Trilogie machen. Ich würde die Geschichte wirklich gerne als Flim sehen.

    Also versucht euch an der etwas anderen "Vampier " Geschichte die nicht gewöhnlich ist.


    Fazit

    Ich freue mich sehr, das ich mich an die Geschichte getraut habe und hoffe das es euch auch so geht.




                                                                       Magyria - Trilogie


    1. Magyria - Das Herz des Schattens
    2. Magyria - Die Seele des Schattens
    3. Magyria - Der Traum des Schattens

  19. Cover des Buches Schwarze Niederlage (ISBN: 9783862784868)
    Gena Showalter

    Schwarze Niederlage

     (68)
    Aktuelle Rezension von: ZiSkA12
    Wow... Ich bin so begeistert von Schwarze Niederlage. Ich hab am Anfang gedacht, das es mir sicher nicht gefallen wird, eben weil Strider so hinter Haidee hergeschmachtet hat, aber es war alles andere als nicht mögen. Ich liebe das Buch einfach. Strider und Kaia sind ein wirklich tolles Paar. Ich hab es genossen, zuzusehen, wie Kaia und Strider ein Paar geworden sind. Zumal es mich besonders gefreut hat, das auch Strider "gefallen" ist. Er war ja einer derjenigen, die am meisten betont haben, das er keine Frau braucht. Kaia mochte ich ja von Anfang an. Sie ist so witzig und toll und auch stark, und sie tut doch alles für die Leute, die sie liebt! Und vor allem hat es mir gezeigt, daß die Skyhawkschwestern,überhaupt nicht böse auf die typische Harpyienart sind. Auch die Harpyienspiele fand ich ganz interessant, obwohl eigentlich gar nicht so viel vorkam. Ansonsten hat mir auch wieder das drum herum gefallen. Vor allem muss ich sagen, das mir Zacharel immer mehr gefällt und ich ihn wahnsinnig interessant finde... Ich bin gespannt, ob wir noch mehr von ihm erfahren werden, und ob er vielleicht auch seine eigene Geschichte bekommt. Das Buch hat aus meiner Sicht jedenfalls 5 Sterne verdient!!!
  20. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarzes Geheimnis (ISBN: 9783862783250)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarzes Geheimnis

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Marlies0004
    Der 7 Band der Herren der Unterwelt Reihe „Schwarzes Geheimnis“ von Gena Showalter wurde 2012 im MIRA Verlag auf deutsch veröffentlicht. Das Buch handelt von dem dämonenbesessenen Krieger Amun und seiner Feindin, einer Jägerin, Haidee. 
    Inhalt
    Dunkelste Gedanken, böseste Absichten – es gibt nichts, was der unsterbliche Krieger Amun als Hüter des Dämons der Geheimnisse nicht lesen und damit auch manipulieren könnte. Diese Fähigkeit ist auch bei anderen unsterblichen Gestalten sehr begehrt. Selbstauferlegte Isolation scheint Amuns einziger Ausweg zu sein, um sich vor den Qualen der fremden Geheimnisse zu schützen. Doch die Versuchung, sich wider alle Vernunft der Welt zu öffnen, wird immer größer, als er die betörende Haidee kennenlernt – eine Dämonen-Jägerin, die geschickt wurde, um Amun zu töten …
    Meine Meinung
    Auch dieses Buch der Reihe wurde so geschrieben dass man alles problemlos verstand und auch dieses Buch wurde aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Es ist ein Buch, dass alle Gefühle beherbergt, ob Traurigkeit oder Wut bis hin zu Freude. Auf dem Cover ist ein Mann zu sehen der im Schein des Mondlichts steht und laut des Hintergrundes scheint er sich hoch oben auf einem Berg zu befinden. Dieses Buch der reihe ist etwas heller und der Klappentext ist in einem weißen Feld.
    Zeus erschuf die 15 Krieger zu seinem Schutz. Als diese aber die Dämonen befreiten die in der Büchse der Pandora eingesperrt waren verbannte Zeus sie vom Olymp und band an jeden Krieger einen Dämonen. Aber nach einem Besuch von Amun, William und Aeron in der Hölle um Aerons Freundin Legion zu befreien, ergriffen auch noch 100 te Dämonenlakaien von im Besitz. Er hatte Schmerzen und nur Haidee konnte ihn von diesen Schmerzen befreien. Aber Haidee war eine Jägerin seine Feindin! Aber das war Amun egal und zusammen machten sie sich auf den Weg in die Hölle um Amun von den Lakaien zu befreien. 
    Amun ist der Hüter von Geheimnis. Mit Hilfe seines Dämons kann er die Gedanken aller Personen lesen, bis auf die von Haidee. Unterer anderem kann er auch in den Geist anderer eintreten und die schlimmsten Geheimnisse und Absichten erfahren. 
    Haidee ist ein Mensch der immer wieder Geboren wird. Sie ist eine Jägerin und hat geholfen einen Freund von Amun zu töten. 
    Insgesamt ist das Buch super gut geschrieben. Es ist eine wundervolle Geschichte und ich kann es jedem empfehlen. Es ist wie alle anderen aus der Reihe einfach fesselnd!
  21. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lügen (ISBN: 9783899419597)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lügen

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Marlies0004
    Der paranormale Liebesroman, „Herren der Unterwelt 6 Schwarze Lügen“ erschien in Deutsch2011 im MIRA Verlag. Das Buch handelt von dem unsterblichem, Dämonenbesessenen Krieger Gideon und einer ebenfalls dämonenbesessen Namens Scarlet.
    Inhalt
    Er darf alles, nur eins ist ihm bei Todesqualen verboten: die Wahrheit zu sagen. Gideon ist der fünfte Herr der Unterwelt, und in ihm haust der Dämon der Lüge.
    Und so wie er selbst Wahres nicht benennen darf, so erkennt er bei anderen sofort die Lüge. Bis er auf Scarlet trifft, eine ebenfalls unsterbliche Seele. Sie behauptet, seine Frau zu sein: der Mensch, den er einst geheiratet und leidenschaftlich geliebt hat. Doch so wenig Gideon sich erinnern kann, so wenig deutet darauf hin, dass Scarlet lügt.
    Im Gegenteil: In ihrer Gegenwart flammt in Gideon ein längst vergessenes Verlangen neu auf. Doch er darf ihm nicht nachgeben, denn damit würde er Scarlet in tödliche Gefahr bringen…
    Meine Meinung
    Das Buch wurde verständlich geschrieben und man konnte alles genau verstehen, dass vor allem daran liegt das es aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde. Es ist ein witziges aber gewagtes Buch, dass in einen die verschiedensten Gefühle auslöst. Auf dem Cover ist ein wunderschöner, muskulöser Mann der im Schein des Vollmondes steht. Der Rest des Covers ist Dunkel, bzw. Schwarz. Wie ich finde sehr schön gemacht und es spiegelt auch eine Scene des Buches wieder. 

    Kurz die Vorgeschichte der Krieger: Sie wurden von Zeus erschaffen. Insgesamt waren es 15. Sie alle waren zu seinem Schutz da. Eines Tages brachen aus der Hölle hohe Herren aus. Das sind Dämonen der Elite. Zeus sperrte sie in eine Büchse und lies sie von Pandora überwachen. Die anderen Krieger waren neidisch. So töteten sie Pandora und öffneten die Büchse, es gelang ihnen aber nicht die Dämonen wieder einzufangen und so wurden diese an sie gebunden. Außerdem wurden sie auch vom Olymp verbannt. 
    Nun zu Gideon und Scarlet. Scarlet lebte gefangen in der Burg der Krieger und Gideon bewachte sie. Er fand sie von Anfang an faszinierend. Sie sagte sie seien Verheiratet, aber Gideon wusste davon nichts. So entführte er Scarlet als sie schlief um Antworten aus ihr heraus zu bekommen. Er dachte, dass das besser funktionieren würde, wenn sie alleine wären. Sie kamen sich näher und Scarlet verriet ihm dass sie einen Sohn hatten der von Zeus getötet wurde. Aus Trauer wollte sich Gideon an Zeus rächen. So ging er nach Titania um Cronos zwei Sklavenhalsbänder zu stehlen, um in den Tartaros zu kommen, da dort Zeus eingesperrt war. Während ihres Aufenthaltes in Titania fanden die Lösung zu Gideons Gedächtnis Problems heraus. 
    Gideon ist der Hüter des Dämon Lüge. Er kann kein Wahres Wort sagen ohne Qualen zu erleiden und im Gegenzug erkennt er bei anderen sofort die Lüge. Außer bei Scarlet.
    Scarlet ist die Hüterin des Dämons Albtraum. Sie schlaft 12 Stunden am Tag so tief, dass sie nichts und niemand Aufwecken kann. In dieser Zeit ernährt sich ihr Dämon an den schreien derer, dessen Träume sie beeinflusst. Und das nicht im positiven. Sie hat ihr ganzes Leben eingesperrt im Tartarus verbracht da ihre Mutter Rhea sie dort zur Welt brachte.
    Ich finde das Buch sehr empfehlenswert da es einen fesselt und man es nicht mehr aus der Hand legen kann, so wie alle Bücher dieser Reihe. 
  22. Cover des Buches Der Mann, der sich in Luft auflöste (ISBN: 9783499244421)
    Per Wahlöö

    Der Mann, der sich in Luft auflöste

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Alf Matsson ist verschwunden«, sagte der Mann theatralisch.
    »Aha. Und die Suchmeldungen brachten kein Ergebnis?«
    »Es gibt keine Suchmeldung. Und es wird auch keine geben.«

     

    Kommissar Martin Beck will gerade seinen ersten Urlaubstag genießen, als ihn ein dringender Auftrag aus der beginnenden Erholung reißt. Zu Becks Überraschung erhält er seine Instruktionen nicht von seinem Vorgesetzten, sondern vom Außenministerium. Ein schwedischer Journalist ist in Budapest spurlos verschwunden, die Umstände werden als „delikat“ beschrieben.

     

    Beck fliegt nach Ungarn und setzt sich auf die Spuren des verschwundenen Alf Matsson. Davon gibt es allerdings herzlich wenige. Über Matsson findet sich zwar ein Bericht vom Staatsschutz, der Inhalt der Geheimpapiere lässt aber auf einen „selten uninteressanten Menschen“ schließen. So irrt Beck tagelang mehr oder weniger planlos durch die Gegend und muss plötzlich feststellen, dass er selbst zum Gejagten geworden ist…

     

    Auch dieser zweite Fall für Martin Beck konnte mich begeistern. Die Ausgangslage ist wunderbar rätselhaft. Wieso ist Matsson verschwunden, was ist ihm zugestoßen? Und warum bloß soll keine offizielle Suche nach ihm eingeleitet werden? Bei Becks Besuch im Außenministerium fällt das Stichwort Wallenberg-Affäre, die unbedingt vermieden werden muss. (Wallenberg war ein schwedischer Diplomat, der gegen Ende des 2. Weltkriegs in Budapest spurlos verschwand, bis heute ist dieser Fall unaufgeklärt.) Gibt es also womöglich einen politischen Hintergrund? Zur Zeit der Handlung liegt Ungarn ja noch hinter dem berühmten Eisernen Vorhang. Und wer will unbedingt verhindern, dass Beck etwas herausfindet?

     

    Beck nähert sich Schritt für Schritt der Auflösung, die ich als schlüssig und wirklich gelungen empfand. Bis dahin bewegt sich der Leser mit ihm durch einen ruhigen, intelligenten Polizeiroman. Detailreich werden Einzelheiten beschrieben, Beck kann gar nicht anders, als fortwährend zu beobachten und zu analysieren. Eine Berufskrankheit wohl ;-) Wer viel Action mag, kommt hier vermutlich zu kurz, dafür wirkt aber alles sehr realistisch.

     

    Fazit: Rätselhafte Ausgangssituation und eine ruhige, intelligente und realistische Handlung. Wieder ein gelungener Polizeiroman.

  23. Cover des Buches Ab jetzt ist Ruhe (ISBN: 9783100044204)
    Marion Brasch

    Ab jetzt ist Ruhe

     (82)
    Aktuelle Rezension von: jannehanne

    Schreibt leicht über das Schwere, feine Psychologie, nimmt den Leser emotional mit. 

    S.64 "Doch dieses Weihnachtsfest war anders. Ich spürte schon am Vormittag, dass irgendetwas faul war. Oder besser ich hörte es. Aus der Küche klang schlechtgelauntes Tellerklappern, Töpfe lähmen auf dem Herd, und das Besteck ließ sich beleidigt in den Besteckkasten fallen. Meine Mutter war sauer."

  24. Cover des Buches Magyria  - Die Seele des Schattens (ISBN: 9783442268948)
    Lena Klassen

    Magyria - Die Seele des Schattens

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_Ollenburg

    Eine gelungene Fortsetzung, des ersten Teils, das einzige was mir auch hier gefehlt hat, eine Tiefe in der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten.
    Die Wendungen am Ende des Buches haben mich sehr überrascht, was noch einmal eine gute Spannung aufgebaut hat.

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